Bücher mit dem Tag "essays"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "essays" gekennzeichnet haben.

314 Bücher

  1. Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499631863)
    Margarete Stokowski

    Untenrum frei

     (212)
    Aktuelle Rezension von: Los_Libros

    Margarete Stokowski erzählt von ihrer Kindheit und ihrer Jugend. An einigen Stellen habe ich mich ertappt gefühlt und musste automatisch an die Zeiten zurückdenken. 

    Situationen, die ich vergessen oder verdrängt hatte, kamen wieder hoch.

    Ich habe durch das Buch vieles gelernt, viel nachgedacht und habe Lust bekommen mich mehr mit dem Thema zu befassen. 

    Ich werde sicherlich mehr von der Autorin lesen!

  2. Cover des Buches Ruhm (ISBN: 9783499249266)
    Daniel Kehlmann

    Ruhm

     (624)
    Aktuelle Rezension von: ryoma

    Stimmen (1):
    Ein Mann hat ein neues Handy, wo ihn immer wieder Leute, primär Frauen, anrufen und er wird für einen anderen gehalten. Gute Kurzgeschichte, wenn auch der Sadismus des Protagonisten nicht nachvollziehbar ist. Toller Schluss

    In Gefahr (0):

    Ein Autor ist mit einer Frau unterwegs, die er erst kürzlich kennengelernt hat. Langweilig und kaum ein Sinn erkennbar.

    Rosalie geht sterben (-2):

    Rosalie hat unheilbaren Krebs und entschliesst sich in der Schweiz  unter Mithilfe einer Sterbehilfsorganisation sich das Leben zu nehmen. Dass der Autor in der Geschichte erwähnt, dass er aus Recherchegründen dort anrufen wollte und es dass dann doch nicht gemacht wurde, zwar ungewöhnlich, aber ok. Dass er dann aber in der Mitte der Geschichte plötzlich beginnt davon zu schreiben, weil er selber beschreibt, dass er mit Rosalie nicht mehr diskutieren möchte ob seine Geschichte gut wird oder nicht, und sie deshalb  "schon ein paar Minuten später am Flughafen ankommen lässt". Sorry, das geht gar nicht. Und weil er nicht so auf Recherche steht, wie der Autor selber schreibt und meiner Meinung nach nicht weiss, wie er die Geschichte beenden soll, lässt er die Protagonistin sich in Luft auflösen... Verarschung des Lesers.

    Der Ausweg (0):

    Der berühmte Schauspieler Ralf Tanner wünscht sich manchmal, nicht mehr berühmt zu sein (der Protagonist von der ersten Geschichte hatte übrigens Anrufe erhalten, die eigentlich Ralf Tanner gegolten hatten), er geht sogar als Imitator in einen Klub und wird kritisiert, dass er Ralf Tanner nicht so gut imitieren könne... Und am Ende der Geschichte wird sein Wunsch offenbar wahr: Sein Butler erkennt ihn nicht mehr und obendrauf ist auch bereits ein Ralf Tanner im Haus. Die Geschichte endet ohne Auflösung, war aber eine der besseren im Buch

    Osten (0):

    Die Nebenprotagonistin aus Geschichte zwei, also die Freundin des Autoren ist hier die Hauptprotagonistin und wird irgendwo in einem nicht näher beschriebenen Land, irgendwo bei China, von einer Reisegruppe vergessen und sie schläft schlussendlich ein. Kein richtiger Schluss, aber ok


    Antwort an die Äbtissin (0):

    Ein Schriftsteller will sich umbringen, ob er es am Ende macht wird offengelassen, offenbar ist das die Masche des Autors, immerhin einige schlauere Sätze darin

    Ein Beitrag zur Debatte (-2):
    Der Protagonist erzählt aus der Ich-Perspektive und spricht in einem Fort in einer Gossensprache. So spricht niemand. Unerträglich diese Form der Sprache zu lesen.

    Wie ich log und starb (0):

    Ein Mann gefangen im Doppelleben zwischen seiner Familie und seiner Geliebten. Geschichte war halbwegs ok. Mit dem Ende konnte ich nichts anfangen und hat die Geschichte wieder etwas runtergezogen

    In Gefahr (-3):
    Gleicher Kapitelname wie in Kapitel 2. Offenbar ist der Autor auch dafür zu faul, für nur 9  Kapitel 9 verschiedene Namen auszudenken. Und die Auflösung war schon fast erwartbar eine Katastrophe.




  3. Cover des Buches Die letzten Tage des Patriarchats (ISBN: 9783498063634)
    Margarete Stokowski

    Die letzten Tage des Patriarchats

     (66)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald

    Nach „Untenrum frei“, von dem ich restlos begeistert war, habe ich mich direkt auf Magarete Stokowskis zweites Buch gestürzt.  


    Reizüberflutung ist der erste Begriff, der mir zu diesem Buch einfällt. Es fasst die besten bzw. aussagekräftigsten Kolumnen und Essays, die Margarete Stokowski für die Spiegel Online und die taz! geschrieben hat, zusammen. Gut geordnet und gruppiert bekommt man einen Einblick in die Gedanken der Autorin zu diversen Themen hat: Gewalt, Sexualität, Frauenkörper, Macht, Rechtspopulismus, Gleichberechtigung, Feminismus und und und..

