Bücher mit dem Tag "ghetto"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ghetto" gekennzeichnet haben.

171 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.596)
    Aktuelle Rezension von: Felis2305

                


    ** spoiler alert **
    Ein sehr gut erdachter Plot, im Grunde ein sehr einfacher sogar.
    Allerdings in seiner Einfachheit nicht einfach zu lesen weil er sehr starke Bilder hervorruft und man so die Geschichte nicht wirklich liest sondern erlebt.
    Die Geschichte der Lisel Memminger, der Bücherdiebin.
    Und am Ende habe ich geheult…

    Was ich aber auch sagen muss: Ich persönlich würde das Buch keine*n Jugendliche*n lesen lassen ohne selbigen die Einordnung in den historischen Kontext der Geschichte zu geben, und auch das nur wenn die*der Jugendliche psychisch stabil genug ist
  2. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.135)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    . . . diese Worte bläut die junge Italienerin Cetta Ihrem Sohn Natale ein, kaum dass er alt genug ist, die Bedeutung zu verstehen. Im Jahr 1909 betritt sie mit 15 Jahren und ihrem 8 Monate alten Sohn zum ersten Mal amerikanischen Boden und landet von einem Elend im anderen.

    Natale, der nun Christmas genannt wird, kennt nur das arme New Yorker East End, bis er 12 Jahre später durch seine Hilfsbereitschaft auch einen Einblick in das reiche Upper Manhattan erhält und einen ersten Eindruck von der Liebe bekommt.

    Wir lernen in diesem Moment die 13-Jährige Ruth kennen, die innerhalb einer Nacht, durch Bill, den Gärtner ihres Großvaters, ihre Kindheit und sich selbst verlieren wird.

    Auf 784 Seiten begleiten wir diese 4 Charaktere über insgesamt ca. 20 Jahre. Das Leben ist hart, die Taten brutal. Gangs beherrschen die Straßen, Prostitution, Vergewaltigung, nichts wird geschönt. Aber es ist keine blutige Effekthascherei. Es ist die Beschreibung von schweren Schicksalen in den 1910er und 1920er Jahren, über alle Gesellschaftsschichten hinweg. Es ist das Leben.

    Und Christmas hat ein besonderes Talent, das ihm dieses Leben erleichtert. Er hat Charisma, mit dem er Menschen für sich einnehmen kann, und die Fähigkeit Geschichten zu erzählen, die man ihm glaubt. Und dies ist seine Chance das Leben zu ändern. Seines und das von anderen.

    Ich empfand das Buch als sehr intensiv und trotz des Umfangs nicht zu lang. Ich fand es hart, aber ich habe es alles so empfunden, als könnte diese Geschichte wirklich passiert sein. Und ich fand es ganz toll, dass im Laufe des Buches immer mal historische Persönlichkeiten in die Geschichte eingestreut wurden.
    Christmas ist eine tolle, vielschichtige Romanfigur und seine Mutter ist eine bewundernswert starke Frau. Selbst die Nebenfiguren sind beeindruckend, liebevoll und intensiv beschrieben.

    Ein Buch wie ein Hollywoodfilm. Für alle, die nicht zu zart besaitet sind.
     

  3. Cover des Buches Die Seiten der Welt (ISBN: 9783596198528)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt

     (1.497)
    Aktuelle Rezension von: RikePenders

    Inhalt

    Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln.

    Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg – gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.


    Meinung:

    Kai Meyer ist einer meiner Lieblingsautoren, und auch mit diesem Buch enttäuscht er nicht. Die magische Welt der Bücher lädt zum Träumen und Verweilen ein, und Furias magische Reise war unglaublich spannend und mitreißend. Wie immer überzeugt Kai Meyer mit einer tollen Sprache, lebendigen Figuren und einem kreativen Weltenbau. Die Idee der Bücherwelt mit all ihren Figuren und Gefahren hat mir unglaublich gut gefallen, und ich konnte mich ohne Probleme hineinversetzen.

    Ein ganz besonders Highlight war für mich das Schnabelbuch, das mit seinem Witz auch ernste Szenen auflockern konnte, und das einfach ein perfekter Begleiter für Furia ist. Insgesamt waren auch in diesem Buch die Charaktere wieder wunderbar lebensecht und nahbar, sodass ich keinerlei Probleme hatte, mich in sie hineinzuversetzen und mitzufühlen.

  4. Cover des Buches Das Mädchen, das den Himmel berührte (ISBN: 9783404167777)
    Luca Di Fulvio

    Das Mädchen, das den Himmel berührte

     (465)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Dies ist nun der zweite Roman, den ich von Luca Di Fulvio gelesen habe - und ich bin nicht weniger begeistert. Erneut hat mich der Schreibstil des italienischen Autors fasziniert, der Roman ist sehr gut zu lesen und hat mich vollkommen überzeugt.
    "Ein dicker Wälzer" dachte ich zunächst als ich das Buch erstmalig in den Händen hielt: Dennoch war die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend und in kürzester Zeit hatte ich den "dicken Wälzer" durchgelesen. Leider, kann ich da nur sagen, denn die Geschichte hat mich sehr berührt!

    Rom gilt als erster Schauplatz des Romans, wo die Straßenkinder Mercurio, Benedetta, Zolfo und Ercole sich mit Betrügereien ihren Lebensunterhalt verdienen. Nach einem "Zwischenfall" müssen sie aus der Stadt flüchten und machen sich auf den Weg nach Venedig. Auch das jüdische Mädchen Giudetta findet gemeinsam mit ihrem Vater in Venedig eine neue Heimat.

    Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert und Luca Di Fulvio versteht es, den Leser an dieser längst vergangenen Zeit teilhaben zu lassen, als wäre man selbst mittendrin. Der Leser findet sich plötzlich im Judenviertel wieder, erfährt einiges über die Franzosenkrankheit und leidet mit den Huren, die ein schreckliches Leben führen müssen. Ebenso finden sich in der Geschichte der christliche Fanatismus wieder, Ganoven, die die Stadt Venedig regieren und das Leben armer Menschen. Neben den sympatischen Hauptfiguren, treten immer wieder zahlreiche Nebenfiguren in den Vordergrund, die nicht weniger interessant sind.

    Auch die Liebe hat ihren festen Platz in der Geschichte und natürlich werden den Liebenden immer wieder Steine in den Weg gelegt, die es beiseite zu räumen gilt. Die Sprache ist einfach gehalten , aber gut ,unterhaltsam und spannend zu lesen und ich habe mich wirklich keine Sekunde gelangweilt, eher im Gegenteil, ich habe dieses Buch inhaliert und mich auf jede Stunde des Lesens gefreut,da das Buch durchaus zu fesseln weiß;. Sicherlich sind einige Ungereimtheiten in diesem Buch zu lesen, z.B. kann ich mir nicht vorstellen, dass es damals schon Kleider " von der Stange " gab, aber das hat mich bei diesem überaus unterhaltsamen Buch nicht gestört.
    Wer also für eine gewisse Zeit abschalten will, sich in das Venedig des 16. Jahrhunderts auf unterhaltsame Weise entführen lassen will, ist mit diesem Buch gut beraten.Ich denke auch alle Fans von Charlotte Thomas kommen auf ihre Kosten.

  5. Cover des Buches 28 Tage lang (ISBN: 9783499266638)
    David Safier

    28 Tage lang

     (556)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    1942 lebt die 16-jährige Jüdin Mira im Warschauer Ghetto und schmuggelt Lebensmittel, um sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Hannah zu ernähren. Ihr Vater hat sich vor der Deportation das Leben genommen, ihr Bruder Simon arbeitet bei der Judenpolizei. Beide empfindet sie als Verräter. 

    Als sich die Lage im Warschauer Ghetto zuspitzt und die Deutschen beginnen, die jüdische Bevölkerung weiter in den Osten "umzusiedeln", schließt sich Mira, die vor lauter Hoffnungslosigkeit empfindet, nichts mehr zu verlieren zu haben, der jüdischen Widerstandsorganisation ŻOB an. 

    "28 Tage lang" wird aus der Perspektive der 16-jährigen Mira geschildert, die einerseits mutig, aber andererseits auch kopflos und naiv agiert. Schon während ihrer Schmuggeltätigkeit bringt sie sich laufend in Gefahr, hat jedoch immer wieder aufs Neue Glück, nicht von der SS erwischt zu werden. Auch ihre Träume von Liebe und Tanzen und einer Sehnsucht nach New York wirken kindlich. Das Buch würde ich deshalb eher als Jugendbuch einordnen, als einen Roman. 

    Aufgrund der eindringlichen Thematik und der wirklich erschütternden Schilderungen über Hunger, Leid, Angst und Gewalt ist es jedoch auch für Erwachsene ein relevantes Buch über den Holocaust und #GegendasVergessen. 

    Mir war der Roman zu wenig bildhaft geschrieben, das jüdische Ghetto wurde für mich nicht lebendig und vorstellbar, auch die Charaktere wirkten blutleer. Die Geschichte verliert sich häufig in der Gedankenwelt von Mira. Auch wenn man das als Flucht vor der schrecklichen Realität nachvollziehen kann, hatte die Geschichte damit, gerade bis zum Anschluss Miras an den Widerstand, immer wieder ihre Längen. 

    Phasenweise vermittelte der Roman zudem eine sehr einseitige Botschaft hinsichtlich der Frage von Anstand und Moral. Man erhielt die Vorstellung, dass nur der unbedingte Kampf gegen die herrschenden Zustände und die Gefährdung des eigenen Lebens als integer galt. 

    Dagegen fehlte mir ein Gefühl für die Atmosphäre im Warschauer Ghetto, da die Schilderungen des Alltags arg an der Oberfläche blieben. Die junge Mira, die mehr Glück als Verstand hat, konnte mich als Heldin nur bedingt überzeugen, taugt jedoch als Identifikationsfigur für jugendliche Leser*innen.  

  6. Cover des Buches Die Seiten der Welt – Nachtland (ISBN: 9783596198535)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt – Nachtland

     (664)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Wie so häufig, wenn man die Hoffnung hat, einen Feind besiegt zu haben, tauchen weitere, schlimmere Widersacher auf, die einem gehörigen Ärger bereiten. Nicht anders verhält es sich im zweiten Teil von »Die Seiten der Welt«, in der die Adamitische Akademie das Leben von Furia und ihren Freunden bedroht. 

    Es war ein schönes, spannendes und interessantes Wiedersehen mit Furia, Cat, Finnian und den anderen Figuren der Reihe.

    Auch in Band 2 hat die Geschichte rund um die Bibliomantik nichts von ihrer in Band 1 aufs Papier gebrachten Dynamik verloren. Der Stil ist locker und geschmeidig geblieben und verstand es erneut mich an das Buch zu fesseln. Die Fantasie des Autors ist wirklich großartig und schier grenzenlos.

    Insgesamt passt der zweite Teil qualitativ zum ersten und lässt mich darauf hoffen, dass mich auch der mittlerweile bei mir eingezogene dritte Band überzeugen wird. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.292)
    Aktuelle Rezension von: anastazja

    Das Buch haben wir damals in der Schule gehabt. Ist aber trotzdem echt interessant.

  8. Cover des Buches Karolinas Töchter (ISBN: 9783746632971)
    Ronald H. Balson

    Karolinas Töchter

     (104)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Karolinas Töchter ist ein Roman von Ronald H. Balson, einem Autor, der mich mit jedem Buch erneut begeistert.

     

    Zwei habe ich schon gelesen - nun habe ich die wahre Geschichte gelesen von einer Frau und deren Preis für das Überleben - in Romanform gepackt, extrem spannend und lebendig.

     

    Wir lernen Lena Woodward kennen, die ein Versprechen erfüllen möchte, welches sie vor vielen Jahren ihrer Freundin gab - Karolina. Mehr als 50 Jahre ist es her. Liam und Catherine ermitteln zum ersten Mal. In dieser Geschichte lernt man die beiden kennen, die mir mittlerweile ein lieb gewonnenes Duo geworden sind.

     

    Karolins Zwillingstöchter möchte Lena finden, die einst in Polen verschollen waren und bisher nicht wiedergefunden wurden. Warum aber nach so vielen Jahren ??? Wir gehen auch zurück in die Vergangenheit ins jüdische Ghetto und erleben alles noch einmal hautnah und lebendig. Die Geschichte Polens während des 2. Weltkrieges und die der Charaktere wird aufgerollt.

     

    Das es eine wahre Geschichte ist, macht das Ganze noch wirklicher - bringt Gänsehaut und geht emotional ans Herz. Wir lesen aus dem 2013 in Chicago und aus dem Jahr 1939 in Polen, wandeln zwischen den Zeiten, aber das ist nicht schwierig zu lesen, im Gegenteil, sehr vorteilhaft, um alles komplett zu verstehen. Lenas Vater kämpft gegen die Besatzungsmächte. Die Familie wird schließlich verhaftet, nur Lena nicht - die mit ihrer Freundin Karolina im Ghetto versucht zu überleben. Lena geht in den Widerstand und Karolina .... - nein, das verrate ich nicht - es ist eine zu Herzen gehende Geschichte, die man glaubt, sie ist ja auch wirklich passiert, aber bestimmt nicht nur einmal, ich denke, vielfach ist sie ähnlich geschehen. 2013 ist Lena eine alte Dame und sucht die Töchter Karolinas. Ob sie sie finden kann, auch das lasse ich mal offen, in jedem Fall ist das Buch extrem lesenswert - hat mich fasziniert und ich konnte es aufgrund seiner lebendig authentischen fesselnden Schreibweise nicht aus der Hand legen.

  9. Cover des Buches Abschied in Prag (ISBN: 9783453359598)
    Alyson Richman

    Abschied in Prag

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Prag in den 1930-er Jahren. Zwischen dem Medizinstudenten Josef und Lenka, einer Freundin seiner Schwester, bahnt sich eine zarte Liebesgeschichte an. Als die Zeiten für die jüdische Bevölkerung zunehmend unsicherer werden, heiratet das junge Paar, und bereitet mit den Eltern die Auswanderung nach Amerika vor.

    Durch unglückliche Umstände wird Josef von seiner Frau getrennt, und Lenka nach Theresienstadt deportiert. Ein ganzes Leben lang glaubt jeder der beiden Ehepartner, dass der andere den Krieg nicht überlebt hätte, bis sie sich 60 Jahre später in New York zufällig wiedersehen.


    Mit diesem Roman hat die Autorin ein wunderbares Buch über eine große Liebe in einer schrecklichen Zeit vorgelegt. Josef und Lenka sind von Anfang an die Sympathieträger, deren Schicksal sicher niemanden unberührt lässt, doch auch Eltern und Freunde werden sehr authentisch dargestellt. Als Leser nimmt man regen Anteil an den Repressalien, die das Leben der Juden in Prag immer unerträglicher macht. Berührend schreibt Alyson Richman von großen Zukunftsplänen, enttäuschten Hoffnungen, unfassbaren Grausamkeiten, aber auch von Hilfsbereitschaft, Loyalität, Durchhaltevermögen und der Macht der Liebe.

    Der Aufbau des Romans mit wechselnder Erzählperspektive hat mir sehr gut gefallen. Gefühlvoll, und doch in einer sehr eindringlichen Sprache lässt die Autorin ihre Leser am Unvorstellbaren teilhaben. Viele Details künden von intensiver Recherche, interessant auch die Rolle, die die Kunst in Theresienstadt als Zeichen des Widerstandes spielte.

    Die Handlung erschien mir von Anfang bis Ende sehr durchdacht und war logisch zu jedem Zeitpunkt gut nachvollziehbar. Packend erzählt, habe ich mich vom Strom der Ereignisse mitreißen lassen, und war vom Schicksal der hervorragend dargestellten Figuren sehr bewegt. Gerne gebe ich für diesen berührenden Roman die volle Punktezahl.

  10. Cover des Buches Bis ans Ende der Geschichte (ISBN: 9783328100515)
    Jodi Picoult

    Bis ans Ende der Geschichte

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

    Jodi Picoult gehört zu den Autorinnen, von denen ich nahezu alle Bücher besitze, aber bislang kaum etwas gelesen habe. Da mich ihr neuestes Werk „Bis ans Ende der Geschichte“ allerdings direkt angesprochen hat, wollte ich es sofort lesen und wurde nicht enttäuscht.

    Zwar muss ich zugeben, dass der Anfang sehr schleppend verlief, die Geschichte aber immer mehr in Schwung kam und mich danach in ein absolutes Gefühlschaos gestürzt hat, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen gelegt habe. Die Geschichte wird dabei sehr flüssig und eindringlich erzählt, die Dialoge sind mal melancholisch, mal humorvoll und mal erschreckend, aber immer sehr passend und glaubwürdig. Dazu muss man sagen, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat und über den zweiten Weltkrieg mit all seinen schrecklichen Seiten erzählt. Gleichzeitig sind die Figuren sehr gut ausgearbeitet, sodass man diese zwar nicht zwingend ins Herz schließt, dafür aber sehr gut kennen lernt.

    Sage fand ich von Anfang sehr sympathisch und habe oftmals mit ihr mitgefühlt. Sie arbeitet als Bäckerin und hat nur mit sehr wenigen Menschen zu tun, da sie sehr menschenscheu ist und gleichzeitig den Tod ihrer Mutter verarbeiten muss. Um den Tod zu verarbeiten, besucht sie seit einiger Zeit eine Trauergruppe und trifft dabei auf viele Gleichgesinnte, die ihr Mut machen. Besonders Josef, 93 Jahre alt, wächst ihr dabei ans Herz, allerdings lernt sie erst viel zu spät seine Vergangenheit kennen, denn diese ist sehr erschreckend und man kann zunächst gar nicht glauben, dass dieser gutmütige, alte Mann der Welt so viel Leid angetan hat.

    Josef war während des zweiten Weltkrieges in Auschwitz, hat eine Nazi-Vergangenheit und war an vielen Ermordungen an Juden beteiligt. Nun bittet er ausgerechnet bei Sage um Vergebung, was für sie nicht nur sehr schockierend ist, sondern auch einen persönlichen Bezug hat, denn Sage ist selbst Jüdin und ihre Großmutter musste selbst hautnah miterleben, wie sie und viele andere Menschen in Auschwitz behandelt wurden.

    Die Gespräche zwischen Sage und Josef waren hierbei sehr interessant, aber auch sehr erschreckend, sodass ich das ein oder andere Mal schlucken musste, denn die Autorin beschreibt die Geschichte sehr eindringlich und man fühlt sich, als sei man mittendrin. Auch die anderen Figuren, wie z.B. Sages Großmutter, aber auch Leo finden einen Platz in der Geschichte, auch wenn ich mir nicht so ganz sicher bin, ob die Geschichte Leo tatsächlich gebraucht hätte, da er für mich zu unnahbar wirkte.

    Das Cover ist sehr schön gestaltet, fast schon neutral, konnte mich aber dennoch direkt ansprechen. Auch die Kurzbeschreibung hat mir sehr gefallen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

    Insgesamt hat Jodi Picoult mit „Bis ans Ende der Geschichte“ eine erschreckende Geschichte geschrieben, die in mir ein absolutes Gefühlschaos ausgelöst hat. Gleichzeitig hat die Autorin das Leben und das Leid in Auschwitz sehr gut recherchiert, sodass man hierbei eine sehr glaubwürdige und erschreckende Geschichte vorfindet. Ich kann es demnach nur empfehlen.





  11. Cover des Buches Ein plötzlicher Todesfall (ISBN: 9783548285283)
    Joanne K. Rowling

    Ein plötzlicher Todesfall

     (767)
    Aktuelle Rezension von: fayreads

    In der Kleinstadt Pagford stirbt Barry Fairbrother. Die AnwohnerInnen sind erschüttert über seinen plötzlichen Tod, doch mit dem Todestag wird der Abgrund der Stadt deutlich. Fairbrother war ein bedeutendes Gemeinderat-Mitglied und nun ist ein Platz frei, den viele wollen, aber nur einer bekommen kann. 


    Diese Streitereien bekommen auch die Kinder der Kleinstadt-PolitikerInnen mit und auch sie haben einige Schwierigkeiten in ihrem Leben. Doch sie können nicht tatenlos zugucken und hacken die Homepage des Gemeinderats und offenbaren nach und nach immer mehr Geheimnisse.

    Fazit: 


    Durch die Autorin hatte ich gewisse Ansprüche und wurde auch nicht enttäuscht. Anfangs hatte ich eine andere Geschichte erwartet, doch der Kleinstadt-Krieg, den ich bekommen habe, habe ich auch gerne gelesen. 

    Leider waren es mir zu viele Figuren, da ich die ersten 200 Seiten damit verbracht habe, mich zu fragen, welche Sicht ich gerade lese und wer das noch einmal war. 

    Außerdem waren mir die Jugendlichen etwas zu gewollt wild geschrieben. Sie dachten eigentlich immer nur an Sex oder wie sie ihre Eltern ruinieren können und das war mir etwas zu viel. Bei den Jugendlichen hätte ich auch gerne mehr über Gaia gelesen, die mir etwas zu kurz kam, obwohl sie eigentlich ein interessanter Charakter war. 

    Das Ende war extrem deprimierend. Zwischendurch hatte ich die Hoffnung auf ein Happy-End, doch dann wurde ich enttäuscht. Ich hätte mir eindeutig ein anderes Ende gewünscht und wenigstens ein paar Figuren ein schönes Leben gewünscht. 

  12. Cover des Buches Immer diese Herzscheiße (ISBN: 9783473401376)
    Nana Rademacher

    Immer diese Herzscheiße

     (69)
    Aktuelle Rezension von: tienea

    Die 15-jährige Sarah lebt im Stuttgarter Hallschlag. Da wo niemand sein will. Da wo man nie rauskommt, egal wie sehr man sich anstrengt. Ihr Berufswunsch: Hartz IV. Ihre Hobbies: klauen, trinken, Spaß haben. Zukunft: völlig egal. Jemand wie sie hat sowieso keine Chance. Dann wird sie beim Dealen erwischt und ihr Lehrer stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie macht bei einem Theaterprojekt mit oder sie fliegt von der Schule. Widerwillig wagt sich Sarah in eine ihr völlig fremde Welt. Doch als sie Paul kennenlernt, wird ihr klar, dass es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. 


    Bereits beim ersten Satz hat das Buch mein Interesse geweckt "Der Straubmann hatte mich beim Dealen erwischt.". Danach wollte ich direkt wissen wie es weitergeht und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Auch wenn mir am Anfang die Protagonistin Sarah nicht sehr sympathisch war, hat sich das im Laufe des Buches recht schnell gelegt.

    Je mehr man über Sie erfahren hat, desto besser konnte ich Sie und Ihre Handlungsweise Nachvollziehen.

    Ich fand es sehr abwechslungsreich, da einige Wörter und Sätze mitten im Buch im Fettdruck und teilweise doppelt so groß dargestellt wurden.

    Mir persönlich hat es nicht immer gefallen, dass das ganze Buch in Jugendsprache verfasst wurde, aber das ist Ansichtssache. Dadurch wurde das Buch zum Großen Teil Authentischer.

    Ich finde alles in allem ist das gesamte Buch, vom Cover bis zum Inhalt, ein wirklich schön geschriebenes Jugendbuch.



  13. Cover des Buches Die Seiten der Welt (ISBN: 9783596034307)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt

     (435)
    Aktuelle Rezension von: saphira13

    Der Einstieg in dieses Buch war für mich das perfekte „Show don’t tell“. Obwohl es ein paar Monate her war seitdem ich das vorherige Buch gelesen hatte war ich sofort wieder back und brauchte kein Exposition-Dumping. Der Schreibstil von Kai Meyer ist detailreich und verpackt Ortsbeschreibungen in elegante Sätze. Dieses und die natürlich klingenden Dialoge gefielen mir und machten mir Lust auf weitere Bücher von Kai Meyer.

    Die Charaktere hatten für mich alle ihren Charm. Besonders ein treuherziger Südstaatler brachte mich hin und wieder zum auflachen … In einer sonst ziemlich ernsten, zum Teil tragischen (Cat), Geschichte.

    Die Hauptperson Furia mochte ich hier im Reihen-Finale besonders gern. Sie ist keine glatt geschliffene Heldin, sondern eine nachdenkliche Person die versucht mit ihrem Leben klarzukommen.

    Die Handlung baut auf die vorherigen Bände auf und ist wie immer komplex. Ich fand wirklich jeden Aspekt der Geschichte interessant. Man wird echt von einer tollen Szenerie ins nächste spannende Szenario geworfen. Von der Durchbrechung der vierten Wand, großen Plot-Twists und der Philosophie über die Allmacht ist alles dabei. Generell kann man sagen das es wohl der düsterste Teil ist.

    Ich habe meist erst gemerkt das ein Kapitel vorbei war als ich schon wieder im nächsten steckte.

    Kurzum: Ich bin begeistert, kann diese Trilogie jedem empfehlen der schönen Sprache und komplexere Fantasy mag, und gebe klare 100/100!

  14. Cover des Buches Ghetto Bitch (ISBN: 9783791500065)
    Gernot Gricksch

    Ghetto Bitch

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Buechersmartiii

    Naja, ich hatte mir schon mehr erhofft. Ich dachte mir, nachdem ich den Klappentext gelesen hab, dass die Story mega cool ist und die Idee war es auch. Aber die Lovestory war nicht sonderlich ausgefeilt; Daniel war mir zu good und Rick zu bad, einfach irgendwie unsympathisch. Von Nele hatte ich mir auch mehr erhofft. Das sie anfangs noch unsicher ist und so. Sie war anfangs auch echt arrogant, aber ich dachte, sie verändert sich in Richtung Ghettobitch, aber sie bliebt genauso arrogant wie anfangs.

    Es wird übrigens auch aus Timos und kurz aus Daniels Sicht berichtet.

    Timos Story hat mir schon besser gefallen. Sie war vielleicht etwas überladen, aber dennoch echt cool. ich mochte ihn auch lieber als Nele, er war viel liebenswürdiger und hat sich auch mehr auf seine neue Umgebung eingelassen und auf die Leute dort. Deshalb auch 3*** statt 2**...

    Den schreibstil mochte ich an sich. Er war zwar sehr schimpfwortlastig, aber dennoch konnte man es gut lesen und es hat auch nicht übertrieben asozial gewirkt....

  15. Cover des Buches Die Geschichte eines neuen Namens (ISBN: 9783518469521)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte eines neuen Namens

     (346)
    Aktuelle Rezension von: Willson

    Ich mochte die ganze Reihe von Elena Ferrante sehr gerne und mir fällt es schwer jedes Buch einzeln zu bewerten,  da ich fand es gehört alles zusammen. Ich fand alle Charakäre wurden sehr detailliert und realistisch beschrieben und eine Entwicklung von Buch zu Buch ist vorhanden. Auch wenn sich Teile etwas zogen, war stets Spannung vorhanden und am Ende war es so als ob man Abschied von einer Familie nimmt,  die einem ein paar Wochen begleitete.  

  16. Cover des Buches Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung (ISBN: 9783423249997)
    Valentina D'Urbano

    Mit zwanzig hat man kein Kleid für eine Beerdigung

     (101)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    Kurzrezension

    Dieser Roman konnte mich nachhaltig beeindrucken, trotz seines distanzierten Erzähltons, der den Leser etwas auf Abstand hält und nur wenigen emotionalen Momenten, die gewählt und bewusst erscheinen. Aber in Anbetracht der Handlungsebene, die einen ungeschönten Einblick in die Welt der italienischen Unterschicht Mitte der 80-Jahre ermöglicht, wirkt der Kontext ausgesprochen realitätsnah. 

    Eine perspektivlose, arme, gewaltgeprägte Kindheit, die ihre Spuren auch an den jungen Erwachsenen hinterlässt, sowie der unbedingte Wunsch Einzelner all dies nachhaltig hinter sich zu lassen. Dazu eine zarte Liebesgeschichte, die ähnlich unvereinbar mit dem Glück scheint, wie das Leben selbst in dieser Tristesse. Zunächst sind es nur lose Erzählelemente, die sich aber schnell zu einer atmosphärischen, dichten Geschichte entwickeln, deren Tragik nach und nach intensiviert wird. Sehr gut hat mir die Tatsache gefallen, dass die Protagonistin all ihre Erlebnisse hinnimmt, sich nicht unnötig darüber beschwert, wie mühselig ihr Dasein ist und dennoch ein starker Charakter bleibt, der an den Herausforderungen wächst.

     Fazit

    Ein empfehlenswerter Roman für alle, die gern diverse Eindrücke bekommen, von einem Leben, wie man es selbst nicht haben möchte, weder im engeren noch im weiteren Sinn. Und wer sich mit dem Abgleiten eines geliebten Menschen in die Drogensucht beschäftigen möchte, ist hier ebenfalls richtig. Ich vergebe 5 Lesesterne und kann das Buch weiterempfehlen und werde es in Erinnerung behalten, als eine traurig-schöne Episode mit Tiefgang.

     

  17. Cover des Buches Schindlers Liste (ISBN: 9783570300046)
    Thomas Keneally

    Schindlers Liste

     (279)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Es gibt schon so viele Rezensionen, da weiß ich gar nicht was ich noch neues schreiben soll was man noch nicht gelesen hat. Habe zuerst das Buch gelesen und dann den Film geschaut und beides hat mich so erschüttert. Finde es auch sehr schwer ein solches Werk zu kritisieren (egal ob positiv oder negativ), daher werde ich mich da kurz halten. Für mich sollte dieses Buch auch als Schullektüre eingeführt werden, sodass die Geschichte niemals in Vergessenheit gerät.

    Der Autor führte viele Gespräche mit Weggefährten und Fachleuten und vermeidet es, Lücken mit erfundenen Informationen zu füllen. Man lernt Oskar Schindler kennen, einen Mann den man so schnell nicht vergessen wird.

    Ich kann jedem, der sich für das Thema Holocaust interessiert, nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Auch der Film ist ein Meisterwerk für sich, aber das Buch sollte man dadurch nicht unbeachtet lassen. Wunderbar, ergreifend und  erschreckend mit jedem Wort, das auf den Seiten steht. Alleine dieses Buch sollte uns zeigen, dass so etwas nie wieder passieren darf! Und gleichzeitig zeigt es auch, wie wahr der hebräische Spruch ist, welcher einige Male im Buch Erwähnung findet:

    "Wer auch nur ein einziges Leben rettet, der rettet die ganze Welt."

  18. Cover des Buches Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge (ISBN: 9783570403556)
    Matteo Corradini

    Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge

     (25)
    Aktuelle Rezension von: MotteEnna

    Mitten im zweiten Weltkrieg beschließen eine Gruppe Jungen, die im Ghetto Theresienstadt leben, alle anderen Kinder durch eine Zeitung über das Leben im Ghetto zu informieren und ihnen durch Geschichten auch ein wenig Hoffnung zu geben. Dabei besteht für sie immer die Gefahr entdeckt und bestraft zu werden, denn das Festhalten der Gegebenheiten im Ghetto ist verboten. Die namenlose Hauptfigur erzählt in dem Buch von ihren gemeinsamen Streifzügen durch die Straßen von Theresienstadt, um Informationen zu sammeln, ebenso von den gemeinsamen Redaktionssitzungen, auf denen beschlossen wird, welche Fakten verbreitet werden sollen. Dabei achten sie sehr auf die Genauigkeit der Daten. Aber auch immer wieder beschreibt "ich" seine Träume, die teilweise Visionen gleichen und ihm zu der einen oder anderen Geschichte leiten. "Ich" beschreibt zudem den Wandel, der in den Jahren in der Stadt vor sich geht. Wie neue Menschen kommen, wie sich die einzelnen Bewohner die Situation meistern und wie immer wieder Freunde und Fremde deportiert werden und jeder weis, dass sie sie wahrscheinlich nie wiedersehen werden.

    Fazit

    Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge ist ein wunderbares und absolut lesenswertes Jugendbuch, dass auf eine sehr vorsichtige aber auch deutliche weise erzählt, wie das Leben der Juden im zweiten Weltkrieg im Ghetto aussah und welchen Ängsten sie sich jeden Tag stellen mussten. Auch wenn viele Leute immer wieder sagen, dass dieses Thema doch langsam alt wird, dass unsere Generation doch gar nicht mehr direkt mit den Geschehnissen in Verbindung steht, aber ich bin da ganz anderer Meinung. Gerade heute, in der in so vielen Ländern eine negative Stimmung gegen andere Nationen herrscht und Angst vor unbekannten Religionen vorherrscht finde ich es besonders wichtig sich mal wieder vor Augen zu führen, wohin das führen kann, wenn man die Augen davor verschließt. Deswegen spreche ich heute auch eine besondere Leseempfehlung für alle Erwachsenen aus, obwohl es sich hier um ein Jugendbuch handelt. Matteo Corradini zeigt mit dieser Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert, dass sich mit dieser Feindseligkeit nicht nur erwachsene Menschen auseinandersetzen müssen, die sich wehren könnten, sondern, dass vor allem die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, darunter leiden und sich wehrlos fügen müssen. Ein MUST-READ für das kommende Jahr.

    Viel Spaß beim Schmökern!

  19. Cover des Buches Morgen lieb ich dich für immer (ISBN: 9783570314029)
    Jennifer L. Armentrout

    Morgen lieb ich dich für immer

     (776)
    Aktuelle Rezension von: ban-aislingeach

    Im Jugendbuch Roman „morgen lieb ich dich für immer“ von Jennifer L. Armentrout, begleitet man die Teenagerin Mallory für einige Monate und kommt ihr sehr nah, da das Buch in der ersten Person Singular geschrieben wurde. Ich hätte die 538 Seiten gern in einem Rutsch gelesen, da mich da Buch so in seinen Bann gezogen hat. 

     

    Mallory hat die Hölle in ihrer Kindheit erlebt oder wie sie selbst sagt sie lebte in einem Haus mit Monster. Nach einer sehr tragischen Nacht in diesem Haus wurde sie von Rider getrennt und einige Zeit später von Carl & Rosa adoptiert. Die beiden Ärzte versuchten ihr zu helfen und auch mit der Hilfe eines Psychologen musste sie vier Jahre von daheim unterricht werden bevor sie sich in die Schule traute. Sie lebte in dem Haus mit den Monstern nicht allein, sondern da gab es noch Rider, einen Jungen in ihrem Alter der sie stets vor diesen zu beschützen versuchte. Diese Zeit bekommt man teilweise durch Erinnerungen oder Alpträume von Mallory mit. 

     

    Das Buch startet mit ihrem ersten Tag in der neuen High School und wie schwer ihr dies fällt. In meinen Augen besteht das Buch aus zwei Hauptgeschichten. Die eine ist wie Mallory langsam versucht in ihren Augen „normal“ zu werden, mit Leuten zu sprechen, auf Partys zu gehen und vor das Klasse zu sprechen. All dies macht ihr am Anfang noch sehr viel Angst und sie scheitert immer wieder. Ich habe sie jedoch bei ihrem Weg sehr gerne begleitet und stets die Daumen gedrückt das sie letztendloch doch schafft ihr Ziel zu erreichen. Die zweite Geschichte war für mich einfach nur logisch, auch wenn Rider anfangs eine Freundin hatte. Auch er kam nicht unbeschadet aus diesem Haus der Monster raus und lebt nun bei einer Pflegefamiliengroßmutter, bei welcher auch deren zwei Enkel leben. Rider und Mallory haben für mich einfach vom ersten Moment an zusammengehört und ich wusste auch schon wie es enden würde. Vielleicht lag dies daran, weil sie zusammen die Hölle in diesem Haus überlebt haben. Die Geschichte war dennoch interessant zu lesen, romantisch und hat mein Herz berührt. 

     

    Auch die Nebencharaktere im Buch fand ich sehr gut gewählt, vor allem diese Mischung und dass sie nicht nur für eine Sache standen, sondern in meinen Augen mehr Farbe bekommen haben. Jedoch wird es auch durch einen Nebencharaktere sehr dramatisch werden und da habe ich tatsächlich Taschentücher gebraucht. Dies ist ein Buch das mich nicht los gelassen hat und gleichzeitig ist es bei mir ganz tief hinein gegangen. Ich musste zum Glück nicht so etwas wie Mallory und Rider erleben, dennoch konnte ich durch das Buch mit den Beiden mitfühlen. Ich mochte jedoch auch die Szenen mit Mallory und ihren Adoptiveltern, wie in der Schule. Für mich ist das Buch ein Lieblingsbuch, welches ich sehr gerne weiterempfehle. 

  20. Cover des Buches The Point - Entfesselte Sehnsucht (ISBN: 9783956492501)
    Jay Crownover

    The Point - Entfesselte Sehnsucht

     (47)
    Aktuelle Rezension von: steffis_bookworld
    OMFG dieses Buch!

    Ich bin ja wirklich schon eine ganze Weile ein Fan von Jay Crownover und ihr Marked Man Reihe gehört durch Rule Archer zu meinen absoluten Lieblingen. Doch diese Jungs sind alles gute Kerle, manchmal können sie etwas problematisch und arrogant sein, aber sie sind nichtsdestotrotz gut. Doch der Protagonist dieses Buches - Shane Baxter - ist keiner dieser guten Jungs. Er ist ein richtiger Bad Guy. Und ich glaube der englische Klappentext sagt es am besten: Es besteht ein Unterschied zwischen Bad Boy und einen Typen der wirklich böse ist. Und ich kann euch schon jetzt sagen, The Point - Entfesselte Sehnsucht ist eins der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe, mit dem wohl coolsten Antihelden.

    Shane Baxter ist schon mit 18 Jahren ins Gefängnis gekommen. Jetzt, 5 Jahre später, ist er 23 und frisch wieder draußen. Doch könnte er die Zeit zurück drehen, würde er alles wieder genauso machen. Denn er ist damals ins Gefängnis gegangen um seinen besten Freund Race zu beschützen. Allerdings ist dieser nach Bax Entlassung einfach untergetaucht. Deswegen setzt er nun alles daran, Race zu finden und trifft dabei auf dessen Halbschwester Dovie, die eine merkwürdige Anziehung auf ihn ausübt. Dabei könnte sie nicht weniger in sein Leben voller Gewalt, Kriminalität und Gefahr passen...

    Okay, ich muss einfach mit Bax bzw Shane beginnen. Denn...OMG...dieser Typ ist der Hammer! Er ist der Inbegriff des bösen Typen. Und wenn ich böse sage, dann meine ich so richtig richtig böse. Aber auch wenn es eine Weile brauchte mit ihm warm zu werden, was aber einfach an seiner Art lag, konnte ich nicht umhin, mich in ihn zu verlieben. Denn Shane Baxter hatte zwei Seiten. Auf der einen ist Bax. Die "böse" Hälfte, die keine Kompromisse eingeht, die hart ist, absolut und Schonungslos ehrlich. Aber vor allem gefährlich. Und dann ist das noch Shane. Die "gute" Hälfte. Die Hälfte die nur Dovie in ihm hervorbringen kann. Die nette und etwas weichere Seite. Und genau diese beiden Seiten zusammen, machen Shane Baxter so unwiderstehlich.

    Über Dovie habe ich jetzt noch gar nicht viel gesagt. Dovie Pryce ist eine 20 jährige Studentin, die in ähnlichen Verhältnissen wie Bax aufgewachsen ist. Doch vor ein paar Jahren, hat ihr Halbruder - und Baxs bester Freund - Race sie ausfindig gemacht und ihr zu einem besseren Leben verholfen. Weswegen Race in ihren Augen ein Held ist. Und da er Bax vertraut, lässt Dovie ihn auch näher an sich heran. Sie ist eine dieser Protagonistinnen deren beste Freundin man gerne wäre. Was ich an Dovie am meisten mochte ist, dass frech und nicht auf den Mund gefallen ist, dazu absolut fürsorglich und einfach nur liebenswert. Und wie sie Bax sieht, wirklich alles von ihm sieht, war einfach wunderbar. Sie liebt ihn nicht obwohl er böse ist, sondern gerade deswegen.

    Und das ist auch ein Grund dafür, das die Chemie zwischen diesen beiden Charakteren gestimmt hat. Nichts ist sexyer als ein heißer Typ und ein schüchternes Mädchen. Denn genau dann kann man sich sicher sein, dass nur so die Funken fliegen. Aber auch außerhalb des Bettes haben die beiden super zusammengepasst. Sie haben einfach Seiten an dem anderen zum Vorschein gebracht, die beide Charaktere noch besser gemacht haben.

    The Point - Entfesselte Sehnsucht ist eine Geschichte voller Romantik, die man nicht erwartet hätte, Drama, Spannung und einer ordentlichen Portion Sex. Und auch wenn man am Anfang ein wenig braucht um in die Geschichte zu kommen, da man einfach von so vielen Informationen und Charakteren erschlagen wird (Achtung, hier ist aufmerksames lesen gefordert), hätte ich dieses Buch in keinem Punkt anders gewollt. Denn dieses Buch zeigt einem, dass man, egal was man durchgemacht hat, wie unvollkommen man auch ist, alles schaffen kann und ganz vielleicht noch die große Liebe auf dem Weg findet.
  21. Cover des Buches Die Frau des Zoodirektors (ISBN: 9783453270824)
    Diane Ackerman

    Die Frau des Zoodirektors

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Diane Ackerman hat unter anderem auf Grundlage der Tagebücher von Antonina Zabinski ein Buch erschaffen, das mich beeindruckt hat.

    Es beleuchtet die Einzelschicksale während des Zweiten Weltkriegs in Warschau, insbesondere im dortigen Zoo. Zunächst geht es um die Zootiere und um das Leben des Zoodirektors und dessen Familie. Schließlich spitzt sich die Situation zu, als die Nazis in Warschau einmarschieren und den Zoo zunächst für ihre Zwecke nutzen. Sie züchten ausgestorbene Tierarten zurück. Als sie später keine Verwendung mehr für den Zoo haben, nutzen Jan und Antonina dies, um Juden in den leeren Gehegen zu verstecken. Somit retten sie über 300 Juden das Leben. 

    Ich hatte mir zuvor wenig Gedanken gemacht, was ein Krieg für Tiere bedeutet. Dies wird in diesem Buch ebenso aufgezeigt wie die Schicksale der Menschen, die von Jan und Antonina gerettet werden sowie das Leben von Jan und Antonina selbst.

    Am Ende des Buches finden sich die Quellenangaben sowie ein Bildteil, der die Geschichte noch einmal veranschaulicht hat.

    Mich hat der Mut von Antonina und deren Mann beeindruckt, wie sie der Gefahr zum Trotz eine Art Untergrundorganisation erschaffen und damit Hunderten Menschen das Leben gerettet haben.
  22. Cover des Buches Jakobs Mantel (ISBN: 9783426304426)
    Eva Weaver

    Jakobs Mantel

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Sahnchen

    Das ist eins meiner Lieblingsbücher. Super geschrieben. Kann ich nur empfehlen. 

  23. Cover des Buches Dunkels Gesetz (ISBN: 9783550081781)
    Sven Heuchert

    Dunkels Gesetz

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    „Dunkels Gesetz“ ist ein hardboiled Thriller im Stil eines „Country Noir“, Sven Heuchert erzählt in knapper Sprache und mit Fokus auf den Zerfall der Gesellschaft, des Menschen und der Welt im Ganzen. Die Figuren bleiben grob gezeichnet und bedienen – positiv gesagt – die für die Handlung und die Atmosphäre notwendigen Erzählmuster. Negativ ausgedrückt buchstabieren sie das ABC der Klischees von A wie Alkoholiker-Versagerin bis Z wie Zuhälter: traumatisierter Ex-Söldner, sadistische Kleinkriminelle, unschuldige Teenager, kriminelle Rumänen und hinterfotzige Zuhälter. Das K wie Kräuterweib kann ich nicht in dieses ABC einordnen – ich halte es für einen der Bestandteile, die die Geschichte zum Provinzthriller werden lasen – Kräuterweiber sind schließlich kein urbanes Phänomen.

    Über G wie Gewalt muss nicht viel geschrieben werden: Der hardboiled Teil des Romans übertreibt es mit der „useless violence“ ganz erheblich. Weder die Misshandlung der Pferde liefert einen Erkentnismehrwert noch wird der Mord an einem Jungen im Wald sinnvoll instrumentalisiert. Beide Motive wirken wir dekorative Utensilien aus dem Setzkasten 8ohne dabei schmuckvoll zu sein, versteht sich).

    Das größte Problem bereitet allerdings, dass Heuchert zwar wahnsinnig viel düstere Atmosphäre gelingt – es reihen sich sehr viele gelungene „harte“ Szenen aneinander, bis man nach drei Fünfteln des Romans endlich begreift, dass der Autor seine Handlung nur indirekt erzählen möchte und das konkrete Geschehen, die Beweggründe und Absichten lieber aus den durchkonstruierten Zustandsbeschreibungen vermitteln möchte, die der Leser durch eigene Lektüreleistung ableiten muss. Das kann gelingen und pfiffig sein, ist hier aber misslungen, weil der Roman gar nicht vom Fleck kommt. Im Ungefähren bleibt dann auch das Ende des Thrillers.

    Noch eine Bemerkung zum Setting: ich bin ein Stadtmensch, kenne aber wirklich viele Ecken in Deutschland. Ich hätte eine solch flächendeckende gesellschaftliche und wirtschaftliche Einöde innerhalb der Bundesrepublik nicht für möglich gehalten. Das heißt: Ich halte sie nicht für möglich. Wäre die Geschichte im mittleren Westen der USA angesiedelt oder in Rumänien, hielte ich sie für glaubhafter.

    Alles in allem lautet das Gesetz in „Dunkels Gesetz“: das meiste bleibt dunkel.

  24. Cover des Buches Überleben (ISBN: 9783218011297)
    Gerhard Zeillinger

    Überleben

     (22)
    Aktuelle Rezension von: monerl

    Meine Meinung
    Dies wird keine Rezension im üblichen Sinne! Dies sind emotionale Zeilen zu einem Buch, einem Zeitzeugenbericht, der mich in vielerlei Hinsicht schmerzt!

    Nachdem ich nun gestern (27. Oktober 2019) das Buch beendet habe und auf der Suche nach weiteren Informationen zum Autor und dem Zeitzeugen Walter Fantl war, stolperte ich über das Todesdatum von Walter Fantl. Gestorben ist er am 24. Oktober 2019. Das war letzten Donnerstag und das war während ich noch das Buch gelesen habe. Es überkommt mich Gänsehaut! Während ich über die Kindheit und den familiären Verlust von Walter Fantl und all den anderen Juden lese, während ich froh bin, dass er und einige andere den Holocaust in den Konzentrationslagern, wie z. B. Auschwitz, überlebt haben, stirbt Herr Walter Fantl im Alter von 95 Jahren. Und genau gestern in der Früh, das wusste ich gestern noch nicht, wurde er in Wien beerdigt.  

    Beide Gefühle, Freude und Trauer, werden überlagert. Und dennoch bin ich von Herzen froh, dass Herrn Fantl noch so viele Jahre Frieden geschenkt wurden.

    Und während ich gestern Abend die Buchdeckel zuklappte und so durchs Internet surfte, sah ich die Hochrechnungen der Thüringer Landtagswalen 2019! Ich sah, wie die AfD in Thüringen mit einem Plus von 12,8% auf ein Ergebnis von 23,4% gekommen war!

    Ein EKEL stieg in mir hoch, ich kann es kaum besser in Worte fassen. Ich fühlte mich benebelt, traurig und furchtbar wütend! Ja, ich bin immer noch richtiggehend wütend, weil ich nicht glauben kann, dass so viele Menschen, jeglichen wahlberechtigten Alters, einen Faschisten und sein rechtes Gedankengut gutheißen!

    Ich kann nicht fassen, dass das Leid Walter Fantls und das von millionen anderer Juden, Sinti und Roma, behinderter und kranker Menschen und anderer Minderheiten vergessen und weggewischt werden konnte! Wer solche Bücher liest, wie ich sie lese, Videos, Filme und Berichte von Zeitzeugen gesehen hat, kann nicht die AfD wählen und kann nicht wollen, dass wir erneut ein NAZI-Deutschland bekommen! Jedem Menschen, mit einem Minimum an Empathie und Menschlichkeit, weden solche Berichte, Fotos und Filme das Herz zusammendrücken und sie werden wissen, dass so eine Partei unter KEINEN UMSTÄNDEN gewählt werden darf, auch nicht aus Protest!

    Gerhard Zeillinger schreibt über Walter Fantl und berichtet über andere Wiener Juden, wie sie nach und nach entrechtet wurden und wie ihr Weg langsam aber sicher ins Konzentrationslager geführt hat.

    Dass Theresienstadt, wo Walter Fantl lange Zeit gelebt hat, ein Juden Ghetto, ein Durchgangslager war, war mir bis zu diesem Buch nicht so richtig klar. Viele prominente Juden aus dem Theater- und Künstler-Milieu waren in Theresienstadt. Daher gab es dort ein ungewöhnliches “kulturelles Leben”, wie in keinem anderen KZ, Lager oder Ghetto. Die Texte, die zu dieser Zeit dort entstanden, berichten über das damalige Leben, über das “Als-ob”-Leben.

    “Vieles im Ghetto wird nun anders, zumindest nach außen hin, seit der Besuch der “Kommission” angesagt ist. Schon im Jahr davor haben deutsche Pressevertreter und eine Delegation des Deutschen Roten Kreuzes Theresienstadt besucht und es war icht schwer, ihnen für wenige Stunden eine heile Welt vorzuspielen. Diesesmal sind es Vertreter des Internationalen Komitees und dänische Delegierte, die sich ein Bild vom Leben im Ghetto machen wollten.” (S. 139f)

    “Die SS lässt kurz darauf Filmoperateure aus Prag kommen, um das schöne Leben in Theresienstadt zu dokumentieren. Ein “Kulturfilm” wird gedreht, von der Prager Wochenschau-Gesellschaft. Sie filmen einen Alltag, den es nicht gibt, mit Hunterten Häftlingen als Statisten.” (S. 142)

                                

    Und immer wieder schwanken meine Gedanken zu der Frage, wie es sein kann, dass all das Grauen heute scheinbar vergessen wurde. Und dann erinnere ich mich, wie Gerhard Zeillinger in der Nachlese des Buches schreibt:

    “Im Gegensatz zu den anderen europäischen Regierungen, die sich bemühten, ihre Überlebenden so schnell wie möglich nach Hause zu holen, hatte die österreichische Bundesregierung keinerlei Anstalten zur Repatriierung der österreichischen Juden unternommen.” (S. 227)

    “Der österreichische Bundespräsident Karl Renner bekundete im Jahr 1946, dass er einer Wiederansiedlung von Juden in Wien mit allen Mitteln entgegentreten werde.” (S. 230)

    “Zwei Jahre später [1963] begannen in Deutschland die Auschwitzprozesse. Aber nur wenige wurden zur Rechenschaft gezogen. Von den SS-Männern der Wachmannschaft in Gleiwitz und den berüchtigten Kapos im Lager wurde kein einziger angeklagt.” (S. 230)

     

    Aus heutiger Sicht kommt deshalb das Gefühl in mir auf, dass damals nicht genug getan wurde. Viel zu viele Nazi-Verbrecher hatten überlebt und durften nach dem Krieg ein neues Leben anfangen, ganz unbescholten und frei. Und wer weiß, wie viele der Nachkommen mit der NS-Ideologie aufgewachsen sind und sie weiter verbreiten konnten. Eventuelle ernten wir gerade, was damals gesät wurde…  

                        

    Fazit                            

    Dieses und viele andere solcher Bücher sollten m.M.n. als Pflichtlektüre im Unterricht gelesen werden! Bildung bildet und öffnet Augen und auch Herz. Das Wissen über den Holocaust muss weiter verbreitet werden, da die letzten Zeitzeugen demnächst aussterben werden. Viele von ihnen, wie auch Walter Fantl, haben in der Öffentlichkeit und auch in Schulen darüber gesprochen. Wenn sie es nicht mehr können, müssen wir da weitermachen, wo sie aufgehört haben.


    Mehr Berichte und Videos auf:

    --> MonerlS-bunte-Welt


Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks