Bücher mit dem Tag "epochen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "epochen" gekennzeichnet haben.

101 Bücher

  1. Cover des Buches Verliebt in Hollyhill (ISBN: 9783453269170)
    Alexandra Pilz

    Verliebt in Hollyhill

     (244)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Schneller als gedacht verschlägt es Emiliy zurück nach Hollyhill! Doch trotz all ihrer gemeinsamen Erlebnisse in den schrillen 80er Jahren will Matt scheinbar nichts mehr von ihr wissen. Doch bevor Emily herausfinden kann, was mit ihm los ist wird Hollyhill erneut durch die Zeit katapultiert und landet im Jahr 1811! Für Emily einige Sekunden lang ein reiner Jane Austen-Traum, bis wie aus dem Nichts eine Kutsche, inklusive bewusstloser junger Dame, nach Hollyhill rattert. Die Suche nach Antworten führt zu einem abgelegenen Herrenhaus, düsteren Geheimnissen und dramatischen Auswirkungen auf Emilys Zukunft…

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Auch hier sticht das Cover wieder an der Menge aus Jugendbüchern heraus: Knallig blau, mit feinen Illustrationen, passend zum Inhalt – ich bin begeistert! Dazu ist es absolut stimmig zum Vorgänger- und Nachfolge-Band der Trilogie:

    1. Zurück nach Hollyhill

    2. Verliebt in Hollyhill

    3. Für immer Hollyhill

     

    Der Schreibstil ist wieder flüssig zu lesen, beschreibt Umgebung, Zeit, Charaktere und Geschehen wunder- und stimmungsvoll. Die Geschichte startet nahtlos zum letzten Teil und damit – für mich erstaunlicherweise – noch vor Emilys Abreise nach München!

    Schnell gibt es ein Wiedersehen mit bekannten und liebgewonnenen Charakteren sowie ein Kennenlernen mit neuen Protagonisten. Hinzu kommen eine Menge an Intrigen und Geheimnissen sowie ein spannenden Fall in der Vergangenheit. Dabei handelt es sich bei „Verliebt in Hollyhill“ zwar immer noch um ein Jugendbuch, aber auch schwerere Themen, Entscheidungen und Gedanken werden behandelt. Emily lernt mehr über Hollyhill, die Gaben ihrer Mitreisenden und was Zeitreisen kosten kann…

    Emily konnte mich dabei mit der Klarheit ihrer Gedanken, moralischen Grundsätze, ihrem Vertrauen und ihren Entscheidungen für sich gewinnen. In die sie umgebenden Protagonisten hätte ich oft gerne noch mehr Einblick gewonnen. Die Zeit war sehr düster und wenig Platz für Humor. Dafür gab es zum Glück den ein oder anderen Moment mit schönen Gefühlen, Liebe, Vertrauen und Nähe, zur Auflockerung.

     

    》FAZIT:

    Kurzweiliger, unterhaltsamer 2. Teil der Trilogie, mit tieferen Einblicken in die Welt von Hollyhill, Intrigen, Geheimnissen, Krimi-Part und einer stringenten Emily.

  2. Cover des Buches Forever 21 (ISBN: 9783846600443)
    Lilly Crow

    Forever 21

     (132)
    Aktuelle Rezension von: anastazja

    Tolles Buch, allerdings eher was für Teenager. Trotzdem schöne Story, die Ava erlebt. Wunderschönes Cover.

  3. Cover des Buches Das saphirblaue Zimmer (ISBN: 9783734104275)
    Karen White

    Das saphirblaue Zimmer

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Annabeth_Book

    Klappentext:

    Drei Frauen in bewegten Zeiten und ein Schicksal, das sie alle verbindet...

    Manhattan 1945: Die junge Ärztin Kate Schuyler und ihr Patient, der verletzte Soldat Cooper Ravenel, fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Doch wer ist die Frau auf dem Bild in Coopers Amulett, die wie Kate aussieht? Als sich die beiden langsam näher kommen, finden sie heraus, das ihre Familien seit Generationen durch ein tragisches Schicksal verbunden sind, das vor allem das Leben der Schuyler- Frauen bestimmt und seinen Anfang im "Saphirblauen Zimmer" nahm. Dieses besondere Zimmer soll sich in einem großbürgerlichen Haus in der Upper East Side befindet und könnte auch Kate und Cooper vor eine ungeahnte Entscheidungen stellen...

    Autorinnen:

    Karen White wurde in Amerika geboren und wuchs in London auf. Heute lebte sie mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Atlanta, Georgia.

    Beatriz Williams arbeitete zunächst als Beraterin in London und New York. Heute schreibt sie in ihrem Haus an der Küste Connecticuts, wo sie mit ihrem Mann und ihren vier Kinder lebt.

    Lauren Willig schreibst Liebesromane seit sie 6 Jahre ist. Nach dem Studium arbeite sie ein Jahr in einer Rechtsanwaltskanzlei, bis sie sich ganz dem schreiben widmet.

    Inhalt:

    Kate und Cooper lernen sich durch Zufall kennen und finden dann nach und nach heraus, das ihre Familien schon seit Jahren miteinander verbunden sind.
    Als sie versuchen dem ganzen auf die Schliche zu kommen, wird ihre Liebe mächtig auf die Probe gestellt.

    Erster Satz:

    Der Regen, der auf die verdunkelte Glaskuppel über meinem Kopf trommelte , wirkte so hypnotisierend wie das Ticken einer Uhr, und weder die harte Marmortreppe , auf der ich saß, noch die fein gearbeitete Spindel des Treppengeländers, die sich gegen meine Stirn presste, konnte etwas gegen das einlullende Schlaflied der Regentropfen ausrichten.

    Die Meinung von meiner Mama:

    Als ich die Leseprobe bei uns daheim gelesen hat und mir war klar das ich das Buch lesen wollte und habe mich auch sehr darüber gefreut als ich das Buch bekommen habe.

    Das Cover finde ich sehr schön und auch ansprechend. Ich finde es hat was harmonisches an sich, aber es verrät nicht zuviel vom Inhalt.

    Der Schreibstil der drei Autorinnen, war wirklich sehr angenehm zu lesen und man spürte als Leser nicht das sich hier drei Autorinnen abwechselten, was mir wirklich sehr gut gefiel.

    Die beiden Protagonisten Kate und Cooper waren mir von Anfang an sehr sympathisch und es hat mir sehr gut gefallen, das man als Leser miterleben dürfte, wie die beiden sich verliebten und wie sie herausfanden, dass ihre Familien schon seit Jahren miteinander verbunden sind.

    Es war auch schön mal wieder was anderes zu lesen, das nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen ist und das die Familien schon eine Ewigkeit sich mit dem "saphirblauen Zimmer" rumschlagen.

    Alles in einem kann ich an diesem Buch wirklich nicht meckern und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen.

  4. Cover des Buches Die Zeitlos-Trilogie 2: Die Wellen der Zeit (ISBN: 9783551314406)
    Sandra Regnier

    Die Zeitlos-Trilogie 2: Die Wellen der Zeit

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Mere ist eigentlich eine ganz normale Schülerin von 17 Jahren. Zumindest dachte sie das selbst immer.
    Inzwischen ist aber viel geschehen und man hält sie für die Gainidin, die als einzige noch die Welt retten kann.
    Aber wie soll sie das Anstellen und wie können ihre Freunde ihr dabei helfen. Eine wirklich verzwickte Aufgabe.

    Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte war ich richtig heiß drauf auch die folgenden Bände zu lesen.
    Auch das COver hat mich wieder sehr angesprochen. Es passte für mich super zum Titel. Wie rote Blätter auf einer Pfütze schwimmen, oder sind es doch eher Federn die fliegen, wie die Eichelhäherfeder im Buch?

    Für den 2. Band habe ich nun doch etwas länger gebraucht. Ich weiß aber nicht ob es daran lag, dass ich nicht so wirklich viel Zeit hatte, oder ob er mich einfach nicht so gefesselt hat wie der erste Band.
    Irgendwie war er schon spannend. Man erfuhr viel Neues und auch Meres Leben und ihre Verbindung zur Vergangenheit wurde auf eine ganz andere Weise beleuchtet.
    Durch die kursiv gedruckten Passagen, in denen man immer in der Vergangenheit weilt, fand ich nun hier Zusammenhänge die ich vorher nicht hatte.

    Es geht wieder mal heiß her und Stuart Cromwell macht es den Freunden auch in diesem Band nicht wirklich leicht. Da kommt es schon mal zu kniffligen Situationen. Wie gut das er bisher noch nicht weiß wer die Plantoniden sind, denn er würde alles versuchen sie zu vernichten.
    Die Beziehung zwischen Colin und Mere ist zu Beginn etwas schwierig, da Colins Vater einfach eine andere Zukunft für seinen Sohn sieht.
    Weshalb er seine Verbannung zwischendrin lockert habe ich nicht so wirklich verstanden, auch wenn ich es für Mere natürlich toll fand. Denn auch wenn sie sich zu Brandon hingezogen fühlt, ist auch weiterhin ein ganz enges Band zwischen ihr und Colin.

    Nun bin ich doch wieder gespannt wie es im dritten Band dann weiter geht und ob jemand von ihnen einen Zeitsprung machen kann.
    Das die Steinkreise und Gewitter da in irgendeiner Beziehung zu stehen haben Mere und Colin ja schon herausgefunden. Man muss nur noch wissen wie.
    Vielleicht können sie ja in den alten Schriften etwas weltbewegend Neues erfahren.

    Für den Schluss würde ich mir wünschen, das es mehr Klarheit über Meres Bruder gibt und das sie dann doch mit Colin zusammen kommt. Die zwei passen in meinen Augen einfach am Besten zusammen.

    Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.

  5. Cover des Buches Die Flammen der Zeit (ISBN: 9783551314413)
    Sandra Regnier

    Die Flammen der Zeit

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Mere und Brandon sind auf dem Weg die Welt zu retten.
    Sie müssen den Steinkreis finden und den Kodex entziffern. Eine knifflige Aufgabe. Wie gut das Colin und Elisabeth auch noch dazu stoßen, denn die Platoniden braucht Mere um das Ritual zu vollziehen. Theodor, Colins Bruder stört den Frieden ein wenig, aber auch damit werden die Freunde fertig.

    Meredith hat es nicht leicht gehabt im Leben. Die Eltern leben nun getrennt, weil sie einfach nicht über den Tod ihres Sohnes hinweg kamen. In diesem Band erfährt man endlich näheres darüber.
    Die Liebesgeschichte zwischen Brandon und Mere dümpelt etwas vor sich hin. Es ist bis zum Schluss nie ganz klar ob sie nun Brandon oder doch eher Colin will. Sicherlich wusste sie das selbst nicht so genau.
    Elisabeth reagiert auf jeden Fall eifersüchtig auf sie und auch Mere ist nicht sonderlich angetan von Elisabeth.

    Spannend sind die Begegnungen mit Stuart Cromwell, dem vierten Platoniden hier, der mit allen Mitteln versucht Mere daran zu hindern ihn wieder in seine Zeit zurück zu schicken. Da können die Mittel auch schon mal recht brutal und ungesetzlich sein.

    Aber der Weg zu den einzelnen Ritualstellen durch ganz Großbritannien ist mir ehrlich gesagt zu weit gewesen. Über lange Abschnitte passiert hier nicht wirklich viel, so dass sogar über eine Doppelseite hinweg das Spiel Ich sehe was was du nicht siehst gespielt wird.

    Das Cover hat hohen Wiedererkennungswert. Allerdings hat es für mich keinen Bezug zur Geschichte und auch nicht zum Titel. Durch die Feuerbeschwörung macht mir der Titel Sinn, aber das was die drei rosafarbenen Blätter darstellen sollen hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Da war ich von den beiden ersten Bänden eher angetan. Denn im ersten Band sah man die Eichelhäherfeder, die sich auch im Buch wiederfand und im zweiten sah man die Blätter auf dem Wasser treiben, was auch im Buch einen Bezug hatte.

    Schade, mich konnte der dritte Band leider nicht überzeugen. Ich habe mich streckenweise mit querlesen durchgekämpft, da ich unbedingt wissen wollte wie es zu Ende geht.
    Von der Geschichte her eine Sache die mich fasziniert hat, aber man hätte den Stoff sicherlich auch gut in zwei Büchern unterbringen können und die hätte ich dann mit Spannung verschlungen.

  6. Cover des Buches Wonderlands (ISBN: 9783806240726)
    Laura Miller

    Wonderlands

     (132)
    Aktuelle Rezension von: Mandthebooks
    Rezension: (kann Spoiler enthalten)

    Ich fand es sehr interessant, eine Zusammenfassung der verschiedensten Werke der Fantasyliteratur zu bekommen und das dann auch aus eine so großen Zeitspanne. So konnte man auch die Entwicklung bis heute gut beobachten und es war wirklich gut und verständlich beschrieben, wie sich in Tausenden Jahren die Fantasyliteratur zu dem entwickelt hat, was sie heute ist. Da sieht man mal, wie alt das Genre eigentlich ist.
    An sich denke ich, um nebenbei immer wieder mal reinzuschnuppern, ist das Buch für jede Leseratte wirklich gut geeignet, um sich auch in den schönen Illustrationen einfach mal zu verlieren.

    5 Sterne
  7. Cover des Buches Leichenraub (ISBN: 9783442372263)
    Tess Gerritsen

    Leichenraub

     (465)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Als Julia Hamill in ihrem verwilderten Garten menschliche Knochen entdeckt, ergeben pathologische Untersuchungen, dass das weibliche Skelett gut zweihundert Jahre alt ist. Julia möchte herausfinden, wer die Getötete war und wie sie starb. Mit einem Verwandten der Vorbesitzerin ihres Hauses durchforscht sie alte Dokumente und stößt dabei auf Berichte über einen Serienkiller, der 1830 in Boston sein Unwesen trieb. In sein Visier gerät zu der Zeit auch die junge Irin Rose Connolly, deren Schwester im Krankenhaus am Kindbettfieber dahinsiecht. Rose taucht mit ihrer neugeborenen Nichte unter, weil jemand anscheinend das Baby in seine Hände bekommen möchte. Zuvor wird sie aber Zeugin, wie eine Krankenschwester regelrecht abgeschlachtet wird. Einzig einen flüchtigen Blick kann sie auf den maskierten Täter erhaschen. Als der unkonventionelle Medizinstudent Norris Marshal unter Verdacht gerät, muss er Rose finden, um sich zu entlasten.

    Trotz eines kurzen Gastauftritts einer bekannten Figur gehört „Leichenraub“ nicht zur „Rizzoli/Isles“-Serie. Die größere Überraschung als die Auszeit von ihrem beliebten Ermittlerpaar ist jedoch, dass Tess Gerritsen mit diesem Buch Neuland betritt. Der überwiegende Teil der Handlung spielt nämlich in der Vergangenheit. Wie einst die Krimiabteilung erobert die Autorin nun auch das historische Genre. Den geschichtlichen Hintergrund unter Einbeziehung einer realen Persönlichkeit beherrscht sie ebenso perfekt wie all die anderen Facetten dieses vielschichtigen Romans. Da wären die Sozialkritik, die durch die anschauliche Darstellung des Elends der Armen geübt wird, sowie die durch detailgetreue Beschreibungen ehemals gängiger, grausam anmutender Praktiken bildhaft gemachte Medizinhistorie. Selbst Liebe, wenngleich bittersüß, hat ihren Platz in diesem Gänsehaut-Thriller aus der Feder einer großartigen Erzählerin. (TD)

  8. Cover des Buches Aimées geheimer Wunsch (ISBN: 9783462049879)
    Kelly Doust

    Aimées geheimer Wunsch

     (65)
    Aktuelle Rezension von: EmiliAna
    Der Roman beginnt durchaus vielversprechend! Im Jahre 1891 lernen wir Aimee, eine junge Französin kennen, die von ihrem Vater wie eine Gefangene in dem weitläufigen Haus der Familie gehalten wird und die kurz vor der Verheiratung mit einem ihr weitgehend unbekannten Mann steht. Ängste vor der Zukunft nehmen sie völlig gefangen, sie möchte fliehen, wagt es aber nicht und ergibt sich so in
    ihr unvermeidliches Schicksal.
    Doch vorher stickt sie noch etwas, dem Leser bis zum Ende des Buches Vorenthaltenes, in die Innenseite des von ihr kunstvoll mit Perlen angefertigten Kragens...
    Dieser Handlungsstrang bricht mit dem Tag ihrer Heirat unvermittelt ab und die Engländerin Maggie aus der Gegenwart kommt ins Bild!
    Sie ist eine überforderte junge Frau mit mannigfachen Problemen, die vergeblich versucht, Berufstätigkeit und ihre Rolle als Mutter miteinander zu vereinbaren.
    Eben diese Maggie gelangt nun in den Besitz des Kragens, den sie aber nicht als solchen erkennt. Vielmehr sieht sie in ihm ein Diadem...

    Und nach dem Auftritt dieser beiden Charaktere reißt der rote Faden ab! In einer Aufeinanderfolge von weitgehend zusammenhanglosen Szenen erfährt der Leser über einen Zeitraum von etwa hundert Jahren von den weiteren Besitzerinnen der Handarbeit, deren eigentliche Bestimmung aber allen unbekannt bleibt.
    Eine Art Bindeglied zwischen diesen Frauen, denen der Besitz des Kragens ausnahmslos Unglück beschert, bleibt Maggie - eine blasse, blutleere, problembehaftete Person, die für mich niemals greifbar wurde, deren nicht nachvollziehbare Handlungsweise gepaart mit einem laufend sich verändernden Charakter entweder auf eine Persönlichkeitsstörung hinweist oder auf die Möglichkeit, dass die Autorin bis zum Schluss nicht wusste, wie sie ihre Hauptfigur denn nun anlegen sollte...

    Der Roman selbst wirkt mühsam konstruiert, er ist überfrachtet mit unglaubwürdigen Personen und ebensolchen Schicksalen, an denen es mir unmöglich war, Anteil zu nehmen.
    Die Verbindungen, die zwischen einigen wenigen der Handlungsstränge ebenso mühsam hergestellt wurden, erscheinen mir unbeholfen und ungeschickt. Das gleiche gilt für die Entwicklung, die die Autorin ihren Protagonisten mit Gewalt aufdrückt und die ich als an den Haaren herbeigezogen beschreiben möchte.
    Leider bedient sie sich auch noch zusätzlich einiger abgegriffener Klischees, die das Niveau des Romans noch weiter senken, auf, so möchte ich fast sagen, Groschenheftniveau nämlich.
    Dabei stecken in dem Buch jede Menge guter Ansätze - und ein großer, ein begabter Erzähler hätte daraus womöglich auch einen großen Roman machen können.
    Aber Kelly Doust konnte das nicht! Weniger wäre entschieden mehr gewesen. Denn hätte sie sich auf die Französin Aimee und eine ausgefeiltere Maggie beschränkt, wäre sie gut beraten gewesen, und es hätte ihr vielleicht sogar gelingen können, eine glaubhafte, mitreißende Geschichte zu erzählen, denn ihre Art des Ausdrucks ist nicht schlecht, wobei hier auch die Übersetzerin ihren Anteil hat.
    Da Mrs. Doust dies aber versäumt hat, ist ein Buch entstanden, das mich über weite Strecke schlicht und einfach nur gelangweilt hat und das mich nur ein einziges Mal wirklich erfreut hat - in dem Moment nämlich, als ich es endlich zuklappen konnte!
  9. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499241413)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (522)
    Aktuelle Rezension von: Zitronenvogel

     „Der Wolkenatlas“ verbindet sechs Geschichten in verschiedenen Genres, die zu verschiedenen Zeiten spielen und von verschiedenen Menschen handeln.

    Auf den ersten Blick haben die Handlungsstränge nicht viel miteinander zu tun – ein Notar schreibt 1859 auf einer Schiffreise Tagebuch, ein älterer Verleger hat 2012 Probleme mit Kriminellen und Verwandten, die letzten Überlebenden der Menschheit laufen 106 Jahre nach dem Fall durch eine postapokalyptische Welt.

    Nach und nach wird jedoch deutlich, dass alles verknüpft ist: die Entscheidungen jedes Protagonisten haben Einfluss auf seine Nachfolger und werden selbst von der Vergangenheit oder Zukunft beeinflusst. Das genaue Ausmaß der Verbindungen bleibt unklar. Ob und wie viel Übernatürliches im Spiel ist, kann jeder für sich entscheiden.

    Auch bestimmte Themen sind zeitübergreifend und ziehen sich durch das gesamte Buch: Freiheit in verschiedenen Formen und der Kampf darum, Ausbeutung, Betrug, die Suche nach der Wahrheit, das Füttern von Enten.

    Eine Folge der besonderen Struktur des Romans ist natürlich eine große Menge an Charakteren (die gerne auch erst nach einigen Hundert Seiten wieder auftauchen), darauf muss man sich einlassen können, wenn man das Buch lesen möchte.

    Zudem ändern sich die Erzählart und der Schreibstil mit jeder Geschichte. Von Tagebucheinträgen und Briefen über Interviews bis hin zu Lagerfeuergeschichten bietet dieses Buch erzähltechnisch alles. Je nach Vorliebe kann man das als Vor- oder Nachteil ansehen. Meiner Meinung nach hilft es, in jeder neuen Geschichte „anzukommen“ und bietet Abwechslung, auch wenn ich den postapokalyptischen Dialekt in der letzten Geschichte ehrlich gesagt etwas anstrengend fand.

    Wenn man von den vielen Charakteren und der Idee an sich nicht abgeschreckt ist, ist „Der Wolkenatlas“ sehr zu empfehlen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man mindestens eine oder zwei (am besten natürlich mehr) Geschichten sehr genießen und wenn man dann noch die einzelnen Elemente verbindet, ergibt sich ein Gefühl, als hätte man erfolgreich ein interessantes Puzzle zusammengefügt.

  10. Cover des Buches Die Zeitlos-Trilogie 1: Das Flüstern der Zeit (ISBN: 9783551316318)
    Sandra Regnier

    Die Zeitlos-Trilogie 1: Das Flüstern der Zeit

     (304)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Meredith und Colin sind beste Freunde. Für Colin könnte es auch gerne etwas mehr sein. Das wird Meredith klar als er sie unerwartet küsst. Sie schwärmt aber für den Barkeeper Brandon, der allerdings zu Beginn Lichtjahre von ihr entfernt zu sein scheint.
    Das ändert sich erst als Elisabeth als Kellnerin in ihrer Liebslingsbar anfängt. Alles erscheint plötzlich anders und neu. Sonderbar und mystisch und ein wenig beängstigend zugleich

    Ich habe dieses Jugendbuch in der Bücherei entdeckt und fand das Cover schon gleich sehr ansprechend. Ich liebe Blautöne und die Federn die auf dem Cover rumflogen fand ich schon gleich ein bisschen mysteriös, da das Cover auch dunkel umrandet schien. Wie ein Blick durch Wolken hin zu hellem blauem Himmel kam es mir vor.

    Ich wurde nicht enttäuscht. Von Anfang an hatte dieses Buch etwas nichterklärbar mysteriöses an sich. Aus Sicht welchen Darstellers war der Prolog wohl geschrieben? Er war nicht aus diesem Zeitalter, aber aus welchem denn? Wer kann hier Dinge schweben lassen? Und warum kann jemand sein Gegenüber nicht auf der blanken Haut anfassen?
    Das alles hat mich doch sehr neugierig gemacht und ich war wie in einem Sog und musste weiter lesen um Klarheit zu finden.

    Ehrlich gesagt hat es lange gedauert bis ein wenig Licht in mein Dunkel kam. Schnell war klar, das Colin ein Geheimnis hatte, das nur Meredith und er kannten und jetzt auch dieser Beobachter aus dem Prolog.
    Colin hatte Visionen. Wenn er jemanden an der nackten Haut berührte sah er die Person an ihrem letzten Tag auf Erden. Manche waren dann schlohweiß, weil sie als alte Menschen starben, aber auch manche sahen aus wie in der Gegenwart. Da war klar, dass sie nicht mehr lange Zeit hatten. Colin vermied es deshalb Meredith zu berühren. Aber plötzlich änderte sich alles. Er konnte sie berühren ohne das er eine Vision hatte.
    Woran mag das liegen? Und warum konnte er das?

    Die Gegend in der Colin und Meredith wohnen hat schon etwas historisch mystisches an sich. Ganz in der Nähe des Ortes gibt es einen Steinkreis und auch ein Hügelgrab. Auch eine alte verlassene und inzwischen verfallene Abtei gehört dazu.
    Zur Mittsommernacht gibt es eine Gruppe von Menschen die im Steinkreis alte Riten befolgen, was Mere und Colin mit ihren Freunden Chris, Rebecca und Shakti auch gerne vom Spielplatz aus beobachten.

    Aber zwischendurch passieren immer sonderbare Dinge. So sieht Meredith plötzlich ein Gesicht in einem Spiegel, obwohl niemand da ist. Sie hört Stimmen, die die anderen nicht hören können und nach einem starken Gewitter kann sie plötzlich auch ohne Brille gut sehen, was aber nicht so lange anhält. Alles äußerst merkwürdig. Und warum spricht Elisabeth mit diesem seltsamen Akzent und hat manchmal so gar keinen Plan was abgeht? Und ist Colin etwa in Elisabeth verliebt oder ist sie vielleicht doch mit Brandon zusammen?

    Meredith gefällt mir sehr gut. Sie ist mit ihren 17 Jahre schon recht straight und weiß was sie will. Sie hat es nicht leicht zu Hause. Ihre Mutter muss viel arbeiten und sie ist oft alleine .Der Vater ist LKW Fahrer und meistens nicht zu Hause, was auch gut ist, da er sonst sowieso betrunken ist und man ganz leise sein muss um ihn nicht zu stören, da er sonst recht aufbrausend wird. gegen Ende des ersten Bandes kommt heraus, dass nicht nur Colin ein Geheimnis hat, sondern auch Meredith und dieses kennt nicht einmal ihr bester Freund.

    Colin ist der nette Junge von nebenan. Er hat es aber auch nicht leicht. Da ist er in Mere verliebt und zeigt es ihr, aber die will einfach nur mit ihm befreundet sein.
    Zu Hause läuft es für ihn auch nicht gut, denn sein Vater, der Arzt des Ortes hat genaue Pläne wie Colins Zukunft aussehen soll und da hat Meredith so gar keinen Platz drin. Colin hat aber auch nicht den Mut sich seinem Vater zu widersetzen, was die ganze Sache natürlich noch schwieriger macht.

    Wie gut, dass die beiden noch Chris, Rebecca und Shakti als Freunde haben, die sie unterstützen und immer mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holen.

    Mein Resümee zum 1. Teil der Zeittrilogie:
    Ein lesenswertes Buch, das einen welligen Spannungsbogen aufweist. Immer wenn man denkt jetzt plätschert es ein bisschen dahin baut sich die nächste Spannungswelle auf.
    Und am Ende,wenn man denkt jetzt klärt sich alles taucht ein neues Geheimnis auf, das nun auf Klärung im 2. Band hoffen lässt.
    Ich fand den Band sehr gut zu lesen, die Geschichte fand ich super und freue mich, dass der 2. Band schon hier auf meinem Schrank liegt und darauf wartet das ich damit beginnen kann.
    Eine klare Empfehlung für dieses Buch

  11. Cover des Buches Einfach alles! (ISBN: 9783806240689)
    Christopher Lloyd

    Einfach alles!

     (89)
    Aktuelle Rezension von: lili_an

    Lloyd fasst 'Einfach alles' über unsere Erde in einem Buch zusammen. Ein schöner Rundumschlag vom Beginn des Universums bis ins Hier und Jetzt.
    Fast jedes erdenkliche Thema wird angeschnitten und erwähnt.
    In der Buchvorschau dachte ich allerdings, dass das Buch auch eher für Erwachsene gedacht wäre - so wie es auch im Vorwort geschrieben ist. Allerdings sind die Sprache und die Vergleiche doch sehr Kindgerecht ( 42 Meter entspricht 66 Fußballspielern). Die vielen Abbildungen im Comic-Stil passen dazu.
    Die aufgegriffenen Themen in der beschriebenen Tiefe kennt man als Erwachsener mit guter Bildung eigentlich auch schon aus der Schule.

    Alles in allem finde ich das Buch super als Geschenk für Kinder (3. - 5. Klasse). Für Erwachsene ist es allerings offenbar nicht unbedingt geschrieben. Zum Durchblättern und Stöbern ist es trotzdem ganz nett.

  12. Cover des Buches Die Zeitwanderer (ISBN: 9783404207985)
    Stephen R. Lawhead

    Die Zeitwanderer

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Darayos-von-Wichelkusen

    Vorneweg, dies ist kein historischer Roman. Wer einen historischen Roman erwartet und historische Korrektheit, der ist hier falsch, alleine durch die verschiedenen Eingriffe der Protagonisten in verschiedene Zeitebenen würde die Geschichte, wie wir sie kennen verändert.
    Insgesamt hat mir die Geschichte über Zeitreisende, die an Hand von Ley Linien in die Vergangenheit reisen sehr gut gefallen, einschließlich der Tatsache, das jemand indirekt in seine eigene Zukunft reisen kann. Nämlich wenn er von jemandem begleitet wird, der aus seiner Sicht aus der Zukunft kommt. Der Roman ist in einigen Stellen verworren und auch etwas unlogisch, aber insgesamt gut geschrieben. Die historischen Szenen klingen stimmig und scheinen soweit möglich gut recherchiert zu sein. Das Verhalten der einzelnen Personen ist sehr glaubwürdig im Bezug auf die Zeit aus der sie kommen geschildert.
    Was mich daran hindert diesem Buch fünf Sterne zu geben ist die Tatsache, das einige der Hauptpersonen kurz vor Ende des Buches in eine sehr mißliche Lage kommen und aus dieser nach dem Deus ex machina Prinzip kurz und knapp befreit werden. Diese Befreiung läßt mehr Fragen offen, als sie beantwortet und hat massiv den schalen Beigeschmack, das der Autor den Roman irgendwie zu einem nicht zu negativen Ende führen wollte. Selbst wenn das Buch von Vornherein als Mehrteiler angelegt ist und einige offene Fragen im nächsten Band beantwortet werden, ist das Ende zu künstlich.
  13. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783446242418)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.433)
    Aktuelle Rezension von: TellTillyO

    Habe ich gerne gelesen

  14. Cover des Buches Dantons Tod (ISBN: 9783746721149)
    Georg Büchner

    Dantons Tod

     (244)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Georg Büchners Text kann auch heute noch mit einigem zeitgeschichtlichen Bezug gelesen werden. Die französische Revolution, deren Ursprung auf die massive Staatsverschuldung und die grosse Ungleichheit der Standesgesellschaft Ende des 18. Jahrhunderts zurückzuführen ist, bildet den Hintergrund dieses Dramas. Anhand der Hauptcharaktere Danton und Robespierre schildert Büchner eindrücklich, wohin übersteigerter Idealismus und Fanatismus führen können. Ein paar wenige selbsternannte Vertreter des Volkes – ohne dieses je befragt zu haben – führen die Revolution an, die schnell aus dem Ruder läuft und in einer Schreckensherrschaft und unglaublichem Leid endet. Was die Manipulation der Massen und die daraus entstehende Gruppendynamik bewirken kann, lässt einem erahnen, wie nah Wahnsinn und Tugend sein können. Nicht selten werden dabei Naturereignisse als Argumentationshilfe für demagogische Inhalte missbraucht.


    Wenn man die heutige Welt besser verstehen will, sollte man dieses Werk lesen.

  15. Cover des Buches Die Geschichte der Frau (ISBN: 9783462052305)
    Feridun Zaimoglu

    Die Geschichte der Frau

     (6)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29
    Dies ist leider ein Verriss. Ich war von der Grundidee einfach begeistert. Geschichte aus weiblicher Sicht, da sonst immer die Männer die geschichtlich "wichtige" Vorkommnisse vorangetrieben haben.
    Es wird von der Frau Moses beschrieben, von einer Hexe, die dann hingerichtet wird, von der Antigone, bis zur Jetzt- Zeit Valerie Solanas, die Warhol umbringen wollte.
    Doch die Sprache und die Erzählweise hat mich als Leserin nur abgeschreckt. Natürlich hat jede Epoche eine andere Erzählmelodie, aber sie war für mich zu gewollt und ließ mich als Leserin ratlos zurück. Diese Sprache hat mich einfach nicht erreicht. Hier eine Kostprobe

    Seite 45
    Teiresias naht. Der blinde Seher Thebens eilt herbei mit wankendem Leib. Beschenkt ist er mit der Geistesgabe. Beschenkt ist er mit der Fertigkeit, Toten Worte zu pressen. Kein Mann und keine Frau ist er. Nicht genug von diesem, nicht genug von jenem. Halbmann, Frau ohne Busen. Das böse Gerücht: Er spiegelt sich an jedem Wasser, ohne das Bild zu sehen, er wackelt mit dem Steiß. Sein Unterkleid hat einen ungehörigen Ausschnitt. Sein Überwurf reicht ihm nur bis zu den Knien. Wen schwärmt er an? Den Knaben, den Blindendiener, der nach Veilchenbalsam riecht. Teiresias umfasst mit grober Hand des Dieners Schulter. Das Gerücht: Der Seher wäscht sich die Hände und trocknet sie an den Haaren des Jünglings. Ein Knabe mit lockigem Haar, ein Blinder mit geölten Knien.

    Dies ist der Eingang von Antigone und es vergällt mir einfach durch diese Sprache es weiterzulesen. Ich hatte gehofft jeden Abend eine Geschichte von einer Frau zu lesen. Ich habe vier Seiten gelesen und nichts verstanden. Ich habe es wiederholt und wieder nichts verstanden. Vielleicht bin ich nicht sophisticated genug.
  16. Cover des Buches Kabale und Liebe (ISBN: 9783947894918)
    Friedrich Schiller

    Kabale und Liebe

     (1.199)
    Aktuelle Rezension von: Geerthi

    «Kabale und Liebe» ist ein Drama von Friedrich Schiller. 

    Luise Miller ist die Tochter des Musikers Miller. Luise liebt den Sohn des Präsidenten im Namen des Herzogs Ferdinand von Walter. Doch sie kommen nicht aus derselben Gesellschaftsschicht. Der Vater von Ferdinand hat andere Pläne und möchte, dass Ferdinand eine Frau seines Standes heiratet. Als Ferdinand sich weigert, kommen Intrigen im Spiel. Die Handlung beschreibt die gesellschaftlichen Verhältnisse zu der damaligen Zeit.

    Der Schreibstil kann für einige kompliziert sein, aber für mich war es einer der schönsten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Für mich persönlich hat diese Geschichte berührt. Friedrich Schiller beschreibt die «Kabale und Liebe» so bildlich und leidenschaftlich, dass ich während des Lesens ein Theaterstück vor mir sah. 

    «Kabale und Liebe» ist ein sehr lesenswertes, bürgerliches Trauerspiel, mit dem man zum Teil mitleidet und mitfiebert und möchte, dass letztendlich alles aufgedeckt und aufgeklärt wird. 

  17. Cover des Buches Im Schatten der goldenen Akazie (ISBN: 9781535337625)
    Christiane Lind

    Im Schatten der goldenen Akazie

     (37)
    Aktuelle Rezension von: cybergirll

    Nach einer großen Enttäuschung durch ihre Schwester nimmt Franziska eine Einladung ihrer Großtante aus Australien an.
    Sie reist kurzerhand nach Brisbane um die Schmach die sie zu Hause in Hannover erlitten hat zu vergessen.
    Franziska die bisher nichts von ihrer Verwandtschaft in Australien wusste sucht mit ihrer Großtante nach ihren Wurzeln.
    Dabei treffen sie auf die Schwestern Catherine und Victoria. Zwei starke Frauen die ein Geheimnis umgibt.

    „Im Schatten der goldenen Akazie“ ist der erste Band der Australien-Saga von Christiane Lind.
    Die Geschichte hat zwei Zeitebenen.
    Einmal die Gegenwart und dann verschlägt es die Leser*innen in die Vergangenheit ans Ende des 19.Jahrhunderts.

    In der Gegenwart reist Franziska von Hannover nach Brisbane zu ihrer Großtante die sie bis dato gar nicht kennt.
    Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Erkundung ihrer Ahnen.
     Schnell wird deutlich, dass es da ein interessantes Geheimnis in der Vergangenheit gibt das zu lösen ist.

    In der Vergangenheit treffen wir auf die beiden Schwestern Catherine und Victoria.
    Nach dem die Mutter gestoben ist halten die Schwestern noch mehr zusammen.
    Sie denken nicht wird sie je trennen bis ein Mann in ihr Leben tritt.

    Die Protagonisten sind sehr gut in Szene gesetzt und durchaus sympathisch.
     Es macht Freude ihnen zu begegnen und Zeit mit ihnen zu verbringen.

    Bestechend an der Geschichte ist aber auch das Land Australien.
    Es wird so toll beschrieben, dass ich die Landschaft vor meinem inneren Auge sehe.
    Es gibt Bücher da läuft beim lesen ein Film im Kopf ab, dieses Buch gehört zweifellos dazu.

    Mit ihrem leichten, lockeren und flüssigen Schreibstil macht die Autorin das Lesen leicht.

    Christiane Lind erzählt die Geschichte spannend und lässt ein Kapitel gerne mal mit einem Cliffhanger enden so, dass man unbedingt weiterlesen möchte.

    „Im Schatten der goldenen Akazie ist ein sehr interessanter, unterhaltsamer und spannender Australien-Roman. Ich könnte immer noch weiterlesen.

  18. Cover des Buches Der Duft der Unsterblichkeit (ISBN: 9783596184224)
    Anne Rice

    Der Duft der Unsterblichkeit

     (228)
    Aktuelle Rezension von: SnowWhiteApple
    Der Duft der Unsterblichkeit von Anne Rice thematisiert die Vergangenheit von Armand. Absolut lesenswert
  19. Cover des Buches Auf dem Zeitstrom (ISBN: 9783492266581)
    Philip José Farmer

    Auf dem Zeitstrom

     (29)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Er hat den Traum, eine riesiges Schiff zu erschaffen, mit dessen Hilfe er bis an die Quelle des Zeitstromes gelangen möchte.
    Das gesamte Buch erstreckt sich dann auch über den Bau dieses Schiffes und die Komplikationen, die sich hierbei ergeben. 

    Farmer vermag trotz der Schwächen mit seiner guten Charakterdarstellung und mitreißenden und unkonventionellen Erzählweise dem Buch viel Tiefe zu verleihen. In der Flusswelt gibt es keine Helden, sondern Menschen, die Fehler haben, für die man sie liebt und auch Dinge tun, für die man sie unter Umständen verachtet.

  20. Cover des Buches Die Deutschen (ISBN: 9783442155804)
    Guido Knopp

    Die Deutschen

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Masau
    Ein tolles (Hör)Buch, für jeden Geschichtsinteressierten.
    Spannend erzählt - nur das Ende,  die jüngere Geschichte, wurde mir zu schnell abgehandelt. Sonst sehr lesens/hörenswert.
  21. Cover des Buches Der Historiker (ISBN: 9783833307652)
    Elizabeth Kostova

    Der Historiker

     (308)
    Aktuelle Rezension von: David_Lindsam

    Der Titel des Buches (engl. „The Historian“) ist zugleich Motto, Charakterisierung aller Hauptpersonen und Auflösung eines großen Rätsels zum Ende hin – und könnte damit kaum treffender gewählt sein.
     Eingleisig oder gar schmalspurig wird der Roman deshalb nicht. Im Gegenteil. In drei Generationen spielt die Handlung und wir reisen in verschiedenen Zeiten des 20. Jahrhunderts (30er, 50er, 70er) von Amsterdam, nach Istanbul, Budapest, Südfrankreich und Rumänien, immer auf den Spuren Vlad III. und den Zeugnissen über ihn aus dem 15. Jahrhundert. Die treibenden Kräfte sind die großen Fragen: Wo ist das Grab des vermeintlichen Grafen Dracula? Und liegen dort wirklich seine sterblichen Überreste?

    Unerwarteter Erfolg für einen viktorianischen Roman …

    Als der Debütroman von Elizabeth Kostova 2005 in den USA erschien, landete er direkt auf Platz 1 der amerikanischen Bestsellerlisten (New York Times u.a.). Zwei Jahre zuvor war „The Da Vinci Code “ von Dan Brown (dt. „Sakrileg“) erschienen und zu den Topsellern in der Branche aufgestiegen. Das Publikum war begierig auf Thriller, die Action und die Suche nach Rätseln in der Geschichte verbanden, weshalb die Verlagswelt sich in einer Auktion um die Rechte für dieses Werk überbot und damit ein groteskes Stück Buchgeschichte schrieb. Nachdem der Verlag Little, Brown and Company bereits 2 Millionen als Honorar für die Autorin aufgewendet hatte, musste ein gigantisches Marketing mit TV-Werbung und zehntausenden Vorabexemplaren folgen. Ein riskantes Buchpokerspiel …

    Am ersten Tag des Erscheinens wurde in den USA 80.000 Exemplare verkauft. Nach nur einer Woche lagen die Verkaufszahlen bereits so hoch (ca. 700.000), dass The Historian sich auf den Platz 1 geschoben hatte. Das ist eine waschechte american success story und in diesem Fall ein besonderer Glücksfall für die Leserwelt. Durch spekulative Marktmechanismen wurde ein sonst eher leises und anspruchsvolles Werk in Welt der Massenware hochgepusht.  

    Niemand war mehr über den Erfolg erstaunt als die Autorin selbst: „It’s a literary novel, not a commercial novel“. Nach ihrer Meinung hatte sie einen langsamen, viktorianischen Roman geschrieben. Ihre Helden stolpern nicht abgebrüht, abenteuerlustig und plündernd wie India Jones durch unentdeckte Überreste der Vergangenheit, sondern sie sind echte Historiker und Bibliothekare, die sich in mühevoller Kleinarbeit durch vergilbte Karteikartenkataloge kämpfen und die Geheimnisse der Vergangenheit in unzugänglichen Faksimiles akribisch entziffern.

    In Deutschland erschien das Buch noch im gleichen Jahr (2005) bei Bloomsbury (engl. Verlag, bei dem Harry Potter im Original erschien), aber die Resonanz war sehr verhalten. Ich kann nur mutmaßen, ob das vergleichsweise schmale Marketing der Grund war, oder vielleicht die etwas eigene deutsche Leserschaft. Tatsächlich dominierten den deutschen Fantasy-Markt in dieser Ära Zwerge, Orks, Elfen und natürlich die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Obwohl ebenfalls 2005 (und auch bei Little, Brown and Company) Stephenie Meyer mit dem ersten Buch ihrer Twilight-Serie einen Vampir-Boom in den darauffolgenden Jahren auslöste, wurde Der Historiker von dieser Welle nicht mitgerissen. Mein böser Verdacht ist, dass das deutsche Fantasy-Publikum schlicht keine anspruchsvolle Kost gewohnt war und deshalb das Dargebotene nicht zu würdigen wusste. Das Urteil mildernd muss ich hinzufügen, dass der viktorianische Schauerroman eine lange und würdige Tradition in den englischsprachen Ländern besitzt und die Geschmacksnerven der Leserschaft besser auf einen über 800 Seiten langen Roman eingestellt sind, in dem der interessante, aber normale Historiker-Alltag nur an einzelnen Stellen von dem Unheimlichen durchbrochen wird. Hoch spannend bleibt es allemal – auf zum Inhalt:

    Geschichten über Geschichte

    In ihrer Kindheit bereiste Elizabeth Kostova (geb. 1964) mit ihrer Familie die südeuropäischen Ostblockstaaten und erinnert sich gerne an die Geschichten, die ihr Vater zur Unterhaltung auf den langen Fahrten über Dracula erzählte. Damit war nicht nur ihr Interesse an dieser schillernden Gestalt zwischen Mythos und historischer Realität geweckt, sondern auch die Erzählform für ihren ersten Roman gefunden. In dem fiktiven Epilog stellt sich eine amerikanische Geschichtsprofessorin vor, die in Rückblenden von ihren Erlebnissen als Sechzehnjährige berichtet, natürlich auf Reisen durch Europa mit ihrem Vater, dem sie ganz langsam das große Geheimnis um ein kleines Büchlein entlockt, das in seinem Inneren nur einen großen, zornigen Drachen beherbergt – das Zeichen des Ordo Draconis, dem Vlad der III. angehörte, weshalb er den Beinamen Drăculea trug.

    Ihr Vater, den wir als Paul kennenlernen, berichtet von den seltsamen Begebenheiten, wie er in den 50ger Jahren als Student in Oxford bei seinen Unterlagen plötzlich dieses leere Buch fand. Als er seinen Geschichtsprofessor Rossi zu Rate zieht, offenbart ihm dieser, dass auch er ein solches Buch besitzt und seine Nachforschungen ihn zu dem walachischen Fürsten (heutiges Rumänien) aus dem 15. Jahrhundert geführt haben. Aus unerfindlichen Gründen übergibt der sonst so rationale Professor Paul die Aufzeichnungen über seine Suche nach dem Grab und fügt fast ängstlich hinzu: „Dracula … Vlad Țepeș … lebt noch“ (35). Am gleichen Abend verschwindet Rossi spurlos; zurück bleiben nur ein paar Tropfen Blut. Verzweifelt sucht Paul in den Unterlagen nach Hinweisen, was seinem Professor passiert sein könnte, und trifft in der Bibliothek auf eine junge Doktorandin, die Rumänin Helen. Nach einer zaghaften Annäherung der beiden zeigt sich, dass Helen den Professor durch ihre Arbeit über Vlad III beeindruck möchte, weil sie dessen uneheliche Tochter ist. Paul erzählt ihr von seinem Verdacht, was mit dem Professor geschehen sein könnte, aber ein Bibliotheksangestellter belauscht das Gespräch und beißt Helen in den Hals. Überhastet brechen die beiden nach Istanbul auf, wohin eine erste Spur weist.

    Immer weiteren Dokumenten und ihren Geheimnissen folgend reisen Paul und Helen nach Ungarn, Rumänien und Bulgarien, werden von Untoten heimgesucht, entdecken nach langen Mühen tatsächlich das Grab des Fürsten, treffen auf den sterbenden Professor, erfahren die wahre Geschichte der Begegnung zwischen ihm und Helens Mutter aus seinen persönlichen Aufzeichnungen und begegnen dem leibhaftigen Vlad Dracula … Mehr kann ich leider nicht verraten, ohne doch auf gemeine Art zu spoilern.

    Inzwischen ist jedoch auch der Vater der Erzählerin spurlos verschwunden und die 16-Jährige macht sich in Südfrankreich auf die Suche nach ihm, denn sie vermutete ihn an einem der letzten Orte, wo Dracula noch eines seiner geheimen Gräber besitzt. Sie wird von unheimlichen Wesen verfolgt, aber auch von einem studentischen Gentleman wacker unterstützt.

    Die verschiedenen Erzählebenen verflechten sich im Laufe des Romans so stark miteinander, dass man als Leser die Geschehnisse in drei Zeiten fast synchron erlebt. Von Rossi erfahren wir durch seine Briefe und Tagebucheinträge, von Paul aus dessen eigenen Schilderungen auf der Reise mit seiner Tochter und zuletzt und parallel alles in der Erzählgegenwart von dieser selbst. Historik und die persönlichen Schicksale verweben sich auf brillante Art in den Historikern selbst.

    Durch Geschichten in der Kindheit der Autorin wird das Interesse an Geschichte geweckt und daraus entsteht wieder die Lust auf Geschichten … Das ist die Geschichte des Buches Der Historiker.

    Übrigens sind die historischen Hintergründe und Orte des Romans sehr gut recherchiert und stimmig, nur die Fakten um das Grab sind fiktiv und die Dokumente und Zeugnisse dazu fast komplett erfunden (ich habe selbst schon zum Thema Vlad III. geforscht).

    Eine eigenwillige Hommage an Bram Stoker

    Der Historiker liegt weitab vom üblichen Fantasy-Mainstream und ist durchaus ein Art Kunstwerk. Elizabeth Kostova hat 10 Jahre daran gearbeitet – manche der bekannteren Fantasy-Autoren bringen deutlich mehr als ein Werk pro Jahr heraus. Daraus lässt sich ersehen, welche Arbeit hinter diesem Buch steckt. Das macht einen Unterschied und der Unterschied ist spürbar.

    Die Autorin hat sich eine interessante Mischung ausgedacht, indem sie historische Briefe, Dokumente und persönliche Berichte mit der Rahmenhandlung einer Ich-Erzählerin verbindet, die uns als LeserIn zu einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit einlädt. Dabei nutzt die Amerikanerin ein Gestaltungsprinzip ihrer großen literarischen Vorlage, Bram Stokers „Dracula“ (1897), der seine Vampir-Geschichte als Tatsachendokumentation in Form von Tagebucheinträgen und Zeitungsartikel präsentiert.

    Kostova stellt dieses Prinzip nicht in Frage, ironisiert es nicht. Eingebettet in eine rückblickende Erzählung umspinnt sie auf diese Weise unseren modernen, rational und historisch geprägten Geist und verführt uns für die Zeit des Lesens, daran zu glauben, dass Dracula tatsächlich noch bis ins letzte Jahrhundert sein Unwesen getrieben hat und, wenn ich den Epilog richtig verstehe, vielleicht sogar noch heute.

    Vampirisches?

    Kommen Vampir-Freunde auf ihre Kosten? Vielleicht nicht, je nach dem. Wer Bram Stokers Dracula mag, wird den Historiker noch weit mehr mögen, weil die Erzählweise viel moderner und weniger weitschweifig, blumig und umständlich ist. Und ein paar typische Gerne-Elemente finden sich durchaus. Bisse, Blut, Werkzeuge für die Vampirjagd (Silberdolch), Angriffe durch dienende Untote (Vampire), bezwingende Hypnose, Fledermausschatten, Särge und Grüfte …
    Am meisten enttäuscht am ganzen Buch hat mich die Begegnung mit Dracula selbst – er ist anders als meine Vorstellung von ihm … und nicht übermäßig böse. Schade – ich hätte mich gerne mehr gegruselt.
     Die Büchlein mit den leeren Seiten und dem Drachen hat er übrigens selbst gedruckt und verteilt … Warum? Wenn ich das mal so ganz verstanden hätte. Ich finde es nicht stimmig.

    Trotz der Umfänglichkeit des Buches bleibt vieles über Vlad Dracula offen, wie er zum Vampir wurde, wie viele seiner Art es noch gibt – reizvoll und unbefriedigend zugleich, aber in jedem Fall anregend für
     die eigene Fantasie. Und das schätze ich durchaus.

    Einordnung in der Literatur und Kritik

    Ein Feuilletonist der FAZ betitelte (2005) seine Rezension sarkastisch „wie man einen Roman pfählt“ und spielte damit auf die grausamen Hinrichtungsmethoden des historischen Vlads und auf Längen des Romans an, eine beliebte Kategorie der Literaturkritik, die wenig besagt. Tatsächlich ging es mir an einigen Stellen aber ähnlich und ich musste zwischendurch mein Durchhaltevermögen bemühen, um dran zu bleiben. Die Frage ist, wodurch diese Längen entstehen.
    Ausführlichere Berichte von der Reise, Beschreibungen der Landschaft und der Städte, Details des Interieurs – all das gehört zum Schmuckwerk und literarischen Gewand eines Romans, der sich an die viktorianische Erzählweise des 19. Jahrhunderts anlegen will, dennoch wirkt es ungewohnt. Die Gothic Novel lebt davon, dass in die alltäglich erlebte Wirklichkeit plötzlich das Übersinnliche hereinbricht und alles in Frage stellt, weshalb man in der Literaturforschung von magischem Realismus spricht.
    Die Längen haben also System. Trotzdem erwarten die Lesegewohnheiten des 21. Jahrhunderts etwas mehr Spannung. Mir hätte es geholfen, wenn die äußeren Orte ähnlich wie bei Dan Browns Thriller in einem direkten Zusammenhang mit der historischen Detektivarbeit gestanden hätten. Aber man kann auch nicht alles in einem Buch haben.
    Der Historiker bietet zudem eine wunderschöne und tragische Liebesgeschichte, lässt das Leben im Rumänien und Bulgarien der 30er und 50er Jahre szenisch vor Augen treten und erzeugt eine leicht gruselige, melancholische Stimmung, die perfekt zu der Erzählung passt.

    Und noch ein Zitat:

    „Es ist eine Tatsache, dass wir Historiker uns für Dinge interessieren, die zum Teil unser eigenes Ich widerspiegeln, vielleicht den Teil, den wir am liebsten nicht näher untersuchen würden, es sei denn auf dem Feld der Wissenschaft. Und je mehr wir in unsere Interessen eintauchen, desto mehr ergreifen sie von uns Besitz.“ (314)

  22. Cover des Buches Was bisher geschah (ISBN: 9783442157082)
    Loel Zwecker

    Was bisher geschah

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Pageturner
    Loel Zwecker ist Autor und Übersetzer. Er wurde 1968 geboren, studierte Kunst und Politik und war Dozent für Kunstgeschichte an der Universität in München. Er schreibt für verschiedene Zeitungen, u.a. die Süddeutsche Zeitung, Le Monde und die Neue Zürcher Zeitung.

    Inhalt:
    In diesem Buch bringt Loel Zwecker eine kleine Weltgeschichte zu Papier, die in überschaubarem Rahmen wiedergibt, was in den letzten 5.000 Jahren Menschheitsgeschichte passiert ist. Angefangen bei den Hochkulturen in Mesopotamien, Ägypten etc. wird der Bogen gespannt über die Geburt der Schrift bis in die Gegenwart. Verschiedene Entwicklungen werden dabei aufgegriffen und völkerübergreifend nach Überschriften zusammengefasst. So hat man eine globale Entwicklung vor Augen. Mit aktueller Beschreibung endend, enthält das Buch auch so etwas, wie einen kleinen abschließenden Zukunftsblick. Die Kapitel beinhalten sowohl kulturelle, soziale, als auch politische Entwicklungen der einzelnen Länder und eine langfristige Entwicklung der verschiedenen Religionen.

    Meinung:
    Diese mehr wissenschaftlich-historische Lektüre (denn Roman), informiert in lockerem und humorvollen Ton. In die Erzählung werden moderne Begriffe und Bezüge eingebaut, die zurückliegenden Verhältnisse besser erläutern sollen. Historischen Verläufen werden mit modernen Entwicklungen verglichen. Ich habe neue Dinge entdeckt, die ich vorher nicht kannte. Wer generell seine Allgemeinbildung in Sachen Weltgeschichte ausbauen will, dem sei dieses Buch empfohlen. Da Buch kann sicherlich auch gut als Nachschlagewerk genutzt werden. Es wäre schön, wenn der eigene Geschichtsunterricht damals auch nur halb so anschaulich dargeboten worden wäre. Die humoristischen Passagen mögen aber dem ernsthaft Interessierten aufstoßen. Mir jedoch haben diese Passagen gefallen. Der Text ist mit vielen Fotos und Darstellungen reich bebildert, so erhalten die einzelnen Kapitel einen visuellen Anstrich. Der Text hätte aufgelockerter sein können, teilweise sind die Passagen recht lang.

    Cover und Titel:
    Ein sehr interessantes und ansprechendes Cover. Typografisch und Layout technisch gibt es nichts auszusetzen. Man bekommt anhand der Abbildungen bereits einen Vorgeschmack auf den Inhalt. Der Titel wirkt ein wenig selbstironisch.

    Fazit:
    Es ist sicherlich schwierig, die Geschichte der Menschheit in ein Buch mit knapp 400 Seiten zu zwängen, die richtige Auswahl bei markanten Ereignissen zu treffen, wichtige Informationen nicht auszulassen und schließlich auch noch auf interessante Art und Weise zu unterhalten. Dies ist in diesem Buch eindeutig gelungen. Es ist ein Buch, das geballtes Wissen vermittelt, dessen Aufbau sich an wichtigen Entwicklungen orientiert, statt an geographischen oder ethnischen Einteilungen und das hierdurch sehr viel mehr Zusammenhänge erkennen lässt, als andere Geschichtsbücher. Kompakt, spannend und informativ - ein Lesegenuss! Am Ende hat man das Gefühl, etwas gelernt zu haben und das auf recht unterhaltsame Art und Weise. Es ist keine leichte Kost aber lesenswert.
  23. Cover des Buches Propyläen Weltgeschichte - Eine Universalgeschichte; Band 1 bis Band 10 (ISBN: 9783549050170)
  24. Cover des Buches Sturm und Drang (ISBN: 9783150176023)
    Matthias Luserke

    Sturm und Drang

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Heike110566
    Spricht man vom Sturm und Drang, dann fällt den meisten Menschen wohl als erstes "Die Leiden des jungen Werther" (1774) vom jungen Johann Wolfgang Goethe ein. Und sicher ist es auch eines der eindrucksvollsten Zeugnisse dieser kurzen literarischen Epoche, die vor allem in den 1770er Jahren ihre Spuren setzte. Aber keineswegs ist dieser Roman nun typisch für die Stürmer und Dränger. Was ist nun aber charakteristisch für den Sturm und Drang? Was waren die Themen, die Formen, die Grundlagen, die Intentionen, die Mittel usw? - Damit beschäftigt sich genau dieses Buch. Matthias Luserke gibt hier einen sehr guten Einblick in diese Zeit der Genies und bietet einen breit gefächerten Überblick in das Schaffen jener Dichter. Ausführlich wird auf die geistigen Grundlagen eingegangen, die Merkmale vorgestellt und erläutert und auch die Ursachen für das Herausbilden dieser Dichtergeneration dargestellt. Am Schluss dieses Teils geht der Autor auf die Bedeutung dieser ziemlich kurzen Epoche, die im Grunde nur wenige Jahre und auch nur wenige Autoren umfasste, für die späteren Dichtergenerationen ein. Der Hauptteil dieses Büchleins beschäftigt sich dann mit der Literatur dieser Dichter selbst. Systematisch und methodisch gut aufbereitet und auch verständlich wird das besondere der einzelnen Dichter und Werke herausgestellt. Dabei werden auch nicht die Vorläufer, zB Heinrich Wilhelm Gerstenbergs Drama "Ugolino" (1768), vergessen. Sein Hauptaugenmerk legt der Autor natürlich auf die Genie-Autoren-Generation und deren Schaffen. Johann Wolfgang Goethe, Friedrich Maximilian Klinger, Heinrich Leopold Wagner, Johann Anton Leisewitz und Jakob Michael Reinhold Lenz stehen mit ihren Dramen und Erzählungen besonders im Mittelpunkt. Neben den inhaltlichen und formalen Betrachtungen zu den Werken, erhält der Leser auch Hintergrundinformationen zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte und auch den Kontext zu den Dichtern. Eingehend wird ebenfalls die Lyrik dieser Epoche beleuchtet. Der Göttinger Hain, Christian Friedrich Daniel Schubart und Johann Wolfgang Goethe stehen dabei besonders im Fokus. Abgeschlossen wird dieser Hauptteil mit einen Blick auf Randfiguren und Ausläufer. Es ist sehr viel, was dieses Buch an Material aufarbeitet und dennoch ist das Thema nicht wirklich vollständig damit ausgeleuchtet. Fast völlig vernachlässigt werden die Werke des jungen Friedrich Schiller, wie "Die Räuber" (1781), "Kabale und Liebe" (1784) oder "Der Verbrecher aus verlorener Ehre" (1785), die aus meiner Sicht auch zu dieser Epoche zu rechnen sind. Luserke sieht sie aber als zu spät erschienen an, grenzt sie so aus. Epochengrenzen so radikal eng zu setzen und dabei so bedeutende Werke auszufiltern, halte ich für keine gute Idee. Der Sturm und Drang endete ja nicht an einem bestimmten Tag und danach schrieb keiner mehr in der Art. Epochen sind nicht starr, sie sind fließend. Dies wird von Luserke meiner Auffassung nach zu wenig berücksichtigt. Die Betrachtung der Epoche des Sturm und Drang durch Luserke ist deshalb keineswegs eine abschließende, sondern eine, die sehr diskussionswürdig erscheint. Sie ist dennoch zu empfehlen. - Die Literaturwissenschaft ist eine Geisteswissenschaft. Wie schon bei der Grenzziehung der Epochen deutlich wird, gibt es hier viel Spielraum für Denkmodelle, die mit den Denkern variieren. Dies macht es aber auch wieder spannend und je mehr man sich mit dieser interessanten Epoche auseinandersetzt, desto mehr wird man sich dann auch seinen eigenen Standpunkt erarbeiten, seine eigenen Denkansätze bilden. Dieses Buch ist deshalb genauso für Literaturwissenschafts- bzw Germanistikstudierende geeignet, wie auch für literaturinteressierte Laien empfehlenswert. Die im Buch angehängte umfangreiche Bibliographie bietet dann auch noch weitere Hinweise für den geneigten Leser, wie er noch tiefer in diese Materie eintauchen kann.

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