    Ja, absolut lesenswert! Unbedingt lesen! 

    .

    Ich habe den Fehler gemacht, das Buch zu schnell zu lesen - obwohl ich mir für meine Verhältnisse schon sehr viel Zeit dafür genommen habe. 

    .

    Es sind sehr viele Themen, die kurz und prägnant angeschnitten werden. Themen, für die man vielleicht Vorbereitung braucht, definitiv aber Nachbereitung - sofern Interesse besteht. Vieles des Geschriebenen sollte man auf sich wirken lassen. Bei manchen Dingen brauchte ich - trotz der guten Aufbereitung der Autorin - noch Zusatzinformationen, um mir überhaupt Gedanken machen zu können. 

    Ein Buch, das viel bereit hält, viele Ungereimtheiten anspricht und wo für jeden was dabei ist. In diesem Falle: Leider. Ein Buch, das durch seine Vielzahl an Themen aber auch überfordert. Keine Lektüre für zwischendurch, mein Hirnschalz hat zwischendurch ordentlich gebrodelt. 

    .

    Margarete Stokowskis Schreibstil ist wie gewohnt ansprechend, klar und unverblümt. Eine Frau, die weiß, was und wie sie schreibt, um sich Gehör zu verschaffen.

    .

    Fazit: Grandioses Buch, das die grauen Zellen zum Glühen bringt. 


  4. Cover des Buches The future is female! (ISBN: 9783442159826)
    Scarlett Curtis

    The future is female!

     (41)
    Aktuelle Rezension von: BlueSiren
    Vielfältige Texte von unterschiedlichsten Frauen und als Frauen gelesenen Personen zu Weiblichkeit und Feminismus. Viele Texte regen zum Nachdenken an, machen Mut oder Wut, bekräftigen, bestärken und zeigen, warum Feminismus immer noch so wichtig ist. Einige Texte haben mir persönlich nicht so gut gefallen, aber die Mischung ist gut gelungen.
    Eine ausführliche Rezension gibt es auf meinem Blog.
  5. Cover des Buches Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen? (ISBN: 9783446270558)
    John Green

    Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?

     (110)
    Aktuelle Rezension von: leselauri

              Vorab zum Cover, welches mich wirklich gekatcht hat und ein echter Blickfang ist mit den Farben und Formen. Da ich den Autor bereits kenne und wirklich auch schon ein Kleiner Fan von ihm bin hat mir der Schreibstiel wirklich wirklich gut gefallen und man konnte seinen Thesen und Bemerkungen wirklich gut nachvollziehen und dem geschehen folgen. Die wähl seiner Wörter und die Ausdrucksweise die der Autor Verwendet passt zum geschehen und zum rest des Buches. Auch das Thema des Buches war wirklich gut gewählt, da darüber schon zu wenig aufgeklärt wird und sich die Menschen damit mehr beschäftigen sollten. Der Autor gibt einen Guten Einblick und ich kann das Buch wirklich jedem wissbegierigen empfehlen und denen die eh Interesse an dem Thema haben. Auch als einstieg das Thema ist das Buch gut geeignet und richtig informativ. Empfehlenswert!

            

  6. Cover des Buches Das Gegenteil von Einsamkeit (ISBN: 9783596521692)
    Marina Keegan

    Das Gegenteil von Einsamkeit

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

    Über „Das Gegenteil von Einsamkeit“ gibt es momentan sehr viele Meinungen, die sehr weit auseinandergehen. Viele lieben es, viele sind eher enttäuscht und ich war am Ende so neugierig, dass ich das Buch spontan gekauft habe und mir selbst eine Meinung bilden wollte. Leider muss ich sagen, dass ich am Ende dann auch eher zu den Menschen gehöre, die von dem Buch enttäuscht sind, was ich unglaublich schade finde.

    Die Autorin, die leider viel zu früh verstorben ist und ihren Erfolg demnach nicht mehr erleben durfte, zeigt hierbei sehr viel Talent, viele interessante und nachvollziehbare Gedanken und Ideen, aber leider hat die Umsetzung bei ihren Texten für mich nicht immer funktioniert, da mir vieles noch viel zu gewollt erschien, was ich doch sehr schade finde. Ich muss am Ende sogar sagen, dass ich mir nicht sicher bin, ob das Buch auch dann funktioniert hätte, wenn die Autorin nicht so ein folgenschweres Schicksal gehabt hätte.

    Die Texte sind der Autorin gelungen, keine Frage, allerdings hat mich die Autorin mit ihren Botschaften einfach nicht erreicht, sodass ich die Kurzgeschichten und Essays der Autorin zwar gelesen habe, der Funke jedoch trotz allem nicht übergesprungen ist und mich die Essays auch nicht zum Nachdenken anregen konnten. Die Texte haben hierbei zwar allesamt in irgendeiner Art und Weise die Berechtigung, veröffentlicht worden zu sein, allerdings frage ich mich, ob das Buch auch tatsächlich in so großen Verlagshäusern erschienen wäre, wenn die Autorin nicht viel zu früh verstorben wäre. Dies mag vielleicht herzlos klingen, dennoch finde ich schon, dass die Frage hierbei berechtigt ist.

