Bücher mit dem Tag "dumont"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dumont" gekennzeichnet haben.

93 Bücher

  1. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (726)
    Aktuelle Rezension von: InBetween

    Eine fantastische Geschichte, deren Kreativität beeindruckend ist. Obwohl ich die Story nicht wirklich kapiert habe, konnte ich das Buch nicht weglegen.

  2. Cover des Buches Unterwerfung (ISBN: 9783832163594)
    Michel Houellebecq

    Unterwerfung

     (295)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    In Frankreich werden die extremistischen Parteien immer stärker, als im Jahr 2022 die Muslimische Partei gewinnt kommt das Gleichgewicht im Land zum Schwanken.
    Der Professor François hat mit dieser Veränderung zum kämpfen.

    Das Buch hat mich leider überhaupt nicht überzeugen können.
    Mir war der Protagonist und Erzähler total unsympathisch und ich habe ihn und seine Gedanken überhaupt nicht nachvollziehen können, außerdem hat mich die Handlung auch überhaupt nicht überzeugt.

    Das Buch ist leider keine Empfehlung von mir.

  3. Cover des Buches Die Interessanten (ISBN: 9783832163396)
    Meg Wolitzer

    Die Interessanten

     (115)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Julie Jacobson erhält nach dem Tod ihres Vaters durch ein Stipendium die Chance, an dem Sommercamp "Spirit-in-the-Woods", ein Ferienlager für künstlerisch ausgerichtete Schüler und Schülerinnen, teilzunehmen. Dort trifft sie auf eine elitäre, privilegierte Gruppe von Jugendlichen aus New York City, mit denen sie sich anfreundet. Aus einer Laune heraus nennen sie sich "Die Interessanten". Jeder von ihnen hat andere Talente und Ziele. Ethan Figman möchte Trickfilmzeichner werden, Cathy Kiplinger träumt von einer Karriere als Tänzerin, Jonah Bay möchte in die Fußstapfen seiner Mutter, einer berühmten Folksängerin, treten und Musiker werden, Goodman Wolf möchte Architektur studieren, während seine Schwester Ash Schauspielerin werden möchte. 

    Jules und Ash werden enge Freundinnen und Jules orientiert sich stark an ihr, möchte auch Schauspielerin werden, obwohl ihr das Talent dafür fehlt. An der Seite der reichen Jugendlichen fühlt sich das Mädchen aus dem Vorort stets unzulänglich und nicht wirklich zugehörig, auch wenn den anderen ihre Herkunft gleichgültig ist. 

    Drei Sommer verbringen sie miteinander, aber im letzten ist alles anders. Ein Ereignis zum Jahreswechsel 1976 stellt die Freundschaft auf eine harte Probe und von sechs Freunden sind am Ende nur noch vier übrig. 

    Der Roman beginnt im Sommer 1974 und wechselt dann in die Gegenwart in das Jahr 2009, als Jules verheiratet, Mutter einer Tochter und Psychotherapeutin ist. Anschließend erfolgt wiederum eine Rückblende in die Vergangenheit und eine chronologische Schilderung der Lebenswege der "Interessanten". 

    Nur Ethan hat es geschafft, seinen Traum zu verwirklichen und sich erfolgreich in der Trickfilmbranche einen Namen zu machen. Er ist inzwischen mit Ash verheiratet, die als Theater-Regisseurin um Anerkennung kämpft. Cathy konnte aufgrund ihres Körperbaus keine Tänzerin werden und Goodman hat sich durch einen fatalen Fehler seine Zukunft verbaut. Jonah wurde durch ein traumatisches Erlebnis die Lust an der Musik genommen, weshalb rt sich komplett umorientiert und Maschinenbau studiert hat. 

    "Die Interessanten" erzählt von einer langjährigen Freundschaft, die als Teenager begann und Höhen und Tiefen erlebte. Die Jugendlichen haben sich weiterentwickelt und sind erwachsen geworden, haben selbst Kinder bekommen. 

    Der Fokus der Geschichte rückt im Erwachsenenalter insbesondere auf die beiden Paare Ash und Ethan sowie Jules, die unabhängig  von den Sommern im Camp den Ultraschalltechniker Dennis Boyd geheiratet hat. Die Paare führen unterschiedliche Leben, denn während Ethan und Ash im Luxus leben, haben Jules und Dennis stets mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Jedes der Paare hat zudem eigene Probleme, hat mit Krankheiten, Geheimnissen und den Belastungen des Alltags zu kämpfen. 

    Erzählt werden 40 Jahre, in denen sich naturgemäß nicht immer viel ereignet, weshalb der Roman seine Längen hat. Durch kleinere und größere Dramen, die die Protagonisten erleben und durchmachen müssen, erhält die Geschichte immer wieder neuen Schwung. 

    Der Roman handelt von den Wünschen, Träumen und Vorstellungen, die die Jugendlichen haben und was letztlich aus ihnen geworden ist. Es geht um Selbstverwirklichung und das Streben nach Glück. 

    Das starke Band der Freundschaft hält die Clique - oder Teile davon - zusammen. Es geht dabei um Zusammenhalt und Vertrauen, Geheimnisse, die trennen und zusammenschweißen, um Vergleiche, Eifersucht und Neid. Der Roman ist geprägt von vielen ernsthaften Themen, mit denen die Figuren umgehen müssen und auch zeitgeschichtliche Ereignisse und gesellschaftliche sowie politische Entwicklungen werden stimmig in die fiktive Geschichte eingearbeitet. Die Charaktere bleiben jedoch unnahbar und auf Distanz, so dass ihre Schicksale trotz aller Dramatik nicht emotional berühren können. 

