Bücher mit dem Tag "dialekt"

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224 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen (ISBN: 9783404175857)
    Petra Hülsmann

    Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen

     (465)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    Karo hat es geschafft! Nach Jahren der Doppelbelastung aus Vollzeitjob und Studium hat sie ihren Bachelor in der Tasche und eine Trainee-Stelle in einer Unternehmensberatung in Hamburg, wo passenderweise in der WG ihrer besten Freundin ein Zimmer frei ist. Doch dann wird aus der Stelle bei der Unternehmensberatung aufgrund von illegalen Geschäften nichts und nach einigen Wochen der Arbeitslosigkeit findet sich Karo in der Geschäftsstelle des Fußball-Bundesligisten Eintracht Hamburg wieder. Dort soll sie nebenbei dem anderen Praktikanten in der Presseabteilung zuarbeiten und sich hauptsächlich um Patrick Weidinger, den Star der Mannschaft kümmern. Bei dem läuft es nämlich irgendwie nicht mehr rund und er hält sich lieber in Kneipen als auf dem Fußballplatz auf. Patrick (oder "Weidi" wie ihn Fußball-Deutschland nennt) ist alles andere als begeistert, dass er nun eine Aufpasserin hat und zwischen den beiden fliegen ordentlich die Fetzen. Doch was sich neckt, das liebt sich bekanntlich. Und schon bald stellt Karo fest, dass sie sich in Patrick verliebt hat. Gleichzeitig kann sie sich aber überhaupt nicht vorstellen, mit einem Promi zusammen zu sein und so nimmt das Chaos seinen Lauf.

    Der Roman ist sehr unterhaltsam geschrieben (so wie alle Bücher von Petra Hülsmann). Ich habe mit Karo, Patrick und den anderen Figuren gelacht und geweint und hätte das Buch am liebsten nie beendet. Nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren sind so schön beschrieben. Die Nebengeschichte mit Saskia und Nils fand ich so süß und von Pekka bin ich ein so großer Fan, dass ich hoffe, er möge mir nochmal in einem anderen Buch von Petra Hülsmann begegnen. Insgesamt eine klare Leseempfehlung!

  2. Cover des Buches Wir von der anderen Seite (ISBN: 9783550200373)
    Anika Decker

    Wir von der anderen Seite

     (188)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Ein vielversprechender Beginn. Am Anfang flasht mich dieser Roman regelrecht. Denn Rahel, die Protagonistin und Ich-Erzählerin liegt im Krankenhaus, gerade aus dem Koma erwacht und weiß nicht, was los ist. 

    Wie weder Eltern noch Bruder, Verlobter noch Freunde am Krankenbett von Rahel mit der Sprache herauswollen, nämlich dass es Spitz auf Knopf steht und keineswegs verlässlich zugesagt werden kann, dass Rahel überleben wird, und wie Rahel völlig orientierungslos aufwacht, das geht unter die Haut. 

    Im folgenden wird Rahels Kampf zurück ins Leben beschrieben. Was war wirklich mit ihrer Beziehung los und warum liegt sie überhaupt hier, diese Romanteile waren nicht mehr ganz so hinreißend, immer noch eindrücklich und gut, aber sie hatten nichts mehr mit dem Titel zu tun. Rahel trifft sich nämlich keineswegs mit anderen Komapatienten, anderen Überlebenden, welches „wir“ ist also gemeint? Und über den Tod oder das Sterben denkt sie auch nicht nach. Erstaunlich eigentlich. 

    Anika Deckers ist im Mediengeschäft keine Unbekannte. Sie schrieb das Drehbuch zu dem Film "Keinohrhasen" (don‘t like) und andere Skripte, „Wir von der anderen Seite“ ist ihr erster Roman und dürfte sich perfekt für eine Verfilmung eignen. Mir fehlte nach dem fulminaten Start die Auseinandersetzung mit innerer Welt und Tod; sobald die Protagonistin „nur noch“ Beziehungarbeit leistet, verliert sie mich. 

    Fazit: Beinahe ein Highlight. Aber dann doch nicht. Immer noch guter Unterhaltungsroman.

    Kategorie: Gute Unterhaltung 4 Sterne. Belletristik: nur 3 Sterne.
    Ullstein, 2019

     

  3. Cover des Buches Hummeldumm (ISBN: 9783596512379)
    Tommy Jaud

    Hummeldumm

     (1.466)
    Aktuelle Rezension von: Sylviaandrea

    Wirklich guter Humor.

  4. Cover des Buches Dunkelblum (ISBN: 9783462047905)
    Eva Menasse

    Dunkelblum

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Spinelldete

    Das Thema ist nicht neu; das Dorf, das hier seziert wird, hat ein reales Vorbild (Rechnitz, Burgenland, Österreich). Es geht um Vergessen, Verdrängen und die Mechanismen einer Dorfgemeinschaft, unter deren Boden alte Leichen lauern, im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses Buch bleibt zum Glück bei der fiktionalen Beschreibung der Ereignisse, es rutscht nicht auf die Schiene eines Doku-Dramas, sondern bleibt bei der literarischen Verarbeitung des Sachverhalts: Wie vertuscht man jahrzehntelang ein Massaker an Juden, das kurz vor Kriegsende im Dorf begangen wurde? Hier findet eine Abrechnung mit österreichischer Erinnerungskultur statt, auf sprachlich brilliantem Niveau und mit einigem Witz, der den Ernst der Sache nicht verwässert. Den zahlreichen Austriazismen im Text ist ein erklärender Anhang zur Seite gestellt, der schon für sich lesenswert ist. Durch die Vielzahl der personae dramatis etwas anstrengend zu lesen, durch die literarische Qualität ein beeindruckendes Buch. 

  5. Cover des Buches Der Apfelbaum (ISBN: 9783548060866)
    Christian Berkel

    Der Apfelbaum

     (168)
    Aktuelle Rezension von: BooksOfTigerlily

    Nachdem das Buch mir bei Instagram immer wieder aufgefallen ist und der Autor vor kurzem in der Nähe sein neues Buch vorgestellt hat, habe ich mir endlich sein Erstlingswerk zugelegt.

    Der Autor hat hier seine Familiengeschichte in Romanform gegossen und ich muss sagen, es ist ihm wirklich gelungen. Mich reizen Bücher zur deutschen Geschichte sehr und hier ist einiges aufbereitet; Christian Berkel bietet einen ungeschönten und authentischen Blick in seine eigene und unser aller Geschichte. Wo viele Vorfahren nur schweigen, erzählen Otto und Sala von Begebenheiten, wie sie sicherlich zuhauf vorgekommen sind.

    Die Charaktere sind tiefgründig und sehr menschlich dargestellt. Der Autor scheint hier nichts verklärt zu haben. Dabei werden nicht nur die Figuren beleuchtet, auch die Handlung ist ergreifend aufbereitet und bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Spannungsmomenten, historischem Background und Zwischenmenschlichem.

    Das Buch ist Anreiz für mich, mich mit meiner eigenen Familiengeschichte intensiver zu beschäftigen.

  6. Cover des Buches Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam (ISBN: 9783462046038)
    Vea Kaiser

    Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

     (149)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der satirische Roman über die Einwohner, deren Bräuche, Sitten, Organisation, Hierachie  und Verhalten eines Bergdorfes, irgendwo in den österreichischen Alpen, ist über weite Strecken wirklich lustig und gut gelungen. Das ist schon mal sehr viel. ich kenne nämlich kaum lustige Romane, die man auch zur Literatur zählen kann. Vea Kaiser erweist sich als gute Beobachterin, Personen und Handlungen werden  überspitzt und verzerrt dargestellt, sie schafft es aber, diese Dorfmenschen, um nicht zu sagen Dorftrotteln, nicht von oben herab zu beschreiben oder ins Lächerliche zu ziehen. 

    Besonders gut gelungen ist die erste Hälfte des Romans, insbesondere der Lebenswerg des Großvaters, der es vom Figurenschnitzer  zum Dorfdoktor geschafft hat.. Und Auslöser für diesen bemerkenswerten Weg ist ausgerechnet ein meterlanger Bandwurm. Ungemein erheiternd!

    Erwähnenswert ist auch die dorfchronik, die versucht, das merkwürdige Verhalten der Dörfler wissenschaftlich zu erläutern und darzustellen.

    Definitiv ein Gute-Laune-Buch.  

  7. Cover des Buches Schantall, tu ma die Omma winken! (ISBN: 9783862652198)
    Kai Twilfer

    Schantall, tu ma die Omma winken!

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Du bist Beamter.

    Und weil mal wieder Personalmangel ist,

    wirst du von deinem Posten abberufen, um als Sozialarbeiter zu fungieren.

    Und was du da so erlebst,

    das schlägt wohl dem Fass den Boden aus.

     

     

    Zum Inhalt:

    Selbstlose Sozialarbeit mit Menschen, die in gesellschaftliche Schieflage geraten sind, ist etwas Ehrenwertes. Der Sozialarbeiter Jochen könnte die meisten seiner sehr speziellen "Kunden" allerdings zum Mond schießen. Unfreiwillig von der beschaulichen Kulturbehörde einer Kleinstadt in den Sozialdienst versetzt, wird Jochen direkt mit dem Härtefall der Unterschichtfamilie Pröllmann konfrontiert. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit in der Welt der Sonnenbänke und Glitzer-Handys fängt Jochen an, die Familie nebst Tochter Schantall in sein Herz zu schließen. Trotzdem muss er sich gelegentlich Luft machen, um Schantall, Tschastin und Co ertragen zu können.

    In dieser satirischen Abrechnung zeichnet Jochen schonungslos die Kuriositäten im Leben einer bildungsfernen Familie nach. Egal ob Kindergeburtstage bei McDoof, Dosensektpartys in Lloret de Mar oder erzwungene Kirmesbesuche mit der kompletten Sippschaft Jochen ist nun Teil des Ganzen. Während sein ambitionierter Plan, Niveau in die Welt der Unterschicht zu bekommen, zum Scheitern verurteilt scheint, stellt sich ihm aus der Nähe betrachtet die Frage, ob nicht bereits ein bisschen "Schantall" in jedem von uns steckt.

     

    Cover:

    Das Cover ist so eines dieser Art, wo du eben sofort weißt, auf was du dich einlässt, sobald zum Buch gegriffen wurde. Wir sehen hier im Hintergrund eine Wohnplatte, ein Schild, auf dem der Titel des Buches prangert und wir haben hier die „Schantall“, wie sie schwarzhumoriger nicht hätte dargestellt werden können. Denn „Schantall“ trägt Lockenwickler, ist aufgetackelt, raucht und schiebt einen Kinderwagen vor sich her. Wer sich über die „Flodders“ amüsieren konnte bekommt hier nun den Einblick auf das deutsche Pendant. 

     

    Eigener Eindruck:
     Unfreiwillig landet der Autor des Buches von seinem beschaulichen Beamtentum im Kulturbereich bei den Sozialarbeitern. Dass ihn dieser Job Nerven kosten könnte, damit hat er vielleicht hintergründig gerechnet, doch er will helfen, will seine Arbeit gut machen und vielleicht auch ein bisschen revolutionieren. Dass das aber nichts wird, das muss er bald feststellen, als er die Härtefälle der deutschen Plattenbaukunst kennen lernt. Besonders geschieht dies in Form der Familie Pröllmann und deren Tochter Schantall. Ihr dachtet Chantalismus war nur ein Spaß? Dann lasst euch von Sozialarbeiter Jochen eines Besseren belehren!

    Diese Bücher über diverse soziale Schichten in deutschen Gefilden sind ja so eine absolute Gratwanderung, wie ich finde. Wer zu so einem Buch greift, der sollte schon mit Sarkasmus, Ironie und einer ordentlichen Portion schwarzem Humor zu Werke gehen. Das Buch ist zum Schmunzeln, keine Frage. Aber es ist eben auch auf Kosten anderer Menschen entstanden und einige könnten durchaus daraus schließen, dass man sich über die Familie Pröllmann oder eben diese soziale Schicht lustig macht. Auf der anderen Seite muss man den Sozialarbeitern seinen Respekt zollen, denn die Arbeit mit solchen Menschen ist nicht immer einfach und erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl. Effektiv hat Sozialarbeiter Jochen ja auch noch richtig Glück, denn die soziale Abwärtsspirale kann noch viel tiefer gehen. Auf der anderen Seite sollte eben jenes Buch vor allem für Familien- und Bildungsminister ein absoluter Warnschuss sein, denn die Geschichte von Schantall spiegelt immer mehr das Leben wieder, welches sich in Deutschland tagtäglich abspielt und auch wenn diese Menschen vielleicht mit ihrem Leben zufrieden sind, so sollte es für die Regierung eben ein Wink sein, dass etwas getan werden muss. Diese Menschen brauchen Unterstützung, nicht nur finanziell. Sie brauchen Bildungsangebote, Betreuungsangebote etc., denn das was wir hier geboten bekommen, scheint nicht zu reichen. Man sollte diesen Familien die Möglichkeit geben sich aus ihrer Abwärtsspirale zu befreien, ihnen Chancen einräumen. Man könnte hier wohl noch viel mehr benennen, doch dabei soll es bleiben. Das Buch jedenfalls ist eine Fleißarbeit des Autors, humorvoll geschrieben, teilweise ironisch und sarkastisch. Es ist ein kurzweiliges Buch, mit dem man sich im Nachgang noch ein ganzes Weilchen beschäftigt, aber es hat immer einen bitteren Beigeschmack, der sich einfach nicht vertreiben lässt: nämlich das Amüsieren auf Kosten von anderen. Sei es die Namengebung der Kinder, Schnäppchenshoppen was dann doch keine Schnäppchen mehr sind, Geldprobleme im Allgemeinen und ein billiger Lebensstil, weil eben nicht mehr drin ist, sei es die falsche Wortwahl wegen fehlender Bildung oder wegen Leserechtschreibschwächen. Ja sicher, man kann darüber schmunzeln, aber wenn man länger darüber nachdenkt, dann ist es einfach nur traurig.

