Bücher mit dem Tag "dresden files"

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20 Bücher

  1. Cover des Buches Sturmnacht (ISBN: 9783867621113)
    Jim Butcher

    Sturmnacht

     (280)
    Aktuelle Rezension von: SCook

    Das Telefonbuch von Chicago birgt einen sonderbaren Eintrag:

    „Harry Dresden-Magier. Suche verlorene Gegenstände. Paranormale Ermittlungen. Beratung und Ratschläge. Erschwingliche Honorare. Keine Liebestränke, keine unerschöpflichen Geldbörsen, keine Partys, keine sonstigen Unterhaltungsveranstaltungen.“ (S. 6-7)

    Eine dieser paranormalen Ermittlungen dreht sich um zwei Leichen, die grausam verstümmelt in einem Hotelzimmer aufgefunden werden. Eigentlich soll Harry sich die Sache nur ansehen. Eigentlich soll er nur Hinweise liefern. Doch dann haben plötzlich mehrere Leute Harry auf ihrer schwarzen Liste und es beginnt ein Wettlauf um sein Leben.

    Es ist unmöglich, diese Geschichte nicht zu mögen. Mit Witz und guten Manieren schreibt Jim Butcher seinen Harry in die Herzen seiner Leserschaft und verpackt alles in eine Story, die vor Spannung nur so prickelt.


  2. Cover des Buches Wolfsjagd (ISBN: 9783867621120)
    Jim Butcher

    Wolfsjagd

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Conan08

    In Wolfsjagd, dem zweiten Teil der Harry-Dresden Buch-Reihe von Jim Butcher geht es rund um das Thema Werwölfe. Hierbei lernt der Leser alle Arten bzw. Formen von Werwölfen kennen. Zunächst ist die Geschichte auf den ersten 100 Seiten wieder sehr linear aufgebaut, nach einem ähnlichen Schema, wie wir es bereits vom Roman „Sturmnacht“ kennen. Hierbei werden die Charaktere vom Hauptprotagonisten Harry Dresden und der Polizistin bzw. Polizeiermittlerin Karrin Murphy schon deutlich genauer unter die Lupe genommen. Sowohl deren Beschreibung als auch deren berufliche Beziehung zueinander gewinnen eindeutig mehr Breite bzw. Tiefe als noch im ersten Teil. Insgesamt muss sich Harry diesmal deutlich mehr Feinden entgegenstellen. Nach den ersten 100 Seiten reiht sich quasi eine Actionszene nach der anderen ein. Dieses Dauer-Action-Stakato hält bis zum Ende des Buches an. Dieser Roman ist auch deutlich blutiger ausgefallen. Wer also auf jede Menge unterschiedlicher Action, Blut und ein wenig Detektivarbeit steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Verstümmelte Leichen gibt es hier im Übermaß. Neben den ganzen Werwölfen nimmt auch der Schurke Johnny Marcone eine deutlich größere Rolle ein. Insgesamt gesehen haben die Charaktere deutlich zugenommen. Entsprechend liest sich dieser Roman deutlich subjektiver als sein eher objektiver Einsteiger-Vorgänger-Roman. Fast ganz ist diesmal der Humor auf der Strecke geblieben. Die Witze bzw. der Sarkasmus waren deutlich rarer gesät. Insgesamt war dieses Buch deutlich ernster. Erotische Szenen bzw. Anspielungen mit Ausnahme eines Kapitels waren ebenso deutlich spärlicher gesät. Trotz der ganzen Non-Stop-Action war das Buch ein Hauch anspruchsvoller als der 1. Roman, woran man die positive Entwicklung des Autors zwischen den Romanen herauslesen kann. Das Buch ist einfach flüssiger zusammenhängender geschrieben. Trotz alledem, und das lag wohl an der Wolfsthematik und an der pausenlosen Action hat das Buch in Punkto gruseliger Atmosphäre deutlich eingebüßt. Unterm Strich mit allen Vor- und Nachteilen ist das Buch im Vergleich zu „Sturmnacht“ genauso gut geworden. Den Höhepunkt fand ich um Das Massaker im Polizeipräsidium, das quasi zu Schutt und Asche zerlegt worden ist. Diese Kapitel haben echt am meisten Spaß gemacht beim Lesen mit Kopfkino und großem Unterhaltungswert. Für meinen Geschmack hat der „übernatürliche“ Magier Harry Dresden an der ein oder anderen Stelle zu viel einstecken müssen, dass es noch gesund sein kann, ohne Spätfolgen davon zu bekommen. Und dass sich die „bösen Bubis“ am Ende teilweise gegenseitig an die Gurgel springen empfand ich trotz aller Beschreibungen, bzw. Formulierungen dazu etwas befremdlich. Die Gürtel die sie trugen, haben sie zu unberechenbaren Monstern gemacht. Aber wieso die mal zusammenarbeiten, und sich erkennen, zusammenreißen können und dann wieder nicht, wenn es drauf ankommt, merkwürdig. Vielleicht war es ja so beabsichtigt, ich vergleich das mal mit „ schizophren, Hirne wie Zombies unter dreifacher LSD-Halluzinogenen-Vollrausch“, keine Ahnung. Fantasy hin oder her, es war sehr unrealistisch. Um die Wirkung und Bedeutung der Gürtel noch näher zu umschreiben wäre es dann vielleicht doch angebrachter gewesen ein bisschen Fahrt herauszunehmen und weniger Action-Aneinanderreihungen zu vollführen. Ein paar mehr Seiten hätten dem Buch gut gestanden.

  3. Cover des Buches Silberlinge (ISBN: 9783867621151)
    Jim Butcher

    Silberlinge

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    ....ist der 4. Band der Harry-Dresden-Reihe und wieder mal bekommt Harry so einiges zu tun.

    Kam die Handlung im Vorgänger noch reichlich chaotisch daher, ist diesmal die Story um einiges strukturierter. Auch wenn wieder vieles auf unseren Helden einstürzt ist es eine spannende Story, die aber nicht nur von der Action lebt, denn auch die einzelnen Protagonisten sind gut gezeichnet.

