Bücher mit dem Tag "heinrich heine"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "heinrich heine" gekennzeichnet haben.

59 Bücher

  1. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (657)
    Aktuelle Rezension von: Bookreader34

    Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? Ist ein Sachbuch des Philosophen Richard David Precht über diverse philosophische Fragestellungen. 

    Nach einem Inhaltsverzeichnis folgt eine Einleitung, in der man auch erfährt, wie der Autor Philosoph geworden ist und was es mit dem Buchtitel auf sich hat, und die wirklich Lust auf das Thema des Buches macht. Im Hauptteil, der in drei Teile mit den Titeln Was kann ich wissen?, Was soll ich tun? und Was darf ich hoffen? geteilt ist, geht es in jedem Kapitel um eine philosophische Fragestellung wie Was ist Wahrheit?, Was ist mein Unterbewusstsein?, Ist Moral angeboren?, Warum soll ich gut sein?, Was ist Freiheit? und Was ist ein glückliches Leben?.

    Die Kapitel sind jeweils nur etwa zehn Seiten lang, mal etwas länger und mal kürzer. Neben dem, was Philosophen zu den einzelnen Themen gesagt haben, erklärt Precht auch die Forschungen von Wissenschaftlern zu einigen der Themen und deren Ergebnisse. Wobei man dabei beachten muss, dass das Buch schon 16 Jahre alt ist, also ist eventuell manches nicht mehr auf dem neuesten Stand. Auch über das Leben vieler der Philosophen und Wissenschaftler erfährt man etwas. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Erklärungen sind leicht verständlich und regen zum eigenen Nachdenken an.

    Nach dem Hauptteil folgen noch ein Anhang mit einer Menge nach den Kapiteln sortierter weiterführender Literatur sowie ein Personenregister mit allen im Buch erwähnten Personen mit den entsprechenden Seitenangaben.

    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich empfehle es allen, die an einer Einführung in die Philosophie interessiert sind.

  2. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783865391872)
    Sabine Anders

    Liebesbriefe großer Männer

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, eins seiner Bücher habe ich immer bei mir. Ob Briefe, Gedichte, Geschichten - sie erzählen vom Leben, von der Vorstellung davon, mit  allem, was  dazu gehört... Was soll ich noch schreiben,
    ich habe mich in seine Literatur verbissen... 
  3. Cover des Buches Das fliehende Herz (ISBN: 9783709978085)
    Jeannine Meighörner

    Das fliehende Herz

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Historische Romane, die sich mit Elisabeth I. (1837-1898), Gemahlin von Kaiser Franz Joseph und damit Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, beschäftigen, gibt es wie Sand am Meer. Die Qualität ist unterschiedlich genauso wie die Perspektive. In vorliegendem Buch wird, wie man so schön sagt „dem Volk auf’s Maul geschaut“. Das heißt, wir erleben die vier Aufenthalte Elisabeths in Innsbruck vor allem aus der Sicht gewöhnlicher Leute.  

    Zentrale Rolle spielt Aloys Oberrauch, dessen erste Begegnung 1848 mit Elisabeth, sie ist erst elf Jahre und er ein aus dem revolutionären Wien geflohener Student, sich nachhaltig auf sein weiteres Leben auswirken wird. 

    Auch der Nachtwächter der Innsbrucker Burg, Sepp, und Pauline, ein Bedienstete aus Elisabeths Gefolge treten wiederholt auf. 

    Nach ihrem ersten Aufenthalt als Kind kommt Elisabeth noch zweimal nach Innsbruck und stößt die Menschen, die ihr einen rauschenden Empfang bereiten vor den Kopf. Oberrauch ist inzwischen Advokat und Präsident des Verschönerungsvereins und kann die Veränderung „seiner“ Elisabeth zur kapriziösen, unnahbaren Kaiserin hautnah erleben. Erst beim vierten Aufenthalt, nämlich bei der Überführung des Leichnams von Genf nach Wien, kommt Oberrauch der Kaiserin nahe und legt ihre jene Papierrose, die sie als Kind erhalten hat und die er als Andenken aufbewahrt hat, auf den Sarg. 

    Meine Meinung: 

    Zu Beginn war ich ein wenig skeptisch, da unwillkürlich die Bilder der verkitschten und zum Teil unwahren „Sissi-Trilogie“ aufsteigen, die kaum zu löschen sind. 

    Umso angenehmer war ich dann überrascht, dass hier dem einfachen Volk und seinen Gedanken viel Platz eingeräumt wurde. Den meisten Untertanen sind Kaiser und Kaiserin im fernen Wien ähnlich weit weg wie Figuren aus der Bibel, dennoch halten sie ihrem Herrscherpaar die Treue. Aloys verfolgt Elisabeths Leben aus der Ferne. Dabei erscheint sie ihm als unwirkliches Wesen.  

    „An diesem Wesen ist alles Anmut: Es geht nicht, es scheint zu schweben, es lacht nicht, es lächelt wie ein scheuer Engel mit geschlossenem Mund, es spricht nicht, es haucht Worte dahin.“ 

    Jeannine Meighörner ist bekannt für ihre differenzierte Sicht auf bekannte Frauen der Geschichte. Auf den Schreibstil muss man sich als Leser erst einlassen. Er ist geprägt von Hingabe an das Thema bzw. die Persönlichkeit, die hier eine Hauptrolle spielt, von beeindruckender Sachkenntnis und Recherche sowie von einer feinen Prise Humor. Ich bin immer wieder in Innsbruck und werde beim nächsten Mal auf den Spuren von Elisabeth wandeln. Das Buch macht Lust, die Spuren der Kaiserin zu verfolgen. 

    Fazit: 

    Dieser historische Roman bietet einen differenzierten Blick auf das Leben der rastlosen, oft unverstandenen Monarchin. Gerne gebe ich hier 4 Sterne. 

  4. Cover des Buches Außerhalb der Zeit (ISBN: 9783752804294)
    Marit Schalk

    Außerhalb der Zeit

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Buecherseele79

    Lena ist wieder zurück im Jahr 2017, doch kann sie Henry einfach nicht vergessen und dadurch fällt es ihr sichtlich schwer wieder in ihr altes Leben zurückzufinden. Doch als sie einen Zeitungsbericht über Hamburg liest, als 1842 ein heftiges Feuer wütet, in der Gegend wo Henry wohnt, beschließt sie, ihm zur Seite zu stehen und springt erneut durch den Spiegel. Doch damit werden Ereignisse in Gang gesetzt die weder Lena noch Henry erwartet hätten.

    „PER APSERA AD ASTRA“, über raue Pfade zu den Sternen, so hat Henry ihn mir übersetzt und mir anschließend zu erklären versucht, dass es im Leben darum gehe, sich immer wieder neu auf diese beschwerliche Reise zum Glück zu machen und dass das Vergangene einen auf diesem Weg zwar begleiten, aber nicht zur Last werden sollte.“ (Seite 6)

    Mit „Außerhalb der Zeit/Zu den Sternen“ geht die Geschichte um Lena und Henry in die zweite und somit letzte Phase. Fast möchte ich leider sagen, denn eigentlich könnte ich von den beiden in ihren Zeiten ewig weiterlesen, aber die Autorin hat, zu Recht gemeint – nach diesem Band ist die Geschichte von Lena und Henry beendet.

    Das Cover springt auch diesmal wieder sofort ins Auge, zum Thema passt das Rot hervorragend. Und auch weiterhin bleibt die Autorin ihrem bildgewaltigen Schreibstil treu, kann einen in das Hamburg 2017 ebenso reisen lassen wie in das Hamburg von 1842. Vor allem kann man hier vor eigenen Augen die Bilder vergleichen und träumen.

    Lena und Henry können nicht ohne einander, beide leiden, jeder in seiner Zeit. Doch dann liest Lena diesen Artikel und kann nicht anders als Henry beizustehen. Hier kommt eine Menge Action und Drama auf, beschreibt die Autorin doch sehr lebhaft, gekonnt und gut recherchiert das Feuer welches damals fast 3 Tage in Hamburg wütetet und viele Stadteile zerstörte und ganze Leben oder Geschäfte mit einem Schlag auslöschte. Man merkt hier die gute Recherchearbeit der Autorin und wie sie einen mitreisst.

    Dann jedoch muss Henry handeln und als ihm nichts mehr bleibt folgt er Lena, in das Jahr 2017. Die Idee hat mir sehr gut gefallen, denn diesmal muss sich Henry  aus dem Jahr 1842 in das Jahr 2017 einfügen und dass dies erstmal mit einigen Stolperfallen und dem ein oder anderen Fettnäpfchen verbunden ist, dürfte klar sein. Und doch hat die Autorin einen guten und vor allem glaubhaften Weg hierzu gefunden.

    Durch den Spiegelmacher Tracassin und seine wahre Identität und seine Beweggründe Lena etwas wegnehmen zu wollen erfahren wir  hier viel mehr, es ist gut eingesetzt, spannend, natürlich etwas vorhersehbar und doch unterhaltsam und gibt dieser Geschichte den kleinen Hauch von Fantasie. So rundet es das Buch im Allgemeinen auch ab.

    Mir haben beide Bände „Außerhalb der Zeit“ sehr gut gefallen. Man kann mit ihnen perfekt in das Hamburg im Jahr 1840 plus reisen und genießt,  dank der guten Recherchearbeit der Autorin, eine kleine Reise in den hohen Norden zu anderen Zeiten, Sitten und Bräuchen.

    Im Allgemeinen möchte ich die Bücher sehr gerne weiterempfehlen.

    Ich danke der Autorin für das Rezensionsexemplar.

  5. Cover des Buches Die Harzreise (ISBN: 9783898761383)
    Heinrich Heine

    Die Harzreise

     (59)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Heine flüchtet vor Göttingen und reist durch den Harz. 

    Nein,  es ist keine detailreiche Schilderung des gesamten Harzes. Viel Platz erhält der Brocken (natürlich). Man darf sich ebenso nicht darüber ärgern, dass die Menschen,  die er auf seiner Reise trifft,  für ihn von großer Bedeutung sind.  Ich persönlich mag genauso seine ironische Darstellung der Personen.

    Heine steckt so viel Liebe in seine einzelnen Beobachtungen, die er so zart und eindrucksvoll widergibt, dass bereits die wenigen bei mir ihre postive Wirkung nicht verfehlt haben bzw.  ausreichten.

    Ein wunderschönes Buch,  was man bewusst und mehrmals lesen muss.


  6. Cover des Buches Fräulein Nettes kurzer Sommer (ISBN: 9783462054187)
    Karen Duve

    Fräulein Nettes kurzer Sommer

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Annette von Droste Hülshoff ist wohl den Meisten ein Begriff. Begnadete Dichterin und große Schriftstellerin. Doch wer war sie eigentlich? Die wunderbare Karen Duve hat sich ihr angenommen und ein Buch über sie, ihr Schaffen und Leben geschrieben. Nette ist störrisch und bockig und begnügt sich nicht mit den Handarbeiten die die Damen machen sollen. Nein, sie geht lieber raus mit den Jungs und sucht nach Steinen oder jagt und will mehr vom Leben. Ihr Starrsinn macht vielen zu schaffen und ihre loses Mundwerk noch mehr. Aber gerade deshalb, verlieben sich auch die Männer in sie und buhlen. Karen Duve ist etwas großartiges und geniales gelungen. Aus einem wahren Stoff, hat sie so einen tollen und prallen Roman geschrieben, dass es einfach eine Wucht ist.

