Bücher mit dem Tag "dichter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "dichter" gekennzeichnet haben.

306 Bücher

  1. Cover des Buches Weihnachten auf der Lindwurmfeste (ISBN: 9783328600718)
    Walter Moers

    Weihnachten auf der Lindwurmfeste

     (170)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Das gute an Büchern, die von vielen anderen schon verrissen wurden, ist, dass man keine großen Erwartungen hat. „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ hat offenbar viele Moers-Fans enttäuscht. Jetzt liegt das ursprünglich kleine Büchlein in einem großen Format und illustriert vor. Die Zeichnungen sind, wie schon bei Prinzessin Insomnia, von Lydia Rode und farbig gehalten, was der Geschichte, die ein einziger langer Brief von Hildegunst von Mythemmetz an seinen Freund Hachmed Ben Kibitzer darstellt, noch einmal aufwertet.

    Von Mythemetz beschreibt das große Fest „Hamoulimepp“, das unserem Weihnachtsfest verblüffend ähnlich ist. Mythenmetz ist dabei offensichtlich ein Hamoulimepp-Hasser, findet er doch vor allem überflüssige, nervige und blöde Rituale während dieses Festes.

    Ich jedenfalls habe mich köstlich amüsiert. Viele Beispiele werden im hinteren Teil des Buches wie in einer Art Lexikon noch einmal in ihrer Bandbreite vorgestellt. So kann man sich die verschiedensten Instrumente der Lindwürmer, die Feuerraketen oder die Haustüren der Lindwürmer anschauen.

    Ich jedenfalls fand es lustig und verstehe Hildegunsts Abneigung durchaus. Auch wenn ich nach wie vor auf den dritten Teil der träumenden Bücher warte, konnte mir das Weihnachtsfest mit dieser kleinen Lektüre schön versüßt werden!


  2. Cover des Buches Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann (ISBN: 9783949465000)
    Kerstin Gier

    Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann

     (930)
    Aktuelle Rezension von: lliz_lovesbooks

    Quinn trifft die rätselhafte Kim auf der Geburtstagsparty seines besten Kumpels. Er beobachtet wie sie von einem Fremden bedroht wird und beschließe ihr zu Hilfe zu kommen. Kim jedoch will seine Hilfe nicht und beschwört ihn wegzulaufen und sich ja nicht von „denen“ erwischen zu lassen. Quinn flieht und flieht immer weiter, bis zu dem Auto, dass er nicht kommen sieht….

    Quinn entrinnt nur knapp dem Tod und plötzlich ist alles anders. Er sieht Dinge, die nicht da sein sollten, hat seltsame Fähigkeiten und alles scheint mit dem Hutmann zusammenzuhängen. 

    Um diesen rätselhaften Ereignissen auf den Grund zu gehen bittet er die eigentlich verhasste Nachbarstochter Mathilda um Hilfe. 

    Doch weder Quinn noch Matilda ahnen in welche Welt sie dadurch geraten (oder sollte ich lieber Parallelwelt sagen?!) und welchen Gefahren sie sich dabei aussetzen. 

    Eine Jahrhunderte alte Prophezeiung und Quinns leiblicher Vater sind der Schlüssel zu allem was zwischen der magischen und der realen Welt im verborgenen liegt… 

    Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Quinn und Mathilda erzählt. Die jugendliche, witzige Sprache lässt einen förmlich durch das Buch fliegen. 

    Die Story ist von Seite 1 an spannend und baut sich gegen Ende sogar immer mehr auf. 

    Das Buch wirkt sehr modern sowohl von der Story als auch vom Ausdruck und der Schreibweise. 


    Nachdem ich mit der Silber Reihe absolut unzufrieden hat mich dieses Buch umso mehr überrascht. 


    Ein sehr zu empfehlender Fantasy Jugendroman 👍🏼

  3. Cover des Buches Silberlicht (ISBN: 9783426504352)
    Laura Whitcomb

    Silberlicht

     (619)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Ich habe das Buch schon vor vielen Jahren gelesen und obwohl ich keine Rezension dazu habe (oder ich finde sie nicht mehr, aber ich war mir relativ sicher, den Eindruck davon schon einmal irgendwo aufzuschreiben), so weiss ich noch ziemlich genau, was meine Meinung und meine Kritikpunkte dazu waren, weshalb ich es noch einmal grob zusammenfassen möchte.


    Das Buch hatte ich damals in der Mängelexemplarecke entdeckt und ich war sofort vom Cover gefangen und auch der Klappentext mit der Geisteridee klang nicht schlecht. Es klang nach einer interessanten Liebesgeschichte.


    Leider war sie das dann aber nicht wirklich. Das Buch wirkte an vielen Stellen oberflächlich. Sie hätte als Muse eine interessante Rolle einnehmen können, was nicht der Fall war.


    Was mir aber am meisten, auch bis heute noch, im Kopf geblieben war, war das eher kindische Verhalten der Charaktere. Rede ist zwar im Klappentext von einem 17-jährigen, aber Helen selbst war glaube ich sogar 27, als sie starb, wenn ich das noch recht im Kopf habe. So oder so, Helen hat mit ihrem Geisterleben noch weitere hundert Jahre auf dem Buckel, die sie ja auch bewusst wahrnahm und in denen sie neues lernte. Egal wie alt sie nun war bei ihrem Tod, man sollte nach so langer Zeit eine gewisse Reife haben, die sie aber einfach einmal zum Fenster hinausschmeisst für die Liebe.


    Ich weiss noch, dass mich das Ende ziemlich enttäuscht zurückgelassen hat und ich überhaupt nicht überzeugt war von den Charakteren. Es ist mir so sehr geblieben, dass ich doch leider sagen muss, dass das Buch wohl wirklich nicht so gut war, wenn es so einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, weshalb ich auch leider nur zwei Sterne vergeben kann.


  4. Cover des Buches Der Gentleman (ISBN: 9783351036737)
    Forrest Leo

    Der Gentleman

     (55)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Lionel Lupus Savage ist ein 22jähriger fauler Aristokrat, der in London des Jahres 1850 lebt und sich als begnadeter Dichter sieht. Als ihm sein treuer und als Vaterersatz dienender Butler Simmons eines Tages nach der Äußerung, er wolle sich ein Boot kaufen, mitteilt, dass kein Geld mehr vorhanden sei, ist guter Rat teuer... Für einen Gentleman kommen Handwerksberufe selbstverständlich nicht in Frage - auch Handel ist keine angemessene Tätigkeit... und klingt außerdem erbärmlich. Um also das große Haus am Pocklington Place erhalten und die Internatskosten seiner 16jährigen Schwester Lizzie bestreiten zu können hilft nur eins: reich zu heiraten...

    Schlussendlich stößt er in der vermögenden Familie der Lancaster's auf Vivien, von der er sehr angetan ist und die seinem Werben nachgibt. Bald ist geheiratet und das Einkommensproblem scheint gelöst. Doch die Liebe verblasst recht schnell und damit einher kommt eine immense Schreibblockade. Als Vivien wieder eine ihrer Gesellschaften gibt und sich ein sehr sympathischer und gutaussehender Gentleman zu Lionel in sein Arbeitszimmer verirrt, wo sich der Herr des Hauses Selbstmordgedanken hingibt, ist diesem freundlichen Herrn, der allem Anschein nach der Teufel höchstpersönlich zu sein scheint, im Zuge einer philosophischen Unterhaltung schnell die Ehefrau versprochen... Lionel wird sich seiner wahren Gefühle über Vivien erst bewußt, als diese plötzlich unauffindbar ist...

    Der Debütroman des 27jährigen Forrest Leo, der in einer Blockhütte in Alaska aufwuchs, ist eine Komödie über die Liebe, die Kunst und das viktorianische England. Sein zuerst als Theaterstück verfasster Roman serviert schmunzelnde und intelligent pointierte Dialoge sowie vier Duelle in vier Tagen und eine Reihe exquisiter Figuren: Eine sehr direkte und forsche frühreif erscheinende Schwester, einen jungen Flugmaschinen bauenden Erfinder sowie einen gutaussehenden Abenteurer - den Bruder der verschwundenen Vivien Lancaster. Allesamt jedoch werden von dem souveränen Majordomus des Hauses überstrahlt und in den Schatten gestellt: Die Auftritte des Butlers Simmons sind stets ein Lacher.

    Es gäbe einen Stern mehr, doch dem Roman ist zu intensiv anzumerken, dass er von einem Theaterstück abgeleitet wurde. Trotz des höchst vergnüglichen überspitzten Schreibstils vermag es der Autor nicht, die Qualität durchgehend zu halten und das Auf und Ab der Unterhaltung lässt das kurzweilige und unterhaltsame Lesevergnügen holprig erscheinen. Amüsant die Idee des jungen Debütanten, die Erzählung Lionel's, welche von seinem Cousin Hubert Lancaster veröffentlicht wird, mit Fußnoten zu versehen. Dadurch entspinnt sich eine Geschichte in der Geschichte und vermag einen anderen Blickwinkel als den des jungen faulen Aristokraten zu vermitteln.

  5. Cover des Buches Das Nordseegrab (ISBN: 9783596194834)
    Tilman Spreckelsen

    Das Nordseegrab

     (62)
    Aktuelle Rezension von: kindergartensylvi

    Nordseegrab von Tilman Spreckelsen

    zur Geschichte:

    Husum, 1843: die Stadt ist in Aufregung. Ein Bottich voll Blut, darin eine Leiche, die sich als Wachspuppe erweist. Wenig später wird ein echter Toter gefunden. Der junge Anwalt Theodor Storm spürt dem Rätsel nach, in alten Dorfkirchen und vor den Deichen Husums. Ihm und seinem geheimnisumwobenen Schreiber Peter Söt schlägt die ohnmächtige Wut armer Bauern entgegen, und das arrogante Schweigen der Reichen. Bis er auf ein fast vergessenes Schiffsunglück stößt, auf eine alte Schuld und einen Mörder, der diese Schuld eintreiben will…

    mein Fazit:

    Den Leser erwartet ein spannender, fesselnder historischer Roman. Wir begeben uns ins Jahr 1843, an die Nordseeküste. Der Autor hat mit viel Feingefühl die Atmosphäre im 19. Jahrhundert eingefangen und Bezug auf historische Begebenheiten genommen. Das gefiel mir besonders gut. Der Schreibstil war flüssig und spannend, mit geheimnisvollen Episoden.

    Der Spannungsbogen stieg ständig an. Ein  Buch, das mich in seinen Bann gezogen hat.

  6. Cover des Buches Plötzlich Shakespeare (ISBN: 9783499268274)
    David Safier

    Plötzlich Shakespeare

     (1.092)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Rosa hasst ihren Job, ihre Figur, ihr Leben. Denn seit sie vor einigen Jahren von ihrem Freund Jan beim Fremdknutschen erwischt wurde, er sie daraufhin verließ und nun mit der hübschen Zahnarztkollegin Olivia liiert ist, leidet sie unter Liebeskummer.

    Nach einem halbherzigen Date in einem Zirkus, lässt sie sich dort auf eine Rückführung ein. Sie landet im England des 16. Jhdt., in einem männlichen Körper - William Shakespeares Körper. Und der einzige Weg in ihre Zeit zurückzukommen ist es, die wahre Liebe zu finden.

    Ein lustiger Roman mit einer guten Moral am Ende. Es war wirklich amüsant Rosa und Shakespeare dabei zu folgen, wie sie sich in ihren fremden Körpern und Zeiten zurechtfinden müssen. Zugleich waren hier und da auch einige weitere historische Personen eingeflochten und so wurde die Geschichte, zwischen all dem Klamauk, auch noch ein bisschen lehrreich.

    Rosa und William sind beide ziemlich schrullige Typen, aber man schließt sie schnell ins Herz.

    Einzig die Wechsel in den Dialogen, zwischen zwei Menschen in einem Körper, waren zu Beginn etwas verwirrend. Nachdem ich drei Seiten später aber dahinter gestiegen war, dass Williams Parts stets kursiv gedruckt wurden, ließ sich das Buch wunderbar lesen.

    An einer Stelle zu Beginn des Buches hatte ich sogar einen kleinen Lachflash, der meinen Mann aus seiner Einschlafphase riss - als die Konsonantenschwäche von einem von Rosas Schülern eine fantastische Wortschöpfung kreierte. :D

    Insgesamt ein äußerst unterhaltsames, empfehlenswertes Buch, wenn man mal keine Lust auf Krimi, Dramen oder Schnulzen hat, sondern einfach leicht und amüsant in eine andere Welt getragen werden möchte.

  7. Cover des Buches Eine Familie in Berlin - Paulas Liebe (ISBN: 9783746635552)
    Ulrike Renk

    Eine Familie in Berlin - Paulas Liebe

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Kleenkram

    Ich tauche sehr gerne in diese Zeiten um die Jahrhundertwende, die Zeit des ersten Weltkriegs ein. Eine aufregende Zeit, die Welt verändert sich langsam, der Fortschritt schreitet voran, aber die alten Standesdünkel sind noch aktuell.

    Diese Familiensaga, die auf wahren Begebenheiten beruht führt nach Berlin. Sie führt in das Leben der Familie Oppenheimer. Tochter Paula spielt hier die Hauptrolle.

    Sie lernt im ersten Band ihren späteren Ehemann, den Dichter Richard Dehmel kennen. Obwohl ihre Eltern gegen diese Verbindung sind, entscheidet sie sich für ihn.

    Diese Geschichte gefällt mir gut. Liegt ihr doch das Leben der Schriftstellerin zugrunde. Gut recherchiert und mit fiktiven Szenen aufgefüllt lernt man sie kennen, ihr Leben, ihr Schaffen.

    Die Autorin gibt ihr hier eine Stimme und lässt die damalige Zeit auferstehen, zeigt das wahre Leben dieser Epoche. Eine interessante Biografie-



  8. Cover des Buches Der Fürst des Parnass (ISBN: 9783596198825)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Fürst des Parnass

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Jin_ny

    Das Buch hatte ich mir vor sehr vielen Jahren gekauft, aber erst heute es geschafft bis zum Ende zu lesen. Ich glaube, dass ich mir am Anfang unter diesem Titel was anderes vorgestellt hatte, sodass ich mich einfach nicht mit der Geschichte anfreunden konnte. Außer konnte ich früher nichts mit der bildgewaltigen und fantasievollen Sprache anfangen, was sich in den letzten Jahren geändert hatte. Die Geschichte hat mich zwar nicht berührt, aber es war interessant und gut geschrieben, dass ich es in einem Zug gelesen habe. Klar, es ist eine kurze Erzählung, aber trotzdem war ich so in der Geschichte gefangen, dass ich erst am Ende vom Buch aufgeblickt habe. Carlos Ruiz Zafon schafft es mit seiner kleinen Erzählung ein kleines Märchen voller Energie und Leben zu erschaffen.