    Alles in allem wieder eine stimmige Geschichte, in der auch der typische trockene Humor des Ich-Erzählers Harry Dresden wieder nicht zu kurz kommt.
    Meine Leseempfehlung bekommt dieser 4. Teil und meine Bewertung sind 5 von 5 Sterne

  4. Cover des Buches Blood Rites (ISBN: 9780356500324)
    Jim Butcher

    Blood Rites

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Inhalt:
    Harry wird von Thomas Raith dazu gebracht, einem Produzenten für Pornofilme zu helfen. Dieser ist davon überzeugt, dass ein Fluch auf ihm liegt, der die Frauen in seinem Umkreis umbringt. Im Lauf der Ermittlungen muss sich Harry nicht nur mit den drei Exfrauen des Produzenten auseinandersetzen, sondern trifft auch am Drehort die verführerische (und tödliche) Lara Raith, Thomas Halbschwester. 

    Da Ärger aber selten allein kommt, findet Harry zusätzlich noch heraus, dass sich Mavra vom Black Court mit einigen Anhängern in Chicago niedergelassen hat und hinter ihm her ist.

    Kritik:

    Am Anfang hatte ich schon fast die Befürchtung, dass das wieder ein "typischer" Harry Dresden Band wird - ein paar flache Witze, lockere Sprüche, die Story eher einfach und von rasanten und zum Teil übertriebenen Action Szenen bestimmt. Und genau so fängt das Buch auch zuerst an. Allerdings kommen ungefähr ab der Mitte doch einige völlig unerwartete Wendungen auf und es werden einige Sachen aufgegriffen und geklärt, die in den vorherigen Bänden angedeutet aber nicht vertieft worden sind. Worauf ich schon eine ganze Weile gewartet hatte! Dadurch wurde das Buch für mich plötzlich wesentlich interessanter und ich denke so die "große" Story, die in den vorherigen Büchern eher im Hintergrund war, kommt dadurch auch endlich ins Rollen.

    Fazit:
    Nachdem ich nach dem letzten Band die Reihe schon beinahe aufgegeben hätte, hat mir "Blood Rites" wieder so richtig Lust auf die nächsten Teile gemacht. Es geht endlich etwas vorwärst mit der Geschichte, es kommen neue Handlungsstränge dazu, und generell fand ich das Buch nicht mehr so vorhersehbar wie die letzten Bücher. Und die lockeren Sprüche kommen trotzdem nicht zu kurz!
  5. Cover des Buches Summer Knight (ISBN: 9780356500300)
    Jim Butcher

    Summer Knight

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Die „Dresden Files“ von Jim Butcher feiern 2020 ihr 20-jähriges Jubiläum. Den anhaltenden Erfolg der Reihe darf sich natürlich Butcher selbst auf die Fahnen schreiben, einen kleinen Anteil daran hat aber auch die Produktion der beliebten Hörbücher. Im Original werden sie von James Marsters eingesprochen, den einige von euch vielleicht als Spike aus der Serie Buffy kennen. Die „Dresden Files“ waren Marsters‘ erstes Audio-Projekt, da er jedoch umfangreiche Theatererfahrung hat, lernte er schnell, worauf es ankommt. Dadurch bereitete ihm selbst der vierte Band „Summer Knight“ trotz vieler auftretender Figuren wenig Probleme. Wie seine Produzentin bemerkte: manchmal wirkte es, als sei er mehr als nur ein Mann. ;-)

    Es regnet Kröten in Chicago. Richtige, echte, lebendige Kröten. Abgesehen davon, dass tierischer Niederschlag irgendwie lästig ist, ist er ein sicheres Zeichen, dass sich etwas Großes zusammenbraut. Wie in „Loch im Gewebe der Realität“-groß. Für Harry Dresden, magischer Privatdetektiv, könnte das Timing kaum schlechter sein. Der Weiße Rat ist in der Stadt, um über den Krieg mit dem Roten Hof der Vampire zu konferieren. Ein Krieg, den Harry vielleicht ein kleines bisschen mitverursachte. Schon an guten Tagen ist er nicht das beliebteste Mitglied des Rates, aber jetzt würde es ihn nicht wundern, wenn die verbohrten alten Sturköpfe Mistgabeln und Fackeln auspacken. Ihm bleibt nur eine Option, um zu verhindern, dass sie ihn an die Blutsauger ausliefern: Er muss sich in Feenpolitik einmischen. Es gäbe einfachere Methoden, Selbstmord zu begehen, aber der Krötenregen deutet darauf hin, dass nicht nur sein Leben auf dem Spiel steht. Der Ritter des Sommerhofes wurde ermordet. Das empfindliche Gleichgewicht der Macht zwischen den Sidhe des Sommers und des Winters wurde gestört und findet Harry nicht bald heraus, wer dafür verantwortlich ist, könnte ein Krieg ausbrechen, der die ganze Welt erschüttert.

    Argh, die Bewertung der Bände der „Dresden Files“ fällt mir immer schwer. Ich empfinde große Sympathie für den Protagonisten Harry Dresden sowie für den Autor Jim Butcher und ich genieße den hohen Unterhaltungswert der einzelnen Fälle, aber ich kann nicht ausblenden, dass sie mich technisch nicht überzeugen. Leider fielen mir auch während der Lektüre des vierten Bandes „Summer Knight“ einige Ungeschicktheiten auf. Die Figurenfülle, die ich eingangs erwähnte, ist eine davon. „Summer Knight“ verfügt über einen äußerst umfangreichen Cast, der fast komplett neu vorgestellt wird. Prinzipiell hatte ich keine Schwierigkeiten, diese Parade neuer Figuren zu akzeptieren, weil der Besuch des Weißen Rates in Chicago und Harrys Untersuchungen an den Feenhöfen durchaus rechtfertigen, dass er mit Charakteren in Kontakt kommt, die den Leser_innen bisher nicht begegneten. Ich störte mich allerdings daran, dass Butcher den Fall des ermordeten Ritters des Sommers und der drastischen Konsequenzen ausschließlich mithilfe dieser Vielzahl neuer Figuren aufziehen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass er viel zu viele Statist_innen brauchte, um Regeln für die vorstellbar komplizierte und strikte Politik der Sidhe aufzustellen und konnte dennoch nicht einschätzen, ob der Mord im Kontext seiner übernatürlicher Welt realistisch ist, weil ich die involvierten Parteien zu wenig kannte, um ihr Verhalten beurteilen zu können. Harrys Bemühungen, die Verantwortlichen ausfindig zu machen, boten mir ebenfalls keine Anhaltspunkte, denn diese können meiner Ansicht nach nicht als ernstzunehmende Ermittlungen bezeichnet werden. Er sammelt keine Beweise, er hetzt von Katastrophe zu Katastrophe und zieht aus den Ereignissen Schlüsse, die ich nicht nachvollziehen konnte. Vielleicht hätte sich Butcher einfach mehr Zeit nehmen müssen, um die Handlung von „Summer Knight“ gewissenhaft aufzubauen und die Gegebenheiten zu definieren, statt erneut ein Actionfeuerwerk zu veranstalten, in dem sein Protagonist nicht einmal in Ruhe eine Pizza essen kann. Möglicherweise hätte ich dann auch endlich eine Ahnung, wie Harrys magische Fähigkeiten einzuordnen sind. Er wird häufig als mächtig bezeichnet, verfügt jedoch über keinerlei Finesse und wirkt überwiegend konfus, planlos und absolut nicht im Reinen mit seinen Kräften. Anlässlich der Tagung des Weißen Rates fragte ich mich, wie es Harry überhaupt gelingen konnte, als vollwertiger Magier anerkannt zu werden, denn er betont immer wieder, dass seine Kontrolle begrenzt ist, er oft nicht weiß, was er tut und das Bisschen, das er kann, gegen die Bösen nichts ausrichtet. Die Zweifel des Rates an seinem Status konnte ich daher gut verstehen, obwohl sich Butcher wirklich anstrengt, den Großteil der Mitglieder als ignorante Idioten abzustempeln. Ihre Feinseligkeit gegenüber Harry erschien mir nicht plausibel und dient meines Erachtens nach nur dazu, seine Einzelgänger-Rolle zu bestärken, die ich ohnehin fragwürdig finde. Als hätten die keine anderen Probleme als Harry Dresden.

