Bücher mit dem Tag "hildegard von bingen"

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48 Bücher

  1. Cover des Buches Der Gesang der Bienen (ISBN: 9783404177776)
    Ralf H. Dorweiler

    Der Gesang der Bienen

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Kristin1202

    Das Cover des Buches gefällt mir ausgesprochen gut, es passt hervorragend zu dem Roman.
    Die Schriftgröße ist mir fast ein bisschen zu klein und es könnten ein paar mehr Absätze eingebaut werden, dann würde es sich sicher etwas leichter lesen lassen.

    In Der Gesang der Bienen geht es in erster Linie um den Zeidler Seyfried, dessen Familie in ein großes Unglück stürzt und die er mit Hilfe von Hildegard von Bingen retten möchte.

    Man lernt durch den Roman sehr viel über das arbeiten mit Bienen, was für mich ein ganz neues Thema war.
    Ich fand die Kapitel besonders interessant, in denen es um die Bienenvölker ging.

    Die Frau des Zeidlers gerät durch einen Hinterhalt in Gefangenschaft, die Tochter des Zeidlers, die sich eigentlich nur um ihre Mutter sorgt und so oft wie möglich ihre Nähe sucht, gerät dadurch auch in große Not und zieht den Zorn des Theobald von Molsheim auf sich. Sie trifft aber auch auf tolle Personen die ihr immer zur Seite stehen.

    Der Zeidler begibt sich auf eine turbulente Reise zu Hildegard von Bingen, die erst einmal einige Forderungen stellt, bevor sie Seyfried eventuell helfen wird.

    Die Kapitel, die sich um den Zeidler drehen sind manchmal ein bisschen langatmig, dafür sind die Kapitel in denen es um seine Tochter Anna geht umso spannender.

    Ob es Seyfried am Ende gelingt, seine Familie zu retten und das drohende Unrecht abzuwenden?
    Am Ende des Romans erfährt man es und dann wird der Roman noch einmal richtig spannend.


    FAZIT:

    Ein toller und lehrreicher Roman, der im 12 Jahrhundert spielt mit ein paar Abschnitten, die etwas spannender sein dürften.
    Ich würde das Buch weiter empfehlen.

  2. Cover des Buches Hildegard von Bingen (ISBN: 9783451382390)
    Maria Regina Kaiser

    Hildegard von Bingen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: VioCo

    Ich bin ein großer Fan von Hildegard von Bingen. Sie war so eine interessante, intelligente und fortschrittliche Frau.

    Man kann 1-1 ihre Rezepte, Heilmittel und Tips heute noch umsetzen. So faszinierend.

    In diesem Buch wird total schön das Leben von Hildegard beschrieben. Von Kindheit an bis zu ihrer Hauptschaffenszeit.

    Ihre Geschichte wurde von Maria Regina Kaiser sehr anschaulich und fesselnd wiedergegeben. Sie findet die richtigen Worte und den richtigen „Ton“ den Charakter von Hildegard in seiner Gänze zu erfassen, sodass man als Leser ein vielschichtiges Bild ihrer Person bekommt. Sie wird nicht nur als Naturheilerin sondern auch als Weise, Ratgeberin, Philosophin und natürlich Gläubige gezeigt.

    Ein alles in allem sehr gelungenes und zu empfehlendes Buch über Hildegard von Bingen und ihr Leben.

  3. Cover des Buches Hildegards Schatzkiste (ISBN: 9783451031717)
    Hildegard von Bingen

    Hildegards Schatzkiste

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Lealein1906
    "Hildgards Schatzkiste" - dieser Titel bringt eigentlich schon auf den Punkt, was uns in diesem Buch erwartet. Nämlich ihre interessantesten Weisheiten zu verschiedenen Themen, die im Alltag helfen können, spannende Ansichten auf unterschiedliche Dinge und auch Rezepte.

    Das Buch fasst zunächst kurz Hildegards Leben zusammen, bevor dann ihre Meinung zu den Themen "Von Gott, Mensch und der Welt", "Über Männer und Frauen", "Lebensführung und Wohlergehen", "Gesunde Ernährung" und "Rat für Pädagogen, Politiker, Manager und Eheleute" erzählt wird. In jedem dieser Kapitel wird in kleinen ganz kurzen Unterkapiteln dann beschrieben, was Hildegard dazu zu sagen hatte. Am Ende gibt es noch Rezepte und Lieder.

    Was mir mit am besten gefallen hat, ist die Übersichtlichkeit. So kann man sich ganz gezielt heraussuchen, was man gerade lesen will. Ich habe aber einfach wie gebannt das ganze Büchlein durchgeblättert, weil Hildegards Gedanken so faszinierend sind und auch noch in die heutige Welt super hineinpassen.

