Bücher mit dem Tag "deutsche literatur"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "deutsche literatur" gekennzeichnet haben.

1.003 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.399)
    Aktuelle Rezension von: Calderon

    Das Thema ist interessant, wie es scheint, auch gut recherchiert und in eine unterhaltsame Geschichte verstrickt, die jedoch insgesamt zu sehr ausgewalzt worden ist. Immerhin bleibt man als Leser recht nachdenklich zurück.

  2. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257069334)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.147)
    Aktuelle Rezension von: Julia250916

    📚 "Das Parfum" von Patrick Süskind 📚

    HANDLUNG
    Grenouille hat eine ganz besondere Begabung. Er kann alle Gerüche von einander unterscheiden und ordnet diese jedem Objekt oder Lebewesen zu. Er möchte die besonders gutriechenden Gerüche für immer einfangen und greift dazu auf Mittel zurück, die kein Mensch für dieses Vorhaben aufbringen würde.

    FAZIT
    Dieses Buch ist faszinierend und schockierend zugleich. Ich hätte niemals gedacht, dass mich das Thema der Parfumherstellung und der verschiedenen Düfte so sehr interessieren würde. Ich war durchweg gefesselt von dem Buch durch die spannende und zugleich ruhige Erzählweise. Durch die Begleitung von Grenouille lernt man viel von ihm kennen. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen! ☀️

  3. Cover des Buches Arkadien erwacht (ISBN: 9783492267885)
    Kai Meyer

    Arkadien erwacht

     (2.009)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Inhalt: Rosa Alcantara flüchtet aus den USA vor ihrer Mutter und anderen Problemen nach Sizilien zu ihrer Schwester Zoe und ihrer Tante Florinda. Schon bei der Ankunft des Fliegers trifft sie auf Alessandro Carnevares, weiß aber nichts davon, dass er zu dem verfeindeten Clan ihrer Familie gehört. Denn, wie nicht anders zu erwarten ist in Italien, geht es um die Mafia und beide Familien sind Größen in diesem Geschäft. Das hindert aber Rosa und Alessandro nicht daran, sich anzunähern und sich ineinander zu verlieben. Dennoch haben beide ihre Probleme mit ihren Familien. Rosa, sich in ihre einzugliedern und die Strukturen der Mafiosi zu verstehen und Alessandro, dessen Vater gerade gestorben ist und er sich als neuer Boss „capi“ behaupten muss. Mit Rosas Hilfe versuchen sie einen Verrat in seiner Familie aufzudecken. Zudem hat Alessandros Familie ein raubtierhaftes dunkles Geheimnis und nicht nur das lässt Rosa erzittern, sondern ihr eigenes der Familie ebenso, was allerdings nicht ganz so haarig ist.

     

    Ich mag Wandlergeschichten und Italien mag ich auch, dennoch konnte mich das Buch nicht ganz so mitreißen. Allerdings kann ich nicht mal sagen, an was das gelegen hat, da mir auch Kai Meyers Schreibstil zusagt. Vor vielen Jahren hatte ich mal die „Merle-Trilogie“ von ihm gelesen und dachte nun, es wäre mal an der Zeit eine neue Reihe von ihm zu lesen und da ich schon viel Gutes über die „Arkadien-Reihe“ gelesen habe, wollte ich es damit probieren.

    Wie gesagt, gefällt mir auch das Thema und der Schreibstil, aber es konnte mich nicht so richtig fesseln. Ich schiebe es mal auf die Figuren, dass die mich nicht so richtig an sich gebunden haben.

     

    Zudem war es am Anfang sehr viel Mafiathematik und ich hatte viel mehr auf die Fantasyelemente gehofft. Das hat am Anfang irgendwie etwas gedauert, obwohl dann davon viel zu lesen war und immer wenn es um die tierischen Geheimnisse ging, hat es mir auch gut gefallen.

    Das mit Alessandro und Rosa ging mir zu schnell. Die haben sich schon von Anfang des Buches angeschmachtet, obwohl die sich noch überhaupt nicht gekannt haben. Dass die sich nicht als Feinde gesehen haben, obwohl dass ihre Familien tun, konnte ich nachvollziehen. Warum auch? Sie kennen sich ja nicht und haben kein Problem miteinander. Warum dann Feinde sein? Aber das die einander so anschmachten… das war schon fast unangenehm. Das war mir irgendwie zu viel.

    Na ja und dann immer das hin und her, diese Spielchen und bis man mal so an die Informationen herangekommen ist, was dort Phase ist. Niemand wollte ja Rosa so richtig die Wahrheit erzählen, sondern dauernd haben sie ihr nur Brocken gegeben. Auch ihre Schwester hat sich seltsam verhalten, die war so sehr in dieser Familiensache verstrickt und hat am Ende dennoch so eine dramatische, undankbare Rolle bekommen.

     

    Warum ich mich mit den Figuren an sich nicht so richtig identifizieren konnte, kann ich nicht richtig sagen. Ich vermute mal, besonders bei der Protagonistin Rosa, dass die mir einfach etwas zu jung ist und ihre Ansichten und ihr Verhalten so gegensätzlich zu mir selbst sind, dass ich mich nicht richtig in sie hineinversetzen konnte. Sie war mir nicht egal, aber auch nicht so, dass ich mich in ihre Emotionen versetzen konnte. Das war etwas schade. Auch hatte ich das Gefühl, dass sie noch nicht richtig ausgearbeitet war und die Tiefe gefehlt hat.

    Alessandro… ja, bei dem Jungen weiß ich noch nicht, ob ich den mag oder nicht. Zumindest find ich sein tierisches Ich spannender, was jetzt nicht unbedingt für ihn spricht. Aber komplett unsympathisch empfand ich ihn nicht, auch nur zu flach als Figur.

