Bücher mit dem Tag "familie mann"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "familie mann" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596521487)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

     (2.379)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Im alten Hamburg lebt die Familie Buddenbrook und leitet ein großes Unternehmen. Sie sind angesehen und auf Festen gern gesehen Gäste. Die Kinder sind nett, klug und sollen die Geschäfte einmal übernehmen. Die jungen Männer fangen auch an im Unternehmen zu arbeiten und Ehen werden geplant, organisiert oder arrangiert. Die Zeit bringt aber auch Veränderungen mit sich und so verändert sich nicht nur die politische Landschaft oder das Geschäftsleben, sondern auch die Menschen. Man will auch seinen Gefühlen folgen oder gar aus Hamburg weg gehen und so fängt die Familie Buddenbrook langsam an zu bröckeln und das große Haus wird leerer. Thomas Manns großer Familienroman umspannt drei Generationen und Teile seiner eigenen Geschichte sind hier mit hinein verwoben. Es ist so ein großartiges, gewaltiges Buch und wirkt immer noch stark und die Sprache ist einfach brillant.

  2. Cover des Buches Sunset (ISBN: 9783492274180)
    Klaus Modick

    Sunset

     (51)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die beiden Zeitgenossen Lion Feuchtwanger und Bertold Brecht verband nicht nur ihr schriftstellerisches Schaffen sondern vielmehr eine tiefe Freundschaft. Trotz grossen Gegensätzen haben sich die beiden gegenseitige immer wieder inspiriert. In dieser feinsinnigen und stillen Erzählung von Klaus Modick verwebt sich Vergangenheit und Gegenwart. Lion Feuchtwanger erinnert sich in seinem Haus am Meer Kaliforniens an die wunderbare Zeit mit seinem Weggefährten und die Nachricht vom Tode Brechts, der um einige Jahre jünger war als er selbst, trifft ihn schwer. Im Inneren oft als eigenen Sohn betrachtet, führt er geistige und träumerische Zwiegespräche mit seinem fernen Freund.

    Lion Feuchtwanger reflektiert aber auch über seine literarische Arbeit, über die Umstände der Zeit, die Geschichte Israels und Palästinas und die persönlichen und weltpolitischen Katastrophen. Er hat keine Wahl, wie Klaus Modick schreibt, sondern er muss sich der Wahrheit stellen, da er an den Sieg der Vernunft glaubt.

    Ein kleines Meisterwerk, das wie ich finde, sehr lesbar und lehrreich ist, in einer gepflegten und aussergewöhnlich schönen Sprache, die jeden Satz zu einem Lesegenuss macht.

  3. Cover des Buches Mephisto (ISBN: 9783499276866)
    Klaus Mann

    Mephisto

     (322)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle

    Als Klaus Mann den Roman  schrieb wollte er eine Wirkung erzielen und sein Qualitätsmaßstab war, ob er diese Wirkung erreichte oder nicht. Mein Maßstab ist notwendigerweise ein anderer.

    Der Ich Erzähler behauptet steif und fest, der Held der Geschichte, der eitle Schauspieler Höfen sei ein Karrierist, einer, der alles für seine Karriere tut und sich den Nazis andient. Aber mehr als ein Mitläufer wird aus ihm nicht. Er schafft es zwar, in den unmittelbaren Umkreis der Macht zu gelangen, aber zu mehr als einem Hofnarren, langt es bei ihm nicht. Er gibt sich nicht einmal als Nazis und seinem anfallsweise auftretendem schlechten Gewissen gibt er auch immer wieder nach.

    Klaus Mann benutzte vorallem eine realistische Palette, dabei viele Klischees. Seinem Hofgen ist weder dämonisch noch lächerlich.

    Interessanter sind die Einblicke ins Schauspielerleben, die man in dem Roman erhält.


  4. Cover des Buches Die Manns (ISBN: 9783596195664)
    Tilmann Lahme

    Die Manns

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Da ist sie nun, die Strafe für den Verstoß gegen das Buchkaufverbot ;-)

    Ich hatte mich sehr darauf gefreut, noch mehr über die Familie Thomas Manns zu erfahren, aber dieses Buch mit dem so interessanten Cover – ein Foto - habe ich abgebrochen. Normalerweise gebe ich dann keine Bewertung ab und schreibe schon gar keine Rezension. Aber da ich dem Buch zweimal eine Chance gegeben und zudem das ganze erste Kapitel 'Eine deutsche Familie' somit zweimal gelesen und immer noch keinen Zugang gefunden habe, erlaube ich mir ein Urteil und das fällt nicht gut aus.

    Wie kann man über ein so interessantes, vollgepacktes Leben so ein langweiliges Buch schreiben? Schon das Vorwort – Vorspiel genannt – das über die Ausbürgerung im Dezember 1936 durch das Naziregime berichtet, macht den Einstieg ins Buch nicht verlockend. Warum gerade das aus dem Leben der Familie? Warum nicht die Meinung des Autors, Fragen oder irgendetwas, das zum Weiterlesen verlockt?

    Zwar geht der Autor chronologisch vor, aber es wirkt auf mich doch zusammenhanglos und ohne Konzept aneinandergereiht, Stellen aus Briefen, Tagebüchern, Klaus Manns Autobiografie und anderen Biografien. Der Autor springt von einer Person zur anderen und für mich ist kein roter Faden erkennbar. Ein Beispiel:

    'Die Manie der Familie ist nicht so sehr die des Schreibens wie die des Veröffentlichens.' (schreibt Pierre Bertaux, ein Freund von Golo). Gleich folgt der nächste Abschnitt, ohne Zeilenabstand, lediglich eingerückt: 'Erika und Klaus Mann feiern eine Party. Sie dauert neun Monate (gemeint: spontane USA-Reise).

    Zwar gibt der Autor im Anhang akribisch seine Fundstellen an, aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass zwar ein Brief an sich ein Faktum ist, dass aber auch die Auswahl von Fakten wertend sein kann.

    Inhaltlich fängt dieses Buch im Jahre 1922 an, wo Klaus und Erika schon etwas älter sind und wir mit ihren schulischen Schwierigkeiten konfrontiert werden. Auch wenn ich nur einen Teil des Buches gelesen habe, kann ich jetzt schon sagen, dass die Familie Thomas Mann mit ihren sechs Kindern sehr unsympathisch rüberkommt. Geradezu schockiert hat mich die Tatsache, dass sich der Vater wenig um seine Kinder kümmert, alles seiner Frau Katia überlässt, aber andererseits die älteren Kinder an seiner Verliebtheit in Klaus Heuser teilnehmen lässt. Noch schlimmer: er bevorzugt drei seiner Kinder und gibt offen zu, den Jüngsten nicht zu mögen.

    Wenn ich über eine berühmte, bekannte Familie lese, möchte ich etwas über das turbulente Familienleben erfahren und nicht in Einzelheiten, was z.B. der älteste Sohn Klaus Mann – der mir übrigens zu schwerpunktmäßig vorkommt – geschrieben und wen er getroffen hat. Wo bleibt etwas über das turbulente Familienleben, der Alltag dieser achtköpfigen Familie? Aufzeichnungen darüber gäbe es genug, denn Vater Thomas Mann hat akribisch Tagebuch geführt. Dass das alles fehlt und wird auch nicht durch ein paar Fotos wettgemacht.

    Ein sehr enttäuschendes Buch, das ich nicht weiter empfehlen kann.

  5. Cover des Buches Der fromme Tanz (ISBN: 9783499236877)
    Klaus Mann

    Der fromme Tanz

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Tequila
    Klaus Manns erster Roman - und das merkt man. Eine ambitionierte Idee, aber zum Teil ein etwas wirrer Roman.
  6. Cover des Buches Frau Thomas Mann (ISBN: 9783499629778)
    Inge Jens

    Frau Thomas Mann

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Thomas Mann, immer nur Thomas Mann, Thomas Mann, der große Poet, einer der bedeutendsten deutschen, weltweit bekannten Autoren, der Wortmagier, der 'Zauberer', wie ihn auch seine Kinder nannten. Aber was wäre er ohne Katia gewesen, seine Frau Katharina Pringsheim, Frau Thomas Mann, wie sie sich ohne Scheu manchmal selber nannte! Dabei soll niemand denken, sie sei ein Heimchen, eine untergeordnete Frau oder gar 'Zubehör', wie sie selbst sich einmal bezeichnet hat.

    Ganz im Gegenteil! Sie hat – ungewöhnlich für die damalige Zeit – Abitur gemacht und ein Mathematikstudium begonnen (Vater Mathematikprofessor). Das Haus Pringsheim, ein Palais in der Arcisstraße in München, war ein Mittelpunkt der illustren Münchner Gesellschaft. In ihrem sehr reichen, sehr liberalen jüdischen Elternhaus war Katia den Umgang mit Professoren, Adligen und Künstlern gewohnt und auch, dass es in Gesprächen keine Tabus gab. Die langjährige Geliebte des Vaters saß mit am Teetisch... Wahrscheinlich war es diese Prägung des Elternhauses, der souveräne Umgang mit prekären Konstellationen, der es Katia später ermöglichte, mit der latenten Homosexualität ihres Ehemannes umzugehen.

    Dabei wollte sie eigentlich nicht heiraten, hatte aber – wie später Briefe belegen – doch den Wunsch, eine Familie zu gründen. Aber es war eine Vernunftehe, wie so oft in der damaligen Zeit, wenn man sich auch als unbeteiligter Leser des Eindrucks nicht erwehren kann, dass von beiden Seiten später Liebe im Spiel war, nur eben keine romantische, wie man sich das heute vorstellt. Aber es gab Respekt, Achtung, ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl und vor allem von Katias Seite der Wunsch, alles für ihn und seinen dichterischen Erfolg zu tun.

    'Ich habe ein meinem Leben nie tun können, was ich hätte tun wollen,'

    sagt sie als alte Frau. Aber ich sage: sie hat es wahrscheinlich nicht anders gewollt. Sie war seine Begleiterin auf zahlreichen Vortragsreisen, seine Ratgeberin, Ideengeberin und Kritikerin, seine engste Vertraute und die Mutter von sechs Kindern. Sie hat ihr ganzes Leben auf ihn ausgerichtet.

    Es gäbe noch viel zu sagen, über das unstete Leben, die vielen Häuser, das belastende Exil, die häuslichen Probleme mit Dienstboten und vor allem mit den Kindern, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

    Die Biografie beruht auf Hunderten von Briefen und anderen Schriftstücken und erforderte mehr als vier Jahre Recherche-Arbeit. Sie ist leicht und sehr interessant zu lesen und ich kann sie nur empfehlen.

  7. Cover des Buches Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (ISBN: 9783596904174)
    Thomas Sprecher

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

     (304)
    Aktuelle Rezension von: Anita27a

    In meiner Schulzeit, die nun schon länger her ist, habe ich einmal den  "Tod in Venedig" von Thomas Mann gelesen. Ich fand die Geschichte damals so eigenartig und auch bedrückend, dass ich mich bisher an kein Werk von Thomas Mann mehr herangewagt habe.
    Als nun in der Klassikerrunde "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" auf dem Programm standen, war ich zunächst einmal recht skeptisch, ob ich denn mit dem Roman zurecht kommen würde.
    Erzählt wird die Geschichte von Felix Krull, dem Sprössling des dem Alkohol nicht abgeneigtem Schaumweinfabrikanten Engelbert Krull aus dem Rheingau.
    Schon als Knabe von außergewöhnlicher Schönheit und mit ungewöhnlich viel Fantasie und Einbildungskraft ausgestattet, schwindelt sich Felix von frühester Kindheit an mit sonnigem Gemüt durchs Leben.
    Thomas Mann erzählt von dessen Kindheit, seinem Versagen in der Schule, er berichtet von ersten kleinen Diebstählen, zuerst eher zufällig, von ersten Liebesabenteuern und schliesslich vom Verfall der Firma und dem Selbstmord seines Vaters und der damit einhergehenden Ächtung im Wohnort.
    Durch die Vermittlung seines Paten kommt es, dass Felix in die Welt hinausgeht, über Frankfurt nach Paris, wo er schliesslich eine Anstellung in einem der besten Hotels der Stadt erhält.
    Hier nun beginnt Felix sich fintenreich und mit allerlei Halbwahrheiten und Hochstapeleien durchs Leben zu mogeln. Hierbei ist er ungeheuer charmant, erfolgreich, selbstbewusst und nicht nur die Damenwelt liegt ihm zu Füßen.

    Dies alles klingt wunderbar und der Roman könnte durchaus kurzweilig und flüssig sein, ist es aber nicht, denn er ist von Thomas Mann geschrieben.
    Die komplexe Sprache , ausformuliert bis ins Detail, Bandwurmsätze am laufenden Band machen das Buch nicht einfach zu lesen. Anfangs habe ich sehr damit gehadert. An diese Art zu schreiben, an die vielen ausufernden philosophischen Einschübe und Betrachtungen musste ich mich erst gewöhnen.
    TM bedient sich einer aussergewöhnlich schönen Sprache. Als ich es einmal akzeptiert hatte, dass ich hier nicht schnell lesen kann und auch Wörter nachschlagen muss, wurde das Lesen zum Genuss für mich.
    Wunderbar fand ich das Spiel mit der schönen Sprache, die eingestreuten französichen Begriffe, aussergewöhnliche Namen, wie Sally Meerschaum, Schimmelpreester, Müller-Rose, Professor Kuckuck. Gefallen hat mir der Sinn fūr Schönheit, die Offenheit auch in sexueller Hinsicht, Passagen wie die ūber das wahre Wesen der Liebe.
    Irritiert haben mich das unglaubliche Selbstbewusstsein, das ausgeprägte Klassenbewusstsein, die Arroganz der Betrachtungen.
    Hier bin ich nicht sicher wieviel davon echt ist und wieviel ironisch/gesellschaftskritisch gemeint ist.
    Alles in allem war die Lektūre sehr anregend und ich denke ich werde die eine oder andere Passage noch einmal lesen.
    Ich vergebe 4 Sterne, einen Stern ziehe ich aufgrund der vielen langatmigen Passagen ab, die man nur mit einer guten Portion Durchhaltewillen meistert.

  8. Cover des Buches Mario und der Zauberer (ISBN: 9783946257059)
    Thomas Mann

    Mario und der Zauberer

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Klose

    Da dies mein erstes Buch von Thomas Mann ist, möchte ich als erstes auf den Schreibstil eingehen, der ja doch sehr prägend und herausstechend ist. Ich persönlich mag es nicht wirklich gerne, wenn ein Buch nicht in klar abgegrenzte Kapitel unterteilt ist, da es dann immer so durchrauscht und keine Pause bietet. Auch sind die lang gestalteten Sätze auch nicht wirklich bremsend, sie begünstigen das Durchrauschen nur noch mehr. 

    Die Geschichte an sich war meiner Meinung nach relativ leicht und vor sich hin treibend, man konnte es schnell durchlesen und wurde nicht stark beansprucht. 

    Für mich ist es jetzt nicht unbedingt ein Buch, das man gelesen haben muss, aber es ist mal ganz nett für zwischendurch. 

  9. Cover des Buches Erinnerungen und Gedanken (ISBN: 9783596107148)
    Golo Mann

    Erinnerungen und Gedanken

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Die Familie Mann, ein Lesebuch mit Bildern (ISBN: 9783499231971)
  11. Cover des Buches Die Familie Mann (ISBN: 9783644541719)
    Hans Wißkirchen

    Die Familie Mann

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    'Beiseite gelassen werden mussten viele Einzelheiten' (8), sonst wäre es eine 'unendliche Geschichte' geworden. So wird es einem beim Lesen auch klar, denn man kann Thomas Mann nicht alleine haben, auch nicht im Doppelpack mit seinem ebenfalls berühmten Bruder Heinrich, sondern nur mit der gesamten Sippschaft. Wer kennt nicht Golo Mann oder Erika Mann, zwei der sechs Kinder von Katia und Thomas Mann! Fast alle sechs haben sich schriftstellerisch betätigt und – trotz einiger Konflikte – hat die 'amazing family', wie sie einmal genannt wurde - zeitlebens eng zusammengehalten.

    Natürlich geht diese Biografie aus der allseits bekannten Reihe 'rororo Monographien' chronologisch vor und gewährleistet damit eine gewisse Ordnung. Sehr hilfreich ist eine fortlaufende Zeitleiste am oberen Rand, so dass der Leser mit einem Blick weiß, um welchen Zeitraum es geht.

    Viele Einschübe in kursiver Schrift zitieren aus den Schriften und Äußerungen der Manns. Aufgelockert werden die sehr komprimierten Biografien durch Fotos und andere Abbildungen.

    Wer mit dem Thema 'Die Manns' weiter machen will, findet im Anhang eine umfangreiche Bibliografie, Literaturhinweise, Lebensdaten aller Familienmitglieder und – was mir sehr nützlich war – einen übersichtlichen Stammbaum.

    Wer sich intensiv mit Thomas Mann beschäftigen möchte, der kommt an diesem Standardwerk nicht vorbei. Mich hat vorerst nur die Zeit bis zum 'Zauberberg' interessiert; den 'Rest' habe ich überflogen, werde aber sicher noch einmal darauf zurückkommen.

  12. Cover des Buches Liebe in Zeiten des Hasses (ISBN: 9783596705764)
    Florian Illies

    Liebe in Zeiten des Hasses

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1973

    In diesem Buch widmet sich Florian Illies der Liebe in der Zeit, in der in Europa der Hass regierte. Erstaunlicherweise gelingt es ihm die politischen Verhältnisse auszuschliessen. Natürlich werden sie ihn und wieder erwähnt. Die meisten Protagonisten sind im Exil die Manns in Südfrankreich, Walter Benjamin auf Ibiza, die Dietrich in Los Angeles und so weiter.   

    Florian Illies bleibt seiner Verfahrensweise und seinem Schreibstil treu. Dasselbe Schema wie schon in seinen Büchern rund um das Jahr 1913. Ich mag diese Bücher. Seltsamerweise kann man nicht einfach ein paar Absätze lesen.  Man wird richtiggehend ins Buch eingesogen. Mal wollte ich wissen, wie es bei den Manns weitergeht, mal war es Gottfried Benn und mal Kurt Tucholsky und so weiter. Diese kleinen Sequenzen sind lebendig geschrieben. Ich finde es aussergewöhnlich, denn man weiss ja, wie die Liebesgeschichten ausgehen.

    Von mir aus kann Florian Illies noch viele Bücher in diesem Stil schreiben. Ich glaube, ich würde auch diese verschlingen wie dieses.

     

  13. Cover des Buches Die Frauen der Familie Mann (ISBN: 9783492957854)
    Hildegard Möller

    Die Frauen der Familie Mann

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62
    Alle waren sie außergewöhnliche Frauen mit mit überdurchschnittlichen Begabungen: Thomas Manns Frau Katia, deren Mutter Hedwig Pringsheim und die Großmutter Hedwig Dohm sowie die Töchter Erika, Monika und Elisabeth.

    Warum schließlich nur Elisabeth beruflich und familiär beruflich und familiär einen eigenständigen, vom übermächtigen Vater losgelösten Lebensweg ging, hat Hildegard Möller hier auf der Grundlage von Briefen, Tagebüchern und literarischen Zeugnissen gründlich recherchiert und sehr anschaulich und unterhaltsam erzählt.
  14. Cover des Buches Tagebücher 1936 bis 1937 (ISBN: 9783498044091)
    Klaus Mann

    Tagebücher 1936 bis 1937

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Die Kinder der Manns (ISBN: 9783899407747)
    Uwe Naumann

    Die Kinder der Manns

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Mein Nidden (ISBN: 9783866483620)
    Frido Mann

    Mein Nidden

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Erika Mann Eine jüdische Tochter (ISBN: 9783596174614)
    Viola Roggenkamp

    Erika Mann Eine jüdische Tochter

     (7)
    Aktuelle Rezension von: eskimo81

    "Ich wusste auch nicht, dass meine Mutter aus einem jüdischem Haus stammte" - Golo Mann in seinen "Erinnerungen"

    Viola Roggenkamp geht auf Spurensuche
    Weshalb hat die Familie Mann ihre jüdischen Wurzeln von Katja verleugnet?

    Gespannt und mit grossem Interesse habe ich zu diesem Buch gegriffen. Wusste ich selber nicht, dass die Manns jüdische Wurzeln hatten

    Ob ich zuerst eine andere Biographie hätte lesen müssen?
    Ein Gesamtbild oder von Erika Mann?

    Das Buch hat mehr Fragezeichen als Antworten hinterlassen. Viel interessantes erfährt man, aber oft fehlten mir Zusammenhänge. Geschichtliches, Familiäres...
    Das ist für mich kein Buch, dass jeder mit Interesse lesen kann. Vieles muss man wissen.

    Viola Roggenkamp hat einen guten und fesselnden Schreibstil. Interessante Geschichtsstunde die nicht langweilig werden würde, wenn man alles verstehen würde.

    Fazit: Für interessierte Leser, die bereits viel Wissen über die Familie Mann und auch über die Deutsche Geschichte haben ein interessantes und sehr gutes, informatives Buch! Für "Unwissende" - wie ich - zu komplex, zu überladen und eher mühselig. Nicht wegen dem Schreibstil! Rein wegen dem vielen Unwissen.

    Ich vermute, es ist aufbauend auf "Personen-Biographien"

  18. Cover des Buches Katias Mutter (ISBN: 9783644001817)
    Inge Jens

    Katias Mutter

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Die Frauen der Familie Mann (ISBN: 9783821854038)
    Hildegard Möller

    Die Frauen der Familie Mann

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches In meinem Elternhaus (ISBN: 9783150097946)
    Klaus Mann

    In meinem Elternhaus

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Blitze überm Ozean (ISBN: 9783499231070)
    Irmela von der Lühe

    Blitze überm Ozean

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Professor Unrat oder Das Ende eines eines Tyrannen (ISBN: 9783864060397)
    Heinrich Mann

    Professor Unrat oder Das Ende eines eines Tyrannen

     (193)
    Aktuelle Rezension von: AndreasKueck

    Da er Raat hieß, nannte die ganze Schule ihn Unrat. Nichts konnte einfacher und natürlicher sein. Der oder jener Professor wechselten zuweilen ihr Pseudonym. […] Unrat aber trug den seinigen seit vielen Generationen, der ganzen Stadt war er geläufig, seine Kollegen benutzen ihn außerhalb des Gymnasiums und auch drinnen, sobald er den Rücken drehte. […] Man brauchte nur auf dem Schulhof, sobald er vorbeikam, einander zuzuschreien: „Riecht es hier nicht nach Unrat?“ Oder: „Oho! Ich wittere Unrat!“ Und sofort zuckte der Alte heftig mit der Schulter […] und sandte schief aus seinen Brillengläsern einen grünen Blick, den die Schüler falsch nannten und der scheu und rachsüchtig war: der Blick eines Tyrannen mit schlechtem Gewissen, der in den Falten der Mäntel nach Dolchen späht. (Original-Zitat aus dem Roman)

    …doch besagter Professor Unrat kann seinen Verleumdern „nichts beweisen“. Diese Schmach nagt an ihm und lässt ihn umso tyrannischer mit seinen Mitmenschen umgehen. Zumal in seinem Weltbild sie alle unwert erscheinen, um von seinem „Spiritus Rector“ zu profitieren. Besonders hat er die Schüler Lohmann, von Ertzum und Kieselack auf den Kieker, deren provokant selbstbewusste Art ihn anwidert und seinen Hass schürt. Zudem hegt er den Verdacht, dass sie die unflätige Verballhornung seines Namens weiter provozieren und sich zudem in zwielichtigen Etablissements aufhalten, um dort die Gesellschaft von unmoralischen Weibsbildern zu suchen. Dies gilt es, erbarmungslos aufzudecken, um die schändlichen Übeltäter von der Schule zu verbannen. So heftet sich der Professor an die Fersen seiner Schüler und landet in der Vergnügungskneipe „Der blaue Engel“, in der die Künstlerin Fröhlich Nacht für Nacht das Publikum in ihren Bann zieht. Unversehens verfällt auch der so tugendhaft erscheinende Professor dem herben Charme der jungen Schönen. Beide gehen eine toxische Verbindung ein: Mit der Liaison mit der Künstlerin Fröhlich verbannte er das von ihm so verhasste Schüler-Trio in seine Schranken. Gleichzeitig nutzt er ihre reizvolle Attraktivität, indem sie ihm Sirenen-gleich seine ehemaligen wie aktuellen Peiniger anlockt, die er dann genüsslich in den finanziellen wie auch gesellschaftlichen Ruin zieht. Die Künstlerin Fröhlich sieht ihre Verbindung deutlich pragmatischer: Für sie bedeutet die Ehe mit dem Professor in erster Linie einen gesellschaftlichen Aufstieg, wirtschaftliche Absicherung und einen Hauch von Ehrbarkeit. Dabei versucht sie verzweifelt die manischen Wutausbrüche ihres Gatten zu zügeln. Doch dessen unberechenbares Temperament machen sie zum Gespött in der ganzen Stadt und reißt schlussendlich beide hinab in den Abgrund…!

    In nur wenigen Monaten schrieb Heinrich Mann seinen (späteren) Erfolgsroman, der 1905 veröffentlicht werden sollte. Seine Kritik an der damaligen Gesellschaft, die ein scheinheilig-biederes Bürgertum propagierte aber dieses gleichzeitig nicht glaubwürdig zelebrierte, fand nicht die ungeteilte Begeisterung der Leserschaft. Vielmehr hielt der Autor den Leser*innen einen Spiegel vor, der höchst unvorteilhaft das eigene Denken und Handeln offenbarte. Fleiß, Zucht und Ordnung galten als erstrebenswerte Tugenden, die nur von den wenigsten Bürgerinnen und Bürger erreicht werden konnten. Mehrheitlich wurde verlogen versucht, den Schein zu wahren, und mit Erleichterung auf potenzielle Übeltätet mit dem Finger gezeigt, um von der eigenen Unzulänglichkeit abzulenken.

    Mann beschreibt sehr eindringlich den Untergang eines von seinen Mitmenschen verspotteten Spießbürgers, der sich moralisch über alle/s stellt, dennoch leidenschaftlich den Reizen eines leichten Frauenzimmers verfällt und somit seine gesellschaftliche Stellung verspielt. Während er seine Protagonist*innen in den Dialogen an den Konventionen des Bürgertums festhalten lässt, offenbart er in den inneren Monologen die wirkliche Meinung der Figuren. Und gerade diese inneren Monologe erzeugen eine vibrierende Dynamik in der Geschichte: Als Leser fühlte ich mich wie durch einen Sog in die Geschichte hineingezogen. Seite für Seite bäumt sich die Handlung immer weiter hinauf in die Höhe, um dann am Ende – beinah unspektakulär – in sich zusammenzufallen.

    Manns Sprache mutet charmant altmodisch an und spiegelt deutlich den Duktus des wilhelminischen Kaiserreichs wider. Er verwendet Satzkonstellationen, die beim Lesen aufmerken lassen, und verwendet Worte an Stellen, die für unser heutiges Empfinden ungewohnt erscheinen.

    Mit der Figur des Professor Unrats schuf Heinrich Mann einen Prototyp des Tyrannen, der unbarmherzig, menschenverachtend und ohne Mitgefühl agiert, dessen Untergang allerdings vorbestimmt scheint. Sein Roman ist für mich ein Paradebeispiel für Gesellschaftskritik in der Literatur, die so versuchte, Einfluss auf politische Situationen zu nehmen.

  23. Cover des Buches Im Netz der Zauberer (ISBN: 9783104009285)
    Marianne Krüll

    Im Netz der Zauberer

     (7)
    Aktuelle Rezension von: petronella
    Lässt sich sehr gut lesen. Der Ausgangspunkt aller Betrachtungen ist der Selbstmord von Klaus Mann. Die Autorin erarbeitet über die reale Biografie hinaus viele psychologische Gesichtspunkte und entwickelt so ein faszinierendes Panorama und Pschogramm der Familie Mann. Werkzitate, Bildmaterial und beiliegende Familientafeln, sog. Stammbäume runden das Ganze ab. Diese Buch geht über das Aufzählen von Fakten weit hinaus. Es ist gut erzählt. amüsant, spannend, bewegend.
  24. Cover des Buches Die Manns (ISBN: 9783596153800)
    Heinrich Breloer

    Die Manns

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Eien tolle Fernsehserie von Heinrich Breloer, der einem Thomas Mann und dessen temperamentvolle und teilweise ebenfalls hochbegabte Familie näherbringt, genauso wie die politische bewegten Zeiten, in denen diese Familie lebte. Sollte Pflichtprogramm sein!
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