Bücher mit dem Tag "feministin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "feministin" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1) (ISBN: 9783548063867)
    Susanna Leonard

    Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1)

     (128)
    Aktuelle Rezension von: junia

    Wie kam ich zu diesem Buch?

    Durch einen Zufall wurde ich auf die Reihe aufmerksam. Es ist das zweite Buch der Ikonen ihrer Zeit, das ich gelesen habe. Nachdem dieses hier dann einige Zeit auf dem eBook-Reader vor sich hin schlummerte, habe ich es mir nun endlich mal gegriffen.


    Wie finde ich Cover und Titel?

    Ich mag den Wiedererkennungswert der Reihe, die Hauptfigur ist auch klar benannt.


    Um was geht’s?

    Auf den Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht allzu detailliert ein, den Klappentext könnt ihr ja selbst lesen, und eine Zusammenfassung des Buches muss ja nun nicht in die Rezension, vor allem bei einer Art Biographie. Wir alle wissen, dass so einiges passiert ist im Leben der Marie Curie, die vermutlich vielen ein Begriff ist. Natürlich kennt man sie, vielleicht auch ansatzweise, was sie für die Wissenschaft geleistet hat. Ihr privates Leben bzw. ihr Weg dorthin hingegen ist eher unbekannt, zumindest mir. Die ‚Geschichte‘ beginnt mit Kindheits- und Jugenderinnerungen bis zum Resümee im fortgeschritteneren Alter.


    Wie ist es geschrieben?

    Es handelt sich um einen Einzelroman innerhalb einer Reihe, der also problemlos ohne Vorwissen und Cliffhangergefahr gelesen werden kann. Der Schreibstil ist flüssig und zügig zu lesen, der Ausdruck ist gut und leicht zu verstehen. Die Zeitsprünge sind in den Kapitelüberschriften markiert. Die Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, aber detailliert und bildhaft genug (nicht zu viel Wissenschaft), um gleich in der Story zu sein. Die Gegebenheiten konnte ich mir sehr gut vorstellen.


    Wer spielt mit?

    Die Charaktere und deren Entwicklung sind gut gezeichnet. Ich habe sie kennengelernt, ich habe mitgefiebert und mitgelitten, vor allem bei Maries langen Kampf um Anerkennung ihrer Leistung.


    Wie steht es mit der Fehlerquote?

    Das Buch war meines Erachtens gut lektoriert/korrigiert und dementsprechend eine Wohltat für die Augen beim Lesen.


    Mein Fazit?

    Die Geschichte Marie Curies hat mir, verpackt als Roman, ganz gut gefallen, somit erhält das Buch von mir 4 von 5 Sternchen und kann guten Gewissens weiterempfohlen werden. Es wird nicht das letzte Buch der Reihe sein, das ich lese.

  2. Cover des Buches The future is female! (ISBN: 9783442159826)
    Scarlett Curtis

    The future is female!

     (41)
    Aktuelle Rezension von: BlueSiren
    Vielfältige Texte von unterschiedlichsten Frauen und als Frauen gelesenen Personen zu Weiblichkeit und Feminismus. Viele Texte regen zum Nachdenken an, machen Mut oder Wut, bekräftigen, bestärken und zeigen, warum Feminismus immer noch so wichtig ist. Einige Texte haben mir persönlich nicht so gut gefallen, aber die Mischung ist gut gelungen.
    Eine ausführliche Rezension gibt es auf meinem Blog.
  3. Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783945386125)
    Alice Walker

    Die Farbe Lila

     (307)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Schreckliche Handlung,  es kann der Wahrheit entsprechen, die damals passierte und bzw. jetzt immer noch gibt.

    Mir ging da wirklich schlecht & bäähhh....

    Es geht um eine afroamerikanische Familie und arm sind. Beide Töchter gehen in die Schule. Der Vater misshandelt die Mutter, die irgendwann stibt in laufe der Zeit. Da die Mutter tot ist, wird die älterste Tochter Celies als Objekt-Ersatz für den Vater. Sie wird 2x schwanger und darf nicht mehr in die Schule, ihre jüngste Schwester versucht die Lehrerin zu überreden, dass sie mit dem Vater spricht, dass ihre ältere Schwester wieder in die Schule geht.

    Unterwegs findet die ältere ihre eigene Kinder, von ihr & ihrem Vater, der die Kinder sofort nach der Geburt an die anderen verschenkte.

    Ich glaube sie heiratet und ihr Mann hat eine Affäre mit einer Soulsängerin. Welche krank wird und

  4. Cover des Buches Garp und wie er die Welt sah (ISBN: 9783257068153)
    John Irving

    Garp und wie er die Welt sah

     (784)
    Aktuelle Rezension von: Vyanne

    Wunderbar schillernde Charaktere, wunderbar absurder (und schwarzer) Humor, allerdings kein wirklicher roter Faden in der Geschichte, kein typischer "Spannungsbogen" über das Buch hinweg, eher die Struktur des typischen Bildungsroman (Das Leben von XY von der Wiege bis zur Bahre). Es geht um sexuelle Vorbehalte, Klischees, Grenzen, Stereotype, Verstrickungen und das aus verschiedenen Perspektiven. 

  5. Cover des Buches Feministin sagt man nicht (ISBN: 9783710601941)
    Hanna Herbst

    Feministin sagt man nicht

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Jenny1804

    Viele Aha-Effekte, schön gestaltet und gut zu lesen. Macht Mut und eröffnet neue Perspektiven

  6. Cover des Buches We are Feminists! (ISBN: 9783791385976)
    Margarete Stokowski

    We are Feminists!

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

     „Dieses Buch belegt schlaglichtartig, was erreicht werden kann, wenn Frauen zusammenstehen, mit einer Stimme sprechen und sich weigern, Rückschritte zu akzeptieren. Aber Feminismus beginnt beim Individuum: Dieses Buch soll uns Frauen zeigen, dass Feminismus auch bei jeder Einzelnen von uns beginnt.“

    In den letzten 150 Jahren hat sich in der Geschichte des Feminismus einiges getan, doch noch vieles ist machbar. Dieses Buch zeigt kurz und knapp die bisher wichtigsten Ereignisse und Errungenschaften in Sachen Frauenrechte auf.
    Dazu ist das Buch in die drei Wellen des Feminismus aufgeteilt, die 1840 beginnen und bis in die Gegenwart andauern.

    Jede Welle wird übersichtlich in einem Zeitstrahl angezeigt, auf dem die wichtigsten Ereignisse aufgeführt werden. Nach einer Einführung wird sie anschließend in den jeweiligen historischen Kontext eingebettet.
    Wegbereiterinnen & feministische Personen werden vorgestellt, Zitate werden aufgeführt, wichtige Ereignisse werden nochmals separat erläutert.
    Besonders gut haben mir die Auflistungen (mit kurzen Erklärungen) von feministischer Literatur gefallen, darauf werde ich bestimmt nochmals zurückgreifen!
    Auch die nach Jahreszahlen sortierten Beschreibungen von Frauen im Bildungswesen, Frauen in der Forschung, feministische Theorie, Künstlerinnen, Sportlerinnen sowie Frauen in den Sozialen Medien, habe ich als interessante Rubriken wahrgenommen.
    Des Weiteren gibt es neben Fotos mancher Personen, auch anschauliche Grafiken, die einzelne Länder miteinander vergleicht, z.B. beim Recht auf eigenen Besitz, bei der Einführung des Frauenwahlrechts, bei der Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, beim Recht auf Scheidung, bei demokratisch gewählten Spitzenpolitikerinnen, oder bei der Einführung der Elternzeit. Diese fand ich alle ziemlich spannend! Z.B. wusste ich vorher nicht, dass die Schweiz erst 1971 das Frauenwahlrecht eingeführt hat (im Vergleich: Deutschland 1918). In manchen Ländern wie Tunesien gibt es heute immer noch kein Recht auf eigenen Besitz, in Russland wurde das dagegen schon 1753 eingeführt.
    Von diesen Vergleichen hätte ich gerne noch einige mehr gehabt, vor allem auch mit Daten für Deutschland.

    FAZIT: Für einen kurzen, kompakten Überblick zur Geschichte der Frauenrechte, kann dieses Buch ein passender Einstieg sein. Ich hätte mir noch ein paar mehr Ländervergleiche mit verschiedenen Themen & Daten gewünscht, besonders im Vergleich mit Deutschland. Ansonsten war das ein guter Einstieg in die Thematik mit einem hübsch aufgemachten Buch. Von mir gibt es 4/5 Sterne!

  7. Cover des Buches Die Spionin (ISBN: 9783257244106)
    Paulo Coelho

    Die Spionin

     (191)
    Aktuelle Rezension von: allemeineendchen

    "Die Spionin" erzählt die Geschichte der Tänzerin und Liebhaberin vieler einflussreicher Männer, Mata Hari. 

    Sie wird als Margarethe Zelle in Holland geboren. Von ihrer Abenteuerlust getrieben, heiratet sie einen Offizier und folgt ihm in die damalige Kolonie Niederländisch-Indien. Doch die Ehe ist nicht glücklich und so verlässt Margarethe ihre Tochter und ihren Mann in Indien und kehrt zurück nach Europa. Dort beginnt sie ein neues Leben als exotische Tänzerin und nennt sich von nun an Mata Hari. Letztlich wird ihr aber ihre Rolle als Liebhaberin einflussreicher Männer zum Verhängnis und Mata Hari hingerichtet.


    Trotz der kurzen Lesedauer gibt das Buch einen tiefen Einblick in das Leben der Tänzerin. Da es sich um einen fiktiven letzten Brief der Angeklagten handelt, gibt Paulo Coelho einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt Mata Haris. So schafft er es, die historische Persönlichkeit für die Lesenden nahbar zu machen. An machen Stellen schweifen die Dialoge aber in vermeidlich bedeutungsvolle Aussagen aus, die auf mich aber eher pathetisch gewirkt haben. Dennoch ist der Schreibstiel von Paulo Coelho sehr angenehm und flüssig zu lesen. Der Autor schafft es, nicht nur Mata Hari, sondern auch den damaligen Zeitgeist mit seinem Schreibstil einzufangen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es eine angenehme Mischung aus Fiktion und historischer Realität ist, bei der eine starke und eigenständige Frau vorstellt wird.

  8. Cover des Buches Wo die wilden Frauen wohnen (ISBN: 9783890295268)
    Anne Siegel

    Wo die wilden Frauen wohnen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Ein Blick in die isländische Seele

    Island ist die Nation der Powerfrauen, alljährlich zählt es zu den Ländern mit der höchsten Frauenpräsenz. Anne Siegel porträtiert zehn starke Isländerinnen, sie erzählt von ihren spannenden Biografien und ihrer tiefen Verbundenheit zur Natur.

    Ob pfiffige Bierbrauerin, engagierte Abenteurerin oder Ausnahmetalent Björk – Anne Siegel stellt unterschiedliche Lebensentwürfe vor, beschreibt, wie alte Rituale und modernes Leben miteinander harmonieren, und besucht die Kraftorte, an denen diese Frauen ihre unbändige Stärke aus der einzigartigen Natur Islands schöpfen.

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Angelockt hat mich das Cover mit seinem pinken Titel und den ansonsten so winterlichen Farben. Mir gefällt, dass die Frau im Island-Pulli der Kamera den Rücken zuwendet, so steht sie für so viele starke Frauen, die im Buch Erwähnung finden: Die Geologin, die Pferdezüchterin, die 1. Präsidentin, die Musikerin, Designerin, Schlafforscherin, Abenteuerin…

    Vor einigen Jahren hatte ich selbst Gelegenheit Island zu besuchen und bin seither begeistert von Land, Leuten und natürlich vor allem der wundervollen Natur. In „Wo die wilden Frauen wohnen“ schafft Anne Siegel es uns die Vielfältigkeit Islands näher zu bringen. Sie gibt, über die kurzweiligen Porträts ganz verschiedener Frauen, einen tollen Einblick u. A. in die Natur, Geschichte und Gesellschaft auf Island. Aber eben auch Problemstellungen wie den Klimawandel oder Massentourismus.

    Der Schreibstil ist dabei informativ, aber genauso unterhaltsam. Er schafft es dem Leser eine absolute Natürlichkeit zu vermitteln und auch anzurühren. Dieses Buch hat die Energie – nicht nur Frauen – zu inspirieren. Wie Feminismus hier gedacht wird, gefällt mir viel mehr als der oft bei uns propagierte, aufdringliche Stil.

    Die eigenwilligen, nicht immer geradlinigen, aber erfüllenden Lebenswege sind spannend zu verfolgen. Besonders die Teile in denen die Frauen selbst zu Wort kommen konnten mich berühren – deren Kraft, Selbstverständnis und Selbstverständlichkeit.

    Jedes Porträt wird mit dem Wohn-/Schaffensort auf einer Karte begonnen und mit der Vorstellung des Kraftortes der jeweiligen Isländerin abgeschlossen – so erhält man beinahe noch Reisetipps. Am Ende des e-Books findet sich ein schöner Bildteil, den ich nicht hätte missen mögen!

     

    》FAZIT:

    Ich konnte mich hier – mal wieder – in Island verlieren. In der eingestreuten Geschichte, Kultur, Politik, Natur,…und natürlich den 10 abwechslungsreichen, starken Frauen-Porträts!#

    (4,5 Sterne)

  9. Cover des Buches Miss Taken (ISBN: 9783736307537)
    Laurelin McGee

    Miss Taken

     (26)
    Aktuelle Rezension von: xxxSunniyxxx

    "Miss Taken" ist die zweite Geschichte des Autorenteams Lauren McGee. Der erste Teil subt tatsächlich noch bei mir, aus unerklärlichen Gründen. Da ich dieses Jahr meine Ebook Leichen abarbeiten möchte, habe ich nun den zweiten Teil vor den ersten gelesen. Der Schreibstil gefiel mir ganz gut. Er war flüssig,locker und mit einer Prise Humor. Die Geschichte wird in der Erzähl-Perspektive erzählt. Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man schnell einen kleinen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten. Gerne hätte ich noch einen tieferen Einblick gehabt aber durch die kürze des Buches war dies nicht möglich. Trotzdem war der Unterhaltungswert der Geschichte echt gut.

    Zu den Protagonisten, Jaylene Kim ist eine starke, emanzipierte und selbstbewusste Frau. Sie ist jemand der geradewegs ihre Meinung sagt und für die Rechte der Frauen eintritt. Ihre Nachbarin Andy hat sie zu einem Date mit ihrem Chef überredet, da sie nicht so ist geht sie hin. Doch genau dieses Date stellt sich als Katastrophe heraus. Den der Chef von Andy sucht nur eine Vorzeige Frau für Heim und Herd. So macht sie sich auf den Weg Andy ein parr Takte zu geigen und trifft auf dem Heimweg auf den neuen Nachbar Noah.

    Noah ist attraktiv und schon ein wenig geheimnisvoll. Beide finden schnell heraus das sie einiges gemeinsam haben, besonders die Literatur. Er macht ein großes Geheimnis darum was er beruflich macht was Jay erst recht neugierig macht. Da er aber ihre Meinung über gewisse Dinge schon kennt lässt er Vorsicht walten, um sie nicht zu vergraulen bevor es richtig angefangen hat.

    Aber an sich war das Geheimnis von Noah sehr schnell durchschaubar und nicht wirklich eine große Überraschung. Vielleicht liegt es auch daran das man schon so einiges, in diesem Genre gelesen hat, wer weiß. Auch verstand ich nicht warum sich so eine selbstbewusste Frau in einen Teenager verwandelt hat. Ihre große Selbstsicherheit am Anfang der Geschichte war weg, als sie auf Noah trifft. Klar kann ich bei so einem kurzen Buch nicht viele Spannungsmomente erwarten, dennoch hätte ich da gerne mehr gehabt. Besonders wenn man gerade mitten in der Geschichte ist und sie plötzlich endet obwohl man das Gefühl hat da könnte noch mehr kommen. Was mir hier auch fehlte war ein Epilog. Der hätte die Geschichte nochmal schön abrunden können.

    "Miss Taken" hat mich wunderbar unterhalten, auch wenn mir die Geschichte persönlich viel zu kurz war. Man ahnt relativ schnell in welche Richtung die Geschichte verlaufen wird dennoch war der Weg bis dahin sehr humorvoll beschrieben. Die Novelle hat mich mit ihren beiden Charakteren kurzfristig in seinen Bann gezogen. Ich hoffe sehr das noch mehr von dem Autorenduo kommt und Band eins liegt schon bereit zum lesen.

  10. Cover des Buches Medea (ISBN: 9783518189108)
    Christa Wolf

    Medea

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Avalee

    "Die Medea der griechischen Tragödie, die Barbarin, Giftmischerin, die rachsüchtige Mörderin." Das bescheibt den eigentlichen Mythos der "Medea". Man könnte noch "Kindsmörderin" und "Verräterin" hinzufügen, die aus überschwänglicher und plötzlicher Liebe zu Jason handelt und dann bitter enttäuscht wird, ohne sich dabei das "Wilde" nehmen zu lassen. Eben eine dominante Frau, die es nicht unbedingt einfach hat. Aber, wie schon erwähnt, ist das der eigentliche Mythos.

     

    "Medea. Stimmen" erzählt die Geschichte etwas anders. Denn Christa Wolf schreibt nicht direkt den Mythos, sondern versucht darzustellen, wie sich der Mythos entwickelt haben könnte.

    Zum Titel selbst lässt sich sagen, dass "Medea." wohl der Teil ist, dem jedem zeigt, dass es um den Mythos geht. "Stimmen" wurde hinzugefügt, weil die Geschichte von 6 Stimmen erzählt wird. Nämlich aus den Sichten von

    • Medea: Kolcherin. Tochter des Königs Aietes und der Idya. Schwester der Chalkiope und des Absyrtos
    • Jason: Argonaut, Schiffsführer der "Argo"
    • Agameda: Kolcherin. Vormals Medeas Schülerin
    • Akamas: Korinther. Erster Astronom des Königs Kreon
    • Leukon: Korinther. Zweiter Astronom des Königs Kreon
    • Glauke: Korintherin. Tochter des Königs Kreon und der Merope

    Zum Inhalt: Auch in dieser Fassung von "Medea" ist Medea mit Jason verheiratet und hat zwei Kinder. Mit ihrer Entdeckung der Knöchelchen der Tochter (Iphinoe) des Königs (Kreon) von Korinth in einem geheimen Raum des Schlosses und die damit zusammenhängende Geschichte, beginnen diejenigen, die davon wissen, sich gegen sie zu stellen. Denn der schon Jahre zurückliegende Mord der Königstocher wird in Korinth vertuscht. Hier heißt es, sie wäre über Nacht mit einem ansehnlichen Mann durchgebrannt und würde nun andernorts ein glückliches Leben führen. In Wirklichkeit wurde das Mädchen aber geopfert, um die Machtstellung des Königs zu sichern. Dabei war Medea doch extra mit Jason aus ihrer Heimat Kolchis geflohen, weil dort ihr jüngerer Bruder geopfert worden war, um die Stellung ihres Vaters zu sichern und sie mit diesem Umstand und ihren Schuldgefühlen nicht mehr dort leben konnte. Nun, da sie hier in Korinth eine ganz ähnliche (wenn auch geheime) Story in Erfahrung bringt, beginnt ihr Unglück. Dass sie eine sehr selbstbewusste Frau ist, kann ihr dabei auch nicht helfen - außer es besser zu ertragen. Sie wird dem Schloss verwiesen, Gerüchte um den Mord an ihrem eigenen Bruder machen die Runde und sie wird zum Sündenbock für alle schlimmen Ereignisse. Nur ein Gutes findet sich kurzfristig: Sie verliebt sich in einen Künstler.

    Meiner Meinung nach ist dieser Roman eine gelungene Vorgeschichte des Mythos "Medea". Da ich auch die Fassungen des Mythos von Euripides und Grillparzer gelesen habe, ebenso wie eine etwas eigenwilligere Variante von Dea Loher, hatte ich bereits den Grundmythos im Kopf und wusste, was geschehen müsste. Mir hat sehr gefallen, dass diese Version ganz anders erzählt wird und doch in gewisser Weise am Mythos festhält. Hier wird deutlich, wie sehr die Historie durch Hörensagen und Weiterreichen verfälscht werden kann. Beispielsweise ist Medea in "Medea. Stimmen" einfach bewandert, was Heilmittel betrifft und schafft es, viele Leute erfolgreich zu behandeln. Da Medea aber der Sündenbock für alles wird, wird diese eigentlich gute Tatsache für die Korinther natürlich schlecht gemacht und sie wird (auch wegen eines weiteren gerüchtegeschwängerten Vorfalls gegen Ende) zur "Giftmischerin".
    Mir persönlich gefällt zudem die Form eines Romans auch besser als die eines Dramas. Natürlich hat das nichts mit der Geschichte an sich zu tun, denn Dramen können schließlich auch sehr gut sein - aber dennoch ist das ebenfalls ein Pluspunkt für mich.

    Von den mir bekannten für mich persönlich die beste "Medea"-Fassung.

  11. Cover des Buches How to be a woman (ISBN: 9783550080029)
    Caitlin Moran

    How to be a woman

     (47)
    Aktuelle Rezension von: LimitLess

    "Man ist nicht als Frau geboren, man wird es" hat schon Simone de Beauvoir festgestellt. In "how to be a woman" beschreibt Caitlin Moran wie sie zu der Frau wurde, die sie jetzt ist. Sie beginnt mit ihren Jugendjahren in den 80ern und erzählt im Laufe des Buches die einschneidendsten Erlebnisse, die mit ihrem Frausein und -werden zu tun hatten.

    Das Buch ist eine feministische Autobiographie, die wichtige Themen wie die erste Menstruation, Masturbation, Körperbehaarung, erste Liebe, Sexismus, Ehe, Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch, weibliche Vorbilder und Schönheitschirurgie thematisiert. Moran schreibt über Themen, über die oft geschwiegen wird, die nie ganz so ehrlich erzählt werden, die noch so banal klingen, aber trotzdem wichtige Aspekte des weiblichen Lebens sind und die die Frauen sich aber oft nicht zugestehen, eben weil sie so banal scheinen. Wie Mode zum Beispiel.

    Moran schreibt sehr provokant. Sie hält sich nie zurück und es liest sich so, als würde sie mit dir sprechen. Ihre Aussagen klingen manchmal sehr derb und sie hat einen gewöhnungsbedürftigen Humor. Für mich war das mit der Zeit anstrengend, trotzdem war ich durchgehend sehr neugierig auf ihre Meinung und konnte nicht aufhören zu lesen. Ihre Leidenschaft für den Feminismus merkt man in jeder Zeile. (Ich empfehle Interviews mit ihr auf YouTube anzuschauen!) Man muss eben manchmal provokant sein, um beim Gegenüber Reaktionen hervorzurufen. Mir war immer bewusst, dass das, was sie anspricht, eben auch ihre Meinung ist und ich da kritisch lesen und hinterfragen muss. Aber nicht nur das. Die Welt hat sich seit den 80er Jahren verändert. Der Zugang zu Pornos ist zum Beispiel durch das Internet sehr vereinfacht worden. Die Darstellung männlicher Lust und Gewalt gegenüber Frauen hat sich in dieser Branche jedoch nach meinem Wissensstand in gewisser Hinsicht noch mehr ausgeprägt. Andere Sachen haben sich nicht wirklich verändert. In vielen Ländern wird immer wieder die Abtreibungsdebatte geführt, Schönheitschirurgien sind immer noch präsent und der Umgang mit und die Darstellung von Frauen in den Medien ändert sich nur langsam. 

    Das Buch lebt von vielen kleinen Anekdoten aus Morans Leben, sie gibt Gespräche wider und schreibt so, als würde sich eine Handlung durchs Buch ziehen. Das war witzig und ich konnte mich dadurch sehr gut in sie hineinversetzen. Sie versucht, feministische Themen aufs einfachste herunterzubrechen und auf das tägliche Leben auszulegen. Das ist ihr sehr gut gelungen. Mit einem feministischen Blick durch die Welt zu gehen, kann nie schaden. Ihre Message ist eindeutig. Sie will, dass man sich selbst treu und menschlich bleibt, und das "Scheißpatriaracht" aufs übelste verurteilt und kritisiert!

     

    Fazit

    Lest es! Caitlin Morans Biographie sticht durch ihre Sprache, ihren leidenschaftlichen Ton, ihre witzigen Anekdoten und ihren äußerst kritischen Blick auf ihre Umgebung deutlich hervor. Da es so viele Definitionen von Feminismus gibt wie es Menschen gibt, muss man mit ihren Ansichten nicht immer übereinstimmen. Also bitte unbedingt selbst kritisch lesen. Man muss nicht "die/der perfekte Feminist*in" sein, um Feminist*in zu sein. Caitlin Moran lebt das vor. Diese Auffassung habe ich jetzt schon so oft gelesen und sie ist einfach nur traurig. Seid Feminist*innen, so wie ihr es sein wollt. Nehmt die Strukturen des Patriarchats wahr und kämpft dagegen auf eure Art und Weise an! Einen Schnelltest, ob man als Frau Feministin ist, gibt es im Buch auch noch. 

     

    Die Rezension findet man auch auf meinem Blog Grenzenlos.


  12. Cover des Buches Bad Feminist (ISBN: 9783945550144)
    Roxane Gay

    Bad Feminist

     (10)
    Aktuelle Rezension von: girl_with_the_bookshelves

    Ich habe dieses Buch verschlungen. Gay schafft es, mit ihren Essays schlagfertig, witzig und schlau nicht nur persönliche Erfahrungen zu vermitteln, sondern auch Kritik an popkulturellen Machwerken zu üben sowie den aktuellen Stand von Feminismus zu skizzieren. Sie schreibt, warum mit Feminismus besonders streng ins Gericht gegangen wird und warum es ein Fehler ist, das Konzept aufgrund der Fehltritte einiger „Gallionsfiguren“ abzukanzeln (this one goes out to you, Alice S.). Essays darüber, wie über sexuelle Gewalt geschrieben werden sollten, folgt eine Analyse von 50 Shades of Grey (Spoiler: das dort vermittelte Bild von Frauen/Beziehungen ist ziemlich rückschrittlich). Mit spitzer Feder geht die Akademikerin auf The Help, Django, Chris Brown, Tyler Perry und Robin Thicke ein und übt außerdem Kritik an Journalismus sowie am Verlagswesen. Ihre Essays zu Race sind nicht nur bewegend, sondern legen die Double Standards in den USA offen. Gay steht für einen intersektionalen Feminismus ein, der es schafft, Grenzen zu überwinden und Grundlage für Diskussionen zu schaffen. Dabei ist es ihr Ziel, die verschiedensten Fraktionen in einen Diskurs einzubinden - auch solche, die (vermeintliche) Privilegien besitzen. Ich habe noch immer Muskelkater im Nacken von jedem zustimmenden Nicken und kann jedem/r nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Gerade aufgrund der popkulturellen Bezüge ist es auch für Leute geeignet, die einen Einstieg in die verschiedenen Themenbereiche wie Race, Gender, Sexualität und Politik suchen. Immer wieder führt Gay die Themen zusammen und zeigt so, dass es oft mehrere Baustellen gibt, die gleichzeitig bearbeitet werden müssen. Und davon gibt es viele. Aber Gay beschreibt auch, wie diese Baustellen angegangen werden können und bietet konkrete Handlungstipps. Sie gibt zu, dass sie selbst voller Widersprüche ist: Sie kann bei Blurred Lines nicht anders, als mitzusingen und weiß dennoch, wie misogyn der Songtext ist. Gay schließt den Band mit den Worten „I would rather be a Bad Feminist than no feminist at all.“

  13. Cover des Buches Die Künstlerin der Frauen (ISBN: 9783746627779)
    Pia Rosenberger

    Die Künstlerin der Frauen

     (7)
    Aktuelle Rezension von: lilli1906

    In diesem Roman geht es um die Künstlerin Niki de Saint Phalle. Ihre "Nanas" hat sicher jeder schon einmal gesehen - und da ich diese Figuren sehr mag, hat mich dieses Buch natürlich sofort interessiert.


    Es ist ein fiktiver Roman, der aber auf biographischen Fakten beruht. Solche Bücher mag ich sehr, weil ich finde, dass es den Autorinnen sehr oft gut gelingt, die Frauen zum Leben zu erwecken und ihre Geschichte lebendig zu machen. Auch Pia Rosenberger gelingt das, meiner Meinung nach, sehr gut. Das Buch ist leicht zu lesen und schön geschrieben, ich habe das Lesen genießen können und es kam bei mir keine Langeweile auf.


    Niki de Saint Phalle war eine sehr interessante Frau, die keinen einfachen Weg gegangen ist. Manche Dinge waren für mich schwer nachzuvollziehen, einige ihrer Entscheidungen hätte ich sicherlich nicht getroffen - aber genau das hat das Lesen für mich spannend gemacht. Die Protagonistin wirkte immer authentisch auf mich und ihre Entwicklung war wirklich interessant.


    Natürlich habe ich nach dem Lesen direkt gegoogelt, um die biographischen Hintergründe noch einmal nachzulesen und mir einige Kunstwerke, die im Buch beschrieben wurden, anzuschauen. Das mache ich sehr gerne, weil es das Leseerlebnis dann noch lebendiger für mich macht.


    Wer sich für interessante Frauen der Geschichte und besonders für Künstlerinnen interessiert, sollte sich dieses Buch mal anschauen. Mir hat es Freude gemacht!

  14. Cover des Buches People Like Us: Margaret Thatcher and Me (ISBN: 0191092786511)
  15. Cover des Buches Inventurdifferenz (ISBN: 9783552062276)
    Britta Mühlbauer

    Inventurdifferenz

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Tiffi20001
    Klappentext:

    „Frauen leben in einer permanenten Inventurdifferenz. Sie erbringen ihr Leben lang Leistungen, die ihnen nicht vergütet werden.“ Marlies Wolf sorgt dafür, dass einmal nicht die Frauen die Opfer sind – oder zumindest nicht nur. Ein psychologischer Thriller mit Gänsehaut-Effekt.
    „Die Macht von Männern. Die Wehrlosigkeit ihrer Opfer. Eine Heldin, die ein Mal im Gesicht trägt. Britta Mühlbauer schreibt eine Geschichte, die in ihrer Haltung und Konsequenz an Elfriede Jelinek erinnert, in der Wucht ihrer Bilder an Quentin Tarantino.“

    Buchgestaltung:

    Auf dem Cover kann man neben dem Titel „Inventurdifferenz“, der in rot gedruckt wurde, noch fünf Nägel erkennen. Leider kann mich das Cover nicht überzeugen. Mir gefällt zum einen die Farbgestaltung, die überwiegend grau ist, nicht 100% und auch ist mir die Gestaltung nicht aussagekräftig genug. Ich hätte mir gewünscht, bereits durch das Cover einen Einblick in das Buch zu erhalten. Dagegen gefallen mir Titel und der Klappentext gut, sie passen zum Buch und machen auf jeden Fall neugierig. Alles in allem gesehen eine nicht absolut gelungene Buchgestaltung.

    Eigene Meinung:

    Der Inhalt des Buches konnte mich im Gegensatz zur Buchgestaltung komplett überzeugen. Die Handlung ist sehr durchdacht, dabei absolut fesselnd und spannend. Ich konnte mich sehr schnell in die Geschichte hineinversetzen. Die Charaktere sind alle sehr individuell und trotzdem sympathisch und ich konnte ihre Gedanken nachvollziehen; besonders gut hat mir dabei die Hauptfigur gefallen. Die Sprache ist dem Buch absolut entsprechend, sie ist aber auch sehr angenehm zu lesen.

    Fazit:

    Ein toller Thriller mit einer sehr interessanten Thematik, der absolut zu empfehlen ist.

    Autor:

    Britta Mühlbauer, geboren 1961, studierte Musik, Romanistik und Germanistik. Sie veröffentlichte bisher Erzählungen in Literaturzeitschriften und Anthologien und lebt in Wien. 2008 erschien ihr Roman Lebenslänglich bei Deuticke, 2013 der Roman Inventurdifferenz.

    Allgemeine Infos:

    Titel: Inventrdifferenz
    Autor: Britta Mühlbauer
    Verlag: Deuticke
    Seitenzahl: 384
    Preis: 19,90 EUR
    ISBN: 978-3552062276
  16. Cover des Buches Augen im Dunkeln (ISBN: 9783548263205)
    Peter Robinson

    Augen im Dunkeln

     (19)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf
    Kein schlechter aber auch kein wirklich umwerfender Roman. Robinson entwirft einen Plott, der im ländlichen England spielt und die Eigenarten der Bevölkerung aufgreift. Insofern ein liebevoll gezeichnetes Bild.


    Chief Inspector Alan Banks, verheiratet, 2 Kinder ist ein sympathischer Typ, der jedoch ein wenig blass bleibt. Der Fall - eine Mischung aus einen perversen Spanner, Raub, Raubmord und Vandalismus - ist nicht schlecht konstruiert. Es fehlt ein wenig die Spannung.


    Sprachlich erfrischend mit einigem guten Wortwitz und einwandfrei übersetzt, schafft es das Buch trotzdem nicht mich vollkommen zu überzuegen.


    Daher nur 4 Sterne.
  17. Cover des Buches Die Antwort (ISBN: 9783453600782)
    Alice Schwarzer

    Die Antwort

     (26)
    Aktuelle Rezension von: CocuriRuby

    Ich bin nicht unbedingt von dem Schreibstil überzeugt – kann aber nicht ganz genau bestimmen, was mich stört – irgendwas am Ausdruck.

    Mir kam es so vor, als hätte ich in manchen Bereichen deutlich mehr Vorwissen mitbringen müssen, als ich vorweisen konnte.

    Der Titel des Buches ist da vermutlich nicht zufällig „Die Antwort“. Ich glaube, dass bei manchen Themen Frau Schwarzer auch einfach Stellung beziehen wollte, auf Dinge die ihr vorgeworfen wurden. Diese Vorwürfe oder Situationen in denen diese aufkamen, sind mir schlicht nicht bekannt/präsent, weshalb ich die Einordnung nicht immer so eindeutig fand.

    Oder anders gesagt: mir kam es so vor, als hätte die Autorin nicht bedacht, dass man nicht in ihren Kopf sitzt.

    Z.B. die den Schilderungen, über ihren Besuch mit dem „Komitee zur Verteidigung der Rechte der Frauen“ im Iran. Dort hätte man die Situation oder Erfahrungen die sie gemacht hat, besser ausbauen können, damit es für einen unwissenden Leser (also mich) verständlicher/plastischer wird.

    Vielleicht noch ein Wort zum technischen: Wie es in den letzten beiden Sätzen der Einleitung schon geschrieben steht: Dieses Buch sind die Antworten auf thematische Fragen/Probleme, die einen die Autorin geben würde. Was selbstverständlich bedeutet, dass man ihre Meinung, Ansichten und Argumente zu hören bekommt – das wird von vornherein klar gemacht und das finde ich vollkommen okay. Aber ja, natürlich liest man ihre Meinung (gerade auch politische Meinung) stark heraus – was auch irgendwie verständlich, wenn nicht gar der Sinn dieses Buches ist.

    Ich hätte es aber bevorzugt, dass wenn sie Zahlen, Statistiken, Ereignisse heranzieht, einen dann die Quelle mitgeliefert worden wäre – vielleicht auch am Ende des Buches, als Verzeichnis. Es wurden einen aber fast immer genug an die Hand gegeben, um mithilfe der richtigen Schlagworte, selbst über Google zu recherchieren – was ich gelegentlich getan habe, wenn mich etwas besonders schockiert hat und mich fragte, ob das wirklich stimmen kann.

    Ich kann nicht bis ins letzte mit so manchen Ansichten von Schwarzer mitgehen, wenn sie z.B. davon spricht, wenn Frauen sich emanzipieren, dann „(…)sie riskieren die Liebe der Männer. Denn die basiert bisher auf der Anpassung, ja Unterordnung der Frauen.“

    Jetzt habe ich aber bei vielen anderen Rezensionen gelesen, dass sie den Fehler gemacht haben und sich auf „dann ist alles was sie sagt Schwachsinn und Propaganda“. Das ist ebenfalls Blödsinn.

    Viele Darstellungen oder wofür sie plädiert, lassen sich nicht von der Hand weisen – z.B. Frauen „müssen Eigenverantwortung übernehmen“, der große Lobbyeinfluss von Kirchengruppen, die die Emanzipation/Frauenrechte blockieren oder auch in was für Gegensätzen/Widersprüchen sich die Gesellschaft befindet (z.B. Frauen heute gebildeter denn je, Magerwahn um propagiertes Frauenbild zu entsprechen).

    Man darf bei diesen Buch auch nicht vergessen, dass es 2008 erschienen ist, wenn man den Blick von heute darauf wirft.

    Thematisch wird einen recht viel geboten: z.B. Bereiche wie Islam, Abtreibung, Pornografie, Schlankheitswahn, Mutterschaft, Frauen in Führungspositionen und Männerdomänen, die Teilzeitfalle, die utopische Darstellung von Familie als Ort der Harmonie usw. – alles unter den Blickwinkel der Emanzipation der Frau/Feminismus natürlich.

    Gut fand ich auch, dass sie Kritik anspricht. Es wird aufgezeigt, was noch im Argen liegt, aber auch genauso, was schon erreicht wurde oder sich gut entwickelt. Das Buch ist keinesfalls schwarzmalerisch – ich fand es in vielen Fällen motivierend.

    Es spricht auch an, wie sich Frauen gegen die Gleichberechtigung stellen und Behauptungen aufstellen, die selbst dem Patriachat zu platt wären und sich dennoch als Feministin darstellen, wo „Anti-Feministin“ passender wäre.

    Geradeauch wenn ich mich in der heutigen Zeit umhöre, wird „Feministin“ sehr oft falsch dargestellt und selbst unter Frauen schon fast als Schimpfwort verwendet – häufig wegen Gleichsetzung von Feminismus als solches mit ein paar kleinen aber lauten radikalen Gruppen oder schlicht aus Unwissenheit.

    Ich habe während des Lesens tatsächlich viel gelernt und war z.T. sogar nachträglich überrascht, wie wenig ich in manchen Bereichen doch vorher wusste.

    Es wurden ein paar interessante Studien aufgeführt, oder erklärt was Gender-Mainstreaming eigentlich ist und wofür es da ist (schon alleine beim Wort rollen viele mit den Augen – ich behaupte, weil sie eigentlich gar nicht wissen, was es wirklich bedeutet und bewirkt – wie ich vorher).

     

    Fazit

    Ich fand das Buch sehr interessant und konnte viel für mich mitnehmen. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass mir in manchen Bereichen die Augen geöffnet wurden oder zumindest der Blick geschärft wurde.

    Ich finde das Thema Feminismus/Emanzipation extrem wichtig und dieses Buch ah heute noch empfehlenswert.

  18. Cover des Buches Potsdamer Ableben (ISBN: 9783442440245)
    Pieke Biermann

    Potsdamer Ableben

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein Krimi, der in den 80ern in Westberlin spielt: Eine Kulturredakteurin von Radio SWB wird auf einer Plattenveröffentlichungsparty ermordet, und Kommissarin Lietze ermittelt. Abgesehen von der Krimihandlung ist das Buch auch ein schönes Porträt der 80er und der skurrilen Figuren in Westberlin (Straßendirnen, Lederschwule usw.).
  19. Cover des Buches Mein Erzengel (ISBN: 9783499253256)
    Erica Fischer

    Mein Erzengel

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Das bewegte Leben der Alice Schwarzer (ISBN: 9783426774359)
  21. Cover des Buches Das feministische Mach-Mit-Buch (ISBN: 9783956142062)
    Gemma Correll

    Das feministische Mach-Mit-Buch

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Eva-Maria_Obermann

    Das Buch mischt Humor und Information. Neben einem „ABC des Feminismus“ bietet es am Anfang auch einen kleinen Überblick der Feministischen Wellen. Immer wieder werden Fakten gegeben, am Ende gibt es nochmals einen Glossar und eine Lösungsseite. Denn das Mach-Mit-Buch bietet Fragen, die es zu beantworten gilt, kleine Rätsel. Außerdem Seiten für kreativen Spaß, Buch- und Filmlisten. Selbstironisch, Sarkastisch und vor allem richtig stark kommt das Buch daher.

    Und es lädt nicht nur zum Gestalten von Kondomen und kreativen Anwendungen der Menstruationstasse ein, sondern regt dabei auch immer wieder zum Nachdenken an. Mit einfachen Mitteln zeigt das Buch, das Feminismus vielfältig ist und im Grunde nur eine Überzeugung hat. Die, dass Menschen unabhängig ihres Geschlechts gleich sind. Wie viele Menschen das anders sehen und was sich Frauen so alles öffentlich gefallen lassen müssen, wird ebenfalls gezeigt. Wie tabuisiert Themen wie Menstruationblut ist, warum der Bechdel-Test auch heute noch wichtig ist und was eigentlich die großen Probleme am Patriachat sind.

    Natürlich ist das hier unvollständig. Das Buch lädt zum ersten Nachdenken ein, zur aktiven Beschäftigung mit Feminismus, es übertreibt hier und da, weil es die Idiotie der Situationen aufzeigt. Beispielsweise mit der Seite voller Männernippel, die in den Algorithmen der sozialen Medien nie beanstandet werden, während bereits stillende Frauen als pornografisch gelten. Im gleichen Zug kommt auch das Soziale-Medien-Bingo ist, in der die tollen Standard-Sprüche, denen jede Frau, die sich mal für gleiche Rechte einsetzt zu hören bekommt. „Feminazi“, „du verstehst keinen Spaß“, „ich bin auch eine Frau und fühle mich nicht diskriminiert“, etc.

    Das Buch macht vor allem eins, es geht offen mit Themen um, die gerne verschwiegen werden. Nicht nur die Periode, auch Sex wird immer wieder aufgegriffen. So selbstverständlich und doch Tabu. Es macht großen Spaß, durch die Seiten zu blättern, aus der Menstruationstasse einen Blumentopf zu machen und ein Tampon knallrot anzumalen. (Schon gewusst: Mensturationsblut ist gar keine hellblaue Flüssigkeit). Richtig toll fand ich aber, aus dem Buch herauszutreten und meine Bücher, meine Filme, meine weiblichen Vorbilder zu betrachten. Wie sieht diese direkte Umwelt im Hinblick auf sexistische Grundzüge aus. Was kann ich dabei empfehlen?

    Das feministische Mach-Mit-Buch stellt dabei keinen Absolutheitsanspruch. Es bleiben Lücken, Bücher, die gelesen werden können (oder vielleicht auch sollen), Filme, die einen erstaunen (hättet ihr gedacht, dass Clueless feministisch gelten kann), Blickwinkel, die auch mir neu waren und Begriffe, die ich noch lernen muss. Das Buch ist für alle, die sich mit Feminismus beschäftigen eine Bereicherung aber auch und gerade für die, die ihn noch nicht kennen. Ich kann es jedem ans Herz legen, hineinzuschauen und über einiges nachzudenken.

  22. Cover des Buches The Awakening and Selected Short Stories (ISBN: 9781743380864)
  23. Cover des Buches The House at Midnight (ISBN: 034549931X)
    Lucie Whitehouse

    The House at Midnight

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Bluesky_13

    <><><>Meine Meinung<><><>

    Das ganze Buch dreht sich im großen und ganzen um Freundschaften, wie man sie pflegt und wie man sie zerstört.

    Ich finde das Buch sehr gut und auch sehr schön und sehr emotional geschrieben. Wir alle haben mit Sicherheit schön Freunde gehabt, für die wir alles getan hätten und die uns nur schamlos ausgenutzt haben. Tja und so ähnlich ist es hier in diesem Buch.

    Das ganze schien plötzlich irgendwie aus dem Ruder zu geraten und keiner wusste mehr so genau, wem er denn noch vertrauen konnte.

    Die Freundschaften gingen plötzlich kaputt und auf der anderen Seite bildeten sie sich wieder, nur anders.

    Danny passte nicht in diese Clique, er war böse und er zerstörte alles. Er wollte Lucas nur für sich alleine haben und er hatte mit irgendetwas ein großes Problem, das er dann auf andere übertrug. Als Danny dann bei Lucas einzog, begann Lucas zu trinken. Er machte alles mit Danny, alles was Danny gut fand, fand auch er plötzlich gut. Es war, als wäre der Danny hörig geworden. Danny war für ihn alles auf der Welt und wenn einer schlecht über Danny sprach, blockte er total ab. Er wollte das alles nicht hören, denn er fühlte sich so wohl und er fühlte sich sicher. Danny merkte das sehr schnell und beeinflusste Lucas. Er lenkte Lucas wie eine Marionette.

    Als sich dann aber plötzlich die Vergangenheit mit der Gegenwart vermischte, drohte alles zu zerbrechen. Es war, als würde man die Realität aus den Augen verlieren und in einer anderen Welt leben.

    Die Wahrheit über Lucas Vater kam ans Licht und das alles nur durch Danny. Er dachte, er würde Lucas verlieren und setzte natürlich alle Hebel in Bewegung, dass das nicht geschah. Mit dem was er aber diesmal inszenierte ging er dann doch ein paar Schritte zu weit. ©Bluesky_13

    Danny versucht alle Menschen um sich herum zu manipulieren und man hatte manchmal das Gefühl, das er das auch schaffte.

    Durch diese Manipulation von Danny, nimmt das Buch dann ein sehr tragisches Ende.


    Ich muss schon sagen, die Autorin hat da wirklich alles an Emotion reingepackt, was sie zur Verfügung hatte. Also mehr Emotion geht wirklich nicht. Sie hat das Buch auch so realistisch erscheinen lassen, was einem das Lesen unwahrscheinlich erleichtert. Für das, dass es ihr erstes Buch ist, hat sie es wirklich gut verstanden, das Buch kein bisschen langweilig erscheinen zu lassen. Über dieses Thema sind schon sehr viele Bücher geschrieben worden, aber keines fand ich bisher so gut wie dieses. Vielleicht erscheint mir das auch nur so, weil ich auch mal eine unehrliche Freundin hatte. Naja egal, das Buch ist es auf jeden Fall wert, gekauft und gelesen zu werden.

    Ich vergebe für dieses gute Buch die vollen 5 Sternchen, gäbe es mehr, würde die Autorin mehr von mir bekommen.



    Eure Bluesky_13

    Rosi


  24. Cover des Buches Mr. Noon (ISBN: 9783257226331)
    D. H. Lawrence

    Mr. Noon

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Dieses zwar unfertige aber doch recht ausgiebige Manuskript eines autobiografischen Romanes von D. H. Lawrence "Mr. Noon" mag fast 100 Jahre alt sein, ist aber aktuell wie nie. Er beschreibt mit seinen Figuren die Liebe zwischen ihm selbst und der Frau seines ehemaligen Professors, Frieda von Richthofen. Seine Sprache ist zum Teil schwierig, vor allem, da wir heute doch vermeiden, ständig Worte oder Satzteile zu wiederholen, so wie er es recht häufig tut. Es bildet aber auch die jeweiligen Gefühle, Mimik und Situationen sehr lebendig ab, als wäre ein Film direkt in Sprache umgesetzt worden. Das ausufernd oft genutzte und kursiv gestellte Wort "ach", das auch als Stoßseufzer verstanden werden kann, lässt er seine Protagonisten in jeder nur erdenklichen Situation gebrauchen. Was seinen Text so aktuell macht, sind die zum Teil kompromisslosen und doch manchmal angstbesetzten Personen vor der eigenen Courage und Mut, sein Leben so zu leben, wie es von der Gesellschaft eben nicht erwünscht und genehmigt ist. Junge Frauen und Männer, die sich am Abend in irgendwelchen Hauseingängen niederlassen um zu "schnäbeln" sich zu küssen, ein wenig befummeln, um dann unerkannt und schnell nach Hause zu entwischen, bevor die Eltern einen erwischen. Und das, obwohl bereits erwachsen, als Lehrer tätig, also bereits aus dem Teenageralter längst heraus. Zum Beispiel einer der ersten Freundinnen unseres Helden Gilbert.
    Überhaupt kennt Lawrence, wenn es um die Umschreibung eines Geschlechtsaktes oder Flirtens Worte und Definitionen, die einem begreiflich machen, warum viele seiner Texte für einen Skandal gesorgt haben.
    Eine Frau verlässt Mann und Kinder im fernen Amerika und flieht mit ihrem Freund immer wieder in neue Unterkünfte, um ihrer Familie und deren Werte und Wünsche zu entfliehen. Sie will eben nicht nur ein reiches und behütetes Leben, nicht nur einen Mann lieben, sondern so oft sie kann und will alle Männer haben, die sie lieben will. Frei sein, Abenteuer erleben, auch mal mit wenig Geld auskommen. Ihrem Gilbert macht das zwar oftmals Angst und Bange, doch auch er will sich nicht von seiner Umwelt vorschreiben lassen, wie er zu leben hat und wie er zu Geld kommen soll. Als Lehrer zu arbeiten mag er nicht mehr, lieber von seiner Musik und vom Schreiben seine Existenz bestreiten. Die Schwester seiner Liebsten schickt sie aus den Fängen der Familie auf Reisen, sie wandern, ohne vernünftige Ausrüstung und mit wenig Geld über Deutschland, die Alpen nach Italien. Dabei schlafen sie bisweilen in offen stehenden Heuschobern, kochen, was sie sich leisten können und testen so ihre Liebe. Leider endet der Roman just in dem Augenblick, als sie von ihrer Schwester ein Paket mit wunderbaren Kleidungsstücken geschickt bekommt. Ob sie sich doch wieder hätte verführen lassen vom Blendwerk der Mächtigen, Schönen und Reichen?
    Deutschland kommt in diesem Roman denkbar schlecht weg. Die Romantik verloren, lieber technokratisch, bürokratisch und ein strammes Soldatenleben vorführend, das jegliche Regelverstöße streng bestraft. Für die damalige Zeit sicher so irritierend wie heute für uns andere Länder.
    Ungewöhnlich ist auch die Art, wie er den Leser immer wieder direkt anspricht, so als wenn ein Schauspieler direkt in die Kamera schaut, in die Augen der Beobachter. Er nennt ihn den geneigten Leser, wobei er einmal keine Lust mehr dazu hat und uns, den Leser als knurrenden, fauchenden Höllenvogel und anderes mehr bezeichnet. Nur um sich später wieder dem geneigten Leser zuzuwenden. Für Freunde der nicht wirklich alternden Literatur.
    Weitere Informationen zum Beispiel unter:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Mr_Noon

    http://www.diogenes.ch/leser/autoren/l/dh-lawrence.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/D._H._Lawrence

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