Bücher mit dem Tag "heilsarmee"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "heilsarmee" gekennzeichnet haben.

15 Bücher

  1. Cover des Buches Das Haus der Frauen (ISBN: 9783839894927)
    Laetitia Colombani

    Das Haus der Frauen

     (26)
    Aktuelle Rezension von: culejule

    4,5 von 5 Sterne

    Die Anwältin Solène erleidet einen Nervenzusammenbruch und stellt ihr Leben infrage. In Rücksprache mit ihrem Arzt nimmt sie eine Stelle als Schreiberin im Haus der Frauen in Paris an und schreibt für die Bewohnerinnen Briefe. Das Haus der Frauen wurde von Blanche Peyron vor 100 Jahren gegründet, einer Frau, deren Geschichte wir als Leser ebenfalls erfahren dürfen. Die Zeit- und Schreibebene des Buches wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was ich persönlich mochte. 

    Die Geschichten der einzelnen Frauen, die im Haus der Frauen Schutz und Sicherheit erfahren dürfen, und deren Lebenswege dorthin, haben mich persönlich berührt, so wie bereits alle Bücher der Autorin. Stellenweise hätte ich mir jedoch mehr Tiefe gewünscht. 

    Dies war übrigens mein erstes Hörbuch und ich fand es toll. Andrea Sawatzki ist neben Ruth Reinecke eine der beiden Sprecherinnen. Mal abgesehen, dass ich eh ein großer Fan der Schauspielerin bin, war der Klang ihrer Stimme ideal. 

    Ich kann euch die Geschichte nur empfehlen.

  2. Cover des Buches Die Nacht der Vergessenen (ISBN: 9783038481515)
    Iris Muhl

    Die Nacht der Vergessenen

     (30)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Niki erinnert sich sehr genau an die ersten Abende in der roten Meile. Sie schob sich anfangs erst zögerlich, dann immer forscher durch die dunklen Gassen, an den Menschen vorbei, an Männern, Frauen und Schaulustigen, unerschütterlich...“


    Niki arbeitet in Zürich bei der Heilsarmee. Es ist Heiligabend, als sich Niki mit Heidi zusammen in die rote Meile aufmacht. Dort leben Obdachlose und Prostituierte. Niki und Heidi haben Geschenke für sie dabei. Doch seit langem hadert Niki mit ihrer Aufgabe und mit Gott. Es gelingt ihr nicht mehr, Frauen zum Ausstieg aus dem Milieu zu bewegen. Viele Türen bleiben ihnen verschlossen.

    Die Autorin hat eine bewegende Weihnachtsgeschichte geschrieben. Sehr feinfühlig geht sie mit dem schwierigen Thema um.

    Der Schriftstil ist dem Thema angemessen. Es ist eher ein leises Buch mit behutsamen und taktvollen Worten.

    Schon Nikis Weg ging nicht gerade. Sie wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf, hat sich mit dem Studium davon gelöst und erst nach Umwegen ihre Bestimmung gefunden. Ihr Mann Markus will nicht, dass sie an den Abend das Haus verlässt.

    Die Unterschiede zwischen Niki und Heidi werden so formuliert:


    „...Heidi ist der Klebstoff, der die Kontakte und Beziehungen zusammenhält, sie unterbricht alle im Satz, unüberlegt und intuitiv. Niki jedoch analysiert, interpretiert und versucht die Umstände,in denen sich die Frauen bewegen, mit scharfer Beobachtungsgabe zu durchschauen...“


    Dann erzählt die Autorin die Schicksale verschiedener Frauen, die auf der Straße leben. Sie haben sich dieses Leben meist nicht ausgesucht. Mit ihrem Verdienst unterhalten die Familien, sei es in Moldawien oder in Brasilien. Aus den Worten der Frauen spricht die Sehnsucht nach den Eltern, nach den Kindern, nach Geborgenheit. Hart sind die Fälle, wo die Familie das Geld nimmt – und die Arbeit verachtet, wenn sie davon erfährt. 

    Und dann ist da Meta, die einem Bordell vorsteht und sich im Auftrag des Zuhälters um die Frauen kümmert. Sie hat für Ordnung gesorgt, entscheidet, wer Zutritt bekommt und hat die Ernährung und die Lebensverhältnisse der Frauen verbessert. Nur eines bleibt unverändert. Die Frauen dürfen das Haus nicht verlassen. Für dies Arbeit aber hat sie einen hohen Preis bezahlt.