  9. Cover des Buches Ada von Goth und die Geistermaus (ISBN: 9783737351621)
    Chris Riddell

    Ada von Goth und die Geistermaus

     (42)
    Aktuelle Rezension von: TiraLi

    Ada von Goth ist die Tochter eines berühmten Rad fahrenden Poeten und lebt in einem riesigen Schloss mit vielen Bediensteten. Da sie ihren Vater zu sehr an ihre verstorbene Mutter erinnert, sieht sie ihn nur selten. Er vertritt die Ansicht, dass man Kinder hören aber nicht sehen sollte. Darum muss Ada immer laute Stiefel tragen. Wenn sie unentdeckt bleiben möchte, schleicht sie mit den Ballerinas ihrer Mutter durch das Schloss. Das Leben auf Schloss Gormengraus ist für Ada ein wenig einsam, bis sie der sprechenden Geistermaus begegnet und sich mit William und Emily, den Kindern eines Erfinders, anfreundet. Gemeinsam erkunden sie vernachlässigte Bereiche des Schlosses und begegnen dabei wundersamen Wesen. Irgendetwas scheint hier nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Zusammen mit ihren neuen Freunden versucht Ada hinter das Geheimnis zu kommen.


    Meine Meinung 

    Das Buch von Chris Riddell, den ich bisher nur als Illustrator kannte, ist ein wahrer kleiner Schatz.

    Nicht nur die Zeichnungen haben mich total begeistert, sondern auch die Geschichte war einfach zauberhaft schön. Das Ganze wurde sehr liebevoll erzählt und enthielt zahlreiche außergewöhnliche Ideen. Es war ein echtes Vergnügen all die wundersamen Orte auf dem Anwesen zu entdecken und die wunderbar schrägen Wesen wie die Sirenendame, den Zentaur von den Shetlandinseln oder das Monster von Mecklenburg kennenzulernen. Die Geschichte war spannend un unterhaltsam. Die vielen Anspielungen und Wortwitze ließen mich immer wieder schmunzeln. Es war wirklich ein tolles Lesevergnügen.


    Charaktere

    Ada ist ein freundliches, aufgeschlossenes und abenteuerlustiges Mädchen. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Die kleine Künstlerin Emily ist absolut liebenswert und Ada eine gute Freundin. Das Chamäleon Syndrom ihres Bruders war eine lustige Idee. Auch die neue Gouvernante Lucy Borgia habe ich schnell lieb gewonnen. Sie hat genau die richtige Einstellung und viel Verständnis für Ada. Dass die Geistermaus relativ selten auftaucht, lässt sie noch mysteriöser wirken. Das finde ich sehr gelungen. Jeder Charakter ist absolut liebevoll gestaltet. Allesamt sind sie ein wenig schräg und wunderlich und sorgen für gute Unterhaltung.


    Gestaltung

    Die Gestaltung des Buches ist einfach großartig. Das Cover hat einen außergewöhnlichen Stil. Es ist recht düster gehalten und hat einen schwarzen Hintergrund auf dem Ada, im lilafarbenen Kleid, mit der Geistermaus in der Hand zu sehen ist. Silberne Totenkopf Ornamente zieren den Rand des Einbands. Durch die Farbgebung bekommt das Ganze einen gruseligen Look der neugierig macht. 

    Die zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen im Innenteil haben einen einzigartigen Stil der mich total begeistert. Sie sind faszinierend und sehr detailreich gezeichnet. Die originellen Darstellungen hauchen den Figuren Leben ein und machen jeden Charakter zu etwas ganz Besonderem. Richtig gut gefallen hat mir auch die Karte von Schloss Gormengraus. Sie geht über ganze zwei Seiten und es macht Spaß das große Gelände darauf zu erkunden. Dort gibt es Orte wie den hinterletzten Garten (noch nicht fertiggestellt), den Steckenpferdstall, den überreich verzierten Zierbrunnen, den Sumpf der Verzweiflung und vieles mehr. Auch andere Illustrationen sind voller Details die es zu entdecken gibt. Fast jede Seite in dem Buch ist illustriert. Das macht es zu einem wahren Schmuckstück.

    Es macht immer wieder Spaß das Buch in die Hand zu nehmen und durch die wunderbar illustrierten Seiten zu blättern.


    Fazit

    Ein außergewöhnliches Buch, mit skurillen Ideen, schrägen Charakteren und großartigen Zeichnungen das für jede Menge Lesespaß sorgt. Es eignet sich nicht nur für Kindern, sondern auch für alle Erwachsenen die eine wundersame, fantasievolle Gruselgeschichte mit viel Humor zu schätzen wissen.

    Ich hatte beim Lesen stets ein Lächeln im Gesicht. :)

  10. Cover des Buches Ausgerechnet Muse (ISBN: 9783944788432)
    Carola Wolff

    Ausgerechnet Muse

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Aer1th
    Die vollständige Rezension findet ihr auf tthinkttwice.de 😃 .

    {Lesegrund}


    Mir hat der Klappentext von Anfang an zugesagt und da ich bereits ein anderes Buch der Autorin gelesen und rezensiert hatte, wusste ich, dass mir der Schreibstil gefallen wird.

    {Charaktere}


    Apollonia Parker – die Protagonistin

    Was für ein cooler und zu Beginn doch sturer Charakter. Ich mag Apollonia als Protagonistin wirklich sehr. Sie ist integer, authentisch, witzig und einfach nur tough. Und auch wenn es zu Beginn erst nicht danach aussah, lernt sie aus ihren Fehler und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter. Eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack!

    Nick – ihr Sidekick

    Nick ist auch ziemlich cool. Ich mag ihn echt gern. Er ist Musiker mit Leib und Seele, hat seine Prinzipien und ist ihnen treu. Er konzentriert sich auf seine Musik und kann mit den Girlie-Girls, die ihn anschmachten nichts anfangen – dafür gefällt ihm die ungewöhnliche Apollonia umso mehr. Und noch ein Pluspunkt: Er trinkt keinen Alkohol!

    Die Nebencharaktere

    Auch diese Charaktere haben alle ihren ganz eigenen Charm und auch jetzt, mehrere Tage nach Beendigung des Buches, sind meine Vorstellungen und Gefühle den einzelnen Nebencharakteren gegenüber sehr präsent – heißt, sie haben Eindruck hinterlassen.

    {Schreibstil}


    Wie bereits weiter oben erwähnt, kannte ich den Schreibstil der Autorin schon aus einem anderen Buch und auch hier in diesem Buch hat er mir wieder sehr gut gefallen.
    Carola Wolff lässt durch ihre Worte ein Bilderkino in meinem Kopf entstehen. Einzelne Szenen sind mir jetzt noch im Gedächtnis geblieben. Sie schreibt mit viel Witz und einer trockenen Art Humor, die ich einfach nur liebe.

    {Fazit}


    “Ausgerechnet Muse” hat mich wirklich sehr gut unterhalten. Es ist mal eine andere Art von Fantasy-Buch, mit einer echt toughen Protagonistin, die ganz meinem Geschmack entspricht. Ein paar winzige Kleinigkeiten haben mich beim Lesen gestört, daher sind es “nur” sehr gute 4 von 5 Sternen geworden.
  11. Cover des Buches Deine Juliet (ISBN: 9783442717750)
    Mary Ann Shaffer

    Deine Juliet

     (310)
    Aktuelle Rezension von: kaelle

    Eines vorneweg: Das Cover zu diesem Roman ist schrecklich kitschig und irreführend. Es wird dem Buch überhaupt nicht gerecht, lässt es doch eine schmalzige Liebesgeschichte vermuten. Der Titel trägt sein Übriges dazu bei, ist zudem falsch, weil der Briefroman nicht nur aus Briefen von Juliet besteht. Der Originaltitel "The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society" passt viel besser.

    Doch der Reihe nach: "Deine Juliet" ist wie gesagt ein Briefroman, der im Jahr 1946 angesiedelt ist. Im Mittelpunkt steht die Schriftstellerin Juliet, die sich während des Zweiten Weltkrieg mit einer Kolumne erfolgreich über Wasser gehalten hat. Nun soll sie eine Artikelserie über das Lesen schreiben. Da kommt ihr der Brief eines Bewohners der Kanalinsel Guernsey gerade recht. Dieser erzählt ihr nämlich von einem Buchklub, der einem Teil der Insulaner während des Kriegs Kraft verliehen hat. Juliet beginnt zu recherchieren und taucht dabei immer tiefer in die Geschichte der einzelnen Insulaner ein. 

    Durch die Lektüre von "Deine Juliet" habe ich unheimlich viel über die Besetzung von Guernsey durch die Deutschen gelernt - mit all ihren Folgen. Neben diesem historischen Aspekt ist der Roman aber auch ein Plädoyer für das Lesen und Schreiben. Beides kann Kraft spenden, helfen, zu sich selbst zu finden, ablenken und unterhalten. Schließlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, die aber bei weitem nicht so dominant und kitschig ist, wie es das Cover vermuten lassen.

    Alles in allem ist das ein ungemein warmherziger Roman, den ich schnell und wahnsinnig gerne gelesen habe. Schade fand ich nur, dass nicht alle Briefe enthalten waren, die in den Briefen der anderen erwähnt wurden. Außerdem gibt es am Ende meiner Ansicht nach einen Bruch im Erzählstil, der sich dadurch erklären lässt, dass die Autorin Unterstützung durch ihre Nichte bei der Fertigstellung ihres Buches hatte. 

  12. Cover des Buches Fortunas Rache (ISBN: 9783492500562)
    Maria W. Peter

    Fortunas Rache

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Kathrin_Matos

    Dies ist ein Historienkrimi, der einige Wochen im 3. Jahrhundert des Römischen Reiches in Trier abbildet.
    Der Roman endet abgeschlossen. Es gibt Folgebände um die Ich-Erzählerin, die gebildete Sklavin Invita, und ihre Bekanntschaften.
    Einen großen Pluspunkt sehe ich in der flüssigen Lesbarkeit. Ich suche regelmäßig Lesestoff für Gelegenheiten, bei denen ich nicht so konzentriert lesen kann oder vielen Unterbrechungen ausgesetzt bin, z. B. im ÖPNV. Da möchte ich sofort wieder in der Handlung drin sein, genau das gelingt hier super. Die Anzahl der Figuren und Verwicklungen ist angenehm. Es lässt sich ohne Herumblättern ein guter Überblick wahren, gleichzeitig sind es so viele, dass es realistisch und schwer vorhersehbar ist, dass man zu Zusammenhängen und Motiven spekulieren und richtigen und falschen Fährten folgen kann. Das fordert und macht richtig Spaß.
    Ich fühlte mich auf angenehme Weise in die Epoche zurückversetzt, die ich auf dem Weg zum Großen Latinum kennenlernte. Mir gefallen die Bezüge zu Gelehrten, deren Schriften im Schulunterricht zu übersetzen und deuten waren, z. B. Ovid. Hier dienen diese nicht nur als Beiwerk, sondern sind coolerweise für die Handlung relevant.
    Die Recherche um die Orte, Kultur, Hierarchien, Lebens- und Arbeitsverhältnisse wirkt fundiert. Römische Ausdrücke sind enthalten, deren Bedeutung sich meistens aus dem Zusammenhang herleiten lassen, ergänzend im Glossar nachgeschlagen werden können. Ich freue mich über den Kenntniszuwachs.
    Angenehme Prisen von Humor und Erotik sind enthalten. Trotz Darstellungen zum harten Dasein als Sklavin zieht der Roman beim Lesen nicht emotional runter.
    Für meinen Geschmack hätte das Erzähltempo etwas gestrafft werden können. Der sprachliche Ausdruck war manchmal nicht meins, z. B. setzt bei Invita gefühlt zu oft ein Herzschlag aus, wenn sie sich erschreckt oder eine wichtige Erkenntnis gewinnt.
    Das Ende klärt alle aufgeworfenen Fragen, enthält Wow-Effekte, stellt mich inklusive des informativen Nachworts voll zufrieden.
    Die Charaktere und das antike Trier (Belgisch Gallien) bergen viel Potenzial für zusätzliche aufregende Entwicklungen. Ich habe mir zwei Folgebände gekauft, um Invita, Flavus, Marcella und andere interessante Figuren weiter zu begleiten.

  13. Cover des Buches Nussschale (ISBN: 9783257244151)
    Ian McEwan

    Nussschale

     (144)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Es ist schwierig, das Buch ernst zu nehmen, wenn es aus der Sicht eines ungeborenen Babys geschrieben wird und das auch noch verdammt intelligent ist. Natürlich habe ich dem Autor eine Chance eingeräumt, das muss ich ja, schließlich habe ich das Buch gekauft, es bezahlt, in meinem Bücherschrank getan, doch noch nie ist mir das so schwergefallen wie in diesem Fall. Vor allem als das Baby von seiner Angst gesprochen hat, dass der Penis des Liebhabers bis zu ihm durchdringen und seinen Kopf aufspießen könnte. Das war nicht nur absurd oder lustig, es war so dermaßen bescheuert, dass ich jeden Respekt für den Autor verloren habe und mich nichts mehr dazu bewegen konnte, dieses Buch wirklich zu lesen.

  14. Cover des Buches Lexicon (ISBN: 9783453269118)
    Max Barry

    Lexicon

     (31)
    Aktuelle Rezension von: rallus

    Bist Du ein Hund- oder Katzenfreund? Was ist Deine Lieblingsfarbe? Warum hast Du es getan?

    Was wie ein abgewandeltes Monty-Python-Frage- und Antwortspiel klingt, um über die Brücke zu kommen (für Uneingeweihte, enthalten in dem Film 'Ritter der Kokusnuss') sind Sondierungsfragen, die dazu dienen, einen Menschen in ein Segment einzuteilen. Wer das Segment eines Menschen kennt, kennt auch die Worte, um ihn zu infiltrieren und gefügig zu machen. Dieser Wortevoodoo ist keine Magie oder Superkraft, nein, die Grundlagen muss jeder ausgewählte Proband in den Laboratorien des Instituts lernen.

    Emily Ruff, sechzehn Jahre alt und ohne Schulausbildung, von zu Hause ausgerissen, verdient sich ihr Geld mit Kartentricks auf der Straße. Sie beeinflusst Menschen, sie bringt sie dazu, mit ihr zu spielen und versucht je nach Art der Mitspieler ihre Tricks anzubringen. Dadurch fällt sie der Organisation auf, die sie rekrutieren möchte.

    Doch halt, geht es nicht eigentlich um Wil Parke, den unbescholtenen Zimmermann der von zwei Männern am Flughafen entführt und in einem Tohuwabohu aus kaputten Autos und Toten zu Eliot gebracht wird. T.S.Eliot, der Dichter? Ja genau der, und der sucht Virginia Woolf. So undurchsichtig und verworren der Anfang ist, er macht Lust auf mehr, Lust auf Erklärung, und Max Barry versteht das Handwerk des Thrillers sehr gut.

    Geschickt springt er in den Zeiten und Orten hin und her, der Leser weiß lange nicht, welcher Strang der Geschichte nun die Gegenwart ist, welcher retrospektiv berichtet. Natürlich ist der Part des Bösewichts und des Guten nicht ganz klar.

    Es geht - ja um einen kleinen Ort in Australien, Broken Hill, in dem plötzlich alle Bewohner verrückt gespielt haben, oder war es doch ein Grubenunfall wie die Zeitung schrieb? Aber in Broken Hill hat alles begonnen, und so wird der Leser nach und nach in die verzwickte Geschichte eingeführt. Max Barry führt sich nicht als allwissender Erzähler auf, er bleibt bei den Hauptpersonen und erzählt deren Puzzlestück der ganzen Geschichte. Und so nach und nach ergibt sich ein faszinierendes Gesamtbild. Hat man das Gefühl, man hätte nun genug verstanden und wüsste auf welcher Seite die Charaktere stehen, ändert sich der Kontext.

    Max Barry versteht es, seine Leser zu packen, seine Grundidee ist hochinteressant, die Segmentierung von Menschen in verschiedene Typen, die auch auf verschiedene Wörter reagieren. Dabei sind Wörter Waffen, die richtig eingesetzt jemanden dazu bringen, sich die Hand in den Mund zu stecken, solange bis er stirbt.

    Die spannende, örtlich und zeitlich im Zickzack pendelnde Geschichte überdeckt aber auch die blassen Charaktere und die literarisch einfachen Mittel. Auf die Organsiation wird nur in James Bond Manier eingegangen, Organisation = Böse, hat Soldaten. Yeats ist der Mächtige, dessen Hintergünde im Dunkeln bleiben, er dient eher als Platzhalter für den Plot. Nichtsdestotrotz ist Max Barry ein atemloser interessanter Thriller gelungen, dessen Zutaten manchmal zu roh gerieten. Etwas mehr durchgeköchelt hätte es eine höchst schmackhafte Suppe werden können, so wirkt sie alleine durch die Hitze und die exotischen Zutaten ansprechend.

     


     

  15. Cover des Buches Eine Geschichte von Liebe und Finsternis (ISBN: 9783518467268)
    Amos Oz

    Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Jari
    Eigentlich hatte ich nie vor, dieses Buch zu lesen. Schlussendlich tat ich es trotzdem und zwar für die Weltreise-Challenge. Also liess ich mich von Amos Oz durch Jerusalem und seine Geschichte führen. Es war kein Flop, obwohl ich mich doch etwas durch das Buch quälen musste, und das ist schon mal nicht schlecht.

    Grundsätzlich bin ich nun froh, sagen zu können, dass ich ein Buch von Amos Oz gelesen habe. Dazu auch noch sein wohl bekanntestes. Am meisten gefielen mir die einzelnen Passagen, in denen es um die Literatur und Amos' intellektuelle Familie ging. Also vor allem der Anfang hat es mir doch sehr angetan.

    Doch schlussendlich hat sich das Buch für mich zu sehr verzweigt, aber damit hatte ich schon gerechnet. Vielleicht war meine Lektüre somit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, wobei ich wie schon gesagt, vom Anfang sehr begeistert war. Aber mit der Zeit liess meine Faszination merklich nach und ich blieb eigentlich nur wegen ein bisschen Faktenwissen und der Challenge dabei.

    Sprachlich bewegt sich Oz auf einem Niveau, das seinem Ruf gerecht wird. Ein präziser Schriftsteller, sehr begabt, ein Talent, welches aus seinem familiären Umfeld gewachsen ist. Wer in eine solch akademische Familie hineingeboren wird, dem liegt das Spielen mit den Worten wahrscheinlich im Blut. Dennoch war es ermutigend zu erfahren, dass auch jemand wie ein Amos Oz Mühe hatte. Deshalb war es auch wieder das Ende, das mich nach längerer Durststrecke wieder mitnahm.

    Ich bin froh, dass ich das Buch durch habe. Trotz meines Mühsals war die Lektüre nicht vergebens. Viele schöne Textzeilen warten darauf, niedergeschrieben zu werden. Ausserdem habe ich einiges über die Geschichte Jerusalems und Israels lernen können. Kein Buch ist vergebens und dieses schon gar nicht.

    Bücher wie "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" tun gut, auch wenn man sich durch sie durchkämpft. Auch dann, wenn man die Handlungen der Figuren nicht versteht. Nicht versteht, wie sie oft nicht zufrieden sein können, wenn sie doch ein Leben leben, das ich auch gerne hätte. Aber jeder kämpft mit seinen Geistern, auch das lehrt uns Oz. Manchmal sind sie auch zu stark, dies zeigt das prägende Erlebnis des Todes der Mutter, das an unterschiedlichen Stellen thematisiert wird.

    Ein eindrückliches Buch mit starkem Charakter. Ein Buch, das sich nicht so leicht unterkriegen lässt, trotz aller Unwirtlichkeiten. Deshalb prädestiniert wie kein zweites, um Israel zu repräsentieren.
  16. Cover des Buches Unsichtbar (ISBN: 9783499252570)
    Paul Auster

    Unsichtbar

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Ana80

    Im Frühjahr 1967 lernt der junge Literaturstudent Adam. Walker auf einer Party den Professor Rudolf Born, sowie seine mysteriöse Begleitung Margot Jouffroy kennen. Sie kommen ins Gespräch und der Abend endet mit dem seltsamen Angebot des Proffessors, dem Studenten eine große Menge Geld für die Gründung einer Literaturzeitschrift bereitzustellen. Als sie sich trennen, geht Adam davon aus, dass dieses Angebot einer Partylaune entsprungen ist und nicht ernst gemeint gewesen sein kann. Einige Tage später erreicht ihn allerdings die Nachricht, wieviel Geld er bekommen soll und er begibt sich mit einem Plan für die Zeitschrift zu seinen neuen Bekannten, um mit ihnen bei einem Abendessen alles zu besprechen. Hier wird ihm zum ersten Mal deutlicher, auf was für einen Menschen er sich scheinbar eingelassen hat und nach und nach holen ihn die Folgen seiner fatalen Partybekanntschaft ein.

    Paul Auster erweist sich auch in diesem Roman als grandioser Erzähler, diese Geschichte war allerdings so gar nicht meins, auch wenn sie vielversprechend geklungen hat. Typisch Auster gab es unglaublich detaillierte Charakterbeschreibungen, warm werden konnte ich leider mit keinem. Inhalte (wie z.B. Inzest) haben mich stellenweise abgeschreckt und Szenen waren mir zu detailliert beschrieben. Hier hätte ich mir einfach weniger gewünscht und bin auch der Meinung, dass einige Inhalte überflüssig und der Geschichte nicht gut getan haben.
    Der Titel erschließt sich im Laufe des Buchs, denn es geht um das Unsichtbare im Leben eines jeden Menschen, das ist meiner Meinung nach gut gelungen. Dennoch lässt mich das gesamte Buch unzufrieden und das Ende dann auch noch ratlos zurück.
    Dieses Buch kann ich nicht wirklich empfehlen, allerdings nehmen andere es ja auch ganz anders wahr, also lese es wer mag. 

  17. Cover des Buches Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares (ISBN: 9783596903092)
    Fernando Pessoa

    Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, ein Verwandlungskünstler. Drei gleich er! Doch seine Sprache ist immer atemberaubend - fünf Sterne unbedingt auch für dieses Buch!
  18. Cover des Buches Dead Poets Society (ISBN: 9781401308773)
    Nancy H. Kleinbaum

    Dead Poets Society

     (249)
    Aktuelle Rezension von: xx_yy

    Inhalt
    An der Welton Academy, einem alten Internat für Jungen, wird den Schülern Disziplin und Respekt gelehrt, damit sie später alle einen anständigen Beruf bekommen und in die Fußstapfen ihrer Eltern treten können. Die Erwartungen and die Jungen sind hoch und Ablenkungen unerwünscht. Doch als John Keating als neuer Englischlehrer an die Schule kommt, scheint sich das alles zu ändern. Keating ermuntert seine Schüler dazu, ihren eigenen Weg zu gehen. Er zeigt ihnen die Macht der Poesie und wie sie ihren Gefühlen in Form von Gedichten Ausdruck verleihen können. Viele beginnen zum ersten Mal darüber nachzudenken, was das Leben für sie zu bieten hätte und was sie eigentlich erreichen möchten, wenn es ihnen niemand vorschreibt.

    Meinung
    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir wirklich sehr leicht. Von Anfang an war die emotionale Lage der einzelnen Schüler greifbar. Die Tatsache, dass Poesie in diesem Buch eine so große Bedeutung erhalten hat, fand ich wirklich schön. Insgesamt hat mir die Thematik und die Handlung gut gefallen. Jedoch gab es mehrere Punkte, die meiner Meinung nach einfach zu wenig beachtet wurden und dementsprechend untergegangen sind.

  19. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.407)
    Aktuelle Rezension von: EveEde

    Der Wortwitz kommt in dieser fantastischen Welt von Walter Morse nicht zu knapp! Die Welt von Buchheim ist genial aufgebaut. In diesem Buch gibt es viele unerwartete Wendung und es wird nie langweilig. Ebenso beeindruckend wie der Aufbau der Geschichte, sind auch die Illustrationen. Somit kann sich der Leser ein ungefähres Bild der Wesen in diesem Abenteuer machen ohne zu viel von der eigenen bildlichen Interpretation wegzunehmen.

  20. Cover des Buches Die letzte Dichterin (ISBN: 9783404209613)
    Katharina Seck

    Die letzte Dichterin

     (72)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion

    Inhaltserzählung und Leseprobe:
    Hätte man die Magie festhalten können, hätte man sich mehr mit ihr beschäftigt? Hätte man dies getan, wenn man genau gewusst hätte, was sie ausmachte, woraus sie ihren Zauber bezog, woraus sie existierte?
    Die Magie kam aus den Menschen selbst, doch das Wesen der Phantopier hatte sich so sehr verändert, dass die Magie nichts mehr an ihnen fand, das es wert war, bei ihnen zu bleiben.
    Was aber würde mit einem Land und seinen Bewohnern geschehen, wenn das, was es einst aus- und groß gemacht hatte, nun fast unwiederbringlich dahin war? Würde es einige herausragende Persönlichkeiten geben, die den Fall noch aufhalten konnten? Und wie hoch wäre der Preis, den es zu bezahlen gälte?

    (Seite 126)


    Alles konnte Inspiration sein, sogar die Dunkelheit, und Inspiration musste man inhalieren und verinnerlichen, damit man daraus eine Geschichte weben konnte, die vielleicht sogar das Potenzial hatte, ihre eigene Dichterin zu überdauern ... oder zumindest eine Weile zu bestehen, ehe sie irgendwann in Vergessenheit geriet, weil die Menschen weder Zeit noch Muße hatten, Musik und Erzählungen zu lauschen, geschweige denn, sie weiterzutragen. So war es kein Wunder, dass es so schlecht um Phantopien stand, dass selbst die Magie schon vor langer Zeit geflohen war. Sie war ihrer Quelle beraubt worden. Ohne die Künste konnte es keine Magie geben.

    (Seite 15)


    Eine Geschichtenerzählerin.
    Er konnte sich kaum daran erinnern, wann er zuletzt einer gelauscht hatte. Menschen, die eine der vier sterbenden Künste beherrschten, waren selten geworden. Die Leute hatten andere Sorgen. Karge Ernten, Handelskrisen, Armut und Hungersnöte hatte Phantopien heimgesucht, nachdem die Magie verschwunden war und die Menschen wieder lernen mussten, ohne sie zu agieren.

    Trotz ihrer jungen Jahre hatte die Geschichtenerzählerin etwas Altes an sich, als hätte sie schon viele Leben gelebt. Und wer wusste es schon, vielleicht hatte sie das, wo sie doch so viele Geschichten mit sich trug. Vielleicht hatte sie die Leben anderer gelebt, aus anderen Zeiten und an anderen Orten.

    (Seite 42/43)


    Autorin:
    Die Fantasy-Autorin Katharina Seck wurde 1987 in Hachenburg im Westerwald geboren. Der schriftstellerische Durchbruch gelang Seck mit ihrem 2016 erschienenen phantastischem Roman "Die silberne Königin", der mit dem Literaturpreis Seraph ausgezeichnet wurde. Die Idee zu diesem Werk hatte die Autorin bereits in ihrer Schulzeit. Secks Gymnasium befand sich in einer fast 800 Jahre alten Zisterzienserabtei und findet sich in der Beschreibung der Stadt Silberglanz in dem Roman wieder. Unter dem Namen Kati Seck hat die Schriftstellerin 2017 ihren ersten zeitgenössischen Roman "Die Stille zwischen Himmel und Meer" veröffentlicht.


    Bewertung:
    Das Cover passt wunderbar zur Geschichte. Der Titel passt einerseits gar nicht, andererseits schon. Hier hätte die Autorin in der Danksagung Klarheit schaffen können. So allgemein stimmt der Titel ja schon laut Klappentext nicht, denn beim Dichterwettbewerb gibt es logischerweise auch andere Dichter und Dichterinnen. Wenn die Autorin allerdings den Bezug zu den Plänen der Königin damit sucht, dann stimmt er tatsächlich sehr. Aber das weiß man halt nicht, und die zweite Variante erfährt man auch erst im zweiten Drittel der Geschichte.

    Der Klappentext ist okay, allerdings ist der letzte Satz typisch dramatiesierend und falsch obendrein: Und Minna und Finn sind die einzigen, die sich der Gefahr entgegenstellen können. Gähn und buh. Bei solchen übertriebenen Sätzen muss ich immer die Augen verdrehen, und hinzu kommt, dass der auch noch falsch ist. Die beiden sind eben nicht die einzigen. Oh Mensch ... lasst euch mal was neues einfallen. Die Karte ist einfach in schwarzweiß gehalten und nichts besonderes. Aber es ist immer gut, eine Karte zu haben, bei solchen Geschichten. Das Gebirge der vier Weisen nicht auf der Karte gekennzeichnet, sodass ich nicht weiß, ob es gar nicht drauf ist oder einfach nicht mit Namen genannt. Ansonsten hat die Karte alle genannten Ortschaften, was sonst sehr selten der Fall ist.

    Es gibt drei Teile, zu jeden gibt es eine Chronik-Erzählung rückblickend auf die Geschehnisse. Ein kleiner Teil ist mitten in derErzählung, was mich irritiert hat. Hier hätte die Autorin auch warten können oder wenigsten wie die anderen Chrono-Erzählungen deklariert und auf eine Extra-Seite schreiben sollen. Vor allem sind diese Chrono-Erzählungen total unwichtig und sinnlos. Sie ergeben keinen Zweck für irgendwas, wirken eher deplatziert. 

    Die Absätze innerhalb der Kapitel sind mit einer Federhalterspitze verziert. Sehr passend. Die Erzählung ist in der Über-Form über Königin Malwine, Geschichtenerzählerin und Dichterin Minna, Schatzsucher Finn, Gabensucher Valerian und den Magiebändiger. Minna und Finn sind am Anfang sehr stark erzählt, die Königin holt Finn aber ab der Hälfte des Verlaufes auf. Am wenigsten wird über den Gabensucher und den Magiebändiger erzählt.

