Bücher mit dem Tag "geheimdienst"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "geheimdienst" gekennzeichnet haben.

882 Bücher

  1. Cover des Buches ZERO - Sie wissen, was du tust (ISBN: 9783734100932)
    Marc Elsberg

    ZERO - Sie wissen, was du tust

     (608)
    Aktuelle Rezension von: RadikaleResignation

    Elsberg schreibt einfach grandios und alles lässt sich flüssig lesen. Weil wir alle Daten preis geben und Datenüberwachung IMMER Thema sein sollte, ist das Thema nach wie vor aktuell und spannend. Anfangs noch etwas schwierig zu lesen, dann wieder gewohnte Klasse. Elsberg hat`s einfach drauf.  

  2. Cover des Buches Der Totenzeichner (ISBN: 9783404172290)
    Veit Etzold

    Der Totenzeichner

     (171)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Zeitlich schließt dieser Band recht dicht an seinen Vorgänger an, Clara Vidalis tritt nach ein paar Urlaubswochen wieder ihren Dienst an und prompt gibt es einen ungewöhnlichen Mord. Ungewöhnlich ist dabei schon das Opfer, der Boss eines Rockerclubs und sein Kampfhund wurden in der eigenen Wohnung brutal abgeschlachtet. Der Täter nahm das Herz des Opfers mit und ritzte ihm seltsame Symbole in die Haut. Durch ihren Kollegen „MacDeath“ stoßen die Ermittler auf Parallelen zu einer Mordserie in Los Angeles 10 Jahre zuvor. Da der dortige Täter nie gefasst wurde reisen zwei Ermittler aus den Staaten an, um das LKA zu unterstützen.

    Etzold watet auch diesmal wieder im Blut der Opfer, beschreibt ausführlich die Morde und Verstümmelungen um anschließend den Rechtsmediziner von Weinstein nochmals detailliert an den Überresten der Opfer „herumschnippeln“ zu lassen, harter Tobak und sicher ungeeignet für zartbesaitete Leser. Aber das kennt man aus den Vorgängerbüchern. Der teilweise schon makabre schwarze Humor der Protagonisten, gemixt mit Sarkasmus und einer ordentlichen Prise Gesellschaftskritik macht für mich den besonderen Stil von Veit Etzold aus, genauso mag ich seine philosophischen und wissenschaftlichen Abschweifungen. Besonders interessant sind aus heutiger Sicht (Ukrainekrieg) die Auslassungen zur Tagespolitik von 2014. Die Story ist gewohnt rasant, die Charaktere auf ihre Art sympathisch und im Umgang miteinander eher humorvoll, als bierernst – was trotz der grausigen Details immer wieder ein Grinsen hervorruft. Die Geschichte nimmt eine immer schnellere Dynamik an, es gibt einige Überraschungen nur zum Schluss hin vergaloppiert sich Etzold etwas in obskuren Verschwörungstheorien. Andererseits passt dies aber zum Gesamtpaket – einem spannenden und unterhaltsamen Thriller der etwas anderen Art.

    Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich der Reihe chronologisch zu folgen.

  3. Cover des Buches Marlene (ISBN: 9783492309479)
    Hanni Münzer

    Marlene

     (133)
    Aktuelle Rezension von: Katharina83

    Was soll ich sagen.

    Ich hätte nie erwartet das ich beide so schnell hintereinander lese. Aber sie haben mich gefesselt.

    Honigtot habe ich ja schon geschrieben.

    Nun Marlene, sie beginnt langsamer und sparsamer mit den Ereignissen. Aber ab der zweiten Hälfte des Buches geht es wieder Schlag auf Schlag.

    Ich musste mir nebenbei wieder das eine oder andere Taschentuch holen, aber ich hatte auch ein freudiges Lächeln im Gesicht.

    Der aha Monent Erfolgte mit dem Brief. Er machte die Sache rund. Die zwei Bücher muss man in der richtigen Reihenfolge lesen. Auch wenn sie schon im Jahr 2015 und 2016 erscheinen sind, sind sie leider immer noch mit ihrer Botschaft, Tag aktuell.

  4. Cover des Buches Die Stimme des Zorns (ISBN: 9783404179091)
    Ethan Cross

    Die Stimme des Zorns

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Kathi_Mo

    Bis zum Ende spannend! Die Story ist mitreißend und irgendwie wird einem Francis Ackerman Junior von Buch zu Buch sympathischer! Ethan Cross schafft es immer wieder einen in den Bann zu ziehen, man wird direkt süchtig nach dem nächsten Buch und genau das werde ich nun auch an mich reißen. 

  5. Cover des Buches Die Zeitenspringer-Saga: Die achte Wächterin (ISBN: 9783492703529)
    Meredith McCardle

    Die Zeitenspringer-Saga: Die achte Wächterin

     (148)
    Aktuelle Rezension von: lesemaedel
    Amanda weiß genau wie ihr Leben in 2 Jahren verlaufen soll. Mit Abe hat sie ihre Zukunft geplant und an diesem Plan will sie festhalten. Nur dann, wird sie noch in ihrem Juniorjahr von der geheimsten der geheimen Regierungsorganisationen rekrutiert. Ins kalte Wasser geworfen heißt es für sie - schwimm mit oder ertrink!
    Sehr schnell kommt sie einer riesigen Verschwörung auf die Spur, in die auch ihr verstorbener Vater involviert war. ...
    "Die achte Wächterin" ist ein gut gelungener ZeitreiseThriller für Teenager. Die Idee der gezielten Zeitsprünge fand ich genial. Auch die Zeitreiseuhr und die Thematik der Stellenvererbung ist abgefahren. Nur hapert es manchmal an der Umsetzung. Es wird ausschließlich in der amerikanischen Geschichte gesprungen - Puh, man muss sich schon sehr dafür interessieren. Mein größter Kritik- und Nervpunkt ist Amanda/Iris selbst. Ok, sie ist erst 16 jahre, aber trotzdem - so eine egoistische und ich-bezogene Figur gab es schon lange nicht mehr in meiner Lektüre. Sie versucht nicht mal ansatzweise die Anderen kennenzulernen. Es geht immer nur   
    -Ich, Ich, mein toter Vater, meine kranke Mutter, ich armes Mädchen - Buhu. Lustig war dann der Punkt, als genau dies ihr eine der anderen Wächterinnen auf der spektakulären Verfolgungsjagd an den Kopf wirft.
    Ansonsten hat das Buch eine große Sogwirkung. Ein Zeitsprung folgt auf den Nächsten und nie war ich mir ganz sicher , wenn Amanda/Iris vertrauen sollte. Band zwei liegt schon bereit.
    Also, wer kurzweilige Unterhaltung für ein paar Stunden sucht und auch gern mal die Augen genervt verdreht - "Die Zeitenspriner-Saga" wartet!

  6. Cover des Buches Priest of Bones (ISBN: 9783608964141)
    Peter McLean

    Priest of Bones

     (173)
    Aktuelle Rezension von: kreszenz

    „Priest of Bones“ setzt genau da ein, wo andere Fantasy-Romane üblicherweise schon lange vorbei sind: nach der letzten blutigen Endschlacht!

    Die Königin hat gewonnen, doch tausende Fußsoldaten verloren entweder ihr Leben oder haben gerade so überlebt und sind nun schwer traumatisiert  - so auch Tomas Piety. Nach dem Krieg kehrt er mit ein paar Gefolgsleuten zurück nach Ellinburg. Dort erwartet er, nahtlos an sein früheres Leben als Anführer einer Gang anknüpfen zu können. Doch es kommt anders als erwartet. Seine Tante hat in der Zwischenzeit die Kontrolle über sein Revier verloren und längst haben andere die Kontrolle übernommen. 

    Während er versucht sein Imperium wieder aufzubauen, muss er jedoch mit einer Herausforderung der ganz anderen Art zurecht kommen. Die Queensmen, eine Art Geheimdienst, stellen ihn in ihren Dienst. Denn die Gefahr eines weiteren Krieges ist noch nicht vorrüber…

    Wow! Was war das bitte für ein Buch! Von außen sieht es aus wie diese klassischen High Fantasy-Schmöker, die es inzwischen wie Sand am Meer gibt. Schon nach dem ersten Absatz wird jedoch klar: das hier ist mal was ganz anderes! Nicht nur, dass ausnahmsweise mal aus Sicht der einfachen Leute geschrieben wird, es wird WIRKLICH aus der Sicht der einfachen Leute geschrieben, auch sprachlich. Tomas Piety berichtet schonungslos, bisweilen sehr direkt aber auch mit viel schwarzem Humor, wie es sich als Gangster so leben lässt.

    Fazit: ein Pageturner der etwas anderen Art – bitte mehr davon!

  7. Cover des Buches Sophia oder Der Anfang aller Geschichten (ISBN: 9783446249417)
    Rafik Schami

    Sophia oder Der Anfang aller Geschichten

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Resimama

    Ich musste mich etwas einlesen und hatte am Anfang Schwierigkeiten, alle Personen auseinander zu halten. Dann aber habe ich mit Genuss diese wunderschöne Geschichte gelesen. Die Beziehungen sind liebevoll geschildert. Es gibt viele Stellen, an denen ich innegehalten habe und über die Weisheit und Scharfsinnigkeit der Menschen in diesem Buch (des Autors!!) nachgedacht habe. Ich werde auf jeden Fall bald mehr Rafik Schami lesen

  8. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453438217)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.559)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Die Zeitschrift "Millennium" arbeitet mit einem jungen Journalisten und seiner Freundin zusammen. Sie schreibt eine Doktorarbeit über die Hintermänner von Mädchenhandel und er will ein Buch darüber veröffentlichen, in dem auch einige hochstehende Männer entblöst und an den Pranger gestellt werden. Aber wie weit die Kreise wirklich gehen, ahnt keiner. Und dann gibt es Verwicklungen, in denen Mikael Blomkvists frühere Freundin Lisbeth Salander eine Rolle zu spielen scheint. Und obwohl alles dagegen spricht, glaubt Mikael an ihre Unschuld. Aber kann er ihr helfen, wenn die ganze Polizei auf der Jagd nach ihr ist? Sie spricht nicht mit ihm und als sie endlich Kontakt aufnimmt, schreibt sie nur ein einziges Wort : Zala.

    Nachdem ich bei Band eins anfangs etwas Schwierigkeiten hatte, reinzukommen, war ich jetzt mit der Ausführlichkeit des Autors und den Figuren vertraut und war sofort mittendrin. Ich habe auch dieses Buch regelrecht verschlungen und konnte es nicht weglegen. Die Story ist so spannend und geheimnisvoll und man fiebert sehr mit Lisbeth mit. Auch ihr schrecklicher Betreuer, der sie vergewaltigt hatte, taucht wieder auf. Ich kann diese Reihe nur empfehlen. Was für spannende Thriller ! Schade, dass der Autor gestorben ist, bevor er die restlichen 7 Bände fertig hatte, die er geplant hat. Die Buch endet auch hochspannend. Ich bin froh, dass ich Band 3 hier habe, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Darum schreibe ich auch jetzt nicht weiter, sondern lese gleich weiter. 

  9. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

     (295)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    In Frankreich werden die extremistischen Parteien immer stärker, als im Jahr 2022 die Muslimische Partei gewinnt kommt das Gleichgewicht im Land zum Schwanken.
    Der Professor François hat mit dieser Veränderung zum kämpfen.

    Das Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
    Mir war der Protagonist und Erzähler total unsympathisch und ich habe ihn und seine Gedanken überhaupt nicht nachvollziehen können, außerdem hat mich die Handlung auch überhaupt nicht überzeugt.

    Das Buch ist leider keine Empfehlung von mir.

  10. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.269)
    Aktuelle Rezension von: sabeck

    Wie in vielen seiner Werke, schafft Ken Follett es auch in diesem Buch eine Vielzahl an komplexen Charakteren zu erschaffen, deren Leben man als Leser gerne verfolgt. Es handelt sich hierbei um den ersten Teil der Jahrhunderttrilogie, die im gesamten 20. Jhdt. spielt. Der erste Band behandelt die Geschehnisse vor, während und kurz nach dem 1. Weltkrieg. 

    Charaktere unterschiedlichster Herkunft: Adelige, Hausmädchen und Fabrikarbeiter aus allen wichtigen Handlungsorten: England, Deutschland, Russland, Amerika, spielen die Hauptrollen. Sie sind allesamt sehr menschlich, wodurch ihre Schicksale oft sehr berührend, manchmal jedoch auch frustrierend sind. 

    Wie immer recherchierte Ken Follett sehr ausführlich für sein Werk, wodurch reale Charaktere, wie der amerikanische Präsident, mit den erfundenen Figuren gekonnt verschmelzen.

    Fazit: Sehr informativ und trotzdem nicht langweilig, auch wenn der Einstieg durch die vielen neuen Charaktere etwas zäh ist.

  11. Cover des Buches Tage der Toten (ISBN: 9783518463406)
    Don Winslow

    Tage der Toten

     (290)
    Aktuelle Rezension von: Calderon

    Die Romane von Don Winslow sind knallhart und unfassbar brutal. So sind auch die Untaten der mexikanischen Drogenkartelle, insofern passt das sehr gut. Trotzdem ist die Handlung an einigen Stellen schwer erträglich, das sollte man wissen, bevor man sich diesem Thriller widmet. Tage der Toten stellt eine Abrechung mit dem Krieg gegen die Drogen dar, der unendlich viele Ressourcen kostet, ohne dem Problem jemals an die Wurzel zu gehen. Stattdessen verwandelt der sinnlose und erfolglose Krieg Mexiko in ein Schlachtfeld, auf dem zehntausende von Zivilisten bereits gestorben sind. Ich finde das Buch absolut lesenswert, allerdings ist es hier und da etwas langatmig.

  12. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783446263796)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Rafik Schamis Erzählung ist nur vordergründig ein Krimi. ... Zwischen den Zeilen analysiert der Autor die Mechanismen von Diktatur und wie ein System die Menschen verändert. Die Handlung ist zweigeteilt. Einerseits ermittelt die Hauptperson, Kommissar Barudi gemeinsam mit seinem italienischen Kollegen Mancini. Unterbrochen wird die Handlung immer wieder durch Tagebucheinträge des syrischen Kommissars. Hier blüht der Autor auf und lässt sein aufgeklärtes Alter Ego in Tagebuchnotizen und Dialogen Kritik am autoritären Islam üben ebenso wie am Pakt der Alawiten mit der Macht und an der Überheblichkeit des römischen Klerus.

    Wir erfahren, wie hochkomplex und explosiv die politische Situation 2010 war. Das Jahr ind er die Handlung spielt.  Der aufrechte, kurz vor der Pensionierung stehende Kommissar verrät in seinem Tagebuch, was öffentlich nicht gesagt werden darf. 

    Kommissar Barudi, ein Christ, soll kurz vor seiner Pensionierung den brutalen Mord an einem italienischen Kardinal aufklären. Dazu muss er erst einmal wichtige Verbündete finden, um in einem Land mit nahezu allmächtigem, raffiniertem Geheimdienst überhaupt ermitteln zu dürfen. Das gelingt ihm, indem er die Botschaften Italiens und des Vatikans mit ins Boot holt. Bald gilt die Aufklärung der Tat als Staatsaktion, schließlich braucht Syrien gute Beziehungen nach Westen. Berlusconis Italien schickt zur Verstärkung (und Absicherung) einen eigenen Kommissar nach Damaskus, den perfekt Arabisch sprechenden Marco Mancini.

    Auch wenn der Plot in Form eines Kriminalromans daherkommt, handelt es sich in erster Linie um einen Roman über das Leben in Damaskus. Rafik Schami lässt es sich nicht nehmen, Syriens Kultur und Lebensweise einfließen zu lassen. Den Gewürzmarkt, der beim Lesen den Geruch von Koriander und Kardamon entwickelt. Der Geschmack der Nachtigallennester, ein Pistaziengebäck, das Leben der verschiedenen Religionen zueinander und die christliche Religion als Minderheit im Land, die ärmlichen Marktgassen, wo keine Touristen hinkommen und vieles mehr. 

    Kommissar Barudi selbst, ist ein melancholischer, unangepasster Typ, der nie in die Partei der Machthaber eingetreten war und daher nie aufstieg, aber er ist damit zufrieden. Er mischt sich politisch nie ein, das würde bedeuten, entweder das Lied der herrschenden zu singen oder im Gefängnis zu verfaulen. So kann er wenigstens gute Polizeiarbeit leisten.

    Kurz vor seinem Ruhestand muss Kommissar Barudi einen brisanten Fall lösen: In einem Fass mit Olivenöl, das an die italienische Botschaft in Damaskus geliefert wurde, befindet sich die Leiche eines italienischen Kardinals, der auf einer geheimen Mission in Syrien unterwegs war. Verdächtige gibt es mehr als genug: 'einfache' Kriminelle, Islamisten, der Geheimdienst, Widersacher in den eigenen Reihen. Und wem kann man vertrauen? Der Geheimdienst hat seine Ohren überall.

    Ein weiteres Thema des Buches behandelt den Aberglauben und die Religion und wie diese Menschen dazu bringen können, die unglaublichsten Dinge zu tun und zu ertragen. Und dies nicht nur im positiven Sinne. Wer nun denkt: 'Na klar, diese zurückgebliebenen Bewohner entfernt liegender Bergdörfer, kein Wunder, dass die Alles glauben.', der irrt. Hierzu ein schöner Satz, weshalb der Aberglaube auch in übersättigten Gesellschaften gedeiht (wenn auch in anderer Form): "Weil die Menschen dort durch nichts mehr Befriedigung finden. Unerträgliche Leere breitet sich in ihrer Seele aus. Deshalb suchen die Menschen in fernen Welten oder Sphären Befriedigung." 

    Das hört sich nun vielleicht Alles ziemlich trist an - ist es aber überhaupt nicht. Rafik Schami schreibt sehr unterhaltsam, wenn auch für meinen Geschmack gelegentlich etwas weitschweifig, was aber wohl den orientalischen Gegebenheiten entspricht. Zudem kommt auch der Humor nicht zu kurz, denn trotz des allgegenwärtigen Geheimdienstes können sich Barudi sowie sein Freund, der Chef der Spurensicherung, ihre spitzen Kommentare nicht verkneifen und der hinzugezogene italienische Kollege hält sich ebenfalls nicht zurück.

    Wer klare, stringente Handlungen mag, tut sich mit diesem Buch vermutlich keinen Gefallen. Denn der Autor nutzt bei jeder Gelegenheit die Chance etwas zu erzählen, was mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun hat. Und so erfährt der Leser irgendwie nebenbei die Lebensläufe fast aller Beteiligten und etliche weitere Anekdoten. Mir hat es gefallen.

  13. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.320)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Teil 2 endet ja ein wenig mit einem Cliffhanger und Teil 3 ist wirklich eine Fortsetzung, die eher wie ein Nachwort von Teil 2 ist. (Teil 1 kann man unabhängig lesen, aber Teil 3 macht ohne den zweiten Teil keinen Sinn). Es ist auch spannend, aber die ersten beiden Bücher sind besser. Hier geht es - von der Gerichtsverhandlung auf den letzten 150 Seiten (von 850 Seiten) abgesehen - hauptsächlich um die Hintergründe und den schwedischen Staatsschutz. Daher ist es meiner Meinung nach nicht ganz so gut wie die beiden Vorgänger, sondern teilweise etwas trocken. Dennoch fiebert man wieder mit Lisbeth, Mickael und Erika mit und kann das Buch kaum weglegen. Schade, dass es die geplanten anderen Teile nicht mehr geben wird, aber so ist es auch eine runde Sache. Ich werde Lisbeth vermissen.

  14. Cover des Buches Die Abnormen (ISBN: 9781477822630)
    Marcus Sakey

    Die Abnormen

     (110)
    Aktuelle Rezension von: AbigailRook

    „Die Abnormen“ ist ein etwa 500 Seiten starker Thriller aus dem Jahr 2014. Seit circa drei Jahren verstaubte er in meiner Kindle-Bibliothek, in die er nur gelangt war, weil das Buch für eine kurze Zeit kostenlos für Amazon Prime Kunden angeboten wurde. Von seinem Autor Marcus Sakey hatte ich bis dato nie gehört.

    Das Grundthema der Geschichte ist Rassismus, allerdings portiert in die nahe Zukunft bzw.in eine Parallelgegenwart.  Diskriminiert werden hier keine farbigen, indigenen oder sonstig anders aussehenden Menschen, sondern sogenannte Inselbegabte. Dabei handelt es sich nicht um Patienten mit einem ASD Syndrom (Autismus, Asperger-Syndrom), sondern um psychisch und physisch kerngesunde Menschen mit einer genetischen Mutation, die zu Extrembegabung auf einem Gebiet führt. Einige können rechnen wie der beste Computer, andere können Bewegungsabläufe vorhersagen bevor sie geschehen, wieder andere extrem gut Prognosen über den Aktienmarkt erstellen. Alles also nicht sonderlich spektakulär - keine Telekinese, keine Gedankenleserei, keine Superkräfte. Und doch werden diese Menschen diskriminiert, weil sie sich in ihren Gebieten als unschlagbar erweisen und die „Normalen“ nach und nach verdrängen. Das passt der (amerikanischen) Regierung nicht, denn im Volk rumort es. Zumindest spürt der ein oder andere Politiker, dass diese Wenigen die perfekten Sündenböcke darstellen würden, um vom eigenen Versagen abzulenken.

    Der Hauptheld der Geschichte ist selbst ein Inselbegabter, der allerdings auf der Seite der Regierung steht und Seinesgleichen jagt. Er ist fest davon überzeugt, dass die Abnormen, wie sie im Allgemeinen genannt werden, die Weltherrschaft anstreben und das Land mit Terror überziehen wollen.

    Dass das letztlich nur Propaganda ist, auf die er reingefallen ist, merkt unser Held natürlich im Laufe der Geschichte. Dabei konstruiert Sakey ein spannendes moralisches Dilemma: Cooper (unser Held) verspricht sich nämlich von seiner Arbeit für die Regierung einen Schutz für seine Familie, zumindest für seine Tochter, die ebenfalls begabt ist. Denn die genialen Kinder kommen in Erziehungsanstalten, die eher Internierungslagern entsprechen. Und das will Cooper um jeden Preis verhindern.

    Mit der Entscheidung, sich gegen seinen Auftraggeber zu stellen, würde er somit gleichzeitig die Zukunft seines Kindes aufs Spiel setzen.

    Aber genug des Spoilerns. Die Geschichte ist sicher alles andere als neu. Eher eine der vielen Holocaust-Variationen, gewürzt mit etwas X-Men und einem Helden, der an Jason Bourne erinnert, aber man kann sie gut lesen.

    Stilistisch hat mir vor allem der Anfang sehr gefallen. Das Pacing ist spitze, die Dialoge knackig und der Spannungsbogen straff. Leider schafft es Sakey aber nicht, den Plottwist am Ende unvorhersehbar zu gestalten. Spätestens ab Seite 100 wusste ich, wie das Ganze endet. Das hat mir den Spaß am Lesen in der Mitte des Buches verdorben. Der Showdown war dann jedoch wieder ein Page-Turner, sodass ich trotzdem mit einem ganz positiven Eindruck aus dem Buch gehe.

    Fazit: Kein Meisterwerk, aber gute Unterhaltung. Vom Thema ähnlich wie Steven Kings „Das Institut“, aber aus meiner Sicht das deutlich bessere Werk. Die Protagonisten blieben bis auf Cooper alle recht flach und eindimensional. Außerdem gab es einige Längen (vor allem in der Mitte), vermutlich, weil Thriller nun mal 500 Seiten haben müssen. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz.

    3,5 von 5 Sternen.

  15. Cover des Buches Gefährliche Empfehlungen (ISBN: 9783462049220)
    Tom Hillenbrand

    Gefährliche Empfehlungen

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Schattenfrau

    Xavier Kieffer wird in sein nächstes Abenteuer geschubst.

    In diesem Buch finden sich auch mehrere Flashbacks aus der Kriegszeit wieder, die im weiteren Verlauf der Handlung für Aufschluss sorgen.

    In diesem Band tauchen wir in historische Materie ein, was ich persönlich total spannend fand. Geheimdienste, mysteriöse Verschlüsselungen und Anschläge auf Xavier und sein Restaurant und seinen Freund Pekka gehören in diesem Band zum Alltag.
    Xavier bangt mehrmals um sein Leben und eine Person, die in den anderen Bänden schon eine tragende Rolle gespielt hat, wechselt die Seiten. Lest es selbst. Und was uns zum Ende des Buches erwartet, was für ein Geheimnis die Zeit überdauern konnte, damit habe ich am wenigsten gerechnet. Der Showdown wäre kinoreif, da bin ich mir sicher.

    Und nun lehnt euch zurück, schenkt wich einen Riesling ein und lüftet das Geheimnis von 1939. 📘

  16. Cover des Buches Seitenwechsel (ISBN: 9783649615170)
    Michael Römling

    Seitenwechsel

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Schneewehe

    Berlin 1961. Jahr des Mauerbaus. Vier Freunde mit ganz unterschiedlichen Hintergründen.
    Jack kommt aus den USA und arbeitet in Berlin für einen amerikanischen Diplomaten. Georg wohnt ebenfalls in Westberlin und ist Steinmetz. Die beiden Brüder Julius und Bernhard leben im Osten der Stadt. Und obwohl zwei der vier Freunde aus der DDR kommen und die anderen aus dem Westen, haben sie doch ähnliche Interessen und Vorstellungen vom Leben, treffen sich mal am Wannsee und an anderen Tagen in Ostberlin.
    Ihr friedliches Leben gerät mit einem Mal durcheinander, als sie das Verladen merkwürdiger Kisten in einem Wald in Brandenburg beobachten und Bernhards und Julius Vater tot aufgefunden wird. Von der Stasi beobachtet, fällt es schwer, ganz normal weiter zu leben. Und dann passiert plötzlich, was keiner für möglich gehalten hätte: innerhalb einer Nacht wird eine Mauer quer durch Berlin gezogen. Eine Mauer, die ganz plötzlich allen Auswanderplänen ein jähes Ende zu machen scheint.
    Das Buch versetzt den Leser direkt in diese spannungsgeladene Zeit der 60er Jahre, wo ein Funken ausgereicht hätte, einen Krieg zu entfachen. Als wäre man hautnah dabei, erlebt man nicht nur den Bau der Mauer mit, sondern auch die unterschiedlichen Reaktionen und Gefühle auf beiden Seiten dieser Grenze mitten durch die Stadt Berlin.
    Durch die ganze Geschichte zieht sich die Musik dieser Zeit, spielen Saxophone in verrauchten Bars, wird über Musik philosophiert, werden Jazzplatten gehandelt und aufgelegt. Der Titel zeigt hier und dort im Verlauf des Buches immer wieder ganz neue Seiten, so wie auch die Geschichte selbst, die den Leser in ihren Bann zieht.
    Seitenwechsel ist ein wunderbar geschriebenes Jugendbuch, das man nicht mehr gern aus der Hand legt, wenn man erst einmal mit Lesen begonnen hat. Es kann gerade denen, die die DDR und den Mauerbau nicht miterlebt haben, diese Zeit gekonnt näherbringen, auf dass sie nicht vergessen wird.

  17. Cover des Buches American Spy (ISBN: 9783608504644)
    Lauren Wilkinson

    American Spy

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Die_Wortsammlerin

    Klappentext Ein Geräusch. Der Schatten eines Mannes. Ein Schuss. Als Marie Mitchell eines Nachts in ihrem Haus von einem bewaffneten Mann angegriffen wird und ihm nur knapp entkommt, weiß sie, dass ihre Vergangenheit als amerikanische Spionin sie eingeholt hat. Und dass sie in den USA nicht länger sicher ist.

    1986: Der Kalte Krieg ist noch nicht vorbei. Marie Mitchell arbeitet als Geheimagentin beim FBI. Sie ist außerordentlich gut in ihrem Job, und sie ist die einzige schwarze Frau in einem Club weißer Männer. Statt endlich ins Feld geschickt zu werden, muss sie sich Tag für Tag mit Papierkram herumschlagen. Dann wird ihr plötzlich doch die Teilnahme an einer Geheimoperation angeboten. Sie soll Thomas Sankara ausspionieren, den charismatischen sozialistischen Präsidenten von Burkina Faso.

    Was Marie nicht ahnt: Dieser Einsatz wird nicht nur alles ändern, was sie über Spione, die Liebe und ihr Land zu wissen glaubte, er wird sie auch direkt ins Fadenkreuz des Geheimdienstes führen. Lauren Wilkinson erzählt den Spionageroman neu: mutig, zeitgemäß und hochspannend. Dieses Gesicht des Kalten Krieges kennen Sie noch nicht.

    Ich muss leider sagen das ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe
    Die Thematik fand ich toll auch das im ersten Kapitel direkt der Mord war und quasi das von da an erzählte wie es dazu kam das der Mord geschah. Eigentlich total spannend aber ich muss ehrlich sagen ich kam an einen Punkt wo ich nicht mehr weiterlesen mochte.

  18. Cover des Buches Der Attentäter (ISBN: 9783404179039)
    Ulf Schiewe

    Der Attentäter

     (83)
    Aktuelle Rezension von: sabrinchen

    Positive Mundpropaganda, meine Liebe zu historischen Romanen, der interessante Klappentext und das eindrucksvolle Buchcover haben mich dazu animiert zu diesem Buch zu greifen.
    Das Erscheinungsdatum 27.11.2019 ist zwar schon ein bisschen her das ist dem geschuldet das ich mehrere Anläufe brauchte um in die Geschichte zu finden.
    2 mal habe ich das Buch auf die Seite legen müssen weil ich irgendwie nicht in die Handlung gefunden bis ich mich zusammengerissen habe und das Buch unbedingt lesen wollte.
    Der Schreibstil ist gut verständlich und lässt sich angenehm lesen ist aber definitiv keine leichte Kost. Die ganzen Namen waren erstmal ungewohnt damit meine ich nicht das berühmte Königspaar sondern die Protagonisten die in Serbien/ Östereich/ Ungarn agieren.
    Was mir gut gefallen hat waren die verschiedenen Erzählstränge aus der Sicht des Thronfolgerpaars, den Ermittlern, Attentäter/innen ect. was auch mit Ort oder Zeit in den Überschriften deutlich gekennzeichnet ist.
    Der Autor hat das Lebensgefühl in Sarajevo zu dieser Zeit toll eingefangen und mit traditionreichen Details ein farbenfrohes authentisches Bild geschaffen.
    Der Zusammenhang mit der schwarzen Hand der erwähnt wird hat mich zum Googlen animiert vor allem da das Thema so interessant ist mit aber nicht so geläufig.
    In der Handlung wird die letzte Woche des Thronfolgerpaars beleuchtet und man spürt die besondere Bindung die der König, die Königin und ihre Kinder zueinander haben.
    Ulf Schiewe ist bekannt für sorgfältig recherchierte historische Bücher und auch hier bedient er sich hauptsächlich an Fakten in die er künstlerische Fiktion nur zur Würze einstreut, darauf geht in einem ausführlichen Nachwort ein das nochmal ein anderes Bild auf die Geschehnisse wirft.
    Die historisch belegten Personen sind glaubwürdig und authentisch beschrieben und reale unverfälschte Zeitungsausschnitte machen dieses Buch zu einer wertvollen Zeitreise mit ein bisschen Lehrwert dazu.
    Ich vergebe 3 sehr positiv zu sehende Sterne da ich das Thema und die Aufmachung mochte aber ein bisschen Probleme hatte in die Geschichte einzutauchen wie ich es mir von dem Buch erhofft hatte.

  19. Cover des Buches Die Republik (ISBN: 9783492070713)
    Maxim Voland

    Die Republik

     (119)
    Aktuelle Rezension von: BienchenMaja

    Der Klapptext und die Leseprobe versprechen einen actiongeladenen Politthriller. Ich war fasziniert von der Idee einer DDR 2.0, die da gesamte deutsche Staatsgebiet umfasst, bis auf einen kleinen Teil - das westliche Berlin-Deutschland.
    Leider wurden meine Erwartungen und die Versprechen des Klapptextes überhaupt nicht erfüllt.

    Doch erst einmal zum Inhalt. Um was geht es überhaupt?
    2020, der Stasi-Oberst Gustav Kuhn teilt seinem Neffen Roland Kandwitz mit, dass er eine ständige Ausreise aus der DDR beantragen möchte. Kurz darauf werden die beiden Zeugen eines Giftgasanschlags, bei dem die junge Kellnerin Nadja ums Leben kommt. Gustav, dessen Träume von einer Zukunft mit Nadja nun zerstört wurden, versucht als Sonderermittler in die Hauptabteilung XII versetzt zu werden, um näheres über den Giftgasanschlag herauszufinden. Auch die MI6-Agentin Harper ermittelt gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten Bistrol diesem Fall.


    Zur Handlung:
    Das Buch ist im Prinzip in drei voneinander unabhängige Handlungsstränge aufgeteilt, wodurch der Spannungsbogen oft gesteigert werden kann, wenn es zu einem Wechsel an einer Schlüsselstelle kommt.
    Schade ist nur, dass sich das Geschehen zum viel zu oft im Ausland abspielt und der Leser so nicht allzu viele Eindrücke von der modernen DDR bekommt. Außerdem kann von einem glücklichen Volk wie es im Kapptext behauptet wird nicht die Rede sein, da der Autor überhaupt nicht auf das (Alltags-)Leben des Volkes eingeht und sich viel mehr auf die geheimen Machenschaften und Intrigen der verschiedenen Geheimdienste zu fokussieren.

    Zu den Charakteren:
    Leider konnte ich mich nicht wirklich mit wenigstens einem der vielen Charaktere anfreunden, da sie für mich irgendwie fern und teilweise sogar unmenschlich wirken. Man erhält so wenige Informationen über ihre Vergangenheit und was es dem Leser nicht leichter macht, ihr Handeln nachzuvollziehen. Zum Beispiel blieb für mich unklar wie es zu der scheinbar starken Verbindung zwischen Oberst Kuhn und Nadja gekommen ist zumal diese ja deutlich jünger ist und wegen der Oberst Kuhn seine Pläne so schnell verworfen hat.
    Neben Oberst Kuhn gibt es noch zwei andere Hauptcharaktere die Geheimagentin Harper und den Dolmetscher Christopher, die ebenso unnahbar für mich waren und über deren Vergangenheit der Leser kaum bis gar nichts erfährt. Deshalb ist es mir sehr schwer gefallen so etwas wie Sympathie oder Mitleid zu empfinden, geschweige denn mit den Protagonisten mitzufiebern.

    Zum Schreibstil:
    Im Großen und ganzen war der Schreibstil ganz OK, angenehm zu lesen, aber nichts wirklich besonderes. Er hat ganz gut zu den flachen Charakteren gepasst.
    Was mich aber sehr genervt, ja sogar angewidert hat, waren die viel zu häufigen, bis ins kleinste Detail beschriebenen Schusswechsel und resultierenden Tode.

    Fazit:
    Es ist wirklich enttäuschend, was aus dieser genialen Buchidee gemacht wurde, von einem Bestsellerautor, der im Übrigen nicht Maxim Voland, sondern Markus Heitz heißt, kann hier keine Rede sein.
    Mein Tipp: Finger weg von diesem Buch!

  20. Cover des Buches Das Einstein Enigma (ISBN: 9783946621003)
    J.R. Dos Santos

    Das Einstein Enigma

     (80)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein Geheimmanuskript Albert Einsteins entschlüsseln: „Die Gottesformel“ – die vermeintliche Bauanleitung für eine billige Atombombe.

    Tatsächlich geht es jedoch um die fundamentalen Fragen nach der Entstehung des Universums, dem Sinn des Lebens und Gott. Eine spannende Reise in die Welt von Wissenschaft und Religion. Denn im Rahmen seiner Ermittlungen kommt Tomás einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes. 

    Man muss sich auf das Buch einlassen und kann es nicht einfach so nebenbei lesen.

  21. Cover des Buches Honig (ISBN: 9783257243048)
    Ian McEwan

    Honig

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    In den 1970er Jahre geht die junge Serena Frome zum britischen Geheimdienst, weil ihr Liebhaber diese Arbeit ihr schmackhaft machen kann und sie selbst nicht so richtig weiß, was sie nach ihrem Studium, eigentlich machen soll. Weil sie gerne liest wird Serena auf eine literarische Mission geschickt. Sie soll ein Projekt betreuen, das Autoren unterstützt, die dann unbewusst positiv über die Demokratie und den Kapitalismus schreiben und den Kommunismus ablehnen. Sie verliebt sich dabei in den Autor, den sie betreut und findet heraus, dass ihr ehemaliger Liebhaber offenbar ein Verräter war. Immer tiefer in der verbotenen Liebe zum Autor gefangen wird das Erstlingswerk des Autors ein Erfolg, gleichzeitig kommt die Unterstützung durch den Geheimdienst ans Licht. Serena will alles gestehen und liest das neue Manuskript und muss dabei feststellen, dass nicht sie den Autor beobachtete, sondern dieser sie und letztlich alle Informationen sich bereits zusammengetragen hat.

    McEwan kann mit seiner Sprache und seinem Schreibstil wieder einmal überzeugen und widmet sich einer Geschichte aus Liebe, Spionage und Spannung. Die Geschichte ist zwar gut erzählt, konnte mich dieses Mal aber nicht überzeugen. Das Thema franst aus und es werden zu viele Nebenpersonen installiert. Das Ende ist überraschend, aber gut passend. Eine Auflösung ist das Ende aber nicht. Ein gutes Buch mit einigen Schwächen. Nicht das beste Buch von McEwan.

  22. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (760)
    Aktuelle Rezension von: Bookphil

    Die Geschichte spielt in Russland, es sterben Menschen. Leo ist die Hauptfigur in dieser Geschichte, es gibt Intrigen und Verrat. Leo bleibt sich und seinen Linien treu, merkt aber in der Handlung des Buches, dass der Schein trügen kann. Seine nächsten Liebenden könnten sein Verderben sein. 

    Eine Verfolgungsjagd in der Geschichte fand ich super gut beschrieben und man konnte mit Leo mitfiebern.

    Am Anfang war es etwas schwer für mich in die Geschichte reinzukommen, dies legte sich aber schnell.

    Das Buch ist mit politischem Bezug.

    Wer Problem damit hat, nachts gut zu schlafen, sollten dieses Buch meiden. Es ist nichts für schwache Nerven. 

  23. Cover des Buches Code Black (ISBN: 9783492703161)
    Kat Carlton

    Code Black

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Kirasbooks

    Klappentext: WENN DU DIESE NACHRICHT ERHÄLST: 1. VERLASSE SOFORT DEINEN AUFENTHALTSORT     2. NIMM KEINESFALLS KONTAKT ZU UNS AUF    3. RENNE UM DEIN LEBEN 

    Meine Meinung: Code Black war nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut, weil ich finde, dass die Handlung sich in die länge zieht und es auf dauer kein Spaß mehr macht weiter zu lesen, weil immer alles wiederholt beschrieben wird und es irgendwann echt langweilig ist. Ich kann es wirklich nicht weiterempfehlen, da gibt es schon bessere Thriller. 

  24. Cover des Buches Todland (ISBN: 9783764507299)
    Kim Faber

    Todland

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Martin Juncker lebt von seiner Frau getrennt und untersucht im ländlichen Sandstedt den Mord an einem Anwalt. Doch dann meldet sich seine Noch-Ehefrau Charlotte überraschend bei ihm und konfrontiert ihn damit, dass ihr ein Whistleblower geheime Nachrichten zugespielt hat, die beweisen, dass der Terroranschlag, der kurz vor Weihnachten in Kopenhagen ausgeführt wurde, vermeidbar gewesen wäre. Charlotte will darüber in der Zeitung berichten und bittet Juncker um genauere Informationen. Juncker streitet alles ab, da er verpflichtet wurde, Stillschweigen zu bewahren und außerdem ahnt, dass Charlotte durch ihre Nachforschungen in Gefahr geraten könnte. Doch Charlotte gibt nicht auf und wendet sich schließlich an Signe Kristiansen, die damals mit Juncker an den Ermittlungen zum Terroranschlag beteiligt war. Zunächst mauert auch Signe, doch als es zu einem Mord kommt, der ebenfalls damit zusammenhängen könnte, dass die damaligen Ereignisse vertuscht werden sollen, ändert sie ihre Meinung....

    "Todland" ist nach "Winterland" der zweite Band einer Trilogie, in der Martin Juncker und Signe Kristiansen ermitteln. Man kann den aktuellen Ereignissen sicher auch dann folgen, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat, da wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung einfließen, doch empfehlenswert ist es nicht. Denn die Ermittlungen zum Terroranschlag, die im ersten Band thematisiert werden, sind ziemlich umfangreich.

    Auch dieser Teil der Trilogie wird wieder aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, denn Martin Juncker und Signe Kristiansen ermitteln an unterschiedlichen Orten, sind mit aktuellen Fällen beschäftigt und hatten in der Zeit nach dem Anschlag kaum Kontakt. In diesem Band beobachtet man außerdem Junckers Noch-Ehefrau Charlotte bei ihren Nachforschungen. Zunächst verlaufen die Handlungsstränge parallel, beginnen sich jedoch schon bald zu verknüpfen. Auch wenn anfangs keine Hochspannung aufkommt, wirken die unterschiedlichen Handlungsstränge durchgehend interessant. Dabei kommt keine Langeweile auf. Man ist sich außerdem stets der Gefahr bewusst, in der Charlotte, durch ihre Nachforschungen, schwebt. Dadurch gerät man schon früh in den Sog der Ereignisse.

    Die privaten Nebenhandlungen sind außerdem sehr interessant. Sie nehmen nicht zu viel Raum ein, sorgen aber dafür, dass die Hauptcharaktere lebendig wirken. Die Ermittlungen bringen einiges ans Tageslicht, wodurch die Spannung stetig steigt. Es kommt zu einigen Überraschungen, die kaum vorhersehbar sind. Am Ende laufen die Handlungsfäden schlüssig zusammen. Es bleiben natürlich einige Fragen offen, die sicher im Abschlussband der Trilogie geklärt werden. Dadurch wird die Neugier auf diesen Band geweckt.

    Ein interessanter und spannender Folgeband, der definitiv die Neugier auf den letzten Teil der Trilogie weckt!

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