    Die anderen Figuren… waren alle auf ihre Art entweder sehr seltsam oder unsympathisch, weil die immer nur auf ihre eigenen Interessen aus waren. Da war kaum einer mit etwas Empathie befinden. Aber wahrscheinlich muss man so sein, wenn man sich in der Mafia befindet. Einzig Iole macht da wohl eine Ausnahme, aber das arme Mädchen, was jahrelang von der Mafia eingesperrt gewesen war, hat auch echt andere Probleme.

    Sarcasmo hat mir gefallen, aber das war der Hund des Chauffeurs der Carnevares. Allein der Name ist schon witzig, aber der Fahrer hieß ja auch Fundling. Die capis haben schon einen gewissen Sinn für Humor.

     

    Fazit: Ich hoffe, auf die zwei weiteren Teile, dass mich die Geschichte noch etwas mehr packt. Bis jetzt finde ich, dass es sich um eine solide Fantasy-Geschichte handelt, aber nichts, was mich jetzt vom Hocker reißt. Am Ende konnte ich mich einfach nicht richtig mit den Figuren identifizieren. Darum gibt es 3 Sterne von mir.

  4. Cover des Buches Der Erdbeerpflücker (ISBN: 9783570308127)
    Monika Feth

    Der Erdbeerpflücker

     (1.829)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Merle, Caro und Jette sind sehr gute Freundinnen und wohnen auch gemeinsam seit einiger Zeit zusammen in einer WG. Für Jette und Merle war Caro schon immer etwas sonderbar und als sie dann einen Freund hat, möchte Caro den Mädchen nicht einmal den Namen verraten. Das sind Gründe dafür, dass die beiden sich um ihre Freundin sorgen. Jedoch nimmt Caro die Warnungen ihrer Freundinnen nicht ernst und trifft sich dann mit ihrem Freund das Treffen und macht sich keine Sorgen dabei. Doch leider kommt Caro von diesem Treffen nicht wieder zurück…

    Ich habe den ersten Band des Buches total verschlungen. Ich hätte wirklich niemals damit gerechnet, dass ich mich in diese Reihe komplett verlieben werde. ,,Der Erdbeerpflücker‘‘ war mein erstes richtiges Buch und ich diese Reihe hat dafür gesorgt, dass weitere hunderte Bücher in meinem Regal gelandet sind. ,,Der Erdbeerpflücker‘‘ ist ein grandioser Thriller, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich musste immer wissen, was als nächstes passieren wird.

    Jette war ein sehr sympathisches Mädchen und ich mochte sie von Anfang an total gerne. Ich finde sie sehr beeindruckend, sie hat ein gutes Herz, ist engagiert und ehrgeizig. Das sind alles richtig tolle Eigenschaften. Außerdem ist sie auch immer für ihre Freundinnen da und wirklich nichts und niemand kann sie trennen. Jette ist eigentlich eine sehr selbstbewusste Person, die nicht uns niemand aus der Ruhe bringt, aber ich war doch ein wenig erstaunt darüber, dass sie sich so leicht in Gefahr bringt. Aber auch das zeigt wieder, dass sie alles für ihre Freundinnen tun würde.

    Auch Merle ist eine sehr sympathische Protagonistin gewesen und gerade das sie sich für den Tierschutz so sehr einsetzt, hat mir an ihr richtig gut gefallen. Merle ist eher im Hintergrund, dennoch erfahren wir einiges über sie und ihr Leben. Merle ist ein liebevoller und herzensguter Mensch, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Ich finde, dass Merle auch das Gegenteil von Jette ist und daher die beiden sich doch sehr ergänzen. Merle ist für mich jemand, der mehr über die Dinge nachdenkt.

    Der Schreibstil von Monika Feth war für mich neu, da dies das erste Buch von ihr für mich war. Dennoch habe ich nicht damit gerechnet, dass sie mich so sehr damit überzeugen könnte. Monika Feth schreibt flüssig, fesselnd, spannend und düster und schafft damit eine Atmosphäre, die einen die Nackenhaare aufstellen lässt. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und ich habe es innerhalb von zwei Tagen komplett verschlungen. Außerdem ist es durchgehend spannend, es wird nie langweilig!

    ,,Der Erdbeerpflücker‘‘ war das erste Buch für mich von Monika Feth und sie hat sich mit diesem direkt in mein Herz schreiben können. Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass ich mich sofort in diese Autorin verlieben werde, aber ich habe es getan! Der Erdbeerpflücker ist eine tickende Zeitbombe und selbst als Leser*in weißt du nicht, wann diese genau hochgehen wird. Ich finde es toll, dass wir die Geschichte aus mehreren Perspektiven erfahren, denn so kann man sich ein genaues Bild von all dem machen und man merkt immer mehr, wie sehr sich die Geschichte zuspitzen wird. Außerdem fand ich es richtig spannend, dass der Erdbeerpflücker uns an seinen Gedanken teilhaben lässt, denn so können wir in die Abgründe eines Mörders gucken. Von mir bekommt das Buch eine ganz klare Buchempfehlung!

  5. Cover des Buches Die Sturmrose (ISBN: 9783548286686)
    Corina Bomann

    Die Sturmrose

     (238)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Nach ihrer Scheidung zieht Annabel Hansen mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie von Bremen nach Rügen und mietet ein Häuschen in Binz. Die Werbefachfrau will noch einmal ganz neu anfangen. Im Hafen von Sassnitz sieht sie einen alten Fischkutter und ist sofort begeistert. In ihr reift die Idee, die "Sturmrose" wieder heraus zu putzen und ein schwimmendes Café mit Kunst und Kultur daraus zu machen. Annabel findet heraus, dass die "Sturmrose" eine bewegte Vergangenheit hat und vor der Wende Flüchtlinge aus der DDR in den Westen gebracht hat. Sie wurde selbst in Leipzig geboren und vieles aus ihrer Kindheit ist nur noch verschwommen in ihrer Erinnerung. Als sie auf dem Schiff den Brief einer jungen Frau findet, die anscheinend in den Westen geflüchtet ist, wächst in ihr der Wunsch, auch mehr über ihre eigene Vergangenheit zu erfahren. Aber beim Besichtigungstermin trifft sie mit Christian Merten auf einen Konkurrenten, der sich ebenfalls sehr für das Schiff interessiert. Hat sie da überhaupt eine Chance? Und was verbindet Merten mit der "Sturmrose"? 


    In "Die Sturmrose" kann man deutsch-deutsche Geschichte hautnah miterleben. Fesselnd, aufwühlend und authentisch erzählt. Geschrieben in der 1. Person aus Sicht von Annabel ist man immer direkt mitten im Geschehen. 

    Natürlich habe ich schon viel gehört und gelesen von den damaligen Zuständen in der DDR und es ist gut, dass die Mauer gefallen ist. Die Beschreibungen, wie der Staat mit den Bürgern umgegangen ist, die nicht "systemtreu" waren, sich nicht von der Stasi haben rekrutieren lassen, die einfach nur frei ihr Leben leben und ihre Meinung äußern wollten, das hat mich heute noch wütend gemacht beim Lesen. 


    Annabel ist eine sympathische Hauptfigur, die für sich und ihre Tochter ein schönes und ruhiges Leben haben möchte, einen Platz, an dem sich beide wohlfühlen. Und  die dabei auch ihren Traum vom Ausflugsschiff mit Kaffee und Kultur verwirklichen will. 

    Die zweite Hauptfigur ist eigentlich das Schiff, denn die "Sturmrose" hat über die Jahre auf viele Schicksale Einfluss genommen. Ihre bewegte Vergangenheit hat heute noch Wirkung auf die Gegenwart. 

    Schön dargestellt wird auch das Verhältnis von Annabel zu ihren Adoptiveltern, die sie aus dem Kinderheim holten, als ihre Mutter sie verlassen hat und die ihr ein liebevolles Zuhause gaben.  


    Sehr anschaulich beschreibt die Autorin die Umgebung auf Rügen, das Häuschen, den Hafen von Sassnitz. Auch das "Drumherum" passt einfach. 

     

    Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch über ein unschönes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, das zum Nachdenken anregt, mal traurig macht, aber auch mal schmunzeln lässt. 

  6. Cover des Buches Blutdämmerung (ISBN: 9783499266928)
    Rainer Löffler

    Blutdämmerung

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ich bin ein bisschen erschrocken, als ich gesehen habe, dass ich Band 1 der Reihe 2012 gelesen habe; vor zehn Jahren! Wo ist nur die Zeit geblieben, und warum habe ich so lange mit dem Buch gewartet!? Schon Band 1 hat mir damals sehr gut gefallen, und auch dieser zweite Teil hat mich überzeugen können. 

    Wieder sehr spannend, packend, emotional. Es gilt, eine grausame Mordserie aufzuklären. Junge Mädchen werden entführt und grausam getötet. Der Mörder kleidet seine Opfer in Brautkleider und schneidet ihnen die Füße ab. Warum macht er das; was steckt dahinter? Das versucht Martin Abel, Fallanalytiker, herauszufinden. Die Zeit drängt, denn es gibt ein weiteres Opfer, das möglicherweise noch gerettet werden kann...

    Ein wirklich spannender Thriller mit authentischen Charakteren. Mit dem dritten Band der Reihe werde ich mir nun definitiv nicht wieder so viel Zeit lassen! :) 

  7. Cover des Buches Der Steppenwolf (ISBN: 9783518463550)
    Hermann Hesse

    Der Steppenwolf

     (1.263)
    Aktuelle Rezension von: Papiertiger17

    Lange und flüssig zu lesende Sätze mit hoher Gedankendichte und geradezu verschwenderisch-pompösem Wortreichtum zieht man lesend über weite Teile des Werkes in sich hinein wie frische, belebende Frühlingsluft. Sollte diese Erzählung eine deutliche und erkennbare Botschaft haben, so ist sie mir ebenso deutlich und erkennbar entgangen. Für mich geht es in diesem Buch im Wesentlichen um die stets erwünschte, gewollte, erhoffte, mit vielen Hindernissen und Umwegen ausgestattete, kaum erreichbare Selbstfindung. Aber wie Hermann Hesse in seinem Nachwort selbst bemerkt: Möge jeder aus der Erzählung machen, was ihm entspricht und dienlich ist.

  8. Cover des Buches Wenn gestern unser morgen wäre (ISBN: 9783945362297)
    Kristina Moninger

    Wenn gestern unser morgen wäre

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Elas_Weltderbuecher

    Dieses Buch wurde mir empfohlen und ich liebe dieses Cover einfach und daher musste es natürlich bei mir einziehen. Leider kam ich zu Beginn dann gar nicht richtig in die Geschichte. Ich fand die Hauptprotagonistin einfach nur nervig und anstrengend, aber nach ihrem Unfall wurde es besser. Ich fühlte mehr wie sie und ich konnte ihre Entscheidungen endlich nachvollziehen. So gefällt sie mir einfach besser. Sie wurde mehr und mehr sie selbst und als solche mochte ich sie auch echt gerne. Auch Matt fand ich sympathischer als Oliver und er passte auch besser zu ihr. Auch wenn ich mich am Anfang ein bisschen durchkämpfen musste habe ich den Draht zu Sara gefunden. 

    3,5 Sterne

  9. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596904167)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

     (535)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Hans Castrop ist drei und zwanzig Jahre alt, hat studiert und soll in Hamburg in ein großes Schifffahrtsunternehmen einsteigen. Zuvor reist er aber nach Davos, denn in einer Bergklinik ist sein Vetter. Hoch oben sind viele Patienten, die mit den Lungen Problemen haben. Drei Wochen will Hans seinen Besuch dauern lassen, aber irgend etwas hält ihn fest. Die Geschichten der Leute, die Atmosphäre, das gemeinsame Essen und der Tanz und die Abendstunden mit Musik und Gesang. Hans fühlt sich krank und bekommt Fieber und tatsächlich findet der Arzt eine dunkle Stelle auf seiner Lunge. So bleibt der Ingenieur und kommt immer mehr in dem Haus an und verliebt sich und driftet ab und vergisst zu weilen sogar sein Alter. Aus drei Wochen werden sieben Jahr und die politische Veränderung in der Welt, hält nun Einzug auf dem Zauberberg. Thomas Manns Roman ist eine Wucht, ein ganz großer Wurf und wirkt heute noch genauso wie damals. Faszinierende Personen und genaue Beschreibungen und ein großartiger Schauplatz.

