Bücher mit dem Tag "frankfurt am main"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "frankfurt am main" gekennzeichnet haben.

111 Bücher

  1. Cover des Buches In ewiger Freundschaft (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 10) (ISBN: 9783550081040)
    Nele Neuhaus

    In ewiger Freundschaft (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 10)

     (289)
    Aktuelle Rezension von: Minky

    Inhalt

    Die ehemalige Programmleiterin des renommierten Winterscheid-Verlags wird vermisst. Pia Sander und Oliver von Bodenstein nehmen die Ermittlungen auf. Im Haus der Vermissten werden Spuren eines Blutbads gefunden, doch eine Leiche gibt es nicht. Dafür finden die Ermittler den dementen Vater angekettet im Obergeschoss der Wohnung. Bei den Ermittlungen erhalten Pia und Oliver einen Blick hinter die Kulissen des Verlagslebens und tauchen tief in die Familiengeschichte der Winterscheids ein. Wo ist die Vermisste? Wer hat ihr etwas angetan und welches Motiv hatte er oder sie?

    Meinung

    Seit "Schneewittchen muss sterben" bin ich ein großer Fan der Taunus-Krimis. Die ersten Bände der Reihe habe ich schon vor einiger Zeit gelesen und jetzt habe ich mir den aktuellsten Band vorgenommen.

    Auch, wenn mir die Bände 6 bis 9 noch fehlen, konnte ich mich schnell in Band 10 zurechtfinden und hatte einen super Einstieg in die Geschichte. Dass der Fall in einem Buchverlag spielt und die verschiedenen Jobs in der Branche auch eine kleine Rolle spielen, hat mir persönlich sehr gut gefallen. Als Buchliebhaber und mit einer Ausbildung in einer verwandten Branche, war das für mich das perfekte Szenario für die Handlung. 

    Der Fall ist interessant und spannend aufgebaut. An der ein oder anderen Stelle habe ich etwas den Faden verloren, da nicht nur zahlreiche Personen auftauchen, die entweder miteinander verwandt oder befreundet sind, sondern dass diese Personen sowohl mit ihrem richtigen Namen als auch mit ihrem Spitznamen bezeichnet werden. Da ist es wirklich gut, dass es eine Personenübersicht auf den ersten Buchseiten gibt. 

    Neben dem Fall erfährt man in diesem Band etwas mehr über Bodensteins Privatleben. Diese Exkurse machen den Charakter sehr sympathisch und greifbar und sorgen für einen guten Lesefluss.

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt zur Buchreihe und zur Handlung und wer kann schon etwas Schlechtes über ein Cover mit einer Katze sagen?

    Fazit

    Ein spannender Krimi in einem tollen Setting, der manchmal etwas verwirrend ist: 4 von 5 Sterne und viel Vorfreude auf den nächsten Band der Reihe.

  2. Cover des Buches Wer Wind sät (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 5) (ISBN: 9783548284675)
    Nele Neuhaus

    Wer Wind sät (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 5)

     (760)
    Aktuelle Rezension von: Jenni078

    ...wird Tot ernten

    Ein durchweg spannender Krimi von Nele Neuhaus! Bis jetzt haben mir alle Bücher aus dieser Reihe sehr gut gefallen und dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Es ist sehr facettenreich und spannend.

  3. Cover des Buches Böser Wolf (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 6) (ISBN: 9783548285894)
    Nele Neuhaus

    Böser Wolf (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 6)

     (777)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Das letzte Wochenende habe ich mit diesem Buch verbracht. Es war so spannend, dass ich es kaum weglegen mochte, dabei ist das Thema wirklich nicht ohne. Es geht um Kindesmissbrauch und Pädophilie, also nichts für schwache Nerven. Das Thema wird zum Glück nur angekratzt; es geht nicht ins Detail, ist eher das Hintergrundthema. 

    Die ganze Story ist sehr verwickelt. Es gibt viele handelnde Figuren und erst mit der Zeit entschlüsseln sich die Zusammenhänge. Das hat es für mich noch spannender gemacht. 

    Auch über das Privatleben der beiden ermittelnden Kommissare erfahren wir wieder einiges. Da dieses schon der sechste Band ist, hat man inzwischen das Gefühl, die beiden schon recht gut kennengelernt zu haben. 

    Alles in allem einfach eine sehr gute, spannende und fesselnde Unterhaltung! 

  4. Cover des Buches Sterbegeld (ISBN: 9783423216166)
    Judith Winter

    Sterbegeld

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Bei „Sterbegeld“ handelt es sich um den dritten Kriminalroman um die beiden Frankfurter Ermittlerinnen »Em« und Zhou aus der Feder von Judith Winter. Erneut müssen sie gemeinsam einen komplexen Fall lösen. Der Schreibstil ist geradlinig und flüssig zu lesen. Die Autorin schafft es dabei elegant von einem zum anderen Schauplatz zu wechseln. Auf diese Weise erhält die Geschichte Tempo und man bleibt als Leser stets in der Erwartung was folgen wird. Auch die Hauptfiguren Em und Zhou bekommen erneut wieder mehr Profil. Langsam wird beiden nämlich bewusst, das sie durchaus Sympathie für die jeweils Andere empfinden, und sind nun endlich bereit sich zu duzen. Alles in allem ein fesselnder Krimi der durch die komplizierten Fälle zu unterhalten vermag. Allerdings war mir das Ende zu schnell erzählt. Auch wurden nicht alle Handlungsstränge abgeschlossen – vielleicht Potenzial für einen Nachfolgeband? Man wird sehen/lesen. Von mir gibt es für diesen Teil der Serie eine Leseempfehlung. Bewerten kann ich den Kriminalroman mit 4 von 5 Sternen.

  5. Cover des Buches Siebenschön (ISBN: 9783423214896)
    Judith Winter

    Siebenschön

     (210)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    In diesem Thriller stoßen zwei Ermittlerinnen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Emilia, die ermittelnde Kommissarin muss sich erst einmal mit ihrer neuen Mitstreiterin, Mai Zhou, arrangieren. Diese ist nicht nur ehrgeizig und intelligent, nein sie ist auch noch so bescheiden. Was für ein Schlamassel. Zu allem Überfluss kommt da auch noch eine Mordserie rein. Ein berechnender und besonders akribisch agierender Mörder inszeniert seine abscheulichen Morde geradezu. Während die beiden Ermittlerinnen so ihre Anlaufschwierigkeiten miteinander haben, müssen sie feststellen, dass der Mörder ihnen immer wieder einige Schritte voraus ist. Die Darstellung der beiden Hauptprotagonistinnen und die Krimihandlung ergeben einen tollen Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite den Leser zu fesseln versteht. Die einzelnen Handlungsabläufe verbinden sich allmählich fast wie von selbst zu einem überzeugenden Ganzen. Die Sprache ist flüssig und schnörkellos und durch die geschickt eingelassen Wendungen, weiß man auch nicht zu früh wer der unheimliche Mörder ist. Von mir erhält dieser Thriller eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

  6. Cover des Buches Blinde Rache (ISBN: 9783404178711)
    Leo Born

    Blinde Rache

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah


    Mara Billinsky ist anders und eckt an. So auch bei ihren neuen Kollegen in der Frankfurter Mordkommission. Niemand traut ihr den Job wirklich zu. Doch das hält Mara nicht davon ab als eine brutale Mordserie Frankfurt/Main erschüttert auf eigene Faust zu ermitteln... 

