Bücher mit dem Tag "familienchronik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "familienchronik" gekennzeichnet haben.

139 Bücher

  1. Cover des Buches Bourbon Sins (ISBN: 9783736304017)
    J.R.Ward

    Bourbon Sins

     (224)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Im zweiten Teil, der nahtlos an den ersten anschließt, geht es mit der Familie Bradford weiter. Kann Lane das Familienunternehmen retten, wer steckt hinter den Todesfällen und noch vieles mehr.

    Mir hat der zweite Teil wieder sehr gut gefallen, es gab auch nicht die typische "mittlerer Teil Langeweile", denn ich empfand das Buch sogar noch spannender als den ersten Teil.

    Es hat mich selbst etwas überrascht, das ich so mit diesen Leuten mitfiebern konnte, da eigentlich fast alle sehr unsympathisch sind. Trotzdem hat mir die Geschichte großen Spaß gemacht. Es war ein bisschen wie eine Daily Soap zum lesen.

    Alles in allem war das ein spannender Zwischenband, der einen gut auf den finalen Teil eingestimmt hat.

  2. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (459)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Dieses Buch bildet den Abschluss der Jahrhundert-Trilogie, beginnt kurz vor dem Mauerbau und endet mit dem Fall der Berliner Mauer. In den Jahren dazwischen begleiten wir wieder die bekannten Familien aus den ersten zwei Bänden bzw. deren Nachfahren aus Deutschland, England, Wales, Russland und Amerika. Die ersten beiden Bände hatten mir sehr gut gefallen. Es war eine gute Mischung aus recherchiertem, geschichtlichen Hintergrund und Fantasie des Autors mit den verschiedenen Protagonisten.  Ich habe - wie bei den beiden Vorgängern - viele Dinge gelernt oder aber einen Aha-Effekt gehabt. LESENSWERT                          

  3. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.209)
    Aktuelle Rezension von: shizu_reads

    Seit Ewigkeiten steht die Trilogie in meinem Regal. Ich kann mich noch an den Hype damals erinnern. Daran das es als schlimm, grausam und unvorstellbar galt. Ich hab mich irgendwie nie getraut die Filme zu schauen.

    Jetzt hab ich mich aber getraut den ersten Band zu lesen. Und muss gleich vorweg nehmen, so schlimm ist es gar nicht. Allerdings halt aus heutiger Sicht. Vor 17 Jahren allerdings sah das halt doch etwas anders aus. Da waren wir noch nicht so abgebrüht wie heute. Hacken war da noch was neues, eher unbekanntes. 

    Aber kommen wir zum Buch. Der Schreibstil liest sich super flüssig. Die Hauptprotagonisten Mikael und Lisbeth werden dem Leser langsam näher gebracht, was Spannung aufbaut und so immer wieder neue, kleine Details über sie zutage kommen.

    Ich war anfangs etwas überfordert von den ganzen Personen, der Vanger-Clan ist halt relativ groß. Aber das lässt nach der Zeit nach, denn es kommen ja immer weniger in den Fokus. Es ist spannend, abwechslungsreich durch die beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten. Es entsetzt durchaus durch die Gewalt, die Unberechenbarkeit, die Skrupellosigkeit. Trägt sozusagen das schlimmste des Menschen vor.

    Ich habs verschlungen und bin gespannt worin die beiden in Band 2 ermitteln.

  4. Cover des Buches Die Geschichte der Baltimores (ISBN: 9783492310796)
    Joël Dicker

    Die Geschichte der Baltimores

     (340)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest

    Bis zum Tag der Katastrophe gab es die Goldmans aus Baltimore und die Goldmans aus Montclair. Die Baltimores hatten alles, was man sich vom Leben wünschen kann: Talent, Geld, Erfolg, ein prachtvolles Heim, zwei hochbegabte Söhne. Marcus Goldman, inzwischen erfolgreicher Schriftsteller, gehörte zu den weniger glamourösen Montclairs. Er verbrachte all seine Sommer bei den Baltimores und war für sie wie ein Sohn. Nun, acht Jahre nach der Katastrophe, beginnt Marcus, die Geschichte der Baltimores aufzuschreiben – und erkennt erst jetzt die wahren Gründe für die schrecklichen Ereignisse.

    Ein ganz tolles Buch.
    Man durchlebt das Leben der Charaktere von klein auf bis ins Erwachsenenalter. Es ist wirklich krass, wie eine falsche Entscheidung zu einer Katastrophe führen kann.
    Ich hab richtig mitgefühlt und hatte so viel Spaß beim Lesen, denn es ist auch spannend was alles in dieser Geschichte passiert.

  5. Cover des Buches Das achte Leben (Für Brilka) (ISBN: 9783548289274)
    Nino Haratischwili

    Das achte Leben (Für Brilka)

     (231)
    Aktuelle Rezension von: culejule

    Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich diesen Roman ins Herz geschlossen habe. Jedes Wort, jeder Satz der 1280 Seiten waren für mich pures Lesevergnügen.

