Bücher mit dem Tag "dr. watson"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dr. watson" gekennzeichnet haben.

103 Bücher

  1. Cover des Buches Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot (ISBN: 9783596035632)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Eine Studie in Scharlachrot

     (423)
    Aktuelle Rezension von: admit

    Bei Sherlock Holmes, da weiß man, was man bekommt: Einen gut durchdachten, spannenden Kriminalfall, bei dem man mitraten kann und sich an den brillanten Dialogen erfreuen. Jeder Fall ist voll von interessanten Charakteren und von englischer feiner Art. Einfach lesenswert!

  2. Cover des Buches Das Geheimnis des weißen Bandes (ISBN: 9783458359159)
    Anthony Horowitz

    Das Geheimnis des weißen Bandes

     (359)
    Aktuelle Rezension von: Seehase1977

    Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes‘ Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen …“ Quelle Klappentext

    Meine Meinung:

    Anthony Horowitz hat abgeliefert und sich als würdig erwiesen. „Das Geheimnis des Weißen Bandes“ ist spannend und vielschichtig und von feinem Humor durchzogen. Der detaillierte Erzählstil kommt behäbig und altmodisch daher ganz so, wie man es eben auch von Sir Arthur Conan Doyle gewohnt ist.

    Selbstredend steht der interessante, undurchsichtige Kriminalfall im Fokus, der an allerlei düsteren und stimmungsvollen Schauplätzen spielt – Nebel, dunkle Gassen, die berühmte Bakerstreet - und mich in zahlreichen Wendungen auf falsche Fährten lockt. Mysteriös ist es, spannend und am Ende intelligent gelöst. Horowitz schlägt aber auch gesellschaftskritische Töne an und behandelt ein berührendes wie erschütterndes Thema, dass nachdenklich stimmt und nachwirkt.

    Ein guter Plot lebt natürlich auch immer von seinen Figuren. Hier haben wir es mit einem weltbekannten und einzigartigen Ermittlerduo zu tun und ich finde, Anthony Horowitz hat die beiden Hauptprotagonisten wunderbar skizziert. Dr. John Watson, pragmatisch und gebildet auf der einen Seite, im gegenüber Sherlock Holmes in all seiner Exzentrik und Genialität. So unterschiedlich die beiden auch sind, so sind sie doch ebenbürtige Partner und ergänzen sich in der Auflösung des Falls nahezu perfekt. Auch alte Bekannte aus den Romanen von Doyle erhalten ihren Auftritt, wie z.B. Mycroft Holmes, Inspektor Lestrade oder auch Mrs. Hudson, Holmes reizende Vermieterin.

    Mein Fazit:

    Wunderbar geschrieben, herrlich altmodisch und viktorianisch, dazu eine wunderbare und atmosphärische Detektivgeschichte, hin und wieder behäbig aber mit Spannung und Intelligenz umgesetzt. Ein gelungenes Remake!

  3. Cover des Buches Teufelsgrinsen (ISBN: 9783462047592)
    Annelie Wendeberg

    Teufelsgrinsen

     (195)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: London, Ende 19. Jhd.: Nachts arbeitet Anna in Londons Elendsvierteln als Krankenschwester und versorgt Kinder, Bettler und Kriminelle. Doch am Tag verkleidet sie sich als Mann und arbeitet als Anton Kronberg, ein angesehener Epidemiologe. Bisher hat niemand ihr Geheimnis aufgedeckt, doch dann begegnet sie dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes, der sie mit einem Blick durchschaut. Gemeinsam untersuchen sie einen Fall von absichtlich mit Cholera infizierten Menschen. 

    Eindruck: Die Idee, dass Sherlock Holmes bei seinen Fällen nicht nur von Watson unterstützt wurde, sondern auch eine Frau beteiligt war, hat mich sofort interessiert. 

    Die Charaktere: Anna Kronberg ist eine sehr intelligente und stolze Frau. Sie wollte unbedingt Ärztin werden, doch Frauen war es damals nicht erlaubt Medizin zu studieren. Kurzerhand hat sie sich ein Doppelleben aufgebaut. Sie ist einerseits sehr emotional, hat aber aufgrund ihrer Rolle ein bisschen verlernt, sich wie eine Frau zu verhalten und deshalb auch viele männliche Eigenschaften. Ihre Vergangenheit ist wirklich brutal, weswegen sie ein gestörtes Verhältnis zu Männern hat. Zu Sherlock Holmes muss ich wohl nicht viel sagen. Er ist genial, wirkt meist emotionslos und ist sehr unbeholfen, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

    Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Es war sehr interessant wie Anna den medizinischen Wissensstand dieser Zeit erklärt. Obwohl ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne, konnte ich den Erklärungen gut folgen. Man merkt, dass die Autorin selbst eine Wissenschaftlerin ist. Aber insgeheim habe ich auf den Moment gewartet, in dem endlich Sherlock Holmes auftaucht. Das geschah dann auch recht schnell und die Dialoge zwischen ihm und Anna, zwei intelligenten, irgenwie aus der Zeit gefallenen Charakteren, haben mich sehr gut unterhalten. Der Fall bzw. die Verschwörung, die aufgeklärt werden muss, ist auch spannend. Mir hat besonders der wissenschaftliche Schwerpunkt der Geschichte begeisert, da es mal eine nette Abwechslung war. Außerdem werden die Lebensumstände der Menschen im 19. Jhd. schonungslos und realistisch beschrieben. Es war damals wirklich hart in London zu (über)leben. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte und den Schauplatz hinein denken. 

    Eine klare Empfehlung! Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

  4. Cover des Buches Sherlock Holmes - Das Grab der Molly Maguire (ISBN: B00O838BYW)
    David Gray

    Sherlock Holmes - Das Grab der Molly Maguire

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee
    Inhaltsangabe

    Zufällig stößt der Autor David Gray in London auf ein geheimes Dossier, das Originalaufzeichnungen Doktor Watsons enthält. Der Doktor hat darin drei Abenteuer seines berühmten Freundes Sherlock Holmes geschildert, die bisher nie veröffentlicht wurden. In diesem Band finden Sie den zweiten dieser drei Fälle: Das Grab der Molly Maguire
    Ganz London ist in Aufregung als man ausgerechnet in Miller’s Court, demselben Ort, an dem der berüchtigte Serienmörder Jack the Ripper einst sein letztes Opfer tötete, wieder die furchtbar zugerichtete Leiche einer jungen Frau findet. Doch Inspektor Lestrade ruft Sherlock Holmes zu Hilfe. Er bezweifelt, dass man es bei der Toten mit einem neuen Opfer des nie gefassten Jack the Rippers zu tun hat und stellt seine eigenen Thesen auf ….

    Meine Meinung

    Der zweite Band der Sherlock Holmes Reihe hat mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil passt super in die Zeit und man fühlt sich sofort in die nebligen Gassen Londons zurückversetzt. Es wirkt nicht überzogen und lässt sich schön flüssig lesen.

    Dieses Mal treibt ein grausamer Mord den berühmten Detektiv Sherlock Holmes und seinen ewigen Gefährten Dr. Watson in den Hinterhof von Millers Court - dem Schauplatz des Verbrechens, wo vor 2 1/2 Jahren das letzte Opfer von Jack the Ripper gefunden wurde. Aus der Sicht von Watson verfolgt man die zielgerichteten Nachforschungen von Holmes, mit all seiner zur Schau gestellten Überlegenheit, die er wo er nur kann gerne demonstriert. Viele kleine Merkmale, die man mit Holmes verbindet, lassen den Charakter sehr lebendig und echt wirken; wie auch die Gedanken von Watson, dessen Freundschaft kein leichtes Los ist.
    Sherlock Holmes und Dr. Watson müssen in diesem Fall ein hohes Risiko eingehen, dass nicht ohne Folgen bleiben wird. Auch haben sie mit der Abneigung des Chiefinspektors Abberline zu kämpfen, der Holmes um jeden Preis von dem Fall fernhalten will.
    Die beiden stehen wieder sehr im Mittelpunkt, wodurch die anderen Figuren eher am Rand bleiben. Ich hätte mir hier ein paar kleine Hinweise mehr gewünscht, um auch selbst etwas besser mitraten zu können und auf die Hintergründe des Verbrechens zu kommen. Spuren gibt es natürlich genug, die die beiden verfolgen - ich selber fand es gar nicht so leicht, den ganzen Hinweisen und Verwicklungen zu folgen.

    Viele verworrene Fäden, die es zu entwirren gilt, eine gelungene Verbindung zu Band 1 mit den Hinweisen auf "Ragnarök", die sicher im letzten Teil aufgeklärt werden und sehr brutale Details zum Verbrechen geben ein sehr stimmiges Bild zu diesem düsteren Kriminalfall. David Gray hält sich hier nicht viel mit unnützen Einzelheiten auf, sondern komprimiert die Handlung auf die wichtigen Fakten und Situationen, was die Spannung gut vorantreibt. Die Aufklärung im letzten Viertel hat sich allerdings ein bisschen hingezogen und war mit einem sehr bizarrem Szenario verknüpft, was mich ein bisschen irritiert hat. Auf mich hat es etwas übertrieben gewirkt, auch wenn es die schaurige Atmosphäre unterstrichen hat.

    Das Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen und auch die Anekdote des Autors, wie er an das Dokument aus den Geheimarchiven kam, nimmt eine überraschende Wendung.

    Fazit

    Ein spannender zweiter Teil der Trilogie, der mit einem typischen Sherlock Holmes Stil viel Unterhaltung bietet. Gegen Ende hat es sich etwas gezogen, aber es gibt auch vielversprechende Hinweise auf den letzten Band!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer


    Sherlock Holmes

    1 - Der Geist des Architekten
    2 - Das Grab der Molly Maguire
    3 - ...?
  5. Cover des Buches Sherlock 1 (ISBN: 9783551728845)
    Jay.

    Sherlock 1

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Louise_Sountoulidis

    Als bekennender Fan seit Kindheitstagen habe ich mir vor Jahren die ersten beiden Manga-Bände von Sherlock Holmes und Dr. Watson zugelegt. Wie mag mir mein erster Ausflug in die Welt der Mangas wohl gefallen haben und hat mich die Handlung um das einzigartige Zweiergespann überzeugen können?

    Intro:

    Ach Gott, ich war noch ein Kind, etwa 10 Jahre alt, als mir mein Papa ein Geschenk von einer Dienstreise mitbrachte. Es war ein großes gebundenes Buch mit Detektivgeschichten. So lernte ich den grandiosen Sherlock Holmes und seinen Freund, den Arzt Dr. Watson, kennen und lieben. Dieses Buch besitze ich noch heute und halte es sehr in Ehren. Mittlerweile sind ein paar Jährchen ins Land gegangen, doch die Liebe zu diesem Duo ist nie mehr verblasst und ich habe inzwischen alle Fälle gelesen.

    Vor ein paar Jahren, ich glaube es war 2017, erschien dann Band 1 der Manga-Reihe „Sherlock“. Nun gut, dachte ich damals, dann wage ich mal an ein solches Buch heran. Ich hatte noch nie ein Manga gelesen, doch für einen klugen Sherlock-Fall würde ich es wagen. Letztendlich lag es dann aber länger als geplant auf meinem SuB herum. Doch als ich mich im Juni mit dem fiesen Corona-Virus im Bett herumärgern musste und klar war, dass ich kräftebedingt weder einen dicken Wälzer halten noch tiefschürfende, sehr komplexe Handlungen aufnehmen könnte, schnappte ich mir dieses Büchlein. Es hat sicher furchtbar erleichtert aufgeatmet, weil ich seine ewige Meckerei darüber, dass ich ständig an ihm vorbei laufe, ohne ihn von der Warteschlange zu befreien, endlich erhört hatte.

    Auch wenn ich grob wusste, dass man Mangas rückwärts liest, sprich, die eigentlich letzte Seite die erste ist, so hatte ich dennoch anfangs echte Probleme damit. Nicht der Seite als solches, sondern mit der fraglichen Bilderreihenfolge. Von wo aus liest man das denn, von rechts nach links oder umgekehrt? Welches der Zeichnungen auf der jeweiligen Seite war denn nun das erste Bild? Ich habe dann halt einfach die Texte in den Sprechblasen gelesen. Manches ergab sofort Sinn, manches aber nicht. Ok, damit wusste ich dann wenigstens, dass diese Richtung schon mal nicht richtig war. Puh, als ja, man sieht, es hat etwas gedauert. Aber irgendwann hatte ich den Dreh raus und ich konnte „Sherlock“ folgen.

    Zur Handlung:

    Dr. Watson, ehemaliger Militärarzt im Nahen Osten, kehrt kriegsversehrt aus dem Afghanistankrieg zurück. Er ist einsam, schwer traumatisiert und ihm fällt es sehr schwer, wieder in einen normalen Alltag zurückzufinden. Ein alter Freund aus Kindheitstagen hält es deshalb für eine gute Idee, wenn er fortan nicht mehr allein wohnt. Er stellt ihm kurzerhand einen Herrn namens Sherlock vor, welcher einen Mitbewohner sucht. Kurzum, die Beiden beziehen ein Appartement in der Baker Street 221 B, auch wenn dieser Sherlock etwas sonderbar scheint. Er überrumpelt Dr. Watson, indem er mit nur einem Blick Dinge an ihm sieht und Tatsachen richtig kombiniert, obwohl sie sich gar nicht kennen.

    Sherlock ist Privatermittler und inoffizieller Polizeiberater. Aktuell ermittelt er in einem Fall von fragwürdigen Selbstmorden und Dr. Watson wird als neuer Mitbewohner und erfahrener Arzt unausweichlich mit hineingezogen.

    Im Gegensatz zu den alten, originalen Sherlock-Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle, welche Ende des 18. Jahrhunderts spielten, in denen man noch mit Kutschen fuhr und Telegramme aufgab, spielt die Manga-Reihe im modernen London samt Smartphone und neuester forensischer Mittel.

    Hinweis:

    Der Band ist sicher grundsätzlich unabhängig von den anderen Bänden lesbar, da das Buch aus Sicht des zu lösenden Kriminalfalls in sich abgeschlossen ist. Ich würde jedem Leser*in jedoch raten, die Reihenfolge einzuhalten, da die Bücher von Seiten des Detektiv-Duos aufeinander aufbauen werden.

