Bücher mit dem Tag "donau"
88 Bücher
- Catalin Dorian Florescu
Der Mann, der das Glück bringt
(47)Aktuelle Rezension von: mabo63Zwei Lebensgeschichten aus zwei total verschiedenen Orten miteinander verwoben. Das Donaudelta und New York, wunderbar erzählt von Catalin Dorian Florescu. Der Mann der das Glück bringt. Gibt es einen schöneren Titel?!
Sehr schön geschriebenes Buch. In einer Weite und Vielfallt erzählt die seinesgleichen sucht. Kann ich nur weiterempfehlen.
- Beate Maly
Mord auf der Donau
(28)Aktuelle Rezension von: misery3103Ernestine und Anton bekommen die Karten für eine Donaufahrt geschenkt und nehmen die Fahrt gerne auf. An Bord treffen sie auf die unterschiedlichsten Mitreisenden. Als einer der Passagiere stirbt, gehen alle von einem Unglück aus. Auch das Verschwinden eines Hilfskochs alarmiert nur Ernestine und Anton. Doch wer könnte dem toten Grafen nach dem Leben getrachtet haben?
Wieder ein amüsanter und unterhaltender Fall für die Ex-Lehrerin Ernestine Kirsch und ihren Freund Anton. Die Flussfahrt war schön geschildert und übermittelte wieder einiges Wissen über historische Ereignisse, was mir bei den Büchern von Beate Maly immer gut gefällt.
Der Fall führt weit in die Vergangenheit und bietet einige Rätsel auf, so dass man als Leser bis zum Ende überlegt, wer der Täter sein könnte. Das Warum wird schon im Prolog angeschnitten, aber die Spekulationen über den Mörder bleiben.
Mir hat auch diese Reise mit Ernestine und Anton wieder viel Spaß gemacht und ich freue mich auf neue Abenteuer und weitere Fälle, die es mit den beiden zu lösen gibt. Amüsant und gut unterhaltend! - Killen McNeill
Am Strom
(17)Aktuelle Rezension von: JessicaLiestInhalt:
Ein aufrechtes Leben, eine intakte Familie, eine sinnvolle Arbeit, die wahre Liebe und das große Glück: Kann man das haben? Das ganze Paket? 1968, in einer bewegten Zeit des Aufbruchs, als alles möglich scheint, verbringen vier Jugendliche idyllische Tage auf einer Insel beim Donaudurchbruch. Die Aktivität in der Linken Schülerfront verbindet Jens, Erwin, Jelly und Else, und nun, da die
Abiprüfungen hinter ihnen liegen, zelten sie am Fluss, spinnen Zukunftspläne am Lagerfeuer, genießen die freie Zeit - und die Liebe. Zwei von ihnen werden heiraten, ihr Heil in Ehe und Familie suchen. Einer wird alles daran setzen, seinen linken Idealen treu zu bleiben. Und einer wird auf der Insel sterben. Es wird fünfundvierzig Jahre dauern, Lebensträume werden zerrinnen und Beziehungen scheitern, bis die anderen drei sich auf der Donauinsel wieder treffen. Erst jetzt wird offenbar, was damals
wirklich geschah. Ein Roman über die Liebe, das Älterwerden, den Versuch, das Leben mit Anstand zu führen. Und über einen bayerisch-fränkischen Jedermann mit seinem hartnäckig und listenreich geführten Kampf gegen das Scheitern.
Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir gut. Es passt zu der Geschichte und ist in seinen Farben eher schlicht und ruhig gehalten.
Schreibstil: Das Buch hat sich flüssig und angenehm lesen gelassen. Vor allem die Ich-Perspektive aus Jelly’s Sicht hat vor gut gefallen.
Charaktere:
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie waren gut dargestellt und konnten mich im ganzen überzeugen. Die Geschichte der Charaktere war emotional, die Reise mit ihnen hat mir gefallen.
Die Auflösung erfolgte am Ende, bis dahin blieb es spannend.
Alles in einem hat mir das Buch gefallen. - Claudia Evelyn Schulze
Mord auf dem Alptraumschiff: Ein Krimi-Liebesroman mit Humor, Herz und Hund
(20)Aktuelle Rezension von: Booky-72Janin und Jill haben eine Marketing-Agentur und bekommen einen tollen Auftrag, Werbung für eine Kreuzfahrt inklusive der Reise für Recherchezwecke. Doch es geht nicht nach Antiqua sondern auf die „Antiqua“. Und die fährt leider nur auf einem Fluss.
Eine sehr lustige Reise mit spannendem Ausgang. Von einer Kreuzfahrt auf der Donau inklusive Mord geht es in einer wilden Verfolgungsjagd bis nach Kroatien. Und ein kleiner Hund ist die größte Hilfe bei der Mörderjagd. Die Ermittlungen lassen aber auch genügend Platz und Zeit für Liebeleien. 4-Sterne-Bewertung von mir dazu.
- Gabi Kreslehner
Das Regenmädchen
(120)Aktuelle Rezension von: mamenuKlappentext
Eine regennasse Fahrbahn. Einzelne Autos, die vorbeirauschen. Ein grauer Morgen. Als Kommissarin Franza Oberwieser an den Tatort kommt, trifft sie der Anblick der Toten wie ein Schlag. Ein schönes junges Mädchen in einem glitzernden Ballkleid liegt verrenkt am Straßenrand. Franza beginnt Fragen zu stellen und begegnet nur Menschen, die etwas zu verbergen haben. Dunkle Seiten, Abgründe, Lügen. Die Tote kannte sie alle. Musste sie deshalb sterben?
Meine Meinung
Ich weiß gar nicht so genau, wie ich dieses Buch bewerten soll. Ich fand den Schreibstil schon etwas komisch und musste mich erstmal dran gewöhnen. So hatte ich dann auch meine Schwierigkeiten beim lesen. Die Autorin hat hier nur mit kurzen Sätzen gearbeitet, was ich schon manchmal als abgehackt empfand und mitunter sehr komisch beim lesen war. Ich muss auch gestehen, das mich einige Wiederholungen doch sehr gestört haben. Es gab auch einiges gutes, was mir gefallen hat. Besonders das, man beim lesen über Marie erfährt.
. Also ich würde dieses Buch nicht als Krimi bezeichnen, da doch alles irgendwie ohne Spannung ist und von Anfang bis Ende die Geschichte nur so dahin plätschert. Ich habe manchmal gedacht, ob ich überhaupt noch weiter lesen soll. Ich habe aber beschlossen, nicht auf zu geben um zu sehen wie es bis zum Ende weiter geht. Da sich keine richtige Spannung beim lesen aufgebaut hat war ich wohl auch nicht richtig bei der Sache und kann nicht mal richtig sagen welche Figuren für mich Sympatisch waren und welche nicht. Ich konnte keinen richtigen Bezug aufbauen. Für mich war diese Geschichte eher ein Familiendrama als ein Krimi.
- Thomas Baum
Donau so rot
(18)Aktuelle Rezension von: dreamlady66Kommissar Worschädl und seine Frau buchen eine Kreuzfahrt auf der Donau. Leider läuft alles anders wie geplant.
Kaum hat die Fahrt begonnen, passiert ein Todesfall.
Es ist der Fussball-Präsident. Kommissar Worschädl vermutet, dass es ein Mord war und nimmt die Ermittlungen auf...Der mir bereits bekannte und sehr geschätzte Autor Thomas Baum hat zeitgleich zwei Ereignisse beschrieben, und zwar die Kreuzfahrt selbst und die Klärung des Todesfalls auf der Kreuzfahrt. Somit kommt Spannung, aber auch Neugierde in die Geschichte.
Die Protagonisten wirken authentisch, sein Schreibstil kommt flüssig daher und durch die diversen Wendungen bleibt die Kreuzfahrt ein wirkliches Abenteuer, gar Erlebnis :)Alles in allem ein Krimi, der sehr unterhaltsam ist und auch bleibt, Chapeau. Ich vergebe hierfür gerne eine Leseempfehlung mit vollen 5*.
Merci an den Haymon-Verlag!
- Matthias Bauer
Morbus Dei: Im Zeichen des Aries
(29)Aktuelle Rezension von: Synapse11Elisabeth und Johann sind weiterhin fast ständig in Lebensgefahr. Auch der dritte Teil enthält Krimiflair, Liebesgeschichte, Aktion und Spannung vor historischem Hintergrund. Leser unterschiedlichster Genres kommen nicht zu kurz. Das Autorenduo hält wieder überraschende Wendungen für die Leser bereit.
Wenige Längen, bei denen ich nicht immer ganz durchgeblickt habe, wer sich gerade wo befindet, kommen allerdings auch mal vor. Beim Weiterlesen wird aber der Zusammenhang wieder deutlich. Der Schluss nimmt eine unerwartete Wende. In Anbetracht von Elisabeths Zustand wirkt er etwas unrealistisch, gekünstelt. Im Epilog werden die noch offenen Fragen beantwortet. Bis auf eine ... diese erscheint aber am Schluss nicht mehr ganz so wichtig wie in den Teilen 1und 2.
Mein Lieblingszitat:
“Und wenn Waffen gegen Eure Feinde nutzlos sind, gebt ihnen Euren Schnaps. Eines von beiden kriegt jeden klein.”
Fazit:
Wer spannende Abenteuergeschichten mag, sollte sich die drei Bände nicht entgehen lassen. - Ivo Pala
Elbenthal-Saga - Die Hüterin Midgards
(192)Aktuelle Rezension von: AlyriaHandlung: Der Einstieg zu Beginn ist etwas schwierig, weil man ohne Erklärung mitten in die Handlung geworfen und gleich mit vielen Namen und merkwürdigen Gestalten konfrontiert wird, aber spätestens nach den ersten Kapiteln in Midgard wird das Ganze dann übersichtlicher. Die Grundidee, das Lichtelben unterhalb von Dresden ein Tor bewachen, um die nichtsahnende Menschenwelt (Midgard) vor den bösen Dunkelelben zu bewahren, ist originell und bietet viel Spannungspotenzial, da es auch ein paar Dunkelelben schon in die Menschenwelt geschafft haben. Der Plot um die Protagonistin Svenya als Hüterin Midgards ist deswegen und dadurch, das Svenya als unwissender Mensch mitten in diesen Krieg hineingezogen wird, von vielen Konflikten geprägt. Die meisten sind nachvollziehbar und sorgen für Spannung durch das ganze Buch hindurch, allerdings ist der große Grundkonflikt etwas vorhersehbar. In der Hinsicht passiert das, was ich vorher erwartet hatte. Auch ein paar Logikfehler und Entscheidungen, die ich nicht nachvollziehen konnte, dämpfen das Erlebnis etwas, trotzdem bleibt die Geschichte insgesamt interessant (4/5).
Setting/Weltenaufbau: Für Abwechslung sorgt das gewählte Setting. Unüblich für das Genre, in welchem die meisten Bücher in fremden Welten oder Weltstädten wie New York, London, Paris etc. spielen, ist dieses Werk in und unter Dresden angesiedelt. Immer mal wieder fließen lokale geographische Elemente ein. Auch die bildreiche Beschreibung der Festung der Lichtelben, neue Wesen wie Mannwölfe und Fledermäuse als Reittiere und vielerlei zauberhafte Einrichtungen im Palast sind klare Pluspunkte. Nur die Vermischung von Magie und Natur der Elben mit hochmoderner Technik wie Maschinengewehren, Hubschraubern, Flak-Geschützen, Flatscreen-Fernsehern etc. ist nicht nach meinem Geschmack. Das passt irgendwie nicht in die magische Welt unterhalb von Dresden und ist auch für die Handlung in keiner Weise relevant, hätte also ruhig weggelassen werden können (4/5).
Schreibstil/Atmosphäre: Der Schreibstil ist durchschnittlich, aber völlig in Ordnung. Man kann gut dem Geschehen folgen, die Sprache ist einfach und verständlich und spannende Szenen wechseln sich mit ruhigeren Momenten ab. Auch die Atmosphäre drumherum und die Gefühle, Gedanken und Gewissensbisse der Protagonistin werden gut transportiert. Was mich etwas gestört hat, waren die kurzen Kapitel (oft nur 2-4 Seiten), die mich immer mal wieder aus dem Lesefluss geworfen haben. Zudem mangelt es den Dialogen etwas an Substanz, was aber auch an den eher eindimensionalen Charakteren liegt (4/5).
Charaktere: Im Laufe der Geschichte begegnet man sehr unterschiedlichen Charakteren, die ihre Eigenheiten haben und größtenteils auch interessant sind. Doch vielen mangelt es an Tiefe. Auch mit der Protagonistin Svenya habe ich meine Probleme. Zwar ist bei ihr eine deutliche Charakterentwicklung erkennbar und mir hat auch gefallen, dass sie am Anfang nicht alles hingenommen und sich sofort ihrem neuen Schicksal gefügt hat, aber sympathisch ist sie mir bis zum Schluss trotzdem nicht geworden. Mir war sie einfach zu anstrengend, zu kindisch, zu moralisch. Dass alle männlichen Charaktere, wirklich so gut wie jede genannte Person männlichen Geschlechts, selbst die, die tausende von Jahre älter als sie sind, auf sie stehen, hat es nicht besser gemacht. Der große Loveinterest wird eigentlich nur durch dieses klischeehafte Verlieben in die Protagonistin definiert, der große Antagonist sticht wie üblich durch katastrophale Unfähigkeit heraus. Da wäre deutlich mehr Potential drin gewesen (2/5).
Fazit: Abwechslungsreiche Fantasy mit regionalem Setting, interessanter Handlung und einer ordentlichen Portion Spannung. Einziges Manko: die Charaktere. 14/20.
- Birgit Jaeckel
Die Druidin
(192)Aktuelle Rezension von: colour_hunter_books𝙳𝚒𝚎 𝙳𝚛𝚞𝚒𝚍𝚒𝚗 𝚟𝚘𝚗 𝙱𝚒𝚛𝚐𝚒𝚝 𝙹𝚎𝚊𝚌𝚔𝚎𝚕
𝙸𝚗𝚑𝚊𝚕𝚝:
Wir reisen in das Jahr 120 v. Chr. nach Süddeutschland. Talia, ein junges Mädchen wächst bei Druiden auf und erlernt das Wissen über Heilkunde.
Durch einen Vorfall bei der Versorgung von Verletzten entfesselt sich ihre Macht, die nicht nur ihr, sondern Menschen um sie herum Angst macht. Sie kann die Seelen von Wesen und Menschen sehen, sie spüren und sogar berühren.
Der Zeitpunkt, als der oberste Driuid Initus erkennt, wie mächtig Talia ist ,versucht er ihre Macht für sich auszunutzen.
Als ihre Ziehmutter Vebromara stirbt, flüchtet sie vor Initus und den Druiden nach Altestadt, wo der mächtige Caran herrscht. Der Mann, der einst ihren Tod befohlen hat.
𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
Wer mir etwas länger folgt, weiß wie schwer es mir fällt einen guten Fantasy Roman auszusuchen und doch habe ich in "𝙳𝚒𝚎 𝙳𝚛𝚒𝚞𝚒𝚍𝚒𝚗" genau das gefunden.
Der Schreibstil ist angenehm, wodurch die Geschichte sich flüssig lesen lässt.
Wir erfahren als Leser, wie die Menschen zu dieser Zeit gelebt haben und auch wie die Mächte untereinander ihre Machenschaften gesponnen haben.
Das Augenmerk liegt in der Geschichte natürlich auf der Protagonistin und ihren Fähigkeiten, der mit einem Inneren Konflikt einhergeht . Zugleich können wir sehen, wie sich die Gefühle und die Beziehung zu ihrem Vater entwickeln. Da die Geschichte nur einen Teil aus Fantasy besteht, war das für mich ein super (Wieder-)Einstieg in dieses Genre .
Das Buch gehört tatsächlich zu einem sehr eingestaubten Teil meines suBs 🙈 ,daher ist es nur noch als eBook erhältlich. - Markus Weber
Ein Coffee to go in Togo
(34)Aktuelle Rezension von: Antje_WaldschmidtUnternehmensberater Markus Weber will raus aus dem Hamsterrad. Das wird ihm eines Morgens klar, als er auf die gestresste Arbeitswelt blickt. Weber kündigt seinen Job. Doch wohin soll es gehen? Hauptsache weit weg! Der Blick fällt auf seinen Kaffeebecher und er fragt sich, ob es den „Coffee to go“, den die fleißigen Arbeitsameisen allmorgendlich hinter kippen, auch in Togo gibt. Wortspiel und Reiseidee sind hiermit geboren. Weber wird mit seinem pinken Drahtesel 14.037 Kilometer bis nach Togo radeln, unzählige Abenteuer durchleben und Kaffee trinken. Das Buch überzeugt durch seine naiv angehauchte, ehrliche, kurzweilige Erzählung – mit einer Portion Selbstironie. Herrlich erfrischend.
- Lena Klassen
Magyria - Das Herz des Schattens
(209)Aktuelle Rezension von: Sarah_OllenburgEine tolle Geschichte, mit einer neuen Interpretation von Vampiren und Wölfen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Hanna und Mattim erzählt, sodass man sich in beide Protagonisten einleben kann und sie besser kennenlernt.
Auch der innere Konflikt, den Mattim in sich trägt, ist nachvollziehbar aufgebaut.
Fragen zu Hintergründen, die beim Lesen entstehen, werden im weiteren Verlauf aufgeklärt. - Edith Kneifl
Endstation Donau
(11)Aktuelle Rezension von: Christin87Im letzten Fall des Duos Katharina Kafka und Orlando heuern diese mit ihren Barkeeper-Fähigkeiten auf einem Flusskreuzfahrtschiff an und fahren entlang der Donau durch Rumänien, Bulgarien, Ungarn und zurück nach Wien. Ebenfalls an Bord des wackligen Kahns ist Katharinas Onkel Sandor, den wir schon von Erzählungen der Vorgängerbücher kennen.
Es dauert nicht lange bis Katharina die erste Leiche über den Weg schwimmt und schon ist die möchte gern Miss Marple in ihrem Element, denn wo eine Leiche ist sind auch weitere.An anderer Stelle gehen zwei Kleinganoven ihrem Handwerk nach und legen sich mit der rumänischen Mafia an. Auch von diesen sind wir einem schon in Teil 1 begegnet, was ich schnell vermutet hatte. Nur hatte ich nicht auf die richtige Person gesetzt. Eine schlaue Finte der Autorin, wenn es denn so beabsichtigt war.
Am Ende führen die Wege aller Beteiligter zusammen.
Auch der 4. Band ließ sich zügig und leicht lesen, auch wenn häufig die gleichen Themen (vor allem die schlechte Behandlung von Sinti und Roma) von verschiedenen Charakteren immer wieder angesprochen und durchgekaut wurden.
Das mögliche Täterfeld ist groß und der Grund der Morde durchaus kreativ.
Aber wie auch bei den anderen Bänden ist der Funke einfach nicht so recht übergesprungen.
Das Highlight war auch hier die detaillierte Beschreibung der besuchten Orte. Da mich diese aber weniger in den Bann ziehen konnten als in Teil 3, gibt es diesmal wieder nur drei Sterne. - Kai Meyer
Das Buch von Eden
(14)Aktuelle Rezension von: FlaventusIn einer Mischung aus Fantasy und historischem Roman erzählt Kai Meyer in diesem Buch die Geschichte der letzten Pflanze aus dem Garten Eden. Dabei platziert er den Plot glücklicherweise (hauptsächlich) in Deutschland.
Gelungenes Setting
Ich persönlich finde es ausgesprochen gut, wenn Autoren mit ihrem Plot in heimischen Gefilden verweilen, auch wenn es unablässlich für die Geschichte ist, dass die Protagonisten Europa verlassen.
Die Idee hinter der erzählten Geschichte ist herrlich unverbraucht und macht allein deswegen schon Spaß. Die Intrigen und der Machthunger der Mächtigen des Mittelalters kommen dabei nicht zu kurz, so dass sich die Fantasyelemente sehr gut in das Mittelaltersetting einzugliedern wissen.
Gekürzt
Ohne das Buch zu kennen, weiß ich natürlich nicht, an welchen Stellen das Buch gekürzt wurde. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich immer wieder den Eindruck, als ob wesentliche Stellen gekürzt worden wären, weil ich mich nicht auf Anhieb in einem neuen Absatz zurechtfand.
Zudem scheint die Spieldauer von knapp acht Stunden für eine massive Kürzung zu sprechen, denn Bücher mit über 700 Seiten werden für gewöhnlich in über 20 Stunden eingesprochen.
Eventuell wurde dadurch den Nebenfiguren nicht der Raum geschenkt, wie er in der ungekürzten Fassung vorhanden ist. Das gilt auch für die Nebenerzählung, die im Orient angesiedelt ist.
Sprecher
Es hört sich merkwürdig an, wenn man einen Sprecher nur als Kinderbuch-Sprecher kennt und dieser ein Buch für Erwachsene einspricht. Philipp Schepmann kannte ich bisher von “Der kleine Drache Kokosnuss”, den meine Söhne in verschiedensten Varianten hören.
Selbstverständlich ist die Stimme die gleiche, allerdings ist es gewöhnungsbedürftig, wenn eine Protagonistin aus diesem Buch die gleiche Stimme verliehen bekommt wie das kleine Stachelschwein (aus den Kokunuss-Geschichten).
Davon abgesehen macht Schepmann einen hervorragenden Job und kann sich hören lassen. Facettenreich und mit viel Abwechslung spricht er das Buch mit angenehmer Stimme ein.
Fazit
Die Mischung aus Fantasy und Mittelalter ist Kai Meyer sehr gut gelungen. Leider ist das Buch stark gekürzt, so dass ich den Eindruck gewonnen habe, als wären einige Facetten der ungekürzten Erzählung verloren gegangen.
Wer den Sprecher Philipp Schepmann aus Kinderhörbüchern kennt, muss sich ein wenig umgewöhnen. Danach macht es durchaus Spaß, ihm zuzuhören. Somit kann ich dem Hörbuch durchaus eine Empfehlung aussprechen, denn sie weiß trotz Kürzung ihre Hörer zu unterhalten.
- Gena Showalter
Schwarze Nacht: Die Herren der Unterwelt 1
(279)Aktuelle Rezension von: SombralunaMeinung:
Schon einmal haben ich diese Reihe angefangen zu lesen und schon damals war ich sehr begeistert von ihr. Gena Showalter ist zwar eine von mehreren die eine Gruppe von Kriegern erschaffen hat die alle nach und nach eine Frau bekommen. Aber für mich ist es eine der besten Reihen die ich bisher gelesen haben. Den die Autorin hat eine Welt erschaffen die ich so noch nicht kannte und mich sehr fasziniert hat.
Der erste Teil der Reihe "Schwarze Nacht" ist ein hervorragender Start in die Welt der Herren der Unterwelt. Sie startet mit dem Krieger Maddox der den Dämon der Gewalt in sich trägt. Jeder der Krieger in dieser Reihe beherbergt einen Dämon in sich ohne den er nicht mehr leben kann.
Der Anfang ist sehr interessant, natürlich wird zu anfangs erstmal etwas über die Welt erklärt. Man erfährt was man wissen muss, aber nicht zulange hinaus gezogen das es störend sein können, weil man zum Punkt kommen möchte.
Den Umgang der Krieger miteinander ist sehr herzlich und familiär. Obwohl sie nicht miteinander verwandt sind, verhalten sich sich alle wie Brüder und der eine würde für den anderen sein leben geben. Jeder einzelne der Krieger hat seine guten und schlechten Seiten, ich freue mich schon sehr alle kennen zu lernen. Und natürlich habe ich schon meine Lieblinge unter den Kriegern.
Die Protagonisten dieses Buches aus derer Sicht die meiste Zeit geschrieben wird sind Maddox der Krieger der Gewalt und Ashlyn Darrow. Obwohl Maddox den Dämon der Gewalt in sich trägt ist er ganz anders als man erwarten würde. Natürlich kann er kämpfen wie der Teufel und ist einer der besten Krieger, aber schlussendlich ist er ein sehr einsamer und liebevoller man, der sich nur eine Familie wünscht. Was für ihn aber nie in Frage kommt, da er unsterblich ist und mit einem Fluch belastet ist der ihn jede Nacht aufs Neue sein Leben kosten wird. Bis er auf Ashlyn trifft.. Auf der Suche nach Hilfe um ihre Gabe zu beherrschen trifft sie auf den attraktiven Maddox. Sie ist ein eher ruhiger, süßer Charakter, sie denkt gerne zuviel nach, anstatt einfach zu sagen was sie stört oder braucht. Und doch ist sie auch schlagfertig nachdem sie mit dem Krieger eine weile Kontakt hatte. Sie kann aber auch manchmal ein wenig nervig werden, vor allem wenn sie jede Frage mit einer Gegenfrage beantwortet. Die Autorin schreibt in einem locker leichten Schreibstil in dem man gar nicht merkt wie die Seiten verfliegen, so sehr ist man in der Geschichte auch drin und schnell ist es auch zu Ende.
Das einzige was mich wirklich in diesem Buch stören könnte, wäre das die Liebe der beiden für mich zu schnell geht, innerhalb von 1-2 Tagen unzertrennbar... das ist mir mich nicht echt, aber hier kann ich eine Ausnahme machen, da bei den beiden einfach alles passt.
Ab und zu wird auch ein Kapitel in der Sicht eine anderen Kriegers geschrieben, was aber nicht unbedingt "nervig" wie man erwartet würde, da man mehr von den Protagonisten lesen möchte. Aber es ist ehr interessant, die Kapitel sind auch nicht zu lange, aber man erfährt auch gleich mehr über die anderen Krieger, jeder hat seine eigene Geschichte.
Auch wenn ich jeden der Krieger auf seine Art liebenswert finde, nervt mich der Starrsinn von ihnen des öfteren. Das festhalten daran, das alles was sie nicht kennen und sie betrifft böse ist...
Die Autorin hat fast am Ende sogar einen richtige fiesen Cliffhanger eingebaut, der einen fast wahnsinnig machen kann.
Schlussendlich bin ich aber sehr überzeugt von diesem Auftakt, vor allem gegen Ende merkt man auch sehr viel Gefühl in diesem Buch, ich muss auch die ein oder andere Träne verlieren da es noch sehr traurig wird. Obwohl es größtenteils vorhersehbar ist wird man doch des ein oder andere mal überrascht.
Fazit:
Ich kann diese Reihe nur wärmstens Empfehlen wenn man auf heiße Krieger und viel Gefühl steht. Auch die dramatischen Szenen kommen nicht zu kurz und Erotik erst recht nicht. Für mich genau richtig. Und ich habe es nicht bereut dieses Buch als Re-Read gelesen zu haben. Genauso werde ich es auch mit den restlichen Teilen tun die ich bereits gelesen habe. Die Bücher halten einem im Bann und auch der Humor kommt nicht zur kurz. Man lernt diese Jungs richtig zu lieben.
Sie machen auf jeden Fall Lust auf mehr.
- Lena Klassen
Magyria - Die Seele des Schattens
(58)Aktuelle Rezension von: Sarah_OllenburgEine gelungene Fortsetzung, des ersten Teils, das einzige was mir auch hier gefehlt hat, eine Tiefe in der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten.
Die Wendungen am Ende des Buches haben mich sehr überrascht, was noch einmal eine gute Spannung aufgebaut hat. - Johann Allacher
Der Watschenmann
(7)Aktuelle Rezension von: ShannonErik Neubauer, trinkfester Wiener Student, jederzeit zu Schabernack aufgelegt und übermütig bis zum Geht-nicht-mehr hat es zu weit getrieben. Er findet sich nach einem Lausbubenstreich gefesselt und geknebelt in einer Lagerhalle wieder. Neben ihm eine bezaubernde junge Dame in einer vergleichbaren Situation, vor ihm ein slawischer Hüne mit kaltherzigen Absichten – wie konnte er nur in diese Situation geraten? Wo am Vortag noch Übermut und Sorglosigkeit regierten, treten nun die Polizei-Kollegen Berger und Jerabek auf den Plan, denn auch die erste Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Doch was hat die Energieversorgung unseres Planeten mit einem ermordeten Schwarzafrikaner im Wiener Stadtpark zu tun?
Ich bin nicht wirklich eine Krimi-Leserin, doch diese Reihe wurde mir von einem Kollegen ans Herz gelegt und er täuschte sich nicht. Sie ist leicht und flüssig zu lesen und lebt für mich vor allem von ihren Wiener Originalen, den Schauplätzen und den amüsanten Weltansichten des Autors, die immer wieder durchblitzen.
„Einmal um die Welt in zehn Minuten sozusagen. So lange dauert es zumindest beim Essen, bis das Gehirn vom Magen die Information erhält, satt zu sein. Isst man schneller, kann man den eigenen Körper mit Leichtigkeit überlisten und schnell noch eine zweite Pizza in sich hineinstopfen, bevor einem das Sättigungsgefühl mitteilt, sich überfressen zu haben. Hier offenbart sich das Grundübel der Menschheit, Entscheidungen primär aus dem Bauch heraus zu treffen. Ohne jene zehn Minuten abzuwarten, die es benötigt, die dadurch hervorgerufenen Folgen abzusehen. Ein Blick in die Abendnachrichten genügt, um zu erkennen, dass diese kurze zeitliche Latenz dazu geeignet ist, dereinst die Spezies Mensch auszurotten.“
Der Kriminalfall erscheint mir stimmig und bei der Auflösung gab es sogar den einen oder anderen Lerneffekt für mich. Das Buch ist nicht sehr dick, trotzdem gelingt es Allacher hier einige wunderbare Charaktere zu entwickeln, die ich mir so, sehr gut in Wien vorstellen kann und die mir gar nicht allzu überzeichnet vorkommen.
Der Einsatz von Schauplätzen in und um Wien wirkt gut gewählt und ist ohne Zweifel auch für nicht Ortskundige interessant. Schließlich erhält man einen feinen Einblick in die Wiener Seele und wer sich am geschriebenen Dialekt nicht stört, hat einen gut gewobenen, sorgsam recherchierten und amüsanten Krimi vor sich. Teil zwei wartet schon auf mich…
- Patrick Leigh Fermor
Die Zeit der Gaben
(15)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerNachdem Patrick Leigh Fermor die Schule verfrüht verlasse musste, kam ihm nach mehreren Ideen der Gedanke, dass er möglichst zu Fuß nach Konstantinopel reisen wolle. Es soll eine Reise werden, die ihn in seiner Einstellung verändern und vielen interessanten Personen näher bringen sollte. Daraus entstand ein zweiteiliges Werk, das diese Reise rückwirkend beschreibt.
Irgendwann hat meine Mutter mir das Buch mal (mit ein paar anderen) in die Hand gedrückt. So richtig damit anfangen konnte ich eigentlich nichts, las aber etwas von "Hitlers Machtergreifung" und konnte demnach nicht nein sagen. Also hab ich es auch gelesen, zumal ich es mir für dieses Jahr (nach Jahren des Stillliegens) vorgenommen habe.
Die meiste Zeit, die ich in dem Buch gelesen habe, bin ich eigentlich beinahe beim Lesen eingeschlafen. Oder war zumindest kurz davor. Normalerweise passiert mir dass ja nur bei Uni-Lektüre. Deswegen habe ich mich auch wirklich schwer damit getan, das buch immer wieder in die Hand zu nehmen - die letzten 100 Seiten habe ich sogar nur noch soweit überflogen. Eigentlich schade! Weil ich glaube, dass man einiges aus dem "Stoff" hätte machen können - ist ja nicht der erste Reisebericht, den ich gelesen habe.
Ein großes Problem des Buches ist, meiner Meinung nach, dass es in jeder Form sehr unbeständig ist - einzig die Sprache zeigt Beständigkeit, aber dazu später. Immer wieder gibt es Hinweise darauf, dass jetzt ein Exkurs zu etwas folgt, das mit der Reise nur bedingt etwas zu tun hatte, einfach nur, weil er sich darüber Gedanken gemacht hat. Zum Beispiel beim Exkurs darauf, sich selbst als Gesprächspartner zu beschreiben:
"Ich will versuchen, das Ausmaß meiner Ahnungslosigkeit zu beschreiben, auch wenn es den Gang der Erzählung für ein paar Seiten aufhält." (S. 163)
Die paar Seiten beliefen sich auf etwa sieben Seiten, die völlig aus dem Kontext gerissen sind. Einerseits ist es zwar schön, etwas von seinem Leben auch vor der Reise zu erfahren, allerdings geht es auch öfter in andere Richtungen. Er erklärt Adel und die Ausrichtung von verschiedenen Künstlern, die er mal kannte und mal nicht kannte. Das alles war mir irgendwie zu viel. Weil ich irgendwann nicht mehr den Eindruck hatte, dass es sich um einen Reisebericht handelt, sondern um ein Sammelsurium von Informationen, Personen, Orten und Gedanken, die mir zu durcheinander waren.
Dazu sind die Beschreibungen sehr unverhältnismäßig, insbesondere was die Seitenzahlen anbelangt. Um einen Vergleich anzubringen: der Aufenthalt in Prag erhielt in seinem Buch 26 Seiten, der Aufenthalt in Wien 44 Seiten - seine Reise durch die Slowakei beinhaltet etwa 23 Seiten, durch die Niederlande nur 20. Am meisten Raum nimmt die Reise durch Deutschland ein (was auch verständlich ist, bedenkt man, dass Deutschland einen großen Teil der Reise bis Ungarn einnimmt). Aber wenn ein einzelner Ort teilweise doppelt so viele Seiten einnimmt wie beispielsweise die Reise quer durch ein ganzes Land... Immer wieder kommen Kommentare nach dem Prinzip "eigentlich erinnere ich mich nur dunkel an die Reise zwischen dem einen und dem anderen Ort, erst dort klart es wieder auf" - finde ich allerdings ein bisschen schwierig, wenn ich ein solches Buch schreibe.
Der einzige Pluspunkt, den das Buch aufweisen konnte, ist der Stil. Die Sprache ist wunderschön und poetisch, auch wenn es so ein bisschen anstrengend zu lesen ist. Die Beschreibungen (wenn es genauere gibt) sind sehr bildhaft und damit greifbar. Mal ein Beispiel:
"Wieder einmal waren die Berge zurückgewichen, und die Städtchen im Tal folgten einander in kürzeren Abständen. Am gegenüberliegenden Ufer glitten sie stillschweigend heran, standen feierlich und starr über ihren Spiegelbildern wie der Prospekt einer Bühne. Die bunten Giebel und Fassaden, mit schmiedeeisernen Gittern verziert, die Fensterläden wie Blattwerk an ihren Ranken, vereinigten sich zu einer einzigen langen Reihe, die das gesamte Ufer säumte." (S. 223 f.)
Ich mochte die Sprache, auch wenn sie jetzt nicht viel dazu beigetragen hat, mich wachzuhalten. Es verleiht dem Buch einen besonderen Zug, der wesentlich ist. Einzig eine stilistische Feinheit hat mir nicht sonderlich gepasst: erst gegen Ende, also etwa im letzten Viertel beginnt er, Ausschnitte seines Tagebuchs einzubinden. Ich kann verstehen, dass er in der ersten Zeit nicht damit arbeiten kann, weil ihm das Buch bekanntlich abhanden gekommen ist - nicht verstehe ich jedoch, dass er erst am Ende auf die Idee gekommen ist, dass man das machen könnte. Hier hätte ich entweder einheitlich immer wieder eindrücke eingebaut oder es ganz gelassen. So wirkt es auch an dieser Stelle wieder - unbeständig.
Doch trotz der vielen negativen Eindrücke musste ich doch an einer Stelle zumindest schmunzeln, nämlich als das Wallenstein-Palais in Prag Erwähnung findet. Hier findet sich eine Fußnote über die Geschichte Wallensteins und einigen weiteren Persönlichkeiten seines Stammbaumes. Darunter: ein Hinweis auf einen Nachkommen, der Casanova in seinem Schloss angestellt hatte. Mein Bachelorarbeitsthema verfolgt mich :'D .
Die Hinweise auf den Nationalsozialismus in Deutschland, der in dieser Zeit gerade aufstrebend gewesen ist (Hitler war bereits eine Art "Heros", dessen Bilder überall aufgehängt wurden) waren die meiste Zeit eher wage, auch wenn hier der ein oder andere prägnante Eindruck wiedergegeben wird (immerhin ist der Autobiograph Engländer - also Ausländer und damit in manchen Augen problematisch). Fand ich etwas schade, weil ich gerade das immer besonders interessant finde.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass das Buch mich eher nicht überzeugt hat. Also eigentlich gar nicht. Die Sprache fand ich schön, weil es mal etwas anderes ist, allerdings war es nicht möglich, das Buch für mich ausreichend spannend zu machen. Wer beim Lesen eines Buches fast einschläft, vor allem in Munterkeit, der hat das falsche Buch in der Hand. Schade, dass es so war - aber kann man nicht ändern. Vielleicht kann der ein oder andere was damit anfangen, für mich war es allerdings nichts.
- Patrick Leigh Fermor
Zwischen Wäldern und Wasser
(7)Aktuelle Rezension von: LiisaDer zweite Band mit Patrick Leigh Fermors Bericht über seine Reise nach Istanbul im Jahr 1933/34 hat mich noch mehr begeistert als der erste Band und zwar weil es darin in Gegenden geht, die den meisten Lesern tatsächlich sehr fremd sein dürften. Was Ungarn angeht, so dürften Budapest und die Gegend um den Plattensee noch einigen aus eigener Anschauung bekannt sein aber spätestens wenn er dann in die Gegend des heutigen Rumänien kommt, ist es auch mit solchen Kenntnissen wohl vorbei. Geschweige denn, dass man viel über die geschichtlichen Wechselfälle dieser Länder und bedeutende Persönlichkeiten weiß. Das Schöne an Fermors Bericht ist, dass er eben nicht nur eine Aneinanderreihung von Orten und Erlebnissen ist, sondern diese ergänzt sind mit viel Hintergrundinformationen. Patrick Leigh Fermor interessiert sich für die Sprachen, die die Menschen sprechen, denen er damals begegnet und welche Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede sie aufweisen. Er spürt den Völkerwanderungen und Geschichten einzelner Stämme und Ethnien im Laufe der Zeit nach, zeigt die Gründe für Spannungen zwischen ethnischen Gruppen auf und beschreibt dazu wieder sehr anschaulich und begeisternd von Menschen und den Landschaften, die er auf seiner Wanderung trifft und sieht. Damit porträtiert er eine Welt, die kurz darauf für immer auf den Kopf gestellt wurde und verschwand. Teilweise buchstäblich, weil sie im Zuge des Baus des sog. Eisernen Tors (einem Elektrizitätswerks an der Donau) in den Fluten der angestauten Donau versanken, teilweise durch die politischen Ereignisse die bald darauf folgten und wiederum große Umwälzungen nach sich zogen. So ist der Bericht in diesem Band zugleich auch eine Art literarisches Denkmal für diese Gegenden und die Menschen, die dort lebten. Würde man all den interessanten angerissenen Themen, Daten und geschichtlichen Persönlichkeiten nachspüren, die Erwähnung finden, wäre man wohl für lange Zeit ausgiebig beschäftigt. Ich freue mich schon jetzt auf den noch ausstehenden dritten Teil dieses Berichts, der die Leser dann wohl bis Istanbul führen wird. Bleibt nur zu hoffen, dass der inzwischen hochbetagte Patrick Leigh Fermor dieses Werk noch vollenden kann. - Markus Kavka
Rottenegg
(28)Aktuelle Rezension von: AoibheannGregor Herzl ist Moderator bei einem Berliner Musiksender. Er erhält seine Kündigung und ertappt seine Freundin in Flagranti mit einem anderen Mann. Nach einigen Besäufnissen und einem fast gelungenen versehentlichen Selbstmord nimmt er sich eine Auszeit. Er zieht sich eine Weile zu seinen Eltern ins oberbayerische Land zurück. Doch ganz so beschaulich ist es auch hier nicht unbedingt, Gregor scheint das Chaos regelrecht anzuziehen.
Markus Kavka ist vielen sicherlich noch als Moderator auf MTV bekannt, oder aus anderen verschiedenen TV-Formaten, meist in Verbindung mit Musik.
Seinen Roman „Rottenegg“ fand ich nett und unterhaltsam, aber nichts was mich aus den Socken gerissen hätte.
Charmant fand ich die vielen eingeflochtenen Sznen in einem Mix aus Bayrisch und Hochdeutsch. Einiges konnte ich mir bildlich vorstellen, eine herrliche Sache. Die Hauptfigur selbst blieb für mich eigentlich die ganze Zeit eher farblos, oft überzogen von sich eingenommen und selbstverliebt. Das Ende konnte mich nicht überzeugen, und es passt für mich auch nicht so recht zum Rest des Buches.
- Duncan J. D. Smith
Nur in Wien
(5)Aktuelle Rezension von: The iron butterflySonderbare Orte, geheime Plätze und versteckte Sehenswürdigkeiten - sie machen den Geist einer Stadt vermutlich erst wirklich aus. Wer nicht mit dem Touristenstrom von Attraktion zu Sehenswürdigkeit und wieder zurück getrieben werden will, der sollte sich vorab informieren. Ist man einmal angekommen entzieht man sich nur schwer dem zähen Fluß der Massen, die immer und überall zu sein scheinen. Duncan J. D. Smith hat in "Nur in Wien" einige Kostbarkeiten und Ruheinseln in all dem touristischen Getümmel aufgetan. Verpackt in kompakte geschichtliche Hintergrundinformationen oder kurze bebilderte Anekdoten wird so dem Leser die Chance geboten den Standardrouten auszuweihen und doch den Wiener Geist anzutreffen. In der Reihe sind auch Reiseführer zu Prag, Budapest, Berlin und München von Smith erschienen. Entdecke den Sinn der kryptischen Inschriften an Hausmauern oder eine Uhr, deren Zeiger 20 904 Jahre für eine Umdrehung benötigen würde. - Jennifer Donnelly
Waterfire Saga - Das erste Lied der Meere
(61)Aktuelle Rezension von: JoLeoIn der Waterfire Saga wird man in die wunderbare Unterwasserwelt des Königreichs Miromara entführt. Hier lebt die Meerjungfrau Serafina die nach Ihrer Mutter die nächste Regentin werden soll. Serafina ist gerade mitten in den Vorbereitungen zu Ihrer Dokomi - die Zeremonie in der festgestellt wird, ob sie von königlichem Geblüt ist - als etwas schreckliches passiert...
Liedmagie, Meerhexen... Serafina träumt von weiteren Meerjungfrauen, die sie finden muß um zusammen mit Ihnen die Zerstörung Ihrer Welt zu verhindern. Serafina macht sich mit Ihrer besten Freundin auf die große Suche nach Ihnen und nach den wichtigen 6 Talismanen.
Das erste Lied der Meere - ein spannendes Unterwasser-Abenteuer das Lust auf Mee(h)r macht!!
Wenn man sich eingefunden hat in die neue Sprache von Miromara, Dokimi, Muschelhörner, Iele, Terragogs (hinten im Buch ist nochmal eine Auflistung aller Begriffe :-) lässt einen das Abenteuer nicht mehr los und man kann nicht mehr aufhören zu lesen. Die flüssige Schreibweise, die relativ große Schrift finde ich super. Eine tolle Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und Verantwortung.
Ich bin gespannt wie es weitergeht und freue mich schon sehr auf den 2. Band!!!
- Manfred Breitinger
Sich erinnern und vergessen
(7)Aktuelle Rezension von: PookaZarte Beschreibung zwischenmenschlicher Reaktionen und Darstellung von Gefühlen beim Anblick schöner Landschaft. Spannende Liebesgeschichte.Als Leser vergesse ich, dass es sich um alte Menschen handelt, wiewohl das Alter glaubhaft gezeichnet wird. Nachvollziehbare Charakterisierung.
Gut lesbarer, flüssiger Stil.