    Nach einem langatmigen Mittelteil fehlte mir ein befriedigender Abschluss der Geschichte. Auch wenn es keine offenen Handlungsstränge gab, die zwingend hätten weitererzählt werden müssen, endet der Roman einfalls- und belanglos ohne noch einmal einen Bezug zu den wirklich interessanten Jahren der Jugendlichen und jungen Erwachsenen herzustellen. 

  4. Cover des Buches Colors of Life - Lavendelmond (ISBN: B00SZU0ET4)
    Mella Dumont

    Colors of Life - Lavendelmond

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Isika0510

    Dieser Teil konnte mich gar nicht fesseln, ich hab das Buch auch nicht zu Ende gelesen sondern abgebrochen. Das mache ich sehr selten, weil ich jedem Buch eine faire Chance geben will, aber bei diesem ging leider kein Weg rein. Sehr schade.

  5. Cover des Buches Der Gin des Lebens (ISBN: 9783832183974)
    Carsten Sebastian Henn

    Der Gin des Lebens

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Eva-Marie_Kwade

    Im Leben von Bene Lerchenfeld gehts bergab. Zuerst macht seine Freundin, während seines Heiratsantrages, mit ihm Schluss, dann fährt er auch noch mit seinem geliebten Oldtimer in den Rhein. Auch Cathy in Plymouth hats nicht leichter, denn in ihrem Garten liegt eine Leiche.

    Bene nimmt seine Vorkommnisse um den lang ersehnten Traum seines Vaters, der vor einiger Zeit bei einem Unfall ums Leben kam, in die Wirklichkeit umzusetzen: er möchte seines Vaters Gin fertigstellen. Aufgrund einiger Aufzeichnungen macht er sich auf den Weg nach Plymouth in das bed and breakfast von Cathy, in dem auch sein Vater oft war, als dieses Bed and Breakfast noch Cathys Eltern gehörte, die bei einem Brand gestorben sind. Auch Cathys Vater hatte den gleichen Traum von einem einzigartigen Gin. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten möchten Sie zusammen die Rezeptur vervollständigen und kommen sich dabei näher. Jedoch gibt es Personen, die die 2 daran hindern möchten. Gibt es ein Happy End oder wird das Vorhaben scheitern?


    Dieses Hörbuch wurde mir bei der Onleihe vorgeschlagen und der Klappentext hat mich neugierig gemacht.


     Die Stimme vom Sprecher, der Autor selbst ist einfach genial. Er hat für jeden seiner Protagonisten eine eigene, passende Stimmlage, selbst für die betagte Udora. Das ist zum Brüllen komisch. Grundsätzlich konnte ich oft lachen und war nie gelangweilt. Nebenbei konnte ich einiges über Gin lernen.


    Die Protagonisten sind klasse ausgearbeitet und die meisten sind mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen. Einzig Charles und Phil sind richtige Kotzbrocken und Annika, Benes Ex-Freundin ist nervig. Udora und McAllister waren meine absoluten Lieblinge.


    Am Anfang von jedem Kapitel gab es ein lustiges Zitat, was für eine kurze „Verschnaufpause“ gesorgt hat.


    Ich fand es schade, dass man sehr lange nichts über die Leiche in Cathys Garten erfahren hat, was mich ja eigentlich hauptsächlich zum Hören gebracht hat.


    Zwischendurch gibt es immer wieder Passagen aus der Zeit, in der Benes und Cathys Vater zusammen destilliert haben und wie der Gin nach und nach seine Nuancen angenommen hat. Das hat mich anfangs etwas irritiert, da diese Szenen ohne „Vorwarnung“ kamen.


    Das Ende der Geschichte fand ich etwas übertrieben aber durchaus unvorhersehbar. Was mir dann noch einen AHA-Moment bescherte.


    Alles in allem eine sehr gelungene Geschichte, mit einem recht geringen Krimi-Anteil. Dafür hab ich mich köstlich amüsiert und hab sogar etwas gelernt dabei. Vielleicht denk ich bei meinem ersten Schluck Gin an Bene, Cathy, Udora und McAllister.

  6. Cover des Buches 1Q84 (Buch 3) (ISBN: 9783442743636)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 3)

     (430)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Das Cover ist auf der einen Seite eigentlich sehr schlicht gestaltet, auf der anderen allerdings auch besonders, vor allem in seiner Farbgestaltung. Es sagt alle aber auch nichts aus über den Inhalt.

     

    Die Protagonisten und deren Charaktere sind sehr glaubwürdig und detailliert beschrieben. Deren persönliche Geschichte wird im Laufe des Romans immer deutlicher und aufschlussreicher..

    In einer sehr bildgewaltigen Sprache und einem fantasievollen, klugen, lehrreichen und von Akribie strotzendem Schreibstil schafft es der Autor den Leser in eine surreale Welt zu entführen und nicht mehr loszulassen. Was mich persönlich allerdings abgeschreckt hat, waren die explizit beschrieben Missbrauchsszenen und die Denkweise des Täters über seine Opfer. Dies grenzt für schon fast an Wahnsinn.

    Man kann es eigentlich nicht packen was da auf einen einströmt. So vieles, Entscheidungen, Herkunft, Kindheitserlebnisse, alles hat Einfluss auf unser, aber auch das Leben unserer Mitmenschen. Würden wir gezielt darüber nachdenken, „was wäre wenn“ würden wir verrückt.

    Dieser Roman lebt von zwei ganz konträren Seiten, schwarz oder weiß, gut oder böse, Realismus und Fiktion.

    Trotz aller Tragik und Grausamkeit, die ich hier auch erfahren habe, hat mich der Roman dennoch gefesselt. Ich habe mich in einer Welt voller Grausamkeiten und Liebe, Genuss und Abscheu, Wahnsinn und Beherrschung bewegt, als sei ich streckenweise im falschen Film gelandet.

