Bücher mit dem Tag "hamburg-krimi"

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24 Bücher

  1. Cover des Buches Inspektor Takeda und die Toten von Altona (ISBN: 9783746632131)
    Henrik Siebold

    Inspektor Takeda und die Toten von Altona

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Die recht eigenwillige und leicht erregbare Hamburger Kommissarin Claudia Harms ist wieder einmal sauer! Da hat man doch ausgerechnet ihr den Auftrag erteilt, sich um den Kollegen Ken Takeda aus Tokio zu kümmern, der im Rahmen eines wenig beliebten, verächtlich belächelten Austauschprogramms für zwei Jahre nach Deutschland geschickt wird, um hier Erfahrungen zu sammeln und die hiesige Vorgehensweise bei der Verbrechensbekämpfung zu studieren, wobei er voll eingebunden sein soll in alle anfallenden Ermittlungen. Claudia aber weiß es besser! Als Kaltstellen ihrer Person betrachtet sie ihre unliebsame Aufgabe, weiß sie doch, dass sie, die einzige Hauptkommissarin der Mordkommission, nicht nur ihren ausschließlich männlichen Kollegen sondern vor allem ihrem Chef, der sie liebend gerne loswerden möchte, ein Dorn im Auge ist, ein Ärgernis, der man jede Gelegenheit verwehren sollte, ihr unanzweifelbares Können bei der Lösung auch der kompliziertesten Fälle unter Beweis zu stellen.

    Doch die Vorbehalte, die Claudia dem Japaner gegenüber hat, zerstreuen sich schnell, denn dieser ist, so stellt sich rasch heraus, ein außerordentlich sympathischer und höflicher Mann, der nicht nur ein begabter Saxophonspieler und Karaoke-Sänger ist, sondern darüber hinaus auch noch mit einem besonderen Gespür für Kriminalfälle gesegnet ist – und einer enormen Neugierde auf Deutschland, das Land, das ihm sein Vater, ein Verehrer der deutschen Kultur und überhaupt alles Deutschen, in den leuchtendsten Farben geschildert hat.

    Dass der erste Einsatz, zu der der Chef die mürrische und besserwisserische Claudia und den eleganten Japaner mit der Vorliebe für teure Anzüge abordnet und der als unwichtige und von Anfang an als bereits gelöst betrachtete Angelegenheit angesehen wird, sich als ziemlich verzwickt herausstellen würde, war nun wirklich nicht geplant! Dem ungleichen Ermittlerpaar wird nämlich schnell klar, dass der als Selbstmord eingestufte Tod eines Buchhändlerpaares im Hamburger Stadtteil Altona in Wirklichkeit ein geschickt getarnter und mit großer Sorgfalt ausgeführter Mord ist! Der Täter scheint bald festzustehen, doch ist er so offensichtlich, dass den inzwischen gut zusammenarbeitenden west-östlichen Ermittlern berechtigte Zweifel kommen. Gegen alle Widerstände beginnen sie, in einem Sumpf von Verrat, rücksichtsloser Bauspekulationen, grassierendem Ausländerhass und unkontrollierbarer Aggressionen zu stochern – und geraten alsbald immer tiefer in immer gefährlicher werdende Situationen, bis sie schließlich, als es für beide schon beinahe zu spät ist, die ganze trübe, traurige und zutiefst abstoßende Wahrheit erkennen....

    Der Japankenner Henrik Siebold hat mit dem ersten Band um die beiden Kommissare Ken Takeda und Claudia Harms einen trotz der düsteren Szenerie erfrischend neuen, einen jedenfalls nicht alltäglichen Kriminalroman geschrieben, der sich angenehm von der den längst unüberschaubar gewordenen Krimimarkt überflutenden Massenware mitsamt ihrem auf die Nerven gehenden Lokalkolorit unterscheidet.

    Dabei ist der Mordfall, um den es in vorliegendem Roman geht, zwar nicht leicht zu durchschauen, aber auch nicht sonderlich spektakulär, der Hintergrund, vor dem die beiden Hauptfiguren ermitteln, ist, wenn auch traurige Wirklichkeit, nichts, worüber man unbedingt Bescheid wissen möchte und schon gar nichts, was als Stoff für einen wirklich guten Krimi vorstellbar wäre. Und auch das ungleiche Polizistenpaar hat man ganz ähnlich schon in zahlreichen anderen Kriminalgeschichten angetroffen. Was vielmehr den Reiz der hier zu besprechenden Geschichte ausmacht, ist die Art und Weise, wie der Autor die aus anderen Romanen dieses Genres hinlänglich bekannten Ingredienzien miteinander mischt und verschmelzen lässt, wie er Schritt für Schritt eine Reihe von unannehmbaren Zuständen wie auch Machenschaften vor der Kulisse der bei so vielen Menschen angesagten und ach so attraktiven und lebenswerten Stadt Hamburg aufdeckt, durchaus auch vorsichtig anprangert, die umso erschütternder sind als sie, man kann es nicht mehr leugnen, der Realität entsprechen und, möchte man Prognosen wagen, eskalieren werden, wenn keine Lösungen gefunden werden.

    Der eigentliche Glückstreffer des Kriminalromans allerdings, die Figur, mit der alles steht und fällt und ohne die die Geschichte doch wieder in die Durchschnittlichkeit zurückfallen würde, ist Kenjiro Takeda, der in den uralten Traditionen seines Heimatlandes verwurzelte Japaner, der dennoch offen allem Neuen und für ihn unendlich Fremden gegenübersteht, dessen ausgesuchte Höflichkeit so wohltuend ist und durch dessen Augen der Leser einen Blick wirft auf das eigene Heimatland – und damit auch auf sich selbst. Gleichzeitig nähert er sich dem Land, aus dem Inspektor Takeda stammt, erfährt nicht wenig über eine ganze Reihe japanischer Gepflogenheiten, über für Westliche sehr fremdartig anmutende Denk- und Verhaltensweisen, die aber trotzdem, oder gerade deshalb, eine eigenartige Faszination ausüben.

    Auch Takedas Zusammenspiel mit der kantigen, oft grob unhöflichen, insgesamt wenig sympathisch erscheinenden, doch außerordentlich fähigen Kollegin Claudia Harms hat seinen Reiz. Beide finden trotz entgegengesetzter Ansichten und Lebensphilosophien eine tragfähige gemeinsame Basis, finden zu einem tiefen gegenseitigen Verständnis, das eher auf Instinkt als auf Ratio beruht und das, so meine ich, von dem Autor dem Leser sehr glaubhaft vermittelt wird, authentisch geradezu, in keiner Weise konstruiert oder an den Haaren herbeigezogen wirkend, wie man das des öfteren in ähnlichen Roman-Konstellationen bereits erleben und erleiden durfte.

    Und dieses wunderbare west-östliche Paar, dessen Zusammenarbeit sich – bisher! - ausschließlich aufs Berufliche bezieht, lässt denn auch – fast – gewisse Mankos vergessen, die vor allem in der sich doch etwas zu sehr hinziehenden, sich auf zu vielen Schlachtfeldern abspielenden und damit unnötig verwirrenden und auch überfrachteten Handlung zu finden sind. Hier wäre etwas weniger gewiss mehr gewesen.... Doch sei's drum – der Krimi ist in jedem Falle empfehlenswert und macht neugierig auf ein Wiedersehen mit dem anziehenden Japaner in den inzwischen erschienenen drei Folgebänden!

  2. Cover des Buches Inspektor Takeda und der leise Tod (ISBN: 9783746633008)
    Henrik Siebold

    Inspektor Takeda und der leise Tod

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Inzwischen hat er sich eingewöhnt in Hamburg, der japanische Kriminalpolizist Kenjiro Takeda, der im Rahmen eines Austauschprogramms für zwei Jahre in die Hansestadt abgeordnet wurde. Gewiss, hier ist alles so ganz anders als in seinem Heimatland, aber der elegante Japaner mit dem Faible für schicke und sündhaft teure Maßanzüge ( bleibt die Frage, wie er sich von seinem Inspektorengehalt diesen Luxus leisten kann...) und für möglichst missklingenden Jazz lernt schnell! Zugute kommen ihm dabei seine Neugierde und seine außerordentliche Offenheit gegenüber allem, was ihm tagtäglich begegnet, was zunächst fremd anmutet, was ihn staunen, sich aber auch erfreuen lässt. Immer wieder vergleicht er sein Land mit der neuen Heimat, zieht genauso oft Parallelen und findet immer mehr Gefallen an einem bunten, multikulturellen, ungeordneten Deutschland, das sich so stark von dem Land unterscheidet, das er von einem Studienaufenthalt Jahre zuvor in Erinnerung hatte und das sein Vater, ein großer Verehrer alles Deutschen, das für ihn ein Synonym für Fleiß, Strebsamkeit, Korrektheit und penible Ordnung ist, ihm stets mit Begeisterung geschildert hatte.

    Schnell hat Takeda seine Nischen gefunden in der lebendigen Millionenstadt, die ihm allerdings im Vergleich zu dem ungleich chaotischeren und überfüllten Tokio wie eine ruhige, menschenleere kleine Oase vorkommt – was manchen Hamburger, in seliger Unkenntnis der japanischen Metropole, in allergrößtes Erstaunen versetzen mag!

    Natürlich verkehrt Takeda mit Vorliebe in japanischen Restaurants, bekämpft Attacken von Trauer und Kummer nicht nur mit japanischer Seelennahrung, an die man freilich schon als Kleinkind gewöhnt sein muss, um ihr etwas abgewinnen zu können, und mit erlesenstem Whiskey, sondern auch mit dem japanischen Seelentröster schlechthin, dem inbrünstigen Karaokesingen. Aber er sucht auch häufig und gern die einschlägigen Jazzbars auf, spielt dann hingegeben auf seinem Saxophon und verzaubert damit seine Zuhörer, so wie er im Polizeisportclub durch seine bis zur Perfektion beherrschten Kampfsportdemonstrationen verblüfft.

    Dass er dazu noch ein glänzender Polizist mit einem enormen Gespür für die ihm und seiner Partnerin Claudia Harms, cholerisch und dauerhaft wutentbrannt wie eh und je, übertragenen Fälle ist, macht ihn geradezu unheimlich und, bei aller Zuneigung zu ihm, nicht ganz glaubhaft! Doch – keiner schaut ihm hinter das Gesicht, dem disziplinierten Japaner, der den Menschen, ob Kollegen oder Verbrechern, stets mit ausgesuchter Höflichkeit begegnet. Niemand sieht, mit gelegentlicher Ausnahme seiner Partnerin Claudia, mit welchen inneren Dämonen er ringt, wie grenzenlos einsam und unglücklich er eigentlich ist – und über deren Hintergründe der Leser nach und nach in Kenntnis gesetzt wird. Ebenso übrigens gibt der Autor seinen Lesern Einblick in die komplizierte Persönlichkeit der weiblichen Protagonistin, Claudia Harms, unstet, aufbrausend, durch ihr Leben hetzend, den schnellen Kick suchend und extrem bindungsscheu. In gewissem Sinne ist sie ein Pendant zu ihrem japanischen Kollegen, wobei es dem Leser erheblich leichter fällt, den verbindlichen Takeda zu mögen als die ruppige Claudia, die allerdings hier, im zweiten Krimi der bisher vierbändigen Serie, um einiges sympathischer erscheint als in der ersten Geschichte. Ein Pluspunkt für den Autor, der seinen Charakteren Entwicklungsmöglichkeiten lässt, der immer neue Facetten sowohl in Takeda als auch seiner deutschen Kollegin aufscheinen lässt.

