Bücher mit dem Tag "extremsituation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "extremsituation" gekennzeichnet haben.

46 Bücher

  1. Cover des Buches Under Ground (ISBN: 9783453438101)
    S.L. Grey

    Under Ground

     (124)
    Aktuelle Rezension von: LuisasBuecherliebe

    Leider gar nicht mein Fall ...

    "Under Ground", welches als Thriller ausgeschrieben ist, konnte mich leider nicht überzeugen.
    Der Klappentext und die Ausgangslage klangen sehr ansprechend und spannend, doch leider beginnt die Geschichte sehr schleppend, da erst von jeder Familie bzw. Bewohner des Bunkers das Ankommen beschrieben werden musste. Die Vielzahl an Charakteren, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hat mich ebenfalls etwas gestört. Jedes Kapitel wurde von einer anderen Person erzählt, wodurch sich die Handlung allerdings sehr zieht und nicht in Gang kommt, alles plätschert nur so dahin. Dazu kommt noch, dass ein Kapitel mal aus der Ich-Perspektive und andere dann wieder aus der dritten Perspektive erzählt werden.
    Dann sind fast alle Charaktere pures Klischee und auch wenn Jae zum Beispiel sagt, dass er keine klischeehafte Person sein möchte, wird gleichzeitig aber als genau dargestellt.

    Insgesamt kommt während fast des gesamten Buches wenig bis keine Spannung auf durch die vielen Sichten. Erst ab Seite 200 erhöht sich die Spannung etwas. Der Handlungsstrang und damit Potential, was da aufgebaut wird, wird allerdings schnell - zu schnell - aufgelöst und nimmt zusätzlich dazu noch dem bisherigen Plot jegliche Grundlage. Ab diesem Punkt verliert das Buch seine Ausgangssituation völlig aus den Augen, die Handlung plätschert wieder nur dahin und das Ausgangsproblem wird gar nicht mehr verfolgt.
    Die Action am Ende bringt dann wieder ein wenig Spannung mit sich, wirkt aber auch sehr erzwungen und an den Haaren herbeigezogen. Ebenso die Auflösung, die mir sehr unrealistisch, plötzlich und unüberzeugend daherkommt.

  2. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783453406131)
    Dan Simmons

    Terror

     (211)
    Aktuelle Rezension von: Luthien_Tinuviel

    Terror von Dan Simmons verdient die Bezeichnung, mit der es beworben wird, voll und ganz: Epos.

    Das Werk erzählt die dramatische Geschichte der sog. Franklin Expedition, die im Jahr 1845 aufbrach, als erste Gruppe die Nordwestpassage durch die Arktis ganz zu durchfahren und im Eis der Arktis festfror.

    Dan Simmons gelingt es durch seine Erzählung in 3. Person sowie 1. Person aus Sicht der Expeditionsteilnehmer meisterhaft, die Atmosphäre auf den im Eis feststeckenden Schiffen HMS Terror und HMS Erebus, die Verzweiflung, Hoffnung, Tragik aufzufangen und die Geschichte der Expedition zu erzählen.

     Beeindruckend fand ich insbesondere, wie die fiktiven Inhalte dieses historischen Romans mit historischen Fakten zur Expedition verwoben wurden. Selten hat mich ein historischer Roman so motiviert, mich über das Werk hinaus mit dem Schicksal der Charaktere auseinanderzusetzen und aktiv die historischen Fakten nachzulesen.

    Nur an vereinzelten Stellen empfand ich das Werk als etwas langatmig.

     Fazit: Fesselndes Historiendrama.

  3. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.021)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Worum geht's

    Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoodrektors und praktizierender Hindu, Moslem und Christ erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Schiffbruch. Bald stehen sich nur noch zwei gegenüber - Pi und der Tiger

    Cover

    Ein schönes Cover, wobei ich die ältere Ausgabe des Covers schöner finde.

    Meine Meinung

    Eins vorweg: Ich habe dieses Buch bei Seite 280 abgebrochen. Ich hatte so meine Probleme mit diesem Buch, was 1.) daran lag, dass die ersten 120 Seiten nur über Zoo und Religion geredet wird und dadurch 2.) kaum Spannung in diesen ersten 120 Seiten und auch in den folgenden ist kaum Spannung vorhanden. Yann Martel schreibt alles so genau, was mich bei einigen Sachen einfach gar nicht interessiert. Auch seine Vergleiche mag ich nicht.

    Fazit

    Ich empfehle dieses Buch nicht, da sich das Vorgeplänkel einfach sehr lange zieht und der eigentliche Schiffbruch (worum es ja eigentlich geht) eher Nebensache in diesem Buch ist.

    1 von 5 Sternen!


  4. Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse (ISBN: 9783453527935)
    J.L. Bourne

    Tagebuch der Apokalypse

     (219)
    Aktuelle Rezension von: CherryFairy

    Inhalt
    329 Seiten 


    Meine Meinung

    Ich lese super gerne Zombie Apokalypsen und würde am liebsten alles darüber lesen oder schauen, deshalb bin ich sehr euphorisch gestartet, weil ich hoffte das ich mit Tagebuch der Apokalypse wieder ein spannendes neues Survival Abenteuer entdecken würde, welches nur in Form eines Tagebuches niedergeschrieben wurde.

    Die Idee empfand ich als sehr kreativ, die Umsetzung war allerdings so emotionslos und langweilig ,dass ich die ganze Zeit weder mit dem Tagebuchschreiber (dessen Namen man nicht erfährt) noch mit der Gefahr mitfiebern konnte. 

    Es wird in sehr kurzen Kapiteln der Tag beschrieben ohne spürbaren Emotionen, dafür wird man aber von Waffenkunde und militärischen erschlagen…

    Also ich muss nicht jede Waffe mit Kennzeichnung oder Modell ausführlich beschrieben haben. Das interessiert mich überhaupt nicht und schweift auch zu sehr von der Story ab, wenn jede Waffe ständig detailliert beschrieben wird.

    Der Typ ist so emotionslos, dass er während der ausbrechende Apokalypse erst nach über 2 Monaten!!! darüber nachdenkt, ob seine Eltern noch leben, die nicht mal weit entfernt wohnen, beschließt dann aber ach die sind bestimmt eh tot und sind es nicht wert, dass er SEIN Leben für die Gewissheit riskiert.

    Später kommt zum Glück John dazu, der selbst in einer Apokalypse seinen Hund nie zurück lassen würde! 

    Aber da er nur eine kleine Nebenfigur ist kann er diese Story auch nicht mehr retten.

    Es gab für mich keine Spannungsmomente, der Erzählstil ist trotz kurzen Kapiteln langatmig und ohne Action.