    Mara Billinsky unterscheidet sich schon optisch von ihren Kollegen – sie trägt nur Schwarz ist gepierct und tätowiert. Auch agiert sie lieber allein, im Team zu arbeiten ist nicht so ihr Ding. Ausgerechnet ein eher stiller und vorsichtig zu Werke gehender Ermittler wird ihr zur Seite gestellt. Diesen rüttelt Mara jedoch langsam wach und sie werden doch noch zu etwas, was einem Team nahe kommt. Das Buch ist ein sehr spannender, realistischer Thriller mit aktuellen Themen – kriminelle Jugendliche, Gewalt gegen Frauen.  Für mich ein gelungener Serienstart mit einer tollen Ermittlerin, den man nicht aus der Hand legen kann, bis die letzte Zeile gelesen ist. Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

  7. Cover des Buches Lautlose Schreie (ISBN: 9783404178681)
    Leo Born

    Lautlose Schreie

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    In Frankfurt wurden auf einem Feld die vergrabenen Leichen von sieben Jugendlichen aufgefunden. Die Narben an ihren Körpern deuten auf ein Martyrium kurz vor dem Tod hin. Kommissarin Mara Billinsky will sich mit voller Kraft in die Ermittlungen stürzen. Doch mit ihrer Sturheit und ihren unkonventionellen Methoden verstört sie ihren Chef wie auch den neuen Staatsanwalt - und wird von dem Fall abgezogen. Als sie trotzdem weiterermittelt, kommt sie einem Verbrechen auf die Spur, das ihr das Blut stocken lässt.

    Dies ist der zweite Fall der Kommissarin Mara Billinsky vom Autor Leo Born und wieder einmal hatte ich ein tolles Leseerlebnis.

    Kaum fing ich an zu lesen, wurde ich von der Geschichte aufgesogen. Der Klappentext klingt nicht nur vielversprechend, das Buch besticht durch eine Protagonistin, die polarisierender nicht sein könnte. 

    Mara Billinksy ist anders und dadurch einzigartig. Ihr Aussehen wirkt eher abschreckend als einladend, aber ich mag sie sehr. Wie gerne würde ich mal mit der Protagonistin durch Frankfurt schlendern, das gegenteiliger nicht sein könnte. Auf der einen Seite spürt man ihre Verbundenheit mit der Stadt, auf der anderen ist da diese düstere Atmosphäre, die einnehmend ist und Gänsehaut bereitet.

    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und weist ein angenehmes Erzähltempo auf. Es mangelt nicht an Erklärungen oder Ausführlichkeit, so dass ich an keiner Stelle das Gefühl hatte, dass mir etwas nicht schlüssig genug erklärt wurde. Es gibt keine langen, verschachtelten Sätze, so kam ich gut voran und war eigentlich viel zu schnell durch mit der Geschichte.
    Die Geschichte wird im personalen Stil erzählt. Der Leser begleitet mehrere Charaktere, die alle authentisch ausgearbeitet sind. Mir sind sie zumindest sympathisch und so hatte ich keine Probleme, mich auf sie einzulassen.

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Es wirkt düster und passt dadurch perfekt zur Geschichte. Es hält, was es verspricht, liefert wenn nicht sogar noch mehr.

    Der Thriller liefert alles, was es braucht: Eine mitreißende Handlung, Spannung vom Feinsten und Nervenkitzel ohne Ende. Die Story ist gut durchdacht und bis auf eine kleine Sache war ich wieder total ahnungslos und konnte dadurch perfekt mitfiebern. Ich werde die Reihe definitiv weiterverfolgen. Ich kann gar nicht anders, als fünf Sterne zu vergeben. Und natürlich gibt es auch eine Leseempfehlung!

  8. Cover des Buches PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen (ISBN: 9783955206789)
    Matthias Jösch

    PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Uwes-Leselounge

    Die Geschichte wird einmal aus der Sicht von einem jungen Mann names S. erzählt. Hier erleben wir die Gräueltaten der SS im 2. Weltkrieg hautnah mit, die sehr brutal, ausführlich und schonungslos erzählt werden. Dies war und ist starker Tobak! Parallel zu dieser Geschichte befinden wir uns in der Gegenwart und lernen Adrian von Zollern kennen. Er besitzt eine Dozentenstelle an der Humboldt-Universität in Berlin, die er aber gekündigt hat, um seine neue Stelle beim BND anzufangen. 

    Durch den Erwerb einer Holzkiste bekommen es Adrian, sein bester Freund Sebastian und dessen Schwester Violetta mit einer Organisation zu tun, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das 3. Reich wie ein Phoenix aus der Asche auferstehen zu lassen, um eine neue Weltordnung zu schaffen. Aber was hat dies alles mit der Holzkiste und den Schallplatten zu tun? Währenddessen geht die junge und schöne Israelin Shari verschiedenen Hinweisen bezüglich einer Verschwörung nach und dabei stößt sie auf Adrian und seine Freunde. Es beginnt eine gnadenlose Jagd quer durch Deutschland, Österreich, England, Argentinien, Israel und Syrien nach Hinweisen aus der Vergangenheit. Wird es unseren Protagonisten gelingen, den Plan der Organisation zu vereiteln oder fällt Deutschland und Europa in die Zeit des 2. Weltkrieges zurück?

    Mit dieser Geschichte arbeitet der Autor Matthias Jösch unsere Vergangenheit rund um den 2. Weltkrieg und der Herrschaft von Hitler auf. Dies tut er in einer schonungslosen und mitunter sehr brutalen Weise. Eigentlich bin ich schon recht hart im Nehmen, was so etwas angeht, aber gerade das Thema Judenverfolgung und hier speziell Ausschwitz, haben mir teilweise den Atem geraubt bzw. mehrmals schlucken lassen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie ein so großer Hass auf andere Menschen, Religionen oder Ansichten entstehen und man einem einzelnen Mann folgen kann...

    Hier wird dem Leser nochmals ein Spiegel vor das Gesicht gehalten. Und ich möchte hoffen, dass ein solches Szenario wie im Buch beschrieben, niemals eintrifft. Die Protagonisten wurden allesamt gut ausgearbeitet, ohne jedoch einen besonders hervorheben zu wollen. Die Geschichte an sich, ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und weißt eine sehr hohe Spannung auf, die sich zum Ende hin nochmals stark erhöht. So sollte ein Thriller sein. Gerade auf Grund der schweren Thematik des Buches, aber auch der noch relativ jungen Vergangenheit von Eurokrise und ähnlichem, ist das Buch nicht mal eben so weg zu lesen. Ich werde jetzt erst mal ein, zwei Tage Pause einlegen, da mich dieses Buch gedanklich doch noch recht beschäftigt.

    Ich kann das Buch nur empfehlen!

  9. Cover des Buches Todesmelodie (ISBN: 9783426639443)
    Andreas Franz

    Todesmelodie

     (175)
    Aktuelle Rezension von: queenkeen

    Todesmelodie ist der erste Band, der - zumindest zum Teil - von Daniel Holbe geschrieben wurde. In wie fern das Skript von Andreas Franz aufbereitet war, weiß ich nicht.

