Bücher mit dem Tag "hautfarbe"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "hautfarbe" gekennzeichnet haben.

50 Bücher

  1. Cover des Buches We Will Fall (ISBN: 9783737356015)
    Shannon Dunlap

    We Will Fall

     (104)
    Aktuelle Rezension von: bellxkpx

    Inhalt:

    Tristan und Izzy - Liebe auf den ersten Blick. 

    Als Izzy von der Lower East Side, in das für sie noch fremde Brooklyn zieht, hat sie wenig Erwartungen. Sie kennt hier niemanden. Wie soll sie an ihrer neuen Schule Freunde finden?

    Eines Abends begegnet sie zufällig dem schüchternen, aber intelligenten Tristan. Die Funken sprühen. Beide wissen sofort, dass es Liebe auf den ersten Blick ist. 

    Doch diese Liebe wird viele Probleme mit sich bringen. Tristans Cousin Marcus, der Boss im Viertel, hat es ausgerechnet auf Izzy abgesehen. Marcus weiß nichts von Tristan und Izzys Beziehung. So kommt es, dass beide sich nur heimlich treffen können. Doch jedes Geheimnis wird irgendwann ans Licht kommen und so nimmt das Schicksal seinen Lauf...


    Meine Meinung:

    Bei der Bewertung habe ich sehr lange Zeit mit mir gerungen. Ich vergebe trotzdem fünf von fünf Sternen, dennoch mit einem kleinen Abzug. Die Geschichte hat mich schon auf der ersten Seite mitgerissen und gleichzeitig fasziniert. Ich dachte, besser geht es  nicht! Doch dann kam plötzlich das Ende. Aber dazu später mehr.

    Fangen wir zuerst bei den Protagonisten an. Das Buch wird aus drei Sichtweisen erzählt. Tristan und Izzy waren mir vom ersten Moment total sympathisch. Zwei einzigartige Charaktere. Ich fand es sehr spannend, dass beide eher  naturwissenschaftlich veranlagt sind, denn in letzter Zeit habe ich viele Bücher über lyrisch und poetisch veranlagte Charaktere gelesen, die sich ja nun doch ganz anders verhalten. :D Am interessantesten fand ich jedoch das außergewöhnliche Schachtalent von Tristan. Schach ist ein sehr spezielles, aber gleichzeitig spannendes Thema. Brianna, also die dritte Erzählerin, war auch, wie ich fand, eine sehr sympathische Figur mit ihrer Vorliebe für Tarot-Karten und das Wahrsagen.

    Nun aber zurück zu Izzy und Tristan. Beide haben mich begeistert. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Wohl auch aufgrund des angenehmen Schreibstils der Autorin. Ihre Beziehung war intensiv, manchmal haben mir aber doch noch ein paar mehr tiefgründige Gespräche gefehlt. 

    Jetzt möchte ich noch ein paar Worte zum Ende loswerden. Ich muss einfach sagen, dass ich es sehr schade fand. Beim Lesen war ich zuerst irgendwie wütend, aber auch gleichzeitig traurig.
    Man hätte es einfach anders konstruieren können, glaube ich. Tristans Tod wirkte für mich sehr aus dem Kontext gerissen. Ich wäre sogar besser damit klargekommen, wenn er in Beziehung zu Marcus gestanden hätte, muss ich zugeben. Aber durch die Vorrausblenden an machen Stellen, wusste man eben schon genau, dass alles tragisch ausgehen wird. 

    Trotzdem ist dieses Buch sehr gelungen. Ich habe es in einem Zug durchgelesen und das ist auf jeden Fall etwas positives! Ich fand es auch schön, dass es Parallen gab zur Liebesgeschichte von Tristan und Isolde (einige Beispiele: der Liebestrank oder die "zweite" Isolde). 

    Über dieses Buch werde ich mit Sicherheit noch länger nachdenken! :D


    Fazit: Letztendlich fünf von fünf Sterne von mir!

  2. Cover des Buches Gute Geister (ISBN: 9783442714506)
    Kathryn Stockett

    Gute Geister

     (687)
    Aktuelle Rezension von: Schanin

    Anfangs hatte ich mit dem Schreibstil des Buches ein wenig zu kämpfen und stolperte über einige Wörter, aber nach ein paar Seiten gewöhnt man sich dran.

    Die Geschichte ist äußerst berührend und regt zum Nachdenken an. Obwohl man über die Rassentrennung in den Südstaaten Bescheid weiß, schockieren und betrüben einen dennoch einige Details in dem Buch, die die damalige Realität widerspiegeln. Es ist kaum vorstellbar, dass dieser Zustand "nur" 60 Jahre zurückliegt.

    Die drei Hauptcharaktere sind äußerst liebenswert.

  3. Cover des Buches Mercy Seat (ISBN: 9783406719042)
    Elizabeth H. Winthrop

    Mercy Seat

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Suse33

    Eine langsam und ruhig erzählte Story, die sich um Gewalt, Rassismus und Trauer dreht. Die verschiedenen Perspektiven erzählen ihre eigene Geschichte und sind dennoch miteinander verwoben. Dieses Buch hat eine sehr bedrückende Stimmung und verlangt einem viel ab. Großartiges Werk.

  4. Cover des Buches Eine Farbe zwischen Liebe und Hass (ISBN: 9783518469965)
    Alexi Zentner

    Eine Farbe zwischen Liebe und Hass

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Luthien_Tinuviel
    Es ist nur, nun, das macht es schwer. Du hast keine Wahl, weißt du? Du wirst geboren,wenn du geboren wirst, deine Eltern sind deine Eltern, und die Dinge geschehen, wie sie gescchehen. EIniges davon ist gut, einiges nicht. Ich kann dir mein ganzes Leben erzählen, aber wenn du nicht dabei warst, wenn du nicht wie ich großgezogen wurdest, ergibt es keinen Sinn für dich. S.137


    Eine Farbe zwischen Liebe und Hass ist vor allem aufgrund seiner Perspektive ein besonderes Werk. Aus der Sicht eines weißen Teenagers, dessen Familie einer radikal- nationalistischen-rassistischen Kirche, der Kirche des Weißen Amerikas angehört, beschäftigt sich das Werk mit Problemen der amerikanischen Gesellschaft und den Schwierigkeiten eines Jungen, der versucht, aus dieser Gemeinschaft des Hasses auszubrechen und dabei doch immer wieder in Zwiespalt gerät.

    Meine Meinung:

    Das Werk von Alexi Zentner ist sehr eindrücklich geschrieben. Der Autor versucht darin nach eigenen Angaben, sich in die Rolle des Jungen auf der anderen Seite hineinzuversetzen, da er selbst ein Attentat von Neonazis auf das Haus seiner Eltern, engagierter Bürgerrechtler, erlebt hat- und dies gelingt im meisterhaft.

    Jessups Geschichte mag fiktiv sein, aber sie regt einen beim Lesen dennoch zum nachdenken an. Und gerade dieses Nachdenken, dieser geradezu bestehende Zwang, mit Jessup, der aufgrund seiner Herkunft und trotz all seiner Ziele, sich von seinem Hintergrund zu distanzieren, offen angefeindet wird, regt doch zum Nachdenken. Die Erzählung ist in einem sehr ernsten, aber aufgrund der Thematik auch angemessenen Ton gehalten und gerade aufgrund der enthaltenen Kontroversen teilweise emotional schwer zu lesen.

