Bücher mit dem Tag "himalaya"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "himalaya" gekennzeichnet haben.

101 Bücher

  1. Cover des Buches Die Wildrose (ISBN: 9783492300384)
    Jennifer Donnelly

    Die Wildrose

     (328)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Ich muss schon sagen, dass ich ein wenig traurig darüber bin, dass ich meine geliebten Finnegans / Bristows und Baxters gehen lassen muss, aber ich kann ja immer wieder zu ihnen zurückkehren, das beruhigt mich dann doch ein bisschen. Für mich war der Abschluss der Trilogie definitiv der beste Teil der Trilogie und es ärgert mich immer noch, dass am Ende diese eine Sache passiert ist bzw. nicht passiert ist, die mich dann so gestört hat, dass ich am Ende einfach keine 5 Sterne vergeben konnte.

    In diesem Band geht es um Seamie, den jüngsten der Finnegans, und Willa , die man bereits im Vorgänger kennengelernt hat und ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass sie mir so sehr ans Herz wachsen würden.

    Zum Schreibstil brauche ich nach drei dicken Büchern, glaube ich, nicht mehr allzu viel sagen. Die Frau hat’s drauf und man kann trotz der Seitenzahl einfach nur so durch die Kapitel fliegen. Ich mag die Kombination aus Spannung, Emotionen (positiven wie negativen) und Herzklopfen.

    Nachdem ich den zweiten Band so geliebt habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich Seamie oder Willa so gern haben könnte wie Sid und India, weil ich mich mit Letzterer auch so gut identifizieren konnte. Willa und ich könnten unterschiedlicher nicht sein, aber dennoch habe ich so sehr mit ihr mitgefiebert und vor allem mit ihr mitgelitten. Auch Seamie mochte ich gern, ich hatte nur manchmal etwas Probleme, ihn mit dem kleinen Jungen aus »Die Teerose« zusammenzubringen.

    Das ganze Buch war einfach spannend, wir befinden uns auf drei unterschiedlichen Kontinenten und das vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, wodurch man ganz viele Perspektiven eröffnet bekommt und auch viele Dinge erfährt, die man mit dieser Zeit nicht unbedingt in erster Linie erfährt, die aber trotzdem enorm wichtig waren.

    Fazit: Ein würdiger Abschluss für eine super Trilogie mit wundervollen Charakteren, die mir viele tolle Lesestunden bereitet hat.

    Bewertung Band 3: 4,5/5
    Bewertung gesamte Trilogie: 4,5/5

  2. Cover des Buches Der Berg (ISBN: 9783453418493)
    Dan Simmons

    Der Berg

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Dan Simmons gelingt mit „Der Berg“ ein beeindruckender Thriller: Der Berg, der Berg kann nur einer sein, nämlich der Mount Everest. Und dieser Berg ist ein so ernst zu nehmender Gegner, an dem nichts Weiches, Sanftes oder Menschenfreundliches ist, dass seine Erstbesteigung von den Herausforderern des Giganten wie ein Feldzug geplant und wie eine Belagerung durchgeführt wurde. Simmons lässt uns an mehreren gescheiterten Versuchen teilhaben und erzeugt eine atemberaubende Höhenspannung, die ihm ähnlich auch in „Terror“ gelungen ist, also seinem Roman in der Arktis, in dem ewige Nacht und eisige Kälte zu monströsen Gegnern anwachsen.

    Hier kommt die ganze Geschichte um die gescheiterte Mallory-Expedition dazu, deren Scheitern jahrzehntelang ein Rätsel blieb, aber spannend ist bis heute. Simmons packt sich die Mysterien der Everestexpeditionen und strickt daraus und aus seinem Plot – mit ziemlich coolen Charakteren – seine Steigleiter in den Berg.

    Ich hätte mehr nicht gebraucht und werde wohl „In eisigen Höhen“ von John Krakauer lesen, um noch einmal den Thrill dieses Berges in echt zu spüren.

    Simmons aber ist ein Thrillerautor, weshalb er leider eine Rahmenhandlung erfindet, die gelingt, aber eine Binnenhandlung einflicht, die – sozusagen ab einer Höhe von 7.300 Metern – noch eins draufzusetzen versucht. Eine Rezension muss vermeiden, den Clou eines Romans zu verraten, deshalb nur so viel: Dass Nazis eine Rolle spielen, ist recht früh klar – der Roman spielt 1924/25 kurz nach dem „Marsch auf die Feldherrnhalle“, und eine Szene im Bürgerbräukeller gibt es auch. Welche Rolle sie spielen, ist vollkommen unglaubwürdig und regelrecht lächerlich.

    Ach ja: Wer darauf hofft, dem Yeti zu begegnen, der wartet auf das Klischee. Und was Simmons zum Klischee meint, tja, der soll es selbst lesen.

    Auf 7.300 Metern abgestürzt, ein Jammer.


  3. Cover des Buches Drachenreiter 1 (ISBN: 9783791504544)
    Cornelia Funke

    Drachenreiter 1

     (786)
    Aktuelle Rezension von: Bookart

    Ich lese es gerade zum dritten Mal und bin immer noch verzaubert!

  4. Cover des Buches Die Besteigung des Rum Doodle (ISBN: 9783442158096)
    William E. Bowman

    Die Besteigung des Rum Doodle

     (50)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    Hätten Eric Idle und Co. ein Buch übers Bergsteigen geschrieben, wäre wohl etwas wie »Die Besteigung des Rum Doodle« dabei herausgekommen. Das Buch versteht sich als eine Parodie auf die Expeditionen der 1950er Jahre und strotzt nur so vor albernem Klamauk. Erschienen ist es bereits 1956 erschienen, das merkt man an vielen Stellen natürlich. Trotzdem kann man es auch heute noch sehr gut lesen und wird, sofern einem der Humor liegt, auch gut unterhalten.