    Was mir insbesondere gefallen hat, ist die Tatsache, dass man in dem Buch auch mehr Informationen über die anderen Kollegen von Julia Durant bekommen hat. Normalerweise liegt der Fokus sehr stark auf den Hauptprotagonisten Durant und Hellmer, was teilweise etwas mühsam wird, da oftmals Fakten endlos wiederholt werden (was Durant am Abend macht etc.). Da wäre es doch viel spannender, würde man mehr über die anderen Charaktere erfahren. In diesem Band kann ich mich diesbezüglich nicht beklagen :D Ich hoffe sehr, dass Holbe dies so weiterführen wird! 

    Der Fall war okay. Ich fand ihn nicht außergewöhnlich, aber es war auf jeden Fall spannend und mir wurde nicht langweilig. Insbesondere das Ende (etwa die letzten 50 Seiten) waren genial geschrieben und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen! 

    Fazit: Ich freue mich auf mehr! 

  10. Cover des Buches Celeste bedeutet Himmelblau (ISBN: 9783802593888)
    Brigitte Pons

    Celeste bedeutet Himmelblau

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Rezensionen-Isabel

    Ich habe es nicht bereut es zu lesen. Also ich fange jetzt einfach mal mit der Kritik an. Ich finde das Buch hört am Schluss zu schnell auf. Man weiß wer der Mörder ist, er wird.... ,aber was passiert mit dem Mädchen? (Ich habe gehört es wird noch ein bzw. mehrere Bänder geben. Vielleicht kommt das Mädchen, celeste, darin noch vor)ich hoffe es. In der leserund habe ich geschrieben. Ich habe eine verbindung mit dem mädchen. Sie ist einer meiner lieblingspersonen in diesem buch. Daher hoffe dass ich noch etwas höre bzw. Noch etwas lese von ihr. Die Geschichte an sich finde ich sehr schön auch der Schreibstil. Oft lese ich ein Buch und Frage mich kommt man auf so eine geschichte. Wie auch an diesem Buch. Eigentlich bin ich mehr so der fan von Romanen. Doch bei diesem Buch habe ich den Klappentext gelesen und gedacht das muss ich haben. Ich habe aus nicht bereut. Ich kann dieses Buch eigentlich nur weiter empfehlen. Ich hoffe es erscheinen noch viele Bände aus der Reihe.

  11. Cover des Buches Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt (ISBN: 9783802597404)
    Andrea Schacht

    Kyria & Reb - Bis ans Ende der Welt

     (476)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Im Jahr 2125 ist Europa, nun New Europe, NuYu genannt, matriarchalisch geprägt. Kyria, deren Mutter einen hohen Ministerposten einnimmt, ist eine Gendefekte und hat an ihrem 18. Geburtstag schon länger gelebt, als zu erwarten war. Leider verläuft ihr Geburtstag nicht gut, erst erfährt sie, dass sie als Novizin im Tempel aufgenommen werden soll, nicht gerade das, was sie von ihrem weiteren Leben erhoffte, dann wird sie von einer Hornisse gestochen und landet im Heilungshaus. Dort lernt sie Reb kennen, einen Jungen, der ohne Identität im Untergrund lebt – und damit beginnt für Kyria ein Abenteuer, von dem sie nicht erwartet, es zu überleben …

    Ich war sehr auf den Roman gespannt, denn ich bin ein Fan der Autorin, vor allem ihrer in Köln spielenden, historischen Romane. Ziemlich schnell allerdings trat Ernüchterung ein. Der Roman wollte mich so gar nicht packen, ich hatte sehr oft das Gefühl Altbekanntes zu lesen, ich konnte mich nicht so recht mit den Charakteren und auch nicht mit der Welt, die die Autorin entwickelt hat, anfreunden.

    Erzählt wird distanziert und recht emotionslos, und das, obwohl die Autorin Kyria selbst in Ich-Form erzählen lässt. Ein Mädchen, todkrank, aus ihrer gewohnten Welt gerissen, das schnell nicht mehr weiß, wer Freund und wer Feind ist, sollte mehr Emotionen haben – und die möchte ich als Leser auch gerne miterleben können. Mit Reb zankt sie sich ständig, Kyria ist zickig, er ist frech, das soll wohl auflockern und für Humor sorgen, wird aber nach einer gewissen Zeit nervig. Insgesamt sind die Charaktere nicht sehr tiefgehend gezeichnet.

    Ich persönlich finde matriarchalische Gesellschaften interessant. Die Gesellschaft NuYus wurde aus einem bestimmten Grund so aufgebaut, tatsächlich ist sie aber nicht besser als die frühere, die abgelöst und verbessert werden sollte. Interessanterweise lässt Andrea Schacht die Katastrophe, die die Welt verändert, nicht in einer zukünftigen Welt passieren, sondern 1975, wodurch NuYu eher eine Parallelwelt zu unserer ist. Die Gesellschaft der 1970er Jahre bleibt in sogenannten Reservaten bestehen, hier hat sich nichts weiterentwickelt, das empfand ich nicht sehr realistisch, auch die Gesellschaftsform wurde nicht geändert, hier ist die Rollenverteilung altbekannt – und auch bei den Ausgestoßenen, zu denen Reb zählt, ist die Rollenverteilung klar: Frauen kochen und putzen. Ich finde, hier verschenkt Andrea Schacht allerhand, vor allem die Chance, eine Welt zu zeigen, in der Gleichberechtigung herrscht, in der jeder das sein kann, was er möchte (oder zumindest eine Gesellschaft auf dem Weg dorthin).

    Die Geschichte wirkt auf mich recht oberflächlich, hin und wieder auch nicht ganz logisch, z. B., wenn Reb zwar in das Heilungshaus geschafft, dort aber nicht behandelt wird. Dann wieder wirkt sie sehr bemüht jugendlich. Leider ist die Geschichte nicht sehr spannend. Teilweise plätschert sie so dahin, gegen Ende immer mehr, zwischendurch geschehen Dinge zu plötzlich, viele „Überraschungen“ kann der Leser schon vorab ahnen, lediglich die Frage nach dem Warum finde ich interessant. Leider erfährt man in diesem Band nur relativ wenig darüber. Es handelt sich hier um einen Zweiteiler, d. h., Antworten bekommt man erst im Abschlussband. Und tatsächlich hat es die Autorin geschafft, mich auf die Auflösung neugierig zu machen und so werde ich die Fortsetzung vielleicht noch lesen. Ich hoffe auch, dass im zweiten Band einige Dinge, die hier nur angerissen werden, wie die Religion oder die Wagenrennen, überhaupt die Welt, in der Kyria groß geworden ist, etwas ausführlicher dargestellt werden. Im Moment habe ich das Gefühl, als hätte man die Geschichte auch gut in nur einem Band erzählen können.

    Wie gesagt, bin ich Fan der Autorin, doch mit diesem Jugendroman hat sie mich enttäuscht. Ich hatte den Eindruck als wolle Andrea Schacht unbedingt auf der Dystopie-Welle mitschwimmen und als habe sie aus allen möglichen Versatzstücken dieses Genres eine Geschichte zusammengesetzt, die auf mich nicht als etwas Neues, Besonderes wirkt, ich hatte vielmehr während des Lesens sehr oft einen Déjà-vu-Gefühl.

    Ich vergebe knappe 3 Sterne. Ganz große Dystopie-Fans können einen Blick wagen, wirklich empfehlen kann ich den Roman leider nicht.

  12. Cover des Buches Kalter Schnitt (ISBN: 9783426516508)
    Andreas Franz

    Kalter Schnitt

     (55)
    Aktuelle Rezension von: gudrunf

    Julia Durant ermittelt in ihrem 17. Fall und der hat es wirklich in sich. Das erste Opfer ist ein Frau, die brutal verstümmelt wurde und bei der Ermittlern viele Fragen aufwirft. Vom Täter fehlt jede Spur und da in der Vergangenheit ähnlich gelagerte Fälle vorgefallen sind, kommt bei Julia schnell der Gedanke an einen Serientäter.

    Die Charaktere sind wie immer sehr gut gezeichnet und auch das zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz. Die Taten sind nichts für schwache Nerven. Sehr spannende Unterhaltung die man schwer aus der Hand legen kann.

  13. Cover des Buches Blutige Gnade (ISBN: 9783404179589)
    Leo Born

    Blutige Gnade

     (68)
    Aktuelle Rezension von: danislesestube

    Nach den Ereignissen in Brennende Narben (Teil 3) sollte sich Mara eigentlich eine Pause gönnen. Sich mit einem Gläschen Wein auf ihrem Sofa bequem machen und mal nicht an die Arbeit denken. Pustekuchen.


    Das erste Opfer lässt nicht lange auf sich warten. Es wurde lange von seinen Peinigern gequält. Ihm wurden Nägel aus einer Nagelpistole in den Körper gejagt. Außerdem wurde er die ganze Zeit über mit Drogen wach gehalten, damit dieser nicht einfach weg dämmert.

    Warum musste es so weit kommen?


    So starten die neuen Ermittlungen die Mara und ihr Team tief in dem Sumpf verschiedener Gruppierungen und Täter blicken lässt. Deren Methoden an gewünschte Infos, oder an ihren “Frieden” zu kommen sind grausam, Menschenverachtend, und äußerst effizient. 


    Je länger die Ermittlungen laufen, desto mehr Opfer gibt es. Es werden Personen ermordet die unterschiedlicher nicht sein können. Sie scheinen auf den ersten Blick nichts gemeinsam zu haben. Mara und ihr Partner Rosen ermitteln trotz der unfruchtbaren Arbeitsstunden immer weiter, bis sie auf etwas stoßen, was ihnen sehr bekannt vor kommt. 


    Zwischen den Kapiteln zeigt uns der Autor wieder einen Teil von Maras Vergangenheit. So erfahren wir wieder etwas mehr über die taffe Ermittlerin.


    Etwas gemächlicher,aber nicht weniger brutal. So lässt sich der mittlerweile vierte Teil der Reihe gut zusammenfassen. Mara ist von den letzten Geschehnissen noch etwas mitgenommen, und das merkt man immer wieder. Sie zeigt noch mehr Schwäche, und vor allem Angst als letztes Mal. Klar, wenn man bedenkt WER hinter ihr her ist, dann braucht es einen nicht groß zu wundern.


    Die Atmosphäre ist etwas bedrohlicher und dichter als beim dritten Teil. Der Schreibstil zackiger und schneller. Passend zu den zahlreichen Verfolgungsjagden. Diese erleben immer wieder eine kleine Vollbremsung. Denn Mara hat ja auch ein Privatleben, und einen Vater mit dem sie sich langsam wieder besser versteht.


    Insgesamt ist es wieder eine gut gelungene Fortsetzung einer spannenden Reihe.

  14. Cover des Buches Brennende Narben (ISBN: 9783404178728)
    Leo Born

    Brennende Narben

     (65)
    Aktuelle Rezension von: danislesestube

    Wie sagt man so schön? “Die Zeit heilt alle Wunden.” Was passiert wenn diese immer wieder aufreißen und Narben hinterlassen, die bei jeder Bewegung wie Feuer brennen? 


    Da hilft kein Warten, kein Pflaster, Nichts. Ohne die Gewissheit, die als wohltuende Heil Salbe dient, wird es immer so weiter gehen.


    Mara will endgültig mit ihrer Vergangenheit abschließen. Warum musste ihre Mutter sterben? Was ist an diesem Tag passiert? Sie greift nach jedem Strohhalm der sich ihr anbietet. Sei er noch so kurz. Mit ihrer forschen und direkten Art, macht sie sich noch viel weniger Freunde als sie ohnehin schon hat. 


    Allerdings verlangt der aktuelle Fall einen Großteil ihrer Aufmerksamkeit. Eine Edel Prostituierte wurde bestiallisch, gerade zu qualvoll hingerichtet. Nicht nur sie musste auf diese Art und Weise sterben. Dies passiert jedem, der auf der Abschussliste eines bestimmten Täters steht. Dieser kennt keine Gnade. Ohne Skrupel, oder schlechtes Gewissen führt er seinen Plan aus. 


    Direkt zu Beginn wird klar, die letzten beiden Teile waren in Sachen Gewalt ein Kinderspaziergang. Die Widersacher in diesem Buch sind ein komplett anderes Kaliber. 


    Dies wird auch Mara klar, die tatsächlich über die Handlung hinweg Angst und Sorge empfindet. Dazu kommt noch, dass ein alter Bekannter in der Stadt ist und es auf sie abgesehen hat. Sie hetzt also von Schauplatz zu Schauplatz, egal ob privat oder beruflich. 


    Jedoch behält Mara die meiste Zeit über einen kühlen Kopf. Besonders überrascht war ich von ihrem Partner der sich diesmal todesmutig in die Schlacht stürzt, und damit aus dem Schatten seiner Kollegin tritt. 


    Das Buch war ein Erlebnis. Der Autor hat die Stimmung perfekt rübergebracht. Die Charaktere kommen genauso rüber wie sie beschrieben wurden. Die Widersacher strahlen über die ganze Handlung hinweg eine sehr bedrohliche Aura aus die einem immer wieder eine Gänsehaut beschert. Was die Spannung betrifft, war das Ganze sowieso eine Punktlandung.


    Der vierte Teil wartet schon auf mich. :)


    Hast du das Buch oder eines der Reihe gelesen?

  15. Cover des Buches Reset (ISBN: B00RUGFXFY)
    Jens Bühler

    Reset

     (37)
    Aktuelle Rezension von: mallory66
    Ich schaue keinen Tatort, auch sonst nur selten deutsche Krimis. Die Atmosphäre ist mir meist zu ernst, zu nüchtern. Viel lieber mag ich amerikanische Krimiserien, Popcornkino im Stundenformat. So war ich auch nach den ersten Kapiteln des Romans nicht sicher, ob ich dieses Buch weiterlesen soll. Denn tatsächlich beginnt es eher wie ein Tatort, mit einem Komissar bei Polizeieinsätzen, zwei türkischen Kleinkriminellen, die scheinbar jedes Klischee erfüllen, einer Armeekommandantin, die ich auch nicht recht einzuschätzen wusste. Doch dann ging es los...

    »Die Horde kreischte, wie tausend kaputte Kreissägen. Wovor liefen die weg? Demirs Verstand blockierte. Während die Bilder durch seine Augen hindurch ins Nichts liefen, meldete sich ein urzeitlicher Instinkt. Die flohen nicht. Die jagten.«

    Ab diesem Zeitpunkt baut der Autor eine ungemeine Spannung auf, 40 Kapitel voll Flucht, Kampf, Hoffnung, Verzweiflung, Angriff und Gegenwehr, ich habe seit gestern Mittag bis gerade eben fast 500 Seiten verschlungen, nur widerwillig unterbrochen durch ein paar Stunden benötigten Schlaf. Der Autor braucht sich hinter amerikanischen Filmen oder Büchern dieser Art eindeutig nicht zu verstecken, dazu gelingt ihm eine Glaubwürdigkeit, die bei den genannten oft fehlt. Wenn die Helden aus einer scheinbar ausweglosen Situation entkommen, dann, indem sie Opfer bringen, es sterben auch die Guten und es nicht abzusehen wie die Menschheit ihrem Untergang entgehen soll. Der Autor hat extrem gut recherchiert, zumindest für mich als Laie scheint es so, und man wird mit Unmengen von militärischer und wissenschaftlicher Information gefüttert, allerdings fast immer so, dass es interessant bleibt und vor allem verständlich. 
    Der Roman war für mich eine absolute Überraschung, vor allem nach den ersten Kapiteln, die nach einem typisch deutschen Krimi aussahen. Ich kann das Buch nur empfehlen, muss allerdings eine Warnung aussprechen: Das Ende ist deutsch, nicht amerikanisch.
  16. Cover des Buches Der Verehrer (ISBN: 9783734107870)
    Charlotte Link

    Der Verehrer

     (672)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    Leona ist verzweifelt, sie hat gesehen wie sich eine Frau aus dem Fenster gestürzt hat und vor ihren Augen aufgeschlagen ist. Außerdem trennt sich ihr Mann von ihr, weil er eine Andere hat. Sie lernt den Bruder der Selbstmörderin kennen und fährt mit ihm nach Ascona, um seine Heimat kennenzulernen. Aber er wird immer besitzergreifender und ihre Angst immer größer.

    Spannend geschrieben, obwohl nicht der beste Triller von Charlotte Link

  17. Cover des Buches Golanhöhen (ISBN: 9783894254506)
    Marc-Oliver Bischoff

    Golanhöhen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Im sozialen Brennpunkt von Frankfurt gibt es gleich zwei Todesfälle. Zum einen wurde ein Neugeborenes im Müll gefunden und kurz darauf ein Suizid der Ex-Prostituierten Jennifer Baur. Kriminalkommissar Gideon Richter soll sich der Fälle annehmen, und gerade das grausam ermordete Baby macht ihm richtig zu schaffen, zumal er gerade selbst Vater eines Sohnes geworden ist. Deshalb kann er sich auch aufgrund des Schlafmangels schlecht auf die Arbeit konzentrieren. Zudem folgen Albträume. Und dann auch noch neuerdings diese Blackouts, die ihn immer mehr Fehler machen lassen. Außerdem hat der Obduktionsbericht ergeben, dass Jennifer Baur keinen Suizid begangen hat. Und sie ist die Mutter des toten Säuglings. Wer hat die beiden umgebracht?
    „Golanhöhen“ ist der 3. Band der Trilogie mit Kommissar Gideon Richter und seinem Team. Man kann diesen Teil aber auch unabhängig von den anderen lesen. Das Thema ist aktuell und herausfordernd und nicht leicht, jedoch durch all die Recherchearbeit ist der Krimi daraus sehr gut gelungen. Das Lokalkolorit kommt so perfekt zur Geltung. Außerdem kann man den Ermittlungen hier wunderbar folgen und auch dem Treiben in diesem Viertel, denn alles wird sehr detailliert beschrieben, sogar ohne, dass es dadurch an Spannung mangelt. Gideon ist schon eine Marke für sich. Allerdings wird er durch seine Aktivitäten, die halt auch durch das gestresste Umfeld entstehen, erst richtig menschlich. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen.
  18. Cover des Buches Eine unbeliebte Frau (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 1) (ISBN: 9783548291772)
    Nele Neuhaus

    Eine unbeliebte Frau (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 1)

     (1.011)
    Aktuelle Rezension von: simmilol

    Der erste gemeinsame Fall für das Ermittlerteam Pia und Oliver. Und das auch noch ein sehr außergewöhnlicher. Denn das, was zuerst nach einem Selbstmord aussieht, stellte sich als kaltblütiger Mord heraus. Das schwere an dem Fall ist, dass beinahe ein jeder als Mörder in Frage kommen könnte. Denn die ermordete junge Frau, war alles andere als beliebt. Gleich mehrere Personen gaben offen und ehrlich zu, sie nicht gemocht zu haben. Doch wie sehr muss man jemanden hassen, um zu töten?

    Dies ist bereits mein zweites Buch in dem Pia und Oliver gemeinsam ermitteln. Ich bin ein großer Fan von den beiden. Sie wirken authentisch und ich mag beide Charaktere sehr.

    Bei diesem Teil waren mir leider etwas zu viele Namen, teilweise hatte ich große Schwierigkeiten die Personen auseinander halten zu können. Das war etwas schade. Wer also Probleme hat, sich Namen zu merken, dem empfehle ich eine kurze Liste als Übersicht zu erstellen. 

    Im Mitteilteil hat sich das Buch etwas gezogen, da hat mir das gewisse Etwas gefehlt, etwas mehr Spannung wäre toll gewesen.

    Doch gerade weil ich das Ermittlerduo so toll fand, hat mir auch das Buch gefallen und ich würde es definitiv weiterempfehlen. 

    ⭐️⭐️⭐️⭐️

  19. Cover des Buches Roofer (ISBN: 9783649615095)
    Jutta Wilke

    Roofer

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Zeilenspringer

    Das Jugendbuch "Roofer" wurde von der deutschen Autorin Jutta Wilke geschrieben und im Juni 2017 im Coppenrath Verlag veröffentlicht. 
    Die Handlung spielt in der heutigen Zeit in der Stadt Frankfurt a.M. Die 16-jährige Alice und Nasri sind beste Freundinnen und unzertrennlich. Doch als die "Roofer", eine Gruppe Jugendlicher, die den Nervenkitzel im Erklettern von Gebäuden sucht, in das Leben der beiden Mädchen treten, ändert sich alles. Nasri, verliebt in den angesehenen und waghalsigen Trasher, entfernt sich immer mehr von ihrer besten Freundin. Alice will Nasri nicht verlieren und trifft die Clique obwohl sie deren waghalsigen Unternehmungen ablehnt. Dabei lernt sie den obdachlosen Nik kennen, der ihr Leben zusätzlich auf den Kopf stellt. Als Nasri Trasher ihre Liebe durch eine gefährliche Kletteraktion beweisen soll, ist für Alice eine Grenze überschritten. Doch auch der Konflikt zwischen Trasher und seinem Kletter-Konkurrenten Adrian spitzt sich immer weiter zu.   Alle Beteiligten werden unweigerlich mit ihren Ängsten konfrontiert, die sie zu vertuschen suchen.


    Durch die Erzählperspektive des Ich-Erzählers (mit Ausnahme der Kapitel über Nik) wird dem Leser die Gefühlswelt und inneren Konflikt von Alice offen aufgedeckt. Auf der einen Seite wünscht sie sich Zuneigung und Beständigkeit, die sie anfangs durch Nasri bekommt. Zuhause erwartet sie nur ihr Stiefvater, der ihre Mutter ständig betrügt und unglücklich macht. Ihre Mutter verleugnet jedoch seine Taten und flüchtet sich in ihre Migräneattacken. Zu hause wird Alice so gut wie gar nicht beachtet.
    Auf der anderen Seite hat sie Angst, dass Liebe nicht das ist, was sie zu sein scheint sondern Besitz. Bestätigt sieht sie sich als Nasri den Liebesbeweis für Trasher erbringen will und ungesichert auf einem Bauträger balanciert. Dabei wird ihr klar, dass Nasri genau wie Trasher Angst davor hat nicht geliebt zu werden.
    Erst als Alice Nik näherkommt, erkennt sie, dass Liebe auch echt und ehrlich sein kann. Er ist für sie da und schafft es ihre Welten miteinander zu verbinden. 
    Dann ist da noch die Angst an sich, die Alice lähmt. In den gefährlichen Situationen verlangt sie immer von den anderen, dass sie etwas unternehmen, tut jedoch selbst nie etwas. Sie ist sich darüber bewusst und kritisiert sich selber deswegen. Erst als Nasri auf dem Turm sitzt, handelt sie und klettert zu ihrer Freundin hinauf.


    Alice kann die Roofer nicht verstehen. Für sie ist es Wahnsinn sich in schwindelerregende Höhen zu klettern und Videos von den lebensbedrohlichen Situation ins Netz zu stellen. Doch je mehr Alice die Roofer kennenlernt, wird ihr klar, dass sie durch den angeblichen Mut, den sie durch das Klettern zeigen, viel größere Ängste zu verbergen versuchen. Auch durch die Augen von Nick, von dessen Gefühlwelt ein Erzähler berichtet, wird das Verhalten der Roofer immer klarer. Sie meinen mutig und frei zu sein, doch ihren Ängsten können sie sich nicht stellen. Erst als Trasher betrunken von Nasri abgewiesen wird, er Adrian übertrumpfen will und es zur Katastrophe kommt, wird auch ihm klar, dass das Klettern nur eine Flucht darstellt. 


    Nik wurde von seiner Mutter als kleines Kind zurückgelassen und muss auf der Straße leben. Nur die wöchentlichen Besuche bei einer ehemaligen Nachbarin geben ihm das Gefühl nicht völlig abzusteigen. Auch er hat Angst davor eine Bindung mit einem anderen Menschen einzugehen. Als er Alice Enttäuschung sieht, während er der Clique aus seinem Gedichtband vorliest, sieht er sich bestätigt. Bindung bringt Verpflichtung und Enttäuschung mit sich. Doch das Gefühl der Nähe und Geborgenheit überwiegt, sodass er sich immer mehr auf Alice einlassen kann. 


    Der Roman zeigt sehr authentisch die Angst, dass Liebe nicht echt ist und Zuneigung zur Abhängigkeit werden kann. Auf der anderen Seite besteht der Wunsch der Jugendlichen genau nach dieser Liebe, die Sicherheit und Geborgenheit bringt. Durch die Wahl des Ich-Erzählers aus der Sicht von Alice wird dieser Konflikt sehr deutlich.
    Die Sprache der Handlung ist sehr gut und flüssig zu lesen. Die Handlung ist in jeder Weise nachvollziehbar und logisch. 
    Das Buch ist sehr ergreifend und sehr zu empfehlen.



  20. Cover des Buches Ein allzu schönes Mädchen (ISBN: 9783499332784)
    Jan Seghers

    Ein allzu schönes Mädchen

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Igno

    In einem Bergdorf im Elsass entdeckt die Madame Fouchard auf ihrem kleinen Bauernhof ein verwahrlostes Mädchen und nimmt sich ihrer an. Sie ist außergewöhnlich schön, benimmt sich aber eigenartig. Als die Bäuerin stirbt, verschwindet auch das Mädchen aus dem Dorf.
    Im Frankfurter Stadtpark wird die übel zugerichtete Leiche eines jungen Mannes entdeckt. Wenig später taucht sein Wagen mit einer zweiten Leiche im Kofferraum auf. Kommissar Marthaler und seine Kollegen tappen im Dunklen. Doch je weiter die Ermittlungen kommen, desto öfter berichten Zeugen von einem allzu schönen Mädchen.

    Ein allzu schönes Mädchen erschien 2010 bei Rowohlt. Der 736 Seiten starke Krimi ist der erste von aktuell sechs Bänden in Seghers Reihe Kommissar Marthaler ermittelt.

    Die Geschichte spielt im Jahr 2000 in Frankfurt am Main. Als Rahmen hat Seghers einen (fiktiven?) Besuch des US-Präsidenten gewählt, so dass die Polizei äußerst ausgelastet und das innerstädtische Leben immer wieder gestört ist. Einzelne Schauplätze liegen auch im Elsass und in Saarbrücken.

    Segher beginnt die Geschichte mit einer ausführlichen Einführung im Elsass. Bis zum Auffinden der ersten Leiche und damit Kommissar Marthalers erstem Auftritt vergeht eine ganze Reihe von Seiten. Auch als die Geschichte Fahrt aufnimmt, bleiben die Umstände des Falles lange unklar. Seghers steigert die stressige Stimmung während der ersten Ermittlungsphase geschickt durch die erhöhte Medienpräsenz wegen des Besuchs des US-Präsidenten.

    Wie auch der fünfte Band, den ich ja unglücklicherweise zuerst gelesen habe, lebt Ein allzu schönes Mädchen einerseits von den Charakteren und andererseits von viel Lokalkolorit. Zu Ersterem muss ich im Vergleich aber sagen, dass da definitiv eine Steigerung stattfindet. Marthaler bleibt zwar kauzig, hat im ersten Band aber noch deutlich unsympathischere Wesenszüge. So reagiert er nicht nur ein Mal übertrieben aufbrausend. Seine Kollegen bleiben teilweise noch etwas blass – wie wichtig und sympathisch Carlos mal werden wird, kann man schon erkennen, besonders gut gefiel mir aber auch Manfred. Ein wenig amüsant fand ich, dass Tereza im ersten Band noch deutlich weniger gebrochen Deutsch spricht, als sie das im fünften Band tun wird.

    Sehr gefallen hat mir, dass die genauen Hintergründe der Taten lange unklar blieben. Seghers forciert geschickt einen Hergang samt Tatverdächtigem nach dem anderen. Am Ende wirft er alles nochmal um, um ganz am Ende schließlich die tatsächliche Auflösung der Fantasie der Lesenden zu überlassen. Die Geschichte selbst ist für einen Krimi schön. Ich weiß nicht genau, wie ich das ausdrücken soll, aber ich erwarte bei Krimis eigentlich keine Geschichten, die sich schön anfühlen. Krimis sind üblicherweise blutig, leichig und von Abgründen dominiert. All das trifft auf Ein allzu schönes Mädchen zwar auch zu, trotzdem hatte ich immer das Gefühl, mich in einer schönen Geschichte zu bewegen. Das hat mir sehr gefallen.

    Alles in allem ist Ein allzu schönes Mädchen ein schöner Einstieg, der Lust auf mehr macht. Die Charaktere haben noch Potential, machen aber schon neugierig. Gepaart mit viel Lokalkolorit und einer soliden Story ergibt sich ein spannender Krimi.

  21. Cover des Buches Kalte Schuld (ISBN: 9783732576517)
    Leo Born

    Kalte Schuld

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ellen_Lang

    In einer alten Lagerhalle werden Tonnen mit Körperteilen in Formalin gefunden. Die Augen der toten Frau starren Mara Billinsky an. Ein Anblick den sie so schnell nicht mehr loswird. Mara setzt alles daran, den Mörder der Frau zu finden. Doch alle Ermittlungen laufen ins Leere. Als sie schon gar nicht mehr daran glaubt, erhält sie einen wertvollen Tipp.

     

    Dieser Kurz-Thriller mit der Kriminalkommissarin Mara Billinsky ist sehr kurzweilig und spannend. Wenn man allerding die „langen“ Thriller von Leo Born kennt, ist man kurzfristig etwas enttäuscht. Viele Dialoge und Überlegungen kommen einfach zu kurz. Auch fehlt der Geschichte ein bisschen die überraschenden Wendungen. Der Fall verläuft geradlinig in eine Richtung, ohne große Überraschungen. Aber durchaus mit Spannung geschrieben. Für kurzweilige Stunden genau das Richtige.

  22. Cover des Buches Eisweihnacht (ISBN: 9783499266676)
    Ruth Berger

    Eisweihnacht

     (36)
    Aktuelle Rezension von: MarySophie

    Handlung:
    Es ist der Eiswinter 1844, einen so kalten Winter hat die Menschheit seit Ewigkeiten nicht mehr erlebt. Und ausgerechnet in diesem Winter steht der kleine Josua als Waise da und ihm wird gesagt, dass in Frankfurt noch Verwandtschaft lebt. Ganz allein macht sich der Junge auf den Weg. Unterwegs wird er von Maire aufgesammelt, die den kleinen Kerl nicht allein lassen will und begleitet ihn nach Frankfurt. Dort treffen die Beiden auf Elise Best, eine Tochter aus guten Verhältnissen. Diese hat ihre ganz eigenen Sorgen. Der Vater will sie mit einem viel älteren Mann verheiraten, außerdem steht sein Geschäft vor dem Bankrott. Trotzdem nimmt sie sich Marie und Josua an und schließt beide schnell in ihr Herz, schließlich steht das Weihnachtsfest kurz bevor. Was die Zukunft wohl für Josua und Elise bereit hält?


    Meinung:
    Das Cover gefällt mir richtig gut. Es wirkt weihnachtlich, bietet eine wunderschöne Szenerie und ist herrlich altmodisch und der Handlungszeit angepasst. Im Hintergrund befindet sich eine Stadt mit einigen hell erleuchteten Fenstern, dazu ein Dom mit verschneitem Dach. Davor ist eine vereiste Fläche, wo allerhand Menschen Eis laufen und sichtbar Spaß haben. Ziemlich im Vordergrund steht eine junge Dame, die die gesamte Szenerie betrachtet. Hier könnte es sich um Elise handeln, das rote Haar weist darauf hin, aber auch ihr scheinbar wehmütiger Blick auf die Menschen und deren Aktivitäten, die sie aufgrund ihres steifen Beines so nicht ausführen kann. Insgesamt ein wirklich gelungenes Bild!


    Wer mir schon länger folgt weiß, dass ich die weihnachtlichen historischen Geschichten aus dem Rowohlt Verlag liebe. Mittlerweile dürfte ich bei dem letzten bisher erschienen Buch aus der Reihe angekommen sein, zumindest habe ich bisher noch nichts von weiteren Teilen gefunden. So habe ich mich einerseits auf das Lesen von dem Buch gefreut, gleichzeitig wollte ich aber auch nicht, dass die Geschichte endet. Ich hoffe, dass es in Zukunft noch weitere Teile davon geben wird.


    Auch hier möchte ich wieder die Gestaltung des Buches hervorheben. Es tauchen immer wieder wunderschön gestaltete Illustrationen auf, die einen Teil des gerade beschriebenen darstellen. Eine jede Zeichnung wurde mit viel Liebe auf das Papier gebracht und wirkt nicht zu modern, sondern passt genau in die Handlungszeit des Romans. Die Illustrationen wirken nostalgisch und scheinen direkt aus der damaligen Zeit zu stammen. Mir gefällt die bildhafte Untermalung immer sehr, so wird auch die Möglichkeit geboten, sich ein genaueres Bild von dem Äußeren der Proatgonisten zu machen oder von Dingen, die mittlerweile ziemlich unbekannt sind.


    Auch die Schreibweise ist der damaligen Zeit ein ganzes Stück angepasst. Sie entspricht nicht dem genauen damaligen Wortlaut, ich glaube, dass wäre doch noch einen Hauch zu anstrengend zu lesen. Moderne Begriffe wurden komplett herausgehalten, es gibt eine gewisse Steifheit, die damals vorherrschte. Dazu hat die Autorin einige urtümliche Worte eingebunden und auch gewissen Traditionen Raum gegeben. Durch all diese Aspekte entsteht eine wunderbare Schreibweise, die einen angenehmen Anspruch hat und bei der es Spaß macht, der Handlung zu folgen.


    Es gibt keine sonderlich detailierte Beschreibung des Settings. Der Großteil der Handlung findet in Frankfurt statt, dort vor allem im Haus der Familie Best. Räume werden nicht sonderlich ausführlich beschrieben, es gibt kleine Anhaltspunkte, die ein vages Bild geben. Viele Orte und Räume bleiben aber blass und etwas geheimnisvoll, gleichzeitig auch eisig. Lediglich die Wohnstube, sowie das Schreib- und Raucherzimmer des Vater erscheinen gemütlich und einladend. Aufgrund der Kürze des Romans will ich mich daran nicht zu sehr stören, das Hauptaugenmerk lag eindeutig nicht auf dem Setting, sondern auf der Geschichte und diese hat mir wirklich gut gefallen.


    Die Geschichte bietet auch einen besonderen historischen Aspekt. Ab und an taucht ein äußerst intelligenter und selbstständiger Pudel auf, der einen kleinen Einkaufskorb im Maul hat. Damit geht dieser für seinen Herrn, den Philosophen Arthur Schopenhauer einkaufen und ist in ganz Frankfurt als Schopenhauers Pudel bekannt. Durch so kleine Details erscheint die Geschichte viel lebendiger und authentischer, zudem finde ich das Bild amüsant, wie der Pudel durch die Gassen rennt um die Wünsche seines Herrn zu erfüllen.


    Die Anzahl der Protagonisten ist recht beschränkt. Als Hauptcharaktere dienen Elise und Josua, um die beiden jungen Leute dreht sich der Großteil der Handlung. Dazu gibt es noch um die fünf weitere Proatgonisten, die auch regelmäßig auftreten, aber nicht so arg im Mittelpunkt stehen wie die Beiden. Ein jeder Charakter erhielt seine Eigenarten und war gut durchdacht. Es tauchen vollkommen unterschiedliche Typen auf, die angenehm miteinander harmonieren.

    Elise steht meiner Meinung nach sogar noch mehr im Mittelpunkt als Josua. Von dem Jungen erfährt man nicht so viel, am meisten Details zu seiner Person gibt es noch am Anfang der Geschichte. Josua ist ein sympathischer kleiner Kerl, mit dem es das Leben nicht immer gut gemeint hat. Die Eltern sind beide tot, von den Geschwistern wurde er getrennt und trotz einer eisigen Kälte und Schneefall in eine andere Stadt geschickt, wo er aufgenommen werden soll. Trotzdem hält er sich unfassbar tapfer und gibt nicht so schnell auf. Für sein junges Alter wirkt Josua erstaunlich erwachsen und reif. Es gibt kaum kindliche Züge zu sehen, somit ist Josua ein authentisches Abbild von Kindern der damaligen Zeit. 

    Elise erscheint mir als Charakter anfangs noch etwas blasser und unsicherer. Im Verlauf der Handlung durchlebt sie eine große Wandlung, wird selbstbewusster und nimmt die Dinge selbst in die Hand. Elise ist ein herzensguter Mensch, hat für jeden ein offenes Ohr und handelt spontan, ohne zu viel über manches nachzudenken. Ich fand es an einigen Stellen schade, dass sie so viel auf das Wort anderer Menschen gegeben hat. Ihr eigenes Denken, dass sie aufgrund ihrer roten Haare oder wegen ihres lahmen Beines keinen Mann abbekommt, war falsch. Das zeigt, dass ihr diese Dinge oft genug von anderen Menschen gesagt wurden, damit Elise sie glaubt. Das Schönheitsideal war damals um einiges strenger als heutzutage und bei dem kleinsten Fehler waren junge Frauen für andere Männer nicht mehr interessant. Einerseits finde ich es ganz gut, dass dieser Aspekt in das Buch hereingenommen wurde, weil solche Details früher bei der Brautsuche wichtig waren. Gleichzeitig fand ich es schade, dass Elise sich so stark von den Kommentaren hat beeinflussen lassen.


    Fazit:

    Mir hat die Geschichte unheimlich gut gefallen und sie konnte mich mit ihrem Ende wirklich überraschen. Ich hatte durchweg keine Ahnung, wie das Buch enden wird, hatte aber mit etwas besonderem gerechnet. Darauf hat schon der Untertitel „Eine Wundergeschichte“ hingewiesen. 

    Mir fällt kein Aspekt ein, der mir absolut nicht gefallen hat oder für den ich in meiner Bewertung einen Punkt abziehen würde. Ich war zwar mit Elise ihrer Selbsteinschätzung nicht ganz zufrieden, aber zum einen ist das ein Charaktermerkmal, was einfach zu ihr gehört und gleichzeitig wird das Schönheitsideal der damaligen Zeit dadurch beschrieben. 

    Mir hat das Lesen Spaß bereitet, die Handlung war durchweg spannend und die Schreibweise ein Traum. Dazu bietet das Buch wunderschöne Illustrationen, amüsante historische Details wie Schopenhauers Pudel und ein wahres Weihnachtswunder. Eine große Empfehlung meinerseits!

  23. Cover des Buches Die Rosen von Montevideo (ISBN: 9783426510230)
    Carla Federico

    Die Rosen von Montevideo

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    „Die Rosen von Montevideo“ ist der 4. Teil einer fünfteiligen Romanserie, die rund um das Einwandern von diversen europäischen Familien handelt. Dieser beschäftigt sich zum einem mit der der Bankiersfamilie Gothmann aus Frankfurt und zum anderen mit der Kaufmannsfamilie de la Vegas aus Montevideo, Uruguay, einer spanischen Einwandererfamilie.  

    Zutaten wie Liebe, Verbote, Neid und Verrat sowie starke Frauen über mehrere Generationen hinweg versprechen eine interessante Lektüre, die auch über weite Strecken gehalten wird. Natürlich wiederholen sich einzelne Schicksalsschläge, aber so spielt das Leben eben. Nicht immer lernen die Nachkommen aus den Fehlern ihrer Vorgänger. 

    „Wir alle sind ein wenig wie Rosen: wir können wunderbar blühen und duften, aber wir haben auch unsere Stacheln.“ 

    Fazit: 

    Ein guter Schmöker für jede Jahreszeit, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

     

     

  24. Cover des Buches Die vergessene Freundin (ISBN: 9783453358843)
    Rebecca Martin

    Die vergessene Freundin

     (30)
    Aktuelle Rezension von: n_reads

    Leider konnte das Buch nicht überzeugen, zumal mir die Charaktere auch nicht gerade sympathisch waren. Grundsätzlich waren irgendwie alle etwas unterkühlt, mürrisch gelaunt oder Sprunghaft. 

    Fangen wir mit der jungen Elisabeth an. Mich hatte an dem Charakter gestört, dass sie extrem anhänglich war und davon war ihre Emotionen abhängig. Als sie (wohlbemerkt als Kind) Troja kennengelernt hatte, war das in meinen Augen keine normale freundschaftliche Beziehung gewesen, sondern Elisabeth hatte sich im Laufe der Jahre wirklich sehr hineingesteigert. Als Erwachsene kann man nicht davon ausgehen, dass alles so bleibt, wie es als Kind war. Jeder führt sein Leben, lernt die Liebe kennen, möchte selbstständig werden und das hat Troja umgesetzt. Damit kam Elisabeth nicht zurecht. Und die Eifersuchtsgedanken und teilweise auch Dramen waren von beide Seiten absolut unnötig. Die alte Elisabeth war mürrisch, schlecht gelaunt und vom Leben geprägt. Wen wunderts, bei der Lebensgeschichte? 

    Kommen wir in die Neuzeit. Clara, die mit ihrem Studium fertig ist, keine richtige Anstellung findet und dann ein historisches Buch schreiben soll, was unweigerlich mit Elisabeth verbunden ist. Auch sie als Charakter konnte mich nicht überzeugen. Sie hat zwar ihr Job gut gemacht, aber sie war nicht fesselnd gewesen. 

    Der Schreibstil war ebenfalls schwierig zu lesen. Besonders die ersten Seiten den Buches waren anstrengend, da in der Gegenwart und Vergangenheit gesprungen wurde mit zusätzlichen Zeitsprüngen. Das war nicht rund. Zum Schluss wurde gefühlt die Geschichte schnell fertig geschrieben, denn man musst ja mal so langsam auf dem Punkt kommen, was das große Geheimnis von Elisabeth war. Leider hat die Autorin sich in dem jugendlichen Alter von Elisabeth verloren, sodass es einfach müßig war, am Ball zu bleiben. Die letzten 100 Seiten wurden etwas "spannend", obwohl auch hier vorhersagbar war, warum eine tiefe und lange Freundschaft in die Brüche ging. 


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