Bücher mit dem Tag "helen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "helen" gekennzeichnet haben.

119 Bücher

  1. Cover des Buches Göttlich 2. Göttlich verloren (ISBN: 9783841501387)
    Josephine Angelini

    Göttlich 2. Göttlich verloren

     (3.070)
    Aktuelle Rezension von: annilittle

    Ich bin froh, dass ich Klappentexte von Folgebänden nie vorher lese, denn dieser hier spoilert das Ende ganz schön…

    Nachdem ich bei Band 1 so einige Startschwierigkeiten hatte, konnte ich hier direkt reinstarten und war von Anfang an wieder total drin. Der Schreibstil ist einfach toll und bietet mir alles, was ich bei Romantasy brauche: Flüssigkeit, Humor, Emotionen und Spannung.

    Mir haben die Weiterentwicklung der Geschichte und Charaktere wirklich sehr gut gefallen. Auch wenn es hier ab und zu etwas ruhiger war und die Geschichte eher nur so „plätscherte“, wurde es gegen Ende hin wieder richtig actionreich. Von daher ist es auch manchmal ganz gut, wenn man so Momente zum Durchatmen und Wiederrunterkommen hat. Ich finde den Titel sehr passend gewählt, da Helen an einigen Stellen mit ihrer Bestimmung bzw. ihrem Schicksal doch sehr hadert und dadurch wirklich verloren ist.

    Es war schön zu sehen, dass sich nicht nur die Charakter weiterentwickelt haben, sondern auch, wie sich die Liebesgeschichten weiterentwickelt haben, tatsächlich ist nicht die Hauptliebesgeschichte meine liebste, sondern die von Claire.

    Zudem tauchen mehrere neue Charaktere auf, besonders Orion steht da im Fokus. Ich mochte ihn eigentlich ganz gerne, muss aber auch zugeben, dass ich ihn lange Zeit nicht so richtig einschätzen konnte. Durch ihn lernt man noch die weiteren Häuser kennen und seine Geschichte ist wie die vieler weiterer Scions wirklich tragisch. Außerdem wurde noch etwas weiter über die Delosgeschichte bekannt, beispielweise, wo die Mutter von Ariadne, Jason und Hector ist und ich mag Matt deutlich mehr. Heißt er Matt? Ähm… Also ich meine den Schulfreund von Helen und Claire, der ihnen und den Delos hilft. Ich bin jetzt gerade unsicher, weil ich ihn mit Matt aus „The Vampire Diaries“ vergleichen wollte. Den mag ich nämlich nicht wirklich und die beiden gehen charakterlich in eine Richtung meiner Meinung nach.

    Glücklicherweise gab es auch nicht das Liebesdreieck, das ich nach dem, was in Band1 passiert ist, vermutet hatte, allerdings fürchte ich, dass das nun in Teil 3 passieren wird, dieser heißt ja auch „Göttlich verliebt“.

    Fazit: Eine wirklich gelungene Fortsetzung, die vor allem durch das Ende Lust auf das Finale der Trilogie macht!

     

    4,5/5

  2. Cover des Buches Göttlich 3. Göttlich verliebt (ISBN: 9783841501394)
    Josephine Angelini

    Göttlich 3. Göttlich verliebt

     (2.741)
    Aktuelle Rezension von: AnotherWorld

    Trotz der großen Enttäuschung des zweiten Bandes habe ich mich an den letzten Teil der Göttlich Trilogie herangewagt. Danke an die Götter das der Abschluss keine Katastrophe geworden ist. Im Gegenteil, ich bin doch positiv überrascht. Es kommt so gut wie keine Langeweile auf, da die Handlung kaum Zeit zum durchatmen lässt. Ein Rückblick in die Vergangenheit ist auch inklusive. Am besten hat mir aber die Interaktionen zwischen den Charakteren gefallen und im Gegensatz zu Band 2 ging es nicht ständig um Helen (also eigentlich schon aber sie war nicht so omnipräsent). Genau das was ich mir schon im ersten Teil gewünscht hatte, das man mehr auf die anderen Protagonisten eingeht, wurde gut umgesetzt. Man hat uns also wenigstens einen kurzen Blick auf die Gefühle, Gedanken, Beziehungen und Vergangenheit der anderen Hauptcharaktere gewährt.

    Letztendlich werden Helen und ich keine Freunde, da konnte auch Göttlich verliebt nichts dran ändern. Aber die Delos Familie, Orion, Hades und Matt habe ich in mein Herz geschlossen und rückblickend war es das durchhalten während des zweiten Bandes wert.

  3. Cover des Buches City of Heavenly Fire (ISBN: 9783401505695)
    Cassandra Clare

    City of Heavenly Fire

     (1.559)
    Aktuelle Rezension von: angeltearz

    Ein Thema, das einerseits sehr schwierig, aber für mich extrem interessant ist. Ich bin kein großer Fan von Geschichte, aber ich sauge trotzdem alles auf was mit der DDR und die Fluchtversuche zu tun hat. Es ist alles so krass und in meinen Augen so unrealistisch, obwohl es alles geschehen ist. Einfach alles ist so unrealistisch im Kopf, aber irgendwie doch immer noch realistisch in der Welt. Ich weiß gerade nicht, wie ich es ausdrücken soll.

    Dieses Buch wird offiziell als Spannungsroman bezeichnet, wobei ich es locker als Thriller einordnen würde. Die ganze Zeit ist eine gewisse Grundspannung da, die selbst einige Thriller nicht haben. Und die passenden Spannungsspitzen sind auch vorhanden.

    Und auch als Erzählung. Die Lebensgeschichte eines jungen Mannes. Ein Mann, der in seinem Leben so verdammt viel durchgemacht hat von dem er nichts wusste. Ein sehr beängstigender Gedanke!

    Der 6. und letzte Band der “Chroniken der Unterwelt”-Reihe. Ich weiß nicht, ob ich froh bin endlich durch zu sein oder traurig. Abgeschlossen habe ich auf jeden Fall lit einem lachenden und einem weinenden Auge. Knapp 900 Seiten hat dieses Taschenbuch. Ein ganz schöner Klops und teilweise echt schwer in den Händen. Aber eine angenehme Schwere, die ich gerne in Kauf nehme. Klar, abschrecken tut die Seitenanzahl schon. Aber wenn man schon die vorherigen Bücher gelesen hat, dann muss man einfach dadurch.

    Ich finde das Ende wirklich sehr gelungen und auch logisch. Es hat die perfekte Länge und wird nicht schnell abgewickelt, wie ich es schon oft gelesen habe. Ich mag einfach die ganze Geschichte. Das Ende ist einfach perfekt.


    Was mich allerdings irritiert hat ist die Nebengeschichte mit den jüngeren Charakteren. Einerseits fand ich sie etwas nervig, weil es auch locker ohne diese gegangen wäre. Andererseits aber auch erfrischend noch neue Charaktere kennen zu lernen. Ich gehe schwer davon aus, dass diese in einer der zahlreichen Zweig-Buchreihen vorkommen werden, die es mittlerweile zu dieser Reihe gibt. Deswegen auch wiederum echt schlau gemacht von der Autorin, dass sie mit diesen Band die Chance nutzt neue Geschichten zu eröffnen. Aber dadurch hatte das Buch schon eine gewisse Längen, die das Lesen schwer gemacht haben. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich hier stellenweise auch Absätze übersprungen habe. Ich wollte einfach wissen, wie es bei Clary und den Anderen weiter geht.


    Ich mag es unheimlich gerne, wie tief die Autorin die Charaktere aufgebaut hat. Das ist wirklich ungewöhnlich und das rechne ich hier ganz hoch an. Was für eine Veränderung die Charaktere mitmachen, obwohl immer wieder erwähnt wird, dass nur wenige Monate vergangen sind. Clary und Jace sind großartige Charaktere. Aber auch den Rest mag ich auch einfach total gerne. Irgendwie werde ich sie schon ein wenig vermissen.


    Wie schon gesagt, mag ich den Schreibstil der Autorin sehr gerne. Und deswegen wird das auch nicht die letzte Buchreihe geben sein, die ich von ihr gelesen hab.


    Dass man diesen Band nicht lesen sollte, wenn man die vorherigen nicht kennt, sollte klar sein. Sie bauen aufeinander auf. Von mir eine dicke Leseempfehlung für die ganze Buchreihe.

    Und jetzt kann ich einfach nur noch begeistert erzählen. Denn der Autor hat, in meinem Augen, ein großartiges Buch gezaubert. Das erste Kapitel hat mich nicht wirklich an sich gefesselt, aber nach und nach hat mich das Buch ins sich gezogen. Hat mich so an sich gefesselt, dass ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen.


