Bücher mit dem Tag "erich kästner"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "erich kästner" gekennzeichnet haben.

101 Bücher

  1. Cover des Buches Emil und die Detektive (ISBN: 9783855356034)
    Erich Kästner

    Emil und die Detektive

     (626)
    Aktuelle Rezension von: living_in_a_bookworld

    Damals wie heute macht es einfach Spaß, dieses Buch zu lesen, egal in welchem Alter.

    Als LeserIn begleitet man Emil auf seiner Reise nach Berlin, wo er einen Dieb jagt, Freunde findet und die Großstadt erkundet.

    Gleichzeitig zu der aufregenden Verfolgungsjagd wird auch die wundervolle Botschaft vermittelt, dass man (auch wenn man sich klein und verloren fühlt) das Böse besiegen kann, wenn man Freunde hat, auf die man sich verlassen kann.

    Super schön sind auch die Illustrationen zu Beginn und auch während der Geschichte, durch welche das Buch noch eine weiter intermediale Ebene erhält.

    Sich diesen Kinderklassiker mal genauer anzusehen, falls man ihn nicht noch aus der Kindheit kennt, ist also absolut zu empfehlen.

  2. Cover des Buches Fabian (ISBN: 9783038820086)
    Erich Kästner

    Fabian

     (321)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Der junge Fabian, arbeitsloser Student im Berlin Mitte der 1920er Jahre streift ziellos durch die Metropole. Dabei kommt er nicht nur durch das Nachtleben, den Luxus, die Bordelle und die Sonnenseite, sowie auch die Schattenseiten und das Elend. Dabei lernt er die Liebe kennen, die Menschen und deren falsches Gesicht, aber auch das persönliche Scheitern.

     

    Der Autor erzählt die bewegenden Zeiten in Berlin in den 1920er Jahren mit allen Schattenseiten und Glanzpunkten. Die Großstadt und das moderne Leben werden großartig erzählt und ironisiert. Dadurch gelingt ein, aus heutiger Sicht historischer Blick, auf die Zwischenkriegszeit und das Leben vor dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft, der immer noch aktuell und lesenswert ist.

  3. Cover des Buches Das fliegende Klassenzimmer (ISBN: 9783855356072)
    Erich Kästner

    Das fliegende Klassenzimmer

     (449)
    Aktuelle Rezension von: Janosh

    Obwohl Erich Kästner zeit seines 75 Jahre währenden Lebens so vieles geschrieben hat, über Essays, Theaterkritiken, Glossen und Drehbüchern bis hin zu seinen unvergleichlichen und fürwahr zeitlosen Gedichten, über Parabeln bis zu Romanen für Erwachsene, so wird er doch von der Nachwelt vor allem als Kinderbuchautor wahrgenommen, als Autor von Büchern also, die die Zeiten überdauert haben, wie „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“, „Das doppelte Lottchen“ und eben sein wohl berühmtestes und des Dichters liebstes Werk, „Das fliegende Klassenzimmer“, zu dem ich im Folgenden einige Gedanken formulieren möchte – mit denen ich diesem Kinderbuchklassiker, dessen bin ich mir bewusst, kaum gerecht werden kann. Doch mehr würde den Rahmen einer Rezension sprengen, derer es, seit dem Erscheinen der Geschichte, gar viele gibt und gegeben hat, von denen die einen voll des überschwänglichen Lobes sind für den Dichter mit der pointierten, freundlich-ironischen, überaus ausgewählten Sprache, andere aber auch voller scharfer Kritik, die vor allem an dem, so wird behauptet, längst nicht mehr zeitgemäßen, ja sogar gefährlichen Bild von Gehorsam, Moral und sogar Freundschaft festgemacht wird.

    Dazu bliebe anzumerken, dass „Das fliegende Klassenzimmer“, des Moralisten und lebenslangen Kindes Erich Kästner dritter Roman für junge Leser, kurz vor Weihnachten 1933, einem schicksalsträchtigen Jahr, in dem die Weichen für eine unheilvolle Zukunft längst gestellt waren, veröffentlicht wurde – und dies trotz der Tatsache, dass der Autor, der im Mai desselben Jahres der Bücherverbrennung, auch seiner eigenen Werke, beigewohnt hatte, einer der verbotenen war. Erst 1936 wurden auch seine Kinderbücher endgültig beschlagnahmt, um im Ausland zum Glück weitergelesen und nach dem Krieg auch in Deutschland zu gern gelesenen Dauerbrennern zu werden. Seit dem Erscheinen des von Walter Trier so liebenswert illustrierten Buches haben sich naturgemäß die Sprache ( leider, möchte man fast sagen ), die Erziehung und die Lebensumstände, unter denen Kinder heutzutage groß werden, gewandelt, die Werte und Moralvorstellungen jedoch kaum. Und die in der Geschichte thematisierten Grundprobleme – Verlassenwerden, der Wunsch nach Anerkennung, die Sehnsucht nach Freundschaft wie auch die Einschränkungen durch Armut – sind mit Gewissheit nicht zeitgebunden. Damals wie heute mussten sich die Kinder ihren Problemen stellen.

    Als „Bollwerk der Freundschaft“ wurde „Das fliegende Klassenzimmer“ bezeichnet, als Mutmachbuch, das die jungen Leser und ihre Sorgen und Ängste ernst nimmt – wie alle Kästner-Bücher das tun, denn der Dichter hat im Gegensatz zu vielen anderen Erwachsenen die eigene Kindheit mit ihren vielfältigen Härten und Nöten nicht vergessen -, als eine Geschichte über Stärken und Schwächen, über Mut und Herausforderungen. Dem kann ich nur beipflichten! Darüberhinaus ist auch viel vom Unglücklichsein, von Traurigkeit die Rede, einer Traurigkeit, so zeigt der Dichter immer wieder, die freilich durch Mut und Klugheit überwunden werden kann – was keine leeren Worte sind, denn Kästner war der Meinung, dass Kindertränen nicht kleiner seien als die der Erwachsenen und dass es im Grunde gar nicht wichtig ist, worüber man traurig ist. Allein das Gefühl zählt und mit dem muss man sich auseinandersetzen.

    Die Roman-Kinder des Philosophen und verhinderten Lehrers, Dr. Erich Kästner, gebürtig aus Dresden, sind mutige und moralische Helden; sie sind unabhängig und selbständig und sie besitzen außerdem – und auch das findet man in allen seinen Kinderbüchern – meist mehr Vernunft und Verstand als die Erwachsenen. In Kenntnis der Kindheit des Autors kann man nicht umhin, hier starke autobiographische Züge zu konstatieren! Doch hat er in vorliegender Geschichte seinen Protagonisten, den fünf etwa 13 bis 14jährigen Jungen, von denen im Übrigen keiner im Mittelpunkt steht, da jeder einzelne von ihnen wichtig ist, zwei starke Erwachsene zur Seite gestellt, beide fair und gerecht und den Jungen zugewandt, von denen der eine der allseits geschätzte, ja geliebte Hauslehrer Dr. Bökh mit dem bezeichnenden Spitznamen „Justus“ ist. Er ist die Idealfigur von einem guten Lehrer, einem, der Kästner selbst gerne gewesen wäre, einem, der nicht nur ein Lehrender sondern eben auch ein Lernender ist, einem der immer Neues aufnimmt anstatt Altes weiterzugeben. So ist er jemand, der den ihm anbefohlenen Schülern auf Augenhöhe begegnen kann und der, betrachtet man es genauer, eher auf deren Seite als auf die der üblichen ignoranten Erwachsenen gehört.

    Inzwischen dürfte auch denen, die bisher noch nicht das Glück hatten, „Das fliegende Klassenzimmer“ - ob nun in der zu bevorzugenden Buchform oder als eine der vielen Verfilmungen – kennenzulernen, der Verdacht gekommen sein, dass die Geschichte in einem Internat spielt. Die Helden selber bereiten sich – es ist kurz vor Weihnachten – auf ein Theaterstück vor, das einer der Ihren, der elternlose und introvertierte Johnny Trotz, verfasst hat und für dessen Kulissen der Gerechtigkeitsfanatiker und Sohn armer Eltern, darüberhinaus Klassenprimus Martin Thaler verantwortlich zeichnet. So manches ereignet sich an den wenigen Tagen, die in dem Roman nicht in eine durchgehende Haupthandlung verpackt werden, sondern eher in einzelne Episoden, nämlich einen Kampf zwischen den Gymnasiasten und den Realschülern, bei dem es recht heftig zur Sache geht, den Proben zum bereits erwähnten Theaterstück, dessen Titel identisch ist mit dem des Buches, der Mutprobe des ängstlichen und darüber unglücklichen kleinen Uli, der Zusammenführung des Hauslehrers „Justus“ mit seinem treuen Freund aus eigenen Schultagen, dem von den Jungen „Nichtraucher“ genannten ehemaligen Arzt, der in einem ausrangierten Eisenbahnwaggon lebt, und schließlich den Sorgen Martin Thalers, dessen Eltern kein Geld für eine Fahrkarte haben und der deshalb Weihnachten im Internat verbringen soll und sich immer wieder ermahnt, stark zu sein und auf keinen Fall zu weinen.

    Eingerahmt werden diese Handlungsstränge durch einen Prolog und einen Epilog, in denen der Autor höchstselbst auftritt und uns über die Entstehung des Buches berichtet respektive einen Ausblick gibt auf die weitere Entwicklung von Martin, Johnny, dem selbstgefälligen und oft überheblich erscheinenden Sebastian, der sich mit Vorliebe schwierigsten Themen widmet, von Uli und seinem großen Freund Matthias, genannt Matz, der seinem Vorbild, der Box-Legende Max Schmeling nacheifert und sich durch einen unstillbaren Hunger und enorme physische Kraft gepaart mit ebensolcher Gutmütigkeit auszeichnet.

    Vor- und Nachworte werden freilich oft überblättert und sind mir genauso oft ein regelrechtes Ärgernis – nicht so jedoch bei Erich Kästner, der berühmt ist für seine sehr persönlichen Prologe und Epiloge. Diese geben nämlich nicht nur Zeugnis von seiner schriftstellerischen Brillianz sondern sind auch wesentliche Bausteine seiner Bücher und haben wichtige Funktionen: sie wecken das Interesse  und machen ganz gewiss neugierig auf mehr. Zudem dienen sie moralischen Zwecken, die im „Fliegenden Klassenzimmer“ eine sehr ernst gemeinte, aber im leichten Plauderton vorgetragene Mahnung sind, sich der Kindheit zu erinnern, egal, wie alt man ist, so dass man nie vergisst, wie traurig und unglücklich Kinder zuweilen sein können. Da kann man nur hoffen, dass dieser nachdrückliche Appell Früchte zeitigen möge!

  4. Cover des Buches Drei Männer im Schnee. Inferno im Hotel (ISBN: 9783038820161)
    Erich Kästner

    Drei Männer im Schnee. Inferno im Hotel

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Anita27a

    Der Winter ist die beste Jahreszeit um diese nette Verwechslungskomödie von Erich Kästner zu lesen. Mehrmals verfilmt und auf vielen Theaterbühnen gespielt, ist einem die Geschichte irgendwie vertraut.
    Ein reicher Fabrikant, Geheimrat Tobler, nimmt an einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma teil und gewinnt prompt den 2. Platz.
    Der Preis ist ein Aufenthalt in einem namhaften Grandhotel in den Alpen. Tobler, der Millionär, ist ein unkonventioneller Mann und nimmt sich vor die Reise inkognito anzutreten, als Normalbürger, oder sogar eher als ärmlicher Zeitgenosse.
    Begleiten darf ihn nur sein Diener der treue Johann, der während des Hotelaufenthaltes einen reichen Reedner zu spielen hat.
    Die Tochter und die Hausdame sind entsetzt und so kommt es, dass diese die Direktion vorwarnen mit der guten Absicht dem Vater den Aufenthalt doch etwas angenehmer zu gestalten.
    Den ersten Platz gewinnt ein sympatischer mittelloser Schriftsteller und Werbetexter, der nun, wie soll es anders sein, von der Hoteldirektion fälschlicherweise für den inkognito reisenden Millionär gehalten wird.
    Nun beginnt ein amüsantes Verwechslungsspiel indem mit manchem Klischee gespielt wird.
    Eine leichte Komödie, die sich flüssig liest. Einfacher Satzbau , leichte Sprache, fast schon wie ein Kinderbuch. Kästner hat eine Verwechslungskomödie geschrieben, die heute etwas aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Da gibt es einige Passagen , die einem durchaus sauer aufstoßen. So wird hier ein Frauenbild gezeichnet, bei dem man sich stellenweise fragt: "Meint der das ernst oder ist das vielleicht doch hoffentlich Ironie" In einem der Vorwörter z.B. gibt es die Geschichte mit den Maulschellen, die man seiner Verlobten verpassen solle um sie zur Vernunft zu bringen. Das ist so dermaßen arrogant, dass man fast schon geneigt ist zu glauben, Kästner meine das nicht ernst. Sätze
    wie : "Wenn eine Frau gehorcht , darf sie auch gebildet sein" sind wahrscheinlich lustig gemeint, genauso wie die Rolle des Dieners, dessen einziger Lebenssinn das Dienen, aufräumen und sauber machen ist.
    Als gebildeter Mann, kann Kästner das nicht ernst gemeint haben. Davon würde ich gerne ausgehen, denn immerhin schreibt er ja eine Komödie. An diesen Stellen blieb mir jedoch das Lachen ein wenig im Halse stecken.
    Nichtdestotrotz mag ich die Geschichte sehr. Tatsächlich hat die Lektüre etwas in mir berührt.
    Ein zärtliches Gefühl von Wohligkeit, Erinnerungen an die Kindheit (Jahrgang 1966). Eingekuschelt auf dem Sofa ist es zu lesen dieses Buch, mit einer schönen Tasse Tee. Idealerweis sollte es draussen schneien.....

    Obwohl ich einiges durchaus kritisch sehe, betrachte ich das Ganze sehr wohlwollend. Damals wie heute brauchen die Menschen einfach manchmal Geschichten, die einem das Herz wärmen. In den 30er JAhren vielleicht noch mehr als heute. Das hat er geschafft.
    Ich habe mich vor diesem Hintergrund sehr wohl gefühlt und habe mir vorgenommen diesen Erich Kästner noch näher kennenzulernen. Warum? Er war ja offentsichtlich nicht nur ein Kinderbuchautor und Verfasser leichter Komödien. Er hat auch Bücher geschrieben wie z.B.. "Fabian" . Die Nationalsozialisten haben seine Werke verbrannt. Er bekam Publikationsverbot und das sicher nicht wegen solcher Geschichten wie "Drei Männer im Schnee".
    Von mir gibt es vier Sterne. Ein Punkt Abzug wegen der o.g. kritischen Anmerkungen.





  5. Cover des Buches Früher war mehr Lametta (ISBN: 9783257235357)
    Daniel Kampa

    Früher war mehr Lametta

     (24)
    Aktuelle Rezension von: wasichgelesenhabe
    Ich habe mir dieses Buch als Adventskalender-Buch vorgenommen und habe im Dezember an jedem Tag eine neue Kurzgeschichte gelesen. Dadurch wurde es zu einem netten und kurzweiligen Begleiter in der Adventszeit.

    Die Geschichten und Gedichte sind nicht als Stimmungsbringer für die Weihnachtszeit gedacht, sondern sollen vielmehr die Weihnachtszeit mit ihrem ganzen Drumherum etwas aufs Korn nehmen. Und doch passt es mit dem weihnachtlichen Hintergrund in jedem Beitrag hervorragend in die Adventszeit.

    Sicher waren einige Geschichten/Gedichte besser als andere, aber im Großen und Ganzen fand ich diese Sammlung sehr interessant und teilweise richtig toll. Es waren Autoren dabei, von denen ich schon immer mal etwas lesen wollte, und nun die Gelegenheit hatte.

    Mein Highlight war übrigens "Erika" von Elke Heidenreich.
  6. Cover des Buches Emil und die drei Zwillinge (ISBN: 9783855356041)
    Erich Kästner

    Emil und die drei Zwillinge

     (63)
    Aktuelle Rezension von: zessi79

    Inhaltsangabe:

    Emil und die Detektive sind nach ihrer erfolgreichen Verbrecherjagd beste Freunde geworden. In den Sommerferien sehen sie sich endlich wieder: Der Professor hat ein Haus geerbt und lädt Emil, Gustav mit der Hupe, Pony Hütchen und den kleinen Dienstag ein, ans Meer zu kommen. Sie haben eine Menge Spaß miteinander, aber als sie die akrobatischen Byron-Zwillinge kennenlernen, finden sie sich plötzlich mitten in einem neuen Abenteuer wieder.

     

    Meinung:

    Emil und die Detektive fand ich richtig toll und ich muss zugeben, dass ich lange nicht wusste, dass Erich Kästner hier noch ein Buch über Emil und seine Freunde geschrieben hat.

     

    Nun habe ich es endlich gelesen und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist toll. Ich mag diesen besonderen Schreibstil von Erich Kästner total gerne. Er ist zwar gewöhnungsbedürftig aber klasse.

     

    Emil und seine Freunde sind tolle Charaktere und man muss sie einfach gerne haben.

     

    Die Geschichte finde ich richtig toll und sie ist mega spannend. Man möchte das Buch nicht mehr aus den Händen legen, sondern wissen, wie es weiter geht.

     

    Wieder ein tolles Buch von Erich Kästner, welches ich absolut empfehlen kann. Allerdings sollte vor diesem Buch unbedingt "Emil und die Detektive" gelesen werden, auch wenn diese Geschichte kurz im Vorspann wiederholt wird.

     

    Fazit:

    Wieder ein tolles Buch von Erich Kästner, auch wenn dieses Buch leider nicht so bekannt wurde. Ich kann es absolut empfehlen!

  7. Cover des Buches Als ich ein kleiner Junge war (ISBN: 9783855356119)
    Erich Kästner

    Als ich ein kleiner Junge war

     (202)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    In dieser Biografie erzählt der beliebte Kinderbuchautor Erich Kästner von seiner Kindheit in Dresden. Da Kästner 1899 geboren wurde ist das Bich nicht nur die Geschichte seiner Kindheit, sondern ebenso ein Stück Zeitgeschichte. Nicht nur der Beginn des ersten Weltkrieges wird thematisiert, man erfährt auch gesellschaftspolitische Sachverhalte wie die Stellung der Frau (wie kann sie es wagen mit ihrem Kind wandern zu gehen) oder auch die damalige Wohn- und Arbeitssituation. Faszinierend und gleichzeitig erschreckend ist es, dass die grundlegenden Probleme der Menschheit auch über 100 Jahre später dieselben sind (wer hat welche Rechte, was ist "normal", psychische Erkrankungen, Krieg,...). Ein kleines aber feines Büchlein, nicht nur für Fans seiner Kinderbücher!

  8. Cover des Buches Pünktchen und Anton (ISBN: 9783855356065)
    Erich Kästner

    Pünktchen und Anton

     (371)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Pünktchen, eigentlich Louise Pogge, hat ein Kindermädchen. Dieses hat aber ihre ganz eigenen Regeln und schleicht sich Nachts mit Pünktchen auf die Straße um für ihren Verlobten Robert zu betteln. Da lernt Pünktchen Anton kennen. Er muss sich um seine kranke Mutter kümmern und hat es nicht so leicht wie die Tochter des Fabrikanten Pogge. Kann es auf Dauer gut gehen was das Kindermädchen da nebenher treibt? Die Pogges werden misstrauisch und Pünktchen und Anton zu Freunden, die es den großen zeigen möchten. Erich Kästners ]Pünktchen und Anton[ ist wohl das bekannteste seiner Bücher. Diese große Geschichte um Freundschaft und Zusammenhalt ist immer noch aktuell und einfach super zu lesen.

  9. Cover des Buches Die Kinderbuchbrücke (ISBN: 9783956143922)
    Jella Lepman

    Die Kinderbuchbrücke

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Jonna_Struwe_Kinderbuchautorin

    Die Kinderbuchbrücke ist die autobiografische Erzählung von Jella Lippmann, die nach dem 2. Weltkrieg Kinder- und Jugendbücher aus aller Herrn Länder nach Deutschland brachte und damit den Grundstein legte für die Internationale Jugendbibliothek in München.

    Im Auftrag der amerikanischen Besatzer hat sie so den Boden bereitet für alle Kinderbuchkreativen in einem damals geistig verarmten Land, eine Herkulesarbeit, von der wir noch heute profitieren.
    Sie hat den Kindern geistige Nahrung gegeben, Seelentrost, einen Blick in die Welt, ihnen Flügel verliehen.
    Jella Lepmann war gebürtige Stuttgarterin, floh als Jüdin, Demokratin, Journalistin vor den Nazis nach England, kehrte im Auftrag der Amerikaner nach D zurück und war überzeugt: Wer solches Grausen wie unter den Nazis verhindern will, muss bei den Kindern anfangen. In Erich Kästner fand sie einen wichtigen Mitstreiter.

    Wie schade, dass ich erst nach 12 Jahren in Stuttgart von dieser großartigen Frau erfahren habe. Einen Besuch in der Internationalen Jugendbibliothek habe ich mir fest vorgenommen.

  10. Cover des Buches Die Zeit ist kaputt (ISBN: 9783407787828)
    Klaus Kordon

    Die Zeit ist kaputt

     (30)
    Aktuelle Rezension von: UteSeiberth
    Klaus Kordon hat eine sehr gut lesbare Biographie über Erich Kästner geschrieben,die in einer Reihe für Jugendliche erschienen ist.Dabei habe ich bemerkt, dass ich doch vieles über Kästner nicht gewußt und auch vergessen hatte.Ich kann diese Biographie nur empfehlen,weil sie so flüssig geschrieben ist!
  11. Cover des Buches Drei Männer im Schnee (ISBN: 9783126757218)
    Erich Kästner

    Drei Männer im Schnee

     (192)
    Aktuelle Rezension von: Charlea

    Da wir in einer Leserunde dieses Jahr schon ein anderes Buch von Erich Kästner gelesen hatten, kam der Gedanke an "Drei Männer im Schnee" für die Winterzeit auf. Begeistert hatte ich auch mit dem Buch angefangen und mochte anfangs auch den für Kästner typischen Humor. Doch schon nach kurzer Zeit hatte mich die Verwechslungskomödie einfach nicht mehr. Da das Buch insgesamt relativ dünn ist und auch der Austausch in einer Leserunde da war, habe ich es dann doch zu Ende gelesen und war auch froh darüber, da ich die zweite Hälfte wieder besser fand, als die erste. Doch auch das Ende war mir dann ein wenig zu plakativ. Nicht, dass es nicht zum Buch gepasst hätte, aber dennoch hatte mich auch das Ende nicht mehr abholen können.

  12. Cover des Buches Der kleine Grenzverkehr (ISBN: 9783038820154)
    Erich Kästner

    Der kleine Grenzverkehr

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Georg stammt aus Berlin und folgt der Einladung eines Freundes zu den Salzburger Festspielen. 1937 aber werden dem jungen Mann die Devisen verweigert und so bezieht er ein Zimmer in Bad Reichenhal. Hier ist er angesehen und hat genug Geld, aber wenn er in den Bus steigt und nach Salzburg hinüber fährt, dann hat er nur ein kleines Taschengeld parat. Sein freund hält ihn aus, aber eines Tages sitzt Georg im Kaffeehaus und vertrinkt sein Taschengeld, aber der Freund kommt nicht und so spricht er eine schöne junge Frau am Nebentisch an. Sie hilft ihm aus und lädt ihn ein und erzählt, dass sie als Dienstmagd in einem Herrenhaus arbeitet. Zwischen den Beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte und die Treffen sind immer großartig und auch mit wenig, kommen sie gut aus, aber Beide haben ein Geheimnis. Ich liebe diese Geschichte von Erich Kästner und finde es ist eine wunderbar komische und sehr liebevolle Geschichte.

  13. Cover des Buches Weltverloren (ISBN: 9783839210772)
    Beate Baum

    Weltverloren

     (6)
    Aktuelle Rezension von: karatekadd
    "Winter in Dresden. Journalistin Kirsten Bertram liegt im Krankenhaus. Dort lernt sie Marianne "Ännchen" Kulka kennen, die von der Familie Erich Kästners abstammt und einer freikirchlichen Gemeinde angehört. Als Ännchen aus der Klinik entlassen wird, beschließt sie, ihr Leben radikal zu ändern. Sie schließt sich einer Initiative an, die im Namen Kästners den Ausbau der Königsbrücker Straße in der Dresdner Neustadt verhindern will. Doch dann wird ein Praktikant des Erich Kästner Museums ermordet und Ännchen ist die Hauptverdächtige. Kirsten ist hingegen von ihrer Unschuld überzeugt und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln ... " (Klappentext)

    DNB / Gmeiner-Verlag / Meßkirch 2. 2010 / ISBN-13: 9783839210772 / 276 Seiten

    * * *

    Erich Kästner kennt jeder. DAS DOPPELTE LOTTCHEN, EMIL´s Detektive, die Freundschaft von PÜNKTCHEN & ANTON, oder die vom KLASSENZIMMER, das fliegen kann. Die Autobiografie ALS ICH EIN KLEINER JUNGE WAR kennen schon nicht mehr so viele. Darin beschreibt ►Kästner seine Kindheit in der Dresdner Neustadt. Dort wurde er in der Königsbrücker Straße im Jahr 1899 geboren. Die Villa seines Onkels Augustin ist heute das ► Erich – Kästner – Museum und steht am Albertplatz, von dem die Königsbrücker Straße in den Dresdner Norden führt.

    Diese ► Königsbrücker Straße ist ein Problem. Ein verkehrstechnisches Problem vor allem, denn in diesem Nadelöhr staut sich täglich der Verkehr und das schon sehr lange. Ich muss das wissen, denn einige Jahre fuhr ich, im Schichtbetrieb arbeitend, genau diese Strecke. Ein paar Minuten zu spät nach der Nachtschicht den Flughafen Dresden verlassen verlängerte eine Fahrtzeit von 20 bis 30 Minuten nach Dresden Reick wegen der Königsbrücker Straße gern mal um weitere 40 Minuten. Vielfältige Ideen um den Aus- und Umbau der Königsbrücker Straße gibt es. Wie in vielen Städten so protestieren auch in Dresden Gruppen von Anwohnern gegen Baupläne verschiedenster Art.

    Dass ist der Stoff, aus dem dieser Roman gemacht wurden ist. Hinzu kommt die Geschichte der Journalistin Bertram und ihres Freundes Andreas, überschattet von der Fehlgeburt ihres Kindes. Der Ex-Freund von Kirsten, der Amerikaner Dale, ist Detektiv und forscht ebenfalls nach den Ursachen des Mordes. Hinzu kommt, dass Marianne Mitglied der „Siebenten Tag Adventisten“ ist, einer protestantische Freikirche mit sehr frommen Mitgliedern, die es auch in ► Dresden gibt. WELTVERLOREN ist daher dieses Ännchen, weltfremd, unerfahren, wirklichkeitsfern aber auch interessiert, will sie doch vielleicht ebenfalls mal Journalistin werden.

    Ein sehr interessanter Romanstoff also, besonders für einen Dresdner, da der ja alle „Bewegungen“ nachvollziehen kann. Aber leider konnte mich der Roman von Beate Baum nicht sonderlich begeistern. Keine der Handlungsstränge, mit Ausnahme der Geschichte von Kirsten und Andreas wurde richtig ausgebaut. Vor allem die Bürgerbewegung zum Thema Königsbrücker Straße beschränkt sich auf ein paar Punks und Spinner mit unrealistischen Ideen. Zwischenzeitlich versucht Frau Baum, den Leser auf eine falsche Fährte zu locken, indem sie einen Lokalpolitiker in den Focus rückt. Die Dresdner Kripo besteht aus einem schlauen Hauptkommissar kurz vor der Pension und sonst aus wohl gelangweilten Beamten. Der klassische Konflikt zwischen Journalismus und Polizei erscheint auch nicht sonderlich spannend, auch wenn da ein Detektiv mitmischt, der nicht genau weiß, was er eigentlich will.

    Alles in allem hätte Beate Baum wohl mehr daraus machen können. Trotzdem ärgere ich mich nicht, den Roman gelesen zu haben. Schließlich geht es um meine Heimatstadt. Es ist bestimmt nicht das letzte Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Zumal die Hauptfigur, Kirsten Bertram in weiteren Romanen wirkt.

    * * *

    Beate Baum wurde 1963 in Dortmund geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft, Germanistik und Politologie in Bochum und arbeitete bei einer Thüringer Tageszeitung. Heute lebt sie als freie Krimiautorin sowie Kultur- und Reisejournalistin in Dresden. Bislang sind drei Kriminalromane um die Journalistin Kirsten Bertram sowie zahlreiche Kriminalgeschichten von ihr erschienen. Nachdem Baum zu den Anthologien "Mords-Sachsen" und "Mords-Sachsen 2" jeweils einen Kurzkrimi beigetragen hat, wird jetzt mit "Häuserkampf" auch die "Kirsten Bertram"-Reihe im Gmeiner-Verlag fortgesetzt.



    DNB / Gmeiner - Verlag / Meßkirch 2. 2010 / ISBN-13: 9783839210772 / 276 Seiten
    ► Beate Baum in der DNB
    ► Beate Baum im Internet

    © KaratekaDD
  14. Cover des Buches Das große Erich Kästner Lesebuch (ISBN: 9783423126182)
    Sylvia List

    Das große Erich Kästner Lesebuch

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Erich Kästner (ISBN: 9783499501203)
    Luiselotte Enderle

    Erich Kästner

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Emil und die Detektive & Emil und die drei Zwillinge (ISBN: 9783855356386)
    Erich Kästner

    Emil und die Detektive & Emil und die drei Zwillinge

     (15)
    Aktuelle Rezension von: CorinaPf

    Inhalt:


    Emil und die Detektive:

    Emil ein Junge der eher aus ärmlichen Verhältnissen kommt, fährt alleine nach Berlin. Er besucht seine Verwandten, Seine Mutter hat ihm ihr Erspartes anvertraut um es den Verwandten zu geben. Als er im Zug sitzt schläft er ein und das Geld wird gestohlen. Emil begibt sich auf die Suche nach den Dieb und bekommt von vielen Seiten Hilfe. 


    Emil und die drei Zwillinge

    Emil fährt mit seinen Freunden auf Urlaub und ist nicht ganz so erfreut. Seine Mutter will wieder heiraten und dies gefällt ihn nicht so richtig. Er mag zwar den Verlobten aber es zerstört das Dreamteam. Seine Gedanken werden aber aufgehellt als er Trapezkünstler sieht. 


    Schreibstil:

    Ich kam gut in das Buch hinein. Ich mochte gleich die Charaktere. Erich Kästner nimmt einem als Leser mit und lässt einem nicht los. Es war spannend und auch witzig. Als Kind aber auch als Erwachsene bekommt man vieles geboten. Das Buch hat viele Thematiken die angesprochen werden. z.B. Freundschaft aber auch Zusammenhalt etc. 


    Charaktere:

    Emil hat mir gut gefallen. Er ist ein toller Charakter. Ein kleiner Lausbube aber er weiß wie weit er gehen darf. Er hat auch Schuldgefühle wenn er etwas angestellt hat. Er hasst Ungerechtigkeit. Ich mochte Emil und auch beim 2 Teil ging es mit mit ihm genauso. 


    Cover /Illustrationen:

    Das Cover ist sehr schlicht und auch das Buch ist eher schlicht gehalten. Es ist aber passend zu der Geschichte. Innen ist das Buch toll gestaltet. Es sind immer wieder zwischendurch Illustrationen. Sie sind Kindgerecht und sehr niedlich. 


    Fazit:

    Der Kinderbuch Klassiker hat mir richtig gut gefallen. Beide Geschichte konnte mich richtig begeistern. Es ist Mitte des 20 Jhdt. rausgekommen  und  pädagogisch etwas veraltet, trotzdem würde ich es meinen Kinder vorlesen. Die Thematiken die Angesprochen werden in diesem Buch ist noch immer wichtig. 

    Ich gebe dem Buch 5 Sterne.

  17. Cover des Buches Die verschwundene Miniatur (ISBN: 9783038820024)
    Erich Kästner

    Die verschwundene Miniatur

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    -
  18. Cover des Buches Gedichte fürs Gedächtnis (ISBN: 9783421051479)

    Gedichte fürs Gedächtnis

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    "Gedichte fürs Gedächtnis zum Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen" Dichtung ist das älteste Gedächtnis der Menschheit. Ulla Hahn hat einhundert Gedichte für unser Gedächtnis ausgewählt - Höhepunkte deutscher Dichtung vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. (Klappentext) Ein Vorwort von Ulla Hahn leitet ihren Gedichteband ein. Sie schreibt vom Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen: "...die Gedanken, Gefühle und Bilder eines anderen in sich hineinzunehmen, sich anzuverwandeln, sich zu eigen zu machen, in Kopf und Herz." Gedichte möchten verinnerlicht werden und am besten auch gesprochen. Lesen wir, was Ulla Hahn dazu sagt: "Sprechen Sie ein Gedicht wie "Über allen Gipfeln" (S. 223), sprechen Sie "Lebenslauf" (S. 230)....Sie werden spüren, wie die Schriftzeichen sich materialisieren, sich gleichsam verkörpern, aus Ihrem Mund heraus geboren werden, Sie werden spüren, welch unterschiedliche Wesen Sie da in die Welt entlassen, die alle den Familiennamen Gedicht tragen. Sprechen Sie "Die Krähen schreien" (S. 252), und Sie hören das Echo Ihres Krächzens in Ihrer Kehle, sprechen Sie den "Erlkönig" (S. 96), und Sie spüren die böse Lockung des Todes in den Alliterationen bis in die Zungenspitze....." Und auch: "Im Aussprechen machen Sie ein Gedicht zu einem Gegenstand, Sie stellen es in den Raum, Sie vollziehen es nach, schaffen es nach, erzeugen es in einer Einmaligkeit, die aus der Durchdringung Ihrer und der Persönlichkeit des Gedichts kommt; Sie schaffen ein Drittes, nie Dagewesenes: Ihr Gedicht." U. Hahn hat eine persönliche Auswahl getroffen: zu den oben erwähnten Gedichten finden wir auch noch "Die Ringparabel", "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten", "Die Bürgschaft", "Er ists", "Der Zauberlehrling", "Mailied" und viele viele andere mehr. Begleitet werden die Gedichte, Meditationen und Balladen von Texten zu Leben und Werk des jeweiligen Dichters sowie Erläuterungen zur Entstehung der einzelnen Gedichte. Dieses Buch möchte und kann ich guten Gewissens allen ans Herz legen, die einmal wieder Gedichten begegnen möchte und Lust haben, Gedichte aktiv zu erleben, durch Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen.
  19. Cover des Buches Friedrich der Große Detektiv (ISBN: 9783499000706)
    Philip Kerr

    Friedrich der Große Detektiv

     (11)
    Aktuelle Rezension von: AndreasKueck

    Kaum war das Buch erschienen, da war Friedrich auch schon der größte Fan von „Emil und die Detektive“. Und diese Schwärmerei ist nicht nur dem Umstand geschuldet, dass der Autor Erich Kästner mit seinem Vater befreundet ist und zudem direkt im Nachbarhaus wohnt. Diese Verehrung für den Autor wird nicht gleichermaßen gerne gesehen: Während seine Eltern weiterhin mit Kästner befreundet bleiben, sympathisiert sein älterer Bruder Rolf mit den Nazis. Er zwingt Friedrich, ihm sein Exemplar von „Emil und die Detektive“ auszuhändigen, dass er dann bei der Bücherverbrennung in die Flammen wirft. Doch als größter Fan besitzt Friedrich noch ein weiteres Exemplar seines Lieblingsbuches, das er schon über 20 Mal gelesen hat und dessen Existenz er nun vor seinem Bruder verheimlichen muss. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als gemeinsam mit seinen Freunden Albert und Viktoria als Detektive aktiv zu werden. Überraschend erhalten sie von der Polizei den Auftrag, einen Spion zu überwachen. Friedrichs Schreck ist groß als sich herausstellt, dass niemand geringerer als Erich Kästner im Visier der Gestapo steht. Da er sich sicher ist, dass Kästner unschuldig ist, sammelt er mit seinen Freunden Beweise für seine Unschuld. Als sie dabei im Park über die Leiche eines befreundeten Künstlers von Kästner stolpern, wird ihnen bewusst, dass Recht nicht mehr gleich Recht ist. Die politische Atmosphäre wird zunehmend angespannter: Die Welt droht aus den Fugen zu geraten…!

    Autor Philip Kerr verfügte über genügend Erfahrung im Erzählen von Geschichten, die zur Zeit des Dritten Reichs angesiedelt sind. Und vielleicht brauchte es auch erst diesen versierten britischen Autoren, der es wagte, gleich zwei (un-)heilige Kühe zu schlachten: …eine Abenteuer- und Kriminalgeschichte für Kinder und Jugendliche zur Zeit des Dritten Reichs anzusiedeln, und Erich Kästner als Dreh- und Angelpunkt in diesem Buch auftreten zu lassen.

    Neben Kästner finden weitere historische Persönlichkeiten in der Handlung Erwähnung und dienen dazu, den Umbruch der damaligen Zeit zu symbolisieren und den Widerstand und die Zivilcourage zu repräsentieren. Der freie Geist dieser Menschen wurde von den Nazis nicht toleriert: „Gleichschaltung“ lautete deren Parole. Und so stehen Erich Kästner und seine Künstler-Kollegen stellvertretend Pate für all die vielen Menschen, die dem Nazi-Regime zum Opfer fielen, nur weil sie es wagten, anders zu denken, anders zu glauben oder anders zu lieben. Dabei schoss Philip Kerr ein wenig über das Ziel hinaus: Zwar musste ich unwillkürlich schmunzeln, als ich von der Begegnung unseres Helden Friedrich mit Christopher Isherwood (Ja, genau der Christopher Isherwood, der im Oktober bei „Literaten im Fokus“ auf meinem Blog von mir gewürdigt wird!) las. Diese Begegnung war für den Fortgang der Handlung allerdings absolut unerheblich und somit entbehrlich. Vielmehr hatte ich – nachdem ich den entsprechenden Eintrag im Nachwort des Autors gelesen hatte – den Verdacht, dass Kerr mit dem Auftauchen dieser Person verdeutlichen wollte, dass auch Homosexuelle von den Nazis verfolgt wurden.

    Dieses „Aufblähen“ der Handlung hätte das Werk gar nicht nötig gehabt. Kerr ist das Kunststück gelungen, sowohl den Spannungseffekt passend für eine junge Leserschaft zu schaffen und gleichzeitig die Umstände der damaligen Zeit überzeugend zu beschreiben. Die tagtägliche Bedrohung ist ebenso nachvollziehbar wie Friedrichs Trauer über den Abschied von seinem Freund jüdischen Glaubens oder den Verlust der liberal-denkenden Klassenlehrerin. Eine „normale“, ungezwungene Kindheit war nicht möglich. Ein Heranwachsen der Jugend zu eigenständig denkenden Erwachsenen war nicht erwünscht. Mit einem Prolog und Epilog erlaubt der Autor einen Blick in die Zukunft seiner Helden und verwehrt (für ein Kinder- und Jugendbuch ungewöhnlich) seinen jungen Lesern ein versöhnliches Ende: Für Friedrich und seine Freunde gibt es kein Happy-End!

    So hebt Autor Philip Kerr diese Geschichte auf eine realistischere Ebene (Es ist nicht „nur“ ein fiktiver Abenteuerroman, vieles hätte damals durchaus wirklich so passieren können!)…

    …und schafft somit eine Gesprächsgrundlage zwischen den Generationen, denn unkommentiert sollte niemand seinem Kind dieses Buch zum Lesen geben!

  20. Cover des Buches Erich Kästner: Die Gedichte (ISBN: 9783942048200)
    Erich Kästner

    Erich Kästner: Die Gedichte

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Gruß nach vorn (ISBN: 9783866470484)
    Kurt Tucholsky

    Gruß nach vorn

     (6)
    Aktuelle Rezension von: irishlady

    Am 10. Mai 1933 wurden unter anderem in Berlin Bücher bzw. Schriften verbrannt, die von Autoren verfasst wurden, die dem nationalsozialistischen Regime ein Dorn im Auge waren. Dazu gehörten auch die Bücher von Kurt Tucholsky und Erich Kästner.

    Gruß nach vorn wurde von Erich Kästner herausgegeben und zeigt einige Aufsätze, Geschichten, Anekdoten und Gedichte von Kurt Tucholsky. Erich Kästner kannte Kurt Tucholsky und berichtet auch am Ende kurz von seinen Begegnungen mit ihm. In diesem Buch zeigt sich klar und deutlich, warum die Nationalsozialisten ein Problem mit dem Literaten hatten: Zynisch, sarkastisch und humorvoll kritisiert Tucholsky das deutsche Altreich, die Politik, die Gesellschaft und eigentlich alles. Das diese Kritik im nationalsozialistischen Staat nicht gut ankam, ist klar. Und auch das man vor zukünftigen Schriften von Tucholsky Angst hatte, war klar und so musste er ins Exil.

    Erich Kästner hat hier eine tolle Auswahl getroffen. Von allem ist hier etwas dabei, teils komisch, teils macht es die Situation der 30er Jahre deutlich. Das Buch auf einmal durchzulesen, ist vlt. nicht ganz so ratsam, denn seine politischen, kritischen Kniffe können sich erst entfallen, wenn man sie einzeln betrachtet und sich Zeit nimmt, darüber nachzudenken.

  22. Cover des Buches Das doppelte Lottchen (ISBN: 9783855356225)
    Erich Kästner

    Das doppelte Lottchen

     (488)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Die Zwillingsmädchen werden bei der Geburt getrennt, weil sich auch die Eltern der Mädchen trennen. So wächst eines der Mädchen bei dem Vater auf, während das andere Mädchen bei der Mutter aufwächst und ihr zu Hause findet. In einem Ferienlager lernen sich die Beiden Mädchen kennen und finden dann bald heraus, dass sie Geschwister sind. Nun wird es natürlich schon im Ferienlager ein großer Spaß für die Mädchen. Am Ende wird es aber noch abenteuerlicher. Nun geht jede zu dem Elternteil, wo vorher das andere Mädchen war. Bald wundern sich die Eltern über die Mädchen, weil plötzlich so viel anders ist, aber optisch doch alles im Reinen ist. Erich Kästners  Das doppelte Lottchen  ist ein absoluter Klassiker und ist immer wieder wunderbar zu lesen und ist einfach zeitlos.

  23. Cover des Buches Der kleine Mann (ISBN: 9783855356096)
    Erich Kästner

    Der kleine Mann

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Giselle74

    Ein Kind zu haben gibt einem die wunderbare Möglichkeit, Bücher erneut zu lesen, die man selbst früher sehr geliebt hat und zu sehen, wie ihre Wirkung auf heutige Kinder ist. Das geht naturgegeben mal so und mal so aus, führt bei uns aber immer zu einem intensiven Dialog über das Buch und dessen Vorzüge und/oder Nachteile. Nun fand ich es an der Zeit, meinen Sohn mit Erich Kästner bekannt zu machen - und welches Buch ist als Einstieg besser geeignet als "Der kleine Mann"?

    Mäxchen Pichelsteiner wächst nach dem Tod seiner Eltern bei seinem Vormund Jokus von Pokus im Zirkus auf. Sein größter Wunsch ist es Artist zu werden. So weit, so normal, wenn, ja wenn Mäxchen ein normales Kind wäre. Aber er ist gerade einmal fünf Zentimeter lang und schläft in einer Streichholzschachtel. 

    Mein Sohn war schlicht und ergreifend begeistert! Besonders die Namen der Zirkusmitglieder hatten es ihm angetan: Jokus von Pokus, Rosa Marzipan, der Kunstreiter Galoppinski führten zu lang anhaltendem und fröhlichem Gekicher. Die Geschichte an sich ist ja auch nicht unspannend, erst erfüllt sich Mäxchens Wunschtraum Artist zu werden auf sehr ungewöhnliche Weise und dann wird er auch noch entführt!

    Hin und wieder muß man aufgrund des geänderten Sprachgebrauchs Begriffe oder Situationen erklären, aber ich finde, so erweitert sich der Wissenshorizont der Kinder spielerisch und unangestrengt. Für uns jedenfalls war dieses Buch erneut ein Glückgriff -  es funktioniert heute noch genauso gut beim Sohn wie vor 30 Jahren bei der Mutter. Was ja für die Qualität der kästnerschen Kinderbücher spricht. Hoffen wir, daß dieser wunderbare Autor nicht in Vergessenheit gerät.

  24. Cover des Buches Fabian oder Der Gang vor die Hunde (ISBN: 9783038820277)
    Erich Kästner

    Fabian oder Der Gang vor die Hunde

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Jakob Fabian liebt das Leben und er genießt es. Am Tag arbeitet er als Texter für einen Zigaretten Hersteller und nach der Arbeit flaniert er durch das Berlin der Zwanziger Jahre und genießt den Alkohol, Spaß mit Freunden und verbringt tolle Stunden mit Damen in bestimmten Etablissements. Dann lernt er Cornelia kennen und verliebt sich und auch als er seinen Job verliert, will sie zu ihm halten. Doch dann gerät sein Leben aus den Fugen, denn sie verlässt ihn, sein bester Freund begeht Selbstmord und seine gewohnten Bahnen scheinen nichts mehr wert zu sein. Was ist richtig und was falsch? Wer ist ehrlich und wer meint es nicht ernst? Fabian hadert und beginnt das Leben anders zu betrachten und zu leben. Erich Kästners Roman ist seiner Zeit weit voraus und großartiger Entwicklungsroman. Mit Kästners typischem Humor und Tiefe wird die Geschichte erzählt und die Moral und die Realität und die Wahrnehmung spielen ganz wichtige Rollen. Hier liegt jetzt die Version vor, die Kästner wollte, die Kästner zuerst geschrieben hatte eben mit dem Titel Der Gang vor die Hunde.

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