    Beginnend mit der Geburt Stasias, Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten, im Jahr 1900 in Georgien, entwickelt sich die Geschichte zu einem Epos über sechs Generationen und acht außergewöhnliche Leben, den ich nie wieder vergessen werde. Es sind nicht nur die stark ausgearbeiteten Figuren, sondern auch die brillianten und klugen Weisheiten der Autorin, die den Roman anlehnend an der europäischen Geschichte so kraftvoll und zu etwas wahrhaft Außergewöhnliches gemacht haben. 

    Ich werde definitiv noch weitere Bücher von Nino Haratischwili lesen und kann euch diesen Roman einfach nur empfehlen.

    Für mich ein LebensBuch.


  6. Cover des Buches Novemberschokolade (ISBN: 9783453359062)
    Ulrike Sosnitza

    Novemberschokolade

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Lea, 31 Jahre lebt in Würzburg. Ihr Traum von einer eigenen Chocolaterie, soll von einem auf den anderen Tag zerplatzen, als die Vermieterin  mit Kündigung droht. Dann taucht ein ihr bekannter Duft, nach Orangen, Basilikum und Zedernholz auf... Alessandro. Er verhilft ihr zu einem Wettbewerb und sie entscheidet sich daran teilzunehmen. Weiter macht Lea eine Entdeckung, ihre Mutter... 

    Ein Roman, der beim Lesen gleich neues Hüftgold auf die Figur zaubert und doch mit allen Höhen und Tiefen des Lebens. Der Schreibstil ist sehr gefällig und  die Protagonisten werden so bildhaft dargestellt, dasss man sie auf offener Straße erkennen würde. Für mich in der Weihnachtszeit ein schönes Lesevergnügen.

  7. Cover des Buches Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam (ISBN: 9783462046038)
    Vea Kaiser

    Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

     (149)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der satirische Roman über die Einwohner, deren Bräuche, Sitten, Organisation, Hierachie  und Verhalten eines Bergdorfes, irgendwo in den österreichischen Alpen, ist über weite Strecken wirklich lustig und gut gelungen. Das ist schon mal sehr viel. ich kenne nämlich kaum lustige Romane, die man auch zur Literatur zählen kann. Vea Kaiser erweist sich als gute Beobachterin, Personen und Handlungen werden  überspitzt und verzerrt dargestellt, sie schafft es aber, diese Dorfmenschen, um nicht zu sagen Dorftrotteln, nicht von oben herab zu beschreiben oder ins Lächerliche zu ziehen. 

    Besonders gut gelungen ist die erste Hälfte des Romans, insbesondere der Lebenswerg des Großvaters, der es vom Figurenschnitzer  zum Dorfdoktor geschafft hat.. Und Auslöser für diesen bemerkenswerten Weg ist ausgerechnet ein meterlanger Bandwurm. Ungemein erheiternd!

    Erwähnenswert ist auch die dorfchronik, die versucht, das merkwürdige Verhalten der Dörfler wissenschaftlich zu erläutern und darzustellen.

    Definitiv ein Gute-Laune-Buch.  

  8. Cover des Buches Belmonte (ISBN: 9783492062015)
    Antonia Riepp

    Belmonte

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Belmonte von Antonia Riepp – gelesen dank Netgalley

    Deutsch-italienische Familiensaga.

    Simona erbt von ihrer Großmutter ein Haus im Dörfchen Belmonte und erfährt dort Einiges über ihre Herkunft.

    Charmante Familiengeschichte, die von der Urgroßmutter gegen Ende des 2. Weltkrieges bis in die heutige Zeit reicht. Simona und die meisten der Wahlverwandten ihrer Großmutter sind sehr sympathisch, die Männer in der Geschichte erscheinen mir alle vergleichsweise farblos.

    Obwohl das Buch Teil einer Reihe ist, ist es gut allein zu lesen, die zwei Zeitebenen sind angenehm ineinander verwoben und lassen uns Simona begleiten.

    Unterhaltsamer Roman, gern auch als Ferienlektüre.

    #Netgalleyde #Belmonte #AntoniaRiepp #KathrinliebtLesen #Rezension #Bookstagram

  9. Cover des Buches Die andere Hälfte der Hoffnung (ISBN: 9783426304839)
    Mechtild Borrmann

    Die andere Hälfte der Hoffnung

     (75)
    Aktuelle Rezension von: EngelAnni

    In "Die andere Hälfte der Hoffnung" werden eigentlich drei Geschichten parallel erzählt. Die eines Mädchens, welches aus den Fängen eines Menschenhändlers entkommt und bei einem Bauern Unterschlupf findet, die eines Polizisten, der zwei Mädchen sucht und sich auf die Spur der Menschenhändler begibt und die einer Mutter eines der verschwundenen Mädchen, die ihre Lebensgechichte in der Ukraine erzählt.

    Zwei der drei Geschichten gefallen mir richtig gut. Dem Polizisten konnte ich sehr gut folgen und ich fand es spannend, wie der Menschenhändlerring gejagt wurde und auch der Polizist kommt mir sehr sympatisch rüber.

    Auch die Geschichte der Mutter berührt mich, sie schreibt ihre Lebensgeschichte auf. Sie hat 1986 In der Nähe von Tschernobyl gelebt. Diese Geschichte hat mich sehr bewegt.

    Leider gefällt mir die Geschichte von dem Mädchen, was fliehen kann nicht so gut.  Deswegen vergebe ich "nur" vier Sterne.

  10. Cover des Buches Das Rosenholzzimmer (ISBN: 9783442484423)
    Anna Romer

    Das Rosenholzzimmer

     (210)
    Aktuelle Rezension von: Petra_Dre

    Der Inhalt handelt von einer sehr spannenden Familiengeschichte in der auch eine Liebesgeschichte mit vorkommt. Man fiebert schon auf die nächsten Seiten. Es liest sich flüssig und man verliert auch nicht den Faden beim Lesen. Ein Muss für Leser die Spannung und prickelnde Gefühle beim Lesen lieben.

  11. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596521487)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

     (2.378)
    Aktuelle Rezension von: Julia250916

    Dies ist das bisher einzige Buch, welches ich nach der Hälfte abbrechen musste. Es hat sich so gezogen und hat mich leider nur gelangweilt. Es wird viel zu viel erklärt und ein immer wiederkehrender Wechsel von Dialekten. Leider hat es mir nicht gefallen...

  12. Cover des Buches Ein letzter Tanz (ISBN: 9783492307673)
    Judith Lennox

    Ein letzter Tanz

     (94)
    Aktuelle Rezension von: anne_fox

    Esme ist seit ihrer Jugend in Devlin verliebt, doch der hat nur Augen für ihre Schwester Camilla. Doch die ist ein flatterhaftes Wesen und damit stürzt sie alle die sie lieben ins Verderben. Devlin erkennt das auch sehr spät. Mittlerweile ist er mit Esme  verheiratet, meint aber Camilla noch immer zu lieben. Eines Tages gehen ihm die Augen auf wie sehr es eigentlich Esme ist die er  liebt. Doch da ist es zu spät. Emse trennt sich von ihm. Doch haben die Beiden niemals aufgehört sich zu lieben. Leider ist die Handlung und der Schreibstil der Autorin nicht überzeugend und oberflächlich, das man schnell die Lust an der Geschichte verliert.

  13. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

     (544)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Hundert Jahre Einsamkeit" ist die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang einer kolumbianischen Familie und des von ihr gegründeten Dorfes Macondo, eine Familiensaga über sieben Generationen. Die Bewohner von Macondo, die anfangs durch den Regenwald von der Umwelt isoliert sind, nur durch vagabundierende Zigeuner von technischen Errungenschaften erfahren und ohne Kirche, staatliche Verwaltung und Wirtschaftsbeziehungen auskommen, erleben schließlich, wie ihr Dorf durch eine Bahnlinie erschlossen wird. Amerikaner legen eine Bananenplantage an, und ein Europäer träumt von einem Flugplatz in Macondo. Auch von den Bürgerkriegen zwischen den Liberalen und den zentralistischen Konservativen wird das Dorf heimgesucht.

    Realistisches verschmilzt in diesem Roman mit Volksgeschichten, Mythen und grotesken Fantasievorstellungen. 

    Gabriel García Márquez verzichtet in "Hundert Jahre Einsamkeit" auf eine durchgängige Handlung und reiht stattdessen aktionsbetonte Episoden aneinander, die er ausgesprochen bildhaft schildert und ausschmückt. Neugierde wird dadurch kaum geweckt und Spannung entsteht auf diese Weise auch nicht. Spätestens nach der Hälfte der knapp 500 Seiten hat man den Überblick verloren, zumal die meisten Nachfahren des Stammvaters der Familie Buendía José Arcadio oder Aureliano heißen. Allein während des Bürgerkriegs zeugt Oberst Aureliano Buendías 17 gleichnamige Söhne, und die Zwillinge Aureliano und Juan Arcadio sind vielleicht miteinander vertauscht worden.

  14. Cover des Buches Dünengeister (ISBN: 9783404177806)
    Nina Ohlandt

    Dünengeister

     (41)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Bisher habe ich alle Vorgängerromane aus der Reihe mit John Benthien gelesen und war immer zufrieden. "Dünengeister" hat mich leider enttäuscht.
    Es will keine rechte Spannung aufkommen und die Geschichte dümpelt sehr langatmig vor sich dahin. Die vielen auftauchenden Charaktere führen dazu, dass sich alles nur sehr oberflächlich liest. Auch die Beziehung zwischen John Benthien und Lilly ist eher emotionslos und könnte auf jeden Fall etwas Pepp vertragen.
    Ich hoffe, dass "Schweigende See" wieder spannender wird.

  15. Cover des Buches Das Labyrinth der Lichter (ISBN: 9783596522156)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Labyrinth der Lichter

     (252)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Inhalt: 

    Barcelona 1959, Alicia Gris erzählt ihre Geschichte, vom Krieg und wie sie überlebte und zur "Detektivin" wird. Sie löst gerne rätsel und taucht immer Tiefer in das Friedhof der vergessenen Bücher. Dabei spielt Sempere & Söhne eine große Rolle. Sie findet das Buch Das Labyrinth der Lichter von Matrix.


    Meinung:

    Es fängt spannend an, aber 900 Seiten sind etwas langatmig. Tatsächlich muss ich mich zwingen, das Buch weiterzulesen, ober es spannend ist. Klingt widersprüchig von mir.

    Alicia ist eine starke und sture Feministin, die kaum Hilfe will und wenn dann sehr gering. Durch ihre Verletzung, welche sie im Krieg erlitten hatte, hat sie Hüftschmerzen, welche sehr gut überzeugend geschrieben werden. Nebenbei lernt sie den Friedhof der vergessenen Bücher kennen und Fernado, welcher sie beschützte, aber sie läuft vor ihn weg.

    Ich werde es auf jeden Fall fertig lesen, aber Band 1 gefällt mir am besten, von allen 4 Bänden und würde auch wieder von vorne anfangen.

  16. Cover des Buches Geister (ISBN: 9783492311984)
    Nathan Hill

    Geister

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Sikal


     

    Samuel ist erst 11 Jahre alt als ihn seine Mutter Faye verlässt und er allein bei seinem Vater Henry zurückbleibt. Was war geschehen und wie soll ein kleiner Junge dies verstehen können? Jahre später – Samuel ist mittlerweile Dozent an einem College - erhält er eine Nachricht von einem Anwalt, der seine Mutter verteidigen soll. Faye wurde als Attentäterin verhaftet und genießt zweifelhafte Medienpräsenz.

     

    Samuel hat als Dozent einige Schwierigkeiten am College als eine Studentin gegen ihn wettert, weil er von ihr Leistungen einfordert. Doch diese Studentin ist mit allen Wassern gewaschen und so steht Samuel plötzlich einer Wand aus Misstrauen und Intrigen gegenüber.

     

    Samuel ist mit seinem derzeitigen Leben unzufrieden, so verbringt er den Großteil seiner Zeit damit, in einem Computerspiel zu punkten während alles andere an ihm vorbeizuziehen scheint. Auch das Buch, das er eigentlich schreiben möchte und einem Literaturagenten bereits seit Jahren versprochen ist, scheint nicht mehr zustande zu kommen. Als jedoch die Attentats-Geschichte seiner Mutter aufkommt, wittert Samuel seine Chance und beginnt über die tatsächlichen Hintergründe zu recherchieren.

     

    Die Geschichte rund um diese Mutter-Sohn-Beziehung reicht zurück bis in die 68-er-Bewegung, in eine Zeit als seine Mutter als junge Studentin zwischen Hippies, radikalen Protestbewegungen und dem Gesetz hin und her schwankt. Begleitet von einem Geist, dem Nix, dessen Reise quer über den Erdball führt.

     

    Der Autor Nathan Hill hat hier eine wunderbare Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit geschaffen. Er schwadroniert immer wieder über die politischen und gesellschaftlichen Wirrungen, verknüpft diese mit der gegenwärtigen Computerwelt und schafft den Spagat zu den 68ern ohne dabei in eine sentimentale Fantasiewelt abzudriften.

     

    Humorvoll vor allem der Part, den die Studentin mit Samuel ausficht – herrlich.

     

    Das Buch war jetzt schon einige Zeit bei mir im Regal und hat auf einen geeigneten Moment gewartet. Der war wohl jetzt, denn das Buch hat mich gefesselt und gerne lasse ich es nochmal Revue passieren. Trotz einiger Längen zwischendurch, hat mich die Geschichte letztendlich überzeugt. 4 Sterne

  17. Cover des Buches Feuer und Blut - Erstes Buch (ISBN: 9783764532727)
    George R. R. Martin

    Feuer und Blut - Erstes Buch

     (119)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Eine pseudohistorische Abhandlung über eine fiktive Geschichte...klingt merkwürdig, funktioniert aber erstaunlich gut. Es ist kein Roman, liest sich aber trotzdem für Fans der Geschichte um Westeros und den Eisernen Thron sehr flüssig. 

    Zugegeben, man muss schon ein eingefleischter GOT-Fan sein, um sich durch die einzelnen Dynastien zu wühlen, mir hat es aber durchaus Spaß gemacht. 

    Für Fans super, für Neueinsteiger eher nicht geeignet.

  18. Cover des Buches Der leuchtend blaue Faden (ISBN: 9783036959399)
    Anne Tyler

    Der leuchtend blaue Faden

     (72)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Anne Tyler liefert eine gute Familiengeschichte ab. Sie beherrscht die Fabulierkunst ausgezeichnet, ihre Figuren sind tief und liebevoll entwickelt, aber in Punkto Plotgestaltung und Dramaturgie ist noch einiges an Luft nach oben in diesem Roman.

     

    Die ausladende Familienstory ist mit extrem viel Personal bevölkert, was aber nicht unbedingt durch den Schreibstil der Autorin begründet ist, möglichst viele Nebenfiguren in die Handlung aufzunehmen, sondern die Familie ist tatsächlich so groß. Mutter Abby, pensionierte Sozialarbeiterin, nimmt gerne Streuner auf, manche adoptiert sie, diese heiraten, zeugen Kinder und leibliche Kinder, sowie angenommene ziehen nun sogar mitsamt der Mischpoche ins Haus. Der Rest der Familie und auch noch viele Bekannte, die letztendlich für die Story relevant sind, tummeln sich zu den Mahlzeiten am Esstisch. Im ersten Teil des Romans spielt sich folglich unglaublich viel verwirrendes Gewusel in der Handlung ab, dies gilt aber nicht nur für die Leser, sondern auch das Haus von Abby und Red platzt aus allen Nähten. Konflikte in der Familie sind vorprogrammiert und deren gibt es auch zuhauf. Durch liebevolle Figurenentwicklung bekommt man aber recht bald einen Überblick wie der Hase läuft. Das ist fast so wie die Feier einer Großfamilie, bei der man am Anfang noch verwirrt ist, weil einem so viele Großcousins und Cousinen vorgestellt werden, man dann aber irgendwann die Kurve kriegt, wer mit wem verwandt beziehungsweise verbandelt ist und was abgeht, bis man am Ende, sofern man nüchtern bleibt, den Stammbaum komplett zusammengesetzt hat.  


    Bis Seite 279, als die Handlung in der Gegenwart stattfindet, ist die Familiengeschichte grandios. Dann wurde ich völlig abrupt und unvermutet mit Teil zwei, einer Handlung in der Vergangenheit und der Story, wie Abby und Red sich kennengelernt haben, konfrontiert. Im Prinzip bin ich wieder ins kalte Wasser zurückgeworfen worden, denn nun habe ich quasi erneut einen anderen Roman begonnen, und musste das Spiel mit dem Figurengewusel wieder von vorne beginnen. Das ein enormer und völlig unnötiger Bruch im Lesefluss, denn bis auf drei Personen findet auch ein völliger Austausch des ohnehin schon viel zu inflationären Personals statt. Das wäre nun kein Problem, ich bin ja Herausforderungen gewohnt, aber die Handlung kommt einfach nicht mehr in Schwung, das dauert zu lang.

     

    Als dann im dritten Teil das Setting wieder in der Gegenwart spielt, verbessert sich die Situation wieder und einiges wird aufgelöst, es bleiben für mich aber trotzdem Lücken im Plot, sodass ich mich frage, warum dieser eingeschobene Teil überhaupt stattfinden musste, die wichtigen Ereignisse hätten auch in Rückblenden und Erzählungen in die chronologische Geschichte eingebaut werden können. Das ist wirklich keine gute Dramaturgie. Leider lösen sich einige Fragen auch in der Endabrechnung nie auf, was mich immer besonders stört. Wie kam es eigentlich zum „Unfall“-Tod von Abbys ersten Freund? Warum wird die Geschichte wie Abby und Red zusammenkamen überhaupt erzählt, wenn der Umstand, wie sie tatsächlich ein Paar wurden, ausgespart blieb. Zack Bumm, Freund Dan ist weg, wahrscheinlich beim Holzmachen in Reds Garten verunglückt, könnte aber ebenso von seinem besten Freund Red um die Ecke gebracht worden sein, der schon ein Auge auf Abby geworfen hat. Auch die Frage, wie Abby tatsächlich gestorben ist, wird nie ganz schlüssig aufgeklärt. Der Hund ist ihr davongelaufen, die Autofahrerin entschuldigt sich nur dafür, den Hund überfahren zu haben, beide, also Abby und der Hund liegen aber weitverstreut und tot in der Gegend herum, die Autofahrerin hat den Wagen dann auch noch um die entfernte Laterne gewickelt, wobei sich alle auch versichern, dass Abby den Hund nicht mehr sterben sehen musste, sie kann also auch nicht am Schock gestorben sein. Irgendwie ist dieser Autounfall wie JFK’s magische einzelne Kugel, die um die Kurve geflogen ist und 3 völlig voneinander entfernte Schusslöcher hinterlassen hat. Gerade bei solchen Unfällen gibt es ja eine genaue Untersuchung und es gab sogar Zeugen, aber auch die äußern sich so vage. Dieses zwanghafte Verschleiern eines profanen Unfalls finde ich jetzt auch völlig unnötig. Sollte das irgendwie eine geheimnisvolle Note in den Roman bringen? Mission failed

     

    Fazit: In der Endabrechnung eine gute Geschichte, die im Gegensatz zum Titel „Der leuchtend blaue Faden“ durch Murks im Handlungsaufbau in der Mitte des Romans letztendlich leider ein bisschen den roten Faden verloren hat. 


    P.S.: Ach ja, Gratulation an den Verlag, das Lesebändchen der Hardcoverausgabe tatsächlich in leuchtendem Blitzblau zu gestalten, halte ich für eine sehr geniale Idee 

  19. Cover des Buches Blauer Hibiskus (ISBN: 9783596521708)
    Chimamanda Ngozi Adichie

    Blauer Hibiskus

     (59)
    Aktuelle Rezension von: mabo63


    Die Geschichte von Kambili dem 15 jährigen Mädchen welches in Enugu, Nigeria ihr Leben fristet. Ihr Vater ein hochangesehener steinreicher Fabrikant, mit eigenem Verlag, der unter dem Deckmantel seiner Frömmigkeit in seinen vier Wänden ein Terrorregemime führt.

    Religiöser Drill. "20 Minuten bat er Gott das Essen zu segnen"

    C.N.Adiche


    Menschenschinderei die sich als Liebe ausgibt.

    Die Mutter oft blutend, verliert sogar ein Kind verursacht durch seine 'heiligen' Schläge. "Tränen sah man nie auf Ihrem Gesicht"

    C.N.Adiche

  20. Cover des Buches Land der Verheißung (ISBN: 9783442482771)
    Leila Meacham

    Land der Verheißung

     (30)
    Aktuelle Rezension von: BeaSwissgirl

    Mein Leseeindruck, subjektiv, abers spoilerfrei ;)


    Vor gefühlten x Jahren habe ich den Nachfolgeband, welcher zuerst erschienen ist gelesen und fand ihn echt toll.
    Umso neugieriger war ich nun auf diese Vorgeschichte.....


    Das Buch enthält am Anfang übrigens drei Stammbäume, was ganz interessant ist, vor allem, wenn man " Die Erben von Sommerset" schon gelesen hat. Allerdings spoilert er auf eine gewisse Weise auch.....


    Der Schreibstil ist wortgewandt, flüssig, einfach zu lesen, enthält genügend Beschreibungen um sich alles gut vorstellen zu können.
    Erzählt wird zwar im personalen Stil dennoch konnte ich sofort problemlos eine Verbindung aufbauen zu der für mich eigentlichen Hauptprotagonistin Jessie Wyndham.


    In der Geschichte tummeln sich nämlich so einige Personen, dennoch hatte ich einen ganz passablen Überblick über die wichtigsten Charaktere.
    Am meisten mochte ich Jessy Wyndham für mich wie oben schon erwähnt eine der wichtigsten Figuren.
    Sie war mir auf Anhieb sympathisch, da sie für ihre Zeit kein Blatt vor den Mund nimmt und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat. Zwar handelt sie oft impulsiv, trotzdem staunte ich auch immer wieder über ihre überlegten und " weisen" Entscheidungen für ihr Alter.
    Ebenso gefiel mir Jeremy sehr gut, ebenso konnte Silas mit Fortlauf der Geschichte immer wie mehr punkten bei mir.


    Wie schon im Nachfolgeband gefiel mir das Setting und dieser Südstaaten- Flair sehr gut. Die Autorin hat auf alle Fälle gut recherchiert, allerdings hatte ich den Eindruck, dass sie viel zu viel Material in die Story packen wollte. Zeitweise kam es zu einer speziellen Mischung zwischen Langatmigkeit und sich beeilen müssen. 
    Dies hat der Geschichte auf alle Fälle geschadet.....


    Ich vergebe deshalb 3,5 Sterne



  21. Cover des Buches Die Geschichte der Baltimores (ISBN: 9783869523507)
    Joël Dicker

    Die Geschichte der Baltimores

     (27)
    Aktuelle Rezension von: steffi.liest

    Wow! Ich habe nicht damit gerechnet, dass mich dieses Hörbuch so mitreißen wird. Der Autor hat in meinen Augen ein ganz besonderes Talent für vielschichtige, dramatische Geschichten, denn auch "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" konnte mich letztes Jahr überzeugen - wenn auch nicht ganz so sehr wie nun "Die Geschichte der Baltimores". 

    Der berühmte Schriftsteller Marcus Goldman (den man schon aus "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" kennt) erzählt hierin die Geschichte der Goldman Familie, die in Baltimore lebte. Das Buch ist aufgeteilt in die Geschehnisse vor und nach der Katastrophe. Diese wird immer wieder erwähnt, wobei man aber erst relativ zum Ende hin erfährt, was diese Katastrophe war. 

    Die Goldmans aus Baltimore, das sind: Marcus` Onkel Saul, seine Tante Anita und seine zwei Cousins Hillel und Woody. Hillel und Woody waren für Marcus wie Brüder und er bewunderte seinen Onkel und auch seine Tante, die seiner Ansicht nach das perfekte Leben hatten. Sein eigenes Leben mit seinen Eltern in Montclair kam ihm dagegen langweilig und belanglos vor. Als eines Tages dann Alexandra, die Schwester eines Schulkameraden von Hillel und Woody, in ihr Leben trat, waren alle drei Jungs sofort hingerissen von der sympathischen blonden Schönheit. Im Nachhinein betrachtet soll dies aber nicht der einzige Grund für Zwistigkeiten innerhalb der Familie sein, die letztendlich zu besagter Katastrophe führten.

    Die einzelnen Figuren wachsen einem alle irgendwie ans Herz, ganz besonders natürlich die drei Jungs. Ich habe mit ihnen mitgefühlt, mitgelitten, mich mit ihnen gefreut. Es passiert soviel in dem Buch - der Klappentext bzw. auch meine eigene kurze Zusammenfassung wirkt so unscheinbar im Vergleich dazu, was man dann tatsächlich geboten bekommt. Aber man sollte vor dem Lesen (oder Hören) nicht zu viel wissen, wie ich finde und sich einfach auf die Geschichte einlassen. Auch wenn sie sehr komplex ist, wirkt sie nie überladen und mir war zu keinem Zeitpunkt langweilig. Grob gesagt geht es um Freundschaft, Liebe, Bewunderung, aber auch um Eifersucht, Neid und letztendlich darum, dass der Schein oft trügt. 

    Der Schreibstil ist mitreißend, stellenweise humorvoll, aber auch voller Gefühl. Obwohl der Autor noch recht jung ist (geboren 1985), hat er hiermit meiner Meinung nach ein kleines Meisterwerk geschaffen. Mir hat die Geschichte ein bisschen das Herz gebrochen und es war ein wirklich unvergessliches Hörerlebnis mit einem sehr tollen Hörbuchsprecher. 

  22. Cover des Buches Der Geschmack von Apfelkernen (ISBN: 9783462042702)
    Katharina Hagena

    Der Geschmack von Apfelkernen

     (890)
    Aktuelle Rezension von: Arbutus

    Schön geschrieben, aber die Handlung ist ein bisschen dünn.
    Sie besteht aus einer Liebesgeschichte, dem sinnlosen Verschleiß etlicher alter Ballkleider und zahllosen Rückblenden, während derer der Leser andauernd hingehalten wird, was nun eigentlich genau mit der armen Rosmarie passiert ist.
    ... Wobei die Liebesgeschichte eigentlich wieder ziemlich gut erzählt ist.

    Es sind aber vor allem die kleinen Nebensächlichkeiten, die so anmutig geraten, dass sie zur Hauptsache werden. Daher ist der Titel des Buches wirklich gut gewählt, denn mann kann sie beim Lesen tatsächlich riechen und schmecken, die Äpfel. Vieles weckte in mir schöne Erinnerungen an Haus und Garten meiner Großeltern. Die Beschreibung von Zuständen ist oft sehr gelungen, fast poetisch. Diese feinen Beobachtungen aus der Kindheit, dass es zum Beispiel besondere Kiesel gab, die leicht zerbrachen, die Mira „Feuersteine“ nannte, das gefällt mir. Oder wenn Iris ihre Wörtersammlungen aus der Kindheit aufzählt - da geht einem das Herz auf. Wobei sie dann die Sache vor lauter Begeisterung ein wenig ausufern lässt.

    Manchmal wird auch das Material wie mit der Lupe seziert, nicht nur der Steinfußboden, nein, auch Menschenhaut - dann schreibt sie plötzlich derart materialistisch, dass mir hin und wieder richtig schlecht wird davon - geht das eigentlich nur mir so? Ganz furchtbar fand ich die permanente Beschreibung der Demenz der Oma Bertha als ein Hinüberdriften in eine Art seelenlosen Zustand. Das ist sehr suggestiv und meiner Erfahrung nach auch einfach nicht wahr. Und am Anfang verlor ich erst einmal die Übersicht, weil so viele Leute beerdigt wurden; für das erste Kapitel war es einfach zu viel Krankheit, Sterben, zuviele Mesmerismen.
    Und dieses Schicksals-Gedöns dulde ich auch nur bei der Leky. „Schon immer begannen die Bewegungen des Schicksals - auch die unserer Familie - mit einem Sturz. Und mit einem Apfel.“ So ein Quark wäre für mich eigentlich Grund genug gewesen, das Buch abzubrechen. Aber da es ein Geschenk einer lieben Person war, hielt ich durch - und wurde immerhin durch eine gegen den Schluss hin steigende Spannungskurve und eine immer wieder sehr gelungene Erzählweise belohnt.

    Am Ende ist es richtig spannend. Und gruselig. Und wirklich gut geschrieben. Auch die Dialoge haben Klasse.

    Aber warum muss Tante Inga elektrisch sein? Dieses Buch ist voller Magie. Erst werden rote Johannisbeeren weiß, dann diese aufgeladene Tante Inga. Und wenn Protagonistin Iris in einer Rückblende das Liebesleben ihrer Tante Harriet auswalzt, als wäre sie dabeigewesen, befürchtet man das Schlimmste für ihre eigene sich mehr oder weniger zart entspinnende Romanze. Aber dann - Überraschung - gerät ausgerechnet die Sexszene mit Max (im Wasser...) zu einer der ganz wenigen in der Literatur, die ich schön fand und nicht peinlich.

    Insgesamt hatte ich eher ein durchwachsenes Lesevergnügen mit diesem Erstlingswerk einer durchaus begabten Autorin.


  23. Cover des Buches Der Palazzo am See (ISBN: 9783596198511)
    Sophia Cronberg

    Der Palazzo am See

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Caillean79

    Als Buch für den Urlaub eingepackt, hat mir "Der Palazzo am See" entspannte Lesestunden geschenkt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Geschichte um die Stummfilmkönigin Tizia und ihre Zofe Berenice ist natürlich vollgepackt mit Schicksal, Herzschmerz und tragischen Wendungen. Für den nötigen Thrill sollte die Parallelhandlung in der Jetzt-Zeit sorgen, in der die Historikerin Stella eine Familienchronik über die Eigentümerfamilie des Palazzos schreibt und einer Serie von (vermeintlichen) Attentaten ausgesetzt ist. 

    Das Buch hat im Grunde alles, was einen guten Schmöker ausmacht: einen Hauch von Glamour (Tizia), eine zurückhaltende, aber emotional starke Heldin (Berenice), eine zarte Liebesgeschichte (Stella und Matteo), Bösewichter (die verrate ich jetzt nicht ;-)) und eine wunderbar idyllische Kulisse am Comer See. Warum ich trotzdem nicht restlos begeistert von der Geschichte war, kann ich nicht genau sagen. Irgendwie bin ich vor allem mit Stella nicht so richtig warm geworden, die mir als Charakter ein wenig zu farblos blieb.  Die Rückblenden rund um Tizia und Berenice fand ich ungleich interessanter. 

    Vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen - als historischer Roman komplett in den 20er Jahren angesiedelt hätte das Buch wirklich sehr fesselnd werden können. Mit den Zwischenepisoden rund um die Familienchronik in der jetzigen Zeit fühlte ich mich beim Lesen leider immer wieder ein wenig unterbrochen und ausgebremst. Schade, denn so kann ich leider nur gutgemeinte 3 Sterne vergeben.

  24. Cover des Buches Die Muschelsucher (ISBN: 9783499268090)
    Rosamunde Pilcher

    Die Muschelsucher

     (140)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Die Geschichte beginnt damit, dass die 64-jährige Penelope Keeling nach Hause zurückkehrt, nachdem sie sich selbst aus dem Krankenhaus entlassen hat, in dem sie einige Zeit aufgrund von Herzproblemen war. Penelope ist die Tochter eines viktorianischen Malers, dessen Werke, zu denen auch die eponymen Muschelsucher gehören, eine enorme Wertsteigerung erfahren haben. In diesem Zusammenhang lernt der Leser auch Penelopes Kinder kennen: Nancy, Olivia und Noel. Zwei von ihnen sind versnobte Taugenichtse, die ihr die Bilder gern aus warmen Händen entreißen würden. Und dann gibt es natürlich noch den neuen Gärtner, der sich recht verdächtig verhält und ein Geheimnis zu haben scheint. Und hier verrate ich lieber nichts weiter. Das ist der zentrale Konflikt des Buches, es geht aber auch noch um Penelopes Vergangenheit und eine zarte Liebesgeschichte ist auch noch in die Haupthandlung eingewoben.  

    Also, zu Beginn: ich finde die Protagonistin, Penelope Keeling, einfach sehr, sehr sympathisch und ich habe die Kinder aus tiefstem Herzen verabscheut. Die Charaktere sind also gut gezeichnet. Das Erzähltempo ist sehr langsam, man muss das mögen, um das Buch zu mögen. Von dem Erzählstil, den Charakteren und dem Hauptthema her würde ich sagen, dass es ein Buch ist, das man schön an einem verregneten Tag im Urlaub lesen kann (gern eben in den Cotswolds, wenngleich die Landschaft für mich etwas zu kurz kommt) oder das man als Audiobuch schön nebenbei hören kann, während man Gartenarbeit macht oder malt oder bastelt... 

    Mein Fall ist es insgesamt jedoch nicht. Es war ein schöner Ausflug, aber wenn andere Pilcher-Romane so ähnlich sind, wird dies mein einziger bleiben. Ja, es ist wunderschön geschrieben und es hat auch wundervolle, liebevoll gezeichnete Charaktere, aber mir machen Bücher, in denen es in so hohem Maße um Krankheit und Tod geht, einfach keine gute Stimmung. So war ich am Ende eher ein bisschen verstört. Wer da nicht ganz so zart besaitet ist und sich für die Grundthemen interessiert, dem kann ich es jedoch bedenkenlos empfehlen.

    Ich empfehle zum Buch Cream Tea, klassisch mit Scones, denn ein Klassiker ist der Roman allemal. 

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