    Das Cover ist schlicht und zeigt ein Foto der Autorin, was ich sehr persönlich finde und direkt eine Bindung zwischen Leser und Autorin herstellt. Die Kurzbeschreibung ist dagegen so eine Sache. Ich finde es zwar in Ordnung, wenn man erwähnt, dass ein Autor/eine Autorin bereits verstorben ist, allerdings fand ich dies hier etwas zu aufdringlich, sodass hier fast schon künstlich ein Hype geschaffen wird. Sowas kann man sicherlich mögen, meins war es allerdings nicht.

    Insgesamt besitzt „Das Gegenteil von Einsamkeit“ viele gute Ansätze, die ich interessant fand, allerdings hat mir die Umsetzung dabei nicht immer gefallen, sodass ich das Buch am Ende doch recht enttäuscht wieder ins Regal gestellt habe. Dennoch würde ich das Buch all denen empfehlen, die gerne Essays und Kurzgeschichten lesen.





  7. Cover des Buches Die Würde ist antastbar (ISBN: 9783442715008)
    Ferdinand von Schirach

    Die Würde ist antastbar

     (144)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Scheinbar ist alles, was dieser Mann schreibt, sehr empfehlens- und lesenswert.
    Mich fasziniert nicht nur das Inhaltliche, sondern auch der außergewöhnlich präzise und ästhetische Gebrauch der Sprache in seinen Büchern. Mühelos zu verstehen, eindeutig, sehr angenehm zu lesen trotz der enormen Inhaltsdichte, die einen wieder und wieder das Buch aus der Hand legen lässt, um über das gerade Gelesene nachzudenken.

  8. Cover des Buches Not That Kind of Girl (ISBN: 9783596198047)
    Lena Dunham

    Not That Kind of Girl

     (94)
    Aktuelle Rezension von: FerrAbbs

    Unterhaltsam, leider nichts aufregendes für mich. Sprache war ok, aber das Geschehen hat mich nicht wirklich greifen können.                                    

  9. Cover des Buches Bücherliebe - Was Bücherregale über uns verraten (ISBN: 9783749901067)
    Annie Austen

    Bücherliebe - Was Bücherregale über uns verraten

     (52)
    Aktuelle Rezension von: JamieVamp

    Grundsätzlich gefällt mir die Aufmachung des kleinen Büchleins - Hardcover und Lesezeichen - sehr gut. Aber auch inhaltlich kann man es durchaus empfehlen. 

    An der ein oder anderen Stelle dachte ich mir zwar schon "na ja, hätte ich jetzt nicht gerade gebraucht", aber zu gut 95% hat mir das Buch definitiv zugesagt. Es sind auch mal wieder "neue" Zitate in Bezug auf Bücher/Buchliebhaber drin, die mir nicht bekannt waren, so dass ich zuerst einmal nur kurz durchs Buch blätterte um die Zitate zu lesen.

    Aber auch der Text ist recht ansprechend, ich mag die amüsante Annäherung an das Thema Bücher und Buchliebhaber. Man muss oft schon sehr schmunzeln und erkennt sich doch immer wieder selbst. Insbesondere hat mir die Thematik der Sortierung in den Bücherregalen gefallen. Dieses Thema haben wir im Freundeskreis auch des Öfteren, denn jeder sortiert sein Bücherregal völlig anders. Daher ist es um so schöner auf diese lustige Art und Weise darüber zu lesen.

    Für jeden Buchliebhaber und privaten "Bibliothekar eigener Bücher" :D sehr zu empfehlen!

  10. Cover des Buches Wenn Männer mir die Welt erklären (ISBN: 9783455001969)
    Rebecca Solnit

    Wenn Männer mir die Welt erklären

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Los_Libros

    In diesem Buch geht es um Mansplaining und das ganze Spektrum der Diskriminierung: blöde Kommentare, Gewalt gegen Frauen und Femizide.

    Ich finde es unglaublich, dass wir uns auch 2022 mit diesem Thema befassen müssen! Wann hört das endlich auf?

    Durch das Buch habe ich nicht viel Neues gelernt - es war dennoch eine spannende Lektüre. Das Buch punktet vorallem durch die vielen Einzelbeispiele, die nicht nur beschrieben sondern gleichzeitig analysiert werden.

  11. Cover des Buches Von Beruf Schriftsteller (ISBN: 9783442716975)
    Haruki Murakami

    Von Beruf Schriftsteller

     (56)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Allgemeines:

    "Von Beruf Schriftsteller" ist eine Biografie von Haruki Murakami und im Jahr 2018 im btb Verlag erschienen.

    Klappentext:

    Haruki Murakami verkörpert den Typus des zurückgezogenen Schriftstellers wie wenige andere. Der japanische Bestsellerautor gilt als ausgesprochen scheu. Doch nun bricht Murakami das Schweigen und lässt uns an seiner reichen Erfahrung als Schriftsteller teilhaben. Anhand von Kafka, Raymond Chandler, Dostojewski und Hemingway sowie anderen Vertretern der Weltliteratur reflektiert er über Literatur und ihre Bedeutung für ihn selbst. Und der Leser begegnet zum ersten Mal dem Menschen Murakami. Wer weiß schon von seiner großen Kennerschaft der klassischen Musik, seiner Leidenschaft für Jazz? Ein einmaliger Blick in die Werkstatt und das Herz eines der größten und erfolgreichsten Schriftsteller unserer Zeit. Und im Grunde das, was Murakami in seiner Zurückhaltung nie schreiben würde: eine Autobiographie.

