Bücher mit dem Tag "doping"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "doping" gekennzeichnet haben.

62 Bücher

  1. Cover des Buches Alles in Blut (ISBN: 9783847634003)
    Ole R. Börgdahl

    Alles in Blut

     (67)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Er liegt auf dem Bett in einem Hotelzimmer. Er ist nackt und er ist tot. Es gibt keinen Namen, kein Motiv, keine Täter. Kriminaloberkommissar Kurt Bruckner erhofft sich bei diesem acht Jahre alten Cold Case Hilfe vom ehemaligen US-Profiler Tillman Halls. Anstatt aber die Ermittlungen entscheidend weiterzubringen, beschert Halls der Hamburger Kriminalpolizei eine weitere Leiche, die zudem auch noch verschwunden ist. Können Bruckner und Halls das Rätsel dieses ungewöhnlichen Falles lösen?

    Der Schreibstil ist sehr beschreibend und aus der Sicht von Tillman Halls erzählt. Manchmal schweift Halls dabei ein bisschen zu sehr ab und die Erzählung verliert sich etwas in Details, was den Lesefluss stocken lässt. Allgemein ist die Geschichte etwas zu erzählend, für meinen Geschmack hätte etwas mehr Spannung nicht geschadet. 

    Der Fall ist verzwickt, je mehr Hilfe Bruckner von Halls erhält umso undurchsichtiger erscheint der Fall zu werden. Im Laufe der Ermittlungen geschehen ein paar folgereiche Zufälle zuviel, so dass die Geschichte ein bisschen unglaubhaft erscheint. 

    Abgesehen vom oben Genannten habe ich die Geschichte gerne verfolgt. 

  2. Cover des Buches Mordsmäßig kaltgemacht (ISBN: 9783960871262)
    Saskia Louis

    Mordsmäßig kaltgemacht

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Sarini21

    Nachdem die Liebelei zwischen Louisa und Josh beendet wurde, weil er nur eine Affäre und keine Beziehung wollte trifft sich Lou mit einem neuen Anwärter auf den Platz an ihrer Seite bei einem Eishockeyspiel. Und wer die liebenswerte, verrückte und chaotische Blumenhändlerin aus den beiden ersten Teilen der Reihe kennt, wundert sich nicht, dass sie schon wieder über eine Leiche stolpert. Das Maskottchen der Kölner Haie bricht auf dem Eis tot zusammen und statt das Stadion, wie aufgefordert, zu verlassen begibt sich Lou aufs Eis zu dem Toten und wird dort mit ihrem Ex-Lover Josh konfrontiert, dem ermittelnden Kriminalbeamten. Von ihm wird sie schliesslich erfolgreich vom Platz verwiesen. Allerdings nur vorübergehend, weil er beschliesst sie doch in den Fall einzubinden und bei einem Verhör dabei zu sein. Die professionelle Zusammenarbeit endet aber recht schnell und beide landen wieder im Bett.

    Der Fall tritt bei dem zwischenmenschlichen Geplänkel zwischen den Protagonisten manchmal etwas in den Hintergrund. Mich stört das allerdings wenig, lese ich doch Cosy Crime bei dem es mehr um Unterhaltung und Humor als um Mord, Todschlag und Aufklärung geht. Auch die flatterhafte Schwester Emmily und die zaubernde Angestellt Trudi die man schon kennt haben wieder ihre Auftritte und Berechtigungen in Lou’s Leben einen Platz einzunehmen.

    Mich hat dieses Buch wieder wunderbar unterhalten und ich freue mich sehr auf Teil 4 der Reihe, sowieso nach dem Schlusssatz!

     

     

  3. Cover des Buches Like Snow We Fall (ISBN: 9783328107729)
    Ayla Dade

    Like Snow We Fall

     (488)
    Aktuelle Rezension von: Fispe21

    Ich bin durch den riesigen TikTok Hype auf dieses Buch und die ganze Reihe aufmerksam geworden und musste mich dem einfach hingeben. Ich habe mich sofort in Aspen und ihre Bewohner verliebt. Dieses Buch ist ein wahrer Safeplace und ich habe im Gefühl, dass die gesamte Reihe eine absolute Wohlfühlreihe sein wird. Aspen bringt alle sehnlichsten Wintergefühle zum Vorschein und ist dabei noch so viel mehr. Es werden Tiergeheges Themen behandelt und dies mit einer Feinfühligkeit, welche einen einfach mitfühlen lässt. Mein Lieblingscharakter ist ganz klar Knox. Er ist die wichtigste Stütze für Paisley und kämpft unermüdlich um sie und ihr Seelenheil. Ihre Liebesgeschichte ist für mich etwas ganz besonderes, was nicht nur dem Setting geschuldet wird. Meiner Meinung nach haben sich beide gefunden und gegenseitig gerettet. 

    Was mir jedoch nicht so sehr gefallen hat, war die Langatmigkeit dieses Romans. Er wirkte an einigen Stellen unnötig in die Länge gezogen und dies ließ ab und an Langeweile aufkommen.

    Alles in allem ist dieses Buch allerdings absolut zu empfehlen. Es hat alles, was ein gutes Winterbuch braucht und ist wie Balsam für die Seele.

  4. Cover des Buches Eiskalte Spiele (ISBN: 9783740804343)
    Michaela Grünig

    Eiskalte Spiele

     (44)
    Aktuelle Rezension von: ManuelaP

    Für wem ist das Buch geeignet?

    + Skisport und Krimi Fans

    + Krimireihen-Leser


    5 Fakten zum Buch

    - Olympische Spiele

    - Skisport

    - Doping

    - Erpressung

    - Selbstmord & Mord


    Für mich es ist nun der 3. Fall von den beiden Hauptcharakteren in den Krimis von Michaela Grünig und Marc Girardelli. 

    Es geht wieder um den Skisport, Olympische Spiele und dieses Mal ist das Hauptthema Doping. Die Autorin und der Profisportler Marc Girardelli, möchten mit diesem Kriminalfall auf das Doping im Profisport und allgemein im Sport aufmerksam machen. Durch die sehr gute Recherche ist es meiner Meinung auch gelungen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. 

    Natürlich geht es wieder um Erpressung, Mord, Selbstmord und die Suche nach dem Täter oder die Täter. Besonders gut gelungen ist der Perspektivenwechsel, der immer wieder zwischen Andrea, Marc und dem Täter/Täterin hin und her springen. 

    Die Gedanken und Handlungsstränge des Täters konnte ich somit besser verstehen. 


    Die Auflösung, wer tatsächlich Schuld hat, hat mich dann dennoch echt noch überrascht. Das Ende fand ich leider nicht so toll, weil für mich noch einige offene Fragen bestehen bleiben. 


    Von mir gibt es 🌟🌟🌟🌟 Sterne für gute Unterhaltung, Idee und Umsetzung. Einen Stern Abzug wegen des Endes. 

  5. Cover des Buches ONE OF US IS LYING (ISBN: 9783570311653)
    Karen M. McManus

    ONE OF US IS LYING

     (1.046)
    Aktuelle Rezension von: Linny2020

    Anfangs etwas zäh zu lesen, einfach weil die vielen Namen und Charaktere nicht so flüssig erscheinen. Aber dann wird es spannend und super interessant, weil plötzlich jeder ein Motiv hat! Wer wollte Simon aus dem Weg räumen?! 

    Das Ende war überraschend, die Lösung des Falles hat mich auch gepackt, sehr gut, ohne hier nähere Infos zu geben:-)


  6. Cover des Buches Nachtblau stirbt die Erinnerung (ISBN: 9783802599316)
    Brigitte Pons

    Nachtblau stirbt die Erinnerung

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Wieder dürfen wir Frank Liebknecht bei seinen Ermittlungen über die Schulter sehen. Diesmal sind es unterschiedliche Kriminalfälle, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben.
    Da ist einerseits die brutale Attacke auf Kommissar Brenner, die ihn niederstreckt als er sich mit René Hübner, dem Trainer seiner Tochter Pia, treffen will. Andererseits beschäftigt ein mysteriöser Fund von Dreißig Silberlingen (ja genau, die Summe des Judaslohns aus der Bibel) in Form von Ostmark und ein geschändetes Grab unseren wackeren Vielbrunner Polizisten.

    Die Zusammenhänge werden auch dann nicht klarer, als René plötzlich an Herzversagen stirbt. Sind die kleinen blauen Tabletten Schuld an seinem Tod oder ist da mehr dran?
    Frank Liebknecht und Marcel Neidhardt stochern in einem undurchsichtigen Geflecht aus Halbwahrheiten, Vertuschen und Geheimnissen. Weiß Pia Brenner mehr als sie zugibt? Und welche Rolle spielt das Enfant Terrible, David Lösch?

    Geschickt verknüpft Brigitte Pons Sport, Doping, Geschäftemacherei und die ohnmächtige Wut einer verlassenen Frau zu einem spannenden Krimi, der sich auch mit der unrühmlichen Vergangenheit des einst geteilten Deutschlands auseinandersetzt.

    Fazit:

    Ein spannender Krimi mit vielen interessanten Sidesteps und unerwarteten Wendungen, daher fünf Sterne und eine Leseempfehlung von mir. 
  7. Cover des Buches Verdammt lang tot (ISBN: 9783404173013)
    Erwin Kohl

    Verdammt lang tot

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Der ehemalige KHK Lukas Born lebt mit seinem Hund Manolo auf einem Campingplatz und verdingt sich halbherzig als Privatermittler. Der Kriminalfall, der für sein Ausscheiden aus dem Staatsdienst verantwortlich ist, beschert ihm regelmäßig Albträume, die er sowohl mit Hilfe einer Psychotherapie als auch mit Alkohol zu verarbeiten sucht.

    Doch nun hat er einen Todesfall praktisch vor der Haustür: Wolfgang Lodzinski ist im nahegelegenen Badesee ertrunken sein. Wolles Tod, wie Lodzinski nur von allen genannt, wird von der Polizei als Selbstmord rasch zu den Akten gelegt. Das Auftauchen des Bruders, eine durchwühlte Wohnung, ein namhafter Geldbetrag und eine ansehnliche Trophäensammlung machen Lukas stutzig, entdeckt er doch, dass Wolle ein Hochleistungsschwimmer in DDR-Zeiten war.
    Nachdem die Kriminalpolizei unter der Leitung von Borns Ex-Frau keine Ermittlungen anstellen will, nehmen die Campingplatzbewohner die Sache selbst in die Hand. Nicht immer mit ganz sauberen Methoden, doch heiligt der Zweck bekanntlich die Mittel.
    Als sich herausstellt, dass Wolle und seine damaligen Wettkampfgefährten mit illegalen Dopingmitteln vollgepumpt wurden und die tödlichen Zwischenfälle vertuscht worden sind, gibt es für Lukas kein Halten mehr. Immer tiefer vergräbt er sich in die dubiosen Machenschaften und kommt den Tätern von damals recht nahe.

    Also ist das Ertrinken des Ex-Schwimmers vielleicht doch kein Selbstmord?

    Meine Meinung:

    Die Story rund um Lukas Born ist sehr gut angelegt. Stutzig bin ich nur bei den Albträumen geworden. 

    Lukas hat damals einem, der Entführung eines Kindes, Verdächtigen mit Folter bedroht, um das Versteck des Kindes herauszufinden und es dadurch zu retten – vergebens. Trotz der verständlichen Reaktion, wurde er vom Dienst suspendiert, da Folterungen und auch nur das Androhen derselben den Menschenrechten widerspricht. Diesen Fall hat es wirklich gegeben und die Gewissensbisse betreffen nicht das Androhen der Gewalt, sondern nicht alles Menschenmögliche geleistet zu haben, um das Kind zu retten.

    Das finde ich als recht interessanten Zugang, weil Kripo-Beamte oft als kalt und zynisch dargestellt werden. Das ist Lukas beileibe nicht. Er ist eigentlich ein Familienmensch und leidet darunter, dass ihn seine Frau aus der Wohnung geworfen hat. Mit seinem pubertierenden Sohn kommt er recht gut zurecht, zumal er manchmal die Fünfe gerade sein lässt.

    Trotz der ernsten Themen wie staatliches Doping und dessen Folgen sowie Gewaltandrohung bei Verhören lässt sich der Krimi leicht lesen. Aufgelockert wird die Geschichte durch witzige Sprüche und humorvolle Nebenfiguren.

    Fazit:

    Ein toller Auftakt einer neuen Krimiserie, die mit „Hopsgegangen“ seine Fortsetzung findet. Gerne gebe ich 5 Sterne.
  8. Cover des Buches How to Be Gay (ISBN: 9783733500924)
    Juno Dawson

    How to Be Gay

     (32)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    In diesem Buch beschreibt Juno Dawson viele Dinge, die in der LGBTQIA+ Community stattfinden. Dabei geht es darum, wie es sich anfühlt, dass erst mal in ein Mädchen verliebt zu sein. Was passiert dann? Wie findet man schwule Jungs? Und warum gibt es Menschen, die im falschen Körper gefangen sind? Juno Dawson geht mit viel Authentizität und Humor an all diese Themen heran. Durch dieses Buch möchte er zeigen, dass all das gar nicht so kompliziert ist, wie es ausschaut…

    Ich habe dieses Buch noch in der Ausführung, wo die Autorin noch im falschen Körper steckte. Ich weiß nicht, ob sich das Buch dann sehr unterscheidet, aber ich denke nicht. Außerdem möchte ich auch nicht den Dead Namen nennen, denn dazu habe ich überhaupt keine Berechtigung. Von daher werde ich in dieser Rezension die Autorin Juno Dawson nennen, dass dient nur zur Orientierung. Trotz allem ist dieses Buch eine dicke Empfehlung, denn jeder kann etwas daraus mitnehmen!

    Bei diesem Buch hat die Autorin eine Menge Arbeit reingesteckt. Das merkt man daran, dass sie bereits einige Erfahrungen gemacht hat und diese hier mit eingearbeitet hat, aber auch, dass andere Menschen zu Wort kommen und die Möglichkeit von ihrem Leben und ihren Erfahrungen zu erzählen. Und alleine das ist für mich ein sehr großer Pluspunkt, denn dadurch wird das Geschriebene noch einmal unterstrichen und bei Bedarf noch näher erläutert.

    In diesem Buch gibt es so viele sexuellen Orientierungen, Entwicklungen, Meinungen und Religionen rund um das Thema LBGTQIA+. Auf wenn man sich für einen bereits sehr aufgeklärten Mensch hält, so wie ich das bei mir dachte, bekommt man dennoch immer wieder neue Informationen aus der Commuinty und klärt uns Menschen noch weiter auf. Ich bin wirklich sehr überrascht über dieses kleine Büchlein und bin Juno Dawson total dankbar dafür, dass sie dieses Buch geschaffen hat.

    Der Schreibstil von Juno Dawson war für mich neu, da ich bis dahin noch gar kein Buch von ihr gelesen hatte. Trotz allem konnte sie mich mit diesem Buch komplett von ihrer Schreibweise überzeugen. Sie schreibt locker, leicht und total flüssig, weshalb man sehr gut durch den Inhalt kommt. Außerdem finde ich es richtig toll, dass sie ein bisschen Humor und Sarkasmus mit eingebaut hat. Das sorgt dafür, dass das Buch nicht so stumpf ist, sondern auch ein bisschen Witz beinhält.

    ,,How to Be Gay‘‘ ist ein sehr wichtiges Buch, was sich jeder Mal zu Herzen nehmen sollte. Auch wenn ausschließlich in dem Buch von der LGBTQIA+ Commuinty die Rede ist, kann sich wirklich jeder etwas aus dem Buch mitnehmen. Denn das sorgt auch dafür, dass wir uns als Menschen weiterhin weiter entwickeln. Von mir gibt es eine ganz klare Lese- und Kaufempfehlung. Abgesehen davon bin ich total gespannt darauf, welche Bücher die Autorin noch so auf den Markt bringen wird.

  9. Cover des Buches Ein Grab für zwei (ISBN: 9783803292872)
    Anne Holt

    Ein Grab für zwei

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Nancy2710

              Selma Flack ist nicht gerade auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angekommen. Dies war meine erstes Hörbixh welches ich mir von der Schriftstellerin angehört habe. Ein spannendes Hörbuch, welches aber an manchen Stellen etwas verwirrend ist. Ich konnte die Zusammenstellung der einzelnen Abschnitte nicht ganz nachvollziehen. In den einzelnen Kapiteln war mir einiges nicht schlüssig. 

     Die Betonung und die Stimme im allgemeinen empfand ich als sehr angenehm.

    Der Krimi im allgemeinen hat mir sehr gefallen, so das ich ihn allgemein noch einmal als Buch lesen möchte.

    Ich würde dieses Hörbuch hat mich im allgemeinen angesprochen und mir gefallen. Im allgemeinen lese ich lieber ein Buch und höre nur selten Hörbücher was ich aber jetzt etwas regelmäßiger machen möchte, da ich nach diesem Hörbuch, das Hören von Hörbücher für mich entdeckt habe. 

            

  10. Cover des Buches Stromschwimmer (ISBN: 9783954512775)
    Kerstin Lange

    Stromschwimmer

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas
    Stromschwimmer führt uns nach Leipzig. Jessica begibt sich dort auf die Suche nach Spuren ihrer Vergangenheit. Ihre Wege kreuzen sich mit den Hinterbliebenen einer jungen Frau, die Selbstmord begangen hat, mit einer Arztfamilie und mit der Polizei. Denn im Krankenhaus, wo sie nach Antworten sucht, sterben auf mysteriöse Weise ältere Herren. Der Perspektivenwechsel lässt den Leser leicht verschiedenen Handlungssträngen folgen und bis zum Schluss mit an den Fällen knobeln. Einige Indizien lassen sich schnell interpretieren, andere Umstände kommen dann doch überraschend. Das Sprache ist angenehm zu lesen und bietet eine gute Mischung aus Beschreibungen und Dialogen. Doch die Autorin kommt schnell auf den Punkt, über manche Details hätte ich gerne noch mehr erfahren. Leipziger werden anhand der Ortsbeschreibungen erkennen, wo die Protagonisten sich aufhalten. Nicht-Leipziger bekommen typisches Vokabular und Besonderheiten der Stadt an die Hand. Und auch ein Stück DDR-Geschichte trägt zur Authentizität des Romans bei. Ich habe einige Jahre in Leipzig verbracht und Freude beim Zurückkehren per Buch gehabt.
  11. Cover des Buches Die Gunst der Königin (ISBN: 9783839218228)
    Rita Maria Fust

    Die Gunst der Königin

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Smberge
    Inhalt:

    Lippstadt 1804 und 2012:
    Conasmann, ein junger Apotheker, ist in die preußische Königin Luise verliebt und forscht nach einem leistungssteigerndem Mittel auf Opiumbasis für die preußischen Soldaten, in der Hoffnung sich damit die Gunst der Königin zu erwerben. Leider überschreitet er dabei die Grenzen von Moral und Anstand.
    In der Gegenwart wird der Journalist Oliver Thielsen Zeuge, wie beim Stadtmarathon ein Läufer tödlich zusammen bricht. Als er Zeuge wird, wie der Apotheker Lange nachts in seinem Labor arbeitet und Kapseln befüllt, wird sein Mißtrauen geweckt.

    Meine Meinung:

    Es handelt sich hier um einen sehr gut recherchierten historischen Roman über eine Machtkampf der Apotheker in Lippstadt. Besonders interessant ist hierbei auch die Figur des Conasmann mit seiner Suche nach dem leistungssteigerndem Mittel auf Opiumbasis. Conasmann hat den Bezug zur Realität verloren in seinem Wunsch, die Königin Luise mit seinem Mittel zu beeindrucken und verliert dabei jeden Bezug zur Realität. Leider fügt er dabei auch anderen Menschen Schaden zu, so dem Apotheker bei dem er arbeitet und Sertümer, der uns als Erfinder des Morphiums bekannt ist. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, ihre Beweggründe sind gut nachvollziehbar. Besonders positiv sind mir die Fußnoten aufgefallen, die direkt auf jeder Seite zu finden sind. So kann man die historischen Fakten direkt nachlesen, ohne lästig ans Ende blättern zu müssen.

    Ein paralleler Handlungsstrang führt uns in das Lippstadt der Gegenwart. Dieser Handlungsstrang tritt etwas hinter den historischen zurück. Aber auch dieser Strang ist von den sympathischen Charakteren Olivers und seiner Freundin geprägt und zeigt uns, dass Opium auch heute noch eine erschreckende, aktuelle Rolle hat und auch heute noch Menschen an den Folgen sterben.

    Die besondere Würze dieses Romans macht die Erzählung in den parallelen Zeitebenen aus, die zum Ende noch eine gemeinsame Klammer finden.

    Ein sehr spannender historischer Roman, der auf einer sehr guten Recherche basiert und dien sehr interessantes und leider noch aktuelles Thema aufnimmt.
  12. Cover des Buches Eiskaltes Blut: Ein Fall für Gusenberg und Schröder (ISBN: B08VBK2Z2F)
    Johannes Maria Stangl

    Eiskaltes Blut: Ein Fall für Gusenberg und Schröder

     (35)
    Aktuelle Rezension von: strunkelmariechen

    Das Duo Gusenberg und Schröder ermittelt in dem Unfalltod eines Fußballprofis. Unfall oder Mord? Fesselnder Erzählfluss mit interessanten Charakteren und viel Abwechslung ohne verworren zu sein.
    Man bekommt Einblicke hinter die Kulissen des Profisports inklusive aller dunklen Machenschaften.

    Für mich ist es immer wichtig, dass mich das Buch von Anfang an abholt, und das hat es getan. Die ersten hundert Seiten waren schnell gelesen und die Geschichte hatte mich gepackt. Dass der Ermittler Gusenberg in einer alten Kneipe wohnt, war für mich noch ein Sahnehäubchen. Ich mag solche Ungewöhnlichkeiten einfach.

    Das Buch war sehr kurzweilig und ich freue mich auf weitere Fälle von den Beiden.

  13. Cover des Buches Unendlicher Spaß (ISBN: 9783462044881)
    David Foster Wallace

    Unendlicher Spaß

     (177)
    Aktuelle Rezension von: GAIA

    Dieses fast 1600 Seiten starke Machwerk von David Foster Wallace (DFW) in inhaltlich in einer kurzen Rezension darzustellen, erscheint ein fast unlösbares Unterfangen. Wartet doch der 1996 erstmals im englischsprachigen Original veröffentlichte Roman mit einer massiven Themendichte auf.

    Die „Rahmenhandlungen“ (Plural!) spielen sich grob in einer Tennisakademie für 10 bis 18jährige angehende Profisportler, einem nahegelegenen Entzugswohnheim für Drogen- und Alkoholabhängige sowie auf einem Felsbrocken zwischen zwei Agenten. Im ersten Setting geht es hauptsächlich um die Sucht nach Erfolg, Leistungsdruck und Belastungen der jugendlichen Sportler:innen, aber auch um das familiäre System einer der Schüler und gleichzeitig Hauptprotagonist Hal Incandenza. Dessen durch Selbstmord bereits verstorbener Vater gründete die Akademie, widmete sich danach dem Drehen von post-avangardistischen Filmprojekten. Eines dieser Projekte ist der Film „Unendlicher Spaß“, welcher zur Hirnerweichung und dem Tod führt. Das holt die Agenten franko-kanadischer Separatistengruppen sowie des US-Geheimdienstes auf den Plan. Jetzt auch noch verständlich den Erzählstrang in dem Entzugswohnheim hier zu erklären, ist mir einfach nicht sinnvoll möglich.

    Sie verschiedenen Erzählstränge werden in nicht-chronologischer Reihenfolge, in wechselndem Muster im Buch angebracht, über die ersten 500 Seiten hat man prinzipiell keine Ahnung, was so wirklich vor sich geht, im Mittelteil hat man das Gefühl, langsam zu verstehen, wohin der Autor mit der ganzen Sache möchte, und verliert diese Idee zum Ende hin wieder vollständig. Das klingt wirr? Ist es auch. Warum lohnt sich trotzdem potentiell eine Lektüre?

    Der Roman spielt hauptsächlich im Jahre 2012, was also ca. 16 Jahre vom Entstehungszeitpunkt in der Zukunft liegt. DFW beschreibt die Zersetzung von Individuen und damit auch einer Gesellschaft in einem Maße, was im Jahre 2022 den Leser:innen eine Gänsehaut bescheren kann. Für mich grandios an diesem Roman war jedoch nicht unbedingt die hier erschaffene Welt als Ganzes, sondern bestimmte Textsegmente zu speziellen Themengebieten, die dermaßen authentisch geschildert sind, dass sie Augen öffnend sind. So wird Drogenkonsum, -trips, -abhängigkeit, -entzug usw. wirklich so ausführlich wie – zumindest von mir – noch nie gelesen dargestellt. Auch der Themenkomplex um Anhedonie und schwere Depressionen ist mehr als gelungen. Mit dem Wissen, dass sich DFW in 2008 selbst nach jahrzehntelanger schwerer Depression suizidiert hat, lässt die Beschreibungen diesbezüglich noch einmal in einem ganz intensiveren Licht dastehen. Noch nie hat mir ein Text so stark verdeutlicht, warum es Menschen mit dem Krankheitsbild der schweren Depression den Suizid als einzige alternativlose Möglichkeit sehen zu handeln.

    Womit aber dieser Roman und damit auch der Autor DFW am meisten brilliert ist die Sprache. Es ist nicht in Worte zu fassen, wie kreativ der Autor die Sprache zu seinem Mittel macht, um nicht nur eine bitterböse Analyse der Gesellschaft und Kritik an ebendieser zu vermitteln, sondern einfach auch amüsante Plotbausteine einzuweben. Gerade wenn man versucht die aberwitzigen Geschehnisse in diesem Roman einer anderen Person, die das Buch nicht gelesen hat, zu vermitteln, wird das Ausmaß des Humors erst so richtig sichtbar. Bisher habe ich in noch keinem Buch so viele kreative Ideen im Umgang mit Sprache und Handlung erlebt. Was sich vor allem in den kongenialen Anmerkungen des Autors zeigt. Diese umfassen fast 200 Seiten allein, gehören definitiv zum Plot dazu, können und sollten also keinesfalls übersprungen werden, und erzählen mitunter eigene Geschichten für sich. Eigentlich lese ich lieber Fußnoten direkt unten auf der entsprechenden Seite, wie es bei kürzeren Werken DFW‘ gehandhabt wird, aber hier ist dies nicht ansatzweise möglich, wenn allein die „Filmografie“ von Hals Vater ganze 12 Seiten einnimmt.

    Und wenn von Sprache die Rede ist, dann muss in Verbindung mit „Unendlicher Spaß“ zwingend der Übersetzer Ulrich Blumenbach - nicht nur genannt, nein - geehrt werden! Glücklicherweise bekam er die Zeit zugestanden, die er für die Übersetzung eines solchen Werkes auch brauchte, nämlich sechs (!) Jahre. Was dieser Mensch hier erarbeitet hat, kann man nicht hoch genug loben. Es handelt sich um Zauberei.

    Ich habe das Gefühl, meine Rezension ist einfach nur wirr und zerfasert. Und ganz ehrlich? Der vorliegende Roman ist eine wirre, zerfaserte Zettelkiste. Ein wilder Montageritt, der gleichzeitig unglaublich zäh sein kann. Durch diese knapp 1600 Seiten habe ich mich in vier vierhundert Seiten Abschnitten genähert, durchgekämpft, sie bezwungen. Unverhohlen: Die Lektüre von „Unendlicher Spaß“ kann unendlich anstrengend sein und lässt sich keinesfalls süffig runterlesen. Deshalb ist das Buch keinesfalls etwas für jede Person. Viele werden es frustriert abbrechen. Also kann ich trotz meiner vergebenen vollen Punktzahl hier keinesfalls eine allgemeine Leseempfehlung aussprechen, kann aber garantieren, wer sich die Mühe macht, sich durch diesen Zettelkasten mit den Stimmen von vielen wirklich schwer beschädigten Figuren durchzukämpfen, wird mit einer genialen Gesellschaftskritik, Humor, Kreativität und Spaß an der Sprache belohnt werden.

  14. Cover des Buches Alex Schwazer: Das Ziel im Blick (ISBN: 9788870739947)
    Alex Schwazer

    Alex Schwazer: Das Ziel im Blick

     (12)
    Aktuelle Rezension von: NanuNana

    Als Hobbyläuferin bin ich immer an Geschichten über Sportler interessiert. Ich kannte Alex Schwazer und seine Geschichte vorher nicht, war aber sehr gespannt darauf.

    Wir werden mitgenommen in Alex Schwazers „Leben zwischen Triumph und Tragödie.“ Er erzählt authentisch von seinem Leben als Profisportler, dem Dopingskandal und seinem Kampf zurück in den Profisport nach seiner Sperre. Ein schier aussichtsloser Kampf entfacht (David gegen Goliath, wie er es selbst nennt) und endet in mehreren (Gerichts-)Verfahren. Ich habe mit Alex richtig mitgelitten.

    Unterstrichen wird das ganze durch die großartigen Fotos, von denen wir eins schon auf dem schönen Cover sehen.

    Eine Leseempfehlung von mir!

  15. Cover des Buches Gegenwind (Mamma Carlotta 10) (ISBN: B01ET2OW0S)
    Gisa Pauly

    Gegenwind (Mamma Carlotta 10)

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Mamma Carlotta ermittelt dieses Mal in einem Todesfall, der ihr wortwörtlich in die Arme fiel.

    Beim Syltlauf stand sie als Publikum am Rande, als ein junger Mann stolpernd in ihre Arme fiel und starb. 

    Schnell fand man heraus, dass es sich hier nicht mit ein normales Herzversagen handelte. Mamma Carlotta ermittelte parallel zu den Ermittlungen ihres Schwiegersohns und brachte mal wieder so manche Tatsache ans Licht, die zur Klärung des Falls beitragen konnte.


    Die Cover dieser CosyCrime Serie sind immer recht witzig gemacht. Auch dieses Mal, mit der Kuh und der Möwe, die gehörig Gegenwind bekommen.


    Mamma Carlotta, eine italienische Nonna, knapp unter der 60, ist immer mitten im Geschehen. Meist weis sie mehr als ihr Schwiegersohn Eric, der eigentlich der Ermittler in der Polizeiinspektion in Westerland auf Sylt ist.

    Eric wird wie immer von Sören unterstützt, und auch die Staatsanwältin Frau Dr. Speck, die Eric am liebsten von hinten sieht, ist wieder mit von der Partie, als der Tod des Jungen plötzlich noch mehr Todesfälle nach sich zieht.


    Neben den Bezügen zur Vergangenheit des Umfeldes von Heimo, dem toten Sportler, werden auch seine Familie und weiter Personen aus dem Bekanntenkreis durchleuchtet. Hierbei kommen einige Ungereimtheiten ans Licht und es tauchen immer wieder neue Verdächtige auf.


    Mein Verdacht hat sich dieses Mal sogar bestätigt, jedoch wieder mit ein wenig anderen Beweggründen, als ich noch gedacht habe.

    Neben den Morden spielen auch Erpressung, Eifersucht, Leid, eine große Rolle.

    Auch der beliebte Lokalkolorit ist wieder dabei und der Alltag des Ermittlers, seiner Kinder und der Oma birgt wieder einiges zum schmunzeln.

    Ich mag Mamma Carlotta, obwohl sie immer schon als so alt dargestellt wird. Dabei hat sie die 60 noch nicht erreicht und kann schon noch recht fit sein. Aber irgendwie stelle ich sie mir nach den ganzen Beschreibungen schon als eine alte Nonna vor.


    Ich habe mir nun schon das nächste Hörbuch runtergeladen und werde noch weiter Zeit mit Mamma Carlotta und ihren Lieben verbringen.

  16. Cover des Buches Dux Aquilaura (ISBN: B00Z0S2J9M)
    David Pawn

    Dux Aquilaura

     (12)
    Aktuelle Rezension von: junia
    Nachdem ich mir bei den ersten drei Teilen bereits fast die Kontaktlinsen aus den Augen geheult habe vor Lachen war es eigentlich klar, dass ich den vierten Teil der Reihe um den etwas unbeholfenen, aber dennoch liebenswerten Jung-Zauberer Sophus Schlosser lesen muss. Dies geschah dann im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks.

    Zum Inhalt gehe ich an dieser Stelle nicht ein, dafür gibt es den Klappentext, außerdem war ich noch nie gut im Zusammenfassen. :-)

    Es erfüllte mein Herz mit Freude, endlich wieder in die Geschichte um Sophus und sein Gefolge eintauchen zu können.

    An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass die Schreibweise genau meinen Humor trifft. Ich hatte ja schon bei der Einleitung des 1. Teils Tränen gelacht (und damit die ganze S-Bahn unterhalten), mir unverzüglich den 2. Teil bei Amazon gekauft (noch in der Bahn, jawoll) und sehnsüchtig auf den 3. Teil gewartet (was ich jetzt mit dem 5. Teil mache, der laut Autor bereits in der Mache ist).

    Mein Fazit: Diese Bücher sind in Worte gefasste Antidepressiva. Da hebt sich ja noch die mieseste Laune. Dennoch nimmt sich der Autor einiger ernster Themen an, in diesem Band sind das Doping und Fremdenhass. Hübsch verpackt, gut gewürzt und definitiv zum Nachdenken anregend.
  17. Cover des Buches Wie ein Flügelschlag (ISBN: 9783473584611)
    Jutta Wilke

    Wie ein Flügelschlag

     (225)
    Aktuelle Rezension von: Aurora

    Ich hatte schon viel Gutes über das Buch gehört und war daher umso gespannter.
    Jutta Wilkes Schreibstil gefällt mir sehr gut und ich konnte sofort mit Jana mitfühlen. Sie tat mir total leid, dass sie wegen ihres Stipendiums am Sportinternat zur Außenseiterin wurde. Dabei will sie doch einfach nur schwimmen. Aber selbst ihre Mutter bringt dafür keinerlei Verständnis auf, fühlt sich lediglich von ihrer Tochter allein gelassen. Nur die bisher Beste im Schwimm-Leistungskurs Melanie hält zu ihr, ebenso ihr Mitschüler Tom. Das gefällt den anderen natürlich gar nicht und sie versuchen immer wieder, Jana von Melanie abzuschotten. Als Jana einmal bei Melanie zum Abendessen eingeladen ist, wird sie von Melanies Vater ins Kreuzverhör genommen. Er will, dass Melanie die Beste ist und somit seine Schwimmkarriere fortsetzt. Jana ist eine echte Konkurrenz. Nach diesem Abendessen zeigt auch Melanie Jana die kalte Schulter. Noch ehe sich die beiden Mädchen aussprechen können, wird Melanie eines Tages tot im Schwimmbad des Internats aufgefunden. Zusammen mit Melanies Bruder Mika will Jana herausfinden, warum sie so merkwürdig zu ihr war und natürlich auch, warum sie so plötzlich starb,
    Ein wirklich guter Jugendthriller, der unter die Haut geht. Und genauso wie Jana durch das Wasser fliegt, fliegt man als Leser durch die Buchseiten

  18. Cover des Buches Paul. Das dritte Leben. (ISBN: 9781503232112)
    Rainer Schneider

    Paul. Das dritte Leben.

     (13)
    Aktuelle Rezension von: 120_miles

    Der dritte Teil der Lebenswege-Reihe handelt von Paul, einem begabten Musiker, welcher seit jungen Jahren davon träumt, später von und mit seiner Leidenschaft und seinem großen Talent, der Musik, zu leben. Das Regime legt ihm dabei aber so viele Steine in den Weg, dass es für ihn unmöglich zu werden scheint, diesem Druck standzuhalten und seinem Stil treu zu bleiben. 

    Inzwischen arbeitet er in einem Heim für Behinderte und hat dort zu einem Jungen auch eine tiefe Bindung aufgebaut. Man könnte meinen, sein Leben sei komplett bodenständig geworden. Einzig seine hin und wieder vorkommenden Reisen nach London machen seinen Alltag außergewöhnlich. Bei einer dieser Reisen lernt er die junge Meg kennen, die in ihm unglaubliches Potenzial zu sehen scheint, nachdem er ihr einen seiner alten Songs vorgesungen hat. Er hingegen scheint musikalisch absolut engstirnig und zu sehr am ehemaligen Regime orientiert zu sein, er ist kaum offen für ihre Ideen und kann sich auf das alles nicht einlassen. Die beiden führen zusätzlich zu ihren musikalischen Experimenten auch eine Liebesbeziehung, deren Tiefe ich allerdings nicht ernst nehmen konnte. Ich würde es eher als Affäre bezeichnen, zumal Paul in Berlin eine langjährige Freundin hat, die ihn immer wieder auffängt. Meg scheint den Fokus darauf gelegt zu haben, mit Paul gemeinsam Musik zu machen, seinen Song zu veröffentlichen. Sie erwartet seine Mitarbeit, sein Talent und dass er abliefert. Er jedoch ist dem nicht gewachsen. Er blockiert sich selbst, kann keinen einzigen guten Song schreiben. Er verliert sich zunehmend in der Vergangenheit und denkt an die Zeit der Entstehung des Songs, träumt aber gleichermaßen immer wieder davon, seinen Traum von der großen Musikkarriere doch noch auszuleben. Dieser Traum wird hoffnungsvoll skizziert, schlussendlich scheitert dieser jedoch an ihm selbst, da Paul sich selbst vor allen anderen aufgegeben hat. Als Meg sich von ihm abwendet, da er keine Leistung erbringt, scheint er darüber nicht einmal traurig zu sein. 

    Vom Charakter her wird Paul mir kaum sympathisch, ist er doch zu eigenbrödlerisch und scheint nicht mehr für sich selbst einstehen zu können. Die Beeinflussung des ehemaligen DDR-Regimes hallt in ihm anscheinend noch sehr stark nach. Wahrscheinlich bin ich zu jung, um das tatsächlich zu begreifen. Es ist schade, dass er nur deswegen seine große Chance nicht nutzt - fraglich ist hier, ob er inzwischen nicht aber vielleicht mit dem monotonen, aber sicheren Leben, das er sich inzwischen aufgebaut hat, zufrieden ist. Vielleicht reicht es ihm, hat er ja doch schlechte Erfahrungen damit gemacht, groß zu denken. Ich halte ihn für einen klaren Fall eines Menschen, dessen eigener Wille aufs Minimum eingeschränkt wurde. 


    Rainer Schneider konstruiert mit diesem Roman also ein weiteres Einzelschicksal und eine weitere Person, die an dem Totalitarismus der DDR brechen und mit diesen Schäden auch nach dem Zusammenbruch des Regimes umgehen müssen. Gleichermaßen zeigt er einige "Geheimnisse" der DDR. 

    Ich gebe eine Leseempfehlung für alle diejenigen, die Interesse daran haben, die deutsche Geschichte durch ein literarisches Erlebnis zu erfahren. 


  19. Cover des Buches Blutfeuer (ISBN: 9783442483068)
    Helmut Vorndran

    Blutfeuer

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Jules113

    Die Klimakatastrophe hat Franken im 'heißen Griff', und der erste Hurrikan der Mittelmeergeschichte zieht über die Alpen. Im Gefolge dieser stürmischen Ereignisse sterben immer mehr Menschen oberfränkischer Herkunft an einer rätselhaften Krankheit. Zeitgleich werden scheinbar ohne Zusammenhang fünf Rentner in einem Bamberger Altenheim ermordet. Die Bamberger Polizei unter Kommissar Haderlein und Kollege Lagerfeld stößt auf geheimnisvolle und immer schockierendere Zusammenhänge.
    Ich bin ein großer Fan von Regionalkrimis und mein Mann hat mich sozusagen genötigt einen Krimi aus seiner Heimat zu lesen. Es war zwar das zweite Buch aus der Reihe, aber das hat nicht gestört. Es geht um viele verschiedene Handlungen und Orte, aber am Ende ergibt alles einen Sinn.
    Mit viel Humor führt der Autor den Leser durch die Geschichte. Begeistert war ich auch von der Kollegin Riemenschneider bin ich total begeistert. Auch den Wechsel zum fränkischen Dialekt hat mir sehr gefallen.

  20. Cover des Buches Infarkt (ISBN: 9783492310222)
    Anne Holt

    Infarkt

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Teeblume

    Bereits in Grab für zwei beschäftigt sich Holt mit Doping. Siehe dazu die Rezension. Diesmal wechselt sie Sportart und Land.

    Der Ansatz ist spannend und die Story ist es auch. Wobei es zwei parallele Geschichten sind -Kunstraub und Doping- die durch das Bindeglied in persona Najib Aysha verbunden sind.

    Beide werden nachvollziehbar, einfallsreich und unterhaltsam aufgelöst.

    Weniger nachvollziehbar sind die Helferlein, die Zuckermann wie Asse aus dem Ärmel zieht.

    Es ist zwar eine nette Idee und eine Hommage an die analoge Fotografie. wenn Zuckermann einen Film entwickeln lassen muss. Aber dass sie so unproblematisch eine Person findet. die nur darauf gewartet zu haben scheint behilflich sein zu können und dann auch noch Dunkelkammer, sämtliche Chemikalien und Fotopapier vorrätig hat ist der schriftstellerischen Freiheit dann doch etwas zu viel.

    Natürlich muss man mit solchen Details einen Krimi nicht künstlich in die Länge ziehen, aber hier ist der Spagat zwischen netter Idee oberflächlicher Einführung des Hobbyfotografen nicht gelungen.

    Auch dass Zuckermann sich nebenbei von einer nordic walkenden Kulturrätin an der israelischen Botschaft  Interna über Organisation und Abteilungen des Mossad schildern lässt, wirkt lässig und humoresk.

    Wie rechtfertigt Holt das Treffen dann auch: „Sara hätte Fachleute anrufen können. An der Universität. Beim Forschungsinstitut der Armee. In Norwegen musste es doch ziemlich viele Menschen geben, die mehr über den Mossad wussten als Torill Bergheim Braun. Wenn Sara dennoch Torill gefragt hatte, dann vor allem, weil es einfach war.“ Naja, dann ist es anscheinend auch nicht so wichtig …

    Auch das „informelle“ Treffen Aptors mit Zuckermann bleibt eher überflüssig, als sinnvoll beim Leser in Erinnerung. Weder ist es für die Story notwendig, noch versteht der Leser, dass es für einen Routinier wie Aptor eines Treffens bedarf, um sich des Wissensstands von Zuckermann zu versichern.

    Schade, welchen Einstieg Holt am Anfang des Buchs gewählt hat. Hier lernt Zuckermann unwissentlich Aptor kennen, doch für den weiteren Verlauf entpuppt sich dieses Treffen als komplett irrelevant.

    Hätte Holt gleich den Einstieg mit dem Kunstraub gewählt, wäre es ein deutlich spannenderer Opener gewesen.

    Überhaupt. Die Spannung. So kommt nie Thrill auf, weil Holt drastische Eskalationen oder brutale Konsequenzen vermeidet.

    Dass Ola nicht aus dem Verkehr gezogen wird ist schade und eben nicht ganz konsequent. Natürlich befindet sich auch Sara Zuckermann zu keinem Zeitpunkt in einer bedrohlichen Situation.

    Nun handelt es sich hier allerdings auch um einen Krimi, nicht um einen Thriller, das muss fairerweise eingeräumt werden.

    Und Holts Hang zum Happy End kannte der Leser ja vor Beginn der Lektüre.

    Genug der Nörgelei. das Buch bleibt spannend und empfehlenswert, weil es eine durchaus interessante Story hat und auch ohne Thrill und Kill zu unterhalten weiß.

  21. Cover des Buches Damenwahl (ISBN: 9783842514614)
    Rebecca Michéle

    Damenwahl

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind
    Eine junge Tänzerin, ein aufstrebendes Talent mit hervorragenden Zukunftsperspektiven, wird tot in der Dusche der Tanzschule gefunden. Niemand scheint mehr in der Gegend gewesen zu sein, keiner hatte ein Motiv. Das Mädchen hatte keine Feinde und keine gewaltbereiten Neider.

    Lange tappt das Ermittlerteam um die Kommissare Riedlinger und Mozer im Dunkeln. Der Fall soll schon zu den Akten gelegt werden, als endlich ein Lichtstreif am Horizont erscheint...

    Dies ist ein Regionalkrimi. Das bedeutet, Lokalkolorit ist wichtiger als Sprachstil und -finesse. Daran hapert es dann auch mächtig. Auf den ersten Seiten hätte ich am liebsten aufgegeben ob des hölzernen Stils. All diese "verbotenen" Wörter, von denen man im Deutschunterricht loskommen soll! An manchen Stellen hat der Text den Esprit einer Gebrauchsanleitung. Auch der Wortschatz könnte abwechslungsreicher sein. Wenn man es aber schafft, daran vorbeizukommen und immer wieder alle Hühneraugen zudrückt, merkt man: Der Plot ist gut durchdacht.

    Wenn auch einiges Füllmaterial besser weggelassen worden wäre (wie das "moderne" Verhältnis des Mordopfers, das rein gar nichts zur Handlung beiträgt), ist das Buch letzten Endes doch recht unterhaltsam. Interessant sind auch die praktischen Einblicke in den Alltag von Profitänzern und solchen, die es werden wollen. Als Außenstehender würde man nie auf solche Ideen kommen.

    Am sympathischsten fand ich die Ermittler, die wirklich ein Profil hatten, ohne Neurosen zu entwickeln. Wie erfrischend! Kein Zoff, keine schrägen Gewohnheiten!

    Fazit: Am Sprachlichen wäre noch viel Entwicklungspotential, aber Ideen hat die Autorin schon. Vielleicht wäre ein Schreibseminar eine gute Hilfe?
  22. Cover des Buches Auf der falschen Spur (ISBN: 9783499249792)
    Leena Lehtolainen

    Auf der falschen Spur

     (32)
    Aktuelle Rezension von: efell
    Im Finnlandurlaub gelesen, da sind wir auch bei einigen Schauplätzen vorbeigekommen.
    Nach einiger Zeit habe ich wieder einen Krimi von Leena Lehtolainen, einer doch meiner Liebelingesautorinnen, gelesen, hat mich nicht enttäuscht, bin auch gut in die Geschichte, Familiensituation reingekommen, obwohl dies der 9. Band mit der rmittlerin Maria Kallio ist.
    Eine spannende Geschichte mit einigen Wendungen und doch einem überraschenden Ende.
    Mit den Titel" Auf der falschen Spur" fragt man sich immer wieder, welches ist die richtige Spur? Meist war es doch eine andere als ich mir dachte, besonders nach dem 2. Mord. Aber es  gibt halt schon auch viele Zufälle, die dann wieder anderes Licht in de Fall bringen.
  23. Cover des Buches Tour des Lebens (ISBN: 9783785720028)
    Lance Armstrong

    Tour des Lebens

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Bibsi
    Ein Buch, welches ich damals großartig fand und von welchem ich wirklich begeistert war - bis es sich mittlerweile als eine große Lüge geoutet hat....
  24. Cover des Buches Eiskaltes Blut (Ein Fall für Gusenberg und Schröder-Reihe 1) (ISBN: B09RZRR79D)
    Johannes Maria Stangl

    Eiskaltes Blut (Ein Fall für Gusenberg und Schröder-Reihe 1)

     (10)
    Aktuelle Rezension von: jaszirah

    Der Krimi “Eiskaltes Blut: Ein Fall für Gusenberg und Schröder” von Autor Johannes Maria Stangl, spielt im Fußball-Milieu und fährt dabei alles auf, was es an Skandalträchtigen zu bieten gibt! Die Rede ist von absoluter Kontrolle, Erpressung, Mobbing, Doping bis zu mafiösen Strukturen. 

    Mein Fazit: Ein wirklich unterhaltsamer Krimi mit einigen Überraschungen und Wendungen.

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