Bücher mit dem Tag "gebet"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "gebet" gekennzeichnet haben.

213 Bücher

  1. Cover des Buches Den Himmel gibt's echt (ISBN: 9783775152785)
    Todd Burpo

    Den Himmel gibt's echt

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Eine Frage, die wohl jeden beschäftigt, ist was kommt nach dem Tod. Nur wenige, die eine Nahtoderfahrung hatten, können Eindrücke schildern, wie es ausschaut das Leben Danach. So auch der kleine Colton. Eine akute Blinddarmentzündung bringt den Vierjährigen an den Rand des Todes. Später als alles überstanden ist, beginnt er seltsame Bemerkungen zu machen. Er fragt nach der Gottesfurcht verstorbener, behauptet neben Jesus gesessen zu haben und das er seine kleine Schwester getroffen hat, von deren Existenz er gar nichts wissen dürfte. Behutsam versucht der Vater über die nächsten Jahre Colton auszuhorchen, wie es denn sei im Himmel. All dies hat der evangelische Pfarrer nach langen Bitten seiner Gemeinde zu Papier gebracht mit dem Titel: „Den Himmel gibt es echt.“

     

    Ich kann auch mich nicht von der Neugier freisprechen zu erfahren, was mich nach meinem Tod erwartet und da dieses Buch im Rahmen von Amazon Primereading kostenlos zur Verfügung stand, musste ich es einfach lesen. Ich fand die Geschichte der Familie Burpo spannend, aber vom Himmel war ich ehrlich gesagt enttäuscht. Der Himmel passt eins zu eins zur Bibel. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass das was Colton erlebt hat, nicht seinen eigenen Wahrheitsgehalt hat, vielmehr weigere ich mich einfach anzunehmen, dass die biblische Geschichte vom Himmel den Menschen zugesandt wurde, wie ein Fax. Es handelt sich für mich um Erzählungen damaliger Ereignisse, die mündlich weitergegeben wurde, bis jemand sie zu Papier brachte. Der Junge berichtet von Schlachten zwischen Satan und Gott, Jesus der die Kinderlein zu sich kommen lässt und antike Kleidungsstücke, ähnlich einer Togaparty mit Schärpen in unterschiedlichen Farben, wahrscheinlich je nach Dienstgrad. Nein in diesen Himmel möchte ich nicht, würde es doch bedeuten, dass dieser nur Christen offen steht. Was ist mit all den anderen Religionen? Muslime, Hinduisten, Juden und Buddhisten? Ich glaube einfach nicht, dass die Christen die alleinige wahre Religion für sich gepachtet haben, vielmehr glaube ich dass das was Colton gesehen hat, sehr geprägt war von seinem familiären Umfeld. Es stellt sich nämlich die Frage hätte ein Kind, dass nicht aus einer streng gläubigen Pfarrersfamilie stammt, all dies auch so bewertet oder sähe der Himmel eines Moslems genauso aus? Außerdem betont mir der Vater zu oft, dass ein Kind solche Details nicht wissen könne. Nein das war einfach nicht mein Buch.

     

    Ein Buch das Christen helfen kann, die einen lieben Angehörigen vermissen, nur für mich als Atheist liefert diese Schilderung keine realistische Vorstellung vom Himmel, dazu passt das was Colton erzählt zu sehr auf Bibelzitate, die er wahrscheinlich sehr oft gehört hat, wenn sein Vater predigte.

  2. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596520701)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.205)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Das Cover ist einfach wunderbar gestaltet, drückt aber in keiner Weise die Tragik dieser berührenden Geschichte aus. Die Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben und  ich hatte gleich die Gesichter dazu, so wie es mir mit den weiteren Protagonisten auch gegangen ist.

    Es ist die Geschichte zweier Frauen, die versuchen zunächst alleine, später gemeinsam  ihr Schicksal  in die Hand zu nehmen.

    In einem sehr einfühlsamen und flüssigen Schreibstil hat der Autor hier eine authentische Geschichte geschrieben,Man konnte physisch und emotional  das Leid und die Gefühle der Frauen spüren, ihre Machtlosigkeit und Auswegslosigkeit.

    Man wird gleichzeitig durch die Geschichte des Landes der letzten 30-40 Jahre mitgerissen und erlebt das reale Leben, das keines Falls nur eine Geschichte ist. Leider ist dies nicht der Fall, es entspricht der Realität, die wir auch heute noch in vielen Ländern vorfinden.

    Ich kann hier nur eine absolute Leseempfehlung geben, denn diese Geschichte rüttelt schonungslos auf, klärt auf und bringt den Lesern zu einer stillen Ohnmacht.

  3. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9780747585664)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (133)
    Aktuelle Rezension von: summerwildfey

    In the beginning, it was interesting enough, but around 30-40% it became very boring. DNFed at around 60%.

  4. Cover des Buches 'Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna' (ISBN: 9783596812752)
    Fynn

    'Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna'

     (542)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Interessante, zum Nachdenken anregende, ganz besondere Geschichte!

    Dieses Buch ist etwas ganz besonderes, genau wie Anna eine ganz besondere Person ist bzw. war. Mit ihrer kindlichen Art erklärt sie Fynn und auch dem Leser ihre Sichtweise auf die Welt und regt so immer wieder zum Nachdenken an.
    Manche Episoden wirkten leider etwas fehl am Platze und ohne Zusammenhang.

  5. Cover des Buches Tannöd (ISBN: 9783455650792)
    Andrea Maria Schenkel

    Tannöd

     (794)
    Aktuelle Rezension von: Svenjas_BookChallenges

    Vielleicht ist wie mir dem ein oder anderen der mysteriöse Mordfall auf dem bayrischen Einödhof Hinterkaifeck von 1922 ein Begriff. Auf genau diesem nämlich basiert Andrea Maria Schenkels Bestseller-Krimi „Tannöd“ aus dem Jahr 2007, den ich jetzt endlich von seinem trostlosen Dasein als SuB-Leiche befreit habe. 

    Und da ich erst vor einigen Tagen den Podcast zum Thema Hinterkaifeck von Dunkle Heimat durchgehört habe, konnte ich feststellen, dass Schenkel tatsächlich einige Aspekte des Falls in ihrer Kriminalgeschichte um den Sechsfach-Mord auf dem Einödhof Tannöd aufgreift – auch wenn diese natürlich fiktiv ist. Spannend zu lesen ist sie aber auf jeden Fall, nicht zuletzt deshalb, weil es sich nicht um einen klassischen Krimi handelt, sondern vielmehr um eine ziemlich interessante Milieu- und Charakterstudie.

    Die Handlung wird dabei nicht linear erzählt, sondern häppchenweise und aus der Sicht verschiedenster Beteiligter und Zeug:innen – sogar aus der Sicht des Mörders, dessen Identität dem Lesenden aber bis zum Ende verborgen bleibt. Das Ganze wirkt ein bisschen experimentell, ungewöhnlich auf jeden Fall! Und es ist ganz sicher nicht jedermanns Sache. Mir zum Beispiel haben Ort- und Zeitangaben gefehlt, um das jeweilige Geschehen einordnen zu können. Die vielen verschiedenen Sichtweisen und die nicht immer sofort als solche erkennbaren Zeitsprünge sorgen beim Lesen manchmal für Verwirrung. 

    Mit der Lösung des Falls (zu viel sei an dieser Stelle nicht verraten!) folgt Schenkel tatsächlich auch einer der vielen Theorien im echten Mordfall Hinterkaifeck, weshalb das Ende für mich wenig überraschend kam. Allerdings liegt das zugegebenermaßen sicher vor allem daran, dass ich das Buch direkt im Anschluss an den Podcast aus dem Regal gezogen habe und mir viele Fakten noch sehr präsent waren. 