    Drei Mal versuchen Heidi und Meta in dieser Einlass in das Haus zu bekommen. Zwei Mal bleibt die Tür geschlossen. Dann geschieht ein Wunder. 

    Auch einer der Zuhälter wird in Buch beschrieben. Selbst hier gibt es kein gut oder Böse.Das Leben ist komplizierter. Er war nicht von Anfang an das, was er jetzt ist. Seine Familie weiß nichts von seiner Arbeit. Sie kennen ihn als Handwerker.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es mahnt uns, vorsichtig mit unserem Urteil und unseren Vorurteilen zu sein. Besonders eindrücklich wirkt das Buch, weil es auf einer wahren Geschichte beruht.

  3. Cover des Buches Vor dem Abgrund (ISBN: 9783837012408)
    Tom Finnek

    Vor dem Abgrund

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Yolande

    Der deutsche Journalist und Schriftsteller Mani Beckmann hat unter seinem Pseudonym Tom Finnek drei historische Romane mit dem Schauplatz London geschrieben. "Gegen alle Zeit" spielt mit Zeitreiseelementen gepaart im 18. Jahrhundert, während "Unter der Asche" eine spannende Geschichte erzählt, die sich am Vorabend des großen Feuers von 1666 ereignet. "Vor dem Abgrund" ist Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelt.

    Zum Inhalt:

    Die junge und unerfahrene Celia kommt aus einem kleinen Hafenstädtchen nach London um nach ihrem verschollenen Vater, dem Seemann Ned Brooks zu suchen. Dieser hatte vor vielen Jahren die Familie verlassen. Nun ist Celias Mutter tot und ihre älteren Bruder fahren ebenfalls zu See. Der einzige Anhaltspunkt für die Suche nach ihrem Vater ist eine vergilbte Ansichtskarte eines Monstrositätenkabinetts im Osten von London. Rupert ist der jüngste Sohn eines reichen Hotelbesitzers und soll nach dem Willen seines Vaters die Nichte eines Brauereibesitzers heiraten und in dessen Geschäft einsteigen. Die Aussicht auf diese öde und seinen eigenen Interessen entgegenstehenden Zukunft bringt Rupert dazu, sich in Kneipen und schäbigen Unterkünften des East Ends herumzutreiben, wo er sich in einfacher Kleidung als Handwerksbursche ausgibt. Celia und Rupert treffen bei den verschiedensten Gelegenheiten aufeinander und ahnen nicht, wie sehr ihre beiden Familiengeschichten miteinander verknüpft sind.

    Meine Meinung:

    Wie schon in den ersten beiden Büchern vermischt Finnek wahre Begebenheiten mit einer fiktionalen Geschichte und lässt dabei einige historische Persönlichkeiten auftreten, wie z.B. Eva Booth, Captain der Heilsarmee oder Simeon Solomon, einen einstmals berühmten Maler, der wegen seiner Homosexualität geächtet wurde und sein Leben in Armut und Elend beendete. Auch die Untaten des Jack the Ripper spielen eine Rolle.

    Das Buch liest sich flott, allerdings gelingt es Finnek dieses Mal nicht die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Nur neblige Dunkelheit reicht einfach nicht. Die Zusammenhänge zwischen den Beteiligten wirken teilweise stark konstruiert und mancher der aufgenommen Fäden läuft ins Leere. Auch von der Spannung her kann dieses Buch nicht mit seinen Vorgängern mithalten. Es gibt noch einen erklärenden Epilog, in dem die Schicksale der historischen Charaktere erläutert werden, aber dieser erweckt damit eher den Eindruck, als wäre die Geschichte von Celia und Rupert ebenfalls wahr, was natürlich völliger Humbug ist.

    Fazit:

    Eine mäßig spannende Geschichte mit seltsam konstruierten Zusammenhängen und fehlender Atmosphäre, für mich der schwächste Teil der sogenannten London-Trilogie.