    Dieses Buch eignet sich super zum Verschenken, ist spannend und lehrreich und gehört eigentlich in jeden Haushalt. Unbedingt empfehlenswert.
  4. Cover des Buches Frauen, die schreiben, leben gefährlich (ISBN: 9783458359951)
    Stefan Bollmann

    Frauen, die schreiben, leben gefährlich

     (12)
    Aktuelle Rezension von: mistellor
    Dieses Buch über Schriftstellerinnen löst in Frauen (vielleicht auch bei Männern) eine Vielzahl von Gefühlen aus. Wut, Traurigkeit, Zorn, Respekt, Verwunderung, Hochachtung und vieles mehr (ich konnte es leider nicht vermeiden, eine solche Aufzählung zu machen).Die negativen Gefühle erfährt die Leserin/ der Leser im ersten Teil des Buches, bei dem  langen und gutem Vorwort von Elke Heidenreich. 
    "Wir geistigen Frauen enden als Verliererinnen in Liebesgeschäften, schreibt die argentinische Lyrikerin Alfonsina Storni, ehe sie sich - mit 46 Jahren - ins Meer stürzt. Auch die früheste aller Dichterinnen, Sappho, soll ihr Leben durch Selbstmord im Meer beendet haben..... Sylvia Plath und Anne Sexton ......starben durch Selbstmord. Die romantische Dichterin Karolina von Günderrode....stach sich 1806 einen Dolch ins Herz....Virginia Woolf steckte sich Steine in die Jackentaschen und ertränkte sich....Die Reihe ließe sich noch lange fortführen. "Frauen schreiben nicht, und wenn sie schreiben, bringen sie sich um", zitiert die uruguayische Lyrikerin Cristina Peri Rossi ihren Onkel, sie tut das in einem Nachruf auf ihre argentinische Kollegin Marta Lynch, die sich 1985 erschossen hatte.Was geschieht hier? Warum verzweifeln gerade die klügsten, die schöpferischsten, die begabtesten Frauen so sehr am Leben, dass sie es nicht mehr aushalten Können?"  (Ende Zitat)
    Elke Heidenreich gibt hier sehr emotional die Antwort. Es sind die Lebensumstände der Frauen. Es sind die Rollenverteilungen für Frauen. Es sind die Männer der Frauen. Es ist die Unmöglichkeit, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Es ist die Notwendigkeit auf vieles verzichten zu müssen. Es ist die mangelnde Unterstützung der Gesellschaft. Es ist die Nichtanerkennugen der Leistungen von Schriftstellerinnen und Dichterinnen.
    Was soll Frau, auch heute noch, alles leisten? Den Haushalt führen, berufstätig sein, die Kinder erziehen, als Frau auch geliebt sein, soziale Kontakte pflegen und vieles mehr, aber daneben brennt in ihr eine Sehnsucht zu schreiben, sich dem Schreiben hinzugeben, eins sein mit ihren Gedanken und Texten. Wie kann das gelingen? Dieses Ungleichgewicht hat viele schreibenden Frauen an den Rand der Verzweiflung oder nahe dem Freitod gebracht.Hier nochmal eine Aufzählung der absolut zu bewunderten Frauen, die dieses Schicksal erleben mussten: 
    Else Lasker-Schüler (verstarb einsam und völlig verarmt)  Irmgard Keun, Mascha Kaléko,  Marlen Haushofer,  Dorothy Parker, Katherine Mansfield, Nelly Sachs, und viele mehr.
    Der zweite Teil des Buches besteht aus einem bebilderten Lexikon mit der Darstellung ihrer wichtigsten Werke und ihrer Lebensumstände. Sehr ansprechend gemacht.
    Im dritten Teil des Buches greift Stefan Bollman den Text von Elke Heidenreich auf, und hinterfragt noch einmal die Umstände der Schreibtätigkeiten von Frauen in der Weltliteratur. Das geschieht sehr faktenreich, weniger emotional und gut recherchiert. Gleichzeitig vergleicht er die Lebenssituation der schreibenden männlichen Schriftsteller und Dichter  (hier bekommt man als heutige Frau entsetzliche Wut),  die gesellschaftliche Akzeptanz, Unterstützung durch die Ehefrau, und finanzielle Erfolge erzielen konnten. Über viele Jahrhunderte waren Männer überzeugt von der Unfähigkeit der Frauen schöpferische Leistungen erbringen zu können.
    Ich habe schon einmal in einer Rezension geschrieben: "Ich bin froh darüber, dass ich heute lebe." Das war ein Buch über das Mittelalter. Nach diesem Buch kann ich diesen Satz nur wiederholen.

  5. Cover des Buches Mit Wind unter den Flügeln (ISBN: 9783761567302)
    Tanja Wenz

    Mit Wind unter den Flügeln

     (8)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Das Buch "Mit Wind unter den Flügeln" handelt von 16 Frauen, die mit ihrem Glauben Geschichte schrieben und zum Vorbild für Viele wurden. Kurze, spannend erzählte Anekdoten, Briefe, Verhöre oder Monologe gewähren einen Einblick in das Leben der Visionärinnen, Vordenkerinnen und Vorbilder der Geschichte.

    Das Cover ist sehr ansprechend, modern und erregt Aufmerksamkeit.

    Der Titel macht neugierig und ist aufgrund des Falkens in dem Buch passend gewählt.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. 

    Die fließenden Übergänge von einem Kapitel ins andere, durch den Falken, fand ich fantastisch und hatte das bisher auch noch in keinem Buch so erlebt. Bei jeder Frau wird nur über einen kurzen Lebensabschnitt berichtet, jedoch immer auf unterschiedliche Weise. Diese besondere Art der Erzählung bleibt noch längere Zeit im Gedächtnis, da es doch eine ungewöhnliche Methode ist. Was ich schön fand, waren die kurzen Steckbriefe am Ende eines jeden Kapitels, da ich nicht alle vorgestellten Frauen kannte und mir so einen kleinen Überblick über das Leben von einigen wertvollen Persönlichkeiten, die die Kirche bewegten, verschaffen konnte.