    Empfehlenswert finde ich das Buch trotzdem.

  7. Cover des Buches Alles, was vielleicht für immer ist (ISBN: 9783832163747)
    Jimmy Rice

    Alles, was vielleicht für immer ist

     (71)
    Aktuelle Rezension von: wbetty77

    Rebecca und Ben lernen sich in der Bar ihres gemeinsamen Freundes Jamie kennen. Sie werden ein Paar und ergänzen sich augenscheinlich perfekt. Über ein Jahr lang ist alles wunderbar, sie ziehen zusammen und Ben plant einen romantischen Heiratsantrag. Doch an Bens Geburtstag kommt zufällig ein Geheimnis ans Licht, dass die glückliche Beziehung in Frage stellt. Ob es für Rebecca und Ben eine zweite Chance geben kann und welche Rolle dabei ihre beiden beste Freunde Jamie und Danielle spielen können, muss sich erst noch beweisen.

    Zu Beginn ist es eine romantische Liebesgeschichte. Eine arbeitswütige junge Frau, die sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen schwer tut, trifft auf charmanten Mann, der seinen Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Sie verlieben sich, kommen zusammen und alles könnte so schön sein, bis zu dem Moment, in dem eine Bombe platz. Danach zieht sich die Geschichte wie Kaugummi. Es beginnt ein Hin und Her, ohne das es tatsächlich voran geht. Die Kapitel wechseln zwischen Rebeccas und Bens Sicht der Dinge. 

    Der Roman hat seine unterhaltsamen Höhepunkte, auch wenn es nicht viele sind. Schlussendlich hatte ich allerdings den Eindruck, dass die Geschichte herum eiert ohne zu wissen, was sie dem Leser eigentlich sagen will. Ist es nun eine Liebesgeschichte oder eine Geschichte über Freundschaft oder beides? Geht es um die Schwierigkeit seinen Platz im Leben zu finden? Manche Entwicklungen in der Erzählung sind mir etwas zu weit hergeholt. Es werden zu viele Nebenstränge eröffnet, die dazu beitragen, dass ich das Gefühl bekam, das Buch nimmt kein Ende. Im Vergleich zu dem Roman „Das Beste, was mir nie passiert ist“, ist dieser Roman langweilig. Auch konnte mich der Schreibstil der beiden Autoren diesmal leider nicht mitreißen. 

  8. Cover des Buches Nach einer wahren Geschichte (ISBN: 9783832164256)
    Delphine de Vigan

    Nach einer wahren Geschichte

     (154)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Was ist wahr, was ist erfunden? Wow! Selten so ein cleveres und verstörendes Vexierspiel mit Fiktion und Wahrheit gelesen. Ich würde dieses Buch als literarischen Psychothriller bezeichnen, einmal da es um Literatur und den Prozess des Literaturschaffens geht und zum anderen, weil er so gut und elegant geschrieben ist.

    Doch erst einmal: Worum geht es in diesem Roman, der lange auf den französischen Bestsellerlisten stand?

    „Ich möchte erzählen, wie und unter welchen Umständen L. in mein Leben trat, ich möchte den Kontext genau beschreiben, der es L. ermöglichte, in meine Privatsphäre einzudringen und sie mit Geduld zu annektieren.“ (p.1).    

    Die Autorin Delphine, aus deren Perspektive die Ereignisse in Retrospektive erzählt werden, hat einen Roman mit dem Titel „Das Lächeln meiner Mutter“ verfasst, der zu einem Bestseller wurde. Die Leserschaft ist begeistert und sie erhält zahlreiche Anfragen, wieviel Autobiographisches in diesem Roman stecke. Delphine ist eine eher zurückhaltende und schüchterne Person, die sich linkisch und dem Ansturm nicht gewachsen fühlt. Als sie dann auch noch bitterböse Drohbriefe erhält, droht sie zu zerbrechen. In diesem Moment begegnet sie L. Sie ist Ghostwriterin und scheint das genaue Gegenteil, selbstbewusst und attraktiv, redegewandt, forsch und selbstsicher im Auftreten. Die beiden Frauen freunden sich an, verbringen immer mehr Zeit miteinander. L. zieht für eine Zeit bei Delphine ein.  

    Ich kann nicht wirklich einen Punkt ausmachen, an dem die Situation komisch wurde, an dem sich die Beziehung zwischen den beiden Frauen so entwickelte, dass von L. etwas Bedrohliches auszugehen schien. Wie im wahren Leben entwickelt sich so etwas schleichend. Was ich jedoch deutlich sagen kann, ist, dass dieser Punkt bei mir deutlich eher erreicht war als bei der Ich-Erzählerin. Wer ist diese seltsame Frau, deren Namen wir nicht erfahren (im Französischen klingt „L“ wie das Wort ‚elle‘ „Sie“), die sich in ihr Leben drängt, die eine unglaubliche Präsenz einnimmt und was sind ihre Ziele? An irgendeinem Punkt habe ich mich auch einmal gefragt, ob sie wirklich existiert und bin in Gedanken alle Situationen noch einmal durchgegangen, in denen andere Menschen zugegen waren. Stimmt vielleicht etwas mit Delphine nicht?

    „Noch heute fällt es mir schwer zu erklären, wie sich unsere Beziehung so schnell entwickeln und wie L. binnen weniger Monate einen solchen Platz in meinem Leben einnehmen konnte. L. übte eine echte Faszination aus. L. erstaunte mich, amüsierte mich, machte mich neugierig. Schüchterte mich ein.“

    Delphine leidet unter einer Schreibblockade, unter Selbstzweifeln und Depressionen. L. gibt vor, ihr aus dieser ausweglosen Situation helfen zu wollen. Delphine hat allerlei Ideen für einen neuen Roman, doch möchten die Leser überhaupt noch etwas „Erfundenes“ lesen? Macht es nicht den besonderen Reiz aus, wenn das, was Leser mit den Charakteren in dem Buch erleben, irgendwie wahr ist? Auch diese Frage stellt die Erzählerin und fügt damit eine weitere Ebene hinzu.

