Bücher mit dem Tag "hinterpommern"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hinterpommern" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches Gut Greifenau - Abendglanz (ISBN: 9783426521502)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Abendglanz

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm

    Von der Gut Greifenau-Reihe hatte ich schon viel gehört und war sehr gespannt darauf, die Reihe endlich zu beginnen. Leider waren meine Erwartungen wohl zu hoch, denn so richtig konnte mich das Buch nicht überzeugen.

    Zu Beginn habe ich mich sehr schwer getan in die Geschichte reinzufinden, da man wirklich sehr vielen Personen begegnet und auch noch nicht so richtig einschätzen kann wer wichtig wird. Dieses Problem habe ich öfter in historischen Romanen und normalerweise legt sich dies im Laufe des Buches, aber hier war war das leider nicht der Fall. Ich habe mich über das gesamte Buch schwer getan eine Verbindung zu den Charakteren herzustellen. Es waren einfach zu viele Personen und vieles blieb dadurch nur an der Oberfläche. Ich mag es lieber, wenn nur ein paar Personen im Vordergrund stehen.

    Vom Setting und der Zeit fand ich das Buch sehr interessant, aber dennoch konnte mich die Geschichte insgesamt leider nicht überzeugen und ich werde die Reihe wohl nicht weiterverfolgen.

  2. Cover des Buches Gut Greifenau - Nachtfeuer (ISBN: 9783426521519)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Nachtfeuer

     (113)
    Aktuelle Rezension von: aly53

    Nachdem der erste Band der Gut Greifenau Saga schon so gut war, musste ich direkt weiterlesen. Und oh mein Gott, im zweiten Band geht es richtig ab. Dieser schlägt den ersten Band, in meinen Augen um Längen.


    Der Schreibstil der Autorin ist ungeheuer mitreißend, einnehmend und einfach gnadenlos fesselnd. Ich konnte das Buch nicht einen Moment zur Seite legen, weil so unglaublich viel passiert ist.

    Die Charaktere bekommen hier noch mehr Tiefe und Präsenz.

    Sie sind authentisch, greifbar und so lebendig.

    Wobei mir tatsächlich die Nebencharaktere noch besser gefallen, als die Grafensprösslinge. Vielleicht weil es Schicksale sind, die so unglaublich nahe gehen.

    Weil sie geprägt von Trauer, Leid und großer Tragik sind und trotz der Hilflosigkeit, hat man das Gefühl, die Hoffnung nie ganz zu verlieren.

    Mein ganz besonderer Liebling ist Albert. Seine Geschichte erhält wahnsinnig viel Tiefe und Intensität. Was mir einfach so unfassbar gut gefällt.

    Das heißt aber nicht ,dass die Grafensprösslinge weniger Kämpfe ausfechten. Jeder hat sein Päckchen zu schultern, was definitiv auch mit an der Zeit liegt, in der die Geschichte spielt.

    Diesmal im Zeitraum von 1914 – 1917.

    Ein leidgeprüftes und schwieriges Jahr, an dem jeder zu knabbern hat.

    Aber es liegt nicht nur am Krieg, der alles verändert.


    Es gibt Träume, Wünsche und Hoffnungen.

    Und immer mehr hat man das Gefühl, es löse sich alles auf.

    Arm oder reich. Es spielt keine Rolle.

    Jeder kämpft ums Überleben.

    Man taucht in tiefe Krater der Abgründigkeit ein und wird immer wieder aufs neue schockiert.

    Machtmissbrauch, Gewalt und Entsagungen sind an der Tagesordnung.

    Dabei gab es eine Szene, die mich besonders tief getroffen hat und innerlich bluten ließ.

    Und dann sieht man nur, wie diese Ereignisse gelöst werden und es kanalisierte sich daraus, eine so immense Wut und Scham.

    Wie ist es möglich, dann noch das eigene Gesicht zu wahren?

    Wie kann man noch in den Spiegel schauen, ohne verschämt wegzuschauen, weil man den eigenen Anblick nicht erträgt?

    Ich bin einfach nur komplett schockiert.


    Man hat das Gefühl, dieser Band besteht nur aus Tragik, Verlusten und Schicksalsschlägen.

    Aber es ist nicht so, denn es gibt unglaublich viel Hoffnung und auch Glück.

    Hanna Caspian baut hier einige Twists ein, die mich definitiv überrascht haben.

    Manchmal positiv, manchmal weniger.

