Bücher mit dem Tag "friedrich schiller"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "friedrich schiller" gekennzeichnet haben.

66 Bücher

  1. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.398)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Zu Schulzeiten hatte ich mal einen Auszug aus Die Vermessung der Welt im Deutschunterricht gelesen und fand damals diesen sehr interessant. Nun, einige Jahre später, entdeckte ich das Buch in einem Laden als Mängelexemplar und nahm es, mich meines alten Interesses erinnernd, kurzerhand mit. Doch konnte mich der Rest des Buches ebenso überzeugen, wie seinerzeit der Abschnitt?

     

    Zwei, die auszogen, die Welt zu erforschen 

    Bei dem Buch handelt es sich um eine fiktive Biografie von  dem Naturforscher Alexander von Humboldt und dem Mathematiker Carl Friedrich Gauß. An dieser Stelle sollte das fiktiv nochmals betont werden! Der Autor nimmt sich nämlich so einige künstlerische Freiheiten heraus, wenn er über die Leben dieser großen Denker berichtet. Das sollte einem beim Lesen stets bewusst sein.


    Der Stil ist auf den ersten Blick eigenwillig, denn er verzichtet komplett auf direkte Rede. Dialoge gibt es natürlich schon, auch nicht zu knapp, sie werden aber ausschließlich in indirekter Rede wiedergegeben. Das ist zunächst gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich daran und nach einer Weile fand ich diesen Stil sogar recht interessant, gerade auch in Kombination mit dem Humor, der in diesem Buch deutlich spürbar ist und mich auch das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht hatte.

    Die erste Hälfte des Romans war ich daher auch sehr angetan von dem Buch, wobei ich dennoch von Beginn an Humboldts Passagen spannender fand, als die von Gauß, wahrscheinlich, weil mir Gauß mit seiner Überheblichkeit, die stak an Sheldon aus The Big Bang Theory erinnert, weniger sympathisch war, als Humboldt. Nichtsdestotrotz bewunderte ich bei Beiden den Wissensdurst und die Leidenschaft für die Wissenschaft.

     

    Ab der Hälfte ließ meine Begeisterung jedoch spürbar nach. Da das erste Kapitel Humboldt und Gauß aufeinander treffen ließ, dachte ich, dass es zwischen den einzelnen Biografien mehr Berührungspunkte geben würde, doch fast bis zum Ende hat man eher das Gefühl zwei Bücher parallel zu lesen, als ein Einziges. Mir fehlte lange Zeit ein roter Faden, der Humboldt und Gauß über ihren Status als Wissenschaftler hinaus, verbindet. Da ich somit lange Zeit nicht wusste, wo das alles hinführen sollte, empfand ich viele Passagen als zäh und zu ausschweifend, sodass meine Leselust leider mit jeder Seite abnahm. 

    Zum Ende bessert es sich zwar etwas, zu dem Zeitpunkt war ich aber schon zu gelangweilt, um nochmal echtes Interesse aufbringen zu können.


    Fazit:

    In die Vermessung der Welt gelingt es dem Autor durchaus amüsant das Leben zweier großer Denker zu erzählen, leider verpasst er den Moment, an dem das Alles zu einem Ganzen hätte verbunden werden müssen und durch den mangelnden roten Faden, wird es ab der zweiten Hälfte sehr zäh, sodass ich rückblickend sage: Kann man lesen, muss man aber nicht. 


    Folge mir ;)

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf meinem Blog Miss PageTurner (https://miss-pageturner.de)

  2. Cover des Buches Liebesbriefe großer Männer (ISBN: 9783865391872)
    Sabine Anders

    Liebesbriefe großer Männer

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, eins seiner Bücher habe ich immer bei mir. Ob Briefe, Gedichte, Geschichten - sie erzählen vom Leben, von der Vorstellung davon, mit  allem, was  dazu gehört... Was soll ich noch schreiben,
    ich habe mich in seine Literatur verbissen... 
  3. Cover des Buches Frauen und Bücher (ISBN: 9783442749805)
    Stefan Bollmann

    Frauen und Bücher

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ulenflucht

    Frauen lesen etwas anderes als Männer. Pi mal Daumen kann dem jeder zustimmen, der mal eine Buchhandlung besucht hat. Dass Frauen aber auch anders lesen, ist jedoch der Mehrheit nicht klar gewesen. An dieser Stelle setzt das Buch an. Es ist eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und dabei nicht nur leicht zu lesen, sondern anschaulich, erhellend und äußerst vergnüglich.

    Der Autor führt den Leser/die Leserin (es ist zu hoffen, dass dieses Buch auch Männer lesen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Frauen zu verstehen) durch fast 300 Jahre Geschichte und greift dabei die großen Errungenschaften und Werke heraus, die seines Erachtens weibliches Lesen geprägt haben. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht bestehen. Wir erfahren vom Aufstieg des Romans, der vermeintlichen weiblichsten aller Textarten, und bekommen den Weg von der Leserin (18. Jhr) zur Schriftstellerin (Jane Austen) und schließlich zur Literatin (Susan Sonntag) und Verlegerin (Sylvia Beach) vor Augen geführt.

    Die große Stärke des Buchs ist es, die Geschichten der Akteurinnen selber sprechen zu lassen. Durch deren Leben scheint die Bedeutung des Lesens durch und ermöglicht Identifikation. Gleichzeitig wird das Neue herausgestellt und mit großer Eloquenz seitens des Autors eingeordnet. Einige, wenige Schwachstellen zeigen sich dort, wo eben jene Geschichten ein wenig lang sind, wie jene Klopstocks, und dort, wo sie nur angedeutet sind, wie die von Marilyn Monroe. Hier wünscht man sich mehr Augenmaß.

    Dieses Buch ist trotzdem ein unverzichtbares Muss für Leser, Leserinnen, Kulturinteressierte, Historiker, Literaturwissenschaftler, Leseratten… also für alle. 

  4. Cover des Buches Durch Nacht und Wind (ISBN: 9783608503760)
    Stefan Lehnberg

    Durch Nacht und Wind

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Ceciliasophie
    Goethe und Schiller werden von Anna Amalia und dem Regenten Weimars Carl August gebeten, den Irrglauben des Großherzogs von N. Einhalt zu gebieten. Dieser ist nämlich der festen Überzeugung, dass ein Ring seiner Familie mit einem Fluch beladen sei. Kurzerhand machen sich Goethe und Schiller auf den Weg ins Lustschloss Belvedere bei Weimar. Doch in der Nacht ihrer Ankunft verstirbt der Großherzog auf mysteriöse und unerklärliche Art und Weise. 

    Die Idee, diese beiden Größen der deutschen Literatur in einem Krimi agieren zu lassen, machte mich wirklich ganz neugierig. Zumal Goethe und Schiller wirklich befreundet waren. 
    In einer Sherlock Holmes und Dr. Watson Art machen sich die beiden dann auch gleich ans Werk und versuchen, die mysteriösen Umstände des Todes vom Großherzog zu klären. Doch gestaltet sich dies schwieriger als erwartet.
    Woran ich mich aber wirklich erst einmal gewöhnen musste, war der Schreibstil. Dieser war angepasst an die damalige Zeit, weshalb einige Ausdrucksweisen und die Rechtschreibung mich öfters aus dem Konzept brachten. Irgendwann legte sich dies jedoch und kaum hatte ich mich an den Schreibstil gewohnt, so konnte ich ein sehr rasches Lesetempo aufrecht erhalten. 
    Begünstigt wurde das Tempo durch die wirklich spannende Handlung. Ja, es erinnert schon etwas zu sehr an Sherlock Holmes, doch da ich die Geschichten von Holmes und Watson sehr gerne mag, hatte ich auch an „Durch Nacht und Wind“ große Freude. 
    Der Autor baute geschickt auch Informationen über Goethe und Schiller und ihre Werke mit in die Geschichte ein, so dass der Leser noch ein wenig mehr über diese erfahren konnte und die Figuren noch lebendiger wirkten. 
    Die Auflösung stellte mich wirklich zufrieden und alle losen Fäden der Geschichte wurden gekonnt miteinander verknüpft. 
    Auf den zweiten Band bin ich nun doch gespannt. 

  5. Cover des Buches Die Gabe der Sattlerin (ISBN: 9783404180790)
    Ralf H. Dorweiler

    Die Gabe der Sattlerin

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Saphir610

    4,5 Sterne

    Im Jahr 1781 flieht Charlotte überstürzt vor einer arrangierten Ehe von ihrem zu Hause. Von ihrem Vater hat sie das Sattlerhandwerk gelernt und kann sich auf dem Gestüt Marbach in Württemberg beweisen. Das passiert natürlich nicht ohne Verwicklungen, hier mit einer Räuberbande, einen dichtenden Regimentsarzt, dem Herzog und Verehrern.

    Das Geschehen auf dem Hofgestüt hätte mich noch mehr interessiert, doch aufgrund der recht umfassenden Geschichte kann man nur einen groben Eindruck gewinnen. Wie auch von den Fertigkeiten eines Sattlers. Wobei ich mir gedacht habe, dass sich heutzutage einige der sog. Fachleute von dem Wissen und Können von Charlotte was abschneiden können.

    In der Geschichte von Charlottes Flucht spielen so viel weitere Personen mit rein. Als Leser trifft man auf einen damals bekannten Räuber, dem Herzog von Württemberg und Friedrich Schiller. Dabei empfand ich beim Lesen keine Längen und war bei manchen Wendungen doch überrascht. Klasse, was hier alles reingepackt wurde. Ob das in der damaligen Zeit so alles möglich gewesen wäre kann ich nicht beurteilen. Ich habe Charlottes Geschichte gerne gelesen und sie hat mich wirklich gut unterhalten.

  6. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783518188538)
    Friedrich Schiller

    Maria Stuart

     (555)
    Aktuelle Rezension von: Woerterschloss_

    Schulbuch, Pflichtlektüre... Naja, normalerweise kann mich das, was ich für die Schule lesen "muss" tatsächlich nicht so überzeugen. Nicht, dass ich die Romane/Dramen schlecht finde, auch kann ich bis zu einem gewissen Grad verstehen, warum vieles "älteres" heutzutage noch gelesen werden soll, aber die Geschichten konnten nie dieses brennende Begeisterung in mir wecken, die mich privat dazu bringt, Seite um Seite umzublätter, ohne zu merken wie die Zeit vergeht, gar zu vergessen, dass ich überhaupt lese, und die Figuren nicht nur vor meinem inneren Auge lebending werden, sondern tatsächlich neben mir zu stehen scheinen. "Maria Stuart" war aber wider Erwarten anders als die Schullektüren, die ich bisher gelesen habe. 

    Zugegebenermaßen war ich anfangs recht skeptisch, denn das Lesen von Schillers "Die Räuber" war wirklich ein Kraftakt für mich und auch als ich die ersten Szenen dieses Dramas gelesen habe, hat mir die nicht so leicht zugängliche Sprache zu schaffen gemacht und vor allem wie unfassbar lang ich fürs Lesen gebraucht habe. Auch dass Figuren an verschiedenen Stellen anderes genannt wurden oder über sie gesprochen wurde, während sie nicht anwesend oder überhaupt noch nicht aufgetreten waren, hat es kompliziert gemacht. Das fehlende geschichtliche Hintergrundwissen hat das Ganze nicht vereinfacht.

    Mit diesen Schwierigkeiten bin ich allerdings zunehmend gut zurecht gekommen, was den Lesefluss natürlich ungemein verbessert hat. Ich habe angefangen, weit über die vorgegebenen Szenen hinauszulesen, weil ich tatsächlich wissen wollte, wie es weiter geht. 

    Auch für die Figuren sind immer lebendiger geworden, sodass ich nicht wie anfangs verwirrt war, sondern ein Gefühl für sie bekommen habe, sie einschätzen konnte und gespannt war, welche Entscheidungen sie treffen würden.

    Was auch zu meinem Vorteil war, war, dass mir Schauplatz und Handlungszüge nicht so fremd waren, da ich auch sonst sehr gerne Romane lese, die an Königshöfen spielen, in denen Intrigen und Macht, Familie und Liebe eine große Rolle spielen. 

    Auch das sie Emanzipation der Frau eine so große Rolle gespielt hat, hat mir sehr gut gefallen, da ich das nicht erwartet hätte - gerade da es sich um so ein "altes" Drama handelt. Jedoch waren Maria und Elisabeth beides starke Frauenfiguren und insbesondere erstere auch in anderen Bereichen ein Vorbild. 

  7. Cover des Buches Die Räuber (ISBN: 9783150000151)
    Friedrich Schiller

    Die Räuber

     (653)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Diessner

    Direkt zu Beginn spinnt sich eine Intrige um den Helden des Stücks. Als Liebling seines Vaters, dem Grafen von Moor, ist Karl in sein Studium vertieft. Doch durch einen Brief aus der Feder seines Bruders Franz erfährt er von seiner Enterbung. Tief erschüttert gründet er mit seinen Kommilitonen eine Räuberbande, versucht dabei aber stets auf dem rechten Weg zu bleiben.

    Die Geschichte vereint verschieden Epochen. Karl steht für den Sturm und Drang und ist entsprechend sehr emotional und doch verantwortungsbewusst. So führt er seine Räuberbande mit Bedacht und steht ständig zwischen Recht und Unrecht. Franz dagegen trägt Elemente der Aufklärung und wehrt sich beständig gegen alles Göttliche – wird auf Grundlage dessen jedoch verrückt. Amalia – die Geliebte Kalr’s - verkörpert die Empfindsamkeit. Auffallend ist, dass sie sich nicht von den Machenschaften Franzens täuschen lässt und stets treu bleibt.

    Wie alle Werke von Schiller ist die Sprache teilweise schwer zu begreifen. Zwar finde ich, dass man den Inhalt des Buches gut versteht, viele Passagen sind jedoch gehoben und verworren formuliert. So wird klar, dass vor allem die Räuber über eine umfassende Bildung verfügen, was die Dialoge zeitweise wirklich amüsant werden lassen. Immerhin unterhalten sich Kriminelle sonst eher schlicht und mit grobem Vokabular.

    Auch die Handlung ist rund und wird zum Schluss vollends aufgeklärt. Ungewöhnlich ist in diesem Zusammenhang, dass der Held einem Happy End gegenüber steht welches durch Pflichtbewusstsein zerschlagen wird. So endet die Handlung dennoch tragisch und Karl verliert alles kurz Gewonnene. Sein eigener ehrenvoller Tod wird dagegen nur angekündigt – bleibt jedoch offen.

  8. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja wie viele? (ISBN: 9783442313617)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

     (648)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Precht hat seine Abhandlung in drei Abschnitte eingeteilt. Den ersten Abschnitt könnte man zusammenfassen mit: Ich habe ein Gehirn, mit dem ich denke und fühle, also bin ich. Ob man seine Persönlichkeit nur auf diese graue Masse beschränken will, sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil sehe das nicht so. Aber es scheint, dass die Philosophie die Beantwortung der großen Fragen eines jeden sinnierenden Menschen ohnehin nicht endgültig beantwortet, sondern nur Anreize gibt, wie auch Precht in seinem Buch. Der Autor packt unter diesem sinnpr“e“chtigen Titel sämtliche anerkannten Größen der Philosophie und Psychologie sowie auch der Medizin im Bereich Hirnforschung mit kurzer Darstellung ihres Lebens und ihrer persönlichen Lehre zusammen, sodass dieses Werk eher zu einem Sachbuch der Historie der Geisteswissenschaften wird. Das Buch hat sich zur Mitte hin, als der Autor auch aktuelle Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche usw. angepackt hat, sehr gesteigert, ist zum Ende hin aber leider wieder abgeflacht. Precht verpackt wissenschaftliche Inhalte höchst unterhaltsam. Da gibt es dann schon mal den einen oder anderen Lacher. Leider konnte ich von ihm keine persönlichen Einsichten, keine eigene philosophische Meinung zu den Fragen des Lebens finden, die er zumindest gegen Ende hätte äußern können, damit das Ganze nicht nur vergangene Größen aufzählt. Immer wieder kommt Precht auf die Hirnfunktionen des Menschen zu sprechen, von einer Seele und Geist wird kaum etwas erwähnt bzw. erwogen, dass der Mensch mit mehr denken und fühlen könnte als mit vergammelndem Fleisch. Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann scheinbar überhaupt nicht beantwortet werden und wird darum zur sinnlosen Frage degradiert, die lt. Nietzsche und Freud nur stellen könne, wer eine körperliche oder geistige Schwäche habe. Das hat mich doch schon sehr verärgert, denn ich sehe den Sinn des Lebens eindeutig darin, Liebe zu geben und anzunehmen und Hass und Angst deshalb immer weiter aus unserem Leben „abzutrainieren“. Da kommt dann schon die nächste Frage auf, die der Autor ebenfalls nur körperbezogen beantwortet: Was ist Liebe wirklich? 

    Ist „ich denke, also bin ich“, die Antwort, die uns befriedigt? Wohl eher nicht, sonst würden wir nicht weitersuchen. Tatsächlich regiert unser vielgerühmter Verstand unser Leben nämlich nicht. Denn selbst nach Tausenden von Jahren funktioniert dieses Konzept ja noch immer nicht und die Menschen lernen aus ihren Fehlern nicht dazu.

    Die Frage im Buchtitel des Autors würde ich persönlich mit „Alles“ beantworten. Weshalb? Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen. Doch da unser ICH nicht zu erfassen in der Lage ist, ist es wichtig zu wissen, dass man nichts weiß…

  9. Cover des Buches Die Stunde der Räuber (ISBN: 9783947220311)
    Udo Weinbörner

    Die Stunde der Räuber

     (14)
    Aktuelle Rezension von: lielo99

    „Die Stunde der Räuber“ ist der erste Band über das Leben des Friedrich Schiller. Hier schreibt der Autor Udo Weinbörner, wie er aufwuchs, seine Lehrer „ärgerte“ und schließlich die Uraufführung seines Stücks „Die Räuber“ erlebte. Welche Persönlichkeiten formten ihn? Was verband ihn mit Leonardo Davinci oder warum setzte er sich für den Gefangenen Schubart ein? Spannende Frage, die alle in diesem Buch beantwortet werden.


    Friedrich Schiller absolvierte eine militärisch-medizinische Ausbildung und war als Militärarzt tätig. Sein Temperament war bei seinen Vorgesetzten nicht beliebt und er durch seine offene Art machte er sich einige dieser Herren sehr bald zu Gegnern. Seine enge Verbindung zu dem Inhaftierten Daniel Schubart half ihm, sein erstes Stück zu vollenden. „Die Räuber“ fasste alles zusammen, was es an Kritikpunkten gegenüber der Obrigkeit gab. Die Uraufführung fand in Mannheim statt und der Autor konnte kaum fassen, dass sein Stück so erfolgreich war.


    Mir gefiel dieser erste Band über Herrn Schiller sehr gut. Das lag vor allen Dingen an der gründlichen Recherche des Autors. Zudem bediente er sich einer Sprache, die perfekt der damaligen Zeit entsprach. Ich konnte mir also sehr gut vorstellen, wie die Studios damaliger Zeit lebten. Welche Probleme und Freuden sie umtrieben und welche Macht Herzöge und Ihresgleichen innehatten. Volle fünf Sterne und eine Leseempfehlung gebe ich sehr gerne und freue mich auf den Genuss des zweiten Buches über Friedrich Schiller.

  10. Cover des Buches Friedrich Schiller, Die Räuber (ISBN: 9783486886788)
    Klaus-Michael Bogdal

    Friedrich Schiller, Die Räuber

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Räuber zeigt sehr gut die Epoche Sturm und Drang. Die Gefühlsausbrüche von Karl und den Freiheitsdrang des Räubers Karl von Moor. Außerdem zeigt sich hier eine Parallele zu Friedrich Schiller, denn er hatte immer einen Freiheitsdrang. Was mich gestört hat und den Stern kostet, ist das, die Monologe von Franz, Amelia ziemlich lang waren und somit schwer zum Lesen. Aber es hat mir als ich in der 10ten war als Schullektüre sehr gefallen.
  11. Cover des Buches Bestie Mensch (ISBN: 9783499620928)
    Thomas Müller

    Bestie Mensch

     (69)
    Aktuelle Rezension von: bookwormceli

    Thomas Müller zeigt uns mit seinem Buch „Bestie Mensch“, wie Kriminalpsychologie funktioniert. Natürlich sieht das heute schon anders aus und ist weiterentwickelt, aber das Buch ist ja schon einige Jahre alt. 


    Im Buch zeigt uns Thomas Müller, wie seine Arbeit funktioniert beziehungsweise funktionieren kann. Er zeigt auf, wieviele Entscheidungen eigentlich hinter Verbrechen stecken. All das versucht er anhand von realen, bekannten Verbrechen, die geschehen sind, zu erklären. 


    Ich fand es sehr interessant, worauf Kriminalpsychologen achten beziehungsweise welches Verhalten auf was hindeuten kann. Ich mochte es, dass er echte Straftaten zur Erläuterung hergenommen hat. Allerdings finde ich, dass er oft zwischen den Verbrechen hin und her geschwenkt ist, wo mir lieber gewesen wäre, er wäre von einem zum anderen gegangen. Ist meine persönliche Meinung und das ist Geschmacksache. Gerne wäre ich persönlich auch noch in die ein oder andere Straftat beziehungsweise in die Gedankenwelt des Täter tiefer eingedrungen. 


    Im Gesamten hat mir das Buch gut gefallen, da es sehr interessant war. Bei der ein oder anderen Sache hätte ich mir eine Vertiefung gewünscht, aber das macht das Buch deswegen nicht schlecht. Man darf nicht vergessen, dass das Buch schon einige Jahre alt ist und sich dieser Themenbereich mittlerweile wieder weiterentwickelt hat.

  12. Cover des Buches Die Räuber - REMIXED (ISBN: B0112PSNHI)
    Friedrich Schiller

    Die Räuber - REMIXED

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Die Räuber - REMIXED

    Daten: Geschrieben von: Friedrich Schiller, Carolin-Therese Wolff
    Gesprochen von: Sven Lauer, Gero Ivers, Celina Bostic, Friedrich Liechtenstein
    Spieldauer: 2 Std. und 10 Min.
    Erscheinungsdatum: 10.07.2015

    Meinung: Als Schillers "Die Räuber" 1782 uraufgeführt wurde, verursachte es tumultartige Zustände im Theater. Das revolutionäre Drama bewirkte einen handfesten Skandal. Seitdem ist tonnenweise Kunstblut auf deutschen Bühnen geflossen und hunderte Bühnentode wurden gestorben. Bis heute ist Schillers Stück dank seines zeitlosen Kerns ein Klassiker.

    Wie zeitlos, zeigt die Hörspiel-Neubearbeitung von Carolin-Therese Wolff. Sie katapultiert Schillers Drama ins Berlin der Gegenwart. Die Straße macht den Beat, wenn der mörderische Bruderkampf zwischen Karl und Franz Moor zu einem modernen Gang-Drama wird. Was bleibt: Eine gnadenlose Geschichte um Rivalität, Freiheitsdrang, Gesetzeslosigkeit und zerstörerische Liebe.

    Meinung: Die Sprecher sind alle Klasse und es hat Spaß gemacht, es zu hören. Es hat zwar nichts mit dem Original mehr zu tun, aber das ist ja nicht schlimm. Teilweise sind die Sprecher etwas überdreht und die Sprachweise ist manchmal etwas krass. Auf neu gemacht eine gute Idee. Hat mir sehr gut gefallen. Teilweise auch witzig. Kann ich nur empfehlen.

  13. Cover des Buches Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft (ISBN: 9783596187430)
    Rüdiger Safranski

    Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    Auch beim zweiten Lesen war dieses Buch wieder ein reines Vergnügen. Safranski beschreibt die Freundschaft zwischen Goethe und Schiller so lebendig und unterhaltsam, daß es sich wie ein Roman liest. Der Stil ist flüssig, untermalt mit zahlreichen Zitaten, die sich angenehm in den Text einfinden und diesen nicht unterbrechen (wie es bei anderen Sachbüchern leider manchmal vorkommt). Der Autor hält sich selbst angenehm zurück (dies fiel mir gerade im Gegensatz zu den kürzlich gelesenen Büchern "Schillers Doppelliebe" und "Unser armer Schiller" sehr erfreulich auf), läßt Goethe und Schiller aber durch ihre eigenen Aussagen und jene ihrer Zeitgenossen sehr lebendig werden.

    Es wird gut beschrieben, aus welchen Motiven und Gedanken die beiden großen Dichter anfangs nicht angetan voneinander waren, wie sie sich annäherten, welche Wirkung dies auf ihr jeweiliges Werk hatte. Auf die zur Zeit der Freundschaft entstandenen Werke geht Safranski jeweils ein und liefert dadurch auch für das Verständnis dieser wertvolle Informationen und Einsichten. Es ist beeindruckend zu lesen, wie sehr sich Goethe und Schiller austauschten, welchen Gewinn - und welches Vergnügen - beide dadurch zogen, wie aber auch Mißerfolge erlebt wurden. Ihre sehr gegensätzlichen Charaktere und Weltsichten werden hervorragend ausgearbeitet und ermöglichen dadurch ebenfalls einen neuen Blick darauf, warum und wie sie vieles taten, sahen, schrieben. Diese Gegensätze führten zur anfänglichen Abneigung, wurden dann aber vorzüglich zum beiderseitigen Vorteil genutzt, was beide auch erkannt haben. Die philosophischen Erläuterungen waren mir manchmal, wie auch in Safranskis Goethebiographie, zu ausführlich, aber das liegt in meinem mangelnden Interesse an diesem Thema begründet.

    Nun war diese Freundschaft aber kein reines Zweckbündnis, und auch das wird in diesem Buch sehr angenehm dargestellt - die kleinen gegenseitigen Gesten der Freundschaft, der Sympathie werden anschaulich geschildert und so erfährt man viel nicht nur über die Dichter Goethe und Schiller, sondern auch die Menschen Goethe und Schiller. Es ist eine anschauliche detaillierte Rundumbetrachtung der Freundschaft und der beiden Männer. Wenn Information und Unterhaltung so angenehm verbunden werden, ist es eine Freude, ein Buch zu lesen.
  14. Cover des Buches Wilhelm Tell (ISBN: 9783843039543)
    Friedrich Schiller

    Wilhelm Tell

     (503)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Mit Friedrich von Schillers ‘Wilhelm Tell’ wird der Freiheitskampf der Schweizer gegen die Herrschaft der Habsburger dargestellt. Als klassisches Theater wurde das Volksstück 1804 erstmals aufgeführt. Von seinem Freund Goethe inspiriert, nahm Schiller die Tellsage auf und schrieb diese in Blankvers für die Bühne des Weimarer Hoftheaters.

     

    Es geht um Knechtschaft und Freiheit eines Volkes, das sich zusammenrauft und sich von fremden Vögten befreien will. Ein auch zu heutiger Zeit immer noch sehr aktuelles Thema. Wilhelm Tell tritt als eher bescheidener, stiller Held in Erscheinung, seine Person ist aber nicht unumstritten. Sein Menschenbild ist geprägt von Pflicht und Neigung. Als Rechtfertigung für seinen Tyrannenmord an Gessler, schiebt er moralische Gründe vor. Dieser habe ihn zur Notwehr getrieben, weil er ihn auf den Kopf seines Sohnes zielen liess. Handelt Tell jedoch nicht auch im Namen der Freiheit und ist ein Mord nicht immer ein Mord, egal aus welchen Gründen? Als Spiegelfigur betritt Johannes Parricida, Neffe von König Albrecht I. am Schluss des Stücks die Bühne. Auch er hat einen Mord begangen, jedoch aus Habsucht und Rache.

     

    Man kann den Text zudem als eine Auseinandersetzung mit der französischen Revolution verstehen. Über das Widerstandsrecht eines Volkes gegen Tyrannei und die Frage, wann gilt eine Herrschaft überhaupt als tyrannisch, darüber kann diskutiert werden, insofern eine durchaus lohnenswerte Schullektüre.

     

    Wenn man sich auf diese Versform einmal eingelassen hat, ist sie sehr angenehm und leicht zu lesen. Für die dynamische Dramatik und die gesprochene Sprache eignen sich die jambischen Sätze besonders gut. Mir haben auch die gewaltigen Naturbeschreibungen sehr gut gefallen. Insgesamt immer noch lesenswert, wenn man sich für Mythen der Geschichte interessiert und Zusammenhänge, die bis in die heutige Zeit wirken.

  15. Cover des Buches Das Leben des Friedrich Schiller (ISBN: 9783458351092)
    Sigrid Damm

    Das Leben des Friedrich Schiller

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Viv29
    In "Das Leben des Friedrich Schiller" entwirft Sigrid Damm ein sehr gründliches Bild Schillers, unterstützt durch zahlreiche, gelungen in den Text eingefügte Zeitzeugenzitate. Es gelingt nicht immer so gut, solche Zitate derart angenehm in den Text einzubauen, und obwohl dies die dritte oder vierte Schillerbiographie ist, die ich las, erfuhr ich doch noch neue Informationen. Hauptsächlich sind es die Worte von Schiller selbst, die wir hier lesen können, gut in den Kontext gesetzt, aber auch viele Weggefährten kommen zu Wort. Auf viele Aspekte, die in anderen Biographien nur am Rande (wenn überhaupt) vorkommen, geht Sigrid Damm angenehmer Ausführlichkeit ein. Die Beziehung Schillers zu seinen Eltern ist zum Beispiel in diesem Buch gut beleuchtet worden, auch über die Eltern selbst gibt es Hintergrundinformationen. Das, was mir in Safranskis Biographie oft gefehlt hat: der Mensch Schiller, findet sich hier auf sehr erfreuliche Weise. Die Persönlichkeit, das Wesen Schillers, sein Umgang mit seiner Vaterrolle, seine sehr direkte Art, die Mischung aus Empfindlichkeit und fehlender Diplomatie, all dies wird hier gut dargestellt, hilft, auch den Menschen hinter dem Werk kennenzulernen. Lediglich die Ehe kommt ein wenig zu kurz.

    Schillers Werk selbst wird ebenfalls gut dargestellt, wenn auch manchmal ein wenig mehr Ausführlichkeit hier willkommen gewesen wäre. Interessant die spannungsreiche Beziehung zwischen Schiller und Herzog Carl August, die auch durch einige Zitate aus Briefen Carl Augusts gut illustriert wird. Normalerweise kommt der Herzog selbst in derlei Biographien kaum zu Wort, so wurde auch er hier für den Leser etwas anschaulicher.

    Sigrid Damm schafft es sehr gut, dem Relevanten genug Raum zu geben und sich nicht zu sehr in Nebensächlichkeiten zu verlieren. Dadurch liest das Buch sich flüssig. Etwas störend fand ich, daß sie sich selbst immer wieder ins Spiel brachte. Am Anfang des Buches steht ein ausführlicher Bericht, wie sie früher zu Schiller stand, wie sich dem Werk und dem Menschen näherte. Auch später kommen immer wieder Einschübe über ihre Besuche an manchen Orten, ihre Gedanken bei diesem und jenem - ich finde es immer eher unangenehm, wenn ein Autor sich derart in den Vordergrund schiebt. Wenn ich eine Biographie über Schiller lese, dann, weil ich etwas über Schiller erfahren möchte. Wann und warum der Autor der Biographie Schiller für sich entdeckt hat, oder welche Gedanken beim Anblick des Grabes der Mutter aufkommen, ist für mich nicht relevant.
    Der andere Kritikpunkt ist die - mir schon aus anderen Büchern bekannte - Vorliebe Sigrid Damms für unvollständige Sätze bei der Einleitung oder Zusammenfassung eines Themas (zB "Die Nachricht vom Tod der Schwester. Die Trauer der Eltern um den Verlust der Tochter. Elisabetha Dorotheas Angst um den Ehemann." oder "Schillers Vorliebe für Geschichte. Sein Interesse am Wallenstein-Stoff, den er bereits als Historiker bekundet hat."). Gerade inmitten des ansonsten so angenehm lesbaren Stils fallen sie auf und sind zumeist ohnehin überflüssig.
    Manche Absätze bestehen lediglich aus einer Aneinanderreihung von Fragen ohne Antworten. Auch dies finde ich überflüssig. An manchen Stellen können wir nur mutmaßen, das ist normal. Die Mutmaßungen müssen dem Leser aber nicht vorgekaut werden.

    Erfreulich ist es, daß Sigrid Damm meistens die Zeitzeugen sprechen läßt und ihre Interpretationen den Leser nicht aufdiktiert (was die Autorinnen von "Schillers Doppelliebe" leider nur zu gerne taten). Sie schildert zum Beispiel zwar ihre Eindrücke des Goethe-Schiller-Denkmals (welche sich von meinen grundlegend unterscheiden), maßt sich aber nicht an, die Freundschaft der beiden Dichterfürsten zu beurteilen oder kleinzureden. Sie läßt die beiden Freunde und andere Zeitzeugen zu Wort kommen. Das geschieht auch bei anderen Punkten und gefiel mir sehr gut (leider wurde diese Neutralität aber nicht durchgängig beibehalten).

    So ist dieses Buch recht lebendig und erfreulich zu lesen, für mich eine hervorragende Ergänzung zu Safranskis Schillerbiographie, weil der Mensch und sein Umfeld hinter dem Werk hervortritt. Die oben genannten Eigenheiten der Autorin haben für mich an manchen Stellen das Lesevergnügen ein wenig beeinträchtigt, im Ganzen kann ich das Buch aber sehr empfehlen.
  16. Cover des Buches Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? (ISBN: 9783837109276)
    Richard David Precht

    Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Bommerlinda
    Ja, ich bin eine Spätzünderin, bzw. eine Spätleserin.

    Fünf Jahre steht die philosophische Reise des Herrn Prechts bereits in meinem Bücherregal, aber ehrlich gesagt, habe ich nie so richtig Lust verspürt, dieses Buch zu lesen, warum auch immer. Das hat sich nun geändert und so schlimm, wie ich es mir zeitweise ausgemalt habe, ist es dann doch nicht zu lesen.

    Der Inhalt des Buches gibt auf unterhaltsame Art und Weise Antworten auf Fragen, mit denen sich Philosophen so im Allgemeinen beschäftigen müssen. Hier besitzt Herr Precht die Fähigkeit, manch tiefgreifende Erkenntnis so prägnant auf den Punkt zu bringen, dass viele Philosophen noch etwas lernen können.
    Allerdings behandelt Precht vor allem die modernen Philosophen des 19. und 20. Jahrhundert. Wer einen wirklichen Überblick über die wichtigen Philosophen haben möchte, der kommt um andere Bücher nicht drumrum, so wird beispielsweise Sokrates, der Begründer der Philosophie, nur kurz erwähnt. 

    Übersichtlich und kompakt umfasst jedes Kapitel um die zehn Seiten. Die Sprache ist verständlich, und jedes Thema wird sehr klar dargestellt und fast immer mit einem Beispiel aus dem heutigen Alltag belegt, so dass die Gedanken Prechts sehr anschaulich vermittelt werden.
    Der Autor bietet dem Leser einiges, nämlich die drei Pfeiler der Philosophie: die Ethik die Erkenntnistheorie sowie die Metaphysik.
    So gesehen ist die philosophische Reise mit Precht zwar unterhaltend und lehrreich, meines Erachtens führt sie aber letztendlich in ein Nirgendwo.

    Wer sich allerdings nur für Zusammenhänge aktueller ethischer Fragen interessiert, für den ist dieses Buch sicherlich spannend, aufschlussreich und durchaus lesenswert.
  17. Cover des Buches Wallenstein I. Wallensteins Lager. Die Piccolomini (ISBN: 9783150000410)
    Friedrich Schiller

    Wallenstein I. Wallensteins Lager. Die Piccolomini

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Mephistopheles
    So sind sie, meine Pappenheimer. Wer den Hintergrund des Zitats erfahren möchte, der ist hier richtig. Das Wesen des Kriegs wird hier sehr deutlich. Und es hat sich bis heute nicht geändert.
  18. Cover des Buches Kabale und Liebe (ISBN: 9783947894918)
    Friedrich Schiller

    Kabale und Liebe

     (1.197)
    Aktuelle Rezension von: mirja94

    Inhalt:

    Luise und Ferdinand lieben sich. Doch Luise entspricht nicht seinem Stand, also hat ihr Vater Angst, dass sie nur seine Mätresse sein soll. Auch Ferdinands Vater, der Präsident, ist von der Verbindung nicht begeistert und spinnt eine Intrige mit Wurm, der selbst ein Auge auf Luise geworfen hat, nach der Ferdinand mit Lady Milford verheiratet werden soll. Doch Luises Frömmigkeit macht einen Strich durch die Rechnung.

    Meinung:

    Ich bin enttäuscht, wie schlecht der Präsident und Wurm darin sind, Intrigen zu spinnen. Die Charaktere sind allesamt recht sprunghaft, das teilweise she unterhaltsam ist. Allgemein ist es ein tolles Beispiel für ein klassisches Drama.

    Fazit: 

    Wer kreative Schimpftiraden lernen will, sollte sich auf jeden Fall mit Schillers Werken befassen. Es hat mich unterhalten, wie ein aufgeführtes Theater, war sehr bildhaft.

  19. Cover des Buches Friedrich Schiller (ISBN: 9783406508578)
    Peter-André Alt

    Friedrich Schiller

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Gedichte mit Kunstwerken ihrer Zeit (ISBN: 9783791344461)

    Gedichte mit Kunstwerken ihrer Zeit

     (1)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    »Gedichte mit Kunstwerken ihrer Zeit« Ein wunderschöner Gedicht- bzw. Bildband mit Werken von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Heinrich Heine und Rainer Maria Rilke. Dieses dichterische Werk wird von fantastischen Blumen- und Landschaftsbildern begleitet, in diesen spiegelt sich die Seele der Gedichte wieder. Eine Kurzbiografie mit allen wichtigen Lebensstationen und Werken der Dichter kann man auf den letzten Seiten lesen. Dort erfährt man auch einige Details über die abgelichteten Bildern und Skulpturen, woher diese stammen und wo die Originale sich befinden. Ein wunderschönes Buch.
  21. Cover des Buches Gedichte fürs Gedächtnis (ISBN: 9783421051479)

    Gedichte fürs Gedächtnis

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    "Gedichte fürs Gedächtnis zum Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen" Dichtung ist das älteste Gedächtnis der Menschheit. Ulla Hahn hat einhundert Gedichte für unser Gedächtnis ausgewählt - Höhepunkte deutscher Dichtung vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. (Klappentext) Ein Vorwort von Ulla Hahn leitet ihren Gedichteband ein. Sie schreibt vom Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen: "...die Gedanken, Gefühle und Bilder eines anderen in sich hineinzunehmen, sich anzuverwandeln, sich zu eigen zu machen, in Kopf und Herz." Gedichte möchten verinnerlicht werden und am besten auch gesprochen. Lesen wir, was Ulla Hahn dazu sagt: "Sprechen Sie ein Gedicht wie "Über allen Gipfeln" (S. 223), sprechen Sie "Lebenslauf" (S. 230)....Sie werden spüren, wie die Schriftzeichen sich materialisieren, sich gleichsam verkörpern, aus Ihrem Mund heraus geboren werden, Sie werden spüren, welch unterschiedliche Wesen Sie da in die Welt entlassen, die alle den Familiennamen Gedicht tragen. Sprechen Sie "Die Krähen schreien" (S. 252), und Sie hören das Echo Ihres Krächzens in Ihrer Kehle, sprechen Sie den "Erlkönig" (S. 96), und Sie spüren die böse Lockung des Todes in den Alliterationen bis in die Zungenspitze....." Und auch: "Im Aussprechen machen Sie ein Gedicht zu einem Gegenstand, Sie stellen es in den Raum, Sie vollziehen es nach, schaffen es nach, erzeugen es in einer Einmaligkeit, die aus der Durchdringung Ihrer und der Persönlichkeit des Gedichts kommt; Sie schaffen ein Drittes, nie Dagewesenes: Ihr Gedicht." U. Hahn hat eine persönliche Auswahl getroffen: zu den oben erwähnten Gedichten finden wir auch noch "Die Ringparabel", "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten", "Die Bürgschaft", "Er ists", "Der Zauberlehrling", "Mailied" und viele viele andere mehr. Begleitet werden die Gedichte, Meditationen und Balladen von Texten zu Leben und Werk des jeweiligen Dichters sowie Erläuterungen zur Entstehung der einzelnen Gedichte. Dieses Buch möchte und kann ich guten Gewissens allen ans Herz legen, die einmal wieder Gedichten begegnen möchte und Lust haben, Gedichte aktiv zu erleben, durch Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen.
  22. Cover des Buches Das ABC der Tiere (ISBN: 9783150184417)
    Evelyne Polt-Heinzl

    Das ABC der Tiere

     (3)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    "ABC der Tiere" das kleine Reclambändchen lädt ein zu einem kunterbunten und abwechslungsreichen Spaziergang durch verschiedene literarische Zeitabschnitte. Hier sind nicht nur Gedichte für Tierfreunde enthalten, sondern für jeden Liebhaber von anspruchsvoller und auch leichter augenzwinkernder Lyrik ein richtig schönes Lesevergnügen. Zum Anreiz eine kleine Leseprobe vom - Mascha Kaléko - * Der Tausendfüßler (oder: Glanz und Elend eines Centipedon) * ... Ob er, wenn ihn das Reißen plagt, Betrübt zu seinem Doktor sagt: „Es zwickt ihn 700 Zeh’n!“? Das denke ich mir gar nicht schön. * Und will die arme Kreatur Im Freien mal ein Bad genießen – Mit welchen von den tausend Füßen Prüft er die Wassertempratur? * Ein Hühnerauge schikaniert Ihn tausendfach multipliziert. - Auch drückt (wenn man so sagen darf) Ihn sein enormer Schuhbedarf.
  23. Cover des Buches Schiller (ISBN: 9783596033607)
    Rüdiger Safranski

    Schiller

     (32)
    Aktuelle Rezension von: TinSoldier

    Wer sich auf die Lektüre des Buches einlässt, den nimmt der Autor mit auf eine spannende Reise in eine Vergangenheit der Dichter und Denker, welche die deutschen Geistes- und Humanwissenschaften, Philosophie, lyrische und prosaische Literatur sowie das Theater auf bislang einmalige Höhenflüge katapultierten. Gleiches gilt übrigens weitgehend auch für die Musik, die aber hier nicht unser Thema ist. Später wird man für die Epoche der beiden Geistesgrößen Goethe und Schiller den Begriff "Weimarer Klassik" prägen. Diese beiden waren es nicht allein, aber sie waren zweifellos die beiden großen "Gravitationskerne" der Weimarer Klassik, die viele andere in ihre geistigen Umlaufbahnen zogen.
    Rüdiger Safranski schildert dem Leser das Leben Friedrich Schillers spannend und immer hautnah an der historischen Quellenlage. Das Buch ist flüssig zu lesen, aber auch anspruchsvoll. Eine ausführliche Rezension lesen Sie unter  https://litterae-artesque.blogspot.com/2020/04/rudiger-safranski-schiller-oder-die.html

    https://litterae-artesque.blogspot.com/2020/04/rudiger-safranski-schiller-oder-die.html



  24. Cover des Buches Don Carlos, Infant von Spanien (ISBN: 9783849565107)
    Friedrich Schiller

    Don Carlos, Infant von Spanien

     (294)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Diessner

    Das Buch findest aus der Zeit des "Sturm und Drang" heraus im 16Jhd. statt und fußt auf dem tatsächlich existierenden Don Carlos von Spanien. Dieser galt als zurückgeblieben und wurde tatsächlich vom Vater Phillipp II. niederträchtigst behandelt. Ein realer Hintergrund der Alles umso tragischer werden lässt. Dennoch behandelt das Buch diverse sich unterscheidende Aspekte. 

    So ist in der Fiktion der emotionale Held Calos verliebt in die Frau, die zu seiner Stiefmutter wird. Ein unglücklicher Umstand der Calos' Gefühle aus der Bahn wirft und das Verhalten zu seinem Vater stört. Ein grimmiger Mann der vorrangig König ist und sich so weder liebevoll noch empathisch verhält. Das Stück ist aufgrund dessen direkt zu Beginn hochemotional - die Hauptfigur weiß weder ein noch aus und wird lediglich von wahrer, selbstloser Freundschaft aufgefangen - die im Sinne der Norm nicht existieren dürfte. Verkörpert wird diese von Marguis von Posa (dem kein gleichnamiges Original zu Grunde liegt) -  ein Vasall Carlos' und wie ich finde der heimliche Held, da er für seine Überzeugung Alles opfert.

    Das komplette Stück behandelt den Spagat zwischen Etikette und Leidenschaft. So kann es als eine Kritik an gesellschaftlichen Normen gesehen werden - die das Individuum mit Macht in ungewollte Muster drängt, Liebe und Freundschaft verbieten und unmoralische Taten rechtfertigen. Oder schlicht das tatsächlich Menschliche verbietet.

    Die Sprache ich freilich ab und an etwas geschwollen und muss ggf. ein zweites Mal gelesen werden. Dennoch ist der Sinn und Hintergrund einfach zu fassen. So sind auch die Handlungen der Figuren zu jeder Zeit nachvollziehbar, außer es handelt sich um einen Komplott. - Eine Sache die wie ich finde besonders gut gelungen ist, da man gleichzeitig mit der Hauptfigur an Anderen zu zweifeln beginnt.

    Wer also auf tragische Helden aus dem typisch leidenschaftlichen Sturm und Drang steht kommt bei diesem Stück voll auf seine Kosten und wird nicht eine Sekunde enttäuscht werden.

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