  10. Cover des Buches Die Elfen (ISBN: 9783453315662)
    Bernhard Hennen

    Die Elfen

     (1.035)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Eigentlich hatte ich mit "Die Elfen" ja einen weiteren Tolkien-Abklatsch befürchtet, doch ich wurde äußerst angenehm überrascht. Der Autor versteht es geschickt, ein eigenes Szenario der Elfen herauf zu beschwören und das Schicksal eines wikingerähnlichen Nordmannes mit dem zweier Elfen zu verweben, die zur Rettung ihrer verbannten Geliebten die gesamte Welt durchreisen müssen. Daß sich diese zudem noch für keinen der beiden entschieden hat, verleiht dem ganzen einen weiteren dramatischen Touch. Eigentlich jagen die Gefährten ja einen uralten Dämon, der sowohl für die Menschen- als auch für die Elfenwelt eine tödliche Bedrohung darstellt. 

    Es ist ein absolut geniales Buch mit vielen frischen Ideen und einer sehr einfallsreichen spannenden Geschichte!

  11. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522202503)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

     (6.954)
    Aktuelle Rezension von: ZDo

    Bastian Balthasar Bux liebt es zu lesen, als er in einer Buchhandlung ein Buch entdeckt, dass ihn sehr anspricht „Die unendliche Geschichte“. Er versteckt sich auf dem Dachboden der Schule um das Buch zu lesen. Gespannt folgt er den Abenteuern von Atréju in dem Land Phantásien, als er plötzlich selbst nach Phantásien kommt, um die Kindliche Kaiserin und damit ganz Pantásien zu retten. Dort kann er machen was er will, aber schlussendlich ist es für ihn die größte Herausforderung wieder aus Phantásien herauszufinden, denn das Reich hat keine Grenzen.

    Ein Buch ist dafür da dich in eine andere Welt zu entführen und alles um dich rum zu vergessen. In dieser Welt passiert mal gutes und mal schlechtes. Die größte Herausforderung ist es aber nach einem guten Buch wieder den Weg zurück zu finden und die Welt zu verlassen, die man lieben gelernt hat. Das Buch regt zum Nachdenken an.

  12. Cover des Buches Hummeldumm (ISBN: 9783596512379)
    Tommy Jaud

    Hummeldumm

     (1.469)
    Aktuelle Rezension von: SusiBartmann

    Die Charaktere, die Situationen, der Humor...absolut genial. Hab ich schon öfter gelesen. :) 

  13. Cover des Buches Dem Ozean so nah (ISBN: 9783499290886)
    Jessica Koch

    Dem Ozean so nah

     (149)
    Aktuelle Rezension von: nadinekmps

    Ich war von der ersten Sekunde an gefesselt. Der erste Teil der Reihe gefällt mir am Meisten. Man bekommt am meisten Infos. Ich habe zuerst das Buch gelesen und danach erst den Film geschaut und ich finde das war das beste was man machen konnte. Ich finde die Geschichte einfach so krass, tut mir leid für den Ausdruck. Es geht um körperliche, psychische und physische Gewalt, also gilt meiner Meinung nach eine Trigger-Warnung. Noch erschreckender fande ich, als ich herausgefunden habe, dass die Autorin auch gleichzeitig die Hauptperson in dem Buch ist.

  14. Cover des Buches Die Endlichkeit des Augenblicks (ISBN: 9783499274237)
    Jessica Koch

    Die Endlichkeit des Augenblicks

     (161)
    Aktuelle Rezension von: november2014

    Inhalt:

    Samantha lernt die beiden Freunde Basti und Josh kennen, die unterschiedlich nicht sein können. Basti ist trotz seines schweren Schicksals, dass ihn an den Rollstuhl kettet, ein fröhlicher und lebenslustiger Mensch. Im Gegensatz dazu leidet Josh an Depressionen und verbreitet immer schlechte Stimmung. Schnell werden Basti und Sam ein Paar. Doch auch Josh findet immer mehr Gefallen an Sam. Was bedeutet das für die Freundschaft von Basti und Josh?

    Meinung:

    Die „Danny-Triologie“ von Jessica Koch hatte mir richtig gut gefallen und auch emotional ziemlich berührt. Leider kann ich das bei diesem Buch nicht behaupten. Das fing schon mit dem Schreibstil an, der überhaupt keinen Tiefgang hatte. Die einzelnen Kapitel, die abwechselnd aus der Sicht der einzelnen Protagonisten geschrieben sind, waren viel zu kurz. Ich konnte überhaupt keinen Zugang zu den Protagonisten finden- Auch viele Handlungsstränge waren für mich nicht nachvollziehbar. Die Charaktere waren mir bis auf „Basti“ unsympathisch.

    Es gab natürlich auch durchaus positive Aspekte. Was mir zum Beispiel richtig gut gefallen hat, waren die Zitate die immer wieder im Buch vorkommen. Vor allem das Zitat am Anfang von Johnny Depp: „Wenn du zwei Menschen zur gleichen Zeit liebst, dann entscheide dich immer für den zweiten, denn er hätte niemals dein Herz erobert, wenn der erste der Richtige gewesen wäre.“ Dieses Zitat hat mich richtig berührt und hat eine Menge an Emotionen versprochen. Leider war dies meiner Meinung nach absolut nicht der Fall. Einige sind trotz allem sehr schön gewesen.