    Im Nachwort hießt es das Buch ist irgendwo zwischen Monty Python und Die Nackte Kanone angesiedelt und das beschreibt es einfach perfekt. Die Geschichte strotzt nur so vor albernem Slapstick und Running Gags. Letztere Nutzen sich mit der Zeit leider etwas ab, so dass das Buch in der Mitte etwas eintönig wird. Zum Ende hin gibt es dann aber wieder neue Gags, so dass der Unterhaltungswert wieder merklich ansteigt. 

    Erzählt ist das Buch aus der Sicht des Expeditionsleiters, der die abstrusen Geschehnisse absolut ernsthaft schildert, die Hintergründe begreift er mit seiner arglosen Gutmütigkeit meist gar nicht. Das macht die Geschichte herrlich zu lesen. Man darf dabei aber weder tiefgründige Charaktere noch ausschweifende Landschaftsbeschreibungen oder eine logische Handlung erwarten. Das Buch will einfach nur unterhalten. 

    Als Monty Python Fan trifft »Die Besteigung des Rum Doodle« genau meinen Humor, daher habe ich mich prächtig amüsiert. Einen Stern ziehe ich allerdings für die Längen im Mittelteil ab. Wer diese Art Humor nicht mag, dem werden die sechs Trottel allerdings sehr schnell auf die Nerven gehen.

  5. Cover des Buches Das Haus des Friedens (ISBN: 9783734597183)
    Simone Dorra

    Das Haus des Friedens

     (20)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Wenn ich Kindern wie Zooni zuhöre, ist ein Teil von mir zwar glücklich, dass ich helfen kann...aber ich wünschte, es wäre nicht nötig. Meine Arbeit wird nur deshalb gebraucht,weil Menschen nicht aufhören, sich gegenseitig auf jede erdenkliche Weise zu quälen und zu verletzen...“


    Sameera Sullivan ist Traumatherapeutin. Sie ist nach Srinagar im Kashmir gekommen, um für Medical Relief Worldwide zu arbeiten. Da sie einen irischen Vater und eine indische Mutter hatte, kommen ihr bei der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Erwachsenen ihre Sprachkenntnisse zugute.

    Als sie ein kleines Mädchen behandelt, lernt sie Vikram Sandeep kennen. Er leitet seit drei Jahren ein Waisenhaus, das Haus des Friedens. Zusammen mit der Krankenschwester Divvya besucht Sameera das Haus.

    Die Autorin hat einen berührenden Roman geschrieben. Er spielt im Jahre 2012. Im Mittelpunkt der Handlung stehen neben den Protagonisten die Verhältnisse im Kashmir, denn die greifen tief in die persönlichen Leben ein.

    Der Schriftstil lässt sich flott lesen. Neben sachlichen Informationen und Beschreibung politischer Hintergründe transportiert er auf besondere Weise die Gefühle der handelnden Personen.

    Vikrams Anfang im Waisenhaus war nicht einfach. Nach wie vor gibt es kritische Stimmen. Er ist Hindu. Die von ihm betreuten Kinder sind in der Mehrzahl Moslems. Erst nach und nach lerne ich seine Vergangenheit kennen. Ich will es einmal so formulieren: In seinem ersten Leben hat er sich einige Feinde gemacht, die auf Rache sinnen. Allerdings hat er auch mächtige Freunde an seiner Seite, auf die er sich im Extremfall verlassen kann. Auf Sameera wirkt er anfangs so:


    „...Vikram Sandeep kam ihr vor wie ein kompliziertes Puzzle...eines, das aus so vielen Teilen bestand, dass es unmöglich war, sie zusammenzusetzen. Manchmal war er offen, zugänglich und vollkommen entspannt – aber sie wusste dass sie heute mindestens einen Punkt berührt hatte, der wehtat...“


    Integriert in die Handlung sind weitere bewegende und berührende Schicksale. Im Waisenhaus lernt Sameera einen Jungen kennen, der nicht spricht und jeden Kontakt ablehnt. Mit viel Einfühlungsvermögen gelingt es ihr, Zugang zu ihm zu finden. Im Krankenhaus lernt sie Eltern kennen, die ahnen, das ihr verschwundener Junge als Kindersoldat missbraucht wird. Sie drohen, daran zu zerbrechen. Sameeras Besuch im Dorf Dordpura zeigt weitere grausame Folgen der Grenzstreitigkeiten zwischen Indien und Pakistan, die auf den Rücken der Bewohner der Kashmir – Region ausgetragen werden.

    Dann aber gerät Sameera zwischen die Fronten. Es gibt Leute,die mit beiden Seiten Geschäfte machen. Der Handel mit Waffen und Drogen ist zu lukrativ, um sich dabei in die Suppe spucken zu lassen.

    In Gesprächen, die in die Tiefe gehen, wird das ganze Ausmaß der Tragödie deutlich. Vor allem die Dialoge mit Nanda Singh, einem Offizier und Vertrauten von Vikram, bringen das Geschehen auf den Punkt. Sein Gespräch mit Sameera, aber auch das mit dem Arzt zeigen die Vielschichtigkeit der Verhältnisse, was folgendes Zitat belegt:


    „...Weil ich mir keineswegs den üblichen Luxus leiste, alle Schuld für die elende Kriegstreiberei der letzten fünfzig Jahre unseren Brüdern in Pakistan in die Schuhe zu schieben. Auch Indien muss sich dafür verantworten, was es dazu beigetragen hat den Menschen dort das Leben zur Hölle zu machen...“


    Das Haus des Friedens ist eine Insel der Ruhe. Hier lernen die Kinder, wieder Kind zu sein und Freude zu empfinden. Sie werden nicht nur umsorgt, sondern geliebt. Das ist in ihrem Verhalten spürbar.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen.