     

    Fazit:

    Man sollte schon einen gewissen Grad an schwarzem Humor mitbringen, sonst sollte man die Finger davon lassen. Das Buch kann unterhalten, ist aber bisweilen auch recht grenzwertig.

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783862652198

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 224 Seiten

    Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf

    Erscheinungsdatum: 15.02.2013

     

  8. Cover des Buches Voll von der Rolle (ISBN: 9783770015603)
    Lotte Minck

    Voll von der Rolle

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Lorettas Freund Frank hat sich einen Traum erfüllt und einen Kiosk übernommen. Als gute Freundin hilft Loretta natürlich tatkräftig bei der Verschönerung von „Kropkas Klümpchenbude“ mit, doch noch vor der Neueröffnung tauchen die ersten Schmierereien auf. Loretta hat schon bald einige der jugendlichen Skater als Täter im Visier und was das Rentnergespann, bestehend aus JuppZwo, Locke und Steiger, welches den ganzen Tag auf einer Bank neben der Bude verbringt, an Klatsch und Tratsch über diese Jugendlichen zu berichten hat, lässt Lorettas kriminalistischen Spürsinn zur Hochform auflaufen und dann stolpert sie eines Morgens im wahrsten Sinne des Wortes über die Leiche eines der Jugendlichen.
    Die Polizei geht von einem Skateboardunfall aus, doch Loretta kommen schnell Zweifel und so ermittelt sie mal wieder auf eigene Faust.


    Was war denn dieses Mal mit Loretta los? Die Gute war ja von Anfang an fürchterlich schlecht gelaunt und wahnsinnig schnell auf hundertachtzig. So zickig, wie sie in diesem Band häufig rüber gekommen ist, kenn ich sie gar nicht und hat mir auch überhaupt nicht gefallen.
    Schlimmer war nur noch ihre Aussage zum Schokokussbrötchen für welches sie allerdings die N-Wort-Variante genutzt hat und für meinen Geschmack mit einer für Loretta recht unpassenden, überheblichen Arroganz festgestellt hat, dass das im Ruhrpott schon immer so hieß und immer so heißen wird, weil man es im Pott ja nicht so mit „politischer Korrektheit“ hat. Stimmt zwar, allerdings sind auch nicht alle im Ruhrpott so ignorant und können erkennen, dass manche Begriffe einfach ausgedient haben (sollten); und das hat auch nichts mit politischer Korrektheit zu tun.

    Ebenso unverständlich fand ich übrigens, dass die ganze Situation mit ihrem Freund Pascal sie so kalt lässt. Mir war ja schon in Vorgängerteilen  aufgefallen, dass es ganz praktisch war, dass Pascal meist unterwegs war und so von ihren Ermittlungen nicht viel mitbekommen hat, da er kein großer Freund ihrer Ermittlertätigkeit ist bzw. davon, dass sie sich dabei gerne in Gefahr bringt. Ich hätte aber schon gerne eine etwas nachvollziehbarere Reaktion - vor allem mehr Emotion - seitens Loretta gehabt auf diese mögliche Trennung, nicht nur ihre miese Laune. 

    Auch der Fall an sich konnte mich dieses Mal einfach nicht überzeugen. Loretta ergeht sich sehr früh in ausschweifenden Hirngespinsten über die Jugendlichen und auch den (möglichen) Mord und zwar noch bevor sie irgendwelche ernsthaften Hinweise in diese Richtungen bekommen hat. Natürlich stellt sich hinterher heraus, dass sie mit ihren wilden Spekulationen fast immer Recht hatte.
    Das fand ich dieses Mal echt überzogen.
    Auch die Reaktionen von Frank und anderen Kiosk- bzw. Ladenbesitzerin auf diese Jugendlichen fand ich überhaupt nicht nachvollziehbar. Zumindest Frank kennt man da anders und dass er nicht mal seinen guten Freund und Ex-Komissar Erwin von Anfang an eingeschaltet hat bzw. wenigstens um Rat gefragt hat, wollte sich mir nicht vermitteln.

    Gut dagegen fand ich den Mörder und seine Motive. Ohne hier zu viel vorwegzunehmen, hat das Ganze für mich der Geschichte noch mal eine Wendung gegeben, die alles ein wenig aufgewertet hat (wenn auch im tragischen Sinne), da es keine einfache Rachetat war.


    Fazit: Ich muss sagen, ich war dieses Mal schwer enttäuscht von Loretta und ihrer ganzen Art. Sie hatte schon von Beginn an eine unterdurchschnittlich schlechte Laune und wirkte häufig zickig (auch wenn ich dieses Wort echt nicht mag), aber ihre recht ignorante Sichtweise zum N-Wort, die ebenfalls nicht zu der Loretta passt, wie ich sie bisher kennen gelernt habe, hat für mich den Ausschlag nach unten gegeben und da auch der Kriminalfall mich nicht recht von sich überzeugen konnte, kann ich dieses Mal gar nicht anders, als nur zwei Sterne zu vergeben.

  9. Cover des Buches An der Mordseeküste (ISBN: 9783770015139)
    Lotte Minck

    An der Mordseeküste

     (71)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Loretta Luchs und ihre Gang haben es geschafft, endlich Urlaub an der Nordsee. Kleinere Staus können sie nicht stoppen. Isoldes Freundin, die Fotografin Maria, hat zur Eröffnung ihrer Fotoausstellung geladen. Was ein glamouröser Auftakt des Urlaubs werden soll, gerät allerdings zu einem mittelschweren Desaster. Diana bandelt mit einem an, der sich als Ekelpaket entpuppt. Und genau dieser ist am nächsten Morgen als tote Deko an der Strandburg der Gang zu bewundern. Kein Wunder, dass Frank, der sich am vorigen Abend mit dem Ekel angelegt hatte, unter Verdacht gerät. Und wieder ein Fall für Loretta Luchs und ihre Freunde.


    Bereits zum dritten Mal erleben Loretta und ihre Freunde ein Abenteuer, von dem andere nur in der Zeitung lesen. In erster Linie wollten sie entspannen, die Küstenlandschaft genießen und ein paar Ausflüge in die nähere Umgebung machen. Doch nach der verunglückten Vernissage wird aus der Entspannung eine aufregende Verbrecherjagd. Die Polizei macht es sich zunächst einmal leicht. Wenn es in Frank einen so leicht auffindbaren Verdächtigen gibt, dann nehmen sie den doch. Dass kann Loretta natürlich nicht zulassen und ausgehen von dem vorherigen Abend versucht sie, die Ereignisse zu rekonstruieren.


    Dieser Kriminalroman bietet wie seine Vorgänger eher leichte Lektüre mit sympathischen Protagonisten. Das Setting dieses Bandes eignet sich schon aufgrund des Settings auch hervorragend für den eigenen Urlaub. Bequem im Strandkorb kann man in die Handlung sinken und Loretta die Daumen halten, dass sie herausfindet, was in der Tatnacht geschah. Auch wenn der Urlaub dabei in den Hintergrund tritt, kommt die liebevolle Beschreibung von Land und Leuten nicht zu kurz. Nur die Sprachprobleme zwischen Ruhrpott und Platt lassen sich nicht immer ganz leicht auflösen. Aber auch das bildet für Loretta kein großes Hindernis. Dieser Krimi bereitet unterhaltsame Urlaubslesestunden, aus denen man am Ende genauso ungerne zurückgekehrt, wie Loretta den Heimweg antritt. So ein Urlaub ist doch immer viel zu schnell vorbei.

  10. Cover des Buches Hochsaison (ISBN: 9783596512423)
    Jörg Maurer

    Hochsaison

     (240)
    Aktuelle Rezension von: Schattenfrau

    In Band 2 haben wir ein Ereignis, indem 2 Täter(gruppen) gefasst werde wollen und ein sportliches Event, welches im Mittelpunkt steht. Es sind teilweise sehr kuriose Ereignisse, die skuril und amüsant erzählt werden. Besonders witzig finde ich die Bäckerei die immer passende Brötchen zum Verbrechen parat hat zum Verkauf. Ich möchte nicht zuviel spoilern und neugierig auf Band 2 machen. Die Kleinbürgerlichkeit wird sehr gut dargestellt und die Maßnahmen mit denen sich auf die Suche nach der vergifteten Weißwurst begeben wird sind wieder sehr unkoventionell. Beeindruckend finde ich, wie der Autor eine Figur sterben lässt. Es passiert teilweise recht plötzlich und abrupt und doch elegant.

    Ich freue mich auf Teil 3 Niedertracht.

  11. Cover des Buches Omama (ISBN: 9783552072015)
    Lisa Eckhart

    Omama

     (88)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der Plot und die Sprache hat mir ausnehmend gut gefallen.
    Die Charaktere sind überzeichnet, aber sehr gut getroffen. (Ich kannte Personen, die auf Einkaufstouren nach Ungarn fuhren).
    Die Autorin ist noch jung und hat Potential! Ich bin gespannt auf ihr nächstes Buch.

  12. Cover des Buches Die Kalte Sofie (ISBN: 9783453356870)
    Felicitas Gruber

    Die Kalte Sofie

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Die Bewertung ist nicht einfach, ich habe das Buch gekauft, weil ich Regionalkrimis mag, besonders wenn sie lustig sind. Und da gibt's südlich des Weisswurstäquators doch einige gute Beispiele.
    Die kalte Sofie ist der Einstieg in eine Serie um die Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth, welche aus Berlin nach München - Giesing zurückkehrt.
    Das Regionale wird groß geschrieben, das Buch ist ein Liebesbeweis an München und besonders an den Stadtteil Giesing. Auch der Dialekt kommt nicht zu kurz, bleibt aber auch für "Fremdsprachler" verständlich.
    Die Kapitel sind angenehm kurz, so das man problemlos ein paar Seiten zwischendurch lesen kann.
    Die Protagonisten neben der sympathischen Hauptfigur sind Tante Vroni (Typ gute Seele), Ex Mann Joe (den Sofie noch immer ein bisschen mag), Reporter Charly (der charmante Frauenschwarm), Kollegin Falk (die böse Eiskönigin) und Helfer Spike (der obligatorische "schräge Vogel" mit Herz) - soweit ganz gut.
    Die Story bietet dazu 2 spannende Fälle, eine Vergiftungsserie und eine verkohlte Leiche - es könnte also ein Top Buch werden - aber....
    Leider ist die Geschichte recht flach, zu viele unrealistische Zufälle (wem fallen die toten Tiere förmlich vor die Füße, bei wem landet die Anfrage zum vergifteten Kind...), dazu eine platte Dreiecksgeschichte (nehme ich den Joe zurück oder werfe ich mich dem Charly in die Arme) - es sind ja sowieso alle gleich in Sofie verliebt - mit Ausnahme der Eiskönigin natürlich. Dazu die ermittlungstechnischen "Freiheiten", wenig Überraschendes - dem geneigten Leser dürften die Auflösungen der Fälle schon früh klar gewesen sein ... und am Ende Friede, Freude, Eierkuchen!
    Wirklich schade - da wäre mehr drin gewesen. An die "Wettbewerber" Eberhofer, Kluftinger oder Jennerwein kommt die Sofie (noch) nicht ran, aber ich werde bei Gelegenheit auch den 2. Band lesen, vielleicht entwickelt `s sich ja.

  13. Cover des Buches Die Schwangerschaft des Max Leif (ISBN: 9783426519745)
    Juliane Käppler

    Die Schwangerschaft des Max Leif

     (47)
    Aktuelle Rezension von: SanTime

    Max Leif ist irgendwie viel "schwangerer" als seine Freundin Maja.
    Als Max realisiert, welche vermeintlichen Gefahren das ungeborene Baby bedrohen und was alles ein Risiko für seine Freundin darstellt, beginnt er die Fürsorge und Verantwortung für beide zu übernehmen. Dabei übertreibt er es so maßlos, dass man ständig schmunzeln und lachen muss. Maja hingegen findet das alles gar nicht lustig...
    Ein äußerst witziges Buch mit Lachgarantie!

  14. Cover des Buches Bülent Rambichler und die fliegende Sau (ISBN: 9783442716760)
    Anja Bogner

    Bülent Rambichler und die fliegende Sau

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Dieser Roman fiel mir in der Buchhandlung durch den  ungewöhnlichen Titel auf. Nachdem ich dann auch noch festgestellt hatte, dass der Handlungsort in Franken ist, musste ich ihn unbedingt mitnehmen.


    Am Anfang hatte ich leicht Anlaufschwierigkeiten, aber je weiter ich gelesen hatte desto spannender wurde es. Es war so interessant, ab und zu eben auch humorvoll und vor allem auch spannend. Man sollte aber schon ein bißchen die fränkische Sprache verstehen vor allem das mittelfränkische sollte man gut verstehen können.


    Ich finde wer gern gut geschriebene Regionalkrimis aus Franken, genauer gesagt aus Mittelfranken mag, sollte diesem Franken Krimi eine Chance geben.

  15. Cover des Buches Wo die Freiheit wächst (ISBN: 9783845822747)
    Frank Maria Reifenberg

    Wo die Freiheit wächst

     (72)
    Aktuelle Rezension von: miss_organ_ized

    Die junge Lene ist 16 Jahre alt, und der Krieg dauert jetzt schon einige Jahre an. Statt sich mit dem Erwachsenwerden zu beschäftigen, hat sie alle Hände voll zu tun die Familie zusammen zu halten. Ihr großer Bruder Franz kämpft an der Ostfront gegen Russen, ihr Vater ist verschollen, ihre Mutter depressiv und ihr kleiner Bruder verehrt den Führer so sehr, dass es mehr kaum geht. Und wo steht Lene selber? Sie weiß, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Doch kaum jemand unternimmt etwas. Dann lernt sie Erich kennen und mit ihm eine Gruppe von Jugendlichen, die ihren eigenen Kopf haben: die Edelweißpiraten…

    »Ich versuche wacker den Überblick NICHT zu verlieren. Aber manchmal würde ich mich auch gerne wie der Kalli irgendwo in eine Ecke der Welt verfrachten lassen, wo über dir nichts ist außer der Sonne und dem Mond. Auf ein Inselchen mitten im Ozean oder auf einen Berggipfel, am besten den höchsten der Welt, wo du nachts nur in den Sternenhimmel starren kannst. Dahin, wo nichts mehr über dir ist, wo die Freiheit wächst, bis zu den Sternen.«

    BRIEFROMAN

    Ein Briefroman? Zunächst war ich skeptisch, ob ich damit beim Lesen so gut zurecht kommen würde. Skeptisch war zunächst auch der Autor, wie ich später hinten im Buch gelesen habe. Ihm sei auch bewusst gewesen, dass man fast nichts von dem, worum es sich im Buch dreht, in Briefe hätte schreiben können zu dieser Zeit. Das hatte ich nämlich erst vor hier als Kritikpunkt aufzuführen, weil es mir doch ein bisschen sehr leichtsinnig und lebensmüde von den Charakteren erschien. Aber dem wurde durch das Nachwort der Wind aus den Segeln genommen.

    »Haben die denn keine anderen Sorgen? Wenn ich mir anhöre, was der Führer da vorige Woche im Reichstag gesagt hat! ›Front und Heimat müssen alles geben‹, sagt er und dass uns ein Kraftakt bevorstünde. Als ob alles, was bisher gewesen ist, ein Spaziergang am Rheinufer war. Darum sollten sie sich kümmern, nicht um unser Geschreibsel.«

    Im Endeffekt war ich begeistert von der Briefform. Denn es hilft, sich besser in die damaligen Umstände hineinzuversetzen. Freunde und Familie über ganz Deutschland verstreut, und die einzige Möglichkeit sich nicht zu verlieren, waren Briefe. Auch wenn man teilweise ewig darauf warten musste oder manche gar nicht am Ziel ankamen. Obwohl man genug mit sich selber zu schaffen hatte (schauen wo man etwas zu Essen herbekam, die Wohnung bewachen,…), nahm man sich die Zeit zum Briefe schreiben, um nicht ganz verrückt zu werden. Daher finde ich, hat sich das Wagnis Reifenbergs gelohnt, das Ganze in einen Briefroman zu verpacken.

    SCHREIBSTIL

    Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen. Ich hatte das Gefühl, diese Personen hätten wirklich 1942 gelebt und diese Briefe geschrieben. Das ist nicht der Fall, auch wenn manche Charaktere an wahre Persönlichkeiten angelehnt sind. Ich kann wirklich nur empfehlen, das Nachwort des Autors auch zu lesen, dort erfährt man einige spannende Dinge.

    CORONA UND FREIHEIT

    Ich habe das Buch gelesen und gedacht: Um Gottes Willen! Was die damals im Krieg alles aushalten mussten. Da konnte keiner einfach auf die Straße gehen und gegen das, was ihm nicht recht gefiel protestieren. Beziehungsweise natürlich konnte man das, aber dann wurde kurzer Prozess gemacht. Natürlich hat jeder von uns in der Schule gelernt wie schlimm die Zeiten waren und was alles dahinter steckte. Aber im Alltag verblasst das immer, finde ich. Und wenn man dann so ein Buch liest, taut alles wieder auf.

    Und dann frage ich mich, warum die Leute zur Zeit es nicht einmal aushalten können ein wenig Abstand zu halten. Ich glaube, dass gerade zur Zeit dieses Buch einige Menschen aufrütteln könnte. Dass man sich mal bewusst wird, wie geringfügig manche Probleme im Vergleich zu anderen sind. Wenn Fliegeralarm war, dann sind alle in den Bunker oder in den Keller. Natürlich gab es da auch Murren und bestimmt ist auch mal der ein oder andere durchgedreht und raus gerannt. Aber der hatte dann auch gleich die Quittung dafür. An Corona ist das Problem, dass man keine Bomben sieht, die fallen. Der Feind ist unsichtbar, aber das macht ihn nicht weniger gegenwärtig. Wir sollten froh sein, dass wir diesen Krieg eigentlich nur mit der Waffe des Social Distancing ausfechten können. Jedenfalls wenn wir alle zusammen helfen.

    Kleiner Denkanstoß

    Und daher finde ich auch, dass Demonstrationen gegen die Einschränkungen der Grundrechte vermieden werden sollten. Wir haben das Privileg der Freiheit unseres Gedankenguts. Und wenn alle so vernünftig wären zu Hause zu bleiben, weil sie es selbst für richtig halten, dann müsste auch kein Staat von oben eingreifen und die Bevölkerung zur Vernunft erziehen.

    »Die Schäden und das Leid sind so unfassbar, aber am Schlimmsten für mich ist das, worüber keiner spricht, was viele nur im hintersten Eckchen ihres Herzens verstecken. Es ist das Gefühl, dass es uns nur recht geschieht. Das hat sich schon so manches Mal bei mir eingeschlichen, als es von Bombennacht zu Bombennacht schlimmer geworden ist. Wenn man mit so einem Leid und Verbrechen gestraft wird, muss man doch etwas angestellt haben.«

    SPOILER-ALERT

    Mein Kopf fand das Ende super geschrieben. Dass man nicht weiß was mit Lene und Erich passiert, fand ich ein gutes Stilmittel, auch wenn ich mich jetzt immer noch ärgere, dass ich es nicht weiß (ich hoffe auf einen zweiten Teil). Damals war es ja nicht so einfach Kontakt zu halten. Und das hat die Unübersichtlichkeit noch einmal gut hervorgehoben. Dass Franz gefallen ist, hat mich ernüchtert, obwohl es mehr als realistisch ist. Mein Herz war einfach nur traurig. Ich hätte mir so sehr ein Happy End gewünscht. Aber gerade das gab es eben meist leider nicht. Und das macht bei allem Schmerz das Buch auch so gut, glaube ich.

  16. Cover des Buches Milchgeld (ISBN: 9783492303002)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Milchgeld

     (905)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Titel: Milchgeld

    Autor*in: Volker Klüpfel, Michael Kobr

    Erschienen in Deutschland: 2005

    Originaltitel: -

    Erschienen in (anderes Land): -

    Übersetzer*in: -

     

    Weitere Informationen:

    Genre: Krimi, Slice of Life

    Preis: € 8,95 [D], € 9,20 [A]

    Seiten: 310

    Sprache: Deutsch

    ISBN: 978-3-492-24216-5

    Verlag: Piper Verlag GmbH

     

    Rückentext:

    Ein Mord in Kommissar Kluftingers beschaulichem Allgäuer Heimatort Altusried - jäh verdirbt diese Nachricht sein gemütliches Kässpatzen-Essen: Ein Lebensmittel-Chemiker des örtlichen Milchwerks ist stranguliert worden. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle - und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrrat, dunkle Machenschaften und einen handfesten Skandal.

     

    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Das hier ist nicht das erste Buch, das ich aus der Kluftinger-Reihe gelesen habe, sondern das zweite. Glaub, ich habs mal vor Monaten in einem offenen Bücherschrank gefunden und dort mitgenommen. Die genauen Gründe kann ich dafür nicht nennen, da mich der andere Band "Erntedank" damals nicht so wirklich überzeugt hatte. Und diesem hier ist es leider auch nicht so wirklich gelungen. Obwohl zwischen dem Lesen der beiden Bände sechs Jahre lagen.

    Aber nun zu dem Band hier zurück. Auch hier gefällt mir das Verkehrsschild und die schöne Landschaft im Hintergrund, passt einfach zum Allgäuer Setting. Da ich mittlerweile selbst im Allgäu lebe, war vielleicht ein weiterer Grund, warum ich der Reihe nochmal eine Chance geben wollte. Leider kannte ich trotzdem nur die Hälfte der Ortsnamen und besucht habe ich nur einen davon. Aber das kann man ja alles mal nachholen.

    Daher find ich es auch ein bisschen schade, dass mich das Buch nicht so überzeugt hat. Immer wieder habe ich Kluftinger im Kopf mit Eberhofer verglichen, auch wenn es natürlich ein wenig blöd ist. Aber wenn ich so überlege, was mir am Eberhofer gefällt und stört und wie es beim Kluftinger aussieht ... naja, er schneidet am Ende nicht so gut. Das Einzige, was er dem Eberhofer vorraus hat, ist, dass er wirklich ein Teamplayer ist. Während Franz da von einem Fettnäpfchen ins andere steigt, kommt Kluftinger mit seinem Team viel besser zurecht und geht auch fairer mit ihnen um. Hier find ich es dagegen schade, dass die Kollegen oder überhaupt die meisten Leute so blass rüberkommen. Man erfährt nicht so viel über sie. Die einzigen, die da ein wenig herausstechen, sind Kluftingers Frau, sein Nachbar (?) und der Kollege Maier.

    Ansonsten gingen die meisten Namen in meine Augen hinein und direkt im Hirn in den Schredder, so dass ich hin und wieder überlegen musste: Wer war das jetzt?

    Und er ist tollpatschig, ok, jedem passiert mal was blödes. Aber ihm passiert es am laufenden Band und er geniert sich auch wegen jeder Kleinigkeit. Das ist etwas, was ich damals in "Erntedank" kritisiert habe und jetzt auch wieder kritisiere. Das waren teilweise Sachen, da denke ich mir: Ist doch nichts dabei, warum schämt der sich denn so dafür?

    Auch findet er andere Leute seltsam oder bewertet sie schlecht, obwohl sie eigentlich gerade nichts besonderes oder seltsames getan oder gesagt haben. Aber alles, was er nicht sagen, machen oder tun würde, ist seltsam und muss schlecht bewertet werden.

    Der Fall selbst war so ganz ok, aber irgendwie wirkte es so, als wüssten die Autoren nicht so recht, wohin sie damit gehen wollten. Wer der Täter ist, was sein Motiv ist und wie der Kluftinger ihn dann findet. Fand ich teilweise etwas langatmig und langweilig, erst ab der zweiten Hälfte wurde es dann irgendwie interessant. Aber zum Miträtseln hat es mich jetzt ehrlich gesagt nicht gebracht.

    Der Schreibstil war ganz angenehm zu lesen. Und hier passt der Rückentext zum Buch, auch etwas, was ich bei "Erntedank" negativ erwähnt hatte. Und manche Running-Gags, wie das mit der Trommel, hat recht schnell nur genervt.

     

    Fazit:

    Scheinbar ist die Kluftingerwelt nicht so die meine. Ich hab bei anderen Rezensionen zu diesem Buch gelesen, dass es wohl zwischen den ersten und den neuesten Bänden einen himmelweiten Unterschied geben soll, vor allem was die Nebencharaktere angeht, aber ich weiß nicht, ob ich die irgendwann lesen werde oder möchte. Es kann auch sein, dass ich in weiteren sechs Jahren (also 2028) sage: Ok, ich gebe mal nem neueren Band der Reihe ne Chance und schau mal, wie es da so ist. Das kann ich heute natürlich nicht sagen, weil ich keine Kristallkugel habe. Bis dahin werde ich mich nach anderen Krimis umsehen, die in Bayern oder speziell im Allgäu spielen.

    Von mir bekommt das Buch insgesamt drei Sterne.

  17. Cover des Buches Die Liebenden von Cabourg (ISBN: 9783596030293)
    Amélie Breton

    Die Liebenden von Cabourg

     (39)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Mal wieder so ein richtig schönes Wohlfühlbuch, ich kam fast ein wenig ins Schwelgen … 

    Ein nicht untypisches Setting für die Zeit vor hundert Jahren. Emma, eine junge Frau im Berlin der 20er Jahre, ist verlobt mit dem ehrgeizigen Alexander, der ihr die Welt zu Füßen legen will. Doch liebt sie ihn wirklich? Leider lässt seine Sensibilität – wie damals ja nicht unüblich – Emma gegenüber zu wünschen übrig. Ist es da ein Wunder, dass sie spontan an Paul ihr Herz verliert, obwohl sie ihn noch nie gesehen hat? Ein immer gefühlvoll werdender Briefwechsel zwischen den Beiden bringt Emmas Zukunftspläne gefährlich ins Wanken … wird sich die Geschichte ihrer Mutter, die leider unglücklich endete, jetzt wiederholen?

    Die Erzählungen Emmas als inzwischen alte Dame bringen dem Leser diese zauberhafte Liebesgeschichte näher, die abwechselnd in Berlin und in der Normandie spielt. Sie ist flüssig geschrieben und bestens dafür geeignet im Alltag mal ein wenig die Realität zu vergessen und sich wegtragen zu lassen in die Normandie mit ihren malerischen Dörfern und der ungestümen Natur, die schon den Impressionisten Claude Monet seinerzeit inspirierten. Das Buch entlässt seine Leser mit einem überraschenden Ende zurück in die Realität und bekommt von mir mit 4,5 von 5 Sternen eine absolute Leseempfehlung. Der perfekte Roman, wenn man es mal wieder ein bisschen gefühlvoller aber in keiner Weise kitschig mag.  

  18. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596521487)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

     (2.375)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Obwohl der Roman schon über 100 Jahre auf dem Buckel hat, wirkt er irgendwie immer noch taufrisch. Die Lektüre hat mir großes Vergnügen bereitet. 

    Sprachlich genial und von der Geschichte her sehr genau, realistisch & interessant gemacht. 

    Absolut Lesenswert

  19. Cover des Buches Liebesschmarrn und Erdbeerblues (ISBN: 9783442379552)
    Angelika Schwarzhuber

    Liebesschmarrn und Erdbeerblues

     (144)
    Aktuelle Rezension von: Annabeth_Book

    Inhalt:


    Für Lene steht eins fest, auf Bayerisch gibt es den Satz "Ich liebe dich!" nicht. Dank eines Zeitungsartikels dann auch noch von ihrer Freundin, kommt dabei noch eine riesige Welle ins Rollen und plötzlich steht von Lene nicht nur ein Mann.


    Erster Satz:


    "Wenn du jetzt gehst..."Mehr hörte ich nicht mehr. 


    Die Meinung von meiner Mama:


    Dieses Buch habe ich letztens gelesen, da es irgendwann einmal selbst gekauft worden ist und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. 


    Das Cover passt in seinem blau-weiß, natürlich perfekt zu Bayern aber es lässt einen auch ein wenig rätseln um was es nun in dem Buch wirklich geht. Alles in einem finde ich das Cover nicht wirklich schlecht.


    Der Schreibstil der Autorin, war wirklich sehr flüssig und leicht zu lesen. Auch hat das Buch eine gewisse Portion Humor mit dabei, sodass es wirklich sehr witzig ist das Buch zu lesen.



    Lene, unsere Protagonistin, war mir wirklich sehr sympathisch vielleicht auch weil sie sich im Buch immer mal wieder zu Affen macht.  Man kann sich auch richtig gut in sie hineinversetzen und mitfühlen, sodass man es als Leser leicht hat ihre Handlungen nachvollziehen zu können.


    Das einzige was mich ein bisschen gestört hat war, dass es mir teilweise zu viele Männer gab es war zwar trotzdem amüsant aber für meinen Teil hätten es gerne weniger sein können.


    Alles in einem kann ich das Buch wirklich nur empfehlen, da es einfach das perfekte Urlaubsbuch ist egal wo man gerade ist und mit den Rezepten bekommt man auch nochmals richtig Lust was zu backen und/oder zu kochen.

  20. Cover des Buches 2001 (ISBN: 9783446271067)
    Angela Lehner

    2001

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Werner_Knoefel

    Von dem Buch habe ich aus dem Fernsehen erfahren, Angela Lehner finde ich sehr sympathisch, entsprechend neugierig war ich auf das Buch.

    Die Handlung, die, wie der Titel nahelegt, im Jahre 2001 spielt, dauert von Januar bis zum elften September. Es wird durchgehend aus der Perspektive der fünfzehnjährigen Hauptperson Julia erzählt, die eine Hauptschule besucht und dort nicht zu den besten gehört.

    Man findet sich sehr schnell in der Geschichte zurecht. Das Personal ist übersichtlich, der fiktive Ort ("Das Tal") erfüllt seinen Zweck.

    Die Hauptperson wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer, da sie wirklich konsequent jeden Gedanken an die Nützlichkeit ihrer Handlungen, an ihre 'Zukunft', wie es die anderen nennen, verweigert und also keine Karriere machen will. Ebensowenig hat sie Vorurteile.

    Doch obwohl der Plot mit gesellschaftlichen Reizthemen voll ist - ich möchte hier nicht spoilern - somit Gelegenheit zur Auseinandersetzung  vorhanden ist und auch Kritik geübt wird, fehlt doch ein wenig der Aha-Moment, das Erhellende, mir jedenfalls. Hierzu wären die Nebenfiguren sogar vorhanden, sie bleiben aber etwas zu blass.

    Die Musik spielt eine ziemlich große Rolle, die Playlist dazu findet man aber erst am Ende des Buches.

    Es ließ sich bis zum Ende gut und flüssig lesen, deshalb vergebe ich drei von fünf Sternen



  21. Cover des Buches Fastenopfer (ISBN: 9783548288314)
    Anton Leiss-Huber

    Fastenopfer

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Caroas

    Die Charaktere wurden mit viel Humor wiedergegeben, besonders Schösi die Haushälterin des Pfarrers lässt einen von einer Lachslave in die nächste springen.

    Mit humorvollen Verwicklungen und Entwicklungen sucht Kommissar Max Kramer mit seinem Kollegen den Mörder. Maria Evita, Max seine Jugendliebe und Novizin im benachbarten Kloster, hilft ihm bei der Lösung und er ihr Kramer beim heimlichen Fastenbrechen nicht nur mit Schokolade.

    Nebst den Mörder deckt Kramer auch ein Betrugsdelikt auf. 

     

    Fazit, ein humorvoller Regionalkrimi in dem man lange im Dunkeln tappt. Der leicht und flüssig zu lesen ist.

  22. Cover des Buches Verspielt (ISBN: 9783839217979)
    Roman Klementovic

    Verspielt

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Wildpony

    Verspielt  -  Roman Klementovic

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Zwei Frauen verschwinden spurlos. Einziger Anhaltspunkt für die Angehörigen: ein Brief mit der Anleitung zu einem perfiden Spiel. Nur wenn sie die Regeln befolgen und innerhalb von drei Tagen herausfinden, warum die Frauen entführt wurden, können sie ihnen das Leben retten.
    Ermittlungen in einem anderen Fall führen Bezirksinspektor Mück zu den dramatischen Ereignissen rund um die Entführungen. Er deckt unglaubliche Zusammenhänge auf. Es beginnt ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.

    Mein Leseeindruck:

    Schon von der Beschreibung des Buches her war ich total neugierig und habe mich auf Hochspannung gefreut.

    Und das dann auch erhalten. Die Handlung war so gut das ich direkt darin voll abtauchen konnte. Das weihnachtliche Wien konnte ich mir als Umgebung super gut vorstellen und auch Inspector Mück als Ermittler war für mich schnell authentisch.

    Der Autors Roman Klementovic konnte mich mit seinem direkten und auch ziemlich heftigen Schreibstil absolut an das Buch fesseln und ich wusste nach kurzer Zeit bereits das ich einen knallharten Thriller hier in den Händen hielt.

    Einen Thriller den man als Leser wahnsinnig gern verschlingt, aber in Wahrheit niemals erleben möchte.

    Mit diesem Buch hat mich Herr Klementovic wirklich faszinieren können. Und für ein Erstlingswerk war das eine richtig tolle Leistung. An manchen Stellen war es mir als begeisterter Krimileser fast zu heftig. Aber für die Psychothriller-Fans sind solche Stellen absolutes Muss.

    Das Cover selbst ist auch ein wenig erschreckend und zeigt dem Leser schon vorab was ihn in dem Buch erwarten wird und worauf er sich einzustellen hat.

    Fazit:

    Spannungsgeladen, direkt und hochexplosiv - ein Thriller den man nur empfehlen kann. Hingegen für zarte Leseseelen ist er nicht wirklich gedacht.

    Hat mir sehr gut gefallen und für die Hochspannung gibt es von mir 4,5 Sterne.

  23. Cover des Buches Nur Gisela sang schöner (ISBN: 9783981701647)
    Dany R. Wood

    Nur Gisela sang schöner

     (74)
    Aktuelle Rezension von: kerstin_rode

    Saarlandkrimi für Saarländerin ein Muss, hier ein Vergnügen ! Menschenschlag super beschrieben. Die Handlung spannend bis zur letzten Seite!

  24. Cover des Buches Hawelka & Schierhuber laufen heiß (ISBN: 9783709978030)
    Günther Pfeifer

    Hawelka & Schierhuber laufen heiß

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Sikal
    Josef Hawelka und Sepp (damit man die beiden unterscheiden kann) Schierhuber wollen eigentlich ein langes Wochenende genießen. Doch da beordert sie ihr Chef, der Erzherzog, ins Waldviertel, um die dortigen Beamten zu unterstützen. Immerhin ist der Birnstingl wohl nicht ganz freiwillig in seine Kreissäge gefallen, bevor der Motor überhitzte und den Stadl in Brand setzte. Dass den beiden Kommissaren aus Wien eine Mauer des Schweigens im Dorf Vestenötting erwartet, erleichtert die Arbeit nun wirklich nicht. Dabei macht der Erzherzog Druck – und auch dessen Erzfeind Matzinger schaut, ob sich die Herren Kommissare nicht den einen oder anderen Fehler leisten. Doch obwohl sie erst auf der falschen Spur sind, entkommt ihnen der Täter nicht, wenngleich man es als Leser gar nicht so recht glauben mag, dass diese beiden schrulligen Ermittler zum Helden mutieren.

     

    Unterstützung erfahren sie (wie auch in den Nachfolgebänden) vom „Auskunftsbüro Berlakovic“, den Kolleginnen des Büros, die immer mit Rat und Tat und so mancher Neuigkeit aufhorchen lassen.

     

    Der Autor Günther Pfeifer hat mit diesem Krimiauftakt über diese schrägen Ermittler eine humorvolle Reihe mit viel Lokalkolorit, mehr oder weniger spritzigen Dialogen (nachdem Schierhuber in gewohnter Manier nicht allzu viel spricht) und manches Mal eher zufälligen Erfolgen geschrieben, die ich sehr gerne gelesen habe.

     

    Die Beschreibung der Charaktere finde ich sehr gelungen und die beiden Kommissare sind äußerst sympathisch. Dass die beiden für alles ein wenig länger brauchen, verzeiht man ihnen gerne. Die Einschübe im Dialekt, die Mentalität der Dorfbewohner, der „Stammtisch-Insider-Club“ vermittelt eine authentische Atmosphäre. Das wurde vom Autor sehr treffend ins Bild gesetzt.

     

    Für mich ist die Reihe um Hawelka und Schierhuber eine gelungene, der Auftakt führt natürlich erst mal sämtliche Charaktere ein und ist vielleicht nicht ganz so spritzig wie die Nachfolgebände. Doch mein Highlight ist bereits hier das Auskunftsbüro. Die Damen bringen Schwung in die Geschichte – herrlich.

     

    Von mir gibt es für diesen originellen Krimi auf jeden Fall 5 Sterne.

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