  6. Cover des Buches Die Prophetin vom Rhein (ISBN: 9783453354999)
    Brigitte Riebe

    Die Prophetin vom Rhein

     (22)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele
    Man schreibt das Jahr 1152, als die junge Theresa, Tochter eines Reichsgrafen, mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Schutz im Kloster in Bingen sucht. Die berühmte Äbtissin, Hildegard von Bingen, lehnt anfangs ab. Da stirbt Theresas Mutter, als sie ihr ungeborenes Kind mit Kräutern tötet. Nun darf Theresa im Kloster bleiben, ihr jüngerer Bruder wird in die Lehre gegeben. Als Theresa äußert, dass sie nie den Schleier nehmen wird, muss sie das Kloster verlassen und kommt zur Hebamme Eva in die Lehre. Theresa aber kann Willem nicht vergessen, einen jungen Kaufmann, auf dessen Pferd sie einst ins Kloster gelang. Doch Willem bringt sie in Lebensgefahr… Brigitte Riebe hat die Geschichte der Hildegard von Bingen erzählt. Sie beginnt in dem Jahr, als Hildegard ihre langjährige Vertraute, Richardis von Stade, verliert. Im Buch kommt sehr gut zum Ausdruck, welchen Kampf es Hildegard kostete, für ein eigenes Frauenkloster zu kämpfen. Bis jetzt waren die Frauen einem Männerkloster unterstellt, das ihre Mitgift verwaltete und ihre Arbeitsergebnisse vereinnahmte. Hildegard setzte sich dafür ein, dass Äbtissinnen ihre Klöster selbstständig bewirtschaften und verwalten durften. Dafür stritt sie mit Bischöfen und Königen. Sie ging bis an die Grenzen ihrer Gesundheit und setzte ihre Visionen geschickt für diesen Kampf ein. Das Buch basiert auf umfangreichen Recherchen. Neben dem Leben der Äbtissin wird am Beispiel Theresas und ihres Bruders ein Bild der gesellschaftlichen Zustände des Jahrhunderts gezeichnet. Obwohl von Stand müssen beide auf Grund widriger Umstände um ihren Lebensunterhalt kämpfen. Dabei wird insbesondere die Arbeit einer Hebamme in der damaligen Zeit gewürdigt. Auch Abspaltungen vom Christentum spielen eine Rolle. Der innere Zustand in der Sekte der Katharer wird sehr schön deutlich gemacht. Sowohl in Politik wie in der Kirche stimmen Anspruch und Wirklichkeit nicht überein. Der Roman ist größtenteils spannend geschrieben und lässt sich zügig lesen. Originalzitate aus der Feder von Hildegard von Bingen werden in einer besonderen Schriftart hervorgehoben. Die wesentlichen Personen werden charakterlich umfassend dargestellt. Es ist erstaunlich, welche Wortwahl und Aussagekraft eine Frau dieser Zeit sich gegenüber der Obrigkeit herausnehmen durfte. An wenigen Stellen wird angedeutet, dass nicht alles, was man Hildegard von Bingen heute zuschreibt, ihr zuzurechnen ist. Sie als Äbtissin war, wie man heute sagen würde, das Aushängeschild, aber ihre Mitschwester haben vor allem in praktischen Belangen vieles im Kloster mitentwickelt.
  7. Cover des Buches Die Glut des Bösen (ISBN: 9783746628301)
    Anette Huesmann

    Die Glut des Bösen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Ein interessanter Ansatz, das muss ich zugeben. Anlässlich ihrer Weihe lädt Äbtissin Schwester Lioba einige ihrer alten Schulkameraden in das Kloster Rupertsberg ein. Das Kloster, mit seinem historischen Bezug auf die berühmte Hildegard von Bingen, stellt sich jedoch schnell als wahre Todesfalle heraus. Es bleibt nicht bei einer Leiche, weitere folgen und die Ermittler Griesner und Baum stoßen bald an ihre Grenzen. Doch sie haben heimliche Unterstützung durch die Journalisten Emma und Paul. Was steckt hinter den Morden? Gibt es wirklich eine geheime Schrift der Hildegard von Bingen zu finden? Wo ist der Zusammenhang zwischen dem Mönch Benedikt und seinen ehemaligen Schülern? 

    Fragen über Fragen und die Autorin Anette Huesmann versucht dem Leser genau deren Zusammenhang auf spannende Weise zu übermitteln. Tatsächlich habe ich auch bis zum Schluss mit gefiebert und war über die Aufklärung positiv überrascht. Dennoch reicht es für mich nicht zur Bestnote. Ich tat mich anfänglich schwer neben den vielen Zitaten der Hildegard von Bingen und den lateinischen Gebetstexten in die Story rein zu finden. Ich vergebe deshalb leider nur dreieinhalb von fünf möglichen Sternen.  

  8. Cover des Buches Hildegard von Bingen. Ein Leben im Licht (ISBN: 9783746625225)
    Heike Koschyk

    Hildegard von Bingen. Ein Leben im Licht

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Penelope1
    Hildegard von Bingen war eine faszinierende Frau, die ihre Visionen aufzeichnete, für sich und für die Nachwelt. Sie verbrachte den Großteil ihres Lebens im Kloster Disibodenberg und gründete zwei weitere Klöster, eines davon auf dem Rupertsberg in der Nähe von Bingen - daher ihr Name "Hildegard von Bingen". Sie war eine beeindruckende Frau, die sich mit viel Liebe, Gefühl und Verstand für ihre Mitmenschen einsetzte. Ihre Visionen und ihre natürlichen Heilkünste finden heute nach wie vor großen Anklang - oder vielleicht sogar gerade in der heutigen Zeit. Heike Koschyk hat in dieser sehr intensiv recherchierten Biografie das Leben dieser Visionärin sehr anschaulich dargestellt. In einem äußerst flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil gibt sie tiefe Einblicke in ihr Leben und Wirken, ihren Einfluss auf selbst hochgestellte Persönlichkeiten wie den Bischof oder Kaiser Barbarossa. Es macht einfach Spaß, mehr über diese faszinierende Persönlichkeit zu erfahren. Die im Anhang befindliche übersichtliche Zeittafel mit einer Auflistung der Stationen in Hildegards Leben sowie das ausführliche Literaturverzeichnis laden zum Weiterstöbern ein und vervollständigen das beeindruckende Bild dieser Biographie. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der mehr über Hildegard von Bingen erfahren möchte - in Heike Koschyks anschaulicher Biographie erhält man auf unterhaltsame Weise viele interessante Hintergrundinformationen über diese außergewöhnliche Nonne !
  9. Cover des Buches Duden. Was jeder wissen muss. Deutsche Geschichte (ISBN: 9783411740116)
  10. Cover des Buches Die Steinheilerin (ISBN: 9783959914444)
    Elke Thomazo

    Die Steinheilerin

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder
    Elke Thomazo "Die Steinheilerin"

    Erscheinungsdatum 14.11.2015, gelesen im Rahmen eines Skoobe-Testes als ebook im Januar 2019.

    Genre: Historischer Roman spielt 1590

    In Freising häufen sich die Schäden durch Hagelschlag und die Bevölkerung befürchtet Hexenwerk. Die Schuhmacherstochter Gret lernt Heilkunst von der Hebamme Brigitta als diese in die Hände der Hexenverfolgung fällt.

    Das Buch spannt den Bogen zwischen dem Leben in und um Freising im Jahr 1590, den Auswirkungen der Hexenverfolgung und den Möglichkeiten der Heilkunst mit Kräutern und Steinen, wobei die Schriften der Hildegard von Bingen eine Rolle spielen.

    Die Hauptperson Gret ist ein wenig zweischneidig beschrieben. Sie ist eine Mischung einer viel zu selbstbewußten und selbstbestimmten jungen Frau für die beschriebene Zeit, die zudem mit soviel Naivität durchs Leben geht, dass es erstaunt wie gut alles für sie ausgeht. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und eine angenehme Lektüre für zwischendurch. Die Personen sind eher angerissen und mit wenig Tiefe geschildert, trotzdem ist das Buch unterhaltsam geschrieben. Das Ende der Geschichte passt nach meinem Empfinden nicht zu dem sonstigen Verhalten und ist zu hart, wirkt aber gleichzeitig auch ein wenig abgebrochen und nicht richtig rund.

    Der Titel Steinheilerin bezieht sich auf die Arbeit mit Edelsteinen und Steinwasser. Die Kräuterkenntnisse und Kräuterheilinformationen im Buch wirken fundiert und schlüssig, bei den Steinen geht das Schreiben eher in Richtung "Wunderwirkung und Hexenkunst". Auch wenn Steine durchaus Wirkung auf die Gesundheit und die Heilung haben, wird hier etwas häufig von sofortiger Besserung nach dem Trinken von Edelsteinwasser oder schlagartiger Blutstillung nach Edelsteinmassage gesprochen. Ein wenig realistischere Wirkungen und Wirkdauer wären hier stimmiger.

    Insgesamt war es aber eine nette Lektüre für zwischendurch.

    #DieSteinheilerin #ElkeThomazo #Drachenmondverlag #KathrinliebtLesen #Rezension #Booklove
  11. Cover des Buches Die Wächterin (ISBN: 9783746625478)
    Bettina Darré

    Die Wächterin

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Cutterina
    Hildegard von Bingen liegt im Sterben und diktiert der Novizin Margarete, welche als Findelkind auf dem Rupertsberg unter Adligen aufgewachsen ist ihre letzte Vision. Sie Margarete würde den Stein der Steine finden, der heller strahlen würde als alle Steine. Als der Weihbischof Jörg von der Teileburg, dem Hildegard von Bingen schon lange ein Dorn im Auge war von dem Tod der Äbtissin hört, sieht er die Gelegenheit gekommen das Vermächtnis der Äbtissin zu vernichten. Auf dem Rupertsberg angekommen, hört er von der Vision der Äbtissin und beschließt, dass der Stein der Steine nur ihm gehören kann. Da sich Margarete im Schock durch den Tod ihrer geliebten Ziehmutter jedoch nicht mehr an die Vision erinnern kann und die Wachstafeln auf denen sie geschrieben waren verschwunden sind und um sie nun um ihr Leben fürchten muss, wird sie von ihren Schwestern gedrängt das sichere Kloster zu verlassen. Sie soll die letzte Vision wieder finden und so wie ihre Schwestern, das Geheimnis der Hildegard von Bingen bewahren. 
    Doch als der Weihbischof bemerkt, dass Margarete verschwunden ist schickt dieser Häscher aus um das Mädchen zu finden eine Jagd um den Stein der Steine beginnt. 

    Bettina Darré entwickelt eine schöne mittelalterliche Kulisse in der ihre Pro-wie Antagonisten interagieren. Die Autorin benutzt zwar wechselnden Perspektiven, jedoch führen einige interessante Erzählfäden im Nichts, die somit unbeantwortet bleiben. Aus meiner Perspektive hätte es der Geschichte nicht geschadet nicht nur hauptsächlich zwischen dem Erzählfaden von Jörg von der Teileburg und Margarete hin  und her zu wechseln sondern auch andere Akteure mehr Rampenlicht zu geben.  Auch sind einige Entscheidungen der Akteure nicht immer vollkommen nachvollziehbar. Etwas mehr Innenschau hätte dort dem Leser geholfen, die Aktionen der Charaktere nachvollziehbarer zu machen. 
  12. Cover des Buches Die bewährte Heilkunde der Hildegard von Bingen (ISBN: 9783962110154)

    Die bewährte Heilkunde der Hildegard von Bingen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Hildegard von Bingens Wissen war lange Zeit in Vergessenheit geraten. Doch seit einiger Zeit hat ihr Erbe wieder Aufmerksamkeit und Anwendung erlangt. Sie war Äbtissin, Komponistin, Dichterin und vor allem war sie in der Naturheilkunde bewandert. Eine sehr starke und faszinierende Frau. 

    Das Buch informiert vor allem über die Verwendung von Kräutern und anderen Pflanzen als Nahrungs- und Heilmittel. Darüber hinaus bekommt man ein Überblick über ihr Leben, die damalige gesellschaftliche Lage und die Essgewohnheiten ihrer Zeit. Die Aufmachung und die Gestaltung des Buches mit vielen anschaulichen Bildern und farblichen Hinterlegungen unterstreichen den spannenden und interessanten Inhalt. Besonders gefallen mir die Rezepte und das Heilkräuterverzeichnis. 


  13. Cover des Buches Gargoyle (ISBN: 9783827079541)
    Andrew Davidson

    Gargoyle

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Gabi2411

    Mein liebstes Buch seit über 20 Jahren

  14. Cover des Buches Pergamentum (ISBN: 9783352007729)
    Heike Koschyk

    Pergamentum

     (12)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    1188: Im, von Hildegard von Bingen gegründeten, Kloster Eibingen stirbt ein Mönch unter merkwürdigen Umständen. Hat der Teufel seine Hand im Spiel? Elysa von Bergheim, eine Adelige, verbringt, auf dem Weg zur Familienburg, ein paar Nächte in diesem Kloster und versucht das Rätsel zu lösen, während gleichzeitig der Mainzer Domherr Clemens von Hagen außerhalb der Klostermauern eine Antwort finden will. Dass die Auflösung viel tiefer geht, als zunächst vermutet, hätte wohl niemand erwartet.

    Heike Koschyk hat bereits eine Biografie über Hildegard von Bingen geschrieben und ihre Rechercheergebnisse diekt auch noch für dieses Buch genutzt. Schon allein deshalb liegt hier ein sehr gut recherchierter historischer Roman vor, der die Leserschaft nicht nur in das Klosterleben der damaligen Zeit Einblick gewährt sondern auch die Heilige selbst näher bringt, obwohl diese zur Zeit des Romans schon einige Jahre tot ist. Vieles dreht sich aber um Hildegard, der Roman geht noch ungeklärten Fragen der Hildegard-Forschung nach und versucht Erklärungen zu bieten. Im Anhang erzählt die Autorin ein bisschen über die Entstehung des Romans und auch das Glossar trägt zum Verständnis bei, auch wenn sich nicht alle Begriffe, die erklärenswert gewesen wären, dort finden.

    Sehr schön fand ich, dass der Roman sehr viele Informationen liefert zu Glauben (und Aberglauben), Wissen und (Kirchen)Politik der damaligen Zeit. Die Sprache ist der damaligen Zeit angepasst, die Autorin hat auch Hildegards eigene Sprache genutzt, in dem Sätze von ihr zitiert oder abgewandelt benutzt werden.

    Ich hätte mir allerdings eine bessere Ausarbeitung der Charaktere gewünscht. Vor allem Elysa bleibt ziemlich blass und oberflächlich, das finde ich schade, da es der Zugänglichkeit der Charaktere geschadet hat. Einzig Clemens bietet da gewisse Identifikationsmöglichkeiten. Da hat die Autorin der Geschichte einfach zu wenig Zeit gelassen, überhaupt habe ich auch das Gefühl, die Handlung schreite zu schnell voran.

    Die Geschichte wird sowohl aus Clemens als auch aus Elysas Perspektive erzählt, die Perspektivewechsel verleithen der Geschichte Dynamik und Spannung. Die Auflösung ist plausibel und interessant und hat mich direkt zum Googeln verleitet. Ich mag historische Romane, aus denen ich noch etwas lernen kann, so wie bei diesem hier. Auch der Anhang kann sich sehen lassen, neben dem schon beschriebenen Glossar findet sich auch eine Karte und ein Grundriss des Klosters.

    Ein Roman, der neben einer interessanten und spannenden Geschichte auch Wissen vermittelt, jedoch leider weniger überzeugende Charaktere zu bieten hat. Empfehlenswert für alle, die gerne gute historische Romane lesen und für die, die an Hildegard von Bingen interessiert sind. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich auf 4 Sterne aufrunde.

  15. Cover des Buches Der Fall Hildegard von Bingen (ISBN: 9783954514274)
    Edgar Noske

    Der Fall Hildegard von Bingen

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Universum_der_Woerter

    Der Fall Hildegard von Bingen hat mich amüsiert und oftmals zum schmunzeln gebracht. 

    Der Autor erzählt das Leben Hildegards, über ihre Visionen und den Schwierigkeiten um ihr eigenes Kloster zu gründen. Das alles beschreibt er in überschaubaren Zeitsprüngen. Es ist ein lockerer Schreibstil und ich konnte mich gut in die Geschichte hinein finden. Einige Dialoge und Charaktere haben mich zum schmunzeln gebracht. 

    Allerdings ist dies kein Buch welches einem vor Spannung die Seiten überfliegen lässt. Spannung ist da kaum vorhanden. Aber jede Menge Intrigen und Machenschaften mit denen Hildegard und ihre Nonnen zu kämpfen haben. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich dieses Buch als Krimi bezeichnen würde. Zwar wird eine Leiche gefunden und es klärt sich im Laufe der Geschichte alles auf aber für einen Krimi fehlten mir einige Spannende Aspekte und  Momente in denen man miträtseln kann. 

    Trotzdem hatte ich Spass dieses Buch zu lesen. Zum Teil weil einige Dialoge schlagfertig waren und weil ich eine Weile das Mittelalter und den Ort der berühmten Hildegard von Bingen besuchen durfte.



  16. Cover des Buches Die Mystikerin - Hildegard von Bingen (ISBN: 9783352007354)
    Gabriele M. Göbel

    Die Mystikerin - Hildegard von Bingen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Magena
    Über das Leben der Hildegard von Bingen ist viel bekannt, doch dabei gewesen ist unsereins nicht. Dennoch kommt hier ein Roman, der von Hildegards Leben berichtet. Ob es genau so gewesen ist weiß man nicht, sicherlicht nicht 1:1 wie im Roman. Doch man merkt, er ist gut recherchiert und bewegt sich eng an bekannten Fakten. Der Autorin ist es gelungen, das Leben und Wirken der Hildegard von Bingen unterhaltsam und leicht verständlich als Roman aufzubereiten!
  17. Cover des Buches Lohengrins Grabgesang/Der Fall Hildegard von Bingen (ISBN: 9783442133918)
    Edgar Noske

    Lohengrins Grabgesang/Der Fall Hildegard von Bingen

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Lissy
    Im mittelalterlichen Kleve werden zwei Frauen ermordet. Die Ermittlungen gehen ziemlich "mittelalterlich zu Werke, man hat die Juden in Verdacht und will daher alle Männer der Stadt in Augenschein nehmen, um festzustellen, ob sie beschnitten sind. Marco gerät in Verdacht, aber gemeinsam mit Anna ermittelt er auf eingene Faust....
  18. Cover des Buches Hildegard-Heilkunde von A - Z (ISBN: 9783426878392)
  19. Cover des Buches Lexikon der Frauenkräuter - eBook (ISBN: 9783038006398)
    Margret Madejsky

    Lexikon der Frauenkräuter - eBook

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein schönes Nachschlagewerk über die wichtigsten Kräuter aus der Frauenheilkunde. Wirkungsweise, Aussehen und Rezepte seien in diesem Buch genannt. Sehr interessant und schön gestaltet.
  20. Cover des Buches Hildegards Lied (ISBN: 9783104909783)
    Petra Welzel

    Hildegards Lied

     (14)
    Aktuelle Rezension von: simoneg
    Was soll ich zu dem Buch sagen? Zunächst einmal so viel: Hildegard von Bingen ist eine historische Gestalt aus der Zeit Barbarossas. Sie wurde 1098 geboren und starb 1179. Hildegrad ist ein Kind mit eigenen Gedanken und naturverbunden. Als sie erfährt, daß ihr Vater sie einem jungen Adligen zur Frau versprochen hat, reißt sie aus und lernt den jungen Erik kennen, der ihr im Moor das Leben rettet. Die Liebe zu Erik durzieht ab da ihr ganzes Leben. Doch die Zurückweisung des jungen Adligen bleibt nicht ohne Folgen. Ihr Ungehorsam bringt sie ins Kloster, wo sie gemeinsam mit einer Freundin in einer Klause eingemauert wird. Doch auch hier wird ihr Wille nicht gebrochen. Sie lehnt sich gegen den Abt auf und flieht später, weil sie Unheil für eine alte Freundin sieht. Später kehrt sie in das Kloster zurück. Immer wieder ist von Visionen die Rede, die sie später auch zu Papier bringt. Es sind die Worte Gottes. So sieht das jedenfalls auch irgendwann der Papst und erkennt sie als Seherin an. Von da ab gilt ihr Wort etwas. Sie bekennt sich sogar öffentlich gegen die Macht- und Habgier der Kirchenoberen. Am Ende gelingt es ihr sogar, die Genehmigung für den Bau eines eigenen Klosters zu bekommen. Ich hatte von dem Buch mehr erwartet. Ab Mitte des Buches nervte es mich dann doch, daß alles nur noch Gottes Wille war. Für mich war Hildegard entweder eine sehr clevere Frau, die erkannt hat, daß das ihre einzige Möglichkeit war oder sie hat hinter ihren Mauern einen Hau bekommen. Auf jeden Fall gebührt der historischen Person, die sich auf, in ihrer Zeit ketzerische Weise, gegen die Hab- und Machgier der Kirche äußerte und den Armen half, gehöriger Respekt. Sie hätte damit und mit ihrer Heilkunst auch gut auf dem Scheiterhaufen landen können.
  21. Cover des Buches Hildegard von Bingen (ISBN: 9783423280105)
    Michaela Diers

    Hildegard von Bingen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Lesefreund6203
    Geschichte einer Heiligen Zur aktuellen Heiligsprechung der Hildegard von Bingen legt die Historikerin und Germanistin Michaela Diers nun eine sprachlich flüssige, damit leicht verständliche und mit einigem Bildmaterial versehene Biographie der 1179 verstorbenen Benediktiner-Nonne vor. Wobei Michaela Diers bereits im zweiten Kapitel des Buches ausführlich auf die Sicht der Umwelt auf Hildegard eingeht. Erstaunlich ist es nämlich durchaus, dass eine über Jahrhunderte eher vergesse Frauengestalt des 11. Jahrhunderts in unserer Zeit eine solche Renaissance und Popularität erfährt. Überzeugend legt Diers hier dar, dass dies durchaus in den „Zeitgeist“ der 70 Jahre des letzten Jahrhunderts passte, wo unter anderem stark „spirituell“ wieder gedacht wurde und, entgegen der konservativen Frömmigkeit der katholischen Kirche, sich gerade auch den Mystikerinnen begann, zuzuwenden. Wie geschaffen für diesen „alternativen Zeitgeist“ liegen Werk und Person der Hildegard von Bingen im Raum. Die Ganzheitlichkeit des Denkens mit Leib und Welt, die alternative Heilkunde, die spirituelle, mystische Seite und, zudem noch, die Tatsache, dass hier eine Frau als Vordenkerin und Vorbeterin im Raume steht. Dennoch bleibt es eine verwunderte Fußnote der Geschichte, dass gerade das Werk der Hildegard, das selbst zu ihren Lebzeiten nicht sonderlich bekannt oder verbreitet war, so stark in den Fokus gerückt ist. Nicht zu unrecht aber, dies weist Michaela Diers nachhaltig auf den gut 220 Seiten des Buches nach. Gut gelungen ist ihr hierbei die Rekonstruktion eines (möglichen und wahrscheinlichen) Lebens- und Denkweges, der sich nicht in ganzer Breite auf gesicherte Quellen stützen kann, zu „dunkel“, was eben jene Quellenlage angeht, ist das frühe Mittelalter. Mit bildkräftiger Sprache und fundiertem Wissen aber gelingt es Diers durchaus, sowohl die „Atmosphäre“ in Kunst und Kirche jener Zeit wie auch die Einordnung Hildegards darzustellen. So einfach, wie oft verkürzt in der modernen Literatur vom „Kochbuch“ über die „alternative Heilkunde“ bis zur verklärten „Mystik“ dargestellt, sollte und kann man es sich mit Hildegard von Bingen tatsächlich nicht machen, ohne am Kern ihrer Lebenshaltung vorbei zu gehen. Erkenntnis, Ration, Weitung des eigenen Lebens, Eingliederung in eine klare Glaubensstruktur, auch dies ist mit der Heiligen verbunden und bildet den größeren Rahmen ihres Lebens und Denkens. So legt Michaela Diers erfolgreich wert auf die Vermeidung von Vereinfachungen und einfachen „Lebensformeln“, sondern zeichnet ein differenziertes Bild einer durchaus faszinierenden Frau, die zu einer Zeit sich entfaltete und entwickelte, die nicht als sonderlich „frauenfreundlich“ bezeichnet werden kann. Erst auf dieser differenzierten Sicht sind die (breit geschilderten) Visionen und „Erlebnisse „ der Hildegard von Bingen für ihre Zeit und für das moderne Denken einigermaßen einschätzbar. Ehrlich aber bleibt Michaela Diers auch hier, eine einfache Formel, eine stringente „Bewertung der Person“ kann letztlich nicht vereinfachend vorgenommen werden. Sprachlich klar und verständlich führt Michaela Diers in das Leben und die Zeit Hildegard von Bingens ein, vollzieht, soweit möglich, den Lebensweg der Ordenfrau nach, vertieft sich in das innere Erleben und Denken auch der mystischen Seite Hildegards und zieht immer wieder Vergleiche zur Gegenwart und zur Neu-Entdeckung Hildegards. Eine Biographie, die durchaus mit Gewinn zu lesen ist und den Leser zur eigenen Bewertung anregt.
  22. Cover des Buches Hildegard von Bingen (ISBN: 9783644014770)
    Helene M. Kastinger Riley

    Hildegard von Bingen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Ferrante
    Obwohl die Biographie aus der Reihe "Monographie" von Rowohlt schon gut zehn Jahre auf dem Buckel hat, ist sie immer noch empfehlenswert, was für die Qualität der Reihe spricht. Kastiner-Riley führt kompetent und kompakt in das Leben und Werk von Hildegard von Bingen ein, und würdigt ausgewogen ihr Werk und ihre besonderen Verdienste.
  23. Cover des Buches Als Hildegard noch nicht in Bingen war (ISBN: 9783795422530)
    Antje Kluge-Pinsker

    Als Hildegard noch nicht in Bingen war

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    Aktuelle Rezension von: wolfschwerdt
    „Als Hildegard noch nicht in Bingen war“ ist der Titel einer Neuerscheinung des Römisch- Germanischen Zentralmuseums, die eine umfassende interdisziplinäre Betrachtung des Berges des heiligen Disibod und seiner Umgebung liefert, in der die spätere Hildegard von Bingen immerhin rund 40 Jahre gewirkt hatte. 20 Autoren haben im Buch „Als Hildegard noch nicht in Bingen war“ das Thema Disibodenberg zum Anlass genommen, um aus ihrem jeweiligen Fachgebiet heraus Beiträge zur Kunst- Kultur- oder Besiedlungsgeschichte der Region um den, wie der Herausgeber Falko Daim in seinem Vorwort formuliert, „wunderbaren Ort, dessen Ausstrahlung sich wohl niemand wirklich entziehen kann“, zu publizieren. Und natürlich beginnt es mit dem Disibodenberg selbst, mit den historischen Eckdaten der wechselvollen Klostergeschichte, die immerhin vermutlich bereits im 8. Jahrhundert begonnen hatte. Beiträge zu Topografie und Geologie, der Gartenkunst des 19. Jahrhunderts und eine Darstellung der Geschichte Disibods und seines Berges bis zum Beginn des 12. Jahrhunderts schließen sich an. Interessant hierbei vor allem die Quellenlage und –diskussion, zum Leben und Wirken Disibods. Als eine der Hauptquellen zum Heiligen Disibod gilt seine von Hildegard von Bingen etwa 500 Jahre später verfasste Vita. Diese Vita ist eine Vision, die Hildegard auf Bitte des disibodenberger Abtes 1170 in Bingen verfasst hatte. Und da Hildegard von Bingen 40 Jahre lang im Kloster auf dem Disibodenberg gewirkt hatte spielt sie in den historischen Beiträgen naturgemäß immer wieder eine Rolle. Und nicht zufällig schließt das Buch mit dem Kapitel „Die Visionen Hildegards von Bingen und der Disibodenberg“ und einer Vita der faszinierenden Klosterfrau. Aber eigentlich geht es in dem Buch nur am Rande um Hildegard. Die Beiträge decken vielmehr ein breites Spektrum historisch- kulturwissenschaftlicher Forschungen zum Berg und seinem Umfeld ab. Das reicht zeitlich von der Steinzeit bis heute, thematisch von Siedlungsgeschichte, Landschaftsgeschichte, Umweltgeschichte, über Archäologie und Baugeschichte, Kirchen- und Wirtschaftsgeschichte. Und dort, wo die Quellen- und Fundlage einen direkten Bezug zum Disibodenberg und seiner Region nicht zulässt, wird auf Erkenntnisse vergleichbarer Regionen und Prozesse zurückgegriffen. Tatsächlich stößt der Leser relativ oft auf den Hinweis, dass zum jeweiligen Thema bezogen auf die Untersuchungsregion noch nicht ausreichend geforscht, untersucht, gegraben oder gefunden worden ist. Die außerordentlich informativen Ausführungen zu vergleichbaren Strukturen anderer Regionen, zur Geschichte der fränkischen Landnahme, Missionierung und Aufbau von klostergestützten Verwaltungsstrukturen des Mittelalters bilden hier einen guten Ausgleich. Die Forschungslücken beinträchtigen daher weniger die inhaltliche Qualität des Buches, sie dokumentieren vielmehr, das sei hier vom Autor dieses Beitrages angemerkt, die diskussionswürdige regionale Schwerpunktsetzung von Archäologie und Denkmalpflege. Das Buch „Als Hildegard noch nicht in Bingen war“ ist bewusst interdisziplinär angelegt. Damit schließt es trotz der relativen Unabhängigkeit der einzelnen Beiträge voneinander generelle Verständnislücken. Klosterwirtschaft wird als eine ökonomisch, technisch, administrative und politische mittelalterliche Infrastruktur eben besser begreifbar, wenn man sie beispielsweise mit mittelalterlicher Landschaftsentwicklung, fränkischer Siedlungsstrategie oder dem Lehens- und Schenkungswesen und der staatlichen Fiskalstrukur in Zusammenhang stellt. Dass beispielsweise Klöster auch noch Indikatoren für Klimaverhältnisse sein können, dafür steht übrigens der Beitrag „Weißer Orleans – mittelalterliches Wärmezeitrelikt am Disibodenberg?“, der sich mit den wahrscheinlich ältesten Reben Deutschlands, dem Weißen Orleans in den historischen Weinlagen am Disibodenberg befasst. Alles in Allem ist das Buch für jene Leser, die vielleicht nicht einen so engen, wohl auch emotionalen Bezug zum Disibodenberg haben, wie die Herausgeber, ein interessanter und fundierter Überblick vor allem über ländliche mittelalterliche Strukturen und ihre Entwicklungsprozesse, der den Leser möglicherweise auch die eigene Region noch einmal neu entdecken lässt.
  24. Cover des Buches Die Hildegard-Naturapotheke (ISBN: 9783426657485)

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