    Meinung:

    Wer hier eine richtige Biografie oder gar eine Art Schreibratgeber erwartet, wird ziemlich enttäuscht werden. Haruki Murakami gibt, wie man es wohl von ihm gewohnt ist, sehr wenig über sein Privatleben und sein Leben als Schriftsteller preis. Klar soll und darf sich ein Schriftsteller bedeckt halten, aber ich hätte mir hier etwas mehr versprochen. Etwas mehr Haruki Murakami.

    Bei dem Buch handelt es sich um eine Zusammenstellung von 11 Essays, weshalb ein durchgehender roter Faden fehlt. Murakami wandert beinahe ziellos von einem Thema zum nächsten. Zudem erzählt er eher kühl und distanziert, mit viel zu vielen Wiederholungen, von seinem Leben. Auffallend ist, dass er auch ziemlich gerne um den "heißen Brei" herumredet. 

    Zudem gibt es so einige Widersprüchlichkeiten in dieser Biografie. Zum einen beteuert er, seine Leserschaft nicht zu kennen, gleichzeitig sagt er aber auch, wie wichtig ihm seine Leser sind und dass unter seinen Lesern viele attraktive Frauen seien. Zum anderen beteuert er, wie egal ihm die Literaturkritik ist und wenig später, wie sehr es ihn trotzdem verletzt habe. Ja, Murakami-san, was stimmt denn nun?

    Nichtsdestotrotz bietet das Buch einige spannende Einblicke in seine Welt, seine Erlebnisse und sein Schaffen und es findet sich auch der ein oder andere hilfreiche Tipp für angehende Schriftsteller. Beispielsweise fand ich es sehr eindrücklich, dass er gesagt hat, man solle auf sein eigenes Bauchgefühl hören, den Mut aufbringen und es einfach mal versuchen. 

    Fazit/Empfehlung:

    Im Großen und Ganzen hat mich die Biografie etwas ernüchtert zurückgelassen. Ich hätte gerne mehr von Haruki Murakami erfahren. Dennoch fühlte sich das Lesen an, wie eine nette Plauderei unter Kumpels.

    Wer sich das Buch jedoch als eine Art Schreibratgeber anschaffen will, dem rate ich eher vom Kauf ab. 

    Sternewertung:

    2.5 Sterne

  12. Cover des Buches Schnee auf dem Kilimandscharo (ISBN: 9783499272868)
    Ernest Hemingway

    Schnee auf dem Kilimandscharo

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: In Blautönen gehalten, sieht nett aus. Aber wenn ich nicht auf der Suche nach diesem Buch gewesen wäre, wäre es mir wohl kaum aufgefallen.


    Klappentext: Ein alter Mann flüchtet vor der Einsamkeit in ein Café. In einem Kinderzimmer wartet ein kleiner Junge einen ganzen Tag lang auf den Tod. In einem Krankenhaus wird ein Radio zum Tor der Welt, und in der afrikanischen Steppe kämpft ein Mann gegen die Angst vor dem Löwen - und um seine Ehre.


    Meinung: Sehr gespannt begann ich, Hemingways Kurzgeschichten zu lesen. Die ersten waren ja noch ganz okay, wobei sie mich auch nicht vom Hocker gerissen hatten. "Väter und Söhne" hat mir am besten gefallen, diese Geschichte fand ich tatsächlich unterhaltsam. In den darauffolgenden tat ich mir schwer, mich auf die Erzählungen einzulassen, weil sie mir vom Thema und von der Schreibweise überhaupt nicht zusagten. Entweder ging es um den Krieg, ums Kämpfen oder Jagen. Stets waren körperlich starke, jedoch emotional schwache und überaus unsympathische Protagonisten im Vordergrund, die mit ihren (für meinen Geschmack) seltsamen Dialogen die Geschichte auch nicht gerade besser machten.

    Was mich noch sehr gestört hat, waren die wechselnden Zeitformen in "Fünfzigtausend". Der Autor sprang ständig vom Präsens ins Präteritum und umgekehrt. Auch das gehäufte Vorkommen des Wortes "sagt" war sehr auffällig. Wahrscheinlich beabsichtigt, aber nicht mein Fall. Hier ein Beispiel:

    "Jetzt wirst du schlafen, Jack", sagte ich.

    "Klar", sagt Jack. "Jetzt schlaf ich."

    "Gute Nacht, Jack", sagte ich.

    "Gute Nacht, Jerry", sagt Jack. "Du bist mein einziger Freund."

    "Oh, Mist", sagte ich.

    "Du bist mein einziger Freund", sagt Jack. "mein einziger Freund."

    "Schlaf jetzt", sagte ich.

    "Mach ich", sagt Jack.


    Spätestens nach dieser Geschichte wurde mir klar, dass dieses Buch mein letztes von Hemingway war. Es traf leider überhaupt nicht meinen Geschmack. Da ich aber eine Erzählung ganz gut fand, vergebe ich 2 von 5 Sternen.

  13. Cover des Buches Beobachtungen aus der letzten Reihe (ISBN: 9783847900351)
    Neil Gaiman

    Beobachtungen aus der letzten Reihe

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Neil Gaiman ist Autor von Romanen, Drehbüchern und Comics.
    Er liest, seit er lesen kann und arbeitete mit diversen Größen der verschiedenen Literaturgenres zusammen.
    Angefangen zu schreiben hat er als Journalist, bis er sich entschied, Schriftsteller zu werden.

    In dieser Sammlung verschiedener Texte erklärt Neil Gaiman, wie wichtig Bücher, Lesen und Bibliotheken für Kinder sind.
    Er klärt über das Leben als Künstler auf und erzählt witzige Anekdoten über andere Autoren, wie zum Beispiel Stephen King und Terry Pratchett.

    Er hat diverse Texte zu verschiedenen literarischen Preisverleihungen und Vorworte für andere Romane oder Comicbücher geschrieben.

    In diesem Buch versammeln sich auch die verschiedensten Texte zu den Themen Kino/Film allgemein und Musik.

    Man kann die Texte völlig unabhängig voneinander und in wilder Reihenfolge lesen. Man kann ganze Texte völlig ausklammern, wenn einen das Thema nicht interessiert und trotzdem lernt man Neil Gaiman sehr gut kennen und erfährt so einiges über das Schreiben und die Arbeit als freiberuflicher Künstler.
  14. Cover des Buches Bad Feminist (ISBN: 9783442717811)
    Roxane Gay

    Bad Feminist

     (32)
    Aktuelle Rezension von: maries-woerterliebe

    Vorab: Ich verstehe, warum man Bad Feminist vielleicht nicht mag. Es ist sehr, sehr Pop-Kultur-lastig, bezieht sich auf viele Themen, die um die Zeit herum viel auf Social Media diskutiert  und zu denen auch schon eine Menge gesagt wurde. Von den Themen her ist es ziemlich durchmischt - von Roxane Gays Scrabble-Erfahrungen über die Darstellung von Frauen in Reality-TV & der Sprache, die im Zusammenhang von sexueller Gewalt genutzt wird bis zu ihrem ersten Jahr als Professorin. Das hat mir gut gefallen, aber die Kritik eines fehlenden roten Fadens ist durchaus angebracht.

    "Bad Feminist" hat mich sehr bewegt - ich habe laut gelacht, geweint & war unglaublich wütend. Die Essays hatten eine Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. An einem Tag habe ich so viele gelesen, dass ich eine Freundin über Stunden hinweg mit Eindrücken per WhatsApp-(Sprach)Nachrichten und GIFs zugespammt habe. Nach dem Lesen habe ich mich sehr erleichtert gefühlt - nicht nur, weil ich diverse neue Dinge dazugelernt hatte, sondern auch, weil Roxane Gay Standpunkte vertritt, die ich so vorher nicht gelesen hatte und die mir bisher gefehlt haben. Natürlich waren einige Essays deutlich besser als andere und ein paar haben mich, wenn ich ehrlich bin, auch ein wenig gelangweilt - aber ich hatte eine viel zu tolle Leseerfahrung, als dass ich etwas anderes als 4 Sterne geben könnte.

  15. Cover des Buches Die Freiheit, frei zu sein (ISBN: 9783423146517)
    Hannah Arendt

    Die Freiheit, frei zu sein

     (26)
    Aktuelle Rezension von: ManjaEls

    Was ist Freiheit und was bedeutet sie uns`? Woher kommt der Begriff der „Revolution“ und wie unterscheidet sich dieser von dessen heutiger Wahrnehmung?

    In einem, mit 40 Seiten recht knappem, Essay beleuchtet Arendt mit ihrer typischen interdisziplinären und reflektierten Art das Thema der politischen Freiheit. Durch die historische Nachzeichnung der Begriffsherkunft und Parallelen zu verschiedenen Revolutionen und Freiheitsdiskursen gelingt ihr so eine lesenswerte Abhandlung des Themas.

     Dies ist natürlich kein Buch, welches man einfach so zwischendurch von vorn bis hinten durchliest, es bedarf Reflektion und Zeit, sich vertieft damit auseinanderzusetzen. Mit dem interessanten Nachwort vom Philosophen Thomas Meyer ist hier allerdings ein Werk erschienen, welches auch heute noch aktuell ist und für das sich der „Denkaufwand“ lohnt!

    Nur diejenigen, die die Freiheit von Not kennen, wissen die Freiheit von Furcht in ihrer vollen Bedeutung zu schätzen, und nur diejenigen, die von beidem frei sind, von Not wie von Furcht, sind in der Lage, eine Leidenschaft für die öffentliche Freiheit zu empfinden. (S. 26)
  16. Cover des Buches The Opposite of Loneliness (ISBN: 9781471139628)
    Marina Keegan

    The Opposite of Loneliness

     (19)
    Aktuelle Rezension von: BloodyBigMess
    Meine Meinung:

    Ich denke, es fällt ein klein wenig schwer, für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, wenn man die Umstände betrachtet und weshalb und wann es veröffentlicht wurde.

    Insbesondere weil die Geschichten von Marina für mich kein "triumph" waren, wie es die New York Times groß auf dem Cover beschreibt.

    Marina hatte durchaus ein Talent - aber ein Talent, dass noch hätte wachsen und geschliffen werden müssen.

    In den Geschichten wurde gut mit einer Vielfalt an Emotionen hantiert. Es wurden Situationen geschaffen und Themen angesprochen, die durchaus in unserer aktuellen Zeit relevant und von Bedeutung sind. Manche ihrer Geschichten und Figuren haben mich berührt (wie z.B. die Kurzgeschichte "Reading Aloud"), andere wiederum haben mich kalt gelassen.
    Dies lag unter anderem daran, dass ihnen manchmal Tiefe gefehlt hat oder sie bei mir einfach keine Sympathien ausgelöst haben, weil sie recht unnahbar schienen.
    Zudem fand ich, dass sich einige Themen sehr oft wiederholten: wie die Handhabung von Drogen oder Untreue sowie, ich schätze, nicht "völlige Ehrlichkeit" in einer Beziehung.
    Hierdurch wirkte das Ganze zu repetitiv, aber dann wiederum, waren die Stories und Essays vermutlich nicht dafür gedacht, sie hintereinander in einem Rutsch zu lesen.

    Ich mochte Marina's Geschichten und Essays, aber sie waren für mich noch nicht großartig. Ich stimme zu, dass sie Enthusiasmus und Ambition hatte. Ich hätte gern irgendwann mehr von ihr gelesen, wenn sie ihre Stimme gefunden und ihre Stories gereift hätte und ich denke, dass dies nicht geschehen wird ist eine Tragödie.


  17. Cover des Buches Die Enden der Welt (ISBN: 9783596512232)
    Roger Willemsen

    Die Enden der Welt

     (87)
    Aktuelle Rezension von: MaternaKuhn

    Der erste Roger Willemsen. Die Eröffnung einer neuen Dimension des Lesens. Willemsen reist an die Enden der Welt. Neben den naheliegenden, vermeintlich geografischen Enden der Welt wie Patagonien, dem Himalaya und dem Nordpol sind es aber auch emotionale Enden der Welt, an die Willemsen reist - ein Bordell in Bombay, eine Totenfeier auf Tonga, ein Opium-Rausch im Golden Triangle. Obwohl die Enden der Welt für Roger Willemsen allesamt am wenigsten geografischen Orte sind, sondern extreme Situationen und Begebenheiten denen er sich aussetzt, um das zu erfahren, was „dahinter“ liegt. 

    Wer in den Enden der Welt einen konventionellen Reisebericht sucht, wird sicherlich enttäuscht werden, denn Roger Willemsen sehnt sich danach, Menschen, Landschaften, Kulturen und Riten zu durchdringen und zwar auf einer diffizilen Wahrnehmungsebene, die den Leser sprachlos macht. Willemsen beherrscht es, die Dinge auf so vielen Ebenen zu erfühlen und diese Reflexionen in eine Sprache zu gießen, die einem fassungslose Bewunderung abringt. Die Orte, die Willemsen bereist, sind Orte, die eine besondere Mystik, eine herausfordernde Atmosphäre und irgendwo auch einen Grenzbereich zwischen Leben und Tod darstellen - letzteres etwas, das sich durch das gesamte Buch zieht. 

    Wer nach einer anspruchsvollen Lektüre sucht, die einen zum Nachdenken anregt, die an Schauplätzen rund um diese Erde spielt, die einen in die Wahrnehmungswelten einer außergewöhnlich reflektierten Persönlichkeit mit einer unglaublichen Sprachakrobatik entführt, der wird große Freude an diesem Buch haben.


  18. Cover des Buches Die Welt von "Outlander" (ISBN: 9783426653784)
    Diana Gabaldon

    Die Welt von "Outlander"

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    eitdem im November 2013, die überarbeitete Fassung des ersten Compendiums zur Reihe, um die Zeitreisende Claire und ihren Schotten Jamie mit dem Titel „Der magische Steinkreis“ erschienen ist, ist nicht nur reichlich Zeit ins Land gegangen, sondern es hat sich auch viel Neues ergeben, denkt man nur einmal an die TV-Serienverfilmung. Und in der Tat werden nicht nur die Fans der Buchreihe, sondern auch die Liebhaber der TV-Serie hier auf ihre Kosten kommen, denn in „Die Welt von Outlander“, widmen gleich mehrere Verantwortliche der TV Serie den neugierigen Lesern einige Kapitel.

    Ob man sich nun im gälischen Sprachgebrauch üben möchte; leider ist jedoch keine Lautschrift enthalten, was ich recht schade fand (mein einziger Kritikpunkt), oder nachlesen möchte, wie die wichtigsten Kostüme der Darsteller entstanden, man wird hier definitiv fündig und bekommt viele wichtige Informationen geboten. Interessant und sehr liebevoll gestaltet, fand ich übrigens auch den Bereich der Herbalistin Dr. Claire MacKay.

    Außerdem finden sich in diesem neuen Compendium zahlreiche Bebilderungen vom Set, Kochrezepte, Skizzen und Grundrisse, Kartenmaterial oder Stammbäume.

    Natürlich fehlen weder die ausführlichen Inhaltsangaben zu den bislang veröffentlichten Büchern von Diana Gabaldon, noch eine Aufstellung aller, bislang aufgetretenen Haupt und Nebenfiguren nebst Erläuterungen zu ihren Personen.

    Besonders gut gefallen haben mir, die wieder mit viel trockenem Humor von der Autorin vorgetragenen Erläuterungen, Tipps und Fußnoten zum Thema Schreiben, Organisation und Recherche. Nicht zu vergessen das ausführlich geschilderte Kapitel, in dem Diana Gabaldon ein immer wieder gerne angefragtes Thema zur Reihe, in den Fokus stellt und zwar „Sex und Gewalt“. Und natürlich ist auch einer der Bösewichte der Serie, Black Jack Randall, darin Gesprächsthema.

    Ebenfalls spannend fand ich das Kapitel „Historie und Historische Romane. Wie man die Vergangenheit organisiert“, worin es unter anderem auch um den wichtigen Punkt der eigenen Interpretation der Wahrheit geht. Abgerundet wird der Roman von Diana Gabaldons humorvollen Setbeschreibungen, zu ihrer leider nur kurz andauernden Schauspielkarriere. ;-) Bitte seht es mir nach, wenn ich nicht alles, was in diesem 855 Seiten starkem, gebundenen, mit Lesebändchen und Schutzumschlag versehenes Buch Erwähnung findet, aufgreife. Denn ich finde, das neue Kompendium sollte von jedem Fan in Ruhe, Stück für Stück; Leseperle für Leseperle, entdeckt werden!

    Doch nicht nur der Inhalt kann überzeugen, auch die Optik des Buches ist sehr hochwertig und geschmackvoll gestaltet und macht nicht nur im Regal eine ansehnliche Figur. Wer bislang noch gezögert hatte, ob sich ein Kompendium zur Serie lohnen könnte, hat nun keinen Grund mehr, denn in „Die Welt von Outlander- Das ultimative Begleitbuch zur Serie“, findet sich alles, was man sich als Fan der Saga nur wünschen kann.

  19. Cover des Buches Der Spaß an der Sache (ISBN: 9783462049893)
    David Foster Wallace

    Der Spaß an der Sache

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Lesefreund6203
    Sprachlich teils wie ein Wirbelsturm und immer hintergründig auf den Punkt gebracht

    Nicht nur als weltbekannter und breit wirksamer Romancier hat David Foster Wallace seine Gedanken, Eindrücke, seine Wichtigkeiten verewigt, sondern über eine nicht geringe Zeit hinweg (von 1990 bis 2005) gerade das Stilmittel des Essays (zu Anfang und für einige Jahre dann aus für ihn wichtigen Gründen, die man bei der Lektüre erfährt) breit und, seinem Stil entsprechend, ausschweifend genutzt.

    Dass Wallace nie Vorgaben beim Umfang eines Textes einhielt, bei der Abnahme um jedes Wort (und eine seiner Spezialitäten sind selten genutzte, kaum bekannte Worte) gerungen und zur Not auch ellenlange Fußnoten noch setzte, dass ist eins der Erkennungsmerkmale seiner Essays. Das andere findet sich darin, dass Wallace der jeweiligen Sache tief auf den Grund geht, vielfach umschreibt, Geschichten erzählt, den Kern nie aus den Augen verliert und so für den Leser die Essays (eher Kurzgeschichten) sprachlich und inhaltlich zu einer wahren Fundgrube je gestaltet.

    So ist es schon beim ersten, abgedruckten Essay (Tennis, 1991) bei Weitem nicht so, dass Wallace sich nur mit dem (von ihm selbst in jungen Jahren erfolgreich betriebenen) Sport nur das Feld, das Netz und die Filzbälle im Blick hat.

    Nein, zugleich erzählt er aus dem Wesen seiner Person (der, der mit mathematischen Winkeln und unwirtlichen Witterungen besser zurechtkommt, als mit den „regulären Bedingungen“ des Sports und, vielleicht auch, des Lebens).

    Und charakterisiert umgehend direkt die gesamte Lebensatmosphäre in „Tornado Alley“ in Illinios, hängt Gedanken über Freundschaft kurz hinterher, verblüfft sich mit dem Leser über die Entwicklung junger Menschen in der Pubertät.

    „Die Stärken der Landschaft sind auch ihre Schwächen“.

    Und wie für das Land, gilt das nicht auch für Menschen? Zumindest die Tennis-Stärken von Wallace sind am Ende ebenso auch seine Schwächen.

    Das ganze munter, unterhaltsam, immer wie leicht außer Atem erzählt und dennoch verweilend, wo es sich lohnt, tiefer zu graben.

    Was für alle anderen Essays ebenso gilt. Man bewege sich nur mit Wallace auf das Kreuzfahrtschiff zum Urlaub und kommt am Ende einerseits aus dem Lachen über die genaue Beobachtungsgabe und die Rituale an Bord kaum heraus, um auf der anderen Seite auch durchgehend die Stille Frage im Kopf zu spüren, wie man selbst in dieser Situation so wirken würde und ob man das wirklich dann so möchte.

    „Seine Essays sind Hirnschrittmacher, in denen die ganze US-amerikanische Gegenwartskultur zur Sprache und mit sich ins Gespräch kommt“.

    Was vor allem (wie in „Der Moderator“, in dem es um „das Hasspredigen“ geht) daran liegt, dass Wallace eben keine distanzierte Haltung zu seinen Beobachtungen einnimmt, sondern sich „mitten hinein bewegt“, ohne vorher schon seine Bewertung fertig zu haben.

    Er schreibt nicht über Kreuzfahrten von Land aus, er nimmt teil. („Schrecklich amüsant – in Zukunft aber ohne mich“).

    Er analysiert nicht abstrakt, was ihm wichtig scheint, sondern setzt sich dem aus. So kann er einerseits Tennis spielen und andererseits aus der Selbstbeobachtung heraus das Umfeld, die Gegenspieler, die Teams, Land und Leute, Wind und Wetter umfassend mit einbeziehen.

    Befindlichkeiten, Haltungen, Werte, Ängste, Sorgen, Freude, politische Bewegungen und Auseinandersetzungen, dies alles umfassend Verstehen, im „Selbstgespräch“ schriftliche hin- und her wenden und das ganze sprachlich lesbar, aber dennoch kunstvoll, mal drastisch im Ausdruck, mal filigran gestalten. Es wird kaum andere Autoren der Neuzeit geben, die sowenig klar festgelegten Formen des Ausdrucks in solchen Essays folgen, wie Wallace. Was bei der Lektüre Langweile auf keinen Fall aufkommen lässt. Wobei alle Themen interessant gewählt wind und je zeitloses und wichtiges von Wallace mit herauserzählt wird.

    Mit immer wieder dem erkennbaren Fundament seiner Sicht der Welt. Humor und Komik, ein sich vorurteilsfrei nähern und sich „ganz hereinstürzen“.

    Thematisch gegliedert und innerhalb der Themen chronologisch gesetzt, kann der Leser ebenso mit Vergnügen die persönlichen Entwicklungen des Autors Schritt für Schritt nachspüren.

    Eine hervorragende Lektüre.
  20. Cover des Buches Liebe Ijeawele (ISBN: 9783596299683)
    Chimamanda Ngozi Adichie

    Liebe Ijeawele

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Aus-Liebe-zum-Lesen

    Mein absolutes Lieblingsgeschenk für frischgebackene Eltern ist Chimamanda Ngozi Adichies „Liebe Ijeawele: Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden“.

    Ich habe das schmale Bändchen nach der Geburt unserer ersten Tochter während des Stillens gelesen – mehrfach, um mir auch wirklich alle wichtigen Punkte einzuprägen.

    Eigentlich handelt es sich hier um einen Brief, den die berühmte nigerianische Feministin an eine Freundin geschrieben hat, die um Tipps zur feministischen Erziehung bat.

    Auch wenn der ein oder andere Punkt in der westlichen Welt mittlerweile gesamtgesellschaftlich umgesetzt scheint, sind viele Denkanstöße dabei, wie man die Erziehung seiner Kinder zur Gleichberechtigung der Geschlechter hin optimieren kann. Und ja, ich schreibe bewusst Kinder, weil auch die Werte, die Jungen ans Herz gelegt werden natürlich zur Gleichberechtigung beitragen.

     

    Ich werde euch die Tage auch noch den Weltbestseller „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie vorstellen, den ich gleich im Anschluss gelesen habe, weil ich neugierig auf die Autorin und ihre Botschaft geworden bin.

  21. Cover des Buches Wir Flüchtlinge (ISBN: 9783150193983)
    Hannah Arendt

    Wir Flüchtlinge

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Flamingo
    Auf 64 Seiten liefert Reclam hier zwei aktuelle Essays ab: Einmal das 36-seitige Essay von 1943 "We Refugees" von Hannah Arendt in deutscher Übersetzung und dann das einordnende Essay von Thomas Meyer. 
    Sehr lesenswert und wie immer mMn erschreckend, wie sehr lehrreich Geschichte sein könnte, aber nicht ist.
  22. Cover des Buches Lob des Schattens (ISBN: 9783717540823)
    Jun'ichiro Tanizaki

    Lob des Schattens

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Der Herr der Unruhe (ISBN: 9783404155620)
    Ralf Isau

    Der Herr der Unruhe

     (68)
    Aktuelle Rezension von: reader_musiclover

    Das Buch ist eine Mischung aus verschiedenen Genres, weswegen ich es schon sehr mochte. Ralf Isau zeigt mir immer wieder was ein gutes Buch ausmachen sollte. Ich wurde von der Geschichte sehr mitgerissen und finde die Fantasie des Autors immer wieder erstaunlich. Außerdem gefällt es mir, das es einige Anhalthaltspunkte in der realen Vergangenheit gibt, sodass man es sich noch besser vorstellen kann. Ich mochte das Buch und die Geschichte wirklich sehr und kann es nur weiterempfehlen.

  24. Cover des Buches Der Existentialismus ist ein Humanismus (ISBN: 9783499227134)
    Jean-Paul Sartre

    Der Existentialismus ist ein Humanismus

     (10)
    Aktuelle Rezension von: LadyLou
    Sartre lehrt einen Verantwortung für sein Handeln, seine Entscheidungen, generell für sein Leben zu übernehmen. Es gibt weder Gott, Pech, noch andere externe Faktoren die unser Handeln bzw. unsere Entscheidungen rechtfertigen oder relativieren können. Durch das Buch lernt man sich selbst mehr kennen. Außerdem hört man auf Floskeln wie "Ich hatte leider Pech..." oder "Ich konnte nicht, weil..." zu benutzen und steht zu seinen guten und schlechten Entscheidungen.

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