Bücher mit dem Tag "georgien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "georgien" gekennzeichnet haben.

74 Bücher

  1. Cover des Buches Das achte Leben (Für Brilka) (ISBN: 9783548289274)
    Nino Haratischwili

    Das achte Leben (Für Brilka)

     (231)
    Aktuelle Rezension von: culejule

    Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich diesen Roman ins Herz geschlossen habe. Jedes Wort, jeder Satz der 1280 Seiten waren für mich pures Lesevergnügen.

    Beginnend mit der Geburt Stasias, Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten, im Jahr 1900 in Georgien, entwickelt sich die Geschichte zu einem Epos über sechs Generationen und acht außergewöhnliche Leben, den ich nie wieder vergessen werde. Es sind nicht nur die stark ausgearbeiteten Figuren, sondern auch die brillianten und klugen Weisheiten der Autorin, die den Roman anlehnend an der europäischen Geschichte so kraftvoll und zu etwas wahrhaft Außergewöhnliches gemacht haben. 

    Ich werde definitiv noch weitere Bücher von Nino Haratischwili lesen und kann euch diesen Roman einfach nur empfehlen.

    Für mich ein LebensBuch.


  2. Cover des Buches Fuchskind (ISBN: 9783548612515)
    Annette Wieners

    Fuchskind

     (99)
    Aktuelle Rezension von: schnuffelschnecke9904

    Darum geht es:An einem Herbsttag hört Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes hinter einem Grab plötzlich Babygeschrei. Sie gerät in Panik, denn sie fühlt sich an den Tag erinnert, an dem ihr Sohn zehn Jahre zuvor durch Giftpflanzen ums Leben kam. Doch der Säugling, den sie auf dem Friedhof entdeckt, ist unversehrt. Von den Eltern aber weit und breit keine Spur. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden. Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr. Hat er etwas mit der Toten zu tun? Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist ....

    Daten zum Buch:
    Verlag:List Taschenbuch
    Erscheinungsdatum:17.6.2016
    Buchlänge: 352

    Fazit:
    Bei diesem Buch handelt es sich um einen netten Krimi in dem sehr wenig Blut fließt. Die Geschichte die dahinter steckt hätte größeres Potenzial gehabt, als was man ausgeschöpft hat. Einige Handlungsstränge fand ich zudem unlogisch und sehr weit hergeholt. An einigen Stellen wurde das Drumherum nicht gut genug erklärt und an anderen Stellen wurde zu viel Hintergrund erläutert.
    Die netten Zeichnungen und Informationen zu giftigen Pflanzen und Blumen haben mir jedoch sehr gut gefallen.
    Leider bin ich mit den Figuren nicht richtig warm geworden. Gesine kannte ich bereits aus dem Krimi 'Kaninchen Herz' wobei sie mir da deutlich sympathischer war als in diesem Buch. Auch bei den anderen Figuren stellte sich bei mir kein Sympathie Gefühl ein, sodass es mir gefühlt egal war, was mir ihnen geschieht.
    Ich bin mir sehr unschlüssig, ob ich den dritten Teil um Gesine Cordes lesen werde.

    2,5⭐/5⭐

  3. Cover des Buches Im Himmel gibt es Coca-Cola (ISBN: 9783866482340)
    Christina Nichol

    Im Himmel gibt es Coca-Cola

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Heldentenor
    Eine amerikanische Literaturwissenschaftlerin versetzt sich in einen jungen georgischen Mann. Viel mehr ist leider nicht zu sagen.

    Es hätte ein unterhaltsamer Schelmenroman, eine Eulenspiegelei gar werden können. Aber der Funke springt nicht über. Der Protagonist ist einen Hauch zu willenlos und die Scherze bleiben fade.

    Dabei spielt die Handlung an einem der  Wendepunkte der neueren georgischen Geschichte, kurz vor der Rosenrevolution. Viele Andeutungen und Bezüge zur politischen Situation zu Beginn der 2000er Jahre erschließen sich dem Leser ohne eigene Kenntnis von der Geschichte Georgiens leider nicht oder er muss extra nachlesen. Im Buch bleibt Georgien einfach ein östliches Land unter vielen. Die Eigentümlichkeiten spielen kaum eine Rolle oder bleiben blaß. Dabei bietet das Land viel mehr.
  4. Cover des Buches Nalas Welt (ISBN: 9783404617111)
    Dean Nicholson

    Nalas Welt

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Rosecarie

    Eigentlich wollte Dean mit seinem Freund die Welt mit dem Fahrrad bereisen. Stattdessen bringt das Schicksal Dean und Nala zusammen. Er findet Nala ganz einsam und verlassen auf der Straße und sie beschließt, dass sie nun zu ihm gehört. Das war der Beginn ihrer Freundschaft. In dem Buch erzählt Dean nun die rührende Geschichte ihres Kennenlernens und ihrer gemeinsamen Abenteuer rund um die Welt auf dem Rad.

    Die allermeisten, die dieses Buch gelesen haben, gehörten schon lange zu den vielen Followern von 1bike1world. Und natürlich waren mir die beiden auch nicht unbekannt. Ihre Abenteuer gingen viral und ich hab ihre Bilder und Videos immer gerne gesehen. Jetzt dachte ich, könnte ich mir mal die ganze Geschichte anschauen :) Katzen liebe ich sowieso, also, was hatte ich zu verlieren? :D

    Ich lese eigentlich keine Biografien. Diese hier würde ich aber immer und immer wieder lesen. Deans und Nalas Geschichte ist so toll! Die beiden haben sich gesucht und gefunden. Ihre tiefe Freundschaft tropft aus jeder Zeile. Dean erzählt auf so eine direkte, ehrliche und humorvolle Art. Es wirkt so echt und unverblümt. Jedes Gefühl, jede Sorge, jede Angst, jede Freude und die ganze Liebe für Nala sind so deutlich spürbar. Es wurde sehr lebhaft und lebendig erzählt. Ich hatte das Gefühl, auf den Reisen der beiden hautnah dabei zu sein und fühlte mich ihnen verbunden. Die vielen süßen Bilder von Nala haben ihr übriges getan.

    Es ist nicht einfach nur eine Geschichte über eine Reise mit einer Katze. Auch, wenn das allein schon ein ziemlich cooler Plot ist :D Dean findet eine ganz neue Perspektive auf die Welt und das Leben, will etwas verändern und tut das auch. Er nutzt seine Plattform, um auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, um Gutes zu tun, Menschen zu unterstützen, die die Welt ein bisschen besser machen wollen. Die Lektionen, die er durch Nala und seine gemeinsame Reise mit ihr gelernt hat, gibt er mit einer angenehmen Leichtigkeit an die Lesenden weiter.

    Das Buch hat mich soo sehr berührt. Da steckt ganz viel Herz drin. Die Liebe und die starke Bindung zwischen Nala und Dean konnte ich im jedem Wort und jeder Zeile spüren. Nebenher war ich immer mal wieder auf seinem Instagram Account und hab mir die dazugehörigen Bilder angeschaut. Es war so authentisch, dass ich das Gefühl hatte, die beiden richtig gut zu kennen. Sie sind mir schnell ans Herz gewachsen und was soll ich sagen, Nala und Dean haben jetzt einen Follower mehr :D Ich kann gar nicht genug von den beiden kriegen!

  5. Cover des Buches Mein sanfter Zwilling (ISBN: 9783442745500)
    Nino Haratischwili

    Mein sanfter Zwilling

     (58)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    sollte die Finger davon lassen. "Mein sanfter Zwilling" ist alles andere als das! Es ist ein vielschichtiges Drama. Eine lebenslange Suche nach Schuld und Vergebung. 

    Wie schon auf der Rückseite des Buchs steht, ist es mal eine Liebesgeschichte, mal ein Krimi und dann sogar wie ein Kriegsepos zu lesen. Es hat auch viel von einem Psychothriller. 

    Es fiel mir nicht immer leicht, mich in die Protagonistin zu versetzen, und doch machte vieles Sinn, je offener man dem Roman begegnete.
    Zudem gefiel mir der Sprachstil der Autorin sehr gut. 

    Sie hat darüber hinaus unglaublich viele Elemente in ein einziges Buch gepackt.

  6. Cover des Buches Die Alchimistin (ISBN: 9783453419049)
    Kai Meyer

    Die Alchimistin

     (390)
    Aktuelle Rezension von: n8eulchen

    Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Aura Institoris, Tochter eines Alchimisten, wächst in einem düsteren Schloss am Meer auf. Auf dem Weg nach Zürich, wo sie ein Mädcheninternat besuchen soll, verliebt sie sich in den Mörder ihres verhassten Vaters und gerät mit ihm in einen Krieg zwischen Templern und Unsterblichen, der über Jahrhunderte voller Hass brodelt.

    Meine Meinung:
    - düstere Atmosphäre
    - durchweg fesselnd und spannend
    - teils grausame Szenen
    - detailreiche Landschafts- und Charakterbeschreibungen
    - gerade die detaillierten Beschreibungen in Verbindung mit dem leicht und schnell zu lesenden Schreibstil gefiel mir sehr.
    - leider blieben die Charaktere bezüglich ihrer Gedanken und Emotionen etwas farblos
    - die eigentliche Geschichte beginnt erst ab ca der Hälfte und ab da nahm leider auch die Spannung etwas ab, da das vorangegangene Rätseln von Antworten abgelöst wurde.

    Top oder Flop?
    - für mich persönlich eher Top

    Empfehlung?
    - Für Freunde von Genremix, historischen Romanen (Templer), Krimis/Thriller mit Fantasy/Mysterytouch

  7. Cover des Buches Per Anhalter durch den Nahen Osten (ISBN: 9783959102452)
    Patrick Bambach

    Per Anhalter durch den Nahen Osten

     (15)
    Aktuelle Rezension von: BeiterSonja

    Das Cover gefällt mir.

    Am Anfang gibt es eine Karte, wo man als Leser die Reise mit verfolgen kann.

    Der Schreibstil ist im Tagebuch - Stil. Finde ich persönlich gut, daher hat man das Gefühl mit dabei zusein. Den Mut die Strecke komplett zu trampen und bei Leuten zu übernachten, welche ich nicht kenne - Couchsurfing - finde ich mutig. Gerade in gewissen Ecken auf der Strecke.


    Ich hätte gerne mehr erfahren über manche Orte bzw. von der Bevölkerung, Fotos fehlen auf jeden Fall. Das macht einen guten Reisebericht aus. Es gibt am Ende einige Fotos aber für einen Reisebericht zu wenig. 

  8. Cover des Buches Das Birnenfeld (ISBN: 9783518468821)
    Nana Ekvtimishvili

    Das Birnenfeld

     (12)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Der Klappentext liest sich wie ein Jugendbuch, in dem junge Mädchen rebellieren und die Verhältnisse in einem Internat in Georgien zum Guten wandeln. Das habe ich aus dem Buch aber so nur in Teilen herausgelesen. Was wesentlich vordergründiger ist, ist das dargestellte Elend, die Armut und die unzureichende Versorgung der Kinder. 

    Lela ist bereits 18 Jahre und nimmt in dem Internat, in dem sie aufwuchs, einen kleinen Job als Parkplatzbewacherin an. Daneben unterstützt sie die überforderten Lehrkräfte bei der Betreuung der Internatskinder. Offiziell ist das baufällige Gebäude ein Internat für geistig behinderte Kinder, doch tatsächlich ist es ein Sammelbecken für all die Kinder, die sonst keinen Platz finden. Teilweise von ihren Eltern verlassen, abgegeben und vergessen. Als sich ein amerikanisches Ehepaar ankündigt, könnte sich für ein Kind die Lage entschieden ändern.

    Die Handlung wird aus der Sicht von Lela erzählt. Dabei hat man das Gefühl, dass man in ihrem Tagebuch liest, denn es handelt sich um viele Einzelszenen. Der Alltag im Internat wird durch diese Einblicke verdeutlicht und die sehr unterschiedlichen Kinder werden durch die geschilderten Einzelschicksale dargestellt. Dabei werden einige besonders außergewöhnliche Kinder sozusagen en bloc in einem Rückblick vorgestellt. Immer wieder wird Missbrauch thematisiert, dem die Internatskinder ausgesetzt sind, durch Lehrkräfte, andere Kinder oder Außenstehende aus der Siedlung. Das titelgebende Birnenfeld spielt in diesem Zusammenhang auch eine Rolle. Die "kleinen, krüppeligen" Birnbäume stehen zudem für die Kinder, die nicht aus dem Internat entkommen können und in dem schlammigen Boden des Birnenfeldes festgehalten werden. So sind auch die Früchte dieser Bäume ungenießbar: "Wenn sie taugen würden, wären sie längst weg!" (S.148)

    Lela ist zwar ein patenter Hauptcharakter, aber man kommt ihr nicht wirklich nahe. Insgesamt tauchen sehr viele Personen in diesem Roman auf, die aufgrund der georgischen Namen durchweg (zumindest für mich) für Verwirrung sorgen. Es gibt viele interessante kleine Szenen, zum Beispiel das Telefonieren bei den Leuten im Wohnblock oder die Hochzeitsfeiern im Internat. Auch das Titelbild wird durch eine kleine Geschichte erläutert. Allerdings überwiegt der Eindruck von Szenen, die das Elend der Kinder darstellen, auch wenn Lela recht leidenschaftslos, ja nahezu nüchtern über diese Dinge berichtet.

    Insgesamt konnte mich der Roman leider nicht überzeugen. Es fehlt für mich eine durchgängigere und tiefergehendere Handlung und ein emphatischerer Schreibstil, der dem Thema angemessener gewesen wäre. Auch bereitet der Klappentext nicht auf den Inhalt (Gewalt, Missbrauch etc.) vor. Daher vergebe ich dreieinhalb Sterne.

  9. Cover des Buches Einsame Schwestern (ISBN: 9783902711748)
    Ekaterine Togonidze

    Einsame Schwestern

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Diana und Lina sind siamesische Zwillinge und ihre Sicht auf die Welt begleitet den Leser durchs Buch. Leider weiß ich bereits zu Beginn das Ende und das gibt für mich einen Punkt Abzug. Es ist dramaturgisch für mich nicht gut gelöst. So bleibt es von Anfang an....traurig mit dem realen Blick auf die Welt von Diana und Lina. Ich finde es großartig, dass sich die Autorin dem Thema angenommen hat, wenn auch 179 Seiten für mich zu wenig sind. Aber auch dsas hat vielleicht seine Brisanz.

  10. Cover des Buches Ali und Nino (ISBN: 9783548289045)
    Kurban Said

    Ali und Nino

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    Hierbei handelt es such um eine dramatische Liebesgeschichte zwischen einer Georgierin und einem Moslem im von den Russen besetzten Baku während der Zeit des ersten Weltkriegs. Nino ist etwas jünger als Ali, christlich und sehr westlich erzogen. Sie ist sich als junge Frau ihrer selbst und ihrer Möglichkeiten als Bürgertochter der oberen Klasse bewusst. Die Stadtschönheit ist unsterblich in Ali verliebt, der ebenfalls einer oberen Klasse entstammt, die aber auf eine lange eng mit dem Islam verbundene Familiengeschichte beruht. Der Junge lebt als Mohamedaner der Oberschicht in Baku, muss aber das russische Gymnasium besuchen, dass ihm mit all seinen westlichen Gepflogenheiten immer wieder unangenehm ist. Zwei Kulturen treffen bei diesem Liebespaar aufeinander, die ihre Beziehung nicht verunmöglichen, aber zwischendurch sehr kompliziert machen. Die Stadt Baku ist selbst ein Schmelztiegel von unterschiedlichen Kulturen auf dem Kaukasus. Und der Krieg in der Ferne kommt immer näher. Das junge Paar versucht das Beste aus dieser schwierigen Situation zu machen. 

    Das Buch greift eine historisch sehr wechselhafte Zeit auf dem Kaukasus auf, in der der Zusammenbruch des Zaren- und des Osmanischen Reichs fällt, das grosse Geldmachen mit dem in der Region reichlich vorhandenen Erdöl beginnt und deswegen westliche Mächte wie England, Frankreich etc. damit beginnen, die Gebiete zumindest wirtschaftlich zu kontrollieren. Und mitten drin sind die Bewohner mit ihren unterschiedlichen, althergebrachten Kulturen. Dieses Spannungsfeld prägt den Kaukasus bis heute auf positive wie leider auch negative Weise. Der Clash der Kulturen spiegelt sich auch in der herzzerreißenden  Liebesgeschichte von Ali und Nino wieder.

    Das sehr feinfühlig und äusserst reich recherchierte Buch erlaubte mir ein Abtauchen in ein für mich fremdes Land und fremde Kulturen. Anfangs hat mich der westliche Blickwinkel etwas gestört, dann habe ich mich aber damit abgefunden. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Buch bereits 1937 erschienen ist, und darum der damaligen Zeit entsprechend verfasst wurde, obwohl der Autor Kurban Said sehr bemüht gewesen zu sein scheint, den Reichtum der Kulturen so anschaulich wie möglich zu schildern ohne parteiisch zu werden.  Aber wer ist dieser Kurban Said? Und jetzt wird es richtig interessant: Kurban Said ist ein Pseudonym für zwei bis drei mögliche Autor*innen. Im Westen geht man laut Wikipedia  von einer anderen Autorschaft als im Kaukasus aus. Jedenfalls wurde im Text sehr viel Insiderwissen eingepflanzt, welches ein oder eine Aussenstehende so kaum in Erfahrung bringen konnte. Die Autorenschaft wird jedenfalls nie ganz geklärt werden, die Rechte liegen aber bei einer österreichischen Familie. 

    Fazit: Ein sehr spezielles Buch, dass es sich lohnt zu lesen. 


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  11. Cover des Buches Die Katze und der General (ISBN: 9783627002763)
    Nino Haratischwili

    Die Katze und der General

     (62)
    Aktuelle Rezension von: literat

    Ich habs geliebt, auch wenn ich einige Stellen nur überflogen hab. Aber ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, die Autorin weiß sehr genau wovon sie schreibt, sie hat sich total in ihre Figuren reinversetzt, jede Gefühlsregung war stimmig, und total nachvollziehbar beschrieben. Auch wenn sie sehr, sehr viele Worte gebraucht hat um jede innere Regung zu beschreiben. Ich hatte den Eindruck, es war der Autorin sehr wichtig, sehr eindringlich und genau zu beschreiben, was in den Menschen und mit ihren Protagonisten passiert.

     Und gerade in der heutigen Zeit kann das Buch sehr viel dazu beitragen, die Vorgehensweise der russischen Armee im aktuellen Krieg um die Ukraine, zu verstehen. Es ist absolut ängstigend zu sehen, wie unmenschlich russische Soldaten den Krieg führen. Wie Menschenrechtskonventionen oder Regeln im Krieg für sie absolut keine Rolle spielen. Und wie das russische Gesellschaftssystem und die Armee absolute Psychopathen und Sadisten hervorbringt. 

    10 von 10, absolut :) (würde meine Tochter formulieren :)

  12. Cover des Buches Das achte Leben: Für Brilka (ISBN: B07W1KS63Z)
    Nino Haratischwili

    Das achte Leben: Für Brilka

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Roadtrip mit Emma (ISBN: 9783426790304)
    Christina Klein

    Roadtrip mit Emma

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Christina Klein und ihr Freund Paul möchten Christinas Großmutter besuchen. Die wohnt allerdings in Sibirien und der Weg wird nicht etwa mit dem Flugzeug, sondern mit einem umgebauten Mercedes-Camper zurückgelegt. Dieser Camper wurde von seinen Besitzern Emma genannt und ist tatsächlich älter als seine Reisenden: als Oldtimer hat Emma bereits mehr als 30 Jahre auf dem Buckel…

    Der Reisebericht, den Christina Klein geschrieben hat, gibt die Erfahrungen dieses abenteuerlichen Trips wieder, der zunächst durch Südosteuropa, dann über Moldawien und das Schwarze Meer nach Georgien und Kasachstan führt, bis schließlich nach ca. 10.000 km das heimatliche Dorf erreicht ist.

    Zwischendurch gibt es jede Menge Erlebnisse, viele davon hängen mit der etwas zickigen Emma zusammen und den schlechten Straßen, die einem Oldtimer zu schaffen machen. Einen anderen Schwerpunkt bilden das Essen und der Alkohol-Konsum während der Reise. Über politische Systeme, kulturelle Höhepunkte oder die wirtschaftliche Situation der bereisten Länder erfährt man in diesem Buch kaum etwas, dafür mal mehr oder weniger über die Stimmung der Reisenden. Der Rückweg aus Sibirien führt schließlich über Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan zum Kaspischen Meer mit einem längeren Abstecher in den Iran. Hier endet etwas abrupt die Reiseerzählung. Der Karte in der Umschlagklappe ist zu entnehmen, dass der Trip über die Türkei und Griechenland bis nach Österreich fortgesetzt wird, zu lesen ist davon aber nichts mehr. Der Bildteil in der Mitte des Buches ergänzt den Text immerhin auf hilfreiche Weise.

    Das Buch liest sich in einem flotten Tempo. Durch die doch ziemlich andere Lebenseinstellung der Autorin ist bei mir der Funke aber nicht übergesprungen. Die Ungenauigkeiten des Verlags (40.000 km waren es schlichtweg nicht bis nach Sibirien und die Karten bezeichnen die Orte mit anderen Namen als die Autorin, um nur einige ärgerliche Auffälligkeiten zu nennen), kommen hinzu.

    So kann ich nur mit 3 Sternen bewerten.

    Für Leser, die selbst gerne Roadtrips unternehmen, kann das Buch bei der Planung eines Sibirien-Trips hilfreich sein.

  14. Cover des Buches Der Literaturexpress (ISBN: 9783627002237)
    Lasha Bugadze

    Der Literaturexpress

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Zaza ist georgischer Schriftsteller. Zumindest hat er ein wenig erfolgreiches Buch veröffentlicht und wird in den Literaturexpress eingeladen. Dort finden sich 100 Literaten aus unterschiedlichsten Ländern wieder, um von Lissabon aus eine Europareise zu unternehmen. Den Schriftstellern werden verschiedene Aufgaben übertragen, doch bleibt das Verständigungsproblem. Dann lernt Zaza eine Griechin kennen und seine persönliche Reise verwandelt sich in eine Achterbahnfahrt.
    Leider konnte ich mit der Reise recht wenig anfangen. Ich hatte wenigstens ein paar Bekannte erwartet, doch die gibt es gar nicht. Mir ist auch schleierhaft, was die Geschichte aussagen sollte. Die Dialoge sind teilweise schwachsinnig und geht es geht permanent um den Zwist zwischen Russland und Georgien. Wahrscheinlich hat Nino Haratischwili noch das beste durch die Übersetzung herausgeholt (eine sehr sympathische Frau), konnte mich aber leider nicht abholen.
  15. Cover des Buches Eiszeit (ISBN: 9783406714122)
    Gabriele Krone-Schmalz

    Eiszeit

     (9)
    Aktuelle Rezension von: wsch
    Spiegel Bestseller – KEIN WUNDER!

    Als Russland-Korrespondentin der ARD, die vier Jahre in diesem Riesenland gelebt hat, weiss Gabriele Krone-Schmalz sicher, was sie (be)schreibt, was sie in einem gut verständlichen Stil erklärt, erläutert, nachvollziehbar darstellt. Wobei sie auch stichhaltige Argumente gegen die sehr einseitige 'Mainstream'-Berichterstattung und 'Mainstream'-Nachrichten der ARD ins Feld führt. 'Mainstream' ist in dem Sinne zu verstehen "Die Russen sind alle die Böse. Und Wladimir Putin ist der Oberschurke..." Denn das ist ja die Vorstellung von Russland und seiner Politik, die durch die Nachrichten wachgerufen und fast täglich bestärkt wird.

    Dass Putin durchaus sachliche, fundierte Gründe für seine Politik einschliesslich der Vorgänge im Zusammenhang mit der Ukraine, der Krim, dem Donbas im Osten der Ukraine hat, dass das auf seine Anweisung hin durchgeführte militärische Eingreifen in den Krieg in Syrien objektive betrachtet nachvollziehbar ist, all das macht die Autorin klar. Wer diese Sicht bezweifelt, lese das Buch mit den vorgetragenen Argumenten. Die nicht bei den Haaren herbeigezogen sind, sondern durch ein ausführliches Quellenverzeichnis nachprüfbar belegt werden.

    Selbst wenn man nicht allen Äusserungen und Feststellungen von Gabriele Krone-Schmalz folgen mag, mehr als lesenswert ist das Buch allemal. Ein echter 'Augenöffner'!

  16. Cover des Buches Der Held im Pardelfell (ISBN: 9783869711744)
    Tilman Spreckelsen

    Der Held im Pardelfell

     (6)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Meine Geschichte ist lang und nicht besonders schön [...]. Und sie ist ohne jede Hoffnung.‘ (Seite 50)

    ‚Der Held im Pardelfell‘ - auch bekannt als ‚Der Recke im Tigerfell‘, ‚Der Mann im Pantherfell‘, ‚Der Ritter im Pantherfell‘ u.a. - ist das Nationalepos Georgiens und wurde zwischen 1196 und 1207 vom Dichter Schota Rustaweli verfasst.

    Die ursprünglich in Versform geschriebene Geschichte wurde für die Ausgabe von Galiani Berlin von Tilman Spreckelsen in Prosaform gebracht und von Kat Menschik illustriert.

    Erzählt wird die Geschichte von Awtandil, dem Ziehsohn des Königs Rostewan, der auf Geheiß der Prinzessin Tinatin - Mitregentin im Königreich und Geliebte Awtandils - auf der Suche nach einem mysteriösen Krieger im Pardelfell ist. Dieser tauchte bei einer Feierlichkeit des Königs aus dem Nichts auf und verschwand ebenso plötzlich und unauffindbar im Dickicht.

    Da die Prinzessin Tinatin fest daran glaubt, dass das Schicksal des Fremden mit dem ihren und dem Königreich verknüpft ist, bittet sie Awtandil, die Welt zu durchstreifen, um den Mann im Pardelfell aufzuspüren.

    Seit ich Volker Kutschers ‚Moabit‘ gelesen habe, das von Menschik illustriert wurde, bin ich großer Fan der Illustratorin und habe mittlerweile einige der von ihr illustrierten Bücher gelesen (‚Birthday Girl‘, ‚Die Bäckereiüberfälle‘, ‚Die unheimliche Bibliothek‘ und ‚Schlaf‘ von Haruki Murakami, ‚Unheimliche Geschichten‘ von Edgar Allan Poe). Besonders bemerkenswert finde ich immer wieder, dass Menschiks Illustrationen so variabel sind, dass sie für jede Geschichte die richtige Technik wählt und ihr die passenden Farben verleiht. So ist es auch bei ‚Der Held im Pardelfell‘, das zwar weniger Illustrationen aufweist als beispielsweise ‚Moabit‘ oder die Murakami-Bücher, das den Leser und Betrachter jedoch schon mit den vollkommen adäquaten und überzeugenden Vorsatz-Illustrationen in den Kaukasus versetzt. Auch die restlichen Illustrationen im Buch sind schlichtweg meisterhaft und einfach wunderschön.

    Die Sprache von ‚Der Held im Pardelfell‘ ist modern und lässt sich leicht lesen. Schön finde ich, dass Spreckelsen bisweilen ungewöhnliche, märchenhafte, veraltete Begriffe wählt, die dem Ganzen den Anstrich einer vergangenen Zeit geben (z.B. ‚auch der Bart war weiß durchwirkt‘, Seite 8).

    ‚Der Held im Pardelfell‘ hat mich beim Lesen in eine andere Zeit und in eine ferne Welt versetzt und ist durchweg fesselnd. Zudem bietet das Buch Einblicke in die georgische Seele und die Geschichte und die Traditionen des Kaukasus, so dass ich es nicht nur all jenen empfehlen kann, die schöne Illustrationen und Sagen mögen, sondern auch allen, die sich näher mit dem Kaukasus auseinandersetzen möchten.

    Das hochwertige Papier, die exzellente Bindung und die ausgezeichnete Druckqualität runden dieses Schmuckstück von einem Buch und dieses Meisterwerk der georgischen Erzählkunst ab.
  17. Cover des Buches Das mangelnde Licht (ISBN: 9783957132727)
    Nino Haratischwili

    Das mangelnde Licht

     (4)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi

    Dieses Buch nimmt einen wirklich mit.

    In Brüssel findet eine große Retrospektive zum Werk einer Fotografin statt. Dina ist seit 20 Jahren tot, aber ihre Bilder sprechen noch heute von Georgien in allen Facetten, von Armut und Bürgerkrieg, aber auch von Jugend, und Freundschaft in den 90ern. Ihre drei besten Freundinnen treffen dort zum ersten Mal wieder zusammen, seit den Ereignissen damals. Sie sehen diese Bilder, erinnern sich.

    Man taucht ein in eine Welt voller Korruption, Gewalt und Patriarchen. Blutige Bandenkriege sind Normalität, Schwestern und Töchter Handelsware, Drogen Währung oder Flucht. Dazu kommen noch echte militärische Konflikte durch russisch-abchasische Querelen. Die Geschichte Georgiens ist bewegt und leidvoll, trotzdem konnte man dort auch schöne Zeiten erleben.

    Man lernt hier Georgier kennen als buntes Bild von Individualisten, kunstsinnige Eigenbrötler mit Familiensinn, originelle Menschen, die zusammenhalten.

    In tausenderlei Rückblenden erfährt man vom Leben dieser vier Mädchen von damals bis heute, wirklich ausführlich, man braucht schon etwas Geduld. Nach und nach fügen sich die Episoden zu einem Bild zusammen, erzählen von Dramen und viel Liebe, von Grausamkeiten und Freundschaft. Es ist sehr nachvollziehbar, wunderschön erzählt, mit einem leichten Hang zum Blumigen und ganz viel Atmosphäre, man spürt den herrlichsten Sommer, auch wenn über allem tiefste Trauer liegt.

    Das Hörbuch dauert  25 Std. und 33 Minuten und hat seine Tücken. Die Sprecherin liest sehr engagiert, ohne zu beachten, dass diese besonders schöne Sprache keine Deko braucht. Diese Sprache wirkt von selbst und wenn man sie deklamiert, wird Poesie zum Pathos. Es hilft, wenn man es etwas schneller abspielt, aber es ist auch ein bisschen schade um den schönen Text.

    Dieses Buch ist aufwühlend und poetisch, keine leichte Kost, aber eine eindringliche Reise nach Georgien. Was genau da passiert ist, verstehe ich noch immer nicht ganz. Die Autorin setzt schon einiges an Wissen voraus, aber man bekommt einen plastischen Eindruck. Vielleicht ist es auch ein Buch zum zweimal lesen, vielleicht sogar ganz bestimmt.

  18. Cover des Buches Der aufblasbare Engel (ISBN: 9783351050580)
    Zaza Burchuladze

    Der aufblasbare Engel

     (9)
    Aktuelle Rezension von: sar89
    Nino und Niko Gorosias sind ein eher gelangweiltes Paar in der Sackgasse. Nino hat zwar einen Job aber einen, den sie nicht mag. Niko ist ein gescheiterter Künstler und weiss nichts mit sich anzufangen. Aus Langeweile starten die Beiden eine Geisterbeschwörug. Sie möchten den Geist von Georges Gurdjieff einem Esoteriker, Mystiker und Gauner. Zu aller Überraschung auch der Gurdjieffs führ die Beschwörung zum Erfolg und er steht bei den Gorosias in der Küche, unfähig oder unwillig zu veschwinden. Nach ein paar Tagen wünschen sich die Gorosias Nützliches von ihrem Geist. Sie wollen möglichst schnell an Geld kommen. Gurdjieff erfüllt ihnen diesen Wunsch. Doch die Art und Weise ist alles andere als legal, dies stört die Gorosias aber nicht im Geringsten, vor allem als die Million auf dem Tisch liegt, sie sich eine schöne Wohnung, einen Innenarchitekten und eine Bäckerei leisten können. Gurdjieff lassen sie vor sich hinvegetieren zusammen mit dem Foucault und des Entführten, nicht mehr ganz taufrischenTschikobawas. Geurdjieff verwandelt Tschikobawas in eine Art versteinerten Priester mit Laserauge. Witzigerweise stellen sie ihn in einer Kirche ab und de Aberglaube der Bevölkerung beginnt seltsame Blüten zu treiben....
    Alles in allem habe ich mich gut amüsiert, wobei die Lügen und Kriminalität einfach mal so hingenommen werden, solange Geld und Wohlstand daraus resultieren. Die Mitte der Erzählung als sie auf das Opfer warteten, konnte mich gar nicht packen. Anfang und Ende fand ich sehr gut! Ich muss noch sagen, dass ich bisher nicht dazu gekommen bin "Meister und Margarita" zu lesen, was dem Verständnis für die Figur Gurdjieff wohl nicht ganz dient. Es hat mich aber gefreut endlich Georgische Literatur zu lesen. Vermutlich wird es nicht das letzte Mal gewesen sein.
  19. Cover des Buches Data Tutaschchia (ISBN: 9783520610010)
    Tschabua Amiredschibi

    Data Tutaschchia

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Ende des 19. Jahrhunderts lebt Data Tutaschchia seit Jahrzehnten als Freiheitskämpfer, ihm werden allerhand leichte und schwere Verbrechen zur Last gelegt. Sein Cousin Muschni Sarandia hingegen steht auf der Seite des Gesetzes und ist dabei, eine beispiellose Karriere hinzulegen. Die beiden Männer kommen sich vor dem Hintergrund der aufkeimenden Oktoberrevolution zunehmend ins Gehege.

    Ich habe mehrere Wochen mit Data Tutaschchia im Kaukasus verbracht, man muss sich etwas Zeit geben, dann lernt man eine ganz tolle Heldenfigurkennen. Amiredschibi hat ihn dazu gemacht, er hat seinen Protagonisten edel, gerechtigkeitsliebend, intelligent - aber nicht ohne Fehler erdacht. Ihn umgibt eine Aura, die mich auch außerhalb des Buches erreicht hat, ein georgischer Robin Hood könnte man sagen. Seine Methoden, gegen die allgegenwärtige Rücksichtslosigkeit und Raffsucht vorzugehen, sind unkonventionell, zunehmend verzweifelt er am Egoismus der Menschen. Er blickt in ihre Seelen, er erkennt ihre Absichten.

    Ein ganz tolles Buch, eine großartige Entdeckung. Ich bin sehr begeistert, dass der Alfred Kröner Verlag dieses unvergleichliche Werk aufwendig übersetzt und verlegt hat, das Kriminalgeschichte, fiktive Biografie und Heldenepos unter dem Deckmantel des historischen Romans vereint. 

  20. Cover des Buches Träume fliegen mit dem Wind (ISBN: 9783755785965)
    Mari Hummingbird

    Träume fliegen mit dem Wind

     (22)
    Aktuelle Rezension von: maerchenw

    In ihrem Debütroman "Träume fliegen mit dem Wind" lässt uns Mari Hummingbird die Studentin Franzi auf ihrer Reise durch mehrere Länder und zu sich selbst begleiten.

    Franzi ist frisch getrennt und möchte kurz vor Semesterbeginn auf einem Kurztrip nach Athen Klarheit über ihre Zukunft bekommen. Denn neben ihrem neu dafür gekauften Rucksack schleppt sie einiges an emotionalem Balast mit sich herum. Da wären ihre noch nicht verarbeitete Trennung, ihr traumatischer Surfunfall, das angespannte Verhältnis zu ihrer Mutter sowie die Unsicherheit bezüglich ihrer Studienwahl. 

    Robin, den sie erst beim Rucksackkauf kennen lernt, begleitet Franzi spontan auf ihrer Reise. Was werden die beiden erleben und wird die Reise etwas verändern? Und was für ein Geheimnis verbirgt Robin?


    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen, so dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

    Ich mag es sehr, dass aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Das bringt mich Franzis Gedanken und Gefühlen direkt näher.

    Zudem gefallen mir die bildhaften Beschreibungen. Da habe ich z.B. das Gefühl direkt mit durch Athen zu streifen.

    Durch Robin stellt sich Franzi (wieder) den ein oder anderen Herausforderungen. Sie lässt sich sogar dazu überreden mit ihm weiter nach Georgien zu reisen.

    Schön, dass sie in Georgi einen Freund und einheimischen Begleiter gefunden haben. So erlebt man Georgien nochmal ganz anders.

    Franzi traut sich immer mehr zu und stellt sich weiteren Herausforderungen wie z.B. einer Wildwasser-Kajakfahrt und dem Gleitschirmfliegen. Die Erlebnisse sind so toll und mitreißend beschrieben, dass ich das Gefühl hatte selbst im Kajak bzw. Gleitschirm zu sitzen.

    Neben dem freigesetzten Adrenalin durch die Extremsportarten, sorgt Robin für Gefühlschaos bei Franzi. Mal ist er Franzi nahe, um sie im nächsten Moment wieder von sich zu stoßen. 

    Die beiden stehen sich oft selbst im Weg. Daher fand ich gut als Franzi entschied, nicht weiter mit Robin zu reisen. Statt ihrer Freundin Halima hinterher zu reisen, hätte ich es noch besser gefunden, wenn sie einen größeren Schritt gewagt und sich allein zu ihrem selbst gewählten Reiseziel aufgemacht hätte.

    Da Robin sich Franzi doch noch spontan anschließt, dürfen wir in Kambodscha ein impulsives Dreiergespann erleben.

    Die bildhaften Beschreibungen Kambodschas haben mir wieder sehr gut gefallen. Besonders, dass nicht nur die Schönheit wie Tempelanlagen und Vegetation, sondern auch die Schattenseiten wie Müllberge, Straßenkinder und Minen thematisiert wurden. Da wurde ein realistisches Bild gezeichnet.

    Nach Kambodscha trennen sich jedoch die Wege: Franzi kehrt wieder zurück in den Alltag in ihrer Heimatstadt Regensburg und Robin zieht es weiter. 

    Doch Dank ihrem Seelenverwandten Georgi macht sich Franzi nochmal auf ins Surferparadies nach Portugal zu Robin. Ein wieder traumhaft beschriebener Ort, an dem so einiges Bewegendes passiert und zu Tage kommt.

    Die Protagonistin Franzi macht im Laufe der Geschichte eine enorme Entwicklung durch, die sich für mich auch nochmal besonders bei ihrer Entscheidung am Ende zeigt.

    Mari Hummingbird ist mit "Träume fliegen mit dem Wind" ein abwechslungsreicher Reiseroman über Freundschaft, Liebe und Lebensträume gelungen, der einen alles hautnah miterleben und in die Ferne träumen lässt.

  21. Cover des Buches Wernievergibt (ISBN: 9783839211359)
    Friederike Schmöe

    Wernievergibt

     (18)
    Aktuelle Rezension von: tsukitia16
    ~~~
    Titel: Wernievergibt (Bd 5 der Kea Laverde Reihe)
    Autorin: Friederike Schmöe
    Genre: Krimi, leichter Thriller
    Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
    Erschienen: 2011
    Seitenanzahl: 276 + 8 Seiten Werbung
    ~~~
    Tod im Kaukasus - Die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde nimmt einen Auftrag ihrer ehemaligen Agentin Lynn Digas an. Der droht ein Geschäft durch die Lappen zu gehen: eine Reportage über den Tourismus in Georgien nach dem Augustkrieg von 2008. Lynns Reporterin Mira ist zwar nach Tiflis gereist, hat sich aber von dort nicht mehr gemeldet. Kea tritt die Reise an. Sie sucht Kontakt zu Mira, doch dieses ist spurlos verschwunden. Ebenso wie die deutsch-georgische Mezzosopranistin Clara Cleveland, die als gefeierte Künstlerin der Bayerischen Staatsoper ein Konzert in Tiflis platzen lässt...

    Friederike Schmöe wurde 1967 in Coburg geboren. Heute lebt sie in Bamberg. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ist die habilitierte Germanistin als Dozentin an den Universitäten in Bamberg und Saarbrücken beschäftigt. Mit Katinka Palfy , der kultigen Heldin ihrer ersten Romane, hat sie sich in der Krimiszene längst einen Namen gemacht. "Wernievergibt" ist der fünfte Teil ihrer ebenso erfolgreichen Krimiserie um die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde.

    Meine Meinung:
    Diesmal gefiel mir das Cover echt gut. Es gibt auch (wie immer) deutliche Hinweise auf die kommende Geschichte. Denn diesmal liegt Schwerpunkt unter anderem auf dem Thema Musik. Aber auch das Land Georgien, wo wir uns in diesem Teil aufhalten, steht im Vordergrund und wir erfahren viel über die Umgebung, das Leben dort und auch die Politik. Und mir hat das übrigens sehr gut gefallen.

    Der Titel ist, wie alle anderen Teilen, charakteristisch zusammengeschrieben. Was mir natürlich wieder gefällt. Aber etwas Besonderes ist der Titel nicht unbedingt.

    Der Schreibstil ist locker und leicht. Man kommt gut mit und das Buch lässt sich flüssig lesen. Auch kommt man gut bei allem, was mit Georgien zu tun hat, mit.  Denn ich muss zugeben, dass ich mit Georgien gar nichts anfangen kann. Überhaupt nicht. Ich war mir nicht mal sicher, was für eine Sprache dort gesprochen wird. Irgendwie war Georgien nie auf meinem Schirm, obwohl ich mich für andere Kulturen sehr interessiere. Und deshalb hat es mir richtig gut gefallen, mehr über ein mir unbekanntes Land zu lernen. Und Schmöe vermittelt gut das Leben und deren Besonderheiten in Georgien. Sie war schließlich schon selbst dort und das merkt man ganz deutlich. 
    Beim letzten Teil habe ich sehr gemeckert. Mir fehlten dort die Emotionen und die Details. In diesem Teil zeigt sich Schmöe wieder von ihrer besten Seite. 
    Man versteht gut die Zusammenhänge und immer wieder bringt sie die Gefühle der Charaktere gut zum Ausdruck und auch die Umgebung wird detailreich beschrieben. Aber nicht so detailreich, dass es wiederum zu viel werden könnte. Wir erhalten eine Mischung aus witzigen Dialogen, ernsthaften Gesprächen und Einsichten in das Leben anderer und ein Einblick in ein anderes Land. Also: Es hat mir richtig gut gefallen.

    Auch die Idee und die Umsetzung waren brilliant. Viele Bücher spielen in Amerikaner, London oder für uns Deutsche in Deutschland. Selbst Länder wie Italien oder Frankreich werden oft in den Vordergrund gestellt. Daher finde ich die Wahl dieses Landes sehr erfrischend. Auch die Idee mit der deutsch-georgischen Sängerin hat mir gut gefallen. Man wird immer wieder auf die falsche Gefährte geführt und manchmal liegen Kea und Juliane richtig. Also blieb es immer spannend. Auch das Ende hätte ich so nicht wirklich erwartet. Ein paar Dinge schon, aber ein paar eben nicht. 

    Mir haben auch diesmal die abwechslungsreichen Charaktere gefallen. Jeder bekam eine kleine Story und hier und da kleine Details und Besonderheiten. Oft werden Personen so beschrieben (z.B.) Groß, schlank, blond, blaue Augen, helle Haut. Aber Schmöe bringt immer noch gerne kleine extra Details in die Gesichter mit ein. Zum Beispiel eine Narbe. Auch vergab Schmöe den Personen hier und da ein paar Angewohnheiten. Aber auch hier überhäuft sie den Leser mit nicht all zu vielen Details. Von diesen Charakteren hört man in die nächsten Teil eh nicht mehr besonders viel.
    Übrigens an alle Fans von Juliane. Sie kommt mit auf die Reise und ist nahezu ein ständiger Begleiter von Kea Laverde. Und für alle die Nero nicht mögen. Nero kommt nicht mit auf die Reise und man hört nur sehr wenig von ihm.
    ~~~
    (Schulnoten)

    Cover: 2
    Titel: 3
    Schreibstil: 2
    Idee: 1
    Umsetzung: 1
    Spannung: 2
    Charaktere: 2
    Ende: 3
    ~~~


  22. Cover des Buches Wächter des Labyrinths (ISBN: 9783499249402)
    Will Adams

    Wächter des Labyrinths

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Miriam_Anna

    Ich habe das erste Buch wirklich genossen, das Zweite deshalb auch gleich gekauft und das dritte Buch eigentlich nur mehr weil ich die Reihe fertiglesen wollte.
    Leider war dieses Buch nicht mehr mein Fall. Der Autor setzt zu viel auf Gewalt als auf die natürliche Entwicklung der Geschichte.
    Schade. Das nächste Buch werde ich definitiv nicht mehr lesen!

  23. Cover des Buches Touristenfrühstück (ISBN: 9783351050368)
    Zaza Burchuladze

    Touristenfrühstück

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Schmiesen
    Inhalt:
    Seit Jahren schon lebt er in Berlin. Dort bekommt er Medikamente gegen seine Hepatitis-C-Erkrankung, hat Frau und Kind, kann seine Bücher ungehindert veröffentlichen. Doch gedanklich trägt es ihn immer wieder zurück in seine alte Heimat Georgien, genauer gesagt in die Hauptstadt Tbilisi. Ein Mann auf der Suche nach einem Zuhause, zerrissen zwischen zwei Welten. Und wer ist dieser mysteriöse "Er"? Wohl niemand Geringeres als der Autor selbst.


    Meine Meinung:
    In kurzen Episoden gewährt uns Zaza Burchuladze Einblicke in seine Gedankenwelt. Er durchwandert Berlin und wird dabei an Tbilisi erinnert. So entsteht eine Verbindung zwischen Damals und Heute, zwischen alter und neuer Heimat, und nicht zuletzt zwischen Ost und West. 


    Zaza beschränkt sich dabei nicht nur auf persönliche Anekdoten. Auch politische und philosophische Ausführungen kommen nicht zu kurz. Manchmal ist es nicht ganz einfach zu folgen. Doch immer wird man entlohnt: Es gibt einiges zu lachen bei diesem Buch.


    Ich habe "Touristenfrühstück" am Tag vor meiner Abreise nach Tbilisi begonnen und im Flugzeug zu Ende gelesen. Und tatsächlich hat es mich ein wenig auf diese chaotische Stadt vorbereitet. Beispielsweise konnten mich die allabendlichen Feuerwerke (zu welchem Zweck?!) nicht überraschen. Das Buch enthält also viel Wahres und Erfahrbares.


    Fazit:
    Ein Gedankenstück zu innerer und äußerer Emmigration, eine Verbindungslinie zwischen Deutschland und Georgien, ein sprachlich anspruchsvoller und gleichzeitig erheiternder Roman von einem der in Georgien umstrittensten Autoren der Gegenwart. 5 von 5 Sternchen und eine Leseempfehlung, insbesondere da Georgien 2018 Gastland bei der Frankfurter Buchmesse sein wird.

  24. Cover des Buches adibas (ISBN: 9783351050214)
    Zaza Burchuladze

    adibas

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    INHALT: Tiflis im Sommer 2008. Vor den Toren der Stadt stehen die Einheiten der Russischen Armee. Die Situation ist brenzlig, es gibt jede Menge Gründe zur Sorge, doch die Generation iPod der georgischen Upper-Class interessiert das einen Scheiß. Für sie findet der Krieg nur im Fernsehen oder Radio statt. Sie selbst interessieren sich nur für ihre Körper, ihre Kleidung und woher sie den Stoff für den nächsten Rausch bekommen können. Sie sind dekadent und ignorant. Ihr Leben besteht aus einem einzigen Sichverschließen vor der Welt. Sie schaffen sich eine eigene, verfälschte Realität. Alles ist gefälscht: die Markenklamotten, die Körper, die Ansichten, die Denkweisen.

    FORM: Der Ich-Erzähler (der im Buch zweimal Zaza genannt wird) führt den Leser in fünfzehn Kapiteln durch seine Stadt. (Bezeichnenderweise spielt ein Großteil des Romans im Tiflisser Stadtteil Vake.) Manche Kapitel sind auch in anderen Formen verfasst, wie etwa einem Theaterstück à la WARTEN AUF GODOT (Kapitel 9 | Seite 97), als Chat (Kapitel 11 | Seite 121) oder als Horoskop für den 8. August 2008, dem Tag an dem der Kaukasuskrieg seinen Höhepunkt erreichte (natürlich Kapitel 8 | Seite 87).

    Burchuladzes Sätze sind kurz, prägnant und von einem feinen Sarkasmus durchzogen. Streckenweise ist das Buch nicht jugendfrei, aber welches ist das heute noch? Eine richtige Geschichte im klassischen Sinn erzählt er nicht, eher eine Momentaufnahme einer bestimmten Gesellschaftsschicht der er (vielleicht?) selbst angehört oder die er zumindest gut kennt. Eine Gesellschaft, die keine Werte mehr kennt, sondern nur noch die Preise.

    Ich muss unbedingt noch auf die äußere Erscheinung des Buches zu sprechen kommen, bei der sich der Verlag Blumenbar selbst übertroffen hat. Der Einband kommt in schwarzem Leder mit goldenen Lettern daher … alles, dem Roman entsprechend, Imitat und Fälschung, was ich sehr passend finde. Ein (un)echtes Schmuckstück im Buchregal.

    FAZIT: Burchuladze, der mittlerweile in Berlin wohnt, ist eine sehr intensive Parabel über den Schein und das Sein seiner Generation gelungen. ADIBAS ist nicht sein erster Roman und ich hoffe sehr, dass sich der Verlag dieses Autors annimmt und weitere Romane veröffentlicht. Für diesen hier gibt es von mir 5 Sterne.

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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