    Am Ende war ich also schon ein wenig enttäuscht – irgendwie hatte ich mir doch etwas mehr erwartet. Etwas mehr Spannung, etwas mehr Mysterium, vielleicht auch etwas mehr Theorienspinnerei. Trotzdem habe ich den Krimi gern gelesen, weil er eben so ganz anders ist als andere Bücher des Genres und weil er ziemlich interessante Einblicke gibt in die Psyche verschiedenster Charaktere und in die verschwiegene Gemeinschaft eines kleinen Dorfes irgendwo in Bayern.

  6. Cover des Buches Franny und Zooey (ISBN: 9783499245589)
    J. D. Salinger

    Franny und Zooey

     (129)
    Aktuelle Rezension von: CarolinHafen

    Franny hat einen Nervenzusammenbruch.

    Nein, eigentlich ist es mehr. Ein Weltzusammenbruch. Franny ist 21, auf der Uni, dabei sich selbst kennen zu lernen, und das Leben überhaupt. Doch ihr ist alles zuwider. Die Professoren sind ihr zu langweilig, zu dumm, die Schauspiel-Kollegen zu egoistisch, zu eitel. Ihr Freund, meine Güte… Sie trifft ihn zum essen, sie planen das Wochenende zusammen zu verbringen, sie reden über Semesterarbeiten und wollen zu einem Football-Spiel. Aus ihrer Sicht ist Lane ein ziemlicher Schwachkopf. Ein Klugscheißer, der von seiner Freundin bewundert werden will. Aber es liegt nicht an Lane oder den Studenten, dem Alkohol, den Menschen aller Couleur, die sich darstellen… es ist die Sichtweise.

    Franny bricht zusammen, sie kotzt und weint und wird immer wieder ohnmächtig. So sehr ist ihr alles zuwider. Erschöpft kehrt sie nach Hause zurück, macht ihre Eltern und die Geschwister völlig verrückt. Franny hat insgesamt 6 Geschwister, sie ist das Nesthäkchen und zwei Brüder sind schon tot. Der eine hat Selbstmord begangen, der andere fiel im Krieg. Die Mutter bittet ihren Sohn Zooey mit Franny zu sprechen, ihr zu helfen, heraus zu finden, was sie so plagt.

    Die Geschwister wurden als Wunderkinder erzogen. Und Franny tut das, was Wunderkindern eigen ist: Sie meint die Welt zu kennen, sie glaubt schon alles zu wissen. Und da irrt sie sich gewaltig. Zooey ist nur drei Jahre älter, aber er kennt ihr Problem, es ist ihm vertraut. Es ist schon ironisch, wie gut er sich damit auskennt, und die Lösung parat hat – für seine Schwester, nicht für sich. Er kann auch nicht aus seiner Haut…

    Zooey hält seiner Schwester einen langen Vortrag, mit vielen Wiederholungen. Ich verstehe das. Man kann jemandem nicht einfach eine Erkenntnis vor den Latz knallen und meinen, damit sei alles erledigt. Es dauert, bis das Begreifen einsetzt, bis man die Botschaft annehmen kann, umwandeln. Zooey nimmt seine Schwester auseinander, Stück für Stück, wie eine kaputte Uhr. Ihre Muster, ihre Glaubenssätze, und er kann das, weil er sie schon als Kind kannte. Am Schluss setzt er sie wieder zusammen, alles an seinen Platz. Uhrwerk und Zeiger und Zahnräder. Bis wieder alles funktioniert. Ich bin überrascht wie viel die Geschichte mit mir zu tun hat, wie sehr sie mich berührt. Einen wunden Punkt berührt. Als Künstler muss man eine Vollkommenheit für sein eigenes Wirken anstreben, etwas, dass man für richtig und wichtig hält. Und die Maßstäbe dafür bestimmt man selbst. Vielleicht begreife ich das irgendwann auch.

    Zooey ist Schauspieler, offenbar auch ein guter, da er sehr gefragt ist. Franny möchte Schauspielerin werden, doch sie ist verunsichert von Leuten in der fünften Reihe, die an der falschen Stelle lachen. Sie findet ihre Kollegen zu aufgeblasen, zu eitel, so will sie nicht sein und wirft alles hin. Zooey stand vor einem ähnlichen Dilemma: Selbstdarstellung oder Kunst? Er erhielt einen Brief von seinem Bruder Buddy (bei 7 Geschwistern ist der Altersunterschied entsprechend groß). Ich glaube, der Brief von Buddy an Zooey bedeutet genau das: Zooey hatte die selbe Krise und Buddy hat ihn auseinander genommen und wieder zusammen gesetzt. Deshalb kann Zooey seiner Schwester diesen ellenlangen Vortrag halten. Ich müsste das Buch noch einmal lesen um meine Theorie zu beweisen. Ich werde es auch noch mal lesen, aber nicht jetzt, nicht gleich. Ich muss es sacken lassen und darüber nachdenken. Und dann werde ich es noch einmal lesen. Ich bin kein religiöser Mensch im Sinne von „Jesus ist super“. Franny sucht nach ihrem Glauben, aber es ist, meiner Meinung nach egal, ob man seine Gebete an Gott richtet, ans Universum oder an Zooeys „dicke Frau“. Das Ergebnis ist das gleiche. Sich zu zeigen und zuzulassen gesehen zu werden. Zooey hat das, mit seinem Vortrag schöner, drastischer, brutaler und zärtlicher erklärt als ich es jetzt zusammen fasse. Das ist auch eine Kunst: Voller Liebe zuhauen (verbal). Meine Fresse.

    Das Buch lag nun ewig auf meinem SUB und nun bin ich sehr froh es endlich entdeckt zu haben.

  7. Cover des Buches All die Jahre (ISBN: 9783957340863)
    Cathy LaGrow

    All die Jahre

     (20)
    Aktuelle Rezension von: annislesewelt

    Eine lebenslange Sehnsucht und ein großes Wunder

    Die wahre Geschichte einer Mutter die niemals die Hoffnung aufgab.


    Als ich das auf dem Cover des Buches las war ich extrem gefesselt.

    Da wusste ich, ich muss das Buch lesen.


    Und schwarz, als Coverhauptfarbe, passt so gut denn im Buch geht es um tiefen Schmerz.


    Minka, ein 16 jähriges Bauersmädchen, macht mit einigen Freundinnen einen Ausflug und wird von einem Mann vergewaltigt.


    Schon allein das ist unvorstellbar grausam, doch die Zeit damals um 1920 machte es gefühlt noch grausamer.


    Mädchen wurden nicht aufgeklärt und schon gar nicht so "früh" und Minka wusste gar nicht so recht was geschehen war.


    Sie schweigt darüber und auch das ist typisch, doch sie ist schwanger geworden und ihr Geheimnis wird sichtbar.


    So wird sie, als es immer deutlicher zu sehen ist, von zu Hause weggeschickt um im "Haus der Barmherzigkeit" (eine soziale Einrichtung) bis zur Geburt zu bleiben.


    Sie weiß das man von ihr erwartet das Baby zur Welt zu bringen und dann zur Adoption frei zu geben um "das Leben dann so weiterzuführen" als ob nichts gewesen wäre."


    Sie tut was man von ihr verlangt und gibt Betty Jane weg.


    Als sie vermisst ihr Baby, täglich denkt sie an ihre Tochter und konnte doch  nur ein Foto von ihr behalten. So lebt sie mit dem Schmerz und der Erinnerung.


    Fast 80 Jahre später sucht der Sohn ihrer Betty Jane nach ihr und Minka darf endlich ihre Tochter in die Arme schließen.


    Es bricht mir das Herz während ich das hier schreibe, dieser Schmerz, diese Sehnsucht und die große Freude am Ende - Gott ist Groß.


    Minka ist eine starke Frau und ich bewundere sie.

    Sie wird sehr authentisch beschrieben und Cathy LaGrow schafft es dieses Buch mit Emotionen aber ohne Schuldzuweisungen zu schreiben.


    Sie reißt einen mit in Minkas Leben und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.


    Es ist eine starke Biografie über eine schlichte Frau die ihren Weg geht, mit allen Schwierigkeiten und Nöten aber voller Vertrauen auf Gott.


    Ganz große Leseempfehlung

  8. Cover des Buches Jolas Briefe (ISBN: 9783868276299)
    Lisa Wingate

    Jolas Briefe

     (18)
    Aktuelle Rezension von: chrissynchen

    Jolas Briefe von Lisa Wingate ist ein Wohlfühlroman, der zeigt wie viel Gebete in Leben von anderen bewirken können. 

    Es geht um Tandi, die mit ihren Kindern vor einem Mann flieht der sie schlecht behandelt hat. Der Neuanfang auf der kleinen idyllischen Insel gestaltet sich jedoch schwierig, denn sie hat kein Geld und noch einige andere Lasten aus ihrem alten Leben mitgenommen. Ihre Heilungsreise beginnt damit das sie ihre Nachbarin und Vermieterin tot in ihrem Haus auffindet. Da diese keine Angehörigen hat kann sie sich mit dem entrümpeln des Hauses etwas Geld verdienen. Dabei stößt sie auf viele Gebetsbriefe, die ihr Leben verändern. 

     

    Eine schöne Geschichte, die einen selbst motiviert Gott im Gebet nahe zu kommen. Jedoch habe ich etwa 50 Seiten gebraucht, um wirklich weiterlesen zu wollen. Denn zu Beginn ist die Atmosphäre eher düster und gruselig. 

    Aber danach entwickelte sich die Geschichte immer mehr zu einem Wohlfühlbuch. Es war schön die Entwicklung der einzelnen Charaktere zu verfolgen. Besonders die Lebensgeschichte der bemerkenswerten Dame Jola. Sie schien nie sehr beliebt gewesen zu sein, aber durch ihre Briefe erfährt man, dass sie eine Gebetskriegerin für die ganze Stadt war. Eine wirklich starke Frau. Ich brauche wohl auch eine Gebetskiste. 

     

  9. Cover des Buches Angelus (ISBN: 9783426198780)
    Danielle Trussoni

    Angelus

     (110)
    Aktuelle Rezension von: tsukitia16

    Infos:

    Bei „Angelus“ von Danielle Trussoni handelt es sich um den ersten Teil der Angelologie-Reihe. Der zweite Teil ist bisher noch nicht ins Deutsche übersetzt worden und ich bezweifle, dass er in Deutschland jemals erscheinen wird. Einen dritten Band scheint es nicht zu geben. 

    Ich würde das Buch in folgende Kategorie einordnen: Ein Wissenschaftsthriller mit Urban Fantasy - definitiv eine sehr interessante Mischung.

    Das Buch hat 646 Seiten und ist in 4 Teile unterteilt, welche mit Zitaten untertitelt werden. Eine klassische Kapiteleinteilung gibt es nicht. Die „Kapitel“ sind benannt nach den Orten, wo die aktuelle Handlung stattfindet (z.B. Kloster der hl. Rosa, Milton, New York). Das führte auch dazu, dass die „Kapitel“ sich in der Länge stark unterscheiden. Außerdem habe ich bei diesem Buch das mit Abstand längste Kapitel gelesen: 124 Seiten! Das fand ich persönlich nicht so angenehm zu Lesen. 

    Wir befinden uns in New York City (hauptsächlich), in Paris und ein wenig in Bulgarien.

    Es gibt mehrere Erzählperspektiven. Fünf Stück insgesamt (wobei drei davon tatsächlich am häufigsten vorkommen; die fünfte Person kommt nur in einem Kapitel vor). Es wird in dem Buch hauptsächlich der personale Erzähler genutzt, aber auch im zweiten Teil der Ich-Erzähler. Erzählt wird im Präteritum.

    Wir erfahren in diesem Buch sehr viel über die Angelologie (Lehre der Engel), Engel und es werden auch viele religiöse Themen angesprochen. Man kann sich bei diesem Buch sehr viel Wissen über diese Themen aneignen. An vielen Stellen fühlte es sich schon fast an wie ein Sachbuch.

    ~

    Meinung:

    Das Cover sieht ganz schick aus. Nicht besonders hässlich, aber auch nicht besonders schön. Dennoch hat es meine Aufmerksamkeit erregt und mich neugierig gemacht. Allerdings ist das Cover für die Art Geschichte nicht besonders gut geeignet. Ich hatte, aufgrund des Covers, andere Vorstellungen vom Inhalt. Das Original-Cover ist meiner Meinung nach nicht nur sehr viel hübscher, sondern ist auch besser für das Buch geeignet. Der Titel „Angelus“ klingt interessant und hat mein Interesse wecken können. 

    Der Schreibstil ist etwas anspruchsvoller, aber dennoch gut verständlich. Es gibt einige Fremdwörter und Fachbegriffe, die ich teilweise nachschauen musste, weil sie nicht erklärt worden bzw. ich sie nicht kannte. Insgesamt konnte mich der Schreibstil überzeugen. Gefühle, Orte usw. werden schön be- und umschrieben. Außerdem gibt es auch hin und wieder schöne Formulierungen. Die Schauplätze und die Handlungen werden anschaulich beschrieben und dennoch wird man mit Erklärungen/Beschreibungen nicht überhäuft. 

    Die Grundidee des Buches fand ich sehr spannend, auch wenn es natürlich nicht super neu ist. Viele Ideen innerhalb des Buches orientieren sich auch an das, was in der Angelologie gelehrt wird. Es wirkt auf mich auch sehr gut recherchiert. Daher sind aber auch die meisten Ideen im Buch nicht eigens von der Autorin ausgedacht, sondern aus der Angelologie entnommen. Die Angelologie ist die Lehre der Engel und war mir als Wissenschaft tatsächlich unbekannt. 

    Bei der Umsetzung dieser Ideen mangelt es allerdings. Die Protagonisten müssen am Ende einige Rätsel lösen, dessen Lösungen für mich aber eher an den Haaren herbeigeführt wirkten. Auch die Kämpfe waren tatsächlich sehr unspektakulär und unglaubhaft. So als müsse man den Kampf noch schnell beenden, denn man hat ja schon fast 600 Seiten geschrieben und muss endlich zum Ende kommen. Den Charakteren wurde es sehr oft zu einfach gemacht. Und auch die große Wendung zum Schluss habe ich nicht nur kommen sehen, sondern wirkte auch ziemlich plump auf mich. Der große Wow-Effekt blieb aus.

    Die Charaktere sind vielseitig und man bekommt ein ziemlich gutes Bild ihres Wesens dargeboten. Es gibt also keine langweiligen 0815-Charaktere. Die Nebencharaktere werden allerdings genauso behandelt – wie eher unwichtige Nebencharaktere. Da habe ich schon Bücher gelesen, wo das deutlich besser umgesetzt wurde. Ansonsten waren die Protagonisten gut dargestellt. Dennoch konnte ich keinen von ihnen wirklich ins Herz schließen. Sie wirkten größtenteils zu unnahbar und ich nahm sie eher aus der Distanz wahr. 

    Die Spannung war das größte Problem. Man eignet sich viel Wissen an und für Menschen, die sich sehr für Religion und die Lehre der Engel interessieren, ist das Ganze bestimmt ziemlich spannend zu lesen. Aber für mich war es einfach viel zu langweilig, zu theoretisch und zu trocken geschrieben. Ich wollte kein Sachbuch lesen, sondern ein Fantasy Roman. Es war größtenteils sehr ermüdend das Buch zu lesen und ich musste mich immer wieder zwingen es in die Hand zu nehmen. Es ging ziemlich schleppend voran. Anfangs fand ich die Geschichte noch gut und auch am Ende gab es einige Höhepunkte, die allerdings nicht die allgemeine Langeweile ausgleichen konnten. Die Mitte war am schlimmsten.

    Das Ende fand ich leider auch nicht besonders überzeugend. Es endete so abrupt und absolut lahm. Und wie Verlaine auf diesen Entschluss kommt, ist mir wirklich ein Rätsel. 

    Ich habe insgesamt 18 Lieblingsstellen markiert.

    ~

    Fazit: 

    Es ist wirklich schade. Die Idee hat sich so interessant angehört und man hätte so viel daraus machen können. Stattdessen geht die Spannung komplett durch diese wissenschaftlich-trockene Erzählweise unter. Ich kam vor allem in der Mitte des Buches nur sehr langsam voran und ich musste mich wirklich überwinden das Buch in die Hand zu nehmen. Dafür gab es aber immer wieder Höhepunkte und sowohl der Schreibstil als auch die Charaktere konnten mich größtenteils überzeugen. Wobei die Protagonisten zwar gut gestaltet, aber eher nicht so nahbar waren. Trotzdem hätte das Buch Potenzial, welches leider total durch diese ganzen Erklärungen/Erläuterungen/Zitate nieder gemacht wurde. Das hat die Story jedes Mal komplett ausgebremst. Hätte man diese Passagen gekürzt/weggelassen, hätte es so ein gutes Buch werden können. Auch waren mir die Lösungen der Rätsel oft nicht wirklich nachvollziehbar und die Kämpfe waren ziemlich lahm und unrealistisch.

  10. Cover des Buches Kein Weg zu weit (ISBN: 9783957348302)
    Carrie Turansky

    Kein Weg zu weit

     (51)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Inhalt:

    Im Jahr 1909 wird die siebenjährige Grace McAlister als eines von unzähligen britischen Emigrantenkindern nach Kanada verschickt. Sie hat das Glück, von einer wohlhabenden Familie adoptiert zu werden, doch das Wissen um ihre Ursprungsfamilie und die Ungewissheit über den Verbleib ihrer Geschwister lasten schwer auf dem Mädchen. Bis zehn Jahre später ein Besucher aus längst vergangen Zeiten vor ihrer Haustür steht ...

    Nachdem Garth McAlister einige Jahre für einen Farmer gearbeitet hat, kehrt er Kanada den Rücken, um als Soldat in den Krieg zu ziehen. Seine große Liebe Emma lässt er schweren Herzens zurück, doch nach drei langen Jahren reißt der Briefkontakt zwischen Garth und Emma plötzlich ab und er beschließt, nach Kanada zurückzukehren, um die beiden Frauen zu suchen, die er einfach nicht aus Kopf und Herz bekommt: seine schmerzlich vermisste Schwester Grace und die unter mysteriösen Umständen verschwundene Emma.

    Meinung:

    Die Geschichte hat mich, ähnlich wie Band 1, von Anfang an in den Bann gezogen. Durch den flüssigen, gefühlvollen und bildreichen Schreibstil konnte ich mich gut in die Charaktere und ins Geschehen hineinversetzen. 

    Was mich ein wenig irritiert und verwirrt hat, war das schnelle Tempo in diesem Buch. Im Vergleich zum ersten Teil schritt die Handlung hier viel schneller voran und wirkte an manchen Stellen dadurch etwas abwegig.

    Die Charaktere waren aber auch dieses Mal wunderbar und authentisch beschrieben. Ihre Gefühle und Gedanken wurden sehr eindrücklich und realistisch an den Leser herangetragen. Ihre Geschichten gehen zu Herzen und haben mich lange Zeit später noch beschäftigt.

    Der Autorin ist es definitiv gelungen, historische Ereignisse und Fakten realitätsnah und sehr beeindruckend zu schildern. Die Grausamkeiten, die Not der Kinder und das Unrecht wurden ausdrucksstark und emotional fesselnd dargestellt. 

    Mir persönlich hat Band 1 noch ein klein wenig besser gefallen, dennoch konnte ich auch dieses Buch kaum weglegen, da es so spannend und eindrucksvoll war.

  11. Cover des Buches Hildegards Schatzkiste (ISBN: 9783451031717)
    Hildegard von Bingen

    Hildegards Schatzkiste

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Lealein1906
    "Hildgards Schatzkiste" - dieser Titel bringt eigentlich schon auf den Punkt, was uns in diesem Buch erwartet. Nämlich ihre interessantesten Weisheiten zu verschiedenen Themen, die im Alltag helfen können, spannende Ansichten auf unterschiedliche Dinge und auch Rezepte.

    Das Buch fasst zunächst kurz Hildegards Leben zusammen, bevor dann ihre Meinung zu den Themen "Von Gott, Mensch und der Welt", "Über Männer und Frauen", "Lebensführung und Wohlergehen", "Gesunde Ernährung" und "Rat für Pädagogen, Politiker, Manager und Eheleute" erzählt wird. In jedem dieser Kapitel wird in kleinen ganz kurzen Unterkapiteln dann beschrieben, was Hildegard dazu zu sagen hatte. Am Ende gibt es noch Rezepte und Lieder.

    Was mir mit am besten gefallen hat, ist die Übersichtlichkeit. So kann man sich ganz gezielt heraussuchen, was man gerade lesen will. Ich habe aber einfach wie gebannt das ganze Büchlein durchgeblättert, weil Hildegards Gedanken so faszinierend sind und auch noch in die heutige Welt super hineinpassen.

    Dieses Buch eignet sich super zum Verschenken, ist spannend und lehrreich und gehört eigentlich in jeden Haushalt. Unbedingt empfehlenswert.
  12. Cover des Buches Die Liebe findet dich (ISBN: 9783957340115)
    Francine Rivers

    Die Liebe findet dich

     (20)
    Aktuelle Rezension von: grxtaa

    wow, so krasses buch! Ich liebe es und es ist einer meiner Lieblingsbücher, echt beeindruckend und soo krass und toll einfach!!! Meine ganze Familie hat es gelesen (Mutter, Oma, Tanten, Schwester,  Freundin,...)

  13. Cover des Buches Das Lächeln des Drachen (ISBN: 9783957346216)
    Elisabeth Büchle

    Das Lächeln des Drachen

     (82)
    Aktuelle Rezension von: evelin-petrov

    Das Buch ist unterteilt in zwei Geschichten. Ich fand sowohl die erste als auch die zweite sehr interessant und gefühlvoll, die Figuren sind gut ausgearbeitet. Im zweiten Teil fand ich besonders den Bezug zum Glauben gut.

    Wovon ich ein wenig enttäuscht war, war der Bezug zwischen beiden Teilen... Da hat meiner Meinung nach die Verbindung etwas gefehlt, bzw. hätte mehr sein können. Trotzdem spannend zu lesen ohne "Füllszenen". Der Schreibstil ist wie immer super!

  14. Cover des Buches Das Verschwinden der Jamie Mason (ISBN: 9783963620768)
    Elizabeth Goddard

    Das Verschwinden der Jamie Mason

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Märchens_Bücherwelt

    Es ist der 1.Teil der McKade Brüder, ein Cold Case der einen gleich schon von der 1.Seite an abholt. Die Autorin kannte ich bislang nicht, aber ich freue mich sehr, auf diese Reihe gestoßen zu sein und konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. 

    Das Cover gibt die Atmosphäre gut wieder, obwohl es jetzt nicht so ganz den Bezug zum Inhalt des Buches trifft. Dennoch ist es spannend und man erlebt als Leser so viele Wendungen, Dramatik und stellt Vermutungen an, doch eins ist mir am Ende bewusst geworden: An diese Raffinesse hat keiner gedacht, umso überraschender die Auflösung und genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht. 

    Die Mischung aus unangenehmen, verdächtigen und überraschenden Charakteren ist so gut gelungen, dass man völlig gefesselt ist und sofort mitempfindet. Besonders Willow, die wirklich so hart getroffen ist und trotzdem so tapfer und selbstlos kämpft, auch um das, was ihr Großvater mit ihr zusammen aufgebaut hat, zu seinen Ehren fortzuführen. Die Zusammenarbeit zwischen ihrem Exfreund Austin gestaltet sich schwieriger als gedacht, zu viel unausgesprochenes liegt zwischen ihnen, was die Situation nicht leichter macht. So erlebt man eine brandheiße Ermittlung, aber was Willow so sympathisch macht, ist ihr Vertrauen, dass Gott immer an ihrer Seite ist und zwar nicht nur in Gefahr. Wie wichtig es ist, mit Gott im Alltag zu kommunizieren und seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. 

    Dieses Buch schafft es, einen ungeklärten Kriminalfall in einen rasanten, wenn auch leichteren Thriller zu verwandeln, zwischendurch aber auch das Bedürfnis nach Verständnis, Freundschaft, Liebe und Vertrauen herausstellt, zusammen mit einer passend dosierten Prise Glauben, der einem Kraft gibt, ungeahnte Fähigkeiten und Kräfte zu mobilisieren, um nicht einzuknicken und aufzugeben. Ich bin wirklich angenehm überrascht, auch wenn ich mir am Ende gewünscht hätte, etwas mehr über das DANACH zu erfahren, das war mir ein kleines bisschen zu abrupt. 

    Jetzt bin ich gespannt auf Heath und Liams Geschichte und kann diese Reihe wärmstens empfehlen.

  15. Cover des Buches Brautflug (ISBN: 9783596511778)
    Marieke van der Pol

    Brautflug

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    "Brautflug" von Marie van der Pol ist ein klassischer Frauenroman, der aber gerne ein bisschen mehr sein möchte. Das merkt man z.B. an der besonderen (jedoch anstrengenden) Sprache oder an den ausgeklügelten Charakteren, die tatsächlich ein bisschen mehr Substanz haben als in den meisten anderen Frauenromanen.

    Dann hört es allerdings auf, da sich der Roman genauso wie die meisten anderen Frauenromane mit Themen wie Ehe & Heirat, Kinderkriegen (ja oder nein!) und Emanzipation befasst. Der Hintergrund mit dem Flugzeugrennen in den 50ern ist originell genauso wie der Schauplatz Neuseeland, trotzdem wirkt der Roman furchtbar bieder und altbacken auf mich. Neues wird einem nicht wirklich geboten. Ständig hat man das Gefühl, das eine oder andere schon einmal irgendwo anders gelesen zu haben.

    Auch mit den Charakteren konnte ich nichts anfangen. Marieke van der Pol hat zwar wie gesagt versucht ihren Figuren Tiefe zu verleihen, trotzdem wirken sie austauschbar, distanziert und unsympathisch. Das Ganze wird irgendwie noch verstärkt durch die Sprache, die seltsam emotionslos und nüchtern wirkt. Es wird eigentlich nur beschrieben, was die Personen tun ("Dann tat sie das und dann jenes und dann ging sie dorthin und traf jenen..."), nicht aber, wie es ihnen dabei ging.

    "Brautflug" ist ein seltsamer Roman, der nicht Fisch und nicht Fleisch ist. Ich habe nur bis Seite 300 durchgehalten, dann habe ich abgebrochen. Leider kann ich den ganzen positiven Kommentaren nicht beipflichten. Vielleicht ist dieser Roman etwas für Leute, die gerne Frauenromane lesen, vielleicht aber auch nicht.


  16. Cover des Buches Hüter meines Herzens (ISBN: 9783961400324)
    Denise Hunter

    Hüter meines Herzens

     (14)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Blue Ridge, Band 1: Josie und Noah sind geschieden – vermeintlich, denn die Scheidungspapiere wurden dem zuständigen Richter nicht zur Unterschrift vorgelegt! Da dieser Fehler auf Josies Kappe geht, will sie nun die neuen Scheidungspapiere direkt von Noah unterschreiben lassen und anschliessend zum Gericht bringen. Er wohnt auf seiner Ranch in den Blue Ridge Mountains, wo ein plötzlicher Wintereinbruch Josie daran hindert, wieder in die Stadt zurückzukehren. Als ein Pferd ausreisst, begeben sie sich auf dessen Suche. Sie müssen sich trotz all ihrer Differenzen aufeinander verlassen, um heil aus diesem Sturm herauszukommen. Weit weg von der Zivilisation hat ihr Motorschlitten eine Panne…

    Erster Eindruck: Das Cover mit einer nachdenklich wirkenden Frau vor dem verregneten Fenster ist für mich durchschnittlich; der deutsche Buchtitel finde ich nicht so passend.

    Dies ist Band 1 einer Reihe, für mich aber nicht der erste Band, da ich mit Band 4 in die Reihe eingestiegen bin. Die Geschichte wird auf mehreren Zeitebenen erzählt: Gegenwart, vor dreieinhalb Jahren und vor sechzehn Jahren. Der Wechsel der Zeiten ist jeweils gut ersichtlich.

    Welch‘ eine Überraschung, als Noah erfährt, dass die Scheidung vor anderthalb Jahren gar nicht rechtskräftig war! Eine unschöne Entdeckung, denn nun muss er sich erneut mit Josie auseinandersetzen. Es fällt ihm schon schwer genug, zu verstehen, wie es zum Ende ihrer Ehe, ihrer Liebe, kommen konnte. Er weiss, wenn er direkt vor Josie steht, wird er seine Emotionen nicht im Zaum halten können und wohl überreagieren. Josie fällt aus allen Wolken, als Noah ihr eröffnet, dass sie aufgrund ihres Fehlers immer noch verheiratet sind. Sie hat keinen neuen Partner, denn sie findet nicht, dass sie es wert ist, geliebt zu werden.
    Als Noah und Josie mit dem Motorschlitten eine Panne haben, fehlt leider der Benzinkanister – er ist auf der Suche nach dem Pferd runtergefallen. Da sie weit weg von der Zivilisation sind und ihre Handys keinen Akku haben, versuchen sie, zu Fuss zurückzukehren, wohlwissend, dass das in dem Schneetreiben und der enormen Kälte ein fast unmögliches Unterfangen sein wird. Aber es gibt keine Alternative.

    Mir haben die Protagonisten gut gefallen, wenn auch Josie zuweilen sehr unbedacht Dinge tut oder sagt, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Die Stunden der Wanderung und des Frierens sind sehr eindrücklich beschrieben. Als Josie spürt, dass sie es wohl nicht mehr lebend zurückschaffen wird, will sie Noah noch ein paar wichtige Dinge mitteilen… Noah und Josie haben beide in der Vergangenheit Verletzungen erlitten und müssen versuchen, zu vergeben. Anderen Menschen zu vergeben, aber auch sich selbst – was manchmal vielleicht am Schwierigsten ist. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen; von mir gibt es 4 Sterne.

  17. Cover des Buches Der kleine Laden am Meer (ISBN: 9783957348265)
    T. I. Lowe

    Der kleine Laden am Meer

     (23)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    Inhalt: Opal Gilbert ist zufrieden mit sich und der Welt. Ihren Lebensunterhalt verdient sie mit dem, was sie am liebsten tut: der Restaurierung alter Möbel. Doch als der an Körper und Seele verletzte Lincoln Cole in ihr Leben tritt, deutet sich Veränderung an. Als ein schwerer Sturm Opals Laden zerstört, bietet er seine Hilfe an. Dabei erfährt Lincoln, dass es Opals fester Glaube ist, der sie durch diese schwere Zeit trägt. Aber es bleibt nicht bei dem Wiederaufbau des Ladens allein, denn Opal macht es sich zur Aufgabe, auch Lincolns Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen ...

    Meinung:

    Da mir T. I. Lowe’s „Sophies Cafe“ so gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf ihren zweiten Roman. Der Klappentext und das Cover haben von Beginn an meine Neugier geweckt.

    Der Schreibstil war sehr schön, detailreich und lebendig. Man verliert beim Lesen jegliches Zeitgefühl.

    Die Charaktere waren sehr interessant und wunderbar ausgearbeitet. Lincolns Gefühle, Verletzlichkeit und seelischer Schmerz wurden besonders authentisch dargestellt. Sein Charakter und sein Auftreten haben mir wirklich gut gefallen. Opal war mir anfangs ein wenig befremdlich, doch auch sie machte einen sympathischen Eindruck. Mit ihrer chaotischen und aufgedrehten Art musste ich erstmal warm werden. Ihre Charakterzüge, vor allem ihre mentale Stärke und Beharrlichkeit, waren beeindruckend. Ihr Glaube schien unerschütterlich. All dies ließ sie lebendig wirken. An einigen Stellen ging sie meiner Meinung nach jedoch etwas zu weit. 

    Die Handlung selbst war manchmal ein wenig verwirrend und stellenweise nicht ganz nachvollziehbar. Einige Szenen schienen nicht zum Rest der Geschichte zu passen und aus dem Kontext gerissen worden zu sein. 

    Dennoch fand ich die Grundidee sehr schön und interessant. Ich hätte mir tatsächlich mehr Einblicke in Lincolns Vergangenheit gewünscht und auch einige der Nebencharaktere hätten ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient. 

    Das Buch lässt sich zügig lesen und bietet eine schöne Geschichte mit Mehrwert für Zwischendurch.

  18. Cover des Buches Die Ankündigung (ISBN: 9783775160537)
    Nancy Mehl

    Die Ankündigung

     (22)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Schon die erste Szene führt uns Kaely Quinns spezielle Fähigkeiten vor Augen: Sie analysiert einen Schwerverbrecher beim Abendessen in der Öffentlichkeit - im übertragenen Sinne. Und auch sonst ist die zierliche Frau ein Genie, wenn auch bei der Arbeit mehr als im Alltag. Da kommen ihr gute Freunde zu Hilfe, doch mit ihrem neuen Fall steht alles auf dem Spiel, selbst das gewohnte Umfeld. Krimi-typisch erscheint das Verbrechen angemessen kryptisch und verworren, selbst bis kurz vor dem Ende lässt sich der Mörder kaum erraten.

    Denn einerseits kennt nur eine Handvoll Personen Kaelys wahre Geschichte, andererseits sind ihre Kollegen und ein gewisser nerviger Journalist hauptberufliche Schnüffler, also ist quasi jeder verdächtig. Der Motor der Handlung sind die wiederkehrenden Rätsel um Kaelys Vergangenheit und die gelegentlichen Streitereien des Ermittlerteams. Viel Zeit wird den Morden oder der Vorstellung des Täters nicht gegönnt. Die Analyse von Tatorten erfolgt meist nur sehr kurz, die Jagd findet (durchaus realitätsnah) überwiegend am Schreibtisch statt.

    Der christliche Glaube der Hauptfigur ist bei verschiedenen Gelegenheiten unaufdringlich Thema, weniger als Gewohnheitsritual, mehr als sicherer Hafen in einer von Grausamkeit und Unwägbarkeiten geprägten Welt. Mit Kaelys nicht gläubigem Kollegen Noah gibt es manche Diskussion darüber, die jedoch nicht so lange nachhallt, wie man es bei einer derartigen Thematik vielleicht erwartet. Auf die Handlung an sich hat es jedenfalls kaum Einfluss. Damit ist das Buch allerdings auch für Leser gut verträglich, die nicht zum Stammpublikum christlicher Literatur gehören.

    Originaltitel: "Mind Games"

  19. Cover des Buches Mach nie die Augen zu (ISBN: 9783963621567)
    Elizabeth Goddard

    Mach nie die Augen zu

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Märchens_Bücherwelt

    Im 2.Teil der McKade Brüder wird die Geschichte von Heath erzählt. Auch hier geht es äußerst rasant zu, denn zu dem Mord, den seine Jugendfreundin Harper mit angesehen hat, auf der Flucht vor dem Mörder aber sämtliche Beweismittel verliert, kommen noch zahlreiche Bombenanschläge in dem kleinen, bislang ruhigen Ort.

    Und ausgerechnet Heath, ein so liebenswerter, hilfsbereiter Mensch, der versucht durch die Besucherranch die schlimmen Erlebnisse in der Kindheit zu verarbeiten, soll sich nun um Harper kümmern. Er ist zerfressen von Selbstzweifeln, denn seine bisherigen Hilfestellungen hatten immer einen dramatischen Ausgang. Doch auch Harper durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, der Vergangenheit und die ständige Gefahr, die überall lauert und die sie auch zu spüren bekommt, machen es ihr schwer, Entscheidungen zu treffen. Ich hab so mitgefühlt, wie sie nicht nur mit dem Erlebten fertig werden muss, obwohl sie bereits ein Trauma erlebt hat, und zudem noch alle an ihrer Aussage zweifeln, weil die Beweise nicht vorhanden sind. Wie sie damit umgeht und trotz allem so kämpft macht sie umso sympathischer. 

    Genau diese Mischung aus Zweifeln, Hoffnung, Vertrauen und gleichzeitiger Gefahr und Vergangenheitsbewältigung machen dieses Buch so besonders. Durch die Beschreibungen der jeweiligen Orte, Vorkommnisse, Verhöre, plötzlicher Anschläge hat man das Gefühl ein Teil der Geschichte zu sein und spürt diese nervliche Anspannung, die emotionale Zerrissenheit. 

    Auch wenn in diesem Teil der Glaube nicht ganz so ausgeprägt wie im ersten ist, so ist dennoch genau an den richtigen Stellen eingearbeitet, gerade wenn die Frage des Warums auftaucht. 

    Der Täter taucht ziemlich schnell auf, doch das gefiel mir, denn so wurde der Spannungsbogen noch größer, weil man als Leser gerne warnen möchte und hofft, dass sie es auch noch rechtzeitig merken. 

    Das Ende war überraschend, damit hab ich gar nicht gerechnet, fand es teilweise allerdings etwas zu viel und abstrus, denn die Begründung für alles blieb doch etwas unklar. Einige Dinge wiederholen sich auch häufig, besonders Heath Selbstzweifel, interessant ist aber, dass in jeder Geschichte ein weiterer Bruder auftaucht, um den es dann im nächsten Teil geht. 

    Der Titel ist interessant gewählt und klingt für mich aufgrund der Fotografievorliebe von Harper erklärend, ebenso wie die Cover Wiedererkennungswert haben und doch genug für die Frage nach dem Inhalt überlässt und dementsprechend Lust auf mehr bereitet. 

    Der kurze Einblick in das Leben des 3.Bruders ist geheimnisvoll und so freue ich mich jetzt auch auf den Abschlussband.

  20. Cover des Buches Dein Blick so tot (ISBN: 9783963620775)
    Dani Pettrey

    Dein Blick so tot

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Felicitas_Brandt

     Mit einer Menge Fragen und einem unguten Gefühl trat sie in die warme Nachtluft hinaus. Wo bist du, Skylar?

    Seite 15

     

    Inhalt:

     Avery Tate wird von ihrer Jugendfreundin Sky zu einer ungewöhnlichen Fotoausstellung in einer Galerie in Baltimore eingeladen. Doch Sky taucht nicht auf, stattdessen aber ein grausiges Portrait von ihr, von dem niemand weiß, wie es in die Galerie gekommen ist. Avery ist beunruhigt und ruft ihre Freunde zu Hilfe, um Sky aufzuspüren. Tatortanalytiker Parker Mitchell kommt sofort, um Avery zu unterstützen, was in der Fotografin gemischte Gefühle auslöst: denn sie ist in Parker verliebt, aber der trauert noch immer um seine verstorbene Jugendliebe. Doch jetzt muss Averey ihre Gefühle ausschalten, um Sky zu finden. Aber kann sie das?

     

    Meinung:

     

    Dein Blick so tot, ist der zweite Band der Baltimore Reihe von Dani Pettrey und ich empfehle auf jeden Fall die Bücher in der Reihenfolge zu lesen, weil man sonst mit den vielen Figuren einfach überfordert ist und die Zusammenhänge nicht versteht. Das Cover ist mir viel zu düstert, ebenso wie der Titel wobei der perfekt zu Cover und Inhalt passt! Ich mochte den ersten Band gerne und wollte unbedingt weiterlesen, deswegen habe ich mich von dem Cover nicht aufhalten lassen ^^ Außerdem hat mich der Klappentext neugierig gemacht, besonders auf die Fotografie-Szene.

     

    Die Vergangenheit war vergangen – wenigstens sagte sie sich selbst das immer wieder und bis heute hatte sie es auch tatsächlich geglaubt. Aber jetzt war sie wieder mitten in dieser Vergangenheit angekommen und der eine Mann, von dem sie gehofft hatte, er würde nie etwas davon erfahren, war mit ihr dort gelandet.

    Seite 67

     

    Da ich wirklich die Bände direkt hintereinander gelesen habe, fiel mir das Reinkommen in die Geschichte sehr leicht. Ich wusste direkt wieder wer wer ist und womit ich es zu tun hatte. Die Figuren aus Band I spielen alle eine Rolle in dieser Geschichte und ihre eigenen Geschichten werden auch weitererzählt. Avery ist aus der Fotografen Szene ausgestoßen worden, aus einem Grund den ich leider nicht nachvollziehen kann, denn sie hat jemanden bei einer Belästigung fotografiert und enttarnt. Auf jeden Fall ist es schwer für sie an diesem Abend zurückzukehren, aber sie liebt Sky sehr und würde alles für sie tun.

    Die Freundschaft der Beiden fand ich toll, weil Avery nicht aufgibt, obwohl sie schlimme Sachen über ihre Freundin herausfindet. Gleichzeitig sind die Beiden aber auch aneinander gebunden, denn Avery hat Sky damals quasi auf die dunkle Seite geführt. Avery hat irgendwann zu Gott gefunden und ihr Leben geändert, doch Sky nicht und Avery hat deswegen Schuldgefühle. 

     

    Sie hatte sich nie absichtlich in Gefahr begeben, aber die Gefahr schien Tanner einfach zu folgen und sie liebte das Ringen mit ihr. Der Kampf gegen das Böse mit Gottes Hilfe. 

    Seite 152

     

    Die Liebesgeschichte hat mir persönlich in ihrer Umsetzung nicht gefallen. Ich fand sie nicht emotional und hätte mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, denn die Idee der Charaktere ist mega und ihre Beziehung zueinander auch. Aber das kommt irgendwie nicht so rüber, wie es könnte und ich war etwas enttäuscht. Außerdem finde ich es nicht cool, dass er sie „Mädchen“ nennt, das kommt wirklich zu machohaft rüber. Die Charaktere, gerade die Männer verkörpern einige Klischees, was grundsätzlich nicht schlimm ist, aber es war ein bisschen viel. 

     

    „Ich bin nicht hier, um zu urteilen. Der Himmel weiß, dass ich nicht das Recht habe, irgendjemanden zu verurteilen, aber ich kann richtig gut zuhören, wenn du was loswerden willst.“

    Seite 205

     

    Fazit: Eine coole Fortsetzung mit ein paar Schwächen in den Charakteren, aber einem sehr spannenden Krimi-Teil.

  21. Cover des Buches Der Kinderpapst (ISBN: 9783492302517)
    Peter Prange

    Der Kinderpapst

     (59)
    Aktuelle Rezension von: sandyebt

    Ich durfte bereits ein Rezensionsexemplar lesen!

    Die Mutter stirbt beinahe bei seiner Geburt, da der Kleine falsch herum liegt, aber diese glaubt einem Eremiten, der ihr sagte, dass ihr Kind von Gott beseelt sein soll.

    Seine Mutter überlebt und bevotzugt ihn danach ständig, was natürlich seine Brüder neidisch macht!

    Und da der alte Pabst stirbt, muss Theo als BenediktIX. in seine Fußstapfen treten.

    Doch dabei muss er der Liebe entsagen und darf Chiara nicht heiraten.

    Eine wundervoll recherchierte Geschichte im 11. Jahrhundert in Rom, die das damalige Leben und den Vatikan zu dieser Zeit vorbehaltlos darstellt.

    Ein absolut lesenswerter historischer Roman, bei dem wir noch so Einiges über Geschichte lernen können und der uns viele wunderbare,spannende Lesestunden schenkt!Meine absolute Leseempfehlung!

  22. Cover des Buches Braut auf Zeit (ISBN: 9783957341822)
    Jen Turano

    Braut auf Zeit

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Pachi10

    New York - Ende des 19. Jahrhunderts.

    Hannah ist Hutmacherin. Sie soll eine Großbestellung Hüte bei einer Dame der feinen Gesellschaft abliefern, die sich allerdings gar nicht so fein benehmen soll. Die Dame ist die Verlobte des heißbegehrtesten Junggesellen Oliver Addleshaw in der Stadt jeder spricht von seinem Reichtum.


    Als sie jedoch die Lieferung durchführt gerät die ganze Situation aus den Fugen. Die Verlobten sind gar nicht verlobt, Hannah wird von der Dame und einem riesigen Hund angegriffen und am Ende erhält sie von Oliver ein ziemlich unglaubliches Angebot.


    Grundsätzlich hat mir die Geschichte gefallen. Endlich einmal ein historischer Roman der nicht England als Location hat. Auch die Andeutungen an die Modernisierungen, die kommende Unabhängigkeit der Frauen, fand ich recht nett.

    Leider ist die Protagonistin Hannah kindisch, unreif und lächerlich - obwohl sie eigentlich eine starke Frau verkörpern soll. Ungefähr 30 Mal läuft sie vor irgendwas weg oder ist beleidigt. Ebenso Oliver sollte eigentlich einer Familie die zur Oberschicht von New York gehört und benimmt sich wie ein einfältiger Emporkömmling ohne Manieren. Das Ende der Geschichte war mir auch etwas zu dramatisch und kitschig. Mir hätte es besser gefallen, wenn Hannah - als Mädchen aus der Unterschicht auch ohne Familie in die Oberschicht aufgestiegen wäre.

  23. Cover des Buches Die Sünden aus der Vergangenheit (ISBN: 9783963620423)
    Dani Pettrey

    Die Sünden aus der Vergangenheit

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Buchbloggerin

    Mein erstes Buch im Juni war Die Sünden aus der Vergangenheit von Dani Pettrey, der erste Band der Reihe „Das Baltimore-Team“. In meinem Post mit den Neuerscheinungen diesen Monats habe ich bereits den vierten und finalen Teil erwähnt, daher war es höchste Zeit, dass ich mit dieser Reihe beginne. Und ich bereue es nicht!

    Mit seiner Vergangenheit hat Griffin McCray eigentlich abgeschlossen: Nach einem missglückten Einsatz kündigte er seinen Job als Scharfschütze einer Polizeieinheit und arbeitet seitdem als Park Ranger auf den historischen Schlachtfeldern von Gettysburg. Mit der Ruhe ist es allerdings vorbei, als er auf einer seiner Patrouillen eine Leiche entdeckt und die attraktive Dr. Finley Scott die Ermittlungen aufnimmt.
    Für die forensische Anthropologin steht schnell fest, dass der Tote erst kürzlich ermordet wurde, allem Anschein nach von einem professionellen Scharfschützen. Als sich ausgerechnet Declan Gray, FBI, und Parker Mitchell, Gerichtsmediziner, in die Ermittlungen einschalten, gerät Griffin vom Regen in die Traufe. Plötzlich steckt er mittendrin in dem Fall und ihm bleibt keine andere Wahl, als sich seiner Vergangenheit zu stellen …

    Ich muss sagen, den Fall in diesem Krimi fand ich wirklich spannend. Gleich zu Beginn wird eine Leiche gefunden, kurz danach wird diese jedoch im Labor geklaut. Das wirft sofort einige Fragen auf. Zwischendurch liest man einige Sätze aus der Sicht der Täter (es sind mehrere Personen beteiligt), doch man weiß bis kurz vor Schluss nicht, wer es tatsächlich ist.

    Weniger „Glück“ hatte ich mit den Charakteren. Irgendwie fiel es mir nicht leicht, mit ihnen warm zu werden. Aber ich denke, für so einen Krimi ist es nicht das Wichtigste, als Leser eine Bindung zu den Protagonisten aufzubauen, denn im Vordergrund steht (auch) der Fall und dieser war tatsächlich spannender, als ich erwartet hatte.

    Ein großes Thema waren aber auch die Vergangenheiten der Protagonisten Griffin und Finley. Beide haben bereits in ihrem Leben Schreckliches durchstehen müssen und nun konnten beide einander helfen, damit zusammenhängende Gefühle und Ängste zu überwinden. Denn auch wenn man Schlimmes erlebt, darf man sich davon nicht unterkriegen lassen, sondern man muss die richtigen Schlüsse daraus ziehen und weitermachen, wenn man nicht möchte, dass das Erlebte einen kaputt macht. Das hat Dani Pettrey, wie ich finde, sehr gut und deutlich in diesem Krimi hervorgehoben.

    Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mich gefragt, wie es gehen sollte, dass dieser Krimi noch nicht mal 300 Seiten umfasst, denn ich hätte gedacht, dass der Fall somit nicht genügend Kapazitäten hätte, sich zu entfalten und zu entwickeln. Tatsächlich ist dies hier nicht so, denn die Autorin hat es geschafft, die Spannung steigen zu lassen. Eventuell hätte sie noch näher auf den Fall eingehen können, aber eigentlich finde ich es ganz gut so, wie sie es letztendlich gemacht hat.

    Die Sünden aus der Vergangenheit ist also ein durchaus gelungener Krimi mit einem mitreißenden Fall, der den Leser Nervenkitzel verspüren lässt.
    Ich weiß nicht, ob dies auch für erfahrene Krimileser gilt, probiert es also einfach aus und lest dieses Buch… 🙂
    Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

  24. Cover des Buches Und jenseits der Berge das Leben (ISBN: 9783868275971)
    Elizabeth Musser

    Und jenseits der Berge das Leben

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenblume1988

    Die schwerkranke Bobbie reist mit ihrer Nichte Tracie nach Österreich in die „Oase“, einer christlichen Einrichtung, die Flüchtlinge unterstützt. Dort hat sie vor vielen Jahren Amir, ihre große Liebe kennengelernt, bevor Bobbie den Kontakt zu ihm abgebrochen hat. Nun möchte sie ihre alten Wunden heilen.

    Während Bobbie und Tracie auf dem Weg nach Österreich sind, flüchtet der Iraner und Muslim Hamid aus seiner Heimat. Auch sein Ziel ist Österreich, doch um dort hin zu gelangen muss er seine schwangere Frau und seine kleine Tochter zurück lassen. Ungewiss, ob er sie je wieder sehen wird, macht er sich auf den Weg Richtung Türkei.

    Neben den Erzählsträngen von Hamid, Bobbie und Tracie werden auch die Sichtweisen von Hamids Tochter Rasa, seiner Frau Alaleh sowie einigen anderen Personen erzählt. Dennoch wird es nicht unübersichtlich, sondern das Buch bekommt Tiefgang und Spannung.

    Mir gefällt vor allem das recht untypische Romanthema des Buches. Christenverfolgung ist zwar ein hochaktuelles Thema, wird jedoch selten aufgegriffen. Das Buch zeigt, wie gut wir es in Deutschland haben und wie dankbar wir sein können. Es stärkt auch das Einfühlungsvermögen den Menschen gegenüber, die auf der Flucht sind. Gut gefallen hat mir aber auch, dass das Thema nicht nur aus einer Sicht betrachtet wird, sondern Tracie anfangs viele Vorurteile gegen Flüchtlinge und gegen den christlichen Glauben hat.

    Der Glaube spielt das ganze Buch über eine wichtige Rolle. Rasa, die Tochter von Hamid, lebt als Christin im Iran. Sie dient ihren Eltern mit ihrem Glauben an Isa und ihren Gebeten als Vorbild. In der Oase ist der Glaube ebenfalls Thema. Da es dort jedoch auch viele Muslime gibt, wird mit dem Thema sehr sensibel umgegangen, denn nicht jeder Muslim sieht es gerne, wenn seine Landsleute sich für den christlichen Glauben interessieren.

    Ich bin wirklich sehr begeistert von dem Buch und würde es am liebsten gleich noch einmal lesen. Tracies Worte, wie sehr sie die Arbeit in der Oase berührt, passen perfekt, um diese Geschichte zu beschreiben. Elisabeth Mussers neuer Roman ist “intensiv, befriedigend, herzzerreißend und manchmal auch einfach beeindruckend“ (S.167).

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