    Die Figuren:

    Charakterlich wurden die Figuren trotz der Kürze der Geschichte recht lebendig gezeichnet. Ich mochte die Beiden irgendwie und konnte ein paar alte Verhaltensmuster wiedererkennen, auch wenn sie hier im ersten Band der Reihe noch nicht so viel mit den Altehrwürdigen zu tun haben. Natürlich sehen sie auch äußerlich in der modernen Form anders aus, denn der modische Zeitgeist hat sich ja deutlich geändert. Wo früher Frack, Zylinder und Gehstock Mode waren, sind es heute Jeans, Hemd und Parker.

    „Sherlock Holmes hat eine besondere Auffassungsgabe. Er sieht Dinge, die andere niemals wahrnehmen würden, weil sie sich zu sehr von Oberflächlichkeiten, augenscheinlich Dominantem oder aufgesetztem Getue ablenken lassen. Zusätzlich vermag er die ihm sichtbaren Details raffiniert zu kombinieren. So setzt er Stück für Stück die einzelnen Puzzle-Teile zusammen. Aber dieses Talent hat auch seinen Preis. Zum einen fehlt es Sherlock deutlich an Empathie. Wer ihn nicht kennt, mag ihn als gefühllos bezeichnen. Dabei würde er selbst das so nicht sagen, für ihn sind Gefühle halt einfach nur belanglos. Sie lenken unnötig ab und sind nicht zielführend. Für ihn zählen nur die Fakten. Zum anderen schwankt er häufig zwischen hektischen, übereifrigen, ja, fast manischen Ermittlungsphasen und depressiven Schüben, in denen er das Haus nicht verlässt, hin und her.“- So kenne ich den mir sehr vertrauten Sherlock aus dem 18. Jahrhundert. Dieser Holmes hier ist ihm in einigen Facetten ähnlich. Er ist intelligent und zielstrebig, selbstbewusst und bestimmend. Aber er ist nicht das bekannte wankelmütige Wesen. Und zwei Dinge vermisse ich wirklich sehr: Die ewig glimmende Pfeife und sein Violinenspiel, wenn der Detektiv nachdenken muss!

    „Dr. Watson ist ein ruhiger Zeitgenosse und der wohl beste Mitbewohner für Holmes, denn er hat eine immense Geduld mit dem ewig grüblerischen Detektiv und akzeptiert dessen Eigentümlichkeiten stillschweigend. Er bewundert Holmes für seine Intelligenz und ist ihm stets ein treuer, aufmerksamer und hilfsbereiter Wegbegleiter und Freund.“- Genauso ist mir Dr. Watson im Gedächtnis geblieben. Der hier beschriebene Freund von Holmes wirkt noch nicht ganz so bekannt auf mich. Seine Stimmung ist viel düsterer als ich sie kenne. Er möchte lieber seine Ruhe als sich mit diesem komischen, selbstbewussten und dominanten Typen auseinanderzusetzen. Doch man spürt sein wachsendes Interesse für die detektivische Arbeit von Holmes und dessen analytisches Talent.

    Der Schreibstil:

    Zum Schreibstil als solches kann ich in diesem Fall wenig sagen, da es aufgrund des „Manga-Aufbaus“ für eine detailliertere Analyse einfach zu wenig Text gibt. Die Geschichte wird ja primär durch Bilder zum Leben erweckt und sekundär mit Worten untermalt.

    Die Zeichnungen haben mir zumeist gut gefallen, wenn auch auf manchen teilweise zu viel los war. Das ließ den Lese-Fluss etwas stocken, da ich abbremsen und das jeweilige Bild genauer betrachten musste, um es mit dem dazugehörigen Text in Einklang zu bringen.

    Die Handlung ist inhaltlich schlüssig, sodass keine Fragen offen bleiben.

    Insgesamt ist die Story schön rasant und actionreich und konnte mich auch spannungstechnisch gut abholen. Atmosphärisch hätte es für mich aber ruhig etwas düsterer sein dürfen, denn auch im modernen London ist es bei Nacht und Nebel durchaus unheimlich in so mancher Gasse.

    Fazit:

    Mein erster Manga-Ausflug mit „Sherlock-Ein Fall von Pink“ hat mir nach den anfänglichen Startschwierigkeiten insgesamt recht gut gefallen. Aber an mein geliebtes, nebliges London mit dem Kopfstein-Pflaster, über das die Pferdekutsche jagt, und meine beiden Freunde, die Tee trinkend und Pfeife rauchend in ihrem Salon sitzen und rätselhafte Besuche empfangen, kommen sie leider nicht heran.

    Wenn man die Urgesteine aus dem 18. Jahrhundert jedoch nicht kennt oder sich ein paar liebgewonnene Feinheiten wegzudenken vermag, kann man mit dem modernen Ermittler-Duo viel Spaß haben.

    Meine Bewertung: 3,5 von 5 

  6. Cover des Buches Die drei Königinnen. Ein neuer Fall für Sherlock Holmes (ISBN: 9783458739661)
    Anthony Horowitz

    Die drei Königinnen. Ein neuer Fall für Sherlock Holmes

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Frank1

    Klappentext:

    Zunächst scheint es sich um einen Einbruch zu handeln, als ein junger Mann er­schos­sen auf­ge­fun­den wird und der Haus­herr die Tat ge­steht. Aber dann wird der Fall immer rätsel­hafter: Was hat es mit den drei ver­schwun­denen Queen Vic­toria-Figür­chen auf sich? Und wieso haben die Nach­barn nichts gehört?

    Inspector Jones von Scotland Yard sucht in seiner Verzweiflung Rat bei Sher­lock Hol­mes, und dank der be­währ­ten Unter­stüt­zung durch Dr. Wat­son ge­lingt es dem Meis­ter­detek­tiv in kür­zes­ter Zeit, die ver­wir­ren­den Puzzle­teile zu sor­tieren und dem stau­nen­den Inspek­tor ein kalt­blü­tiges Ver­brechen zu ent­hüllen.


    Rezension:

    Während eines Einbruchs wird ein Dieb erschossen, der anscheinend nur eine wert­lose, Queen-Vic­toria-Figur steh­len wollte. In sei­nem Ge­bäck fin­den sich noch 2 iden­tische Figür­chen, die er zu­vor in Nach­bar­häu­sern ge­stoh­len hatte. Da sich der er­mit­telnde Kom­mis­sar kei­nen Reim darauf machen kann, wen­det er sich an Holmes.

    Neue Fälle für Sherlock Holmes sind mittlerweile längst keine Selten­heit mehr. ‚Neo-Hol­mes‘ kann man schon bei­nahe als eige­nes Genre be­zeich­nen. Diese Kurz­ge­schichte von Anthony Horo­witz ge­hört dabei zu den bes­seren Stories, trifft sie den Stil des Origi­nals doch relat­iv gut. Zu­erst erin­nert die Ge­schichte natür­lich an die von den 6 Napole­ons, doch ent­wickelt sie sich in eine ganz andere Rich­tung. Etwas eigen­artig/störend fällt ledig­lich auf, dass der Über­setzer Wat­son in der Ein­lei­tung, in der er sich an seine Leser wen­det, gegen­tert über­setzt.


    Fazit:

    Diese (wirklich kurze) Kurzgeschichte trifft den Stil der originalen Hol­mes-Novel­len recht gut.


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  7. Cover des Buches Holmes und ich – Die Morde von Sherringford (ISBN: 9783423717717)
    Brittany Cavallaro

    Holmes und ich – Die Morde von Sherringford

     (239)
    Aktuelle Rezension von: LauraMaria

    Inhalt:

    James Watson, ein Nachfahre von John Watson, muss gegen seinen Willen an ein Internat an der Ostküste. Und nicht an irgendeines - ausgerechnet an das, in dem auch Charlotte Holmes unterrichtet wird. Oder vielmehr sich selbst unterrichtet - sie steht ihrem legendären Vorfahren Sherlock in Sachen Intelligenz in nichts nach. James möchte sich nach Möglichkeit von Charlotte fernhalten, doch dieser Plan löst sich bald in Luft an, als er sie auf einer Feier kennenlernt, sie auf eine geheimnisvolle Art anziehend findet und dann auf einmal mit ihr gemeinsam zum Hauptverdächtigen für den Mord an Dobson wird. Und Charlotte hatte ein Motiv... 

    Meinung: 

    Es war sehr erfrischend, die traditionellen Watson und Holmes Charaktere einmal neu interpretiert zu lesen - als Teenager, in der heutigen Zeit und mit einer weiblichen Holmes. Doch nicht nur die Charaktere, auch die Story ist neu belebt und mit aktuellen Themen gespickt worden. Der Fall an sich ist sehr spannend und ich habe bis zum Schluss der Auflösung entgegen gefiebert! 

    Fazit:

    Eine Lese Empfehlung nicht nur, aber besonders, für Holmes Fans. 


  8. Cover des Buches Sherlock Holmes - Der Geist des Architekten (ISBN: 9781495222092)
    David Gray

    Sherlock Holmes - Der Geist des Architekten

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Lina94

    „Der Geist des Architekten“ ist der erste Teil aus David Grays Reihe um Sherlock Holmes. Diesen Teil finde ich, ebenso wie den zweiten, sehr gelungen. Die Geschichte ist spannend und kurzweilig und bildlich gut vorstellbar. Die Personen sind gut ausgearbeitet und die Geschichte ist von der Art her sehr gut am Original orientiert.

    Wie ich schon beim zweiten Teil anmerkte, kommt Gray selbst in den Büchern vor, was überraschend und anfangs störend ist. Insgesamt wird dadurch aber ein passender Rahmen für die drei Geschichten gesetzt.

    Leider waren vermehrt Fehler bezüglich Rechtschreibung und Interpunktion zu finden. Auch war die Schriftgröße im eBook eher unoptimal – entweder zu groß oder zu klein. Da ich meine Version schon länger habe, sind diese Mängel in einer aktuellen Version möglicherweise nicht mehr zu finden.

    Insgesamt ein spannendes Buch mit vielen Rätseln und unerwarteten Wendungen. Aufgrund der nicht so tollen Verarbeitung muss ein Stern abgezogen werden.

  9. Cover des Buches Die Welt des Sherlock Holmes (ISBN: 9783650400314)
    Maria Fleischhack

    Die Welt des Sherlock Holmes

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Deerstalker, Pfeife, Lupe, markante Nase und Kinn, karierter Inverness-Mantel - für wen sind all jene Utensilien charakteristisch? Darauf gibt es nur eine Antwort: Sherlock Holmes, den größten Meisterdetektiv aller Zeiten. Überall auf der Welt sind die geniale Spürnase und sein treuer Begleiter Dr. Watson bekannt und das nicht nur durch die Originalgeschichten von Arthur Conan Doyle sondern auch durch die vielen Adaptionen in Film und Fernsehen. Doch was verbirgt sich hinter dem Namen Sherlock Holmes? Gibt es womöglich sogar ein historisches Vorbild oder ist seine Person komplett frei erfunden? Wie schafft er es, die kompliziertesten Fälle zu lösen und kann er sich auch mal irren? Dieses Buch beantwortet all diese Fragen und noch viele mehr auf interessante und unterhaltsame Art und Weise.

    "Die Welt des Sherlock Holmes" ist ein informatives Nachschlagewerk von Maria Fleischhack über den Meisterdetektiv persönlich und bekommt von mir fünf Sterne. In diesem Buch erfährt man alles, was das Herz von Sherlock Holmes Fans begehrt: So lernt man den Autor Arthur Conan Doyle und sein Spiel mit den Lesern näher kennen, erfährt die historischen Hintergründe der wichtigsten Figuren der Geschichten und bekommt einen Überblick über die Fälle von Sherlock Holmes. Sehr interessant ist auch das letzte Kapitel, das die "Eroberung der Welt" durch Sherlock Holmes behandelt, in dem ausführlich über den Meisterdetektiv in zahlreichen Pastiches, Satiren, Parodien und jenseits der Bücher, also auf der Bühne, im Radio und in Kino & Fernsehen erzählt wird. Maria Fleischhack veranschaulicht ihre Erklärungen stets mit den entsprechenden Textstellen aus den Originalwerken, sodass man diese besser verstehen kann. Besonders gut hat mir die Beschreibung der historischen Hintergründe und der Einflüsse, die Sherlock Holmes und die anderen Figuren zu den Persönlichkeiten machen, die wir heute kennen, gefallen, denn es wirft nochmal ein neues Licht auf den Detektiv. Auch der Überblick über die 60 Fälle von Sherlock Holmes ist sehr gelungen und es hat mir während des Lesens ständig in den Fingern gejuckt, die Originalgeschichten zu lesen. Was ich an diesem Kapitel bemerkenswert fand, ist die sprachliche Gestaltung, denn es handelt sich hierbei eigentlich um eine Aufzählung, was aber durch die Sprachgewandtheit Maria Fleischhacks kaum bzw. gar nicht mehr auffällt. Es ist wirklich bewundernswert, wie sie die Fälle zusammengefasst hat, dabei zwar alle wichtigen Informationen nennt, aber stets auf die Auflösung verzichtet. Abgerundet wird dieses Buch schließlich durch einen tabellarischen Überblick aller Geschichten über Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle, sodass man die genaue Reihenfolge der Erzählungen vor Augen hat. Insgesamt ist "Die Welt des Sherlock Holmes" ein gelungenes Buch über den Meisterdetektiv, wobei ich nochmals betonen muss, dass es sich eher um ein Nachschlagewerk als um eine leichte Lektüre für zwischendurch handelt.

  10. Cover des Buches Sherlock Holmes und das Tal des Grauens: Illustrierte Fassung (ISBN: 9783954181674)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes und das Tal des Grauens: Illustrierte Fassung

     (68)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky
    Zusammenfassung:
    Sherlock Holmes erhält eine Nachricht von einem Informationen, der eng mit seinem Erzfeind Professor Moriarty zusammenarbeitet.

    Holmes soll sofort nach Birlstone in Sussex kommen. Dort soll er einen gewissen Douglas schützen. Doch kurz darauf berichtet ein Beamter des Scotland Yards, dass Douglas auf entsetzliche Weise ermordet wurde.

    Holmes und Watson brechen auf. Werden sie dabei auf Moriarty treffen?

    „Wenn Sie aber Moriarty einen Verbrecher nennen, so begehen Sie damit im Sinne des Gesetzes eine Beleidigung, und darin gerade liegt der eigenartige Reiz der ganzen Sache. Der größte Bösewicht aller Zeiten, der Organisator teuflischer Verbrechen, das geistige Haupt der Unterwelt – ein Kopf, der ein ganzes Volk zum Guten oder Bösen lenken könnte, das ist das Bild des Mannes.“

    Meine Meinung:
    3,5 Sterne!

    Ich fand die ganze Story rund um Sherlock wahnsinnig interessant während der zweite Teil langweilig und extrem lang gezogen war :(
  11. Cover des Buches Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes 01(Hardcover) (ISBN: 9783957891006)

    Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes 01(Hardcover)

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ellen_Lang

    In diesem Comic wird man selbst zum Detektiv und kann einiges über die Fälle selbst herausfinden. Entweder man schlüpft in die Rolle von Sherlock Holmes oder in die von John Watson. Man kann selbst Entscheidungen treffen und kommt somit im jeweiligen Fall weiter. Auch scheinen die Fälle miteinander zusammen zu hängen. Je nachdem welche Entscheidung man trifft, kann man den Fall lösen oder nicht.

    Diese Art von Spiel hat mich schon immer fasziniert. Doch die Gestaltung als Comic macht es das Spiel noch lebendiger. Ich konnte sehr gut in die Geschichten eintauchen und hatte sehr viel Spaß damit in den Fällen zu rätseln und die kniffligen Aufgaben zu lösen. Leider konnte ich die Fälle auf den ersten Versuch nicht lösen. Aber das macht das Buch umso interessanter, da ich mir die Fälle nochmal von vorne anschauen kann und rätseln kann, was ich beim ersten Mal übersehen habe.

    Ich freue mich auf weitere Spiele-Comics und bin jetzt schon süchtig danach. Viel Spaß beim Rätseln.

  12. Cover des Buches Das Tal des Grauens (ISBN: 9783730601112)
    Arthur Conan Doyle

    Das Tal des Grauens

     (16)
    Aktuelle Rezension von: halo123

    Holmes wird von einem alten Bekannten auf einen kommenden Mord aufmerksam gemacht. Doch dann die schreckliche Nachricht: dieser Mord ist bereits geschehene. Sherlock Holmes und Dr. John Watson machen sich auf den Weg zum Tatort um mal wieder Licht ins Dunkel zu bringen. Doch dort stoßen sie nicht nur auf eine schreckliche Leiche sondern auch auf merkwürdiges Verhalten seitens der Beteiligten. Was hat es damit auf sich?


    Dieser Fall war wie immer wirklich sehr spannend. Die Ermittlungen von Holmes waren wie immer interessant und spannend mitzuverfolgen. Die Geschichte ist ein raffinierter Fall mit vielen unerwarteten Geschehen und Wendungen. Das Buch lässt sich für alle die mit der Schreibweise sowie der Erzählweise von Arthur Conan Doyle vertraut sind leicht lesen. Hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen

  13. Cover des Buches Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville (ISBN: 9783954187065)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville

     (442)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Auch wenn die ein oder andere Wendung durchschaubar und in der Geschichte einiges an  altbackenem Zeitgeist enthalten ist, ein meist kurzweiliger und unterhaltsamer Roman.

  14. Cover des Buches Sherlock Holmes - Das Zeichen der Vier (ISBN: 9783596522323)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Das Zeichen der Vier

     (270)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    Die junge Mary Morstan wendet sich an Sherlock Holmes und Dr. Watson, da sie ein Geheimnis in ihrem Leben von den beiden klären lassen will. Vor Jahren nahm ihr unbekannter Vater Kontakt zu ihr auf, wollte sich mit ihr treffen, verschwand dann aber spurlos. Seitdem bekam die junge Frau in jedem Jahr eine Perle zugeschickt, die ihr laut einem beiliegendem Schreiben zusteht. Nun möchte Mary endlich wissen, was es damit auf sich hat.

    Ich wollte endlich mal die alten Sherlock-Holmes-Fälle lesen und habe mit diesem hier meinen dritten Fall von Holmes und Watson gelöst.

    Leider muss ich sagen, dass mir „Das Zeichen der Vier“ am wenigsten gefallen hat. Irgendwie war die Geschichte sehr langgezogen und für mich auch nicht richtig stimmig. Der Fall zog sich einfach nur und war auch wenig spannend. Viel zu früh hat Holmes das Rätsel gelöst, so dass es nur noch um das Auffinden der Bösewichte ging.

    Anfangs war ich noch gut unterhalten, doch spätestens ab der Hälfte des Buches wollte ich nur noch, dass es vorbei ist. Anders als bei „Eine Studie in Scharlachrot“ und „Der Hund der Baskervilles“ fühlte ich mich einfach nicht sehr gut unterhalten.

    Schade, aber natürlich kommt „Das Zeichen der Vier“ in meine Sammlung von Klassikern, wird mir aber nicht in besonders guter Erinnerung bleiben.

  15. Cover des Buches Sherlock Holmes, Sisi und das Erbe des Karl Marx (ISBN: 9783954414154)
    Klaus-Peter Walter

    Sherlock Holmes, Sisi und das Erbe des Karl Marx

     (11)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Es hätte schlimmer kommen können. Anstatt einen banalen Marx-Gedenk-Roman zu schreiben oder eine nachträgliche Apologie zu den Thesen des Sozialismus-Erfinders vorzulegen, lässt Krimi-Experte Klaus-Peter Walter seinen Holmes erst einmal als gründlichen Skeptiker der Arbeiterbewegung auftreten. Entsprechend Überzeugungskraft braucht es vonseiten Friedrich Engels', der sich wie alle anderen Klienten auch Holmes deduktiven Methoden stellen muss.

    Die Gefahr einer romantischen Verklärung von Karl Marx und seinen Zeitgenossen besteht also weniger, der Autor widersteht sogar (entgegen dem Wunsch des Verlegers, wie das Nachwort belegt) der Versuchung, unbedingt eine Begegnung von Holmes und Marx zu erzwingen und so ein ungleiches Duell dieser zwei gegensätzlichen Denker zu provozieren. Die Episoden rund um Sisi passen dagegen nicht immer zu der ansonsten stilvoll erzählten Geschichte, bei der immerhin während der Ermittlungen in England echtes Holmes-Feeling aufkommt. Nur wenn Walter zu lange im historischen Lokalkolorit der k.u.k.-Monarchie schwelgt, fragt man sich zu Recht, wo die Geschichte eigentlich hin will.

    Holmes' Begegnung mit dem Detektiv Dagobert Trostler ist ein nettes Gimmick für Fans fast vergessener Krimi-Klassiker. Dessen von Balduin Groller verfasste Abenteuer brachten dem Ermittler den Beinamen "österreichischer Sherlock Holmes" ein, hier schließt sich also gewissermaßen ein Kreis. Ach ja, da war ja auch noch Karl Marx. Diesen Faden nimmt der Autor nach ein paar Exkursen doch wieder auf, um die Ermittlungen schließlich in einem einigermaßen actionreichen Finale münden zu lassen, bei dem ausgerechnet Sisi die entscheidende Rolle spielt.

    Ist das noch ein "echter" Holmes? Bei Pastiches ist die Frage ohnehin schwer zu beantworten. Dieser Roman enthält viele gute Ideen, will am Ende aber zu viel. Der eigentliche Fall gerät zugunsten zeitgeschichtlicher Details und literarischer Exkurse immer wieder aus dem Fokus, auch wenn der Epilog alles so sinn- und stilvoll abschließt, wie die Geschichte begonnen hat.

  16. Cover des Buches Arsène Lupin - Der blaue Diamant (ISBN: 9783945796863)
    Maurice Leblanc

    Arsène Lupin - Der blaue Diamant

     (6)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Baron d'Hautrec war ermordet worden. Nachdem sein Diener ihn inmitten des verwüsteten Schlafzimmers gefunden hatte, war er sofort auf die Polizeiwache geeilt um den Vorfall zu melden. Bei der Rückkehr in die Villa jedoch finden der Diener, der Untersuchungsrichter und der Kommissar das Schlafzimmer sauber aufgeräumt und die Leiche aufgebahrt in seinem Bett vor. Als Inspektor Justin Ganimard den Tatort betritt und sich auf die Suche nach dem berühmten blauen Diamanten macht, der sich im Besitz des Barons befinden soll, fragt ihn der Kommissar schelmisch, ob Ganimard bei all der Suche nach einer mysteriösen blonden Frau und den Verwicklungen um das Verschwinden eines Millionenloses überhaupt Zeit für diese Ermittlung fände... Ganimard vermutet hinter diesem Mord wie auch bei den anderen Geschehnissen sofort den Gauner Arséne Lupin... doch der Kommissar teilt mit, dass weder Bargeld noch der berühmte blaue Diamant gestohlen worden sei... der Diamant findet sich in der Faust des toten Barons. Was war das Mordmotiv?

    Ganimard's Vermutungen werden bald teilweise durch Arséne Lupin selbst in der Zeitung bestätigt und ein weiteres Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Während Lupin der Polizei immer einen Schritt voraus ist, beschließt eine Gruppe von Lupin's Opfern, den berühmten britischen Meisterdetektiven Herlock Sholmes zu engagieren... der den Fall annimmt und die Festnahme des Gauners binnen 10 Tagen verspricht.

    Dieser von Maurice Leblanc 1908 geschriebene Roman erzählt mit Witz und Finesse von drei interessanten Kriminalfällen, die schlußendlich eigentlich einen einzigen meisterhaften Coup des gewitzten Lupin darstellen. Der wunderbar antiquierte Schreibstil jener Zeit trägt viel zur Atmosphäre bei und man verfolgt schmunzelnd das Duell des Meisterdiebes mit dem Meisterdetektiven. Amüsant und voller Überraschungen lesen sich die Gaunereien und geben zeitlos und kurzweilig auch Einblick in das damalige Gesellschaftsleben Frankreichs.

    Der Verlust eines Sterns resultiert aus dem wahrlich MIESERABLEN Lektorat des "Belle Epoque"-Verlages! Wie sehr freute es mich, im Klappentext des Verlages folgendes lesen zu dürfen: "Die vorliegende Neuausgabe wurde sprachlich wie inhaltlich sorgfältig überarbeitet"... PAH!!! Nichts da! Zuerst änderte man den Namen des britischen Detektiven ZURÜCK zu "Sherlock Holmes". 1908 durfte aus rechtlichen Gründen dieser Name nicht verwendet werden und Leblanc benannte den Detektiven zu Herlock Sholmes und seinen getreuen Freund zu Dr. Wilson um. Da die Rechte mittlerweile erloschen sind, beging der Verlag die Dummheit, Sholmes wieder zu Holmes zu machen aber Dr. Wilson so zu belassen... aus ihm wurde NICHT Watson! Dann ändern sich während des Romans nicht nur urplötzlich Namen von Figuren sondern auch Straßennamen! Sowas erzürnt einen begeisterten Leser sehr und schmälert die Freude am Lesen - jedoch NICHT an der stimmungsvollen witzigen Kriminalgeschichte!

  17. Cover des Buches Die Memoiren des Sherlock Holmes (ISBN: 9783596035618)
    Arthur Conan Doyle

    Die Memoiren des Sherlock Holmes

     (71)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Rezension

    Kann Spoiler bezüglich der ersten drei Teile enthalten!


    Den ersten Kurzgeschichtenband rund um Sherlock Holmes und Dr. Watson fand ich spannend und wurde oft von des Rätsels Lösung überrascht. Auf diese zweite Kurzgeschichtensammlung trifft das leider überhaupt nicht mehr zu. In fast allen Fällen wusste ich nicht nur, wer der Täter war, sobald die Sachlage geschildert wurde, sondern konnte oftmals sogar das Motiv erraten, bevor Sherlock Holmes auch nur eine einzige Deduktion vorgenommen hatte. Manchmal hatte ich das Verbrechen sogar schon durchschaut, noch bevor Dr. Watson Anzeichen einer Idee bei seinem Detektivkollegen feststellen konnte. Manchmal lag das daran, dass ich die Fälle aus der BBC Serie „Sherlock“ wiedererkannt habe; manchmal auch daran, dass ich das Gefühl hatte, dass es Standard-Verbrechen waren. Spannung und eifriges Rätselraten kamen in diesem Kurzgeschichtenband daher leider viel zu kurz. Immer wieder musste ich Pausen einlegen, weil das wenig zufriedenstellend war.


    Nichtsdestotrotz war das Buch unterhaltsam. Ich kann mich nämlich tatsächlich sehr gut mit Sherlock Holmes' Bruder Mycroft vergleichen: Auch Mycroft Holmes weiß immer fast augenblicklich, wer der Täter war, oftmals mitsamt Motiv, doch er hat keine Energie, um ausreichend Beweismaterial zusammenzutragen, damit der Täter verhaftet werden kann. Diese Aufgabe übernimmt Sherlock Holmes mit seinen Deduktionen. Daher war es, auch wenn ich intuitiv immer die richtige Person verdächtigt habe, trotzdem noch interessant, welche Beweise gefunden wurden und wie Sherlock Holmes durch seine Deduktionen genug Material für ein Geständnis oder eine Verurteilung zusammengetragen hat.


    Darüber hinaus hat mir gefallen, wie Dr. Watson zwar relativ wenig Anteil an der Lösung der Fälle hat, wenn nicht gerade die Begutachtung einer Leiche erforderlich ist, Sherlock Holmes dafür aber umso intensiver studiert. Die privaten Anmerkungen, die er zu ihm macht, haben mir gut gefallen. Tatsächlich sind das die Momente, in denen das Buch Emotionen transportiert hat. Die Zuneigung und die Bewunderung, die Dr. Watson für ihn empfindet, sind offensichtlich und herzerwärmend. Andere Momente, wenn von diversen Experimenten des Detektivs berichtet wird, bei denen Dr. Watson anschließend Körperteile in seiner Brotdose findet, sind witzig. Die letzte Geschichte, der berühmte Reichenbachfall, hat mich außerdem sehr berührt, auch wenn ich schon weiß, dass Doyle gezwungen war, dies zu revidieren. Über diese kleinen, manchmal nur in Nebensätzen auftauchenden Anmerkungen, habe ich mich jedenfalls immer gefreut.


    Fazit

    Diese zweite Kurzgeschichtensammlung rund um Sherlock Holmes und Dr. Watson war leider alles andere als spannend. Ich habe fast alle Verbrechen sehr früh durchschaut, manchmal sogar noch vor Sherlock Holmes selbst. Trotzdem war das Buch unterhaltsam, denn ich fand es interessant, mittels welcher Deduktionen genug Beweismaterial gefunden wurde. Außerdem haben mich die privaten Anmerkungen zur Freundschaft zwischen Holmes und Watson begeistert, weil sie verschiedenste Emotionen transportiert haben. „Die Memoiren des Sherlock Holmes“ musste ich in mehreren Etappen lesen, weil die Spannung fehlte, aber dann war das Buch unterhaltsam, sodass ich drei Schreibfedern vergebe.

  18. Cover des Buches Sherlock Holmes 01. Das Haus bei den Blutbuchen (ISBN: 9783935287814)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes 01. Das Haus bei den Blutbuchen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: EliasBohst
    Was Arthur Conan Doyle so außergewöhnlich macht, erkennt man bereits nach den ersten beiden Kapiteln dieser Geschichte. Jedes Wort ist bedacht, jeder Satz ein Unikat und Wortmalerei erwartet einen auf praktisch jeder Seite. Da verwundert es nicht, wie schnell man diese Geschichte verschlingt.
    In der heutigen Zeit erfahren wir zwar Verschwörungen und Detektivgeschichten am laufenden Meter durch Film, Fernsehen und sogar gute Bücher, doch Doyle ist eben DER Meister der Detektivgeschichten und seine Ansätze passen auch noch in die heutige Zeit. Dabei trübt es dann die Lesefreude auch nicht, wenn man in dieser Geschichte auch schon selbst das Rätsel lösen kann; es kommt eben auch auf die Details an.
    Alles in allem hat diese Geschichte um Sherlock Holmes einen hohen Unterhaltungswert, wenn man sich auch am Ende fragen mag, wie die ein oder andere Figur dort hineinpasst.
  19. Cover des Buches Sherlock Holmes' Buch der Fälle (ISBN: 9783596298990)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes' Buch der Fälle

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Rezension

    Kann Spoiler bezüglich der ersten acht Teile enthalten!


    Für seinen finalen Sammelband mit Kurzgeschichten rund um den Detektiv Sherlock Holmes und seinen Begleiter, Dr. Watson, hat sich Doyle noch einmal etwas Besonderes ausgedacht: Zum ersten Mal werden die Fälle nicht ausschließlich von Dr. Watson geschildert. Zweimal hat Sherlock Holmes selbst zur Feder gegriffen, einmal übernimmt ein auktorialer Erzähler das Wort.


    Ersteres hat mir richtig gut gefallen. Auf die Schilderung des Falls selbst wirkt es sich kaum aus, ob die Niederschrift von Dr. Watson oder von Holmes persönlich stammt. Aber die vielen kleinen, persönlichen Kommentare haben ihren ganz eigenen Charme und sorgen für viel Amüsement. Ich fand es wirklich witzig, wie Holmes sich beim Verfassen seines eigenen Texts darüber beschwert, wie er ihn verfasst und dass er das Pferd von hinten aufzäumen muss, um die Spannung aufrecht erhalten zu können. Wie Holmes seine Erzählung mittendrin unterbricht, um darüber zu jammern, dass unterhaltsame Falldarstellung seinem geradlinigen Vorgehen widerspricht, hat mich mehrfach zum Lachen gebracht.


    Dass mich gerne die persönlichen Anmerkungen und Kommentare so überzeugt haben, ist wohl auch der Grund dafür, warum ich mit der Geschichte, die von einem auktorialen Erzähler geschildert wird, wenig anfangen konnte. Die schlichte Sachlichkeit hat mich nicht überzeugen können. Mir fehlten in der Geschichte Spannung, Drama und Persönlichkeit. Die Fälle, die von einer Figur, sprich Dr. Watson oder Sherlock Holmes, erzählt wurden, haben mich durch die Emotionen, Meinungen und genauen Beobachtungen viel mehr mitreißen können als die handlungsbezogene Schilderung von außerhalb.

    Darüber hinaus gab es noch einen weiteren Fall, mit dem ich nicht viel anfangen konnte und der aus dem typischen Schema herausfällt: Ein Fall, in dem keine Deduktionen notwendig waren. Mir haben schon in den Romanen die Rückblicke, in denen lediglich erzählt und nicht deduziert wird, nicht gefallen. Diesmal ist Holmes zwar wenigstens anwesend, aber er besucht lediglich eine Klientin, die ihm die Wahrheit über ein lange zurückliegendes Ereignis, das in den Büchern bisher nie erwähnt wurde, schildern möchte. Sie erzählt die Geschichte und Holmes geht wieder. Das war irgendwie langweilig. Und es hat mir deutlich gemacht, dass ich bei allen Geschichten rund um Sherlock Holmes neben den persönlichen Kommentaren vor allem die beeindruckenden Schlussfolgerungen seines brillanten Verstands packend und mitreißend fand.


    Fazit

    Überraschenderweise werden die Geschichten in diesem finalen Band nicht ausschließlich von Dr. Watson erzählt. Dass Sherlock Holmes auch selbst die Feder in die Hand nimmt, hat mir gut gefallen, weil seine persönlichen Kommentare immer amüsant waren. Mit der Erzählung des auktorialen Erzählers konnte ich dagegen wenig anfangen, weil die Außensicht Spannung und Persönlichkeit vermissen lassen hat. Auch die Geschichte, in der Holmes gar keine Deduktionen anstellen muss, hat mich enttäuscht, weil er ziemlich langweilig war. „Sherlock Holmes' Buch der Fälle“ war zum Teil mitreißender und zum Teil langweiliger als die anderen Sherlock Holmes Kurzgeschichtensammlungen und bekommt dafür drei Schreibfedern.

  20. Cover des Buches Der Fall Moriarty (ISBN: 9783458361091)
    Anthony Horowitz

    Der Fall Moriarty

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Sebastian_Engel

    Ich muss zugeben, dass ich Sherlockfan bin und deswegen gerne diese Geschichten lese. Auch dieses Buch (mit diesem wunderschönen Cover) enthält die typischen Sherlock-Elemente, hat eine gute Dynamik und plötzlich kommt dann dieser Plottwist. Ich saß damals in der Bahn und musste einfach nur in mich hineinlächeln. Danach klappte ich das Buch zu und las es von Anfang an noch mal, obwohl ich noch nicht am Ende des Buches war. Toll! Für 5 Sterne fehlte mir noch ein wenig mehr Dynamik und Spannung.

  21. Cover des Buches Sherlock Holmes - Sämtliche Werke in 3 Bänden (Die Erzählungen I, Die Erzählungen II, Die Romane) (3 Bände im Schuber) (ISBN: 9783730610275)
    Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes - Sämtliche Werke in 3 Bänden (Die Erzählungen I, Die Erzählungen II, Die Romane) (3 Bände im Schuber)

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Ophelialaurinrose

    Inhalt: 

    Sherlock Holmes ist der Mann für knifflige Fälle. Gleich, ob es um kriminelle Bünde geht, um verschwundene Personen, Staatsgeheimnisse oder unerklärliche Todesfälle – Sherlock löst jedes Problem. Assistiert von seinem treuen Freund Dr. Watson sorgt er mit seiner exzellenten Beobachtungsgabe seit über hundert Jahren bei Lesern in aller Welt für Staunen. Arthur Conan Doyle hat die Welt des messerscharf kombinierenden Privatdetektivs in vier Romanen und 56 Geschichten gestaltet. Dieser Schuber versammelt sie alle – mit den Illustrationen der Erstausgaben und 18 Erzählungen in neuer Übersetzung.

     

    Meinung: 

    Die BBC-Serie von Sherlock Holmes habe ich geliebt, weshalb mich der Schuber sofort angesprochen hat. Das Design des Schubers als auch das Design der Bücher ist passend und sehr schön, wie auch die Illustrationen in den Büchern. Dadurch hat das Lesen noch mehr Spaß gemacht. 

    Auch der Schreibstil hat mich positiv überrascht, da er sehr modern wirkt, wodurch er angenehm zu lesen ist. Der Inhalt war wie in der Serie sehr spannend und man ist wie immer überrascht, wie Sherlock seine Fälle löst. 

    Ich freue mich schon, die weiteren Teile zu lesen. 

    Schlussendlich bin ich sehr zufrieden, dass die Bücher nun in meinem Regal stehen und perfekt zu den großartigen Geschichten von Sherlock Holmes passen.


    Fazit:

    Ein perfekter Schuber zu den bekannten Detektivgeschichten.


    P.S.: Der Schuber eignet sich perfekt zum Verschenken an Fans von Sherlock Holmes.


    5/5

  22. Cover des Buches Sherlock Holmes Chronicles - XMAS-Special (ISBN: 9783943732900)
    Klaus-Peter Walter

    Sherlock Holmes Chronicles - XMAS-Special

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Nelebooks
    Allgemein: Das Cover ist passend zur Weihnachtszeit gestaltet. Erzählt wird mit verschiedenen Stimmen und auch einigen Nebengeräuschen (z. B. Hundegebell).
    Meinung: Es ist eine typische Sherlock-Holmes-Geschichte. Hier erzählt Sherlock Watson einen zurückliegenden Fall, bei dem Watson nicht mit einbezogen war. Sherlock ist einfach ein Charakter für sich. Ich mag den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Auch dieser Fall ist interessant und es macht Spaß, auch Überlegungen anzustellen. Das Ende ist hier wieder einmal sehr schön gelungen.

    Fazit: Eine schöne typische Sherlock-Holmes-Geschichte.

    (c) Nelebooks
  23. Cover des Buches Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes - Im Zeichen der Vier/ Das Tal der Furcht/ Der Hund von Baskerville (ISBN: B00DUWYRAE)
    Arthur Conan Doyle

    Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes - Im Zeichen der Vier/ Das Tal der Furcht/ Der Hund von Baskerville

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Emmice

    Das Buch enthält gleich drei Sherlock Holmes-Fälle: Im Zeichen der Vier – Das Tal der Furcht – Der Hund von Baskerville.

     

    Jeder der drei Fälle ist für sich genommen spannend und es wurde nicht langweilig. Ich war überrascht, wie flüssig sich die Geschichten um Sherlock Holmes lesen lassen. Besonders gefallen hat mir, dass die Fälle aus der Sicht von John Watson geschildert werden: Als Leser bekommt man so etwas Abstand zum Meisterdetektiv und die Fälle bleiben bis zum Ende hin spannend, was vielleicht nicht möglich gewesen wäre, wenn man sie aus der Perspektive des Meisterdetektivs gelesen hätte. Denn dieser sieht immer mehr, als Watson (und damit der Leser) auf den ersten Blick erkennt/schlussfolgert. Sherlock Holmes erscheint aus dieser Perspektive als ein wahres Genie.

     

    Ich kann alle drei Fälle jedem empfehlen, der einen Sherlock Holmes-Fall lesen möchte. „Der Hund von Baskerville“ konnte mich am meisten überzeugen, da dort die Nebencharaktere besonders gut ausgearbeitet sind, man mit ihnen mitfiebert und bis zum Ende miträtselt. 

  24. Cover des Buches Spiele-Comic Krimi, Sherlock Holmes: Auf den Spuren von Jack the Ripper (ISBN: 9783957892386)

    Spiele-Comic Krimi, Sherlock Holmes: Auf den Spuren von Jack the Ripper

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Traubenbaer

    "Sherlock Holmes: Auf den Spuren von Jack the Ripper" (erschienenen beim Pegasus- Verlag) ist ein Spiele- Comic. 

    Man kann sich einen Spiele- Comic als eine Mischung aus Abenteuerspielbuch und Comic vorstellen. Die Geschichte ist dabei in viele Abschnitte unterteilt. Am Ende jedes Abschnitts hat der Leser die Wahl zwischen verschiedenen Optionen. Seine Wahl entscheidet, welcher Abschnitt dann als nächstes gelesen wird. So kann man als Leser direkten Einfluss auf die Geschichte nehmen. 

    Wie der Titel "Sherlock Holmes: Auf den Spuren von Jack the Ripper" schon erahnen lässt, treibt Ripper wieder sein Unwesen in London. Der Leser kann nun wahlweise in die Rolle von Holmes oder Watson schlüpfen, um zu ermitteln, wer der Täter ist. 


    Die einzelnen Bilder des Comics sind mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht. Selbst Kleinigkeiten wurden in die Bilder integriert. Das macht sie realistisch und lädt den Leser zum Verweilen und Betrachten ein; Was auch gut so ist, denn zum Lösen der Rätsel kann selbst eine vermeintliche Kleinigkeit plötzlich wichtig werden. 

    Die Rätsel haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Manche von ihnen konnte ich sehr schnell lösen, während ich an anderen lange herumgeknobelt habe. Auf jeden Fall lohnt es sich genau hinzuschauen und auch mal unkonventionell zu denken. 

    Es gibt mehrere Schlussszenarien, von denen nur eine dazu führt, dass Jack the Ripper hinter Gitter kommt, ohne noch mehr Menschen zu verletzen. Ob man dieses Szanario erreicht hängt davon ab, welche Entscheidungen man im Laufe der Geschichte getroffen hat. 

    Am Ende des Buchs gibt es dann die Lösungsansätze für die Rätsel. So kann man nach dem Beenden der Geschichte überprüfen, ob man auch richtiggelegen hat, oder auf dem Holzweg war. Zudem kann man seine Leistung durch ein Punktesystem bewerten. 

    Mir hat das Rätseln, Knobeln und Kombinieren sehr viel Spaß gemacht. Ich kann das Buch nur jedem weiterempfehlen, egal wie alt oder jung er ist. 


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