    Fragen über Fragen. Kurzgesagt, dies ist ein sehr, sehr clever erzählter Psychothriller, der den Leser mehr als einmal an allem zweifeln lässt, was er bis zu diesem Zeitpunkt für wahr gehalten hat. Das letzte Viertel des Romans wird dann richtig spannend.

    Nicht zu vergessen, dass die Autorin de Vigan ebenfalls ein Buch mit dem Titel „Das Lächeln meiner Mutter“ veröffentlicht hat – ebenso wie die Erzählerin des vorliegenden Romans.

     

    Für wen ist dieser Roman etwas? Es ist ein intelligenter und zugleich verspielter Roman. Man achtet auf jede Aussage von Delphine, und gerade die feinen Nuancen sind es, die eine große Rolle spielen. Man muss aber bereit sein, sich auf eine sehr langsame Erzählung einzulassen, denn die Veränderung in der Beziehung zwischen den beiden kommt stetig und schleichend, die Situation wird immer beklemmender und bedrohlicher, ohne dass über einen langen Zeitraum eigentlich eine tatsächliche Bedrohung vorliegt. L. wird einfach irgendwie zu einer unangenehmen Präsenz. Erst im letzten Viertel des Romans wird es wirklich spannend. Es ist also auch ein etwas intellektueller Roman, der von ungeduldigen Lesern als langatmig empfunden werden könnte.

    Wer einen guten temporeichen Psychothriller lesen möchte, der ebenfalls eine ähnliche Freundschaft zwischen zwei Frauen behandelt, in der eine der beiden sich in das Leben der anderen hineindrängt, und der etwas schneller voranschreitet und mit mehr Action aufwartet, dem sei eher etwas wie „Schlaf nicht wenn es dunkel wird“ von Joy Fielding empfohlen.

    Der Roman wurde von Polanski auch verfilmt. Ich bin von dem Film (trotz Eva Greenes überzeugender schauspielerischer Leistung) im Gegensatz zum Roman aber nicht wirklich begeistert.

  9. Cover des Buches Loyalitäten (ISBN: 9783832165031)
    Delphine de Vigan

    Loyalitäten

     (198)
    Aktuelle Rezension von: Minijane

    Delphine de Vigan haut mich mit ihrem Roman „Loyalitäten“ einfach um.

    Nicht nur sprachlich ist das Buch außergewöhnlich, auch erstaunt mich, wie man in noch nicht einmal 200 Seiten soviel Inhalt packen kann. Jeder Satz sitzt und trifft den Punkt. Der Titel könnte ebenfalls nicht besser gewählt sein. 

    Im Zentrum der Geschichte steht der 12 jährige Theo. Die Eltern sind geschieden. Die Trennung war sehr unschön, die Wunden wurden nie aufgearbeitet und der Junge steht zwischen den Fronten. Er entdeckt in seinen jungen Jahren den Alkohol als Seelentröster. Es ist herzzerreißend.

    Das Buch ist aus mehreren Perspektiven geschrieben. Neben Theo‘s Sicht gibt es noch die Perspektive des besten Freundes, Mathis. Außerdem kommt dessen Mutter Cécile zu Wort, die sich Sorgen macht und befürchtet, dass Theo der falsche Umgang für ihren Sohn ist. Und zu guter Letzt wird die Innenansicht von Hélène gespiegelt. Sie ist die Lehrerin von Mathis, hat selbst eine schwierige Kindheit hinter sich und pocht immer wieder darauf, dass mit Theo irgendetwas nicht stimmt.

    Die beiden Frauen werden jeweils in der Ichperspektive geschrieben, was sie einem noch etwas näher bringt. Durch den schnellen Personen und Perspektivwechsel wird eine unheimliche Sogwirkung erzeugt, so dass man das Buch kaum zur Seite legen kann. Jede der Charaktere kämpft mit ihren Loyalitäten und will doch nur das Richtige tun. Der Roman ist wirklich sehr eindringlich, das Thema unendlich traurig und doch ist diese schwere Thematik mit einer gewissen Leichtigkeit geschrieben, die ich kaum beschreiben kann. Der Roman ist natürlich auch ein Appell nicht wegzusehen, auf sein Bauchgefühl zu hören und achtsam zu sein. Das offene Ende fand ich sehr gelungen. Es hat sich wunderbar in die Geschichte eingefügt.


    Ich kann den Roman nur wärmstens empfehlen. Für mich ist er eines meiner Jahreshighlights.

  10. Cover des Buches Zitrönchen - Ein gutes Pferd hat keine Farbe (ISBN: 9783739200750)
    Maria Durand

    Zitrönchen - Ein gutes Pferd hat keine Farbe

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Sternenpfote

    Zitrönchen, der erste Band der Pferdebuchreihe von Maria Durand, erschienen bei BoD, ist ein absolutes Muss für alle Pferdenarren und solche, die es noch werden möchten. Von der ersten Seite an war ich komplett in der Geschichte gefangen und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auf eine humorvolle, lustige und sehr anschauliche Art und Weise erzählt Maria Durand aus dem Leben zweier Pferdemädchen. Mücke und Jo (fast elf und fast dreizehn) waren mir von der ersten Seite an sehr sympathisch, und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. 

    Besonders gut gefallen hat mir, dass es in dem Buch um die Beziehung zwischen Pferd und Mensch ging und das Pferd nicht, wie in vielen anderen Büchern, als Sportgerät dargestellt wurde.