  7. Cover des Buches HEINE to go (ISBN: 9783355018685)
    Heinrich Heine

    HEINE to go

     (13)
    Aktuelle Rezension von: sternenstaubhh

    Heinrich Heine ist gehört zu den bedeutenden deutschen Dichtern und Schriftstellern. In diesem Buch kann man Zitate Heinrich Heines nachlesen und den Dichter für sich vielleicht ganz neu entdecken. Zuletzt hatte ich mich in der Schulzeit mit Heinrich Heine beschäftigt, diese Sammlung an Heinrich Heine Zitaten hat mir die Möglichkeit gegeben Heinrich Heine, seine Zeit und seine Werke noch einmal neu kennenzulernen. Ich finde die Gestaltung und grafische Umsetzung dieser To-Go-Reihe einfach unglaublich gut. Auch die Auswahl der Zitate ist sehr ansprechend. Einige Zitate kanne ich teilweise noch aus der Schulzeit, doch die meisten waren mir völlig unbekannt. Hinzu kommt noch das äußerst handliche Format des Buches. So kann man die Zitate schnell in der Tasche mitnehmen. Ein Buch zum Lesen, Blättern, und Nachdenken.

  8. Cover des Buches Sonntag in meinem Herzen (ISBN: 9783423215572)
    Asta Scheib

    Sonntag in meinem Herzen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Leben ist die Lust, zu Schaffen - Carl Spitzweg

    (05. Februar 1808 bis 23. September 1885)
    war ein Münchner durch und durch.

    Er hat viel geschaffen an gemalten Bildern. Obwohl er eine Ausbildung zum Apotheker absolviert hatte. Sein strenger Vater wollte, dass er und seine Brüder eine Ausbildung machen. Sein ältester Bruder sollte das Geschäft des Vaters übernehmen. Carl sollte Apotheker und Eduard, der Jüngste Arzt werden. Allerdings verstarb die Mutter sehr früh und der Vater heiratete deren Schwester, die sich sich fortan um die Kinder kümmerte. Er stammte aus wohlhabendem Hause und brauchte zeitlebens nicht an Geldmangel leiden.

    Schon früh begann Carl Spitzweg mit dem Malen. Seine Bilder spiegeln die Münchner Gesellschaft wieder. Mit viel Humor zeichnete er die Menschen und Figuren in ihrer kleinen Spießbürgerlichkeit. Im Jahre 1830 begann er allerdings zunächst mit dem Studium der Pharmazie, Botanik und Chemie an der Münchner Universität, das er 1832 mit Auszeichnung abschloss. Danach arbeitete er als Apotheker und begann mit seinen zahlreichen Reisen in aller Herren Länder. Bis er sich als Maler bekannte, vergingen so einige Jahre noch. Aber, was er geschaffen hatte, konnte sich sehen lassen.

    Asta Scheib hat hier eine solide Biografie über den Maler Carl Spitzweg geschrieben. Vor 12 Jahren hatte ich das Glück eine sehr schöne Ausstellung über den Maler und seine Werke in Oldenburg sehen zu können. Erst wenn man direkt vor seinen Gemälden steht, wird man die Feinheit dessen erst richtig bewusst. Man ist völlig fasziniert davon, was er auf die Leinwand gebracht hat. Jeden Sonnenstrahl spürt man förmlich auf der Haut. Die Autorin hat das versucht in ihrer Biografie wieder zu geben.Ist aber schriftlich nicht ganz gelungen. Ein paar Bilder in dem Buch wären ganz hilfreich gewesen. Dennoch hat das Buch mir recht gut gefallen, da sie eine gut erfundene Geschichte drumherum gebaut hat. Es las sich flüssig und war in keinster Weise langweilig. Wer sich für biografische Literatur interessiert, der sollte dieses Buch ruhig lesen.
  9. Cover des Buches Deutschland (ISBN: 9783835333130)
    Heinrich Heine

    Deutschland

     (255)
    Aktuelle Rezension von: GersBea

    Inhalt (Klappentext)

    »Denk ich an Deutschland in der Nacht,
    Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
    Und meine heißen Tränen fließen. «

    So beginnt Heimes Gedicht ›Nachtgedanken‹, das im Sommer 1843 entstand. Die Sorge um die politische Entwicklung in der Heimat, die ihm den Schlaf raubte, und  die Sehnsucht, seine 72 Jahre alte Mutter wiederzusehen, waren die Gründe, die ihn veranlassten, wenige Monate später seinen Aufenthalt im selbstgewählten französischen Exil zu unterbrechen und nach Deutschland zu reisen. Aus den Eindrücken dieser reise, die über Brüssel, Amsterdam und Bremen nach Hamburg und auf der Rückfahrt nach Hannover, Minden, Paderborn, Köln und Aachen führte, entstand ›Deutschland. Ein Wintermärchen‹, eine der bedeutendsten politischen Dichtungen in deutscher Sprache. Heine verflocht hier nicht nur mit großer Kunst Komik und Pathos, Elegisches und Humor miteinander, er übte vor allem ätzende Kritik an den politischen und gesellschaftlichen Zuständen Deutschlands, das, wie er ahnte, am Vorabend einer politischen Erhebung stand.

    Dieter Klieschs vielschichtige Farbbilder (Crayon und Aquarell) betonen die Aktualität von Heines Dichtung. Der Maler hat aus der Perspektive unserer Zeit Heines Reise nachempfunden und im Bild festgehalten, was ihm auffiel, ihn in Rage, in Wut versetzte, seine Kritik herausforderte; denn wenn sich auch manches nach 140 Jahren verändert hat, die Verhältnisse sind längst nicht so, wie sie sein sollten.

    Ausgabe

    Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/M.,
    1989.
    203 S.
    mit zahlreichen Bildern von Dieter Kiesch
     - Mit einem Essay von Walter Grab. -
    ISBN  3 763235574

    Meine Meinung

    Obwohl ich ein solides Grundwissen über deutsche Geschichte habe, fand ich das Lesen oft mühsam. Meine Ausgabe enthält viele Anmerkungen zum Text, Farbbilder von Dieter Klietsch sowie einen Essay von Walter Grab zum Wintermärchen.