    Fakt ist, die Menschen machen ihre Erfahrungen, wachsen daran oder versuchen einfach nur zu überleben.

    Manchmal gepaart mit Egoismus, manchmal auch nur einfach mit Arroganz.

    Aber es gibt auch Mitgefühl ,Vertrauen und Loyalität. Ein so wichtiger Aspekt.


    Ganz besonders der zwischenmenschliche Aspekt wird hier so groß geschrieben. Verbunden mit psychologischen Feingefühl erhält es einfach so viel Tiefe, dass es mich einfach richtig beeindruckt hat.

    Die Kriegszeiten kann man nicht wegwischen, sie sind da und haben auch Einfluss auf die Handlung. Diesbezüglich wird man mit sehr viel Wissen und den Hintergründen konfrontiert. Was auch nicht spurlos an einem vorübergeht.

    Dabei geschehen Dinge, die man nicht gutheißt, aber sie sind da.

    Unauslöschlich ins Gehirn gebrannt.

    Sie lassen die Menschen zerbrechen, verändern sie und auch alles um sie herum.

    Die Ziele nehmen andere Richtungen ein, der Fokus verschiebt sich immer mehr und bei alledem muss man aufpassen, dass man sich selbst nicht verliert und das, woran man glaubt verrät.

    Das Ende hat mich besonders getroffen und sprachlos gemacht. Ein Riesen Cliffhanger tut sich auf und ich hänge nun völlig in der Luft.

    So unglaublich spannend, herzzerreißend und tragisch zugleich.

    Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht.


    Fazit:

    Band 1 der Gut Greifenau Saga war ja schon richtig gut, aber in Band 2 geht es richtig zur Sache.

    Voller Dramatik, Tragik und Verzweiflung behaftet, versucht jeder zu überleben.

    Ein zweiter Band, der extrem nahe geht und so einige Themen ans Licht bringt ,die definitiv nicht ohne sind.

    Er ist düster, beklemmend und so eindringlich und intensiv.

    Trotz der Schwere und Ernsthaftigkeit, hat dieser Band großes Potenzial, zu meiner neuen Lieblingsreihe zu mutieren.

    Wer historische Familiensagen liebt, sollte diese unbedingt lesen.

    Herausragende Ausarbeitung mit viel Empathie und Ernsthaftigkeit, dabei liegt der Fokus auf den zwischenmenschlichen Aspekten, verbunden mit psychologischen Feingefühl.

    Ich bin absolut beeindruckt und begeistert.

  3. Cover des Buches Gut Greifenau - Silberstreif (ISBN: 9783426525456)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Silberstreif

     (133)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Die Ereignisse stolpern hier nur so daher, Inflation, Einführung der Rentenmark, eine stetige Entwicklung und viele Wendungen machen auch diesen Teil wieder zu einem Erlebnis.
    Toll sind immer wieder die genauen und unglaublich gut recherchierten Hintergründe, die die Autorin in eine tolle und spannende Geschichte gepackt hat.
    Trotz aller Entwicklungen, ändert sich eines nicht. Lug und Trug, Verschleierungen und Gewalt sind nach wie vor an der Tagesordnung. Familien driften auseinander, Geld spielt wie eh und je eine viel zu große Rolle und selbst reiche und adelige Familien werden zerrissen. Es regieren wie auch heute arm gegen reich,
    die Unterdrückung der Frau, Arroganz und Demut. Schon damals mussten brilliante Ideen her um bestehen zu können, was für eine frustrierende Erkenntnis.
    In ihrem wunderbaren Schreibstil hat mich die Autorin auch mit diesem Band wieder überzeugt und gefesselt.

    Ich kann auch hier wieder nur eine absolute Leseempfehlung geben, denn wenn auch historisch, so hat man doch das Gefühl der Roman spielt und der heutigen Zeit, denn offensichtlich wird der Mensch nur von einem getrieben, Ruhm, Macht und Geld.

  4. Cover des Buches Gut Greifenau - Sternenwende (ISBN: 9783426525463)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Sternenwende

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M

    Das schreibt Hanna Caspian über ihre Lieblingsfiguren aus diesem Buch und begründet damit das endgültige Ende dieser "Saga". Schon mit dem dritten Band sollte es eigentlich vorbei sein. Doch ihre Leser wollten unbedingt wissen, wie es weiter geht. Und so entstanden, gewissermaßen als Auftragswerk, noch drei weitere dicke Bücher. Und tatsächlich lesen sich diese erzwungenen Fortsetzungen nicht mehr so gut wie die ersten drei Bände. Sicher fällt das der Fan-Gemeinde nicht unbedingt auf, weil sie inzwischen süchtig nach neuen Geschichten aus Greifenau ist. Von solchen Fans leben ganze, nie enden wollende Fernsehserien.