    Fazit:

    Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen und hat mich regelrecht enttäuscht. Von mir daher auch keine Weiterempfehlung. Ich habe noch ein Buch von der Autorin auch meinem Sub und hoffe sehr dass es mir besser gefällt.

  15. Cover des Buches Happy Family (ISBN: 9783499252723)
    David Safier

    Happy Family

     (600)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Also schon die Gestaltung dieses Buches ist einfach nur schön! Auf den Cover sieht man die Familie Wünschmann stehen, aber nicht in menschlicher Gestalt sondern als Vampir, Werwolf, Mumie und Frankenstein...sehr witzige Gestaltung!

    Schlägt man das Buch auf, sieht man eine Art Fotogalerie von den Wünschmanns und ihren Freunden...sehr nett gemacht.

    Vom Inhalt her geht es um diese Familie, die miteinander Probleme hat und dann an Halloween von einer Hexe verzaubert wird, in 4 finstere Monster. Nun müssen sie die Hexe quer durch Transilvanien jagen um wieder normal werden zu können. Dabei helfen ihnen die Mitarbeiterin der Mutter, Cheyenne, und die Teenagerin Jacqueline, die immer einen witzigen oder fiesen Spruch auf ´Lager hat!!!

    Die Geschichte ist einfach nur goldig erzählt, oftmals witzig, wie man es von Safier kennt, aber auch manchmal traurig und nachdenklich machend...

    Das Buch wird aus der Sicht mal von Emma, mal von Fee, oder Max erzählt. Das ist manchmal ganz schön verwirrend, aber eigentlich eine sehr gute Idee! Wenn Franks Sicht erzählt wird gibt es keinen Text, sondern lustige Zeichnungen. Diese Idee fand ich besonders gelungen!!!

    Fazit: Alles in allem eine wunderschöne Geschichte, die vielleicht nicht ganz so lustig ist wie "Jesus liebt mich" aber sehr lesenswert!!!

  16. Cover des Buches Corpus Delicti (ISBN: 9783641242701)
    Juli Zeh

    Corpus Delicti

     (487)
    Aktuelle Rezension von: Surari

    Wir befinden uns in einer Welt, in der Gesundheit an erster Stelle steht. Es gibt keine Krankheiten mehr, denn der Staat überwacht bei jedem Menschen den Gesundheitszustand und schreibt vor was zu tun ist um als Gesund zu gelten. Moritz Holl wurde beschuldigt eine Frau vergewaltigt und getötet zu haben und nimmt sich daraufhin im Gefängnis das Leben. Die DNA-Beweise das er schuldig ist liegen vor, allerdings hat Moritz immer seine Unschuld beteuert. Trotzdem wird er Schuldig gesprochen, denn die METHODE irrt sich niemals. Seine Schwester Mia Holl glaubt Moritz und landet selbst vor Gericht, da sie sich seit seinem Tod ziemlich gehen lässt und nicht mehr auf ihren gesundheitlichen Zustand achtet. Kann Mia die Unschuld ihres Bruders beweisen oder wird sie selbst Opfer der METHODE?

    Das Buch habe ich schon öfter hier gesehen, leider konnte es mich nicht abholen. Zum Kauf hat mich der Klappentext inspiriert, der hört sich super an. Den Schreibstil fand ich leider sehr anstrengend, manche Sätze musste ich zweimal lesen weil jedes zweite Wort wie ein Fremdwort klang. Als rauskam das Moritz unschuldig ist und warum seine DNA beim Vergewaltigungsopfer gefunden wurde dachte ich: jetzt kommt endlich Schwung in die Sache. Leider hat mir Mias Reaktion nicht gefallen und auch ihr Statement war sehr langatmig zu lesen (einer von zwei Abschnitten die ich nach der Hälfte des Lesens übersprungen habe). Dann kam das Ende, leider hat mir auch dieses nicht gefallen. Alles läuft auf die Verurteilung Mias hinaus, sie soll eingefroren werden und als es soweit ist, das einfrieren bereits beginnt, kommt jemand rein und sagt quasi: ach nein machen wir doch nicht, gehen sie einfach nach Hause. Das war wie ein schlechter Aprilscherz. Fazit, das Buch war leider nicht mein Fall, bildet euch aber bitte eure eigene Meinung wenn es euch interessiert, Lesegeschmack ist nunmal unterschiedlich. Ich werde mir trotzdem irgendwann Mal ein anderes Buch von der Autorin holen und schauen ob mir was anderes von ihr mehr zusagt.

  17. Cover des Buches Demian (ISBN: 9783518463536)
    Hermann Hesse

    Demian

     (600)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sehr inspirierend 

  18. Cover des Buches Vor dem Fest (ISBN: 9783442749898)
    Saša Stanišić

    Vor dem Fest

     (178)
    Aktuelle Rezension von: wandablue

    Manchmal stelle ich mir die Frage, für wen ein Autor schreibt. Für sich selber, wie ich es, z.B. bei „Matou“ von Michael Köhlmeier in erster Linie vermute, für die Galerie, wie ich es bei den hochkünstlich und/oder hochkünstlerischen Schreibern annehme, also für Ruhm und Ehre seitens des Feuilletons, wie ich es mir auch bei Saša Stanišić vorstellen könnte und auch bei anderen Autoren, deren Titel regelmäßig auf der Longlist des Deutschen Buchpreises auftauchen. Oder schreiben sie etwa gar für diejenigen, die Spaß am Lesen haben, für diejenigen, die man „Vielleser“ nennt und die regelmäßig Bücher im Buchhandel kaufen, also, strenggenommen, für den Kunden? Ich fürchte, für die zuletzt Genannten schreiben sie am wenigsten. 

    Der Roman „Vor dem Fest“, ist so ein Zwischending: für alle ein bisschen und für die Galerie am meisten. In poetischen Bildern beschreibt der Autor das Leben in einer Dorfgemeinde im Landkreis Uckermark, also im Brandenburgischen gelegen. „Der Morgennebel raubt den Farben den Atem“Man ist in der Nachwendezeit, die Jugend ist bis auf wenige Ausnahmen abgewandert, man richtete sich ein. Eine exzentrische, hoch betagte Malerin hat über die Jahre hinweg den Alltag in Fürstenfelde in Landschaftsansichten und Porträts festgehalten, andere Originale machen aus ihrer Garage eine anspruchslose Kneipe, die jedoch die Grundbedürfnisse der Einheimischen befriedigt: Saufen und dummes Zeug von sich geben, Frust ablassen und nicht alleine sein. Eine dicke alte Frau hegt im Heimatmuseum die Dorfchronik samt ihrer Geheimnisse ein, ein ehemaliger NVA Offizier kommt gerade so über die Runden und denkt an Suizid. 

     Die im Heimatmuseum in einem alten Folianten verborgenen Geheimnisse deckt der Autor der Leserschaft allerdings nach und nach auf. Seit der ersten beurkundeten Benennung des Dorfes sind schröckliche und seltsame Dinge geschehen, mehrere unaufgeklärte Morde, Verbrennungen, Intrigen und falsche Verdächtigungen, die Junker strecken noch immer die Hand nach dem Land aus, allen voran Poppo von Blankenburg. Bis jetzt ohne Erfolg. Es gab Geschehnisse einstens, berichtet und festgehalten in der Dorfchronik, wo man die in der Mär und Legende verborgene Prise Wahrheit mit der Lupe suchen muss, aber etwas wird schon dran sein: da liest man vom Fährmann, dem Teufel und der Pest oder vom Bierbrauer, der schlecht braute und dem die Frau weglief, auf einem Besenstiel geritten gar abhanden kam, nee, aber es war Hexerei im Spiel, etc. etc. Einen großen Brand hat es auch gegeben. Und wer war schuld? Man klärt solche Dinge besser nicht auf noch spürt man Motive auf, deren man sich schämen müsste. Aber alles steht in der Chronik, bewacht von der dicken Frau in einer kleinen Kammer, die Tür mit einem Zahlengeheimschloss gesichert. 

     Der Kommentar: 
    So viel historisches Geschehnis und gleichzeitig die Verflechtung heutiger Beziehungen in einen einzigen recht schmalen Band unterzubringen, ist wahrlich eine Kunst.
    Alles, was die Sprachkunst hergibt, bemüht der Autor lustvoll und ausgiebig für seine Erzählung. Er schreibt assoziativ, zitiert (erfindet) Einträge aus der Dorfchronik und setzt sie als Authentizitätsbeweis in historisches (also schlecht lesbares) Deutsch. Immer wieder stößt man auf wunderbare Wortspiele. Märchenhafte, nicht immer ganz durchschaubare Zusammenhänge, Aphorismen, Lakonisches und humorvolle Einflechtungen wechseln sich ab. Nach einem Unfall heißt es: „Im Schnitt liegen im TATORT im Laufe eines Jahres mehr tote Autofahrer mit dem Kopf auf dem Lenkrad als in sechs ausgewählten amerikanischen Fernsehkrimireihen im gleichen Zeitraum.“ Zum Schreien. 

    Am Ende weiß man einigermaßen Bescheid über Land und Leute, über Gegenwart, Zukunft und ganz viel Vergangenheit.
    So etwas muss man Saša Stanišić erst einmal nachmachen. Der Autor beherrscht die Verdichtung des Stoffes wie kaum ein anderer. Andererseits geht seine Lust am Sprachspiel und am Fabulieren manchmal auch auf Kosten der Verständlichkeit. Nicht alles wird ausgelotet. Aber klar ist geworden: „Hier ist alles immer gleich oder ändert sich sehr langsam.“ Und das ist das Wesentliche. Oder?

    Fazit: Das moderne Schreiben ist anders. Ich habe den Roman „Vor dem Fest“ größtenteils gerne gelesen. Der Lust an der Sprache ist Tribut zu zollen, selbst wenn man ein Fan der alten Erzählweise ist und bleibt. Der Leipziger Buchpreis 2014 geht in Ordnung. 

    Kategorie: Anspruchsvoller Roman. Moderne Erzählung.
    Leipziger Buchpreis, 2014
    Verlag: Luchterhand, 2014

  19. Cover des Buches Plötzlich Shakespeare (ISBN: 9783499268274)
    David Safier

    Plötzlich Shakespeare

     (1.092)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Rosa hasst ihren Job, ihre Figur, ihr Leben. Denn seit sie vor einigen Jahren von ihrem Freund Jan beim Fremdknutschen erwischt wurde, er sie daraufhin verließ und nun mit der hübschen Zahnarztkollegin Olivia liiert ist, leidet sie unter Liebeskummer.

    Nach einem halbherzigen Date in einem Zirkus, lässt sie sich dort auf eine Rückführung ein. Sie landet im England des 16. Jhdt., in einem männlichen Körper - William Shakespeares Körper. Und der einzige Weg in ihre Zeit zurückzukommen ist es, die wahre Liebe zu finden.

    Ein lustiger Roman mit einer guten Moral am Ende. Es war wirklich amüsant Rosa und Shakespeare dabei zu folgen, wie sie sich in ihren fremden Körpern und Zeiten zurechtfinden müssen. Zugleich waren hier und da auch einige weitere historische Personen eingeflochten und so wurde die Geschichte, zwischen all dem Klamauk, auch noch ein bisschen lehrreich.

    Rosa und William sind beide ziemlich schrullige Typen, aber man schließt sie schnell ins Herz.

    Einzig die Wechsel in den Dialogen, zwischen zwei Menschen in einem Körper, waren zu Beginn etwas verwirrend. Nachdem ich drei Seiten später aber dahinter gestiegen war, dass Williams Parts stets kursiv gedruckt wurden, ließ sich das Buch wunderbar lesen.

