Bücher mit dem Tag "doris"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "doris" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Der Engelsbaum (ISBN: 9783442481354)
    Lucinda Riley

    Der Engelsbaum

     (548)
    Aktuelle Rezension von: Ronja13

    Wieder einmal habe ich ein Buch meiner Lieblingsautorin zu Ende gelesen. Es geht um die Geschichte von Greta, die ihr Gedächtnis nach einem Unfall verloren hat. Man erfährt etwas über sie und ihre Familie und wie es zu diesem tragischen Ereignis kam. Mal wieder ist es super spannend erzählt und man fühlt sich so, als wäre man ein Teil der Geschichte. Ich war wirklich beeindruckt, wie schnell die über 600 Seiten vorbei waren und ich werde noch lange über dieses tolle Buch nachdenken. Ich kann es jedem empfehlen, der ihre Bücher liebt.

  2. Cover des Buches Starters (ISBN: 9783492269322)
    Lissa Price

    Starters

     (1.273)
    Aktuelle Rezension von: Reading-Fox

    Ich habe die Dilogie von Lissa Price bereits vor einigen Jahren gelesen. Als ich sie dann vor kurzem beim Stöbern auf meiner liebsten Hörbuch-App entdeckte, hatte ich spontan Lust auf einen ReRead - auch um zu schauen, ob sich meine Sicht auf die Bücher mit den Jahren verändert hat. Wenig überraschend nicht: Starters ist für mich weiterhin ein solider Thriller in einem postapokalyptisch-dystopischen Setting, dem es besonders beim Worldbuilding und bei der Charakterentwicklung an Tiefe mangelt. Und, nun ja, Enders war katastrophaler als ich es in Erinnerung hatte. 

    Eine gute Dystopie steht und fällt mit dem Worldbuilding, mit einer plausiblen Erklärung, warum unsere aktuelle Gesellschaft gescheitert ist und wie sich die neue Gesellschaft herausgebildet hat. Und gerade da klafft bereits in Starters eine riesengroße Lücke. Zwar werden die Sporenkriege erwähnt und das Virus, das allen Middles das Leben gekostet hat, aber weiter in die Tiefe geht Price leider nicht. Mir stellten sich so viele Fragen, die bis zum Schluss nicht beantwortet wurden.

    • Was hat die Sporenkriege ausgelöst? 
    • Warum setzte man auf biologische Kriegsführung? 
    • Was hat letztendlich zum Ende des Krieges geführt? 
    • Wie lange hat es gedauert, bis es einen Impfstoff gegen das Virus gab? 
    • Wie kann es sein, dass die USA trotz Kriegen und verheerender Verluste in der Bevölkerung bereits nach einem Jahr wieder reibungslos zu funktionieren scheint? 
    • Warum haben der Krieg und das Virus keinerlei emotionale Folgen für die Ender - auch sie haben doch Familienmitglieder verloren? 
    • Welches Interesse hat die Regierung, die Waisenkinder in Heime zu sperren und dort zu drangsalieren statt sie vernünftig auszubilden? Wozu dieser enorme finanzielle Aufwand? The list goes on ...

    Eigentlich ist der Konflikt der Welt von Starters recht spannend: Die Alten, die die heutige Welt aufgebaut haben, das Geld und die Macht in den Händen halten, stehen den Jungen gegenüber, die ihre eigene Welt aufbauen wollen, aber noch nicht die nötigen Mittel haben, um ihre Visionen zu verwirklichen. Mit den Folgen des Krieges und der Epidemie, dem großen Ungleichgewicht zwischen altem und jungem Teil der Bevölkerung, das daraus hervorging, beschäftigt sich diese Dilogie leider nur am Rande.

    Stattdessen steht ein ganz anderer Konflikt im Mittelpunkt: Zwar ist die Medizin so weit fortgeschritten, dass Menschen bis zu 200 Jahre alt werden können, aber die Ender jagen dennoch der Jugend und Schönheit hinterher. Und hier kommt Prime Destinations a.k.a. die Body Bank ins Spiel, die scheinbar eine Win-Win-Situation anbietet: Die Ender erhalten die Möglichkeit, eine zweite Jugend zu erleben und die armen Starter-Kids bekommen eine großzügige Entschädigung für die Unannehmlichkeiten der Kontrollübernahme. Nur ist der temporäre "Besitz" des jugendlichen Körpers manchen Endern nicht genug und genau in diese Machenschaften stolpert Callie Woodland, unsere Protagonistin.

    Callie war zu Beginn noch sehr sympathisch. Die Angst und Verzweiflung seine Familie in einer Virus-Epidemie zu verlieren, können wir wohl alle mittlerweile sehr gut nachvollziehen. Ihre Trauer und Sehnsucht nach ihren Eltern ging mir daher sehr nahe. Price hat das Leben der Kinder auf der Straße schonungslos beschrieben. Man spürt die Last und Verantwortung, die Callie tagtäglich schultert -  die Sorge um die Gesundheit ihres Bruders, genügend Essen und sauberes Wasser, einen sicheren Schlafplatz. Callies Motivation am Anfang war stark und man möchte ihr gerne glauben, dass sich mit ein paar Sessions bei der Body Bank all diese Sorgen in Luft auflösen. Ein bisschen erinnert sie mich an Katniss: Eigentlich ein durchschnittliches Mädchen, dass sich nur um das Wohlergehen ihrer Familie sorgt und ein gutes Gespür für Gerechtigkeit besitzt. Nur, Katniss ist nicht so naiv und durchschaut das Kapitol. 

    Auch wenn sie bereits seit einem Jahr auf der Straße lebt, ist Callie immer noch ein 16-jähriges Mädchen und ihre Gutgläubigkeit lässt viel Raum für Entwicklung, aber leider geht Callie auch noch am Ende des ersten Bands blauäugig durch ihre Welt. Sie macht einfach keine Entwicklung durch und wird von Nebenfiguren, die eigentlich den Plot bestimmen, über das Schachbrett geschoben. Dabei bleiben leider auch die Emotionen auf der Strecke. Callie lässt sich so sehr von dem Leben ihrer Mieterin einnehmen, dass sie sich kaum mehr einen Gedanken um ihren Bruder macht. Dafür entwickelt sie Instant-Zuneigung für Personen, die sie nur einige Male flüchtig getroffen hat. Auch Blake zähle ich hier dazu: Club-Bekanntschaft, Sohn des Senators, Love-Interest. Die beiden waren eigentlich ganz süß zusammen, aber wie für das Genre üblich, entwickelt sich auch hier alles viel zu schnell.

    Dennoch gelingt es Price im Mittelteil einen guten Spannungsbogen aufzubauen und einen soliden Thriller über die Machenschaften eines zwielichtigen Unternehmens zu erzählen. Es ist sehr schade, dass das Worldbuilding durch die Hintergrundgeschichte eigentlich noch ganz andere Konflikte eröffnet, die - zumindest im ersten Band - überhaupt nicht weiterentwickelt werden. Zumal es die Sporenkriege und die Epidemie nicht wirklich gebraucht hätte, um diese Geschichte zu erzählen. In ihr liegen ganz andere spannende Fragen verborgen, die hoffentlich im zweiten Band augegriffen werden.

  3. Cover des Buches Ich hab dich im Gefühl (ISBN: 9783596297191)
    Cecelia Ahern

    Ich hab dich im Gefühl

     (1.220)
    Aktuelle Rezension von: Gelinde

    Ich hab dich im Gefühl, von Cecelia Ahern 

     

    Cover:

    Das verspielte und romantische passt hier sehr gut.

     

    Inhalt und meiner Meinung:

    Joyce befindet sich auf einem Tiefpunkt. Sie hat gerade ihr Baby verloren und muss erkennen dass ihre Ehe am Ende ist.

    Da geschehen lauter wundersame Dinge um sie herum. Sie kann sich das alles nicht erklären.

    Kann eine Blutspende die Ursache sein?

     

    Dies ist viel mehr als eine Liebesgeschichte.

    Ein Buch voller Magie, Liebe und Wärme.

    Das Ganze wird so witzig, originell, gefühlvoll und romantisch erzählt, dass man jede Seite voller Freude weiter blättert.

     

    Die Beziehung und das Verhalten von Joyce und ihrem Vater (Henry- meinem Lieblingsprotagonisten)  gefällt mir sogar noch besser als die mystisch bezaubernde Liebesgeschichte.

     

    Autorin:

    Cecelia Ahern erzählt Geschichten, die unvergleichlich inspirieren und berühren. Sie ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt und vielseitig wie wenige andere. Cecelia Ahern ist Jahrgang 1981, hat Journalistik und Medienkommunikation studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Norden von Dublin.

     

    Mein Fazit: 

    Ein wunderbares Buch. 

    Von mir eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne. 

     

  4. Cover des Buches Tote tanzen keinen Walzer (ISBN: 9783770021284)
    Lotte Minck

    Tote tanzen keinen Walzer

     (53)
    Aktuelle Rezension von: zauberblume

    „Tote tanzen keine Walzer“ aus der Feder der Autorin Lotte Minck ist nun leider der letzte Fall mit meiner Lieblingsermittlerin aus dem hohen Norden. Nach diesem ihren 15. Fall will Loretta nun mit ihrem Liebsten die Welt erobern. Aber vorher tut sich noch einiges:

    Bärbel und Frank heiraten! Und weil auf einer ordentlichen Hochzeit natürlich getanzt wird, muss Loretta mit ihren Freunden die Schulbank drücken – genauer: die Tanzschulbank. Wider Erwarteen machen ihr die Tanzstunden sogar Spaß – bis einer der Teilnehmer beim Foxtrott erschossen wird. Ehrensache, dass das Ermittler-Dreamteam um Hornbrillen-Girl und Minipli-Man erneut alles gibt, um zwischen eifersüchtigen Ex-Formationstänzern und vermeintlichen Erbschleicherinnen den wahren Täter zu finden.

    Diese Lektüre habe ich mit einem weinenden Auge beendet und dies nicht, weil es so traurig war, sondern weil ich von Loretta, deren Markenzeichen ihre Ringelpullis und ihre Hornbrille, Abschied nehmen muss. Ich werde sie vermissen. Die ganze Bande aus dem Ruhrpott ist mir doch bestens vertraut und ich habe immer das Gefühl auf alte Bekannte zu treffen. Ich durfte sie alle ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten und nun ist ja die Hochzeit von Bärbel und Frank der krönende Abschluss. Es ist Zeit für etwas Neues. Aber natürlich passiert auch dieses Mal ein Mord und das ausgerechnet während der Tanzstunde. Da gibt es ja für Loretta, Erwin und Frank gleich wieder einiges zu tun. Es hat ja wieder riesengroßen Spaß gemacht bei den Ermittlungen dabei zu sein. Auch dieses Mal hatte ich ab und an ein Grinsen im Gesicht, wenn ich mir gewisse Szenen vor Auge führe und natürlich war es auch wieder spannend. Einfach wieder das perfekte Gesamtpaket.

    Eine absoluter Gute-Laune-Wohlfühllektüre, eine perfekte Ruhrpottkrimödie, die mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat. Das Cover ist übrigens auch wieder ein echter Hingucker. Selbstverständlich bekommt auch Lorettas letzter Fall 5 Sterne.

  5. Cover des Buches Das kunstseidene Mädchen (ISBN: 9783548609041)
    Irmgard Keun

    Das kunstseidene Mädchen

     (175)
    Aktuelle Rezension von: Cadness

    Doris ist lebenshungrig und möchte hoch hinaus - Doch ihr Weg ist alles andere als leicht. Viele Enttäuschungen und geplatzte Träume liegen vor ihr. 

    Das kunstseidene Mädchen lässt mich nach Beendigung etwas zwiegespalten zurück. Es war interessant, Doris auf ihrer Reise zu begleiten, die verschiedensten Personen und das damalige Großstadtleben kennenzulernen. 

    Dennoch zog sich der Roman stellenweise und auch die Erzählform und den Schreibstil empfand ich als gewöhnungsbedürftig. Gerade zu Beginn des Buches fiel es mir schwer, in die Handlung hineinzufinden und ich musste erst einmal einige Tage pausieren. Aber nach dem zweiten Anlauf ging es deutlich besser und ich habe die Geschichte relativ zügig durchgelesen.

    Zusammenfassend würde ich sagen, dass Das kunstseidene Mädchen einem einen guten Einblick über die damalige Zeit und Gesellschaft gewährt, aber auch einige Durststrecken besitzt und mich nicht vollkommen für sich einnehmen und überzeugen konnte.

  6. Cover des Buches 3 Zimmer, Küche, Mord (ISBN: 9783770020195)
    Lotte Minck

    3 Zimmer, Küche, Mord

     (69)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Loretta Luchs hat dem Ermitteln abgeschworen, ein für allemal. Ein Zeichen für die Erneuerung ist auch Lorettas Wunsch nach einer neuen Wohnung. Und sie hat Glück, ihre Bewerbung bei der quasi Verwalterin Frau Schiller wird erhört. Der Umzug ist schnell geschafft und auch Kater Baghira gewöhnt sich schnell ein. Loretta hat nun einen Balkon, welch eine neue Lebensqualität. Die allerdings wird etwas eingetrübt, als sie eines Morgens einen der neuen Nachbarn bewegungslos auf einer der Bänke im Hof sieht. Schnell eilt Loretta zur Hilfe, nur um feststellen zu müssen, dass für den jungen Mann jede Hilfe zu spät kommt.


    Nach dem letzten Fall, der Loretta sehr ins Nachdenken gebracht hat, will Loretta wirklich der Polizei nicht mehr ins Handwerk pfuschen. Und es lässt sich alles so gut an. Die neuen Nachbarn sind zwar etwas neugierig, aber doch nett. Gleich wird Loretta in die Hausgemeinschaft einbezogen. Natürlich bekommt sie auch mit, dass besonders das Mädchen von oben, Harmony, sehr bedrückt wirkt. Ihr Stiefvater scheint von seinem Lehrerberuf auch nach Feierabend nicht lassen zu können. Die Mutter des jungen Mädchens ist froh, wieder einen Partner zu haben. Für die Probleme ihrer Tochter ist sie nicht offen.


    Lorettas neue Umgebung sorgt für eine echte Frische. Man kann sich gut vorstellen, wie sie gemeinsam mit Baghira ihren neuen Balkon genießt. Und doch, sie kann es nicht lassen. Als sie den jungen Mann findet, ruft sie natürlich die Polizei und fängt ebenso natürlich selbst an, sich Gedanken zu machen. Loretta bleibt eben Loretta. Vielleicht sollte sie doch Privatdetektivin werden oder direkt bei der Polizei anfangen. Das Ermitteln ist wohl einfach ihre Berufung. Keine große Überraschung, dass Loretta nachforscht. Und auch keine Überraschung, dass sie mit Kommissarin Küppers aneinander gerät. Das ist wie ein Treffen mit alten Bekannten. Auch wenn einem durchaus die Idee kommen könnte, sie hätte es diesmal mit dem Ermitteln sein lassen, so gefällt ihre gewitzte Art. Diese unterhaltsame Sommerlektüre erhellt eine trüben Wintertag.

    3,5 Sterne

  7. Cover des Buches Dschungelkind (ISBN: 9783426784747)
    Sabine Kuegler

    Dschungelkind

     (592)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Was uns unvorstellbar erscheint – Sabine Kuegler hat es erlebt: Als Tochter deutscher Forscher verbrachte sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von Kannibalen.
    Bis sie siebzehn war, kannte sie keine Autos, kein Fernsehen und keine Geschäfte. Sie spielte nicht mit Puppen, sondern schwamm mit Krokodilen im Fluss – und erlebte schon früh die alten Rituale des Tötens. Die Natur war ihr Spielplatz, der Dschungel ihre Heimat, der Himmel ihr Dach.

    Eigentlich lese ich eher keine Biografien, aber diese hier hat mich echt neugierig gemacht. Ihre Erlebnisse sind einfach sensationell, teils erschreckend, teils interessant, aber sie sind es auf jeden Fall wert, erzählt zu werden.

    Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Es ist in der Ich-Form erzählt und ließ mich eher an ein Tagebuch denken, als an ein Buch.
    Umso besser konnte ich mich hineinversetzen und war gefesselt von ihrer Erzählung.

    Zum Ende hin ging es mir jedoch viel zu schnell. Da hatte ich das Gefühl, sie will zum Ende kommen. Vielleicht wäre ein Schnitt besser gewesen, um die weiteren Erlebnisse in einer Fortsetzung zu erzählen.
    Diese gibt es wirklich und irgendwann werde ich sie sicherlich lesen.

    Insgesamt ein wirklich interessantes Buch, das mir die Tür zu einer anderen Welt geöffnet hat. Von mir gibt es vier Sterne.

  8. Cover des Buches Der Einzelgänger (ISBN: 9783518461228)
    Christopher Isherwood

    Der Einzelgänger

     (31)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Der Autor erzählt einen Tagesablauf, wie wir ihn wohl alle kennen. Das sich auf dem Bett kämpfen jeden Morgen, der Badbesuch, das Frühstück, der Weg in die Arbeit, usw., usw. Isherwood erzählt uns hier einen sehr schicksalschweren Tag seines Helden George. Wir begleiten den Literaturprofessor vom Verlassen seines Schlafzimmers am Morgen über den ganzen Tag lang hin bis zu seiner Rückkehr in der Nacht. Wir haben teil an seinen Gedanken zu Themen des Lebens, des Verlustes und wir erfahren mit jeder Seite eine kleine Aufhellung der Stimmung von George, der am Abend dieses schicksalträchtigen Tages noch ein wunderschönes Glücksgefühl erleben darf. Ein sehr detaillierter Roman, der dem Leser nicht nur die Figur des Literaturprofessors sehr nahe bringt, sondern auch das Kolorit der Staaten in den frühen 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Authentisch, ungezwungen und einfühlend geschrieben.
  9. Cover des Buches Das Wunder eines Augenblicks (ISBN: 9783453423930)
    Nicholas Sparks

    Das Wunder eines Augenblicks

     (362)
    Aktuelle Rezension von: Julia_x3

    Ich bin einfach nur sprachlos und unwahrscheinlich traurig und voller Zuneigung erfüllt über die Wendung des Buches. Alles fing schon so kurios und unvernünftig an. 

    Lexie und Jeremy lernen sich kennen und verlieben sich. Kurze Zeit später wollen sie heiraten und Jeremy gibt sein Leben in der Großstadt für sie auf. Zu allem Überfluss werden sie auch noch Eltern. Dabei kennen sie sich kaum. Was sich daraus entwickelt hat ist eine wundervolle rührende Liebesgeschichte zweier Menschen, die es irgendwie geschafft haben fast jeden Stein aus dem Weg zu räumen, bis zum letzten.

    Ich hab die Chemie der beiden sehr gemocht, auch wenn ich zu Beginn noch mit dem Kopf geschüttelt habe. Das Buch hat mich komplett gefangen genommen und ließ mich schnell nicht mehr los. 

    So viel Glück war für mich unglaublich. Aber trotz des Endes war es ein gelungener Roman und meine Tränen waren nicht nur Tränen der Trauer, auch der Freude über die Entwicklung nach dem großen Knall. Unbedingt lesenswert. 

  10. Cover des Buches Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt (ISBN: 9783423216289)
    Dora Heldt

    Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Doris steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag. Ein Tag, den sie auf keinen  Fall feiern möchte. Ihr Mann Thorsten hingegen sieht das anders und lädt alle Freunde, Bekannten und Verwandten zu einer großen Überraschungsparty ein. Auf der Flucht vor dieser Party beschliesst Doris kurzerhand mit ihren Schulfreundinnen Anke und Katja ein Wellnesswochenende an der Ostsee zu verbringen. Dabei wird natürlich in alten Erinnerungen geschwelgt, aber auch wichtige Fragen über das Leben und die Liebe kommen auf...

    Das Buch ist wirklich eine schöne Geschichte über Frauen um die 50. Es erzählt von interessanten Charakteren, mit denen ich allerdings nicht so ganz warm werden konnte. Vielleicht fehlt mir mit ende 30 noch die Nähe zu der behandelten Lebensphase, so dass ich mich nicht so ganz damit identifizieren konnte. Das Buch zeigt, dass das Leben oft anders verläuft, als geplant und trotzdem viele Lebenswege und -formen einen Menschen schlussendlich doch erfüllen können. 

    Mir fehlte es oft an der typischen Dora Heldt - Leichtigkeit, die ich in anderen Büchern so genossen habe. Dieser Roman bringt einen zwar auch zum Schmunzeln, herzhaftes Lachen blieb bei mir allerdings aus. Die Autorin behandelt hier vielleicht einfach ein wenig zu tiefgründige Themen. 

    Trotz allem ist der Schreibstil gewohnt locker und flüssig zu lesen. Obwohl das Buch nicht vergleichbar ist mit anderen Büchern der Autorin sorgt es solide für einige kurzweilige Lesestunden.

  11. Cover des Buches Türkisch für Anfänger (ISBN: 9783462044300)
    Detlef Dreßlein

    Türkisch für Anfänger

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Meine Bewertung: Handlung 1 Lena fliegt mit ihrer Mutter in den Urlaub und auch Cem fliegt mit seinem Vater und seiner Schwester in den Urlaub. Sie haben das selbe Ziel doch plötzlich muss das Flugzeug notlanden. Lena, Cem, Yagmur und Costa sind in einer Rettungsinsel und landen auf einer einesamen Insel. Dort müssen sie ums Überleben kämpfen.... Charaktere 1 Die Charaktere sind eigentlich genau wie im Film und ich find sie auch hier lustig, aber im Film wirken sie durch die tollen Schauspieler einfach besser. Idee/ Umsetzung 1 Die Idee und die Umsetzung gefallen mir auch hier wie im Film sehr gut, aber im Film wirkt das einfach besser. Schreibstil 1 Das Buch ist wirklich gut zu lesen und es ist spannend geschrieben. Ich möchte immer weiter lesen, weil ich wissen möchte wie es weiter geht. Covergestaltung 1 Der Hintergrund des Covers ist wirklich schön, aber die Schauspieler darauf hätten etwas freundlicher gucken können auch wenn der Blick zum Buch passt. Länge der Kapitel 1 Die Kapitel sind recht kurz was ich auch gut so finde. Preis 1 Das Buch war schon recht günstig damals. Heute würde man wohl sagen billig, wenn man es umrechnen würde. Ende 1 + Das Ende war total schön und romantisch und Cems Entwicklung ist total super. Fazit: 1 Das Buch ist wirklich lustig und so, aber mir gefällt die Filmumsetzung etwas besser. Die Schauspieler bringen ihre Rollen einfach super rüber. Hier gefällt mir auch besonders am Anfang der Ton nicht so und Cems Art obwohl das im Film ja genauso ist. Aber da wirkt es einfach anders. Aber die Geschichte von Cem und Lena find ich einfach toll.
  12. Cover des Buches Im Herzen der Angst (ISBN: 9783956490842)
    Maya Banks

    Im Herzen der Angst

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Jules Welt ist schon vor ein paar Jahren aus den Fugen geraten, als sie während eines Frankreichurlaubs von einem Unbekannten angesprochen wurde, der sie unter der Androhung, ihrer Familie zu schaden falls sie nicht kooperiert, für seine terroristische Organisation rekrutierte. Jules musste lernen andere Menschen zu töten und erfuhr, dass auch ihre wahren Eltern einst dieser Organisation dienten, bevor sie ermordet wurden.

    Nun, drei Jahre später, wird sie von ihren Adoptiveltern aufgespürt, denn Jules hatte alle Brücken hinter sich abgebrochen, aus Angst davor, dass die Organisation ihr das Liebste, das sie hat, nämlich ihre Ersatzfamilie, tötet. Bevor sie sich mit den Eltern aussprechen kann, fliegt Jules Hütte in die Luft. Jules überlebt schwer verletzt und wird in ein Krankenhaus gebracht. Dort erwacht sie unter großen Schmerzen; neben ihr sitzt Manuel, der Mann, der sie einst als Kleinkind von der Straße auflas und der sie zu ihren Adoptiveltern brachte. Auch Manuel wuchs dort auf und ist tieftraurig, als er erfährt, dass die Eltern bei der Explosion ums Leben gekommen sind. Was Manuel jedoch nicht ahnt, ist, dass Jules in den Jahren, in denen sie verschwand, zur Killerin ausgebildet wurde. Und Jules weiß nicht, dass Manuel ein CIA Mann ist, der die Aufgabe hat, Jules zu seinen Vorgesetzten zu schaffen, denn Jules Organisation ist der CIA ein Dorn im Auge…

    Ich habe vor einiger Zeit bereits einige Historical Romances der Autorin gelesen, von denen mir einige sehr gut und andere weniger gut gefallen haben. Vielleicht war es daher reine Neugierde, die mich bewog, auch einmal einen Romantic Suspense von Maya Banks ausprobieren zu wollen. Dafür sprach dann auch, dass es sich bei „Im Herzen der Angst“ um einen Einzeltitel handelt.
    Gleich der Anfang der Geschichte startet mit einem Schockeffekt und auch der weitere Verlauf der Story gestaltet sich sehr rasant und actionreich. Allerdings leider auch ein wenig zu sehr an amerikanische Actionreißer angelehnt. Mir persönlich wirkte es einfach ein wenig zu stark aufgetragen, als sich Jules und Manuel auf der Flucht vor Verfolgern auf der Autobahn eine wilde Schießerei lieferten und Manuels Mittelsmann und Partner bei der CIA dann allein durch einen Telefonanruf alle Schwierigkeiten aus dem Wege räumen konnte. Überhaupt erschien einem „Tony“ als eine Art Tausendsassa, der sogar seinem Chef die wichtigsten Informationen vorenthalten konnte, was dann irgendwann völlig unglaubwürdig wirkte.
    Kleine Schwierigkeiten hatte ich auch, mir vorzustellen, dass sich zwei Menschen, die wie Bruder und Schwester miteinander aufwuchsen, plötzlich in Liebe zugetan sind und trotz aller Innigkeit solche Schwierigkeiten zu haben schienen, sich einander ihre Geheimnisse anzuvertrauen.

    Immerhin geschieht das dann ab der Mitte des Romans, doch fand ich es, trotz aller Nachsichtigkeit, dass es sich hier um eine Romance handelt, die man nicht allzu bierernst nehmen sollte, auch äußerst merkwürdig, dass eine Frau, die behütet aufwuchs, innerhalb von drei Jahren zu einer top ausgebildeten Killermaschine wurde, wohingegen Manuel, als ebenfalls top ausgebildeter CIA Mann, während diverser Schießereien, Jules nicht das Wasser reichen kann und sogar von ihr gerettet werden musste. Was dann allerdings gegen Jules Professionalität sprach, war die Tatsache, dass sie erst so spät darauf kam, dass ihr eventuell ein Peilsender eingepflanzt wurde.

    Überhaupt schien sich die Autorin nicht ganz entscheiden zu können, fand ich, wie sie Jules und Manuel charakterisieren sollte. Mal wird Jules von Angstattacken verfolgt und dann kann sie so einfach wieder umschalten in den „Killer-Modus“ und völlig kühl agieren und töten?
    Und Manuels blindes Vertrauen in Jules und sein ewiger Beschützerinstinkt nervten mich leider dann auch. Man erfährt kaum mehr über ihn, als dass er Jules liebt und auf Händen tragen möchte, was auf die Dauer dann etwas fade wirkt.
    Und obwohl ich so viele Kritikpunkte aufführe, möchte ich dennoch nicht weniger als 3.5 Bewertungspunkte vergeben, weil der Roman, dennoch kurzweilige und teilweise auch spannende und actionreiche Unterhaltung bietet, wenn ich mir auch eine stärker durchdachte Story und eine tiefgründigere Charakterisierung des Heldenpaars gewünscht hätte. 3.5 von 5 Punkten.

  13. Cover des Buches Die Süße des Lebens (ISBN: 9783423210942)
    Paulus Hochgatterer

    Die Süße des Lebens

     (46)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Mir ist nicht verständlich, wie dieses Buch den deutschen Krimipreis gewinnen konnte. Wie irgendwer der Meinung war, dass dieses Buch lobenswert wäre. Ich kann nicht glauben, dass ein Verlag das wirklich rausgebracht hat und dass ich für diesen Müll zwölf Euro ausgegeben habe.

    Es ist ein Krimi, der einen brutalen Anfang hat, das wirklich interessant war. Es gab Polizeiarbeit, Zeugenbefragungen und Beweismittelsicherung, doch der ganze Fall löst der Kommissar dadurch, dass er nach zwei Wochen einen Namen auf der Tafel entdeckt, den er vorher überlesen hat. Er hat es überlesen! Überlesen! Der verdammte Name des Täters stand auf der Tafel und der gewissenhafte Kommissar hatte das Pech, den Namen zu überlesen und plötzlich wurde der Mord aufgeklärt. Und ich musste mir die ganze Zeit irgendeinen Blödsinn lesen, der mit dem Fall überhaupt nichts zu tun hat und auch gar kein Gewicht besitzt. Ich hätte bloß die ersten dreißig Seiten lesen und danach die letzten zwanzig Seiten und ich hätte nichts verpasst. Absolut nichts!

    Alles, was dazwischen ist, ist bloß da, um die Seiten aufzufüllen und verdammt, das ist so viel! Es tauchen echt viele Figuren auf, deren Lebensgeschichte in ihren ganzen Facetten erzählt wird, um dann spurlos wieder aus der Geschichte zu verschwinden, ohne einen bleibenden Eindruck auf den Mord zu hinterlassen.

    Der Autor bringt Kinder ins Spiel, zersetzt ihre Psychologie und verwendet das für einen Effekt, der nicht aufblühen kann, weil bei so vielen Figuren dieser Effekt untergeht und sogar als sich eine Polizistin über die Verletzung eines Kindes aufregt, sogar als sie zusammenbricht und nach Mitleid schreit, wirkt alles plastisch, aufgedruckt, vor allem Falsch. Es gelingt dem Autor nicht, mit Kindern Gefühle auszulösen und wenn ein Autor mit dieser einfachen Methode nicht dazu in der Lage ist, dann versagt er in meinen Augen.

    Dann sind die Dialoge ineinander geschrieben. Mit Absätzen geht der Autor so gierig um, als wollte er Seiten sparen. Stattdessen schadet er mit riesigen Absätzen dem Lesefluss und dem Leserspaß und die Dialoge gehen in den ganzen Ecken und Kanten der Geschichte unter, weil ich oft nicht in der Lage war, den Dialog der passenden Figur zu zuordnen. Hinzu kommen die vielen abgehackten Sätze, die stichwortartig aufgebaut sind und dafür sorgen, dass sich keine Nähe zu den Figuren aufbauen.

    Der Arzt taucht irgendwann auf und ich dachte, er würde eine große Rolle spielen, ein Held werden, bei der Mordermittlung helfen, denn schlussendlich erfahre ich echt viel von seinem langweiligen Leben, doch auch er ist nur da, um Seiten zu füllen. Es sind einfach so viele bla-bla-bla-Sätze, die einen mit unnützen Informationen und Handlungen überschütten, aber im späteren Verlauf eben keine Rolle spielen, als würde sich der Autor über seine Leser lustig machen. Als hätte der Autor einfach alles aufgeschrieben, was ihm so in den Sinn kam, weil er es für spannend hielt.

    Man erlebt einen Mord, einen grauenhaften Mord, der für Spannung sorgt und ich dachte der Spannungsbogen würde langsam angespannt werden. Als ich bei Seite 100 angelangt bin, gab es nichts von Spannung. Es heißt ja, man reden um den heißen Brei, aber dieser Autor redet nicht drum herum, sondern nimmt eine völlig andere Richtung und versucht gewaltsam dem Leser nicht über den Mord Nachdenken zu lassen.

    Da wird so sehr ins Detail gegangen mit Randinformationen, die gar keine Rolle spielen. Der Spannungsbogen zerbricht auf fast jeder Seite und macht das Lesen zu einer richtigen Qual.

    Sex wird als Koitus beschrieben, als wenig routiniert und mit einem einzigen Gedanken dazwischen: "das sind die wunderbarsten Brüste der Welt." Noch plumper hätte er den Akt nicht beschreiben können.

    Wenn der Kommissar an seine Tochter denkt, denkt er bloß, sie wäre fett, unförmig, irgendein Gemüse. Er denkt nicht über ihre Persönlichkeit nach, über ihre Erfolge oder Misserfolge, über ihre Zukunft, sondern beschränkt sich auf ihr Aussehen, fixiert sich daran und so einer soll mir sympathisch werden? So einer bekommt die Hauptrolle und ich soll mit ihm mitfühlen?

    Ich war wirklich neugierig darauf, wie er das Buch abschließt, wie er den Fall löst, wie er all diese Informationen verarbeitet. Er schafft es nicht. Das Ende ist wie ein Schlag ins Gesicht, ein gehobener Mittelfinger, der aus dem Nichts auftaucht und einem in diese Nase gebohrt wird. Nichts von all den Informationen hat eine tragende Rolle. Keine der Figuren ist wirklich wichtig. Wieso muss ich so viel über einen Kinderpsychologen lesen, wenn es im späteren Verlauf sowieso keine Rolle spielt? Wenn die ganze Polizeiarbeit sich darauf beschränkt, dass die hochgelobten Kommissare nicht in der Lage sind, eine verdammte Tafel zu lesen und irgendwann am Schluss einen Namen entdecken, als wäre er nie dort gewesen.

    Das Buch ist schlecht. Schlecht geschrieben, schlecht erzählt und mit einem Spannungsbogen, der sich nicht spannt. Alles, was der Autor macht, ist zwischen den Mord und der Aufklärung irgendetwas zu schreiben, um so die gewünschte Anzahl an Seiten zu erreichen, wobei er das auch nicht wirklich gut kann. Gefühle werden nicht erzeugt, eine Atmosphäre gibt es nicht, die Figuren bleiben plastisch und größtenteils unbedeutend, die Bilder zerbrechen an den holprigen Sätzen, die eindeutig von der Feder eines Amateurs stammt. Er kann nicht schreiben. Er kann das eindeutig nicht und das er auch noch dafür belohnt wird, ist bloß peinlich. Immerhin habe ich durch das Buch gelernt, dass der deutsche Krimipreis ein absoluter Witz ist.

  14. Cover des Buches Unsere allerbeste Zeit (ISBN: 9783492319232)
    Gaby Hauptmann

    Unsere allerbeste Zeit

     (27)
    Aktuelle Rezension von: ingaburg

    Gabi Hauptmann: Unsere allerbeste Zeit. Roman. Piper 2021

     

    Das Buchcover ist in erfrischenden Grüntönen gehalten, mit ein paar Farbtupfern in rot – eine Gartenszene, die zum Verweilen einlädt. Und wer denkt nicht gerne an seine allerbeste Zeit, aber der Titel täuscht.

     

    Worum geht es?

    Die Hauptfigur Katja lebt eigentlich in Hamburg, zieht aber nach Stuttgart zurück, um ihrer kränkelnden Mutter beizustehen. Die Mutter leugnet die Demenzerkrankung, der Bruder kümmert sich überhaupt nicht, der neue Job macht keinen Spaß und Katja wird mit ziemlich vielen Problemen konfrontiert.

     

    Meine Meinung:

    Neuanfänge? Familie? Job? Demenz? Katja hat einige Probleme zu lösen. Die Themen gehen ineinander über und das Buch plätschert leicht vor sich hin. Ein Wohlfühlroman, der mir etwas zu lahm war, deshalb nur drei von fünf Blumen. 

  15. Cover des Buches Das Mädchen, das aus der Stille kam (ISBN: 9783838756035)
    Fiona Bollag

    Das Mädchen, das aus der Stille kam

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Das Buch ist wundervoll!! Eine tolle Geschichte einer jungen Frau, die ihre gesamte Kindheit in der Stille verbracht hat und durch eine Operation, ein Implantat, hören konnte. In diesem Buch beschreibt sie ganz genau, wie sie die Zeit in der Stille erlebt hat und wie es danach für sie weiter gegangen ist. Feuchte Augen garantiert. Ich fand das Buch sehr emotional. Die gesamte Geschichte ist bemerkenswert! Absolut empfehlenswert!!! Man muss es einmal gelesen haben!!!
  16. Cover des Buches Pandämonium  (ISBN: 9783770435449)
    Christophe Bec

    Pandämonium

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ganz Amerika wird Anfang des 20. Jahrhunderts vom Tuberkolse-Virus heimgesucht. Das "Waverly Hills Sanatorium" in Luisville, Kentucky, ist eine renommierte Klinik. Da zu dieser Zeit aber weder Antibiotika noch andere heute erprobte Behandlungsmethoden bekannt sind, fallen tausende Menschen dem „weißen Tod“ zum Opfer. Die Leichen der Verstorbenen werden durch einen Tunnelschacht zum örtlichen Bahnhof gebracht, um dort per Zug zu den Krematorien abtransportiert zu werden. Im Sommer 1951 spricht Doris Greathouse, selbst ehemalige Patientin, im Tuberkulose-Sanatorium vor, in der Hoffnung, trotz fehlender Mittel eine Aufnahme ihrer erkrankten Tochter Cora zu erwirken. Der tödliche Virus grassiert nach wie vor in den USA, auch wenn der medizinische Fortschritt inzwischen zu einer Besserung der Lage beigetragen hat. Doris bekommt vom Direktor eine Stelle als Krankenschwester zugewiesen, die ihr die Bezahlung von Coras Aufenthalt ermöglicht. Doch die siebenjährige scheint sich nicht recht einzufinden: Sie fragt nach Menschen, von deren Existenz sie nichts wissen dürfte, da diese längst verstorben sind. Bald wird klar, dass Cora von Geistern ehemaliger Bewohner mit Informationen über das Sanatorium versorgt wird. Informationen, die das uneigennützige Image der Einrichtung in ein ganz anderes Licht rücken und die Cora in höchste Gefahr bringen...[Spoilerwarnung]

    Der Hardcover-Band aus dem Hause Egmont/Ehapa umfasst alle Teile der Trilogie (Das Santorium/Der Tunnel/Der weiße Tod) auf etwa 160 Seiten. Die Geschichte spielt in drei unterschiedlichen Zeiten: Anfangs findet sich der Leser in der Gegenwart wieder, in der das Sanatorium abgerissen werden soll und die örtlichen Bauarbeiter nächtens auf seltsame Geräusche und Schatten stoßen. Dann wird die Handlung in die Zeit 1951 versetzt, die wiederum unterbrochen wird von kurzen Erzählungen aus der Gründungszeit der Klinik. Dieser Ebenenwechsel bringt die Geschichte des unheimlichen Gebäudes anschaulich näher und lässt eine schön-schaurige Gruselstimmung aufkommen.

    Doch die bedrohliche Atmosphäre kippt rasch ins Horrorhafte. Je mehr Cora von den Geistern heimgesucht wird und je eindringlicher Doris Nachforschungen zu den unlauteren Machenschaften der Ärzte anstellt, desto makaber-düsterer wird die Geschichte, die in einem albtraumhaften Showdown endet. Das möchte ich gerne vorwegnehmen, da dieses "Bad Ending" vielleicht nicht für jedermann geeignet ist. Ich selbst hatte ein gutes Ende erwartet, jedenfalls in dem Sinne, wie es bei Horror-Geschichten eben vorkommt: mit einer Menge Toten zwar, die aber wenigstens abschließend gerächt werden. Hier wird niemand gerächt und der Leser bleibt seltsam grauen-erfüllt zurück.

    Wer eine typische Asylum-Horror-Story erwartet, der wird auf seine Kosten kommen. Die splatterhaften Szenen sind allerdings nichts für schwache Nerven und wirken auf mich nicht immer moralisch einwandfrei, wenn nicht sogar vulgär. Diese Gore-Elemente wirken gerade deshalb so schwer verträglich, weil die sympathischen Protagonisten am Ende nicht siegen und sodass das Mitleid regelrecht aufs Gemüt schlägt und das Entsetzen lange nachwirkt. Auch eine Horrorgeschichte sollte den Leser – meiner Meinung nach – am Ende befriedigt zurücklassen – und ich bezweifle, dass eine Darstellung psychopathischer Gewalttaten ohne jegliche Folge bei den meisten Lesern viel mehr als Verstörung oder Traurigkeit hervorruft. Fairerweise muss man anfügen, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruhen soll - die Ruine des Waverly Hill Sanatorium gehört heute zu den zehn unheimlichsten Orten der Welt. Wenn es also in der Realität mit den Menschen kein guten Ende nahm, dann ist es den Autoren nicht unbedingt vorzuwerfen, dass die Umsetzung sich an die realen Geschehnisse hält. Trotzdem hätte ein positiver Wink dem Ganzen die Schwere genommen.

    Die Gestaltung der Bilder wiederum ist extrem gelungen. Passend zum Grusel-Flair spielt die Haupthandlung im Herbst/Winter, was in detailreichen Landschaftsbildern mit entsprechend dezenten Farben sorgfältig ausgearbeitet wurde. Das 29 x 22 cm große Format lässt dem Leser viel Raum, um die aufwändigen Bilder zu studieren, die mühelos eine geisterhafte Atmosphäre erschaffen.
    Insgesamt hat „Pandämonium“ alles, was eine richtig gruselige Geistergeschichte braucht. Leider ist der Ausgang so deprimierend, dass man hinterher nicht nur gegruselt, sondern auch geschädigt zurückbleibt. Für mich war es etwas zu viel des Guten (oder auch Bösen), zumal sich ein hoffnungsvoller Twist am Ende leicht hätte realisieren lassen, ohne das die Geschichte ihren düsteren Ausgang verloren hätte. Wer sich von all diesen Kritikpunkten nicht abschrecken lässt, dem sei ans Herz gelegt, dieses Comic nicht unbedingt allein unter der Bettdecke zu lesen. Im Sonnenschein bei 30° ist es immer noch beklemmend genug.
  17. Cover des Buches Kurzschluss (ISBN: 9783839210499)
    Manfred Bomm

    Kurzschluss

     (8)
    Aktuelle Rezension von: haTikva
    Das Cover fiel mir sofort ins Auge. Schwarzer Hintergrund, in der Mitte eine zersplitterte Glühbirne, die gerade ausgeht und Rauch entwickelt. Unter der Glühlampe stehen der Autorenname und der Titel. Da ich ein eingefleischter Häberle-Fan bin, brauchte ich den Klappentext eigentlich gar nicht zu lesen, um zu wissen, dass es wieder ein toller Krimi ist. Der 10. Fall des Kommissar Häberle aus dem Schwabenländle ist da! Dieses Mal werden dem Leser die Abgründe in der Strombranche aufgeführt, wo selbst vor Mord nicht zurückgeschreckt wird. Diese dunklen Machenschaften weiten sich bundesweit, wenn nicht sogar europaweit aus. Weswegen Kommissar Häberle auch diesmal wieder gezwungen ist, sich auf eine Dienstreise zu begeben. Wie im Klappentext beschrieben, gibt es zwei Morde und unzusammenhängende Details, die sich erst im Laufe der Zeit entwirren. Auf die Handlung selbst will ich nicht mehr weiter eingehen, da sehr vieles aufeinanderbaut und ich nichts vorweg verraten möchte. Nur etwas kann ich vielleicht anmerken: Dass das Rotlichtmilieu, der Naturschutz mit dem Schwerpunkt Biberansiedlung sowie das Hobby Angeln eventuell zum Fall dazugehören könnten. Ob diese einzelnen Dinge wichtig sind, solltet ihr selbst herausfinden. Die Frage ist nur, wie hängt das alles miteinander zusammen und vor allem, was hat das mit den Morden zu tun? Jeder im Umfeld des Opfers verhält sich auf irgendeine Weise verdächtig, was dem Ermittler keine große Hilfe ist und es mir auch schwer machte, einen Täter zu benennen. Die Geschichte fängt sehr verworren, aber interessant, an und war so, durch mehrere Handlungsstränge, die parallel laufen, mit Spannung durchzogen. Je weiter ich in die Handlung vordrang, umso aufregender wurde es. Vor allem das Wechseln der Handlungen je Kapitel, ließ teilweise Dramatik aufkommen und meine Neugier steigen. Auch wenn der Autor, meines Erachtens, mehr aktuelle Themen, welche geschickt in die Handlung eingebunden sind, einbezieht als in den Anfangsbänden, so sind sie immer passend und die Geschichte wird dadurch trotzdem nie langatmig oder gar langweilig. In diesem Band schildert M. Bomm dem Leser nebenher die momentane Wirtschaftskrise und was die Politik dabei für eine Rolle spielt. Der Krimi wird aus der Vogelperspektive erzählt, sodass ich einen tollen Rundumblick hatte und mich mitten in der Handlung fühlte. Diesmal wurden auch einige Orte auf der Alb miteinbezogen, wo viele Zeugen wohnen. Die Örtlichkeiten sind sehr gut beschrieben und ich habe wieder Lust bekommen, diese Ortschaften mal abzufahren. Nachdem eine dritte Figur spurlos verschwindet, steigerte sich die Spannung fast ins Unermessliche und es wurde, dank der Szenenwechsel, noch regelrecht dramatisch! Bis zum Schluss tappte ich im Dunkeln, da mich der Autor mit seinen vielen Verdächtigen regelrecht in die Irre führte. Und die Auflösung war für mich überraschend, wenn auch teilweise, dank Häberles Hilfestellungen, nachvollziehbar. Die wichtigsten Charaktere werden gut dargestellt, ich konnte mir jeden einzelnen vor meinem inneren Auge vorstellen. Man kann die Bände auch einzeln lesen, aber ich würde empfehlen, sie sich in der Reihenfolge zu Gemüte zu führen, da die Figuren sich doch weiter entwickeln. Fazit: Dieser Krimi war mal wieder Spannung pur! Fünf volle Sterne.
  18. Cover des Buches Das kunstseidene Mädchen (ISBN: 9783898309684)
    Irmgard Keun

    Das kunstseidene Mädchen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Wortklauber

    1931: Doris ist „ein Mädchen von achtzehn und auch sonst auf der Höhe“, ihr Leben ist „wie Film“, und so möchte sie auch schreiben, „ohne Kommas“ und „richtiges Deutsch“. Darüber, dass sie „ein Glanz“ zu werden gedenkt. Ein Glanz kann man aber nicht sein, wenn man als Tippfräulein in einem Büro versumpft, bei einem Rechtsanwalt, der fehlende Kommas zählt. Und so geht Doris aus der rheinischen Provinz nach Berlin, mit einem geklauten Pelz im Gepäck – und ihrem Heft mit ausgeschnittenen Tauben drauf, in dem sie ihre Erlebnisse festhält. Sie flattert von Mann zu Mann, lässt sich aushalten, verabschiedet sich von der romantischen Liebe und ist doch nicht davor gefeit.

    Doris ist eine genaue und gewitzte Beobachterin, eine Zeitzeugin von unten, sie ist pfiffig und naiv zugleich, der Ton ist schnoddrig, wirkt aber nie aufgesetzt oder gekünstelt, niemals kitschig. Der Roman hat damit einen ganz eigenen Ton. Der scheint auf den ersten Blick wie mühelos dahingeworfen, und hat doch auf den zweiten einen ganz eigenen Rhythmus, eine ganz eigene Melodie.

    „Das kunstseidene Mädchen“ ist der 1932 erschienene zweite Roman der 1905 bei Berlin geborenen Schriftstellerin, der wie der erste („Gilgi, eine von uns“) ein großer Verkaufserfolg wurde, aber auch Gegenstand eines Skandals, nachdem Plagiatsvorwürfe erhoben worden waren (denen der Autor des Romans, von dem Keun angeblich abgekupfert hatte, erst 1966 widersprach). 1933/34 wurden Keuns Bücher von den Nazis aus „undeutsch“ verboten, ein Antrag auf Aufnahme in die Reichsschrifttumskammer wurde gestellt, aber abgelehnt. 1936 ging Keun ins Exil. Sie kehrte noch während des Krieges zurück und lebte mit gefälschten Papieren im Untergrund. Nach dem Krieg gelang es ihr nicht, an frühere Erfolge anzuknüpfen, sie verarmte und trank und wurde 1966 in die Psychiatrie eingewiesen, wo sie jahrelang blieb. Ende der 1970-er Jahre wurden ihre Romane wiederentdeckt. 1982 starb Irmgard Keun in Köln.

    Wer heute „Ostende – 1936, Sommer der Freundschaft“ von Volker Weidermann liest, kommt vielleicht darüber zurück zu Keuns Romanen. Ansonsten macht eine Veröffentlichung als Hörbuch, in der Fritzi Haberlandt die Doris nicht nur spricht, sondern ihr echtes Leben einhaucht, den Zugang leicht. Heute liest man „Das kunstseidene Mädchen“ offenbar im Schulunterricht. Der Roman ist aber deutlich mehr als nur Unterrichtsmaterial/Pflichtlektüre.

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