Bücher mit dem Tag "hermann hesse"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hermann hesse" gekennzeichnet haben.

130 Bücher

  1. Cover des Buches Demian (ISBN: 9783518463536)
    Hermann Hesse

    Demian

     (602)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sehr inspirierend 

  2. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

     (1.265)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Lange und flüssig zu lesende Sätze mit hoher Gedankendichte und geradezu verschwenderisch-pompösem Wortreichtum zieht man lesend über weite Teile des Werkes in sich hinein wie frische, belebende Frühlingsluft. Sollte diese Erzählung eine deutliche und erkennbare Botschaft haben, so ist sie mir ebenso deutlich und erkennbar entgangen. Für mich geht es in diesem Buch im Wesentlichen um die stets erwünschte, gewollte, erhoffte, mit vielen Hindernissen und Umwegen ausgestattete, kaum erreichbare Selbstfindung. Aber wie Hermann Hesse in seinem Nachwort selbst bemerkt: Möge jeder aus der Erzählung machen, was ihm entspricht und dienlich ist.

  3. Cover des Buches Das Glasperlenspiel (ISBN: 9783518463574)
    Hermann Hesse

    Das Glasperlenspiel

     (283)
    Aktuelle Rezension von: Christine_Neumeyer

    Herr Hesse hat am Ende seiner Schaffenszeit eine Utopie geschrieben. Ein Gelehrter, ein Mönch, ein Regenmacher, ein Yogi, erzählen uns über die Veredelung des Menschen durch Meditation, geistige Bildung, Vertiefung. Diese Figuren sind sehr beseelt, sehr detailliert beschrieben. Wir werden Zeugen ihrer Gedanken, ihrer Schlussfolgerungen, welche oft zeitlos sind und auf die Probleme unserer Zeit übertragbar. Lesen und tiefe Konzentration veredeln den Menschen. Friede und Versöhnung für alle Menschen. An dieser Sehnsucht hat sich nichts geändert. Nicht allein die Geburt oder das Talent sind entscheidend. Talente ohne geistige Reife verkommen zu hochmütigen und an materiellen Dingen hängenden Menschen. Rivalität, Konkurrenz und Hass sind die Folge. Alles wunderbar. Aber leider dürfte Herr Hesse ein sehr distanziertes Verhältnis zu Frauen gehabt haben. Sie kommen über lange Strecken gar nicht vor. Erst zum Schluss schmücken sie seine Erzählungen, und bleiben dabei allzu oberflächlich beschrieben. Im besten Fall sind es kluge Ehefrauen und Mütter. Die in seiner Zeit traditonellen Rollenverteilungen stellt er in seiner Utopie nicht in Frage. Die Frauen bleiben im Hintergrund, als Mütter und Hausfrauen. Im schlimmsten Fall sind sie sogar die Ursache von Verirrungen und Hass. Keinesfalls sind sie zu geistiger Vertiefung fähig.

    Ich schätze den Tiefgang von Hermann Hesse, aber dieses Werk ist in seiner Überlänge leider nicht zeitgemäß und aufgrund der veralteten Rollenbilder wenig empfehlenswert.

  4. Cover des Buches Der Wolf vom Bodensee (ISBN: 9783740804701)
    Tina Schlegel

    Der Wolf vom Bodensee

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    ==> Hier ist es dringend empfohlen, die Reihe chronologisch zu lesen.  Ohne Kenntnis der Bände 1 und 2 bleibt die Handlung nur oberflächlich und stellenweise wahrscheinlich nicht nachvollziehbar. 

    Die Handlung spielt im Zeitraum 28.12 bis 04.01.. Das ist im Voralpenland die Zeit der Rauhnächte,  den Tagen außerhalb der Zeit, in der es unheimliche Begegnungen mit "dunklen Gestalten" geben kann.  Ausgerechnet in dieser Zeit taucht am Bodensee ein weißer Wolf auf und in dem Ort, in dem Kommissar Sito mit seiner Freundin Miriam Urlaub macht, gibt es ein Mordopfer.  Bei diesem Mordopfer handelt es sich um eine Schriftstellerin, die irgendwie in einem Bezug zu Paul Sito stand.  Somit wird der Kommissar erstmal zu einem Verdächtigen.  Als später noch ein Mädchen vermisst wird, entwickelt sich im Ort eine ängstlich-zornige Stimmung, die ein Ventil zur Entladung sucht. 