    Jim Butcher sagt über die „Dresden Files“, dass sie Popcorn sind. Keine versteckten Bedeutungen, kein tieferer Sinn. Dass der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund steht, heißt allerdings nicht, dass konzeptionelle Mängel einfach durchgewunken werden können. Um bei der Analogie zu bleiben: Schmeckt mein Popcorn nicht so, wie ich es möchte, beschwere ich mich ja auch. Ich weiß, dass Butcher noch nicht lange professionell schrieb, als er „Summer Knight“ 2002 veröffentlichte und ich bin optimistisch, dass er die Stolpersteine mit Fortschreiten der Reihe beseitigen konnte, aber meiner Lektüre des vierten Bandes half dieses Wissen leider nicht. Es war… nett. Aufregend und atemlos, sicher, doch nicht wirklich überzeugend. Langsam sollte eine schriftstellerische Weiterentwicklung sichtbar werden, sonst weiß ich nicht, ob ich die „Dresden Files“ nach den acht Bänden, die ich bereits besitze, noch weiterverfolge – Sympathie für Harry und Butcher hin oder her.

  6. Cover des Buches Grave Peril (ISBN: 9780356500294)
    Jim Butcher

    Grave Peril

     (33)
    Aktuelle Rezension von: book_sorcery

                


                                                  4 ⭐

    Der dritte Band hat mir nochmal um Einiges besser gefallen als der zweite Band. Ich habe das Gefühl, ich bin jetzt so richtig in der Geschichte angekommen, kenne die Charaktere und fühle mit ihnen mit.
    Die weiblichen Charaktere haben es immer noch schwer, sind entweder nackt oder ohnmächtig oder beides. Trotzdem war es mal wieder fulminant actionreich, spaßig, flott erzählt, rundum unterhaltsam. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Bände!
  7. Cover des Buches Ghost Story (ISBN: 9780451464071)
    Jim Butcher

    Ghost Story

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Elwe
    'Ghost Story' bricht mit den bisherigen Traditionen der Serie - es ist ein Experiment. Für den Mut gebührt dem Autor Respekt. Nachdem Chicagos Meistermagier Harry Dresden am Ende des Vorgänger-Bandes (Changes) erschossen wurde, findet er sich zu Beginn von 'Ghost Story' als Geist wieder. Aus einer seltsamen Zwischenwelt wird er zurückgeschickt nach Chicago, um seinen eigenen Mörder zu finden und um zu verhindern, dass dreien seiner Freunde ein schlimmes Leid geschieht. Dort angekommen, stellt er zunächst einmal fest, dass er als Geist sich weder in der Geisterwelt auskennt, noch in der realen Welt irgendetwas ausrichten kann. Denn er kann nichts berühren, seine Magie funktioniert nicht, und hören oder gar sehen können ihn nur die wenigsten Menschen. Zugleich aber wird er damit konfrontiert, dass in Chicago nun Chaos herrscht: Nachdem der Rote Hof der Vampire von ihm persönlich im Feldzug um die Sicherheit seiner Tochter ausgelöscht wurde, hat sich eine neue, noch schlimmere Bedrohung in dem entstehenden Machtvakuum eingenistet: Die Fomor. Chicago ist zum paranormalen Kriegsschauplatz geworden. Wütende Geister terrorisieren die Stadt, angeführt von alten Feinden Harrys, die dieser einst vom Leben in den Tod beförderte. Seine alte Polizeifreundin Murphy führt nun in Selbstjustiz Krieg gegen übernatürliche Widerlinge, und sein Lehrling Molly, die von der Schlacht gegen den Roten Vampirhof schwere psychische Traumata davongetragen hat, versucht mehr schlecht als recht, Harrys Erbe aufrechtzuhalten und in seinem Namen Schrecken zu verbreiten. Und Harry läuft entgültig die Zeit davon, als auch noch der einzige Mann entführt, der ihm helfen könnte, der kleine Geisterbeschwörer Mort... . Die Frage ist allerdings, ob dieses Experiment funktioniert, und ich muss sie für mich eher mit 'Nein' beantworten. Zu Beginn des Buches wabert Harry hilflos und weitgehend unbemerkt in der Luft herum, zurückgesetzt auf Null, ein blutiger Anfänger, der weder weiß, was er tun soll, noch mit seinen Anstrengungen auch nur irgendetwas ausrichtet. Denn in der Geisterwelt ist er ein blutiger Anfänger, und auf die reale Welt kann er so gut wie keinen Einfluss nehmen. Das degradiert ihn für den größten Teil der Handlung zu einem Beobachter, der nach Schatten schlägt und lakonisch kommentiert. Es ist schwierig für mich als Leser, dass sich dieser Zustand bis fast zum Ende des Buches nicht ändert. Harrys erzwungene Passivität fängt irgendwann an, fürchterlich zu nerven. Man liest Action und Ereignisse, die stets anderen widerfahren, obwohl man doch den Magier selbst in der Hitze des Gefechts sehen möchte. Die Szenen dazwischen sind angefüllt mit Rückblenden in die Jugend des Magiers, in seine Zeit bei Justin Du Mourne, was für ein paar Seiten unterhaltsam ist, doch nichts am großen Problem dieses Buches ändert: Es gibt keinen echten Protagonisten! Der Held beobachtet nur und fliegt ein bisschen in der Gegend herum, und andere schlagen seine Schlachten (die sich dabei nicht einmal besonders clever anstellen). Er sinniert und hadert mit sich selbst und schwelgt in vergangenen Erinnerungen, aber nie kommt wirklich Spannung auf. Und selbst der Humor, der typisch für diese Serie ist, erscheint hier irgendwie gedämpft, nicht ganz auf der Höhe. Harry wird zum Maulhelden, statt aktiv ins Geschehen einzugreifen. Ganz ehrlich, ich habe nach zwei Dritteln bis zum Schluss weitergeblättert (was ich noch NIE bei einem Harry Dresden Buch getan habe, um mir die Spannung nicht zu verderben), weil ich wissen wollte, ob er wenigstens am Ende wieder der alte wird, in Fleisch und Blut neu ersteht. Wäre ich nicht ein eingefleischter Fan, ich hätte 'Ghost Story' nach der Hälfte der Lektüre abgebrochen. So muss ich leider sagen, dieses Experiment war keine Ruhmesstunde des Autors, und ich warte einfach sehnsüchtig auf den nächsten Band, der hoffentlich zu alten Tugenden zurückfindet. Wer die anderen Bände gelesen hat, wird wahrscheinlich nicht umhin kommen, auch diesen zu lesen - und sei es nur, um nicht den Faden zu verlieren, wenn es danach weitergeht. Wer Harry Dresden noch nicht kennt, aber damit liebäugelt, einen Blick zu riskieren, sollte auf gar keinen Fall zu diesem Buch greifen, denn neben der Tatsache, dass es in seinem Unterhaltungswert gegenüber allen anderen Bänden der Serie massiv abfällt, ist es wahrscheinlich komplett unverständlich, wenn man nicht die anderen Bücher gelesen hat. . Sorry Harry, Du hattest schon bessere Tage. See you back soon in better shape ;)
  8. Cover des Buches Side Jobs (ISBN: 9780451463845)
    Jim Butcher