    Was mir sofort aufgefallen ist, ist, dass die Autorin fehlerfreier schreibt als viele andere. Gerade in den letzten Monaten musste ich die Bücher mit Notizen zukleistern, das hält sich hier echt in Grenzen. Erst ab der Mitte tauchen einige Fehler auf. Da fällt so ein Buch sehr auf.


    Minna:
    Und genau das wollte Minna. Das Einzige, was im Gedächtnis der Menschen bleiben sollte, waren ihre Geschichten, denn die ... die wollte sie unvergessen machen. Eines Tages wollte sie die größte Dichterin sein, die Phantopien je gesehen hatte, und selbst in die größten Fußstapfen treten, die eine Reihe begnadeter Künstler und Dichter vor langer Zeit hinterlassen hatten.
    Und dafür musste sie ihr Buch beschützen, mit ihrer Klinge, mit ihrem Leben, mit allem, was sie besaß, und vor jedem, der danach trachten wollte. In diesem Buch waren auch die wirklich wichtigen Geschichten enthalten, nicht nur jene altbewährten und jedem Kind vertrauten Nacherzählungen, die sie an Herdfeuern rezitierte und welche die Menschen hören wollten.
    Es waren ihre eigenen Geschichten, Geschichten, die noch unerzählt waren. Die niemand kannte außer ihr selbst.

    (Seite 17/18)

    In einer Szene finde ich ihr Verhalten gar nicht nachzuvollziehen und auch fehlerhaft zu ihrem Charakter. Ansonsten hat mit die Figur gefallen. Naja, ich habe sie weder geliebt noch gehasst. (Siehe Lese-Chronik)


    Finn:
    Freyd, der schrecken unter den Schatzsuchern, der große Entdecker, der Finder der rubinroten Schätze, Eroberer des Untergrundes.
    Sein Vater hatte eine ganz genaue Vorstellung davon, wie Finns Leben auszusehen hatte: Er musste besser werden als Freyd selbst. In der Tradition der Schatzsucher war festgeschrieben, dass die Söhne eines Tages ihre Väter übertrumpfen mussten, andernfalls wurde ihnen die Unterstützung ihrer Familie entzogen, und sie endeten als gebranntmarkt, arm oder tot.

    (Seite 26/27)


    Er versucht, den Namen der Schatzsucher in Ehren zu halten, was nicht leicht ist in diesen schweren Zeiten. Er wird Minnas Begleiter und auch ihn konnte ich weder lieben noch hassen.


    Königin:
    Der Mensch mit der größten Fantasie. Der fehlte noch in ihrer Sammlung. Und sie, die Königin, würde sich diese Fantasie zu eigen machen.

    Oft dachte sie, dass sie schon hart wie Stahl sei, und doch nicht hart genug. Aber wie konnte sie noch eiserner werden, noch kühler, noch gleichgültiger, wenn nicht schon auf dem Pfad, den sie unwiederbringlich eingeschlagen hatte?

    (Seite 74/ 131)


    Sie ist mit viel Gefühl beschrieben, anders als das bei bösen Königinnen sonst der Fall ist. Hier wird deutlich, dass sie eben nicht nur böse ist, sondern wie alle anderen zu kämpfen hat. Hier hat die Autorin die stärkste Figur rausgearbeitet. was ihr eigentlicher Plan ist, erfährt man nicht genau bis zum letzten Drittel. Es werden Brocken reingeworfen, aus denen man Vermutungen anstellen kann, aber richtig ausgesprochen wird es nicht.


    Gabensucher:
    Er war der Gabensucher. Er stand über ihnen allen und war am Ende dennoch viel weniger wert als der einfachste Soldat.

    (Seite 82)


    Ist eher ein Nebencharakter. Die Beziehung zur Königin hätte etwas mehr ausgebaut werden können, blieb mir etwas zu flach.


    Ein paar Nebencharaktere bleiben flach erzählt und verwinden sang- und klanglos zwischendurch und kurz vor dem Showdown. Über den Magiebändiger gibt es aus Spoilergründen nichts zu erzählen, lest es selbst.

    Die Namen sind bis auf Malwine sehr fantasievoll. Komischerweise heißt die Königin Malwine, wie meine deutsche Stiefoma. Das passt gar nicht zu der Namensgebung der Geschichte. Wirklich seltsam.

    Das Setting ist nicht ganz greifbar für mich. Einige Orte wie "Das Labyrinth" konnte ich mir trotz Beschreibung nicht richtig vorstellen. Ich verstehe den Namen auch nicht, da es kein Labyrinth ist. Das hat mich zu Beginn, als das Grauen zu den Labyrinth aufkam, in die Irre geführt. Da hatte ich mir natürlich kein Kerkerverließ vorgestellt. Die Atmosphäre ist gemischt, da sich auch einige Erzähl- und Logikfehler breit machen, und manche Szenen zu gewollt konstruiert sind.  (Siehe Lese-Chronik)

    Die Geschichte zieht sich insgesamt etwas, manches ist sehr salopp erzählt, es gibt Zeitsprünge, die irritieren und mich haben glauben lassen, ich hätte was überlesen. Zum Beispiel ist die Reise nach Fernab viel zu schnell und geschehenlos erzählt. Ich hatte mir ein kleines Abenteuer vorgestellt, ein paar Gefahren, aber nichts. Tempo kommt erst ab der Mitte auf, sodass ich weiterlesen musste. Der Showdown am Ende fällt eher flach aus, hier hätte die Autorin mehr rausholen können. (Siehe Lese-Chronik)


    Fazit:
    Leider reicht auch dieses Buch nicht zu dem tollen Werk "Die silberne Königin" heran. Das wird wohl kein Buch der Autorin, wie es scheint. Es ist aber besser als "Die Tochter des dunklen Waldes", das finde ich sehr schwach erzählt. Es steht also zwischen den beiden Werken. Weder die Geschichte, noch die Charaktere konnten mich packen und begeistern.

    Die Charaktere, Fehler und einige schöne Zitate könnt ihr aus der Lese-Chronik entnehmen.


    "Vielleicht geht es gar nicht um die Magie. Und ganz vielleicht ist nicht die Magie das, was wir verloren haben. Vielmehr haben wir die Fähigkeit verloren, uns etwas zu erzählen, uns an Liedern und Bildern und Geschichten zu erfreuen, auch wenn wir diese Dinge nicht berühren können. Weil wir diese Dinge nicht mehr schätzen, haben wir etwas anderes verloren. Die Begabung, ganz Kleines wertzuschätzen. Die Begabung, den Wert von etwas zu erkennen, das keine Goldschicht hat. Und am Ende ... Am Ende haben wir das, was uns ausmacht, verloren. Wir haben die Magie aus eigenen Stücken verjagt und können sie nicht zwingen, zurückzukehren, weil wir doch diejenigen sind, die sich verändert haben."

    (Seite 330/331)


    😈 Lesen auf eigene Gefahr:

    https://www.lovelybooks.de/bibliothek/WriteReadPassion/lesestatus/2993204946/


    COVER/TITEL/AUFMACHUNG/MATERIAL  ⭐⭐⭐⭐

    AUSGABEN-FORMAT (REIHEN-/EINZEL-/HÖR-/LESEFORMAT) ⭐⭐⭐⭐⭐

    GENRE (VOM VERLAG GESETZT) ⭐⭐⭐⭐⭐

    GRUNDIDEE/THEMA ⭐⭐⭐⭐

    ATMOSPHÄRE/SETTING ⭐⭐⭐,🌠

    ERZÄHLSTIL ⭐⭐⭐

    HANDLUNG/VERLAUF ⭐⭐⭐

    CHARAKTERE ⭐⭐⭐



  21. Cover des Buches Schwert und Harfe (ISBN: 9783426631652)
    Frank Delaney

    Schwert und Harfe

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Lumi
    Irland in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Als eines Abends ein wandernder Geschichtenerzähler vor der Tür der Familie O'Mara auftaucht, kann noch niemand ahnen, dass dieses Zusammentreffen das Leben des Neunjährigen Ronan für immer verändern wird. Doch als die Familie und die Nachbarn sich im Haus der Familie versammeln um dem Geschichtenerzähler zu lauschen, kennt die Begeisterung des Jungen bald keine Grenzen mehr. Er ist restlos fasziniert von dem alten, wettergegerbten Mann, der die Zuhörer mit seinen Geschichten tief in die irische Geschichte entführt. Er erzählt von der Entstehung Irlands, der Erbauung von Newgrange und natürlich vom heiligen Patrick. Die ganze Zeit hat Ronan dabei das Gefühl, der alte Mann würde all diese Geschichten ganz speziell für ihn erzählen. Doch bevor er mehr über den Geschichtenerzähler in Erfahrung bringen kann, wird dieser von seiner Mutter fortgejagt. Ronan ist entsetzt und keiner vermag es, ihn zu trösten. Entgegen der Hoffnungen seiner Mutter vergisst er den Vorfall nicht, sondern widmet ab diesem Tag all seine Zeit der Suche nach dem verschwundenen Geschichtenerzähler. Seine gesamte Schulzeit hindurch strebt er entschlossen nach diesem Ziel, lernt dabei viel über die irische Geschichte und zieht schließlich gemeinsam mit seiner geliebten Tante zum Geschichtsstudium nach Dublin. Der Geschichtenerzähler bleibt in all dieser Zeit unauffindbar, und da ist auch noch etwas anderes, was Ronan keine Ruhe lässt. Es scheint, seine ganze Familie habe sich gegen ihn verschworen, um etwas sehr Wichtiges vor ihm geheim zu halten. Um endlich die Antwort auf all seine Fragen zu finden, begibt Ronan sich eines Tages in die Fußstapfen des Geschichtenerzählers und findet dabei mehr, als er jemals geahnt hatte...

    "Schwert und Harfe - Die große Irland Saga" hat man in Deutschland als Titel für Frank Delaneys im Original schlicht als "Ireland" benanntes Buch ausgewählt. Keine sehr glückliche Wahl, lässt es doch im ersten Momentan historische Liebesromane im Stile von Diana Gabaldon denken. Nichts könnte dem Inhalt dieses Buches ferner liegen. Wenn man im Zusammenhang mit Delaneys Buch von Liebe sprechen möchte, dann sicher nicht von fleischlicher Liebe. Vielmehr geht es hier um die Liebe zu Irland, seiner Geschichte und ganz besonders auch seinen Geschichten.

    Die Form ist dabei relativ ungewöhnlich: Die Geschichte um Ronan O'Mara und seine Familie wird immer wieder unterbrochen durch Geschichten aus Irlands Historie und Mythologie, Legenden, Erzählungen und geschichtlichen Begebenheiten, wie sie Ronan auf die eine oder andere Weise - meist vom reisenden Geschichtenerzähler - zugetragen werden. Ronans Familiengeschichte mit ihren vielen Geheimnissen bildet dabei die Rahmenhandlung, die das Ganze zusammenhält und zu einem Roman macht. Die Geschichten hingegen bieten spannende Einblicke in die Vergangenheit und Erzähltradition Irlands. Beides zusammen hat sich für mich zu einem der spannendsten und inspirierendsten Romane verbunden, die mir in der letzten Zeit untergekommen sind.

    In "Schwert und Harfe" verbinden sich eine spannende Familiengeschichte und teils uralte irische Erzählungen zu einem faszinierenden Panorama der irischen Geschichte. Von Prähistorischen Stätten, mittelalterlichen Fehden bis zur irischen Unabhängigkeit und den Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland wird dabei alles abgedeckt. Historische Fakten werden durch die gewählte Form der mündlichen Geschichtenüberlieferung ganz nebenbei vermittelt. Ein großartiges Buch!
  22. Cover des Buches Alles auf Anfang (ISBN: 9783453408937)
    David Benioff

    Alles auf Anfang

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Wunderbar beschriebene und dabei höchst unterschiedliche Charaktere in Kurzgeschichten, die zwar nett zu lesen sind, aber nicht sonderlich lange nachhaltig in Erinnerung verbleiben werden.
  23. Cover des Buches Liebe unter Fischen (ISBN: 9783442479948)
    René Freund

    Liebe unter Fischen

     (123)
    Aktuelle Rezension von: nicigirl85

    Ich habe dieses Buch beim Aufräumen meiner Wohnung gefunden und mich schwer gewundert warum ich es nicht schon längst gelesen habe. Da ich bereits "Ans Meer" von diesem Autor verschlungen habe, begann ich mit großer Begeisterung zu lesen.

    In der Geschichte geht es um Fred, der sich in einer schweren Krise befindet. Er verlässt das Haus nicht mehr, trinkt immer über den Durst und hat schon lange nicht mehr geschrieben und das obwohl er Autor ist. Als seine Verlegerin ihn mit der Idee konfrontiert, sich in eine Berghütte zurückzuziehen, nimmt er an, ohne zu wissen was das für ihn bedeutet. Wird er sein Leben wieder in den Griff bekommen oder kläglich scheitern?

    Die einzelnen Kapitel des Buches sind jeweils mit dem Datum der Handlung überschrieben und ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Handlung. Der Roman hat fast den Charme eines Tagebuchs.

    Fred als Hauptfigur mochte ich direkt, einfach weil er jemand mit Ecken und Kanten ist. Man konnte sehr gut spüren, dass er am Ende angekommen ist und dringend sein Leben ändern muss, wenn er noch länger leben möchte. Ich mochte seine leicht kauzige Art und seine Verletzlichkeit, die ihn sehr menschlich erscheinen ließ. Es war schön miterleben zu dürfen wie man aus den Tiefen des Lebens durchaus wieder herauskommen kann.

    Als Nebenfigur war mir am liebsten August. So einen starken Kerl, der auf Konventionen pfeift und macht was er für richtig hält, könnte ich auch in meinem Leben gebrauchen.

    Mir hat zudem sehr gut gefallen, dass es sich um keine typische Liebesgeschichte handelt, sondern diese nur am Rande eine Rolle spielt. Ich bin nicht so der Fan von unrealistischen, kitschigen Liebesabhandlungen, aber das ist dieser Roman ganz und gar nicht.

    Richtig klasse fand ich, dass Herr Freund Depression und Burnout thematisiert, was in unserer Gesellschaft nach wie vor taburisiert und als Schwäche angesehen wird. Wir müssen alle mehr darüber sprechen und mehr wissen, um Verständnis für Betroffene und deren Familien zu haben.

    Fazit: Ich habe diesen Roman mit großer Freude gelesen und dabei stets ein lachendes und ein weinendes Auge gehabt, so emotional war es. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen! Spitzenklasse!

  24. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (281)
    Aktuelle Rezension von: Vanessiiia

    Wir mussten uns in der Schule ein Buch aussuchen zum Thema Literaturgeschichte. Einerseits war das Buch sehr schwer zu lesen, aber andererseits sehr interessant und die Charaktere wurden sehr gut und mächtig dargestellt. Dennoch würde ich es kein zweites mal lesen. Aber für die Leute denen solche Themen sehr interessieren, ist es empfehlenswert.

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