Bücher mit dem Tag "engländer"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "engländer" gekennzeichnet haben.

177 Bücher

  1. Cover des Buches Feuer und Stein (ISBN: 9783426518021)
    Diana Gabaldon

    Feuer und Stein

     (2.584)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Im Auftakt der Reihe reist die junge Krankenschwester Claire auf ihrer Hochzeitsreise durch einen Steinkreis ins Schottland des 18. Jahrhunderts. Sie begegnet dort Jamie und seinen Gefolgsleuten und Freunden....

    Der Schreibstil ist sehr detailliert und gefühlvoll, dabei mitreißend und mit einer guten Portion Spannung versehen. Trotz der vielen Seiten fliegt man durchs Buch und die Geschichte.  

    Man lernt Schottland näher kennen und lieben, ebenso wie die Schotten selbst mit ihren Bräuchen und Eigenarten.  

    Es gibt aber auch grausames und brutales in dieser Zeit und auch dies wird vom Leser erlebt. 

    Eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart,  aber auch viel wissenswertes über Land und Leute im 18. Jahrhundert ist hier vereint. 

    Fazit: Toller Auftakt einer mitreißenden Reihe.

  2. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.259)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Lange habe ich mich gesträubt mir diesen Wälzer mit ins Bett zu nehmen, was besonders witzig ist, da ich alle drei Bände direkt auf einen Schlag gekauft hatte und meine Frau damals noch meinte, dass ich die wahrscheinlich dann doch nicht zur Hand nehmen würde. Nun habe ich sie, wenn auch einige Jahre später, dann doch eines Besseren belehrt. 

    Dies ist mein erstes Buch, das ich vom weltweiten Phänomen, Ken Follett, gelesen habe, wie ich mit Grauen bemerkt habe. Und was kann ich anderes sagen, als, das ich vollkommen überzeugt bin. Er schreibt wirklich außergewöhnlich gut und lässt in jeden seiner verschiedenen Erzählperspektiven einen gewissen eigenen Touch einfließen. Die Portraits, der verschiedenen Gesellschaftsschichten, die Follett in diesem Buch zeichnet haben mir besonders gut gefallen. Jeder der Protagonistinnen und Protagonisten hat sein kleines Bisschen zur gesamten Geschichte beigetragen und wusste zu überzeugen. Besonders schön fand ich den gesamten Handlungsbogen um Ethel Williams, die mir beim Lesen einfach besonders eng ans Herz gewachsen ist. Fragt mich bitte nicht wieso, es ist einfach so. 

    Aber generell habe ich bis zur letzten Seite vollkommen mitgefiebert und hoffe, dass es auch in den Fortsetzungsromanen unseren liebgewonnen Charakteren immer noch gut geht. 

    Ein wirkliches Highlight für mich ist aber die gesamte Authentizität, die Follett in diesem Roman an den Tag legt: In wirklich jeder Zeile ist man in den Jahren kurz vorm ersten Weltkrieg gefangen und hat das Gefühl die Handlung live vor sich zu sehen. Kopfkino pur! 

    Fazit:

    Ich bereue bei diesem Buch nur Eines: es zu spät erst gelesen zu haben  

    Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Band 2, den ich ganz sicher schneller lesen werde. 

  3. Cover des Buches Losing it - Alles nicht so einfach (ISBN: 9783802593642)
    Cora Carmack

    Losing it - Alles nicht so einfach

     (789)
    Aktuelle Rezension von: lyla_2912

    *Losing it* von Cora Carmack hat mir als Taschenbuch recht gut gefallen. Es enttäuscht mich jedoch auch, da ich im Vorfeld viel Gutes über die Geschichte gehört habe und mir hier leider die Tiefe gefehlt hat. 

    Es ist eine Geschichte wie so viele: Sie lernt ihn kennen und verliebt sich in ihn, geht gar fast zu weit mit ihm, bis sie am nächsten Morgen merkt, dass er ihr Professor an der Uni ist. Was folgt sind einige Wirrungen, die in plötzlicher großer Liebe und einem Wunschtraum enden. 

    Das Buch hat mir zu Beginn wirklich gut gefallen, was jedoch zur Mitte hin und leider zum Ende auch abnahm. Vieles kam zu schnell, zu unwirklich, es gab kaum gute und tiefe Gespräche zwischen den beiden und wie aus dem Nichts, ist da plötzlich die große Liebe, die versteckt, dann gelebt und verteidigt werden wollte. 

    Der Schreibstil ist schön und locker, die Charaktere leider kaum wandelbar und teils etwas naiv, was der Geschichte dauerhaft geschadet hat. 

    Leider hat mich diese Liebesgeschichte nicht völlig in ihren Bann gezogen. 


  4. Cover des Buches Die Zahlen der Toten (ISBN: 9783596512416)
    Linda Castillo

    Die Zahlen der Toten

     (768)
    Aktuelle Rezension von: IchLeseGerneUndDu

    Ich möchte vorab nicht unerwähnt lassen, dass es in diesem Buch einige unschöne, brutale, blutige, bestialische Szenen gibt.

    So harmlos das Cover erscheint, so brutaler geht es auf den ersten Seiten zur Sache. Obwohl die Szenen nicht detailliert beschrieben sind, springt das Kopfkino mächtig an. Ja, man leidet nahezu mit. Schon bald tritt dann auch die Hauptprotagonistin, Kate Burkholder, auf, die erst im Laufe der Geschichte nahbar wird. Ihre Vergangenheit zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte, so dass die Spannung immer gleichbleibend wirkt. Ermittlerische Verstärkung erhält sie durch John Tomasetti, der ebenfalls eine bewegte Vergangenheit hat. Die beiden kommen sich zwar näher, aber diese Liebelei steht nie im Vordergrund. Es ist nach all den brutalen Szenen eher als Entspannung zu betrachten. Linda Castillo versteht es, die Polizeichefin als Hauptperson darzustellen, aber das Geschehen nie ausser Acht zu lassen. Durch den prägnanten Schreibstil wollte ich immer mehr wissen und konnte das Buch kaum aus den Händen legen.

    Ich freue mich schon auf den Nachfolgeband, der bereits für mich bereit liegt.


  5. Cover des Buches Ferne Ufer (ISBN: 9783426518236)
    Diana Gabaldon

    Ferne Ufer

     (1.118)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Claire kehrt in diesem Teil nach Schottland ins 18. Jahrhundert zurück um den totgeglaubten Jamie zu suchen. 

    Dies ist der dritte Teil der Reihe und ich würde hier empfehlen die richtige Reihenfolge einzuhalten,  da der inhaltlich der Bücher aufeinander aufbaut und weitergeführt wird. Ohne Vorwissen verpasst man da als Leser viel. 

    Dieses Abenteuer führt weg von Europa und mitten hinein in die Seefahrt des 18. Jahrhundert.  Wie war es damals für die Besatzung, welche Krankheiten sind auf See aufgebrochen,  wie war das Leben auf den Inseln rund um Jamaika? 

    Das Buch ist recht abenteuerlich und natürlich wieder sehr gefühlvoll geschrieben,  es hat mich aber nicht ganz so mitreißen können wie die ersten Teile und hatte hier und da auch mal Längen.  

  6. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

     (658)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    Nachdem ich die „David Hunter“-Reihe von Simon Beckett verschlungen habe und auch einige seiner alleinstehenden Werke bereits auf den Gelesen-Stapel entlassen durfte, habe ich mich nun an den Thriller „Der Hof“ gewagt. Der Roman erschien bereits 2014 in England unter dem Titel „Stone Bruises“ und wurde hierzulande 2015 im Rowohlt Taschenbuch Verlag veröffentlicht. Die 464 Seiten lange Geschichte klang für mich von Anfang an sehr spannend, ich war jedoch trotz der Spiegel Bestseller Platzierung ein wenig abgeschreckt von den, doch eher mittelmäßigen, Kritiken, die ich im Vorfeld gelesen hatte. Am Ende siegte meine Neugier und ich nahm den Roman zur Hand. 

    Der junge Engländer Shawn reist ziellos per Anhalter durch Südfrankreich, nachdem er London fluchtartig verlassen hat. Auf seiner Reise kommt er an einem verlassenen Hof vorbei und tritt in eine versteckte Bärenfalle. Alleine kann er sich nicht befreien, sodass er auf die Hilfe von Mathilde angewiesen ist, die auf dem heruntergekommenen Hof mit ihrer Familie lebt. Sie pflegt Shawn gesund, der unter der Voraussetzung bleiben darf, dass er das alte Gemäuer erneuet. Doch die friedliche Stille dieses Ortes trügt… 

    Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln aus der Ich-Perspektive von Shawn erzählt. Dieser ist zeitweise völlig ahnungslos und hat andererseits einen gewaltigen Wissensvorsprung, was in London passiert ist. So lösen wir einerseits Schritt für Schritt mit ihm das Geheimnis um die Familie Arnaud und begleiten ihn andererseits bei seiner physischen und psychischen Heilung. Ungewohnt ist außerdem, dass sowohl die Rückblicke als auch die Gegenwartsgeschichte in Südfrankreich im Präsens geschrieben sind. Hieran gewöhnt man sich aber relativ schnell. Der Thriller endet mit einem sehr ausführlichen Epilog, der die Geschehnisse Revue passieren lässt und noch einige Logiklöcher stopft. 

    Der Protagonist Shawn ist am Anfang ein getriebener und unentschlossener junger Mann, der nicht weiß, wie er nach einer traumatischen Erfahrung am besten weiterleben soll. Er ist intelligent und kennt sich gut mit Filmen und Sprache aus. Auf dem verlassenen Hof in Südfrankreich drückt er bei seinem Leben auf die Stopptaste und geht noch einmal gedanklich durch, was ihm in London widerfahren ist. Dabei ist sein verletzter Fuß eine Metapher für seine traumatischen Erfahrungen. Je weiter die Heilung voranschreitet, desto mehr gibt er dem Leser und auch sich selbst gegenüber preis.

    Die Familie Arnaud verhält sich von Anfang an verdächtig und man weiß sofort, dass es ein dunkles Geheimnis gibt. Während Mathilde ruhig und reserviert ist, hat man bei ihrer Schwester Gretchen fast den Eindruck, dass sie jeden Moment in die Luft gehen könnte. Genauso unberechenbar ist der Vater der Familie. 

    Insgesamt habe ich viel mehr in die einzelnen Figuren der Familie hineininterpretiert, als sie dann am Ende wirklich darstellen. Mathilde ist noch die größte Überraschung. Der Vater durchläuft keine Charakterentwicklung und bleibt durch und durch böse. Gretchen wirkte nur interessant, wenn sie ihre Verhaltensweise von einer auf die andere Sekunde plötzlich komplett veränderte. Auf diese Eigenschaft wurde aber kaum mehr eingegangen. Mehr als einmal nervte mich auch Shawn, wenn er völlig vertrauensselig auf einem Dachboden eines verlassenen Hofes liegt und darauf hofft, gut versorgt zu werden. Zudem hätte ich andere Probleme, wenn mir der Fuß halb abgerissen würde, als auf die üppigen Hüften und Brüste meiner Retterin zu starren. Das fand ich etwas befremdlich und kann mir nicht vorstellen, dass dies ein natürliches Verhalten eines Mannes wäre. 

    Die Handlung in Südfrankreich war außerdem sehr langatmig, während die Handlung in London fürchterlich vorhersehbar voranschritt. Das es auf eine Drogenproblematik zulief, merkte ich, im Gegensatz zu Shawn, bereits nach einigen Seiten. Shawns Arbeit an der Mauer oder seine langen Spaziergänge in Südfrankreich wurden in einer Ausführlichkeit beschrieben, die lieber in den Plot hätte gesteckt werden sollen. Denn dieser wurde im Epilog noch einmal ausufernd erläutert, weshalb erst dann die ganze Geschichte halbwegs rund erschien. Diese Art des Erzählens wirkte etwas plump. 

    Gefallen hat mir an dem Thriller, dass sich die Stimmung auf dem Hof in Südfrankreich stimmig und real angefühlt hat. Die detaillierten Beschreibungen des schwülen Sommers und der unterschiedlichen Gerüche haben dazu beigetragen. Auch die wachsenden Anspannung war stets greifbar. Des Weiteren waren die letzten 50 Seiten noch einmal spannend, sobald sich Shawn dazu entschied, die Kontrolle über sein Leben wiederzuerlangen. 

    Ich würde den Thriller den Lesenden empfehlen, die nichts gegen eine sich langsam aufbauende Geschichte haben, bei der sich die Atmosphäre immer weiter verdichtet. Das Ende ist gewohnt rasant, wie man es bereits aus anderen Beckett-Büchern kennt. Damit ist „Der Hof“ auch für jeden Fan etwas. Allerdings sollte man nicht zu viel Charaktertiefe oder Überraschungsmomente erwarten. Ich gebe 2 Sterne.  

  7. Cover des Buches Leichenblässe (ISBN: 9783499268298)
    Simon Beckett

    Leichenblässe

     (2.529)
    Aktuelle Rezension von: Chrilia

    In seinem dritten Fall ist der forensische Anthropologe David Hunter zu Besuch auf der berühmten Body Farm in Knoxville, Tennessee. Eine stark verweste Leiche in den Smoky Mountains bringt ihn auf die Spur eines skrupellosen Killers, der keine Gnade kennt. Super spannend. Klasse!

  8. Cover des Buches Dirty English - Verboten Heiß (ISBN: 9783956496356)
    Ilsa Madden-Mills

    Dirty English - Verboten Heiß

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Biblionatio

    Das Cover:

    Das Cover ist schlicht gehalten. Man erkennt unteren Teil von einem weiblichen und einem männlichen Gesicht. Im unteren dunkleren Teil des Bildes steht der Name des Buches. Was mir besonders gefällt ist, dass im Wort „Englisch“ eine rustikalische englische Flacke zu erkennen ist. Das Cover an sich zeigt alle wichtigen Aspekte der Geschichte, kann mich persönlich aber nicht vom Hocker hauen.

     

    Meine Meinung:

    Die Geschichte fängt direkt mit der dunklen Vergangenheit der Protagonistin Elizabeth an. Nach einem kleinen Zeitsprung beginnt das neue Collegejahr. Wir lernen das Studentenleben kennen. Nach und nach verlieben sich Elizabeth und Declan. Die Geschichte basiert größtenteils auf die Gespräche zwischen jenen. Ich hätte mir mehr Tiefe und mehr unterschiedliche Gespräche zwischen den Personen der Handlung gewünscht. Der Schluss war mir persönlich zu schnell. Im Laufe der Geschichte weiß der Leser zusätzlich wieso dieses Buch „Dirty English“ heißt.

    Es gibt mehrere Personen in dieser Geschichte. Zum einen wären dies die Protagonisten. Beide waren tolle Charaktere, aber mir fehlt auch hier die Tiefe, wie zum Beispiel mehr über das Leben in London (Declan), wie kam Elizabeth zur Schmuckherstellung usw. Shelley als beste Freundin gefiel mir sehr gut, auch Dax als Zwillingsbuder von Declan gefiel mir. Leider lernt der Leser beide nicht besser kennen, ebenso Erik, was ich sehr schade finde.

    Der Schreibstil gefiel mehr gut. Denn er war flüssig und spannend. Dadurch konnte ich als Leserin das Buch in einem Rutsch durchlesen.

     

    Das Fazit:

    Das Buch gefiel mir insgesamt. Die Charaktere hamonisierten sehr gut und die Geschichte war für eine Liebesgeschichte in Ordnung. Dennoch hat mir die Tiefe gefehlt und der Schluss war mir ein Tick zu schnell. Dagegen war der Schreibstil toll. Wer gerne ein Lektüre für den jetzigen Herbst braucht, dem kann ich das Buch empfehlen. Jedoch ragt es nicht heraus, dass sollte man wissen.

  9. Cover des Buches Der dunkle Weg (ISBN: 9783453357990)
    Susanne Goga

    Der dunkle Weg

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ida stammt aus einer wohlhabenden Familie in Hamburg. Ihr fehlt es an nichts, doch nach einem Kunststudium in London, fühlt sich ihr altes Zuhause fremd an. Die Ansichten und Gesellschaftsvorstellungen ihrer Eltern engen sie ein und der Wunsch nach der einmal erfahrenen Freiheit lässt sie nicht mehr los. Unter dem Vorwand eine alte Freundin in Irland zu besuchen, macht sich Ida, trotz des Unmutes ihrer Eltern, erneut auf den Weg, wohl wissend, dass sie nicht so bald mehr nach Hamburg zurückkehren wird. In Irland angekommen, schafft es Ida schnell, mit ihrem Talent als Malerin und der Hilfe ihrer Freundin, Kontakte zu knüpfen und sich ein eigenes Leben aufzubauen. Doch  Irland steht kurz vor einer Revolution und möchte damit die Unabhängigkeit Englands erreichen. Auf dem Festland steht der erste Weltkrieg kurz bevor. Jetzt muss Ida zeigen, wie stark und unabhängig sie wirklich sein kann.

    Idas Geschichte basiert auf einer realen Begebenheit. Viele ihrer Freunde in dem Buch, waren bekannte Persönlichkeiten in der Geschichte Irlands. Die Autorin hat es wunderbar geschafft diesen Menschen erneut eine Persönlichkeit zu geben.  Ihre einzelnen Schicksale kommen sehr gut hervor und man fühlt mit jeden Einzelnen mit. Der fiktive Charakter Ida ist ebenfalls  sehr glaubwürdig und passt sich sehr gut in die Gruppe realer Charaktere ein. Ohne, dass übertrieben darauf hingewiesen wird, wirkt Ida als eine starke, aber dabei auch so ruhige Frau, die man einfach sympathisch finden muss.

    Die Handlung des Romans umfasst im Grunde die Lebensgeschichte Idas und wir begleiten sie dabei über die Jahre hinweg, bei Höhen und Tiefen und ihrem eigenen persönlichen Glück. Wir erfahren zudem viel über ihren Einsatz für Hilfsbedürftige und damit ihren Wertvorstellungen, die nicht immer zur damaligen Zeit gepasst haben. Die politische Revolution tritt dabei allerdings etwas in den Hintergrund, was mein einziger Kritikpunkt an dem Roman ist. Ich hätte gerne noch mehr Details oder Hintergrundinformationen erhalten, um ein besseres Gefühl für die Stimmung im ganzen Land zu bekommen. Natürlich wird immer wieder von Aufständen berichtet und bei dem ein oder anderen Protest ist man, durch Ida, am Rande dabei, jedoch fehlt, meiner Meinung nach, ein bisschen die geschichtliche Grundlage.

    Abgesehen von diesem kleinen Negativpunkt, hat mir „Der dunkle Weg“ aber sehr gut gefallen und die Autorin konnte mich damit erneut von einem ihrer Romane überzeugen. Wer, wie ich, Freude an gut recherchierten, bodenständigen und vielseitigen Romanen hat, der trifft mit diesem Buch eine gute Wahl.

  10. Cover des Buches Beautiful Secret (ISBN: 9783956492907)
    Christina Lauren

    Beautiful Secret

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Ruby ist seit 6 Monaten als Praktikantin in einer neuen Firma tätig und schwärmt seit da für Niall, einer der Vorgesetzten... Dieser weiss aber nichts von ihrer Existenz, da sie nicht direkt miteinander arbeiten und nur an einem Wochentag alle zusammen kommen und bei diesem Meeting ist Ruby nur eine Beobachterin... Eines Tages soll sie ihn aber als Vertretung für ihren direkten Vorgesetzten nach New York begleitet, dabei kommen sie sich näher...

    Ich habe ja genug von diesen Praktikantin/Vorgesetzter Geschichten, ich muss aber sagen hier war es okay, denn er ist nicht ihr direkter Vorgesetzter und er hatte die Finger nicht im Spiel bei ihrer Zukunft. Dazu kam, dass Niall so süss unerfahren war, er ist seit 9 Monaten von seiner Frau getrennt und hat eine Scheidung hinter sich und ausser dieser keine weiteren Erfahrungen gehabt. Das war für mich erfrischend und ich mochte die Geschichte richtig gut, auch ihre Schwärmerei für ihn war nett und amüsant und doch stand sie dann für sich da als es darauf ankam, sehr netter Charakter...

    Mit was ich mühe hatte, war dem Hörbuch... Also die erotischen Szenen... dieses Gestöhne der Sprecher war zu viel des guten... einfach schrecklich...

    Für alle die gerne eine süsse Liebesgeschichte haben, bei denen der Protagonist unerfahren ist und sich langsam eine intensive Nähe zwischen den beiden aufbaut... Aber lieber lesen als hören...

  11. Cover des Buches Rebecca (ISBN: 9783458361343)
    Daphne Maurier

    Rebecca

     (405)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Die Protagonistin in diesem Buch ist 21 Jahre alt und Gesellschafterin von Mrs. Van Hopper (ältere Dame, Klatschtante). Ihren Vornamen/Mädchennamen erfahren wir nicht. Auf Reisen begegnet sie Maxim de Winter. Sie verbringen viel Zeit miteinander und als Mrs. Van Hopper abreisen möchte halt Maxime um die Hand der Protagonistin an. Nach der Hochzeitsreise kehren sie zurück auf das Anwesen Manderley. Die schüchterne neue Mrs. de Winter (unsere Protagonistin) hat es nicht leicht, steht doch über allem hier die erste Mrs. de Winter - xhier immer benannt als Rebecca. Rebecca ist verstorben bei einem Segelunfall und ihre alte Haushälterin die sie auch großgezogen hat lässt nichts unversucht um die neue Mrs. de Winter schlecht und als unfähig dastehen zu lassen. Als jedoch Rebecca's Boot gefunden wird als ein anderes Boot in Seenot ist findet man eine Leiche an Bord. Was hat es damit auf sich?

    Ich wollte unbedingt einmal die Geschichte von Rebecca von Daphne du Maurer lesen. Der Roman ist schon sehr alt und erschien 1938. Ich bin zuerst damit in Kontakt gekommen als ich vor vielen Jahren im gleichnamigen Musical war. Dann kam vor einer Weile eine Neuverfilmung auf Netflix und die Geschichte war doch ein wenig anders als ich es aus dem Musical im Gedächtnis hatte. Deshalb kam es jetzt dazu das ich endlich den Roman gelesen habe. Immer noch, trotz des Alters, eine spannende Geschichte rund im die Intrigen Rebecca's die sich auch nach ihrem Tod weiter durch die Leben der Menschen die sie kannten zieht. Das Buch hatte ein paar Längen in denen viel beschrieben wurde, trotzdem finde ich es einen tollen 'Krimi' der alten Schule. Selbst Alfred Hitchcock hat das Buch verfilmt.

  12. Cover des Buches Kenia Valley (ISBN: 9783455002775)
    Kat Gordon

    Kenia Valley

     (55)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Mit dem vorliegenden Roman über das Kenia der zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts ist Kat Gordon ein echter Pageturner gelungen.  TOLL

  13. Cover des Buches Was geschah mit Mara Dyer? (ISBN: 9783423715362)
    Michelle Hodkin

    Was geschah mit Mara Dyer?

     (199)
    Aktuelle Rezension von: Letizia

    Als Mara Dyer aus dem Koma erwacht, kann sie sich nicht mehr an den Unfall erinnern. Oder wie ihre Freunde dabei gestorben sind. Aber sie muss sich daran erinnern, nur sie weiß, was geschehen ist. Auch nach dem Umzug wird Mara von Albträumen und Halluzinationen geplagt und kommt der unglaublichen Wahrheit immer näher. 

    Es ist recht schwierig das Buch zu bewerten. Anfangs dachte ich, es handelt sich um einen normalen Jugendthriller. So fing die Geschichte auch an. Verwirrt erwacht Mara im Krankenhaus und erfährt, dass ihre Freunde bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Nur sie hat überlebt. 

    Es beginnt also sehr spannend, da man natürlich wissen möchte, was geschehen ist und wie Mara überlebt hat. Genauso weiß man, dass mehr hinter der ganzen Sache stecken muss. Leider nimmt die Spannung nach dem Umzug dann rapide ab. Größtenteils geht es um Maras Alltag und wie sie Noah hinterher schmachtet. Es weitet sich daher eher zu einer Jugendliebesgeschichte aus und wird nur ab und zu durch kurze Szenen von Maras Albträumen und ihren Halluzinationen unterbrochen, um noch irgendwie beim Thema zu bleiben.

    Um so mehr man sich dem Ende nähert, fragt man sich schon, was für eine Auflösung kommen mag, da man bis jetzt keine wirklichen Anhaltspunkte erhalten hat. Das Genre der Geschichte ändert sich dann nochmal und geht ins Übernatürliche, etwas Fantasymäßige über. Das kommt dann schon überraschend, da es nirgendwo Anzeichen dafür gab. Gleichermaßen ist es aber auch enttäuschend, denn für die Aufklärung der Vorkommnisse muss sich die Autorin keine logischen Zusammenhänge überlegen, sondern kann alles mit dem Übernatürlichen erklären. Am Ende wirkt das Ganze dann auch sehr konstruiert. 

    Mara konnte ich stellenweise auch nicht verstehen. Sie hinterfragt Sachen kaum oder lässt schnell locker. Sie erfährt, dass Noah sie schon vor ihrem Umzug kannte, aber sie spricht ihn kein einziges Mal darauf an. Später wird auch klar warum. Es hätte sonst zu einer zu frühen Aufklärung geführt. 

    Das Buch ist ein komischer Misch aus Genres und es kommt das Gefühl auf, dass sich die Autorin nicht festlegen wollte. Es hätte mir deutlich besser gefallen, wenn es ein normaler Jugendthriller gewesen wäre oder man hätte den übernatürlichen Anteil von vornherein mit einbezogen und die Geschichte anders aufgebaut. 

  14. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783458364252)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (1.570)
    Aktuelle Rezension von: Villa_malLit

    Jane Eyre wächst als Waise bei ihren Verwandten auf. Da sie von diesen verachtet wird, wird sie auf ein Internat geschickt. Als Erwachsene nimmt sie eine Stelle als Gouvernante auf Thornfield Hall an und trifft auf Edward Rochester. Die beiden verlieben sich in einander... 

    Auch wenn es ein Klassiker von 1800 ist, ist die Geschichte bezüglich des Schreibstils angenehm zu lesen, was vielleicht auch an der Übersetzung liegt. Das Buch beschreibt das gesamte Leben von Jane Eyre, welches tragisch und turbulent ist. Es ist zu keinem Zeitpunkt langweilig, jedoch zieht sich die Handlung oftmals in die Länge. Der Roman wird als fiktive Autobiographie von Charlotte Bronte betrachtet. 

  15. Cover des Buches Der geheime Zirkel II Circes Rückkehr (ISBN: 9783423716840)
    Libba Bray

    Der geheime Zirkel II Circes Rückkehr

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Vivi300

    *** Band 2 ***

    🫖 Klappentext

    Herrliche Weihnachtszeit! Gemma freut sich auf den Urlaub von der Spence-Akademie für junge Damen, freut sich auf die Zeit mit ihren Freundinnen Felicity und Ann, auf aufregende Bälle im noch aufregenderen London. Und tatsächlich scheint sich der attraktive, junge Lord Denby für sie zu interessieren. Doch trotz all der Ablenkungen der großen Stadt gerät Gemma immer wieder in den Strudel ihrer Visionen. Unheilvoller Visionen. Außerdem ist der mysteriöse Kartik wieder aufgetaucht - mit einer Warnung: Die Magie, die sie durch die Zerstörung der Runen freigesetzt hatte, wird nun zu einer Bedrohung für das Magische Reich. Gemma soll in die verzauberte Welt zurückkehren, um den geheimen Tempel zu finden und die Magie dort zu binden. Aber auch andere Kräfte sind an dem Magischen Reich interessiert ...

    🫖 Gesamteindruck

    Den ersten Band habe ich damals mit 16 gelesen und ich weiß noch, wie unfassbar begeistert ich davon war. Seit beinahe acht Jahren steht nun der zweite Band in meinem Regal und schließlich - in guter Erinnerung an den ersten Band schwelgend - begann ich zu lesen.

    Nun, ich schätze, Geschmack verändert sich. Das war leider überhaupt nichts! Ehrlich gesagt liest sich das Buch durch die einfachen Satzstrukturen zwar recht schnell, aber durch die fehlende Kohärenz nicht gut. Oft fehlte mir die Sinnhaftigkeit in Handlungen von Figuren, Erwachsene verhalten sich wie Teenager, die Teenager wie Kleinkinder. Ständig ist jemand gehässig, höhnisch, missgünstig und wird dennoch von der Protagonistin als Freundin deklariert. Gemma soll angeblich die mächtigste Person sein, die je im magischen Orden existiert hat... bis kurz vor Schluss bekommt man davon allerdings nichts zu sehen.

    Das Buch kann in keiner Weise halten, was es verspricht. Es wird eine Liebesgeschichte mit Kartik angeteasert... verblasst in Bedeutungslosigkeit. Stattdessen bekommen wir einen anderen Love interest, der meines Erachtens  keinerlei Chemie mit Gemma hat. Das Buch versprach aufregende soziale Ereignisse der Londoner Oberschicht, mit denen unsere Heldinnen konfrontiert werden... naja, eher ein Mittel zum Zweck, um die Glaubwürdigkeit aller erwachsenen Menschen dieses Buches zu untergraben. Das Buch versprach mehr von dem magischen Reich, längere Aufenthalte, spannendere Begegnungen... für mich eher eine Ansammlung willkürlicher, ungefilterter Ideen, die kaum ausgearbeitet sind und keinerlei innerer Logik folgen. 

    Traumata der Figuren werden in Halbsätzen abgespeist. Ann ist depressiv und verletzt sich selbst? Felicity hat Missbrauch erlebt? Kartik weist auf Rassismuserfahrungen hin? Gemmas Vater hat ein Drogenproblem? Bis auf letzteres gehen die Probleme anderer Figuren im Egozentrismus von Gemma unter. Tja, schade Leute, aber Gemma muss irgendwie das magische Reich retten, auch wenn sie sich dabei anstellt, wie ein Steinzeitmensch, der plötzlich vor einen Windows 10 Rechner gesetzt wurde. 

    🫖 Figuren

    Die Figuren sind für mich wirklich das schlimmste an dem Buch. Absolut niemand ist sympathisch. Kartik, die bisher spannendste Figur hat trotz der angeblichen Mission, die ihn an Gemma bindet, kaum nennenswerte Auftritte. Gemma eiert die ganze Zeit nur herum, hat die Menschenkenntnis eines Neugeborenen und kann wirklich keinerlei sinnvolle Verknüpfungen herstellen. Ihre Mutmaßungen, die sie ständig in den Äther bläst haben schlussendlich bis zu den letzten 50 Seiten keinerlei Relevanz mehr, sind einfach nur anstrengend zu lesen und nervenraubend. Leider gilt dies auch für alle anderen Figuren. Wie viel Zeit sich das Buch einfach gespart hätte und die Seiten mit sinnvollen Dingen hätte füllen können, anstatt der Missverständnisse, sinnlosen Handlungen, irrelevantem Geplänkel. 

    Übrigens finde ich es immer wieder richtig spannend, dass Gemma Ann und Felicity als ihre Freundinnen bezeichnet, während ich nicht eine Sekunde eine echte Verbindung die über die Reise in das Magische Reich hinaus geht zwischen ihnen fühlen konnte. Viel zu sehr sind die drei damit beschäftigt, eifersüchtig, missgünstig, gehässig oder selbstmitleidig zu sein. 

    🫖 Fazit

    Mit 16 Jahren war ich eventuell noch die Zielgruppe für die Trilogie, heute bin ich es definitiv nicht mehr. Den Abschlussband werde ich nicht mehr lesen und ich denke auch nicht, dass ich weitere Bücher der Autorin lesen werde, da ich ihren Erzählstil überhaupt nicht mag. 

  16. Cover des Buches Das letzte Königreich (ISBN: 9783499254710)
    Bernard Cornwell

    Das letzte Königreich

     (547)
    Aktuelle Rezension von: Tokall

    Bernard Cornwell ist ein hochgelobter Autor, von dem ich bisher noch nichts gelesen habe, als Einstieg in sein Werk entschied ich mich für „Das Letzte Königreich“, den Beginn der sog. Uhtred-Saga. Leider wurde ich sehr enttäuscht, habe ich den Schreibstil doch als sehr langatmig empfunden und fand die Geschichte insgesamt seelenlos. Ich habe mich durch das Buch gekämpft, war aber häufiger davor das Lesen abzubrechen. Bei mir entstanden bei der Lektüre keinerlei Emotionen, auch einen Bezug zu den Figuren konnte ich nicht aufbauen. Weitere Bände aus dieser Reihe werde ich nicht lesen, aber ich gebe dem Autor noch eine Chance und werde mir als nächstes seine Artus-Reihe genauer anschauen. Doch nun zum Buch.

    Uhtred, Sohn des Aldermanns Uhtred, wohnhaft auf der Bebbanburg, begegnet 866 im Alter von zehn Jahren erstmals den Dänen. Sein ältester Bruder wird ermordet, als dieser die Dänen näher auskundschaften soll. Im Jahr 867 zieht Uhtreds Vater dann in den Krieg gegen die Dänen, wird aber vernichtend geschlagen und der Zehnjährige wächst fortan bei den Feinden auf, und zwar bei seinem Ziehvater Ragnar und dessen blindem Vater Ravn. Er freundet sich auch mit Rorik, dem zweiten Sohn Ragnars an, und wird schon bald von Ragnar als seinesgleichen akzeptiert. Ab 868 beginnen die Nordmänner ihren Machtbereich zu erweitern, Uhtred ist an Ragnars Seite mittendrin. Zuerst fällt Northumbrien, dann Mercien, später Ostanglien. Der Autor betont dabei auch, dass es vor allem um einen Aufeinanderprall zweier unterschiedlicher Glaubensrichtungen geht. Uhtred durchläuft eine Ausbildung und integriert sich mit der Zeit so gut, dass er als Däne, als einer von den ihren, akzeptiert wird. Dann geht es gegen Wessex, man eilt von Schlacht zu Schlacht. Doch diese werden weder opulent, noch mitreißend in Szene gesetzt. Als einzige Ausnahme kann die Schlacht am Ende des Buchs angeführt werden, in der der gereifte Uhtred gegen Ubba in den Kampf zieht. Anders als die anderen Provinzen Englands erringt Wessex jedoch einen Sieg gegen die Wikinger, keine Seite kann sich danach so richtig durchsetzen. 871 wird Alfred neuer König von Wessex, es kommt zu einem Friedensvertrag. Als Uhtred 16 Jahre alt ist, wird sein Ziehvater Ragnar brutal und heimtückisch von einem alten Feind ermordet. Uhtred schwört Rache. Er begibt sich mit Brida in den Süden von Mercien, von dort verschlägt ihn das Schicksal nach Wessex zu König Alfred. Uhtred gibt ihm wichtige Informationen zu den Dänen und Alfred will, dass Uhtred auf einem seiner Schiffe das Kommando führt. Jahre später treffen die Dänen und Alfred erneut im Kampf aufeinander, diesmal kämpft Uhtred auf englischer Seite, beide Seiten können sich nicht durchsetzen. Uhtred heiratet und er erhält das Kommando über die Flotte von Alfred. Er reift zu einem Anführer heran. 

    Das Problem bei der Darstellung dieser Ereignisse ist aber, dass keinerlei Emotion beim Lesen aufkommt, der Stil ist viel zu sachliche, nüchtern und distanziert. Die Charaktere bleiben flach, die Beziehungsverhältnisse zwischen den Figuren sind oberflächlich. Die Protagonisten besitzen keinerlei psychologische Tiefe. Dies wird allzu deutlich, wenn man sich z.B. das Verhältnis von Uhtred und seiner Freundin Brida anschaut, die praktisch nicht vorkommt. Das alles ist richtig enttäuschend. Das einzige, was dieses Buch in Hülle und Fülle bietet ist Brutalität in Kampfhandlungen, doch diese wird nicht einmal sonderlich kreativ oder gar fesselnd in Szene gesetzt, sondern sie langweilt. Insgesamt fehlte mir in dieser Geschichte eine Art übergeordnetes Ziel. Worauf zielt die Handlung ab? Wo geht die Reise hin? Dass ein Handlungsziel fehlt, darunter leidet die Motivation, überhaupt weiterzulesen, denn man weiß überhaupt nicht, worauf die Entwicklung Uhtreds hinauslaufen soll, zumal er wie ein emotionsloser „Brocken“ dargestellt wird. 

     

    Fazit: Ein langatmiger historischer Roman, der keinerlei Emotion beim Lesen auslöst und nur flache Charaktere sowie oberflächliche Beziehungsverhältnisse aufweist. Eine herbe Enttäuschung!

  17. Cover des Buches Per Anhalter durch die Galaxis (ISBN: 9783036959542)
    Douglas Adams

    Per Anhalter durch die Galaxis

     (3.241)
    Aktuelle Rezension von: MadameEve1210

    Nun, der Titel ist Programm, es handelt sich hier um eine Reise durch die Galaxie, wobei der Titel auch gleich ist zum erwähnten Reiseführer für alle Reisenden, die Abenteuer erleben wollen. 

    Es beginnt mit Arthur Dent, der mit den Behörden kämpft, diese wollen sein Haus abreißen, was er nicht will und niemals erlaubt hat. Behördenunsinn hin und her, dabei wissen sie noch nicht, dass dem gesamten Planeten das gleiche Schicksal blüht wie dem Haus. 

    Arthur wird von seinem Alien Freund Ford gerettet, der 15 Jahre zuvor auf der Erde gestrandet war. Nun geht es per Anhalter durch die Galaxie, zufällig treffen sie dabei Ford Verwandten, der auch noch Präsident ist, doch nun auf der Flucht ist. 

    Was kann da alles schief gehen?? 

    Mir gefiel das Buch, es hat eine verrückte Art und Weise. Immer wieder durch Ausschnitte des Reiseführers unterbrochen oder anderen Informationen. Die Handlung geht schnell voran, das Buch ist auch recht kurz. Was mir nicht so sehr gefiel, waren die Charaktere selbst und ihre Art und Handlungsweise, manchmal sehr laut und das große Hin und Her, dabei wurde das Schicksal der Erde sehr schnell abgetan, irgendeine Trauerreaktion hätte ich mir gewünscht. Oder auch von den Aliens, als wäre der Mord an so vielen Menschen total normal. 

    Man sollte es mal gelesen haben, aber ob ich auch die weiteren Bände lese, liegt in den Sternen. 

    3 von 5 Sternen

  18. Cover des Buches Wind der Zeiten (ISBN: 9783453534001)
    Jeanine Krock

    Wind der Zeiten

     (130)
    Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchen

    Johanna braucht nach einer scheußlichen Trennung eine Auszeit von ihrem Leben. Deswegen macht sie bei ihrer Freundin Caitlynn Urlaub in den schottischen Highlands. Dort begegnet sie auch dem geheimnisvollen Alan, welcher sie - ebenso wie Schottland - mehr und mehr in seinen Bann zieht. Doch Alan gehört nicht in diese Zeit, er ist Chief eines uralten Clans. Plötzlich findet Johanna sich im 18. Jahrhundert wieder, mitten im Clanleben. Doch das ist nicht so einfach, wird sie es schaffen Alans Liebe zu erwidern trotz aller Schwierigkeiten?

    Johanna ist ein spannender Charakter. Sie hat alles, was man sowohl im 21. Jahrhundert, als auch im 18. Jahrhundert braucht. Sie ist klug, emphatisch, witzig und sie besitzt Durchsetzungsvermögen. Ihre Vergangenheit war nicht leicht - ihr Leben ist mehr Bürde - aber sie hat gelernt damit umzugehen und ist mir durchweg immer sympathisch gewesen. Sie hat mich fasziniert, denn man taucht immer wieder mal in ihre Vergangenheit ein und auch in die von Alan. 

    Doch nicht nur die Protagonistin hat mich umgehauen, auch die ganzen anderen Charaktere waren sehr authentisch und sind mir stellenweise sehr ans Herz gewachsen.

    So zum Beispiel Alan und Morág, ebenso wie - überraschenderweise sogar - Marie. Ich konnte mir alle Figuren gut vorstellen und zu gerne wäre ich ebenfalls mit der liebevollen und stets gut gelaunten Morág befreundet! 

    Alan ist der harte, sexy Clanführer welcher sein  Herz am richtigen Fleck trägt und doch wird er als Wechselbalg abgestempelt und von vielen gehasst. Das hat mich stellenweise richtig wütend gemacht. Das Denken von damals hat die Autorin insbesondere im Bezug auf ihn sehr gut darstellen können. Diese Engstirnigkeit und den Hang nichts zu hinterfragen... Nichtsdestotrotz harmonieren Alan und Johanna sehr gut miteinander und leichtes Kribbeln überfiel mich beim Lesen, wenn die beiden agierten.

    Generell hat Jeannine Krock es geschafft mir eine fantastische Welt zu zeigen! Ich liebe Schottland und war auch bereits in den Highlands, gerade deswegen konnte ich das Buch wohl wie einen Film ablaufen lassen. Die Naturbeschreibungen, die Charaktere und die alten Gebräuche und Gepflogenheiten hat sie mit einer wahnsinnigen Präzision aufs Papier gebracht, dass Kopfkino vorprogrammiert war. Dabei bleibt sie detailgetreu und denkt auch weiter. Nicht nur die schönen Aspekte werden von ihr beleuchtet, sie greift auch Problematiken auf, die die Zeit damals mit sich brachte: vom Nachttopf über Läusebäder bis hin zu Verrat, Misstrauen und Krieg bei den Clans. 

    Der Schreibstil war insgesamt angenehm, auch, wenn oft gällische Worte fallen, so unterbricht dies den Lesefluss nicht. Vielmehr war es ein Durchfliegen durch die Seiten und ehe ich mich versah hatte ich den Brecher von  über 560 Seiten beendet. 

    Schlussendlich kann ich sagen, dass ich nicht erwartet hatte, dass mich dieses Buch so sehr in seinen Bann ziehen würde. Im Gegensatz zu anderen, kenne ich die Outlander-Saga nicht, so dass mir ein Vergleich nichts an diesem Meisterwerk zerstören kann! Die Geschichte hatte meiner Meinung nach alles: Freundschaft, Mut, Liebe, Misstrauen, Verrat, Spannung und einen Hauch von Magie. Es gefällt mir sehr gut, wie sich am Ende alles fügt (was Caitlynn damit zu hat hätte ich wohl gewusst, wenn ich Band eins gelesen hätte, da dies jedoch unabhängig voneinander gelesen werden kann, habe ich das wohl in der Reihenfolge verbaselt) und ich kann hier nur eine dicke Leseempfehlung aussprechen für jeden, der historische Liebesgeschichten liebt und sich gerne von den schottischen Highlands verzaubern lassen möchte. 

  19. Cover des Buches Korallenfeuer (ISBN: 9783499267222)
    Isabel Beto

    Korallenfeuer

     (45)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese

    Der historische Roman "Korallenfeuer" von  Isabel Beto erschien 2014 im Rowohlt Verlag.

    1811 auf den Seychellen: Noëlle ist Sklavin auf der Seychellen-Insel Mahé. Dort hat sie sich als Heilerin einen Ruf erworben, ihr einziger

    Verwandter ist ihr Onkel Hugo. Als dieser verletzt wird, weiß sie sich keinen Rat und sucht Hilfe bei einem Schiffsarzt einer Fregatte, die gerade vor Mahé ankert. Beide nähern sich einander an und doch weiß Noëlle, Thierry führt ein Geheimnis mit sich.


    Vor dieser herrlichen Kulisse des Indischen Ozeans hat mich Isabel Beto mit der schicksalhaften Geschichte um die Sklavin Noëlle gefangen genommen. Einerseits ist man bezaubert von der traumhaften Landschaft dieses Tropenparadieses und kann von den Schilderungen der Farbenpracht der Pflanzenwelt, der weißen Sandstrände und den vielen exotischen Obstsorten nicht genug bekommen. Andererseits war diese Zeit geprägt von der grausamen Sklaverei unter französischer Kolonialherrschaft und die drastischen Strafen werden im Roman deutlich gezeigt. So läuft auch Noëlle auf unglückliche Weise von einem Unglück ins nächste. Thierry erkennt die Ungerechtigkeit der Anklagen und versucht, ihr beizustehen.


    Bei diesem Roman hat die Autorin ausgezeichnet recherchiert und dabei sowohl den politischen, als auch den geschichtlichen Hintergrund interessant in die Handlung eingebaut. Einige Charaktere waren authentische Personen, andere wurden für die Romangeschichte fiktiv hinzugefügt.

    Isabel Beto zeigt neben der damaligen medizinischen Versorgung, auch die harte Bestrafung der Sklaven, die gesellschaftlichen Konventionen und auch das Leben der "Weißen" mit dienstbaren Geistern zur damaligen Zeit.

    Die Protagonisten wirken sehr authentisch und zeigen viele charakterliche Züge. Besonders sticht hier

    Noëlle hervor, sie ist eine sympathische junge Frau, die sich eine Familie wünscht, aber als Sklavin froh ist, bei gutmeinenden Herrschaften zu dienen. Sie ist eine Kämpfernatur und macht sich damit auch Feinde.

    Thierry, im Roman als Seth geführt, ist ein warmherziger und hilfsbereiter Mann, der als Arzt den Menschen helfen will, egal, ob es sich um Sklaven oder die Herrschenden handelt. Er trägt ein Geheimnis mit sich, was der Handlung einen interessanten Aspekt verleiht. Seine wahre Identität ist problembehaftet und er ist auf der Flucht vor seinen Gedanken oder ungeahnten Verfolgern.

    Dass sich die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten erst allmählich entwickelt, hat mir gut gefallen. Wie sie die Schwierigkeiten gemeinsam bestehen ist fesselnd zu lesen.


    "Korallenfeuer" hat mich gedanklich auf eine landschaftlich traumhafte Insel in schwierigen Zeiten versetzt und ich habe neben etwas Fernsucht auch Abenteuer miterleben können. Dieser historische Roman ist genau das Richtige, um sich mit menschlichen Schicksalen fesseln und mit der schönen Landschaft gut unterhalten zu lassen.


  20. Cover des Buches Provenzalische Verwicklungen (ISBN: 9783734101625)
    Sophie Bonnet

    Provenzalische Verwicklungen

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich denke wer die Provence und unterhaltsame Krimis mag, dem kann diese Reihe gut gefallen. Der Auftakt war besser als erwartet und durchaus solide und unterhaltsam. Der Fall selbst war interessant, die Auflösung kam sehr kurz vor Schluss und wurde dann relativ unspektakulär abgehandelt. In dieser Hinsicht nicht unbedingt ein Highlight, aber solide und mit Potential. Den Hauptcharakter mochte ich gern. Leider sticht kein anderer Charakter wirklich hervor. Mich konnte das Buch nicht überzeugen, die Reihe weiterzulesen, aber es war auch nicht schlecht.

  21. Cover des Buches Der Medicus (ISBN: 9783453503946)
    Noah Gordon

    Der Medicus

     (2.201)
    Aktuelle Rezension von: paperdragon

    Mich hat die Handlung in den Bann gezogen, ich fand den Schreibstil angenehm und war fasziniert davon eine so detailreiche Geschichte zu lesen, die Anfang des 11. Jahrhunderts spielt. Es entfaltet sich rasch und auch der Hauptcharakter war mir sympathisch. Ich selbst kann nichts über historische Genauigkeit sagen, aber habe andernorts gelesen, dass es wohl nicht immer so akkurat ist. Mir persönlich macht das nichts aus, weil ich da zu wenig weiß  und mich daher nicht daran gestoßen habe. Ich fand die Erzählung dann in der zweiten Hälfte teilweise etwas langatmig. Manchen nebensächlichen Details wurde sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt, während ich mir an anderer Stelle mehr gewünscht hätte. Ja, der Roman ist mehrere Jahrzehnte alt, als Frau in der heutigen Zeit kommt mir die weibliche Perspektive aber einfach zu kurz. Ich kann verstehen, warum es so ist (das Buch ist aus den 80ern, ist von einem Mann geschrieben und spielt natürlich in einer Zeit, in der Frauen eine ganz andere Rolle in der Gesellschaft hatten). Aus meiner heutigen Perspektive hat der Autor aber einige Gelegenheiten verstreichen lassen, auf die Erfahrungswelt der Frauen von damals mehr einzugehen. Man merkt einfach: es wurde von einem alten, weißen Mann geschrieben. In der Hinsicht hat mich die Erzählung 2-3 Mal regelrecht verärgert. Trotzdem wollte ich weiterlesen und fand auch, dass die Geschichte zu einem recht schönen Ende gekommen ist. Unterm Strich war es für mich zu großen Teilen ein Lesevergnügen, das aber währenddessen etwas holprig wurde. Zum Ende hin habe ich es mehr der Vollständigkeit und Neugier halber fertig gelesen.

  22. Cover des Buches Ich (ISBN: 9783453202924)
    Elton John

    Ich

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Seehase1977

    Elton John gehört zu den erfolgreichsten Künstlern aller Zeiten. Als Reginald Dwight geboren, wächst er in Pinner, einem kleinen Vorort von London auf. Der schüchterne Junge träumt davon ein Popstar zu werden. Er erzählt von seiner Kindheit und berichtet über die schwierige Beziehung zu seinen Eltern. Mit 23 hat er seinen ersten Auftritt in Amerika und begeistert in schrillen Klamotten sein Publikum. Von da an geht es mit Elton Johns Karriere steil bergauf. Es sind Hits wie „Your Song“, „Rocket-Man“, „Can you feel the Love tonight“ die die Musikwelt begeistern. Nicht zu vergessen „Candle in the Wind“, das Lied, dass bei Prinzessin Dianas Beerdigung Millionen von Menschen berührt hat. Alkohol und Drogen haben den Künstler jahrelang im Griff, sein Privatleben ein Chaos, voller Höhen und Tiefen, bis er mit David Furnish die Liebe seines Lebens findet und sich sein Leben nochmal völlig verändert…

    Meine Meinung:

    Aus dem Radio tönt „Cold Heart“ ein aktueller Remix, in dem man die britische Musik-Ikone Elton John zusammen mit Dua Lipa zu hören bekommt. Ich summe leise mit, denn noch immer ist Elton John einer der berühmtesten und mit über 450 Millionen verkauften Alben einer der erfolgreichsten Musiker weltweit. Seine Auftritte in bunten, teils glamourösen Kostümen und verrückten Brillen sind legendär. „Ich“ von Elton John, eine Autobiografie so bunt und schillernd wie der Künstler selbst, in der er reflektiert und ehrlich berufliche und private Details offenbart. Eine Lektüre voller Überraschungen, aufregend, spannend und kurzweilig und durchaus selbstkritisch erzählt.

    „Tief im Innern war ich schon immer ein Musikfan. Dieser Teil von mir hat sich nie verändert, seit ich ein kleiner Junge war, der in einem Raum saß, eine sich drehende Scheibe ansah und die Farbe der Etiketten sah.“  Quelle: https://beruhmte-zitate.de/autoren/elton-john/

    Elton John, der als Reginald Dwight in einem kleinen Vorort von London geboren und aufgewachsen ist, lebt ein ereignisreiches und dramatisches Leben voller Höhen und Tiefen. Nach dem Durchbruch im Musikgeschäft folgen Anerkennung, triumphale Erfolge, aber auch Exzesse und Abstürze. Obwohl Elton John viele Stars seine Freunde nennt - u.a. Rod Stewart, Freddie Mercury und Lady Diana - und beinahe immer von Menschen umgeben ist, ist der Sänger doch einsam. Oft schließt er sich tagelang in seinem Haus ein und verbringt die Tage und Nächte damit, sich seinen zahlreichen Süchten hinzugeben. Er ist drogen- und alkoholsüchtig, dazu kommen Essstörungen und eine ausgeprägte Sexsucht. Doch Elton John schafft mit einem harten aber erfolgreichen Entzug, sein selbstzerstörerisches Leben hinter sich zu lassen.

    Neben all den dramatischen und traurigen Ereignissen in seinem Leben, erzählt Elton John aber auch von vielen hochinteressanten Erlebnissen und Begegnungen und plaudert zudem aus dem Nähkästchen, indem er lustige Anekdoten aus dem Musik- und Showbusiness zum Besten gibt. Der Künstler zeigt auch soziales Engagement, in dem er 1992, kurz nach dem Tod von Freddie Mercury, seine AIDS-Stiftung gründet.

    Im Übrigen zeigen zahlreiche Bilder Elton Johns Werdegang und untermalen die beschriebenen, unterschiedlichsten Stationen im seinem Leben.

    Ich freue mich mit Elton John, dass sein später Wunsch Vater zu werden sich erfüllt hat und er ein zufriedenes aber immer noch musikalisch-kreatives Leben an der Seite seines Mannes David Furnish genießen darf. 

    Seine Musik ist immer noch präsent, zusammen mit Ed Sheeran veröffentlichte er 2021 den Weihnachtssong „Merry Christmas“ und mit dem australischen Duo Pnau und Dua Lipa entstand ebenfalls 2021 das Lied „Cold Heart“ ein Remix, der vier Elton John-Hits beinhaltet.

    Möge Sir Elton John und seine Musik uns noch lange erhalten bleiben.

    Mein Fazit:

    Nicht nur für Elton John-Fans eine faszinierende und beeindruckende Autobiografie, interessant, spannend, ehrlich und selbstreflektiert erzählt. He´s still standing! Danke Elton John für diese außergewöhnliche Reise.

  23. Cover des Buches Drei Freunde, ein Taxi, kein Plan ... (ISBN: 9783770182824)
    Paul Archer

    Drei Freunde, ein Taxi, kein Plan ...

     (29)
    Aktuelle Rezension von: MissStrawberry
    DUMONT hat hier einen Reiseführer der ganz besonderen Art vorgelegt. Kein Buch, wie sonst üblich, mit Hotel- und Gaststättentipps, Ausflugszielen und Reiserouten, sondern ein Buch über den irrsten und doch genialsten Trip der Welt!

    Nur Engländer können auf so eine Idee kommen! Paul Archer fährt stark angetrunken mit dem Taxi von einer Party zu seiner Studentenbude. Da die Fahrt irgendwie extrem lange dauert, machen sich Pauls Gedanken selbständig und die Idee nimmt erste Formen an: Die Kombination aus einem „einmal-um-die-Welt-Flugticket“, wie Pauls Kumpel Leigh es nennt, bei dem man „gerade mal an 6 Orten zwischenlandet“ und der längsten Taxifahrt der Welt wäre doch ein toller Guiness-Rekord.

    Dieser erste Grundgedanke nimmt mehr und mehr Form an und am Ende sind Paul, Leigh und Johno tatsächlich mit dem Taxi unterwegs auf Weltreise. Dass die drei keine gemütliche Kaffeefahrt von Stadt zu Stadt und von Land zu Land machen, muss man sicher kaum erwähnen. Ihnen passieren die erstaunlichsten Dinge, sie bestehen unglaubliche Abenteuer und trotzen Wind, Wetter und Gefahr.

    So ist das Buch von Anfang bis Ende spannend, unterhaltsam, urkomisch und immer wieder auch dramatisch. Man macht alle möglichen Gefühlsregungen durch und kann nicht fassen, was alles möglich ist. So irre es oft ist, die drei bestehen darauf, es sei die reine Wahrheit. Gut, kann man glauben oder nicht – aber wer nicht nur einmal im Guiness-Buch-der-Rekorde mit seiner Reise landet, darf auch ein wenig flunkern und die Wahrheit ausschmücken. Der wahre Kern ist auf alle Fälle vorhanden, daran zweifle ich nicht.

    Wer großartige Beschreibungen der einzelnen Reiseziele erwartet, liegt hier falsch. Dieses Buch ist kein Reiseführer im herkömmlichen Sinne. Die drei Jungs haben ein Abenteuer auf die Beine gestellt, das es so bisher noch nicht gab. Darum geht es. Klar, dazu gehören viele Orte, die so oder so eine Reise wert sind. Doch dieses Buch möchte diese Orte nicht „bewerben“, sondern den Mut, eine „verrückte“ Reise zu realisieren, hervorheben. Es steht ja jedem frei, sich die entsprechenden Reiseführer zusätzlich zu besorgen.

    Erzählt werden die Episoden abwechselnd von Paul und Johno. Was der eine nicht sagen kann oder möchte, spricht der andere aus und sie „verraten“ sich gegenseitig hin und wieder. Ein freundschaftliches Foppen, das gut passt und mir gefallen hat. Doch Achtung – man muss jung sein oder jung geblieben sein, um die eine oder andere Eskapade der Drei verstehen zu können. Wer sich nicht mehr an seine eigene wilde Zeit erinnern kann oder mag, wird vermutlich wenig Freude an diesem Buch haben. Auch sollte man den Jungs verzeihen, dass sie anfangs etwas über Gebühr dem Alkohol zusprechen. Mich haben die Jungs jedenfalls mit auf eine Reise genommen, die mich ein klein wenig neidisch gemacht hat.

    Ein Buch, das sich leicht lesen lässt und mich oft zum Lachen gebracht hat. Dafür gebe ich fünf Sterne!
  24. Cover des Buches Mord im Paradies (ISBN: 9783499272752)
    Robert Thorogood

    Mord im Paradies

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: DI Richard Poole wurde gegen seine Willen in die Karibik versetzt. Wo andere Urlaub machen fühlt sich der Brite gefangen - was soll er nur in der Hitze mit dem ganzen Sand? Der Mord an dem inseleigenen Guru bringt ihn schließlich auf andere Gedanken und er muss seine grauen Zellen mächtig anstrengen um das Rätsel zu lösen. 

    Meine Meinung: Der Schreibstil hat mir gut gefallen und der Krimi zählt eher zu den ruhigeren Wohlfühlbüchern. Erstklassig auch zum Mitraten. Die Idee rund um den Mord hat mir sehr gut gefallen - auch wenn ich nicht wirklich überrascht von der Auflösung war. Die Protagonisten fand ich stimmig - ich hätte mir aber noch ein bisschen mehr Info zu jedem einzelnen gewünscht. Richard Poole ist... eigen, was natürlich auch einigen Spielraum für den Autor bietet. Das Setting in der Karibik sorgt für Abwechslung und mir gefiel es ganz gut mich an den Strand zu träumen.

    Fazit: Ein Krimi den ich gerne empfehle. Urlaubsstimmung trotz Mord garantiert. 

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