Bücher mit dem Tag "fjodor dostojewskij"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fjodor dostojewskij" gekennzeichnet haben.

14 Bücher

  1. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: 9783746638768)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (281)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Der Roman spielt in einem fiktiven deutschen Ort mit Namen Roulettenburg.

    Alexej Iwanowitsch - ist Hauslehrer einer russischen Generalsfamilie, die sich in einem vornehmen Hotel einquartiert hat. Obwohl man kein Geld hat, lebt man auf großem Fuß, in täglicher Erwartung einer üppigen Erbschaft. Immer wieder werden Telegramme nach Moskau gesandt mit der Frage nach dem Gesundheitszustand einer reichen Erbtante..


    Bis plötzlich und unerwartet die reiche Erbtante auf der Bildfläche erscheint, keineswegs dem Tode nah, sondern quicklebendig, und verspielt (nach anfänglich unglaublichem Spielglück)fast ihr ganzes beträchtliches Vermögen. So nimmt die Katastrophe ihren Lauf, besonders für jene, die auf die Erbschaft ihre Hoffnung gesetzt hatten..


    Und so gehts zu und her wenn die reiche Tante dann am Roulettisch sitzt: "Rien e va plus!" ruft der Groupier [..] "Mein Gott! zu spät! Die wollen loskurbeln!Setz!Setz! erregt sich Grosmutter. Dös mir ja nicht ein, los mach schon!"gerät sie ausser sich und treibt mich kräftig an. "Auf was soll ich denn setzen, Grossmutter?" "Auf Zero! Auf Zero! Nochmal auf Zero! Setz soviel du kannst! [..]"Setz immer 20 auf einmal!" "Um Gottes Willen Grosmutter! Manchmal müssen erst 200 Spiele vergehen ehe sie wieder einmal fällt! Sie verlieren noch ihr gesamtes Vermögen!" "Unsinn! Alles Unsinn! Setz nur! Red kein dummes Zeug! Ich weiss was ich tue" und sie zittert vor Wut am ganzen Leibe.. 

    F.Dostojewskij


    Ich habe mich köstlich amüsiert ab dieser literarischen Perle!

  2. Cover des Buches Verbrechen und Strafe (ISBN: 9783596907304)
    Fjodor M. Dostojewski

    Verbrechen und Strafe

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Rodion Romanowitsch Raskolnikow, ein ehemaliger Student, fristet ein ärmliches Dasein und muss immer wieder Geld bei einer alten Wucherin leihen. Da er sich zu Höherem berufen fühlt und die alte Frau für ihn nur eine Laus ist, will er sie umbringen. Nachdem Raskolnikow seinen Plan umgesetzt hat, plagt ihn jedoch sein Gewissen und die Polizei gerät auf seine Spur. Wird er mit seiner Tat davonkommen oder nicht? 


    „Verbrechen und Strafe“ ist mein erstes Werkt von Fjodor Dostojewski und ich wusste vorher nicht, dass Elemente eines Kriminalromans in dieses Buch eingeflossen sind. So wurde es unerwarteterweise phasenweise echt spannend. Vor allem Raskolnikows Katz-und-Maus-Spiel mit den Ermittlern und der verbale „Showdown“ mit Porfirij Petrowitsch waren ganz großartig herausgearbeitet.

    Durch die Ermordung der Alten glaubt Raskolnikow der Menschheit etwas Gutes zu tun, da er „unwertes“ Leben beseitigt. Wenn ihr euch jetzt fragt, „Habe ich das nicht schon einmal irgendwo gehört?“ oder es euch beklemmend aktuell vorkommt, dann geht es euch wie mir. Gerade die Aktualität der zugrundeliegenden Motive des Protagonisten, gepaart mit dem Blick auf arme und reiche Menschen in Sankt Petersburg, auf die man im Roman trifft, haben mich begeistert! Dadurch wird „Verbrechen und Strafe“ zu einem zeitlosen Meisterwerk.


    Es gibt noch einige weitere Erzählstränge, die sich um Sonja und Raskolnikows Familie drehen. Dabei geht es wieder um Armut und um Wege, daraus zu entkommen. Außerdem wird ein gutes Bild der damaligen Gesellschaft gezeichnet. Dies hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.


    Die Charaktere sind alle gut gezeichnet: Dunja gefiel mir extrem gut mit ihrer Charakterstärke, Dmitrij lockert die Handlung auf und bringt eine humorvolle Note mit ein, Sonja ist eine gute Seele und verantwortlich für die Läuterung Raskolnikows. Luschin ist ein Narzisst, Swidrigajlow ein widerlicher Pädophiler und Porfirij Petrowitsch ein gerissener Ermittler.


    Mit Swetlana Geiers Übersetzung bin ich sehr gut zurechtgekommen. Der Stil eines Romans aus dem 19. Jahrhundert wird als Rahmen beibehalten, doch lockern zeitgenössische Worte und ein modernerer Satzbau das Ganze auf lassen den Leser nicht ermüden. So macht das Lesen russischer Klassiker Spaß! Ich bin mir sicher, dass ich gerne noch zu weiteren Werken Dostojewskis greifen werde. 

  3. Cover des Buches Aufzeichnungen aus dem Kellerloch (ISBN: 9783104018720)
    Fjodor M. Dostojewski

    Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

     (115)
    Aktuelle Rezension von: berenstein

    Ein Mensch kübelt seinen gesamten Weltekel und Menschenhass aus. Und das ist das Buch, die Essenz des Textes. – Wirklich? – Ja, schon. Aber nicht ganz. Nicht nur. In „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ seziert Dostojewski einen Charakter, der zwischen Minderwertigkeitskomplexen und Größenwahn, zwischen dem Bedürfnis zu gefallen und dem Hass auf alle und alles changiert; und niemals einen Ruhepunkt finden.


    Dieses Buch ist intensiv, kraftvoll und auf seine Art verstörend. Man sollte es gelesen haben, wenn man sich für die menschliche Psyche interessiert und die Finger davon lassen, wenn man ein simples, eindimensionales Menschenbild kultivieren möchte.
  4. Cover des Buches Die Brüder Karamasow (ISBN: 9783596907328)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Die Brüder Karamasow

     (208)
    Aktuelle Rezension von: EliasWittekind

    Leseempfehlung: Unbedingt lesen, wer tiefe Gedanken, Psychologie, Glaubensfragen, Spannung und undurchsichtige Charaktere schätzt und gerne interpretiert.

    Inhalt: Drei Brüder schlagen wegen ihres chaotischen Familienhintergrundes früh verschiedene Lebenswege ein. Der Mord an ihrem Vater, dessen einer von ihnen verdächtig ist, führt sie wieder zusammen und erschüttert ihre Lebenseinstellungen und Überzeugungen.

    Charaktere: Die Protagonisten sind Brüder und dennoch sehr unterschiedlich. Die Wesenzüge variieren von klug und berechnend, vertrauensvoll und empathisch zu impulsiv und hedonistisch. Dostojewskij vermochte es, mich zwischen Ablehnung und Symapthie, Empörung und Mitgefühl schwanken zu lassen. Seine Charaktere sind realistisch, komplex und nachvollziehbar. Sie erlauben es einem nicht, sich ein abschließendes Urteil zu bilden - dessen man sich meiner Meinung nach auch im Leben enthalten sollte.

    Schreibstil: Auch nach 150 Jahren lebendig und ergreifend. Besonders hervorheben möchte ich die langen Dialoge und Monologe als Erzählmittel. Jeder Charakter hat eine eigene Sprache, die ihn abbildet.

    Meine Meinung: Dieses Buch hat mich fast dazu gebracht, mittendrin abzubrechen, so düster und deprimierend ist das Schicksal der Protagonisten und Nebencharaktere teilweise. Ich habe es nicht bereut, zuende gelesen zu haben, denn in den Kämpfen der Figuren mit sich selbst und ihrem Leben kommt das umfassende Denken des Autors zum Ausdruck. Dieses Werk zeichnet meines Erachtens besonders Dostojewskijs unvergleichlich tiefe Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit des Leides mit Gott in der Welt aus und der Schwierigkeit, das Richtige zu tun in einer Welt, in der, zeitgenössischen Denkern zufolge, alles erlaubt ist.


    Manchmal fühlte ich mich in ein Evangelium versetzt, wenn ich die Geschichten las vom zurückgekehrten Erlöser, von den drei Fagen des Teufels in der Wüste, über das Selbstbelügen, über die Unbegreiflichkeit des Leides (der Kinder) und Gottes Welt, über die Mickrigkeit der Sünde angesichts der unermesslichen Liebe Gottes, über die werktätige Liebe, von der Schuld eines jeden allen und allem gegenüber, von der Unentbehrlichkeit Gottes, von der einzigen guten Tat, dem verschenkten Zwiebelchen, und von dem Quadrillionen Kilometer langen Weg.

    Ich denke, diese Geschichte wäre auch nach 1.000 weiteren Seiten nicht fertig erzählt.

    Nicht das Buch der Bücher aber vielleicht der Roman der Romane. Fünf von fünf Sternen.

  5. Cover des Buches Weiße Nächte (ISBN: 9783150142370)
    Fjodor M. Dostojewski

    Weiße Nächte

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    Mein erstes Buch von Dostojewski. Ich will unbedingt seine Werke lesen, weil ich schon so viel Gutes gehört habe. Weil ich mich aber noch nicht so richtig traure, dachte ich, diese Novelle sei ein perfekter Einstieg, um den Autor besser kennenzulernen. Und ich habe es definitiv nicht bereut.

    Der junge Protagonist spaziert Abends durch Petersburg und trifft dann zufällig auf eine junge, weinende Frau. Er ist so entzückt von ihr, dass er ihr über sein Leben zu erzählen beginnt. Anschliessend erzählt die junge Frau ihm ihr Leben und beide merken, dass sie Träumer sind, die sich alleine fühlen.

    Im Grunde passiert nicht viel in dieser Novelle, aber Dostojewski hat es mit so viel Herz gefüllt, dass es einfach nur schön war. Der Schreibstil ist sehr poetisch und träumerisch, wie der Erzähler. Es passte einfach alles wie die Faust aufs Auge. Ich mochte den Erzähler von Anfang an, denn er ist ein typischer Träumer: sensibel, aufmerksam, ehrlich, schüchtern... und verliebt sich daher sehr schnell, sobald ihm eine Dame mehr Aufmerksamkeit schenkt. Die junge Frau tat mir sehr Leid, in welcher Situation sie sich gerade befand. Schön fand ich daher, wie der Autor das Schicksal diese beiden Menschen miteinander verknüpft hat. Es fängt harmlos an, wie ein Schmetterlingsflügel, und endet tragisch. Eine zarte Liebe, die jedoch unerfüllt bleibt. 

    Es hat mich sehr berührt, diese Novelle zu lesen. Ich habe die beiden gleich in mein Herz geschlossen, insbesondere den Erzähler. Ich wollte unbedingt ihr Glück erleben und fieberte mit ihnen, was nun als nächstes passiert. Doch das Ende war eine sehr unerwartete und traurige Wendung, die mich ebenso ratlos zurückgelassen hat. Eine sehr kurze Novelle mit so viel Gefühl. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.

    Eine wunderschöne Geschichte mit einem sehr poetischem Schreibstil, die mir unglaublich gut gefallen hat. Diesen Klassiker sollte man unbedingt gelesen haben.

  6. Cover des Buches Drei Meister (ISBN: 9783746715933)
    Stefan Zweig

    Drei Meister

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Allein schon für das Drittel, das Dostojewski einnimmt, ist das Buch das volle Geld und weitaus mehr wert. Grandioser, lebendiger, bildhafter, geraffter, energetischer habe ich noch keine Abhandlung über Dostojewski gelesen. Nicht gelesen haben, darf nicht sein! Fünf Punkte ganz klar zu wenig.
  7. Cover des Buches Sämtliche Erzählungen (ISBN: 9783492203388)
    Fjodor M. Dostojewski

    Sämtliche Erzählungen

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Meistererzählungen (ISBN: B003CQNPSI)
    Fjodor M. Dostojewski

    Meistererzählungen

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Fjodor M. Dostojevskij (ISBN: 9783499500886)
    Janko Lavrin

    Fjodor M. Dostojevskij

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wenn man jemandem Dostojewski nahe bringen möchte: Dieses Buch gewährt sicherlich eine Art Erfolgsgarantie. Kurz prägnant fesselnd.
  10. Cover des Buches Dostojewski (ISBN: 9783458339670)
    Wolfgang Kasack

    Dostojewski

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Biographische Fakten zu Beginn amüsant auf Attacke geschrieben, versiegen schnell und es verbleibt ein Brevier. Wer ein ansprechendes Brevier möchte, bekommt es hier. Wer Vita sucht, sieht sich enttäuscht. Wer eine angemessene Mischung sucht, ist mit dem Dostojewski von Meier-Graefe vorteilhafter bedient.
  11. Cover des Buches Ein grüner Junge (ISBN: 9783596907335)
    Fjodor M. Dostojewski

    Ein grüner Junge

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ursprünglich in der Regel als der Jüngling erschienen. In einer solchen Übersetzung habe ich auch gelesen, bin aber nie richtig in Tritt gekommen. Die Intention des Jünglings doch auch mal ein Rothschild zu werden, verliert sich recht schnell. Was folgt ist ein für recht unübersichtliches Geschehen, dass ich nur zum Teil nachvollziehen konnte. Dazu kommen noch die klassischen Längen Dostojewskis. So habe ich mich letztendlich mühselig durchgekämpft. Bücher konne komplett an einem vorbeigehen. Das ist so eins. Der Hype um Swetlana Geier, ging auch an mir nicht vorbei. Also wählte ich den Jungling alias den grünen Jungenn um mich auch an ihren Künsten zu erlaben. Es war die blanke Enttäuschung, sodass ich das Buch nach knapp hundert Seiten zur Seite legte und es vermutlich auch nicht wieder in die Hand nehmen werde. Die viel gerühmte Nüchternheit und Klarheit ihrer Übersetzungen kommt mir garnicht entgegen. Sie nimmt dem Stil Dostojewski die Korona eines eben alten Buches, in dem man auch die Vergänglichkeit von Sprache genießen kann. Dostojewskis Gedankenzüge sind extrem seiner Zeit verhaftet. Das sollte auch weiterhin durch die "verwelkte Sprache" erlebbar sein. Geier hat seinem Text die Farbe genommen, wie wenn man einen schön gestrichenen Schrank abbeizt und meint, der Schrank habe an seiner Funktionalität nichts verloren. Ja stimmt. Aber ist dann nicht mehr so schön.
  12. Cover des Buches Der Idiot (ISBN: 9783746638775)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    Der Idiot

     (281)
    Aktuelle Rezension von: MonaMour

    Ein Roman über einen wahrhaft schönen Menschen, der in Anbetracht weltlicher Relationen scheitern muss.


    Die ersten 100 Seiten verlangen einem zunächst viel Geduld ab aufgrund der Fülle an Persönlichkeiten. Diese wollen sorgsam zusammengebracht werden.  


     Im Zentrum von Dostojewskijs Roman steht Fürst Myschkin, jener "Idiot", der nach mehrjährigem Sanatoriumsaufenthalt in der Schweiz nach Russland zurückkehrt, nun scheinbar geheilt, sprach- und gesellschaftsfähig geworden. 

    Der Text erzählt von Missbrauchsgeschichten, zeigt Figuren, deren Handlungen und Sprechakte zunächst erratisch anmuten, berichtet von Momenten größter Naivität. 

    Der Roman ist wie eine Reise in Dostojewskis Kopf, zu seinen Ängsten, Obsessionen und Begierden.

    Fabelhafte Weltliteratur. Ich habe das Buch trotz der Fülle verschlungen. 

  13. Cover des Buches Tagebuch Eines Schriftstellers: Notierte Gedanken (ISBN: 9783492242707)
    Fjodor M. Dostojewski

    Tagebuch Eines Schriftstellers: Notierte Gedanken

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Veröffentlichung 1873 erstmalig veröffentlicht in der slawophilen Zeitschrift „Der Bürger“ (deren Redakteur Dostojewski zu dieser Zeit auch gewesen ist) Ab 1875/76 dann im Selbstverlag erschienen. Inhalt Das Tagebuch eines Schriftstellers ist kein Tagebuch im eigentlichen Sinne, sondern ein Periodikum, das Dostojewskis Betrachtungen zu Politik, Geschichte und Literatur beinhaltet. Faktisch ein Ein-Mann-Periodikum. Im selbigen veröffentliche Dostojewski ausnahmslos eigene Texte. „Wie bereits früher, enthielt das Tagebuch von 1876-77, philosophische Meditationen, Feuilletons, literarische Betrachtungen, didaktische Fingerzeige, belletristische Skizzen als auch Meistererzählungen.“ Maurina; Dostojewskij S. 146 Diese Beschreibung darf man auch für das gesamte Erscheinen des Tagebuchs gelten lassen. „Allzu naiv meinte ich, daß es ein wirkliches Tagebuch sein wird. Ein wirkliches Tagebuch ist fast unmöglich; sobald man es publiziert, hat es etwas Dienstmäßiges. Es ist nicht möglich, vor Fremden zu beichten.“ Ebenda Anmerkungen 1873 Er lieferte erste Texte für das Tagebuch eines Schriftstellers in Form von Beiträgen zum "Staatsbürger", wo er zu dieser Zeit als Redakteur angestellt ist. 1876 Seine Stelle als Redakteur hat er längst gekündigt und gibt das Tagebuch eines Schriftstellers nun im Selbstverlag heraus. 1878 Er stellte seine Arbeit am Tagebuch eines Schriftstellers vorübergehend ein um sich der Arbeit an den Brüdern Karamasow zu widmen. Seine feste und belegte Absicht, das Tagebuch weiterhin zu veröffentlichen, verhinderte sein Tod. Die letzte Ausgabe erschien postum. „Bei diesem `Tagebuch` handelt es sich um ein Fortsetzungswerk, das der Autor im Selbstverlag herausgebracht hat, um mit missionarischem Furor seine streitbaren Statements über Gott und die Welt, über Europa und Asien, über die Balkan- und die Judenfrage, vor allem aber über Russlands Gegenwart und Zukunft zum Besten zu geben. Dostojewski erweist sich hier als ein zutiefst reaktionärer, fundamental europakritischer und hemmungslos chauvinistischer, dabei fraglos gottgläubiger und zarentreuer Patriot, dem kaum etwas anzumerken ist von dem `allmenschlichen` Versöhnungswillen, den er zu gleicher Zeit wortreich zu bekunden pflegte. ( . . . ) Dostojewskis Wirkungsmacht bezieht ihre staunenswerte Energie gleichermaßen aus dem Fundus seiner ebenso abgründigen wie weitreichenden Gedankenwelt, die für Leser jeglicher politischen oder ideologischen Orientierung passende `Wahrheiten` bereithält, Wahrheiten für den Alltagsgebrauch ebenso wie solche, die Ewigkeitsanspruch haben.“ Neue Züricher Zeitung Online; Vor einer konservativen Revolution? Mai 2005 Sicherlich fasst diese Beschreibung einen Großteil dieser Publikation recht zutreffend zusammen. Das Tagebuch enthält indessen ferner folgende Erzählungen: Bobok (1873) Bauer Maraj (1876) Die Sanfte (1876) Der Knabe mit dem Händchen (1876) Der kleine Knabe am Weihnachtsabend beim Herrn Jesus (1876) Traum eines lächerlichen Menschen (1877)
  14. Cover des Buches »Das drucken Sie aber nicht!« (ISBN: 9783492242684)
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski

    »Das drucken Sie aber nicht!«

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Anke_Kuehne

    Tolles Buch, ich bin nachhaltig beeindruckt!!! Dostojewski schrieb es vor über 150 Jahren und er ist moderner als viele Politiker heute… Sprachlich ist es sperrig und brillant. Außerdem war mir diese russische Epoche bislang unbekannt, ich habe viel gelernt.

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