    Die beiden Fälle, mit denen es Ken und Claudia in vorliegendem Buch zu tun haben allerdings machen es weder den Ermittlern selbst, die lange recht unreflektiert und unüberlegt falschen, weil kommoden, Spuren folgen, deren Verbindung zu den respektiven Fällen offensichtlich scheinen, aber im Grunde nur in ihrer Vorstellung existieren, noch dem Leser leicht. Beide Fälle sind nicht nur widerwärtig und lassen eine so erschreckende Kaltblütigkeit erkennen, dass es einen schaudert, sie ziehen sich dazu auch noch, unnötig, wie ich meine, in die Länge, was die Spannung, die ich von einem Krimi erwarte, phasenweise einschlafen und den roten Faden, der für eine so verwinkelte Handlung notwendig ist, abreißen lässt, um ihn dann, leider, mit einem aus dem Nichts aufgetauchten weiteren Faden neu zu verknüpfen. Das ist so anstrengend zu lesen wie die ebenso unnötige und durchaus absurde Affäre, die der japanische Inspektor mit einer der Hauptverdächtigen beginnt. Sie stellt einen Bruch dar, denn sie ist nur mit großer Mühe in Verbindung zu bringen mit dem Menschen, den man doch sehr gründlich kennnengelernt und für den man längst ein Gespür bekommen hat – glaubt man wenigstens bis zu jenem erotischen Einschub... Zudem trägt sie rein gar nichts bei zu der letztendlichen Auflösung des Falles, die ihrerseits konstruiert wirkt. Wie schon beim Lesen des Vorgängerbandes beschleicht einen das Gefühl, dass der Autor einfach zu viel in seinen Krimi hineingepackt hat und dass weniger entschieden mehr gewesen wäre, denn all die Wirrnisse, in die Ermittler und Leser hineingezogen werden, lenken ab von dem wirklich guten, dem überzeugenden und Staunen machenden Kern der Geschichte, der Begegnung nämlich der asiatischen mit den westlichen Welten mit all ihren Implikationen, die sich trotz aller Fremdheit doch stetig aufeinander zu bewegen, mit ihren Protagonisten, die durch ihre Offenheit den jeweils fremden Kulturen gegenüber Barrieren verschwinden lassen, die das Gemeinsame suchen und über die Verschiedenheiten zwar nicht hinwegsehen, sie aber dennoch nicht als Hindernis für gegenseitiges Verständnis und fruchtbare Zusammenarbeit ansehen.

    Und so sind die Kriminalromane um Inspektor Ken Takeda aus Tokio so ungewöhnlich wie aufschlussreich, lassen den Leser immer wieder einen tiefen Blick werfen auf die Eigentümlichkeiten nicht nur des Inselstaates im Pazifik, sondern auch, durch die Augen des kultivierten Japaners, auf die des eigenen Landes. Das Selbstverständliche, das Gewohnte, das scheinbar „Normale“ mit einem fremden Blick sehen – das ist ebenso spannend wie es zum Nachdenken und Reflektieren einlädt! Und das daher, trotz der von mir beklagten dramaturgischen Mängel, neugierig macht auf die weiteren Bände der Reihe!

  3. Cover des Buches Knastpralinen (ISBN: 9783426500385)
    Simone Buchholz

    Knastpralinen

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Drei männliche Leichen, teilweise nur in Stücken, aber dafür hübsch verpackt, beschäftigen das Team um Staatsanwältin Chastity Riley in ihrem nunmehr zweiten Fall. Zwischen den Mordopfern scheint es einen Zusammenhang zu geben. Doch offenbart sich der erst ab Seite 170 (von 246). Diesmal dauert es lange und einige Alkoholexzesse bis bei Chas der sprichwörtliche Groschen fällt.

    In der Zwischenzeit stößt Staatsanwältin Chastity Riley an die Grenzen des Rechtsstaates. Stalking, Vergewaltigung und alltägliche Gewalt gegen Frauen werden von den Behörden viel zu wenig verfolgt. Wenn die Täter dann doch ausgeforscht sind und vor Gericht gestellt werden, kommen sie mit lächerlichen Strafen davon. Da kann es schon passieren, dass die Staatsanwältin eher mit denjenigen sympathisiert, die das Recht in die eigenen Hände nehmen. Wie z.B. Carlas Freunde, die ihr nach ihrer brutalen Vergewaltigung, die Täter fein verschnürt in den Keller legen.

    Liegt der Schlüssel zum Täter in diesem Zitat?

    „Ich wünschte, solche Typen würden die Angst, die sie verbreiten, ein einziges Mal selbst erleben. Nur ein einzige verdammtes Mal. Ich wette, die würden sich in die Hosen scheißen. Vielleicht würde die sogar sterben vor Angst.“ (S. 180)

    Ein stilistisch interessanter Kniff sind die Einschübe aus Sicht einer Frau, die von Männern verfolgt und sexuell missbraucht wird.

    Fazit:

    Ein etwas anderer Krimi rund um Chas Riley. 

  4. Cover des Buches Stille Zeugen - Ein Fall für Engel und Sander 1 (ISBN: 9783961480395)
    Angela Lautenschläger

    Stille Zeugen - Ein Fall für Engel und Sander 1

     (22)
    Aktuelle Rezension von: PettiP

    Friedelinde Engel ist Nachlassverwalterin und soll die Erben der Verstorbenen Hannelore Weber ausfindig machen. Als sie in dem Haus der Toten nach Hinweisen sucht, entdeckt sie in der Gefriertruhe eine Leiche. So kommt Nicolas Sander, Kriminalkommissar, ins Spiel.

    Die Suche nach Erben, der Klärung des Mordes und den Ungereimtheiten Drumherum führen Engel und Sander immer wieder zusammen. So müssen sie wohl oder übel zusammen arbeiten, auch wenn das eigentlich Beide nicht wirklich wollen und kommen sich dabei näher. 

    Dieses ist ein sehr spannender, aber auch humorvoller Krimi, der sich sehr leicht lesen lässt. Die Geschichte ist abwechslungsreich gestaltet und man kommt nach und nach einer sehr alten Geschichte näher, die schon im zweiten Weltkrieg begann.  Da die Protagonisten sehr unterschiedlich sind und immer mal wieder ihr Privatleben in den Krimi einfließt, lockert das die Geschichte etwas auf und es geht nicht nur um Mord, sondern es fließt auch etwas Romantik mit ein. 

    Fazit: Dieses ist ein locker, leichter Roman für jeden Krimifan. Ich werde auf jeden Fall die Folgebände lesen. 

  5. Cover des Buches Geheime Rache (ISBN: 9783958245297)
    Angela Lautenschläger

    Geheime Rache

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Nachlasspflegerin Friedelinde Engel soll das Erbe der Erzieherin Charlotte Belling regeln. Die junge Frau ist im Eis eines gerade zugefrorenen Sees eingebrochen und die Polizei geht von Selbstmord aus. Doch je tiefer Friedelinde in dem Fall gräbt, desto unwahrscheinlicher scheint ihr ein Selbstmord zu sein. Nun muss sie nur noch Kripo-Ermittler Nicolas Sander von ihren Bedenken überzeugen. Doch das ist gar nicht so einfach, da Sander gerade von einer jungen Verkehrspolizistin auf eine Unfallflucht mit Todesfolge aufmerksam gemacht wurde, bei der es den Anschein hat, dass der Getötete mit Absicht überfahren wurde.