    Die Charaktere und Szenen sind realistisch gezeichnet, die Kürze der einzelnen Abschnitte verstärkt noch den Eindruck, den Jessups Perspektive der Geschichte verleiht. 

    Mir war die Handlung zwar auf einen zu kurzen Zeitraum fokussiert, aber die Aussage der Geschichte und deren Effekt ist doch rübergekommen.

    Fazit: Ein ernstes Buch mit zwar bekannter, ernster Thematik, das doch zum Nachdenken anstößt und gerade aufgrund seiner Perspektive besonders und wichtig ist.

  5. Cover des Buches Mehr als nur ein Traum (ISBN: 9783957344601)
    Elisabeth Büchle

    Mehr als nur ein Traum

     (56)
    Aktuelle Rezension von: BettinaLausen

    Felicitas hat mit jüdischen Wurzeln Nazideutschland überlebt. Ein unerwartetes Erbe führt sie in den 1960er Jahren nach Mississippi. Trotz aller Warnungen freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an. In der Stadt findet sie schnell Freunde, obwohl sie auch als die „Fremde“ beäugt wird. Sie gerät mitten in die brodelnden Rassenunruhen der Zeit. Und dann ist dort dieser Deputy Landon - von dem sie nicht weiß, ob er Freund oder Feind ist.


    Meine Meinung: Ich habe etwas gebraucht, um mit der tollpatschigen und naiven Hauptfigur anzufreunden. Aber bald hatte sie mein Herz erobert. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was die Spannung hochhält. Alle aus dem Dorf scheinen Geheimnisse zu haben. Irgendwann bringt der Roman eine Wendung mit einem Thema auf den Plan, mit dem ich nicht gerechnet habe. Zudem gibt es einen fulminanten Shwodown mit einem schönen Schluss. Eine absolute Leseempfehlung. 

  6. Cover des Buches Alles, was passiert ist (ISBN: 9783351050672)
    Yrsa Daley-Ward

    Alles, was passiert ist

     (31)
    Aktuelle Rezension von: gst

    „Du kannst nicht weglaufen, vor dem, was du bist. Ob du willst. Oder nicht. Was du bist steckt tief in dir, ist tief in dich eingedrungen“, schreibt Yrsa Daley-Ward in ihrer Autobiografie auf Seite 220. Diese Erkenntnis kam ihr allerdings erst nach vielen Ausbrüchen aus ihrem Leben.


    Schon mit acht Jahren lernte sie, „welche Gefühle man besser nicht fühlt“. Ebenso wie die Mutter sehnte sie sich danach, geliebt zu werden. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Der große Bruder war schon bald aus dem Haus, die Mutter arbeitete und deren Lebensgefährte ängstigte sie.


    Mit ihrem vier Jahre jüngeren Bruder lebte sie einige Jahre bei den strenggläubigen Großeltern. Dort herrschte Ordnung und „jedes Mal, wenn wir uns in der Kirche zum Gebet hinknieten, weinte ich, weil ich nicht sicher sein konnte, ob ich es in den Himmel schaffen würde.“


    In diesem Buch, das in vier große Abschnitte unterteilt ist, berichtet die 1989 in Nordengland geborene Autorin von ihrer Kindheit, der Pubertät, der Zeit der Drogenräusche und wie es ihr nach dem Tod der Mutter ergangen ist.


    Nicht nur das bisherige Leben der jungen Frau hat mich mitgenommen in eine mir fremde Welt. Auch der Stil des Buches ist etwas ganz außergewöhnliches! Da gibt es Seiten mit unterschiedlich großer Schrift und Seiten, die nur wenige Sätze enthalten. Gedichte lösen durchgehend bedruckte Seiten ab, vereinzelt steht die Schrift auch mal auf dem Kopf. Abgesehen vom Schriftbild und dem ungewöhnlichen Leben hat mich auch die Sprache an sich so beeindruckt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.


    Da ich nicht ihr bisheriges Leben, das mich teilweise abgestoßen hat, sondern das entstanden Buch bewerte, gibt es fünf Sterne.

  7. Cover des Buches Zu zweit tut das Herz nur halb so weh (ISBN: 9783492302388)
    Julie Kibler

    Zu zweit tut das Herz nur halb so weh

     (146)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Der Roman gefiel mir recht gut und konnte mich gleich in seinen Bann ziehen. Jedoch waren mir die Schicksalsschläge etwas zu viel. Daher gebe ich 4 Sterne. Hier wäre weniger mehr gewesen. 

  8. Cover des Buches The Hate U Give (ISBN: 9783570312995)
    Angie Thomas

    The Hate U Give

     (706)
    Aktuelle Rezension von: hummmel

    finished: 01. Januar 2021


    Ein total wichtiges Buch, welches für alle Altersgruppen wissenswert sein wird. Zugegeben maßen ist der Schreibstil sehr auf  die 2010er abgestimmt & viele der Trends sind jetzt schon nicht mehr relevant, weswegen das Lesen manchmal etwas unangenehm wurde. Aber das hält eine 5/5 Bewertung dennoch nicht auf

  9. Cover des Buches Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019 (ISBN: 9783608504842)
    Bernardine Evaristo

    Mädchen, Frau etc. - Booker Prize 2019

     (136)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Booker Prize 2019, wichtiges Thema.

    Leben und Geschichte schwarzer britischer Frauen.

    Kurz gesagt - das Buch war nichts für mich. Der Erzählstil zu dicht an einem Aufsatz oder einem Erzählmonolog unter Freunden.

    Habe mich eher durchgequält mit langen Pausen, wusste manches Mal kaum noch wer gerade erzählt, so sehr verschwammen die Personen ineinander.

    war definitiv nicht meins

    #MädchenFrauetc #NetGalleyDE

  10. Cover des Buches Himmel und Hölle (ISBN: 9783596809875)
    Malorie Blackman

    Himmel und Hölle

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.


    Rezension

    Dieses Buch hat sehr viele mühsam verdrängte Erinnerung wachgerufen an "Numbers 1: Den Tod im Blick" von Rachel Ward, meinem Jahresflop von 2016. Die Bücher sind sich nicht nur von den behandelten Themen und dem Handlungsverlauf sehr ähnlich, sondern für mich auch beide, anders kann ich es leider nicht sagen, am Rand des Erträglichen. Anmerkung an dieser Stelle: "Himmel und Hölle" ist acht Jahre vor "Numbers" erschienen. Mit den Ähnlichkeiten meine ich nicht, dass Rachel Ward kopiert hat, sondern schlicht, dass ich die Art des Buches sofort wiedererkannt habe und leider schon nach 50 Seiten geahnt habe, worauf ich mich da, schon wieder, einlasse. Dementsprechend wird dies eine lange Rezension werden, denn ich habe viel zu sagen.


