Bücher mit dem Tag "erzählungen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "erzählungen" gekennzeichnet haben.

2.139 Bücher

  1. Cover des Buches After love (ISBN: 9783453491182)
    Anna Todd

    After love

     (2.645)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Franzelin

    Obwohl mir Hardins und Tessas Gestreite total auf den Wecker geht, habe ich auch den dritten Teil fertig gelesen. Und nach wie vor bin ich überzeugt, dass ich die beiden mag, aber ihr Gestreite einfach zu viel für meien Geschmack ist.

    Das ging am Ende so weit, dass ich den vierten Teil gar nicht mehr lesen wollte. Wenn da mal nicht wieder so ein gutes Ende mit Cliffhanger gewesen wäre...

    Ich muss sagen, die Enden der Bücherreihe reisen es für mich immer wieder heraus. Und dann lese ich doch wieder weiter, obwohl mir das Buch leicht auf die Nerven geht.

    Selbst schuld, könnte man sagen. Aber irgendetwas packendes muss das Buch ja doch wieder haben. Ansonsten würde ich nicht weiterlesen.

    Eine Hassliebe zu dem Buch

  2. Cover des Buches Atemnot (ISBN: 9783863960643)
    Ilsa J. Bick

    Atemnot

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina
    Jenna ist sechzehn und hat in ihrem Leben schon viel erlebt. Ihr Vater ist ein Neurotiker, ihre Mutter Alkoholikerin und ihr einziger Halt, ihr Bruder Matt, ist im Irak. Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie beschließen ihre Eltern, sie wieder auf die Schule zu schicken. Dort lernt sie den attraktiven Chemielehrer Mitch Anderson kennen, der sofort merkt, dass auf ihr eine Last liegt und sich um sie kümmert.

    Mir fällt es noch immer schwer, dieses Buch so zu beschreiben, dass es ihm auch gerecht wird und trotzdem will ich es hiermit versuchen.
    Erstmal zum Schreibstil der Autorin. Dieser ist sehr einfach gehalten und dennoch passt er perfekt zum Buch, denn hier erzählt die Protagonistin selbst ihre Geschichte einem Kommissar namens Bob, der sie ganz am Anfang des Buches aus einer misslichen Lage befreit hat, von der man vorerst aber nicht erfährt, was geschehen ist.
    Wie man denken könnte, geht es bei der Geschichte um eine Schüler Lehrer Beziehung, die nicht sein darf. Doch weit gefehlt, denn es geht um viel mehr. In erster Linie geht es nämlich um die Gefühle einer Jugendlichen, um ihre inneren Dämonen und um das sinnbildliche Ertrinken, einer Metapher dafür, wie kaputt die Seele eines Mensch eigentlich sein kann. Dabei ist der Roman eher ruhig, ohne große Spannung, dafür aber sehr tiefgründig und melancholisch und selbst das Ende ist nicht dieses "und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage". 
    Jenna ist ein Außenseiter, was man schon am Anfang sehr schnell mitbekommt und ihr fällt es schwer, mit der Welt um sich herum klar zu kommen. Sie ist gebrochen und man merkt ihr ihre Traurigkeit an, wenn man zwischen die Zeilen sieht. Sie war mir weder sympathisch, noch unsympathisch, sondern jemand, den es eher zu verstehen gilt, als zu mögen. Mr. Anderson hingegen ist ein sehr angenehmer Charakter, den ich von Anfang an mochte. Wer hätte nicht gern einen so verständnisvollen und hilfsbereiten Lehrer!? Jennas Eltern, vor allem ihre Mutter taten mir mehr leid, als dass ich sie nicht mochte. Warum sie sich so verhalten, wie sie es tun, versteht man erst im Laufe der Geschichte und lässt noch einmal ein ganz anderes Licht auf sie fallen. Trotzdem kann und darf man ihr Verhalten nicht gut heißen.
    Alles in Allem hat Ilsa J. Bick aber alle Charaktere sehr gut geschrieben und durchdacht. Man merkt, dass sie selbst Kinder- und Jugendpsychiaterin ist, denn sie hat wirklich Ahnung von dem, was sie da schreibt.
    Ich mochte dieses Buch wirklich sehr. Nicht nur dass ich "kaputte" Charaktere und melancholische Geschichten mag, die Autorin hat es auch noch geschafft, hier beides so realistisch zu verstricken, dass es Spaß gemacht hat, diesen Roman zu lesen. Ich bin mir auch sicher, dass mir die Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 
  3. Cover des Buches After forever (ISBN: 9783453418837)
    Anna Todd

    After forever

     (2.345)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Franzelin

    Der vierte und letzte Band ist für mich der wohl beste gewesen. Endlich wird nicht mehr so viel gestritten. Endlich wird mit etwas mehr vernunft und verstand an die Sache,bzw. an die Beziehung, herangegangen. Das hat mir in den vorherigen Teilen komplett gefehlt.

    Obwohl Hardin und Tessa im Grunde weniger miteinander zu tun haben, hat mir dies gefallen. Man merkt auch endlich, dass ihre Charaktere sich weiterentwickelt haben.

    Nur das Ende muss ich kritisieren. Dort geht mir alles zu schnell. Es wirkt für mich, als hätte man ein Happy End erzwingen wollen. Wenn dieses Happy End etwas ausführlicher und früher gekommen wäre, wäre die ganze Reihe für mich gleich um einiges Geistreicher gewesen.