    Tina Schlegel hat die ganze Handlung sehr anspruchsvoll angelegt.  Neben der Krimihandlung, die diesmal ganz anders als bei den Vorgängerbänden ist, bekommt der Schriftsteller Hermann Hesse auch relativ viel Raum. Er hat einige Zeit in Gaienhofen ( Ort der Handlung )gelebt.  

    Diesmal schickt die Autorin die Protagonisten ins "Tal der Tränen". Fast jeder wird an seinem schmerzhaftesten Punkt getroffen und muss sich seinen Ängsten stellen.  Wir erfahren auch endlich etwas mehr vom  bändeübergreifenden Geheimnis von Kommissar Sito. 

    Den Wolf,  der dem weißen Schäferhund von Paul Sito ähnelt, hat die Autorin sehr gut in die Handlung eingebettet.  Er taucht immer wieder auf und bringt die Figuren in Bewegung. 

    Tina Schlegel schreibt fesselnd und führt die Leser in psychologische Abgründe der Figuren.  Mir hat es wieder gefallen und ich bin neugierig wie es mit Paul Sito und seinem Umfeld weitergeht. 

  5. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Beimer

    FLORIAN ILLIES: 1913 – DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS

     

    INHALT:

    Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.
     Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

     

    MEINE MEINUNG:

    Auch dieser Band – eigentlich der erste dieser Art von Florian Illies – hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auf die unterhaltsamste Weise eine Menge gelernt. Es hat mich auch nicht im Geringsten gestört, daß ich den Ergänzungsband – 1913: WAS ICH UNBEDINGT NOCH ERZÄHLEN WOLLTE schon vorher gelesen habe. 

    Wie ich schon schrieb, gefällt mir der Stil des Autors einfach sehr gut, ich schätze vor allem die gelegentlich eingestreuten süffisanten Kommentare, die mir so manches Mal ein Schmunzeln entlockten.

    Jetzt hoffe ich, daß Illies so ein Buch vielleicht über die 50er oder 60er Jahre schreibt – und das bitte schnell!

  6. Cover des Buches Klingsors letzter Sommer (ISBN: 9783458194316)
    Hermann Hesse

    Klingsors letzter Sommer

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Ferdinand-Uth

    Klingsor ist ein alter, bekannter Maler, der in Norditalien lebt und dort einen heißen, ungebundenen Sommer erlebt, ihn malt und sich daran berauscht, aber auch bereits sein eigenes Ende vorausahnt.
    Die Erzählung von Hesse aus dem Jahr 1919 ist eine meisterhafte, wehmütige Dichtung über die Vergänglichkeit. Obwohl sie recht kurz ist, kommen viele Themen des Künstlerlebens und Hesses eigenen Erfahrungen darin vor: Sie spiegeln gewissermaßen seine Zeit am Tessiner See nach der Trennung von seiner ersten Frau wieder, wo Hesse selbst begann, Aquarelle zu malen. Themen wie die Lasterhaftigkeit (das Trinken und die Lust), des Schaffens von etwas, das überdauert, die Liebe zur Natur und auch Freundschaft kommen in der Erzählung zur Sprache.
    Schon der Anfang ist einfach wunderbar poetisch geschrieben:
    „Ein leidenschaftlicher und raschlebiger Sommer war angebrochen. Die heißen Tage, so lang wie sie waren, loderten weg wie brennende Fahnen, den kurzen schwülen Mondnächten folgten kurze schwüle Regennächte, wie Träume schnell und mit Bildern überfüllt fieberten die glänzenden Wochen dahin."