    So kann ich nachvollziehen, warum das Spottgedicht zu den bedeutendsten politischen Dichtungen deutscher Sprache gehört.

    Im Rahmen der Klassiker Lesegruppe habe ich das Buch gelesen. Sicherlich ist es als Quellendokument über die Zeit aufschlussreich.

    Fazit

    Ich vergebe 3 Sterne und eine Empfehlung nur für Leser, die an der geschichtlichen Dimension der Zeit interessiert sind.

    Tipp: Laut lesen!

  10. Cover des Buches Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (ISBN: 9783100479204)
    Golo Mann

    Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Auf den ersten Blick schreckt das Buch zum Lesen sicher so manchen ab, was nicht nur am Umfang, sondern auch am etwas sperrigen Titel liegt. Heute ist es ja geradezu modern nur wenige Jahre der Geschichte herauszugreifen oder ein einzelnes Thema. An eine solche, über Jahrzehnte reichende Darstellung wagt sich kaum mehr ein Historiker.

    Das Buch überzeugt durch seinen ungewöhnlichen Stil und die fulminante Sprache. Breit gefächert werden viele Hintergründe beleuchtet und dargestellt, die zum Verständnis der Geschichte und der Entscheidungen der Akteure wichtig sind und in anderen Geschichtswerken, die sich auf das bloße Vermitteln von Fakten beschränken fehlen. Entsprechend setzt das Buch geschichtliches Grundwissen unbedingt voraus und ist für jeden, der einmal schnell einen Einstieg erhalten möchte nicht geeignet.

    Für den Leser, der bereits ein gutes Wissensfundament hat, ist dieses Buch aber immer noch eine absolute Empfehlung.

  11. Cover des Buches Advent mit Heine - Briefbuch zum Aufschneiden (ISBN: 9783649614654)

    Advent mit Heine - Briefbuch zum Aufschneiden

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Almeri

    Öffnen Sie mit dem edlen Brieföffner aus Holz jeden Tag eine Seite des Buches, wie einen Brief und entdecken Sie 24 der schönsten Gedichte und Geschichten von Heinrich Heine….Ein sehr schöner Adventskalender für jedermann, der sich für lyrische Werke interessiert. Man kann es sich selbst schenken oder aber auch verschenken. Ich bin ja schon fast aus dem Alter raus, aber dieser Adventskalender hat mich bis Heilig Abend begleitet. Wunderschöne Texte aus der Feder von dem Schriftsteller und Dichter Heinrich Heine (1797-1856).

  12. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783837113686)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Bommerlinda
    Ja, ich bin eine Spätzünderin, bzw. eine Spätleserin.

    Fünf Jahre steht die philosophische Reise des Herrn Prechts bereits in meinem Bücherregal, aber ehrlich gesagt, habe ich nie so richtig Lust verspürt, dieses Buch zu lesen, warum auch immer. Das hat sich nun geändert und so schlimm, wie ich es mir zeitweise ausgemalt habe, ist es dann doch nicht zu lesen.

    Der Inhalt des Buches gibt auf unterhaltsame Art und Weise Antworten auf Fragen, mit denen sich Philosophen so im Allgemeinen beschäftigen müssen. Hier besitzt Herr Precht die Fähigkeit, manch tiefgreifende Erkenntnis so prägnant auf den Punkt zu bringen, dass viele Philosophen noch etwas lernen können.
    Allerdings behandelt Precht vor allem die modernen Philosophen des 19. und 20. Jahrhundert. Wer einen wirklichen Überblick über die wichtigen Philosophen haben möchte, der kommt um andere Bücher nicht drumrum, so wird beispielsweise Sokrates, der Begründer der Philosophie, nur kurz erwähnt. 

    Übersichtlich und kompakt umfasst jedes Kapitel um die zehn Seiten. Die Sprache ist verständlich, und jedes Thema wird sehr klar dargestellt und fast immer mit einem Beispiel aus dem heutigen Alltag belegt, so dass die Gedanken Prechts sehr anschaulich vermittelt werden.
    Der Autor bietet dem Leser einiges, nämlich die drei Pfeiler der Philosophie: die Ethik die Erkenntnistheorie sowie die Metaphysik.
    So gesehen ist die philosophische Reise mit Precht zwar unterhaltend und lehrreich, meines Erachtens führt sie aber letztendlich in ein Nirgendwo.

    Wer sich allerdings nur für Zusammenhänge aktueller ethischer Fragen interessiert, für den ist dieses Buch sicherlich spannend, aufschlussreich und durchaus lesenswert.
  13. Cover des Buches Die Lieblingsgedichte der Deutschen (ISBN: 9783492238304)
    Lutz Hagestedt

    Die Lieblingsgedichte der Deutschen

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Ramona63
    Diesen Band habe ich genussvoll gelesen. Viele Gedichte erinnerten mich an meine Schulzeit, nur musste ich diese jetzt nicht aufsagen. Also waren diese Gedichte für mich ein besonderes Lesevergnügen.
  14. Cover des Buches Gedichte fürs Gedächtnis (ISBN: 9783421051479)

    Gedichte fürs Gedächtnis

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    "Gedichte fürs Gedächtnis zum Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen" Dichtung ist das älteste Gedächtnis der Menschheit. Ulla Hahn hat einhundert Gedichte für unser Gedächtnis ausgewählt - Höhepunkte deutscher Dichtung vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. (Klappentext) Ein Vorwort von Ulla Hahn leitet ihren Gedichteband ein. Sie schreibt vom Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen: "...die Gedanken, Gefühle und Bilder eines anderen in sich hineinzunehmen, sich anzuverwandeln, sich zu eigen zu machen, in Kopf und Herz." Gedichte möchten verinnerlicht werden und am besten auch gesprochen. Lesen wir, was Ulla Hahn dazu sagt: "Sprechen Sie ein Gedicht wie "Über allen Gipfeln" (S. 223), sprechen Sie "Lebenslauf" (S. 230)....Sie werden spüren, wie die Schriftzeichen sich materialisieren, sich gleichsam verkörpern, aus Ihrem Mund heraus geboren werden, Sie werden spüren, welch unterschiedliche Wesen Sie da in die Welt entlassen, die alle den Familiennamen Gedicht tragen. Sprechen Sie "Die Krähen schreien" (S. 252), und Sie hören das Echo Ihres Krächzens in Ihrer Kehle, sprechen Sie den "Erlkönig" (S. 96), und Sie spüren die böse Lockung des Todes in den Alliterationen bis in die Zungenspitze....." Und auch: "Im Aussprechen machen Sie ein Gedicht zu einem Gegenstand, Sie stellen es in den Raum, Sie vollziehen es nach, schaffen es nach, erzeugen es in einer Einmaligkeit, die aus der Durchdringung Ihrer und der Persönlichkeit des Gedichts kommt; Sie schaffen ein Drittes, nie Dagewesenes: Ihr Gedicht." U. Hahn hat eine persönliche Auswahl getroffen: zu den oben erwähnten Gedichten finden wir auch noch "Die Ringparabel", "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten", "Die Bürgschaft", "Er ists", "Der Zauberlehrling", "Mailied" und viele viele andere mehr. Begleitet werden die Gedichte, Meditationen und Balladen von Texten zu Leben und Werk des jeweiligen Dichters sowie Erläuterungen zur Entstehung der einzelnen Gedichte. Dieses Buch möchte und kann ich guten Gewissens allen ans Herz legen, die einmal wieder Gedichten begegnen möchte und Lust haben, Gedichte aktiv zu erleben, durch Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen.
  15. Cover des Buches Das ABC der Tiere (ISBN: 9783150184417)
    Evelyne Polt-Heinzl

    Das ABC der Tiere

     (3)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    "ABC der Tiere" das kleine Reclambändchen lädt ein zu einem kunterbunten und abwechslungsreichen Spaziergang durch verschiedene literarische Zeitabschnitte. Hier sind nicht nur Gedichte für Tierfreunde enthalten, sondern für jeden Liebhaber von anspruchsvoller und auch leichter augenzwinkernder Lyrik ein richtig schönes Lesevergnügen. Zum Anreiz eine kleine Leseprobe vom - Mascha Kaléko - * Der Tausendfüßler (oder: Glanz und Elend eines Centipedon) * ... Ob er, wenn ihn das Reißen plagt, Betrübt zu seinem Doktor sagt: „Es zwickt ihn 700 Zeh’n!“? Das denke ich mir gar nicht schön. * Und will die arme Kreatur Im Freien mal ein Bad genießen – Mit welchen von den tausend Füßen Prüft er die Wassertempratur? * Ein Hühnerauge schikaniert Ihn tausendfach multipliziert. - Auch drückt (wenn man so sagen darf) Ihn sein enormer Schuhbedarf.
  16. Cover des Buches Gespenstergeschichten aus 300 Jahren (ISBN: 9783730604830)
    Dietrich Weber

    Gespenstergeschichten aus 300 Jahren

     (6)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Als jemand der sich gerne gruselt, bin ich immer auf der Suche nach Geschichten, die ich noch nicht kenne. Das hübsche Buch „Gespenstergeschichten aus 300 Jahren“ erschien mir da genau richtig. Gerade weil die jüngste Geschichte aus den 80er Jahren stammt, war ich mir ziemlich sicher ein paar Überraschungen zu erleben. Aber die Menschen vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte hatten zum Teil noch eine ganz andere Vorstellung von Grusel und so habe ich es schon oft erlebt, dass mich diese Geschichten oft nicht packen oder zum fürchten bringen können. Und richtig gegruselt habe ich mich tatsächlich nicht, jedoch überkam mich mehrmals ein wohliger Schauer, ein feiner Grusel und das finde ich eigentlich am besten.
    Die Gespenstergeschichten selbst sind gut gemischt. Es sind viele bekannte Autoren dabei und gerade die ältesten lassen sich aufgrund der geschwollenen Sprache manchmal recht schwer lesen. Da gibt es Wörter, die einen völlig unbekannt sind, weil sie heute nicht mehr benutzt werden und demzufolge versteht man dann auch das Gruselige an der Erzählung nicht. Zweimal habe ich mich richtig amüsiert, weil Geschichten vorkommen, die in abgewandelter Form bei „X-Factor – Das Unfassbare“ gezeigt wurden. Ob als wahr oder falsch, kann ich mich zwar nicht mehr erinnern, aber in dem Buch sind es einfach ausgedachte Geschichten. Wobei ich sagen muss, dass viele davon wie eine reale Erzählung anmuten. Man wird oft mitten in eine Geschichte hinein geworfen und so kommt es einem vor, als würde man in einer gemütlichen Runde sitzen, wo man einander seine gruseligen, wahren Begebenheiten erzählt. Eine weitere Überraschung war für mich „Das Gespenst von Canterville“. Der Titel war mir wohl bekannt, aber ich wusste weder, dass Oscar Wilde der Autor ist, noch dass es sich um eine so witzige Geschichte handelt.
    Die Gespenstergeschichten lesen sich teilweise etwas trocken (genau wie das all zu lange Nachwort), nicht jede konnte mich fesseln, aber insgesamt freue ich mich über ein paar Neuentdeckungen. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

  17. Cover des Buches Buch der Lieder (ISBN: 9783958016934)
    Heinrich Heine

    Buch der Lieder

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichenfee
    Fees Erfahrungen, Inhalt und Meinung


    Also dieses Buch war eine Herausforderung für mich. Von Heinrich Heine wusste ich nur noch aus dem Geschichtsunterricht, dass er die Liste der verbotenen Künstler auf Platz 1 anführte, obwohl er doch schon in Frankreich wohnte. Das war damals, vor weniger als 300 Jahren, eine recht schwierige Zeit für das Deutsche Reich, für seine Künstler, für alle. Vor allem so ohne sanitäre Anlagen. ;-)

    Allerdings war sein Buch sehr begehrt, denn wie kann es sonst passieren, dass so ein Werk schon zu Lebzeiten des Künstlers 17 mal neu aufgelegt wurde.