    Nachdem ich das wunderschöne Cover gesehen hatte, war ich sehr gespannt auf das Buch und wurde definitiv nicht enttäuscht! Man merkt, das Maria Durand selbst Pferdeerfahrung hat, es kommt mir beim Lesen immer so vor, als habe sie Jos  und Mückes Abenteuer selbst erlebt. Ich habe schon viele Pferdebücher gelesen, aber die Zitrönchen-Reihe ist definitiv meine liebste! Von mir eine klare Leseempfehlung!

  11. Cover des Buches Fishergirl's Luck (ISBN: 9783832165840)
    Sharon Gosling

    Fishergirl's Luck

     (55)
    Aktuelle Rezension von: kiki1711

    Klappentext:

    „Anna zieht nach Crovie, ein winziges Fischerdorf am Moray Firth in Schottland, um einen Neuanfang zu wagen: Jahrelang stand sie als Köchin im Schatten ihres Ex-Freundes, dem Besitzer des Restaurants, in dem sie schuftete. Nun hofft sie, in der alten, an der Steilküste gelegenen Fischerhütte, die sie von ihren Ersparnissen gekauft hat, zur Ruhe zu kommen. 

    Als sie beginnt, die Umgebung und ihre Nachbarn kennenzulernen, erwacht in ihr etwas, das sie verloren glaubte. Sie entdeckt ihre Liebe zum Kochen wieder und eröffnet kurzerhand ein improvisiertes Pop-up-Restaurant direkt am Meer. Nach und nach freundet sie sich auch mit den Menschen an, die in Crovie leben, und findet dabei nicht nur sich selbst, sondern auch heraus, mit wem sie ihr Leben teilen will. 

    Bewegend und mit ebenso viel kulinarischer Leidenschaft wie Gefühl für die besondere Landschaft erzählt Sharon Gosling die Geschichte einer zweiten Chance und einer außergewöhnlichen Liebe.“

    Ich muss gestehen, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Der Schreibstil ist flüssig und man taucht schnell in die Handlung ein. Die Landschaft ist ebenfalls sehr detailliert beschrieben und man fühlt sich fast, als wäre man selber dort. Ich freue mich jedenfalls auf weitere Romane der Autorin.

  12. Cover des Buches Tage mit Gatsby (ISBN: 9783832165642)
    Joséphine Nicolas

    Tage mit Gatsby

     (36)
    Aktuelle Rezension von: BettinaDyes

    „Tage mit Gatsby“, viele waren es, die mich verzaubert haben, mich mitnahmen auf rauschende Feste im Pariser Nachtleben und leuchtende Sommertage an der Cote Azur. Kaum ein Buch vermochte es in den letzten Jahren, mich so tief hineinzuziehen in das Erzählte. 

    Joséphine Nicolas zeichnet in ihrem Roman einen Ausschnitt aus der Welt des Schrifstellerpaares Scott F. und Zelda Fitzgerald der Jahre 1924/25.

    Es sind Zelda Fitzgeralds Erinnerungen und Gedanken, von der Autorin überaus feinsinnig in Worte gefasst. Skizziert sie zunächst das Leben Zeldas mit ihrem Mann in den Roaring Twenties New Yorks, wird damit die Stimmung der Zeit deutlich. Fortgesetzt wird die Schilderung mit der Reise des Jetset-Paars nach Frankreich im Frühjahr 1924.
    Mit nur wenigen, aber nuanciert gesetzten Worten gelingt es Joséphine Nicolas, die Landschaft und Stimmung des südfranzösischen Sommers. Sie waren die wunderbare Untermalung für die schönen, heißen, aufregenden, bitteren und so dichten Erlebnisse Zeldas in diesen Monaten, während Scott, inspiriert und unterstützt durch Zelda, seinem größten Bucherfolg „Der große Gatsby“, zum Leben verhalf.  

    Die Stationen sind authentisch, darüberhinaus läßt Nicolas einfühlsam das Paar über ihre geistreichen Dialoge lebendig werden, auch heftige Krisen werden erlebbar. Ob schmerzvolle Episoden oder schillernde Eskapaden, all dies ist so gewandt und kunstvoll in Worte gefasst, daß ich wie gebannt das Buch nicht aus den Händen legen mochte. Ich lebte mit Zelda, begleitete sie durch diese Zeit - sehr berührend! 

    Eine bittere Ironie wird deutlich: Zelda Fitzgerald wird mit diesem Roman nun etwas zuteil, das ihr berühmter Mann ihr selten geben konnte: die Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ihre ideenreiche, sprühende Persönlichkeit und ihr eigenes überragendes Talent eigentlich verdient hätte.

    Durch Joséphine Nicolas schriftstellerisches Vermögen wurde Zelda lebendig für mich. Aus der Bibliographie wird deutlich, wieviel Recherche und Vorarbeit in das Projekt geflossen ist. Daraus hat die Autorin ein so wunderbares und emotionales Buch gewoben, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

  13. Cover des Buches Power (ISBN: 9783832183691)
    Verena Güntner

    Power

     (34)
    Aktuelle Rezension von: FerrAbbs

    Ich muss zugeben, dass ich das Buch nicht sehr spannend fand. Die Gesellschaftskritik ist angekommen und irgendwas hat mich zum weiterlesen animiert.... Mit dem Ergebnis stand ich immernoch unschlüssig gegenüber der Geschichte. Die Sprache war sehr interessant...

  14. Cover des Buches Diese gottverdammten Träume (ISBN: 9783832164355)
    Richard Russo

    Diese gottverdammten Träume

     (39)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    [..Ein paar Mal musste Miles daran denken, dass sie es sich in einem teuren Restaurant gut gehen liessen, mit einem Mann, der einen schnittigen Sportwagen fuhr, während sein Vater in einer Zelle im Gefängnis von Empire Falls sass, aber dieser Gedanke war nur vorübergehend beunruhigend. Wann immer er beschloss für seinen Vater Partei zu ergreifen, rief er sich ins Gedächtnis, was Charlie Mayne über das Glück gesagt hatte - dass jeder es verdient habe, seine Chance zu ergreifen, wenn sie sich ihm biete, und er kam zu dem Schluss, dass das vermutlich stimmte.

    Auch verstand er, dass seine Mutter womöglich , zumindest für einen oder zwei Tage, die Gesellschaft eines Mannes, der schöne Dinge geschehen liess - und Charlie Mayne schien das nach Belieben tun zu können -, gegenüber der Gesellschaft eines Mannes vorzog, der als öffentliches Ärgernis verurteilt worden war. Zuerst hatte die Nachricht der Inhaftierung seines Vaters ihn beschämt und gedemütigt. Aber je mehr er darüber nachdachte desto tröstender fand er sie. Schon vor diesem Nachmittag hatte er gewusst, dass sein Vater zu einer anderen Sorte Väter gehörte als die Väter anderen Jungen, hatte diese Andersartigkeit aber nicht in Worte fassen können. Jetzt schon]..

    R.Russo


    Ein wunderbares Buch! Ein Buch über verlorene Träume, eingewoben in einer amerikanischen Kleinstadt die langsam zerfällt, gleich den Menschen und deren Geschichten. 

    Grossartig erzählt.

  15. Cover des Buches Ich habe einen Namen (ISBN: 9783832162054)
    Lawrence Hill

    Ich habe einen Namen

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Am Wegesrand lag ein Stein. Er hatte nicht die Fähigkeit zur Erkenntnis, keine Sprache und auch keinen Namen. Eines Tages hob eine Frau den Stein auf, betrachtete ihn und sah sein Funkeln. Das gefiel ihr so gut, dass sie den Stein mit sich nahm und ihn fortan oft in ihren Händen hielt und liebkoste. Sie nannte ihn nicht Stein und gab ihm auch keinen anderen Namen.
    Nach einiger Zeit traf die Frau einen Mann. Der sah den Stein, verletzte die Frau, nahm den Stein an sich und nannte ihn Diamant.
    Die Frau litt unter dem Verlust und suchte den Stein überall auf der Welt. Doch sie fand ihn nicht. Als sie bittere Tränen darüber weinte und dachte, ohne den Stein will ich nimmer leben, blickte sie um sich und sah zu ihren Füßen den geliebten Stein, den der Mann achtlos weggeworfen hatte, weil jemand ihm gesagt hatte, dass er kein echter Diamant sei. Sie hob den Stein auf, betrachtete ihn voller Dankbarkeit und schenkte ihn einer anderen Frau, die gerade ihren Weg kreuzte.

    "Ich habe einen Namen", ist der deutsche Titel des Romans des kanadischen Autors Lawrence Hill.
    Ihr Name ist Aminata Diallo. Sie lebt behütet in ihrer Dorfgemeinschaft in Sierra Leone, bis sie mit Gewalt in die Südstaaten der USA verschleppt und zur Sklavin gemacht wird.

    Obwohl oder gerade weil sie einen Namen hat, lebt sie in ihrem Dorf ebenso unbewusst wie der Stein und die Frau in meiner Geschichte. Erst durch die erfahrene Gewalt, das Leiden und den Schmerz über den Verlust beginnt ihr Bewusstsein zu erwachen.

    Zunächst sehnt sie sich zurück in den unbewussten Zustand, weil er die verlorene Liebe beinhaltet. Die Sehnsucht wird zum Antrieb ihres Handelns.
    Aminata erreicht die Freiheit, schöpft Hoffnung und leidet weiter in Nova Scotia in Kanada, bis sie schließlich nach Afrika zurückkehrt, wo sie nach ihren Erfahrungen jedoch nicht an ihre alte Identität und damit ihrem "alten" Namen anknüpfen kann.

    In London findet sie am Ende einen "neuen" Namen, eine neue Identität.
    Die alte und weise Frau heißt jetzt: Aminata Diallo, die sich aus Liebe zu ihren namenlosen Mitmenschen für die Abschaffung der Sklaverei einsetzt.

    Die Frau findet durch die Erfahrungen zur namenlosen, aber jetzt bewussten Liebe zurück, deren Form als Stein (der Weisen) sie nun nicht mehr braucht und deshalb voll Liebe verschenken kann.

    Ich danke Lawrence Hill für die packende Beschreibung der Leidensgeschichte "seiner" Sklavin. Ich danke für die Genauigkeit seiner Recherchen. Vor allem aber danke ich für seine Anregungen durch seinen Roman.

    Vera Seidl

  16. Cover des Buches Alte Sorten (ISBN: 9783832165307)
    Ewald Arenz

    Alte Sorten

     (355)
    Aktuelle Rezension von: NiamhTiCullen

    Ich habe das Buch innerhalb 5 Tagen gelesen.Es fesselt zuerst, wird aber irgendwann etwas langweilg