  7. Cover des Buches Hermann Hesse 'Demian' (ISBN: 9783140750516)
    Walter Jahnke

    Hermann Hesse 'Demian'

     (16)
    Aktuelle Rezension von: elodie_k
    Für den jungen Sinclair gibt es neben der "hellen" Welt seiner Familie auch die abgründige Welt der Diebe und der Gasse. Er ist gefangen zwischen diesen beiden Welten. Bis er einen Freund findet, der ihm seine Weltanschauung von der gesunden Mischung von gut und böse erklärt. Er macht viele Erfahrungen und lernt sich im Laufe seines Lebens selbst kennen. 
  8. Cover des Buches Hermann Hesse: Der Steppenwolf (ISBN: 9783486886221)
    Helga Esselborn

    Hermann Hesse: Der Steppenwolf

     (23)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Unterm Rad (ISBN: 9783518463529)
    Hermann Hesse

    Unterm Rad

     (791)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Buch "Unterm Rad von Hermann Hesse ist 176 Seiten lang und über unterschiedliche Verlage gedruckt. 

    Das Werk gibt es in einer Hardcoverausgabe, Softcoverausgabe, als Ebook und Hörbuch.

    Hermann Hesse schrieb dieses Werk 1906. Es entstand ua dadurch das sein Bruder sich das Leben nahm, woran auch Schulprobleme ihren Anteil hatten. 

    Diese Geschichte handelt von Hans der an den Anforderungen an sich selbst und des Umfeldes scheitert. 

    Leistungsdruck und Leidensdruck. Heute ist diese Geschichte sicherlich immer noch ganz aktuell, wenn nicht aktueller denn je. Viele kennen die enormen Anforderungen und den Druck des Umfeldes, die eingeredeten Tugenden und das nur Erfolg und eine gute, studiere Arbeit das Leben erleichtert und glücklich macht. So geht es auch dem überbegabten Protagonisten der es sich selbst und seinem Umfeld zeigen möchte, aber dann doch scheitert. Dies ist ein zutiefst melancholisches und tragisches Werk, welches mich sehr berührt hat und zum Nachdenken anregte. Fand ich mich bisweilen selbst in Hans wider. Die Geschichte schmerzt und brennt noch lange in der Seele. Ach hätte ich sie nur schon viel früher entdeckt, so wäre mir sicherlich Einiges erspart geblieben. 

    Hesse in Höchstform in sehr düsterem Ton, wie man ihn kennt und mit bedrückender Atmosphäre. Eine unerwartete Wendung und eine krasse Message.

    Fazit: Ein sehr düsterer Hesse wie man ihn kennt. Melancholisch und tragisch, unheimlich berührend und nachdenklich stimmend. Unbedingt lesen!

  10. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

     (905)
    Aktuelle Rezension von: Cadness

    Wir erleben die Geschichte Siddharthas, seine Suche zum Glück, seiner Selbst und zu der Erleuchtung. Eine Geschichte voller Höhen und Tiefen, voller Erkenntnisse. 'Siddhartha' zählt zu der Kategorie von Büchern, die man immer wieder lesen und dabei auch immer wieder neue Erkenntnisse sammeln kann. Ich freue mich schon auf die nächste Begegnung!

  11. Cover des Buches Das Glasperlenspiel (ISBN: B013EIVRG0)
    Hermann Hesse

    Das Glasperlenspiel

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Masau
    Leider musste ich es nach der Hälfte weglegen. Am Anfang noch recht interessant, wird es schnell recht monoton und konnte mich nicht wirklich abholen. Interessante Aspekte möchte ich dem Buch nicht absprechen, aber definitiv nichts für mich.
  12. Cover des Buches Kinderseele (ISBN: 9783518743881)
    Hermann Hesse

    Kinderseele

     (26)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Hermann Hesse erzählt und erklärt in seinem Buch ,Kinderseele´ wie das Verhalten der Eltern das eigene Kind beeinflussen kann. Dabei bezieht er sich explizit auf sein Leben und seine eigenen familiären Erfahrungen. 

    -Achtung, Spoiler-

    In dem Buch geht es um einen Jungen, stehend für Hermann Hesse selbst, der nach dem Raub von Feigen an seinem Vater, von Schuldgefühlen gequält wird. Der Junge befindet sich in einem Zwiespalt und ist sich unsicher, wie er reagieren soll. Während dieser Zeit der Qual und Selbstzweifel, geht es ihm immer schlechter, sodass seine angestauten Gefühle sich auf seine Psyche und auch seinen körperlichen Zustand auswirken.