    "Geheime Rache" ist bereits der zweite Band der Krimireihe, in der Nachlasspflegerin Friedelinde Engel und Kommissar Nicolas Sander gemeinsam ermitteln. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, ist es nicht unbedingt notwendig, den ersten Band zu kennen. Allerdings stehen bei dieser Serie nicht nur die Fälle im Zentrum der Ereignisse, sondern auch die privaten Nebenhandlungen. Um dort auf dem Laufenden zu sein, empfiehlt es sich, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Reihenfolge einzuhalten. Für die aktuellen Ermittlungen sind diese Vorkenntnisse aber nicht zwingend notwendig.

    Der Einstieg in den Krimi gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es wieder hervorragend, Protagonisten und Handlungsorte so zu beschreiben, dass man alles vor Augen hat und sich dadurch ganz auf die Ermittlungen einlassen kann. Diese haben es wirklich in sich. Denn die Erkenntnisse, die die beiden Hauptprotagonisten unabhängig voneinander gewinnen, beginnen sich schon bald zu verknüpfen. Doch der Fall bleibt rätselhaft. Hier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint, da einige Charaktere offenbar nicht mit offenen Karten spielen. Dadurch wird man zu eigenen Ermittlungen angeregt. Doch dem Täter und den Hintergründen auf die Schliche zu kommen, ist nicht ganz einfach.

    Die privaten Nebenhandlungen drängen sich nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern fügen sich harmonisch in die spannenden Ermittlungen ein. Friedelinde Engel und Nicolas Sander liefern sich wieder einige Wortgefechte, die zum Schmunzeln verleiten und die Handlung auflockern.

    Eine gelungene Fortsetzung, die durch einen spannenden Fall und sympathische Charaktere überzeugt.

  6. Cover des Buches Blaue Nacht (ISBN: 9783518467985)
    Simone Buchholz

    Blaue Nacht

     (50)
    Aktuelle Rezension von: IngridWerner

    Oft schon wurde mir nahegelegt, ein Buch von Simone Buchholz zu lesen, schließlich bekam sie 2019 für ein anderes Buch sogar den renomiierten Deutschen Krimipreis. Jetzt war es endlich soweit. Blaue Nacht war meine erste Lektüre von ihr - und wird sicherlich nicht die letzte sein. 

    Der knappe, schnörkellose Schreibstil, der aber hin und wieder poetischen Formulierungen Platz macht, hat mir sehr gut gefallen. Staatsanwältin Riley ist eine gelungene Hauptperson. Sie wird mit schnellen Strichen skizziert, trotzdem hat man ein präzises Gefühl davon, wer sie ist. Und obwohl ihr Wesen alles andere als einschmeichelnd ist, hat Riley die Sympathien der LeserInnen. Wirklich gut gemacht!

  7. Cover des Buches Fatale Bilanz (ISBN: 9783954000302)
    Stefanie Ross

    Fatale Bilanz

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Pharo72
    Auf den Bankmanager Joachim Kranz wird am Hamburger Rödingsmarkt geschossen. Auch ein umgehend herbeieilender Polizeiwagen gerät ins Fadenkreuz. Es wird jedoch niemand verletzt, die Schüsse galten offenbar als Warnung. Der Fall wird Sven Klein vom Wirtschaftsdezernat des LKA Hamburg übertragen. Er stößt jedoch auf immer mehr Fragen.

    Zeitgleich wird in der Bank wegen finanzieller Ungereimtheiten ermittelt. Die Spur des Geldes deutet auf die Unterstützung von Al-Qaida bei Terrorakten hin. Je näher die Ermittler den Terroristen kommen, umso gefährlicher wird es für das eigene Leben und das ihrer Angehörigen.

    Meine Meinung:

    Endlich bin ich nun mal dazu gekommen, meinen ersten Roman von Stefanie Ross zu lesen. Da ich gern strikt auf den korrekten zeitlichen Ablauf achte, galt meine Aufmerksamkeit vorerst dem Roman „Fatale Bilanz“.

    Der Leser wird hier ohne Umschweife in ein actiongeladenes Abenteuer geworfen, welches ihn bis zur letzten Seite kaum zu Atem kommen lässt. Da fühlt man sich manchmal doch sehr ans amerikanische Actionkino erinnert. Von Schusswechseln im Containerhafen, rasanten Verfolgungsjagden auf der Autobahn, Entführung, Hubschraubereinsatz und Folterszenen ist alles dabei. Als Liebhaber des Genres kann man da auch gern mal drüber wegsehen, dass Dienstvorschriften nicht so ernst genommen werden und Zivilisten wie kampferprobte Helden agieren, die die Elitekämpfer fast blass dagegen aussehen lassen.

    Der Bereich Wirtschaftskriminalität wird angerissen, ist aber auch für den Laien durchaus verständlich. Die regionale Komponente kommt vorrangig durch das Erwähnen diverser Straßennamen zum Tragen. Ich hatte anfangs auch ein wenig Probleme, die Ermittler und zugehörigen Partner auseinanderzuhalten. Mit dem Auftauchen des Seal-Teams erhöht sich die Anzahl an interessanten Charakteren für Folgeromane noch mal, aber zwischenzeitlich sollte der Leser die Zusammenhänge durchschaut haben.

    Ein wenig schnell ging mir die Entwicklung der Liebesbeziehung von Sven Klein, der doch eigentlich ein tiefgehendes Trauma zu verarbeiten hatte. Sehr schön dagegen dargestellt wurde die sich anbahnende Freundschaft der deutschen Beamten mit den amerikanischen Einsatzkräften.

    Trotz einiger kleiner Kritikpunkte hat mich der Roman sehr gut unterhalten. Wer gerne normale Polizeiarbeit begleitet und miträtselt, ist bei diesem Buch wahrscheinlich an der falschen Adresse, Liebhaber dramatischer Action kommen jedoch voll auf ihre Kosten. Ich freue mich schon sehr auf weitere Bücher der Autorin.

  8. Cover des Buches Revolverherz (ISBN: 9783939716655)
    Simone Buchholz

    Revolverherz

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Ich hatte das Glück ein Buch zu gewinnen und obwohl schon am Ende der Serie, gelang es der Autorin mich zu fesseln und ich bin neugierig auf die Reihe geworden. Also habe ich mir den ersten Teil besorgt und bin begeistert.

    Geschichte: Eine Staatsanwältin, die so völlig anders ist als der Rest. Die lieber selbst ermittelt, mitehemaligen viel jüngeren Kriminellen schläft, permanent einen dicken Kopf hat , ins Stadion geht und St.Pauli über alles liebt. Frauen werden ermordet und mit Perücken versehen an Stellen platziert und drapiert, dass es wie ein Knstwerk aussieht.Faller von der Polizei versteht sich schon eher als Ihr Vater und der Krimi ist schon fast Beiwerk. Hier geht und steht alles um Chastity Riley, die Hamburger Staatsanwältin...

    Schreibstil und Personen:  Das riesige Plus, ist der Schreibstil und vor allem wie Simone Buchholz die Personen darstellt und wie Sie über St.Pauli berichtet, so dass einem absoluten Nicht-Hamburger alles plastisch vor Augen geführt wird. Rituale unter Kriminellen, Ehre und Zusammenhalt. Eine Staatsanwältin die sich sowieso an keine Regeln hält aber auch Ihre Leute schützt und völlig abtauchen und Party machen kann. Die Personen die sie dabei begleiten , sind auch alle etwas Besonderes . Faller, Klatsche, Betty und  wer auch immer alles auftaucht, hat seinen Platz verdient.

    Meinung:  Um so eine Art Mensch beschreiben zu können, vermute ich muss doch auch einiges in einem selbst stecken, das unbedingt raus will.Der Auftakt dieser Reihe ist jedenfalls wundervoll und hebt sich von den meisten Reihen völlig ab. Kein Einheitsbrei und super Darsteller, verbunden mit einer sehr cooken Staatsanwältin, sorgen für einen Glanzpunkt im Krimiwesen.

    Fazit: Von mir gibt es 5 Sterne für eine Reihe, die ich weiter verfolgen werde.

  9. Cover des Buches Mord mit Alsterblick (ISBN: 9783944571751)
    Elisabeth Bacher

    Mord mit Alsterblick

     (8)
    Aktuelle Rezension von: MartinaSchein
    Im Buch Mord mit Alsterblick spielt wie bereits Ich vermisse dich nicht die Hansa-Klinik in Hamburg eine große Rolle. Carla Hartenstein, dem an Amnesie leidende Mädchen aus dem ersten Buch, begegnen wir auch hier wieder in einer der Hauptrollen - allerdings nicht als Patientin, sondern diesmal als Therapeutin.

    Der Plot beginnt mit einem bestialisch ausgeführtem Mord an einer jungen Archäologie-Studentin. Der Hauptverdächtige landet nach einem angenommenen Selbstmordversuch in der geschlossenen Abteilung der Hansa-Klinik.

    Carla ist nun nicht nur für ihre magersüchtige Patientin auf der offenen Station zuständig, sondern agiert zusätzlich auch bei diesem Verdächtigen als Therapeutin.
    Der Wandel von absoluter Essverweigerung zum Verzehren eines Fischbrötchens im Gegenzug zu einem Ausflug geschieht mir allerdings entschieden zu schnell. Ich denke, gerade bei derartigen Störungen braucht es eine sehr langwierige Therapie.

    Der zweite Handlungsstrang ist diesmal nicht wie im ersten Buch fast zwei Generationen in der Vergangenheit angesiedelt, sondern - da erst kurz zurückliegend - quasi in der gleichen Zeitebene. Der Schauplatz ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in Syrien.
    Die diesbezüglichen Informationen und Erläuterungen fand ich sehr aufschlussreich. Ferner hatten sie in meinen Augen absolut Hand und Fuß.
    Zu den kulturellen und politischen Hintergründen in Syrien sowie auch die Probleme Kurden erfahren wir in diesem Buch ebenfalls einige interessante Dinge.

    Die eigentliche Motivation des Täters erfahren wir erst zum Schluss, dennoch war ich mir nach ungefähr der Hälfte sicher, wer es ist.

    Auch dieses Buch ist flüssig geschrieben, schweift meiner Ansicht nach jedoch hier und dort etwas ab. Die erwähnten psychologischen Krankheiten werden mir etwas zu kurz und eher beiläufig erläutert.
  10. Cover des Buches Elbsirenen (ISBN: 9783946513636)
    Jelka Dieckens

    Elbsirenen

     (59)
    Aktuelle Rezension von: lisam
    Schlagerstar Harry wird tot in seinem Hamburger Loft aufgefunden. Da er sehr viele Feinde hat, gestalten sich die Ermittlungen für das Polizistenduo Francesco Morino und Bea Hinrichs schwierig. Unter Erotikkrimi hätte ich mir eigentlich etwas anderes erwartet, aber da ich beim eBook den Hinweis zuerst nicht gesehen habe, war ich froh, dass nur ein paar kurze Erotikszenen eingestreut wurden. Das Ermittlerduo hat für mich Potenzial wobei mir im ersten Fall solide Polizeiarbeit zu kurz gekommen ist und Francesco sich professioneller verhalten müsste.
  11. Cover des Buches Kaltes Herz (ISBN: 9783739640778)
    Thomas Herzberg

    Kaltes Herz

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Blutiges Fest (ISBN: B00N7VSXT4)
    Roy Ebstein

    Blutiges Fest

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Benni91

    Der erste Thriller, den ich mit "Blutiges Fest" von Rob Ebstein gelesen habe, hat mich wirklich von Anfang bis zum Ende hin gepackt! 

    Die Hautpersonen dieses Thrillers sind die beiden Hamburger Kommissare Lars Belting und Reinhold Jüttner, die sich in ihrer Ermittlungsarbeit sehr gut ergänzen! Auch erscheinen beide durchaus als sehr sympathisch, sodass sich der Leser gut mit diesen identifizieren kann! 

    Weniger gut identifizieren werden sich vor allem männliche Leser mit der ersten Leiche wollen, den diesem Mann wurde der Penis abgetrennt, wodurch er verblutet ist. Zudem weißt die tote Person zahlreiche Hämatome und Wunden auf..... Wenig später findet sich eine 2. Leiche, die auf ähnlich grauenvolle Weise zu Tode kam...... Schnell stoßen Belting und Jüttner auf eine Person, die mit den beiden Opfern eine unschöne Vergangenheit hat und alle Indizien sprechen gegen sie...

    Dem Leser, wie mir, war aber schnell klar, dass das nicht alles sein kann, was hinter den Taten steht.... Es geht vor allem um Machtmissbrauch, Sadismus, ausgefallene Sexual-Praktiken und Verachtung....... 

    Die 41 Kapitel in der E-Book-Version lesen sich flüssig und schnell weg, da die Spannung durchweg gegeben ist.... Allerdings werden auch die Verstümmelungen äußerst detailliert beschreiben, weshalb man starke Nerven haben sollten, denn teilweise schlägt das schon auf den Magen......

    Die wahren Motive hinter den Taten möchte man sich in der Realität nicht vorstellen, aber es scheint solche Gruppierungen auch im wahren Leben zu geben..... 

    Insgesamt eine Empfehlung von mir, für alle Thriller-Liebhaber, die nicht allzu zartbesaitet sind! 

  13. Cover des Buches Liebe und Tod in Hamburg (ISBN: 9783831903290)
    Gunter Gerlach

    Liebe und Tod in Hamburg

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Armillee
    Ich liebe Geschichten, die in Hamburg spielen und hier bin ich nicht enttäuscht worden, denn ich war mit Lutz Brahms an vielen Schauplätzen, die ich in real kenne und liebe. Der Autor hat mich praktisch mitgenommen. Ich war dabei *-*
    Die Geschichte war flüssig und spannend geschrieben. Brahms ist ein cooler und cleverer Typ aus dem Leben. Er erinnert mich etwas an die Romanfigur von Block Lawrence : Harry Bosch.
    Die Vergleiche mit Hunden fand ich passend und sehr interessant.
    Schade, der Schluss war sehr realistisch, aber ein Happy End gab es nicht.
    Ich bin jetzt noch neugierig auf "Tod in Hamburg" und "Irgendwo in Hamburg" geworden.

    must have ;o)
  14. Cover des Buches Psycho (Wegner & Hauser): Hamburg: Mord (ISBN: 9783739696270)
    Thomas Herzberg

    Psycho (Wegner & Hauser): Hamburg: Mord

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Lina94

    Die junge Anita Winter gerät in die Hände eines schizophrenen Mannes. Die Kommissare Wegner und Hauser sind für diesen Fall verantwortlich, doch ihnen bleibt nicht viel Zeit, denn der Mann hat schon mindestens drei Mädchen vor Anitas Entführung getötet. Gleichzeitig will auch die Familie des Mädchens nicht ruhig bleiben, sodass die Polizisten auch aufpassen müssen, dass ihre Ermittlungen nicht gefährdet werden.

    Der Fall war wieder sehr spannend, vor allem, da man nicht wusste, ob das sympathische Mädchen überleben wird. Wegner und Hauser sind zusammen ein gutes Team, allerdings hat mir der Vorgängerband aus der Reihe „Wegner und Hauser“ besser gefallen, da deren private Geschichten, z. B. ihr Kennenlernen dort thematisiert wurden. Hier war ihr Verhältnis trotz mancher lustiger Szenen eher ein bisschen langatmig.

  15. Cover des Buches Auftrag: Mord! - Der Schlitzer (ISBN: 9783730991640)
    Thomas Herzberg

    Auftrag: Mord! - Der Schlitzer

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Bedrohte Art. Ein Hamburg-Friedrichstadt-Krimi (ISBN: 9783862823130)
    Minos Efstathiadis

    Bedrohte Art. Ein Hamburg-Friedrichstadt-Krimi

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Der Autor mit dem Zungenverknotenden Namen präsentiert seinen Lesern einen ungewöhnlichen Krimi rund um Hamburg und Friedrichstadt.

    Chris Papas – Griechischer Herkunft wie der Autor – fristet sein Leben als Privatdetektivs. Allerdings ist er es überdrüssig, fremdgehenden Ehefrauen und Ehemännern nachzuforschen.
    Da kommt ihm der Hilferuf einer Frau gerade recht.
    Ihr Nachbar Konrad Hausmann sei ermordet worden. Ja, nicht nur ermordet sondern regelrecht geschlachtet.

    Ein möglicher Tatzeuge ist Syd. Syd ist ein Hausschwein Syd, das einer bedrohten Schweinerasse entstammt und beim Mordopfer Unterschlupf gefunden hat.
    Blöd nur, dass Syd keine Aussage machen kann.

    Der Detektiv arbeitet teils mit der Polizei zusammen teils ermittelt er auf eigene Faust.

    Ein weiterer Mord geschieht: das Opfer trägt denselben Nachnamen wie das erste, die Tötungsart ist dieselbe.

    Wie hängen die Mordfälle zusammen? Hängen sie überhaupt zusammen?
    Der ermittelnde Kommissar hat den Verdacht, dass die Ermittlungen von „ganz oben“ sabotiert werden. Ist er paranoid oder …?

    Die Auflösung finde ich ein wenig überraschend. Die Schilderung der Winterstimmung ist gut gelungen. Der Exkurs in die frühe Geschichte Friedrichstadts ist zwar für die Handlung nicht unbedingt bedeutend, hat mir persönlich allerdings sehr gut gefallen.

    Der Autor spielt mit den Worten. Den Titel kann man in mehrere Richtungen interpretieren. Einerseits die bedrohte Haustierrasse andererseits nicht bestechliche Detektiv und/oder Polizisten.
  17. Cover des Buches Ruhe in Frieden (ISBN: 9783739623832)
    Thomas Herzberg

    Ruhe in Frieden

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Lina94

    „Ruhe in Frieden“ ist der letzte Teil aus der Reihe „Wegners schwerste Fälle“. Erstmalig fand ich es hier wichtig, den vorherigen Band zu kennen, ansonsten hätte man sicher schwere Probleme, der Geschichte zu folgen, da es nahtlos anknüpft. Mich hat das Buch wieder vollständig überzeugt. Dieses Mal stand nicht der Mordfall im Mittelpunkt, sondern vor allem, wie es mit Wegner und seinen Kollegen weiter geht. Viele Freunde hat Wegner bei der Polizei nicht. Dort möchte man ihn schnellstens loswerden. Mit einigen Überraschungen nimmt die Geschichte ihren Lauf.

    Zusammen mit dem Vorgängerband hat mir dieser am besten gefallen. An Spannung übertreffen sie die anderen Fälle, die nicht ganz so rasant verlaufen. Wer schon mehrere Bücher rund um Wegner gelesen hat und Sympathie für ihn und sein Team empfindet, der wird hier besonders mitfühlen. Auch wenn das Ende vielleicht nicht das Schönste ist, ist dieser Band ein toller Abschluss für „Wegners schwerste Fälle“ und zum Glück folgen noch die „letzten Fälle“.

  18. Cover des Buches Ende gut, alles gut! (Wegners letzte Fälle): Hamburg Krimi (ISBN: 9783743854079)
  19. Cover des Buches Jeremias Voss und der tote Hengst (ISBN: 9783958244962)
    Ole Hansen

    Jeremias Voss und der tote Hengst

     (17)
    Aktuelle Rezension von: isabellepf
    "Jeremias Voss und der tote Hengst“, ist der zweite Fall des sympathischen Hamburger Privatdetektiv, den es diesmal im Auftrag einer grossen renommierten Versicherung, auf ein Schloss mit gräflichen Gestüt verschlägt, die bei einem tragischen Brand oder kalkulierte Brandstiftung bitterlich verbrannt sind, geschrieben von Ole Hansen.

    Jahrelang hat sich Tierarzt Dr. Bertram Rusinski um das Wohl und die Gesundheit der Zuchtpferde auf dem Gut des Grafen von Mückelsberg gekümmert. Doch seit es auf dem Schloss, einen Managerwechsel gab, ist das erscheinen des bekannten Tierarztes nicht mehr erwünscht. Da das gräfliche Gestüt, darunter ein Zuchthengst jedoch hoch versichert wurde, wird Dr. Bertram Rusinski im Auftrag der Hamburger Versicherung gebeten, das Pferdegestüt des Grafen von Mückelsberg, nochmals auf dessen Gesundheit zu überprüfen.

    Doch schon wenige Tage nach der Untersuchung, brennt das Gut mitsamt seinem teuren Gestüt ab und auch der Tierarzt Dr. Bertram Rusinski, gilt seitdem als spurlos verschwunden und unerreichbar. Die Hamburger Versicherungsgesellschaft vermutet einem Betrug, denn im Falle einer Auszahlung müsse sie einen horrenden Preis bezahlen. War der Brand wirklich ein äusserst tragischer Unfall, oder handelt es sich um eine kalkulierte Brandstiftung?

    Nun ist der Scharfsinn und das Gespür von Jeremias Voss gefragt, der sich durch seinem unerbittlichen Fleiss, Gespür und tadellosen Geschick zum best bezahltest und teuersten Privatdetektiven Hamburgs emporgearbeitet hat. Ausser Frage, das auch einer der grössten und renommiertesten Versicherungsgesellschaften Hamburgs, grosses Interesse an Jeremias Voss Ermittlungserfolgen hat.
    Hat am Schluss doch der Tierarzt etwas mit dem Brand zu tun? Oder ist auch er zum Opfer einer kriminellen Machenschaft geworden?

    Die Geschichte beginnt, mit einer sehr ausführlich und detailliert beschriebenen Einführung, die den Leser auf das gräfliche Gut und dessen hoch versicherten Gestüt mit Zuchthengst geführt hat. Anfangs dachte ich, die Ausführungen würden zu umfangreich erklärt, das sich im Nachhinein jedoch als genau richtig herausgestellt hatte.
    Wie auch schon in Jeremias Voss ersten Fall, bin ich gut in die Geschichte rein gekommen, hatte durch den angenehm, flüssig und locker leichten Schreibstil des Autors Ole Hansen, grossen Spass den Privatdetektiv bei seinen Ermittlungserfolgen zu begleiten. Auch die Charaktere werden ausführlich, authentisch und lebhaft beschrieben, in die man sich beim lesen sehr gut hineinversetzten konnte. Besonders Jeremias Voss sympathische und taffe Art, mochte ich wieder sehr gerne, der durch seine Schwäche für schöne Frauen aufgefallen ist und damit immer wieder für ein schmunzeln und Augenverdrehen gesorgt hatte. Aber auch Spannung, Krimifeeling und Humor kommen in seinem zweiten Fall nicht zu kurz, denn Jeremias Voss, hat auch in der prequersten Situation immer einen smarten Spruch auf Lager, der für eine angenehme Abwechslung und frischen Wind gesorgt hatte. Die Handlungsstränge fügen sich zum Schluss authentisch zusammen und werden mit einer glaubhaften und gelungene Auflösung des Falls beschrieben. Denn Ole Hansen konnte den Täter bis zum Schluss verschleiern, das die aufkommende Spannung zusätzlich steigern konnte und im Bezug auf den Täter zumindest für mich überraschend war.  

    Der zweite Fall des Hamburger Privatdetektiven Jeremias Voss war auch diesmal wieder sehr unterhaltsam und mit einer guten Portion Humor, authentisch und lebhaft beschriebenen Charakteren und jeder Menge spannender Ermittlungsträge bestück, die bis zum Schluss für pures Lesevergnügen gesorgt haben. Eine lesenswerte und tolle Krimireihe mit Jeremias Voss als smartem Ermittler.
  20. Cover des Buches Jeremias Voss und der Tote in der Wand (ISBN: 9783958247901)
    Ole Hansen

    Jeremias Voss und der Tote in der Wand

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Hamburgs bester Privatermittler, Jeremias Voss, neuester und sechster Fall beginnt beschaulich: Er erbt ein Haus auf Fehmarn. Bei der ersten Besichtigung ist es mit der Beschaulichkeit vorbei – er findet eine eingemauerte Männerleiche, der Hände und Kopf fehlen, um eine Identifizierung unmöglich zu machen. Doch der oder die Täter haben nicht mit der Hartnäckigkeit und der Intelligenz von Jeremias Voss gerechnet. Bei seinen Recherchen kommt er einem veritablen Kunstfälscherring auf die Spur.


    Wieder mit von der Partie sind Vera, die Rentner-Gang sowie einige Protagonisten aus den vorherigen Fällen, und natürlich Nero, der hässlichste Hund der Welt.

    Meine Meinung:

    Ole Hansen hat mit Jeremias Voss einen sympathischen Privatermittler geschaffen, der mit Köpfchen seine Fälle löst. Die Krimis sind meistens in und um Hamburg angesiedelt, was mir ein erfreuliches Wiedersehen mit der Hansestadt beschert. Die Rentner-Gang spricht platt, was sehr erfrischend ist.

    Fazit:

    Ein kurzweiliger Krimi, der fesselt. Ich mag ihn einfach, den Hamburger Meisterdetektiv.
  21. Cover des Buches Jeremias Voss und die schwarze Spur (ISBN: 9783961480470)
    Ole Hansen

    Jeremias Voss und die schwarze Spur

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Der nunmehr achte Fall für den Hamburger Meisterdetektiv beginnt ziemlich dramatisch. Jeremias Voss gerät mit seinem Motorsegler „Goodewind" in einen veritablen Sturm. Mit an Bord Nero, der hässlichste Hund der Welt, und Herrmann, die treue Seele und Mädchen für Alles. 
    Obwohl sie selbst alle Hände voll zu tun haben, nehmen sie die Besatzung der bei einer Explosion schwer beschädigten „Anna Rothusen“ an Bord. Die „Anna Rothusen“ ist ein nicht mehr ganz junger Tanker, aus dessen Schiffsrumpf nun Tonnen von Öl in die Nordsee laufen …

    Schiffeigner Rothusen und seine Tochter Silvia beauftragen Voss, die Vorkommnisse an Bord aufzuklären. Dabei fördert der Detektiv allerlei Ungereimtheiten zutage. Immer wieder beschleicht ihn das Gefühl, dass die Familie Rothusen doch mit der Explosion, die auch einen Toten gefordert hat, mehr zu tun hat, als sie zugeben will.
    Sollte die „Anna Rothusen“ versenkt werden, um die Versicherungssumme zu kassieren? Gemeinsam mit Antja van der Klees, einer Mitarbeiterin der Versicherung, beginnt er Teilchen für Teilchen dieses Falles zusammenzusetzen.

    Die übliche Frage „Cui bono?“ – also wem nützt der Schiffsuntergang, deutet immer wieder auf die Familie Rothusen als größten Nutznießer hin, wäre da nicht ein Wissenschaftler, der behauptet, ein simples Mittel gegen die Ölpest gefunden zu haben. Hängt der in dem Verbrechen drinnen? 
    Und wie passen die gestohlenen Schiffsausrüstungen ins Bild, die in Lagerhäusern der Rothusens gelagert sind?

    Dass mit den Gegnern nicht zu spaßen ist, bekommt diesmal auch Vera Bornstedt, die gute Seele der Detektei zu spüren.
    Bevor es Jeremias Voss gelingt, die Täter dingfest zu machen, ist noch Köpfchen und harte Arbeit angesagt.

    Meine Meinung:

    Der Beginn der Handlung hat mit gut gefallen, obwohl ich überhaupt nicht seefest bin.

    Diesmal hat mich ein wenig gestört, dass unser wackerer Held nicht ausschließlich mit dem Kopf denkt. Wie hätte er sich sonst auf diese Frau mit der kriminellen Energie eingelassen?

    Wieder ein Hochgenuss sind die Dialoge von Herrmann, der eine seltsame Mischung aus deutsch und platt spricht, während seine
    Kumpel Kuddel und Hinnerk aus den Hamburger Docks überhaupt nur platt snaken.

    Fazit:

    Nicht der ganz allerbeste Kriminalfall, doch immer noch 4 Sterne.
  22. Cover des Buches Das Böse: Wegners erste Fälle (5. Teil): Hamburg Krimi (ISBN: B01MRSGGW2)
    Thomas Herzberg

    Das Böse: Wegners erste Fälle (5. Teil): Hamburg Krimi

     (2)
    Aktuelle Rezension von: KarinFranke
    Ein Mädchen wird entführt. Manfred Wegner und sein Chef Gerd Kallsen ermitteln.
    Der Krimi spielt im Jahr 1980, ist also eines der ältesten Werke des Autors und weckt tatsächlich zuerst einmal nostalgische Gefühle auf eine Zeit, in der es noch keine Handys und dergleichen gab.
    Die beiden Ermittler sind ein Fall für sich: raubeinig und auch mal bereit, die geraden Pfade zu verlassen. Trotzdem wirken sie sehr sympathisch, die Dialoge zwischen ihnen sind wie aus dem Leben gegriffen und zudem oft witzig. Man kann sich gut vorstellen, dass es solche Paare vor fast vierzig Jahren bei der Polizei gab.
    Die Handlung ist spannend, zum Schluss gibt es eine überraschende Wendung, durch die mir die Geschichte nur umso besser gefiel.
    Ein gut geschriebner Hamburg-Krimi
  23. Cover des Buches Seelenmord: Hamburg-Krimi (ISBN: 9783898417969)
    Christine Posner

    Seelenmord: Hamburg-Krimi

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Ein Hamburger Promi-Seelenklempner wird ermordet. Nicht nur getötet, sondern regelrecht hingerichtet.
    Schnell ist den beiden ermittelnden Kriminalbeamtinnen klar: hier sind Hassgefühle ausgelebt worden.
    Der Arzt lebt zwar mit einem Mann zusammen, ist aber auch dem weiblichen Geschlecht recht zugetan.
    Ein Eifersuchtsmord? Der Verdächtigen gibt es viele. Der Lebensgefährte, Ehemänner von Patientinnen usw. usw.. Ist auch der Mörder dabei?

    Christine Posner ist in ihrem Brotberuf Soziologin. Das ist bei ihrem Krimidebüt zu merken.
    Einerseits sind die Abläufe und Gedankengänge sehr treffend geschildert, andererseits ruiniert sie die vorab aufgebaute Spannung durch lange Sätze. Das finde ich total schade.
  24. Cover des Buches Liebeskind (ISBN: B0054QJWEA)
    Christine Westendorf

    Liebeskind

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ich wollte endlich mal Krimis aus Deutschland lesen und bin in Hamburg gelandet. Die Fälle um Anna Greve haben mir sehr gut gefallen. Sie sind einfallsreich und anscheinend bis ins Kleinste durchleuchtet. Liebeskind habe ich verschlungen und ich freue mich schon auf mehr. Gehört in jede gute Krimi-Sammlung!
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