    Im letzten Band mehren sich die weniger feinfühlig vorbereiteten Wendungen. Es ruckelt. Es geht abrupt und schnell. Plötzlich wird das Geheimnis um Albert mit rasender Geschwindigkeit gelüftet, und die Ereignisse danach überschlagen sich. Die neue Liebe Katharinas findet keine besondere Erklärung, sie ist plötzlich irgendwie da. Auch Wiebkes und Eugens Geschichte, die durch mehrere Bände schwankend erzählt wurde, kommt auf einmal schlagartig in die richtige Spur. Ich könnte noch einige weitere Beispiele anführen, die deutlich machen, dass es der Autorin offenbar nicht mehr so viel Spaß gemacht hat, ihre Geschichte fortzuführen. Ein Ende musste her, ein möglichst zufriedenstellendes. Denn was sollte nun, ab 1933, noch geschehen? "Es wird langsam ungemütlich", sind die letzten Worte des Grafen Konstantin.

    Die Herrschaft des Dritten Reiches, der Krieg, die Vertreibung sind alles keine Bilder, die Freude machen, die eine schöne Geschichte ermöglichen. Manche Leser fanden, dass es kein besseres Geschichtsbuch gibt. Da kann man geteilter Meinung sein, weil auch diese Geschichte aus der heutigen Sicht und aus dem heutigen Verständnis der Ereignisse im Kopf der Autorin erzählt wird. Wir wissen nicht, wie es damals wirklich war, wir stellen es uns nur vor. Im Gegensatz zu den Figuren aus Caspians Epos wissen wir, wie sich die Dinge weiter entwickelt haben und meinen, gelegentlich daraus eine gewisse Überlegenheit abzuleiten, etwa so wie manche Zeitgenossen heute glauben, dass sie damals im Widerstand gewesen wären.

    Für ihre Fans wird der letzte Band versöhnlich sein. Ich fand ihn, wie schon die letzten beiden Bücher, reichlich plakativ, nicht nur was das Politische anbelangt. Irgendwie sollte es wohl doch so eine Art illustrierter Geschichte sein. Aus der rückwärtigen Betrachtung sehen die Ereignisse immer durchschaubarer aus als sie es damals wirklich waren.

    Für Caspian hingegen waren die sechs langen Bände wohl eine Goldgrube. Dafür muss man einen Riecher haben und auch so schreiben können, dass das Publikum die Bücher annimmt. Wem das gelingt, dem gehört mein Respekt. Unterhaltsam waren die mehr als 3000 Seiten auf alle Fälle.

  5. Cover des Buches Theodor Fontane: Effi Briest (ISBN: 9783938484180)
    Theodor Fontane

    Theodor Fontane: Effi Briest

     (1.751)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    Nachdem ich schon ein paar englische Kassiker von Jane Austen, den Brontes und Charles Dickens gelesen habe, dachte ich mir, dass ich es auch mal mit einem deutschen Klassiker versuchen könnte und habe mir "Effi Briest" ausgesucht. Ich dachte, dass es hier um eine interessante junge und starke Frau geht, die versucht, aus ihrem fremdbestimmtem Leben auszubrechen und ihren eigenen Weg zu gehen.

    Doch da habe ich mich wohl geirrt. Die Protagonistin Effi ist keine starke Persönlichkeit, vielmehr ist sie schwach, wankelmütig und schafft es nicht, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Diese Unfähigkeit hat mich im Lauf der Geschichte immer mehr frustriert: Hätte Effi mal selber etwas unternommen, anstatt ihre Eltern und ihren Ehemann alles bestimmen zu lassen, wäre die Geschichte bestimmt besser ausgegangen. Doch man muss auch verstehen, dass Effi mit der Situation in gewisser Weise überfordert war: Wenn man mit siebzehn den Ex seiner Mutter heiraten muss und mit ihm in ein kleines Kaff zieht, wo einem nur Feindseligkeit entgegenschlägt, ist es bestimmt nicht immer leicht. Schnell verkriecht sie sich in ihrer Frustration und hat auch keine Hobbies, mit denen sie sich von ihrer unglücklichen Ehe und dem Mangel an Gesellschaft ablenken könnte. Eigentlich kann sie einem wirklich leid tun, weil ihr Leben so leer ist.