    Mehrmals wird seine Angst vor dem Vater und seine Scham für die begangene Gräueltat erwähnt. Niemand steht diesem Jungen zur Seite und er muss sich selbst durch den dicht bewaldeten Wald schlagen.

    Als sein Vater letztendlich von seiner Tat erfährt, wird er für den ganzen Nachmittag auf den Dachboden gesperrt, wo er sich verkriecht und die Bücher sein einziger Trost sind.

    Dieses Verhalten, vom Vater ausgehend, konnte der Junge (Hermann Hesse) nie wirklich verdauen und hat ihn für immer geprägt. 

    Dies ist bei allen Familien und deren Kindern der Fall: Eltern beeinflussen und prägen die Kinder- positiv oder negativ. Das Buch zeigt, wie sehr Kinder negativ von ihren Eltern geprägt werden können und auch im weiteren Verlauf ihres Lebens Probleme (ein gewisses Trauma) mit sich schleppen. Zudem ist das Buch eine Warnung: eine Warnung und gleichzeitige Hilfe, um Eltern an diesem Verhalten zu hindern und einen anderen Weg einzuschlagen.

    Der Schreibstil von Hesse war wieder mal poetisch und wunderschön. Während des Lesens fühlt man sich dadurch einfach nur wohl.

  13. Cover des Buches Die Morgenlandfahrt (ISBN: 9783518739150)
    Hermann Hesse

    Die Morgenlandfahrt

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Die Morgenlandfahrt erschien 1932 und ist noch heute in ihrer Deutung umstritten. Der Protagonist H.H. (ein seltsame Ähnlichkeit) erzählt zu Beginn der Erzählung von seinen Jahren als Mitglieder des „Bundes vom Hohen Stuhl“. Mit diesem war er lange Zeit unterwegs, ging auf Wanderschaft, hatte dort „Brüder im Geiste“. Diese Reise wird insbesondere als philosophische, als eine immerwährende Reise beschrieben. In der Erinnerung reisen wir mit H.H. durch Deutschland, nach Italien und weiter, erfahren von Andachten und ähnlichem. Der Bund endet, als ein Mitglied verschwindet. H.H. beginnt nun – Jahre später – seiner Erinnerungen zum Bund aufzuschreiben und nach Resten des Bundes zu suchen. Dazu trifft er auf Lukas, einen Jugendfreund, der sich gegenüber H.H. allerdings spottend über den „Bund“ äußert und dessen Sinn in Abrede stellt. Er findet indes Leo, der offensichtlich mit dem Bund in Verbindung steht, er verfolgt ihn. Schließlich findet allerdings Leo ihn und sagt, dass der Bund selbst H.H. schon lange suche. Man begibt sich gemeinsam zum Bund, H.H. wird förmlich angeklagt, dem Bund untreu geworden zu sein. Am Ende wird H.H. freigesprochen, allerdings mit einem doppeldeutigen Ende. Hesses Erzählung hat mich sehr fasziniert. Sie kündet von Reife und steht bereits thematisch eng beim „Glasperlenspiel“ und dem späten Hesse. Hesse beschäftigt sich in seiner Erzählung insbesondere mit den Urmotiven der eigenen Einsamkeit, der Suche nach Sinn, dem Streben nach Vervollkommnung und der Sehnsucht des Einzelne, im Unendlichen Gleichgesinnte fürs Leben zu finden. Hierfür schafft er einen Kosmos aus vorhandenen Ideen älterer Weltliteratur, bekannter Motive, bekannter Persönlichkeiten. Mit weniger Pathos geschrieben wie „Siddhartha“ und deshalb m.E. angenehmer zu lesen. Die verwendete Symbolik erschließt sich so auch wesentlich einfacher.
  14. Cover des Buches Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne (ISBN: 9783458730750)
    Hermann Hesse

    Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Am Tag, als Hermann Hesse 84 Jahre alt wurde, ein gutes Jahr vor seinem Tod, erblickte ich das Licht der Welt. So ist mir der Nobelpreisträger quasi in die Wiege gelegt worden.