    Der Autor erzählt uns die Geschichte von mehreren Charakteren. Die alle zusammengehören und versuchen ihr Leben zu leben. Und dabei springt er in den Zeiten hin und her. Mal in der heutigen Zeit, mal wieder zurück in die 70er und dan auch mal dazwischen. Und dabei bleibt er immer logisch. Das ist ein großes Können vom Autor, dass er hier logisch bleibt und den/die Leser/in nicht verwirrt. Es war einfach nur spannend. Ich habe bis zum Ende mitgeliefert und mitgelitten.

    Das Ende ist einfach großartig und endet praktisch dort, wo es begangen hat. Und dann hat mich das Buch noch mit einem dicken Seufzen zurück gelassen. So ein tolles Happy End.


    Dieses Buch ist einfach richtig toll. Ich möchte das Buch jedem empfehlen, der sich für das Thema interessiert. Ich glaube, das Interesse generell an dem Hintergrund sollte schon vorhanden sein.

  4. Cover des Buches Vampire Academy - Blaues Blut (ISBN: 9783802582028)
    Richelle Mead

    Vampire Academy - Blaues Blut

     (1.275)
    Aktuelle Rezension von: Chrisi3006

    Die nächste Bedrohung steht schon vor der Tür und diesmal ist sie so extrem, das als alles wirklich geschockt sind. Denn nicht nur das königliche Moroi-Familie angegriffen werden, so scheint es auch, dass plötzlich mehrere Storoi zusammenarbeiten und dabei Unterstützung von Menschen bekommen. Das bedeutet, dass die Moroi nicht mal mehr am Tag und mit Wächtern sicher sind. 

    Um die Schüler zu schützen, wurde ihnen untersagt über die Ferien nach Hause zu reisen. Stattdessen reisen Eltern und ihre Wächter an die St. Vladimir Academie um die Feiertage mit ihren Kindern zu verbringen. Auch Rose's Mutter Janine Hathaway gehört zu den anreisenden Wächtern. Um den Schülern und Familien den bestmöglichen Schutz zu bieten, reisen sie geschlossen in eine Berghütte um dort Ski zu fahren und die Ferien zu genießen. 

    Doch als ob das nicht schon genug Stress für Rose bedeutet, taucht auch noch eine andere Frau auf, mit der Dimitri sehr eng und vertraut umgeht. Diese Frau kann ihm alles bieten, was er sich wünscht und Rose ihm eben nicht bieten kann. 

    Um Dimitri aus dem Kopf zu bekommen, wendet sich Rose Mason zu, der schon lange in sie verliebt ist. Doch auch Adrian Ivaskov, ein Adeliger der mit auf die Skihütte gereist ist, zeigt Interesse an Rose. Und schneller als Rose schauen kann, ist das Eifersuchtsdrama begonnen und sie mittendrin. 

    Und wäre das nicht schon genug Stress, machen sich ein paar ungeduldige Halbstarke auf die Suche nach Strigoi und natürlich muss das nach hinten losgehen. 

    Das Ende hat mich überrascht und ich habe nicht damit gerechnet was dieser Ausflug für Folgen haben wird. Jetzt bin ich auf Band 03 gespannt, denn Rose ist ein Stück erwachsener geworden und ich bin neugierig darauf, wie es mit den Strigoi und ihrem veränderten Verhalten weiter geht.

  5. Cover des Buches Die Nightingale-Schwestern (ISBN: 9783404172603)
    Donna Douglas

    Die Nightingale-Schwestern

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Franzelin

    Ich bin etwas zwiegespalten zu diesem Buch. Einerseits ist es eine tolle Geschochte über Freundschaft, liebe und das Leben einer Krankenschwester zu früheren Zeiten. Dabei geht das ganze über verschiedene Gesellschaftsklassen.

    Die Idee ist also schon mal sehr nett und auch spannend. Leider wird es nicht so spannend rübergebracht. Der Erzählstil ist auch gut - nur gibt es viele Lücken und Zeitsprünge, die den Roman etwas oberflächlich machen. In vielen Momenten hätte man meiner Meinung nach tiefer und ausführlicher berichten können. Das hat mir das Lesevergnügen etwas geschmälert.

    Insbesondere scheint mir diese Fehlende Tiefe durch die wechselnden Perspektiven erklärbar zu sein. Es wird aus der Sicht verschiedener Schwestern berichtet. Aber bede erlebt etwas ganz anderes als die anderen - also bleibt es für mich eher zusammenhangslos.

    Trotzdem fi.de ich die Idee gut und die Schwestern sympathisch. Auch wenn es nicht soo spannend ist und eher oberflächlich bleibt, werde ich dem zweiten Teil eine Chance geben, und hoffen, dass er etwas mehr in die Tiefe geht.

  6. Cover des Buches Dieser eine Augenblick (ISBN: 9783431041323)
    Renée Carlino

    Dieser eine Augenblick

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Cexlxina

    𝐼𝓃 𝒹𝑒𝓇 𝐿𝒾𝑒𝒷𝑒 𝓏𝒶̈𝒽𝓁𝓉 𝒿𝑒𝒹𝑒𝓇 𝑀𝑜𝓂𝑒𝓃𝓉 


    Dieses Buch ist so viel mehr als der Klappentext verspricht...ich bin sehr sensibel und diese Geschichte ist sowas von zum weinen.


    Aber das Ende hat mich wieder glücklich gemacht es hat mich ein bisschen getröstet.


    Es ist überwältigend dieses Buch...voll mit Gefühlen bis zum Schluss.


    Es gab aber auch Momente die ich nicht ganz gemocht habe. Die Protagonisten war nicht so ganz einzuordnen ich bin nicht ganz klar mit ihr gewesen 

  7. Cover des Buches Göttlich 1. Göttlich verdammt (ISBN: 9783791526256)
    Josephine Angelini

    Göttlich 1. Göttlich verdammt

     (4.576)
    Aktuelle Rezension von: Leynarii

    Allgemein fand ich das Buch weder schlecht noch gut. Ich weiß nicht ob ich geliebt hätte, hätte ich es gelesen als ich noch jünger war, aber jetzt hätte ich es mir eigentlich irgendwie auch sparen können. Aber ich wollte die Büchher endlich vom SUB bekommen.

    Ich fand das Setting ansich ganz cool und ich liebe ja eigentlich die griechische Mythologie, aber irgendwie konnte mich das hier nicht so richtig abholen. Ich fand irgendwie es war alles sehr vorhersehbar und clichébehafted. Natürlich hat die Protagonistin die stärksten Kräfte aber ist trotzdem auf die Hilfe von allen anderen angewiesen und generell fand ich sie irgendwie anstrengend. Ich bin mal gespannt ob die nächsten Teile besser werden.

  8. Cover des Buches Showdown im Zombieland (ISBN: 9783956492037)
    Gena Showalter

    Showdown im Zombieland

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Shari_Warii_bookaholic_

    Meinung:  Und auch der dritte Teil der Reihe ist einfach atemberaubend. Ich lese diese Reihe gerade zum zweiten Mal und es ist einfach unglaublich wieder in diese Welt eintauchen zu können und alles noch einmal zu erleben. Obwohl ich mich noch an einige Dinge gut erinnern konnte, hat es mich trotzdem umgehauen und meine Gefühle zum explodieren gebracht.

    Der Schreibstil von Gena Showalter ist sehr erfrischend und voller Humor, ebenso aber schafft sie es jede Emotionen einem so nahe zu bringen, dass man an manchen Stellen einfach so viel Leiden muss.  

    Was soll ich denn noch zu dieser Reihe sagen, ich liebe liebe liebe sie und das wird sie glaube ich auch niemals ändern. Diese Reihe gehört zu meinen all-time favorites und ich wünsche mir, dass alle Menschen in diese Welt eintauchen und sich auf diese wunderbare Geschichte einlassen.

    Die Charaktere werden zu einer Familie, welche einen so tiefen Platz im Herzen ergattern, dass es kein Zurück mehr gibt. Die ganze Handlung ist voller Spannung, Nervenkitzel, Gefühlsausbrüchen und Wendungen, dass man kaum verschnaufen kann. Man muss es einfach erlebt haben.

    Folge dem weißen Kaninchen…. oder vielleicht doch nicht, außer du bist bereit gegen die Zombies anzutreten. Ich habe mir meine Axt geschnappt und widme mich bald dem vorletzten Teil dieser Reihe. Das der vierte Teil nur der Vorletzte ist hab ich nicht gewusst, denn es gibt noch einen Teil, welcher aber nur auf Englisch und nur als Ebook erschiene ist und auf diesen Freue ich mich schon sehr.

    Fazit:  5 Sterne und eine wichtige Meldung… LEST ENDLICH ALLE ALICE IM ZOMBIELAND!!!! Da gibt es Ali, tolle beste Freundinnen, heiße Typen, Zombiejäger, Verschwörungen, Liebe, Verzweiflung, Kämpfe und Mega miese Wendungen.

  9. Cover des Buches Darkmere Summer (ISBN: 9783551520821)
    Helen Maslin

    Darkmere Summer

     (114)
    Aktuelle Rezension von: Phoenicrux
    Erster Eindruck zum Buch:
    Das Cover ist geheimnisvoll, man erkennt vieles nur sehr vage, allein das Mädchen und die Mauern erkennt man genau. Die Ranken und die Schrift schimmern matt. Es fängt leicht und langsam an, sodass man nicht mitten ins Geschehen geworfen wird.

    Protagonisten:
    Kate will auf der einen Seite dazugehören, aber auf der anderen will sie sich nicht anpassen. Für mich war das eine interessante Mischung zu Beginn. Sie versteckt sich hinter der Art wie sie sich kleidet und scheint eine sehr unsichere Person zu sein.
    Leo ist mir ein Rätsel, seine Art war nicht so mein Geschmack. Für mich war er zu aufmerksamkeitsheischend, was auf Dauer echt anstrengend wirkt.
    Elinor ist niemand der leicht auffällt, stets darum bemüht die große Liebe zu finden und sich nicht vorschnell anzupassen. Sie ist ihrer Zeit angemessen sehr schüchtern, kann aber auch den Wildfang heraushängen lassen.

    Meine Meinung:
    Gegenwart und Vergangenheit fließen zu einer Geschichte zusammen. Man möchte zwar wissen wie es endet, aber den Drang es so schnell wie möglich herauszufinden hatte ich nicht. Ich habe es mir einfach interessanter vorgestellt. Ob meine Erwartungen zu hoch waren kann ich im Nachhinein nicht sagen, denn ich dachte mich erwartet eine Geschichte voller Geheimnisse, das ich mich so täuschen würde, hätte ich nicht gedacht. Die Schauplätze waren toll und gut beschrieben, aber das wars auch schon, der Rest war nur noch okay und nett.
  10. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257261349)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

     (5.707)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Klose

    Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. Es hat mich einfach nicht mehr losgelassen und mich an den Inhalt gebunden. 

    Die Geschichte ist wunderschön geschrieben, der Schreibstil führt leicht durch den Inhalt hindurch und packt einen in den überraschendsten Momenten. Die beiden Protagonisten sind tiefgründig charakterisiert und überraschen einen immer wieder aufs Neue. 

    Generell ist es ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann, da es relativ kurze Kapitel hat und man auch sofort wieder in der Geschichte drin ist. 

    Die Gesellschaftskritik, die in dem Buch geübt wird, ist wichtig und wird trotzdem ohne den mahnenden Zeigefinger herübergebracht. So wird das Buch angenehmer beim Lesen, auch wenn es um wichtige Themen geht. 

  11. Cover des Buches Die Nightingale-Schwestern: Sturm der Gefühle (ISBN: 9783404174188)
    Donna Douglas

    Die Nightingale-Schwestern: Sturm der Gefühle

     (78)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    Heute habe ich den dritten Teil der Serie über die Nightingale-Schwestern beendet. Ich mage solche Herz-Schmerz-Geschichten vor einem historischen Hintergrund.
    Dieser Teil spiel 1936 und die erste der Freundinnen, Helen macht ihre Abschlussprüfung. Es wird neben der Ausbildung auch der Alltag im Krankenhaus beschrieben.
    Außerdem wird ein kleiner Einblick in die Geschichte gegeben, denn auch in London haben sich Faschisten zusammen gerottet und machen den Juden das Leben schwer.
    Das Buch ist wieder sehr toll zu lesen, ich habe es wieder regelrecht verschlungen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!

  12. Cover des Buches Silberlicht (ISBN: 9783426504352)
    Laura Whitcomb

    Silberlicht

     (619)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Ich habe das Buch schon vor vielen Jahren gelesen und obwohl ich keine Rezension dazu habe (oder ich finde sie nicht mehr, aber ich war mir relativ sicher, den Eindruck davon schon einmal irgendwo aufzuschreiben), so weiss ich noch ziemlich genau, was meine Meinung und meine Kritikpunkte dazu waren, weshalb ich es noch einmal grob zusammenfassen möchte.


    Das Buch hatte ich damals in der Mängelexemplarecke entdeckt und ich war sofort vom Cover gefangen und auch der Klappentext mit der Geisteridee klang nicht schlecht. Es klang nach einer interessanten Liebesgeschichte.


    Leider war sie das dann aber nicht wirklich. Das Buch wirkte an vielen Stellen oberflächlich. Sie hätte als Muse eine interessante Rolle einnehmen können, was nicht der Fall war.


    Was mir aber am meisten, auch bis heute noch, im Kopf geblieben war, war das eher kindische Verhalten der Charaktere. Rede ist zwar im Klappentext von einem 17-jährigen, aber Helen selbst war glaube ich sogar 27, als sie starb, wenn ich das noch recht im Kopf habe. So oder so, Helen hat mit ihrem Geisterleben noch weitere hundert Jahre auf dem Buckel, die sie ja auch bewusst wahrnahm und in denen sie neues lernte. Egal wie alt sie nun war bei ihrem Tod, man sollte nach so langer Zeit eine gewisse Reife haben, die sie aber einfach einmal zum Fenster hinausschmeisst für die Liebe.


    Ich weiss noch, dass mich das Ende ziemlich enttäuscht zurückgelassen hat und ich überhaupt nicht überzeugt war von den Charakteren. Es ist mir so sehr geblieben, dass ich doch leider sagen muss, dass das Buch wohl wirklich nicht so gut war, wenn es so einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, weshalb ich auch leider nur zwei Sterne vergeben kann.


  13. Cover des Buches Die Radleys (ISBN: 9783499255274)
    Matt Haig

    Die Radleys

     (279)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest

    Gestatten: die Radleys. Eine ganz normale Familie …

    Bishopthorpe, ein kleines Städtchen im Herzen Englands: Hier leben die Radleys. Vater Peter ist Arzt, Mutter Helen mit Leib und Seele Hausfrau und engagiertes Lesezirkel-Mitglied. Ihre Kinder Rowan und Clara besuchen das örtliche College.

    Eine Bilderbuchfamilie, geachtet bei Nachbarn und Freunden. Doch warum muss Rowan selbst im Winter Sonnenschutzfaktor 60 auflegen? Warum ist Clara Veganerin und hat dennoch nicht das Gefühl, sich gesund zu ernähren? Warum schmilzt der treue Ehemann Peter beim Anblick fremder weiblicher Nacken dahin? Warum verstummen alle Vögel, sobald ein Radley vor die Tür tritt?

    "Die Radleys" von Matt Haig konnte mich leider so gar nicht begeistern. Die Heimlichtuerei der Eltern hat mich gewaltig genervt. Wieso erzählt man den Kindern nicht, dass alle aus der Familie Vampire sind und weiht diese ein, was mit ihnen in der nahen Zukunft passiert?
    Der Schreibstil war dennoch flüssig zu lesen, aber trotzdem konnte mich diese Vampirgeschichte nicht begeistern. Leider mein zweites Buch von Matt Haig, das mich nicht begeistern konnte.

  14. Cover des Buches Eragon - Der Auftrag des Ältesten (ISBN: 9783734162145)
    Christopher Paolini

    Eragon - Der Auftrag des Ältesten

     (2.885)
    Aktuelle Rezension von: MichelleStorytelling

    Rezension

    In diesem Buch wird die spannende Geschichte von Eragon und Saphira weitergeführt. Gemeinsam mit Orik und Arya machen die beiden sich auf nach Ellesméra, wo Eragons Ausbildung als Drachenreiter weitergeführt werden soll. In der Heimat der Elfen werden so manche Geheimnisse über die Drachen und ihre Reiter aufgedeckt und Eragon muss sich ein weiteres Mal darüber bewusst werden, dass er mit seinen Fähigkeiten vorsichtig umgehen muss. Doch nicht nur er und Saphira haben eine aufregende Reise vor sich. Denn auch Roran, der weiterhin in Carvahall lebt, hat einiges durchzumachen. Er muss sich gegen Männer des Imperiums auflehnen, die sowohl ihn als auch die Bewohner seiner Stadt bedrohen. Die Geschichten der beiden Cousins nimmt ihren Lauf und es kommt zu einigen Vorkommnissen, die vermutlich weder Eragon noch Roran haben kommen sehen. Der ältere der beiden, Roran, ist zwiegespalten, als er eines Tages die Wahrheit über Eragon erfahren muss – denn dieser hatte damals mit Saphira flüchten müssen und somit nie die Gelegenheit gehabt, alles persönlich zu erzählen. Aber Roran ist nicht der Einzige, der etwas erfährt, dass seine bisherige Welt vollkommen auf den Kopf stellt – Eragon erfährt endlich, wer seine leiblichen Eltern sind! Aber ob das etwas Gutes oder Schlechtes ist, bleibt noch abzuwarten…


    Über diese Figuren möchte ich etwas sagen

    Eragon und Saphira – die beiden haben im Vergleich zum ersten Band eine wahnsinnige Verwandlung durchgemacht. Beide sind in ihrem Handeln sehr viel bedachter geworden, weil sie einfach so viel dazugelernt haben, was ich toll finde. Während Eragon ja doch sehr draufgängerisch und Saphira eher noch verspielter und aufgeweckter war, sind sie in diesem Band deutlich ernster und auch vorsichtiger. Mir gefällt vor allem, dass sie beide ähnliche Dinge in Bezug auf Herzschmerz und sonstigen Erfahrungen durchmachen, weil es sie nochmal etwas mehr zusammengeschweißt hat.

    Roran – ich muss sagen, dass ich wirklich sehr positiv von Roran überrascht war. Nach dem, was man im ersten Band über ihn erfahren hat, habe ich tatsächlich nicht damit gerechnet, dass er in diesem Teil solche Leistungen bringt. Alleine, wie er sich für die Bewohner aus Carvahall eingesetzt hat und dass er niemanden von ihnen im Stich gelassen hat – immerhin hätte er einfach gehen können, als Galbatorix‘ Männer aufgetaucht sind, um seine eigene Haut zu retten. Außerdem finde ich die Geschichte zwischen ihm und Eragon sehr spannend und ich will unbedingt wissen, wie ihre Reise in den nächsten beiden Bänden weitergeht.


    Das ist mein persönliches Lieblingszitat

    Trotz der vielen schweren Momente während seines Aufenthalts in Ellesméra würde Eragon das Leben unter den Elfen vermissen, denn bei ihnen hatte er zum ersten Mal nach seiner Flucht aus dem Palancar-Tal so etwas wie eine Heimat gefunden.“ – Der Auftrag des Ältesten, Seite 653


    Habt ihr Der Auftrag des Ältesten bereits gelesen?

    Wenn ja, was haltet ihr von der Geschichte und den Charakteren?

    Wenn nicht, ist es schon auf eurer Lese-Liste?


    Bis bald!

    Michelle :)

  15. Cover des Buches Dance of Shadows - Tanz der Dämonen (ISBN: 9783760799148)
    Yelena Black

    Dance of Shadows - Tanz der Dämonen

     (223)
    Aktuelle Rezension von: Vani_Schneider
    Also ich habe angefangen das Buch zu lesen, weil die Hauptfigur genauso heißt wie ich. Ich konnte dem Buch einfach nicht widerstehen, vor allem als ich mitbekommen habe, dass es auch noch ums Tanzen geht... Auch wenn Ballett nicht meine bevorzugte Tanzart ist. Aber zurück zum Buch :)

    In Gewisser weiße, war das Buch schon gut und spannend. Ich habe leider viele Ballett-Begriffe nicht verstanden, weshalb ich oft etwas verwirrt war. Auch fand ich das Buch in Sachen Liebesdingen sehr offensichtlich. Niemals sind Jungs so perfekt und haben nichts zu verbergen!

    Was ich gut fand, war das trotzdem Spannung aufgebaut wurde und ich irgendwie nicht aufhören konnte das Buch zu lesen.

    Es ist jetzt nicht das beste Buch der Welt, aber ein netter Zeitvertreib für Zwischendurch.

    Leider wurde der 2. Teil nicht ins Deutsche übersetzt, hätte dem Buch gerne noch eine Chance gegeben...
  16. Cover des Buches Lord of Shadows (The Dark Artifices) (ISBN: 9781471116650)
    Cassandra Clare

    Lord of Shadows (The Dark Artifices)

     (55)
    Aktuelle Rezension von: sasa_moon

    Nachdem mich Lady Midnight wirklich restlos begeistern konnte, musste ich gleich danach zu "Lord of Shadows" greifen. Auch wenn er in meinen Augen etwas schwächer, als der Vorgänger war, konnte mich dieser Teil erneut sehr gut unterhalten.

    Der Schreibstil ist erneut genial und passt perfekt zu der actiongeladenen Geschichte. Mehr werde ich dazu nicht sagen, ich würde mich nur wiederholen.

    Auch die Handlung war diesmal wieder sehr gelungen: die Beziehung zwischen Emma und Julian wird ihnen immer mehr zum Verhängnis und sie können nun nicht mehr ihre Gefühle zueinander verbergen. Doch das bleibt nicht ihr einziges Problem und so kommt es, dass sie zu den Feenwesen aufbrechen müssen - um einen möglichen Krieg zu verhindern. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber es lohnt sich!

    Ebenfalls konnten mich auch die Charaktere in diesem Band wieder begeistern. Besonders Livvy, Ty und Kit mochte ich als Trio unheimlich gerne. Kit lernten wir erst ziemlich am Ende des 1. Bandes kennen, doch ihn konnte ich schnell ins Herz schließen. Auch mit Mark freundete ich mich endlich mehr an, als im Band zuvor. Konnte ich ihn damals noch nicht so richtig einschätzen, zählt er nun mit zu meinen Lieblingen. Emma, Julian, Cristina, Diana und Dru waren auch wieder dabei und über sie habe ich ebenfalls sehr gerne gelesen. Einzig Kieran ist mir noch sehr widersprüchlich, aber das macht ihn gleichzeitig so interessant - mal schauen, wie er sich noch weiterentwickeln wird.

    Letztendlich habe ich nicht viel zu bemängeln, nur entstanden in diesem Band einige Längen, die meinen Lesefluss etwas gestört haben. Er ließ sich insgesamt nicht so flüssig lesen, wie "Lady Midnight", dafür hat er mich mehr berührt, besonders was das Ende anging. (Es hat mich immer noch nicht ganz losgelassen)

    Trotz kleinerer Kritikpunkte spreche ich eine Leseempfehlung aus und vergebe gute 4/5 Sternen!

  17. Cover des Buches HELIX - Sie werden uns ersetzen (ISBN: 9783734105579)
    Marc Elsberg

    HELIX - Sie werden uns ersetzen

     (376)
    Aktuelle Rezension von: Read1ngl0ver

    Handlung:

    Der amerikanische Außenminister erleidet auf der Münchner Sicherheitskonferenz einen Herzinfarkt. Dahinter verbirgt sich ein gezielter Anschlag, der eigentlich noch gar nicht möglich sein dürfte. Zeitgleich werden Entdeckungen von besonderen Ziegen, Mais-und Baumwollpflanzen auf der ganzen Welt. Was sie verbindet? Ihre Resistenz gegen artbekannte Krankheiten. Derweil wünschen sich Helen und Greg Nachwuchs mittels künstlicher Befruchtung und bekommen einen besonderes Angebot. Alle Wege führen nach New Garden. Doch auf was die Ermittler dort stoßen, ist unfassbar. 


    Charaktere

    Es gibt die karrieregetrieben Mutter Jessica, die immer im Zwiespalt zwischen der Familie und der Rettung der Bevölkerung steht. Wobei hier immer wieder die Gewissensbisse aufgezeigt werden, nicht jedoch in die Tiefe gegangen wird. Das ist für die Handlung aber auch nicht relevant. 

    Eugene ein 10-jähriger mit mehr Wissen als seine Erschaffer. Sehr überheblich, arrogant, von sich selbst überzeugt und extrem manipulativ. An diesem Beispiel wird sehr gut dargestellt, dass eine Genmanipulation nicht nur positive Ergebniss mit sich bringt. Es ist immer wieder die Rede von "Killermaschinen", was den Nagel auf den Kopf trifft. 

    Helen und Greg spiegeln die höhere Mittelschicht wieder, die in den Kreisen der Oberschicht mitspielen will, man könnte sagen egal, um welchen Preis. Deutlich wird der Gedanke herausgestellt, dass man nur das Beste für das eigene Kind will. Doch weiß man bevor man es selbst kennt, was das Beste wäre und sind es "nur" physische Eigenschaften? Es wird klar aufgezeigt, dass es eben um viel mehr geht. Darum, welche Charaktereigenschaften jemand mitbringt und vor allem wird auch deutlich, dass man heute nicht weiß, was in 5 oder 10 Jahren wichtig ist. 

    Dann gibt es noch die Mitarbeiter von Santira, die allesamt dafür stehen, wofür viele Firmen stehen: Umsätze und Konkurrenzkampf. Immer mehr und Hauptsache das eigene Feld gräbt niemand anderes ab -und dann womöglich noch für weniger Geld oder gar kostenlos. 

    Zuletzt noch Jill, die für eine moderne neue Welt steht. Aber die auch hier in keinerlei die heutige Welt respektiert und sich ebenfalls für deutlich privilegierter hält. 


    Story

    Die Story hat durchweg einen hohen Spannungsbogen, dieser wird aber noch regelmäßig von Höhepunkten getoppt. 

    Durch die kurzen Kapitel und die Durchmischung der einzelnen Handlungsstränge ist der Leser dazu geneigt, das Buch nicht wegzulegen, sondern zügig durchzulesen.

    Der wissenschaftliche Aspekt wird sehr anschaulich beschrieben, sodass man auch als Nicht-Crack alles verstehen kann. 

    Die Story an sich zeigt viele Missstände in der heutigen Welt auf, was sich schon deutlich bei der Vielzahl der Charaktere  zeigt und wofür sie stehen.

    Einerseits ist das große Thema der Genmanipulation in viele Facetten dargestellt. Was damit Gutes, aber auch Unberechenbares geschaffen werden kann.

    Desweiteren werden hier Tricks aufgezeigt, die die Reichen noch reicher machen und die Armen dabei noch ausnehmen bzw. in die Abhängigkeit treiben. Ein Geschäftsmodell  welches sich viele zwielichtige Firmen zu nutzen machen.

    Andererseits ist aber auch deutlich der heutige Stand der Wissenschaft herausgearbeitet, sowie die Zwiegespaltene Meknung der Bevölkerung und wohl jeder Ethikkomission 


    Fazit

    Durch die viele beinhalteten Facetten bezüglich der heutigen Gesellschaft und der womöglich Morgigen, trifft das Buch einige unterschiedliche Nerven. Genforschung, das Streben nach immer mehr und die Rolle der Regierungen, sowie deren Macht und Skrupellosigkeit, aber auch die Position der heutigen Bevölkerung zu dem umstrittenen Thema der Genforschung wird deutlich herausgearbeitet.

    Ein absolutes Muss, wer auf Thriller steht, gern mal ein Blick in die Zukunft  wirft und der Wissenschaft nicht abgeneigt ist.

  18. Cover des Buches Im Land der weißen Wolke (ISBN: 9783404270019)
    Sarah Lark

    Im Land der weißen Wolke

     (462)
    Aktuelle Rezension von: LenaSilbernagl
    Darum geht's:
    London, 1852: Zwei junge Frauen treten die Reise nach Neuseeland an. Es ist der Aufbruch in ein neues Leben - als künftige Ehefrauen von Männern, die sie kaum kennen. Die adlige Gwyneira ist dem Sohn eines reichen "Schafbarons" versprochen, und die junge Gouvernante Helen wurde als Ehefrau für einen Farmer angeworben. Ihr Schicksal soll sich erfüllen in einem Land, das man ihnen als Paradies geschildert hat. Werden sie das Glück und die Liebe am anderen Ende der Welt finden? Ein fesselnder Schmöker über Liebe und Hass, Vertrauen und Feindschaft und zwei Familien, deren Schicksal untrennbar miteinander verknüpft ist.

    Das Buch:
    Eigentlich war ich nie der Mensch, der ein Buch von Sarah Lark lesen wollte. Obwohl ich historische Romane liebe und auch Liebesgeschichten mich begeistern können. Und obwohl die Bezeichnung Familien-Epos mich oft ködern kann, so waren die Bücher dieser Autorin für mich eher etwas, dass ich für mich abgeschrieben hatte.
    Doch nun habe ich den ersten Teil der Weißen-Wolke-Saga gelesen und das Buch konnte mich eindeutig überzeugen. 
    Beginnen wir mit dem Setting. London 1852 klingt schon mal ganz spannend. Die Kulisse wird eindrucksvoll geschildert auch die beiden weiblichen Protagonistinnen werden zum ersten Mal eingeführt. Beide sind mir von Anfang an sympathisch gewesen und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn Heiratsumstände heute ganz anders sind konnte ich doch nachvollziehen, warum Helen die Heiratsannonce anziehend fand.
    Ich kann nicht bestätigen oder widerlegen, ob die historische Wirklichkeit im damaligen London wirklich so war, wie es in diesem Buch beschrieben wurde, aber ich konnte es mir gut vorstellen. 
    Die kleinen Details haben mir das gut möglich gemacht. Und selbst wenn die Tatsachen nicht so stimmen würden, täte dies dem Buch dennoch keinen Schaden. Denn es ist so spannend geschrieben, dass man schon nach nur wenigen Seiten mehr erfahren möchte.
    Die beiden weiblichen Protas waren für mich eindeutig in diese Zeit geschrieben und so konnte es auch passieren, dass die beiden erst nach Neuseeland reisen mussten. Würde das Buch in der heutigen Zeit spielen, wären die Beweggründe nicht vorhanden oder vollkommen anders. 
    So sind es jedoch die Umstände, die die beiden Protas in eine neue Welt schicken. Und gemeinsam mit den beiden erkundet auch der Lese das unbekannte Land.
    Die Überfahrt wird genauso spannend gestaltet wie alles andere davor auch, doch der interessanteste Teil folgt eindeutig danach. 
    Denn nicht nur für Helen und Gwyneira war dieses Land neu, sondern auch für mich. 
    Dabei wird auch diese Kulisse so eindrucksvoll beschrieben, dass ich mir genau vorstellen konnte, wo die beiden gelandet sind. Ich konnte mir sowohl das Land, als auch die Berge und Seen gut vorstellen.
    Bis hierher weiß der Leser noch nicht, wie sich die beiden Männer gestalten werden, die Helen und Gwyneira heiraten sollen. Das bleibt zunächst ein Geheimnis, welches es noch spannender macht weiterzulesen. 
    Im Laufe des Romans wird diese Geheimnis jedoch geklärt und es stellt sich heraus, dass die beiden Frauen und ihre Schicksale miteinander verknüpft sind. Im weiteren Verlauf müssen die Beiden viele Hürden überstehen, erleben jedoch auch schöne Situationen. Obwohl das Buch mehr als 800 Seiten hat, wurde mir beim Lesen nie langweilig und ich wartet gespannt darauf, was als nächstes kommen möge. Und obwohl irgendwann der Alltag ins Leben der beiden Protas einzieht, so wird das Lesevergnügen doch nie gemindert. Denn immer wieder werden interessante Passagen über das Land, das Leben dort oder die Fauna und Flora eingebunden, die eindeutig darauf schließen lassen, dass die Autorin dieses Land wirklich gut kennt.
    Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, als würde ich in die Welt hineingezogen. Dabei gab es für mich viele liebenswerte, aber auch einige hassenswerte Figuren. Und obwohl das Buch mit einem kleineren Cliffhanger endet kann man das verzeihen, denn der nächste Band wartet schon auf einen ;)
  19. Cover des Buches Mein ist die Rache (ISBN: 9783442478248)
    Elizabeth George

    Mein ist die Rache

     (317)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Es sollte ein wunderbares Wochenende auf Lynleys Anwesen werden, an dem er im Kreise von Familie und Freunden seine Verlobung mit der Fotografin Deborah feiern wollte. Stattdessen muss sich Inspector Lynley um den grausamen Mord eines Journalisten kümmern, für den er zwar eigentlich nicht zuständig ist, aber der tief in die privaten Verhältnisse des Inspectors eingreift. Seine Gäste, sogar sein Bruder, stehen unter Verdacht. Es geschehen noch zwei weitere Morde und Lynley steht immer mehr unter Druck.

    Ich war sehr neugierig auf die Inspector Lynley-Reihe von der ich so viel Gutes gehört hatte. Umso enttäuschter war ich als ich einfach nicht mit der Geschichte warm werden konnte. Alles blieb mir fremd: der Schauplatz, die Charaktere, die Atmosphäre. Vielleicht hat mich das Buch in der falschen Lesestimmung erwischt, aber ich kam einfach nicht rein.

    Das Buch ist gut geschrieben, spannend konzipiert und weist ein ausgezeichnetes Verwirrspiel auf, aber der erste Band war trotzdem nicht mein Fall. Da mir der Inspector dessen ungeachtet sehr sympathisch war, werde ich es noch mal mit einem weiteren Buch der Reihe versuchen. Ich weiß wirklich nicht, woran ich hier gescheitert bin.

  20. Cover des Buches D.I. Grace: Einer lebt, einer stirbt (ISBN: 9783499272042)
    Matthew J. Arlidge

    D.I. Grace: Einer lebt, einer stirbt

     (377)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, denn ich fand es super spannend. Die Grundidee war sehr interessant zwei Menschen in eine Situation zu versetzen wo beide sterben oder einer den anderen umbringt. Hierbei ist die Konstellation nicht nur Pärchen sondern alle möglichen Arten von Beziehungen. Es gibt natürlich Pärchen, aber auch Geschwister, Arbeitskollegen, Verwandte usw.


    Was mir auch sehr gut gefallen hat, dass auch weiter aus dem Leben der Überlebenden erzählt wurde, auch wenn diese die Entführung überlebt haben. Es wird beleuchtet, dass überleben nicht automatisch "überleben" heißt. Das Trauma sitzt ist schwer, die Schuldgefühle sitzen tief (auch wenn sie vom Verbrechen frei gesprochen wurden), die Figuren trauern um den verlorenen Menschen und kämpfen hart um ins Leben zurück zu schaffen. Eben dieses Leben hat sich für immer verändert und wird nie mehr so sein wie vorher. Das gilt auch für die Angehörigen. Und nicht jeder Überlebende wird leben sondern den Weg des Opfers geht.


    Das Einzige was mich etwas gestört habe war die Art und Weise wie die Ermittlerin teilweise agiert. Diese unrealistischen Alleingänge und nie weiß jemand wo sie ist und was sie macht. 


    Fazit: Absolute Leseempfehlung weil es nicht nur super spannend ist und man richtig mit fiebert, sondern weil auch die Psyche der Opfer und das danach ebenfalls beleuchtet wird.

  21. Cover des Buches 84, Charing Cross Road (ISBN: 9783455650747)
    Helene Hanff

    84, Charing Cross Road

     (297)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Es beginnt als Geschäftskorrespondenz, als die New Yorkerin Helene Hanff an das Londoner Antiquariat Marks & Co. schreibt und sich Ausgaben von seltenen Büchern erfragt. Nach und nach entwickelt sich ein reger Briefwechsel mit Frank Doel, einem der Mitarbeiter und nach und nach auch mit anderen Mitarbeitern und Franks Frau.

    Das Buch liest sich toll, auch weil ich sagen muss, dass ich diese „Briefform-Bücher“ mag. Man kann immer mal wieder schnell einen der Briefe lesen und aus den Antworten erkennen, ob Helenes Wünsche erfüllt werden konnten.

    Ganz nebenbei erfährt man auch noch vieles aus der Nachkriegszeit sowohl auf amerikanischer als auch auf englischer Seite. So ist Helene ganz empört über die Rationalisierungen in England, weshalb sie ihren neuen Freunden gerne kleine Lebensmittelpakete zukommen lässt, die diese mit Freude annehmen.

    Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn ich mit den Büchern, die Helene sich wünschte (und auch vielen ihren Abhandlungen über deren Inhalt) nicht viel anfangen konnte. Doch die Herzlichkeit und auch das Freche in den Briefen aus Amerika haben mich zum Schmunzeln gebracht.

  22. Cover des Buches Die Nightingale Schwestern: Ein Geschenk der Hoffnung (ISBN: 9783404175055)
    Donna Douglas

    Die Nightingale Schwestern: Ein Geschenk der Hoffnung

     (47)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    Auch der 5. Teil der Nightingale Schwester hat mich überzeugt. Die ganze Serie gibt einen schönen Einblick in die Krankpflege, in diesem Buch in den Jahren 1938 und 1939. Die menschlichen Geschichten mit viel Liebe stehen allerdings im Vordergrund.

    Alle Figuren sind wunderbar beschrieben und die Geschichten gefallen mir sehr gut.

    Was mir besonders gut gefällt, dass in jeden Buch anderen Figuren im Vordergrund stehen, aber die anderen auch immer wieder auftauchen.

    Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

  23. Cover des Buches Wie zwei Inseln im Meer (ISBN: 9783959670364)
    Susan Mallery

    Wie zwei Inseln im Meer

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Yuria

    "Wie zwei Inseln im Meer" ist der erste von bisher vier Bänden der "Blackberry Island"-Reihe von der amerikanischen Autorin Susan Mallery. Dies ist mein erstes gelesenes Buch der Autorin und ich war zu Beginn sehr gefesselt von der Geschichte, dies nahm aber ab der Hälfte des Buches immer mehr ab weil die Story immer kitschiger und realitätsfremder wurde.

    Inhalt: Als Michelle nach einer schweren Verletzung bei der Army nach Hause ins Blackberry Inn zurückkehrt, trifft sie nach sehr langer Zeit wieder auf Carly. Carly, ihre ehemals beste Freundin, wegen der sie ihre Heimat fluchtartig verlassen hat. Leider muss sie feststellen, dass die Zukunft ihres geliebten Zuhauses kurz vor dem Ruin steht und sie muss sich mit der verhassten Carly zusammen tun um das Blackberry Inn zu retten. Doch ist dies bei solch tiefen Wunden überhaupt möglich?

    Cover und Design: Ich habe die E-Book-Version gelesen und das Cover finde ich für diesen Frauen-Roman sehr ansprechend. Es versprüht lockerleichte Sommer-Gefühle, der perfekte Roman für den Urlaub am Strand. Ganz so locker war die Geschichte zwar nicht, weil sie doch auch ernste Themen behandelte, dennoch finde ich das Cover mit seinen marinen Stil sehr ansprechend für Blackberry Island.

    Meine Meinung: Bei "Wie zwei Inseln im Meer" handelt es sich um einen typischen Frauenroman mit Frauenfreundschaften, Liebe und verbitterten Vergangenheiten. Es beginnt mit sehr viel Potential, das von der Autorin aber in meinen Augen weggeworfen wurde. Es hatte so viele gute Ansätze und zu Beginn war ich wirklich gefesselt. Leider ließ dies aber ab der Hälfte immer mehr nach und es wurde immer kitschiger und realitätsfremder. Die Autorin hat die Geschichte sehr geheimnisvoll gestaltet, in der immer wieder kleine Offenbarungen aus der Vergangenheit preisgegeben wurden. Als Leser:in macht man sich ein Bild von den Charakteren, durch die kleinen Offenbarungen wird dieses Bild aber ständig hin und her geworfen, so dass man schlussendlich gar nicht mehr weiß was man denken soll. Ich mag Überraschungen und Geheimnisse in Romanen, jedoch kam mir in dieser Geschichte sehr viel zu gewollt vor. Viele der Offenbarungen wurden plötzlich in die Geschichte geworfen, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat und auch nicht wirklich ins Bild passen wollten. Einige Überraschungen waren gut, insgesamt waren es dann aber zu viele, denn ungefähr nach jedem 5. Kapitel tauchte wieder eine neue Überraschung auf, die die bisherige Story und meine Meinung zu den Charakteren wieder komplett über den Haufen geworfen hat.

    Was mir sehr gut gefallen hat war das Setting. Die kleine Insel Blackberry Island mit seinen malerischen Ortschaften, der unverwechselbare Kleinstadt-Flair und Zusammenhalt dessen Bewohner. Das Hotel und die Gegend wurden wunderbar, romantisch beschrieben und ich musste sofort recherchieren ob es diese Insel tatsächlich gibt, weil ich am liebsten sofort dahin auf Urlaub gefahren wäre. Leider wurde Blackberry Island an der Küste von Seattle frei erfunden, das hat jedoch nicht den Charme der Insel ruiniert.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Michelle und Carly erzählt, somit bekommt man einen Einblick in beide Ansichten. Da sich die beiden im Streit befinden, sind diese zwei Ansichten auch bitter nötig, denn beide denken nicht wirklich das Beste übereinander. Die Protagonistinnen haben beide Stärken und Schwächen, wirklich sympathisch war aber keine von Beiden. Die Beiden sind sich nichts schuldig und haben sich gegenseitig schreckliche Dinge in der Vergangenheit angetan. Ich muss ehrlich sagen, dass ich eine Versöhnung bei ihrer gemeinsamen Vergangenheit nicht als möglich gesehen habe. Die Autorin hat die Geschichte so gestaltet, dass man einmal Sympathien für Michelle bekommt, dann wird ein Geheimnis offenbart, das sie ins schlechte Licht rückt und Carly wieder sympathischer macht. Schlussendlich sind sich die Beiden aber nichts schuldig und in meinen Augen sind Beide keine Vorbilder oder Vorzeigefrauen, sondern im Gegenteil sehr klischeebelastet.
    Michelle hat aus ihrer Zeit bei der Army nicht nur eine schwere Hüftverletzung mit nach Hause gebracht, sondern auch eine posttraumatische Belastungsstörung. Sie hat in ihrer Zeit in Afghanistan schreckliches durchgemacht und sehnt sich nach Vergessen. Dies versucht sie mit Hilfe von Alkohol zu erreichen und ihr psychisches Leiden hat mich sehr mitgenommen. Die Autorin hat Michelles Trauma sehr gut und wahr dargestellt und ihre posttraumatischen Probleme wirkten niemals unecht oder überdramatisiert. Viel zu selten wird so ein ernstes Thema in Frauenromane gepackt. In den Krieg ziehen tut es sich leicht, auch die Krieger als Helden zu verehren, dass diese Krieger bei der Rückkehr zerstört sind, will aber keiner wahr haben und die großen Helden werden einfach vergessen. Amerika ist ja leider berühmtberüchtigt, sich zu wenig bzw. gar nicht um ihre Kriegsveteranen zu kümmern und ich finde es richtig, dass Susan Mallery dies in ihrem Buch angesprochen hat.
    Wo Michelle düster und pessimistisch ist, ist Carly übertrieben fröhlich und verständnisvoll. Ihr Charakter war mir ein bisschen zu nett und freundlich, auch wenn sich dies nach einiger Zeit änderte. Schlussendlich konnte ich aber keine der Beiden in mein Herz schließen.

    Die eingebauten Liebesgeschichten lösten in mir keine Gefühle aus und vor allem die Lovestory von Carly kam mir viel zu plötzlich. Michelles Lovestory hatte definitiv Potential, doch auch da waren viel zu wenig Gefühle und romantische Szenen im Spiel. Die Geschichte hätte keine Lovestory benötigt, weil die Vergangenheit und die Zwistigkeiten zwischen Michelle und Carly genug Stoff hergab. Die Liebe wirkte gewollt am Rande eingebaut, weil dies in Frauenromanen nun mal so ist.
    Das Ende der Geschichte war mir bei all den Streitigkeiten und schrecklichen Vergangenheiten zu schnell und realitätsfremd abgehandelt. Wenn die ganze Lobby inklusiver Touristen plötzlich in Beifall ausbricht, wenn sich zwei erwachsene Frauen umarmen, dann frage ich mich wirklich, was denn das soll und ob die nichts besseres zu tun haben. Ich belausche doch nicht in einem Hotel zwei Angestellte und klatsche wenn sie sich umarmen. So ein Blödsinn! Ein Happy-End, viel zu kitschig und aufgesetzt für meinen Geschmack.

    Außerdem werden Werte vermittelt mit denen ich nicht einverstanden war. Frauen, die schnell und leichtsinnig mit Männern schlafen, werden hier sofort als Schlampe abgestempelt und anstatt, dass die Frauen eine Gemeinschaft bilden, bezeichnen sie sich gegenseitig als Hure. Auch die Protagonistinnen vertreten diese Meinung und mir hätte es sehr viel besser gefallen, wenn unsere Hauptfiguren aus diesem Status Quo ausgebrochen wären.

    Eine Urlaubslektüre mit malerisch-romantischem Setting und einer guten Story-Grundidee. An der Umsetzung scheiterte es aber. Der Verlauf der Story hat mir weniger gefallen und das Ende wirkte zu gewollt und kitschig. Der Schreibstil der Autorin war aber sehr gut und trotz der Schwächen habe ich die Geschichte gerne verfolgt. Ich werde die Reihe vor allem wegen der malerischen Insel "Blackberry Island" weiterverfolgen und habe die Hoffnung, dass mir Band 2 mit anderen Charakteren und einer anderen Story besser gefallen wird.

  24. Cover des Buches Der Historiker (ISBN: 9783833303944)
    Elizabeth Kostova

    Der Historiker

     (308)
    Aktuelle Rezension von: David_Lindsam

    Der Titel des Buches (engl. „The Historian“) ist zugleich Motto, Charakterisierung aller Hauptpersonen und Auflösung eines großen Rätsels zum Ende hin – und könnte damit kaum treffender gewählt sein.
     Eingleisig oder gar schmalspurig wird der Roman deshalb nicht. Im Gegenteil. In drei Generationen spielt die Handlung und wir reisen in verschiedenen Zeiten des 20. Jahrhunderts (30er, 50er, 70er) von Amsterdam, nach Istanbul, Budapest, Südfrankreich und Rumänien, immer auf den Spuren Vlad III. und den Zeugnissen über ihn aus dem 15. Jahrhundert. Die treibenden Kräfte sind die großen Fragen: Wo ist das Grab des vermeintlichen Grafen Dracula? Und liegen dort wirklich seine sterblichen Überreste?

    Unerwarteter Erfolg für einen viktorianischen Roman …

    Als der Debütroman von Elizabeth Kostova 2005 in den USA erschien, landete er direkt auf Platz 1 der amerikanischen Bestsellerlisten (New York Times u.a.). Zwei Jahre zuvor war „The Da Vinci Code “ von Dan Brown (dt. „Sakrileg“) erschienen und zu den Topsellern in der Branche aufgestiegen. Das Publikum war begierig auf Thriller, die Action und die Suche nach Rätseln in der Geschichte verbanden, weshalb die Verlagswelt sich in einer Auktion um die Rechte für dieses Werk überbot und damit ein groteskes Stück Buchgeschichte schrieb. Nachdem der Verlag Little, Brown and Company bereits 2 Millionen als Honorar für die Autorin aufgewendet hatte, musste ein gigantisches Marketing mit TV-Werbung und zehntausenden Vorabexemplaren folgen. Ein riskantes Buchpokerspiel …

    Am ersten Tag des Erscheinens wurde in den USA 80.000 Exemplare verkauft. Nach nur einer Woche lagen die Verkaufszahlen bereits so hoch (ca. 700.000), dass The Historian sich auf den Platz 1 geschoben hatte. Das ist eine waschechte american success story und in diesem Fall ein besonderer Glücksfall für die Leserwelt. Durch spekulative Marktmechanismen wurde ein sonst eher leises und anspruchsvolles Werk in Welt der Massenware hochgepusht.  

    Niemand war mehr über den Erfolg erstaunt als die Autorin selbst: „It’s a literary novel, not a commercial novel“. Nach ihrer Meinung hatte sie einen langsamen, viktorianischen Roman geschrieben. Ihre Helden stolpern nicht abgebrüht, abenteuerlustig und plündernd wie India Jones durch unentdeckte Überreste der Vergangenheit, sondern sie sind echte Historiker und Bibliothekare, die sich in mühevoller Kleinarbeit durch vergilbte Karteikartenkataloge kämpfen und die Geheimnisse der Vergangenheit in unzugänglichen Faksimiles akribisch entziffern.

    In Deutschland erschien das Buch noch im gleichen Jahr (2005) bei Bloomsbury (engl. Verlag, bei dem Harry Potter im Original erschien), aber die Resonanz war sehr verhalten. Ich kann nur mutmaßen, ob das vergleichsweise schmale Marketing der Grund war, oder vielleicht die etwas eigene deutsche Leserschaft. Tatsächlich dominierten den deutschen Fantasy-Markt in dieser Ära Zwerge, Orks, Elfen und natürlich die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Obwohl ebenfalls 2005 (und auch bei Little, Brown and Company) Stephenie Meyer mit dem ersten Buch ihrer Twilight-Serie einen Vampir-Boom in den darauffolgenden Jahren auslöste, wurde Der Historiker von dieser Welle nicht mitgerissen. Mein böser Verdacht ist, dass das deutsche Fantasy-Publikum schlicht keine anspruchsvolle Kost gewohnt war und deshalb das Dargebotene nicht zu würdigen wusste. Das Urteil mildernd muss ich hinzufügen, dass der viktorianische Schauerroman eine lange und würdige Tradition in den englischsprachen Ländern besitzt und die Geschmacksnerven der Leserschaft besser auf einen über 800 Seiten langen Roman eingestellt sind, in dem der interessante, aber normale Historiker-Alltag nur an einzelnen Stellen von dem Unheimlichen durchbrochen wird. Hoch spannend bleibt es allemal – auf zum Inhalt:

    Geschichten über Geschichte

    In ihrer Kindheit bereiste Elizabeth Kostova (geb. 1964) mit ihrer Familie die südeuropäischen Ostblockstaaten und erinnert sich gerne an die Geschichten, die ihr Vater zur Unterhaltung auf den langen Fahrten über Dracula erzählte. Damit war nicht nur ihr Interesse an dieser schillernden Gestalt zwischen Mythos und historischer Realität geweckt, sondern auch die Erzählform für ihren ersten Roman gefunden. In dem fiktiven Epilog stellt sich eine amerikanische Geschichtsprofessorin vor, die in Rückblenden von ihren Erlebnissen als Sechzehnjährige berichtet, natürlich auf Reisen durch Europa mit ihrem Vater, dem sie ganz langsam das große Geheimnis um ein kleines Büchlein entlockt, das in seinem Inneren nur einen großen, zornigen Drachen beherbergt – das Zeichen des Ordo Draconis, dem Vlad der III. angehörte, weshalb er den Beinamen Drăculea trug.

    Ihr Vater, den wir als Paul kennenlernen, berichtet von den seltsamen Begebenheiten, wie er in den 50ger Jahren als Student in Oxford bei seinen Unterlagen plötzlich dieses leere Buch fand. Als er seinen Geschichtsprofessor Rossi zu Rate zieht, offenbart ihm dieser, dass auch er ein solches Buch besitzt und seine Nachforschungen ihn zu dem walachischen Fürsten (heutiges Rumänien) aus dem 15. Jahrhundert geführt haben. Aus unerfindlichen Gründen übergibt der sonst so rationale Professor Paul die Aufzeichnungen über seine Suche nach dem Grab und fügt fast ängstlich hinzu: „Dracula … Vlad Țepeș … lebt noch“ (35). Am gleichen Abend verschwindet Rossi spurlos; zurück bleiben nur ein paar Tropfen Blut. Verzweifelt sucht Paul in den Unterlagen nach Hinweisen, was seinem Professor passiert sein könnte, und trifft in der Bibliothek auf eine junge Doktorandin, die Rumänin Helen. Nach einer zaghaften Annäherung der beiden zeigt sich, dass Helen den Professor durch ihre Arbeit über Vlad III beeindruck möchte, weil sie dessen uneheliche Tochter ist. Paul erzählt ihr von seinem Verdacht, was mit dem Professor geschehen sein könnte, aber ein Bibliotheksangestellter belauscht das Gespräch und beißt Helen in den Hals. Überhastet brechen die beiden nach Istanbul auf, wohin eine erste Spur weist.

    Immer weiteren Dokumenten und ihren Geheimnissen folgend reisen Paul und Helen nach Ungarn, Rumänien und Bulgarien, werden von Untoten heimgesucht, entdecken nach langen Mühen tatsächlich das Grab des Fürsten, treffen auf den sterbenden Professor, erfahren die wahre Geschichte der Begegnung zwischen ihm und Helens Mutter aus seinen persönlichen Aufzeichnungen und begegnen dem leibhaftigen Vlad Dracula … Mehr kann ich leider nicht verraten, ohne doch auf gemeine Art zu spoilern.

    Inzwischen ist jedoch auch der Vater der Erzählerin spurlos verschwunden und die 16-Jährige macht sich in Südfrankreich auf die Suche nach ihm, denn sie vermutete ihn an einem der letzten Orte, wo Dracula noch eines seiner geheimen Gräber besitzt. Sie wird von unheimlichen Wesen verfolgt, aber auch von einem studentischen Gentleman wacker unterstützt.

    Die verschiedenen Erzählebenen verflechten sich im Laufe des Romans so stark miteinander, dass man als Leser die Geschehnisse in drei Zeiten fast synchron erlebt. Von Rossi erfahren wir durch seine Briefe und Tagebucheinträge, von Paul aus dessen eigenen Schilderungen auf der Reise mit seiner Tochter und zuletzt und parallel alles in der Erzählgegenwart von dieser selbst. Historik und die persönlichen Schicksale verweben sich auf brillante Art in den Historikern selbst.

    Durch Geschichten in der Kindheit der Autorin wird das Interesse an Geschichte geweckt und daraus entsteht wieder die Lust auf Geschichten … Das ist die Geschichte des Buches Der Historiker.

    Übrigens sind die historischen Hintergründe und Orte des Romans sehr gut recherchiert und stimmig, nur die Fakten um das Grab sind fiktiv und die Dokumente und Zeugnisse dazu fast komplett erfunden (ich habe selbst schon zum Thema Vlad III. geforscht).

    Eine eigenwillige Hommage an Bram Stoker

    Der Historiker liegt weitab vom üblichen Fantasy-Mainstream und ist durchaus ein Art Kunstwerk. Elizabeth Kostova hat 10 Jahre daran gearbeitet – manche der bekannteren Fantasy-Autoren bringen deutlich mehr als ein Werk pro Jahr heraus. Daraus lässt sich ersehen, welche Arbeit hinter diesem Buch steckt. Das macht einen Unterschied und der Unterschied ist spürbar.

    Die Autorin hat sich eine interessante Mischung ausgedacht, indem sie historische Briefe, Dokumente und persönliche Berichte mit der Rahmenhandlung einer Ich-Erzählerin verbindet, die uns als LeserIn zu einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit einlädt. Dabei nutzt die Amerikanerin ein Gestaltungsprinzip ihrer großen literarischen Vorlage, Bram Stokers „Dracula“ (1897), der seine Vampir-Geschichte als Tatsachendokumentation in Form von Tagebucheinträgen und Zeitungsartikel präsentiert.

    Kostova stellt dieses Prinzip nicht in Frage, ironisiert es nicht. Eingebettet in eine rückblickende Erzählung umspinnt sie auf diese Weise unseren modernen, rational und historisch geprägten Geist und verführt uns für die Zeit des Lesens, daran zu glauben, dass Dracula tatsächlich noch bis ins letzte Jahrhundert sein Unwesen getrieben hat und, wenn ich den Epilog richtig verstehe, vielleicht sogar noch heute.

    Vampirisches?

    Kommen Vampir-Freunde auf ihre Kosten? Vielleicht nicht, je nach dem. Wer Bram Stokers Dracula mag, wird den Historiker noch weit mehr mögen, weil die Erzählweise viel moderner und weniger weitschweifig, blumig und umständlich ist. Und ein paar typische Gerne-Elemente finden sich durchaus. Bisse, Blut, Werkzeuge für die Vampirjagd (Silberdolch), Angriffe durch dienende Untote (Vampire), bezwingende Hypnose, Fledermausschatten, Särge und Grüfte …
    Am meisten enttäuscht am ganzen Buch hat mich die Begegnung mit Dracula selbst – er ist anders als meine Vorstellung von ihm … und nicht übermäßig böse. Schade – ich hätte mich gerne mehr gegruselt.
     Die Büchlein mit den leeren Seiten und dem Drachen hat er übrigens selbst gedruckt und verteilt … Warum? Wenn ich das mal so ganz verstanden hätte. Ich finde es nicht stimmig.

    Trotz der Umfänglichkeit des Buches bleibt vieles über Vlad Dracula offen, wie er zum Vampir wurde, wie viele seiner Art es noch gibt – reizvoll und unbefriedigend zugleich, aber in jedem Fall anregend für
     die eigene Fantasie. Und das schätze ich durchaus.

    Einordnung in der Literatur und Kritik

    Ein Feuilletonist der FAZ betitelte (2005) seine Rezension sarkastisch „wie man einen Roman pfählt“ und spielte damit auf die grausamen Hinrichtungsmethoden des historischen Vlads und auf Längen des Romans an, eine beliebte Kategorie der Literaturkritik, die wenig besagt. Tatsächlich ging es mir an einigen Stellen aber ähnlich und ich musste zwischendurch mein Durchhaltevermögen bemühen, um dran zu bleiben. Die Frage ist, wodurch diese Längen entstehen.
    Ausführlichere Berichte von der Reise, Beschreibungen der Landschaft und der Städte, Details des Interieurs – all das gehört zum Schmuckwerk und literarischen Gewand eines Romans, der sich an die viktorianische Erzählweise des 19. Jahrhunderts anlegen will, dennoch wirkt es ungewohnt. Die Gothic Novel lebt davon, dass in die alltäglich erlebte Wirklichkeit plötzlich das Übersinnliche hereinbricht und alles in Frage stellt, weshalb man in der Literaturforschung von magischem Realismus spricht.
    Die Längen haben also System. Trotzdem erwarten die Lesegewohnheiten des 21. Jahrhunderts etwas mehr Spannung. Mir hätte es geholfen, wenn die äußeren Orte ähnlich wie bei Dan Browns Thriller in einem direkten Zusammenhang mit der historischen Detektivarbeit gestanden hätten. Aber man kann auch nicht alles in einem Buch haben.
    Der Historiker bietet zudem eine wunderschöne und tragische Liebesgeschichte, lässt das Leben im Rumänien und Bulgarien der 30er und 50er Jahre szenisch vor Augen treten und erzeugt eine leicht gruselige, melancholische Stimmung, die perfekt zu der Erzählung passt.

    Und noch ein Zitat:

    „Es ist eine Tatsache, dass wir Historiker uns für Dinge interessieren, die zum Teil unser eigenes Ich widerspiegeln, vielleicht den Teil, den wir am liebsten nicht näher untersuchen würden, es sei denn auf dem Feld der Wissenschaft. Und je mehr wir in unsere Interessen eintauchen, desto mehr ergreifen sie von uns Besitz.“ (314)

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