  4. Cover des Buches Adrian Mayfield - Auf Leben und Tod (ISBN: 9783836953672)
    Floortje Zwigtman

    Adrian Mayfield - Auf Leben und Tod

     (36)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Zu Beginn des finalen Bandes dieser Trilogie finden wir den Helden der Geschichte dort, wo ihn das Ende des zweiten Romans gelassen hat: In den Fängen von Leutnant Nell und Nora Ambrose bei der Heilsarmee. Die hatte sich schon beinahe erfolgreich des alkoholkranken Vaters von Adrian angenommen und versucht nun, auch den Sohn zurück auf den Pfad der Tugend zu bringen, den er durch seine unziemliche Liebe zu dem wohlhabenden Maler Vincent Farley verlassen hatte.

    Doch ebensowenig wie es die Heilsarmee schafft, Adrian zu kurieren, kann sich dieser selbst von seinen tiefen Gefühlen und dem damit verbundenen Schmerz für Vincent Farley heilen... der sich dem Druck seiner Familie und dem der Gesellschaft beugt und um die Hand der blumenbegeisterten Octavia Webb anhält.
    Die Verbindung zwischen den beiden Männern war immer schon eine problematische Geschichte gewesen: Nicht nur wegen der gesellschaftlichen Schmähung sondern auch durch das sehr unterschiedliche Er- und Ausleben dieser tiefen Gefühle.
    Als Vincent noch von Adrian's Vorleben als Strichjunge erfährt, fällt es ihm leichter, sich dem Druck seines Bruders Stuart zu beugen und sich von Adrian - der nun tief verletzt und traurig nach Möglichkeiten sucht, seine große Liebe wieder für sich zu gewinnen - loszusagen.

    So erzählt der Roman vom großen Schmerz einer Liebe und zu welchen Höllenfahrten die Belange des Herzens führen können. Die Versuche um die Rückeroberung des Geliebten bringen Adrian wieder mit dem interessanten und kauzigen Augustus Trops zusammen wie auch mit Oscar Wilde und Alfred "Bosie" Douglas, die Beide ihre eigenen sieglosen Schlachten zu kämpfen haben.
    Auf der Suche nach Unterstützung geht Adrian eine Allianz mit der "Drag Queen" Lady Eleanor Kinderly ein, die minderjährige Kinder an spezielle Bordelle verkauft... Es taucht auch ein amerikanischer schmieriger Journalist namens Paul McBride auf, der sich in diesen Reigen der Doppelmoral und Zügellosigkeit jener Kreise, die es sich leisten können, einreiht.

    Zwigtman schreibt auch diesmal wieder mit großer Sicherheit für Gefühl und Atmosphäre und bringt altbekannte Figuren zurück und lässt neue Charaktere ungezwungen ihren Platz im Mayfield'schen Universum finden. Besonders der eingewobene Erzählstrang um Lady Kinderly's "Broterwerb" gibt dem Roman eine interessante verwerfliche Note und bringt ein Tabuthema als emotionale Komponente für Adrian's Abenteuer in Paris ins Spiel.
    Sehr berührend fällt das Finale aus - die Autorin schafft es, Adrian mit der Welt zu versöhnen und ihm in wunderschönen Szenen schlußendlich das zu geben, wonach er sich seit der schicksalhaften ersten Begegnung mit Vincent sehnte...
    Ein interessanter Abschluß dieser vor historischer Kulisse spielenden Geschichte... der sogar im Epilog von Vincent's Schicksal berichtet.

    Diese Trilogie ist eine absolute Leseempfehlung. Sehr selten findet man Geschichten, die so wohl recherchiert und ausgearbeitet eine reale Begebenheit mit einer fiktiven Liebesgeschichte verwirkt und nicht vor Kitsch und Herzschmerz trieft.

    Es bleibt zu hoffen, dass eines Tages auch die Vorgeschichte zu dieser Trilogie - "Kersenbloed" (2007 geschrieben) - in deutsch übersetzt werden wird!




  5. Cover des Buches Drei Sommer wie ein Winter (ISBN: 9783775154741)
    Iris Muhl

    Drei Sommer wie ein Winter

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Arwen10
    James Green verliert früh seinen Vater bei einem Autounfall in Afrika. Als er daraufhin mit seinem jüngeren Bruder und seiner Mutter zu seiner Tante nach London per Schiff reist, erwartet ihn dort eine ungewisse Zukunft. Die Mutter ist Tablettenabhängig und die Tante kümmert sich nur widerwillig um die drei. James fühlt sich in dem fremden Land sehr einsam, bis er Monica begegnet. Doch das junge Glück währt nur kurz, James nimmt das Studium auf, während Monica in ein Internat geschickt wird. Der Erste Weltkrieg bricht aus...