    Side Jobs

     (11)
    Aktuelle Rezension von: PhantaNews
    Ge­schich­ten aus dem Uni­ver­sum des Harry Dres­den Ich bin ein sehr gro­ßer Fan der Ro­mane von Jim But­cher um den ein­zi­gen Ma­gier im Te­le­fon­buch von Chi­cago, seit ich da­mals auf den ers­ten Band ge­sto­ßen wurde und lese die neu­es­ten Ro­mane re­gel­mä­ßig kurz nach Er­schei­nen im Ori­gi­nal. Zu­dem bin ich ein An­hän­ger von Kurz­ge­schich­ten, die hier­zu­lande lei­der von den Pu­bli­kums­ver­la­gen mehr als stief­müt­ter­lich be­han­delt wer­den (weil sie an­geb­lich nie­mand kauft) und diese Pu­bli­ka­ti­ons­form fast aus­schließ­lich von Klein­ver­la­gen be­dient wird. In eng­li­scher Spra­che wird man al­ler­dings glück­li­cher­weise ge­rade im Be­reich Phan­tas­tik in ste­ti­gem Strom mit An­tho­lo­gien ver­sorgt. Et­was mehr Zeit als mit den »Haupt­ro­ma­nen« hatte ich mir mit dem Kauf der Sto­ry­samm­lung aus dem »Dres­den­verse« ge­las­sen, da ich in ihr zwar ge­wohnt kurz­wei­lige Kost, je­doch nichts Über­ra­gen­des wähnte. Wie man sich täu­schen kann… Klap­pen­text: As Chicago’s only pro­fes­sio­nal wi­zard, Harry Dres­den has had ca­ses that have pit­ted him against in­sane ne­cro­man­cers, power-hungry fae­rie queens, enig­ma­nic dark wi­zards, fal­len an­gels — pretty much a ›who’s who‹ of hell and beyond — with the sta­kes in each case ran­ging from a lone hu­man soul to the ent­ire hu­man race. But not every ad­ven­ture Harry Dres­den un­der­ta­kes is an epic tale of life and de­ath in a world on the edge of an­ni­hil­a­tion. Here, to­ge­ther for the first time, are the shor­ter works of #1 New York Ti­mes best­sel­ling aut­hor Jim But­cher — a com­pen­dium of ca­ses that Harry and his cadre of al­lies ma­na­ged to close in re­cord time. With ta­les ran­ging from the deadly se­rious to the ab­surdly hil­arious — in­clu­ding an all-new never-before-published story — this is a must have collec­tion for every de­vo­ted Harry Dres­den fan. SIDE JOBS ver­ei­nigt elf Kurz­ge­schich­ten aus dem Um­feld der Ro­mane, die in al­ler Re­gel zwi­schen die­sen Bü­chern spie­len. Ei­nige we­nige die­ser Sto­ries konnte man be­reits im Web le­sen, bei­spiels­weise auf der Web­seite des Au­to­ren, an­dere er­schie­nen be­reits in An­tho­lo­gien wie MY BIG FAT SU­PERNA­TU­RAL WED­DING oder an­de­ren. Die letzte ent­hal­tene Ge­schichte AF­TER­MATH ist neu und wurde noch nir­gendwo an­ders ver­öf­fent­licht. Die Ti­tel der ent­hal­te­nen Sto­ries lau­ten: * RE­S­TO­RA­TION OF FAITH * VI­GNETTE * SO­ME­THING BOR­RO­WED * IT’S MY BIRTH­DAY, TOO * HEO­ROT * HARRY’S DAY OFF * BACKUP: A STORY OF THE DRES­DEN FILES * THE WAR­RIOR * LAST CALL * LOVE HURTS * AF­TER­MATH But­cher be­herrscht die Kurz­ge­schichte ebenso vir­tuos wie den Ro­man, es zeigt sich so­gar, dass er die Mög­lich­kei­ten der kur­zen Form der Er­zäh­lung sehr ge­konnt nut­zen kann, um ei­nen an­de­ren Harry zu zei­gen, oder ei­nen in un­ge­wohn­ten Si­tua­tio­nen; aber auch, um auf Cha­rak­tere ein­zu­ge­hen, die in die­ser Form in den Ro­ma­nen bis­lang nicht dar­ge­stellt wur­den. Auch wenn die meis­ten Ge­schich­ten wie ge­wohnt aus der Sicht von Harry er­zählt sind, so gibt es zwei maß­geb­li­che Aus­nah­men. Zum ei­nen BACKUP, die aus der Ich-Perspektive von Dres­dens Bru­der Tho­mas Raith be­rich­tet, und zum zwei­ten AF­TER­MATH, in der Kar­rin Mur­phy die Prot­ago­nis­tin ist und eben­falls in Ich-Form ihre Aben­teuer dar­legt. Diese bei­den Ab­wei­chun­gen vom übli­chen Kon­zept sor­gen ebenso für ein fri­sches Le­se­er­leb­nis, wie die vie­len, klei­nen, net­ten Ideen, die But­cher wie ge­wohnt vor dem Fan aus­brei­tet. Dazu ge­hört, dass man be­kannte Fi­gu­ren aus der Se­rie er­neut be­sucht, bei­spiels­weise die Wer­wölfe (die gleich mehr­mals) oder den im Ver­laufe ei­nes der Ro­mane zum Krüp­pel ge­wor­de­nen Ex-Schwertträger Mi­chael. Den Nerd er­freuen aber auch ins­be­son­dere