Bücher mit dem Tag "flensburg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "flensburg" gekennzeichnet haben.

49 Bücher

  1. Cover des Buches Die Flut (ISBN: 9783596198351)
    Arno Strobel

    Die Flut

     (333)
    Aktuelle Rezension von: Corvina

    Die spannungsgeladenen Storys von Arno Strobel gehen für mich eigentlich IMMER. Aber es liegt in der Natur der Sache, dass Autoren nicht immer auf gleich hohem Niveau schreiben können. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis auch ich einmal an einen etwas schwächeren Roman aus Strobels Feder gelangen würde. 

    Die Flut ist so ein Fall. Nicht nur, dass der Verlag ihn völlig falsch als Psychothriller vermarktet, so schwächelt und plätschert die Story an diversen Stellen einfach nur vor sich hin, ohne auch nur im Ansatz an den sonst gewohnt hohen Spannungsbogen anzuknüpfen. 

    Aber selbst, wenn man das Buch unter der Rubrik "Insel-Krimi" liest, kommt kein rundes Bild zustande. Viel zu viele Handlungen sind einfach zu unlogisch, als dass sie realistisch wären. Dabei böten die nackten Eckpunkte der Handlung absolut Raum, für eine wirklich packende Psychospannung!  Am eklatantesten versagt Arno Strobel am Ende der Story, welches ihm absolut gar nicht gelungen ist. Auch das, so völlig untypisch für ihn. 

    Trotzdem fühlte ich mich einigermaßen gut unterhalten (sonst hätte ich das Buch ja einfach unvollendet wieder aus der Hand gelegt) und ich muss zugeben, dass ich wirklich erst ganz kurz vorm Schluss erkannt habe, wer der Mörder ist. Froh bin ich, dass dies nicht Strobels erster Roman für mich war. Denn ansonsten wüsste ich nicht, ob ich noch einmal zu einem Buch von ihm greifen würde.


  2. Cover des Buches Nordlicht - Die Tote am Strand (ISBN: 9783734107221)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Tote am Strand

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Lillianne

    ... mit enormen Potenzial. Dänemark ist bei mir - glaube ich - noch in keinem Krimi vorgekommen. Es ist tatsächlich so, wie es in dem Band zu Hamburg und Dänemark beschrieben wird [226]: »... ist Dänemark von Hamburg weit entfernt,  auch wenn es in Wirklichkeit keine zweihundert Kilometer sind.«

    Es war spannend, diesen neuen Krimiband mit dem deutsch-dänischen Ermittlerteam Boisen & Nyborg zu lesen. Die Entwicklung des Falles hat dann doch zum Schluss noch eine Wendung erfahren, die man nicht unbedingt erahnen konnte. Ich freue mich auf die nächsten  Bände, die hier schon liegen. 

    Zu Band 2: 

    Auch in Dänemark sind die Zimtschnecken eines der Lieblingsgebäcke :-)
    Bei diesem Band konnte ich feststellen, dass viele Passagen, die sich mit der Beschreibung der Menschen beschäftigen, einfach Kopien aus dem ersten Band waren. Ist jetzt nicht so tragisch, normalerweise wartet man ja etliche Monate auf den Nachfolgeband und freut sich dann auch zu lesen, welche Person, welche Eigenschaften etc hat.
    [39] "Vibeke Boisen war eine erfahrene Ermittlerin, für seinen Gechmack vielleicht etwa zu emsig und regelkonform, doch sie hatte ihm bei ihrem letzten gemeinsamen Einsatz in Kollund den Arsch gerettet, als er im Begriff gewesen war, eine Riesendummheit zu begehen. Das würde er ihr niemals vergessen." ... denkt Rasmus, der prügelnde Bulle mit dem toten Sohn. Und einer Ex-Frau, die das Kind eines anderen bekam. [40]
     Rasmus, der nach der Trennung von seiner Frau in seinem Bulli übernachtet hatte, ist in diesem Band in ein Appartement umgezogen: 42qm verteilt auf zwei Zimmer, hohe Decken, bodentiefe Fenster, atemberaubender Ausblick über die Nordsee bis zur Insl Fanø. [54] 

    Zu Band 3:

    Ehrenmord - Rassismus - Eifersucht und weitere Gründe, um Menschen umzubringen? Lange wird man aufs Glatteis geführt. Auch die armen Ermittler werden 'vorgeführt'. Wer spricht die Wahrheit? Es wird nur bei sehr genauem Lesen die Richtung klar.
    Nachdem ich die Côte d'Azur-Krimis gelesen habe, ist mir hier wieder aufgefallen, dass die Autorin jeden Fall sehr komplex aufbaut, während die Seealpenkrimis linear abgearbeitet werden. Es ist eine andere Form - aber dennoch ansprechend.
     Elin, die Tote, hatte eine Eigenschaft, die ich abgelegt habe: »... Mit ihr konnte man über alles reden. Sie liebte Bücher, und sie hatte diesen Spleen.« Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. »Sie mochte ihre gelesenen Bücher nicht verleihen  und lieh sich auch nie eins aus. Elin sagte, jedes Buch, das sie gelesen hätte, wäre danach ein Teil von ihr und müsse in ihrem Regal stehen. Nie könnte sie diesen Teil einfach weggeben.« 

    Band 4:

    Beziehungsmäßig ist leider kein Lichtblick zu verzeichnen. Dennoch ist die jeweilige Entwicklung hochspannend und die Toten, die erstmal keinen Berührungspunkt aufweisen merkwürdig verunsichernd. Bei der Lösung des hochdramatischen Endes muss ich feststellen,  dass ich bei dem Motiv des Täters ein déja-vu hatte: Es gab für mich bereits einen Kimi, der das gleiche Motiv verarbeitet hatte ... nur fällt mir die Reihe nicht ein. Auch diesen Band habe ich mit Spannung gelesen und kann ihn auf alle Fälle weiterempfehlen.  Schade, dass der neue Band noch nicht vorliegt, er wird höchst spannend werden und ich denke, dass wir auch dann mehr über Vibeke & Rasmus erfahren werden. Es wird höchste Zeit!

