Bücher mit dem Tag "galgen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "galgen" gekennzeichnet haben.

56 Bücher

  1. Cover des Buches Der Galgen von Tyburn (ISBN: 9783423216685)
    Ben Aaronovitch

    Der Galgen von Tyburn

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Nach seinem Ausflug in die ländliche Idylle, ist Peter wieder in London, um sich einer Untersuchung zu stellen, die ihm einiges abverlangen wird, da sie die Tochter der Flussgöttin betrifft. Und in einem anderen Fall geht es um Drogen, die in einer Diplomatenwohnung gefunden werden. Auf die Gefahr hin, einige einflussreiche Persönlichkeiten zu verärgern, mischt sich Peter in das Intimleben reicher Männer und die Aktivitäten der Flussgeister ein und vom Gesichtslosen gibt es ebenfalls Neuigkeiten.

    Es ist immer wieder ein Vergnügen, in das von Ben Aaronovitch geschaffene Universum einzutauchen. Ich sehe die Stadt London durch die Augen der Flussgötter, Faune, Halbelfen und anderer Kreaturen, und diese etwas abgehobene Sichtweise ist so toll erzählt, dass ich mich fast mittendrin wähne. Für mich ist „Der Galgen von Tyburn“ erneut eine gelungen Fortsetzung, die ich absolut weiterempfehlen kann.

  2. Cover des Buches Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel (ISBN: 9783442378258)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel

     (656)
    Aktuelle Rezension von: WeltbuntmalendeBuecher

    mein erster Gedanke ist: Ich stelle mir Bücher echt cool vor als Filme! 🥰 Darauf hätte ich total Bock!


    Nun aber zum Buch:

    📚DER EINSTIEG📚 ist recht lang, danach ist die Story aber wirklich spannend, auch mit etwas Humor. Es gibt wieder mehrere 📚HANDLUNGSSTRÄNGE📚: Der eine ist der Mord, dann die Vergangenheit des Dorfes und auch die Geschichte, welche sich in der Familie von Flavia abspielt. 

    📚DER STIL📚: Das Buch ist aus der Sicht von Flavia in der Vergangenheit geschrieben. Es ist spannend, teilweise etwas langgezogen und verschlachtelt. Ich musste mich wie in Band 1 zuerst daran gewöhnen.

    📚DIE CHARAKTERE📚 Flavias Familie und die Leute aus dem Dorf sind alle interessant, haben Eigenheiten und definitiv mehr Hintergrund, als man denkt. Jeder bekommt ein bisschen seine eigene Geschichte (mit der Zeit). Falvia selbst ist aufgeweckt, angenehm und pfiffig. Und sie mag Gifte (und Chemie, ich mag Chemie nicht xD weswegen ich diese Teile manchmal nicht so interessant finde, aber sehr markant für die Bücher.) 


    Alles in allem ein gutes Buch, das mir dieses Mal schon bedeutend besser gefallen hat als Teil 1!

    Und nun freue ich mich sogar schon auf mehr.

  3. Cover des Buches Der Ruf des Henkers (ISBN: 9783522202169)
    Björn Springorum

    Der Ruf des Henkers

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Kikis_Buecherkiste

    Da ich das Buch schon länger auf dem SuB habe, wollte ich nun das Hörbuch dazu hören. 

    Leider habe ich das Hörbuch nach 2,5 Stunden abgebrochen, weil es mir schlichtweg zu langweilig war. 

    In der Zeit passierte nicht wirklich was, außer dass der Henker von einem Ort zum anderen reiste, viel redete und dann noch einen Lehrling aufnahm. 

    Als die Gestaltwandler ins Gespräch kamen, dachte ich noch, jetzt wird es endlich mehr Spannung geben, aber leider kam es nicht dazu. 

    War mir daher leider viel zu langatmig und zu spannungslos. 

  4. Cover des Buches Schwarzer Mann (ISBN: 9783426516485)
    Daniel Holbe

    Schwarzer Mann

     (46)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP
    Die Kommissare Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach bekommen es mit einem seltsamen Fall zu tun. An einem alten Galgen wird eine Leiche gefunden. Sie hängt mit dem Kopf nach unten am Seil. Anfangs sieht alles nach einer Standardermittlung aus, doch je mehr von der Vergangenheit des Opfers enthüllt wird, desto komplizierter wird es – und der Täter hat sein Werk noch nicht vollendet.

    Es ist der zweite Fall des Ermittlerteams Kaufmann/Angersbach. Zum ersten Fall gibt es viele Andeutungen, daher sollten die Romane in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden. Der Fall selbst hat keine Verbindung zu dem vorherigen Roman.

    In „Schwarzer Mann“ bekommen es die Ermittler mit merkwürdigen Hinweisen auf den Täter zu tun. Motiv und Täter bleiben lange unklar, der Leser kann dadurch selbst gut „mitermitteln“. Spannend ist die Geschichte von Beginn an.

    Autor Daniel Holbe erfüllt alle Kriterien, die Krimi- und Thriller-Fans erwarten. Der Schreibstil ist gut. Die Figuren waren mir von Beginn an sympathisch. Sie sind ausgereift und harmonisieren miteinander. Ein spannender Roman, der mit wenig Gewalt und Blutvergießen auskommt. Interessante Wendungen halten den Leser am Buch.

    Weitere Rezensionen gibt es unter www.nicole-plath.de
  5. Cover des Buches Galgenmädchen (ISBN: 9783836954631)
    Jean-Claude van Rijckeghem

    Galgenmädchen

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Jule_Owl

    Eigentlich bin ich eher unfreiwillig zu diesem Buch gekommen, da ich es in der Schule lesen und vorstellen musste. Aber als ich fertig war, war ich mit meiner Entscheidung sehr zufrieden.

    Gitte lebt in den Niederlanden des 16. Jahrhunderts und entkommt nach einer missglückten Aktion nur knapp dem Galgen. Dafür soll sie nun beim Herzog von Almendraje, ihrem Vater, spionieren. Anfangs versucht sie noch, Informationen zu sammeln. Nach und nach entdeckt sie jedoch die Spanierin in ihr und beschließt, ihr Leben dort zu verbringen.

    Nach dem Lesen habe ich mich näher mit dem 80- jährigen Krieg beschäftigt, da mich das Buch neugierig gemacht hat. Die Story ist abwechslungsreich und spannend gestaltet, enthält aber auch die richtige Menge Ernsthaftigkeit, die das Thema mit sich bringt.

    In Gitte konnte ich mich sehr gut einfühlen, da sie für mich eine der "normalsten" Personen war. (Im Vergleich zu z.B. den Leuten, mit denen sie nach dem Waisenhaus umherzieht oder den eher abgehobenen Adeligen in Spanien). Mit der Zeit entwickelt sie sich vom Wildfang, der auf den Straßen überleben muss, zu einer jungen Frau, die schließlich auch heiratet. 

    Ab dieser Stelle ging es vergleichsweise sehr schnell, dafür, dass vorher sehr lange relativ unwichtige Handlungsstränge kamen. Was für mich allerdings nicht schlimm ist, da man dafür von der Umgebung und den Charakteren mehr mitbekommt.

    Sehr schockiert haben mich dann zwei Todesfälle, die doch mehr oder weniger unerwartet kamen. Da wäre einmal ihre Stiefmutter Donna Urraca, die ihr und auch mir mit der Zeit ans Herz gewachsen ist. Andererseits war es schön zu sehen, dass sie trotz allem noch zu Gitte gehalten hat.

    Der zweite war Johannes. Für kurze Zeit bekam der Leser die Phase einer Liebesgeschichte, die sich schon durch das ganze Buch zog. Und dann ist sie wieder aus, da er unerwartet erschossen wird. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass im Krieg sehr viele Leute sterben, aber ich hätte trotzdem gerne mehr von den beiden gesehen.


    Alles in allem hat mich das Buch absolut begeistert. Die unerwarteten Wendungen waren zwar schockierend, haben aber zum Weiterlesen angeregt und die Geschichte immer wieder spannend gemacht. Ich konnte es fast nicht aus der Hand legen!👍😊❤

  6. Cover des Buches Dragon Flame (ISBN: 9783492269964)
    G. A. Aiken

    Dragon Flame

     (64)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Celyn, der schwarze bekommt manchmal ungewöhnlichem Auftrag von seiner Drachenkönigin. Jetzt soll er Elina Shezakova beschützen, obwohl sie den Auftrag hatte die Drachenkönigin zu töten. Elina ist nicht gut auf ihn zu sprechen und er ist auch nicht begeistert sie mit ihm zusammen zurück in die Steppe zu gehen. 


    Zurück in der Welt der Drachen, die ich liebe diese Welt auch. Im Hauptfokus stehen Celyn und Elina doch tauchen viele alte Bekannte wieder auf und ich liebe es. Die alten Wortgefechte, die Gefühle und der Humor, den man eh schon von den anderen Bändern her kennt. Voller dunklen Humors, Action, ab und zu auch etwas Spannung. Elina kann man eigentlich man nur lieben. Sie ist einfach ein Unikat und hat kaum etwas mit normalen Frauenfiguren zu tun. Ich liebe sie einfach. Celyn mag ich allein, weil er immer wieder Fragen stellt und nicht aufhören kann zu reden. Vor allen das Ende, ist sehr spannend und ich bekomme nicht genug von den Drachen. 


  7. Cover des Buches Mord in der Mangle Street (ISBN: 9783455002119)
    M.R.C. Kasasian

    Mord in der Mangle Street

     (91)
    Aktuelle Rezension von: JosefineS

    London 1882. Englands, zu dieser Zeit berühmtester, privater Ermittler steht dieser Tage vor einem Rätsel. Der verdächtige Ehemann, einer brutal ermordeten Frau bittet ihn, seine Unschuld zu beweisen. Doch für Sidney Grice ist der Fall zu trivial und liegt außerdem noch klar auf der Hand. Doch seine, kürzlich nach dem Tod ihres Vaters aufgenommene Patentochter zwingt ihn förmlich, sich dem mysteriösen Fall anzunehmen. Statt seine Chronistin zu werden, will sie allen Ernstes auch gleich noch mit ermitteln und seine Gehilfin spielen. Eigentlich kann Sidney Grice beides nicht gebrauchen doch der zynische, geldgierige Hund kann dem lukrativen Angebot seines Mündels einfach nicht widerstehen.

    Der erste Band der Gower Street Detektive startet mit dem Zusammentreffen von Sidney Grice und March Middleton. Ein erster Fall, in Form einer verzweifelten Schwiegermutter steht auch schon bald vor der Tür. Man muss dem armen zu Unrecht verdächtigten Ehemann doch irgendwie helfen können. Leider liegen die Interessen von Mr. Grice vor allem an der Wahrheit, Geld, jeglicher (als Beleidigung empfundene) Erwähnung als Detektiv zu widersprechen und an einer guten Tasse Tee. Doch auch March ist durchaus kein gewöhnliches Frauenzimmer, bringt sie doch durch die jahrelange Arbeit mit ihrem Vater im Lazarett, an verwundeten Soldaten ein sehr gutes, medizinisches Wissen mit. So beeindruckt sie nicht nur Mr. Grice, der einen Teufel tun wird, dies zuzugeben, sondern auch den Inspektor. Mit viel Finesse schlagen sich die beiden durch die Wirrungen dieses Falls. Es war mir eine große Freude dem zynischen und altklugen gefrötzel, welches March aus Sidney kitzelte, zu lauschen und ihrem gar ungehörigen Auftreten beizuwohnen, was so manchen Zeitgenossen von den Socken riss. Im Fall hatte ich zwar eine Ahnung, doch der Autor hat mich zugegeben mit seinen Wendungen doch recht ins Wanken gebracht. Vor allem das Ende war angenehm unerwartet, da es eher untypisch von statten ging. Ich bin gespannt auf den 2. Teil und ob March und Sidney ihren, uns sehr bekannten Kollegen aus der Nachbarschaft ähneln.

    Fazit: Spannender Einstieg in eine Kriminalromanreihe, im viktorianischen London. Einige parallelen ließen sich zu Holmes& Watson erkennen und das Buch verrät euch auch wie diese zustande kamen.

  8. Cover des Buches 13 Stufen (ISBN: 9783328101536)
    Kazuaki Takano

    13 Stufen

     (39)
    Aktuelle Rezension von: trollchen

    13 Stufen

    Herausgeber ist Penguin Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (13. November 2017) und es hat 400 Seiten.

    Kurzinhalt: Ein unschuldig wegen Mordes zum Tod Verurteilter soll hingerichtet werden. Der ehemalige Gefängnisaufseher Nangō und der auf Bewährung entlassene Jun'ichi erhalten den Auftrag, den wahren Täter zu finden. Für das ungleiche Ermittlerduo beginnt damit nicht nur ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, sondern beide müssen sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

     Bestsellerautor Kazuaki Takano erzählt eine fesselnde Geschichte voller unerwarteter Wendungen und falscher Fährten bis hin zum furiosen Showdown. Am Beispiel der in Japan noch angewandten Todesstrafe stellt er die Frage nach Schuld und Reue, nach dem Recht auf Vergeltung. Dabei erzeugt seine vielschichtige Erzählweise eine außergewöhnliche Spannung, die den Leser bis zur letzten Seite nicht loslässt.

    Meine Meinung: Ich hab schon ein Buch von dem Autor gelesen und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es ist kein Buch über blutrünstige Dinge oder so, sondern hier geht es viel um Gefängnis und die Pflichten eines Japaners. Und die werden so gut und präzise beschrieben, dass  man alles gut verstehen kann. Ich fand die beiden Protagonisten sehr sympathisch und ich konnte ihr Handeln auch nachvollziehen. Ausserdem  baut der Autor so viele unerwarteten, aber doch schlüssige Entwicklungen ein, dass man als Leser immer wieder überrascht wird. Immer wieder wird der Leser mit Todesängsten, Wünschen, aber auch Selbstzweifeln konfrontiert. Ich war immer in Gedanken nach dem Lesen und habe überlegt, wie ich mich entscheiden würde.

    Mein Fazit: Nicht ganz so spannend wie der Vorgänger, aber auch sehr packend. Ich vergebe 4 gute Sterne und kann es jedem Fan empfehlen.

  9. Cover des Buches Der Glöckner von Notre Dame (ISBN: 9783734729041)
    Victor Hugo

    Der Glöckner von Notre Dame

     (299)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Was soll ich sagen... ich dachte das wird ein toller Klassiker aber ich glaube ich bin noch nicht alt genug für diese Lektüre. Es ist wirklich echt anspruchsvoll geschrieben und ich habs zwar schon entschlüsselt und einigermassen verstanden aber es war wirklich ein Krampf es zu lesen und ich bin in eine riesige Leseflaute gefallen:( Ich hab mich bisschen überschätzt aber das ist okey und ich hab gemerkt es macht mir echt keinen Spass mehr dieses Buch zu lesen...wie gern ich es auch zu Ende gelesen hätte. Vielleicht in einer anderen Welt in einer anderen Zeit gebe ich dir noch eine 2. Chance

  10. Cover des Buches Elbschuld (ISBN: 9783741255526)
    Nicole Wollschlaeger

    Elbschuld

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Lesewuermchen

    Elbschuld ist der Beginn einer Reihe der Autorin Nicole Wollschlaeger. 

    Sie hat mit dem Ermittlerteam, bestehend aus Philipp Goldberg, Hauke Thomsen und Peter Brandt, ein paar sympathische Charaktere erschaffen, die Ecken und Kanten, aber das Herz auf dem rechten Fleck haben. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Trotzdem ist es ein spannender erster Fall für das neue Team. Die Ermittlungen sowie auch die Auflösung des Falles fand ich schlüssig. 

    Der Schreibstil hat mich ebenfalls begeistert.

  11. Cover des Buches Wer Furcht sät (ISBN: 9783404176656)
    Tony Parsons

    Wer Furcht sät

     (157)
    Aktuelle Rezension von: Botte05

    „In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen - auf Pädophile, Mörder, Hassprediger - und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterbahnhöfen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist ...“ – Zitat Buchbeschreibung

     

    Der Albtraum eines jeden Ermittlers: online wird ein Video über die Hinrichtung eines Menschen verbreitet. Das Opfer: ein Täter. 

    Ungeachtet einer gewissen Zustimmung in den Medien und der Bevölkerung, ist Lynchjustiz schlichtweg Mord und die Ermittler setzen alles daran, dieser „Gerichtsbarkeit“ ein Ende zu setzen. Die Ermittlungen tauchen tief ein in die Geschichte Londons, ihre Hinrichtungsstätten und ihren wortwörtlichen Untergrund. 

     

    Die Handlung nimmt zielgerichtet ihren Verlauf. Es gibt ein, zwei Nebenschauplätze, deren Geschichte die Spannung herausnimmt. Die Hintergründe zur Historie Londons erscheinen mir solide recherchiert und der Plot bietet eine souveräne Grundlage für diesen guten Kriminalroman. Ich mag rechtschaffende Ermittlungsarbeit und wurde hier nicht enttäuscht. Es gibt keine Brutalität der Effekthascherei willen, die Schilderungen sind m. E. angemessen und passen in den Kontext. 

     

     

    Tony Parsons, Wer Furcht sät, Kriminalroman, flexibler Einband, Lübbe Verlag, 10,00 €, 321 Seiten, Erscheinungstermin 11.11.2016

  12. Cover des Buches Himmel und Hölle (ISBN: 9783596809875)
    Malorie Blackman

    Himmel und Hölle

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hier geht's zur vollständigen Rezension auf meinem Blog.


    Rezension

    Dieses Buch hat sehr viele mühsam verdrängte Erinnerung wachgerufen an "Numbers 1: Den Tod im Blick" von Rachel Ward, meinem Jahresflop von 2016. Die Bücher sind sich nicht nur von den behandelten Themen und dem Handlungsverlauf sehr ähnlich, sondern für mich auch beide, anders kann ich es leider nicht sagen, am Rand des Erträglichen. Anmerkung an dieser Stelle: "Himmel und Hölle" ist acht Jahre vor "Numbers" erschienen. Mit den Ähnlichkeiten meine ich nicht, dass Rachel Ward kopiert hat, sondern schlicht, dass ich die Art des Buches sofort wiedererkannt habe und leider schon nach 50 Seiten geahnt habe, worauf ich mich da, schon wieder, einlasse. Dementsprechend wird dies eine lange Rezension werden, denn ich habe viel zu sagen.


    Das Positive zuerst: Erstens, durch die unfassbare Anzahl von 117 Kapiteln und unzählige Zwischenüberschriften ist bestimmt ein Drittel der Seiten kaum bis gar nicht bedruckt, sodass sich das Buch schneller lesen ließ als bei 501 Seiten erwartbar war. Zweitens, obwohl es sich für mich eindeutig wie eine Schullektüre liest, hat die Autorin darauf verzichtet, die Charaktere mit vulgären Ausdrücken und vermeintlicher Jugendsprache um sich werfen zu lassen. Drittens, die grundlegende Idee, die amerikanische Rassenproblematik umzukehren und aus der schwarzen Bevölkerung die dominierende Gruppe zu machen, die die Weißen unterdrückt, ist mit Sicherheit ein sehr wichtiges Thema. Mehr positive Aspekte konnte ich dem Buch leider nicht abgewinnen.


    Zunächst noch einmal zur Schullektüre: Es gibt für mich zwei Aspekte, die das Gefühl hervorgerufen haben, dass dieses Buch als Schullektüre geschrieben wurde. Zum einen ist es die Aneinanderreihung unzähliger schwieriger und sensibler Themen in diesem Buch. Erste Liebe, erster Kuss, erster Sex, Teenieschwangerschaft, Abtreibung. Alkoholismus, Depression, Suizid. Mobbing, Rassismus, Gewalt, Terrorismus, Mord, Tod. And the list goes on and on and on and on. Leider meine ich das genau so, wie ich es formuliert habe. Diese Themen werden willkürlich, ohne Verknüpfung und oftmals auch ohne Verarbeitung aneinander gereiht. Wenn ein Thema, über das mit Jugendlichen gesprochen werden sollte, abgehakt ist, springt die Geschichte Wochen oder Monate weiter, um sich dem nächsten Punkt zu widmen. Das hat mir gar nicht gefallen. Wäre dieses Übermaß an angesprochenen Themen logisch schlüssig in die Handlung integriert gewesen, hätte es mich nicht gestört. Bei mir entstand aber der Eindruck, dass die Autorin einfach alle Themen, die ihrer Meinung nach in Schullektüren mit Unterrichtsmodellen bearbeitet werden sollten, nacheinander abgearbeitet hat. Dadurch kam die Geschichte nie in den Fluss und war zudem extrem vorhersehbar, weil ich genau wusste, welche Themen mich noch erwarten werden.

    Zum anderen ist das Buch gerade am Anfang eine richtige Moralkeule. Da die ganzen Themen nicht in die Handlung integriert sind, steht hier auch nicht die Geschichte im Vordergrund, sondern die Botschaft des Buches. Noch etwas, das ich gar nicht mag. Ich nehme gerne subtile Gesellschaftskritik auf, wenn eine Geschichte diese bietet. Aber wenn ein Buch ständig mit erhobenem Zeigefinger dasteht und mir "Die Moral von der Geschicht'" so fest ins Gesicht klatscht, dass darüber die Handlung völlig verloren geht, wird es eine anstrengende, langweilige Lektüre. Wenn ich ein Buch lese, möchte ich unterhalten werden, keine Moralpredigt hören.


    Auch sonst konnte ich dem Buch leider gar nichts abgewinnen. Beispielsweise gibt es keinerlei Worldbuilding. Ich weiß, dass die amerikanische Rassenproblematik umgekehrt ist, sprich dass die Schwarzen die dominanten Herrscher sind, während die Weißen unterdrückt und ausgebeutet werden, worüber sie natürlich nicht begeistert sind. Das war's. Es hätte sehr viel Potenzial gegeben, die Hintergründe zu erläutern und beide Seiten zu beleuchten, denn der Vater von der schwarzen Protagonistin Sephy ist Politiker, während die Familie des weißen Protagonisten Callum Verbindungen zu einer Rebellengruppe hat. Die Autorin nutzt nichts von diesem Potenzial. Außer dass Schwarze und Weiße Menschen der jeweils anderen Hautfarbe hassen, gibt es keinerlei weitere Informationen. Das war wirklich sehr dürftig. Deshalb fehlt der Welt jegliche Tiefe.


    Wie sehr mir die Tiefe in der Welt und der Geschichte fehlen, habe ich gemerkt, als meine Fantasie angefangen hat, sich selbstständig zu machen. Ich habe so verzweifelt gehofft, dass irgendetwas hinter bestimmten Ereignissen steckt, dass ich angefangen habe, mir selbst Hintergründe auszudenken. Ich habe so unfassbar viele Ideen, wie dieses Buch tiefer, spannender, überraschender hätte gestaltet werden können mit subtilen Entwicklungen und informativen Erklärungen. Mein Verstand lechzte nach irgendeiner Art von Hintergrundinformation, aber dieses Buch bietet einfach gar nichts, nicht mal Andeutungen, auf denen ich hätte aufbauen können. Es ist so platt, dass ich es niemals bis zur letzten Seite geschafft hätte, wenn ich die Geschichte nicht mit meiner eigenen Fantasie angereichert hätte.

    Dann sind da noch die Charaktere, die mir im besten Fall gleichgültig waren, im schlimmsten Fall extrem auf die Nerven gingen. Haupt- und Nebencharaktere fand ich einfach unfassbar unsympathisch. Deshalb hat es mich völlig kalt gelassen, dass einige von ihnen sterben. Teilweise war ich sogar froh, dass sie dadurch nicht länger meine Nerven strapazieren konnten, obwohl ich glaube, dass sie eigentlich als Sympathieträger konzipiert wurden. Viele Handlungen der Figuren konnte ich auch überhaupt nicht nachvollziehen. Nicht nur persönlich, sondern auch inhaltlich im Kontext der Geschichte nicht. Die Liebesgeschichte las sich für mich völlig emotionslos und teilweise sogar befremdlich. Denn ich fand insbesondere Sephy so anstrengend, dass ich immer wieder vergessen habe, dass sie eine Jugendliche und kein kleines Kind mehr ist. Außerdem hat sich die Autorin jegliche Charakterentwicklung gespart, indem sie nach jedem einschneidenden Ereignis einfach mehrere Monate überspringt. Die Figur ist dann plötzlich völlig verändert, aber diese Veränderung hat sich in den nicht geschilderten Monaten vollzogen. In Summe vergehen so im Laufe des Buches fünf bis sechs Jahre. Das hat kein bisschen dabei geholfen, den Charakteren in irgendeiner Weise näher zu kommen. Sie sind von Anfang bis Ende distanziert geblieben.


    Des Weiteren werden die vielen Themen, die dieses Buch anspricht, leider nicht nur unverknüpft abgearbeitet, sondern es wird auch jeder einzelne Aspekt lieblos behandelt. Es gibt keinerlei Hinleitungen und keinerlei Verarbeitung von irgendetwas. Alles passiert einfach und fertig. Die Radikalisierung von Familienmitgliedern beispielsweise, wonach sie sich einer Terroristenvereinigung anschließen, geschieht "mir nichts, dir nichts" (S. 359). Kein Witz, das steht wortwörtlich in genau diesem Zusammenhang im Text. An einer anderen Stelle lehnt Sephys Mutter den Internatsbesuch ihrer Tochter strikt ab, nur um ein paar Seiten später plötzlich und ohne Begründung ihre Meinung komplett zu ändern. An einer Stelle, an der durch diese Meinungsänderung jede Menge künstliches Drama entsteht. Einen anderen Grund als dass diese Änderung der Meinung ein Plotdevice ist, konnte ich dem Buch nicht entnehmen. Es war einfach unfassbar praktisch, dass die Mutter es sich in diesem Moment anders überlegt hat. Und das sind nur zwei Beispiele von vielen. Es geschieht immer etwas, das für die Geschichte gerade praktisch ist. Dadurch ist die Erzählung extrem sprunghaft und teilweise zusammenhanglos. Stimmung, Emotionen, Meinungen, Einstellungen - alles ändert sich von Sekunde zu Sekunde. Das war so erschöpfend, dass ich mir gar keine Mühe mehr gegeben habe, dem irgendwie zu folgen.


    In Summe konnte ich mit diesem Buch einfach nichts anfangen. Mehr noch, es hat meine Frustrationstoleranz auf eine harte Probe gestellt. Die Fortsetzungen werde ich definitiv nicht lesen. Stattdessen werde ich versuchen, die Erinnerungen an dieses Buch zusammen mit denen an "Numbers" möglichst schnell zu vergessen.  


    Fazit

    Ich verstehe, welche Idee die Autorin damit verfolgt hat, die amerikanische Rassenproblematik umzukehren. Leider passte an diesem Buch aber einfach nichts. Es gibt keinerlei Worldbuilding und keinerlei Hintergrundinformation oder tiefere Erklärungen. Stattdessen werden unzählige wichtige Themen, die mit erhobenem Zeigefinger vorgetragen werden, teils völlig zusammenhanglos nacheinander abgearbeitet. Es geschieht immer, was gerade praktisch ist und die Handlung am Laufen hält. Zeitsprünge entbinden die Autorin von Verarbeitung der Ereignisse und von Charakterentwicklung. Die Charaktere fand ich allesamt so unsympathisch, dass sie meine Nerven arg strapaziert haben. An „Himmel und Hölle“, das wahrscheinlich mein Jahresflop sein wird, kann ich beim besten Willen nicht mehr als eine Schreibfeder vergeben.

  13. Cover des Buches Totenmädchen (ISBN: 9783570400722)
    Mary Hooper

    Totenmädchen

     (139)
    Aktuelle Rezension von: -Bitterblue-
    Wieder einmal konnte mich Mary Hooper mit in die Vergangenheit nehmen. Sie schafft eine authentische, aber leicht verständliche historische Welt.  Dieses Mal erzählt sie die Geschichte der 16-jährigen Anne Green. Sie wurde wegen Kindstötung zum Tode verurteilt, doch bei der Sezierung stellt sich heraus, sie hat überlebt.

    Anne ist eine interessante Protagonistin, etwas naiv, aber doch steht sie für ihre Überzeugungen ein.  Es war sehr schön ihre Geschichte zu verfolgen, zumal die Story auf wahren Begebenheiten basiert.

    Mary Hooper hat mir mit diesem Buch wieder schöne Lesestunden beschwert, allerdings konnten mich ihre anderen Bücher meist mehr fesseln.

  14. Cover des Buches Kein Toter für den Kirchhof (ISBN: 9783765520549)
    Mel Starr

    Kein Toter für den Kirchhof

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Postbote
    Das ist der vierte Teil der Hugh de Singleton Serie, von dem Autor Mel Starr.
    Mittlerweile habe ich Hugh und Co in mein Herz geschlossen. Ich hoffe ich darf mich auf weitere Fälle freuen, die um 1366 rum spielen.

    Hugh wird von Hubert Shillside unwirsch aus seinem gemütlichen dasein zu Hause rausgerissen. Hubert hatte zu berichten das man Thomas at Bridge, tot, an einem Ast einer Eiche hängend gefunden hätte. Der Ort des Geschehens wird aufgesucht und es könnte, einem fast klar sein, das es Selbstmord war. Ein umgekippter Stuhl lag neben dem Baum. Thomas war ein übler Zeitgenosse, sein Ruf bis in die kleinsten Winkel in Bampton und Umgebung war einfach schlecht, wenige bedauerten seinen Tot. Doch Hugh untersucht gleich den Totesort, und darauf hin hegt er gleich, wegen diversen Spuren Zweifel am Selbstmord. Vielen ist das nicht recht, sind froh das sie diese Plage loshaben. Doch Hugh ist Burgvogt von Lord Gilbert, und möchte auch durch seinen christlichen Glauben an der Gerechtigkeit halten.
    Nun, mittlerweile ist Hugh mit Kate verheiratet, gar bekommt sie bald ein Kind. Auch ist Kate zu einer guten Partnerin und Beraterin in der Sache bei Ermittlungen geworden.
    Ist der Tote tatsächlich kein Toter für den Kirchhof? Selbstmörder werden dort nicht begraben.

    Dieser Krimi hat mich wieder angenehm, im angepassten Tempo, des Zeitalters wo dieser spielt, um 1366 rum unterhalten. Aus der angenehmen Unterhaltung wurde mir, während des Lesens, ein immer umtriebiger und spannender Krimi geboten. Ich habe mir Sorgen um Kate und Hugh gemacht, die viel zu befürchten hatten.
    War es nicht recht das Hugh die Wahrheit rausfinden wollte? Mit seinem Pferd Bruce, kommt Hugh rund um Bampton und Oxford rum, immer wieder auf der Suche nach neuen Spuren. Hier ein Ergebniss und da einen Hinweis, als Leser mag man  selbst miträtseln, und sich so die erhoffte Lösung wünschen. Doch dann ist wieder alles anderst.
     Mel Starr hat es geschafft, ein exelentes Puzzlespiel zu schreiben, das man Lust auf den nächsten Fall bekommt.
    Der Schreibstil ist flüssig.Auch sind Teilerlebnisse und Protagonisten aus den anderen 3 Teilen mit intergriert. Man muss  die Krimis, nicht nacheinander lesen, da jeder Krimi in sich abgeschlossen ist.
    5 Punkte   
  15. Cover des Buches Der Schwur des MacKenzie-Clans (ISBN: 9783551367549)
    Morgan Grey

    Der Schwur des MacKenzie-Clans

     (58)
    Aktuelle Rezension von: romanheldinnenblog

    Klappentext

    Schottland, 13. Jahrhundert: Sessany, Tochter des Chiefs der MacKenzies, ist auf der Flucht vor einer arrangierten Ehe. An ihrer Seite ist ein Wilderer, den sie vor dem Galgen bewahrt hat. Erst als sie von den Häschern ihres Vaters aufgegriffen werden, erfährt sie, dass dieser Mann kein einfacher Wilderer ist, sondern Alasdair, der jüngste Spross des verfeindeten MacDonald-Clans. Gemeinsam kommen sie einer dunklen Intrige um Macht und Einfluss auf die Spur, die nicht nur die Existenz von Alasdairs Clan bedroht. Die beiden fassen einen gewagten Plan…

    Erster Eindruck

    Leise Schritte schreckten Alasdair MacDonald aus dem Schlaf.

    Inhalt

    Im 13. Jahrhundert leben die schottischen Clans zerrissen und uneins in den Highlands, das einzige was alle Clans nicht wollen ist die Herrschaft der Engländer, doch ihre ewigen Revierstreitigkeiten stehen Ihnen völlig im Weg. In diese ungewisse Zeit wächst Sessany, Tochter des Oberhauptes des MacKenzie-Clans unbeschwert in der Abwesenheit ihres Vaters auf. Als ihr Vater zurückkehrt und ihr eröffnet, dass sie demnächst heiraten wird, versucht sie sich mit Händen und Füssen gegen die Hochzeit die nur aus politischem Kalkül vollzogen werden soll, zu wehren. Dann gibt es da noch Alasdair, der seine gesamte Familie bei einem hinterlistigen Angriff auf einen Schlag verliert. Unsicher sieht er sich außerstande seinem Vater, Oberhaupt des MacDonald-Clans das Wasser zu erreichen und vermutet alle zu enttäuschen die auf ihn zählen. Durch einen Zufall treffen beide aufeinander, wider Willen ergänzen sie sich vollständig und bald scheinen sie zu wissen, was ihre Bestimmung ist.

    Zitat

    > Ihr gehört nicht hier her. << (Torkal zu Sessany)

    Meinung

    Der Schwur des MacKenzie-Clans ist ein wundervoll-turbulenter Roman, der eigentlich alles hat was man braucht – Drama, Schmerz, Abenteuer, Hoffnung, Liebe und einen guten Bösewicht. Es gab eigentlich keine Stelle, die mich gelangweilt hat, ganz im Gegenteil, egal an welcher Stelle ich anfange zu lesen, dieser Roman packt mich einfach und ich kann kaum aufhören.

    Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet, ich mag Sessanys wilde Entschlossenheit, Alasdairs Entwicklung vom unsicheren jungen Mann zu einem willensstarken Clansführer, war wirklich schön mit anzusehen.

    Der Schreibstil ist typisch für diese Art von Roman, nicht zu jugendlich einfach, eher hier und da etwas ausgeschmückter. Beim Cover bin ich etwas gespalten, die Farben und die Burg finde ich sehr passend, die junge Frau auf dem Cover finde ich einfach zu modern gekleidet!

    Fazit: Für Fans der Highlands nur zu empfehlen!

  16. Cover des Buches Das Gebeinhaus (ISBN: 9783426501078)
    P. J. Parrish

    Das Gebeinhaus

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: Ich finde das Cover sehr gelungen! Es passt (außer dem Titel) zum Inhalt des Buches, die kahlen Schädel auf dem weißen Hintergrund sind toll in Szene gesetzt. Auch die Idee mit der ungewöhnlichen Schriftanordnung gefällt mir sehr gut!


    Klappentext: Die junge Polizistin Joe Frye muss in ihrem neuen Job gleich hart ran. In der Kleinstadt Echo Bay im Norden Michigans verschwindet ein Mädchen nach dem anderen. Als im Wald menschliche Knochen zusammen mit geheimnisvollen Zeichnungen gefunden werden, scheint sicher, dass ein von indianischen Mythen besessener Serienmörder sein Unwesen treibt. In der kleinen Gemeinde macht sich Hysterie breit, und nicht nur Joe fühlt sich völlig überfordert …


    Meinung: Ich habe das Buch geschenkt bekommen und lange überlegt, ob ich es lesen soll, da mir die Inhaltsangabe aufgrund der indianischen Mythen nicht zugesagt hat. Trotzdem habe ich dem Thriller eine Chance gegeben und wurde positiv überrascht.

    Der Schreibstil des Autorenduos war für mich gewöhnungsbedürftig, wobei das auch der Übersetzung geschuldet sein kann. Da die Sätze jedoch sehr kurz gehalten waren, kam ich schnell in der Geschichte voran.

    Joette, beziehungsweise „Joe“ Frye ist Polizistin in Michigan in den siebziger Jahren. Sie muss sich mehrmals in dem männerdominierten Beruf durchsetzen, um ernst genommen zu werden. Das Team, welches den Fall aufklären soll, besteht anfangs aus Joe, Mike, Holt und Mack. Letzterer hat das Sagen in der Gruppe und will Joe nicht aktiv daran teilhaben lassen. Die Polizei von Echo Bay ist jedoch überfordert und bekommt Hilfe von der Staatspolizei - die Hauptprotagonistin findet dabei schnell einen Verbündeten. Gemeinsam mit Detective Norm Rafsky macht sie Jagd auf einen Serienkiller, der junge Frauen zerstückelt und deren Knochen im Wald und in den Dünen zurücklässt. Immer öfter ermitteln die beiden auf eigene Faust und erzielen laufend neue Ergebnisse, doch sie bringen damit auch sich selbst und das Team in Gefahr.


    Ich konnte während der ganzen Geschichte keine Beziehung zu Joe oder einem anderen Charakter aufbauen, was ich sehr schade finde. Immerhin hat das Buch mehr als 500 Seiten, über so einen langen Zeitraum ist es teilweise mühsam, wenn man nichts mit den Darstellern anfangen kann.

    Trotzdem gelang es dem Autorenduo, Spannung aufzubauen. Mir hat es sehr gut gefallen, wie die altmodische Polizeiarbeit in den Siebzigern erklärt wurde. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es tatsächlich so abgelaufen ist. Das verpasste der Geschichte einen tollen Retro-Flair.

    Die indianischen Mythen wurden nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt, was mich auch positiv stimmte.

    Was mir nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass der Täter schon bei der Hälfte des Buches entlarvt wurde, der Rest war also leider nicht mehr wirklich spannend. Es gab zwar gefährliche Missionen, in die sich die Polizisten immer wieder gebracht haben, aber auf überraschende Wendungen wartete ich vergebens.


    „Das Gebeinhaus“ vom Autorenduo P. J. Parrish hat mich gut unterhalten, jedoch werde ich mir kein weiteres Buch der beiden holen.

    Die Retro-Stimmung hat mir besonders gut gefallen, ebenso wie die Art der Ermittlungsarbeit. Die Grundidee war auch interessant, man hätte aber meiner Meinung nach mehr daraus machen können.

    Im Original heißt das Buch übrigens „A Thousand Bones“, was viel besser passt als der deutsche Titel, denn ein „Gebeinhaus“ kommt in der Geschichte nicht vor.

    Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

  17. Cover des Buches Joslyn Myers (ISBN: B01GCZYRNC)
    David Pawn

    Joslyn Myers

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Martina28
    Inhalt:Frühzeitig Waise geworden muss Joslyn Myers sich prostituieren und wird zum Opfer eines üblen Sadisten. Erst als sie den Revolvermann Robert McFarlayne kennenlernt, ändern sich ihre Lebensumstände. Er lehrt sie nicht nur, sich zu verteidigen, sondern auch stolz und mit Selbstbewusstsein durch das Leben zu gehen. Als sie dem Brüderterzett wieder begegnet, dem sie all das Leid und die Demütigungen ihres bisherigen Lebens anlastet, kennt sie nur noch ein Ziel: Rache! Eine wilde Jagd voller Dreck, Blut und Leichen.

    Cover:Das Mädchen hat einen Blick der individuell gedeutet werden kann. Zum einen kann es ein Blick der Traurigkeit sein, ein Blick der Verzweiflung oder auch ein Blick der Abhärtung. Jeder der das Cover sieht, zieht seine eigenen Schlüsse daraus.Die einschusslöcher können bei den Lesern viele Ideen hinterlassen.
    Schreibstil:Es ist ein flüssiger Schreibstil vorhanden. Das "Verruchte" zieht sich von Anfang bis zum Schluss durch. Es ist nicht immer alles schön, jedoch gut und detailiert beschrieben.
    Charaktere:Joslyn: Ist anfags ein schüchternes kleines Mädchen. Musste in jungen Jahren bereits viele Schicksalschläge einstecken. Sie wuchs zu einer skrupelosen Dame heran, welche genau weiss was sie möchte.
    McFarlayne: Ist ein charmanter und höflicher Revolverheld.
    Dickson-Brüder: Das sind räuberische Halunken, welche sich nie ändern werden.
    Mrs. Ewings: Ist eine vornehme Dame, welche das bekommt was sie will.
    Fazit:Das Buch hat mich von der ersten Sete an gefesselt. Konnt es kaum erwarten, was mich im nächsten Kapitel erwartet. Die Details von einzelnen Szenen hätten meiner Meinung nach, noch etwas genauer beschrieben werden können.Ich kann das Buch weiterempfehlen.
  18. Cover des Buches Der Galgenvogel (ISBN: 9783426515075)
    Antonia Hodgson

    Der Galgenvogel

     (25)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Der Einstieg fiel mir hier etwas schwerer, der mitreißende Lesestrom hat mich aber schnell wieder gepackt.

  19. Cover des Buches Requiem (ISBN: 9783423249416)
    Eoin McNamee

    Requiem

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Fall des 1961 als letztem in Nordirland gehängten Mann Robert McGladdery ist durch den Autor Eoin McNamee sehr interessant aufbereitet worden.

    Damals schon war der Fall quasi ein Skandal, denn McGladdery hatte während der gesamten Ermittlungen sowie während des quälenden Prozesses immer seine Unschuld beteuert. Er habe das 19-jährige Mädchen nicht ermordet.

    Doch einen Tag vor seiner Hinrichtung widerruft er seine Unschuldbekundungen plötzlich...

    Dass der Autor Jura studiert hat, merkt man dem Schreibstil deutlich an, was mir aber sehr gut gefallen hat, denn der Mann weiß, wovon er schreibt und wie er das so aufbereitet, dass auch Jura-Unkundigere alles nachvollziehen können.

    Interessant fand ich, dass der Richter, der eindeutig nicht den Vorsitz hätte führen dürfen, den Prozess überhaupt eröffnen durfte, wenn man so will. Denn durch die Ermordung seiner Tochter war er eindeutig negativ beeinflusst. Heute würde so jemand gar nicht mehr den Vorsitz erhalten, auch nicht in den USA, die ja etwas strengere Maßstäbe an den Tag legen als hier in Deutschland zum Beispiel.

    Auch der Ermittler und seine Arbeit werden dem Leser eindrucksvoll näher gebracht. Der Autor lässt den Leser am Leben fast aller Protagonisten teilhaben und „inszeniert“ die Handlung detailliert aber nicht zu ausschweifend, genauso wie ich es auch gern lese.

    Somit ist „Requiem“ viel mehr als die bloße Aufbereitung eines scheinbar uralten Falles, viel mehr als die bloße Aneinanderreihung von Gerichtsaktenauszügen.
    Eoin McNamee schreibt tiefgründig, authentisch und spannend.

    Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und bei mir bekommt es das Prädikat „besonders wertvoll“ !

  20. Cover des Buches Hexenjagd (ISBN: 9783596271085)
    Arthur Miller

    Hexenjagd

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Von einer Freundin ausgeliehen bekommen: Hexenjagd von Arthur Miller. Im Jahr 1952 zum ersten Mal veröffentlicht, spielt es in der Zeit von 1692.
    Natürlich wurde es unendlich oft beschrieben, aufgeführt, diskutiert, rezensiert. Nichtsdestotrotz ist es mir erst jetzt in die Hände gefallen und schockiert mich unendlich. Natürlich ist mir bekannt, warum in früheren Zeiten Jagd auf angebliche Hexen gemacht wurde. Die Brutalität in „Hexenjagd“ muss aber auch schon bei der damaligen Erstveröffentlichung und Aufführung zu heftigen Gefühlsregungen beim lesenden oder schauenden Publikum geführt haben. Bei mir zumindest hat es einiges ausgelöst.
    Vor lauter Neid, Eifersucht, Habgier und den anderen üblichen schlechten Eigenschaften der Menschheit, kommt es zu unendlich grausamen Taten der Gerichtsbarkeit. Denunziantentum muss man sich gut überlegen. Gerade das können, wie Miller eindrucksvoll beweist, von Raffgier und Hass belastete Menschen überhaupt nicht mehr überblicken. Junge Mädchen tanzen verbotener Weise mitten in der Nacht im Wald und führen angeblich Unrechtes aus. Sie werden erwischt. Der Schock lässt sie zu zum Teil unüberlegtem Handeln und Reden verführen.
    Welch Schaden sie anrichten können, wenn sie zur rechten Zeit am rechten Ort gegenüber zu zum Handeln berechtigte Personen den Mund aufmachen, das erzählt die „Hexenjagd“. Und es ist zeitlos. Es kann überall passieren. Wie aber Erwachsene so auf Teenager hereinfallen können, und das ist ja nichts ungewöhnliches, ist schockierend. Darüber hinaus spielt der Glaube, wie so oft, eine entscheidende Rolle. Wer nicht den rechten Glauben hat, das auch nicht beweisen kann, ist schuldig. Wer nicht gesteht, dem kann man nicht vergeben, wird gehängt, verbrannt, was auch immer.
    Dieses Motto kommt auch in bekannten Serien vor. Wir sitzen vor dem Fernseher, glauben, das kann nur in vergangenen Zeiten oder in der Phantasie von Regisseuren passieren. Aber nein. Auch heute passiert das. Nicht nur fern auf irgendwelchen Inseln, nein, die Hexenjagd heute heißt wie auch damals schon: wer nicht den rechten Glauben hat, oder Hautfarbe, oder Beruf oder oder oder, der wird verfolgt. Gnadenlos. Verliert das Recht auf Leben, wie gerade erst passiert. Da braucht es noch nicht einmal junge Mädchen, wie in Hexenjagd, die sich einbilden, vom Teufel besessen zu sein, um andere Menschen anzuschwärzen. Im Theaterstück waren zeitweise Hunderte inhaftiert, das Todesurteil für viele bereits unterschrieben.
    Was mich besonders aufgeregt hat, ist, dass es für die ersten Gehängten bereits zu spät war, die Todesurteile rückgängig zu machen. Und dass es sich um Personen handelte „um die es ja nicht so schlimm war“, weil sie nicht das Ansehen in der Gemeinde hatten. Das ist natürlich bei anderen viel schlimmer, die kann man doch nicht sterben lassen. Dass es viele, viele Jahre gebraucht hat, um die Exkommunikationen rückgängig zu machen. Dass ausgerechnet die Denunzianten vom Tod der angeblichen Hexen profitiert haben, die Opfer und deren Nachkommen um ihre Rechte kämpfen mussten, wie Miller beschreibt. Kommt einem das nicht bekannt vor? Dieses Drama in 4 Akten ist für mich eines der wichtigsten Theaterstücke, die nie alt oder gar unmodern werden.
    Im Internet findet sich ausreichend Material über Miller und seine Werke.

  21. Cover des Buches In den Armen des Windes (ISBN: 9783404172481)
    Caroline Roth

    In den Armen des Windes

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Zeckentodesengel
    Die anschaulichen Beschreibungen von Gefühlen und gegebenheiten, wie zum Beispiel die Umgebung oder die verschiedenen Stiuationen werden duch schöne metaffern geformt und begleitet.
    So geben Liebevoll gestaltete Setze einen ersten Einblick in das Buch.
    Vom ersten Moment an wird der Charakter von Fleur deutlich, die sich sampft mit ihren Rosen beschäftigt, obwohl sie doch weis das sie diese niemals wiederesehen wird.
    Sie wird als liebevolle und doch starke Frau dagestellt die zwar sehr traurig ist,  aber doch nicht den Mut verliert.
    Diese charkterstärke zieht sich durch das gesamte Buch.
    Ich konnte mir genau vorstellen wie sich die Frau in den verschieden, teils sehr schwieriegen Situationen gefühlt haben muss und ich kann auch verstehen wie sie es schaffen konnte diese Zeiten zu überstehen und gestärkt aus ihnen hervor zu tretten.
    Ihr Charakter, ihr ganzes Wessen hat es mir als leser nicht erlaubt Fleur auch nur eine Sekunde als schwache Frau zu sehen, auch wenn es einige stellen in dem Buch gibt an denen diese schwäche angedeutet wird. 

    Besonders gut hat es mir gefallen das die Personen und ihre Geschichten im Vordergrund standen. Die Gefühle die sich unter den einzelen Charaktern aufbauten, haben sich realistisch entwickelt und wurden nicht durch unnütze Sexsenen als gegeben erachtet, so wie es leider viel zu offt in anderen Büchern der Fall ist.

    Der Schreibstiell ist sehr flüssig, leicht zu lesen und liess mich nicht mehr los.
    Einfach ein sehr lesenswertes Buch.

  22. Cover des Buches Tod in der Villa Saturn (ISBN: 9783455008692)
    M.R.C. Kasasian

    Tod in der Villa Saturn

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Sandthor

    Die ersten beiden Bände fand ich toll. Der Dritte ist leider, durch neu eingefügte Stil und Schreibelemente, schwer zu lesen. Die Story ist einfallsreich aber die Spannung wird durch Langatmigkeikeit und zum Teil auch "überflüssigen" Informationen schwer gedämpft. Ich hab mich ab Mitte des Buchs dabei erwischt,  wie ich quer gelesen habe. 

    Ich hoffe, dass die Folgebänder wieder im alten Stil gehalten sind. 


  23. Cover des Buches Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel (ISBN: 9783570403440)
    Jonathan Stroud

    Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel

     (521)
    Aktuelle Rezension von: Avada_Kaddavra

    Wieder ein gruseliges Abenteuer mit Lockwood und Co. Allerdings hat mich der erste Band mehr gepackt als dieser. Es gab ein paar Längen, etwas Im-Kreis-Gedrehe und die Spannung kam erst zum Schluss richtig auf.

    Trotzdem versprechen sowohl der Cliffhanger als auch einige ungelöste Rätsel wieder eine interessante Fortsetzung😁

  24. Cover des Buches Die Tribute von Panem 2. Gefährliche Liebe (ISBN: 9783751203043)
    Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem 2. Gefährliche Liebe

     (8.835)
    Aktuelle Rezension von: Crissy_Loves2read

    Teil 2 reißt einen ordentlich mit, wahrscheinlich weil man auch schon die Welt kennt und direkt ins Geschehen einsteigen kann. Die Welt ist grausam und es wird noch schlimmer! Atemberaubend krass. Daher ist diese Dystopie so spannend. Dass die Liebesbeziehung nicht im Vordergrund steht, finde ich gut und authentisch. Da hat die Autorin genau das richtige Maß getroffen.

    Der Schreibstil ist einfach, fast zu einfach und das nimmt etwas an Flair weg, ansonsten ist auch dieser Band ein empfehlenswertes Leseerlebnis.

    Inhalt: Nachdem sie die brutalen Hungerspiele gewonnen hat, kehrt Katniss in ihr Distrikt zurück und hofft auf eine friedliche Zukunft. Doch Gerüchte, dass sich Widerstand gegen das Kapitol regt, machen die Runde. Die Spur führt zu Katniss und Peeta, in denen immer mehr Menschen ein Symbol der Rebellion sehen. Wenn Katniss und Peeta die Welt nicht davon überzeugen können, ein glückliches Liebespaar zu sein, kann das schreckliche Konsequenzen haben. Katniss muss sich entscheiden - zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Leben und Tod … 

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