schräge Ein­fälle wie Har­rys Be­such auf ei­nem Vampir-LARP, bei dem ver­ständ­li­cher­weise ei­ni­ges schief und ein Ein­kauf­zen­trum in Trüm­mer geht, oder die Tat­sa­che, dass er mit den Wer­wöl­fen ein Fantasy-Pen‑ & Paper-Rollenspiel spielt und da­bei die Ak­tio­nen des Ma­gi­ers (Har­rys Cha­rak­ter stellt ei­nen Bar­ba­ren dar) als nicht rea­li­sisch be­män­gelt. Köst­lich! Harry Dresden-Fans soll­ten sich diese Ge­schich­ten­samm­lung auf gar kei­nen Fall ent­ge­hen las­sen, al­ler­dings setzt sie durch­aus Vor­wis­sen vor­aus und es wer­den sich nur Per­so­nen an­ge­mes­sen daran er­freuen könne, die alle Bü­cher ge­le­sen ha­ben. Zu­sätz­lich sollte man sich dar­über im Kla­ren sein, dass die letzte Story, AF­TER­MATH, In­halte aus dem vor­letz­ten Ro­man CHAN­GES spoi­lert. Wer den noch nicht ge­le­sen hat und sich nichts ver­der­ben will, sollte mit der Lek­türe zu­min­dest die­ser Ge­schichte war­ten. Ich würde die Samm­lung ei­gent­lich auch je­dem an­de­ren Freund von Ur­ban Fan­tasy Herz le­gen, al­ler­dings ma­chen die In­halte ohne Kennt­nis der Ro­mane deut­lich we­ni­ger Spaß und di­ver­sen An­spie­lun­gen ge­hen auf­grund des feh­len­den Hin­ter­grungs ein­fach ver­lo­ren. Des­we­gen: wer noch nichts aus der Se­rie ge­le­sen hat, sollte das drin­gend nach­ho­len – und da­nach diese Samm­lung le­sen! (An­mer­kung dazu: die in deut­scher Spra­che in der ers­ten Auf­lage bei Knaur er­schie­ne­nen und nicht mehr lie­fer­ba­ren Ro­mane sol­len von Fe­der & Schwert suk­zes­sive neu auf­ge­legt wer­den). Ich spre­che je­den­falls eine ab­so­lute und un­ein­ge­schränkte Le­se­emp­feh­lung aus! Und jetzt lese ich end­lich: GHOST STO­RIES! phantanews.de
  9. Cover des Buches Dead Beat (ISBN: 9780356500331)
    Jim Butcher

    Dead Beat

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Inhalt:
    Mavra erpresst Harry mit Bildern von Murphy, die diese ihren Job und vermutlich ihre Freiheit kosten würden. Er soll ihr das Buch "The Word of Kemmler" bringen, das das Wissen eines der gefährlichsten Totenbeschwörers aller Zeiten beinhaltet. Bei seiner Suche nach dem Buch stellt Harry fest, dass nicht nur er das Buch hinter dem Buch her ist, sondern auch einige verschollene Schüler von Kemmler.

    Kritik:
    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es tauchen neue Charaktere auf, die Handlung war gut, es gab Action, aber nicht übertrieben viel, ein paar oberflächliche Witze... ein Harry Dresden Band halt. Ich hab eigentlich gar nichts, worüber ich mich beschweren kann. Was mich besonders gefreut hat, ist dass das Krimi Element hier wieder stärker auftaucht und das Buch nicht nur aneinandergehängte Action Szenen sind.Natürlich ist das kein tiefsinniger Roman, der mich unglaublich vom Hocker reißt, oder den ich wirklich als etwas "Besonderes" einstufen würde, aber es ist ein solides Buch. Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen und Mitfiebern und hab dementsprechend auch nur drei Tage dafür gebraucht.

    Fazit:
    Ein schöner Mix aus Fantasy, Action und Krimi. Für Fans der Dresden Reihe auf jeden Fall zu empfehlen! Ansonsten würde ich doch eher dazu raten beim ersten Band anzufangen, ich denke es fehlen sonst einfach die Hintergrundinfos.
  10. Cover des Buches Blood Rites: Book six of The Dresden Files (ISBN: 9781101146668)
  11. Cover des Buches Mean Streets (ISBN: 9780451463067)
    Jim Butcher

    Mean Streets

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Death Masks (ISBN: 9780356500317)
    Jim Butcher

    Death Masks

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Jim Butcher ist ein recht mitteilsamer Autor, der bereitwillig Interviews gibt, gern mit seinen Fans interagiert und eifrig ihre Fragen beantwortet. Bei einem Thema wirkt er jedoch erstaunlich zugeknöpft: Sein Glaube. Er äußert sich kaum zu seinen religiösen Ansichten, selbst wenn er direkt darauf angesprochen wird.

    Angeblich wuchs er in einem fundamental christlichen Elternhaus auf und musste Teile der Bibel auswendig lernen, ich konnte allerdings nicht herausfinden, ob er diese Hypothese je bestätigte. Das Einzige, was gesichert scheint, ist, dass die Bibel seine primäre Quelle für alles Christliche in den „Dresden Files“ ist. Mir erscheint seine Verschlossenheit diesbezüglich ein wenig eigenartig, denn im fünften Band „Death Masks“ spielt katholische Mythologie eine entscheidende Rolle.

    Normalerweise mischt sich Harry Dresden, Chicagos übernatürlicher Privatdetektiv, nicht in religiöse Angelegenheiten ein. Aber wenn ihn der Vatikan bittet, eine gestohlene Reliquie wiederzufinden, kann er schon mal eine Ausnahme machen. Stellt sich diese Reliquie außerdem als Glaubensfokus mit erheblicher Macht heraus, ist es quasi seine Pflicht, zu verhindern, dass jemand magischen Unfug damit treibt. 

    Leider ist er nicht der Einzige, der an dem Artefakt interessiert ist. Nicht nur sind ihm Johnny Marcones Handlanger auf den Fersen, er wird von den Gefallenen angegriffen, die angeblich vor Äonen mit Luzifer revoltierten. Und damit ihm zwischen Auftragskillern und fiesen Dämonen bloß nicht langweilig wird, fordert ihn der Rote Hof auch noch zu einem Duell heraus. 

    Gegen einen uralten Vampirlord anzutreten, zählt nicht zu Harrys bevorzugten Freizeitaktivitäten, doch er könnte auf einen Schlag den Krieg zwischen dem Weißen Rat und den Vampiren beenden. Falls er nicht vorher von ehemaligen Engeln zermalmt oder von Berufsmördern erschossen wird. Augen auf bei der Berufswahl.

    „Death Masks“ ist in jeder Hinsicht ein typischer Band der „Dresden Files“. Er liest sich schnell, unterhält mit jeder Menge Action und ist wie immer ein wenig drüber: Etwas zu atemlos, etwas zu vollgestopft, etwas zu dramatisch. Nach fünf Bänden bin ich das alles bereits gewohnt. Außerdem scheint es Jim Butchers Spezialität zu sein, mit der Erwartungshaltung seiner Leser_innen zu spielen und seine Geschichten mit einem Konflikt beginnen, den er dann in den Hintergrund rücken lässt, um sich einem ganz anderen Thema zu widmen.

    Auch in „Death Masks“ gibt es diesen Moment, der mir mit diebischer Freude zuzurufen schien: „Ha, es geht um was völlig anderes, als du dachtest!“. Im Gegensatz zu den bisherigen Bänden ist dieser Twist meiner Meinung nach allerdings äußerst folgenreich sowie bedeutsam für das übergeordnete Worldbuilding der Reihe, weshalb ich mich in dieser Rezension darauf konzentrieren möchte. Lasst uns das übliche Chaos rund um Harry und Jim Butchers schriftstellerische Stolperer dieses Mal ignorieren und stattdessen über das reden, was „Death Masks“ wirklich auszeichnet: Die Verankerung christlicher – genauer gesagt, katholischer – Motive in seinem Universum.

    „Death Masks“ startet mit dem Krieg zwischen dem Weißen Rat und dem Roten Hof der Vampire, der seinen Anfang im dritten Band „Grave Peril“ nahm. Es dauert jedoch nicht lange, bis Harrys tatsächliche Gegner_innen vorgestellt werden: Die Gefallenen. Durch ihre Integration deutet Butcher an, dass es den alttestamentarischen Fall der Engel um Luzifer wirklich gab und diese sich zu den Wesen entwickelten, die wir als Dämonen kennen.

    Interessant daran ist, dass er die Gefallenen die gesamte Geschichte über als physische Präsenz behandelt, die Existenz eines christlichen Gottes hingegen nie bestätigt. Obwohl die gestohlene Reliquie in unmittelbarem Zusammenhang mit Jesus‘ Auferstehungsmythos steht, verifiziert er nicht ein einziges Mal in „Death Masks“, dass die biblischen Erzählungen wahr sind. Er impliziert, er suggeriert, aber er lässt sich nicht festnageln. Wir erfahren nicht, ob die Gefallenen, gegen die Harry antreten muss, wirklich ehemals himmlische und nun höllische Entitäten sind. Er etabliert lediglich, dass sie sehr mächtige magische Lebensformen mit spezifischen Fähigkeiten sind.

    Ich finde das sehr clever, denn dadurch vermeidet er es geschickt, das Christentum ausdrücklich innerhalb seines übernatürlichen Universums zu legitimieren und umgeht elegant die unbequeme Frage nach Gott sowie alle damit verbundenen Konsequenzen für sein Worldbuilding. Es überraschte mich, wie viel Fingerspitzengefühl Butcher dementsprechend zeigt und wie klug er die Interpretationen seiner Leser_innen für sich arbeiten lässt. Nach vier Bänden, in denen ich das Gefühl hatte, dass ihm der schriftstellerische Feinschliff fehlte, vermittelte mir „Death Masks“ einen ersten Eindruck von Wachstum, von Weiterentwicklung des Autors.

    Ich glaube, dass Jim Butcher in „Death Masks“ bewusst mit schriftstellerischen Techniken experimentierte. Im fünften Band der „Dresden Files“ gibt er zum ersten Mal keinen detaillierten mythologischen Kontext vor, sondern überlässt es seinen Leser_innen, anhand seiner rahmenhaften Beschreibungen ein Bild zu entwickeln. Er arbeitet mit Suggestion, zeigt Mut zur Lücke und bietet seinem Publikum ausdrücklich Freiraum, um diese Lücken mit eigenen Auslegungen zu füllen.

    Das ist ihm meiner Meinung nach gut gelungen, auch wenn er an einigen Stellen für meinen Geschmack sogar etwas zu vage blieb und „Death Masks“ im Aufbau der Handlung dieselben Fallstricke aufweist, die ich in den vorherigen Bänden kritisierte. Es gibt noch einige Schräubchen, die er nachjustieren kann und sollte. Trotzdem beweist dieser Band, dass er das Werkzeug ausgepackt hat und sich nicht auf dem Status Quo ausruht.

    Ich freue mich, dass „Death Masks“ eine wahrnehmbare Steigerung darstellt. Da bemüht sich jemand offenbar aktiv, aus den drückenden Kinderschuhen herauszuwachsen – wie ich es vorhergesagt habe.

  13. Cover des Buches Changes (ISBN: 9780451463173)
    Jim Butcher

    Changes

     (7)
    Aktuelle Rezension von: JuliaO
    Ich kann es einfach nicht lassen, ich bin einfach ein Suchti was Harry Dresden angeht ;) 
    chanced macht da keine Ausnahme, sondern ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe, die genauso unterhaltsam ist wie die vorherigen Teile.
  14. Cover des Buches The Dresden Files 15. Skin Game (ISBN: 9780451464392)
    Jim Butcher

    The Dresden Files 15. Skin Game

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches White Night (ISBN: 9780356500355)
    Jim Butcher

    White Night

     (18)
    Aktuelle Rezension von: JuliaO
    Wie stets genial, spannend, voller Humor und einfahc fesselnd! Mini Spoiler!!!!! ------------------------------------------------------------------------------------------ Es verschwinden immer mehr leicht magiebegabte Frauen in Chicago. einige werden auch tot aufgefunden - Selbstmord. Sie wurden zuletzt meist mit einem großen Mann im grauen Umhang gesehen, oder mit einem gut aussehendem jungen Mann, der Thomas verdammt ähnlich sieht. Harry beginnt zu ermitteln, doch das ist freilich nicht so leicht, wenn die potenziellen Opfer einen für den täter halten.... Harry kann es aber ja nicht sein, er wüsste schließlich wenn er schuld wäre. Oder? Schließlich finden sich an den Frauen Zeichen die auf einen Zauberer als Täter hinweißen... 1: Sturmnacht / Storm Front 2: Wolfsjagd / Fool Moon 3: Grabesruhe / Grave Peril 4: Feenzorn / Summer Knight 5: Silberlinge / Death Masks 6: Bluthunger / Blood Rites 7: Erlkönig / Dead Beat 8: Schuldig / Proven Guilty 9: Weiße Nächte / White Night 10: Kleine Gefallen / Small Favor 11: Turn Coat 12: Changes 13: Ghost Story 14: Cold Days Side Jobs: 10 Kurzgeschichten die zwischen verschiednen Bänden handeln
  16. Cover des Buches Small Favor (ISBN: 0451462009)
    Jim Butcher

    Small Favor

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Elwe
    Jim Butchers Serie um den Detektiv und Magier Harry Dresden ist eine der seltenen Serien, die sich nicht totlaufen, nicht langweilig werden und bei der der neunte Band immer noch so explosiv und spannend ist wie der erste. Zudem sind die Bücher so konzipiert, dass man sie notfalls auch aus dem Zusammenhang gerissen lesen kann, obwohl es natürlich viel mehr Spaß macht, sie in der richtigen Reihenfolge zu konsumieren, da einem dann ein paar mehr Zusammenhänge klar werden. Wie bei fast jedem der Bände ist auch 'Small Favors' so angelegt, dass der Fall, in den Dresden hineingezogen wird, vollkommen unerwartete Wendungen macht, und man eigentlich bis zur letzten Seite noch Überraschungen erlebt. Es geht ordentlich zur Sache, die Action ist explosiv und zum Nägelabkauen spannend, und der Humor wie immer grandios und zum Kringeln köstlich. Dazu weist gerade dieser Band auch emotionale Tiefe auf. Die Frage, wie weit Freundschaft und Vertrauen reichen, und ob man einem Bösewicht noch übel gesonnen sein kann, wenn er für das Gute die Klinge erhebt, stellt sich hier des öfteren. Von Harrys komplizierter, (leider) platonischer Beziehung zu Karrin Murphy, der lokalen Sonderermittlerin der Polizei ganz zu schweigen. 'Kleine Gefallen' ist ein wirkliches Highlight innerhalb der Serie, ein rasantes Roadmovie von Buch, das man mal wieder nicht aus der Hand legen kann, egal wie spät es schon ist. Die vielleicht gelungenste Fusion aus UrbanFantasy und Thriller, die man sich vorstellen kann. . Feder&Schwert legt die Serie übrigens gerade neu auf Deutsch auf, der deutsche Titel lautet 'Kleine Gefallen' und erscheint diesen Sommer.
  17. Cover des Buches Proven Guilty (ISBN: 9780356500348)
    Jim Butcher

    Proven Guilty

     (12)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Backup (ISBN: 1596061820)
    Jim Butcher

    Backup

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Turn Coat (ISBN: 9780451462817)
    Jim Butcher

    Turn Coat

     (12)
    Aktuelle Rezension von: JuliaO
    Bisher einer der Höhepunkte einer eh schon spannungsgeladenen Serie! Einen Stand-Off wie hier kriegt man nur selten zu Gesicht - und das gleich 2 mal... Wie stets: 100% empfehlenswert für alle Harry Dresden Fans! (Und freilich auch solche die es werden wollen - nur sollten die bei Band 1 anfangen :D) 1: Sturmnacht / Storm Front 2: Wolfsjagd / Fool Moon 3: Grabesruhe / Grave Peril 4: Feenzorn / Summer Knight 5: Silberlinge / Death Masks 6: Bluthunger / Blood Rites 7: Erlkönig / Dead Beat 8: Schuldig / Proven Guilty 9: Weiße Nächte / White Night 10: Kleine Gefallen / Small Favor 11: Turn Coat 12: Changes 13: Ghost Story 14: Cold Days Side Jobs: 10 Kurzgeschichten die zwischen verschiednen Bänden handeln
  20. Cover des Buches Fool Moon (ISBN: 9781606903773)
    Jim Butcher

    Fool Moon

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Jim Butcher sieht für seine „Dresden Files“ etwa 20 Bände vor. Derzeit sind 15 vollwertige Bände und einige Kurzgeschichten um den Magier Harry Dresden erschienen. Zwei weitere Bände sind in Planung. 2015 war Butcher noch nicht sicher, wie viele Fälle sein Protagonist tatsächlich lösen wird, ob es 20 oder 21 werden, aber er plante, die Reihe mit einer bombastischen Trilogie abzuschließen. Ich konnte leider nicht herausfinden, ob dieser Plan heute noch aktuell ist. Ich hoffe es. Ich finde die Idee toll, weil mir ein dreibändiges Finale als würdiger Abschied von einer Figur erscheint, die viele Leser_innen jahrelang begleiteten. Ich selbst befinde mich in den „Dresden Files“ noch ganz am Anfang. Ende Mai 2018 habe ich den zweiten Band „Fool Moon“ ausgelesen.