    Eine gelungene Reihe!

  3. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders (ISBN: 9783734107238)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders

     (88)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Ein ermordeter 73jähriger wird am Idstedt-Löwen in Flensburg gefunden. Der ehemalige Lehrer gehörte der dänischen Minderheit an, die Medien überschlagen sich und sehen das friedliche Miteinander zwischen Deutschen und Dänen in Gefahr. Vibeke Boisen und ihr dänischer Kollege Rasmus Nyborg nehmen die Ermittlungen auf. Alles deutet auf ein altes Verbrechen im 2. Weltkrieg, doch der Weg zur Aufklärung ist schwierig.

    Der zweite Teil der Nordlicht-Reihe und wir sind wieder mit Boisen und Rasmus sowie dem restlichen gemischten Ermittlerteam auf Mördersuche. Den Fall fand ich sehr spannend, da eine zeitgeschichtliche Tatsache erzählt wurde, die mir so nicht bekannt war. Die grausame Behandlung von Kriegsflüchtlingen in Dänemark unter der Besatzung Deutschlands und danach war stellenweise wirklich schwierig zu lesen, vor allem wenn es um Kinder ging.

    Die Verdächtigen in diesem Mordfall sind viele, so dass man gut mitspekulieren kann, wer einen Vorteil von dieser Tat haben könnte. Am Ende war ich tatsächlich überrascht über den tatsächlichen Täter.

    Einziges Manko für mich war das oft viel zu kratzige Verhalten Vibeke Boisens ihren Kollegen gegenüber. Hier empfand ich sie oft als etwas zu empfindlich und strikt, konnte aber auch verstehen, dass sie persönlich von dem Fall betroffen war, da auch sie ein Waisenkind gewesen ist. Insofern konnte ich ihr vieles nachsehen.

    Insgesamt ein spannender Krimi mit einem tollen Thema, von dem ich vorher nicht viel wusste. Gut!

  4. Cover des Buches Gezeitenmord (ISBN: 9783462002416)
    Dennis Jürgensen

    Gezeitenmord

     (193)
    Aktuelle Rezension von: froschman

    Der Lehrer Lasse Espersen ist mit seinem Schüler Villads Geertsen im Watt im dänisch-deutschen Grenzgebiet unterwegs, um Vögel zu beobachten bzw. interessante Muscheln zu suchen. Doch Villads macht einen grausamen Fund: eine Männerleiche im festen Meeressand, nur der Kopf schaut heraus! Noch bevor sie Hilfe holen können, wird Lasse im dichten Nebel von einem Unbekannten attackiert und schwer verletzt, Villads ist ab diesem Zeitpunkt verschwunden! 

    Da die Leiche im Grenzgebiet aufgefunden wurde, ermitteln Lykke Teit, Kommissarin aus Dänemark, und Rudolph Lehmann, Hauptkommissar aus Flensburg, grenzüberschreitend, die örtliche Polizei muss ihnen zuarbeiten. Die beiden Ermittler verstehen sich sofort, obwohl ein Altersunterschied von mehrt als zwanzig Jahren besteht. Doch Villads ist nicht das erste Kind, das in dem knapp 14.000-Einwohner zählenden Ort Melum verschwunden ist. 

     

    Jürgensen hat in angenehm zu lesender Sprache einen Krimi geschaffen, der auf Grund der kurzen Kapitel leicht zu lesen ist. Die beiden Hauptproponenten kommen sympathisch rüber, die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Das Cover mit der Küstenlandschaft ist ausgesprochen gut gelungen.

    Gezeitenmord ist der erste Band mit der Ermittlerin Lykke Teit, ob Rudi Lehmann bei den nächsten Bänden dabei ist, ist abzuwarten.

  5. Cover des Buches Küstenmorde (ISBN: 9783404169504)
    Nina Ohlandt

    Küstenmorde

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Jaing

    Da ich die Nordsee und Regionalkrimis mag, habe ich mich sehr auf das Lesen gefreut. Das Buch verfügt über eine gute Story und einen Ermittler mit viel Potenzial. Eine 5-Sternebuch also? Leider nicht. Die Autorin verfängt sich in unnötigen Dialogen und Beschreibungen, die weder Charaktere weiterbringen, noch dem Buch regionalen Charme verleihen. Das Buch hätte gut um 100 Seiten kürzer ausfallen können. Hinzu kommt ein Schreibstil, der teils an erste Übungen in Literaturkursen erinnert. 

  6. Cover des Buches Eisige Flut (ISBN: 9783404176373)
    Nina Ohlandt

    Eisige Flut

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Viragolady

    Zum Inhalt:
    Nordfriesland. Es ist eisig kalt, der Schnee liegt meterhoch und ein eisiger Wind weht.

    An der Nordseeküste werden einige Morde verübt in dem der Mörder die Opfer in einer sehr skurrilen Art und Weise darstellt.

    Anja Derling wird vermisst und später vor der Haustür ihrer Mutter als Eisskulptur vorgefunden. Arthur Peters , auf dem Marktplatz und Levke Bronnen, eine Balletttänzerin, werden ebenfalls als Eisskulpturen aufgefunden. Es scheint als würde die Todesserie kein Ende nehmen. Der Täter bekommt den Namen „Eismörder“.

    Hauptkommissar John Benthien und sein Team der Kripo Flensburg sollen diese Morde aufklären, was sich als nicht so einfach herausstellt. Sie haben alle genug damit zu tun den verschiedensten Hinweisen und Anhaltspunkten nachzugehen, was teilweise auch in die Irre führt. Dabei wird die Ermittlungsarbeit sehr realistisch geschildert. Es war sehr spannend zu erleben wie sich die Puzzlesstücke so nach und nach zusammensetzten bis der Fall um Anja Derling ein nicht unbedingt vorhersehbares Ende nimmt.

    Neben der laufenden Ermittlungsarbeit werden immer wieder Briefe vom vermutlichen Mörder an seine Tochter eingestreut, dessen Inhalt zwar dem Leser bekannt ist, nicht aber den Ermittlern. In diesen Briefen berichtet er über seine schlimme Vergangenheit, wobei er seine Taten zu rechtfertigen versucht.

    Auch werden persönliche Probleme der Ermittler beschrieben, was aber keinesfalls stört, sondern sie teilweise sympathischer macht. Es wirkt alles sehr realistisch, wie im wahren Leben.

    Fazit:

    „Eisige Flut" ist der 5. Fall für Kommissar John Benthien und sein Team von der Flensburger Kriminalpolizei. Man muß aber nicht die Vorgängerbände gelesen haben um diesem Buch folgen zu können , da es wie eine eigene Geschichte geschrieben wurde. Man ist mitten drin im Geschehen und hat fast das Gefühl alte Bekannte zu treffen.

    Die Orte und Plätze sind so anschaulich beschrieben worden als sei man vor Ort und hat sie persönlich zu besucht .

    Der Spannungsbogen war sehr gelungen und am Ende gut aufgelöst, trotzdem hat man das Bedürfnis es noch weiter lesen zu wollen um zu sehen wie es mit den Akteuren weiter geht. Warten wir auf ein weiteres spannendes Abenteuer.

    Das Cover passt zum Roman und hat mich sofort angesprochen, Möwe, Leuchtturm, alles was die Nordsee ausmacht.

    Von mir daher eine klare Empfehlung . Ein sehr spannender Roman der Lust auf mehr macht. Super!

    Autorin Nina Ohlandt ist damit ein Meisterwerk gelungen und ich habe mir die Vorgängerromane selbstverständlich auch zugelegt.

  7. Cover des Buches Blutige Düne (ISBN: 9783404179756)
    Sabine Weiß

    Blutige Düne

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Starbks

    Ich liebe Krimis mit Lokalkolorit, vor allem, wenn ich selbst gerade reise. Den Kriminalroman "Blutige Düne" von Sabine Weiss habe ich schon vor einiger Zeit und zum Teil wirklich bei einem Sylt-Aufenthalt gelesen. Es ist der 4. Teil der Liv-Lammers-Reihe. Für den Leser und die Leserin, die die anderen Teile nicht kennen, ist das aber kein Problem. 


    Eine schöne Zeit auf Sylt wird für die Ermittlerin Liv Lammers mit einem Mord garniert. Wenn man sich nicht wundert, dass ein bekannter Rocker und Inhaber einer Bar ermordet wird, so wundert man sich dann doch, dass ein zweiter Mord scheinbar mit dem ersten in Verbindung steht; diesmal ist es aber ein Naturschützer, und so sieht der Fall schon ganz anders aus. Ein schwarzer Nagellack verbindet beide Fälle. 


    Anfangs führt der Roman sehr viele Personen ein, als Leser darf man dieses Buch nie zu lange weglegen. Es wird sonst schwer, der Handlung zu folgen. Schließlich wird man aber von den komplexen und tiefgründigen Handlungssträngen gefangen genommen. Dabei geht es sowohl um das Privatleben der Ermittlerin als auch um die Opfer. 


    Am Ende ist soweit alles schlüssig und aufgeklärt. Der Roman entlässt den Leser und die Leserin mit Lust auf weitere Fälle der Ermittlerin und weitere Romane der Autorin.

  8. Cover des Buches Sturmläuten (ISBN: 9783404174720)
    Nina Ohlandt

    Sturmläuten

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Jaing

    Das Buch hat mich überzeugt, war stets spannend und die Story war nicht vorhersehbar.

    Es gab einige aus meiner Sicht unnötige Dinge, so etwa die ganzen Foltergeschichten.

  9. Cover des Buches Möwenschrei (ISBN: 9783404171361)
    Nina Ohlandt

    Möwenschrei

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Jaing

    Das Buch liesst sich teils leicht und fliessend mit spannendem und nicht erwarteten Ende. Doch der Weg dahin ist harzig. Das hängt einerseits damit zusammen, dass ganze Handlungsstränge für das Buch und den Fall komplett unerheblich sind. Andererseits gibt es derart viele Protagonisten bei Polizei und Verdächtigen inkl. schwer verstehbarer Verwandtschaftsverhältnisse, dass ich selbst zur Mitte des Buches teils nicht wusst, wer in der Pension jetzt wer ist. Als letzten negativen Punkt sehe ich, dass einige Dinge gar nie aufgeklärt worden sind. 

    Positiv ist die dezente, aber schöne Beschreibung der Insel. Ausserdem kommt man den Charakteren, besonders Benthieh, Lilly und Fitzen, näher als im ersten Buch. Diese sind wirklich gut beschrieben. 

    Fazit: Weniger wäre mehr.

  10. Cover des Buches Nebeltod (ISBN: 9783404173181)
    Nina Ohlandt

    Nebeltod

     (42)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Gleich mehrere Fälle halten das Team um John Benthien beschäftigt. Ein Schuss auf ein Auto aus dem Hinterhalt, zwei getötete und verstümmelte Pferde auf einer Weide und ein brutaler Mord, bei dem ein Mann auf Gleise gebunden wurde, wo er von einem Zug überrollt wurde. Hier erhält das Team ein Foto des noch lebenden Opfers mit der Unterschrift „Schuldig“. Als ein weiterer brutaler Mord passiert, muss das Team schnell handeln.

    „Nebeltod“ ist der dritte Fall für John Benthien. Für mich ist es das erste Buch der Reihe, doch es lässt sich gut ohne Vorkenntnisse lesen.

    Der Fall beginnt auch gleich spannend und interessant – der Mord auf den Gleisen ist echt hart und auch die anderen Morde der Serie sind nicht ohne. Die Ermittlungen des Teams fand ich interessant und spannend. Ein bisschen zog sich die Geschichte hier und da, aber als Leser war man auch damit beschäftigt, die vielen Verdächtigen zu sortieren und auszuschließen.

    Auch Benthiens persönliche Probleme waren fesselnd und hier interessiert es mich sehr, was hier am Ende herauskommen wird, das bleibt allerdings ungelöst.

    Insgesamt hat mir der Roman gefallen und ich bin gespannt auf weitere Fälle des Teams.

  11. Cover des Buches Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1) (ISBN: 9783945362921)
    Thomas Herzberg

    Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1)

     (82)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Werbung - Rezension 

    "Am Ostseestrand der Halbinsel Holnis, Dänemark in Sichtweite, wird die schrecklich entstellte Leiche eines Mannes gefunden. Eine Hiobsbotschaft, die kurz vor Start der neuen Urlaubssaison zahlende Gäste abschrecken könnte. Somit ist bei den Ermittlungen Leisetreten angesagt.

    Ina Drews und Jörn Appel – das neue Team der Flensburger Mordkommission – kommen da gerade recht. Aber schon ihr erstes Aufeinandertreffen endet im Eklat, wofür es gute Gründe gibt.

    Während sich die beiden widerwillig zusammenraufen, geht es mit den Ermittlungen anfangs erfreulich schnell voran. Doch mehr und mehr versinkt alles sicher Geglaubte in einem Strudel aus Lügen und Halbwahrheiten. Hinzu kommt Druck von oben, mit dem sich Ina und Jörn noch zusätzlich herumschlagen müssen. Dabei gerät selbst der Mordfall zeitweise in Vergessenheit..."


    Bin absolut geflasht von diesem Buch. Es war mein erstes Buch des Autors und definitiv nicht das letzte. Der Schreibstil ist mir besonders aufgefallen, voller Charm und gelegentlich auch mit Witz. 

    Die Kernpunkte im Buch befassen sich mit Menschenhandel und Schmuggel. Auch gibt es Probleme mit einer pubertierenden Teenagerin die es Faustdick hinter den Ohren hat. Die Charaktere sind mir sehr sympathisch und ich bin gespannt wie es mit dem "Dreamteam" weitergeht. Ein bisschen mehr Beschreibung der Gegend wäre schön gewesen, ansonsten bin ich sehr gut unterhalten worden.


  12. Cover des Buches Küstennebel (ISBN: 9783492264730)
    Gisa Pauly

    Küstennebel

     (53)
    Aktuelle Rezension von: AtheneD

    Wie Band 1 lebt dieser Krimi hauptsächlich von dem Clash der Kulturen, nämlich dem Aufeinandertreffen eines Friesen mit seiner italienischen Verwandtschaft. Die einzelnen Figuren sind liebevoll entwickelt. Dies gilt insbesondere für die italienischen Familienmitglieder aber auch für das Sylter Umfeld.

    Leider hat dieses Buch unübersehbare Längen, unnötige Verwicklungen und unglaubwürdige Wendungen. 

    Der Kriminalfall wirkt in diesem Buch wie ein störendes Beiwerk.

    Die Schilderung des italienischen Teils der  Familie ist höchst amüsant und sehr gut dargestellt, genauso das Leben im Heimatdorf der Mama Carlotta.

    Ich hoffe, dass die weiteren Bände besser gelungen sind.

  13. Cover des Buches Tod und Spiele (ISBN: 9783839219478)
    Petra Mattfeldt

    Tod und Spiele

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12
    "Tod und Spiele" ist der zweite Band aus der Falko-Cornelsen-Reihe von Petra Mattfeldt. Falko Cornelsen hat große Eheprobleme und kann seiner Frau eine vergangene Affäre nicht verzeihen. Um sich über die Zukunft seiner Ehe klar zu werden, nimmt er sich in seinem Kommissariat in Lüneburg ein paar Tage frei und besucht seinen Freund und Kollegen Oliver in Flensburg. Doch kaum angekommen wird dieser zu einem Toten in einem Domina-Studio gerufen. Oliver bittet Frank sein Team als Profiler im vorliegenden Fall zu unterstützen und schon ermitteln diese gemeinsam in einem Fall, der immer mysteriöser wird. Nachdem ich vor kurzem auch den ersten Band der Reihe gelesen hatte, fiel es mir leicht gleich wieder die private Situation des Protagonisten zu verstehen, hier bauen die Bände ein wenig aufeinander auf. Die Geschichte ist im wesentlichen in zwei Handlungsstränge gegliedert. Zum einen die Morde, die den Verdacht von einem Rachefeldzug nahe legen und zum anderen die schrecklichen Geschehnisse der gefangenen Kinder, die für Sex.Partys missbraucht werden. Dieser Erzählstrang hat es in sich und ist nichts für schwache Nerven. Die Autorin schaffte es hier mich beim Lesen richtig wütend zu machen über das Leid, das den Kindern zugefügt wird und ich hoffte auf eine gerechte Bestrafung dieser Taten. Durch den Wechsel dieser beiden Erzählstränge fesselte mich Petra Mattfeldt immer wieder an die Geschichte und lies dabei aber stets geschickt offen wer der Täter sein könnte. Zwar hat man eine klare Vermutung, aber es ist halt dann doch ein wenig anders als vermutet. Die Geschichte endet zum einen tragisch, aber auch für Falko Cornelsen mit einem neuen Abschnitt seines Lebens. Diesen Übergang zum aktuellen dritten Band fand ich sehr gelungen. In Summe hat mir dieser Krimi sehr gut gefallen, spannend geschrieben und auch mit einem gelungenen privaten Anteil des Protagonisten, der sich stimmig in die Geschichte einfügt. Ich werde als Leser dieser Reihe definitiv treu bleiben.
  14. Cover des Buches Brennende Gischt (ISBN: 9783404176670)
    Sabine Weiß

    Brennende Gischt

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Sylt-Krimi ist der zweite Fall für die junge Ermittlerin Liv Lammers.

    In der Ruine eines abgebrannten Hauses wird die Leiche eines Pastors gefunden, der einen nicht ganz so gottgefälligen Lebenswandel geführt hat. Und was der Seelsorger im Haus des vor kurzem verstorbenen Millionär Armin Zurssen zu suchen? Hängt das damit zusammen, dass das Haus testamentarisch die örtliche Kirche gehen soll?

    Noch bevor es Antworten auf die drängendsten Fragen gibt, wird eine weitere Leiche gefunden. Wie schon im ersten Fall („Schwarze Brandung“)vermutet, scheint es bei der Polizei einen Maulwurf zu geben. Doch wer könnte das sein? Momke, der gedanklich bei Verlobter und Hochzeitsvorbereitungen weilt?

    Je tiefer Liv und ihre Kollegen in den Fall eintauchen, desto mehr Abgründe tun sich auf. Es gibt jede Menge Verdächtige, aber weit und breit kein schlüssiges Motiv. Erst ein altes Foto führt die Ermittler auf die richtige Spur. Und wieder einmal gerät Liv Lammers’ Familie, mit der sie vor Jahren gebrochen hat, in den Fokus der Ermittler. 

    Fazit:  

    In diesem zweiten Fall erfahren wir ein wenig mehr über die Familiengeschichte von Liv Lammers. Der mächtige Familienclan macht es weder den Lesern noch den Polizisten leicht. Allgegenwärtig ist Livs Schwester Annika, die das Immobiliengeschäft des Vaters weiter ausbaut, nicht immer mit fairen Mitteln. 

    Die Autorin vermittelt wieder einen guten Einblick in die Polizeiarbeit. Die Alleingänge von Liv sind legendär, aber nicht ganz ungefährlich. Ein Disziplinarverfahren hängt abermals wie ein Damoklesschwert über ihr. Momke geht mir mit seinen Gedanken zur bevorstehenden Hochzeit ein bisserl auf die Nerven, weil das die Handlung nur wenig weiterbringt. Allerdings als Verdächtiger in Sachen „Maulwurf“ passt es dann wieder.

    Gut gefällt mir, wie Sabine Weiß Bräuche, Traditionen und den alten Sylter Dialekt in die Handlung einbaut. Auch die Beschreibungen der Insel und deren Bewohner, die abseits der Tourismussaison ein eher beschauliches Dasein führen, sind gut gelungen.  

    Fazit: 

    Ein fesselnder Fall, der Lust auf die Fortsetzung („Finsteres Kliff“) macht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.


  15. Cover des Buches Schwestern fürs Leben (ISBN: 9783426308165)
    Sybille Schrödter

    Schwestern fürs Leben

     (39)
    Aktuelle Rezension von: SkadiV

    Nach Ende des ersten Weltkriegs stehen die Familie Danneberg und ihr Rumhaus vor einer großen Herausforderung: der einzige Sohn der Familie ist im Krieg gefallen. Und damit auch der angedachte Erbe des Rumhauses. Doch immerhin ist da noch Helene, genannt Lene, die das Rumhaus gerne von ihrem Vater übernehmen würde – allerdings ist es ihr als Frau nicht mal gestattet, dort zu arbeiten. Ihre Schwester Käthe dagegen, hat vor Diakonisse zu werden, Lizzie will unbedingt Medizin studieren und die jüngste, Jette, träumt davon, als Schauspielerin auf der Bühne zu stehen. Doch das Leben wirft der Familie und vor allem den vier Schwestern – das Kleeblatt – immer wieder Steine in den Weg.

    In diesem Auftakt der Familiensaga aus der Feder Sybille Schrödters wird das Schicksal der Familie Danneberg vom Jahr 1910 bis zu Weihnachten 1945 erzählt.

    Der Einstieg in die Geschichte ist zuweilen anstrengend. Neben den vier Schwestern gibt es zahlreiche weitere wichtige Figuren, die zwar immer wieder auftauchen, teilweise aber schwer auseinander zu halten sind. Zu Beginn des Buches gibt es eine Übersicht über die Familienverhältnisse, die zwar recht hilfreich ist, aber manche Informationen teilweise zu früh preisgibt.

    Die vier Schwestern haben alle ihre Eigenheiten, verschiedene Ziele, Träume und vor allem auch Lebensansichten. Da die Perspektive zwischen ihnen wechselt, erhält die Geschichte hierdurch zahlreiche Facetten und Handlungsstränge, die konzentriertes Lesen erforderlich machen, aber auch zusätzliche Spannung reinbringen. Die vier sind – zumindest mir – beim Lesen richtig ans Herz gewachsen und bei jeder (überraschenden) Wendung habe ich mit ihnen mitgefiebert. Durch ihre Verschiedenheit findet wohl jeder seine Favoritin. Doch eines gilt für alle vier: sie sind starke Frauen, die sich gegen die Zeichen ihrer Zeit stellen und ihren ganz eigenen Weg gehen.

    Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, stellenweise rutscht er etwas ins blumige ab, was allerdings perfekt zu einem Historienroman, der in dieser Zeit spielt, passt. Sybille Schrödter schafft in ihrem Roman eine Atmosphäre, die es leicht macht beim Lesen alles um einen herum zu vergessen und ganz in die Geschichte abzutauchen.

    Die Handlung hält einige überraschende Wendungen bereit. Der ständige Wechsel zwischen Höhen und Tiefen macht das Lesen zu einer literarischen Achterbahnfahrt. Allerdings wird die Spannung nicht hauptsächlich durch äußere Action erzeugt, sondern durch die Dynamik zwischen den Figuren und die Familiengeheimnisse, die im Laufe der Geschichte gelüftet werden.

    „Schwestern fürs Leben“ ist ein gut recherchierter Historienroman, das Porträt einer Familie in den unruhigen Zeiten zwischen den beiden Weltkriegen. Auch die Geschichte der Rum-Produktion kommt hierbei nicht zu kurz. Empfehlenswert für alle Fans von Historienromanen und Familiengeschichten.

  16. Cover des Buches Totenwelt (ISBN: 9783746636764)
    Michael Jensen

    Totenwelt

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Motzbeck

    Der zweite Fall des ehemaligen Kommissars Jens Druwe knüpft da an, wo der erste aufhört, nämlich im Flensburg der Zeit des Kriegsendes. Vesuchten im ersten Teil die Ratten das sinkende Schiff zu verlasen, so geht es hier eher um die wahnwitzigen Vorstellungen der noch von Hitler ernannten Dönitz-Regierung, noch irgendeine Rolle in der internationalen Nachkriegspolitik und beim Wiederaufbau Deutschlands zu spielen. So ist es denn ausgerechnet der neue Reichsinnenminister Stuckart, der Druwe das verführerische Angebot macht, in führender Position am Neuaufbau der Polizei mitzuwirken, wobei es aber offensichtlich weniger um eine Selbstreinigung als um die Weiterbeschäftigung nicht ganz so hochrangiger Nationalsozialisten geht. Druwe lässt sich in Unkenntnis der wahren Motive und Hintergründe Stuckarts (immerhin ein knallharte Rassenideologe, der auch Teilnehmer der bberüchtigten "Wannsee-Konferenz" war) zunächst darauf ein. Damitr gerät er in ein Machspiel zwischen der neuen Regierung, nach wie vor aktiven SS-Schergen und den divergierenden Interessen verschiedener Abteilungen der neuen britischen Besatzungsmacht. Und ausgerechnt da nimmt ein ehemaliger Kollege aus Berlin Kontakt zu ihm auf, der aus der Erbmasse der Abwehr um den Admiral Canaris brisantes Material über führende Nazigrößen übernommen hat, das er nun gegen Startkapital und Zusicherung von Straffreihet an die Briten aushändigen mächte. Druwe vermittelt ein Geheimtreffen, das jedoch mit dem Tod sowohl des britischen Offiziers als auch des Informanten endet. Druwe ist schnell klar, dasss die beiden sich nicxht gegenseitig erschossen haben können, also muss er in dem o.g. Interesengeflecht wie auf einem Gelände mit Tretminen agieren, am Ende nur jhalb erfolgreich, da es ihm zwar gelingt, die Tat aufzuklären, aber nur um den Preis der eigenen Freiheit.

    Wie schon im Vorgängerroman gelingt es Michael Jensen die Stimmung im unverhofft zur inoffiziellen "Reichshauptstadt" Flensburg einzufangen. Da der Band inhaltlich und zeitlich eng mit dem Vorgänger verknüpft ist, empfiehlt es sich, sofern man diesen noch nicht kennt, damit einzusteigen.

  17. Cover des Buches Annis kleines Café am Meer (ISBN: B099SH6W4C)
    Inga Schneider

    Annis kleines Café am Meer

     (40)
    Aktuelle Rezension von: AnnetteSchnook

    Lotte eilt nach einem Anruf ihrer Tante Anni nach Flensburg die sich beim einem Sturz die Schulter gebrochen hat.  Da Lotte's Leben eh Kopf steht, da sie kurz vorher ihren langjährigen Freund beim Seitensprung erwischt hat, kommt ihr dieser Hilferuf ganz recht. Schnell muss sie feststellen das es um das Café ihrer Tante nicht gut bestellt ist. Alles ist in die Jahre gekommen und bedarf einer kompletten Umgestaltung. Hat Lotte eine Chance dem Café wieder neues Leben einzuhauchen? Und was hat es mit dem geheimnissvollen Karton auf dem Dachboden von Anni für Bewandtnis? Lest selber was so alles passiert in dem kleinen Café und ob es eine Zukunft im schönen Flensburg hat. Kurzweilig und gut geschrieben mit tiefgehenden Momenten. Eine eindeutige Leseempfehlung.

  18. Cover des Buches Nordlicht - Die Spur des Mörders - (ISBN: 9783837150070)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Spur des Mörders -

     (14)
    Aktuelle Rezension von: MissRichardParker

    Als die schrecklich zugerichtete Leiche eines 73-jährigen in Flensburg gefunden wird, ist die Polizei schockiert. Wer hat den alten Mann zu Tode getreten? Bald wir klar, dass das Opfer der dänischen Minderheit angehört hat und Viebke Boisen nimmt die Ermittlungen zusammen mit ihren dänischen Kollegen auf. Eine nervenaufreibende Ermittlung beginnt...

    Der zweite Fall des dänisch-deutschen Ermittlerteams hat mich wieder vollends gepackt. Innert kürzester Zeit habe ich mich mitten in der Geschichte befunden und konnte kaum stoppen. Auch hier hat die Sprecherin wieder super gepasst. Die sehr spannend geschriebene Geschichte hat einen historischen Hintergrund und war für mich sehr interessant. Ausserdem entwickeln sich die bereits bekannten Figuren aus dem ersten Fall stets weiter, was mir immer äusserst gut gefällt. Eine sehr fesselnde, spannende und flüssig geschriebene Geschichte um ein Ermittlerteam, welches mir schon ans Herz gewachsen ist.

  19. Cover des Buches Totenland (ISBN: 9783746634609)
    Michael Jensen

    Totenland

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Motzbeck

    Die Idee, das Ende des Dritten Reiches zum Handlungsspielraum eines Kriminalromans zu machen, ist nicht neu, das gab es schon in "Onkel Toms Hütte" und im ersten Roamn der Goldammer-Reihe. Nun hat sich auch Michael Jensen mit seinem Protagonisten Jens Druwe an dieses Thema gewagt, meiner Meinung nach weitgehend durchaus gelungen. Im noch von den Briten nicht eroberten Teil Schleswig-Holsteins wird ein ranghoher NS-Funktinär ermordet aufgefunden. Jens Druwe kommt so ins Spiel, ein ehemaliger Kripo-Kommissar aus Berlin, nun zum Dorfpolizisten degradiert undsowohl äußerlich wie auch innerlich schwer durch den Krieg gezeichnet. Schnell spürt er einen flüchtigen KL-Insassen auf, der für seine Vorgesetzten von der eigentlich zuständigen Kripo einen Idealen Täter abgibt. Doch Druwe hat aus verschiedenen Gründen seine Zweifel und ermittelt mehr oder weniger auf eigene Faust in den Wirren der letzten Tage des Dritten Reichs. Er entdeckt Hinweise darauf, dass der Funktinär seine Stellung missbraucht hat, um sich persönlich zu bereichern, allerdings scheint er dabei nicht allein gehandelt zu haben. Tatsächlich stand er im Mittelpunkt eines Geflechts der SS, das über die sogenannte "Rattenlinei-Nord" die Flucht von hochrangigen Vertretern dieser verbrecherischen Organisation ins Ausland vorbereiten sollte, die dann sozusagen die Keimzelle eines späteren Wiederaufbaus des Nationalsozialismus in Deutschland übernehmen sollten. Mit seinem Einsatz gelingt es Druwe, diese Flucht zu unterbinden.

    Der Roman beschreibt aber nicht nur den Fall, sondern am Beispiel seines Protagonisten auch, wie schnell man im Dritten Reich schuldig werden konnte und wie unterschiedlich die Menschen mit dieser Schuld umgingen. Auch das macht die Reihe, deren beiden Folgebände ich bereits geordert habe, lesenswert. Leider passieren dem Autoren zwei grobe historische Schnitzer, die leicht vermeidbar gewesen wären. Die Armee, die unter Paulus in Stalingrad unterging, war nicht die siebte, sondern die sechste, und die mit diesem Untergang in Verbindung stehende Sportpalastrede Goebbels war 1943, nicht 44. 

  20. Cover des Buches Schlaf in tödlicher Ruh (ISBN: 9783732516032)
    Nina Ohlandt

    Schlaf in tödlicher Ruh

     (10)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Schlaf in tödlicher Ruh von Nina Ohlandt ist ein spannender aber auch etwas vorhersehbarer Kurzkrimi. Es ist ein atmosphärischer, winterlicher Küsten Krimi der an der Nordsee spielt.

    Die junge Kommissarin Lilly trifft zufällig auf ihre alte Freundin Sonja. Diese ist vor kurzen wieder an die Nordsee gezogen und hat ein zweites Mal geheiratet. Spontan lädt Sonja Lilly über die Weihnachtsfeiertage auf ihren Hof nach Elisenkoog ein. Lilly freut sich, doch die Stimmung unter den Anwesenden ist angespannt. Zudem passieren komische Dinge. Als dann drei der Männer Tod in der Sauna gefunden werden verdüstert sich noch mehr.

    Der Schreibstil ist flüssig und leicht. So kommt man gut in die Geschichte rein und spürt schon zu Anfang eine subtile Spannung. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen. Teilweise sind ein paar Dinge vorhersehbar, anderes überrascht dann doch. Am Ende ist alles schlüssig und meine Vermutung bezüglich des Täters war richtig. Es gab die verschiedensten Fährten und Motive und dies macht es für mich zu einem angenehmen Krimi für zwischendurch. Allerdings verlor sich die Autorin manchmal in Erklärungen oder Nebensächlichkeiten. Dies passte zwar zu der etwas gediegeneren Atmosphäre, war dadurch aber auch teilweise langatmig.

    Die Protagonisten und Örtlichkeiten sind authentisch beschrieben. So konnte man sich die Szenerie gut vorstellen und vor dem geistigen Auge ablaufen lassen.

    Es ist auf jeden Fall ein spannender und unterhaltsamer Krimi den man gut zwischendurch lesen kann.

  21. Cover des Buches Blutmöwen (ISBN: 9783894255770)
    H. Dieter Neumann

    Blutmöwen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Klusi

    Für die Kommissarin Helene Christ ist dies bereits der fünfte Fall, für mich war es ihr erster. Ich kannte die Bücher von H. Dieter Neumann noch nicht, bin aber froh, das nun geändert zu haben, denn „Blutmöwen“ hat mich richtig gepackt. Gleich zu Beginn gab es eine Szene, die mich direkt etwas verstört hat, denn ich wusste bisher nicht, dass Möwen anscheinend wirklich alles fressen! Also gab es am Rande gleich ein wenig Naturkunde für mich. Der Fall um den toten Bauern Brodersen ist verzwickt, und lange Zeit scheint es so, als könnte ihn Helene Christ mit ihren Kollegen nicht lösen. Zu viele Feinde scheint Brodersen zu haben, die ihm nach dem Leben hätten trachten können, oder war es vielleicht doch Selbstmord?. Im Umfeld des Opfers stoßen Kommissarin Christ und ihre Mitarbeiter auf eine Mauer aus Hass, Verstocktheit, Vorurteilen und Bigotterie. Die einzelnen Charaktere werden ausführlich beleuchtet, und es ergeben sich immer mehr interessante und relevante Aspekte. Nach und nach webt der Autor ein dichtes Netz aus einzelnen Fäden. Ob sich der Täter darin verfängt? Das muss jeder selbst erfahren und diesen Krimi lesen. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es im letzten Viertel für mein Empfinden ein paar Ungereimtheiten gab.

  22. Cover des Buches Inselkoller (ISBN: 9783839210147)
    Reinhard Pelte

    Inselkoller

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Thomas Jung ist Leiter und wohl einziger Mitarbeiter der Abteilung für unaufgeklärte Kapitalverbrechen. Man kann halt schlecht mit ihm zusammenarbeiten und so ist er zwar noch am Arbeiten, aber weit weg vom Schuss.

     

    Jung bekommt den Auftrag, einen Mord oder Selbstmord auf der Insel Sylt aufzuarbeiten. Haben die Kollegen anständig recherchiert oder sind da etwa Fehler unterlaufen?

     

    „Inselkoller“ ist ein Sylt Krimi aus der Feder des Autors Reinhard Pelte. 

     

    Das Buch beginnt im Prolog mit einen Interview mit dem Autor. Erstens ist das kein Prolog und zweitens hat es mich nicht interessiert. Somit hatte ich die ersten Seiten schon gespart. 

     

    Zu Anfang fand ich den Krimi noch richtig gut. Wobei ich mich fragte, warum im zweiten Kapitel von einem Somali berichtet wird und schon fast die komplette Story verraten wird. Zumindest, wenn man schon mehr als einen Krimi gelesen hat. 

     

    Und dann fing es langsam bei mir an. Den Somali überflog ich nur. Die Sache mit den zwei Frauen ist auch überflüssig, weil man sich dann auch schon den Rest der Story denken kann. 

     

    Auch so ging es mit dem Krimi steil bergab. Jung ist absolut unsympathisch. Wäre jetzt nicht so das Drama, aber er war wirklich unsympathisch. Vor allen Dingen verhielt er sich unmöglich anderen Leuten gegenüber. Er war gleich großkotzig, motzig und genervt von allem und jedem. Man kann halt nicht mit ihm zusammenarbeiten.

     

    Dazu tapste Jung nur herum und fragte Leute. Ebenso versprach er jedem, gleich alle seine Ermittlungsergebnisse mitzuteilen, sobald er etwas weiß. Labertasche halt. 

     

    Ich konnte seinen Ermittlungsweg, wenn man das so nennen kann, kaum verstehen. Und trotzdem hat jeder ihm gleich alles erzählt. Gerade als es ins militärische ging. Noch mehr Labertaschen. 

     

    Es wurde mehr Gewicht auf Essen und den Schnupfen des Herrn Jung gelegt, als auf eine anständige Aufklärung des Falles. Dazu kam dann noch, dass Herr Jung am Ende gleich zwei Fälle aufgeklärt hatte, die er nicht einmal wirklich aufgeklärt hatte.

     

    Denn es interessierte den Autor recht wenig, wie es weiter ging oder gehen sollte. Jung hatte etwas herausgefunden und Ende der Story. Im Epilog wird dann dem geneigten Leser, der bis dahin noch kam, erzählt, was man eigentlich eh schon lange wusste. 

     

    Am Anfang dachte ich wirklich, es ist ein gelungener Krimi, wurde dann allerdings schnell eines Besseren belehrt. Kurz gesagt, ein Krimi, den ich mir auch aus den Ärmeln hätte leiern und dazu nebenbei noch das Lob eines Literaturkritikers einheimsen können.  

     

  23. Cover des Buches Böses Spiel (ISBN: 9783570306307)
    Brigitte Blobel

    Böses Spiel

     (36)
    Aktuelle Rezension von: ReadingLikeCarrie

    Das Thema "Mobbing" ist immer brandaktuell. Heute wie "damals", als das Buch geschrieben wurde. In Büchern von Brigitte Blobel geht es meist um typische Probleme, mit denen junge Heranwachsende konfrontiert sind. 

    Die Geschichte ist gut geschrieben und man kann sich leicht in die Lage der Protagonistin hineinversetzen. Auch die Sachen, die ihr geschehen, wirken alltäglich und realitätsnah. Ein nicht so gut betuchtes Mädchen wechselt aufgrund ihrer guten Noten als Externe auf ein Internat, wo Klassenunterschiede deutlich hervortreten.

    Zu Beginn und zum Schluss wird die Geschichte aus der Sicht des "Retters" geschrieben, der auch nur zu den beiden literarischen Zeitpunkten "stattfindet".

    Meiner Meinung nach kommt das Ende etwas abrupt und auch der Genesungsweg hätte ruhig ein wenig genauer beschrieben werden können.

  24. Cover des Buches Inselroulette (ISBN: 9783839215333)
    Reinhard Pelte

    Inselroulette

     (6)
    Aktuelle Rezension von: ChrischiD
    Wie kann eine junge Frau verschwinden und erst Tage später von ihrem Arbeitgeber als vermisst gemeldet werden? Kriminalrat Tomas Jung wird nach Sylt geschickt, um sich vor Ort ein Bild zu machen und den Fall schnellstmöglich zu lösen. Je tiefer die Polizei in das Leben der Frau eindringt, desto mehr Fragen stellen sich. Plötzlich wird eine Frauenleiche gefunden...

    Kann es wirklich sein, dass eine junge, hübsche Frau keinerlei soziale Kontakte pflegte? Denn genau so scheint es, als Tomas Jung den Fall der verschwundenen Bente Friedrichsen übernimmt. Oder sollte sie gar ein Doppelleben geführt haben? Lange Zeit tappt nicht nur die Polizei, sondern auch der Leser im Dunkeln, bis sich schließlich ein wichtiges Indiz zeigt, dass allerdings schnell übersehen werden kann. Dementsprechend wichtig ist es, dem Geschehen konzentriert zu folgen, um die entscheidende Wendung nicht zu verpassen.

    Anfangs hat man das Gefühl die Geschichte dümpelt einfach so vor sich hin. Doch im weiteren Verlauf wird deutlich, dass es sich nur um die Ruhe vor dem Sturm handelt, denn unterschwellig brodelt es bereits. Der ruhige Schreibstil passt allerdings hervorragend zum Ort des Geschehens und zieht den Leser mit in die Ferne. Es wird nach und nach Spannung aufgebaut, allerdings nicht so offensichtlich wie man es möglicherweise gewohnt ist. Lässt man sich aber auf die Gegebenheiten und den Stil ein, spürt man es ganz deutlich.

    „Inselroulette“ ist der sechste Band der Reihe um Kriminalrat Tomas Jung. Manches Mal wird auf die vergangenen Bände mittels Fußnoten verwiesen, wodurch man schon merkt, dass einem dort Wissen fehlt. Dieses ist zwar nicht unbedingt von Nöten, um den aktuellen Fall nachvollziehen zu können, dennoch hat man das Gefühl etwas nachholen zu müssen, um manche Handlungsweisen in den jeweiligen Situationen verstehen zu können.

    Alles in allem bietet „Inselroulette“ ein paar kurzweilige, spannende Lesestunden, die den Leser selbst ans Meer versetzen.

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