    Die Autorin versteht es ausgezeichnet den Figuren und der Zeit Leben einzuhauchen. Man nimmt teil an James Leben und spürt Verlust und Einsamkeit. Das Leben in London bei der Tante ist sehr bedrückend, dazu kommt eine Mutter, die sich kaum um sie kümmern kann. Auch Gott scheint James unerreichbar zu sein, seit dem Tod des Vaters.Sehr einfühlsam wird die Liebesgeschichte zwischen Monica und James erzählt, ihre Annäherung, die Briefe und Tagebucheinträge. Sehr deutlich wird es, wie schlimm der Krieg ist. Wie er Menschen verletzt und zerstört. Diese Atmosphäre ist bedrückend. Am Ende bleibt die Hoffnung, dass das Gute und die Liebe siegen.

    Mir hat das Buch ausgezeichnet gefallen. Eine stimmige Atmosphäre und Tiefe, die einen sehr guten Roman ausmachen. Dabei wurde durch den Wahrheitsgehalt des Romans eine noch größere Authentizität erreicht. Ich freue mich, dass es wohl eine Fortsetzung geben wird und bin sehr gespannt, wie es mit James und Monica weitergeht. Die Person Boyle von der Heilsarmee bleibt mir auch im Gedächtnis und bestärkt mich darin, mich mal mit dem Thema Heilsarmee zu beschäftigen.

    Fazit: Ein äußerst gelungener tiefsinniger Roman


  6. Cover des Buches Die heilige Johanna der Schlachthöfe (ISBN: 9783518732304)
    Bertolt Brecht

    Die heilige Johanna der Schlachthöfe

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    War leider nicht sehr begeistert von diesem Buch, der Schreibstil war sehr holbrig und von der Sprache her etwas schwierig.
  7. Cover des Buches Der Erlöser (ISBN: B01LZNCX6U)
    Jo Nesbø

    Der Erlöser

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Lenny
    Spannung und guter Erzähler! Die Story ist spannend, hat mich jetzt aber nicht so in den Bann gezogen, dass ich 5 Sterne geben kann. Gute 3 Sterne....
  8. Cover des Buches Tiere (ISBN: 9783499250194)
    Simon Beckett

    Tiere

     (882)
    Aktuelle Rezension von: Zawa

    Durch dieses Buch musste ich leider durchquälen. 


    Der Anfang hat mich noch neugierig auf mehr gemacht, aber leider fiel das Interesse schnell ab.

    Die ''Tiere'' haben nur einen sehr kleinen Part im Buch, und selbst die Beschaffung dieser war so unspektakulär beschrieben, dass wirklich kein einziges Mal Spannung beim Lesen aufkam. Nigel trostloser Alltag und seine Vergangenheit, sollten wohl im krassen Kontrast zu seinen ''Tieren'' sein, aber da sie, wie gesagt nicht oft vorkamen, ging der Effekt total verloren.

    Am schlimmsten empfand ich jedoch das letzte Drittel vom Buch, in dem ein Saufgelage mit dem unsympathischen Charakteren , die man sich ausdenken kann stattfindet, sodass ich die letzten Seiten nur noch überflogen habe. 

    Von mir aus gibt es keine Empfehlung, für dieses Buch.







  9. Cover des Buches Das Haus der Frauen (ISBN: 9783596523146)
    Laetitia Colombani

    Das Haus der Frauen

     (352)
    Aktuelle Rezension von: 123ABCK

    Das hier ist meine erste Rezension. 

    Ich liebe dieses Buch - das mal an erster Stelle. Laetitia Colombani versteht es, das Leben 2er Frauen wunderbar leicht und raffiniert zu verbinden, die sich prinzipiell gar nicht persönlich kennen und mit dem Thema "Leid" von Menschen (ohne Obdach, die Gewalt ausgesetzt sind, etc.) - v.a. das von Frauen - doch in Berührung miteinander kommen. Die eine "Blanche", die mit ihrem Mann das Haus der Frauen erkämpft - mutig, willensstark, aufopfernd - und die andere Soléne (Anwältin), die im "heutigen" Paris einen Burnout erleidet und als Therapie ehrenamtlich tätig werden wird: in diesem Frauenhaus. All die schönen, traurigen und kritischen Momente im Leben von Menschen sind verflochten in die Geschichte von Soléne und Blanche - wir als Leserschaft bekommen einen Eindruck davon, wie facettenreich Leid ist. Aber auch wie wir damit umgehen, dass wir nicht zulassen dürfen, dass wir uns hinter dem Verhalten der Mehrheit verstecken. In den Worten Colombanis: Die Verantwortung des Einzelnen löst sich nicht in der Verantwortung der Gesellschaft auf (vgl. Seite 45). Sie beschreibt sehr schön, was in Menschen vorgeht und erklärt Verhalten, welches wir uns vielleicht nicht erklären können. Letztendlich ist das Haus der Frauen aus meiner Sicht die Krone, die es zu bewahren gilt. Mit dem Blick einer Sozialarbeiterin in Ausbildung sage ich: wertvoll und berührend!

  10. Cover des Buches Pioniere und Propheten (ISBN: 9783038482321)
    Roland Werner

    Pioniere und Propheten

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Tanzmaus

     

    Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Menschen, die die Kirche und den Glauben erneuern wollten. Dabei lag der Fokus dieser Frauen und Männer nicht etwa auf Neuerung oder gar Trennung, sondern auf einer Erneuerung der Kirche und des Glaubens.

     

    Die beiden Herausgeber haben zusammen mit 125 Autorinnen und Autoren 366 Kurzbiografien zusammengetragen, um so für jeden Tag des Jahres eine neue herausragende Persönlichkeit im Kampf um den Glauben dem Leser vorzustellen. Dabei beschränken sich die Herausgeber nicht nur auf die Zeit nach Luthers Thesenanschlag, sondern beginnen bereits im 1. Jahrhundert nach Christus.

     

    Für die Herausgeber ist nämlich nicht nur Luther ein Reformator des Glaubens, schon viel früher gab es immer wieder Frauen und Männer, die für eine Erneuerung der Kirche und das Evangelium entbrannt waren.

     

    Jeder Persönlichkeit wurden zwei Seiten gewidmet, auf denen man die Lebensjahre, ein Bild, ein spezifisches Zitat und die Kurzbiografie finden kann. Viele Namen waren mir ein Begriff, aber bei einigen musste ich passen. Weder kannte ich deren Namen, noch ihr Leben oder gar ihren Einsatz für den Glauben. Auch bei den bekannten Namen war mir nicht immer alles geläufig, was die Kurzbiografie hergab.

     

    Fazit:

    Das Buch ist eine tolle Sammlung an Lebensbildern aus verschiedenen Epochen, in der man stöbern, gezielt suchen oder sich inspirieren lassen kann. Bei so mancher Kurzbiografie hatte ich danach Lust, mehr über die Person zu erfahren und machte mich auf die Suche nach weiteren Quellen.

  11. Cover des Buches Halleluja-Jo (ISBN: 9783870673666)
    Jo Scharwächter

    Halleluja-Jo

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Die Schweiz und ihr Geheimnis (ISBN: 9783038481119)
    Kurt Beutler

    Die Schweiz und ihr Geheimnis

     (2)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    „Nur wer weiß, woher er kommt und wovon er geprägt wurde, kann überzeugend seine Zukunft gestalten. Darum wurde dieses Buch geschrieben.“ (Dr. Marco Gmür)

    Abgesehen von einigen wenigen Informationen aus meiner Schulzeit verband ich ehrlich gesagt bislang ebenfalls nur „Klischees“ mit der Schweiz. Die unvergessliche Kreation der „Heidi“, die bei ihrem Alpöhi und dem Geißenpeter lebte, begleitete meine frühesten Kindheitsjahre und weckte in mir bereits als kleines Mädchen eine große Begeisterung für die malerische Bergwelt der Schweiz und deren Bewohner. Auch die Schweizer Schokolade oder der Begriff der „neutralen Schweiz“ waren mir nicht unbekannt. Und dennoch hatte ich mich niemals intensiver mit diesem Land beschäftigt.

    Im vorliegenden Buch von Kurt Beutler durfte ich nun tief in die Materie eintauchen und erstaunliche Dinge erfahren. Viele markante Persönlichkeiten und Organisationen der Schweiz werden dem Leser vorgestellt. Der Autor geht auf die jeweiligen Personen und Organisationen sowie deren Lebensgeschichten und Wirkungsbereiche ein. So schreibt er beispielsweise über Johanna Spyri, die mit ihrem bereits erwähnten Roman „Heidi“ eines der bekanntesten Kinderbücher der Welt schrieb, deren Originalfassung jedoch in einem ganz bestimmten Punkt erheblich von jener dem Leser zugänglich gemachten Inhalt abwich. Man liest von Henry Dunant, dem Gründer des „Roten Kreuzes“, der als Mann mit liebevollem und toleranten Wesen und einer unglaublichen Vision dargestellt wird. Dunant gilt noch heute als historischer Ausgangspunkt des humanitären Völkerrechts, und die Beschreibung, wie es zur Gründung dieser weltweiten Hilfsorganisation kam, hielt einige äußerst interessante Einzelheiten für mich bereit. Abgesehen von diesen beiden weltweit bekannten Persönlichkeiten bietet der Autor eine Fülle von Berichten über Menschen, die – jeder auf seine Art und Weise – Großartiges geleistet haben. Kurt Beutler beschäftigt sich mit dem großen Kinderfreund Heinrich Pestalozzi und seinem Konzept der ganzheitlichen Erziehung und erzählt vom größten Wissenschaftler der Schweiz namens Leonhard Euler und dessen Erfindung. Er thematisiert die Geschichte der Reformation durch Huldrych Zwingli und Johannes Calvin und erwähnt abgesehen von der Heilsarmee und dem „Blauen Kreuz“ auch Menschen, die während des zweiten Weltkrieges Rettungsaktionen von Juden durchführten.

    Auf über zweihundert Seiten führt er eine Menge weiterer Beispiele vorbildhaften Wirkens an und erlaubt seinen Lesern Einblicke in das Leben dieser Menschen, deren Handeln von tiefer christlicher Nächstenliebe motiviert war. Er schreibt über die Einwanderung des christlichen Glaubens, die Befreiungskämpfe und wehrt sich gegen Vorverurteilungen angesichts historischer Gräueltaten, die im Namen Christi stattgefunden haben. Kurt Beutler befasst sich unter anderem mit den verheerenden Auswirkungen der Kreuzzüge, dem Papsttum der Renaissancezeit, der Verbrennung von Hexen oder der Verfolgung jener Menschen, die sich näher mit der Bibel beschäftigten und der Kirche aus diesem Grund misstrauisch gegenüber standen oder sie gar zu verurteilen wagten.

    Dieses Buch enthält eine regelrechte Fülle von interessanten Informationen über die Schweiz. Der rote Faden, der sich jedoch durch den gesamten Inhalt zieht, ist auf jeden Fall der christliche Glaube und eine Vielzahl von Menschen, deren Handlung von ihrem unerschütterlichen Glauben motiviert wurde.

    Die Covergestaltung dieses interessanten und informativen Buches ist schlicht, aber meiner Meinung nach perfekt: ein großes weißes Kreuz auf rotem Hintergrund, als weitere Blickpunkte lediglich Autorenname und Buchtitel in weißen Lettern. Schlicht, äußerst aussagekräftig und ein wahrer Blickfang! Ein Buch mit wunderschöner Optik und ausgezeichnetem Inhalt!
  13. Cover des Buches Von morgens bis mitternachts (ISBN: 9783150089378)
    Georg Kaiser

    Von morgens bis mitternachts

     (17)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783499271274)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (284)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚In meinem ganzen Leben war ich nie auch nur eine Sekunde ungetrübt froh oder glücklich!‘ (Seite 5, Zitat von Jürgen Bartsch)

    Fritz Honka, genannt Fiete, gabelt in der Hamburger Kneipe ‚Zum Goldenen Handschuh‘ Frauen auf, die die beste Zeit ihres Lebens schon hinter sich haben.

    So nimmt Honka die 48-jährige Gerda, die gut und gerne auch 70 sein könnte, mit in seine dreckige, zugemüllte, heruntergewirtschaftete Wohnung, wo er verzweifelt versucht, den beißenden Gestank mit Duftbäumen und Raumspray zu übertünchen.

    Er nutzt Gerda für sexuelle Dienste, nimmt ihr den Ausweis ab, versklavt sie und versucht, an ihre 30-jährige Tochter heranzukommen.

    Auf Gerda folgen weitere Frauen, und Honka versucht zwar, ein normaleres Leben ohne Alkohol und mit einem geregelten Job zu leben, aber das Schicksal meint es nicht gut mit ihm. Er stürzt immer weiter ab und reißt dabei mehr und mehr Frauen mit in den Abgrund.

    Ich habe schon sehr lange ein Faible für Forensische Psychiatrie und ein großes Interesse an der Psychopathologie und Psychologie von Sexualdelinquenz. Über Honka hatte ich bisher noch nichts gelesen, und ich kenne auch den Film von Fatih Akin noch nicht.

    Strunk nimmt den Leser mit nach St. Pauli, in die Kneipe ‚Zum goldenen Handschuh‘, wo sich Alkoholiker, Zuhälter und Prostituierte treffen, in Honkas Wohnung, wo es vergammelt riecht und unsagbar dreckig ist, in eine Welt, die einem buchstäblich den Atem nimmt und einen mit Schrecken erfüllt.

    Strunk beschwört ein düsteres Szenario herauf, das bisweilen schwer zu ertragen ist, aber durchweg authentisch wirkt. Beim Lesen spürt man die Verzweiflung der Figuren, versteht ihre Beweggründe, kann Sehnsüchte und Wünsche nachvollziehen - und man ist hautnah beim Scheitern der Figuren dabei. Die Orte und die Personen erscheinen dabei vor dem geistigen Auge des Lesers. Schön ist das nicht: Man riecht, schmeckt, sieht, hört und spürt das Elend, die Abgründe, den Dreck, den Horror.

    Das Buch ist bedrückend, teilweise kaum aushaltbar, aber auch sehr atmosphärisch und fesselnd. Strunk erzählt von geplatzten Träumen und macht die Entwicklung Honkas deutlich, lässt den Leser verstehen, wie Honka zum Mörder wurde. So sonderbar es ob des extrem düsteren Themas klingt: ein Lieblingsbuch 2023!

  15. Cover des Buches Erlöser (Ein Harry-Hole-Krimi 6) (ISBN: 9783548061863)
    Jo Nesbø

    Erlöser (Ein Harry-Hole-Krimi 6)

     (265)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Was für ein Unterschied zu dem kalten, distanzierten und unglaubwürdigen Roman (Krimi mit Mr. Ripley), den ich gerade vorher gelesen habe! Zwar gibt es auch hier einen zu verurteilenden Mörder, aber seine Beweggründe und Motive werden ersichtlich und nachvollziehbar, wenn auch nicht entschuldbar.

    Hauptperson ist wieder der ermittelnde eigenwillige Kommissar Harry Hole, Alkoholiker, mal trocken, mal nicht, unbeirrbar, nie nachlassend, wie besessen, einen Fall aufzuklären.

    Hier sind es gleich mehrere Fälle und – kleine Kritik zu Beginn – am Ende finde ich es ein wenig zu viel von allem. Daher kann man jedem nur raten, von Anfang an gut aufzupassen, um nichts Wichtiges zu überlesen, vielleicht auch mal innezuhalten und zu rekapitulieren, was gerade passiert ist und was passiert sein könnte. Das ist allerdings schwer, denn außer fast philosophischen Gedankeneinsprengseln gibt es viel Action, die das Buch so spannend machen, dass man es kaum aus der Hand legen kann.

    Hintergrundtableau sind der Jugoslawienkrieg und die Heilsarmee, aber Harry Hole gibt auch Einblick in seine Gedankenwelt, z.B. zum Thema Religion, Vernunft und Diktatur (S. 149), aber auch zu seinen Ermittlungseigenheiten:

    'Erst die Intuition, dann die Fakten. Weil die Intuition das Ergebnis all der Informationen und Fakten ist, die einem ein Tatort liefert, die das Gehirn aber nicht gleich in Worte fassen kann.' (122)

    Dies ist der 6., sehr empfehlenswerte Band der Harry-Hole-Reihe. Ich freue mich auf weitere Bände.

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