    Für mich eine Enttäuschung, dabei hatte ich wirklich große Hoffnung. Super schade, aber keine Reihe für mich. Auch das Nachwort war sehr seltsam. 


    Mein Fazit

    Mega enttäuscht man hätte daraus ein richtig gutes Buch machen können!

    Ich kann es leider nicht weiter empfehlen , außer wenn du dich sehr für Militärisches und Waffen interessierst und emotionslose Protagonisten dich nicht abschrecken. 

    Für mich endet die Reihe hier. 

    2*

  5. Cover des Buches Die Stadt der Blinden (ISBN: 9783442745296)
    José Saramago

    Die Stadt der Blinden

     (547)
    Aktuelle Rezension von: Leonore324

    Der Schreibstil ist zunächst ein wenig schwer zu lesen, da es ein bisschen dauert, bis man herausfindet, wer was sagt. Mit der Zeit habe ich mich aber dran gewöhnt und konnte ohne große Probleme fortfahren. Zudem finde ich es klasse, dass in diesem Buch den Charakteren keine Namen gegeben werden.

    Den Inhalt des Buches empfand ich als sehr spannend, aber oftmals auch sehr schrecklich und eventuell nichts für schwache Nerven. Ein Teil des Buches hat mir besonders zu schaffen gemacht, die Beschreibungen waren wirklich sehr detailreich und trugen dazu zu dem Horror bei, den man eh schon beim Lesen verspürt hatte. 

    Alles in allem ist das Buch sehr gesellschaftskritisch mit einigen philosophischen Weisheiten und es lohnt sich meiner Meinung nach wirklich, es zu lesen!

  6. Cover des Buches Die Leopardin (ISBN: 9783404173402)
    Ken Follett

    Die Leopardin

     (347)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Die Leopardin" ist ein Spionagethriller von Ken Follett. Die Landung der Alliierten in der Normandie steht Ende Mai 1944 unmittelbar bevor. Ein Anschlag der Résistance auf die wichtige Fernmeldezentrale in Sainte-Cecile geht schief und die beteiligte britische SOE-Agentin Felicity Clairet entkommt mit knapper Not zurück nach England. Aber sie fasst einen neuen Plan und kann die Entscheidungsträger überzeugen. Ein Wettlauf gegen die Zeit um doch noch die wichtigste Nachrichtenübermittlungsstelle der Nazis zu zerstören und damit die Invasion entscheidend zu unterstützen. Dabei hat sie nur ein Team aus Frauen zur Hand, die bereits vorher an der harten Ausbildung scheiterten, ein Todeskommando gegen die brutalen Gegenspieler der Gestapo. Ken Follett beschreibt in diesem Spionageroman ein fiktives Ereignis, dass sich in den wenigen Tagen vor der Invasion abspielt. In der Realität gab es damals nur wenige Frauen, die als  Special Operations Executive Geheimagenten tätig waren. Ganze fünfzig wurden damals nach Frankreich entsandt, wobei sechsunddreißig ihre Einsätze überlebten. Der Autor wählt für diesen Roman historisch korrekte Rahmenbedingungen und bettet seine eigene Widerstandsgeschichte darin ein. Bei dieser bedient er sich sicherlich ein wenig klassischem Klischee, aber dies stört beim Lesen keineswegs. Denn die Geschichte ist sehr spannend erzählt, teils sicherlich auch brutal dargestellt, aber eben immer fesselnd. Vor vielen Jahren hatte ich bereits mal "Die Nadel" von Ken Follett gelesen und ich finde "Die Leopardin" ist ein weiterer sehr guter Spionageroman aus der Feder des Autors. Speziell das Katz- und Maus Spiel zwischen dem deutschen Major Dieter Franck und der Leopardin Flick hat mir dabei sehr gefallen. Wem Geschichten wie "Agenten sterben einsam" oder "Das dreckige Dutzend" gefallen, der findet auch mit "Die Leopardin" eine gute und spannende Unterhaltung.

  7. Cover des Buches Herz auf Eis (ISBN: 9783442487745)
    Isabelle Autissier

    Herz auf Eis

     (174)
    Aktuelle Rezension von: ChristineE

    Spannend, es war nur spannend. Besonders der Beginn des Buches und die ersten Tage auf dieser Einsel, wo es nur kalt und eisig ist und es nichts zu essen gibt. Die Vorstellung, wie die beide jagen und Pinguine erlegen und sich von dem Wenigen ernähren, was es auf der Insel gibt ... wie sie ihr Leben gestalten, versuchen am Leben zu bleiben und es dermaßen elend wird ... Das ist echt eine berührende Geschichte. Die Gedankengänge, die Veränderungen, die Überlegungen - ich kann sie nachvollziehen und auch den inneren Zwiespalt, den die Heldin durchmacht. Eine Lüge mit sich zu tragen, zurück im normalen Leben, in der Sicherheit und Fülle und doch nicht froh zu sein - diese große Schuld, wenn es eine Schuld ist. Super gut geschrieben und mein Tipp!

  8. Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse 2 (ISBN: 9783453528192)
    J.L. Bourne

    Tagebuch der Apokalypse 2

     (119)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Hierbei handelt es sich um ein Tagebuch eines Mannes, der mitten in der Zombie-Apokalypse steckt. Wandelnde Leichen lechzen nach frischem Blut, während die Zivilisation in Schutt und Asche liegt.

    „Tagebuch der Apokalypse 2“ ist der zweite Teil einer legendären Zombie-Invasion, die in vielen nachfolgenden Werken Erwähnung findet. Es beschreibt das fortschreitende Ende der Menschheit aus der Sicht eines Mannes, der dazu Tagebuch führt.

    Nachdem im ersten Tagebuch die Hoffnung auf einen sicheren Unterschlupf gegeben war, stellt sich der Trupp um den Tagebuchschreiber neuen Problemen. Die Annehmlichkeiten unseres Alltags liegen hinter ihnen und es heißt, sich um Wasser, Lebensmittel und Medikamente zu kümmern. 

    Anfangs scheint es zu funktionieren, doch in dieser neuartigen Welt lauern Gefahren, die den Tagebuchschreiber aus der relativen Sicherheit seiner Gruppe reißen und er erneut auf sich allein gestellt ist.

    Anders als in Tagebuch Nummer eins sind die Menschen mit der tödlichen Gefahr mittlerweile vertraut. Man spürt Neuformation, sie stellen sich auf die Beine, bringen ein System in die Katastrophe und lenken das Leben in normalere Bahnen.

    Dabei spielen militärische Elemente eine große Rolle, was auf mich zwar logisch wirkt - weil der Protagonist selbst Soldat ist - , trotzdem etwas die Faszination aus der Handlung nimmt, weil Ordnung ins Geschehen kommt.

    Der Tagebuchschreiber ist dennoch über einen langen Zeitraum auf allein unterwegs und kämpft sich durch die Zombie-Arena. Dieser Part hat mir am besten gefallen, weil darin düstere Weltuntergang-Spannung liegt, wie man sie aus diversen Serien oder ähnlichen Büchern kennt.

    Auffällig ist außerdem, dass der Leser nicht den Namen des Protagonisten kennt. Da er selbst die Aufzeichnungen verfasst, hat er es bisher nicht als notwendig empfunden, sich namentlich vorzustellen. Dafür ist der Pin seiner Bankomatkarte nach diesem Teil bekannt.

    Gefallen hat mir am Tagebuchschreiber, dass er insgesamt wie ein normaler Mensch wirkt. Er hat heldenhafte Moralvorstellungen und ist aufgrund des militärischen Backgrounds körperlich fit sowie exzellent ausgebildet. Trotzdem präsentiert Autor J. L. Bourne keinen Übermenschen, dem nichts aus der Fassung bringt. Hingegen erlebt der Leser die Verzweiflung des Protagonisten, nagende Ängste und schwindenden Überlebenswillen, was manchmal von winzigen Hoffnungssprenkeln erhellt wird.

    Die Darstellung als Tagebuch verleiht dem Buch dramatischen Flair. Allgemein mag ich es gern, wenn für einen Roman die Tagebuchforam gewählt wird. In der Printversion sind Blut- oder Wasserflecken auf den Seiten, Berichte eingeklebt und Zeichnungen dargestellt. Das gibt dem Roman zusätzlich eine bedrohliche Atmosphäre, die sich durch das gesamte Geschehen zieht.

    Die Gesamthandlung steuert eine originelle Richtung an, die neugierig auf den nächsten Teil macht.

    Mir hat das erste Tagebuch großen Spaß gemacht und daher stand es außer Frage, dass ich den zweiten Teil lese. Dieser Teil enthält blutig-grausige Zombie-Szenen, das Gefühl der Verlorenheit und stellt das Geschehen in einen neuen Zusammenhang. Zwar hätte ich auf den militärischen Aspekt verzichten können, aber für die findige Richtung, in die es zum Ende hin, geht, war er unumgänglich.

    Ich werde diese Reihe jedenfalls weiterverfolgen und bin gespannt, welche Situationen es als Nächstes zu überleben gilt.


    Die Tagebücher der Apokalypse:

    1) Tagebuch der Apokalypse 1 

    2) Tagebuch der Apokalypse 2

    3) Tagebuch der Apokalypse 3

    4) Tagebuch der Apokalypse 4

  9. Cover des Buches In einem Boot (ISBN: 9783839001509)
    Charlotte Rogan

    In einem Boot

     (90)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Vorneweg: Dieser Roman hat mir gut gefallen. Allerdings stufe ich den Roman "In einem Boot" von Charlotte Rogan in die Kategorie „Gute Unterhaltung“ ein, während ich das Werk von Franzobel über einen historischen Schiffbruch „Das Floß der Medusa“ in die Kategorie der "Anspruchsvollen Literatur" einordne.  Während aber der erste Roman wirklich gut zu lesen ist, grauste es mich beim zweiten ziemlich, sehr, überaus. Noch heute schüttelt es mich, wenn ich an das betreffende Ereignis denke. Wenige Romane haben mich so mitgenommen. 

    Bei beiden Romanen geht es um Schiffbruch und Schiffbrüchige. Die „Zarin Alexandra“ verunglückt zwei Jahre nach dem spektakulären Versinken der Titanic auf dem Weg von London nach New York, das ist die Zeitangabe, die geliefert wird, man schreibt also anno 1914. Vor kurzem „wurde der Erzherzog und Thronfolger Österreich-Ungarns von serbischen Nationalisten ermordet“, der Schiffsverkehr ist infolge des heraufziehenden Ersten Weltkriegs eingeschränkt, ein entscheidender Nachteil für die Schiffbrüchigen, die sich in einem aus Sparsamkeitsgründen viel zu kleinen Rettungsboot zusammendrängen und ums Überleben kämpfen werden.

    Die vierzehn Tage und Nächte auf hoher See werden aus der Sicht der Romanheldin Grace, einer jungen Frau erzählt, die sich aus Berechnung einen jungen vermögenden Mann geangelt hat. Sie ist alles andere als eine Feministin und hat nichts dagegen, sich von einem vermögenden und naiven Mann ein Leben in Luxus ermöglichen zu lassen. Dass Henry verlobt war, nun, die Verlobte war weit und Grace Körper verlockend und verfügbar. Er hätte „nein“ sagen können. Er hatte die Wahl, meint Grace. Hat man nicht immer eine Wahl?

    Jetzt aber sitzt sie im Rettungsboot und ist keineswegs am Ziel ihrer Träume. Von jetzt auf gleich muss sie sich umstellen, sich von Glamour und der Jagd auf Juwelen aufs nackte Überleben konzentrieren. Aber Grace ist ein Chamäleon, eine Überlebenskünstlerin. Sie schaut sich um und in sich hinein und beobachtet die anderen. Kalt wägt sie ihre Chancen ab. Sie ist eine Meisterin der Verstellung und wird sich immer auf die Seite derer schlagen, die die Oberhand haben. Denn alsbald beginnt ein gefährlicher Machtkampf. 

    Der Kommentar: 
    Das Lavieren von Grace mag man moralisch verurteilen, aber es geht ums Überleben. Da hört der Altruismus in der Regel auf. Der Bericht von den 14 Tagen und Nächten auf See in dem kleinen Rettungsboot, von den menschlichen Tragödien, die sich abspielen, ist mitnehmend. Man freut sich, dass man selbst auf dem trockenen Sofa sitzt und weigert sich sogar, ins Schwimmbad mitzugehen. Es wird Tote geben, soviel ist sicher. Wasser hat keine Balken. Da will man nicht dabei sein. Auch ein Schwimmbad ist kein sicherer Ort.

    Dass Grace und einige andere nach ihrer Rettung wegen Mordes vor Gericht stehen, ist der geneigten Leserin unverständlich. Was für eine Arroganz, sich anzumaßen, darüber zu urteilen, was andere in extremer lebensgefährlicher Situation tun oder auch nicht tun. Ja, es gab Abstimmungen darüber, wer im Boot bleiben darf und wer nicht. Aber es gab Gründe. Oder etwa nicht?