    An einer Stelle zu Beginn des Buches hatte ich sogar einen kleinen Lachflash, der meinen Mann aus seiner Einschlafphase riss - als die Konsonantenschwäche von einem von Rosas Schülern eine fantastische Wortschöpfung kreierte. :D

    Insgesamt ein äußerst unterhaltsames, empfehlenswertes Buch, wenn man mal keine Lust auf Krimi, Dramen oder Schnulzen hat, sondern einfach leicht und amüsant in eine andere Welt getragen werden möchte.

  20. Cover des Buches Atemschaukel (ISBN: 9783596512034)
    Herta Müller

    Atemschaukel

     (273)
    Aktuelle Rezension von: claida

    In dem Roman "Atemschaukel" von Herta Müller wird intensiv, mitreißend und zerstörend echt über die Deportation in ein russisches Arbeitslager berichtet.

    Die Person die man durch den Roman und die 5 Jahre im Lager begleitet ist der 17-Jährige Leopold Auberg. Man erfährt über sein Leben vorher, wie es sich im Lager langsam verändert und das Leben danach. Geprägt hat ihn der Satz der Großmutter "Ich weiß du kommst wieder", geglaubt hat es keiner bis er plötzlich wieder vor der Tür stand. Genau wie viele andere, aber nicht alle. Der Schrecken, die Arbeit, der Hunger alles wird aufgegriffen und detailliert erzählt. Vor allem alles was sich im und ums Lager abgespielt hat.

    Nachdem ich in den, zugegebener Weise sprachlich nicht ganz einfachen, Roman reingekommen bin, hat mich die Geschichte mitgerissen und nachhaltig beeindruckt. Man merkt in jedem Satz, dass der Roman auf Erzählungen des Oskar Pastior beruht. Er wurde damals deportiert und eigentlich wollte die Autorin mit ihm gemeinsam dieses Buch schreiben. Leider verstarb er vorher plötzlich, doch die Notizen der vielen Gespräche hat sie in diese Geschichte umgewandelt. 

    Die Emotionen die das Buch bei mir ausgelöst hat sind nicht in Worte zu fassen. Einfach erschreckend wie Menschen behandelt wurden und es auf dieser Welt immer noch werden. Ein paar Jahre zerstören ein ganzes Leben bzw. eine ganze Familie. Die Kapitel, welche alle Namen und bestimmte Themen haben, greifen ineinander und erzählen diese berührende Geschichte, die ich sicher nie ganz vergessen werde.

    Fazit: Das wichtige totgeschwiegene Thema, russisches Arbeitslager, wird durch die Erzählung sichtbar gemacht! So wichtig und doch so zerstörend!


  21. Cover des Buches Pfaueninsel (ISBN: 9783442749836)
    Thomas Hettche

    Pfaueninsel

     (128)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Was für ein Buch! Schon die Aufmachung des Hardcovers hat mich begeistert: Gebunden in seidenglänzendes, blaugraues Leinen und weiß bedruckt, ist das in-der-Hand-halten ein haptisches Erlebnis! Fragt nicht, wie oft ich das Buch von außen bewundert und liebevoll gestreichelt habe! Die äußere Aufmachung, die so sehr vom heute gewöhnlichen Aussehen mit Schutzumschlag abweicht, passt wundervoll zum Inhalt. Denn der erzählt eine historische Geschichte von der Pfaueninsel, deren Lage in der Havel bei Berlin auf der Innenseite des Umschlags zu finden ist.

    Als Leitfigur für seinen Roman hat der Autor das Schloßfräulein Marie gewählt. Die Kleinwüchsige war sechs Jahre alt, als sie zusammen mit ihrem Bruder Christian (ebenfalls ein Zwerg) auf die Insel kam. Sie erlebte in ihrer Lebenszeit, wie das künstlich geschaffene Paradies sich im 19.Jahrhundert innerhalb von zirka 75 Jahren immer wieder veränderte: von einer landwirtschaftlich genutzten Fläche in einen Paradiesgarten mit Menagerie bis zum teilweisen Verfall.

    Soweit die historischen Tatsachen. Das Märchen, das der Autor daraus gemacht hat, erzählt uns eine Geschichte, die teilweise zu Tränen rührt, ohne kitschig zu sein. Wir Leser werden nicht nur mit dem Leben der Adligen und seinen Auswüchsen bekannt gemacht und bekommen einen Eindruck von der damaligen Art zu reisen, sondern erfahren auch von der wichtigen Stellung des Hofgärtners Ferdinand Fintelmann.

    Fazit: Das Buch hat sich in mein Herz geschlichen.

  22. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.399)
    Aktuelle Rezension von: lese-monster

    Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz, beheimatet in der Lindwurmfeste in Zamonien, stößt auf ein geniales Manuskript, das seine gesamte Welt auf den Kopf stellt. So etwas hatte er nie zuvor gelesen! Er macht sich auf den Weg nach Buchhaim, die Stadt der Bücher, Verleger und Antiquare, um den Autor dieses Manuskripts ausfindig zu machen.

    Celine hat mir das Buch mit den Worten "ich habe noch nie so ein außergewöhnliches Buch gelesen. Das ist mal was komplett anderes" empfohlen. Direkt bei den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass sie recht hat. Schon allein der Schreibstil ist etwas ganz Besonderes. Man liest die Geschichte des Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz, die dieser nach seinen Abenteuern niedergeschrieben und veröffentlicht hat, in der von Walter Moers verfassten und annotierten Übersetzung aus dem Zamonischen. Allein diese Erzählgrundlage hat mich sehr begeistert. Ich habe auch selten ein Buch gelesen, das so einen gewaltigen Wortschatz verwendet. Auch spielt der Autor mir Schriftgröße und Schriftauszeichnung, was ich so selten in Büchern gesehen habe. Hinzu kommen liebevoll gestaltete Illustrationen die einfach nur wundervoll sind.