  6. Cover des Buches Die Enden der Welt (ISBN: 9783596512232)
    Roger Willemsen

    Die Enden der Welt

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Ferdinand-Uth

    “Die Enden der Welt” von Roger Willemsen liest sich wie eine lange, komplizierte, aber auch lyrische Introversion eines Reisenden auf der Suche nach sich selbst.
    Immer aus der ersten Person beschrieben sucht der Protagonist die Enden der Welt wohl vor allem, um etwas über sich selbst herauszufinden. Gleichzeitig schildert er das Gesehene in schillernden Farben und nimmt einen mit in die Eifel, in ein Bordell in Mumbai, auf die Inseln Tongas oder auch Orvieto in Italien.
    Nicht alle Geschichten finde ich gleich stark. Manches liest sich für meinen Geschmack etwas zu „intellektuell", aber insgesamt mochte ich das Buch. Besonders die persönlicheren Geschichten sind gut geschrieben. Stellenweise ist das Buch sehr reich an Hintergrundwissen, sodass man etwas über ferne Kulturen oder Orte lernen kann. Und alle Geschichten stehen alle für sich, sodass sich problemlos manche der Orte überspringen lassen, wenn einem danach ist.
    Das Buch gibt es in einer kleinen, süßen Ausgabe, die man überall mit hinnehmen kann.

  7. Cover des Buches Krieger des Lichts - Ungezähmtes Herz (ISBN: 9783802586422)
    Pamela Palmer

    Krieger des Lichts - Ungezähmtes Herz

     (66)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Ich habe erst später bemerkt, dass dieses Buch Teil einer Reihe ist daher ist dieses Rezension wirklich nur auf die Geschichte bezogen ohne die anderen Werke oder das ganze Universum zu kennen. 

    Die Geschichte war interessant, und der Prolog hat mich sofort in den Bann gezogen. Die verschiedenen Rassen und Beziehungen zueinander wurden meiner Meinung nach ganz gut beschrieben, sodass nicht viele Fragen offen blieben. Ariana und Kougar waren interessante Charaktere, auch wenn der Name des letzteren etwas gewöhnungsbedürftig war.

    Es war ein ganz gutes Buch, jedoch würde ich nicht aktiv nach den anderen Bänden der Reihe Ausschau halten, aber wenn ich von der Autorin ein weiteres Buch finde, das zufällig ein Mängelexemplar ist, dann würde ich das kaufen.

  8. Cover des Buches Das Gleichgewicht der Welt (ISBN: 9783596512621)
    Rohinton Mistry

    Das Gleichgewicht der Welt

     (221)
    Aktuelle Rezension von: pengulina

    Indisches Epos, liebevoll erzählt

    Das Buch folgt vier Personen in einer indischen Großstadt (vermutlich Bombay/Mumbai) in den 1970er Jahren und wird anfangs mit Rückblenden in die 1940er und 1950er Jahre, die Zeit der Teilung Indiens, erzählt. Eine kurze Zusammenfassung ist schwierig – es geht um Armut, Vertreibung und das indische Kastensystem, aber auch und vor allem um den Wert von Familie, Zusammenhalt und Freundschaft. Mir hat besonders imponiert, dass der Autor seine Figuren ganz offensichtlich mag und bis in kleinste Details mit viel Humor und Zuneigung beschreibt, auch wenn es manchmal scheint, als habe er sämtliche Widrigkeiten auf seine vier Protagonisten projiziert.

    Das „Gleichgewicht“ im Titel stammt aus einem Satz, der im ersten Drittel des Buches fällt: You have to maintain a fine balance between hope and despair (Man muss das Gleichgewicht zwischen Hoffnung und Verzweiflung finden und halten). Und genau das machen die Protagonisten immer wieder. Die beschriebenen Ereignisse wirken auf mich plausibel, Abhängigkeiten und gegenseitiges Geben und Nehmen werden plastisch beschrieben. Mistry gelingt es, die Atmosphäre sichtbar, hörbar und vor allem riechbar zu machen. Man freut sich mit den Protagonisten und leidet mit ihnen und den anderen Figuren, bis zum bitteren Ende.

    Der Autor ist selbst in Bombay aufgewachsen und 1975 nach Kanada ausgewandert. Er kennt also die Verhältnisse in seinem Heimatland, insbesondere die (nur?) damals allgegenwärtige Korruption.

    Ich habe allerdings die englische Fassung gelesen, "A Fine Balance"

    Was ein Buch! Eine absolute Leseempfehlung von mir!

  9. Cover des Buches Hector und die Suche nach dem Paradies (ISBN: 9783492310352)
    François Lelord

    Hector und die Suche nach dem Paradies

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Bianca1974

    Hector und die Suche nach dem Paradies 

    Verlagsinfo: 

    Es war einmal ein junger Arzt namens Hector, der hatte sich noch nicht so recht gefunden. Es gab da ein paar ziemlich wichtige Fragen zum Thema Gott und Jenseits, die ihm niemand beantworten konnte.

    So kommt Hector eine Reise nach Nepal gerade recht. In Begleitung der schönen Clotilde hofft er, dort mehr darüber zu erfahren, was die Welt im Innersten zusammenhält.

    Eigene Meinung:

    In dem Buch Hector und die Suche nach dem Paradies geht es um die ganz großen Sinnfragen. Gibt es einen Gott? Wenn es einen Gott gibt warum gibt es dann Leid und Elend? Und: Was kommt eigentlich nach dem Tod?

    Weil  hier die großen Religionen, wie Christentum, Buddhismus, Hinduismus beleuchtet werden und auch die Ideen der bekannten Philosophen wie Kant, Leibniz, Descartes einspielen und dazwischen sich auch die Medizin als eine Art von Gottheit erklärt, ist dieses Buch tatsächlich einfach kaum eine Form des Romans, als vielmehr eine Art Sachbuch. Nur im Hintergrund spielt eine Geschichte von dem unglücklich verliebten Hector und seinen Patienten der Psychiatrie, die auf einmal apokalyptische Voraussagen treffen, eine Rolle

    Um den Grund für all diese Ereignisse zu finden, müssen er und Clotilde, seine Kollegin, die er nur aus der Ferne anhimmelt, Dr. Chin finden der anscheinend einen mysteriösen Tee in seinen Besitz hat.

    Auf der Reise quer durch Nepal kommt es mit weiteren Protagonisten zu den unterschiedlichsten Meinungen zu Gott, Ewigkeit und den großen Philosophen.

    Ein großes Thema, bei dem alles angekratzt wird, aber bei dem der Humor des Autoren Francois Lelord  komplett baden geht.

    Die Geschichte ist einfach trocken vom Anfang bis zum Ende. Wenn dazwischen kleine romantische oder humorvolle Augenblicke aufflackern, werden sie gleich wieder zunichte gemacht durch den Versuch etwas zu erklären, was eben nicht zu erklären ist!

    Wer hofft eine Lösung zu finden liegt hier absolut daneben, denn weder Religionen noch die Philosophie geben eine wirkliche Antwort auf diese Fragen!

    Der Leser der hier also ohne eine eigene Meinung rangeht, wird keine neue Meinung dazu finden. Ansonsten lesen Menschen die sich mit diesen Fragen schon auseinander gesetzt haben leider auch nichts Neues.

    In einem umgänglichen und guten Schreibstil, der einfach und doch ansprechend unterhält, der aber leider die Geschichte auch nicht mehr aufwerten kann, hat sich der Autor anscheinend verstrickt. Tausend und eine Möglichkeit und doch kommt hier außer dem Aneinanderreihen von Fakten kaum Lesesgenuss auf, da es wenig Geschichte gibt aber viel Theorie.

    Fazit:

    Dieses Buch von Francios Lelord ist das absolut schwächste seiner Art! Wer hier versucht Antworten zu finden, wird ebenso endtäuscht sein, wie jemand der wieder auf den lockeren und humorvollen  Stil des Autoren hofft. Schade eigentlich, denn bisherigen hatte ich die Bücher wirklich gut in Erinnerung!



  10. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

     (5.892)
    Aktuelle Rezension von: Zitrusfrucht

    Was für eine verrückte Story! Allan sitzt eigentlich im Altenheim. Aber das kann doch mit 100 Jahren nicht schon alles gewesen sein. Also büxt er an seinem Geburtstag aus. Und von da an geht es rund. Er stolpert in die verrücktesten Situationen. Aber er erzählt auch von seiner Vergangenheit und da hat er schon einiges erlebt. 

    Eine tolle Story mit einem sympathischen Protagonisten.

  11. Cover des Buches Let's go Himalaya! (ISBN: 9783740766979)
    Katja Linke

    Let's go Himalaya!

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Luise_Rothe

    Ein toller Bericht über eine aufregende Mutter-Tochter-Reise zum Basislager des Mount Everest, bei dem man viel über Tibet erfährt.

    Die Ärztin Katja Linke braucht eine Auszeit und schnappt sich kurzerhand ihre 11 jährige Tochter und reist mit ihr nach Tibet zum Himalaya. Doch kaum ist das Duo Tibets Hauptstadt Lhasa angekommen, bekommt die kleine schreckliches Heimweh und beide werden auf den Boden der Tatsachen Zurück geholt. Der erste Schock hält das Duo jedoch nicht davon ab, an seinen Zielen fest zu halten. Die beiden wollen Land und Leute erkunden.
    Die Geschichte ist ein wunderbarer Reisebericht, gespickt mit Details zu Tibets Landschaft, der Bevölkerung und deren Alltag, Politik, medizinische Versorgung im Land und natürlich zum Buddhismus. Man begibt sich als Leser mit den beiden auf eine Kennlerntour von Land und Leute, abseits der touristischen Routen. Denn die Zustände sind anders, als es offiziell dargestellt wird. Es war teilweise unglaublich zu lesen, wie mit den beiden in diesem Land umgegangen wurde, nur weil sie Frauen sind. Im Buch gibt es leider nur 3 Fotos zur Reise, aber zum Glück gibt es auf Katja Linkes Instagram Account viel Fotomaterial dazu.

  12. Cover des Buches MUH! (ISBN: 9783499256264)
    David Safier

    MUH!

     (440)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Bei "Mieses Karma" habe ich richtig mitgefiebert und mit der Protagonistin mitgelitten.
    Außerdem musste ich beim Lesen mehrmals laut lachen.
    Das kann ich bei diesem Buch leider nicht behaupten.

    Die Geschichte ist zwar theoretisch schön, aber auch abgedreht und konnte einen einfach nicht berühren.
    Die Elemente, die witzig sein sollen (z.B. drei Hunde mit den Namen Schasch, Lick und Spieß) konnten mich nicht einmal zum Schmunzeln bringen.

    Im Buch gibt es dann immer wieder Lieder (ich glaube, es sind bekannte Lieder), die für die Kühe umgeschrieben wurden und von ihnen gesungen werden. Außerdem hören wir religiöse Geschichten über die Kuhgöttin Naia, die auf die Bibel anspielen. Nichts davon konnte mich irgendwie begeistern.


    Fazit: Mehr als nett zu lesen ist das Buch leider nicht. Der Schreibstil ist angenehm leicht, bringt einen aber leider nicht zum Lachen.
    Die Geschichte ist skurril und es entsteht keine Spannung und man fühlt auch nicht mit den Figuren mit.

    Muh! bekommt von mir 2 / 5 Sterne.

  13. Cover des Buches In eisige Höhen - Das Drama am Mount Everest (ISBN: B002TZVZBC)
    Jon Krakauer

    In eisige Höhen - Das Drama am Mount Everest

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Guccini
    Ein Klassiker und sogar für Nichtleser ein f esselndes Werk.
  14. Cover des Buches Die Bibel nach Biff (ISBN: 9783442312948)
    Christopher Moore

    Die Bibel nach Biff

     (792)
    Aktuelle Rezension von: Federstrich

    Wer Religion ernst nimmt, dem dürfte das Buch nicht gefallen, und wahrscheinlich ist das sogar gewollt. Bei der ersten Lektüre habe ich Tränen gelacht. Beim zweiten Mal fand ich die vielen, schlüssigen und gut recherchierten Begebenheiten zu Jesus' fehlenden Bibeljahren schlüssig dargelegt und die vielen Philosophien, die seine Lehre vereinigt, ziemlich treffend beschrieben. Beim dritten Mal gingen mir die sexuellen Anspielungen, von denen es reichliche gibt, wirklich auf die Nerven. Trotzdem ist das Buch ein echtes Erweckungserlebnis, wenn man es sich gestatten will, über den Sohn Gottes herzlichst zu lachen. 

  15. Cover des Buches In eisige Höhen (ISBN: 9783492972857)
    Jon Krakauer

    In eisige Höhen

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Claudi1990

    Im Jahr 1996 steckte der Bergsteigertourismus am Mount Everest noch in seinen Kinderschuhen. Die beiden in der Szene bekannten Bergsteiger und -führer Rob Hall aus Neuseeland und Scott Fischer aus den USA erkannten das wirtschaftliche Potential um eine Mount Everest Besteigung und versprachen, zahlungsfähige (eine Besteigung kostete damals rund 65.000 US-Dollar) Kunden meist ohne große Erfahrungen am Berg auf das Dach der Welt zu führen. Nach wochenlanger Vorbereitung ging es Anfang Mai 1996 endlich los: die Bergsteiger (und solche, die es gerne wären) machten sich auf den langen, beschwerlichen Weg durch das Eis zum Gipfel des Mount Everests. Aufgrund menschlicher Fehlplanungen und mangelnder Unerfahrenheit in diesem Bergsteigertourismus führte ein plötzlich aufziehender Blizzard letztendlich dazu, dass die Gipfelbesteigung zu einem individuelle Todeskampf wurde, den nicht alle überleben sollten. 

    Der Journalist Jon Krakauer, der für das Bergsteigermagazin Outsider über seine Erfahrungen mit der Gipfelbesteigung und dem aufkommenden Tourismus am Mount Everest berichten sollte, verfasst über seine Erlebnisse in Form dieses Buches einen sehr aufwühlenden Bericht. Er schildet die Ereignisse der Gipfelbesteigung chronologisch und zeigt damit auf, wie ein Tag, der so euphorisch und voller Vorfreude begann, sich schleichend in eine Katastrophe wandelte. Das Buch mag literarisch kein Meisterwerk sein, aber selten hat mich ein Buch so bewegt und mitgenommen, eben weil man weiß, dass viele der genannte Personen an diesem verheerenden Tag am Berg ihr Leben ließen. Wer vom Mount Everest fasziniert ist (auch wenn ich selbst nie auf den Gipfel stehen möchte, finde ich den Berg und die Geschichten drumherum sehr faszinierend) oder wer den bewegenden Hollywood-Film "Everest" (2015) gesehen hat, kann ich diesen Kurzbericht sehr ans Herz legen. 

  16. Cover des Buches Höhenangst (ISBN: 9783442054954)
    Nicci French

    Höhenangst

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Trikerin
    Cover:
    Imposant.Berge und Wolken.Bedrohlich und gleichzeitig wunderschön.

    Zum Inhalt:
    Alice und Adam laufen sich buchstäblich in die Arme.Liebe--Knall auf Fall.
    Alice verläßt ihren langjährigen Freund für Adam.Verläßt ihr ganzes bisheriges Leben.Es gibt für sie nur noch Adam und er beteuert seine Liebe zu ihr. Adam ist leidenschaftlicher Bergsteiger und Bergführer.
    Alice ist Wissenschaflerin und steht mit beiden Beinen im Leben.Doch sie verliert sich in dieser Liebe.
    Adam erzählt nicht viel von seiner Vergangenheit.Alice erfährt das es bei einer gefährlichen Bergtour einen fürchterlichen Unfall gegeben hat.Adam rettete vielen Menschen auf diesem Berg das Leben.Doch 5 Menschen starben.Angeblich ein Unglück.War es das?
    Er wird als Held gefeiert .
    Alice will alles erfahren.Doch je mehr Sie herausbekommt desto mehr Zweifel kommen ihr an Adam.Ist er wirklich ein Held?Was ist auf dem Berg geschehen?Sie hat einen furchtbaren Verdacht.Bewahrheitet er sich?Wenn ja dann ist Alice in höchster Gefahr.Wird ihr überhaupt jemand glauben?

    Mein Eindruck:
    Am Anfang dachte ich es wäre ein Liebesroman.Ich bin sehr froh dass ich das Buch nicht zur Seite legte.Denn es ist eine Liebesgeschichte mit Thriller.
    Spannend und mitreißend. Flüssiger Schreibstil.Sehr realistisch dargestellt.Ein Drama das mich mitgenommen hat.Teilweise könnte ich das Buch nicht mehr weglegen da ich unbedingt wissen musste wie es weitergeht.
    Sehr detailreich fand ich das Bergsteigen beschrieben.
    Der Thriller wurde in der Ich Form aus Alice Sicht geschrieben.Fand ich sehr gut.
    Das Ende war sehr dramatisch und für mich überraschend.Ich konnte mit Alice mitfühlen.Ich zitterte mit Alice.
    Lesenswert und Empfehlenswert
    Dafür 5 gute Sterne von mir
  17. Cover des Buches Drachenreiter (ISBN: 9783833737282)
    Cornelia Funke

    Drachenreiter

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks
    Inhalt: " "Kehrt zurück zum Saum des Himmels", so ermahnt Schieferbart, der alte Silberdrache, die Jüngeren seiner Sippe, denn die Menschen wollen das Tal der Drachen fluten. Der junge Drache Lung, das pfiffige Koboldmädchen Schwefelfell und der Waisenjunge Ben machen sich auf die Suche nach diesem besonderen Ort im Gebirge des Himalayas. Dort soll die Heimat der Drachen sein. Doch auf ihrer Reise erkennen die Abenteurer, dass es weitaus gefährlichere Dinge gibt als Menschen."

    Cover: Das Cover ist phantasievoll und harmonisch. Es wirkt durch das viele Blau auch etwas mystisch, geheimnisvoll und passt sehr gut zum Inhalt. Ich finde es sehr gelungen:

    Sprecher: Der Sprecher war mir hier sehr sympathisch und ich habe ihm wirklich gerne zugehört.

    Meinung: In die Geschichte bin ich gut hineingekommen. Die ganzen Hauptcharaktere sind mir sehr sympathisch und ich habe sie hier sehr gerne begleitet. Auch würde ich gerne mehr von ihnen lesen. Sie sind gut gewählt und abgestimmt. Auch die Nebencharakterefinde ich super und super dargestellt/umgesetzt. Die Namen der ganzen Charaktere sind sehr phantasievoll und meist auch sehr passend (Schwefelfell, Fliegenbein etc.). Die Geschichte ist durchweg interessant und spannend, so dass meine Gedanken hier nie abgeschweift sind oder ich mich übermäßig auf das Zuhören konzentrieren musste. Ich habe es während der Pendelei mit dem Auto gehört und das war super! Ich liebe auch einfach die Geschichten dieser Autorin :-) Ich kann es nur weiterempfehlen.
  18. Cover des Buches Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod (ISBN: 9783869525587)
    Amy McCulloch

    Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Petra_Mayer

    Ein guter Thriller, hat mich gut unterhalten.

  19. Cover des Buches Die Rose von Tibet (ISBN: 9783328100034)
    Lionel Davidson

    Die Rose von Tibet

     (15)
    Aktuelle Rezension von: HansDurrer

    Das Buch ist ein Klassiker, erstmal erschienen ist es 1962

    Die Rose von Tibet nimmt seinen Anfang in einem Londoner Verlag, wo der Autor Lionel Davidson als Lektor tätig ist. In dieser Funktion wird er von seiner Sekretärin, Miss Marks, auch auf Mr. Oliphant, der ein Latein-Buch für Anfänger geschrieben hat, aufmerksam gemacht.

    „Miss Marks blickte von ihrer Schreibmaschine auf und fing an, mit ihren Fingerspitzen leicht auf ihrer Stirn herumzutrommeln – eine Angewohnheit, die durchkommt, wenn sie sich mit irgendwelchen Sorgen herumquält, aber nicht will, dass ich es bemerke.“

    Es sind solch witzige Passagen, die mich (unter anderem) für Lionel Davidsons Schreiben einnehmen; darüber hinaus weiss er spannend zu erzählen. Über das Verlagswesen 8und den kreativen Prozess notiert er: „Ich hasste die Leute, die Manuskripte lasen und begutachteten. Gutachter, im Allgemeinen keine kreativen Menschen, so erschien es mir, sollten versuchen, selbst etwas zu erschaffen – wenigstens eine Kleinigkeit. Es war der reinste Frevel, so erschien es mir, dass solche Menschen über die Arbeit kreativer Menschen zu Gericht sassen. Etwas aus dem Nichts heraus entstehen zu lassen, etwas zusammenzusetzen, etwas ganz Neues in die Welt zu setzen – das war eine bewundernswerte, eine mühselige Arbeit. Den Menschen, die das taten, so erschien es mir, standen Worte des Dankes zu, und man sollte ihnen auf den Rücken klopfen und sie für ihre Mühen nicht etwa einem Sperrfeuer gehässiger Kritik aussetzen.“ (Am Rande: Das wiederholte „so erschien es mir“ wirkt ausgesprochen sperrig.).

    Mr. Oliphant macht Davidson auf das Schicksal von Charles Houston aufmerksam, der sich auf die Suche nach seinem verschollenen Stiefbruder, dem Filmemacher Hugh Whittington, der auf einer Exepdition in der Nähe des Mount Everest ums Leben gekommen sein soll, nach Indien, Sikkim und Tibet aufgemacht hatte. Die Rose von Tibet erzählt hauptsächlich von Charles Houstons Abenteuern, der es in Asien mit ganz anderen Mentalitäten zu tun kriegt, als er sich gewohnt ist. So sind etwa die Vorstellungen von Distanz („Ins Kloster Yamdring? War das vielleicht in der Nähe? Ja, es war nicht weit weg, drei tagesreisen, mehr nicht.“) und Zeit („Die wenigen Meilen, von denen die Rede gewesen war, kosteten sie weitere drei Stunden.“) gewöhnungsbedürftig.

    Charles Houston hat auf seiner Reise im Jahre 1950 einiges durchzustehen. Unter anderem wird er von zwei Schlägern angegriffen, leidet unter der Höhenkrankheit und hätte ohne die Hilfe eines Jungen namens Ringling (der ihn ständig mit „Houtson“ anredet) die Strapazen in den Bergen wohl kaum durchgestanden. Dabei gerät er auch immer wieder an Menschen, die die Welt entschieden anders wahrnehmen als er selber es tut.

    „Houston betrachtete ihn in stummer Erregung. Er hatte den Eindruck, einer Horde von Irren in die Hände gefallen zu sein, die er auf eine Weise überzeugen musste, der sie folgen konnten.“

    Kein Wunder gehört Die Rose in Tibet in die Kategorie Abenteuerromane, denn es gibt in diesem Roman viel Abenteuerliches (und nicht wenig, dass einem westlich orientierten Gemüt etwas sehr eigenartig vorkommen mag) zu lesen. Damit meine ich weniger die Omen und Prophezeihungen, die allesamt einzutreffen scheinen, als Dialoge wie etwa diesen: „Ich bin jetzt drei Tage lang Abt.“ „Und was ist mit dem Abt?“ „Der Abt ist jetzt Affe.“

    Entsprach Houstons Geschichte der Wahrheit oder entsprang sie einer blühenden Fantasie?, fragte sich der Lektor Lionel Davidson in London. Er beauftragte einen Sachverständigen, der vieles bestätigte und auch über das weitere Schicksal Tibets informierte. Etwa darüber, dass der Dalai Lama am 17. März 1959 nach Indien geflohen war und die Internationale Juristenkommission darüber unterrichtet hatte, dass die Chinesen tibetanische Männer sterilisierten, 65 000 Tibetaner umgebracht und tausend Klöster zerstört worden seien.

  20. Cover des Buches Lustiges Taschenbuch Nr. 515 (ISBN: 9783841393753)
    Walt Disney

    Lustiges Taschenbuch Nr. 515

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches THE ASCENT - DER AUFSTIEG (ISBN: 9783958351936)
    Ronald Malfi

    THE ASCENT - DER AUFSTIEG

     (20)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Tim Overleigh flieht vor den Dämonen der Vergangenheit und schließt sich einer Gruppe auf eine Tour in die Berge Nepals an. Während er von Erinnerungen und Selbstzweifeln gepeinigt wird, befindet er sich am bedrohlichsten Trip seines Lebens, weil nicht nur der Berg und die Kälte zur Gefahr werden.

    „The Ascent. Der Aufstieg“ ist ein (Horror-) Thriller von Ronald Malfi, der in die unwirtliche Gegend des Himalayas entführt.

    Tim schließt sich dieser Truppe von Bergsteigern an, die vom reichen Exzentriker Trumbauer zusammen gestellt ist. Trumbauer selbst zieht sich eher zurück, obwohl er aufgrund seines Status eindeutig den Ton angibt.

    Mittendrin ist Protagonist Tim Overleigh, der ebenso exzentrisch, wenn auch auf andere Weise ist. Tim hat es durch Bildhauerei einst zu Ruhm und akzeptablem Wohlstand gebracht. Allerdings quält ihn der Verlust seiner Frau dermaßen, dass er depressiv und lebensmüde wirkt. Dennoch schließt er sich der Eroberung des Berges an, weil er vom Geist der Vergangenheit getrieben ist. 

    Gleich zu Beginn taucht man in eine äußerst dramatische Szene ein. Protagonist Tim ist in Lebensgefahr. Er ist in ein Loch mitten in Eis und Schnee gerutscht, sein Bein ist gebrochen und der Knochen schaut zwischen dem Fleisch hervor. Schon mit diesem Einstieg hatte mich Malfi bei der Stange, obwohl die eigentliche Handlung noch gar nicht angefangen hat.

    Danach plätschert die Geschichte, weil man den Protagonisten in seinem Leid vorgestellt bekommt. Das Eisloch ist überwunden und man begleitet Tim während der Genesung. Er hat Zeit um über die Vergangenheit nachzudenken, er trauert seiner Frau nach, und reflektiert die eigene Schuld an den Ereignissen. 

    Auf diesen eher introvertierten Teil folgt der Abenteuer-Charme. Es geht auf nach Nepal, wo es geheimnisvolle Schluchten und Täler sowie uralte Legenden zu ergründen gilt. Dieser Hauptteil ist von dem Kampf mit dem Berg und gegen Eis und Schnee geprägt. Hier trifft realer Horror auf grausige Fiktion, wonach sie Hand in Hand Tims Gruppe und den Leser in Schrecken versetzen.

    Mir hat „The Ascent. Der Aufstieg“ richtig gut gefallen. Ich mag es, wenn es darum geht, Berge zu erklimmen, die Kälte zu überwinden und mit den passenden Steigeisen bewaffnet Fuß zu fassen. Ronald Malfi schildert den beschwerlichen Weg, die Anstrengungen und die Gruppendynamik, wie ich sie mir auf so einer Expedition vorstelle. 

    Zusätzlich streut er sanfte Mystery-Elemente ein, wobei es hier beim Leser liegt, sie als real zu betrachten oder als Hirngespinst abzutun.

    Die Handlung um den Berg ist vom Expeditionsleiter Trumbauer geprägt. Dieser Trumbauer ist reich, exzentrisch und er hat die Teilnehmer aus einer bestimmten Absicht heraus eingeladen. Worin diese Gründe liegen, ist ein weiterer Rahmen, der den Aufstieg und den Verlauf des Romans beherrscht.

    Zudem gibt es etliche Rückblenden auf Tims Ehe, die bisherige Karriere als Bildhauer und die Bekanntschaft mit Trumbauer. Diese Blicke in seine Vergangenheit mochte ich weniger. Sie fügen sich gut ins Gesamtbild ein und runden die Geschichte ab, dennoch haben sie die eisige Spannung am Berg eher gebremst als vorangebracht. 

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mit „The Ascent. Der Aufstieg“ fesselnde Lesestunden verbracht. Es war kalt, unheimlich und spannend, die Berge Nepals zu erkunden, die Gruppenmitglieder kennenzulernen und der Gefahr ins Gesicht zu sehen. Wer gern eiskalte Gipfel im Thriller- oder Horror-Genre stürmt, hat damit den richtigen Lesestoff parat.

  22. Cover des Buches Der Wolkentempel (ISBN: 9783499254307)
    Patrick Woodhead

    Der Wolkentempel

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Gina_Grimpo

    Auch wenn das Cover auf einen Thriller verweist, diesen Roman habe ich eher als Abenteuerroman empfunden.

    Wunderschöne Landschaftsbeschreibungen und schon alleine die Erzählungen, wie Luca und Bill sich gegen Wind, Wetter und die Berge behaupten hätte mir schon gereicht. Unglaublich spannend und trotzdem ich gemütlich mit Decke auf dem Sofa gesessen habe, hat es mich echt gefröstelt bei den Wetterbedingungen, die im Buch vorherrschen :-)

    Dazu noch spannende Einblicke in das Land Tibet und die Kultur, ein schönes Lesevergnügen. Das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen, das ist aber zu vernachlässigen, da ich mich beim Rest der Geschichte sehr gut unterhalten gefühlt habe.

  23. Cover des Buches Ganz bei mir (ISBN: 9783492405416)
    Gerlinde Kaltenbrunner

    Ganz bei mir

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Radagast
    Wenn man das Kapitel Bergsteigen aufschlägt, sind es meist Männer die erwähnt werden. Gerlinde Kaltenbrunner hat es auf ihre Weise geschafft auf allen 14 acht Tausender zu stehen. Sie hat alle Expetitionen gesund überstanden. Abgesehen davon das sie von den heutigen Erkenntnisse profitiert hat, bzw. Ausrüstung, Wettervorhersage und dergleichen, ist vieles was das Höhenbergsteigen betrifft auch mit viel Glück behaftet. Ihre konsequente Vorbereitung auf die Expetitionen, ihr Bauchgefühl und ihre Konzentration beim Bergsteigen tragen dazu bei das sie jedesmal heim fliegen kann. Doch nicht alles ist schön wenn man am Berg unterwegs ist. Sie verliert einige Freunde bei deren tragischen Abstürzen. Kehrt vor dem Gipfel um, um ihre Begleiter aus der tödlichen Situation zu bringen. Muss in dieser unwirklichen Gegend Menschen zurücklassen und um sie trauern. Viele Menschen fragen sich welchen Zweck es hat auf Berge zu gehen und sich in eine Situation zu bringen wo eine Rettung unmöglich ist. Ich persönlich kann es nicht beantworten, aber ich kann diese Frau ein klein Stückchen verstehen. Es ist vermutlich dieses Gefühl von absoluter Zufriedenheit und Glück, wenn man etwas erreicht hat, dass man sich hart erarbeiten muss. Mit einer engelsgeduld hat Gerlinde Kaltenbrunner den medialen Rummel um ihre Person überstanden, ohne Überheblich zu werden. Sie wirkt bodenständig, geduldig und sympatisch wenn sie interviewt wird. Karin Steinbach hat mit Gerlinde Kaltenbrunner zusammen gearbeitet und dieses Buch geschrieben. Beiden Fraun ist, für meinen Geschmack, ein wunderbares Buch über Leidenschaft und Abenteuer am Berg gelungen. Ich hatte dieses Buch schon lange am Radar gehabt und bin nicht enttäuscht worden. Volle Leseempfehlung.
  24. Cover des Buches Acht Berge (ISBN: 9783328602026)
    Paolo Cognetti

    Acht Berge

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Pietro ist ein fröhlicher, aufgeweckter Junge und seine Mama ist eben so Lebensfroh wie er. Sein Vater dagegen ist rational und findet immer, man sollte die Vergangenheit ruhen lasse und das Leben jetzt leben und Überschwang gehört nicht zu seinen Tugenden. Eines Tages bricht die Familie auf und fährt in die Berge. Hier hat der Vater einst gelebt und Pietro lernt den etwas älteren Bruno kennen. Sie werden dicke Freunde und erkunden das Land, die Berge, die Natur und nehmen alles in sich auf. Die Buben nehmen aber auch die Schwingungen der Menschen wahr und Pietro betrachtet seinen Vater anders. Dann gehen sehr viele Jahre ins Land und jeder geht seinen Weg, bist Pietro und Bruno als Männer wieder aufeinander treffen und sich nicht nur ihrem Leben und Vergangenheit stellen, sondern auch der ihrer Familien. Paolo Cognettis Buch ist eine Wucht, obwohl es mit leisen Tönen, bewusst und sensiblen Betrachtungen daher kommt. Es entfaltet aber solch einen Geschichtenteppich, dass man nicht mehr los kommt und Pietros Stimme lauscht, die uns diese große Geschichte erzählt. LESEN!!!

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