    Fazit: Der Bericht über das Schiffsunglück fesselt bis zum Schluss, gerade wegen des eher psychologischen Ansatzes des Buches. Im Mittelpunkt stehen die Gedanken der Schiffbrüchigen und die Taktik von Grace. Die Kombination mit einer anschließenden Gerichtsverhandlung ist originell.

    Kategorie: Gute Unterhaltung
    Verlag: script 5, Inprint von Loewe, 2013

  10. Cover des Buches Tagebuch der Apokalypse 3 (ISBN: 9783453436336)
    J.L. Bourne

    Tagebuch der Apokalypse 3

     (67)
    Aktuelle Rezension von: NiWa

    Menschenfressende Zombies und mittendrin wenig Überlebende - so sieht die nahe Zukunft der Bevölkerung aus. Die Menschen geben sich angesichts der Apokalypse nicht geschlagen und der Überlebende Kilroy begibt sich auf eine Mission, um Patient Null zu finden.

    Bei „Tagebuch der Apokalypse 3“ handelt es sich um den dritten Band einer legendären Zombie-Reihe. Der erste Teil war packend, glaubwürdig und authentisch umgesetzt, im zweiten Teil hat das Militär bereits seine Nase in die Reihe gesteckt und in diesem Band ist es komplett in die Handlung einmarschiert.

    Mir hat das erste Tagebuch der Apokalypse wahnsinnig imponiert und es hat mich begeistert. Ein relativ normaler Typ mit militärischem Hintergrund erzählt in seinen persönlichen Aufzeichnungen davon, wie eine Zombie-Invasion über die USA hereinbricht. Weiters fand ich die Figur des Schreibenden exzellent gelungen, weil er normal wirkte und sich nicht als heldenhafter Superstar entpuppte.

    Im zweiten Tagebuch war es ähnlich, obwohl sich langsam das Militär seinen Weg ins Buch bahnte. In den USA ist mehr oder weniger das menschliche Leben ausgerottet. Die spärlichen Überlebenden haben sich verschanzt, kämpfen täglich auf’s Neue gegen die Invasion und im Hintergrund baut sich das übrige Militär auf, um den USA aus der Misere zu helfen.

    In diesem dritten Band hat das Militär vollkommen die Kontrolle übernommen. Meiner Meinung nach ist in dem Zusammenhang auch nicht mehr von einem Tagebuch zu sprechen, weil das Buch nicht mehr in dieser Form erzählt wird. Es gibt unzählige Perspektiven, worunter der Schreibende aus dem ersten und zweiten Teil zu finden ist. Er - wie alle anderen Figuren ebenso - werden an den Rand gedrückt, während sich der Roman wie ein Bericht nach einem Militäreinsatz liest.

    Ich fand es total anstrengend, dieses Buch zu lesen. Es fehlte mir an jedem Bezug zu den Figuren. Dabei war es egal, ob ich sie schon vom ersten Band an kannte oder sie neu in der Handlung auftauchten. Sie sind kaum mehr als Namen in einem Einsatzbericht. Ihre Hoffnungen, Ängste, Wünsche beziehungsweise ihr gesamtes Erleben bleiben völlig auf der Strecke. 

    Es kommt dazu, dass es unzählige Namen sind, die sich durch diverse Militärmanöver navigieren. Entweder werden Manöver geplant, gerade durchgeführt, sind am Scheitern oder werden verworfen. Eine Krisensitzung folgt der nächsten, ein militärischer Einsatz reiht sich an den anderen, Ränge werden erklärt, es wird salutiert und stramm gestanden, ohne im Geringsten Leser:innen zu berühren oder auf die bereits bekannten Figuren und ihre Gedanken einzugehen.

    Dementsprechend liest sich der Roman trocken, wirkt einschläfernd und ich fragte mich, wo der authentische Esprit vom Auftaktband geblieben ist. 

    Zudem wird die Handlung von dem ermüdenden Stil dermaßen in die Knie gedrückt, dass ich ihr kaum folgen konnte, weil alles in diesem Buch wie eine monotone, militärische Bleiwüste auf mich wirkt.

    Es ist äußerst schade, dass sich der besondere Flair der Reihe dadurch selbst zerstört. Ich denke, diese Fortsetzung ist nur mehr eingefleischten Fans oder militärisch Interessierten zu empfehlen. Andere Leser und Leserinnen werden vermutlich - ähnlich wie ich - enttäuscht sein.


    Die Tagebücher der Apokalypse:

    1) Tagebuch der Apokalypse 1 

    2) Tagebuch der Apokalypse 2

    3) Tagebuch der Apokalypse 3

    4) Tagebuch der Apokalypse 4

  11. Cover des Buches Jägerin der Dunkelheit (ISBN: 9783453533097)
    Christine Feehan

    Jägerin der Dunkelheit

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Die Schattengänger sind genetisch weiterentwickelte Menschen, die einst dem Militär angehörten und jetzt zum Zwecke zahlreicher Experimente an ihnen, eingesperrt wurden. Federführend bei diesem Projekt ist Dr. Peter Whitney, der auch seine Tochter Lily, die mittlerweile Wissenschaftlerin ist, mit in die Forschung einbezogen hat. Als der Doktor dann spurlos verschwindet und Lily entdeckt wie skrupellos ihr Vater mit den Probanden umgegangen ist, verhilft sie der Gruppe um deren Anführer Captain Ryland Miller zur Flucht. Hier beginnt nun die Rahmenhandlung für die Serie, stellt sich doch heraus, dass jemand im engsten Umfeld ein Verräter ist der unbedingt gefunden werden muss. In jedem Buch wird nun ein Soldat und seine ganz speziellen Fähigkeiten in den Fokus gerückt. Pro Buch erfährt man immer mehr Details der großen Verschwörung und den Beteiligten. Die Geschichten sind spannend erzählt und es gibt auch immer wieder überraschende Wendungen und neue Enthüllungen. Auch die Erotik kommt im Buch nicht zu kurz und runden den paranormalen Liebesroman gekonnt ab. Für mich sind die Schattengänger eine tolle Serie und ich kann sie nur weiterempfehlen.

  12. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783942656412)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (406)
    Aktuelle Rezension von: Pappbecher
      • Title: American Psycho
      • Author(s): Bret Easton Ellis
      • Publisher: Picador Classic
      • ISBN: 9781447277705 
      • Edition: paperback
      • Publication date: 01/07/2020


    Content:

    "Patrick Bateman is twenty-six and he works on Wall Street, he is handsome, sophisticated, charming and intelligent. He is also a psychopath. Taking us to head-on collision with America's greatest dream—and its worst nightmare—American Psycho is bleak, bitter, black comedy about a world we all recognise but do not wish to confront."


    Opinion:

    First of all, I wanted to say I've seen the movie several times before reading the book. I thought it would be time to also read the story that has caught my interest for more than once.

    Now I want to talk a little about the content of the book. As I have told you, I've watched the movie more than one time yet and I still think it is a masterpiece. Therefore, I had high expectations for the book and I was not disappointed. Although, some might think it is pretty brutal and boring at the same time, for me it was quite as I expected it. It was the perfect mixture of the narcism and materialism of the world as well as the boredom of an everyday life. Ellis wanted to put forward a critique on the society back then, when he wrote the book. In my opinion, the book still points out the most critique worthy parts of society nowadays. Yes, the most parts of the books are really brutal and bloody, but this makes the book the way it should be: a critique.

    The author did a great job on character building concerning the protagonists. They are all far from perfect and, therefore, authentic. I actually think it is scary how realistic they are. 

    The writing style is interesting. It is not that easy to read but at the same time not too complicated, So, it was no problem to read the book within a few days.


    Conclusion:

    All in all, the book is one of the classics that everybody should have read! Therefore, I would recommend reading it to every reader that is interested in classics and authentic books.

  13. Cover des Buches Was wir dachten, was wir taten (ISBN: 9783407749635)
    Lea-Lina Oppermann

    Was wir dachten, was wir taten

     (196)
    Aktuelle Rezension von: matheine

    „Was wir dachten, was wir taten“ ist ein Jugendbuch von Lea-Lina Oppermann, welches ich wohl am besten dem Genre Drama zuordnen kann. Es erschien 2017 im Gulliver Verlag. Die Handlung dreht sich um eine Klasse, die während eines Amoklaufes in der Schule eine Mathematik Klausur schreiben muss. Als der Alarm ausgelöst wird, hoffen alle noch, dass es ein Fehlalarm ist, aber es sollte noch viel schlimmer kommen. Ein maskierter Unbekannter, welcher eine geladene Waffe bei sich trägt, dringt in das Klassenzimmer ein. Er will erbarmungslos die Klasse zugrunde richten, aber er erschießt sie nicht, der Amokläufer geht komplett anders vor. Er zerrt all ihre Geheimnisse, mithilfe von zehn Aufgaben, die sich in jeweils einem Umschlag befinden, an die Oberfläche. 

     

    Der Roman beginnt mit einem Prolog, der eigentlich nur eine Ankündigung ist. Danach folgt eine Durchsage. Ich war am Anfang etwas überrascht, da ich noch nie eine Durchsage in einem Buch hatte. Ich finde es gut umgesetzt und es passt vom Thema her auch sehr gut. 

     

    Auch wenn es erst einmal komisch klingen mag, dass ein Amokläufer Aufgaben stellt, so ist die Geschichte jedoch spannend. Mich persönlich hat die Geschichte schon nach den ersten Seiten in den Bann gezogen. Das Buch ist sehr flüssig und klar geschrieben, sodass man immer weiterlesen wollte. Aber es gab auch ein paar Passagen, die - zumindest mich - zum Nachdenken angeregt haben. Durch die drei unterschiedlichen Perspektiven, also aus der Ich-Perspektive des Lehrers Herr Filler und den beiden Schülern Fiona und Mark, hatte man einen großartigen Einblick in die Gefühle und Sichtweisen unterschiedlicher Personen. Zudem hatte ich dadurch das Gefühl die 143 Minuten miterlebt zu haben.

     

    Zu den Hauptcharakteren kann ich sagen, dass Fiona für mich, durch ihre Offenheit und Gutherzigkeit, am sympathischsten ist. Mark kommt mir wie eine Art Rebell vor und sagt auch immer was er denkt. Herr Filler, der Lehrer, ist mir unsympathisch, vor allem wegen seiner Denkweise.

     

    Auch wenn ich etwas anderes erhofft und erwartet hatte, finde ich das Ende gut gelungen. Zum einem hätte ich jemand anderes als Amokläufer erwartet und außerdem kam das Ende für mich sehr unerwartet und ich finde es für einen Jugendroman schon etwas heftig. 

     

    Durch den Epilog wurde ich nochmals zum Nachdenken angeregt und hatte danach eine andere Sicht auf den Amokläufer.

     

    Mein Fazit ist, dass dieser Roman, trotz einiger Szenen, sehr gut für Jugendliche geeignet ist. Ich finde es sehr schön, dass die Autorin durch ihren Roman auch auf Probleme in der aktuellen, realen Welt der Jugendlichen, wie Mobbing, Selbsthass und Essstörungen, eingeht. Das Buch sollte meiner Meinung nach jeder Jugendliche mal gelesen haben. 

  14. Cover des Buches Cujo (ISBN: 9783641206154)
    Stephen King

    Cujo

     (619)
    Aktuelle Rezension von: Viviliebtlesen

    Als großer King-Fan durfte dieses Buch nicht im Bücherregal fehlen. Es ist mal ein kinguntypisch kurzes Buch, was aber überhaupt keinen Mangel darstellt. King hat erneut auf seine wuderbare Art und Weise den handelnden Figuren Leben eingehaucht. Es gibt keine unfehlbaren Charaktere - jeder trägt sein Päckchen mit sich rum. Und dann gibt es da noch Cujo, der verschlafene, niedliche Bernhardiener, den man direkt ins Herz schließt - und nicht mehr gehen lassen will :(

  15. Cover des Buches Operation Zombie (ISBN: 9783442474240)
    Max Brooks

    Operation Zombie

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Inhaltsangabe findet ihr beim Buch, daher wiederhole ich sie hier nicht.

    Die Rezension findet ihr auch ausführlich auf meinem Blog, mit Cover Vergleich: http://miss-page-turner.blogspot.de/2016/05/seiner-erschutternden-berichterstattung.html

    Meine Meinung zum Buch
    Zombies sind im Trend und das nicht erst seit The Walking Dead. Es ist wohl die Kombination aus realem Schrecke einer Seuche/Pandemie und dem „Übernatürlichen“ des Untoten, die uns so an diesem Thema faszinieren. Max Brooks hebt diese Kombination auf eine völlig neue Ebene.
    Das Buch auf dem lose der (im englischen) gleichnamige Film World War Z basiert, hat sehr wenig, bis überhaupt nichts mit diesem zu tun. Das fängt schon da an, dass das Buch ein „Tatsachenbericht“ aus gesammelten Berichten und Interviews über den Zombie Weltkrieg ist und keine Handlung im dem Sinne hat, dass ein Brad Pitt durch die Gegend fliegt und den Ursprungd er Seuche sucht. Im Buch wird der übrigens schon im allerersten Interview erwähnt. Eigendlich ist die einzige Gemeinsamkeit von Buch und Film, dass es um Zombies geht, die durch eine Seuche hervorgerufen wurden und das Israel die Gefahr zuerst ernst genommen hat. Alles andere, was im Film vorkommt, angefangen von der Zeit die es braucht, bis sich ein Infizierter reanimiert, bis zum „Impfstoff“ kommen im Buch so nicht vor. Fans des Films sollten sich also auf etwas anderes einstellen.
    Der Bericht in Buchform ist chronologisch aufgebaut von den ersten Ausbrüchen, über Massenflucht bis zum totalen Krieg. Die meisten Augenzeugenberichte sind dabei sehr eindringlich und schildern das Grauen, gerade in der Anfangszeit der Seuche, auf erschaudernde Art und Weise. Das seltsame an dem Buch ist, auf der einen Seite ist die Auswahl der Interviewpartner unglaublich vielseitig, auf der anderen Seite, ist das worüber sie reden oft etwas einseitig. Zu den zahlreichen befragten Personen gehören Militärs und Ärzte ebenso wie normale Zivilisten, ein Bodygard der VIPs, ein geistig behindertes Mädchen oder ein Computernerd aus Japan.
    Leider merkt man aber doch dass der Fokus auf den USA liegt, auch wenn auch von der Lage aus anderen Länder berichtet wird. Ein weiterer wichtiger, und leider manchmal ermüdender Fokus, lag auf dem Militär. Ein Lexikon über die Ausrüstung des US Militärs, könnte kaum mehr Abkürzungen und Waffenbezeichnungen enthalten als dieses Buch (Wenigstens werden sie in den Fußnoten erläutert)

    Trotz des ein oder anderen Berichts, der dadurch etwas langweilig und langatmig ist, ist Operation Zombie ein durchaus zu empfehlendes Buch, nicht nur für Zombiefans. Denn es erzählt auf erschreckende Art von den Abgründen der Menschen, während einer weltweiten Katastrophe, aber es erzählt auch von Mut und Hoffnung. Dabei wirkt alles so realistisch, dass man sich unweigerlich selbst bei den Überlegungen erwischt: Was würde ich in der Situation tun? Ich musste mich mehrmals ermahnen, dass es keine Zombies gibt

    Fazit
    Ein empfehlenswerter Roman, nicht nur für Zombiefans, der vor allem durch Realismus, so seltsam das bei Zombies auch klingen mag, zu Punkten weiß.
  16. Cover des Buches The Walking Dead (ISBN: 9783453529526)
    Robert Kirkman

    The Walking Dead

     (215)
    Aktuelle Rezension von: Legra

    Das Buch fesselt einen vom Anfang bis zum Ende und ist auch für eine Überraschung gut. Dem Buch gelingt es eine dunkle und bedrohliche Atmosphäre aufzubauen die man sonst nur aus Filmen kennt. In diesem Buch wird die "Vorgeschichte" über den Governor erzählt und wie er zu dem Menschen geworden ist, der er in der Serie ist. Im ersten Teil der Buchreihe erfährt man viel über Blake und seine Familie. Vor allem wird hier deutlich, warum er in der Serie so ist wie er ist und was mit seiner Tochter Penny passiert.

  17. Cover des Buches Die Jahre der Toten (ISBN: 9783453529410)
    Z. A. Recht

    Die Jahre der Toten

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Levus

    Die Spannung des Buches besteht darin, dass die Geschichte logisch aufgebaut ist und deswegen alles sehr realistisch und »gar nicht so weit hergeholt« erscheint. Der Autor verzichtet zwar nicht ganz auf blutige Szenen, aber der Kampf des Einzelnen ums Überleben steht im Vordergrund sowie die menschlichen Stärken und Schwächen der Charaktere. Recht erzählt unterhaltsam und mitreißend. Sein Schreibstil trägt maßgeblich dazu bei, dass einen die Geschehnisse nicht kalt lassen.

  18. Cover des Buches Aufstieg der Toten (ISBN: 9783453534254)
    Z. A. Recht

    Aufstieg der Toten

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Levus

    Der Nachfolger von »Die Jahre der Toten« ist mindestens so unterhaltsam wie sein Vorgänger. Diesmal geht es weniger um die Zombie-Bedrohung selbst, sondern viel mehr um die Gräueltaten, die sich die noch lebenden Menschen vor dem Hintergrund der Katastrophe gegenseitig antun. Die Geschichte ist schnell und gruselig und wirkt wie ein temporeicher Action-Film. Ich hätte mit etwas weniger militärischen Details auskommen können.

  19. Cover des Buches The Walking Dead (ISBN: 9783453319486)
    Robert Kirkman

    The Walking Dead

     (11)
    Aktuelle Rezension von: NataschaSuennen

    Im ersten Teil begleiten wir Philip Blake, seine Tochter Penny, seinen Bruder Brian sowie ihre Begleiter auf deren Weg im Kampf gegen die Plage und erfahren wie der berühmte „Governor“ nach Woodbury gekommen ist. Man merkt im Laufe der Geschichte ganz gut, dass jeder seine ganz eigene Art hat, mit der Seuche umzugehen und dass Menschen sich in Ausnahmesituationen und Lebensgefahr drastisch ändern können und es manchmal schwerer ist, sein eigenes Gewissen am Leben zu halten als alles andere.

    Im zweiten Teil lernen wir Lilly kennen, die mit allem ziemlich überfordert ist und sich an allem und jeden klammert, um sich selbst zu schützen. Menschen kommen zusammen, bilden eine Gruppe, trennen sich wieder, sichere Orte werden gefährlich, die Zombies lassen jeden Tag wie ein ganzes Leben wirken. Lilly hat es schwer, mit dieser Situation klar zu kommen und ihre Panik wird ihr und den Anderen in vielen Situationen bald zum Verhängnis. Als sie nach einer langen Reise in Woodbury ankommt und den Governor kennenlernt, muss sie lernen, dass es manchmal vielleicht besser ist, ihre Angst und ihr Gewissen hinter sich zu lassen, denn nur so kann sie überleben.

    Das Buch umfasst ca. 860 Seiten, man hat also viel vor. Da ich in der Serie noch nicht so weit bin, kann ich die Geschichte nicht damit vergleichen und keine Parallelen oder Unterschiede feststellen. Der erste Band hat sich manchmal echt etwas gezogen und vor allem am Anfang passiert nicht so viel. Man muss an einigen Stellen wirklich Durchhaltevermögen aufbringen. Ich fand die Veränderungen der Persönlichkeiten im Laufe der Geschichte am interessantesten und finde, dass diese sehr glaubhaft dargestellt wurden. Der zweite Teil hat mir dafür besser gefallen, es passiert deutlich mehr und die verschiedenen Charaktere sind spannender. Jeder hat seine eigene Geschichte und man erfährt viel mehr Hintergründe. Die Geschichte dreht sich nicht nur um die Gruppe oder den Hauptcharakter, sondern jeder einzelne geht seinen eigenen Weg, in der Gruppe, aber auch alleine. Die Szenen mit den Zombies waren immer richtig spannend und sehr detailliert geschrieben und natürlich das Highlight. Brutal ehrlich, spannend und actiongeladen, wer die langgezogenen Passagen am Anfang übersteht, wird belohnt. Man muss die Serie nicht kennen, um dieses Buch zu mögen.

  20. Cover des Buches Ausgebrannt (ISBN: 9783404178773)
    Andreas Eschbach

    Ausgebrannt

     (381)
    Aktuelle Rezension von: Welpemax

    Meine Meinung: Das war mein erster Eschbach und ich bin noch etwas unschlüssig wie ich das Buch finden soll. Mehrheitlich positiv, einfach wegen der aktuellen Thematik. Zu 100 Prozent passt es zwar nicht, aber der Tenor ist definitiv da. Für diese Weitsichtigkeit gibt es schonmal ein Pluspunkt. Eschbachs Art zu erzählen kommt bei mir ambivalent rüber, auf der einen Seite kann er erzählen, auf der anderen Seite wirkt es sehr technisch, sehr ausschweifend, sehr langatmig, aber letztendlich fängt er mit seiner spannenden Erzählweise den Leser auch wieder ein. Auch ein wenig Sorgen machte mir neben der technischen Ausführung, dass Genre, denn Science Fiction ist einfach nicht mein Genre, aber hier hat es ganz gut funktioniert, denn letztendlich sind ja auch andere Genre-Elemente im Buch zu finden. Alles in allem sind die vier Sterne eine sehr gute Bewertung, wenn man von meinen Punkten der Kritik absieht. Ich behalte den Autor bzw. manche seiner Werke im Auge.

  21. Cover des Buches In eisige Höhen (ISBN: 9783492972857)
    Jon Krakauer

    In eisige Höhen

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Claudi1990

    Im Jahr 1996 steckte der Bergsteigertourismus am Mount Everest noch in seinen Kinderschuhen. Die beiden in der Szene bekannten Bergsteiger und -führer Rob Hall aus Neuseeland und Scott Fischer aus den USA erkannten das wirtschaftliche Potential um eine Mount Everest Besteigung und versprachen, zahlungsfähige (eine Besteigung kostete damals rund 65.000 US-Dollar) Kunden meist ohne große Erfahrungen am Berg auf das Dach der Welt zu führen. Nach wochenlanger Vorbereitung ging es Anfang Mai 1996 endlich los: die Bergsteiger (und solche, die es gerne wären) machten sich auf den langen, beschwerlichen Weg durch das Eis zum Gipfel des Mount Everests. Aufgrund menschlicher Fehlplanungen und mangelnder Unerfahrenheit in diesem Bergsteigertourismus führte ein plötzlich aufziehender Blizzard letztendlich dazu, dass die Gipfelbesteigung zu einem individuelle Todeskampf wurde, den nicht alle überleben sollten. 

    Der Journalist Jon Krakauer, der für das Bergsteigermagazin Outsider über seine Erfahrungen mit der Gipfelbesteigung und dem aufkommenden Tourismus am Mount Everest berichten sollte, verfasst über seine Erlebnisse in Form dieses Buches einen sehr aufwühlenden Bericht. Er schildet die Ereignisse der Gipfelbesteigung chronologisch und zeigt damit auf, wie ein Tag, der so euphorisch und voller Vorfreude begann, sich schleichend in eine Katastrophe wandelte. Das Buch mag literarisch kein Meisterwerk sein, aber selten hat mich ein Buch so bewegt und mitgenommen, eben weil man weiß, dass viele der genannte Personen an diesem verheerenden Tag am Berg ihr Leben ließen. Wer vom Mount Everest fasziniert ist (auch wenn ich selbst nie auf den Gipfel stehen möchte, finde ich den Berg und die Geschichten drumherum sehr faszinierend) oder wer den bewegenden Hollywood-Film "Everest" (2015) gesehen hat, kann ich diesen Kurzbericht sehr ans Herz legen. 

  22. Cover des Buches Sieben Tage voller Wunder (ISBN: 9783839893449)
    Dani Atkins

    Sieben Tage voller Wunder

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ellaa_

    Inhaltsangabe:
    Beim Check-in hat Hannah ihn zum ersten Mal gesehen: Logan mit den unglaublich grünen Augen. Ist es Schicksal, dass er sich im Flugzeug neben sie setzt, kurz bevor die Maschine wie ein Stein vom Himmel fällt, in das eisige Wasser eines Sees? Wie durch ein Wunder kommen Hannah und Logan bei dem Flugzeugabsturz mit dem Leben davon, doch die nächsten Tage verlangen ihnen das Äußerste ab, vor allem, als mit jeder Stunde, die vergeht, die Hoffnung auf Rettung schwindet. In der verschneiten kanadischen Wildnis kämpfen sie ums Überleben. Wird ihnen gemeinsam gelingen, woran ein Einzelner scheitern muss?

    Meine Meinung:
    Leider gab es zwar interessante Wendungen und einen roten Faden- jedoch konnte mich das Hörbuch von der Story her insgesamt nicht überzeugen- für mich waren es zu viele Zufälle und es war zum Teil wirklich unrealistisch. Leider nicht empfehlenswert.

    Cover: Das Cover sieht wirklich super ansprechend aus. Es ist in sehr hellen Farben gehalten. :)
    Der Hintergrund stellt einen Himmel dar- man sieht einen hellblauen, fast babyblauen Himmel mit typischen weißen Schafwolken. Oben ist der Mond, ebenfalls in weiß angedeutet.
    Vorne auf dem Cover sehen wir eine Frau, die mit dem Rücken zu uns steht. Sie trägt ein rotes Kleid mit weißen Punkten, ihre braunen Haare trägt sie als Knoten.
    Sie geht "tiefer" in den Himmel hinein und läuft auf einer Linie geradewegs auf einen Mann zu. Dieser ist nur als durchsichtiger Schatten angedeutet und sitzt mit dem Rücken zu ihr, auf einer Wolke.
    Ein ganz tolles Cover was mich sofort angesprochen hat. :)

    Hörbucheinschätzung:
    Das Hörbuch besteht aus insgesamt vier CD's.
    Gesprochen wurde das Ganze von Anna Carlsson. :)
    Ich muss gestehen das ich die Erzählweise von Anna Carlsson teilweise sehr anstrengend fande- gerade wenn Hannah ihren Hysterieanfall bekam war es zwar verdammt gut gemacht, auf Dauer aber sehr nervenaufreibend.
    Die Story entwickelte sich leider etwas unrealistisch- wurde dann zu einem bloßen Überlebenskampf den ich absolut interessant fande, der sich jedoch dahinzog.
    Das Ende toppte die Story jedoch an Skurrilität.

    CD1:
    Ich hatte einen guten Start in das Hörbuch. Die Stimme von Anna Carlsson ist sehr angenehm gewesen und ich konnte mich gut in Hannah hineinversetzen. :) Gerade der Abschied von ihrer Schwester und deren kleiner Tochter war super süß. :)
    Leider gab es ab da sehr viele Zufälle.. für mich leider absolut unrealistisch.. als Beispiel: Von jetzt auf gleich flirtet sie mit dem absoluten Traumtypen.. der sich kurz bevor das Flugzeug abstürzt genau neben sie setzt, da sie selber aus Zufall nach hinten gesetzt wurde und dann noch der Zufall das ausgerechnet ihre Sitzplätze zusammen und seperat von den anderen abstürzen.
    Nicht zu vergessen der Zufall das sie glücklicherweise genau in einem See landen und dadurch nicht gleich bei dem Aufprall sterben.
    Gerade diese Passagen haben mir die Suppe leider etwas versalzen und ich war schon etwas negativer auf das Hörbuch eingestimmt.. super schade!

    CD2:
    Auf dieser CD versuchen die beiden nur eines: Und zwar zu überleben.
    Hannah war mir nun wirklich etwas unsympathischer- sie war komplett hysterisch, bekam bei jeder Kleinigkeit einen Anfall und machte es mir schwer sie zu mögen.
    Logan war ganz klar ihre Rettung. Ich bezweifle das die es alleine überhaupt soweit geschafft hätte.
    Sie bauen sich eine Zufluchtstätte und durchstöbern das Gepäck von Bob, dessen Koffer sie gefunden haben und der ihnen gute erste Versorgung liefert..
    Logan ist die Ruhe selbst und absolut ausgeglichen. Ich moçhte ihn von der ersten Sekunde an. :)

    CD3:
    Beide wollen sich langsam auf dem Weg machen und die Umgebung erkunden. Ich finde dass das doch reichlich spät kam und bin gespannt ob sie neben dem Rucksack noch etwas nützliches finden.
    Sarah hat sich dabei doch etwas verletzt. Es war auch ziemlich waghalsig.
    Sie kommen sich immer näher und tauschen auch viele private Sachen aus. Nur Hannah ist sehr verschlossen und verschweigt die Tatsache das sie noch verheiratet ist. Eigentlich ziemlich doof von ihr..
    Im Rucksack befinden sich tatsächlich viele nützliche Dinge.. unter anderem Essen.
    Es scheint als würde es endlich aufwärts gehen.

    CD4:
    Die Hoffnung war groß als sie die Rotorblätter hörten, die für sie endlich Rettung bedeutet hätten. Jedoch blieb die Rettung aus: Der Hubschrauber flog weiter. Beide sind an diesem Punkt schwer geschockt- machen aber tapfer weiter und geben die Hoffnung nicht auf! Eines wird jedoch klar: Sie müssen ihr Lager verlassen und die Umgebung erkunden.
    Auf ihren Entdeckungstripp finden sie tatsächlich eine kleine Hütte in der sie sich einrichten und die Nacht verbringen. Allerdings währt ihr Glück nicht lange..
    Sie werden von einem Wolf angegriffen, der Logan schwer verletzt- Hannah kann ihn knapp aus den Fängen des hungrigen Tieres befreien..
    Zum Schluss hin gab es eine riesige überraschende Wendung- DAS kam tatsächlich sehr unerwartet.
    Jedoch rundete es das Ganze doch nichtmehr so ab wie ich es erhofft habe, da sich das Ganze immer "komischer" entwickelte.

    Mein Fazit: Ich vergebe 2 Sternchen. Leider konnte mich das Hörbuch nicht so begeistern, wie ich erhofft habe. Die Story war zwar recht interessant, aber wurde zum Ende hin immer skurriler und war anfangs sehr unrealistisch.
    Leider keine Empfehlung von mir. 


  23. Cover des Buches Über uns Stille (ISBN: 9783473584529)
    Morton Rhue

    Über uns Stille

     (92)
    Aktuelle Rezension von: 0_Lavender_0

    Zuerst wird sie belächelt, die Familie Parker, die als einzige in der Umgebung einen Schutzraum hat. So unnötig. Doch dann wird es während der Kubakrise in den USA 1962 ernst. Ein Atomkrieg zwingt die Parkers den Schutzraum aufzusuchen.
    Nun versuchen auch die Nachbarn in letzter Minute den Schutzraum zu erreichen. Es beginnt ein Überlebenskampf zwischen Moral, Vernunft und Mitleid. Der Autor schildert die Lebensbedingungen und die Zweifel der Menschen, die sich im Schutzraum eingefunden haben und deren Zukunft äußerst ungewiss ist.

  24. Cover des Buches Die letzten Kinder von Schewenborn (ISBN: 9783473476954)
    Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn

     (362)
    Aktuelle Rezension von: feliSS

    Als ich das Buch gelesen hatte, war ich wie in einem Trance. Es war Abends, kurz vor Mitternacht, ich war müde, aber wollte nicht schlafen. Ich wollte das Buch zu ende lesen! Als ich dann fertig war (übrigens, ich hatte deswegen schon paarmal Tränen vergossen), hatte ich das Gefühl, ich habe das so erlebt. Das war ganz komisch. Ich war so mitgerissen, es war so gut beschrieben, und die Schicksale gingen mir so ans Herz, dass ich das Gefühl hatte ich war dabei. Erst paar Minuten später habe ich realisiert, dass ich nicht dabei war, und das in dieser Form nicht passiert ist. (In Deutschland gab es noch keine Atombombe, nur in Russland und Japan, deshalb ist die Familie, die das erlebt, nur erfunden.) Trotzdem fühlte sich das wirklich echt an!! Nur ein kleiner Hinweis: Es sollten die richtigen Personen lesen. Wenn jemand sehr stark sensibel ist oder es hasst, von anderer Menschen leid zu erfahren, oder deswegen Albträume bekommen könnte, sollte er es lieber nicht lesen. Und ich finde das ehrlich gesagt auch nicht passend für einen Schulunterricht. Nicht jeder Schüler ist psychisch stark, dass er das ohne weiteres lesen könnte. 

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