    Auch die anderen Figuren sind keine wirklichen Sympathieträger. Ihr Mann wirkt häufig verkrampft und hat ständig so einen Lehrer-Tonfall drauf. Ihre Eltern, vor allem die Mutter, scheinen nicht wirklich auf ihre Tochter einzugehen und nachdem Effi gesellschaftlich ruiniert ist, verstoßen sie sie zumindest zuerst) herzlos. Major von Crampas, mit dem sie eine Affäre hat, fand ich ziemlich aufdringlich und geschmacklos, aber er hat sich wenigstens richtig mit Effi beschäftigt und sie nicht, so wie ihr Mann, wie ein kleines Kind behandelt. Am meisten mochte ich noch den Apotheker Alonzo Gieshübler, einen der wenigen Freunde, die Effi hat, und der ihr langweiliges Leben zumindest zwischenzeitlich interessanter macht, indem er Veranstaltungen organisiert und ihr Lesestoff besorgt.

    Das Setting in dem kleinen Küstenort Kessin war wirklich bedrückend, man hat gut gemerkt, warum Effi sich dort unwohl fühlt. Alles wirkt düster und freudlos, mit Ausnahme der kurzen Badesaison im Sommer, wo ein paar Kurgäste zu Besuch kommen. Als Effi und Instetten endlich nach Berlin umgezogen sind, war ich wohl genauso erleichert wie die Protagonistin, der Einöde dieses Kaffs an der Ostsee zu entfliehen. 

    Die Handlung selbst hat sich teilweise etwas gezogen, vor allem der Teil in Kessin war unnötig lang, aber vielleicht wollte Fontane damit auch einfach zeigen, wie langweilig und eintönig Effis Leben in dem kleinen Ort ist. Am Ende des Buches kommt es dann aber zu einer unerwarteten Wendung, mit der ich echt nicht gerechnet hätte. 

    Ich war etwas enttäuscht, dass man nicht mehr über Effis Affäre erfährt. Zwar war mir schnell klar, dass zwischen den beiden irgendwas ist, aber bis auf Handküsse und Flirten passiert nichts, oder zumindest wird es nicht erzählt. Irgendwie ist Effi Briest deshalb für mich gar kein richtiger Liebesroman, sondern eher eine Art Gesellschaftskritik. Das wird noch deutlicher, als ihr Mann sich einer moralischen Zwickmühle gefangen sieht, in der er sich, ohne die komische preußische Gesellschaft und ihr albernes Getue um Ehre, nie befinden würde. 

    Ich bin keine Historikerin, aber ich denke, dass das Buch die Zeit ziemlich gut abbildet und wie die Menschen in Preußen damals gedacht haben. Schockierend fand ich, dass es vollkommen normal war, siebzehnjährige Mädchen mit fast 40 Jahre alten Männern zu verheiraten, die beinah so alt wie ihre Väter waren. Auch sieht man an diesem Buch gut, wie eingeschränkt bürgerliche und adelige Frauen damals waren: Sie durften nicht arbeiten, ihr einziger Job war es, Kinder zu kriegen, hübsch auszusehen und hin und wieder eine nette Party für die Freunde ihres Mannes und deren Frauen zu organisieren. Was war das bitte für ein Leben? Ich bin froh, dass diese Zeiten lange vorbei sind.

    Der Schreibstil  des Buches ist mit modernen Romanen nicht vergleichbar, aber ich habe mich doch schnell eingelesen. Fontane streut großzügig französische Fremdwörter in die Geschichte ein und der Satzbau ist aus heutiger Sicht manchmal etwas abenteuerlich. Die Worterklärungen, die bei meiner Ausgabe im Anhang sind, waren auf jeden Fall sehr hilfreich, ich glaube, dass ich Teile der Geschichte sonst einfach nicht verstanden hätte.

    Der Roman hat mich ehrlichgesagt ziemlich frustriert zurückgelassen und ich weiß nicht, ob ich für dieses Buch jedem empfehlen kann. Wer kleine Ostseekäffer, in denen der Hund begraben liegt, nicht ausstehen kann und bei weinerlichen Protagonist*innen die Krise kriegt, sollte es eher nicht lesen. Aber wenn ihr euch für die Gesellschaft im 19. Jahrhundert interessiert und nach dem Lesen aus tiefstem Herzen dankbar sein wollt, heute und nicht in den 1890ern zu leben, dann lest es.