  17. Cover des Buches Die Ewigkeit in einem Glas (ISBN: 9783832165512)
    Jess Kidd

    Die Ewigkeit in einem Glas

     (129)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Bridie Devine, ihres Zeichens Privatermittlerin und zuständig für kleine Operationen, wird von Sir Edmund beauftragt, die Entführung seiner Tochter Christabel aufzuklären. Christabel ist ein ganz besonderes Kind, nur sehr wenige eingeweihte Personen wissen überhaupt von ihrer Existenz. Auf der Suchen nach dem Mädchen stößt Bridie nicht nur auf mehrere Tote, sondern auch auf einen Totgeglaubten aus ihrer Vergangenheit. Sie gibt dem viktorianischen Schauerroman ein ganz modernes Gesicht. Bridie ist eine großartige Protagonistin: Selbstbewusst, klug, herzlich, mutig, einfallsreich. Es ist ein reines Vergnügen sich mit Bridie durch Unrat, schmutzigen Geheimnisse und menschliche Eingeweide zu wühlen. Bridies Sidekick ist Ruby Doyle, der „dekorierte Doyle“, Ex-Matrose, Ex-Boxer, vollflächig tätowiert – und mausetot. Das ist einerseits äußerst praktisch, denn er kann durch Wände gehen und sehen, was anderen vielleicht verborgen bliebe. Andererseits äußerst unpraktisch, denn die Beziehung zwischen Bridie und Ruby bleibt dadurch nur metaphysisch und nichts weiter. Skrupellose Verbrecher, fabelhafte und menschliche Monster, Wunderwesen und wunderliche Charaktere: das Sammelsurium der Figuren, die Jess Kidd zum Leben erweckt, ist vielfältig, angsteinflößend und amüsant, erschreckend und zu Herzen gehend. Jess Kidd erzählt, ohne kitschig zu werden, von Armut und Elend, Neugier und Gier, Wissensdurst und Geltungssucht, aber auch vom Werdegang der kleinen Bridie, Waisenkind, Leichensammlerin, verkauft um einen Guinee, von Bridies Widersachern und Wohltätern.

  18. Cover des Buches Offene See (ISBN: 9783832165987)
    Benjamin Myers

    Offene See

     (306)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Dieser tolle Roman konnte mich gleich fesseln und berühren. Die Charaktere Dulcie und Robert wuchsen mir gleich ans Herz. Ich mochte die tiefgründigen Dialoge und die traumhaften Landschaftsbeschreibungen sehr. Eine tolle, ruhige und berührendes Buch, was mir lange in Erinnerung bleiben und immer in meinem Bücherregal bleiben wird. Kategorie Lieblingsbuch und wohlverdiente 5 Sterne. Eine absolute Leseempfehlung von mir und ein zurecht gehyptes Buch. 

  19. Cover des Buches Ein anderes Leben als dieses (ISBN: 9783832198695)
    Virginia Reeves

    Ein anderes Leben als dieses

     (13)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Inhalt:

    Alabama in den Zwanzigerjahren. Roscoe T. Martin ist Mitte dreißig und in seiner Zeit eine Art Pionier: Er arbeitet als Elektriker und das mit großer Leidenschaft. Als seine Frau Marie jedoch die Farm ihres Vaters erbt, sieht er sich gezwungen, mit ihr und dem gemeinsamen Sohn aufs Land zu ziehen. Er findet sich in einem Leben wieder, das er so nie gewollt hat.

    In der Ehe kriselt es, auch aufgrund wirtschaftlicher Probleme. Um der Farm zu neuem Aufschwung zu verhelfen, zapft Roscoe, unterstützt vom schwarzen Hilfsarbeiter Wilson, staatliche Stromleitungen an. Eine Weile geht alles gut – bis ein Techniker bei einer Routinekontrolle einen tödlichen Stromschlag erleidet. Roscoe wird wegen Mordes und Diebstahls zu zwanzig Jahren Haft verurteilt, während Wilson als Zwangsarbeiter in einer Kohlemine quasi-versklavt wird: eine Schuld, die auf Roscoe ebenso lastet wie auf seiner Frau Marie.


    Für mich blieben die Protagonisten allen voran Marie und ihr Mann seltsam blass und sie hielten sich fern von mir, kaum einmal fesselte mich das Buch wirklich so dass ich sagen könnte: ok noch ein Kapitel noch ein par Seiten..

    Dabei mag ich Geschichten aus den Südstaaten der USA, man denke nur an Underground Railroad von Colson Whitehead.

  20. Cover des Buches Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung (ISBN: 9783832165086)
    Petra Hartlieb

    Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung

     (62)
    Aktuelle Rezension von: biadia

    Das sind wir wieder in der kleinen Buchhandlung in Wien. Diesesmal dreht es sich hauptsächlich um die Vorweihnachtszeit. Auch wenn wir nicht viel Neues erfahren, eines weiß ich ganz sicher, ich werde kein Buchhändler:) zumindest nicht in der Vorweihnachtszeit. Auch sehe ich den Trubel in meiner Liebsten Buchhandlung jetzt mit etwas anderen Augen. Ich hoffe für Frau Hartlieb und ihre Mitarbeiter, dass es im Dezember auch ein paar enzspannte Tage gibt.

    Ansonsten habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt. Manche Vorkommnisse kann ich mir direkt bildlich vor Augen führen. ein wirklich netter kleiner Roman.

  21. Cover des Buches Das weibliche Prinzip (ISBN: 9783832165017)
    Meg Wolitzer

    Das weibliche Prinzip

     (139)
    Aktuelle Rezension von: blumenkind_93

    „Man musste nicht alle mögen, aber bedenken, dass alle in einem Boot saßen – wobei ‚Boot‘ die gegenwärtige Situation bezeichnete. Und so sah die Situation schon seit Jahrhunderten aus. Sie war zementiert.“
    Der Roman „Das weibliche Prinzip“ erzählt die Geschichte der jungen, schüchternen Studentin Greer Kadetzky und der charismatischen Frauenrechtlerin Faith Frank. Herausgefordert durch den Tatendrang und die Überzeugungen von Faith will auch Greer mit ihrem Leben etwas Sinnvolles anfangen. Dabei beginnt sie, sich die Fragen zu stellen: Wer bin ich eigentlich? Und wer will ich sein?
    Aus unterschiedlichen Blickwinkeln können Greer selbst, ihr langjähriger Freund Cory, Zee und Faith ihre eigenen Geschichte erzählen. Den spannenden Charakteren werden einige Schicksalsschläge, Enttäuschungen, Verrat und Tod zugemutet. Letztendlich geht es aber um Freiheit und Würde, Mitmenschlichkeit und Träume.

  22. Cover des Buches Der große Sommer (ISBN: 9783832166434)
    Ewald Arenz

    Der große Sommer

     (334)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Wenn Friedrich sitzen bleibt, muss er die Schule ohne Abschluss verlassen. Diesmal ist seine Mutter wirklich sauer und sie beschließt, dass Friedrich anstatt mit in den Sommerurlaub zu fahren die Ferien bei den Großeltern verbringen soll. Friedrich mag seine Großeltern im Prinzip, jedenfalls seine Nana. Sein Großvater ist sehr kühl und eher streng. So heißt es, von acht bis zwölf lernen, dann Mittag essen und dann frei. Doch sein Großvater hat etwas an sich und Friedrich beginnt zu lernen. Auch seine Schwester Alma ist daheim geblieben. Und kurz vor Ferienbeginn lernt Friedrich Beate mit den wunderschönen Augen kennen.


    An der Grenze zum Erwachsenenleben empfindet man die Veränderungen manchmal tiefer und direkter. So sieht es Friedrich, der diesen Sommer sehr intensiv erlebt. Zur Rettung seiner Schullaufbahn muss er sich wirklich anstrengen. Zum Glück ist sein bester Freund Johann da und Alma. Und auch Beate stößt zu der kleinen Clique. Freunde sind doch das Beste, was einem passieren kann. Doch auch seinen Großeltern kommt Friedrich näher. Mit dem Erstaunen der Jugend stellt er fest, sogar sie hatten ein Leben. Durch die Treffen mit den Freunden werden aus den Arbeitsferien doch noch richtige Ferien, in denen sich auch Unerwartetes ereignet.


    Eine Geschichte von Freundschaft, Familie und erster Liebe, die zu Herzen geht. Vielleicht fällt es einem zu Beginn nicht ganz so leicht, sich in Friedrichs Welt hineinzudenken. Doch bald schon wird man hineingesogen in Friedrichs Leben. Die Hochs und Tiefs seiner Gefühle, sein Erleben, seine Begegnung mit den Großeltern, die er so noch nicht kannte. Die Schilderungen sind direkt und ehrlich und mitunter zu Herzen gehend. Vielleicht hätte man von einigem lieber etwas weniger gewußt und von anderem etwas mehr. Dennoch berührt diese Erzählung vom Erwachsenwerden, welches eigentlich nie ohne Blessuren abgeht. In der Erinnerung wird so ein großer Sommer häufig von den warmgoldenen Sonnenstrahlen erhellt, die die Jugend als schönste Zeit des Lebens weichzeichnen. Und doch wird man beim Lesen dieses Romans an seine eigenen großen Sommer denken, die vielleicht nicht ganz so dramatisch waren, aber deren Bilder doch in der Erinnerung geblieben sind.

  23. Cover des Buches Brombeernacht (Mondroman) (ISBN: B0768FSCQN)
    Mella Dumont

    Brombeernacht (Mondroman)

     (24)
    Aktuelle Rezension von: SanNit

    Wieder ein schönes Mondbuch 🙂
    Ich fand so toll, wie Anna und Joel von einem Thema zum anderen sprangen. Überhaupt die kleinen Gespräche der beiden. Sie passen prima zusammen, meiner Meinung nach.
    Anna ist ein sehr aufgeschlossenes Mädel, das versucht herauszufinden, in welche Richtung ihre Zukunft gehen soll, muss aber erst mal mit ihrer Vergangenheit abschließen.
    Joel ist ein junger Mann, dem seine Gabe durchaus manchmal ängstigt. Er ist mir sofort sympathisch.
    Natürlich läuft nicht alles rund. Das altbekannte und immer wieder aktuelle Thema „sich Aussprechen“, wurde hier unter anderem wegen Joels Gabe, eine besondere Herausforderung.
    Das sehr aktuelles und brisantes Thema Kopieren wurde wunderbar in die Geschichte eingewoben. So mag ich das, wenn Aktuelles mit der Geschichte harmoniert.
    Es war eine schöne Liebesgeschichte mit alten Bekannten, über die ich mich riesig gefreut habe.
    Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung.

  24. Cover des Buches Tage ohne Hunger (ISBN: 9783832164690)
    Delphine de Vigan

    Tage ohne Hunger

     (61)
    Aktuelle Rezension von: MareikeUnfabulous

    Das Buch ist ziemlich harter Stoff. Es geht um Laure, die 19 Jahre alt ist und bei einer Körpergröße von 1,76m nur noch 36 Kilo wiegt. Sie geht in eine Klinik und vertraut sich einem Arzt an. Die Autorin erzählt die Geschichte von Laure aus der auktorialen Erzählperspektive. Das dürfte die größte Hürde für viele Leser sein. Es mangelt an Dialogen, die Erzählperspektiv wirkt dadurch eher passiv. Das unterstreicht den Schreibstil von Delphine de Vigan jedoch einmal mehr: besonders, echt und detailreich. Das ist es, warum ich so gerne von Delphine de Vigan lese. Zusätzlich habe ich "Tage ohne Hunger" vor allem zu Beginn als sehr kühl empfunden. Klar, die Protagonistin springt dem Tod von der Schippe - nichts, was grundsätzlich herzerwärmend ist. Ganz im Gegenteil: ich musste nach mehreren Seiten immer mal wieder stoppen und Inne halten.

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