    Am Tatort finden sich Pfotenspuren. Die völlig zerfleischte Leiche weist grausige Biss- und Kratzwunden auf. Es ist Vollmond. Eindeutigere Hinweise kann es kaum geben. Harry Dresden, einziger übernatürlicher Privatdetektiv Chicagos, muss lediglich eins und eins zusammenzählen, um dahinterzukommen, was den armen Mann tötete: es war ein Werwolf. Harry muss jetzt nicht nur herausfinden, wer der Werwolf ist, er muss auch ermitteln, um welchen Typ es sich handelt. Seine Nachforschungen deuten darauf hin, dass er es mit einem Loup-Garou zu tun hat – natürlich die wildeste und gefährlichste Art. Einfach fantastisch. Aber irgendetwas stimmt nicht. Die Fakten passen nicht zusammen. Ein Loup-Garou tötet willkürlich. Es scheint allerdings, als seien einige Opfer bewusst ausgeschaltet worden. Es sind Johnny Marcones Männer. Nutzt jemand die Bestie, um Marcone zu bedrohen? Harry würde Chicagos mächtigem Untergrundboss keine Träne nachweinen, doch ein Loup-Garou kann nicht kontrolliert werden. Will er die Bevölkerung Chicagos schützen, muss er vielleicht Marcones Leben retten…

    Keine Urban Fantasy – Reihe ohne Werwölfe. Irgendwann tauchen sie immer auf. Jim Butcher integriert die mondsüchtigen Pelzträger recht zeitig in „The Dresden Files“. Ich denke, er entschied sich für einen frühen Auftritt in „Fool Moon“, weil sein Bestiarium vergleichsweise umfangreich ist. In der alternativen Realität des Harry Dresden tummeln sich neben Werwölfen auch Vampire, Feen, Dämonen, Geister, Magier_innen und vermutlich viele weitere Spezies, die mir bisher noch nicht begegneten. Ich finde es nachvollziehbar, dass er erst einmal die Kreaturen vorstellt, die den Leser_innen bereits bekannt sind und sich später ausgefalleneren Exemplaren widmet. Werwölfe verleiten gern zu einer gewissen Faulheit. Da sie Liebhaber_innen des Genres bestens vertraut sind, tendieren UF-Autor_innen dazu, sich auf dem Wissensstand ihrer Leser_innen auszuruhen und kein Konzept für diese Spezies zu entwickeln. Nicht so Jim Butcher. Seine Herangehensweise an Gestaltwandler empfand ich als überraschend originell und kreativ. Es gibt verschiedene Typen, die sich je nach eingesetzter Magie, Art der Verwandlung und Gefährlichkeit unterscheiden. Auf diese Weise trägt Butcher den variierenden Legenden rund um Werwölfe Rechenschaft, was mir sehr gut gefiel. Ob es nötig war, Harry gleich im zweiten Band mit vier dieser Typen auf einmal zu konfrontieren, bezweifle ich hingegen. Meiner Meinung nach ist Butcher der Versuchung einer actionüberladenen Handlung erlegen, die sich durch zahlreiche Kampfszenen gestreckt und langgezogen anfühlte. Natürlich war es interessant, Harry öfter zaubern zu sehen, weil ich dadurch eine bessere Vorstellung davon gewann, wozu er fähig ist und wie sich seine Verbindung zur Magie gestaltet, doch ein paar Prügeleien weniger hätten es auch getan. Ich hätte mehr Ruhe definitiv bevorzugt, um Raum für intime Momente mit dem Protagonisten zu schaffen, die mir erlaubt hätten, Harry enger kennenzulernen. Zwar involviert Butcher einige neue Hinweise bezüglich seiner Vergangenheit, aber bisher ist es mir nicht gelungen, eine stabile Beziehung zu ihm aufzubauen. In „Fool Moon“ entpuppt er sich als Einzelgänger, der Angst hat, zu vertrauen und tiefere Bindungen einzugehen. Folglich kann ich mit den Nebenfiguren leider nicht viel anfangen. Trotz grundsätzlicher Sympathie, besonders für Murphy, hindert mich Harrys Distanz daran, sie ins Herz zu schließen. Auf irgendeiner Ebene ist ihm wohl klar, dass er dringend eine_n Vertraute_n bräuchte. Gegen Ende des Buches führt er ein Zwiegespräch mit seinem Unterbewusstsein, das ihn für seine Bindungsängste ermahnt. Obwohl ich diese Szene unterhaltsam fand, zeigt sie meiner Ansicht nach, dass Butcher zum Zeitpunkt des Erscheinens von „Fool Moon“ (2001) ein eher unerfahrener Autor war. Eine Diskussion mit sich selbst ist schriftstellerisch keine äußerst elegante Lösung, um einer Figur zu Erkenntnis zu verhelfen. Ich bin allerdings geneigt, ihm diesen plumpen Schnitzer zu verzeihen, weil ich damit rechne, dass er sich im Laufe der Reihe als Autor weiterentwickeln wird. Er steckte damals einfach noch in den Kinderschuhen.

    „Fool Moon“ ist eine UF-Reihenfortsetzung, wie sie zu erwarten war. Im Vergleich zum ersten Band „Storm Front“ haben sich Tempo und Actionlevel deutlich gesteigert, die übergeordnete Handlung erzielt hingegen lediglich zaghafte Fortschritte, die sich hauptsächlich in durchschaubaren Andeutungen auf potentielle Entwicklungen in den nächsten Bänden äußern. Der akute Fall steht im Vordergrund. Ich muss zugeben, dass ich diesen niemals allein hätte lösen können. Das atemlose Chaos verschiedener Werwolf-Typen, die sowohl Harry als auch dem an Al Capone erinnernden John Marcone ans Leder wollen, war dann doch etwas zu verwirrend, um den Überblick zu behalten. Von mir aus hätte Jim Butcher „Fool Moon“ gern etwas gradliniger, dafür aber tiefgehender konzipieren können. Ich hoffe, dass ich nicht mehr lange gezwungen bin, an der Oberfläche herumzukratzen, bis es ans Eingemachte geht. Ich bin ungeduldig. Ich möchte endlich von Harry erobert werden.

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