    Die Geschichte dreht sich pausenlos um das geschriebene Wort und Hildegunst von Mythenmetz verliert sich teilweise auch in vielen Aufzählungen und Zusammenfassungen von Büchern, die ihm begegnen oder durch den Kopf gehen. Lange war mir auch gar nicht wirklich klar, wohin die Geschichte führen wird und was die eigentliche Handlug des Buches ist. Das ist an dieser Stelle gar nicht negativ gemeint. Als Leser taucht man trotz der geringen Spannung am Anfang vollkommen in das Buch ein und ich habe den Handlungsverlauf in keinster Weise vorhergesehen.

    "Die Stadt der Träumenden Bücher" konnte mich einfach nur verzaubern und vor allem die kleinen Buchlinge, denen Hildegunst von Mythenmetz mehrmals begegnet, habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich kann das Buch nur jedem Bücherwurm weiterempfehlen, da es dieses Buch auf eine zauberhafte Weise schafft, den Leser vollkommen zu vereinnahmen und in die Welt der Bücher zu entführen.

  23. Cover des Buches Sonntags bei Sophie (ISBN: 9783746625386)
    Clara Sternberg

    Sonntags bei Sophie

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Becky_loves_books
    Cover:  Die Farben und das Arrangement des Covers gefallen mir wirklich gut. Es wirkt freundlich und heiter und lässt nicht unbedingt die ernste Geschichte vermuten, die sich im Inneren verbirgt.
    Meinung: Möchte ich ein Buch lesen von dem ich schon vorher weiß, dass es mich zum Weinen bringen wird? Ja, denn auch ernste Themen gehören zum Leben, also auch zum Lesen dazu. In diesem Buch erzählt Rosa (Mitte 40) die Geschichte ihrer Freundschaft zu Sophie und Melanie. Am Anfang ist alles wunderbar, aber die Nachricht von Sophies erneuter Krebserkrankung trifft die Freundinnen wie ein Schlag. Da Sophie sich gegen eine Behandlung entschieden hat, verbringen die Frauen von nun an jeden Sonntag zusammen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn Melanie ist schwanger und Sophie möchte das Baby unbedingt noch sehen. Dieser Roman ist sehr emotional, aber er erdrückt einen nicht. Es herrscht viel Freunde und Liebe in diesem Buch. Clara Sternberg nimmt ihre Leser mit viel Gefühl mit, lässt sie oft lächeln und manchmal eben auch weinen. So eine Freundschaft wie die hier beschriebene wünscht man sich und ich bin auch sicher, dass es sie gibt. Dieser wunderbare Roman ließ mich nachdenken. Ja, was wäre wenn? Hätte ich den Mut, mein Leben zu überdenken und nochmal einen neuen Weg einzuschlagen?
    Fazit:  "Sonntags bei Sophie" hat mich berührt - auf sanfte und leise Art und Weise. Ein wundervolles Buch über Freundschaft, Hoffnung, die Liebe und das Leben. Absolute Leseempfehlung für alle, die sich nicht zu schade sind, auch mal ein Tränchen zu verdrücken.
  24. Cover des Buches Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr (ISBN: 9783328103349)
    Walter Moers

    Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

     (297)
    Aktuelle Rezension von: kerstinsbooks

    Dylia, auch bekannt als Prinzessin Insomnia, lebt gut behütet, aber dennoch einsam in einem Schloss eines Königreichs in Zamonien. Eine rätselhafte Krankheit, deren Ursprung sowie Symptome auch die besten Wissenschaftler sich nicht erklären geschweige denn heilen oder zumindest lindern können, bestimmt den Hauptteil ihres kreativen Daseins. Das Hauptsymptom, die Schlaflosigkeit, die sie über viele Nächte hinweg quält, lässt sie zu einer ruhelosen Einsiedlerin werden. Eines Nachts allerdings bekommt sie Besuch von einem zwiespältigen Wesen, einem Nachtmahr namens Havarius Opal, welches ihr verspricht, sie in den Wahnsinn zu treiben, nachdem sie sich zuvor auf eine abenteuerliche Reise begeben haben. Auf dieser Reise geht es ins Innenleben der Protagonistin und für beide hält diese Reise viele Überraschungen bereit.

    Ein Roman für die Fans der besonderen, bunten Fantasiewelt von Walter Moers ebenso wie für alle, die sich mit dem Thema Schlaflosigkeit auf eine ganz besondere Weise auseinandersetzten möchten. Dieser Roman bietet eine ebenso spannende wie fantasiegeladene Geschichte, die keine Sekunde das Hauptmotiv aus den Augen verliert – die grauenhafte Schlaflosigkeit und die daraus resultierende Erschöpfung. Während die Protagonisten spannende Abenteuer erleben, interessanteste Figuren kennenlernen und aberwitzigste Situationen erleben, kommen weder der Humor, die Ernsthaftigkeit der Krankheit noch die atemberaubende Kreativität des Autors (und hier auch insbesondere der Illustratorin Lydia Rode) zu kurz.

    Ebenso geschickt wie respektvoll und ernst wird sich einem Thema gewidmet, dass viel präsenter sein sollte. Die Ambivalenz von Kreativität und Krankheit, die auf den ersten Blick nicht zusammen zu passen scheinen, zieht sich als Leitmotiv durch das Buch – als ständige Frage, inwiefern das eine das andere beeinflusst. Diese Ambivalenz spiegelt sich in Handlung, Figuren und den Umgebungen ständig wider.

    Alle Kenner von Zamonien wissen, wie schnell es beim Lesen gelingt, in diese Welt einzutauchen. Diese Reise allerdings geht ins Innenleben der Protagonistin, genauer gesagt in ihr Gehirn und auch hier entsteht ein typischer Moers: Fantasievoll wie immer, aber trotzdem ist hier eine Besonderheit entstanden, die ihren ganz eigenen Zauber enthält. Eine Reihe von Fakten und persönliche Erlebnisse in eine so surreale Umgebung zu verpacken, die dennoch schlüssig ist und vieles scheinbar Unerklärliche erklären kann – das kann Walter Moers und macht ihn damit für mich zu einem der größten Autoren der Gegenwart!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks