Bücher mit dem Tag "gut greifenau"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gut greifenau" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Gut Greifenau - Morgenröte (ISBN: 9783426521526)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Morgenröte

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Lerchie

    1918 soll es Frieden mit Russland geben. Auf Konstantin ist ein Mordanschlag verübt worden und es ist fraglich, ob er dies noch erleben wird. Doch die Dorflehrerin Rebecca Kurscheid pflegt ihn aufopferungsvoll.   Das Gut ist hoch verschuldet und der Graf ist verzweifelt. Gräfin Feodora will Katharina zur Hochzeit mit  dem schauderhaften Kerl Ludwig, einem Neffen des Kaisers, zwingen.  So soll Greifenau überleben. Doch Katharina ist unsterblich verliebt in Julius, einen Industriellensohn. Sie flieht kurz vor der Hochzeit. Aber in Berlin gerät sie in die wirren der Novemberrevolution. Der Kaiser ist  geflohen und der Krieg zu Ende.

     

    Meine Meinung

    Das Buch schließt nahtlos an den zweiten Band an. Ich hatte keine Probleme wieder in die Geschichte hinein zu kommen. Durch den angenehm unkomplizierten Schreibstil der Autorin – es gab keine Unklarheiten i9m Text – konnte ich das Buch auch leicht und flüssig lesen. Nichts störte den Lesefluss.  Auch konnte ich mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Katharina, die wie eine Gefangene gehalten wurde, weil sie den Prinzen nicht heiraten wollte. Doch mit einer List gelang ihr letztendlich die Flucht. In Konstantin, der Rebecca trotz ihres Widerstandes unbedingt heiraten wollte. Der von ihr gepflegt wurde, wovon niemand wissen durfte. Warum? Das soll der geneigte Leser bitte selbst lesen. In Alexander, Katharina half, so gut er konnte und von ihr ein Versprechen dafür bekam. Wen ich nicht sonderlich mochte, war die hochnäsige Tochter Anastasia, die gut verheiratet war, die Gräfin selbst, die nicht wahr haben wollte, was dieser Lümmel Ludwig von Preußen für ein Mensch war und ihre eigene Tochter für Geld opfern wollte, letztendlich noch Nikolaus, der nicht viel besser war.  Den Grafen mochte ich auch nicht sehr, denn er ließ sich von seiner Frau mitziehen.  Die Bediensteten waren mir durchweg sympathisch, zumindest in diesem Buch. Es ist spannend geschrieben vom Anfang bis zum Ende. Das Buch hat mich gefesselt und ich bin richtig in die Geschichte eingetaucht. Von der historischen Seite her habe ich einiges erfahren, was ich noch nicht wusste. Es hat mir sehr gut gefallen und mich gut unterhalten. Daher von hier eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

  2. Cover des Buches Gut Greifenau - Nachtfeuer (ISBN: 9783426521519)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Nachtfeuer

     (113)
    Aktuelle Rezension von: aly53

    Nachdem der erste Band der Gut Greifenau Saga schon so gut war, musste ich direkt weiterlesen. Und oh mein Gott, im zweiten Band geht es richtig ab. Dieser schlägt den ersten Band, in meinen Augen um Längen.


    Der Schreibstil der Autorin ist ungeheuer mitreißend, einnehmend und einfach gnadenlos fesselnd. Ich konnte das Buch nicht einen Moment zur Seite legen, weil so unglaublich viel passiert ist.

    Die Charaktere bekommen hier noch mehr Tiefe und Präsenz.

    Sie sind authentisch, greifbar und so lebendig.

    Wobei mir tatsächlich die Nebencharaktere noch besser gefallen, als die Grafensprösslinge. Vielleicht weil es Schicksale sind, die so unglaublich nahe gehen.

    Weil sie geprägt von Trauer, Leid und großer Tragik sind und trotz der Hilflosigkeit, hat man das Gefühl, die Hoffnung nie ganz zu verlieren.

    Mein ganz besonderer Liebling ist Albert. Seine Geschichte erhält wahnsinnig viel Tiefe und Intensität. Was mir einfach so unfassbar gut gefällt.

    Das heißt aber nicht ,dass die Grafensprösslinge weniger Kämpfe ausfechten. Jeder hat sein Päckchen zu schultern, was definitiv auch mit an der Zeit liegt, in der die Geschichte spielt.

    Diesmal im Zeitraum von 1914 – 1917.

    Ein leidgeprüftes und schwieriges Jahr, an dem jeder zu knabbern hat.

    Aber es liegt nicht nur am Krieg, der alles verändert.


    Es gibt Träume, Wünsche und Hoffnungen.

    Und immer mehr hat man das Gefühl, es löse sich alles auf.

    Arm oder reich. Es spielt keine Rolle.

    Jeder kämpft ums Überleben.

    Man taucht in tiefe Krater der Abgründigkeit ein und wird immer wieder aufs neue schockiert.

    Machtmissbrauch, Gewalt und Entsagungen sind an der Tagesordnung.

    Dabei gab es eine Szene, die mich besonders tief getroffen hat und innerlich bluten ließ.

    Und dann sieht man nur, wie diese Ereignisse gelöst werden und es kanalisierte sich daraus, eine so immense Wut und Scham.

    Wie ist es möglich, dann noch das eigene Gesicht zu wahren?

    Wie kann man noch in den Spiegel schauen, ohne verschämt wegzuschauen, weil man den eigenen Anblick nicht erträgt?

    Ich bin einfach nur komplett schockiert.


    Man hat das Gefühl, dieser Band besteht nur aus Tragik, Verlusten und Schicksalsschlägen.

    Aber es ist nicht so, denn es gibt unglaublich viel Hoffnung und auch Glück.

    Hanna Caspian baut hier einige Twists ein, die mich definitiv überrascht haben.

    Manchmal positiv, manchmal weniger.

    Fakt ist, die Menschen machen ihre Erfahrungen, wachsen daran oder versuchen einfach nur zu überleben.

    Manchmal gepaart mit Egoismus, manchmal auch nur einfach mit Arroganz.

    Aber es gibt auch Mitgefühl ,Vertrauen und Loyalität. Ein so wichtiger Aspekt.


    Ganz besonders der zwischenmenschliche Aspekt wird hier so groß geschrieben. Verbunden mit psychologischen Feingefühl erhält es einfach so viel Tiefe, dass es mich einfach richtig beeindruckt hat.

    Die Kriegszeiten kann man nicht wegwischen, sie sind da und haben auch Einfluss auf die Handlung. Diesbezüglich wird man mit sehr viel Wissen und den Hintergründen konfrontiert. Was auch nicht spurlos an einem vorübergeht.

    Dabei geschehen Dinge, die man nicht gutheißt, aber sie sind da.

    Unauslöschlich ins Gehirn gebrannt.

    Sie lassen die Menschen zerbrechen, verändern sie und auch alles um sie herum.

    Die Ziele nehmen andere Richtungen ein, der Fokus verschiebt sich immer mehr und bei alledem muss man aufpassen, dass man sich selbst nicht verliert und das, woran man glaubt verrät.

    Das Ende hat mich besonders getroffen und sprachlos gemacht. Ein Riesen Cliffhanger tut sich auf und ich hänge nun völlig in der Luft.

    So unglaublich spannend, herzzerreißend und tragisch zugleich.

    Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht.


    Fazit:

    Band 1 der Gut Greifenau Saga war ja schon richtig gut, aber in Band 2 geht es richtig zur Sache.

    Voller Dramatik, Tragik und Verzweiflung behaftet, versucht jeder zu überleben.

    Ein zweiter Band, der extrem nahe geht und so einige Themen ans Licht bringt ,die definitiv nicht ohne sind.

    Er ist düster, beklemmend und so eindringlich und intensiv.

    Trotz der Schwere und Ernsthaftigkeit, hat dieser Band großes Potenzial, zu meiner neuen Lieblingsreihe zu mutieren.

    Wer historische Familiensagen liebt, sollte diese unbedingt lesen.

    Herausragende Ausarbeitung mit viel Empathie und Ernsthaftigkeit, dabei liegt der Fokus auf den zwischenmenschlichen Aspekten, verbunden mit psychologischen Feingefühl.

    Ich bin absolut beeindruckt und begeistert.

  3. Cover des Buches Gut Greifenau - Silberstreif (ISBN: 9783426525456)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Silberstreif

     (133)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Die Ereignisse stolpern hier nur so daher, Inflation, Einführung der Rentenmark, eine stetige Entwicklung und viele Wendungen machen auch diesen Teil wieder zu einem Erlebnis.
    Toll sind immer wieder die genauen und unglaublich gut recherchierten Hintergründe, die die Autorin in eine tolle und spannende Geschichte gepackt hat.
    Trotz aller Entwicklungen, ändert sich eines nicht. Lug und Trug, Verschleierungen und Gewalt sind nach wie vor an der Tagesordnung. Familien driften auseinander, Geld spielt wie eh und je eine viel zu große Rolle und selbst reiche und adelige Familien werden zerrissen. Es regieren wie auch heute arm gegen reich,
    die Unterdrückung der Frau, Arroganz und Demut. Schon damals mussten brilliante Ideen her um bestehen zu können, was für eine frustrierende Erkenntnis.
    In ihrem wunderbaren Schreibstil hat mich die Autorin auch mit diesem Band wieder überzeugt und gefesselt.

    Ich kann auch hier wieder nur eine absolute Leseempfehlung geben, denn wenn auch historisch, so hat man doch das Gefühl der Roman spielt und der heutigen Zeit, denn offensichtlich wird der Mensch nur von einem getrieben, Ruhm, Macht und Geld.

  4. Cover des Buches Gut Greifenau - Goldsturm (ISBN: 9783426525449)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Goldsturm

     (131)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Es war schön alle Protagonisten wiederzusehen, aber auch erschütternd, was die Zeit nach dem 1. Weltkrieg aus jenen gemacht hat, die ohne Sorgen und in Saus und Braus gelebt haben.
    Es herrscht Armut auch in den Adelshäusern, jeder muss schauen, dass er irgendwie über die Runden kommt.
    Feindseligkeiten, Intrigen, kriminelle Handlungen bis hin zum Mord in der eigen Familie sind an der Tagesordnung. Es ist erschütternd dies zu lesen und dadurch mitzuerleben.
    Auch die Regelung der Erbfolge schürt dieses Verhalten, denn ein jeder, der nicht Erstgeborener ist geht leer aus.
    All diese Entwicklungen hat die Autorin durch unglaubliche intensive Recherchen und fiktive Anteile zu einer tollen und authentischen Geschichte zusammengefügt.
    Keiner traut mehr dem nächsten, jeder hat teilweise schreckliche Geheimnisse, alles passiert im stillen Kämmerlein.
    Ich kann hier nur wieder eine klare Leseempfehlung geben, denn es ist nicht nur ein Roman, der die Zeit der Weimarer Republik schildert, sondern aufklärt und sehr viele Geschichtliche Hintergründe nahe bringt.


  5. Cover des Buches Gut Greifenau - Sternenwende (ISBN: 9783426525463)
    Hanna Caspian

    Gut Greifenau - Sternenwende

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M

    Das schreibt Hanna Caspian über ihre Lieblingsfiguren aus diesem Buch und begründet damit das endgültige Ende dieser "Saga". Schon mit dem dritten Band sollte es eigentlich vorbei sein. Doch ihre Leser wollten unbedingt wissen, wie es weiter geht. Und so entstanden, gewissermaßen als Auftragswerk, noch drei weitere dicke Bücher. Und tatsächlich lesen sich diese erzwungenen Fortsetzungen nicht mehr so gut wie die ersten drei Bände. Sicher fällt das der Fan-Gemeinde nicht unbedingt auf, weil sie inzwischen süchtig nach neuen Geschichten aus Greifenau ist. Von solchen Fans leben ganze, nie enden wollende Fernsehserien.

    Im letzten Band mehren sich die weniger feinfühlig vorbereiteten Wendungen. Es ruckelt. Es geht abrupt und schnell. Plötzlich wird das Geheimnis um Albert mit rasender Geschwindigkeit gelüftet, und die Ereignisse danach überschlagen sich. Die neue Liebe Katharinas findet keine besondere Erklärung, sie ist plötzlich irgendwie da. Auch Wiebkes und Eugens Geschichte, die durch mehrere Bände schwankend erzählt wurde, kommt auf einmal schlagartig in die richtige Spur. Ich könnte noch einige weitere Beispiele anführen, die deutlich machen, dass es der Autorin offenbar nicht mehr so viel Spaß gemacht hat, ihre Geschichte fortzuführen. Ein Ende musste her, ein möglichst zufriedenstellendes. Denn was sollte nun, ab 1933, noch geschehen? "Es wird langsam ungemütlich", sind die letzten Worte des Grafen Konstantin.

    Die Herrschaft des Dritten Reiches, der Krieg, die Vertreibung sind alles keine Bilder, die Freude machen, die eine schöne Geschichte ermöglichen. Manche Leser fanden, dass es kein besseres Geschichtsbuch gibt. Da kann man geteilter Meinung sein, weil auch diese Geschichte aus der heutigen Sicht und aus dem heutigen Verständnis der Ereignisse im Kopf der Autorin erzählt wird. Wir wissen nicht, wie es damals wirklich war, wir stellen es uns nur vor. Im Gegensatz zu den Figuren aus Caspians Epos wissen wir, wie sich die Dinge weiter entwickelt haben und meinen, gelegentlich daraus eine gewisse Überlegenheit abzuleiten, etwa so wie manche Zeitgenossen heute glauben, dass sie damals im Widerstand gewesen wären.

    Für ihre Fans wird der letzte Band versöhnlich sein. Ich fand ihn, wie schon die letzten beiden Bücher, reichlich plakativ, nicht nur was das Politische anbelangt. Irgendwie sollte es wohl doch so eine Art illustrierter Geschichte sein. Aus der rückwärtigen Betrachtung sehen die Ereignisse immer durchschaubarer aus als sie es damals wirklich waren.

    Für Caspian hingegen waren die sechs langen Bände wohl eine Goldgrube. Dafür muss man einen Riecher haben und auch so schreiben können, dass das Publikum die Bücher annimmt. Wem das gelingt, dem gehört mein Respekt. Unterhaltsam waren die mehr als 3000 Seiten auf alle Fälle.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks