Bücher mit dem Tag "elke heidenreich"

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56 Bücher

  1. Cover des Buches Männer in Kamelhaarmänteln (ISBN: 9783446268388)
    Elke Heidenreich

    Männer in Kamelhaarmänteln

     (63)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Unterteilt in fünf Farbkategorien beinhaltet jedes Kapitel, mehrere Kurzgeschichten rund um das Thema Kleider. In ihrer gewohnt direkten und unverblümten Art erzählt Elke Heidenreich Erlebnisse aus ihrem Leben und dies wie oft mir unverkennbarem Schalk und immer auch einer Spur Ironie. Sie ist eine meisterhafte Erzählerin von Alltagsbegebenheiten, die so klug und nahbar beschrieben werden, dass ich ein paar Mal laut lachen musste, dann wieder eine leise Melancholie verspürte und durchwegs eine grosse Bodenständigkeit feststellte.

    Ich mag ihre Geschichten eigentlich durchwegs, wenn auch einige davon besonders herausragend sind. Einfach herrlich ist die Beschreibung in ‘Karneval’ wie sich einige Zeitgenossen zur närrischen Zeit geistlose Verkleidungen wie Piraten oder Clowns zulegen, andere dann jedoch so fantasievolle haben wie als Spiegelei mit Speck oder als Duschkabine an die Fasnacht zu gehen. Sehr gefallen hat mir auch die Geschichte ‘Der perfekte Mann’. Der Witz und die Wendung sind einfach grossartig beschrieben und treffen genau meinen Humor.

    Also wieder eine tolle Lektüre und eine uneingeschränkte Empfehlung für all jede, die nicht alles immer todernst nehmen, über sich selber lachen können und ein paar unterhaltsame Kurzgeschichten auf gescheitem Niveau lesen mögen.


  2. Cover des Buches Winter in Maine (ISBN: 9783442747597)
    Gerard Donovan

    Winter in Maine

     (312)
    Aktuelle Rezension von: buchstaeblichverliebt

    "Vielleicht gibt es für viele Dinge gar keinen Grund, und sie passieren nur, weil die Menschen sie tun." (S. 64)

    Als Julius Hund und treuer Gefährte Hobbes eines Tages vorsätzlich erschossen wird, beschließt er sich zu rächen.

    Der eigenbrödlerische Mann, der einsam und zurückgezogen in einer abgelegenen Hütte in den Wäldern von Maine lebt, die vollgestopft ist, mit den über 3000 Büchern seines verstorbenen Vaters und Erinnerungen an eben diesen und den Großvater, hat alles verloren, was er liebt, einschließlich seiner Moralvorstellungen.

    Mit dem Gewehr seines Großvaters und der Literatursammlung seines Vaters als Stütze (im Hinterkopf) zieht er in seine persönliche Schlacht. 

    Sprachlich wirklich gelungen, atmosphärisch düster, inhaltlich leider  aufgrund der Brutalität nicht unbedingt mein Geschmack.
    Das war mir persönlich etwas zu viel des Guten und nicht unbedingt (logisch) nachvollziehbar.

  3. Cover des Buches Hier geht’s lang! (ISBN: 9783961611201)
    Elke Heidenreich

    Hier geht’s lang!

     (45)
    Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303

    Um Elke Heidenreichs Buch „Hier geht’s lang“ eine lohnende Lektüre zu finden, muss man die Autorin nicht mögen. So ging es mir auf jeden Fall. Es war mein erstes Buch der Autorin und ich denke ernsthaft darüber nach, noch mehr von ihr zu lesen. Denn die Reise durch ihr Leben anhand der Bücher, die sie im entsprechenden Lebensabschnitt gelesen hat, hat mich nicht nur gut unterhalten, ich habe mich in vielem wiedergefunden.

    Aber von vorn.

    Elke Heidenreich ist inzwischen fast 80 Jahre alt, wuchs in einem Haushalt mit nur wenigen Büchern auf, und trotzdem weist unsere literarische Playlist einige Parallelen auf („Ich suchte mir meine Freunde, Geschwister, Familie in den Geschichten.“). Bei mir liegt es übrigens daran, dass mein kindlicher Lesegeschmack durch meine Oma (Jahrgang 1913) geprägt wurde. So lasen Elke Heidenreich und ich nicht nur Enid Blytons Abenteuergeschichten, sondern auch Margot Trotts „Försters Pucki“, Else Urys „Nesthäkchen“ und Emmy von Rhodens „Trotzkopf“. Und natürlich dürfen auch Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf in diesem Reigen nicht fehlen. Fazit: unsere Kindheiten waren (abgesehen von Karl May) überwiegend von weiblichen Autorinnen geprägt. „Mädchen konnten ruhig auch Jungsbücher lesen, aber nie hätte man einen Jungen mit einem ausgewiesenen Mädchenbuch erwischt.“ Wir bekamen also „brave Mädchen“ und wilde Jungs in Buchform vorgesetzt und mussten unseren eigenen Weg finden. Literarisch und persönlich.

    Obwohl unsere Herangehensweise an Bücher völlig verschieden ist, führten unsere Wege uns nach den Kinderbüchern zuerst einmal zu Hans Falladas „Kleiner Mann – was nun“. Während ich dann aber eher in der Trivialliteratur verblieb, begann sie ein Germanistikstudium, las die wichtigen Werke der Weltliteratur, wurde Literaturkritikerin und Moderatorin und liest, anders als ich, „ernsthaft“. Und dennoch fühlte ich mich mit ihrem Buch irgendwie verstanden. Die Wandlung, die das Lesen im Laufe eines Lebens erfährt („Als Kind liest man neugierig und entdeckt die Welt, dann sucht man sich selbst, dann das unbegreiflich Andere, man liest aus Pflicht, aus Bildungshunger, aus Unterhaltungslust.“), dass Bücher in unterschiedlichen Lebensphasen unterschiedlich gedeutet werden („Um manches zu verstehen, braucht man eine gewisse Erfahrung.“) und dass ein Roman, von dem man in der Pubertät denk „Der handelt ja von mir!“ zwanzig Jahre später ein völlig andere Buch sein kann („es ging überhaupt nicht um mich!) – die Erfahrung hat wohl jeder Lesende schon gemacht.

    Andere ihrer Erfahrungen kann ich nicht teilen. So ist mir das Geschlecht eines Verfassers nach wie vor völlig egal, ich kann mich mit jeglichem (gut beschriebenen) Protagonisten identifizieren und kann mich in die Geschichte einleben, egal, ob Verfasser oder Protagonist weiblich oder männlich gelesen sind. Aber natürlich kann ich jeden verstehen, dem die Sichtbarkeit der Frauen in der Weltliteratur ein Anliegen ist. Ich habe bei der Lektüre von „Hier geht’s lang“ aber mein Haupt-Augenmerk weniger auf den Feminismus denn auf Elke Heidenreichs Leben und ihre Leseliste gelegt – und beides hat mich angesprochen. Vor allem ihre Aussagen zur dänischen Autorin Tove Ditlevsen trafen bei mir einen Nerv.

    Auch sprachlich fand ich ihr Buch sehr ansprechend, locker und bis auf ein paar sehr spezielle Ausdrücke (Was sind denn eigentlich „Norwegerstöcke?“ – ich kenne höchstens Nordic Walking Stöcke) sehr bodenständig geschrieben und leicht zu lesen. Das „Ausrichten“ ihrer Lebensgeschichte an der Literaturliste fand ich gelungen und ich habe diese besondere Art der Autobiografie sehr gerne gelesen, vor allem auch, weil ich ihre absolute Liebe zur Literatur in jeder Zeile herauslesen konnte. Daher vergebe ich fünf Sterne und empfehle es gerne weiter.

  4. Cover des Buches New Yorker Geschichten (ISBN: 9783036959511)
    Dorothy Parker

    New Yorker Geschichten

     (53)
    Aktuelle Rezension von: KateRapp

    „Die ganze Welt ist eine Bühne“, sagte Lily Wynton. „Und alle Männer und Frauen bloße Spieler.“

    Die New Yorker und ihre Beziehungen, das ist ein schier unerschöpfliches Thema. Dorothy Parker schreibt darüber desillusionierende Prosa, sei es die Geschichte der Verzweiflung einer „Starken Blondine“ oder die mehr oder minder absichtlichen Missverständnisse zwischen Paaren am Telefon oder in einer gepflegten Unterhaltung bei Tisch. Dass Frauen anders ticken als Männer, auf recht unterschiedliche Art, wird niemals erzählt sondern immer gezeigt. Sie schreibt Tagebücher oder innere Monologe, schildert Szenen mit teilweise grotesken Dialogen, die einem das Lachen im Hals stecken bleiben lassen.


    Das Verhalten der Geschlechter untereinander wird gnadenlos seziert. Vortäuschung, Koketterie, und launische Unzufriedenheit bei den Frauen. Demütigende Herablassung der Männer, die es gewohnt sind, dass die Frauen ihnen in Haushalt und Gesellschaft zu Diensten sind, ihre Persönlichkeit hintanstellen, nicht rummaulen, keine Spielverderber sind.

    Gerade die Hausfrau, die sich in Abhängigkeit begibt, kommt gar nicht gut weg: belächelt, alkoholkrank, selbstmordgefährdet. Und Beziehungen, langjährige Beziehungen werden schal, Erwartungen flackern auf und werden enttäuscht und das große Glück, von dem jede träumt, gibt es nur auf der Bühne, im Roman, in der Fantasie.

    Dazwischen kurze Texte über alltäglichen Rassismus, über das Trinken und das Heiraten und eine wunderbare Miniatur zur Schlaflosigkeit.


    Sie ist spitz, Dorothy Parkers Feder, und sie ist böse, meistens jedenfalls. Deshalb konnte ich von ihren Geschichten immer nur kleine Portionen vertragen, kleine Schlucke, die sich anfühlten wie ein steifer Whiskey, hart und scharf, manchmal verschlug es mir den Atem, manchmal belustigte es auch, aber wenn man zuviel davon erwischt, bekommt man einen ausgewachsenen Melancholie-Kater. 


  5. Cover des Buches Frauen, die schreiben, leben gefährlich (ISBN: 9783458359951)
    Stefan Bollmann

    Frauen, die schreiben, leben gefährlich

     (12)
    Aktuelle Rezension von: mistellor
    Dieses Buch über Schriftstellerinnen löst in Frauen (vielleicht auch bei Männern) eine Vielzahl von Gefühlen aus. Wut, Traurigkeit, Zorn, Respekt, Verwunderung, Hochachtung und vieles mehr (ich konnte es leider nicht vermeiden, eine solche Aufzählung zu machen).Die negativen Gefühle erfährt die Leserin/ der Leser im ersten Teil des Buches, bei dem  langen und gutem Vorwort von Elke Heidenreich. 
    "Wir geistigen Frauen enden als Verliererinnen in Liebesgeschäften, schreibt die argentinische Lyrikerin Alfonsina Storni, ehe sie sich - mit 46 Jahren - ins Meer stürzt. Auch die früheste aller Dichterinnen, Sappho, soll ihr Leben durch Selbstmord im Meer beendet haben..... Sylvia Plath und Anne Sexton ......starben durch Selbstmord. Die romantische Dichterin Karolina von Günderrode....stach sich 1806 einen Dolch ins Herz....Virginia Woolf steckte sich Steine in die Jackentaschen und ertränkte sich....Die Reihe ließe sich noch lange fortführen. "Frauen schreiben nicht, und wenn sie schreiben, bringen sie sich um", zitiert die uruguayische Lyrikerin Cristina Peri Rossi ihren Onkel, sie tut das in einem Nachruf auf ihre argentinische Kollegin Marta Lynch, die sich 1985 erschossen hatte.Was geschieht hier? Warum verzweifeln gerade die klügsten, die schöpferischsten, die begabtesten Frauen so sehr am Leben, dass sie es nicht mehr aushalten Können?"  (Ende Zitat)
    Elke Heidenreich gibt hier sehr emotional die Antwort. Es sind die Lebensumstände der Frauen. Es sind die Rollenverteilungen für Frauen. Es sind die Männer der Frauen. Es ist die Unmöglichkeit, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Es ist die Notwendigkeit auf vieles verzichten zu müssen. Es ist die mangelnde Unterstützung der Gesellschaft. Es ist die Nichtanerkennugen der Leistungen von Schriftstellerinnen und Dichterinnen.
    Was soll Frau, auch heute noch, alles leisten? Den Haushalt führen, berufstätig sein, die Kinder erziehen, als Frau auch geliebt sein, soziale Kontakte pflegen und vieles mehr, aber daneben brennt in ihr eine Sehnsucht zu schreiben, sich dem Schreiben hinzugeben, eins sein mit ihren Gedanken und Texten. Wie kann das gelingen? Dieses Ungleichgewicht hat viele schreibenden Frauen an den Rand der Verzweiflung oder nahe dem Freitod gebracht.Hier nochmal eine Aufzählung der absolut zu bewunderten Frauen, die dieses Schicksal erleben mussten: 
    Else Lasker-Schüler (verstarb einsam und völlig verarmt)  Irmgard Keun, Mascha Kaléko,  Marlen Haushofer,  Dorothy Parker, Katherine Mansfield, Nelly Sachs, und viele mehr.
    Der zweite Teil des Buches besteht aus einem bebilderten Lexikon mit der Darstellung ihrer wichtigsten Werke und ihrer Lebensumstände. Sehr ansprechend gemacht.
    Im dritten Teil des Buches greift Stefan Bollman den Text von Elke Heidenreich auf, und hinterfragt noch einmal die Umstände der Schreibtätigkeiten von Frauen in der Weltliteratur. Das geschieht sehr faktenreich, weniger emotional und gut recherchiert. Gleichzeitig vergleicht er die Lebenssituation der schreibenden männlichen Schriftsteller und Dichter  (hier bekommt man als heutige Frau entsetzliche Wut),  die gesellschaftliche Akzeptanz, Unterstützung durch die Ehefrau, und finanzielle Erfolge erzielen konnten. Über viele Jahrhunderte waren Männer überzeugt von der Unfähigkeit der Frauen schöpferische Leistungen erbringen zu können.
    Ich habe schon einmal in einer Rezension geschrieben: "Ich bin froh darüber, dass ich heute lebe." Das war ein Buch über das Mittelalter. Nach diesem Buch kann ich diesen Satz nur wiederholen.

  6. Cover des Buches Alles kein Zufall (ISBN: 9783596521739)
    Elke Heidenreich

    Alles kein Zufall

     (38)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    [..Wir fahren nachts müde, hungrig über die Autobahn nach Hause, biegen in Selzig ab und suchen ein Gasthaus  in dem man noch Essen kann. Wir finden 'die Krähe'. Die Wirtin guckt grimmig und wischt fettige Hände am grossen Busen ab. "Nur Hühnchen" bescheidet sie uns. Wir nehmen Hühnchen. Am Spielautomaten ein Mann, die ganze Krähe ist schmudelig, trist, traurig, das Hühnchen zäh wie ein Schuh, das Fett ranzig, wir würgen und gehen. Draussen sehen wir dass 'die Krähe' direkt an einer Müllkippe liegt, über der Krähen kreisen. War das Hühnchen eine Krähe?


    Mein Arbeitskollege, Liebhaber erlesenen Essens, pfeift mich wegen einer Lapalie mal wieder zusammen. Er macht das öfter, Rache ist fällig.

    'Die Krähe' sage ich "in Selzig, die kennst du nicht! Gut, es ist eine Fahrt von 40 Minuten aber grandios. So eine Küche hast du noch nicht erlebt! Und das Ambiente!"

    Da will er mit Christine hinfahren. Ob man reservieren müsse? "Besser ist es", sage ich, "aber ich mache das für dich"

    Ich mache nichts und warte einfach ab, bis wir wieder miteinander arbeiten.

    Er verbietet sich, aufzuschreiben, was er gesagt hat.

    Dass Christine extra beim Friseur war. Dass man sich in Schale geworfen habe. Dass man sich auf die von mir gepriesene Weinkarte gefreut habe. Dass man sich überhaubt gefreut habe, und dann das. Dann das!

    Ja und dann das.

    Immer wenn ich auf der Autobahn an Selzig vorbeifahre, geht es mir richtig gut.]

    E.Heidenreich


    Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Erika (ISBN: 9783499235139)
    Elke Heidenreich

    Erika

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Rija21
    Es ist eine wirklich schöne Geschichte für zwischen durch wie z.B eine kurze Pause. Ein toller Charakter und die Handlung ist auch sehr gut nachzuvollziehen. 
  8. Cover des Buches Früher war mehr Lametta (ISBN: 9783257235357)
    Daniel Kampa

    Früher war mehr Lametta

     (24)
    Aktuelle Rezension von: wasichgelesenhabe
    Ich habe mir dieses Buch als Adventskalender-Buch vorgenommen und habe im Dezember an jedem Tag eine neue Kurzgeschichte gelesen. Dadurch wurde es zu einem netten und kurzweiligen Begleiter in der Adventszeit.

    Die Geschichten und Gedichte sind nicht als Stimmungsbringer für die Weihnachtszeit gedacht, sondern sollen vielmehr die Weihnachtszeit mit ihrem ganzen Drumherum etwas aufs Korn nehmen. Und doch passt es mit dem weihnachtlichen Hintergrund in jedem Beitrag hervorragend in die Adventszeit.

    Sicher waren einige Geschichten/Gedichte besser als andere, aber im Großen und Ganzen fand ich diese Sammlung sehr interessant und teilweise richtig toll. Es waren Autoren dabei, von denen ich schon immer mal etwas lesen wollte, und nun die Gelegenheit hatte.

    Mein Highlight war übrigens "Erika" von Elke Heidenreich.
  9. Cover des Buches Alte Liebe (ISBN: 9783596512027)
    Elke Heidenreich

    Alte Liebe

     (134)
    Aktuelle Rezension von: literat

    Ich habs geliebt. Es lebt nicht von viel Bewegung und viel Handlung aber die Sprache zwischen den beiden Protagonisten, dem Ehepaar, ist einfach toll, liebevoll, mitfühlend, aufmerksam. Und ich kann am Ende Harrys Trauer sooooo fühlen.

  10. Cover des Buches Frauen und Leidenschaften (ISBN: 9783837142044)
    Elke Heidenreich

    Frauen und Leidenschaften

     (15)
    Aktuelle Rezension von: AndreasKueck

    Frauen und Leidenschaften: Wer könnte darüber besser berichten als Elke Heidenreich. Schlummern doch in ihrer Brust so einige Leidenschaften, die sie – sehr zur Freude ihres Publikums – regelmäßig aus dem besagten Schlummer erweckt und ans Licht der Öffentlichkeit bringt. Ihre wohl größte Leidenschaft ist das Schreiben, und so hat sie zu einigen Veröffentlichungen für/von/mit/über Frauen schon einige Vor- und Nachworte verfasst.

    Anlässlich ihres 75. Geburtstags vor drei Jahren nahm sie diese Texte nochmals zur Hand, entstaubte sie und las sie erstmals ein (eine weitere ihrer Leidenschaften). Denn diese Texte sind viel zu schade, um in Büchern oder Anthologien in Vergessenheit zu geraten, da es sich zudem um Themen handelt, die sie (O.-Ton!) „leidenschaftlich bewegen“. Sie ist eine Frau, die viel liest, viel schreibt, gerne am Meer lustwandelt, sich Rosen schenken lässt und ihr Leben mit einem Mops teilt (…hin und wieder durchaus auch mit einem Mann, aber der bessere Lebensbegleiter bleibt der Hund!).

    Und schon sind wir mitten drin im Geschlechter-Clinch. Zu jedem Thema verdeutlicht die Autorin uns äußerst überzeugend, dass Frauen und Männer aufgrund ihrer unterschiedlichen Programmierung rein genetisch nicht zusammen passen können (Diese Tatsache war mir als schwuler Mann durchaus schon seit geraumer Zeit bewusst). Und so kontert sie gegenüber den Dichtern und Denkern, Seebären, Rosenkavalieren und Hundehaltern unter all den Männern auf der Welt höchst unterhaltsam und kurzweilig. In ihren eleganten Ausführungen lässt sie Sprüche, Zitate und Anekdoten einer Vielzahl an Literat*innen einfließen, die ich mir leider nicht ansatzweise merken konnte und mir darum – ungewöhnlich für ein Hörbuch – eine Anlage mit Quellenverweise gewünscht hätte. Hängen geblieben ist mir (wie könnte es auch anders sein) ihr Zitat von Erich Kästners „Marktanalyse“, das – schon im Jahre 1949 veröffentlicht – so herrlich genüsslich die akademische Hochnäsigkeit mancher Männer ad absurdum führt:

    Der Kunde zur Gemüsefrau: „Was lesen Sie denn da, meine Liebe? Ein Buch von Ernst Jünger?“
    Die Gemüsefrau zum Kunden: „Nein, ein Buch von Gottfried Benn. Jüngers kristallinische Luzidität ist mir etwas zu prätentiös. Benns zerebrale Magie gibt mir mehr.“

    Sollte hier nun der Eindruck entstehen, dass die Autorin bei ihren Ausführungen die Männer nicht allzu gut wegkommen lässt, dann kann ich versichern „Ja, es stimmt!“, aber bei jedem Seitenhieb auf das angeblich starke Geschlecht ist ein schelmisches Augenzwinkern ebenso wahrnehmbar.

    Mit diesem Hörbuch beweist Elke Heidenreich abermals, dass sie eine brillante Vorleserin ist, die mit Intelligenz, Humor und (Selbst-)Ironie zu begeistern weiß. Zu gerne würde ich sie wieder einmal bei einer Live-Lesung hören und sehen: ein Erlebnis, das bisher eine ungetrübte Freude bei mir hinterließ. Bis es endlich soweit ist, erfreue ich mich weiter an diesem Plädoyer für die starken, talentierten und selbstbewussten Frauen dieser Welt…!

  11. Cover des Buches Frauengeschichten (ISBN: 9783579086590)
    Hubertus Meyer-Burckhardt

    Frauengeschichten

     (7)
    Aktuelle Rezension von: CharlieKaya
    In diesem Buch werden 10 bekannte und unbekannte Frauen interviewt. Mir haben zumindest Frau Malton, Frau Murmann und Frau Pluhar erst einmal nichts gesagt. Sie sind allerdings im Netz zu finden. Daher: Ein Bild und eine Vita wären schon nett gewesen. Statt dessen übertreibt es Herr Meyer-Burckhardt doch arg mit dem "Honig um den Mund schmieren". Gerade bei Frau Ferres fand ich es vollkommen unangebracht. Und Frau Sägebrecht sagt er 4(!) Mal, dass sie bei seinem  Tod dabei sein soll. Man hatte das Gefühl, dass ihr selbst es auch unangenehm war. Auch dieses "Er verehrt die Frauen" reicht irgendwann...

    Die Höhepunkte sind dann die Personen, bei denen man es auch erwartet: Frau Müller, Frau Sägebrecht, Frau Schöneberger, Frau Heidenreich und Frau Westermann. Herrlich und unterhaltsam und der Grund für meine vergebenen Sterne.

    Unterm Strich war ich überrascht festzustellen, dass ein anderer Interviewer, der die persönliche Beziehung nicht so übertreibt und sich immer wieder selbst in Geschichten mit einbaut, besser gewesen wäre. Ich mag den Herrn Meyer-Burckhardt sehr, aber in geschriebener Form lässt er sehr zu wünschen übrig. Dafür, dass er Frauen angeblich so sehr mag, erzählt er zu gerne, dass er auch dabei war und wenn nicht, findet er mit Sicherheit etwas passendes in seiner erschreckend großen Zitatesammlung. Ein bisschen mehr Abständ wäre gut gewesen. Es ging ja schließlich nicht um ihn...
  12. Cover des Buches Der Welt den Rücken (ISBN: 9783596296125)
    Elke Heidenreich

    Der Welt den Rücken

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Gekauft hätte ich das Buch nicht, weil Titelbild und Titel mir überhaupt nicht zusagen.

    „Diese Liebes- und Lebensgeschichten erzählen mit großer Einprägsamkeit, mit Charme und Witz und Trauer.“ Die erste Geschichte („Die schönsten Jahre“) begeisterte mich tatsächlich. Sie ist hervorragend geschrieben und erinnert mich zudem an meine eigene Mutter. Die zweite Geschichte über eine Silberhochzeit habe ich noch gelesen, die dritte gerade mal kurz angelesen. Die Gespräche zwischen den vielen Freunden, die der 68-er Zeit nachtrauern, wurden immer langweiliger, da diese Leute offenbar nicht in der Gegenwart ankommen und sich darauf noch etwas einbilden. Mir fehlte komplett der Witz, das Lebendige, das Nachvollziehbare. In diesem Buch fühlte ich mich in den Monolog einer der Jugend nachtrauernden alten Frau versetzt.

    Allein wegen der ersten beiden Geschichten behalte ich das Buch und werfe es nicht in den Müll. 

  13. Cover des Buches Die schönsten Jahre (ISBN: 9783499247880)
    Elke Heidenreich

    Die schönsten Jahre

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Vom Glück und Unglück der Liebe

    Mit viel Feingefühl schreibt die Autorin das diffizile Geflecht zwischen Mutter und Tochter. Wenn Generationen aufeinander prallen !

    Sie zaubert ein traurige wie tröstliche Geschichte, die mich sehr berührt hat. Gerne hätte ich noch 300 Seiten mehr davon gelesen.

  14. Cover des Buches Freudsche Verbrechen (ISBN: 9783990370025)
    Eva Rossmann

    Freudsche Verbrechen

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Elke
    Auch der dritte Band der Krimireihe um die Journalistin Mira Valensky hat mir wieder richtig gut gefallen. Diesmal wird Mira von einer alten Schulfreundin Uschi angerufen, als diese im Freud-Museum eine Leiche findet. Kurze Zeit später wird auch Uschis Freund ermordert, und Uschi wird kurzerhand zur Hauptverdächtigen. Um deren Unschuld zu beweißen, beginnt Mira zu ermitteln. Und ihre Recherchen führen sie bis in die Nazizeit zurück. Österreichs Rolle im Holocaust und vorallem die sog. "Vergangenheitsbewältigung" werden schonunglos dargestellt. Ein spannender Fall in dem es von "Menschlichkeit" - im Guten wie im Schlechten - nur so wimmelt, und der auch politisch brisant ist. Und bei alledem, kommen Humor und natürlich gutes Essen und Miras Privatleben nie zu kurz!
  15. Cover des Buches Die Gedichte (ISBN: 9783518408810)
    Wislawa Szymborska

    Die Gedichte

     (12)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    »Manche mögen Poesie« aber was ist das schon Poesie, kann man sich an Poesie festhalten? Diese Worte kommen in einem Gedicht von Wislawa Szymborska vor. Ihre Gedichte beeindrucken durch ihre Einfachheit, regen zum Nachdenken an, und das mit großer Wirkung. Es liegt wahrscheinlich daran, dass viele Themen, ihrer Gedichte, im täglichen Leben vorkommen, wie z.B. » Fragen die ich mir stelle« -»Kleinanzeigen« - »Bahnhof« - »Zirkustiere«-»Falsch verbunden« oder »Das Schreiben eines Lebenslaufs«. Der Lebenslauf von Wislawa Szymborska (* 2. Juli 1923), sie bekam viele Auszeichnungen für ihre Werke, unter anderem wurde ihr 1954 der Literaturpreis der Stadt Krakau und 1996 der Nobelpreis für Literatur verliehen. Wer Poesie mag, wird sich mit großer Freude an diesem wirklich außerordentlichen Gedichtband festhalten. * Manche mögen Poesie * Manche – das heißt nicht alle. Nicht einmal die Mehrheit, sondern die Minderheit. Abgesehen von den Schulen, wo man mögen muß, ...................und den Dichtern selbst, gibt’s davon etwa zwei pro Tausend. * Mögen – aber man mag ja auch Nudelsuppe, mag Komplimente und die Farbe Blau, mag den alten Schal, mag auf dem Seinen beharren, mag Hunde streicheln. * Poesie – was aber ist Poesie. Manch wackelige Antwort ist dieser Frage bereits gefolgt. ............... Aber ich weiß nicht, ich weiß nicht. Ich halte mich daran fest, wie an einem rettenden Geländer.
  16. Cover des Buches Passione (ISBN: 9783446251014)
    Elke Heidenreich

    Passione

     (4)
    Aktuelle Rezension von: kingofmusic

    Wer Elke Heidenreich ist, braucht man einem ernsthaften Literaturliebhaber glaub ich nicht mehr erklären, weshalb ich mir an dieser Stelle Erläuterungen zu ihrer Person spare *g*

    Man konnte zwar bei dem Untertitel "Liebeserklärung an die Musik" schon damit rechnen, dass sie in ihrem Buch "Passione" eine Lanze für die Musik bricht, aber ich habe selten so eine Inbrunst, solch einen Enthusiasmus und solch eine Liebe zur Musik (insbesondere die klassische Musik und da besonders die Oper hat es Elke Heidenreich angetan) in jeder Zeile, jedem Wort, jedem Kapitel dieses wunderbaren kleinen Büchleins gespürt. Ich habe nach Beenden sofort das Vorwort und die ersten 1 bis 2 Kapitel noch einmal gelesen bzw. überflogen und hatte sofort wieder eine Gänsehaut. Okay, vielleicht lag es daran, dass ich zu dem Zeitpunkt Mozarts "Die Zauberflöte" gehört habe (die Liebe zu dieser großartigen Oper teile ich übrigens mit Elke Heidenreich!) und ich so das gelesene Wort noch deutlicher bzw. direkter nachempfinden konnte.

    Tatsache ist jedoch, dass Elke Heidenreich weiß, wie sie andere Leute mit ihrer Begeisterung für die (italienische) Oper (ihr Lieblingskomponist ist übrigens Guiseppe Verdi) anstecken kann und so werde ich mich wohl (mal wieder) etwas intensiver mit dieser Art von Musik befassen und damit meine Familie zur Verzweiflung bringen *g*.

    Danke Elke Heidenreich für diese phantastische Reise in die Welt der Oper!

  17. Cover des Buches Elke Heidenreich liest Mascha Kaléko (ISBN: 9783898309233)
    Mascha Kaléko

    Elke Heidenreich liest Mascha Kaléko

     (3)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    "Weil du nicht da bist..." (Audio-CD) wunderschöne Gedichte von Mascha Kaléko, ihre Gedichte bewegen mich immer wieder. Aber leider trägt Elke Heidenreich die Gedichte von Mascha Kaléko ohne jegliche Betonung vor. Das klingt so monoton, das es weh tut. Da fehlt das Herz, was zu Mascha's Gedichten einfach dazu gehört. Des wegen lieber zu ihren schönen Gedichtbänden greifen und selber lesen!
  18. Cover des Buches Also ... (ISBN: 9783499229435)
    Elke Heidenreich

    Also ...

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Böse Weihnachten (ISBN: 9783423202121)
    Lutz-Werner Wolff

    Böse Weihnachten

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Eine Reise durch Verdis Italien (ISBN: 9783837122541)
    Elke Heidenreich

    Eine Reise durch Verdis Italien

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Anita27a
    Elke Heidenreich nimmt uns mit auf Ihre sehr persönliche Reise durch die Emilia Romagna auf den Spuren Verdis. Mit viel Liebe erzählt sie aus Verdis Leben, dessen Werdegang, gespickt mit Anekdoten und Immer wieder unterbrochen durch Ausschnitte aus dessen fantastischen Opern. Ein schönes Hörbuch!!
  21. Cover des Buches Katzenmusik und Katerstimmung (ISBN: 9783837116229)
    Elke Heidenreich

    Katzenmusik und Katerstimmung

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Katzengeschichten vorgetragen von diversen Sprechern, wie Olga und Wladimir Kaminer, Bernd Schröder, Jan Weiler, Harry Rowohlt und diverse andere.  

    Katzenmusik kann man auf zweierlei Art interpretieren. Musik die schaurig klingt oder Katzen machen Musik, wenn man das so heraushören möchte. Der Vortrag von Wladimir Kaminer würde ich als schaurigen Vortrag bezeichnen. Ihm kann man leider nicht zuhören. Hart und abgehackt und ohne Emotionen vorgetragen. Katerstimmung bekommt man davon. Alle anderen Sprecher waren gut.

    Katzen bekommen meistens phantasievolle Namen von ihren Besitzern. Ivanka, Fjodor, Martha, Miekesch (aus der Augsburger Puppenkiste), Ruby, Minni oder Johann Wolfgang.

    Katzen sind eigenwillige Wesen, sie lassen sich nichts vorschreiben, sie haben ihren eigenen Kopf, sie haben jede Menge Vorlieben.  Das wird hier in diversen Geschichten erzählt. Diese Sammlungen hat Elke Heidenreich zusammen getragen, die ja wie wir alle wissen, Katzen über alles liebt.

  22. Cover des Buches Lesen (ISBN: 9783897167063)
    Isolde Ohlbaum

    Lesen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Maggi
    Bei der Betrachtung des schönen, kleinformatigen Bildbandes „Lesen“ von Isolde Ohlbaum geht dem wahren Bibliophilen das Herz auf. Stimmungsvolle Bilder werden wohltuend mit Zitaten verbunden und schaffen so einen Augenschmaus und eine absolute Wohlfühlatmosphäre für den Betrachter. Ein tolles Geschenk für Buchliebhaber und passionierte Leser oder auch für einen selbst. Dieses Buch werde ich bestimmt immer wieder sehr gern zur Hand nehmen und mich daran erfreuen!
  23. Cover des Buches Nurejews Hund (ISBN: 9783446244658)
    Elke Heidenreich

    Nurejews Hund

     (38)
    Aktuelle Rezension von: IreneMagus

    Eine sehr berührende Geschichte über einen Hund und einen berühmten Tänzer und die Freundschaft, die sie miteinander verbunden hat.

    Allerdings ist das angebliche Russisch, das stellenweise gesprochen wird, kein Russisch sondern ist vom Klang her der Sprache sehr ähnlich.

  24. Cover des Buches Best of also ... (ISBN: 9783499332166)
    Elke Heidenreich

    Best of also ...

     (3)
    Aktuelle Rezension von: wollsoeckchen88
    Klappentext: "Waren die Missgeschicke nicht alle Winke des Himmels?" Seit 1983 hat Elke Heidenreich in der "Brigitte" die großen Zeitläufe und die kleinen Alltagsdinge kommentiert. Nachdenklich, kritisch und amüsant hat sie dabei Situationen beschrieben, in denen wir uns alle wiederfinden konnten. Dieser Band versammelt ihre schönsten Kolumnen aus den Jahren 1996 - 2000. Meinung: So finden sich in dem Büchlein denn Kolumnen zu verschiedensten Themen, sei es der Badeanzugkauf, der Unterschied zwischen Mann und Frau oder das Verhalten von Menschen an Briefkästen. Stets schafft es Frau Heidenreich die Dinge mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu betrachten, schreibt klug und witzig zugleich. So macht das Lesen Spaß und das Büchlein, das sich auch zum Zwischendurchlesen im Wartezimmer oder in der S-Bahn eignet, hat man schnell durch und wünscht sich bald, es wäre länger.

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