  4. Cover des Buches Kleine Fluchten (ISBN: 9783805200172)
    Jojo Moyes

    Kleine Fluchten

     (108)
    Aktuelle Rezension von: LadyIceTea

    Kleine Fluchten brauchen wir alle. Momente, die den Alltag in Frage stellen und uns einen neuen Blick auf unser Leben ermöglichen. In diesen neun Geschichten – liebevoll illustriert von Daniela Terrazzini – sind es vermeintlich kleine Ereignisse, ein gefundenes Handy, eine vertauschte Sporttasche, ein missglücktes romantisches Wochenende, die für einen Augenblick das Fenster in ein anderes Leben öffnen.

     

    „Kleine Fluchten“ ist eine Kurzgeschichtensammlung von Jojo Moyes. Das Büchlein ist wirklich schön gestaltet und illustriert und eignet sich super zum verschenken.

    Die Geschichten sind irgendwie schön Alltagsnah und doch ein bisschen verzaubert. Ich konnte mich schön hineinlesen und hatte meine Freude – obwohl ich sonst nicht so der Kurzgeschichtenfreund bin. 

    Für mich ein schöner Lesesnack für Zwischendurch.

     

  5. Cover des Buches Grey - Fifty Shades of Grey von Christian selbst erzählt (ISBN: 9783442484232)
    E. L. James

    Grey - Fifty Shades of Grey von Christian selbst erzählt

     (1.125)
    Aktuelle Rezension von: anastazja

    Ich fand die Geschichte echt spannend aus Christians Sicht zu lesen, das klärt vieles auf. Man weis endlich, wer sich hinter seinem Charakter verbirgt.

  6. Cover des Buches Der Zug der Waisen (ISBN: 9783442481613)
    Christina Baker Kline

    Der Zug der Waisen

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen

    Die 17-jährige Molly muss Sozialstunden bei der Witwe Vivian ableisten. Anfangs ist sie darüber nicht sonderlich glücklich. Doch bald stellt sie fest, dass es sich bei der alten Frau um eine Waise handelt, die Ende der 20er Jahre ihre Familie verloren hat und deshalb von New York aus mit dem Zug in den Mittleren Westen verfrachtet worden ist, um bei einer neuen Pflegefamilie unterzukommen. Wie es der Zufall will lebt auch Molly bei Pflegeeltern, wo es immer wieder zu Reibereien kommt. Ob sie von Vivian und ihrem Beispiel lernen kann?

    Der Roman, der sich auf Tatsachenberichten stützt, zeichnet sich durch die Anwendung des klassischen Ansatzes aus, bei dem zwischen Szenen aus der Vergangenheit und der Gegenwart abwechselnd hin und her gesprungen wird. Dadurch werden zwei Geschichten parallel erzählt. Diese Vorgehensweise kommt insbesondere zum Tragen, wenn die Handlungsstränge letztlich zusammengeführt werden oder sich gegenseitig befruchten (Stichwort: Aha-Effekt). Falls es allerdings nur wenige Berührungspunkte gibt, dann besteht die Gefahr, dass keine der beiden Geschichten ihr jeweiliges Potenzial vollständig entfalten kann. Letzteres ist für mich bei diesem Roman passiert. Das mag auch der Grund sein, warum bei mir beim Lesen über weite Strecken kaum Spannung aufkommen wollte. Erst gegen Ende, als Vivian ihren Platz in der Welt gefunden hat und aufzublühen beginnt, fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

    Fazit: Bei „Der Zug der Waisen“ handelt es sich um einen unterhaltsamen Roman, der auf Tatsachenberichten beruht. Allerdings vermochten es die beiden Erzählstränge nicht, mich zu packen. Hätte sich die Autorin ausschließlich auf Vivians Werdegang konzentriert, wäre bestimmt eine spannendere und wahrhaft bewegende Geschichte daraus geworden.

  7. Cover des Buches Plötzlich Shakespeare (ISBN: 9783499268274)
    David Safier

    Plötzlich Shakespeare

     (1.092)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Rosa hasst ihren Job, ihre Figur, ihr Leben. Denn seit sie vor einigen Jahren von ihrem Freund Jan beim Fremdknutschen erwischt wurde, er sie daraufhin verließ und nun mit der hübschen Zahnarztkollegin Olivia liiert ist, leidet sie unter Liebeskummer.

    Nach einem halbherzigen Date in einem Zirkus, lässt sie sich dort auf eine Rückführung ein. Sie landet im England des 16. Jhdt., in einem männlichen Körper - William Shakespeares Körper. Und der einzige Weg in ihre Zeit zurückzukommen ist es, die wahre Liebe zu finden.

    Ein lustiger Roman mit einer guten Moral am Ende. Es war wirklich amüsant Rosa und Shakespeare dabei zu folgen, wie sie sich in ihren fremden Körpern und Zeiten zurechtfinden müssen. Zugleich waren hier und da auch einige weitere historische Personen eingeflochten und so wurde die Geschichte, zwischen all dem Klamauk, auch noch ein bisschen lehrreich.

    Rosa und William sind beide ziemlich schrullige Typen, aber man schließt sie schnell ins Herz.

    Einzig die Wechsel in den Dialogen, zwischen zwei Menschen in einem Körper, waren zu Beginn etwas verwirrend. Nachdem ich drei Seiten später aber dahinter gestiegen war, dass Williams Parts stets kursiv gedruckt wurden, ließ sich das Buch wunderbar lesen.

    An einer Stelle zu Beginn des Buches hatte ich sogar einen kleinen Lachflash, der meinen Mann aus seiner Einschlafphase riss - als die Konsonantenschwäche von einem von Rosas Schülern eine fantastische Wortschöpfung kreierte. :D

    Insgesamt ein äußerst unterhaltsames, empfehlenswertes Buch, wenn man mal keine Lust auf Krimi, Dramen oder Schnulzen hat, sondern einfach leicht und amüsant in eine andere Welt getragen werden möchte.

  8. Cover des Buches Das Fremde Meer (ISBN: 9783833309908)
    Katharina Hartwell

    Das Fremde Meer

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Tiniwiniii

    “Das Leben ist ein raues, ein stürmisches, ein gefährliches, ein unendlich weites, ein wildes, viele Geheimnisse und viele Gefahren und viele Riffe beherbergendes Meer. Und es gibt nicht viele milde Tage, und es gibt so viele Möglichkeiten, Schiffbruch zu erleiden. […] Und es ist eine Kunst, eine Herausforderung, eine unbedingte Notwendigkeit, jeden Tag und immer wieder aufs Neue nicht unterzugehen,“ (S. 556, Katharina Hartwell – Das fremde Meer).

    In ihrem Roman ‘Das fremde Meer’ erzählt Katharina Hartwell die Geschichte zweier Menschen, die das Leben zusammengeführt hat. Zehn Kapitel, eine Liebe.

    Jan stolpert regelrecht in Maries Leben. Bevor Marie Jan kennen lernt, glaubt sie, dass sie niemand retten kann. Die Außenseiterin, eher ruhig und zurückhaltend, ängstlich und verzweifelt, wer sollte sie schon retten wollen? Sie glaubt, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Darum rechnet sie stets mit dem Schlimmsten. Jan scheint so völlig anders zu sein als sie. Von ihm fühlt sie sich gefunden, mit ihm teilt sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Natürlich vertraut sie nicht darauf, dass alles bleibt wie es ist, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«.

    Kein Buch, was ich bisher gelesen habe, war so facettenreich und magisch erzählt, wie dieses. Eine Geschichte in zehn unterschiedlichen Stilen und Genren geschrieben, vom Märchen, über einen historischen Roman bis hin zu einer Fantasy Reise. Dieses Buch lässt sich in keine Schublade stecken. Anfangs begreift man überhaupt nicht, wie die zehn Geschichten miteinander verbunden sind, doch am Ende fügt sich alles.

    Ich kann Marie verstehen. Wie oft ging es mir selbst schon so, dass ich einen Glückszustand oder Momente, in denen alles in Ordnung ist, nicht genießen konnte. Irgendwo hat sich doch mit Sicherheit ein Haken versteckt, ich muss etwas übersehen haben, warum sollte ausgerechnet ich so viel Glück haben? Ständig alles in Frage zu stellen ist nahezu wie ein Zwang, um sich selbst zu schützen. Doch geht das überhaupt? Glücklich und zufrieden wird man so eher nicht. In Jan findet Marie einen Menschen, der sie mit anderen Augen sieht. Der ihre Ängste begreift und ihr Halt gibt, den ihr Elternhaus ihr nicht vermittelt hat und der ihr in ihrem Leben fehlt. Doch selbst vor dem Moment in dem sie ihn kennenlernt, als er aus dem Paternoster auf sie fällt, weil sie ihn gerettet hat, hat sie Angst. Und dabei bemerkt sie erst gar nicht, dass auch er sie gerettet hat.

    Den ganzen Roman hindurch, ist in jeder einzelnen Geschichte das Mädchen die Heldin, die Retterin und nicht die zu Rettende. Mir gefällt das Spiel der unterschiedlichen Genre sehr gut. Dadurch kommen nicht zuletzt die Charakterzüge der Hauptfiguren sehr deutlich ans Licht. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mich ganz auf den Roman einzulassen und zwischendurch musste ich das Buch für einige Wochen beiseitelegen. Nachdem ich nun die letzten Seiten gelesen habe, kann ich sagen, ich habe es nicht bereut. Das Ende ist so überraschend traurig und schön zugleich und es fügt sich alles, was vorher Rätsel aufgeworfen hat. Der Roman verdeutlicht, was Worte zu bewegen vermögen. Und wie viel Gewicht ein Wort oder ein Satz haben, uns gleichzeitig aber auch etwas Leichtes geben kann. Das Ende ist vollkommen offen, denn vielleicht ist es nicht das Ende. Und vielleicht kann man doch nicht alles trennen, teilen und spalten wie ein Atom. Immerhin gibt es auch noch so etwas wie die Atombindung. Eine Bindung, die alles fest zusammen hält und sich wie ein rotes Band durch unser Leben zieht.

  9. Cover des Buches After passion (ISBN: 9783453504066)
    Anna Todd

    After passion

     (4.805)
    Aktuelle Rezension von: hedieh

    Ich war sehr traurig als ich damals mitbekommen habe dass die 50 shades of grey Reihe zu Ende ist. Als ich mich dann auf die Suche nach ähnlichen Büchern gemacht habe, habe ich mich direkt in die After Reihe verliebt. ALSO DANKE für dieses Buch!!! 

  10. Cover des Buches Doctor Who - 11 Doktoren, 11 Geschichten (ISBN: 9783864253126)
    Eoin Colfer

    Doctor Who - 11 Doktoren, 11 Geschichten

     (38)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Die Anthologie erschien zum 50. Jubiläum der Serie Dr. Who, alle bis dahin existierenden Inkarnationen des Doktors, außer dem Kriegsdoktor, erhalten ihre eigene Geschichte. 11 Doktoren, 11 Geschichten, 11 Autoren/Autorinnen, so unterschiedlich die einzelnen Doktoren sind, so unterschiedlich sind auch die Geschichten.

    Jeder Doktor ist mit seinen Eigenheiten sehr gut wiederzuerkennen. Größtenteils werden sie von bekannten Companions begleitet, wie z. B. Susan, Ace und Martha Jones, der 8. Doktor reist gerade allein, erhält aber für die Dauer seines Abenteuers auf der Erde jemanden zur Seite gestellt, der in das Geschehen involviert ist. Auch der 9. Doktor ist alleine unterwegs. Er erhält eine sehr interessante, nicht humanoide Begleiterin, die ich gerne noch einmal treffen würde, das Ende der Geschichte macht da auch ein bisschen Hoffnung. Gegenspieler gibt es ebenfalls sowohl unbekannte als auch bekannte, wie z. B. den Master, die Rani oder die Daleks, letztere einmal ganz anders als gewohnt.

    Die Geschichten spielen an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten, wie man das beim Doktor gewohnt ist. Mehrmals findet sich der Doktor auf der Erde wieder, wo er u. a. eine Seuche eindämmen muss. Andere Geschichten spielen in fernen Galaxien, wo z. B. ein riesiger Baum durchs All schwebt.

    Die Erzählstile sind selbstverständlich geprägt von den jeweiligen Autoren (2 davon Autorinnen), und daher sehr abwechslungsreich zu lesen, alle sind spannend, oft dramatisch, trotzdem kommt auch der Humor nicht zu kurz, manche sind regelrecht skurril, und am Ende gibt es die eine oder andere gelungene Pointe. Einmal darf sogar die Begleiterin, Peri, selbst in Ich-Form erzählen. Bis auf eine (die des 6. Doktors) haben mir alle Geschichten sehr gut gefallen, und auch diese eine ist nicht wirklich schlecht, und wird ihre Fans finden.

    Wer etwas mehr über die einzelnen Autoren wissen möchte, wird im Anhang fündig, sicher hat man am Ende Lust, von dem einen oder anderen ein weiteres Werk zu lesen.

    Die Anthologie konnte mich nahezu durchgehend begeistern. Die Vielfalt der Doktoren spiegelt sich in den Geschichten wieder, man trifft alte und neue Begleiter und Gegenspieler – jeder Whovian sollte seine Freude an dieser Sammlung haben.


  11. Cover des Buches Du hättest gehen sollen (ISBN: 9783498035730)
    Daniel Kehlmann

    Du hättest gehen sollen

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Tobie


    Ein Ehepaar fährt mit deren Tochter in ein Ferienhaus. Der Mann will dort an einem Drehbuch schreiben und Mutter und Tochter begleiten ihn. Es handelt sich um ein augenscheinlich modernes Ferienhaus in den Bergen, sehr abgelegen. Es gibt ein Dorf, das aber so weit entfernt liegt, dass es fußläufig schwer erreichbar ist. Nach und nach fallen dem Vater merkwürdige Dinge auf, die er zunächst als Einbildung oder optische Täuschung abtut. Jedoch geschehen mit der Zeit immer absurdere Dinge im Haus, auch dessen Raumaufteilung stellt sich als wandelbar heraus. Die Familie beschließt den Aufenthalt abzubrechen und nach Hause zu fahren, was sich aber schwieriger gestaltet als gedacht.

    Ich bin wirklich beeindruckt, wie man mit so wenigen Worten – und dann mitunter auch noch im Stil eines Drehbuchtextes – so viel Atmosphäre schaffen kann. Da gibt es Bücher mit 600 Seiten und man hat das Gefühl außen vor zu bleiben und hier schafft es der Autor den Leser auf 96 Seiten völlig abtauchen zu lassen.

    Die Geschichte ordne ich als Mischung aus Science Fiction und Mystery ein. Völlig surreal. Man kommt ins Grübeln, allein schon bei dem Versuch sich bildlich vorzustellen, was die Protagonisten dort sehen. Ich musste an Paralleldimensionen denken (Stichwort Geodreieck). Gegruselt habe ich mich leider nicht, spannend war es aber trotzdem.

    Ein gelungener kleiner Spuk-Ausflug :-) 

  12. Cover des Buches Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (ISBN: 9783423143745)
    Alex Capus

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Es begann langweilig, doch dann interessierte mich die Durchführung einer originellen Idee: Drei Personen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, hätten sich begegnen können oder sind sich ganz flüchtig begegnet.

    Da ist das Zeichentalent Emile Gilliéron, der lange Jahre ein enger Mitarbeiter Heinrich Schliemanns war und es mit der wissenschaftlichen Dokumentation archäologischer Funde nicht so genau nahm, Felix Bloch, Physiker, der in der atomaren Forschung jener Zeit (Einstein, Oppenheimer, Schrödinger) eine Rolle spielte und Laura d'Oriano, von deren Spionagetätigkeit ich nur im Klappentext las, denn in der Mitte des Buches waren wir immer noch nicht so weit.

    Und da habe ich abgebrochen, weil mich das Buch nicht auf Dauer fesseln konnte. Sicher, es ist intelligent geschrieben, man erfährt einiges über Atomphysik, über die Ausgrabungen in Griechenland und auch die Sprünge hin und her zwischen den Personen, die so gar nichts miteinander zu tun haben, haben mich nicht gestört.

    Aber es fehlte der Funke, der bei mir ein nachhaltiges Interesse hätte entzünden können. Manche Passagen werden im Zeitraffer erzählt, darunter einiges, wo ich gerne mehr erfahren hätte. Und anderes zu detailliert Geschilderte hat mich gähnen lassen und letztlich zum Abbruch dieses Romans mit biografischen Elementen geführt.
  13. Cover des Buches Fast ein neues Leben (ISBN: 9783751806008)
    Anna Prizkau

    Fast ein neues Leben

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Matteo_Di_Giulio

    In ihrem hervorragenden Erzählungsband-Debüt zeigt die junge Auswanderin Anna Prizkau, in Russland geboren und noch sehr jung in Deutschland gelandet, weshalb es kein Klischee ist, über (traurige) Migration und (melancholische) Integration zu schreiben. Lebendige Momente, Schicksalsschläge, Enttäuschungen, Coming-of-Age-Geschichten. Die trübe Realität wird Poesie dank einer inspirierten Prosa, die den Leser ans Buch einfach fesselt. Rühren können diese alltäglichen Storys sofort, in denen es nicht nur um Ungerechtigkeit geht, sondern vor allem um die Schwierigkeiten des Lebens, wenn man sich einsam und fremd fühlt. Man kann ein solches kurzes, intensives Buch nicht aufhören zu lesen, als wären diese Erzählungen Kirschen in einer Kiste: eine leckerer als die vorherigen. "Fast ein neues Leben" ist bei Matthes & Seitz Verlag in Berlin erschienen. Ein unbekanntes Juwel zu entdecken.

  14. Cover des Buches Wir haben Raketen geangelt (ISBN: 9783423144742)
    Karen Köhler

    Wir haben Raketen geangelt

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Noch während ich Karen Köhlers 'Miroloi' las und weil mir der Roman sehr gut gefiel, habe ich mir diesen Band mit Erzählungen gekauft, zumal ich einiges Lob gelesen hatte. Um so größer die Enttäuschung, die letztlich dazu geführt hat, in der Mitte abzubrechen. Was ich jetzt schreibe, bezieht sich also nur auf die Hälfte des Buches.

    Die ersten beiden Erzählungen haben mir noch einigermaßen gefallen. Sie sind von  warmherzigen menschlichen Begegnungen geprägt und ich hätte sie mir gut in Zeitschriften und Magazinen abgedruckt vorstellen können. Die Sprache ist einfach – was im Weiteren so blieb.

    Doch die dann folgenden negativ geprägten Geschichten fand ich teilweise zu skurril, vielleicht auch langweilig? Ich weiß es nicht mal so genau. Jedenfalls haben sie mich weder angesprochen noch interessiert. Daher: Abbruch.

    Noch ein Wort zur vielgelobten Sprache. Von den versprochenen Highlights habe ich nur folgendes gefunden:

    Las Vegas: '… liegt vor uns im Tal die Königin der Nacht. Glitzernd, blinkend, verführerisch lockend trägt sie gerade ihre Lichterschminke auf. Bietet sich an wie eine, die man nur im Rausch ertragen kann.' (48)
    'Ich zerre aus meiner Vokabelkiste italienische Sätze hervor, die ganz staubig sind, aber gut auf der Zunge liegen.' (87)

    Ansonsten sprechen viele Personen so, wie es in der Wirklichkeit sein mag, mir aber dennoch nicht gefallen hat: 'alten Leuten den A... abwischen', - 'Erzähl keine Schei..'

    Schade, eine Enttäuschung in jeglicher Hinsicht. Da mir aber 'Miroloi' so gut gefallen hat, werde ich Karen Köhler im Auge behalten. Hier die Rezension:

    https://www.lovelybooks.de/autor/Karen-K%C3%B6hler/Miroloi-2002421363-w/rezension/5697728159/



  15. Cover des Buches The U-Files (ISBN: 9783981782967)
    Sandra Florean

    The U-Files

     (38)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Ich muss sagen, dieser Klappentext hat mich auf diese Sammlung der Geschichten neugierig gemacht und ich war überrascht, wie gut manche dieser Geschichten waren. Ok, wenn man mich kennt weiß man das ich und Kurzgeschichte, eine Hass - Liebe verbindet. Ja und trotzdem habe ich mir dieses Buch geholt. Jedoch war diese Sammlung eine wunderbare Mischung, wo die gute Geschichte überwogen habe. Einhörner in allen Facetten sind hier vorgekommen. Solche die man schon kennt, andere auf die ich so nicht gekommen wäre. Bei 2 - 3 Geschichten würde ich gerne mehr lesen. Das war wie ein Prolog lesen und jetzt bin ich bereit um die Geschichte dahinter zu lesen. Andere waren nett zu lesen und die ein oder andere Geschichte war nicht so für mich. Jedoch haben die guten Story´s überwogen. Auf jeden Fall ein Muss für alle Einhorn Fans.

  16. Cover des Buches Der Geist in der British Library und andere Geschichten aus dem Folly (ISBN: 9783423219587)
    Ben Aaronovitch

    Der Geist in der British Library und andere Geschichten aus dem Folly

     (52)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    „Der Geist in der British Library und andere Geschichten aus dem Folly“ versammelt 13 Kurzgeschichten von Ben Aaronovitch, die im „Die-Flüsse-von-London“-Universum angesiedelt sind. Die Geschichten richten sich besonders an eingefleischte Fans der Reihe; für einen Quereinstieg eignen sie sich eher nicht. Jede Kurzgeschichte wird von einer Vorbemerkung angeführt. Hier wird die jeweilige Geschichte chronologisch in den Zeitrahmen der Buchreihe verortet und es gibt kleine Insights in den Entstehungsprozess der Geschichte. Die Sammlung besteht aus zwei Teilen. Teil 1 setzt sich aus sechs Peter-Grant-Geschichten zusammen, in denen jeweils ein kleiner Kriminalfall erzählt wird. Diese Fälle werden aus der Ich-Perspektive Peters erzählt – gewohnt mit Humor und Affinität für die baulichen Charakteristika der Handlungsorte. Den Beginn macht „Heimspiel“. Hier trifft Peter auf einen Magier, der eine besondere Rolle bei den Olympischen Spielen 1948 hatte. Die zweite Geschichte „Häusliche Gewalt“ thematisiert einen Fall von häuslicher Gewalt, bei dem eine übernatürliche Komponente hinzukommt. In „Hahnenkampf“ muss Peter in einer Waterstones-Filiale ermitteln, in der es nicht mit rechten Dingen zugeht. Durch den Buchbezug (Buchhandlung als Handlungsort) ist „Hahnenkampf“ eine schöne Geschichte für Bücherwürmer. „Die Einsamkeit der Langstrecken-Granny“, die vierte Geschichte, handelt von einer älteren Dame, die gegen ihren Willen aus ihrer Wohnung ausziehen muss – wogegen sie sich zu wehren weiß. Es folgt „Der Rattenkönig“. Peter trifft in der Wartungshalle der Mail Rail auf einen Makler, der denkt, er sei eine Ratte. Im Verlauf der Handlung lernt Peter außerdem eine besondere, weil ungewöhnliche Flussgöttin kennen. Die letzte Peter-Grant-Geschichte „Das rare Buch der Vortrefflichen Apparatur“ spielt in der British Library, in der ein übernatürliches Wesen (im weiteren Sinne) umgeht. Die Geschichten des zweiten Teils der Sammlung („Die Geschichten der anderen“) werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt. „A Dedicated Follower of Fashion“ spielt in den Swinging Sixties und wird aus der Ich-Perspektive eines namenlosen Drogendealers erzählt. Interessant an dieser Geschichte ist, dass hier die Geburt einer Flussgöttin behandelt wird. „Der fröhliche Onkel“ wird aus der Ich-Perspektive von Abigail, der Cousine von Peter, erzählt. Abigail bekommt es mit dem seltsamen Onkel ihrer Freundin Barbara zu tun, der schon seit Jahrzehnten die Weihnachtsfeste von Barbaras Familie besucht – wobei er nicht zu altern scheint. Die dritte Geschichte „Vanessa Sommers zweite Weihnachtsliste“ ist eine Weihnachtsgeschichte, die sich um Vanessa Sommer, Tobias Winters Kollegin, dreht. Die Geschichte handelt davon, wie Vanessa mit der Entdeckung der magischen Welt umgeht, und wird (ausnahmsweise) von einem auktorialen Erzähler erzählt. In „Drei Flüsse, zwei Bräutigame und ein Baby“ wird die Ich-Perspektive des Polizisten Dominic Croft eingenommen. Auch hier spielt ein neuer Flussgott eine Rolle. Drei kurze sog. „Moments“ bilden den Abschluss des Bandes. Es handelt sich hierbei weniger um Kurzgeschichten, als vielmehr um besondere Momente, kurze Texte, die, so Aaronovitch, eine besondere Atmosphäre einfangen sollen. Hier werden jeweils die Ich-Perspektiven von Thomas Nightingale, Kimberley Reynolds und Tobias Winter eingenommen. Insgesamt sind die Geschichten kurzweilig und unterhaltsam, wobei wahrscheinlich jede*r Lesende andere Lieblinge haben wird. Schön fand ich geschichtenübergreifend zwei Aspekte: Einerseits erweitert jede Geschichte das „Die Flüsse von London“-Universum punktuell, indem sie ein spezifisches Thema aufgreift. Andererseits werden Blickwinkel von Figuren eingenommen, die sonst – hinter Peter – eher in der zweiten Reihe stehen, was eine schöne Abwechslung ist.

  17. Cover des Buches Ein ganz neues Leben (ISBN: 9783499291395)
    Jojo Moyes

    Ein ganz neues Leben

     (1.888)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Wills Tod hat eine riesige Lücke in den Leben seiner Lieben hinterlassen. Nach einiger Zeit in Paris, auf der Suche nach einem neuen Sinn im Leben, wohnt Louisa Clark nun in London - in einer großen aber kargen Wohnung bezahlt von Wills Geld, mit einem Job in einer Flughafenbar, der sie nicht erfüllt.
    So trinkt sie sich ihre Feierabende mit ein, zwei Wein erträglich und balanciert hin und wieder am Rande ihrer Dachterrasse. Bis zu dem Abend, an dem sie sich vor etwas erschreckt und einen schrecklichen Unfall erleidet.
    Der Grund des Erschreckens wird später vor ihrer Tür stehen und ihr für eine gewisse Zeit den Sinn geben, den sie suchte.
    Und dann ist da auch noch ein neuer Mann, der ihr Licht ins Leben zu bringen beginnt.

    Der 2. Band der Reihe konnte emotional für mich nicht mit Band 1 mithalten. Die ersten 50 % des Buches schwimmen in Lous Selbstmitleid und obwohl dies rückblickend super die Stimmung der Protagonistin rüberbringt, fühlt es sich während des Lesens ein bisschen zäh an. Der neue Charakter, der in die Story platzt, kommt zwar überraschend, aber auch das half mir nicht so recht die Begeisterung anzufeuern, die ich erwartet hatte. In der zweiten Hälfte jedoch nimmt die Geschichte mehr fahrt auf und die Stärke von "Ein ganzes halbes Jahr" beginnt wieder aufzuflammen.

    Wills Eltern, die Traynors, haben ebenfalls beide einen neuen Lebensweg eingeschlagen. Wills Vater, wie es sich im ersten Band schon andeutet, freiwillig. Seine Frau hingegen muss dadurch mit einem weiteren Verlust kämpfen.
    Und auch Lous Familie erhält wieder genügend Raum, um sich über diese schräge britische Familie zu wundern und zu amüsieren.

    Am Ende war dieses Buch ein Buch hinaus aus der Trauer.

    Band 3 hält wieder einen neuen Abschnitt für Lou bereit. Der Cliffhanger gibt bereits eine Vorschau darauf. Und trotz dessen, dass dieser Teil nicht ganz meine Erwartungen erfüllen konnte, freue ich mich auf das Finale: in einer neuen Stadt, mit einem neuen Job und hoffentlich der Beständigikeit von Lous neuer Liebe.

  18. Cover des Buches Die unheimliche Bibliothek (ISBN: 9783832162931)
    Haruki Murakami

    Die unheimliche Bibliothek

     (179)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    "Die unheimliche Bibliothek" ist die gelungene Hommage Murakamis an Franz Kafka. Die kurze, surreale Geschichte lässt sich guten Gewissens als kafkaesk bezeichnen, gleichzeitig kommt der ganz eigene Stil Murakamis hervorragend zur Geltung. Die Stimmung ist düster, die Handlung stimmig und voller Andeutungen. Ergänzt wird das Werk durch wunderschöne Zeichnungen, die den Leser vollends in die Welt des Buches entführen.

     Mit Illustrationen.

  19. Cover des Buches Oberons blutige Fälle (ISBN: 9783608962956)
    Kevin Hearne

    Oberons blutige Fälle

     (69)
    Aktuelle Rezension von: kreszenz

    Nach Band 8 der Hauptreihe etwas überfrachtet war, war ich doch etwas skeptisch bezüglich dieses Story-Bands. Ob Kevin Hearne nichts neues mehr einfallen wollte? Ob er einfach eine Pause vom turbulenten Leben des Eisernen Druiden brauchte? Man weiß es nicht.

    Dennoch wurde schon nach wenigen Minuten klar, dass dieser (Zwischen)Band etwas ganz besonderes ist. Erzählt wird diesmal ausschließlich aus der Perspektive Oberons, dem irischen Wolfshund. Wie wir alle wissen, hat dieser ein unheimliches Faible fürs Fernsehen – und Krimis haben es ihm ganz besonders angetan. Klar, dass er sofort ein Verbrechen der ganz üblen Sorte wittert, als preisgekrönter Pudel (natürlich!) spurlos verschwindet. Schließlich ist das nicht der erste Fall dieser Art…

    Im zweiten Fall stolpert Oberon tatsächlich eine Leiche. Ob sein erster Verdacht, dass es sich hier um eine Verschwörung durch Eichhörnchen handelt stimmt…?

    Meine eingangs erwähnte Skepsis war bald wie fortgeblasen. Dieses Hörbuch macht einfach Spaß und erinnert an die Leichtigkeit der ersten Bände des Eisernen Druiden.

    Eine klare Hörempfehlung!

  20. Cover des Buches Königin im Exil (ISBN: 9783734160127)
    George R. R. Martin

    Königin im Exil

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Die Anthologie enthält 21 Kurzgeschichten, die von >>gefährlichen<< Frauen handeln, so der Originaltitel: „Dangerous Woman“. Der einleitende Kommentar von Gardner Dozois hat mir sehr gefallen, hier wird die Rolle und Wirkung der Frau in der Fiktion beleuchtet. Daran anschließend kann der Leser die verschiedenen Frauen in 21 Geschichten von verschiedenen mehr oder weniger bekannten Autoren aus den Genres Fantasy, Science-Fiktion und Historischer Roman auf 1115 Seiten erleben.

    Die Geschichte, die wohl die meisten Leser zum Kauf der Anthologie bewegt, ist George R. R. Martins Kurzgeschichte „Die Prinzessin und die Königin oder die Schwarzen und die Grünen“ aus dem Universum von Westeros. Die, im Stile eines Geschichtsbuchs geschriebene, detaillierte und mit vielen Einzelheiten geschmückte Kurzgeschichte konnte auch mich fesseln, mitreißen und begeistern. Ich kann sie jedem Fan von >>Das Lied von Eis und Feuer<< nur wärmstens empfehlen. Ich rate allerdings dazu, sich beim Lesen einen Stammbaum anzufertigen – ein Überblick über die verwandtschaftlichen Beziehungen sowie eine Auflistung von Drache und dazugehörendem Reiter ist von Vorteil.

    Der Rest der Geschichten ist eher mittelmäßig bis langweilig. Empfehlen kann ich „Die Hände, die nicht da sind“ von Melinda Snodgrass – Eine etwas abgedrehte Sci-Fi-Geschichte mit Unterhaltungswert. Ebenfalls empfehlenswert ist die, in der deutschen Ausgabe titelgebende, Geschichte „Königin im Exil“ von  Sharon Key Penman, eine historische und schön geschriebene Novelle. Wer etwas in der Richtung Harry-Potter-Magische-Welt mit Hexerei, bösen wie guten Mächten sucht, sei „Das Mädchen im Spiegel“ von Ley Grossman empfohlen. Ebenfalls magisch, aber in Richtung Voodoo und Pocahontas ist „Die Hölle kennt keinen Zorn“ von Sherrilyn Kenyon. Ich schätze, in der Kurzgeschichtensammlung ist für jeden etwas dabei. Und der Rest muss einfach ignoriert werden.

    Fazit

    KÖNIGIN IM EXIL UND 20 WEITERE KURZGESCHICHTEN ist eine durchwachsene Anthologie mit Kurzgeschichten aus den Genres Historischer Roman, Science-Fiktion und Fantasie. Nicht alle Kurzgeschichten mit und ohne gefährliche Frauen sind empfehlenswert, allerdings ist wohl für jeden etwas dabei. Für die Kurzgeschichte >>Die Schwarzen und die Grünen<< vom Autor von >Das Lied von Eis und Feuer< George R. R. Martin lohnt sich der Kauf allemal.

     

    KÖNIGIN IM EXIL UND 20 WEITERE KURZGESCHICHTEN| herausgegeben von George R. R. Martin; Gardner Dozois| übersetzt von Andreas Helweg, Karin König, Barbara Schnell, Wolfgang Thon| Blanvalet Verlag| Mai 2015| 1115 Seiten| 16,99€

  21. Cover des Buches Der große Basar (ISBN: 9783453527089)
    Peter V. Brett

    Der große Basar

     (149)
    Aktuelle Rezension von: Bookforest
    Ich bin im allgemeinen kein Fan von Begleitbänden und kaufe sie auch häufig gar nicht erst. Diesen Jedoch mochte ich unheimlich gerne. 
    Die erste Geschichte, wie Arlen an diese Karte kommt hat mich schon beim Lesen des ersten Bandes interessiert und ich bin sehr froh, dass ich sie in diesem Begleitband lesen durfte. 
    Die Geschichte ist jetzt nicht wahnsinnig spannend, aber dennoch lesenswert. 

    Die zweite Geschichte ist sogar noch gelungener. Obwohl diese nicht so sehr in den Hauptbüchern erwähnt wird.

    Für Fans der Reihe ein durchaus lesenswertes Buch.
  22. Cover des Buches Miss Peregrine's Home for Peculiar Children (ISBN: 8601400315668)
    Ransom Riggs

    Miss Peregrine's Home for Peculiar Children

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Roebbe
    Wie ihr meinem Schlusskommentar in der Lesechronik schon entnehmen könnt, fand ich das Buch super. Das Konzept, um gefundene/gesammelte Fotos herum eine Geschichte zu spinnen, finde ich sehr originell und gut umgesetzt. Die Sprache von Ransom Riggs gefällt mir ebenfalls sehr gut und er hat sehr interessante Charaktere zu den Bildern erfunden. Die Nebencharaktere blieben leider ein wenig flach, aber ich hoffe sehr auf Band zwei und drei, um mehr über die anderen Kinder zu erfahren.
    Die Geschichte wird in aller Ruhe entwickelt und nimmt erst gegen Ende an Fahrt auf, aber gerade das hat mir gefallen. :)
  23. Cover des Buches After truth - Mit exklusivem Zusatzkapitel (ISBN: 9783453504097)
    Anna Todd

    After truth - Mit exklusivem Zusatzkapitel

     (3.278)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Franzelin

    Ich mag Tessa und Hard in ja eigentlich gerne und lese ihre Geschichte auch sehr gerne. Das ganze Hin und Her ist aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen. Die ständigen Streitereien, Meinungsverschiedenheiten und Missverständnisse können schnell zu viel werden. Ich lese das Buch jetzt zwar schon zum zweiten Mal, muss aber immer wieder Pausen einlegen, da mir das Gezoffe zu viel wird. Abwechslungsreich ist der Roman also nicht wirklich - aber die Charaktere machen für mich den Roman aus. Und irgendwie auch der Glaube an die Liebe. 

  24. Cover des Buches No & ich (ISBN: 9783426654385)
    Delphine de Vigan

    No & ich

     (430)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    »Ich dachte an die Nebenwirkungen des Lebens, die auf keinem Beipackzettel, in keiner Gebrauchsanweisung genannt werden.«

    Das Buch ist so schön, so heftig, so brutal, dass es zu einem Gefühlschaos führt und man sich von Lou leiten lässt, als würde man in ihren Fußstapfen stecken, als wäre man sie und würde verzweifelt versuchen, etwas in Ordnung zu bringen, für das man keine Kraft besitzt.

    Lou ist hochbegabt, eine richtige Denkmaschine, deren Gedanken immer zu rasen und auch wenn sie in allem nach einer Logik sucht, einem Muster, das sie aufzählen kann, das sich addieren und subtrahieren lässt, verliert sie sich doch in ihren Gefühlen und schafft es nicht, das Leben zu verstehen. Sie ist bereit, alles für ihre beste Freundin zu opfern und als der Moment kommt, zögert sie keinen Moment lang.

    Es ist ein schönes Buch, eine kräftige Geschichte, die alles von seinem Leser abverlangt, bis die Worte einem die Brust schnüren und man fühlen muss, wie sich das Herz zu einem Klumpen schrumpft, dessen Gewicht einen erdrückt. Lous Wünsche und ihre Machtlosigkeit werden zu einer Bürde, die man als Leser zu tragen beginnt, obwohl man das nicht will, man sich sogar am Anfang dagegen wehrt, aber irgendwann tut man es doch, weil man stark für Lou sein möchte, weil ihre Probleme zu der eigenen werden. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und doch habe ich mich am Schluss geschlagen gefühlt, hilflos und verloren und so endlichen traurig, als hätte ich ihr Schicksal durchlebt, als wäre mir das im wirklichen Leben passiert! Das gelingt nur einer guten Autorin.

    Man merkt, wie sehr die Autorin ihre Figur liebt und alles tut, damit man als Leser die Seele der Figur zu spüren bekommt. Von Anfang an blieb das Buch spannend, die Vorarbeit war nicht quälend, sondern interessant, wichtig, etwas Besonderes, das sich am Ende mit einer Wucht entfalten hat, als hätte die Autorin einen Faustschlag tief in meine Seele versetzt.

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