    Das Positive zuerst: Erstens, durch die unfassbare Anzahl von 117 Kapiteln und unzählige Zwischenüberschriften ist bestimmt ein Drittel der Seiten kaum bis gar nicht bedruckt, sodass sich das Buch schneller lesen ließ als bei 501 Seiten erwartbar war. Zweitens, obwohl es sich für mich eindeutig wie eine Schullektüre liest, hat die Autorin darauf verzichtet, die Charaktere mit vulgären Ausdrücken und vermeintlicher Jugendsprache um sich werfen zu lassen. Drittens, die grundlegende Idee, die amerikanische Rassenproblematik umzukehren und aus der schwarzen Bevölkerung die dominierende Gruppe zu machen, die die Weißen unterdrückt, ist mit Sicherheit ein sehr wichtiges Thema. Mehr positive Aspekte konnte ich dem Buch leider nicht abgewinnen.


    Zunächst noch einmal zur Schullektüre: Es gibt für mich zwei Aspekte, die das Gefühl hervorgerufen haben, dass dieses Buch als Schullektüre geschrieben wurde. Zum einen ist es die Aneinanderreihung unzähliger schwieriger und sensibler Themen in diesem Buch. Erste Liebe, erster Kuss, erster Sex, Teenieschwangerschaft, Abtreibung. Alkoholismus, Depression, Suizid. Mobbing, Rassismus, Gewalt, Terrorismus, Mord, Tod. And the list goes on and on and on and on. Leider meine ich das genau so, wie ich es formuliert habe. Diese Themen werden willkürlich, ohne Verknüpfung und oftmals auch ohne Verarbeitung aneinander gereiht. Wenn ein Thema, über das mit Jugendlichen gesprochen werden sollte, abgehakt ist, springt die Geschichte Wochen oder Monate weiter, um sich dem nächsten Punkt zu widmen. Das hat mir gar nicht gefallen. Wäre dieses Übermaß an angesprochenen Themen logisch schlüssig in die Handlung integriert gewesen, hätte es mich nicht gestört. Bei mir entstand aber der Eindruck, dass die Autorin einfach alle Themen, die ihrer Meinung nach in Schullektüren mit Unterrichtsmodellen bearbeitet werden sollten, nacheinander abgearbeitet hat. Dadurch kam die Geschichte nie in den Fluss und war zudem extrem vorhersehbar, weil ich genau wusste, welche Themen mich noch erwarten werden.

    Zum anderen ist das Buch gerade am Anfang eine richtige Moralkeule. Da die ganzen Themen nicht in die Handlung integriert sind, steht hier auch nicht die Geschichte im Vordergrund, sondern die Botschaft des Buches. Noch etwas, das ich gar nicht mag. Ich nehme gerne subtile Gesellschaftskritik auf, wenn eine Geschichte diese bietet. Aber wenn ein Buch ständig mit erhobenem Zeigefinger dasteht und mir "Die Moral von der Geschicht'" so fest ins Gesicht klatscht, dass darüber die Handlung völlig verloren geht, wird es eine anstrengende, langweilige Lektüre. Wenn ich ein Buch lese, möchte ich unterhalten werden, keine Moralpredigt hören.


    Auch sonst konnte ich dem Buch leider gar nichts abgewinnen. Beispielsweise gibt es keinerlei Worldbuilding. Ich weiß, dass die amerikanische Rassenproblematik umgekehrt ist, sprich dass die Schwarzen die dominanten Herrscher sind, während die Weißen unterdrückt und ausgebeutet werden, worüber sie natürlich nicht begeistert sind. Das war's. Es hätte sehr viel Potenzial gegeben, die Hintergründe zu erläutern und beide Seiten zu beleuchten, denn der Vater von der schwarzen Protagonistin Sephy ist Politiker, während die Familie des weißen Protagonisten Callum Verbindungen zu einer Rebellengruppe hat. Die Autorin nutzt nichts von diesem Potenzial. Außer dass Schwarze und Weiße Menschen der jeweils anderen Hautfarbe hassen, gibt es keinerlei weitere Informationen. Das war wirklich sehr dürftig. Deshalb fehlt der Welt jegliche Tiefe.


    Wie sehr mir die Tiefe in der Welt und der Geschichte fehlen, habe ich gemerkt, als meine Fantasie angefangen hat, sich selbstständig zu machen. Ich habe so verzweifelt gehofft, dass irgendetwas hinter bestimmten Ereignissen steckt, dass ich angefangen habe, mir selbst Hintergründe auszudenken. Ich habe so unfassbar viele Ideen, wie dieses Buch tiefer, spannender, überraschender hätte gestaltet werden können mit subtilen Entwicklungen und informativen Erklärungen. Mein Verstand lechzte nach irgendeiner Art von Hintergrundinformation, aber dieses Buch bietet einfach gar nichts, nicht mal Andeutungen, auf denen ich hätte aufbauen können. Es ist so platt, dass ich es niemals bis zur letzten Seite geschafft hätte, wenn ich die Geschichte nicht mit meiner eigenen Fantasie angereichert hätte.

    Dann sind da noch die Charaktere, die mir im besten Fall gleichgültig waren, im schlimmsten Fall extrem auf die Nerven gingen. Haupt- und Nebencharaktere fand ich einfach unfassbar unsympathisch. Deshalb hat es mich völlig kalt gelassen, dass einige von ihnen sterben. Teilweise war ich sogar froh, dass sie dadurch nicht länger meine Nerven strapazieren konnten, obwohl ich glaube, dass sie eigentlich als Sympathieträger konzipiert wurden. Viele Handlungen der Figuren konnte ich auch überhaupt nicht nachvollziehen. Nicht nur persönlich, sondern auch inhaltlich im Kontext der Geschichte nicht. Die Liebesgeschichte las sich für mich völlig emotionslos und teilweise sogar befremdlich. Denn ich fand insbesondere Sephy so anstrengend, dass ich immer wieder vergessen habe, dass sie eine Jugendliche und kein kleines Kind mehr ist. Außerdem hat sich die Autorin jegliche Charakterentwicklung gespart, indem sie nach jedem einschneidenden Ereignis einfach mehrere Monate überspringt. Die Figur ist dann plötzlich völlig verändert, aber diese Veränderung hat sich in den nicht geschilderten Monaten vollzogen. In Summe vergehen so im Laufe des Buches fünf bis sechs Jahre. Das hat kein bisschen dabei geholfen, den Charakteren in irgendeiner Weise näher zu kommen. Sie sind von Anfang bis Ende distanziert geblieben.