    Eigentlich sind das keine Lieder, es waren mal alles Gedichte, aber da man einige Lieder vertont hat, wie wohl das bekannteste, von der Loreley, sind es nun Lieder, statt „nur“ Gedichte. Viele bekannte Komponisten haben diese Gedichte vertont: Johannes Brahms, Franz Liszt, Franz Schubert, Robert Schumann und Richard Wagner.


    Einige Gedichte habe ich wiedererkannt, sei es, weil wir sie im Deutschunterricht besprochen hatten oder weil sie „altbekannte“ Lieder sind. Alte, aber teilweise schöne Volkslieder und es wurde auch kein Thema ausgelassen. Ob nun Liebe, Schmerz, Sehnsucht oder Traum.

    Was mich verwundert hat, war folgendes: Heine muss megamäßig Probleme mit Frauen gehabt haben. Denn alle seine Liebesgeschichten bzw. Gedichte sind traurig, weil die Liebe nicht erwidert wird oder irgendwie aussichtslos war. Dabei scheint es sich grundsätzlich um jeweils andere Frauentypen gehandelt zu haben.


    Das Buch hat kein richtiges Inhaltsverzeichnis, aber es ist in 5 Zyklen gegliedert.


    In den konventionellen „jungen Leiden“ befinden sich die Gattungen Sonette, Lieder und Romanzen. Natürlich sind sie so richtig altmodisch geschrieben und es gibt hier auch schon die kritische Distanz und seine unvermeidliche Ironie.

    Im „Lyrisches Intermezzo“ und „die Heimkehr“ verstärkt sich beides noch. Die Basis waren alte Volkslieder und er zitiert wörtlich Zeilen und Strophen. Meist kam ich mir hier irgendwie veräppelt vor, da der Widerspruch zwischen Ironie und Sentimentalität sehr groß ist.

    Aus der Harzreise ist der vierte Zyklus und den fand ich sehr interessant, denn hätte man mir nicht gesagt, dass wir wo ganz anders sind, hätte ich auf den Schwarzwald getippt. Denn die Tannen eignen sich gar vorzüglich zum dichten. Auch hier hat es geschafft, ironische Liebesgedichte zu verfassen. Die aber eigentlich nur halb sind.

    Die Nordsee-Zyklen haben einen großen Umfang, weil er alles mögliche bedichtet. Sie zeichnen sich auch durch die freien Rhythmen aus.


    Also so widersinnig es klingt, manchmal hab ich gar nix verstanden, da dachte ich, vielleicht hat er alles so verschlüsselt, wie Nostradamus? Jedenfalls kann man hier nicht alles auf einmal lesen, denn man muss über alles nachdenken. Es ist nicht einfach so ein blablabla.


    Aber mir gefällt Ludwig Uhlands Gedicht viel besser: Droben stehet die Kapelle, schauet still ins Tal hinab, drunten singt bei Wies und Quelle froh und hell der Hirtenknab.... (Quelle: kann ich auswendig) Da versteht man alles. Klar und deutlich, ganz normal, ohne Hintergedanken wird hier gedichtet und gesungen. Selbst wenn es ein trauriges Ende nimmt, ist es ein wirklich schönes und fröhliches Lied, das ich schon als Kleinkind begriff und kannte.


    Heinrich Heine ist das absolute Gegenteil. Denn selbst hier frage ich mich, was waren seine Hintergedanken, von was redet er? Meinte er wirklich den Mai?

    Im wunderschönen Monat Mai, als alle Knospen sprangen, da ist in meinem Herzen, die Liebe aufgegangen. Bis hierher scheint noch alles klar zu sein und es ist fröhlich, spritzig und ok, aber dann kommt die nächste Strophe: Im wunderschönen Monat Mai, als alle Vögel sangen, da hab ich ihr gestanden, mein Sehnen und Verlangen. Das geht auch noch und dann kommt es schon wieder: Aus meinen Tränen sprießen, viel blühende Blumen hervor ...... Wie jetzt? Schon wieder traurig. Früher benutzte man wohl keine Gießkanne zum gießen, das ging mit Tränen? Er ist so traurig-sarkatistisch-ironisch und depressiv.


    Dein Angesicht so lieb und schön, das hab ich jüngst im Traum gesehn, es ist so mild und engelgleich, und doch so bleich, so schmerzenbleich... Und nur die Lippen, die sind rot, bald aber küsst sie bleich der Tod, erlöschen wird das Himmelslicht, das aus den frommen Augen bricht. (Seite 64 und 65 aus dem Buch)

    Fees Fazit
    Ich kann mit diesem Heine nichts anfangen. Das ist alles so traurig, so negativ, sarkastisch, ironisch, nachdenklich. Ich möchte was lustiges, positives, locker beschwingtes, denn das Leben ist schon schwer genug.

    Die 5 Sterne sind für seine Mühe. Denn man bewertet doch nach Mühe oder? Und ER ist sicher ganz schön lang dran gesessen, bis er diese Werke kreiert hatte…

  18. Cover des Buches Gedichte mit Kunstwerken ihrer Zeit (ISBN: 9783791344461)

    Gedichte mit Kunstwerken ihrer Zeit

     (1)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    »Gedichte mit Kunstwerken ihrer Zeit« Ein wunderschöner Gedicht- bzw. Bildband mit Werken von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Heinrich Heine und Rainer Maria Rilke. Dieses dichterische Werk wird von fantastischen Blumen- und Landschaftsbildern begleitet, in diesen spiegelt sich die Seele der Gedichte wieder. Eine Kurzbiografie mit allen wichtigen Lebensstationen und Werken der Dichter kann man auf den letzten Seiten lesen. Dort erfährt man auch einige Details über die abgelichteten Bildern und Skulpturen, woher diese stammen und wo die Originale sich befinden. Ein wunderschönes Buch.
  19. Cover des Buches Die Poetin (ISBN: 9783746618487)
    Guido Dieckmann

    Die Poetin

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Die Kurpfalz in der Zeit des Biedermeier. Eine lebensfrohe junge Dichterin reist mit ihren jüdischen Eltern aus dem preußischen Gebiet nach Heidelberg, wo ihr Bruder Medizin studiert. Als wahre Begebenheit, auf welcher der Roman basiert, liegen die Studentenaufstände und der Mordanschlag auf den Mannheimer Schriftsteller Kotzebue zugrunde, der damals der Spionage für Russland verdächtigt wurde. Verschwörung, blutige Unruhen und eine junge Poetin in den Wirren der Revolution und der Liebe… Der Plot verspricht Spannung, hält aber nur wenig davon. Die lebensfrohe junge Dichterin würde ich als unfolgsame, egoistische dumme Gans bezeichnen, die keinen Moment an die Gefahren für ihren Bruder oder ihre jüdischen Eltern denkt, wenn sie schon auf ihre eigene Person keine Rücksicht nimmt. Völlig unlogisch für diese Zeit nimmt das unverheiratete Gör mehrfach Reißaus und bewegt sich alleine durch Heidelberg und andere Stätten – was im Grunde bezüglich Sitte und Anstand für diese Zeit absolut absurd ist, da dies für eine Frau einem kompletten Ehrverlust gleichkommt. Dabei haben die Erlebnisse von Nanetta, wie diese jüdische Poetin genannt wird, für mich sehr wenig mit Abenteuer und Spannung zu tun, eher mit Frust, weil die holde Weiblichkeit aus der Feder von Herrn Dieckmann einmal mehr mit lebensfernen Klischees behaftet wird. Auch die unterschwellig beginnende Liebesgeschichte versteht mich nicht zu fesseln. 

    Neben diesen Fauxpas warte ich die ganze Zeit über, dass die Dichterin ihrem Stand Ehre macht und irgendetwas Poetisches aus ihren Eindrücken oder Gefühlen zu Papier bringt. Aber nein, sie schleppt nur persönliche Briefe von Heinrich Heine in ihrem Ridikül mit sich herum. Auch andere Situationsbeschreibungen im Roman entsprechen meiner Meinung nicht den Gegebenheiten dieser Zeit, in der man z B. sicherlich die Federn der gerupften Hühner nicht einfach auf die Straße warf, sondern alles zu verwenden wusste. 

    Interessant dargestellt fand ich die geschichtlichen Ereignisse und ihren Einfluss auf das Alltagsleben. Besonders die Szenen, die den schon damals grassierende Judenhass und seine Auswüchse aufzeigen. Insgesamt jedoch ein mittelmäßiges Lesevergnügen.

  20. Cover des Buches Gottes grausamer Spaß? (ISBN: 9783491703506)
    Karl-Josef Kuschel

    Gottes grausamer Spaß?

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    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Buch der Lieder. (ISBN: B002KQCVQS)
    Heinrich Heine

    Buch der Lieder.

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Heinrich Heine (ISBN: 9783455403350)
    Christian Liedtke

    Heinrich Heine

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Kopf-Kino

    „Das Wort umarmt dich, während der Gedanke dich küßt.“ - Heinrich Heine

    Von den einen bewundert, von den anderen gefürchtet: Der ins Exil geflohene deutsche Schriftsteller Heinrich Heine (1797 – 1856) mit jüdischer Herkunft vereinte in sich den Satiriker, den politisch engagierten Journalist, den polemischen Rebell und den feinsinnigen, aber auch kritischen Dichter. Welche Bedeutung Heine für die Literatur, wie auch für seine Zeit hatte und was für ein Mensch Heine war, wird in diesem Buch besonders deutlich.

    In 25 Kapiteln buchstabiert sich Christian Liedtke gewissermaßen durch Heines Leben und Werke und gibt somit nicht nur einen guten Einblick in Heines (Gedanken-)Welt, sondern bietet ebenfalls einen erfrischenden Überblick, der aber keinesfalls chronologisch daherkommt.

    Um die Neugierde auf dieses feine Büchlein eventuell noch etwas entfachen zu können, liste ich kurzerhand die – meiner Meinung nach - anregenden Kapitelüberschriften auf, wobei hier bereits einige originelle Neologismen Heines entdeckt werden können, die zum Spekulieren einladen: Apfeltörtchen, Bretterkonnexionen, Campejaden, Duell, Erzfreund, Ferne, Goethetum, Hamborger, Ideenguillotine, Juliussonne, Korfu, Lessing, Matratzengruft, Nationalzuchthaus, Ökonomie, Porträts, Quellen, Riesenharf, Sammler,Taufzettel, Übersetzung, Vernichtungskrieg, Weltkuddelmuddel, XY-ungelöst, Zeitgenössinnen

    Die Überschriften bilden den jeweiligen roten Faden eines jeden Kapitels. Letztere erinnerten mich an unterhaltsame Essays, in denen Liedtke nicht nur den historischen Kontext, sondern auch die jeweilige Lebenssituation Heines verständlich skizziert.

    Um eine Vorstellung von Liedtkes Schreib- und Vorgehensweise erhalten zu können, füge ich einen Auszug aus dem Kapitel 'Ferne' ein:

    "Die »Reisebilder« waren es, die Heine berühmt machten. […] Mit dieser vierbändigen Serie hatte er eine neue, offene Erzählform geschaffen, assoziativ, aktuell und subjektiv bis hin zur Willkür: »Im Grunde ist es auch gleichgültig was ich beschreibe; Alles ist ja Gottes Welt und der Beachtung wert, und was ich aus den Dingen nicht hinaussehe, das sehe ich hinein«, bekannte Heine 1826 ebenso lapidar wie selbstbewusst. Interessant waren auf einmal nicht mehr die Dinge, die es objektiv zu beschreiben galt, sondern interessant waren die Art ihrer Beschreibung und das Subjekt, das sie sah – dieser Paradigmenwechsel bedeutet einen Bruch mit der klassischen Autonomieästhetik der »Kunstperiode« (→ Goethetum) und einen wichtigen Schritt zur literarischen Moderne."