     

    Trotzdem habe ich in der Vergangenheit nur wenig von und über ihn gelesen. "Siddhartha" hatte mich stark beeindruckt, an "Das Glasperlenspiel" habe kaum Erinnerungen und "Der Steppenwolf" ist gänzlich verschüttet.

     

    Wie gut, dass mich Volker Michels mit seinem Buch "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" auf Hesses Fährte gelockt hat. Ich danke dem Herausgeber herzlich.

     

    "Jeder Mensch ist nicht nur er selber, er ist auch der einmalige, ganz besondere, in jedem Fall wichtige und merkwürdige Punkt, wo die Erscheinungen der Welt sich kreuzen, nur einmal so und nie wieder. Darum ist jedes Mensch Geschichte wichtig, ewig göttlich, darum ist jeder Mensch, solange er irgend lebt und den Willen der Natur erfüllt, wunderbar und jeder Aufmerksamkeit würdig."

     

    Mit diesen Worten am Anfang des Büchleins wird der Leser in die Sichtweise Hesses gesogen und kommt fortan nicht mehr von diesem Zauber los.

     

    Wahrlich zauberhaft ist Hesses Wahrnehmung der Natur, die er in Worte zu fassen vermag, die mir kaum noch menschlich erscheinen. Immer bringt er den Zauber der Natur mit dem Menschen zusammen, sieht beides als eine Einheit.

     

    "Voll Blüten

     

    Voll Blüten steht der Pfirsichbaum,

    Nicht jede wird zur Frucht,

    Sie schimmern hell wie Rosenschaum

    Durch Blau und Wolkenflucht.

     

    Wie Blüten gehn Gedanken auf,

    Hundert an jedem Tag -

    Laß blühen! laß dem Ding den Lauf!

    Frag nicht nach dem Ertrag!

     

    Es muß auch Spiel und Unschuld sein

    Und Blütenüberfluß,

    Sonst wär die Welt uns viel zu klein

    Und Leben kein Genuß."

     

    Viel erfährt der Leser aus Hesses Leben, Episoden aus seiner Kindheit in Calw, sein Verhältnis zu seinen Eltern, sein Schulerleben, von seinen Umzügen und Neuanfängen in reiferen Jahren und auch das Nachdenken über das Alter und den Tod kommt nicht zu kurz.

     

    "Wer den Weg der Reife einmal betreten hat, der kann nicht mehr verlieren, nur gewinnen. Bis einmal auch ihm die Stunde kommt, wo er die Käfigtür offen findet und mit einem letzten Herzklopfen dem Unzulänglichen entschlüpft. Wer dann für einen Menschen unserer Art in der Bibel und in anderen Büchern nach einem guten Spruch und Ausruf fahndet, der nicht alles sagt und sagen will, aber den holdesten Glanz der Sache im Spiegel fängt, der wird wohl nirgendwo einen besseren finden als den Psalmvers: 'Der Strick ist zerrissen, der Vogel ist frei.'"

     

    Der Titel des Buches ist Hesses Gedicht "Stufen" entnommen. Michels folgte den Versen und baute das Buch chronologisch auf. Aber wie warm war mir ums Herz, als ich las: "Warum gab es Zeit? Warum immer nur dies idiotische Nacheinander, und kein brausendes, sättigendes Zugleich? ... Das ganze kurze Leben hindurch konnte man genießen, konnte man schaffen, aber man sang immer nur Lied um Lied, nie klang die ganze volle Symphonie mit allen hundert Stimmen und Instrumenten zugleich."

     

    Das zauberhafte Zugleich kann ich empfinden, wenn ich mich ins Buch vertiefe und eine Rezension dazu versuche. 

    Ob Hesse das auch so empfand, wenn er seine Rezensionen schrieb?

     

    Ich verneige mich vor einem Genie, das ich in meinem Leben nicht mehr missen möchte. Ich verneige mich vor der Seele von Hermann Karl Hesse.

     

    Vera Seidl

     

     

     

  15. Cover des Buches Monte Verità (ISBN: 9783570554067)
    Stefan Bollmann

    Monte Verità

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Masari

    Zuerst hatte ich den Film Monte Verità gesehen. Da mich die Geschichte in ihren Bann gezogen hatte, kaufte ich mir das Buch. Interessant ist, wie viele, vor allem kreative Menschen, es zum Wahrheitsberg um 1900 gezogen hat, von Gusto Gräser, Ida Hofmann-Oedenkoven, Herrmann Hesse, über Mary Wigman oder Rainer Maria Rilke haben alle versucht, den damaligen Konventionen und konservativen Elternhäusern und Leben zu entfliehen und naturnaher zu leben. Es ist also gar kein neues Bestreben der Menschheit, sich  vegan/vegetarisch zu ernähren und der Massentierhaltung entgegen zu wirken. Das fand ich sehr interessant und bemerkenswert. Das Buch ist für mich wirklich anhand seiner historischen Verbindungen sehr gut recherchiert und geschrieben und somit unbedingt eine Empfehlung. Danke an Stefan Bollmann für dieses wertvolle Werk. 

  16. Cover des Buches Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen (ISBN: 9783548609362)
    Francesc Miralles

    Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Marie1971
    Samuel hat sich den Menschen verschlossen und lebt allein und einsam sein Leben. Bis eine Samtpfote sich langsam aber sicher in sein Herz stiehlt. Als wenn diese eine Mauer Stein für Stein abtragen würde, erweckt sie Samuel wieder zum Leben. Was wär das Leben ohne wunderschöne Geschichten, die tief ins Herz gehen und die Seele auf wundersame Art streicheln. Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen ist eines dieser Bücher, dessen Inhalt sich einem so offenbart. Es ist, als ob es Gefühle regnen würde. Wort für Wort legt sich die Geschichte wie zarter Blütenstaub auf den Leser nieder und verschmilzt zu einem unzertrennbaren Ganzen in seinen Gedanken. Die Protagonisten fügen sich mit einer Selbstverständlichkeit ins Bild, wie wenn es keine andere Möglichkeit gäbe. Es ist als stünde man neben ihnen und könnte sie mit der Fingerspitze berühren. Zu keinem Moment wagt man zu zweifeln, dass sich alles genauso abspielen könnte. Die Fiktion ist sehr nahe an dem eigenen Wunschdenken. Für alle Leser, die mit dem Herzen sehen.
  17. Cover des Buches Siddharta - Eine indische Dichtung (ISBN: B002RFTGG0)
    Hermann Hesse

    Siddharta - Eine indische Dichtung

     (20)
    Aktuelle Rezension von: janett_marposnel
    Siddharta folgt als Kind den Lehren seines Vaters, der Brahmanen und verlässt sein Elternhaus, um sich den Lehren der asketisch lebenden Samanas zu widmen. Drei Jahre verbringt er mit seinem Freund Govinda mittellos im Wald und nimmt den Glauben der Samanas bis zur Vollendung an - bis die beiden Freunde endlich Gotama Buddha, dem Erhabenen begegnen. Dort trennen sich die Wege der Gefährten. Während sich Govinda Gotamas Lehren ganz und gar hingeben möchte, gewinnt Siddharta die Überzeugung, dass ihn kein weiterer Unterricht voranbringen wird, weil er fühlt, dass man den letzten Schritt zur Erkenntnis nur in sich selbst erfahren wird. Kein Lehrmeister der Welt kann einen auf diesem Weg unterstützend begleiten und so verabschiedet er sich von allem, um allein nach dem Pfad der Erleuchtung zu suchen.

    Was er allerdings findet, ist eine Kurtisane, die verspricht ihn in der Liebeskunst zu unterrichten, wenn er sie dafür bezahlt. Da Siddharta nichts weiter gelernt hat außer denken, fasten, dichten und auf Almosen angewiesen ist, vermittelt ihm die schöne Kamala einen Broterwerb bei dem Kaufmann Kamaswami. Dort erlernt Siddharta die Kunst des Handels und verfügt von nun an über eigenes Geld, welches ihm ein nie zuvor gekanntes Leben mit allen Sinnen zwar eröffnet, aber nicht die gewünschte Erleuchtung bringt.

    Er nimmt Gewohnheiten an, die er vorher verabscheut hat und nach viel zu vielen Jahren der Fülle, des Überflusses und des Überdrusses, packt ihn plötzlich der Ekel vor sich selbst, vor den Menschen und vor der Stadt - er flieht zurück in den Wald, wo ihm der Fluss, in welchen er sich eigentlich lebensmüde stürzen wollte, plötzlich einer Eingebung folgend, das Leben rettet.

    Nach einem langen Weg der Einigkeit und Zerrissenheit, der Freude und Trauer, Liebe und Tod bei dem alten und weisen Fährmann Vasudeva erreicht Siddharta im hohen Alter doch noch die Vollendung. Am Ende der Geschichte erklärt er seinem Freund Govinda, dass die Suchenden, so wie Govinda einer ist, sich selbst die Möglichkeit des Findens nehmen, weil sie immer nur nach einem Ziel streben. Wer ständig sucht, kann nichts finden, denn das permanente Suchen führt unbewusst zu Engstirnigkeit. So paradox es auch klingt, aber nur wer nichts sucht, frei und offen für alles und jeden ist, wird finden. Das hat Siddharta selbst erfahren dürfen. Und hier schließt sich nun der Kreis der Erzählung, denn wie Siddharta als junger Mann bereits vermutet hat, kann man Weisheit und Erleuchtung nicht lehren, man kann beides nur finden. Für Govinda ist diese Ansicht albern und verrückt. Ein Nachteil, den Weisheit oft mit sich bringt, dass man zwar für närrisch oder ein wenig einfältig gehalten wird, aber auf Grund der vollkommenen Ruhe, des inneren Strahlens und des festen Selbstbewusstseins trotzdem einen tiefen Eindruck hinterlässt.

    Letztendlich ist es so und das hat Hermann Hesse in seiner kleinen, aber feinen Geschichte wunderbar herausgearbeitet, wer zu viel Zeit mit seinen Gedanken verbringt, statt sich auf seine Intuition zu verlassen, wird nie weise werden. Solange der Mensch keinen Abstand zu Vergangenheit und Zukunft gewinnt und lernt sich vorwiegend im Jetzt aufzuhalten, solange wird er immer ein Suchender bleiben und nie finden. In diesem Sinne: Hört auf zu suchen und Ihr werdet finden. Om.
  18. Cover des Buches Eigensinn macht Spaß (ISBN: 9783458735533)
    Hermann Hesse

    Eigensinn macht Spaß

     (31)
    Aktuelle Rezension von: XariaSeverin
    Dieser Band umfasst verschiedene Auszüge aus den Schriften von Hermann Hesse. Insgesamt ein rundes Buch, vor allem, wenn man sich erstmal an Hesse rantrauen oder gewöhnen möchte. Vor allem die Gedichte sin schön ausgewählt, 5 Sterne gibt es trotzdem nicht, weil es durch die Stückelung einfach oft auch zäh zu lesen ist.
  19. Cover des Buches Narziß und Goldmund (ISBN: 9783518471234)
    Hermann Hesse

    Narziß und Goldmund

     (694)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Zwei Novizen an der Klosterschule Mariabronn werden Freunde und gehen einen Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Narziss sich der strengen Klosterdisziplin unterwirft und mit Verstand, Selbstbeherrschung und Disziplin nach Erkenntnis strebt, folgt Goldmund dem Lustprinzip und lässt sich von Erfahrung zu Erfahrung treiben. Und doch verbindet beide eine tiefe, echte Freundschaft, die ein Leben lang währt und ihre unterschiedlichen Lebenswege am Ende wieder zusammenführt. 

    Eines der ergreifensten Bücher die ich seit langem gelesen habe.

  20. Cover des Buches Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend (ISBN: 9783518067062)
    Hermann Hesse

    Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend

     (8)
    Aktuelle Rezension von: tedesca
    "Demian" habe ich, wie so gut wie alle anderen Romane von Hesse, vor ziemlich genau 30 Jahren das erste Mal gelesen und mir wohl damals vieles für mich selbst rausgeholt, das auch heute noch Gültigkeit hat. Leider sind etliche der alten Suhrkamp-Ausgaben über die Jahre verloren gegangen, aber diese habe ich noch, und ich stelle mit Erstaunen fest, dass ich mir, was sonst wirklich nie meine Art war, einige Textstellen im Buch markiert habe, die mich wohl nachhaltig beeindruckt haben (Siehe Zitate oben). Und die bis heute noch ihre Gültigkeit für mich haben, wie ich überrascht feststellen musste. "Demian" ist die Geschichte eines jungen Menschen auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens, auf diesem Weg begegnet er immer wieder Max Demian, der ihn nachhaltig beeindruckt, indem er Emils christliche Werte stets infragestellt und ihm immer wieder nahebringt, dass das Ziel des Lebens nicht Anpassung und Konformität sein kann, sondern in der Selbstbestimmung und -verantwortung liegt. Bestechend schön ist Hesses Sprache, das finde ich auch heute noch - zum Glück! Ich hatte große Angst davor, dieses Buch jetzt vielleicht nicht mehr als so wichtig zu empfinden, wie vor 30 Jahren, aber ich wurde nicht enttäuscht. Somit geht das Hesse-Revival weiter! :-)
  21. Cover des Buches Hermann Hesse in Augenzeugenberichten (ISBN: 9783518383650)
    Volker Michels

    Hermann Hesse in Augenzeugenberichten

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Über Hermann Hesse gibt es eine Vielzahl an Biographien, doch irgendwie befriedigen diese nicht die Neugierde des echten Hesse-Fans nach dem „wie war Hesse wirklich, was für ein Mensch war er?“. So bin ich auf dieses Buch gestoßen. Volker Michels hat hier Augenzeugenberichte, also Erlebnisberichte von Zeitgenossen, zusammengetragen, aus allen Lebensabschnitten des Autors. Sie bieten einen recht guten Eindruck von Hermann Hesse als Mensch, Autor und öffentliche Person; schwierig wird es da, wo Autoren ihre Erinnerungen Jahre später zu Papier gebracht haben, so bspw. seine Schulkameraden. Wie authentisch sind diese Erzählungen noch? – Immerhin liegen bereits Jahrzehnte dazwischen und in der Zwischenzeit ist die ungeheure Popularität des Autors hinzugekommen, die manch simpler Begegnung einen sakralen Charakter verleiht. Bei allem Lesen zwischen den Zeilen: ein besseres Kaleidoskop mit Eindrücken zu Charakter, Lebensart und Lebensanschauungen Hesses gibt es wohl nicht für den Hesse-Fan, für den der Autor einfach viel zu kurz gelebt hat...
  22. Cover des Buches Karl Eugen Eiselein: Erzählung (ISBN: B004ABD7QO)
    Hermann Hesse

    Karl Eugen Eiselein: Erzählung

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Julia250916

    📚 "Karl Eugen Eiselein" von Hermann Hesse 📚

    HANDLUNG
    Karl Eugen Eiselein ist ein intelligenter junger Mann mit hohem Schulabschluss. Er begeistert sich sehr für das Schreiben von Gedichten. Jedoch stellt er erschreckend fest, wie schwer der Weg zum berühmten Dichter sein wird. (...)

    FAZIT
    Das Buch ist wirklich überraschend gut! Es hat eine interessante Story und sogar Witz. Die Handlung ist zwar schlicht gehalten, aber dies machte sie auch so interessant. Durch den angenehmen Schreibstil und die lockere Erzählweise, war es sehr leicht zu verstehen und lesen. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich kann dieses nicht so bekannte Werk wirklich sehr empfehlenswert! ☀️

  23. Cover des Buches Jugendland (ISBN: 9783458358374)
    Hermann Hesse

    Jugendland

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Peter Camenzind (ISBN: 9783518735725)
    Hermann Hesse

    Peter Camenzind

     (98)
    Aktuelle Rezension von: InBetween

    Hermann Hesse vermag es -in meinen Augen- wie kein anderer eine Symbiose aus Sprache und Inhalt zu erschaffen. Jedes Wort, jeder Satz und die ganze Sprache im Allgemeinen fügen sich ineinander als wären die Worte erfunden worden, um in dieser Reihenfolge zu Papier gebracht zu werden. 

    Ich würde mich der Ansicht eines anderen Kommentators anschließen, der behauptet, Peter Camenzind sei nicht Hesses bestes Werk. 

    Aber: Eines seiner schönsten ist es mit Sicherheit.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks