Bücher mit dem Tag "fremdwörter"

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36 Bücher

  1. Cover des Buches Die Eleganz des Igels (ISBN: 9783423429917)
    Muriel Barbery

    Die Eleganz des Igels

     (836)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Die Leute meinen, sie verfolgen die Sterne,  und dann enden sie wie Goldfische in einem Glas."

    "Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery war für mich eine ganz besondere Lektüre. Tiefgründig, philosophisch, offenherzig und doch auch sehr amüsant, hat mir dieses Buch wirklich einige schöne Stunden beschert. (Übersetzt von Gabriela Zehnder.)

    Darum geht's: Wir befinden uns in der Rue de Grenelle 7 in Paris. In diesem Stadtpalais wohnen Minister, Restaurantkritiker, kurz: wichtige, reiche Leute. Natürlich darf in solch einem Domizil kein Concierge fehlen, der sich um die Belange der Bewohner kümmert. Und in der Rue de Grenelle wird dieser Posten seit vielen Jahren von Madame Renée Michel bekleidet. Doch Renée führt ein "Doppelleben". Nach außen gibt sie sich als einfältige Concierge, doch eigentlich ist sie sehr gebildet und interessiert sich auch sehr für Philosophie. Auch Paloma Josse lebt ihn diesem Stadtpalais. Dieses zwölfjährige, sehr intelligente Mädchen durchblickt mehr als die Erwachsenen um sie herum ahnen, geschweige denn selbst durchblicken. Und sie hat für sich beschlossen, dass sie ihrem Leben an ihrem 13. Geburtstag ein Ende setzen wird. Denn auf die verlogene Welt der Erwachsenen gedenkt sie zu verzichten. So geht das Leben in der Rue de Grenelle 7 seinen Gang, bis zu dem Tag, an dem Monsieur Ozu einzieht...

    "Im Grunde sind wir programmiert, an das zu glauben, was nicht existiert, weil wir Lebewesen sind, die nicht leiden wollen. So wenden wir unsere ganze Kraft auf, uns zu überzeugen, dass es Dinge gibt, die es wert sind, und dass das Leben einen Sinn hat."

    Was soll ich sagen, dieses kleine umscheinbare Büchlein war ein richtiges Fest! Ein Fest der Sprache. Ein Fest der Gedanken. Ein Fest der Philosophie. In diesem rund 360 Seiten steckt so viel! Beim Zuklappen der letzten Seite war ich traurig und zugleich unglaublich glücklich. Traurig, weil das Buch am Ende etwas traurig wurde und auch weil es ohnehin das Ende des Buches war. Und glücklich, weil ich dieses Buch nun endlich gelesen habe. (Warum erst jetzt?!)

    Paloma ist ein unglaublich reizendes, kleines Persönchen. Intelligent, unverfälscht und erfrischend. Ihr Blick auf die Welt ist unverklärt - sie durchschaut die Lügen, die wir uns selbst jeden Tag aufs Neue erzählen und entscheidet für sich, dass sie so nicht enden will. Im Laufe der Geschichte versucht sie das Eine zu finden, das sie vielleicht noch umstimmen kann oder das sie zumindest noch erleben möchte ehe sie geht. Renée hingegen hat ein tiefes Trauma und ist in alten Konventionen gefangen. Doch in dieser Geschichte zeigt sich einmal mehr, dass wir mit Glück auf einen Menschen treffen, der uns wirklich sieht und der uns auch andere Facetten des Lebens und Denkens aufzeigt. Facetten, die die Welt in neuen Farben strahlen lassen...

    "Was schön ist, erhaschen wir, während es vergeht. Es zeigt sich in der vergänglichen Gestalt der Dinge in dem Moment, da wir gleichzeitig ihre Schönheit und ihren Tod sehen."

  2. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (ISBN: 9783730602096)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

     (185)
    Aktuelle Rezension von: derMichi
    Auch wenn man Deutsch in der Schule eher zum Davonlaufen fand, Bastian Sick hat auf unterhaltsame Weise dafür gesorgt, dass man sich auch ganz zwanglos mit Rechtschreibung und kuriosen Sprachphänomenen befassen kann. Viele Bücher, Brettspiele, Bühnenshows und Merchandiseartikel später ist es Zeit für ein Best-Of von "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod". Die vorliegende gebundene Ausgabe enthält die ersten drei Bände der beliebten Zwiebelfisch-Kolumne, die ein wenig Orientierung im "Irrgarten der deutschen Sprache" verheißt.

    Aus der Perspektive eines Philologen kann man es theoretisch gar nicht genug würdigen, was diese Bücher leisten. Seltsame Schreibweisen, sprachliche Zweifelsfälle und Streitpunkte begegnen aufmerksamen Alltagsbeobachtern ständig, von der Vielfalt regional unterschiedlicher Ausdrucksweisen ganz zu schweigen. Entsprechend weit gefächert sind die Themen der ersten drei Bände. Neben ausführlichen Kolumnen zu bestimmten Phänomenen finden auch Leserbriefe, Tabellen mit unterschiedlichen Schreibweisen und Quizspiele ihren Platz.

    Das alles beschreibt Sick so unterhaltsam, dass sich niemand rüde korrigiert fühlen müsste, sondern immer so, dass man über eigene Fehler schmunzeln und die Sprache gleichzeitig besser verstehen kann. Der lockere zugängliche Stil wird Wissenschaftlern vermutlich nicht genügen, für strenge Linguisten ist die Lektüre sicher ohnehin zu trivial. Nebenbei kann man als Normalsterblicher aber unter anderem anhand der übersichtlichen Tabellen und alphabetisch geordeneten "ABCs des Zwiebelfischs" viel über die jeweiligen Sprachphänomene lernen und bereits vorhandenes Wissen vertiefen. Und man nimmt notorischen Besserwissern mit der Tatsache, dass die offiziellen Rechtschreibregeln in wahrlich vielen Fällen Ausnahmen oder mehrere Möglichkeiten erlauben, den Wind aus den Segeln.

    Im Regal macht diese Ausgabe auch neben den offiziellen Beiträgen aus dem Hause Duden (die zufällig fast das selbe Format haben) einiges her und enthält darüber hinaus alle Anhänge und Inhalte der Originalausgaben. Schade ist lediglich, dass das relativ dünne Papier leicht reißt und schnelles Nachschlagen damit erschwert wird. Darüber hinaus gibt es leider kein Gesamt-Inhaltsverzeichnis, sondern erst nach dem Ende eines Bandes erfährt man, was im nächsten geschrieben steht. Darüber hinaus ist dieser Band ein guter Einstieg in die Auseinandersetzung mit sprachlichen Sonderfällen und der Rechtschreibung an sich.

    Seitenzahl: 768
    Format: 12,2 x 18,7 cm, gebunden
    Verlag: Anaconda
  3. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 3 (ISBN: 9783462301120)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 3

     (194)
    Aktuelle Rezension von: janett_marposnel
    Heißt es das Kaugummi oder der Kaugummi und wie sieht es mit dem Artikel für das Substantiv Puder aus? Der oder das Puder? Und übrigens ist die "reformierte Reform" kein Pleonasmus, sondern unsere Rechtschreibreform mit allen Irrungen und Wirrungen, die Bastian Sick amüsant aufs Korn nimmt. Es ist nun bereits der dritte Teil dieser grammatikalischen Reise und manchmal merkt man das auch, denn in diesem Teil sind einige Kapitel dabei, die mein Interesse nicht mehr ganz so stark geweckt haben. Herzhaft gelacht habe ich aber beim Lesen des Kapitels über den Vonitiv, der Tod von dem Genitiv. Außerdem war mir bislang nicht bekannt, dass der bei uns in Verruf geratene „Negerkuss“ in Österreich "Schwedenbombe" genannt wird. Da war ich echt geschockt oder doch schockiert? Wussten Sie, dass es in der deutschen Sprache nicht nur ein Fugen-s, sondern auch ein Fugen-n gibt? Nein? Dann sollten Sie auch den dritten Teil dieser unterhaltsamen Reise durch unsere Sprache lesen. Eigentlich würde ich vier Sterne vergeben, aber es gibt einen Sympathiestern dazu, denn mir ist diese Trilogie ans Herz gewachsen.
  4. Cover des Buches Verkauft (ISBN: 9783800080014)
    Constanze Dennig

    Verkauft

     (44)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989

    Das Cover des Buches passt sehr gut zum Inhalt, die erste Beobachtung zu dem Fall macht Alma Liebekind auch in einer Klink und auch die Stimmung des Bildes passt sehr gut zu der Handlung, die dann folgt. 

    Als Alma Liebekind eine seltsame Beobachtung in einem Wiener Sanatorium macht, in dem sie wegen einer Fehlgeburt behandelt wird, fragt sie sich, ob man hier ein Verbrechen verschleiern möchte und beginnt sich zusammen mit ihre Mutter auf eine nicht ganz ungefährliche Spurensuche...

    Constanze Dennig streift im Buch das sehr aktuelle Thema der Flüchtlingspolitik, aber das auch nur am Rande und das ist etwas schade, weil das hätte man etwas mehr einbinden können. Es fehlt hier einfach etwas der Fokus auf die Herkunft der Frau, die nachts ins Sanatorium eingeliefert wird. 

    Alma ist als Hauptprotagonistin etwas schwierig, sie ist irgendwie keine Figur, die man ins Herz schliesst, aber so ergeht es dem Leser mit allen Figuren, sie bleiben etwas blass, man kann sie nicht wirklich greifen. 

    Constanze Dennig beginnt nicht gleich mit dem wirklichen Fall, sie legt die Geschichte so an, dass man erstmal etwas die Charaktere und deren Einbettung in ihr Leben, so das es zu Beginn nicht wirklich wie ein Krimi anmutet, leider wird das auch im Verlauf des Buches nicht besser, weil der Spannungsbogen nicht wirklich vorhanden ist. 

    Constanze Dennig hat einen sehr interessanten Schreibstil, man kommt sehr gut in die Geschichte rein und durch ein paar kleine wienerische Feinheit kommt auch etwas der österreichische Charme des Buches durch. Sie hat eine sehr auffallende Sprachwahl, so dass man immer wieder Begriffe aus dem lateinischen oder dem Dialekt als Fussnote erklärt werden muss. Gewollt spannend legt sie kleine Spuren, die sie dann später im Buch wieder aufnimmt und deren Bedeutung erst dann klar wird, aber die auch nicht wirklich zur Spannung beitragen. 

    Dieser Band ist bereits der 4. Band der Reihe, an sich ist der Fall abgeschlossen, wer sich aber für die Figuren an sich interessiert und gerne mehr als den Steckbrief zu Beginn des Buches haben möchte, sollte mit Band 1 der Reihe starten. Wenn man erst mit Band 4 einsteigt, ist es etwas schwierig, die Personen immer klar zuzuordnen und sich die Beziehungen der Charaktere zu erschliessen. 


    Fazit: 

    Die Idee des Krimis ist wirklich gut, aber in der Umsetzung ist es eher ein spannender Roman als ein Krimi. Irgendwie steht der Fall eher so neben den Beziehungen zwischen den Charakteren und gewinnt nicht wirklich die Oberhand. 

    Constanze Dennig hat einen etwas spezielle Art zu schreiben, an die man sich gewöhnen muss und die sicher nicht jeder so gut findet, weil man manchmal eben erstmal die Fussnoten lesen muss und das schon im Lesefluss etwas stört. 

    Alles im allem kann man sagen, der Plot ist gut, das Cover auch, aber der Schreibstil, die Charaktere und auch der Fortgang der Handlung überzeugt nicht. Man muss sich sehr auf das Buch einstellen, weil der Humor und auch das Ermittlerduo aus Mutter und Tochter nicht wirklich zu der Krimiidee passen wollen. 

  5. Cover des Buches Froschkönig (ISBN: 9783257239348)
    Adam Davies

    Froschkönig

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Harry Driscoll hat einen super Abschluss an einer Elite-Universität und hätte sofort in die Anwaltskanzlei seines Vaters einsteigen können, aber das ist ihm zu fad. Er liebt Bücher und arbeitet deswegen als Assistent in einem New Yorker Verlag. Er schreibt auch selbst und genießt auch sonst das Leben in vollen Zügen. Sein täglicher Lichtblick ist die süße Evie aus dem Verlag und auch sie fühlt sich angezogen von ihm und bald haben sie eine hefitge Affäre, aber mehr will Harry irgendwie nicht. Sehr lustig, realistisch, einfach aus dem Leben gegriffen. Für alle Fans von Nick Hornby und Tommy Jaud.

  6. Cover des Buches DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021 (ISBN: 9783608964738)
    Raphaela Edelbauer

    DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Seit den Diskussionen um ChatGPT ist das Thema der Künstlichen Intelligenz wieder in aller Munde. Und auch ich wollte gerne einmal wieder ein Buch zu diesem Thema lesen. Meine Wahl fiel auf „Dave“ von Raphaela Edelbauer; ein Buch, das sehr gelobt wurde. So wird auf dem Klappentext Denis Scheck mit der Aussage „Ein Geistesblitz von einem Roman!“ zitiert. Und auch erhielt das Buch den österreichischen Buchpreis 2021. Man sollte also annehmen, dass es sich um einen großartigen Roman handelt, oder etwa nicht?

     

    Eines kann ich vorweg jedenfalls sagen: Es ist eine anspruchsvolle Lektüre. Die Autorin formuliert an vielen Stellen komplex und abstrakt, manchmal surrealistisch, auch sind einige seltene Fremdworte anzutreffen. Anstrengungsbereitschaft wird also beim Lesen absolut vorausgesetzt. Mir hat es schon stellenweise etwas die Freude am Lesen verdorben. Ich empfand die Sprache passagenweise als künstlerisch überformt. Andererseits passt dieser Sprachduktus zu der entworfenen, technisierten Gesellschaft, die die Erforschung und Entwicklung der Künstlichen Intelligenz als ihr wichtigstes Ziel ansieht und sich viele Gedanken darum macht, was ein mögliches künstliches Bewusstsein auszeichnet.  

     

    Die Zukunftsvision, die die Autorin entwirft ist düster, dystopisch-pessimistisch (in meinen Augen stellenweise auch arg überzeichnet und unrealistisch). Die Erde scheint unbewohnbar geworden, die Menschheit hat sich selbst zugrunde gerichtet, dargestellt wird in erster Linie das Leben in der Forschungseinrichtung, die streng hierarchisch organisiert ist und sich durch totalitäre Züge auszeichnet (z.B. durch vollständige Überwachung). In dem Forschungszentrum zeichnen sich die Menschen durch eine fanatische Technologiegläubigkeit aus. Sie setzen alles daran, die künstliche Intelligenz Dave mit menschlichem Bewusstsein auszustatten, damit die KI alle menschengemachten Probleme löst.

     

    Es gibt Anhänger unterschiedlicher Strömungen, die verschiedene Erwartungen mit der Entwicklung von Dave verknüpfen. Einige wollen ihr Bewusstsein in Dave hochladen, um auf diese Weise ewig weiterleben zu können (Transhumanisten), andere wollen die KI nutzen, um den Weltraum zu erforschen und zu besiedeln (Neoterraner).

     

    Im Zentrum der Handlung steht der Programmierer Syz, der als „subject zero“ fungieren soll. Seine Erinnerungen sollen protokolliert und in Dave übertragen werden. Sein Bewusstsein soll Vorbild für das programmierte Bewusstsein von Dave werden. Dave soll ihm nachgebildet werden. Dafür soll Syz vor allem solche erinnerten Situationen berichten, die für sein Leben prägend gewesen sind. Ziel ist die Erzeugung einer elektronischen Psyche, eines künstlichen Charakters. Im Zuge dieser Tätigkeit erlebt Syz einen sozialen Aufstieg und lernt eine elitäre Parallelwelt innerhalb des Labors kennen. Was ich mich bei der Lektüre in diesem Zusammenhang gefragt habe: Was zeichnet Syz aus? Warum ist gerade er als „subject zero“ ausgewählt worden? Hierzu hätte ich mir noch ein paar Informationen gewünscht.

     

    Die Grundidee des Romans ist also schon relativ abgedreht. Interessant fand ich aber solche Stellen, in denen man angeregt wird, über die folgenden Fragen nachzudenken: Was ist Bewusstsein? Was ist freier Wille? Was macht Persönlichkeit aus? Kann man ein digitales Abbild einer menschlichen Psyche programmieren und welche Konsequenzen hätte das? Und wie schafft man es eine sich selbst ordnende Struktur zu programmieren? Spannend fand ich in diesem Zusammenhang auch die Idee eines relativen Bewusstseins, also eines Bewusstseins, das erdacht wurde. Hier stellt sich wieder die Frage, ab wann eine KI überhaupt zu einem eigenen Wesen wird. Wie kann man eine KI kreieren, die sich selbst kreieren kann? Und wie findet man eigentlich heraus, ob eine Maschine bewusst agiert? Und was ist besser: Eine von Menschen kontrollierte KI oder eine autarke KI? Fragen über Fragen. Und hierin sehe ich die große Stärke des Romans, der Inhalt regt dazu an, genau solche Dinge zu durchdenken. Das finde ich stark! Allerdings hätte ich es noch besser gefunden, wenn der Roman auch selbst noch mehr Antworten auf diese Frage mitgeliefert hätte.

     

    Während der Lektüre fragt man sich vor allem, ob es gelingen wird, Dave „ins Leben zu rufen“ und wie sich die Entwicklung einer Künstlichen Intelligenz auf das menschliche Zusammenleben auswirkt. Werden die Hoffnungen der Menschheit erfüllt, die Probleme außerhalb des Labors zu lösen? Hier bleibt jedoch leider vieles offen. Das fand ich wiederum etwas schade. Und was ich auch kritisch anmerken will, ist der Umstand, dass das Buch schon auch seine Längen hat. Aber nun gut, welches Buch hat das nicht? Hinzu kommt die unnötig sperrige Sprachgestaltung an einigen Stellen, die ich bereits erwähnt habe. Die Auflösung am Ende hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen, auch fand ich einige Passagen zu chiffriert und surreal. Manchmal gerät die Herangehensweise an das Thema auch zu abstrakt-philosophisch. Dem Werk fehlt in meinen Augen eine schlichte Eleganz.

     

    Fazit: Das Buch zeichnet sich durch eine recht abgedrehte Grundidee aus. Gut ist, dass man beim Lesen dazu angeregt wird, viele interessante Fragen zu durchdenken. Leider liefert der Roman selbst aber wenig Antworten oder driftet zu sehr ins abstrakt-philosophische ab. Das fand ich schade. Weitere Aspekte, die ich bemängeln möchte: Das Buch hat schon auch seine Längen, passagenweise ist die Sprachgestaltung unnötig sperrig. Einige Passagen sind zu chiffriert und surreal, die Auflösung am Ende hat mich nicht überzeugt. Dem Werk fehlt es an einer schlichten Eleganz. Deshalb auch nur 3 Sterne.

  7. Cover des Buches Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 4 (ISBN: 9783462041644)
    Bastian Sick

    Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod - Folge 4

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Deutsche Sprache, schwere Sprache!

     

    Zum Inhalt:

    Neues aus dem Tiergarten der deutschen Sprache
    Uhu - Tier und Kleber in einem! Aber wie sieht das Ganze im Plural aus? Uhus oder vielleicht doch eher Uhue? Und was ist dann mit dem Kuckuck, sprechen wir da von Kuckucks oder Kuckucken? Sprachpflege oder Tierpflege - auch für Bastian Sick häufig genug eine Herausforderung.´
     Abermals taucht Bastian Sick in die tiefen Wasser - oder Wässer? - der abenteuerlichen deutschen Sprache ein und begibt sich auf die Jagd nach Zwiebelfischen. Er nimmt den Leser mit auf eine unterhaltsame Reise in die Welt der Stilblüten und Paradoxe, der grandiosen etymologischen Verballhornungen und regionalen Besonderheiten. Warum heißt der Maulwurf eigentlich Maulwurf? Wachsen Schattenmorellen im Schatten? Ist der Hirsch das männliche Pendant zum Reh und was hat das alles mit Bambi zu tun? Spätestens wenn man von ›eingefleischten Vegetariern‹ spricht, dann sind Flora und Fauna ein undurchdringlicher Dschungel. Auf humorvolle Weise beweist Bastian Sick zum nunmehr vierten Male, dass man eben nie auslernt!

     

    Cover:

    Das Cover ist nicht sonderlich spektakulär. Es zeigt lediglich ein Klemmbrett, auf dem der Titel prangert. Eyecatcher sehen anders aus, wer aber die Reihe rund um die Rechtschreibferkeleien und deren Aufklärung durch Sick mag, der wird hier auch beherzt zugreifen.

     

    Eigener Eindruck:

    Der deutsche Rechtschreibdschungel ist groß und tückisch. Immer wieder ertappt man sich selbst dabei, wie man Fehler macht. Sei es bei Satzzeichen, Redewendungen, Zeitformen. Irgendwelche Fehler haben sich bei dem Einen oder Anderen durchaus eingeschlichen und die wird man auch nicht mehr so schnell los. Abhilfe schafft das nun schon vierte Buch der Reihe „Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod“ aus der Feder von Bastian Sick. Wer die Bücher bereits kennt, der weiß, dass die Art und Weise des Autors für seine Kolumne in der Zeitung durchaus passend ist, jedoch auf die Masse eines ganzen Buches doch erdrückend wirkt und dem Leser die Nachricht übermittelt, dass man einfach doof ist, nur eben der Autor selbst nicht, der sich mit seiner lustigmachenden Art irgendwie rein menschlich ins Aus katapultiert. Vielleicht ist das nicht so gemeint, kommt aber voll und ganz so rüber und zieht sich leider wie ein roter Faden durch seine vier Bücher. Trotzdem ist das was Bastian Sick aber präsentiert gut recherchiert und durchaus einleuchtend und die eine oder andere Graupe, die man vielleicht selbst innehat, kann hier behoben werden, wenn man sich tapfer durch das Büchlein arbeitet. Ich empfehle das Buch häppchenweise zu genießen, denn man bekommt hier so viel Input, dass man kaum alles auf einmal begreifen kann. Das Buch ist vom Thema her aber auch recht trocken, sodass es durchaus nicht für Jedermann ist.

     

    Fazit:

    Das Buch erklärt anschaulich die Tücken der deutschen Rechtschreibung, jedoch sollte man damit klarkommen, dass die Art des Autors arg von oben herab ist. Nobody is perfect… nur Herr Sick, der ist es scheinbar.

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783462041644

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 224 Seiten

    Verlag: Kiepenheuer & Witsch

    Erscheinungsdatum: 24.09.2009

     

  8. Cover des Buches Liebe und andere Fremdwörter (ISBN: 9783841421616)
    Erin McCahan

    Liebe und andere Fremdwörter

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Buechereule

    Nun denn, versuchen wir uns (okay, nur ich mich,) mal ein einer Rezension, wie ich schon mehrere gesehen habe. An alle denen das zu lang wird: Scrollt runter zum Fazit.


    Zum Umschlag: Das Cover ist okay, ich persönlich mag solche, die mehr zu bieten haben als Schrift lieber, aber was soll's. Der Klappentext ist, obwohl recht knapp, sehr passend, nichts zu beanstanden soweit.


    Die Geschichte: Es geht um die 15-, beziehungsweise 16-jährige Josie, hochbegabt. Ihre ältere Schwester will heiraten, jedoch ist Josie ganz und gar nicht einverstanden. Dann hat sie selbst auch noch Ärger mit der Liebe und... 

    Ach, was erzähle ich hier eigentlich schnöde vom Inhalt. Die, die das Buch gelesen haben, wissen es schon, und der Rest muss es halt rausfinden. (Kleiner Tipp meinerseits: Lesen ist zu diesem Zweck eine äußerst effektive Methode ;)!) Springen wir also direkt zum:

    Schreibstil: Gerade so hoch, dass ich noch drankomme, obgleich ich manche Ausdrücke nicht kenne, erschließen sie sich meistens, wobei die Betonung auf meistens liegt. (À propos: Kann mir jemand sagen, was equolent (schreibt man das so?) bedeutet? Danke im voraus!)

    Die Charaktere: Authentisch, interessant, man kann sich bestimmt mit einem identifizieren. Und wenn nicht ist es auch nicht schlimm. Ich mag Josies Humor.


    Ich muss noch eine Kategorie hinzufügen, ohne die ich nicht auskäme:

    Was ich so mitgenommen habe: Ich sollte mal auf dieses Sprachdings achten. Das ist mir vorher nicht so bewusst gewesen, aber wann man so darüber nachdenkt, erscheint es extrem plausibel. Ansonsten ist hier schon wieder der beste Freund am Ende die große Liebe. Außer "Kissing Booth" fällt mir auch kein Gegenbeispiel ein. Jemandem von euch?

    Fazit: Gut geschrieben, interessante Charaktere, tolle Geschichte (obwohl sie am Anfang nicht direkt ins Rollen kam) Daher:

    Ein sehr gutes Buch, das sich seine fünf Sterne verdient hat.



  9. Cover des Buches Ich, Oliver Tate (ISBN: 9783499246104)
    Joe Dunthorne

    Ich, Oliver Tate

     (46)
    Aktuelle Rezension von: elin
    Oliver Tate ist nervig - aber auf eine liebenswerte Art nervig (nicht die, das Buch ist nervig). Er ist besserwisserisch, neunmalklug und hat einen Ratgeber geschrieben, wie man am besten durch die Schule kommt, ohne gemobbt zu werden. Anpassung ist da wichtig! Und wenn es sein muss, eben die Schwächeren mobben, um nicht selbst den Größeren, Stärkeren aufzufallen. Seine Eltern könnten einem glatt leid tun. Er beobachtet sie wie ein kleiner Vogel aus seinem Nest. Hatten sie heute nacht Sex? - Nein, der Dimmschalter im elterlichen Schlafzimmer ist auch am nächsten Morgen nicht heruntergedreht. Und wenn seine Eltern keinen Sex haben, so schlussfolgert Oliver, müssen sie gewaltige Probleme haben. Urplötzlich taucht dann auch noch der Ex-Freund seiner Mutter auf und bringt so einiges in Olivers Kopf durcheinander. Klar muss sich Oliver da dann einmischen und ist dabei ziemlich rücksichtslos. Hut ab vor Olivers Eltern und seiner Freundin und diesem gewaltigen Humor, mit dem sie Oliver ertragen. Minuspunkt: Der mir doch etwas sehr ausführliche Teil von Olivers erstem Mal, der nicht ganz jugendfrei ist.
  10. Cover des Buches "Ausgewanderte Wörter" (ISBN: 9783499623530)
    Jutta Limbach

    "Ausgewanderte Wörter"

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Dass in den allgemeinen Gebrauch der deutschen Sprache viele Wörter aus anderen Sprachen - meist englische und französische - Einzug gehalten haben, ist ausreichend bekannt. Mit Wörtern wie zum Beispiel: Anorak, Tohuwabohu, Amok und tabu wurde auch in noch weit entfernteren Gefilden 'fremdgefischt'. Im besprochenen Buch wurde nun einmal in die andere Richtung geschaut. Welche deutschen Wörter haben in anderen Sprachen, bis in weit entfernte Gebiete dieser Welt ihre Nische gefunden? Im Jahr 2004 hat federführend die „Gesellschaft für deutsche Sprache“ eine internationale Ausschreibung initiiert. Eine kleine Auswahl der Zuschriften (einige Tausend) hat (ohne Lektorat) Eingang in das Buch gefunden.

    Entstanden ist eine spannende Lektüre mit einigen Aha-Erlebnissen (z.B. sagt man im Hebräischen zu @ = Strudel). Dabei haben die ausgewanderten Wörter nicht immer ihre ursprüngliche Bedeutung beibehalten (das russische Butterbrot hat gar keine Butter als Auflage) und von der Schreibweise oder Aussprache her wurden sie häufig von der Landessprache assimiliert.

    Meine persönlichen Highlights sind u.a.: 'Kaffepaussi' und 'Besservisseri' aus Finnland, 'Oom-Pah-Pah-Music' aus Australien für Blasmusik; 'nusu kaput' (halb kaputt) für Narkose auf Kiswahili und 'Arbeito' aus Japan für den Zweitjob.

    Besonders schön ist, dass mitunter ganze deutsche Sätze sinnentfremdet wurden und dadurch schöne Wörter wie 'wihaister', 'vasistas' und 'aberjetze' entstanden sind. In Burundi heißen die Deutschen übrigens „dagi“, eine Abkürzung von „Guten Tag“.

    Manchmal hat auch ein schönes wechselseitiger Austausch stattgefunden. Während man in Italien „un blitz“ für Razzia sagt, hat bei uns das italienische Wort Einzug gehalten.

    Das Urwort aller US-Amerikaner: „okay“ hat umgekehrt hingegen eine deutschsprachige Abstammung in der Abkürzung „o. K.“, was 'ohne Korrektur' bedeutet und letztendlich wieder in die alte Heimat re-importiert wurde.

    Mit „Ach so!“ aus dem arabischsprachigen Raum habe ich meine ganz eigenen Erfahrungen aus meiner Zeit am Goethe-Institut Ende der 80iger Jahre. Viele Studenten aus Jordanien, Syrien oder Saudi Arabien hatten einen riesigen Spaß damit und ich fühlte mich von ihnen mitunter auf die Schippe genommen. Es kann nun aber gut sein, dass sie es gar nicht vor mir übernommen (nachgeäfft) haben, sondern es bereits vorher in Gebrauch war.

    Bezüglich der zahlreichen Wiederholungen und des mitunter unklaren Aufbaus gebe ich einen Stern Abzug.

    Fazit: Interessante Wortreise.

  11. Cover des Buches Gibt es intelligentes Leben? (ISBN: 9783499620768)
    Dieter Nuhr

    Gibt es intelligentes Leben?

     (218)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    Ich sag es lieber direkt: Das Buch ist auf meinem SaB (Stapel abgebrochener Bücher) gelandet und wird dort auch definitiv bleiben. Nach Seite 117 habe ich es nur ganz grob überflogen und mir die Bilder angeschaut. 

    Wer hier auf Wissenserweiterung mit ein bisschen Komik hofft, liegt ziemlich falsch. Es gibt zwar ein paar Informationen aus Studien und Wissenschaft, aber nicht ausreichend, dass es wirklich nennenswert wäre. Die "Witze" kommen einem sehr gezwungen vor und sind gespickt mit Klischees und Vorurteilen. 

    Leider kein Buch, dass ich empfehlen würde und daher nur 1/5🦉


    Irgendwann fand ich Dieter Nuhr mal witzig, habe aber schon ewig nichts mehr von ihm gesehen oder gehört. Vielleicht hat sich mein Geschmack auch geändert. Das sollte ich mal auf die Probe stellen. Das Buch ist übrigens auch schon aus dem Jahr 2006 und somit 15 Jahre alt (wie die Zeit vergeht 🙈), da können sich Meinungen ändern. Das Buch habe ich allerdings irgendwo günstig bekommen oder aus einem öffentlichen Bücherregal und habe mich erinnert, dass ich das Buch mal lesen wollte. Es lag jetzt aber auch schon Jahre auf meinem SuB. 


  12. Cover des Buches Michael Ende (ISBN: 9783650401229)
    Birgit Dankert

    Michael Ende

     (18)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck
    Die Biografie Michael Endes von Birgit Dankert basiert auf hervorragender Recherchearbeit und bietet wertvolle Hintergrundinformationen zu Werk und Leben des Autors. Die komplexen Zusammenhänge werden in einer stilistisch einwandfreien und elaborierten Sprache dargestellt. Die Autorin betrachtet den oftmals mystifizierten Schriftsteller Michael Ende mit einem klaren, nüchternen Blick und wissenschaftlich gebotener Genauigkeit. Jene Stelle der Biographie allerdings, wo aus dem Gedicht "Die Süchtige" mit der lapidaren Bemerkung "Dies gehörte wohl auch zum Leben in Genzano" (Pos. 2631) eine Drogensucht von Endes Ehefrau Ingeborg Hoffmann angedeutet wird, ist eine bloße Mutmaßung. Auch Klatsch und Tratsch unter Freunden sind kein überprüfbarer Beleg. ("Freunde berichten, wie Michael Endes sprühende, mitreißende Fröhlichkeit und geistvolle Witzigkeit, die ganz auf sein jeweiliges Gegenüber fokussiert war, später mit zunehmendem Erfolg seiner Arbeit und den enormen Einkünften verebbte. Die Wandlung zum gefühllosen Showstar, die Gigi unter dem Einfluss der grauen Herren durchmacht, ist ihm selbst nur zu bekannt." Pos. 2750) Vermutungen und Hörensagen sind keine literaturwissenschaftlichen Kategorien und legen einen kleinen Schatten auf die ansonsten in gebotener Akribie verfasste Biografie, deren großes Verdienst es ist, ein umfassendes und differenziertes Bild des weltbekannten Schriftstellers Michael Ende zu vermitteln.
  13. Cover des Buches Das Fremdwörterbuch (ISBN: 9783411040636)
    Dudenredaktion

    Das Fremdwörterbuch

     (22)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Wissen für Millionen (ISBN: B001BEKRGQ)
    Creativ

    Wissen für Millionen

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Duden - Vom deutschen Wort zum Fremdwort (ISBN: 9783411716418)
  16. Cover des Buches (Duden) Der kleine Duden, 6 Bde., Bd.5, Fremdwörterbuch (ISBN: 9783411046744)
  17. Cover des Buches Lexikon der Fremdwörter (ISBN: B0018WY59Q)
  18. Cover des Buches Actio. Lateinisches Unterrichtswerk / Vokabelheft 1 und 2 (ISBN: 9783126231503)
  19. Cover des Buches Woerterbuch fuer Anlagenmechaniker (Sanitaer-, Heizungs- und Klimatechnik) Uebersetzungen in deutsch-englisch - german-english Dictionary for Plant Mechanic for HVAC and Sanitary Engineering (ISBN: B01N1X0DXB)
  20. Cover des Buches Fremdworterbuch (ISBN: 3411040564)

    Fremdworterbuch

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Der kleine Duden (ISBN: 9783411046751)

    Der kleine Duden

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Duden. Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 85.000 Stichwörter (ISBN: 9783411041626)

    Duden. Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 85.000 Stichwörter

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Viele Fremdwörter werden in diesem Buch, teilweise mit Lautschrift, erklärt. Ebenso gibt es Angaben über die Herkunft und die verschiedenen Schreibvariantern.
  23. Cover des Buches deutsch-englisch Woerterbuch + Begriffe-Verzeichnis fuer Elektroniker Geraete und Systeme (Funktechnik Fernsehtechnik Elektronik Multimedia Telekommunikation ... Messen-Steuern-Regeln EDV) (German Edition) (ISBN: B06XXBK8BR)
  24. Cover des Buches Duden 08. Das Synonymwörterbuch. Ein Wörterbuch sinnverwandter Wörter (ISBN: 9783411040834)

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