Bücher mit dem Tag "flensburg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "flensburg" gekennzeichnet haben.

56 Bücher

  1. Cover des Buches Tod und Spiele (ISBN: 9783839219478)
    Petra Mattfeldt

    Tod und Spiele

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12
    "Tod und Spiele" ist der zweite Band aus der Falko-Cornelsen-Reihe von Petra Mattfeldt. Falko Cornelsen hat große Eheprobleme und kann seiner Frau eine vergangene Affäre nicht verzeihen. Um sich über die Zukunft seiner Ehe klar zu werden, nimmt er sich in seinem Kommissariat in Lüneburg ein paar Tage frei und besucht seinen Freund und Kollegen Oliver in Flensburg. Doch kaum angekommen wird dieser zu einem Toten in einem Domina-Studio gerufen. Oliver bittet Frank sein Team als Profiler im vorliegenden Fall zu unterstützen und schon ermitteln diese gemeinsam in einem Fall, der immer mysteriöser wird. Nachdem ich vor kurzem auch den ersten Band der Reihe gelesen hatte, fiel es mir leicht gleich wieder die private Situation des Protagonisten zu verstehen, hier bauen die Bände ein wenig aufeinander auf. Die Geschichte ist im wesentlichen in zwei Handlungsstränge gegliedert. Zum einen die Morde, die den Verdacht von einem Rachefeldzug nahe legen und zum anderen die schrecklichen Geschehnisse der gefangenen Kinder, die für Sex.Partys missbraucht werden. Dieser Erzählstrang hat es in sich und ist nichts für schwache Nerven. Die Autorin schaffte es hier mich beim Lesen richtig wütend zu machen über das Leid, das den Kindern zugefügt wird und ich hoffte auf eine gerechte Bestrafung dieser Taten. Durch den Wechsel dieser beiden Erzählstränge fesselte mich Petra Mattfeldt immer wieder an die Geschichte und lies dabei aber stets geschickt offen wer der Täter sein könnte. Zwar hat man eine klare Vermutung, aber es ist halt dann doch ein wenig anders als vermutet. Die Geschichte endet zum einen tragisch, aber auch für Falko Cornelsen mit einem neuen Abschnitt seines Lebens. Diesen Übergang zum aktuellen dritten Band fand ich sehr gelungen. In Summe hat mir dieser Krimi sehr gut gefallen, spannend geschrieben und auch mit einem gelungenen privaten Anteil des Protagonisten, der sich stimmig in die Geschichte einfügt. Ich werde als Leser dieser Reihe definitiv treu bleiben.
  2. Cover des Buches Nordlicht - Die Tote am Strand (ISBN: 9783734107221)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Tote am Strand

     (143)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Eine junge Frau, die tot am grenznahen Strand von Kollund aufgefunden wird, verbindet die neue Leiterin der Flensburger Mordkommission Vibeke Boisen und den Ermittler Rasmus Nyborg zu Kollegen zu einem deutsch-dänischen Ermittlerteam. Schnell bemerken die Beiden, dass die bereits vor zwölf Jahren verschwundene und damals totgeglaubte Frau, jahrelang ein Leben unter falschem Namen in Deutschland führte. Die Beiden müssen tief in der Vergangenheit graben, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Eine Wahrheit, die mehr als ein Verbrechen zu enthüllen droht und Rasmus und Vibeke immer wieder auf falsche und gefährliche Fährten führt …

    Ich liebe es ja, neue spannende Krimireihen für mich zu entdecken und so hat mich auch der Auftakt zur „Nordlicht“-Reihe nicht enttäuscht. Boisen und Nyborg entpuppen sich schnell als fähige Ermittler, die jedoch in ihrem Privatleben einiges an extra Gepäck mit sich rumschleppen. Rasmus, der nach dem tragischen Tod seines Sohnes und der Trennung von seiner Frau Camilla im Bully gestrandet ist und Vibeke, die gemeinsam mit ihrer Mutter um das Leben ihres geliebten Vaters bangt, der nach einem Schlaganfall im künstlichen Koma im Krankenhaus liegt. Recht skeptisch beschnuppern sich die beiden erfahrenen Kollegen zuerst, raufen sich aber schließlich zu einem fähigen Team zusammen, das in der Zukunft hoffentlich noch viele Fälle lösen wird. Ich freue mich darauf und werde die Beiden im Auge behalten. Von mir gibt es uneingeschränkte fünf von fünf Sternen verbunden mit eine Leseempfehlung an alle Liebhaber der gepflegten Krimiunterhaltung. 

  3. Cover des Buches Die Flut (ISBN: 9783596198351)
    Arno Strobel

    Die Flut

     (347)
    Aktuelle Rezension von: Bookilicious

    *Inhalt*
    Michael und Julia machen Urlaub auf Amrum - gemeinsam mit ihren Bekannten Andreas und Martina - und wollen dort einfach eine schöne Zeit verbringen... doch ein Mörder macht ihnen einen Strich durch die Rechnung: er entführt stets ein Pärchen und gräbt die Frau bei Ebbe in den Sand ein, den Mann fesselt er an einen Pfahl. Wenn die Flut kommt, ertrinkt die Frau erbärmlich und ihr Mann muss dabei zusehen... Ziel des Mörders ist es, möglichst bekannt zu werden und da auf Amrum nie etwas passiert, scheint dies die perfekte Insel für eine kleine Mordserie zu sein...

    *Erster Satz des Buches*
    "Schon früh fiel seinen Eltern seine überdurchschnittliche Auffassungsgabe auf.“
    - Strobel, Arno (2016) - Die Flut -

    *Meine Meinung*
    Arno Strobel hat sich inzwischen als feste Größe im Thriller-Genre etabliert und somit auch in meinem Bücherregal. Auf der Suche nach neuer Lektüre fiel mir "Die Flut" von meinem SuB in die Hände und ich vertiefte mich recht schnell in die Geschichte...

    Auch wenn mir der Plot wirklich gut gefallen hat und ich die Idee dahinter richtig gut fand, fehlte mir bei dieser Geschichte einfach das bisschen Würze, das so viele seiner anderen Bücher enthalten. Nicht, dass es nicht spannend gewesen wäre oder ich nicht mehrere Ideen gehabt hätte, bei wem es sich um den Mörder handeln könnte - und grandios danebenlag - aber es fehlte schlicht und ergreifend noch das gewisse Etwas, um das Buch perfekt zu machen. 

    Die Protagonisten waren „ganz okay“, nicht spektakulär unsympathisch, aber auch keine Sympathiebolzen. Mehr so der Typ Charakter, den man recht flott wieder aus dem Gedächtnis streicht. Die einzige Figur, der mir wohl auf Grund des sehr unsympathischen Wesens noch im Gedächtnis bleiben wird, ist wohl Martina, die Frau von Andreas, dem das Ferienhaus gehört indem die beiden Paare Urlaub machen. Auch Komissar Harmsen mochte ich nicht wirklich, er war oft viel zu voreingenommen, genervt und dauerhaft arrogant  

    Auch wenn der Schreibstil wie immer angenehm bildhaft und gut zu lesen war, konnte mich die Story nicht vom Hocker reißen und die Charaktere nicht weniger - schade. Aber ich bin sicher: der nächste Strobel wird wieder besser!

    *Infos zum Buch*
    Seitenzahl: 368 Seiten
    Verlag: Fischer Verlag
    ISBN: 978-3-596-19835-1
    Erscheinungsdatum: 21.01.2016
    Preis: 10,99 € (Taschenbuch) / 8,99 € (Ebook)

    *Infos zum Autor*
    "Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Leserinnen und Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier." (Quelle: Verlagshomepage)

    *Fazit*
    Großteils eher farblos Charaktere, eine interessante Story mit Ausbaupotenzial aber dennoch nicht vorhersehbar. Es gab schon bessere „Strobel“, aber es unterhält.

    Wertung: 4 von 5 Sterne

  4. Cover des Buches Der Kuss des Panthers (ISBN: 9783804214545)
    Britta Bendixen

    Der Kuss des Panthers

     (13)
    Aktuelle Rezension von: dia78

    Das Buch "Der Kuss des Panthers" wurde von Britta Bendixen verfasst und erschien 2017 im Boyens Buchverlag.




    Der Kriminaloberkommissar Carsten Andresen und Kriminalkommissar Lutz Weichert vertiefen sich in letzter Zeit in alte Fälle, als es schließlich zu einem sehr mysteriösen Todesfall im Umkreis eines Krimiworkshops kommt. Der Täter scheint schnell gefasst, aber einige offene Punkte gibt es trotzdem noch.


    Der Autorin ist es gelungen mit ihrem Krimi einen unvorhersehbaren Krimi zu schreiben, der einem durch eine Vielzahl von verschiedenen Charakteren einen Lesegenuß der Sonderklasse beschert. Es gelingt, die Charaktere irgendwie alle zusammenzufügen und trotzdem jeden seine eigene Geschichte erleben zu lassen.
    Die Protagonisten sind alles sehr aus dem Leben gegriffen und lebensnah beschrieben. Sogar die Krisen, welche sie durchschreiten müssen, sind so beschrieben, dass man sich mit ihnen wohl fühlt und man das Gefühl hat, man kann sich mit ihnen auf ein kühles Getränk irgendwo treffen. Sicherlich gibt es auch immer wieder negative Exemplare, aber im Großen und Ganzen, habe ich fast jeden als sympatisch und nett empfunden.
    Der Spannungsbogen war die ganze Geschichte über da, und ließ auch keine Minute wirklich nach. Man kann mit den Kommissaren und den anderen Protagonisten miträtseln, wer denn nun der Mörder sein könnte und ich bin zwei Mal auf der falschen Fährte gewesen. Wenn man dann im nachhinein überlegt, ist es trotzdem logisch, wer der Mörder ist.


    Jeder, der gerne Krimis liest, sollte auf jeden Fall zu diesem Fall greifen, denn die Charaktere sind nett und ein wirklich spannender Fall kann gelöst werden.
  5. Cover des Buches Böses Spiel (ISBN: 9783570306307)
    Brigitte Blobel

    Böses Spiel

     (36)
    Aktuelle Rezension von: ReadingLikeCarrie

    Das Thema "Mobbing" ist immer brandaktuell. Heute wie "damals", als das Buch geschrieben wurde. In Büchern von Brigitte Blobel geht es meist um typische Probleme, mit denen junge Heranwachsende konfrontiert sind. 

    Die Geschichte ist gut geschrieben und man kann sich leicht in die Lage der Protagonistin hineinversetzen. Auch die Sachen, die ihr geschehen, wirken alltäglich und realitätsnah. Ein nicht so gut betuchtes Mädchen wechselt aufgrund ihrer guten Noten als Externe auf ein Internat, wo Klassenunterschiede deutlich hervortreten.

    Zu Beginn und zum Schluss wird die Geschichte aus der Sicht des "Retters" geschrieben, der auch nur zu den beiden literarischen Zeitpunkten "stattfindet".

    Meiner Meinung nach kommt das Ende etwas abrupt und auch der Genesungsweg hätte ruhig ein wenig genauer beschrieben werden können.

  6. Cover des Buches Blutmöwen (ISBN: 9783894255770)
    H. Dieter Neumann

    Blutmöwen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Klusi

    Für die Kommissarin Helene Christ ist dies bereits der fünfte Fall, für mich war es ihr erster. Ich kannte die Bücher von H. Dieter Neumann noch nicht, bin aber froh, das nun geändert zu haben, denn „Blutmöwen“ hat mich richtig gepackt. Gleich zu Beginn gab es eine Szene, die mich direkt etwas verstört hat, denn ich wusste bisher nicht, dass Möwen anscheinend wirklich alles fressen! Also gab es am Rande gleich ein wenig Naturkunde für mich. Der Fall um den toten Bauern Brodersen ist verzwickt, und lange Zeit scheint es so, als könnte ihn Helene Christ mit ihren Kollegen nicht lösen. Zu viele Feinde scheint Brodersen zu haben, die ihm nach dem Leben hätten trachten können, oder war es vielleicht doch Selbstmord?. Im Umfeld des Opfers stoßen Kommissarin Christ und ihre Mitarbeiter auf eine Mauer aus Hass, Verstocktheit, Vorurteilen und Bigotterie. Die einzelnen Charaktere werden ausführlich beleuchtet, und es ergeben sich immer mehr interessante und relevante Aspekte. Nach und nach webt der Autor ein dichtes Netz aus einzelnen Fäden. Ob sich der Täter darin verfängt? Das muss jeder selbst erfahren und diesen Krimi lesen. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es im letzten Viertel für mein Empfinden ein paar Ungereimtheiten gab.

  7. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders (ISBN: 9783734107238)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders

     (91)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Ein ermordeter 73jähriger wird am Idstedt-Löwen in Flensburg gefunden. Der ehemalige Lehrer gehörte der dänischen Minderheit an, die Medien überschlagen sich und sehen das friedliche Miteinander zwischen Deutschen und Dänen in Gefahr. Vibeke Boisen und ihr dänischer Kollege Rasmus Nyborg nehmen die Ermittlungen auf. Alles deutet auf ein altes Verbrechen im 2. Weltkrieg, doch der Weg zur Aufklärung ist schwierig.

    Der zweite Teil der Nordlicht-Reihe und wir sind wieder mit Boisen und Rasmus sowie dem restlichen gemischten Ermittlerteam auf Mördersuche. Den Fall fand ich sehr spannend, da eine zeitgeschichtliche Tatsache erzählt wurde, die mir so nicht bekannt war. Die grausame Behandlung von Kriegsflüchtlingen in Dänemark unter der Besatzung Deutschlands und danach war stellenweise wirklich schwierig zu lesen, vor allem wenn es um Kinder ging.

    Die Verdächtigen in diesem Mordfall sind viele, so dass man gut mitspekulieren kann, wer einen Vorteil von dieser Tat haben könnte. Am Ende war ich tatsächlich überrascht über den tatsächlichen Täter.

    Einziges Manko für mich war das oft viel zu kratzige Verhalten Vibeke Boisens ihren Kollegen gegenüber. Hier empfand ich sie oft als etwas zu empfindlich und strikt, konnte aber auch verstehen, dass sie persönlich von dem Fall betroffen war, da auch sie ein Waisenkind gewesen ist. Insofern konnte ich ihr vieles nachsehen.

    Insgesamt ein spannender Krimi mit einem tollen Thema, von dem ich vorher nicht viel wusste. Gut!

  8. Cover des Buches Annis kleines Café am Meer (ISBN: B099SH6W4C)
    Inga Schneider

    Annis kleines Café am Meer

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Lesefieber22

    Lotte hat ihren Freund in flagranti mit einer anderen Frau erwischt und dann auch noch ihren Job verloren. Da kommt es ihr gerade recht, dass ihr Tante Anni Hilfe in ihrem Café am Meer benötigt. Rasch merkt Lotte, dass es um das Café nicht mehr so gut steht. Gemeinsam mit der Angestellten Finja, ihrer Tante und dem gutaussehenden Nachbar Kaspar tüftelt sie an einem Plan, um das Café zu retten. Doch der Banker Ingolf Petersen macht ihnen das Leben schwer - das hat einen Grund, der weit in der Vergangenheit liegt...

    Die Sprechstimme ist sehr angenehm zu hören und passt hervorragend zur Geschichte. Die Figuren sind liebenswert und wirken wie aus dem Leben gegriffen - mit Lotte und Kaspar möchte man gerne befreundet sein. Zwar ist vom Meer nicht viel zu merken, aber trotzdem gelingt es der Autorin, ein heimeliges, gemütliches Bild des Cafés in den Kopf zu zaubern. Im Mittelteil hat sich die Geschichte etwas gezogen und ich habe mich gefragt, wie denn nun noch so viele Kapitel gefüllt werden sollen. Die unerwartete Wendung hat dann aber der Geschichte neuen Schub verliehen und ich habe sie beinahe in einem Rutsch durchgehört.

    Ein schönes Hörbuch, welches zeigt wie wichtig Freundschaft, Liebe und der Glauben an sich selbst sind.

  9. Cover des Buches Inselroulette (ISBN: 9783839215333)
    Reinhard Pelte

    Inselroulette

     (6)
    Aktuelle Rezension von: ChrischiD
    Wie kann eine junge Frau verschwinden und erst Tage später von ihrem Arbeitgeber als vermisst gemeldet werden? Kriminalrat Tomas Jung wird nach Sylt geschickt, um sich vor Ort ein Bild zu machen und den Fall schnellstmöglich zu lösen. Je tiefer die Polizei in das Leben der Frau eindringt, desto mehr Fragen stellen sich. Plötzlich wird eine Frauenleiche gefunden...

    Kann es wirklich sein, dass eine junge, hübsche Frau keinerlei soziale Kontakte pflegte? Denn genau so scheint es, als Tomas Jung den Fall der verschwundenen Bente Friedrichsen übernimmt. Oder sollte sie gar ein Doppelleben geführt haben? Lange Zeit tappt nicht nur die Polizei, sondern auch der Leser im Dunkeln, bis sich schließlich ein wichtiges Indiz zeigt, dass allerdings schnell übersehen werden kann. Dementsprechend wichtig ist es, dem Geschehen konzentriert zu folgen, um die entscheidende Wendung nicht zu verpassen.

    Anfangs hat man das Gefühl die Geschichte dümpelt einfach so vor sich hin. Doch im weiteren Verlauf wird deutlich, dass es sich nur um die Ruhe vor dem Sturm handelt, denn unterschwellig brodelt es bereits. Der ruhige Schreibstil passt allerdings hervorragend zum Ort des Geschehens und zieht den Leser mit in die Ferne. Es wird nach und nach Spannung aufgebaut, allerdings nicht so offensichtlich wie man es möglicherweise gewohnt ist. Lässt man sich aber auf die Gegebenheiten und den Stil ein, spürt man es ganz deutlich.

    „Inselroulette“ ist der sechste Band der Reihe um Kriminalrat Tomas Jung. Manches Mal wird auf die vergangenen Bände mittels Fußnoten verwiesen, wodurch man schon merkt, dass einem dort Wissen fehlt. Dieses ist zwar nicht unbedingt von Nöten, um den aktuellen Fall nachvollziehen zu können, dennoch hat man das Gefühl etwas nachholen zu müssen, um manche Handlungsweisen in den jeweiligen Situationen verstehen zu können.

    Alles in allem bietet „Inselroulette“ ein paar kurzweilige, spannende Lesestunden, die den Leser selbst ans Meer versetzen.
  10. Cover des Buches Totenland (ISBN: 9783961052059)
    Michael Jensen

    Totenland

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Die mit diesem Titel beginnende Romanreihe um Kommissar Jens Druwe gehört zu den vielen Versuchen, im Sog von Volker Kutschers Serie der Gereon-Rath-Krimis (Babylon Berlin) auch Erfolg zu haben. Selten ist das aber so gut gelungen wie hier. Der Autor Michael Jensen ist sprachlich (ohne ein Thomas Mann zu sein) Volker Kutscher sogar überlegen. Mir persönlich gefällt außerdem, dass hier norddeutsche Langsamheit und nicht Berliner Hektik herrrscht. "Totenland" spielt in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs in der Nähe von Flensburg im Süden Schleswigs zwischen null- bis hundertprozentigen Nazis. Von letzteren wird einer grausam ermordet. Jens Druwe ermittelt, ohne auf politische Vorgaben zu achten. Für die Hörbuchfassung wurde ein mit Rolf Berg ein überaus passender Vorleser gewählt.

  11. Cover des Buches Nebeltod (ISBN: 9783404173181)
    Nina Ohlandt

    Nebeltod

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Lene-s

    Was mich bei dieser Krimireihe bei der Stange hält, sind die Charaktere des Ermittlerteams.  Personen beschreiben liegt N.Ohlandt, dies gilt auch für Nebenfiguren. Angenehm sind auch die Landschaftsbeschreibungen, die nicht zu viel Raum einnehmen.

    Ansonsten mag ich den Schreibstil der Autorin nicht besonders: zu langatmig, manchmal in Klischees abdriftend und, was hier  besonders nervt, die sehr oft dazwischen gestreuten Zitate irgendwelcher Schriftsteller. Das wirkt prätentiös - so, als ob sie ihren Krimis dadurch eine größere Bedeutung verleihen möchte, oder ihre Belesenheit demonstrieren. Hier wäre weniger eindeutig mehr - ich habe jedenfalls diese aus irgendeiner Zitat-Website abgeschriebenen Zitate überlesen, als es mir zu viel wurde.  Eine Stelle in diesem Krimi ärgert mich dann auch besonders: ihr laienhaftes und schlecht recherchiertes Urteil über Goethe, welches sie einer Protagonistin in den Mund legt. Auch wenn sich die Protagonistin zu guter Letzt als in ihrem Urteil sehr extrem herausstellt, dies ist unnötig viel aufgewirbelter Staub.

    Alles in allem ein bisschen zu viel  offensichtlich präsentierte Botschaft, verpackt in eine Geschichte mit mittlerem Spannungsbogen. Wenn man über Ersteres hinwegsieht, bleibt ein durchschnittlich netter Küstenkrimi.

  12. Cover des Buches Küss mich, Schatz (ISBN: 9783869978994)
    Tatjana Kruse

    Küss mich, Schatz

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Bambisusuu
    Die Autorin "Tatjana Kruse" hat den humorvollen Krimi "Küss mich, Schatz!" verfasst. Hier begibt sich die Studentin Dorothea Nonnenmacher auf ein Abenteuer der besonderen Art.

    Kurzfassung:
    Ihren Spitznamen schuldet die Geschichtsstudentin Dodo Nonnenmacher einem längst ausgestorbenen tollpatschigen Riesenvogel. Kein Wunder also, dass Dodo während einer Forschungreisen nach Flensburg nicht nur über die Spur eines sagenumwobenen Bernsteinschatzes stolpert, sondern auch unfreiwillig in ein tödliches Katz- und Mausspiel gerät. Auf ihre unnachahmliche Art gelingt es ihr am Ende, nicht nur zwei mysteriöse Todesfälle aufzuklären, sondern auch noch einen Schatz der besonderen Art zu heben.

    Ein zwar kurzes Buch, aber trotzdem viel zum Lachen und eine tolle Ablenkung zum Amüsieren.
    Der Titel lässt zuerst drauf ahnen, es handelt sich um eine Liebesgeschichte. Doch es geht um die Suche nach einem Schatz anderer Art. Denn die Hauptdarstellerin Dodo entdeckt auf ihrer Reise einen Schatz aus Bernstein. Als der dann verschwindet beginnt der Krimi und Dodo geht auf Verbrechersuche.

    Das Buch handelt viel um Flensburg und die norddeutsche Lebensart, was das Buch sehr humorvoll und interessant gestaltet. Unterwegs trifft sie auf verschiedene Personen die ihr bei der Suche helfen, dabei ist ihr treuer Gefährte Bill, ein lieber Hund immer mit dabei.

    Ein lustiger Krimi, der sich super lesen lässt! :-)
  13. Cover des Buches Mord an der Förde (ISBN: 9783894254629)
    H. Dieter Neumann

    Mord an der Förde

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Buecherlabyrinth
    Helene Christ hatte sich auf ihren Urlaub gefreut, doch eine ermordete Jugendliche lässt den Segelurlaub der Kommissarin vorläufig ins Wasser fallen.

    Die Ermittlungen beginnen etwas zäh. Es gibt nicht viele Spuren, nicht sehr viele Hinweise, dafür umso mehr Gerede. Es kann sein, dass es eine geläufige Arbeitsmethode von Ermittlern ist, zig Möglichkeiten durchzuspekulieren, als Leser hätte ich trotzdem gerne etwas mehr Handlung. Erst als das BKA die Ermittlungen leitet, nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf.

    Ich hatte auch Schwierigkeiten, mir die Personen vorzustellen. Von Helene kann ich mir immer noch kein Bild machen. Ich zweifle sogar an ihren kriminalistischen Fähigkeiten. Dass Familie von Sassenheim ein Geheimnis hat, wird ihr förmlich ins Gesicht geschrieen, andere entscheidende Hinweise findet sie nicht. Der Fall ist eigentlich ohne die Ermittlungen von Helene Christ gelöst worden.

    Aber die Hauptermittlerin konnte mir das Buch doch nicht komplett vermiesen. Die Landschaftsbeschreibungen habe ich genossen und für mich hätten es gerne ein paar Sätze Dialekt mehr sein können. "Mord an der Förde" ist flüssig geschrieben, schneidet interessante Themen an und alle Geheimnisse werden zufriedenstellend gelüftet. Kann man lesen, muss man aber nicht.
  14. Cover des Buches Küstenmorde (ISBN: 9783404169504)
    Nina Ohlandt

    Küstenmorde

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Oliver_Staaden

    In dem Roman ändert sich sehr häufig die Situation und man steht immer wieder vor neuen Rätseln. Ich finde den Schreibstil angenehm, fesselnd und unterhaltsam. Den Roman finde ich spannend und zum Miträtseln. Vom Inhalt möchte ich nichts verraten, da ihr den Krimi besser selber lest. 

    Das sich der Roman an manchen Stellen etwas zieht, finde ich nicht weiter schlimm. Die Charaktere hätten etwas ausführlicher beschrieben sein können. Die Landschaften wurden gut beschrieben und man hat während des Krimis ein Bild vor Augen und fühlt sich, als ob man mit dabei ist. 

    Wer Krimis mag, sollte diesen lesen.

  15. Cover des Buches Sturmläuten (ISBN: 9783404174720)
    Nina Ohlandt

    Sturmläuten

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Jaing

    Das Buch hat mich überzeugt, war stets spannend und die Story war nicht vorhersehbar.

    Es gab einige aus meiner Sicht unnötige Dinge, so etwa die ganzen Foltergeschichten.

  16. Cover des Buches Zornige Flut (ISBN: 9783404189625)
    Sabine Weiß

    Zornige Flut

     (39)
    Aktuelle Rezension von: UllasLeseecke

    Meine Meinung:
    Liv Lammer habe ich erst spät kennen gelernt, ich bin bei Band sechs in die Serie eingestiegen, was allerdings problemlos war. Nun sollte ich erleben, wie Liv an ihre Grenzen stieß. Allerdings sah es anfangs gar nicht so gefährlich für sie aus, wenn man davon absieht, dass sie und ihre Tochter sich aus dem brennenden Haus retten konnten. Dabei ahnten wir beide aber noch nicht, dass es nicht „einfach so“ gebrannt hat und es immer gefährlicher für Liv werden könnte. Außerdem wurde sie nach Sylt gerufen, denn ein Kollege hat einen menschlichen Schädel gefunden. Schon der Fundort gab Rätsel auf und nicht nur ich war neugierig.
    Die Autorin hat mir im Grunde zwei Handlungsstränge serviert, die mich beide an das Buch fesselten, denn es war ja klar, dass ich wissen wollte, von wem Gefahr ausgeht und weshalb der Schädel an diesem Ort abgelegt wurde. Wie es oft der Fall ist, gibt es Personen, die mir gar nicht so sympathisch sind und bei manchen Handlungen schüttele ich voller Unverständnis den Kopf. Mit der Schwester und ihrem Verhalten kam ich nicht klar und Liv hätte ich gegen Ende am liebsten gefragt, wo sie denn ihre Berufserfahrung gelassen hat. Aber glücklicherweise ging bei ihr alles gut und am Ende wurden reichlich Fragen, die ich hatte, beantwortet.


    Fazit:
    Eine spannende Unterhaltung wurde mir mit dieser Folge geboten und ich freue mich schon jetzt auf die achte Folge, die in einigen Monaten erscheinen wird. Aber jetzt gebe ich erst einmal eine Leseempfehlung für dieses Buch.

  17. Cover des Buches Feuer in den Dünen (ISBN: 9783894256302)
    H. Dieter Neumann

    Feuer in den Dünen

     (5)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu H. Dieter Neumann – Feuer in den Dünen

    „Feuer in den Dünen“ ist ein Kriminalroman von H. Dieter Neumann, der 2019 im GRAFIT Verlag erschienen ist. Dies ist bereits der sechste Band um Helene Christ, die bei der Kripo in Flensburg ermittelt..

    Zum Autor:
    Heinrich Dieter Neumann war zunächst Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr. Nach seinem Ausscheiden als Oberstleutnant d. R. arbeitete der Diplom-Finanzökonom als Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Versicherungswirtschaft, bevor er sich - nach vielen Schreibseminaren und begleitet von einem Studium der Neueren Deutschen Literatur - ganz aufs Schreiben verlegte.

    Klappentext:
    Helene Christ ermittelt in Dänemark.

    Mitten im nordfriesischen Wattenmeer auf der Fähre von Amrum zum Festland wird ein Passagier ermordet - vegiftet.

    Da der Deutsche jenseits der Grenze lebte, wird eine deutsch-dänische Sonderkommission gebildet - Oberkommissarin Helene Christ arbeitet mit den Kollegen um Sten Larsen zusammen. Das sorgt in ihrem Privatleben für jede Menge Ärger, denn ihr Freund Simon unterstellt dem gut aussehenden Kommissar mehr als nur berufliches Interesse.

    Gleichzeitig treibt an der Küste ein Brandstifter sein Unwesen, eine Urlauberfamlie starb. Und zwischen den beiden Fällen gibt es merkwürdige Verbindungen …


    Meine Meinung:
    Dies ist mein erstes Buch von diesem Autor und ich hatte keinerlei Verständnisprobleme, obwohl die Entwicklungen der Figuren eine Rolle spielen. Die Geschichte wird vorwiegend aus der Sicht der Hauptfigur Helene Christ, Oberkommissarin in Flensburg, geschildert. Zuweilen werden aber auch andere Perspektiven angeboten, wie zum Beispiel die eines Täters, eines Opfers oder anderer Polizeikollegen. Private Empfindungen und Probleme bilden eine Ergänzung zu den Ermittlungen, die grenzüberschreitend durchgeführt werden. Helene Christ ist anpackend und erfolgsorientiert, kann aber schlecht delegieren. Ihr jüngerer Kollege Nuri Onal ist als Einheimischer mit türkischen Wurzeln eine sehr gelungene Figur. Die beiden Fälle sind ziemlich harter Tobak, auch wenn auf detaillierte Gewaltbeschreibungen verzichtet wird. Es gibt immer wieder Einschübe, die für Auflockerung sorgen, seien es politische, historische oder humorvolle Betrachtungen. Dabei bleibt aber der Spannungsbogen erhalten und der angenehme und klare Schreibstil tut ein Übriges. Nebenbei habe ich viel über die Möglichkeiten und Verfahren zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit erfahren. Das Küstenflair des Nordens kommt nicht zu kurz und weckt Interesse an der Region. Trotz aller Nebenhandlungen bleibt der Fokus aber auf die kriminellen Ereignisse gerichtet, so wie es sein soll.

    Fazit:
    Mich hat dieser Kriminalroman positiv überrascht und gut unterhalten. Trotz vieler Nebenstränge bleibt die Kriminalhandlung im Mittelpunkt. Komplexe Figuren und eine interessante Handlung zeichnen das Buch aus. Somit vergebe ich vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

  18. Cover des Buches Muschelträume (ISBN: 9783734112225)
    Svenja Lassen

    Muschelträume

     (100)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Nora Köhler, 29, packt gerade die letzten Kisten für den Umzug zu ihrem Freund Markus, der in München schon seine neue Arbeitsstelle angetreten hat, als er anruft und fragt, ob sie den Brief, den er ihr geschrieben hat, schon bekommen hat. Als sie den aus dem Briefkasten holt und öffnet, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg. Markus will eine Auszeit um herauszufinden, ob ihre Liebe für eine gemeinsame Zukunft noch ausreicht. 

    Nachdem sie sich beruhigt hat, beschließt Nora in dieser Liebespause mal wieder etwas für sich selbst zu tun und erinnert sich an die wunderschöne Zeit, die sie während ihrer Ausbildung an der Ostsee verbracht hat. Sie will den Gendarmenpfad dort oben abwandern. Hätte sie doch nur vorher ihre Wanderschuhe eingelaufen, die ihr schon nach der ersten Etappe einen Strich durch die Rechnung machen. In dem kleinen Gasthaus, wo sie übernachten wollte, trifft sie auf Bent, der sie zurück nach Flensburg mitnimmt. Wenn dieser attraktive Mann nur nicht so unsympathisch wäre.

    In ihrer neuen Küstenliebe-Reihe nimmt mich Autorin Svenja Lassen, die ich mit diesem Buch erst kennenlerne, mit nach Flensburg, an die Ostsee und auf die idyllische Halbinsel Holnis. Hier gibt es so viele Momente, wo ich gedacht habe: Hach, da möchte ich auch mal hin. Mein Kopfkino hatte allein mit den Landschaftsbildern, die mir die Autorin in den Kopf pflanzt, sehr viel zu tun. 

    Auf der vorderen Coverinnenseite bekomme ich eine Skizze vom Norden Deutschlands, wo die Orte, die ich im Buch kennenlerne, eingezeichnet sind. 

    Nora hat sich mit ihrer natürlichen, sympathischen und auch mutigen Art sofort einen Platz in meinem Herzen erobert. Ich fand es toll, dass sie sich dem Schmerz, den der Brief verursacht hat, nicht hingegeben, sondern für sich positiv wenn auch sehr spontan gehandelt hat. Einen Menschen wie sie als Freundin an der Seite zu haben ist eine echte Bereicherung. Da kann ich auch ihre Freundin Janine verstehen, die den Umzug an die Ostsee zuerst gar nicht verdauen kann. Und Lara hat ihre Freundin nun ganz nah bei sich.

    Ihr Freund Markus dagegen wurde mir in der kurzen Zeit des Kennenlernens immer unsympathischer. Egoistischer geht’s ja fast nicht. Und auch noch lügen...

    Auch bei Bent hat es eine Zeit gedauert, bis ich hinter seine Fassade schauen durfte um zu erkennen, was sich hinter dem vorscheinlichen Lebemann verbirgt. Dass er ein „Geheimnis“ hütet, hatte ich mir schon gedacht. Aber er hat sich in meinem Herzen dann doch noch an die Seite von Nora gesellt. 

    Auch wenn mir sehr schnell klar war, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde, war ich durch den bildhaften Erzählstil von Svenja Lassen dauerhaft gefesselt. Sie greift hier nicht nur zu einer Liebesgeschichte sondern nimmt mich auch mit auf einen Selbstfindungstrip, stellt die Unabhängigkeit der Frau in den Fokus und stellt hintergründig Fragen zum Beziehungsstatus, die auch ich mir manchmal stelle. Aber alles so locker und leicht, dass es Spaß macht, sich sogar über solch eher ernste Themen Gedanken zu machen.

    Was es mit dem Muschelträumen auf sich hat, erfährt man auch beim Lesen der Geschichte. Eine wunderschöne Idee. 

    Ein absolut gelungener Wohlfühlroman in einer traumhaft schönen Kulisse mit ganz viel Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, der zwar zum Nachdenken anregt, mich vor allem sehr gut unterhalten hat.

  19. Cover des Buches Die Tote von Kalkgrund (ISBN: 9783894254544)
    H. Dieter Neumann

    Die Tote von Kalkgrund

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    4,5 Sterne

    Dieses Buch war eine echte Überraschung! Die Geschichte hat mich sehr packen können; spannend geschrieben mit authentischen Figuren. 

    Das Thema, um das es hier geht, ist schockierend und leider immer aktuell. 

    Dafür, dass das Buch nur 220 Seiten hat, passiert recht viel, aber es ist alles sehr glaubhaft und durchdacht. 

    Auch hat die Geschichte, die in Norddeutschland spielt, viel Lokalkolorit. Der Autor selbst ist passionierter Segler und verbringt viel Zeit auf dem Wasser, wie ich gelesen habe, und das merkt man seinem Buch auch an. 

    Dieses ist das erste von fünf Büchern dieser Krimi-Reihe. Es macht definitiv Lust, auch die anderen Bücher kennenzulernen! 


  20. Cover des Buches Tod auf der Rumregatta (ISBN: 9783894254711)
    H. Dieter Neumann

    Tod auf der Rumregatta

     (3)
    Aktuelle Rezension von: monde
    Erst kommen die Segler zur Rumregatta nach Flensburg. Einführung in die Stimmungen, Blick auf die Feiernden und Buden ringsum den Hafen. Sorgfältig, authentisch – der Autor kennt sich mit dem Fest und den Seglern aus. Noch ist es gemütlich – bis ein Toter, ein junger Afrikaner, nahe der Feiermeile gefunden wird. Daneben ein Stück Pappe mit rassistischer Inschrift. Ja, bis zum Ende dieses wendungsreichen spannenden Krimis spielt Pappe eine Rolle, mal hinter-, mal vordergründig.
    Schimmel, der eher griesgrämige Kommissar, der „Graue“ genannt, ermittelt mit seiner pfiffigen Kollegin Helene Christ – ein Team, dass durch seine Gegensätzlichkeit gut zusammenpasst. Geschickt verbindet der Autor Neonazitreiben in und um Flensburg mit dem Mord, bis der nächste geschieht: Eine junge Brasilianerin wird erdrosselt in ihrer Wohnung aufgefunden. Und ein Neonazi war ihr Freund. Wie passt das zusammen? Während sich die Ermittler zunächst in diesem Umfeld festbeißen, merken sie, dass irgendetwas an ihren Vermutungen nicht stimmt.
    Nachdem der Vater des jungen Afrikaners in Flensburg auftaucht, wird die Geschichte gedreht, erst langsam, dann immer schneller. Was steckt hinter dessen Heimlichkeiten? Warum transportiert eine Spedition Unmengen Pappe? Rasend schnell wie die spannende aktionsreiche Fahrt über der Ostsee klären sich die Dinge mit immer neuen Cliffhangern, mit Wut, Trauer und Entsetzen. Und am Ende ist nichts mehr auch im Leben der beiden Ermittler, wie es vor dieser Geschichte war.
    Dem Autoren mein Kompliment und der Geschichte meine Empfehlung mit fünf Sternen
  21. Cover des Buches Nordlicht - Tod in den Fluten (ISBN: 9783734112072)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Tod in den Fluten

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Taya

    Eine Leiche, die angespült wird. Eine Firmenfeier einer Bank auf einem Segelschiff. Die Tote -  Saskia Niekamp - eine Angestellte dieser Bank. Was hat das alles miteinander zu tun, warum musste die junge Frau sterben und wer steckt dahinter? 


    Die beiden Ermittler Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg, arbeiten gemeinsam an diesem Fall. Schon vorher haben sie gemeinsam Grenzüberschreitend zusammen gearbeitet. Dafür wurde extra ein neues Sonderteam zusammengestellt, damit Deutschland und Dänemark schnell gemeinsame Erfolge erzielen können. Genau wie in diesem Fall. Denn es sind Leute aus beiden Ländern betroffen. 

    Nicht nur dieser Fall wird bearbeitet, denn der pensionierte Vater von Vibeke hat auch einen Fall, der diesem ähnlich ist. Jedoch liegt dieser Fall schon über 20 Jahre zurück. Hänge diese beiden Fälle zusammen? 


    Ist es ein Kunde von Saskia gewesen? Oder doch die neidische Kollegin, die es auf ihren Job abgesehen hat? Oder war es doch eine Affäre, weil diese nicht raus kommen sollte? 


    Anette Hinrichs hat es geschafft, diesen Krimi so aufzubauen, das man selber wunderbar mit "ermitteln" kann. Man überlegt, was der Grund sein kann, was genau passiert ist und wer dahinter steckt. Und selbst wenn man glaubt, man weiß es, kommt doch nochmal eine überraschende Wendung. 


    "Tod in den Fluten" hat mir wirklich gut gefallen und ich habe es schnell weg lesen können. Von mir bekommt dieser Krimi verdiente 5 Schmetterlinge.

  22. Cover des Buches Poppenspäl (ISBN: 9783899778007)
    Wimmer Wilkenloh

    Poppenspäl

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Die Geschichte beginnt im Schlosspark, wo spät Abends offenbar willkürlich drei Frauen erschossen werden. Was hat es damit auf sich ?

    Dann werden in der Vergangenheitsform alle Drei vorgestellt. Ihre Hintergründe, Vorlieben, Freunde, persönliches und das Leben an sich. Unter (fast) jedem Kapitel steht dann, wie viele Stunde Jede noch zu leben hat.

    Mir fiel auf, wie oft "Pole-Poppenspäler-Festival" auf den Seiten vorkam. Nach dem dritten Mal verdrehte ich gedanklich schon die Augen. Es verhinderte (für mich) den Lesefluss.

    Auch von der Spannung her war es nicht so toll. Mir ist keine einzige Romanfigur so richtig ans Herz gewachsen.

    Die Figuren hatten schon ihre Macken und Kanten, aber es wirkte einfach herbei geführt, stark konstruiert.

    Deshalb habe ich wohl auch lange gebraucht, bis zur letzten Seite.

    Schade

  23. Cover des Buches Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1) (ISBN: 9783945362921)
    Thomas Herzberg

    Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1)

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Elmar Huber

    STORY
    Gerade auf ihrer neuen Dienstelle in Flensburg angekommen, muss Hauptkommissarin Ina Drews feststellen, dass ihr neuer Partner ausgerechnet ihr Ex-Schwager Jörn Appel ist. So gut es geht versuchen beide ihr Missfallen hinter sich zu lassen und ein professionelles Verhalten an den Tag zu legen, denn der erste Fall liegt bereits auf ihren Schreibtischen. Am Strand von Holnis wurde eine verstümmelte Männerleiche gefunden. Schnell wird der Tote als Peter Nissen identifiziert, der tagsüber auf dem Fischkutter „Lütje Deern“ gearbeitet und sich in seiner Freizeit um seine hinfällige Mutter gekümmert hat. Auf den zweiten Blick wird deutlich, dass der Fischer über seine Verhältnisse gelebt hat. Betreibt die Besatzung der Lütje Dern auf ihren Fahrten zwischen Dänemark und Deutschland ein Nebengewerbe, das Nissen nun das Leben gekostet hat?

    MEINUNG
    Nachdem Vielschreiber Thomas Herzberg mit der „Hannah Lambert“-Reihe bereits Friesland, genauer gesagt Sylt, zum Schauplatz einiger Krimis gemacht hat, sind die Romane um das Ermittlerduo Ina Drews und Jörn Appel an der Ostsee angesiedelt. Küstenkrimi ist nach wie vor eine sichere Bank, in den Händen eines souveränen Autors wie Herzberg ist kurzweilige Unterhaltung fast schon garantiert.

    Wichtiger als der Fall ist zunächst aber die Tatsache, dass die beiden Ermittler, die hier ein Team bilden sollen, eine wenig ruhmreiche Vorgeschichte haben. Dessen ungeachtet wuppen beide ihren gemeinsamen Dienst erstaunlich gut und auch die gegenseitig Abneigung relativiert sich im Lauf der Handlung, da in privaten Momenten nach und nach einige Tatsachen bekannt werden, die manches in ein neues Licht rückten. So wird der Umgangston immer humorvoller und die insgesamt realistische Charakterentwicklung zieht den Leser schnell auf die Seite der Hauptfiguren. Sehr angenehm auch, dass sich bei dieser Konstellation romantische Funken verbieten.

    Wenig zu lachen gibt es dem zu lösenden Todesfall, dessen Hintergründe sich als immer tragischer erweisen. Zunächst liegt der Verdacht nahe, dass es um „einfachen“ Schmuggel geht, doch je tiefer Ina und Jörn graben, desto mehr deutet in Richtung Menschenschmuggel. Parallel macht der Autor einen Handlungsstrang auf, der das Schicksal der Flüchtlinge schildert, die nun regelrechte Ware sind. Damit erhält der Roman noch eine unerwartet dramatische Komponente, die eine spürbare Dringlichkeit in die Ermittlungen bringt.

    FAZIT
    Gelungener Reihenauftakt! Thomas Herzberg gelingt es, alle Bestandteile des Romans in einen gut abgestimmten Einklang zu bringen. Man könnte sich „Nasses Grab“ auch sehr gut als „Tatort“ vorstellen.

  24. Cover des Buches Förde-Findling (Ein Mark-Rytter-Krimi aus dem Hohen Morden) (ISBN: B007RHO5ZU)
    Bernd Sieberichs

    Förde-Findling (Ein Mark-Rytter-Krimi aus dem Hohen Morden)

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Topisto
    Förde-Findling ist der erste Teil einer bisher dreiteiligen Krimiserie, die der Autor für uns Krimifans aus dem Hohen N(M)orden geschrieben hat, auch die Handlung spielt dort.

    Der "Krimiheld" Mark Rytter ist zunächst alles andere als ein Held, er stolpert praktisch in diesen Fall rein und erfährt dabei einen beeindruckenden Reifeprozeß. Vorher ist er Reisebegleiter für zahlungswillige Touristen und er ist eigentlich unterfordert in dieser Tätigkeit. Dann geschieht alles so ziemlich gleichzeitig, er lernt Malee kennen und lieben und von einem Touristenehepaar wird ein Kind entführt. Marks Interesse an dem Fall ist sofort geweckt. Er sieht sich fortan als Helfer der Polizei und bringt die Aufklärung sogar unter Einsatz seines eigenen Lebens entscheidend voran. Ist Mark zu Beginn des Romans noch zu kindlich und zeigt kaum Verantwortung, so ist er doch am Ende bereit, Pflichten zu übernehmen und das aus Überzeugung.

    Dies bringt uns der Autor glaubhaft nahe und der Roman hat alles, was ein guter Krimi braucht und es sind ja "gleich drei Dinge auf einmal", die uns die Handlung so nahe erleben lassen, als wären wir selbst Teil der Geschichte, nämlich sind eine gute Story, seine unverwechselbar treffende und auch witzige Ausdrucksweise und natürlich jede Menge Spannung der Erfolgsgarant für Bernd Sieberichs ausgezeichnete Regionalkrimis.

    Ich persönlich freue mich nun auf das Lesen des zweiten und dritten Teils.

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