    Hierbei arbeitet Liedtke, wie am Auszug bereits ersichtlich, immer wieder mit Querverweisen zu anderen Kapiteln, in denen dann auf die jeweils angeschnittenen Themen näher eingegangen wird. Mithilfe von Auszügen aus Briefen und Heines Werken, sowie Aussagen von Zeitgenossen, aber auch Anekdoten bleibt das Buch immer nah an Heine; gleichzeitig verliehen sie den gut formulierten Texten eine zusätzliche Lebendigkeit.

    Wie bereits erwähnt hält das Buch interessante Informationen, aber auch Kuriositäten über die damalige Zeit bereit, wie beispielsweise: „Eine der Absurditäten des deutschen Zensurwesens bestand darin, dass 1834 im Deutschen Bund sogar der Abdruck von Zensurstrichen verboten wurde. Vom Zensor getilgte Stellen sollten für die Leser nicht mehr als solche erkennbar, [...]“

    Abgesehen davon, dass ich einiges über und von Heine erfuhr und somit auch seinen Werken noch näher kommen konnte, lernte ich einiges dazu. So war mir beispielsweise nicht bekannt, dass Heine für seinen Versepos 'Deutschland. Ein Wintermärchen' (das ich an dieser Stelle wärmstens empfohlen möchte) als Strophen- und Versmaß eine Variante aus der lateinischen Dichtung des Mittelalters, die sogenannten Vagantenstrophe, verwendete. Liedtke erklärt dies anschließend genauer.

    Im Anhang kann Heines Leben dank einer Zeittafel [dieses Mal chronologisch ;-)] nachgelesen werden. Ein Zitatnachweis ist ebenso enthalten. Ach ja: Bei den Zitaten wurde die ursprüngliche Interpunktion übernommen, nicht aber die Schreibweise. Diese wurde der heutigen Rechtschreibung etwas angepasst, was ich ein wenig schade fand. Dafür achtete Liedtke – nach eigener Aussage – darauf, den Lautstand nicht allzu sehr zu verfremden, was mich wiederum etwas tröstete.

    Anmerken möchte ich noch, dass Heines Tragödien 'Almansor' und 'William Ratcliff' „gespoilert“ werden, was mich aber nicht davor abhalten wird, diese zu lesen – ganz im Gegenteil! Nach dieser anregenden Lektüre möchte ich sie umso lieber kennenlernen.

    Abschließend möchte ich das ABC-Buch, diese „Mini-Enzyklopädie“, all jenen empfehlen, die mehr über Heine erfahren möchten und seine Werke schätzen - aber auch jenen, die noch einen Einstieg beziehungsweise nach einen Zugang zu Heine suchen.

    „Ist das Leben des Individuums nicht vielleicht eben so viel wert wie das des ganzen Geschlechts? Denn jeder einzelne Mensch ist schon eine Welt, die mit ihm geboren wird und mit ihm stirbt,unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte.“ - Heinrich Heine



  23. Cover des Buches Heinrich Heine (ISBN: 9783499500411)
    Ludwig Marcuse

    Heinrich Heine

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Der Funke des Chronos (ISBN: 9783492968331)
    Thomas Finn

    Der Funke des Chronos

     (63)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Medizinstudent Tobias, der seine Kindheit im Waisenhaus verbringen musste und dessen Beziehung nun kurz vor Weihnachten in die Brüche gegangen ist, wurde gerade durch seine Nachbarin ein Paket, welches diese dankenswerterweise angenommen hat, übergeben. Diese Päckchen erhält Tobias nun schon einige Jahre, wobei er bis dato nicht herausfinden konnte, wer ihm diese Päckchen zuschickt. Doch dieses Päckchen ist anders, es enthält, so wie es den Anschein macht, Hinweise auf Tobias früheres Leben bzw. seine Herkunft. Dieses zugesandte Geschenk führt Tobias nach einiger Zeit in einen Uhrladen und von dort direkt in ein unerwartetes Abenteuer. Als ihm der Uhrmacher erklären möchte was das ganze mit seinen leiblichen Eltern zu tun hat, betritt ein Unbekannter das Ladenlokal. Kurz darauf kommt es zu Tumult im Ladenlokal. Während dieses Tumults fallen Schüsse und als Tobias seine Gedanken einigermaßen zu ordnen versucht, erklärt ihm der Uhrmacher das er weg muss und das es nur eine Möglichkeit gibt. So wird Tobias in eine Zeitmaschine gesteckt und landet in Biedermeierischen Hamburg des 19. Jahrhunderts, wobei nur auf den ersten Blick, denn es herrscht Hysterie und Chaos. Doch auch hier läuft für Tobias nicht alles rund, den Tobias fällt hier wie ein bunter Hund auf. Schnell wird Tobias wegen seiner Andersartigkeit zum Hauptverdächtigen in einer Mordserie, in der ein bis dato Unbekannter seinen Opfern den Kopf aufschneidet und ein Sekret entnimmt.

    Um seine Unschuld zu beweisen, was sich als sehr schwierig erweist, da eine ganze Stadt auf der Jagd nach ihm ist, erhält Tobias unerwartet Hilfe. So trifft er auf Heinrich Heine. Zusammen versucht das ungleiche Paar Tobias Unschuld zu beweisen und tritt dabei einigen unangenehmen Zeitgenossen auf die Füße. Als ob das aber noch alles nicht genug ist, muss dann auch noch die Zeitmaschine gesucht werden, den Tobias möchte in seine Zeit zurück und sich dort der Dinge die auf ihn warten stellen. 

    Finns Genre-Mix und seine Fabulierlust, welche mit vielen historischen Details gefüllt ist, sollte man gelesen haben.

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