    Des Weiteren werden die vielen Themen, die dieses Buch anspricht, leider nicht nur unverknüpft abgearbeitet, sondern es wird auch jeder einzelne Aspekt lieblos behandelt. Es gibt keinerlei Hinleitungen und keinerlei Verarbeitung von irgendetwas. Alles passiert einfach und fertig. Die Radikalisierung von Familienmitgliedern beispielsweise, wonach sie sich einer Terroristenvereinigung anschließen, geschieht "mir nichts, dir nichts" (S. 359). Kein Witz, das steht wortwörtlich in genau diesem Zusammenhang im Text. An einer anderen Stelle lehnt Sephys Mutter den Internatsbesuch ihrer Tochter strikt ab, nur um ein paar Seiten später plötzlich und ohne Begründung ihre Meinung komplett zu ändern. An einer Stelle, an der durch diese Meinungsänderung jede Menge künstliches Drama entsteht. Einen anderen Grund als dass diese Änderung der Meinung ein Plotdevice ist, konnte ich dem Buch nicht entnehmen. Es war einfach unfassbar praktisch, dass die Mutter es sich in diesem Moment anders überlegt hat. Und das sind nur zwei Beispiele von vielen. Es geschieht immer etwas, das für die Geschichte gerade praktisch ist. Dadurch ist die Erzählung extrem sprunghaft und teilweise zusammenhanglos. Stimmung, Emotionen, Meinungen, Einstellungen - alles ändert sich von Sekunde zu Sekunde. Das war so erschöpfend, dass ich mir gar keine Mühe mehr gegeben habe, dem irgendwie zu folgen.


    In Summe konnte ich mit diesem Buch einfach nichts anfangen. Mehr noch, es hat meine Frustrationstoleranz auf eine harte Probe gestellt. Die Fortsetzungen werde ich definitiv nicht lesen. Stattdessen werde ich versuchen, die Erinnerungen an dieses Buch zusammen mit denen an "Numbers" möglichst schnell zu vergessen.  


    Fazit

    Ich verstehe, welche Idee die Autorin damit verfolgt hat, die amerikanische Rassenproblematik umzukehren. Leider passte an diesem Buch aber einfach nichts. Es gibt keinerlei Worldbuilding und keinerlei Hintergrundinformation oder tiefere Erklärungen. Stattdessen werden unzählige wichtige Themen, die mit erhobenem Zeigefinger vorgetragen werden, teils völlig zusammenhanglos nacheinander abgearbeitet. Es geschieht immer, was gerade praktisch ist und die Handlung am Laufen hält. Zeitsprünge entbinden die Autorin von Verarbeitung der Ereignisse und von Charakterentwicklung. Die Charaktere fand ich allesamt so unsympathisch, dass sie meine Nerven arg strapaziert haben. An „Himmel und Hölle“, das wahrscheinlich mein Jahresflop sein wird, kann ich beim besten Willen nicht mehr als eine Schreibfeder vergeben.

  11. Cover des Buches Mädchen, Frau etc. (ISBN: 9783742418630)
    Bernardine Evaristo

    Mädchen, Frau etc.

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Claudia107

    Inhaltsangabe: "Die Dramatikerin Amma steht kurz vor dem Durchbruch. In ihrer ersten Inszenierung am Londoner National Theatre setzt sie sich mit ihrer Identität als schwarze, lesbische Frau auseinander. Ihre gute Freundin Shirley hingegen ist nach jahrzehntelanger Arbeit an unterfinanzierten Londoner Schulen ausgebrannt. Carole hat Shirley, ihrer ehemaligen Lehrerin, viel zu verdanken, sie arbeitet inzwischen als erfolgreiche Investmentbankerin. Caroles Mutter Bummi will ebenfalls auf eigenen Füßen stehen und gründet eine Reinigungsfirma. Sie ist in Nigeria in armen Verhältnissen aufgewachsen und hat ihrer Tochter Carole aus guten Gründen einen englischen Vornamen gegeben."

    Dieses Hörbuch besteht aus 2 MP3-CD`s, hat eine Laufzeit von 13 Stunden, 55 Minuten und wird von Constanze Becker wirklich sehr gut gelesen. Ich glaube wäre sie nicht gewesen, hätte ich das Hörbuch auf jeden Fall abgebrochen. 

    Hier werden Geschichten von verschiedenen Frauen mit dunkler Hautfarbe erzählt. Es wird von ihren Erlebnissen berichtet wie sie in der Gesellschaft aufgenommen, aber auch diskriminiert wurden. Aber all diese Frauen gehen ihren Weg und sie bleiben doch alle optimistisch und geben niemals auf. Zudem geht es hier auch um Sexualität, Rassismus und Partnerschaften. 

    Ich muss zugeben, dass dieses Hörbuch eine echte Herausforderung für mich war, wobei ich nicht alles uninteressant fand, manches war auch wirklich interessant und ich wollte wissen wie es weitergeht. Aber ich habe mich auch oft dabei erwischt wie meine Gedanken abschweiften. Das Ende überraschte mich dann sogar. Vielleicht hätte ich es abgebrochen, wenn es nicht so gut von Constanze Becker vorgetragen worden wäre. 

  12. Cover des Buches Small Great Things: A Novel (ISBN: 9780345544957)
    Jodi Picoult

    Small Great Things: A Novel

     (15)
    Aktuelle Rezension von: missbooknerd

    Ich habe schon einige Bücher von Jodi Picoult gelesen und bin ein Fan der Autorin. Sie sucht sich für ihre Bücher immer sehr spannende und relevante Themen heraus und die Bücher fesseln von Anfang bis Ende.

    In "Small great things" beschäftigt sie sich dieses Mal mit dem Thema Rassismus. Man merkt, dass die Autorin zu dem Buch sehr gut recherchiert hat und dass sie mit großem Respekt an das Thema herangegangen ist. Rassismus ist für uns alle ein wichtiges und leider auch sehr aktuelles Thema, deshalb kann ich nur jedem empfehlen, das Buch zu lesen. Häufig ist es für weiße Menschen nur schwer bis gar nicht nachvollziehbar, wie sich Menschen fühlen, die aufgrund von Rassismus diskriminiert werden. Jody Picoult gibt uns mit ihrem Buch die Chance, uns genau in diese Situation hineinzuversetzen. Wir erleben mit der Protagonistin Ruth, was es heißt, täglich immer etwas besser/angepasster sein zu müssen als die anderen, weil man von vorneherein aufgrund seiner Rasse verurteilt wird und andere schon das Schlechte von einem erwarten. Das fängt mit kleinen Dingen an (z.B. dass Ruths Tasche im Kaufhaus immer durchsucht wird, während das bei Weißen nicht der Fall ist) und findet in dem Buch seinen Höhepunkt darin, dass Ruth wegen Mordes angeklagt wird, weil sie ein Verbot eingehalten hat, das sie aufgrund von Diskriminierung erhielt.

    Von der Geschichte will ich sonst nicht zu viel vorwegnehmen, lest es einfach selbst ;)

  13. Cover des Buches Die verschwindende Hälfte (ISBN: 9783499002571)
    Brit Bennett

    Die verschwindende Hälfte

     (109)
    Aktuelle Rezension von: kaelle

    "Die verschwindende Hälfte" ist zunächst einmal Kennzeichen des winzigen Ortes Mallard im Süden der USA. Denn dort wohnen nur Schwarze, die durch "Kreuzung" mit Weißen inzwischen ebenfalls fast weiß sind. Nach außen hin schwindet ihre schwarze Hälfte immer mehr, worauf man stolz ist.

    In diesem Ort wachsen Zwillingsmädchen auf, Stella und Desiree, die als kleine Kinder mit ansehen mussten, wie ihr Vater Opfer eines Lynchmordes wurde. Als Teenager hauen sie eines Tages ab und ihr Heimatort wird für sie zur "verschwindenden Hälfte".

    Nach einiger Zeit trennen sich jedoch auch die Wege der beiden jungen Frauen, denn Stella hat die Gelegenheit, sich als Weiße auszugeben, um einen besser bezahlten Job zu bekommen. Um dieses neue Leben konsequent durchziehen zu können, muss sie Desiree zurücklassen. Aus jedem Zwilling schwindet dadurch eine Hälfte.

    Der Roman erzählt vom Leben der beiden Frauen sowie vom Leben ihrer beiden Töchter, die ebenfalls spüren, dass da etwas fehlt. Alle Figuren experimentieren mit Rollenbildern und Identität, schlüpfen gerne in neue Rollen oder würden das zumindest gerne tun. Dies spielt sich nicht nur auf der Ebene von Hautfarbe und Familie ab, sondern auch auf der der Schauspielerei und der Geschlechtszugehörigkeit. Diese Erweiterung macht den Roman für mich noch stärker.

    Erschreckend fand ich - wie immer, wenn ich darüber lese - den Umgang mit Schwarzen in den USA. Noch erschreckender war für mich, wie wichtig auch Schwarzen Farbnuancen sind: Die Hellhäutigeren erheben sich gerne über die Dunkelhäutigeren.

    Den Schlussteil des Romans fand ich etwas enttäuschend. Anfangs ist er so gut strukturiert und konstruiert, dass man das Gefühl hat, er steuert auf ein großes Finale zu. Dabei läuft er doch nur irgendwie aus.

  14. Cover des Buches Sehr blaue Augen (ISBN: 9783644004726)
    Toni Morrison

    Sehr blaue Augen

     (60)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Das Buch erschien im Original 1970 und  handelt vom Wertesystem der Weissen Anfangs der 40er Jahre und erzählt darin die Geschichte von Pecola dem 11 jährigen schwarzen Mädchen.


    Aus dem Vorwort von Toni Morrison:


    "Ursprung des Romans war ein Gespräch, das ich in der Kindheit mit einer Freundin geführt hatte. Wir waren gerade erst in die Grundschule gekommen. Sie sagte damals, dass sie gerne blaue Augen hätte. Ich sah mich um und versuchte mir vorzustellen, wie sie bei Erfüllung ihres Wunsches aussähe, aber das Bild das mir dabei vor Augen trat, stiess mich heftig ab. Ihre kummervolle Stimme schien um Mitgefühl zu betteln, und ich versuchte, es ihr zu geben, aber in Wahrheit war ich angesichts der Entweihung, die ihr vorschwebte, so bestürzt, dass ich wütend auf sie wurde.

    Bis zu diesem Augenblick hatte ich Menschen als hübsch, als reizvoll, als nett, als hässlich wahrgenommen, und obwohl mir das Wort 'schön' sicher nicht fremd war, hatte ich es doch nie als einen Schock betrachtet...]

    [... Auf jeden Fall war es das erste Mal, dass ich begriff, was 'schön' bedeutete. Dass ich mir selbst ein Bild davon gemacht hatte. Schönheit war nicht einfach etwas das man betrachtete. Schönheit war eine Frage des Verhaltens."


    1993 erhielt Toni Morrison als erste afroamerikanische Autorin den Nobelpreis für Literatur und starb 2019 im Alter von 88 Jahren.

  15. Cover des Buches Die Geächteten (ISBN: 9783404168941)
    Hillary Jordan

    Die Geächteten

     (44)
    Aktuelle Rezension von: kleine_welle

    In Hannahs Welt werden Verbrecher durch eine Injektion eingefärbt. Je nachdem was sie verbrochen haben. Sie ist eine Rote, denn sie hat einen Mord begangen. Doch das schlimmste ist noch nicht mal das sie verchromt wurde, denn nachdem sie die Tage im Gefängnis beendet hat, muss sie sich in der Welt draußen zurecht finden und dort gilt sie als vogelfrei. 

     

    Das Cover mag ich total gerne, denn nicht nur das rot ist sehr cool, auch dieses intensive blau der Augen ist echt gelungen. :)

    Der Schreibstil konnte mich direkt einnehmen und sehr schnell habe ich gemerkt, dass es in Hillary Jordans Buch nicht nur einfach darum geht, wie diese zukünftige Welt ist, sondern es geht um so viel mehr. 

    Hannah wird rot verchromt, weil sie eine Abtreibung vorgenommen hat und das ist in dieser strenggläubigen Welt in der sie lebt eine Straftat. Ich möchte jetzt keine Grundsatzdiskussion darüber führen, wie ich das finde, aber ich möchte so viel sagen, ich kann Hannahs Beweggründe nachvollziehen. Hannah sieht einfach keinen anderen Ausweg und im Laufe des Buches erfährt man auch immer mehr Details dazu. Auf jeden Fall wird sie geschnappt und verchromt. Nun ist sie eine Rote und sie muss feststellen, dass sie von ihren Eltern extrem von allem abgeschottet wurde. Viele Dinge waren ihr nicht klar, auch wenn sie jemand ist, die viel hinterfragt hat. Und nun hat sie die Möglichkeit auch Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. 

    Man erlebt mit, wie Hannah immer mehr selbstbewusst sein entwickelt und endlich ihren eigenen Weg gehen möchte. Das ist eine wirklich schöne Entwicklung. 

    Aber genau wegen dieser konventionellen Einstellung ihrer Eltern und Freundinnen, kann sie sich niemandem anvertrauen und muss lernen, dass sie nur auf sich selber bauen kann. Doch in ihrer Zeit als Rote lernt sie neue Menschen kennen, die ihr zeigen, dass es okay ist Dinge zu hinterfragen oder nicht so leben zu wollen, wie man es von einem erwartet. 

    Doch zunächst lernt sie auch die Schattenseiten kennen, denn als Verchromte ist sie eine Geächtete und jeder kann es sehen. 

    Und auch wie Hannah selber erkennen muss, weiß man ja nicht genau was der Gegenüber getan hat, denn es gibt keine weiteren Abstufungen. Rot ist Rot und steht für Mord, alle sind in dieser Farbe gleich. Dasselbe gilt für andere Farben, einzig Blau ist nochmal eine Stufe schlimmer, denn das sind die Pädophilen. 

    Ich war ziemlich wütend manchmal beim Lesen, denn diese ganze Welt ist so heuchlerisch. Man versucht gut zu sein und anderen zu helfen, aber nur auf Abstand und bloß nicht den Verchromten, egal was sie getan haben. Denn diese leben in Ghettos und dort sollen sie auch bleiben. Dazu kommt, man kann alle Verchromten ganz leicht über das Internet aufspüren und verfolgen. 

    Gut kann man dieses Buch auf jede Zeit in unserer Welt einsetzen, denn was ist es anders wenn im Dritten Reich, Juden in Ghettos leben und mit Sterne markiert werden oder man PoC heutzutage auf der Straße zu Tode prügelt? Die Menschen schauen weg, weil sie nicht in ihrer heilen Welt beeinträchtigt werden wollen. Ein zeitloser Roman, der ein wichtiges Thema behandelt. 

    Aber es gibt nicht nur negative Seiten, denn im Buch tauchen sehr viele starke Frauen auf, die Hannah helfen und auch Hannah selber lernt, auf eigenen Beinen zu stehen. Man muss nur über seinen eigenen Tellerrand schauen.

     

    Mein Fazit: Ein wie oben schon gesagter zeitloser Roman, der eine dystopische Welt beschreibt, die aber genauso gut unsere eigene Welt sein könnte. Ich finde es wichtig, was hier beschrieben wird und auch toll finde ich, dass in Hillary Jordans Buch so viele starke Frauen auftauchen, die Hannah unterstützen und ihr zeigen, wie falsch alles doch ist in ihrer Welt. 

    Hannah macht eine tolle Entwicklung durch und das Ende ist echt gut gelungen. Ich mochte das Buch sehr gerne lesen und empfehle es einfach allen weiter! :)

  16. Cover des Buches Identitti (ISBN: 9783948674045)
    Mithu Sanyal

    Identitti

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Schmuseork

    Bin heute erst mit diesem Hörbuch fertig geworden, doch eines weiß ich jetzt schon - ich bin wirklich begeistert von der Geschichte, die hier erzählt wird. Obwohl nicht viel passiert, hat mich das Hörbuch gefesselt, ich war gespannt darauf, wie sich die Dinge entwickeln würden und worauf das alles hinauslaufen würde. 

    Den Schreibstil habe ich als sehr unkonventionell empfunden. Immer wieder wird die Erzählung durch Tweets und verschiedene Medienbeiträge unterbrochen. Die Sprache ist sehr denglisch - und das fand ich hier sehr passend und sympathisch. 

    Auch habe ich viel dazugelernt und Inspirationen erhalten, mich mit dem Thema Identität auseinanderzusetzen. Mit war es vorher nicht bewusst, aber eigentlich habe ich die Geschichte von Nivedita auch erlebt - nur nicht mit indischem, sondern mit einem anderen familiären Hintergrund. Ich habe mich auch immer wie eine "Kokosnuss" gefühlt, zum Teil fühle ich mich immer noch, aber jetzt begreife ich zum ersten Mal, dass wir alle irgendwie "Kokosnüsse" sind. Ich werde weiter darüber nachdenken und meine Schlüsse daraus ziehen, aber das braucht ein wenig Zeit. Jedenfalls bin ich dankbar, für die großartige Inspiration, dir mir "Identitti" geboten hat!

    Obwohl "Identitti" sich auch toll zu lesen ist, habe ich ja das Hörbuch gehört und bin auch diesbezüglich sehr zufrieden. Die Sprecherin (Cynthia Micas) macht einen tollen Job. Man kennt sich immer aus, wer gerade spricht, und ihre Stimme verleiht der Geschichte zusätzlichen Pepp.

  17. Cover des Buches Erdsee (ISBN: 9783596701605)
    Ursula K. Le Guin

    Erdsee

     (209)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Die Saga „Erdsee“ von Ursula K. Le Guin gehört wohl zu den Klassikern, die jeder eimal gelesen haben sollte. Insgesamt umfasst die Reihe sechs Geschichten, wobei die ersten vier inzwischen meist nur noch in einem Sammelband zu bekommen sind.

    Diesen Sammelband habe ich nun auch gelesen.

    Da es sich um vier einzelne Geschichten handelt, werde ich die Inhaltsangabe auch in vier Teile aufteilen.


    1. „Der Magier der Erdsee“: Die erste Geschichte dreht sich um den Jungen Ged, auch Sperber genannt.Ein Ziegenhirte von einer der kleineren Inseln der Erdsee. Bei einem Überfall von Piraten stellt sich heraus, dass er in der Lage ist, Magie zu wirken. Damit beginnt seine Reise und er gelangt auf die Insel der Magier, wo er unterrichtet wird. Er ist ein gelehriger und wissbegieriger Junge, doch auch sehr stolz und ehrgeizig. In einem Streit mit einem älteren Jungen wendet er eine verbotene Formel an und befreit etwas schreckliches, dass ihn fast umbringt, bevor es floh. Er macht sich auf den Weg das Übel, dass er selbst in die Welt gesetzt hat, zu zerstören.
    2. „Die Gräber von Atuan“: Diese Geschichte dreht sich um ein junges Mädchen, Tenar, auf einer fernen Insel. Sie ist die wiedergeborene Priesterin der Gräber und ihr Leben gehört der Macht, die dort wohnt. Viele Schätze liegen im Labyrinth unter den Gräbern und eines Tages findet sie dort unten einen Fremden. Ged der Magier ist dort und soll einen bestimmten Schatz bergen. Die Beiden freunden sich an und Ged überzeugt sie schließlich mit ihm von der Insel zu fliehen, doch das ist nicht so leicht, wie gedacht, denn die finstere Macht lässt nichts unversucht um sie gefangen zu halten.
    3. „Das ferne Ufer“ Ged ist inzwischen zum obersten Magier aufgestiegen und schlimme Nachrichten gehen um. Die Magie soll aus der Welt verschwinden. Der junge Prinz Arren ist einer der Überbringer dieser Nachrichten und bittet um Hilfe. Mit ihm zusammen macht Ged sich auf den Weg um den Ursprung der Dunkelheit zu finden. Um die Magie selbst zu retten. Eine Reise bis ans Ende der Welt beginnt, doch bald finden sie heraus, dass es nicht die Lebenden sind, wegen denen das alles passiert.
    4. „Tehanu“: Diese Geschichte schließt nahtlos an die vorherige Geschichte an und handelt wieder von Tenar, die inzwischen älter ist und sich ein neues Leben, fernab der Insel der Gräber aufgebaut hat. Sie hat ein kleines Mädchen aufgenommen, von Brandnarben entstellt. Doch wer ist dieses Mädchen wirklich? Und welches Geheimnis hütet sie?


    Ursula K. Le Guin erschafft eine Welt vom Rang des „Herr der Ringe“. Fantastisch und gewaltig und alles andere als friedlich. Mit jeder Geschichte erfährt man mehr über die Geschichte von Erdsee, die verschiedenen Inseln und alte Sagen. Beim lesen sollte man auf alles achten, denn in der nächsten Geschichte kommt vielleicht genau das vor, was vorher als Hintergrundinformation gestreut wurde.

    Auch vom Schreibstil her erinnert es mich an „Herr der Ringe“. An manchen Stellen ist es etwas langatmig, aber man wird mit wunderschönen und tiefgründigen Gesprächen belohnt, die gar nicht so fern von der Realität liegen. Allerdings zieht sich die Handlung ein wenig dahin. Die Anfänge der Geschichten sind immer sehr ruhig, alltäglich. In der Mitte wird die Gefahr bewusst, oder etwas unvorhergesehenes geschieht. Erst am Ende der jeweiligen Geschichten gipfelt das Finale in meist nur wenigen Seiten.

    Anfangs wirkte die Geschichte noch typisch. Magier und die Rettung der Welt. Doch die Autorin beschäftigt sich in ihren Geschichten auch mit Themen wie (z.B. in der 3. Geschichte) die Angst vor dem Tod und der Frage, was danach kommt.

    Allerdings zieht sich die Handlung ein wenig dahin. Die Anfänge der Geschichten sind immer sehr ruhig, alltäglich. In der Mitte wird die Gefahr bewusst, oder etwas unvorhergesehenes geschieht. Erst am Ende der jeweiligen Geschichten gipfelt das Finale in meist nur wenigen Seiten. Diese Reihe kann ich jedoch nicht uneingeschränkt empfehlen. Kinder sollten die Finger davon lassen, da doch teilweise sehr ernste Themen angeschnitten werden (Tod/Verstümmelung). Ich würde ab zwölf empfehlen, je nach Kind natürlich.

    Ansonsten: Lest diese Reihe!

  18. Cover des Buches Spiel ins Herz (ISBN: 9781517692780)
    Poppy J. Anderson

    Spiel ins Herz

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    „Wir setzen uns gleich alle an die Tische, Tantchen“, erklärte Eddies Dad, der die Nöte seines Sohnes glücklicherweise erkannte. „Willst du dich nicht zu deiner Schwester setzen?“

    Augenblicklich verfinsterte sich das Gesicht von Tante Golda. „Deyn Mamele is a bobeze, Binyamin!“

    Während sich sein Vater verschluckte und allem Anschein nach kurz vor einem Lachanfall stand, fragte Eddie vorsichtig nach: „Bobeze?“

    „Eine alte Hexe“, klärte sein Dad ihn vergnügt auf und schien keineswegs beleidigt zu sein, dass seine Großtante soeben seine Mutter beleidigt hatte. „Da kann ich dir nicht widersprechen, Tante Golda.“


    (Familientreffen können doch so schön sein)

    Zum Inhalt:
    Mit der Liebe ist es wie mit einer Trainingspause im Football: Man kann sie nicht erwarten, genießt sie in vollen Zügen und hat am Ende einige Kilos mehr auf den Rippen. Eddie Goldberg, Strong Safety der New York Titans, kann ein Lied davon singen, jedenfalls was die Gewichtszunahme betrifft. Liebestechnisch sieht es bei ihm dagegen eher mager aus - bis er Ava trifft, die nicht nur eine begnadete Konzertpianistin ist, sondern ebenfalls eine ziemlich große Schwäche für Kuchen hat. Eddie ist bezaubert, kann jedoch nicht verstehen, weshalb die hübsche Frau mit den großen Augen auf seine Annäherungsversuche zurückhaltend reagiert. Während er denkt, dass ihre Zurückhaltung mit ihm zu tun hat, und sich deshalb nur mit Mühe und Not von einem Frustessen abhalten kann, hat Ava jedoch ganz andere Gründe, um auf Abstand zu gehen, obwohl auch sie Eddie einfach zum Anbeißen findet.

    Während Ava nichts dagegen einzuwenden hatte, sich uralte Fotos anzuschauen, auf denen sie mit Schaum auf dem Kopf in einer Badewanne saß, wirkte Eddie so entsetzt, dass sie befürchten musste, ihn in nächster Zeit reanimieren zu müssen.

    „Mom“, rief er mit einem unnatürlich hohen Krächzen, als seine Mutter von der Couch aufsprang und das Buchregal anvisierte, das gleich hinter ihnen an der Wand mit dem Backsteinmuster stand. „Muss das wirklich sein?“



    (Ja Eddie, es muß!)

    Eddie Goldberg hat an sich alles, was er sich wünschen kann. Er hat einen Job der ihm Spaß macht - nicht zuletzt, weil es sein Lieblingssport ist und er hat jede Menge Kohle, die ihm ein sorgenfreies Leben bescheren. Doch das, was sich der Footballhühne, der mit seiner Mannschaft bald den dritten Superbowl holen könnte, wirklich beschäftigt, würde man ihm gar nicht ansehen. Denn er wünscht sich nichts sehnlicher als eine Frau an seiner Seite, mit der er Pferde stehlen, Kuchen backen und klassischer Musik lauschen kann. Doch irgendwie will es nicht so recht klappen, was er seinem Aussehen und seinen Wurzeln zuschiebt. Denn als Schwarzer mit blauen Augen, dank seiner schwarzen Mutter und seinem weißen Vater, und als Jude war der junge Mann immer ein Außenseiter, egal, wo er sich hat blicken lassen. Für Eddie ist klar, er ist ein hoffnungsloser Fall. Bis er Ava begegnet.

    Ava ist alles, was Eddie sich wünschen kann und doch scheint sie ebenfalls ein Päckchen mit sich herum tragen zu müssen. Als berühmte Konzertpianistin ist sie nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund Geoffrey aus London geflohen und scheint dem Spiel auf dem Klavier abgeschworen zu haben. Während nach außen immer fröhlich wirkt, nagt in ihr ein Zweifel, der mit jedem Tag mehr wächst. Nur mit Eddie kann sie lachen und nach einiger Zeit bemerkt sie, dass sie ihn mehr als nur mag und er sie ebenfalls nicht unbedingt unattraktiv findet. Alles könnte so perfekt sein, gäbe es da nicht ein schwerwiegendes Problem...

    „Schon gut“, murmelte er und glaubte, gleich sterben zu müssen, wenn sie weiterhin auf seinem Schoß herumhüpfte. Um sich von der sinnlichen Frau abzulenken, die seiner Leiste mit ihrem wunderschönen Po viel zu nah kam, dachte er an das Ekligste, was ihm einfiel.

    Blakes Spind in der Umkleidekabine.

    Das funktionierte auch ziemlich gut – bis Ava sich mit einem Seufzen gegen seine Brust sinken ließ und unschuldig fragte: „Was unternehmen wir morgen?“



    (Eddie und Ava beim Musikhören im Musicstore)

    Oh Gott ich liebe diese Geschichte. Selten habe ich so gelacht. Die Dialoge sind feurig, die Storyline unheimlich niedlich und die Worte lesen sich weg wie nichts. Ich habe das Buch an einem halben Tag regelrecht gefressen und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Zu Beginn war ich ein bisschen irritiert, weil so viele Charaktere auf mich eingeströmt sind, die für das Buch selbstverständlich schienen. Dann habe ich gemerkt, dass ich mit dem elften Teil begonnen habe und dann war mir einiges klar. Trotzdem habe ich mich schnell in das Buch eingefuchst. Die Autorin schreibt sehr logisch, sehr einfühlsam und sehr bildgewaltig. Es macht Spaß Ava und Eddie auf ihrer Reise zu begleiten. Eddie wirkt dabei sehr harmoniebedürftig und fast schon ein bisschen sehr handzahm und gut erzogen, was ihn aber so ungemein sympathisch macht. Ava scheint sein perfektes Gegenstück zu sein. Sobald die beiden aufeinander treffen muss man einfach hoffen, dass sie bald gemeinsam durch das Leben gehen. Die beiden sind als Menschen so lieb, dass man fast schon einen Zuckerschock bekommen könnte. Getoppt wird die Story dann noch durch lustige Sequenzen, wenn die Kids des Teams mit auftreten oder die Frauen der anderen Spieler sich in die Geschichte mit einmischen. Eigentlich passiert in dem Buch ständig etwas. Es wird einfach nicht langweilig und es bleibt einfach kein Auge trocken, sei es nun durch große Emotionen oder witzige Szenen. Mit diesem Buch bin ich nun definitiv ein Fan der New York Titans - Reihe , auch wenn ich so gar keine Ahnung von Football habe. Wenn alle Bücher so gut geschrieben sind, dann steht mir wohl eine footballreiche Zeit ins Haus.

    Empfehlen möchte ich die Reihe, aber auch den Roman, allen, die gern Liebesromane mit Witz und großen Emotionen lesen. Ihr werdet hier definitiv auf eure Kosten kommen, das verspreche ich euch.

    Idee: 5/5
    Charaktere: 5/5
    Emotionen: 5/5
    Humor: 5/5
    Logik: 5/5

    Gesamt: 5/5

  19. Cover des Buches Swing Time (ISBN: 9783462052831)
    Zadie Smith

    Swing Time

     (114)
    Aktuelle Rezension von: AutorinMonaFrick

    Tolles Buch, spannende Geschichte, rund um zwei heranwachsende junge Mädchen, deren Lebensweg völlig auseinandergeht ...

    Interessantes Setting, lebendiger Schreibstil. Ich empfehle es auf jeden Fall.

  20. Cover des Buches Die Farbe von Wasser (ISBN: 9783833307447)
    James McBride

    Die Farbe von Wasser

     (44)
    Aktuelle Rezension von: BookLover21

    "Er hat keine Farbe", sagte sie. "Gott hat die Farbe von Wasser. Wasser hat keine Farbe" (Seite 67)

    Ein sehr berührendes Buch. Meine erste Biographie die ich gelesen habe. Und ich war begeistert! 

  21. Cover des Buches Kleine große Schritte (ISBN: 9783328102601)
    Jodi Picoult

    Kleine große Schritte

     (246)
    Aktuelle Rezension von: bellas_auslese

    Zunächst einmal möchte ich für den Roman Inhaltswarnungen setzen, da ich diese vermisste habe, obwohl mir der Inhalt des Buches klar war.
    TW: Hass, Rassismus, Gewalt, Kindstod, Rechtsradikaler Idealismus

    Im Buch geht es um Ruth eine Hebamme und Kinderkrankenschwester, die seit 20 Jahren im Krankenhaus arbeitet. Sie ist Witwe, hat einen 17 Jährigen Sohn und ist Afro Amerikanerin.
    Ich erwähne dies hier so explizit, weil es der entscheidende Punkt in der Handlung wird.
    In ihrem Arbeitsalltag überschlagen sich die Ereignisse und Ruth sitzt auf der Anklagebank wegen Mordes.

    Zunächst einmal finde ich den Aufbau des Buches gut, jedes Kapitel wird aus der Sicht einer*s anderen Protagonisten*in in der Ich-Form beschrieben. Hierbei geben die Kapitel Einblicke in Gegenwart und Vergangenheit, sodass ein umfassendes Bild über die Protagonisten*innen entstehen kann.

    Das Buch behandelt viele Ausprägungen von Rassismus. Es wird unverblümt und knallhart beschrieben, wie der Alltag vieler Menschen aussieht. Ich habe dazu so viel zu sagen, stehe aber immer noch sprachlos dar. Ich bin jedes Mal wieder überwältigt von dem Hass, den so viele Menschen jeden Tag erleben müssen, ohne das sie sich davor schützen können. Es ist grausam und unmenschlich.

    Wenn eure Kapazitäten es derzeit zulassen, lest alle dieses Buch, reflektiert über euch selbst und empfehlt es anderen Menschen. Nur durch Zuhören und verbreiten von Wissen, können wir Dinge verändern. Hört zu, wenn ihr kritisiert werdet. Wir alle machen Fehler. Nur durch diese können wir lernen und wachsen.
    Veränderungen beginnen im Kleinen und können große Kreise ziehen, wenn wir alle ein Stück dazu beitragen. Rassismus ist noch lange kein Produkt der Vergangenheit, auch wenn wir hier im deutschsprachigen Raum gerne glauben mögen, es wäre so.
    Danke, Jodi Picoult für das Zusammentragen dieses Romans, der aus den Erfahrungen so vieler Menschen besteht. Er hat mir nachhaltig die Augen geöffnet.

  22. Cover des Buches Der Klang der Zeit (ISBN: 9783104031675)
    Richard Powers

    Der Klang der Zeit

     (197)
    Aktuelle Rezension von: lenchen0712

    Der Klang der Zeit von Richard Powers war eine wirklich schöne Geschichte, welche die Gegenwärtigen und die ehemaligen dinge verbindet. Der Schreibstil war wirklich anspruchsvoll, aber dies hat die Geschichte nur großartiger gemacht, da man in die passende Stimmung kam, welche etwas melancholisches hatte.

  23. Cover des Buches Der menschliche Makel (ISBN: 9783446262386)
    Philip Roth

    Der menschliche Makel

     (352)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Kennt jemand diese Leute? Hat sie schon mal jemand im College gesehen, oder sind es dunkle Gestalten, die das Seminarlicht scheuen?“


    Coleman Silk Professor für Altphilologie spricht diesen Satz an seiner Vorlesung im Athena College und stösst damit auf einen Sturm der Entrüstung, man wirft im Rassismus vor. Unter diesem stettigen Druck schmeisst Coleman darauf seinen Lehrstuhl hin. Was niemand weiss: Er selbst ist Afroamerikaner, genetisch durch einen hellen Teint 'begünstigt'. 


    Was dann folgt ist derart grossartig geschrieben, die Protagonisten (derer gibt es einige) sind sehr eindrücklich gezeichnet indem sie zwischendurch in die Handlung vertiefend eingewoben werden. Ich bin wirklich begeistert von diesem komplexen Buch. Der Plot spielt in der Zeit in der Bill Clinton Präsident der USA war, die Lewinski Affäre war damals Dauerthema, ein gefundenes Fressen für die Moralisten Im Lande.


    Einige Längen gibt es zu weilen zu Beginn, doch ich wurde nicht enttäuscht, mehr und mehr tut sich das Buch auf und die Geduld wird belohnt mit einem grossen Leseerlebnis.


    Grosse Leseempfehlung!

  24. Cover des Buches Americanah (ISBN: 9783596521067)
    Chimamanda Ngozi Adichie

    Americanah

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Ifemelu und Obinze, eine Liebesgeschichte in Nigeria. Das ist die  zentrale Geschichte, die in "Americanah" erzählt wird. Aber es geht auch hauptsächlich um Rassismus, um "nichtamerikanische Schwarze" und was der Unterschied zu amerikanischen Schwarzen ist. Es fällt einem auf einmal wie Schuppen von den Augen, warum es "den Afrikaner" oder "die Afrikanerin" weniger geben kann als "den Deutschen" oder "die Deutsche". Genauso wie die Bedeutung eines Afros, die mir bisher nie so klar war.
    Das Buch hat ein paar Längen, aber insgesamt öffnet einem Chimamanda Adichie die Augen und gibt Einblicke in das Leben in Nigeria. Ich habe jetzt viel Stoff zum Nachdenken, das ist gut so.

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