  6. Cover des Buches Jauche und Levkojen (ISBN: B0023P1HZC)
    Christine Brückner

    Jauche und Levkojen

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Franzip86

    Maximiliane von Quindt kommt im August 1918 zur Welt, der Vater fällt auf die letzten Meter des 1. Weltkrieges und die Mutter weiß nicht so recht was sie mit einem Kind soll... Die Großeltern nehmen sich Maximilane an, der Großvater liebt sie abgöttisch. Später lernt sie einen weiteren Verwandten Viktor Quint kennen, ihn heiratet sie. Er sieht nur seine Aufgabe im Kinderzeugen, daher weiß er ganz genau, wann er auf dem Gut in Pommern auftauchen soll. Am Ende des 2. Weltkrieges muss Maximiliane samt ihrer Kinder flüchten...

    Ich liebe Geschichten aus dieser Zeit! Daher musste ich unbedingt auch dieses Buch lesen, die Verfilmung kannte ich bisher noch nicht, werde ich aber bald nachholen! 

    Dieses Buch beschreibt die Geburt von Maximiliane, über ihre Erziehung, ihrer Heirat, die Geburt ihrer Kinder und die Flucht aus dem Osten. (1918 - 1945) Der Schreibstil war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, daher auch 1 Stern Abzug. Es kam mir ein wenig vor, dass dieses Buch die Einleitung auf den 2. Teil ist. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weiter geht!

    4 von 5 Sterne.


    https://lesefrieda86-liest.blogspot.com/2020/01/rezension-jauche-und-levkojen.html

  7. Cover des Buches Nirgendwo ist Poenichen (ISBN: 9783548201818)
    Christine Brückner

    Nirgendwo ist Poenichen

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Maximiliane von Quindt/Quint, die aus dem pommerschen Poenichen stammende Baronin, findet nirgendwo die Heimat aus der sie als Schwangere mit vier Kindern flüchten musste. Weder in Hermannswerder, noch in Marburg; Kassel oder Paris und schon gar nicht in Kalifornien, wo sie ihre Mutter und ihren Stiefvater besucht. Nicht einmal der Stammsitz der Quints in der Nähe von Nürnberg, die zum Burghotel umgebaute imaginäre Burg Eyckel, gibt ihr Geborgenheit. In ihrer Würde unbeschadet gelangt sie durch die Wirren der Nachkriegszeit, die in vielen Facetten wieder ins Gedächtnis gerufen werden: Bezugsscheine, Entnazifizierung, Kriegsverbrecherprozesse, Lastenausgleich, Währungsreform u.a.m. Das Schicksal ihrer Kinder ist freilich nicht dazu angetan, sie auf einen ruhigen Lebensabend einzustimmen. Ihrem Ältesten, Joachim, mangelt es von Anfang an etwas an Lebenstüchtigkeit. Der zweite Sohn, mit dem unheildrohenden Namen Golo, ein liebenswerter Bruder Leichtfuss, verunglückt. Die intellektuelle Tochter Viktoria steht auch nicht mit beiden Beinen richtig im Leben. Die wegen ihres exotischen, auf ihren kirgisischen Vater zurückzuführenden Reizes zunächst als Model gefragte Mirka schafft es nicht an die Spitze, findet aber wenigstens ihr Auskommen. Lediglich die adoptierte Edda etabliert sich im Adel, im holsteinischen Landadel - und meint gelegentlich, sich ihrer bescheidenen Stiefmutter schämen zu müssen. Allein schon die Sprüche, die Christine Brückner an den Anfang der einzelnen Kapitel ihres Romans - und der übrigen Bände ihrer Trilogie - stellt, machen das Buch lesenswert. Darüber hinaus ist es der Autorin auch im hier behandelten Band gelungen, die Gestalten ihres Romans glaubhafte Wege gehen zu lassen. Von der Wiederaufbauzeit bis zu den 68ern und zur Hippiegeneration. Dabei flicht sie en passant Bemerkungen ein, die vermutlich erst im Laufe der Zeit an Bedeutung gewinnen. So sagt die Hauptfigur ihres Romans an einer Stelle, dass sie nie an eine Kollektivschuld geglaubt habe, wohl aber an eine Kollektivscham. An anderer Stelle wagt die Autorin es sogar, als Mitursache für den Zweiten Weltkrieg den Versailler Vertrag zu erwähnen. Bei der Suche nach den historischen Anfängen die Goten als ehemalige Bewohner der „Ostgebiete“ zu bemühen, erscheint mir allerdings „weit“ hergeholt. Glücklicherweise macht der Europagedanke solche Überlegungen heute, hoffentlich, überflüssig.
  8. Cover des Buches Pommern - Wegweiser durch ein unvergessenes Land (ISBN: 9783881894395)
  9. Cover des Buches Jauche und Levkojen (ISBN: 9783837172676)
    Christine Brückner

