Bücher mit dem Tag "erschlagen"
130 Bücher
- Simon Beckett
Leichenblässe
(2.556)Aktuelle Rezension von: Kolibri_liestDas Setting war dieses Mal nicht mein Fall, doch Simon Becketts Art zu schreiben und David Hunters anthropologisches Vorgehen haben auch den dritten Teil der Hunter-Reihe zu einem guten Buch gemacht. Es kann etwas enttäuschen, dass auch dieser Teil wie die ersten beiden aufgebaut ist. Aber ich finde ihn trotzdem spannend.
- David Safier
Mieses Karma
(5.066)Aktuelle Rezension von: FaiditEs gibt gute Ansätze, auch einer Botschaft, die der Roman hätte gerne eindringlicher transportieren dürfen. Trotz der üblichen Klischees von, schöne junge Frau ( 33 Jahre zählen bereits als alt in diesem Roman, worüber der Autor heute sicher anders denkt) ist berühmt, dicke ältere Dame lebt von Hartz IV und arbeitet in Imbiss-Bude usw., besitzt das Buch ebenfalls ein paar humorvolle Szenen. David Safier scheint sich außerdem einigermaßen gut in die weibliche Psyche einfühlen zu können. Doch mit seinem Verständnis von Liebe und Egoismus hapert es noch. Mir unverständlich ist außerdem, dass der arme Casanova schon hunderte von Jahren kein besseres Karma erreicht haben sollte. Hier scheint der Autor umverklemmten Umgang mit Sexualität doch sehr zu verurteilen, zumal Casanova nach seinen eigenen Memoiren beurteilt, der heutigen Männerwelt einiges an Selbstlosigkeit, Intelligenz und Charme beibringen könnte - lach!
- Joël Dicker
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
(904)Aktuelle Rezension von: EllaEsSteff📖💃🏼💼🪻🥊🌊
»𝘞𝘢𝘳𝘶𝘮 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘚𝘪𝘦 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘪𝘧𝘵𝘴𝘵𝘦𝘭𝘭𝘦𝘳 𝘨𝘦𝘸𝘰𝘳𝘥𝘦𝘯, 𝘏𝘢𝘳𝘳𝘺?«
»𝘞𝘦𝘪𝘭 𝘥𝘢𝘴 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘦𝘪𝘣𝘦𝘯 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘚𝘪𝘯𝘯 𝘨𝘦𝘨𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘵. 𝘍𝘢𝘭𝘭𝘴 𝘚𝘪𝘦 𝘦𝘴 𝘯𝘰𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘣𝘦𝘮𝘦𝘳𝘬𝘵 𝘩𝘢𝘣𝘦𝘯: 𝘋𝘢𝘴 𝘓𝘦𝘣𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘵 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘳𝘙𝘦𝘨𝘦𝘭 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘚𝘪𝘯𝘯, 𝘦𝘴 𝘴𝘦𝘪 𝘥𝘦𝘯𝘯, 𝘚𝘪𝘦 𝘣𝘦𝘮𝘶̈𝘩𝘦𝘯 𝘴𝘪𝘤𝘩, 𝘪𝘩𝘮 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘻𝘶 𝘷𝘦𝘳𝘭𝘦𝘪𝘩𝘦𝘯, 𝘶𝘯𝘥 𝘬𝘢̈𝘮𝘱𝘧𝘦𝘯 𝘫𝘦𝘥𝘦𝘯 𝘷𝘰𝘯 𝘎𝘰𝘵𝘵 𝘨𝘦𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯𝘬𝘵𝘦𝘯 𝘛𝘢𝘨𝘥𝘢𝘳𝘶𝘮.«
Niemand kannte ihn, und dann schrieb er das erfolgreichste Buch des Jahres.
Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht.
💭
Kennt ihr das? Man will das Buch unbedingt weiter lesen, weil man wissen will was als nächstes passiert, aber gleichzeitig will man es nicht lesen, weil man es nicht beenden will.
So erging es mir mit „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“.
Im Juni war ich bei der Lesung zu „Die Affäre Alaska Sanders“ und war begeistert. Danach habe ich mich dann endlich meinem ersten Dicker gewidmet und war schockverliebt.
Ich weiß gar nicht, wo ich am besten anfange.
Ich habe es geliebt, dass es so viel in einem war. Egal ob Aufbau, Handlung oder Charaktere betreffend.
Zum einen die Einteilung des Buches in die Phasen des Schreibprozesses zu gliedern und zu Beginn jedes Kapitels eine Art Schreibratgeber zu bekommen war ein genialer Einstieg. Zum anderen das Wechselspiel von Krimi und Liebesgeschichte.
Dann dieser Schreibstiel. Es war so schön beschrieben, wie Harry und Nola sich kennen und lieben lernen. So schön idyllisch, dass ich das Gefühl hatte in Goose Cove auf der Veranda zu sitzen, den Wellen und den Möwen zu lauschen. So inspirierend, wie Marcus von Harry lernt. Wer hätte gedacht, dass das Schreiben so viel mit Boxen gemeinsam haben kann? ✍🏼🥊
Aber auch das Verfolgen der Entwicklung der anderen Charaktere und deren Schicksale. Jenny, Nola, Gahalowood, Stern und vor allem Luther.
Aber auch Marcus mit seiner Loyalität zu Harry und dem Beweisen wollen der Unschuld, obwohl so viel gegen Harry spricht. Diese Verzweiflung, Bedrohung und Ungewissheit, die er ausgesetzt ist. Diese Ausdauer und dieses Durchhaltevermögen, aber auch der Witz und Charme von Marcus. So viel Liebe im Detail. Manchmal fragte ich mich wie viel Joël wohl in Marcus steckt.
Ich könnte ewig weiter versuchen darüber zu schreiben, was es mit mir gemacht hat und doch nicht mal ansatzweise vermitteln, welch einschlagskraft dieses Buch hat.
Unterm Strich, ein Roman der sich unerwartet mein Herz erobert hat und für immer ein Highlight bleiben wird.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️♾️
»𝘌𝘪𝘯 𝘨𝘶𝘵𝘦𝘴 𝘉𝘶𝘤𝘩 𝘭𝘢̈𝘴𝘴𝘵 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘪𝘯 𝘢𝘯 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘭𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦𝘯 𝘞𝘰𝘳𝘵𝘦𝘯 𝘣𝘦𝘮𝘦𝘴𝘴𝘦𝘯, 𝘴𝘰𝘯𝘥𝘦𝘳𝘯 𝘢𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘎𝘦𝘴𝘢𝘮𝘵𝘸𝘪𝘳𝘬𝘶𝘯𝘨 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘳𝘷𝘰𝘳𝘢𝘶𝘴𝘨𝘦𝘨𝘢𝘯𝘨𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘞𝘰𝘳𝘵𝘦, 𝘔𝘢𝘳𝘤𝘶𝘴. 𝘜𝘯𝘨𝘦𝘧𝘢̈𝘩𝘳 𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘩𝘢𝘭𝘣𝘦 𝘚𝘦𝘬𝘶𝘯𝘥𝘦 𝘯𝘢𝘤𝘩𝘥𝘦𝘮 𝘦𝘳 𝘥𝘢𝘴 𝘭𝘦𝘵𝘻𝘵𝘦 𝘞𝘰𝘳𝘵 𝘨𝘦𝘭𝘦𝘴𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘵, 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘦𝘳𝘴𝘱𝘶̈𝘳𝘦𝘯, 𝘸𝘪𝘦 𝘪𝘩𝘯 𝘦𝘪𝘯 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘬𝘦𝘴 𝘎𝘦𝘧𝘶̈𝘩𝘭 𝘶̈𝘣𝘦𝘳𝘬𝘰𝘮𝘮𝘵. 𝘌𝘳 𝘮𝘶𝘴𝘴 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘔𝘰𝘮𝘦𝘯𝘵 𝘭𝘢𝘯𝘨 𝘢𝘯 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵𝘴 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦𝘴 𝘥𝘦𝘯𝘬𝘦𝘯 𝘢𝘭𝘴 𝘢𝘯 𝘥𝘢𝘴, 𝘸𝘢𝘴 𝘦𝘳𝘨𝘦𝘳𝘢𝘥𝘦 𝘨𝘦𝘭𝘦𝘴𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘵, 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘦𝘯 𝘌𝘪𝘯𝘣𝘢𝘯𝘥 𝘮𝘪𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘓𝘢̈𝘤𝘩𝘦𝘭𝘯, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘢𝘶𝘤𝘩 𝘮𝘪𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘚𝘱𝘶𝘳 𝘷𝘰𝘯 𝘛𝘳𝘢𝘶𝘳𝘪𝘨𝘬𝘦𝘪𝘵 𝘣𝘦𝘵𝘳𝘢𝘤𝘩𝘵𝘦𝘯, 𝘸𝘦𝘪𝘭 𝘪𝘩𝘮𝘢𝘭𝘭𝘦 𝘍𝘪𝘨𝘶𝘳𝘦𝘯 𝘧𝘦𝘩𝘭𝘦𝘯 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦𝘯. 𝘌𝘪𝘯 𝘨𝘶𝘵𝘦𝘴 𝘉𝘶𝘤𝘩, 𝘔𝘢𝘳𝘤𝘶𝘴, 𝘪𝘴𝘵 𝘦𝘪𝘯 𝘉𝘶𝘤𝘩, 𝘣𝘦𝘪 𝘥𝘦𝘮 𝘮𝘢𝘯 𝘣𝘦𝘥𝘢𝘶𝘦𝘳𝘵, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘮𝘢𝘯 𝘦𝘴 𝘢𝘶𝘴𝘨𝘦𝘭𝘦𝘴𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘵.«
🥹🫶🏼💯
- Jussi Adler-Olsen
Schändung
(1.541)Aktuelle Rezension von: AnndlichVor über zwanzig Jahren gerät eine Gruppe Jugendlicher in Rørvig unter Mordverdacht, doch nur einer von ihnen ist geständig und nimmt alle Schuld auf sich.
Carl Mørcks Assistent Assad findet die Akte aus Rørvig und das Interesse der Ermittler ist geweckt. Können Mørck und sein Assistent das Rätsel lösen oder wird ihnen von oberster Stelle ein Stein in den Weg gelegt?
Schändung ist der zweite Teil des Ermittlers Carl Mørck aus dem Sonderdezernat Q, das sich mit Cold Case Fällen beschäftigt. Der Teil kann grundsätzlich eigenständig gelesen werden, da er in sich abgeschlossen ist. Doch natürlich ist es für die Charakterentwicklung der Ermittler und ihrer Teamchemie ratsam, wenn man die Reihenfolge beachtet.
Schändung konnte mich im Gegensatz zum ersten Fall von Carl Mørck leider gar nicht abholen, das lag in diesem Fall vor allem daran, dass ich mit Mørcks Gedankengängen nicht klargekommen bin. Mørck verhält sich wie ein pubertärer Teenager, der gerade die Potenziale seines Geschlechts erkennt und dies in mehrfacher Beschreibung von Konsistenzzuständen an die Leserschaft übermittelt.
Ähnlich verhält es sich mit der Kombination Assad/Mørck. Während die Sprüche mich im ersten Teil noch unterhalten konnten, waren sie mir hier zu häufig deutlich unter der Gürtellinie, auch für ein Buch aus dem Jahre 2005. Ähnliches betrifft Mørcks Gedanken zu Assad. Mit Rose lernen wir eine neue Ermittlerin kennen, die mir in diesem Band am sympathischsten erschien und das trotz Luft nach oben. Dennoch hat sie Potenzial.
Der Fall hingegen weniger. Von Beginn an bekommt man die Lösung auf dem Silbertablett präsentiert, Spannung baut sich daher nicht auf. Nur unendliche Wut auf die Täter, die aus Spaß an der Freude töten und das Ende konnte mich leider auch nicht begeistern.
Einziger „Lichtblick“ war für mich Kimmie, da ihre Persönlichkeit sehr ambivalent gestaltet wurde und ihre Kapitel dadurch ein wenig Interesse wecken konnten.
Alles in allem konnte Schändung mich leider nicht überzeugen, sodass ich die Reihe auch erstmal Ruhen lassen, bis ich Mørck gegenüber wieder positiver gegenüberstehe. Denn die Cold Case Idee gefällt mir weiterhin sehr gut.
- Fjodor Michailowitsch Dostojewski
»Das drucken Sie aber nicht!«
(495)Aktuelle Rezension von: Anke_KuehneTolles Buch, ich bin nachhaltig beeindruckt!!! Dostojewski schrieb es vor über 150 Jahren und er ist moderner als viele Politiker heute… Sprachlich ist es sperrig und brillant. Außerdem war mir diese russische Epoche bislang unbekannt, ich habe viel gelernt.
- Marlies Ferber
Null-Null-Siebzig, Truthahn, Mord und Christmas Pudding
(43)Aktuelle Rezension von: Eggi1972Irgendwie wollte ich erst nicht recht an Marlies Ferbers Krimi. Mag sein, dass ich die gute Geschichte von Agent 0070 und dem Mord in Hangzhou nicht verwässern wollte. Oder mir war im September noch nicht nach Weihnachtskrimis. Wobei mich Themen mit Essen immer wieder magisch anziehen. Was auch immer – Ostern erschien mir nun genau die richtige Zeit.
Also habe ich mich nun an einen weiteren Krimi mit Agent 0070 und seiner Sheila gewagt und diesmal lernte ich die beiden noch etwas besser kennen. Der Leser erfährt, dass Sheila eine Frau ist, die gerne andere versorgt und sehr vertrauensselig ist. Das merkt man daran, dass sie sogar einen lang verschollenen Schulfreund aufnimmt, welcher im Verdacht steht seine Frau ermordet zu haben.
Man merkt auch, welche Oma Qualitäten Sheila hat, die ich im dritten Band der Reihe den ich gelesen habe noch nicht erkennen konnte, aber diesmal in bestimmten Situationen immer mehr zu Tage kommen.
Dem entgegen steht der etwas eigenbrötlerische James, der durch seine Tätigkeit als Geheimagent keine oder nur wenige soziale Kontakte geknüpft hat. Er wirkt manchmal etwas hölzern, wird aber von Sheila immer wieder mitgerissen. Wie zum Beispiel dieses Theaterstück, wo sie ihn mehr oder weniger zwingt dabei mitzumachen.
Alles in allem kommt das Paar immer wieder in skurrile Situationen und man merkt, wie wenig Rentner in unserer Gesellschaft ernst genommen werden. Es gab einige Situation, wo James eher belächelt und nicht ernst genommen wurde, so zum Beispiel wo er gegenüber der Polizei den Verdacht geäußert hat, dass Rosalind auf dem Friedhof umgebracht wurde.
Alles in allem ist es ein Krimi, den man gerne auch außerhalb der winterlichen Zeiten lesen kann und es nicht gerade auf Weihnachten zugeht! Es ist ein Krimi, welcher auch in der guten alte Englischen Tradition stehen könnte. Miss Marple lässt grüßen. Er ist wie der Mord in Hangzhou intelligent geschrieben und man kann ihm gut folgen, wobei ich mir gewünscht hätte dass der „Gordische Knoten“ den Frau Ferber geflochten hat noch etwas länger ungelöst geblieben wäre.
Zum Ende ging es mir, wie so oft, doch zu schnell und ich hätte gerne noch ein paar Seiten mehr erlebt wie James das ganze auflöst - zumal ich den beiden sehr gerne über die Schulter sehe, wie sie so manche Situationen meistern. Und ich kann eines sagen, es gibt so einige Situationen in ihrem Alltag wo man merkt, dass es zu zweit immer etwas besser geht als alleine.
Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Band, denn ich möchte diese Beiden wirklich noch eine Weile verfolgen und mit ihnen alt werden. Ich denke, Frau Ferber fällt bestimmt noch die ein oder andere Geschichte mit den etwas älteren Herrschaften ein.
- Tana French
Grabesgrün
(613)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEin sehr spannender, manchmal auch eher unterhaltsamer Kriminalroman. Mir hat er sehr gut gefallen!
Es geht um den Mord an einem jungen Mädchen. Der Fall weist Parallelen auf zu einem Fall von vor zwanzig Jahren. Damals war der heutige Ermittler als eines der Opfer involviert, was er geheimhalten möchte.
Alleine durch diese Parallelen fand ich den Fall schon sehr spannend. Als Leser rätselt man natürlich mit, was damals geschehen ist und auch, was es mit dem aktuellen Fall zu tun haben könnte. Wer ist der Täter?
Dabei fand ich das Buch aber nicht durchgehend spannend, eher atmosphärisch und unterhaltsam. Auch das Privat- bzw. Gefühlsleben der Ermittler nimmt viel Raum ein.
Die Auflösung des Falles ist nicht unbedingt vorhersehbar, dafür aber sehr tragisch und schockierend.
Für einen ersten Band auf jeden Fall überzeugend! Ich werde sicherlich diese Reihe fortsetzen.
- Agatha Christie
Das Geheimnis von Sittaford
(63)Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs„Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein ganz typischer Agatha-Christie-Krimi. Es ermitteln weder Miss Marple noch Hercule Poirot, ein übersinnliches Phänomen gibt Rätsel auf und eine scharfsinnige junge Frau will ihren Verlobten aus dem Gefängnis retten.
Am Anfang steht wie so oft ein Mord: Captain Trevelyan, ein geiziger, alternder Junggeselle, wird tot aufgefunden. Die erbenden Verwandten scheinen allesamt ein Motiv zu haben – und fast alle zudem ein Alibi. Und dann ist da noch der merkwürdige Umstand, dass der Captain sein Herrenhaus im abgeschiedenen Sittaford während des Winters an eine Witwe und ihre Tochter vermietet und sich für kleines Geld in der nächstgelegenen Kleinstadt einquartiert hat.
Inspektor Narracott versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Parallel ziehen Emily Trefusis, Verlobte des Hauptverdächtigen, und Charles Enderby, ein ambitionierter Journalist, Erkundigungen ein. Da die Anzahl von Dorfbewohnern und Familienmitgliedern nicht ganz klein ist, lässt sich dabei nur schwer miträtseln – ich hatte permanent den Eindruck, mindestens ein Drittel der Nebenfiguren nicht wirklich auf dem Schirm zu haben.
Als solide Krimiunterhaltung geht „Das Geheimnis von Sittaford“ schon durch, aber ganz zufrieden war ich mit dem Leseerlebnis dennoch nicht. Freundschaftliche Beziehungen schildert Christie routiniert, aber ihre Liebespaare wirken meist etwas hölzern (was natürlich auch der Zeit geschuldet sein kann – dieser Krimi ist zum Beispiel von 1931). Oft treten sie erst zum Finale in Erscheinung, hier ist die verliebte Emily jedoch Hauptfigur. Doch so oft sie auch über ihren Verlobten spricht – was sie an ihm findet, bleibt ihr Geheimnis.
Die Auflösung war mal wieder unvorhersehbar, aber in sich logisch. Die große Anzahl von Nebenschauplätzen und falschen Fährten war mir allerdings etwas viel und ich vermisste die üblichen Ermittler. „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein schlechter Krimi, aber von der Queen of Crime gibt es doch viele bessere. - Markus Flexeder
Böse sind die anderen
(30)Aktuelle Rezension von: gunni
Interessante Schreibe, spannend, viel Lokalkolorit, sehr gelungen! Nur: An einer Stelle .... wäre es nicht auch etwas weniger blutrünstig gegangen?
Ansonsten: Toller Krimi, in deren Zentrum die Landshuter Hochzeit (für Insider: LaHo ;) ) steht und bei dem eine rechtsextreme Gruppe eine unrühmliche Rolle spielt. Empfehlung: Lesen! - William Golding
Herr der Fliegen
(867)Aktuelle Rezension von: SM1Eine Gruppe von Kindern strandet nach einem Flugzeugabsturz auf einer bisher unbewohnten Insel. Der Versuch, eine zivilisierte Ordnung aufrecht zu erhalten, gestaltet sich schwierig.
In diesem Roman schildert der Autor anschaulich, woran eine zivilisierte Gesellschaft scheitern kann.
Das Buch ist auch heute noch aktuell. Da es sich nicht um eine Abenteuergeschichte handelt, gibt es nur wenige echte Spannungsmomente. Empfehlen kann man das Buch jedem, der sich für die Charaktere und deren Motive interessiert.
- Lara Adrian
Gefangene des Blutes
(999)Aktuelle Rezension von: halo123ok ich lese die Bücher nicht direkt in der Reihenfolge in der sie veröffentlicht wurden, daher wusste ich schon ungefähr wie die Beziehung der beiden am Ende aussehen wird. Aber die Geschichte hat mir dennoch sehr gut gefallen. Es war mega interessant zu sehen wie die beiden mit ihren Gaben umgehen und diese nutzen. Ich muss zugeben..... anders als die anderen Bücher hat dieses hier mich mehrmals zum lachen gebracht AUF EINE GUTE WEISE. Die Dialoge..... mein Gott wie ich die geliebt habe. EInfach wie Dante mit den anderen Kriegern umgeht aber vor allem all seine Interaktionen mit Sterling.... oder sollte ich Harvard sagen.
- Agatha Christie
16 Uhr 50 ab Paddington
(297)Aktuelle Rezension von: AleshaneeEs gibt ja einige Bücher von Agatha Christie, die durch die Verfilmungen einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht haben und ich denke, dieser Band hier mit Miss Marple gehört dazu.
Ich hab weder den Film mit Margaret Rutherford noch die Serie mit Joan Hickson in der Hauptrolle gesehen, werde das aber auf jeden Fall nachholen.
In den meisten Miss Marple Büchern bisher war ja die alte Dame eher weniger präsent. Hier haben wir wieder einen Band, in dem sie öfter vorkommt und eine zielgerichtete Rolle spielt. Eine Freundin von ihr, Mrs McGillicuddy, beobachtet während einer Zugfahrt nämlich einen Mord, doch die Leiche taucht nicht auf und auch keine Vermisstenmeldung.
Während die Polizei zwar nachforscht, aber nicht so wirklich an die Version des Zugmordes glaubt, weiß Miss Marple genau, dass sie sich auf die Aussagen ihrer alten Freundin verlassen kann. Sie macht sich selbst auf den Weg, um Hinweise zu finden und engagiert schließlich jemanden, der ihr bei der Suche nach der Leiche helfen soll.
Recht schnell füllt sich dann auch der Kreis mit Verdächtigen, wobei scheinbar niemand mit der Toten etwas zu tun hat und man somit viel mit zu rätseln hat, was jetzt wohl dahintersteckt.
Wie immer finde ich die Atmosphäre der Zeit gerade aus der Sicht von jemanden, der in dieser tatsächlich gelebt hat besonders spannend. Die reichen Großeltern oder Eltern, die jungen Erben die nur auf das Geld warten und die Familienkonstellationen bzw. der Umgang miteinander fasziniert mich total. Hier waren einige sehr unterschiedliche Charaktere zusammen gewürfelt und man hatte ein klares Bild, auch wenn man nicht so recht wusste, woran man war. Was natürlich dazu beiträgt bis zum Schluss zu rätseln, wer und warum hinter dem Mord steckt.
Ein solider Krimi mit dem typischen Agatha Christie Flair, von dem ich mir ein bisschen mehr erwartet hatte. - Margot Jung
Liebe, Tod und Tofu
(18)Aktuelle Rezension von: KrimiliebeInhalt:
Francesca Carlotti soll in einigen Tagen in einem abgelegenen Berghotel ein Kochseminar geben. Doch das Wetter spielt nicht mit und so befindet sie sich kurz nach ihrer Anreise, abgeschieden von der Außenwelt, mit den unpassendsten Mitmenschen, die man sich vorstellen kann. Ihr Noch-Ehemann Gianluca ist einer davon, genau wie seine neueste Eroberung. Außerdem einige Fußballfreunde von ihm, die einen Geburtstag feiern. Plötzlich ist einer von ihnen tot – ermordet – und der Mörder noch unter ihnen.
Meine Meinung:
Es ist der erste Fall für Francesca, aber nicht der erste Fall mit ihr für mich. Ich kenne sie bereits aus der Fortsetzung und obwohl ihr Temperament schnell zu spüren ist, habe ich sie wieder innerhalb kurzer Zeit in mein Herz geschlossen. Auch viele andere Charaktere sind sympathisch und glaubhaft dargestellt und bekommen nach der Zeit - neben den anfänglichen Klischees – mehr Tiefe. Bei einer Person fand ich die Darstellung jedoch etwas übertieben und das war bei dem Polizisten. Seine Reaktionen waren manchmal zu überspitzt, aber er bringt auch Witz in die Sache und ich musste öfter schmunzeln.
Die Beschreibungen sind gewohnt passend und einfach zu lesen. Selten gibt es gezeichnete Bilder, wodurch man noch einen besseren Blick auf die Personen hat. An einer Stelle wird es blutig und ich habe mich wirklich geekelt. Darauf hätte ich gerne verzichten können. Ansonsten ist auch der Ort schön dargestellt. Ein abgeriegelter Ort - wie in diesem Fall das Hotel - hat einfach immer eine tolle Atmosphäre.
Die Handlung kommt sehr schnell in Gang, denn der Mord passiert früh. Bei den Ermittlungen gibt es viele Ansätze und Hinweise. Auch Verdächtige und Mordmotive gibt es einige. Man könnte der Autorin trotzdem schon früh auf die Schliche kommen - vielleicht auch nicht. Aber selbst wenn man bereits eine Vorahnung hat, macht es Spaß weiterzulesen. Denn auch die Geschichte um Francesca finde ich interessant. Nur die Realität rückt ab und zu etwas in die Ferne. Aber ich habe diese Tatsache gerne in Kauf genommen. Denn ich wurde bestens unterhalten und nur das zählt am Ende.
Fazit:
In meinen Augen, ist das Buch gut durchdacht. Es gibt einige Ansätze und Verdächtige, die verwirren können und durch Francesca's Geschichte auch etwas für's Herz. Der abgeschlossene Ort schafft eine fantastische Stimmung und auch die Auflösung konnte mich eindeutig überzeugen, was oft schwierig ist. Gute Unterhaltung mit angemessenem Krimianteil.
- Ryan David Jahn
Die zweite Haut
(15)Aktuelle Rezension von: Luthien_TinuvielGanz ehrlich, das Werk hat durchaus Stärken, es war nur einfach nichts für mich momentan.
Der Stil ist wirr und spielt nicht nur mit der Psyche des Protagonisten, sondern auch mit der des Lesers. Es ist beeindruckend, wie die vermeintlich eindeutige Krimigeschichte des Anfangs mehr und mehr zum Psychothriller mutiert ist, in dessen Verlauf ich mir selbst irgendwann nicht mehr getraut habe. Ich muss sagen, ich habe die Auflösung relativ schnell erahnt und fand das Werk für das, was es ist, beeindruckend geschrieben.
Diese Psychospielchen sind nur eben momentan nichts für mich.
Fazit:
Wer auf psychologische, etwas verworrene Thriller steht und auch vor direkten Darstellungen nicht scheut, sollte einmal einen Blick auf dieses Werk werfen, für mich war es leider momentan zu viel des Guten.
- Ödön von Horváth
Jugend ohne Gott
(568)Aktuelle Rezension von: erdbeerliebe.Was schreibt man über ein Buch, das einen ständig aufregt, nervt, provoziert und deprimiert? Wo das Frauenbild "Tand und Glitter" hochgelobt wird, wer zu hässlich dafür ist oder keine strahlend blauen Augen und schöne Beine hat, gilt als wertloses Mädchen. Eine reine Männerwelt, in der der Lehrer, in dem es in Jugend ohne Gott geht, da spricht.
Die Namensabkürzungen seiner Klasse (der T., der B., etc etc) finde ich zum kotzen, es machte mir schwer in das Buch reinzukommen. (Und im Gegensatz zu anderen hatte ich leider keine Version mit Fußnoten, ich schätze das wäre angenehmer gewesen. ich habe die Reclam Hörbuchversion angehört.) Den Protagonisten empfand ich als schwach und etwas unselbstbewusst, seine ständigen Ausschweifungen über Gott und die Welt langweilten mich.
Und doch packte mich die Geschichte ab dem Punkt mit dem Zeltlager. Denn dort tauchten die ersten starken Frauenfiguren auf, eine davon war sogar wichtig für die Geschichte: Die Eva. Auch wenn jede Frau in dem Werk extrem nach ihrem Äußeren beurteilt wird (hat sie schöne Augen? Ist sie sauber und hygienisch? Sieht sie gepflegt aus und trägt sie Parfüm?) schafft die Geschichte um den Mord doch Spannung in das Werk hinein zu bringen, dass mich neugierig auf das Ende machte. Irgendwo entwickelt sich auch der Lehrer währenddessen, er hinterfragt die Kirche kritisch und seine Haltung zu People of Color macht ihn sympathischer. Am Ende wird es dann nochmal zäher, ich hätte mir etwas mehr Handlungsbereitschaft des Lehrers gewünscht, doch immerhin ist das Buch kurz.
Positiv anzumerken ist der Schreibstil: Die Sprache ist einfach (wenn auch altertümlich) und die Kapitel sind interessant strukturiert und nie unübersichtlich lang. Der Sprecher der Hörbuchversion passt sehr gut zu einem mittelalten Mann mit leicht eingestaubten Ansichten.
Irgendwo sehe ich immer noch die Verbindung zur heutigen Zeit in dem Werk, Ödön von Horvaths Buch könnte dabei gut als Warnung durchgehen wie es nie sein sollte.
Ich würde das Buch vorsichtig empfehlen, falls du Lust auf deprimierende Klassiker mit staubigem Nachgeschmack und jeder Menge Sexismus hast.
ZWEI von fünf Kompassi (Kompassen? Kompassa?) 🧭
- Andrea Maria Schenkel
Tannöd
(803)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: Mitte der 50er Jahre wird eine sechsköpfige Familie auf einem abgelegenen Hof erschlagen aufgefunden. Der Mörder konnte nie gefasst werden. Wenn das jemandem bekannt vorkommt, dann liegt es wohl daran, dass die Geschichte von „Tannöd“ eine wahre Begebenheit ist. Die Autorin bietet uns hier in diesem Roman eine mögliche Auflösung, wie diese unfassbare Tat eventuell zustande gekommen ist.
Meine Meinung: Der Schreibstil sowie die Sprache wirken leicht „angestaubt“, was dieses kleine Büchlein sicherlich nicht zu einem Pageturner im herkömmlichen Sinne macht. Auch die vielen katholischen Litaneien tragen nicht unbedingt zu einem flüssigen Lesegenuss bei.
Dennoch fängt die Autorin für mich die Geschichte da auf, wo sie stattgefunden hat. Und das heißt eben auch, in der Sprache des Ortes und die beklemmende, gottesfürchtige Stimmung darf da nicht fehlen. Für mich hat sie es geschafft, eine durchgehend düstere Atmosphäre zu kreieren.
In diesem Roman kommen die einzelnen Dorfbewohner zur Sprache und erzählen aus ihrer Sicht, wie sie die Menschen auf dem Dannerhof in Tannöd wahrgenommen haben. Hier ist natürlich auch viel Tratsch und Klatsch dabei, wie eben auf den Dörfern so üblich. Mit der Auflösung kann ich ganz gut leben. Ich finde, es könnte durchaus so gewesen sein, ohne dass ich mich mit dem echten Mordfall näher beschäftigt habe. Das Stück kann ich mir recht gut auf der Theaterbühne vorstellen.
Mein Fazit: Hier bin ich mal aus meinem üblichen Genre ausgebrochen, es muss ja nicht immer der moderne Thriller sein. Mir hat das Buch ganz gut gefallen, aber länger hätte es nun auch nicht sein müssen! Ob der Erzählstil einem nun liegt oder nicht, muss jeder für sich selber entscheiden!
- Karin Slaughter
Entsetzen
(450)Aktuelle Rezension von: steffi.liestNach viel zu langer Zeit habe ich endlich den 2. Band der Will Trent-Reihe gelesen. Und mal wieder frage ich mich, warum ich ihn so lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher hab schmoren lassen, wo ich doch eigentlich ein Fan der Autorin bin.
Das Buch beginnt damit, dass Abigail Campano in ihrer Villa die 17-jährige Kayla Alexanders ermordet vorfindet. Abigail denkt, die Tote sei ihre Tochter Emma. Über ihr steht ein Mann mit einem Messer in der Hand, den Abigail für den Mörder hält. Es kommt zu einem erhitzten Kampf, bei dem der Mann letzten Endes stirbt. Es stellt sich jedoch heraus, dass er gar nicht der Mörder war und wahrscheinlich nur helfen wollte. Kayla war die beste Freundin von Emma. Von Emma selbst fehlt jede Spur, genauso wie von dem Mörder. Wie es aussieht, wurde sie von dem Täter entführt. Will Trent vom Georgia Bureau of Investigation ermittelt gemeinsam mit Faith Mitchell - Detective der Atlanta Police. Die Zeit rennt und sie möchten das Mädchen unbedingt lebend finden.
Will und Faith sind anfangs nicht besonders begeistert, dass sie miteinander arbeiten sollen, denn Will ist sehr unbeliebt beim Atlanta Police Department und sorgte unter anderem auch dafür, dass Faith´s Mutter in die Frühpensionierung gezwungen wurde. Beide sind spannende Charaktere, wobei ich zugeben muss, dass Will und sein "Problem" nicht so ganz glaubwürdig sind. Dennoch mag ich seine ganz eigene Art und Weise, wie er die Fälle löst und bin sehr neugierig, noch mehr aus seiner Vergangenheit zu erfahren. Auch Faith wird man hoffentlich in den Folgebänden noch besser kennenlernen.
Den Fall an sich fand ich unglaublich spannend und auch die Auflösung gelungen. Besonders gefallen hat mir der Epilog. Man erfährt auf sehr berührende und bedrückende Weise, wie das Leben der Betroffenen nach der Aufklärung des Falls weitergeht. Allgemein hat Karin Slaughter ein unglaubliches Talent dafür, das Innenleben der handelnden Personen darzustellen.
Ich musste zwar anfangs erstmal wieder in den Stil der Autorin reinfinden, der sehr direkt, manchmal auch ein wenig derb ist. Aber im Laufe des Buchs bin ich wieder richtig warm damit geworden und ich möchte nun unbedingt zeitnah die nächsten Bände der Reihe lesen.
- Almut Hielscher
Mord am Waterberg
(11)Aktuelle Rezension von: Lese_gerneKatrin möchte nur ihre ermordete Schwester Anna aus Namibia zurückholen. Der Kurzaufenthalt nimmt eine unerwartete Wendung. Sie kann nicht glauben, dass der erst 17jährige Täter Anna ermordet haben soll. Katrin ermittelt eigenständig, als sie von der Polizei keine Hilfe erhält. Dabei stößt sie auf Misstrauen der Namibier, die immer noch unter den Folgen des Völkermordes an ihren Ahnen leiden. Katrin ist im Zwiespalt. Soll sie die gefährliche Spur weiterverfolgen oder soll sie lieber nachhause fliegen und alles ruhen lassen. Vieles deutet auf einen Rachemord hin, der mit der Kolonialherrschaft Anfang des 20.
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„Mord am Waterberg“ war für mich weniger ein Krimi. Das Buch ist natürlich spannend aufgebaut. Allerdings sehe ich das Buch eher als Familiendrama und geschichtliche Lehrstunde für die Schlacht am Waterberg, die 1904 unter General Lothar von Trotha gegen die namibische Bevölkerung geführt und so zum Völkermord wurde. Ab da ist auch klar, warum das Buch im Jahr 2004 handelt. Hier jährt sich dieses Massaker zum 100. Mal. Außerdem ist das Thema gerade auch sehr aktuell, da der deutsche Staat sich eigentlich bis zur Bundestagswahl bei den Hereros entschuldigen wollte. Das Buch hat mir gut gefallen. Ziemlich am Schluß ist mir ein Logikfehler mit einem Datum aufgefallen. Außerdem habe ich einige Rechtschreibfehler bemerkt und kann so sagen, dass das Buch schlecht lektoriert ist. Mir selbst hat es nichts ausgemacht, dass das Buch weniger ein Krimi ist, da ich an Geschichte immer interessiert bin und bis dahin von den Hereros fast nichts wusste. Aber wer jetzt einen typischen Krimi erwartet könnte enttäuscht sein. Da mir im Buch eben ein Logikfehler und die Rechtschreibfehler aufgefallen sind, das Genre nicht ganz Krimi entspricht gebe ich dem Buch eine Bewertung von *** Sterne. - Agatha Christie
Sie kamen nach Bagdad
(39)Aktuelle Rezension von: Doreen_KlausDie junge Victoria ist sprunghaft und nimmt das Leben wie es kommt. Als sie, wiedereinmal, ihre Stellung als Stenotypistin verliert ist sie nicht lange unglücklich. Im Park trifft sie auf den gutaussehenden Edward und nach einem kurzen Gespräch ist ihr klar, sie muss den jungen Mann wiedersehen. Dumm nur, das dieser gerade zu einem längeren Aufenthalt nach Bagdad unterwegs ist.
Agatha Christie, die Queen of Crime kennen die meisten eher durch ihre Krimis um den schrulligen Hercules Poirot, oder die altjüngferliche Miss Marple. Allerdings hat die Autorin auch einige Spionagegeschichten verfasst und eine davon ist diese hier.
In bekannter Manier werden die Figuren ei geführt, direkt zu Beginn allerdings gleich eine größere Anzahl, ohne dass der Leser weiß, wer davon wichtig ist und in welcher Beziehung die Figuren zueinander stehen. Leider macht das den Anfang etwas unübersichtlich. Ich liebe die Bücher der Autorin, habe aber oft Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, auch hier war das der Fall.
Die Story an sich ist schon spannend, aber leider doch auch stark konstruiert und oft sehr undurchsichtig. Das typische "mitkriminalisieren", das ich bei ihren klassischen Krimis so liebe kommt hier eher nicht zustande, obwohl man zum Ende schon merkt, dass die Autorin ihrer Leserschaft durchaus Hinweise einstreut.
Die Geschichte lebt sehr von ihrer polarisierenden Hauptfigur, der fast kindlich naiven Victoria. Vielleicht nicht eines ihrer besten Bücher, aber ein guter Einblick in die weiteren Arbeiten der Autorin.
- Tess Gerritsen
Todsünde
(996)Aktuelle Rezension von: JanaBabsiDie Gerichtsmedizinerin Maura Isles wird nach Graystones Abbey gerufen. Das Kloster wurde überfallen und in der Kirche des Ordens der Schwestern unserer lieben Frau vom Himmlischen Licht wurden 2 Opfer gefunden.
Bei dem einen Opfer handelt es sich um Schwester Camille, 20 Jahre alt und die erste Novizin in diesem Kloster seit 15 Jahren. Camille ist an ihren schweren Schädelverletzungen und Gehirnblutungen gestorben. Das zweite Opfer ist die 68jährige Schwester Ursula, die die gleichen schweren Kopfverletzungen erlitten hat, ihren Verletzungen jedoch noch nicht erlegen ist. Die Ärzte im St.-Francis-Hospital versuchen alles, um ihr Leben zu retten,.
Bei der Obduktion von Camille finden sich eindeutige Hinweise darauf, dass die junge Frau vor sehr kurzer Zeit ein Baby bekommen hat. Im Kloster weiß jedoch niemand von einem Baby bzw. einer Schwangerschaft der Toten.
Die nächste Leiche, zu der die Pathologin Maura Isles gerufen wird, findet sich in den verfallenen Räumen eines ehemaligen italienischen Restaurants. Es handelt sich um eine Frau, deren Füße und Hände fehlen und am restlichen Körper haben sich die Ratten die Bäuche vollgefressen, so dass eine Identifizierung der Toten zunächst unmöglich scheint. Aber auch diese Tote „erzählt“ einen Teil ihrer Geschichte unter den erfahrenen Händen von Maura Isles während der Obduktion. Bei dem Hautausschlag, unter dem die Frau zu Lebzeiten gelitten hat, handelt es sich um Lepra.
Detective Jane Rizzoli und die Gerichtsmedizinerin Maura Isles haben schon früher gemeinsam Ermittlungen durchgeführt und auch in diesen beiden Fällen arbeiten sie zusammen an der Aufklärung. Je mehr Fakten sie über die Toten zusammentragen, desto offensichtlicher wird, dass es zwischen Schwester Camille und der „Rattenfrau“ eine Verbindung gibt. Aber welche?
Die beiden Hauptprotagonistinnen Jane Rizzoli und Maura Isles sind mir aus dem TV bekannt, die Krimi-Serie „Rizzoli & Isles“ lief ungefähr zwischen 2010 und 2016/2017 auf VOX und ich habe die Serie damals geschaut.
Die beiden Ermittlerinen sind (zum aktuellen Zeitpunkt der Handlung) nicht befreundet, dazu kennen sie sich zu wenig, aber sie interagieren auf einer Basis miteinander, die auch das eine oder andere private Wort zulässt. Beide haben aktuell Probleme mit den Männern ihn ihrem Leben, was natürlich auch Auswirkungen auf ihren Beruf hat; und einer der beiden Männer hat mehr mit dem aktuellen Fall zu tun, als erwartet.
Die privaten Probleme von Rizzoli & Isles sind vorhanden und werden thematisiert, überschatten aber nicht die Geschichte, was ich als sehr angenehm empfunden habe.
Das Buch ist in 24 Kapitel eingeteilt, die von einem auktorialen Erzähler abwechselnd aus der Sicht von Jane und Maura erzählt werden. So ist man als Leser immer ganz nah an den Gedanken und Handlungen der Protagonisten dran. Die Autorin war früher selbst als Ärztin tätig, was man u. a. an den detaillierten Obduktions-Beschreibungen bemerken kann. Für zartbesaitete Menschen kann das eventuell zu detailliert sein. Ich kann so etwas gut lesen, kann es aber im TV nicht anschauen.
Ich kann jetzt keinen Vergleich zu den Büchern davor oder danach ziehen, bei „Todsünde“ handelt es sich um den 3. Fall von „Rizzoli & Isles“, da ich keines der anderen Bücher gelesen habe, ich kann nur beurteilen, dass mir dieses Buch hier sehr gut gefallen hat und ich es in kürzester Zeit gelesen hab. Die Handlungsstränge der Ordensschwester Chamille und der „Rattenfrau“, die zu Anfang beide parallel laufen und keine offensichtliche Gemeinsamkeit haben, laufen zum Ende des Buches gekonnt ineinander über und verschmelzen zur Auflösung des Falls miteinander.
Die Autorin hat einen flüssigen und angenehmen Stil, der von Andreas Jäger hervorragend ins Deutsche übernommen wurde. Es gibt Spannung und unvorhergesehene Wendungen, Hochs und Tiefs und zum Ende des Buches gibt es für alles eine Aufklärung: Wo ist das Baby? Wer ist der Vater des Babys? Wer ist die „Rattenfrau“? Welche Verbindung gibt es zwischen Schwester Chamille und der „Rattenfrau“ ? Und warum kam es so wie es kam?
Vielen Dank für dieses kurzweilige Lesevergnügen!
- Manuela Martini
Sommernachtsschrei
(122)Aktuelle Rezension von: SternennebelFranziska soll während einer Party ihren Freund umgebracht haben. Ein Jahr später kommt sie an den Ort des Mordes zurück, um herauszufinden, was damals wirklich passiert ist, denn sie kann sich an die Tat nicht erinnern, weswegen sie auch aus dem Gefängnis entlassen worden ist. Die Unterstützung in dem kleinen Ort ist nicht gerade groß und so muss sie auf sich allein gestellt die Wahrheit herausfinden.
Das Buch "Sommernachtsschrei" von Manuela Martini ist bei Arena erschienen und gehört zur Gattung Jugendbuch.
Das Cover ist typisch für die ArenaThriller, allerdings finde ich, hat es nicht so viel mit der Handlung zu tun.
Sehr interessant ist, dass in diesem Buch weder die Hauptperson das Opfer ist, noch der Mord noch nicht passiert ist. Tatsächlich liegt der Mord schon ein Jahr zurück und die Hauptperson selbst die potenzielle Mörderin, die ihren Freund umgebracht haben soll. Blöderweise kann sie sich an nichts erinnern.
Normalerweise können mich die Bücher dieser Reihe nicht sonderlich überzeugen, sie sind meist sehr vorhersehbar und nicht wirklich spannend. Hier ging mir das etwas anders, obwohl ich mich leider versehentlich selbst gespoilert habe. Aber trotzdem haben sich für mich dann doch noch einige Ergebnisse herauskamen mit denen ich so nicht gerechnet habe.
Die Charaktere sind so naja. Franziska ist eigentlich ein sehr intelligentes Mädchen, nur irgendwie nicht was ihre Freundinnen angeht. Diese sind reiche, verwöhnte Mädchen, die normalerweise ohne Probleme kriegen, was sie wollen. Autofahren ohne Führerschein, das Schuljahr bestehen, obwohl die Noten eigentlich nicht passen, alles kein Problem, die Beziehungen der Eltern werden ausgenutzt. Ziska selbst passt nicht wirklich in diese Welt, trotzdem frage ich mich, ob sie sich nicht besser zu ihr passende Freunde gefunden hätte.
Schön finde ich, wie Franziskas Gefühlswelt beschrieben wird, dass sie das Gefängnis immer wieder in ihren Träumen, aber auch im realen Leben heimsucht, dass sie mit dieser Ungewissheit nicht klarkommt, ob sie es jetzt war oder nicht und die Angst vor den Blicken und Reaktionen der Leute in Kinding.
Ein bisschen schade fand ich, dass der "Show-Down" sich bis zum Ende hingezögert hat, der Schluss aber dann sehr abrupt ist.
Fazit: Ein für die Arena-Thriller überraschend spannendes Buch
- Tana French
Sterbenskalt
(297)Aktuelle Rezension von: JosseleDie Originalausgabe erschien 2010 unter dem Titel „Faithful Place“. Interessanterweise hat der Leser es erneut mit einem anderen Ich-Erzähler der Dubliner Polizei zu tun. Nach Detective Rob Ryan von der Mordkommission im ersten, seiner, im zweiten Band bereits ehemaligen, Teamkollegin Cassie Maddox im zweiten, handelt es sich in diesem dritten Band um Frank Mackey, den Leiter verdeckte Operationen, der im zweiten Band Cassies Chef war. Mackey wird von seiner Vergangenheit eingeholt, als nach zwanzig Jahren der Koffer seiner damaligen Freundin Rosie Daly gefunden wird, mit dem sie vorhatte, nach England durchzubrennen. Bis dahin hat Mackey geglaubt, Rosie habe ihn versetzt und sei ohne ihn abgereist. Als dann Rosies Leiche gefunden wird, wenig später sein Bruder Kevin stirbt und die Polizei bei Kevin den ersten Teil von Rosies damaligem Abschiedsbrief findet, wird Frank Mackey bewusst, dass die Ereignisse vor über 20 Jahren anders abliefen als er die ganze Zeit glaubte.
Allen bisherigen drei Bänden ist gleich, dass die Vergangenheit eine tragende Rolle spielt und die aktuellen Ereignisse ihre Wurzeln in der Vergangenheit haben.
Ausführlich beschreibt die Autorin das Milieu, aus dem der Ermittler stammt, eine alte, teils heruntergekommene Arbeitersiedlung, deren Gentrifizierung gerade begonnen hat. Dem ein oder anderen mag das zu wenig actionreich sein, ich fand es in diesem Krimi ausgesprochen gut passend. Wer sich für diesen Roman interessiert, dem sei geraten, sich an der auf der Vorderseite aufgedruckten Genreeinordnung „Kriminalroman“ zu orientieren und nicht an dem dort sogar fett aufgedruckten deutschen Titel „Sterbenskalt“, der deutlich zu reißerisch gewählt und deshalb unpassend ist. Es ist mir ein Rätsel, was den Verlag geritten hat, den passenden Originaltitel „Faithful Place“ zu dergestalt verändern, dass der Titel einen Thriller vermuten lässt. Ich vermute mal, dass die Autorin dafür am wenigsten etwas kann.
Eindrucksvoll schildert French die Schwierigkeiten, die sich für den Protagonisten Frank Mackey aus seiner Herkunft ergeben, Probleme, die vielfach in ihm selbst angelegt sind und auch durch eine wohlmeinendes, enges Umfeld nicht aus der Welt geschaffen werden können, sondern ihn ein Leben lang begleiten. Auch durch Kappung der Verbindung zu seiner Familie kann er ihnen nicht auf Dauer entgehen, sondern sie nur eine Zeitlang ignorieren.
Immer wieder lässt die Autorin Frank Mackey und seine Familie in die Vergangenheit zurückblicken und motiviert so für den Leser die gegenwärtige Handlung. Sie lässt dabei durchblicken, dass es Nuancen im Werdegang sein können, die ein ganzes Leben beeinflussen können bis hin zum verfrühten Tod.
Der Kriminalfall gerät darüber fast ein wenig in den Hintergrund, schwingt aber in jeder Zeile latent mit, auch wenn die Auswahl an Tatverdächtigen klein ist. Überhaupt kommt die Geschichte mit einer erstaunlich kleinen Personenzahl aus.
Am Schluss hätte ich mir noch ein wenig mehr Aufklärung gewünscht, wie es nun genau abgelaufen ist, gestehe der Autorin aber zu, dass ein Geständnis der vorherigen Charakterisierung des Täters zuwidergelaufen wäre. Dennoch fällt das Ende ein wenig ab, weil aus meiner Sicht einige Dinge nicht so richtig auserzählt sind. Vier Sterne.
- P. D. James
Death Comes to Pemberley
(23)Aktuelle Rezension von: KaterinaFrancescaIn dieser Stolz & Vorurteil Fortsetzung sind Elizabeth und Dary inzwischen 6 Jahre verheiratet und haben bereits 2 Söhne. Am Abend vor dem jährlichen Lady Annes Ball erreicht eine hysterische Lydia uneingeladen Pemberley und behauptet, ihr Mann Wickham sei auf dem Weg ermordet worden. Als eine Suchmannschaft den Wald Pemberleys durchkämmt, finden Sie einen betrunkenen Wickham, der über der Leiche seines Freundes Captain Denny lehnt. Was folgt ist ein Prozess, der das Ansehen der Darcys sowie Wickhams Leben in Gefahr bringt.
Ich habe den Roman vor allem gelesen, da ich die BBC-Verfilmung dazu gesehen habe (ganz großartig). Bedauerlicherweise muss ich sagen, dass die Verfilmung weitaus besser als der Roman ist und auch den plot etwas ausdehnt. Zwar hatte ich den Roman zügig gelesen, dennoch kam mir besonders die Beziehung des beliebtesten Liebespaars von Jane Austen viel zu kurz. Im Fokus stand vor allem der Prozess und die Aufklärung des Verbrechens und dem Leser/der Leserin wurden nur wenig Einblicke in die Beziehung von Lizzy und Darcy gewährt (tatsächlich gab es wenig Szenen zwischen den Beiden). Bei einer Fortsetzung von P&P erscheint mir wichtig zu sehen, wie sich ihre Beziehung entwickelt hat und leider kommt dies hier etwas zu kurz. Außerdem fand ich die Entwicklung von Wickham etwas unglaubwürdig, bedenkt man dessen ursprüngliche Darstellung in Jane Austens P&P. Zwar bietet das Buch ein Wiedersehen mit alten Bekannten (Lizzys Schwester Jane und ihrem Mann Bingley), dennoch ist es mehr Crime als Romance und daher für mich etwas enttäuschend. - Peter Märkert
Schweigen ist tod
(14)Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310Engel wartet. Dann sind alle verschwunden, nur Windich ist noch im Haus. Mit dem harten Bewährungshelfer hat Engel eine Rechnung offen. Doch sofort geraten sie aneinander und dann ist Windich tot. Engel beseitigt seine Spuren und sorgt dafür, dass niemand ihm etwas nachweisen kann. Dafür geht er sogar über Leichen. Hauptkommissar Kramer ist auf die Unterstützung von Windichs Kollegen und deren Klienten angewiesen. Zusammen mit der Bewährungshelferin Marie Marler macht er sich auf die Suche nach dem Täter.
Dieser Justiz-Krimi hat mir sehr gut gefallen. Man erfährt viel über die Polizeiarbeit und die Arbeit der Bewährungshelfer.
Die Charaktere sind gut und authentisch beschrieben. Wir lernen eine ganze Reihe von Klienten der Bewährungshelfer kennen, die natürlich alle Dreck am Stecken haben. Dabei erfahren wir natürlich auch, wie sie in ihren Schlamassel hineingeraten sind. Während Windich sehr hart war, nimmt sich Marie Marler Zeit für ihre Klienten und behandelt sie gut.
Aber auch Hauptkommissar Christian Kramer gefällt mir. Er weiß, dass er ohne die Unterstützung von Marie Marler wohl nicht weiterkommt und arbeitet mit ihr zusammen.
Den Täter kennen wir von Anfang an, doch wer hinter dem Spitznamen „Engel“ steckt, da bleibt sehr lange verborgen. Dafür aber können wir seine Gedankengänge nachvollziehen.
Ein spannender und sehr authentischer Justiz-Krimi.