    Jauche und Levkojen

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Eva Mattes liest den ersten Teil der Poenichen-Trilogie wunderbar.
  10. Cover des Buches Jauche und Levkojen. Nirgendwo ist Poenichen. Die Quints (ISBN: 9783548249810)
    Christine Brückner

    Jauche und Levkojen. Nirgendwo ist Poenichen. Die Quints

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Eine Geschichte um eine adlige Familie und um das Gut Poenichen in Hinterpommern. Es handelt sich um derer von Quindt. Einmal mit und ohne "von" geschrieben, dann wieder mit und ihne "dt". Die Hauptperson ist Maximilliane von Quindt die 1918 schon als Halbwaise auf die Welt kommt, da ihr Vater in den letzten Tagen des ersten Weltkrieges fällt.
    Die Autorin Christine Brückner lässt Maximilliane die Hitlerzeit und den zweiten Weltkrieg durchstehen. Lässt die Hauptperson aus Hinterpommern fliehen und bei nahen Verwandten in "West-Deutschland" unterkommen. Der Leser erlebt ebenfalls mit, wie Maximilliane auch die widrigsten Lebensumstände scheinbar mühelos hinnimmt und übersteht.
    Mich haben die Bücher vor allem deswegen interessiert, da meine Oma mütterlicherseits selbst aus Hinterpommern stammt. Und so konnte ich viel vertrautes lesen über das was meine Oma uns vermittelt hat.
    Die Autorin hat einen so leichten, beschwingten Erzählstil, dass das Lesen einfach Spass macht. Auch die Poenten und trocken erzählten Witze passen super in das Buch!
    Tolles Buch zum "Immer-wieder-lesen"!
  11. Cover des Buches Christine Brückner: Die Poenichen-Romane: Die Quints / Nirgendwo ist Poenichen / Jauche und Levkojen [in drei Bänden] (ISBN: B0026IQ8I2)
    Christine Brückner: Die Poenichen-Romane: Die Quints - Nirgendwo ist Poenichen - Jauche und Levkojen. Im Schuber

    Christine Brückner: Die Poenichen-Romane: Die Quints / Nirgendwo ist Poenichen / Jauche und Levkojen [in drei Bänden]

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Henri3tt3
    Es begann damit, dass ich den ersten Teil als Hörbuch gehört hatte. Er war von Eva Mattes gelesen und ich war schwer begeistert. Dann habe ich mich daran erinnert, dass meine Ma die Trilogie in Buchform besitzt, also habe ich sie mir von ihr geliehen und gelesen. Den ersten Teil fand ich als Buch sogar noch besser, weil das Hörbuch nur eine gekürzte Fassung war.
    Beim zweiten Teil allerdings gibt es ein paar Dinge, die mir nicht gefallen. Da werden plötzlich größere Zeitsprünge gemacht, nach denen dann plötzlich wichtige Personen mitspielen, die nicht richtig vorgestellt werden. Der zweite Teil wirkt gehetzt und eckig, während der erste eine schöne Langsamkeit hatte und einfach rund war. Aber das ist vielleicht gerade die Absicht der Autorin, denn im ersten Teil geht es um das immer gleiche Leben in Hinterpommern, während der zweite Teil das Leben nach der Flucht bzw. Vertreibung am Ende des zweiten Weltkriegs beschreibt.
    Ich würde fast vermuten, dass die Autorin eine typische Fortsetzung geschrieben hat. Aber sie hat bereits im ersten Band viele Details vorgegriffen, die dann im zweiten Band vorkommen. Als hätte sie es von Anfang an als Trilogie geplant.
    Der dritte Teil ist wieder runder und es ist schön zu lesen, was aus den Kindern geworden ist.


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