Bücher mit dem Tag "ddr"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ddr" gekennzeichnet haben.

1.796 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.857)
    Aktuelle Rezension von: Lisbeth-andthebeast

    Obwohl die Geschichte so absurd scheint, wirkt sie fast so wahr, dass man mitfiebern kann. An sich etwas, dass man sich wünscht auch mal erlebt zu haben. Der Film dazu war nahezu beleidigend und kam dem Original nicht nahe.

  2. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783548234106)
    George Orwell

    1984

     (3.956)
    Aktuelle Rezension von: ElOlorDeUnLibro

    Winston Smith lebt in einem totalitären Militär Überwachungsstaat im Jahr 1984, also in der Zukunft, zumindest aus Sicht des Autors. 

    Meine Meinung:

    Keine Rezension könnte jemals diesem grauenerregenden Meisterwerk der Literatur gerecht werden. Ich bin fasziniert und geschockt von der Welt, die sich Orwell hier erdacht hat. Es geht um Machtgier, menschliche Abgründe und die Frage, was bleibt, wenn nicht mal das eigene, logische Denken übrig bleibt.

    Obwohl das Buch so alt ist, ist es doch hochaktuell. Es ist absolut erschreckend zu lesen, teilweise habe ich mich geekelt, weil es so bildhaft beschrieben war. Dennoch war es unmöglich das Buch aus der Hand zu legen. Mehrfach beim Lesen wurde mir vor Augen geführt, welchen Luxus wir doch genießen, in einer freiheitlichen Demokratie leben zu dürfen. Ich bin begeistert und geschockt zugleich und kann nur das Fazit ziehen:

    Jede*r sollte dieses Buch gelesen haben.

  3. Cover des Buches Als wir unsterblich waren (ISBN: 9783426512067)
    Charlotte Roth

    Als wir unsterblich waren

     (238)
    Aktuelle Rezension von: berliness

    Der Aufbau dass zwei Geschichten in zwei Zeiten erst parallel erzählt und dann zusammengeführt werden ist nicht neu, aber hier durch die - man ahnt es ziemlich früh - familiäre Verbindung sehr gut erzählt. Die Enkelin und die ihr unbekannte Vergangenheit ihrer Großmutter.  Die Geschichte der Großmutter als junge Frau wird spannend erzählt und gibt einen guten Einblick in die Zeit im dritten Reich. Die Auflösung ist ebenfalls gut gelungen nur die notwendige, sehr zufällige Begegnung am Anfang der Geschichte finde ich nicht gut gelungen. Das Aufeinandertreffen von Ostfrau und Westmann in der Wendenacht, deren Familien - Achtung Spoiler - sich schon vor dem Krieg kannten ist mir, nun ja, zu zufällig. Da hätte ich mir eine elegantere Lösung gewünscht, obwohl das Leben ja manchmal die verrücktesten Geschichten schreibt. Aber hier im Buch war mir das zu durchsichtig. 

    Die Geschichte ist dann aber sehr gut erzählt, schöne Details, sehr kurzweilig, guter Erzählstil für meinen Geschmack. Gerne mehr von der Autorin!

  4. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (457)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Dieses Buch bildet den Abschluss der Jahrhundert-Trilogie, beginnt kurz vor dem Mauerbau und endet mit dem Fall der Berliner Mauer. In den Jahren dazwischen begleiten wir wieder die bekannten Familien aus den ersten zwei Bänden bzw. deren Nachfahren aus Deutschland, England, Wales, Russland und Amerika. Die ersten beiden Bände hatten mir sehr gut gefallen. Es war eine gute Mischung aus recherchiertem, geschichtlichen Hintergrund und Fantasie des Autors mit den verschiedenen Protagonisten.  Ich habe - wie bei den beiden Vorgängern - viele Dinge gelernt oder aber einen Aha-Effekt gehabt. LESENSWERT                          

  5. Cover des Buches Die Liebe im Ernstfall (ISBN: 9783257070538)
    Daniela Krien

    Die Liebe im Ernstfall

     (238)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Liebe ist kein Gefühl.

    Liebe ist keine Romantik.

    Liebe ist eine Tat.

    Man muss die Liebe vom Ernstfall aus betrachten."

    - Daniela Krien, "Die Liebe im Ernstfall"


    Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinde - fünf Frauen, fünf Lebenslinien, die sich an bestimmten Punkten kreuzen, manche nur kurz, manche für immer. Jede der Fünf erlebte als Kind und Jugendliche den Fall der Mauer und die darauf folgende vermeintliche Freiheit. Doch die Grenzen bestehen fort, in den Köpfen, in den Beziehungen, in Freundinnenschaften und Familienbanden. Jede erlebt die Liebe auf ihre eigene Art - die Liebe zum Partner, die freundschaftliche Liebe, die Liebe zu den Kindern, die Liebe zu den Eltern und die Liebe zwischen Geschwistern.


    Daniela Krien fängt all diese Facetten der Liebe in ihrem Buch "Die Liebe im Ernstfall" ein, sie schreibt von Freude und Schmerz, von Verlust und Heilung, von der Kraft, die in der Liebe steckt und von der Zerstörung, die sie anrichten kann. Wie gewohnt in Kriens Werken nehmen auch Ost- und Westdeutschland eine tragende Rolle ein, Ansichten prallen aufeinander und gestalten Beziehungen sowohl interessanter, als auch komplizierter. Mir hat auch dieser Roman wieder sehr gut gefallen, jede der fünf Frauen hat mich in ihren Bann geschlagen, jede konnte ich verstehen und mit jeder habe ich mitgefühlt. Durch die Teilung der Geschichte durch fünf nimmt man als Leser*in immer wieder andere Perspektiven ein und schaut aus einem veränderten Blickwinkel auf bereits gelesene Abschnitte - das hat mir besonders zugesagt.


    An ihr Debüt "Irgendwann werden wir uns alles erzählen" und ihren Erzählband "Muldental" kam dieses Buch für mich zwar nicht ganz heran - mir hat an manchen Ecken etwas gefehlt, ich hätte mir noch ein paar mehr Blickwinkel auf die Liebe gewünscht - trotzdem hat mich Daniela Krien wieder einmal ungemein gefesselt und gerade mit ihrem Stil für sich eingenommen. Definitiv eine meiner liebsten Autorinnen!

  6. Cover des Buches Die Sturmrose (ISBN: 9783548286686)
    Corina Bomann

    Die Sturmrose

     (237)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Nach ihrer Scheidung zieht Annabel Hansen mit ihrer fünfjährigen Tochter Leonie von Bremen nach Rügen und mietet ein Häuschen in Binz. Die Werbefachfrau will noch einmal ganz neu anfangen. Im Hafen von Sassnitz sieht sie einen alten Fischkutter und ist sofort begeistert. In ihr reift die Idee, die "Sturmrose" wieder heraus zu putzen und ein schwimmendes Café mit Kunst und Kultur daraus zu machen. Annabel findet heraus, dass die "Sturmrose" eine bewegte Vergangenheit hat und vor der Wende Flüchtlinge aus der DDR in den Westen gebracht hat. Sie wurde selbst in Leipzig geboren und vieles aus ihrer Kindheit ist nur noch verschwommen in ihrer Erinnerung. Als sie auf dem Schiff den Brief einer jungen Frau findet, die anscheinend in den Westen geflüchtet ist, wächst in ihr der Wunsch, auch mehr über ihre eigene Vergangenheit zu erfahren. Aber beim Besichtigungstermin trifft sie mit Christian Merten auf einen Konkurrenten, der sich ebenfalls sehr für das Schiff interessiert. Hat sie da überhaupt eine Chance? Und was verbindet Merten mit der "Sturmrose"? 


    In "Die Sturmrose" kann man deutsch-deutsche Geschichte hautnah miterleben. Fesselnd, aufwühlend und authentisch erzählt. Geschrieben in der 1. Person aus Sicht von Annabel ist man immer direkt mitten im Geschehen. 

    Natürlich habe ich schon viel gehört und gelesen von den damaligen Zuständen in der DDR und es ist gut, dass die Mauer gefallen ist. Die Beschreibungen, wie der Staat mit den Bürgern umgegangen ist, die nicht "systemtreu" waren, sich nicht von der Stasi haben rekrutieren lassen, die einfach nur frei ihr Leben leben und ihre Meinung äußern wollten, das hat mich heute noch wütend gemacht beim Lesen. 


    Annabel ist eine sympathische Hauptfigur, die für sich und ihre Tochter ein schönes und ruhiges Leben haben möchte, einen Platz, an dem sich beide wohlfühlen. Und  die dabei auch ihren Traum vom Ausflugsschiff mit Kaffee und Kultur verwirklichen will. 

    Die zweite Hauptfigur ist eigentlich das Schiff, denn die "Sturmrose" hat über die Jahre auf viele Schicksale Einfluss genommen. Ihre bewegte Vergangenheit hat heute noch Wirkung auf die Gegenwart. 

    Schön dargestellt wird auch das Verhältnis von Annabel zu ihren Adoptiveltern, die sie aus dem Kinderheim holten, als ihre Mutter sie verlassen hat und die ihr ein liebevolles Zuhause gaben.  


    Sehr anschaulich beschreibt die Autorin die Umgebung auf Rügen, das Häuschen, den Hafen von Sassnitz. Auch das "Drumherum" passt einfach. 

     

    Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch über ein unschönes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, das zum Nachdenken anregt, mal traurig macht, aber auch mal schmunzeln lässt. 

  7. Cover des Buches Der Brand (ISBN: 9783257070484)
    Daniela Krien

    Der Brand

     (228)
    Aktuelle Rezension von: carowbr

    Rahel und Peter sind seit Jahren verheiratet, die Kinder aus dem Haus, aber in den letzten Jahren haben sie sich immer weiter voneinander entfernt. Ein Sommerurlaub in den Bergen soll für die Klarheit sorgen, der sie im Alltag keinen Raum geben.


    Dieses Buch ist eine Momentaufnahme des 3-wöchigen Urlaubes, der Erinnerungen hervorruft, zu Erkenntnissen verhilft, Verletzungen in Worte fasst und das Innere der Protagonistin Rahel nach außen kehrt. Die Schreibweise der Autorin Daniela Krien stellt eine Nähe und Intimität zu ihren Figuren her, die das Gefühl geben, selbst ein Teil der Geschichte zu sein. Dabei wird nichts beschönigt oder romantisiert, die Darstellung der Ehe klingt wie aus dem Leben gegriffen. Die Fragen, die sich das Paar zu ihrer Liebe, ihrer Ehe und ihrem Leben stellt, sind lebensnah und regen zum nachdenken und philosophieren an. Die ausgelösten Gedanken und Gefühle erzeugen eine Faszination und Spannung, durch die ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Nach ‚Die Liebe im Ernstfall‘ war dies mein zweites Werk der Autorin, und es wird nicht das letzte gewesen sein.

  8. Cover des Buches Die Hornisse (Tom Babylon-Serie 3) (ISBN: 9783864931512)
    Marc Raabe

    Die Hornisse (Tom Babylon-Serie 3)

     (253)
    Aktuelle Rezension von: lanas_moments

    𝘐𝘯𝘩𝘢𝘭𝘵:
    Der gefeierte Rockstar Brad Galloway erhält bei seinem Konzert von einer unbekannten Frau einen Umschlag, am nächsten Tag wird er tot im Gästehaus der Polizei aufgefunden.
    LKA Ermittler Tom Babylon und die Psychologin Sita Johanns ermitteln in dem Fall erneut zusammen.
    Schnell führen die Spuren wieder in Tom’s Leben, selbst seine Vergangenheit spielt abermals eine Rolle. Eine Kindesentführung mit dem Decknamen „die Hornisse“ wirft einige Fragen auf.
    Wird Tom’s Leben auf den Kopf gestellt?

    𝘔𝘦𝘪𝘯𝘶𝘯𝘨:
    Ach ich liebe die Reihe um Tom Bayblon einfach. Wie auch die vorherigen Teile konnte mich dieser voll überzeugen. Ich fiebere gespannt auf Band 4 hin.
    Der Autor bleibt seinem, in meinen Augen, flüssigen und tollen Schreibstil treu.
    Die Tiefe zu den Charakteren ist einfach toll. Ich hatte das Gefühl, die Protagonisten schon zu kennen und mit ihnen zu ermitteln.
    Auch die Reise in die Vergangenheit hat mich wieder begeistern können.
    Zu meinem Ärger, endet Band drei mit einem Cliffhänger, wenn ich eins bei Büchern nicht mag, sind es Cliffhänger. Schlimmer ist es dann noch, wenn der nächste Teil nicht bereitliegt.

  9. Cover des Buches Sungs Laden (ISBN: 9783406681882)
    Karin Kalisa

    Sungs Laden

     (135)
    Aktuelle Rezension von: Maluff

    Ein Roman der Hoffnung gibt. Hoffnung auf eine multikulturelle Gesellschaft in der jeder dazu gehört, jeder voneinander lernt und jeder eine Chance bekommt.

    Die Thematik hat mir sehr gefallen. Irgendwann wird die Handlung ein wenig verrückt bzw. unrealistisch, aber das tut der Botschaft keinen Abbruch. Die Charaktere hätten mehr Tiefe haben können. Minhs süße Omi hat mir am besten gefallen!:)

    Interessant fand ich wie die Lebensumstände der Zugewanderten dargestellt worden. Auch heute noch hoch aktuell und wichtig.

  10. Cover des Buches Das Dorf der Mörder (ISBN: 9783442481149)
    Elisabeth Herrmann

    Das Dorf der Mörder

     (344)
    Aktuelle Rezension von: glueckswinkel

    Für mich kommt hier nicht wirklich Fahrt auf. Schade eigentlich. Während ich Sanela Beara und ihre Art recht sympathisch finde, kann ich mit Jeremy Saaler eher wenig anfangen. Für meinen Geschmack handelt er viel zu unüberlegt, nicht direkt unreif aber er denkt doch sehr mit seinem Geschlechtsteil statt mit dem Kopf. Zum Ende wird das Ganze wieder spannender. Obwohl es ja ein Sanela Beara Band 1 ist, kommt sie einfach zu kurz (und das mein ich nicht nur wegen ihren knapp 1.60m)

  11. Cover des Buches Federspiel (ISBN: 9783426516560)
    Oliver Ménard

    Federspiel

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy2019
    Reporterin Christine ermittelt und bringt nicht nur sich dabei in Gefahr! Spannende Story!
  12. Cover des Buches Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten (ISBN: 9783734103278)
    Anne Jacobs

    Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Dieses ist der erste Band einer Trilogie. Ich war sehr gespannt auf das Buch, da ich ein anderes Buch der Autorin bereits sehr gerne gelesen habe und hier nun eine Geschichte erwartete, die vornehmlich um den Zweiten Weltkrieg herum spielt. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach falsch, so dass mich die Geschichte nicht so fesseln konnte, wie ich es erhofft hatte. Der Großteil der Handlung spielt um 1990 herum, zu Zeiten der Deutschen Wiedervereinigung. Der Teil der Handlung, der in den 1940er Jahren spielt, ist leider verschwindend gering.
    Die Autorin kann schreiben, und das Buch ist bestimmt auch gut. Mir persönlich hat aber etwas gefehlt. Die Protagonisten waren mir nicht unbedingt sympathisch bzw. ich konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen, daher konnte ich auch nicht wirklich mitfühlen und die Handlung mich somit auch nicht wirklich fesseln oder berühren.
    Ich glaube nicht, dass ich die nächsten zwei Bücher der Trilogie lesen werde.

  13. Cover des Buches Das Gesicht meines Mörders (ISBN: 9783499272738)
    Sophie Kendrick

    Das Gesicht meines Mörders

     (104)
    Aktuelle Rezension von: moccabohne

    Was für eine unheimliche  und aufregende Geschichte: Clara erwacht aus dem Koma und weiß nicht wer sie ist, bzw. kann sich an ihr früheres Leben nicht erinnern. Ihr fehlt jegliche Erinnerung.  Der Mann, der an ihrem Krankenbett sitzt gibt sich als ihr Ehemann aus, doch sie kennt ihn nicht! Als Clara erfährt, dass sie vermutlich einen Mordanschlag überlebt hat, ist völlig überfordert und traut niemanden.

    Mit aller Macht versucht Clara hinter die wahre Geschichte ihrer  Vergangenheit  zu kommen. Das gestaltet sich allerdings als ziemlich gefährlich, denn irgendjemand möchte dies auf jeden Fall verhindern…..

    Ein wirklich sehr gut geschriebener Thriller aus Sicht der Protagonistin. Der Leser erlebt alle Ängste und Sorgen und man kann sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen.

    Absolut spannend ist es, da man selbst als Leser den eigentlich Täter versucht zu entlarven.

    Dazu gehört ein absolut grandioses Finale….

    Ich habe das Buch bis auf einen winzigen Teil verschlungen und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.   

  14. Cover des Buches Die Enkelin (ISBN: 9783257071818)
    Bernhard Schlink

    Die Enkelin

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Luis_Stabauer

    Erneut ein starkes Buch von Bernhard Schlink. Ich konnte mir vorstellen, wie es in rechtsradikalen Gemeinschaften zugeht, wodurch sie sich an ihren Gedanken und Idealen festhalten und auch ein wenig, warum sie kaum veränderbar sind. Das Buch wirkt um eine Spur zu konstruiert, Kasper, der unglaublich Liebende und der suchende Großvater trägt die Geschichte, ist klar gezeichnet, die Figur bewegt sich an der Grenze zur Glaubwürdigkeit.

  15. Cover des Buches Schlüssel 17 (Tom Babylon-Serie 1) (ISBN: 9783548290997)
    Marc Raabe

    Schlüssel 17 (Tom Babylon-Serie 1)

     (377)
    Aktuelle Rezension von: quer_shelf_ein

    Inhalt: LKA Kommissar Tom Babylon fährt gegen den Wunsch seines Vorgesetzten an einen grausamen Tatort im Berliner Dom. Die Dompfarrerin Dr. Birgitt Riss wurde nicht nur gepfählt, sondern auch noch mit schwarzen Flügeln in der Kuppel des Domes aufgehängt. Doch nicht mal dieser grauenhafte Anblick wirft Tom so aus der Bahn wie der kleine silberne Schlüssel mit der eingeritzten 17, welche die Frau um den Hals trägt. Er kennt diesen Schlüssel. Er gehörte einem Toten und verschwand vor 20 Jahren mit seiner kleinen Schwester Viola. Tom, der sich für das Verschwinden seiner Schwester verantwortlich fühlt und nie an ihren Tod geglaubt hat begibt sich erneut auf die Suche und muss sich mit seiner Vergangenheit als Jugendlicher in der DDR auseinandersetzen.
    Als die Psychologin Sita Johanns dem Ermittlerteam beitritt wird es für Tom schwerer seine privaten Nachforschungen geheim zu halten, denn Sita ist professionell, intelligent und hat ein Talent dafür Menschen zu durchschauen. 


    Mein Senf: Der Thriller fängt direkt super spannend an, der Leser startet bei Null und erfährt Neues nur in sehr kleinen Häppchen und gewissen Abständen, was zumindest bei mir dafür gesorgt hat, mich sehr nah an der Geschichte zu fühlen, permanente Grübeleien und Kombinieren von Hinweisen eingeschlossen.  
    Der Hauptcharakter Tom Babylon, mit seinen Schuldgefühlen, den ermittlerischen Alleingängen und den Halluzinationen von seiner kleinen Schwester, kam mir zunächst etwas klischeebehaftet vor, doch der Autor hat es im Verlauf des Buches geschafft sowohl Tom als auch Sita als Hauptfiguren Stück für Stück sehr vielschichtig aufzubauen.
    Ein weiterer Punkt, der mich zunächst eher abgeschreckt hat, war die DDR und Stasi Thematik. Das Ganze ist mir einfach schon zu oft und zu schlecht geschrieben begegnet, aber Mensch, bin ich froh, dass ich weitergelesen habe. Die Vergangenheit ist nicht nur maßgeblich für die Story, sondern auch wirklich gut geschrieben und eingebunden ohne gezwungen zu wirken.
    Das Buch hat mir extrem viel Spaß gemacht und ich war super happy, dass zu dem Zeitpunkt schon Teil 2 und 3 auf mich gewartet haben! 


  16. Cover des Buches Dunkelblum (ISBN: 9783462047905)
    Eva Menasse

    Dunkelblum

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Lilli_Marleen_Art

    "Es unterscheidet den Menschen vom Tier, seine Verstorbenen zu begraben und ihre Liegestätten zu pflegen."


    Im österreichischen Städtchen Dunkelblum taucht kurz vor dem Fall der Mauer ein Skelett auf. Was hat es damit auf sich. Verbirgt sich dahinter etwa ein dunkles Geheimnis aus den letzten Kriegstagen, worüber kein Einwohner reden mag?

    Ich wollte den Roman unbedingt lesen, da ich schon zuvor einen Krimi über den österreichischen Ort Rechnitz gelesen habe. Hier wurden kurz vor Kriegsende jüdische Zwangsarbeiter ermordet, aber das Grab konnte bis heute nicht entdeckt werden, da die Einwohner schwiegen. Auf diese Ereignisse basiert Dunkelblum.

    Es ist eine Geschichte, über das Schweigen und Verdrängen. Oft wird im Dialekt geschrieben, was alles so authentisch wirken lässt. 

    Mich haben nur die vielen Familien verwirrt. Hier hätte ich mir eine Übersicht zum nachschlagen gewünscht.

    Ansonsten ein tolles Buch von der wunderbaren Eva Menasse.

  17. Cover des Buches Eisblumenwinter (ISBN: 9783959675369)
    Anne Barns

    Eisblumenwinter

     (93)
    Aktuelle Rezension von: meisterlampe

    Inhaltsangabe:

    Eine Winterliebe zwischen Nord- und Ostsee.
    Mit ihrer Karamellwerkstatt auf Rügen lebt Pia erfolgreich ihren Traum. Und doch ist sie nicht glücklich. Denn Paul, der Mann, den sie liebt, lebt gut fünfhundert Kilometer entfernt auf der Insel Juist. Als ihre Großmutter sie bittet, sie auf eine Reise zu den Orten ihrer Kindheit zu begleiten, sagt Pia zu. Eine Auszeit mit ihrer Oma ist genau das, was sie jetzt braucht. Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Dabei entdecken sie eine Liebesgeschichte, die Zeit und Grenzen überdauert hat – und bis heute nachwirkt.

    Meine Meinung:
    Nachdem ich letztes Wochenende "Kirschkuchen am Meer" von Anne Barns gelesen hatte, folgte nun "Eisblumenwinter". Hier muss ich sagen, die neuen Titelbilder gefallen mir nicht so gut, die alten sind viel schöner. Die Aussicht, per Buch nach Rügen zu reisen, das ich selbst nicht kenne und dazu von Pias vielfältige Karamellkreationen zu lesen, hat mir gut gefallen. Ich durfte das Fudge der Autorin vor längerer Zeit probieren, sehr lecker!Es ist immer wieder schön, "alte Bekannte" in den Anne-Barns-Büchern zu entdecken, wenngleich Merle diesmal nur einen kleinen Gastauftritt und diesen auch nur am Telefon hat.
    Die Schwestern Pia, Katharina und Jana sind sehr unterschiedliche junge Frauen, aber sie gehören einfach zusammen und zu Oma Anni. Hauptpersonen in dieser Geschichte sind für mich Pia und Anni, die anderen Schwestern haben nur kleinere Rollen. Die Gemeinsamkeit Freund/Partner/Mann haben sie alle und die weitere Entwicklung ist bei allen ähnlich. Dafür wird die Familie im Laufe des Buches immer größer, die dänische Verwandtschaft konnte ich mir kaum merken, irgendwann habe ich diese nur noch nebenbei zur Kenntnis genommen.Die Geschichte um Anni, Erika und Tante Hedwig sowie die dazugehörigen Männer geht um viele Jahrzehnte in die Vergangenheit und präsentiert in der Gegenwart das eine oder andere Geheimnis, das nicht nur die Frauen überrascht. Schön fand ich die Geste mit der gelben Rose und wie es dazu kam.
    Der Titel "Eisblumenwinter" geht hier auf den Winter 1942 zurück (und wohl noch auf einige andere), kommt mir aber in der Erzählung zu kurz. Im Hotel gab es damals Eisblumen an den Fenstern, an den Küchenfenstern von Annis Haus auch - das war es. Schade, hier hatte ich ein bisschen mehr erwartet. Auch Paul tritt erst am Ende in Erscheinung, vorher ist er wie vom Erdboden verschluckt, obwohl er in der Inhaltsangabe vermuten lässt, er sei ebenfalls eine Hauptperson.
    Ich kenne weder Juist noch Rügen, stelle mir eine verschneite Insel einerseits malerisch vor, andererseits wird es nicht anders sein, als auf dem Festland, wo der Autoverkehr mit Schnee und Eis zu kämpfen hat.Am Ende des Buches sind verschiedene Rezepte, die im Laufe des Buches ausprobiert und verkostet werden, aufgeführt und laden zum Nachmachen und Naschen ein."Eisblumenwinter" liest sich genau so flüssig, wie die anderen Bücher der Autorin, ich war nur diesmal nicht komplett begeistert. Statt der Liebesgeschichte auf Rügen, mit der ich gerechnet hatte, war Pia die meiste Zeit unterwegs und Paul nicht auffindbar. Zwar finden sie sich, aber Hauptthema ist diesmal die Ahnenforschung und die Familienerweiterung. Von mir gibt es 3,5-4 Sterne.


  18. Cover des Buches Der Apfelbaum (ISBN: 9783548060866)
    Christian Berkel

    Der Apfelbaum

     (168)
    Aktuelle Rezension von: BooksOfTigerlily

    Nachdem das Buch mir bei Instagram immer wieder aufgefallen ist und der Autor vor kurzem in der Nähe sein neues Buch vorgestellt hat, habe ich mir endlich sein Erstlingswerk zugelegt.

    Der Autor hat hier seine Familiengeschichte in Romanform gegossen und ich muss sagen, es ist ihm wirklich gelungen. Mich reizen Bücher zur deutschen Geschichte sehr und hier ist einiges aufbereitet; Christian Berkel bietet einen ungeschönten und authentischen Blick in seine eigene und unser aller Geschichte. Wo viele Vorfahren nur schweigen, erzählen Otto und Sala von Begebenheiten, wie sie sicherlich zuhauf vorgekommen sind.

    Die Charaktere sind tiefgründig und sehr menschlich dargestellt. Der Autor scheint hier nichts verklärt zu haben. Dabei werden nicht nur die Figuren beleuchtet, auch die Handlung ist ergreifend aufbereitet und bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Spannungsmomenten, historischem Background und Zwischenmenschlichem.

    Das Buch ist Anreiz für mich, mich mit meiner eigenen Familiengeschichte intensiver zu beschäftigen.

  19. Cover des Buches Im Wald der Wölfe (Jan-Römer-Krimi 4) (ISBN: 9783548291208)
    Linus Geschke

    Im Wald der Wölfe (Jan-Römer-Krimi 4)

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Mit „Der Wald der Wölfe“ liefert der Autor schon den vierten Band um den Kölner Journalisten Jan Römer und Stefanie Schneider, genannt „Mütze“ ab. Auch diesmal nimmt sich Jan eines ungelösten Kriminalfalls an, über den er später in seiner gleichnamigen Rubrik schreiben wird. Wie schon in den Vorgängern lebt auch hier der Plot hauptsächlich durch diese beiden Figuren. Sie sind ein eingespieltes Team, welches aber unterschiedlicher nicht sein könnte. Wo Jan in seinen Aktionen eher nüchtern agiert und streckenweise unnahbar wirkt, ist Stefanie eher der draufgängerische und manchmal regelrecht aggressive Typ. Aber wer sie näher kennt (also die Vorgänger gelesen hat) weiß, dass sich hinter dieser Fassade ein ganz anderer Charakter versteckt. Der Krimiplot ist meines Erachtens etwas überfrachtet. Die ersten Opfer sind Illegale und die Einheimische Maria Thalmann. Die Motivation des „heutigen“ Täters wirkt schon irgendwie passend gemacht zu den Taten aus der Vergangenheit. Trotzdem fand ich die Geschichte an sich, die sich von den Anfängen der DDR bis zum Jetzt spannt, durchaus spannend und lesenswert. Die Tätersuche, die sich rund um Frauenwald entwickelt fand ich authentisch. Linus Geschke hat hier einen  gut  recherchierten Roman geschrieben. Dennoch fand ich diesen Teil der Jan-Römer-Reihe nicht ganz so überzeugend wie den direkten Vorgänger. Auch hat es der Autor nicht ganz geschafft den Spannungsbogen durchgängig hoch zu halten. Doch zum Ende hin nimmt der Krimi dann nochmal Tempo auf. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

  20. Cover des Buches Sechs Koffer (ISBN: 9783462050868)
    Maxim Biller

    Sechs Koffer

     (79)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    „Wäre ich geblieben, wäre ich geflohen, hätte ich selbst meine engsten Freunde und Verwandten verraten, wenn die Kommunisten mich erwischt hätten?“ Der Großvater der Familie wird 1960 auf dem Flughafen von Moskau verhaftet und wegen seiner verbotenen Devisengeschäfte hingerichtet. Kurz danach war einer seiner Söhne, Dima, ebenfalls verhaftet worden, weil er, in Prag lebend, nach Westberlin flüchten wollte. Seither stellt sich in der Familie durch die Jahre und Generationen die Frage, ob es da einen Zusammenhang gibt, war es Dima, der damals den Großvater verraten hatte?

  21. Cover des Buches Der Markisenmann (ISBN: 9783453273771)
    Jan Weiler

    Der Markisenmann

     (82)
    Aktuelle Rezension von: dermoerderistimmerdergaertner

    Inhalt: Nach einem von ihr verschuldeten tragischen Vorfall wird die 15-jährige Kim in den Sommerferien kurzerhand zu ihrem leiblichen Vater abgeschoben. An Roland Papen, von Kims Stiefvater ironisch nur „der feine Herr Papen“ genannt, kann Kim sich allerdings nicht erinnern, denn sie war erst zwei Jahre alt, als er sie und ihre Mutter verließ. Seitdem hatten sie keinen Kontakt.
    Natürlich hat sich Kim in ihrer Phantasie ein Bild von ihm gemacht und als sie ihn zum ersten Mal sieht, ist sie maßlos enttäuscht. Ein kleiner Mann, mit dünnem Haar und schiefer Brille. Und zu allem Überfluss lebt er in einer Lagerhalle und verkauft hässliche Markisen aus Restbeständen der ehemaligen DDR. Doch nach und nach werden Vater und Tochter zu einem tollen Team und der Sommer wird für beide unvergesslich…

    Meine Meinung: Jan Weiler erzählt die Geschichte aus der Sicht der damals 15-jährigen Kim. Inzwischen ist sie um die dreißig Jahre alt und erinnert sich an diesen besonderen Sommer.
    Das Cover ist so hässlich wie die Markisen, die Ronald Papen verkauft. Hätte ich nicht im Internet gegeisterte Rezensionen gelesen, so hätte ich das Buch auf keinen Fall beachtet. Das ist schade, denn hinter dem Cover steckt eine gute Geschichte.
    Kim ist eine verwöhnte und unzufriedene 15-jährige, der es zwar nicht an materiellen Dingen fehlt, dafür aber an Verständnis und Liebe. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und dem jüngeren Halbbruder, der die volle Aufmerksamkeit und Zuneigung der Eltern bekommt. Kim fühlt sich unverstanden und es kommt zu einer plötzlichen und völlig unerwarteten Reaktion von ihr, die für ihren Bruder schmerzvolle und weitreichende Folgen hat. Den Urlaub bei ihrem leiblichen Vater hält sie für eine Strafaktion und verhält sich zunächst bockig.
    Ronald Papen wohnt in seiner Lagerhalle und verkauft im Haustürgeschäft ziemlich erfolglos seine Markisen. Er nimmt die Arbeit als seine Strafe für etwas an, das wir erst am Ende des Buches erfahren. Er ist ein bescheidener Mann und scheinbar zufrieden mit seinem Leben. Seine Tage sind durchstrukturiert und haben meistens den gleichen Ablauf. Weder stellt er Kim Fragen, noch versucht er, sie zu erziehen und macht dadurch unbewusst alles richtig. Er wird als ziemlich skurril, aber auch äußerst liebenswert beschrieben, ebenso wie seine Freunde, mit denen er abends in Rosis Pilztreff zusammensitzt. Alle Charaktere sind mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen.
    Durch Kims manchmal etwas fragwürdige und absurde Ideen, verkaufen sie zusammen mehr Markisen als jemals zuvor und erleben einige sehr schräge und witzige Situationen.
    Je besser Kim und Ronald sich kennenlernen, desto mehr mögen sie sich und es macht Spaß die beiden auf ihrem tragisch komischen Weg zu begleiten. Denn „Der Markisenmann ist eigentlich eine ernste Geschichte über nicht wieder gutzumachende Fehler in der Vergangenheit, über das Erwachsenwerden und über Freundschaft und Familienbande. Jan Weiler ist es gut gelungen, die Tragik mit Humor zu verbinden und eine unterhaltsame Geschichte zu schreiben.

  22. Cover des Buches Seitenwechsel (ISBN: 9783649615170)
    Michael Römling

    Seitenwechsel

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92
    Das Buch Seitenwechsel von Michael Römling handelt von zwei Brüdern namens Bernhard und Justus ,sowie ihren Freunden Jack und George.

    Die Handlung spielt in Berlin 1961,dass Jahr des Mauerbaus.

    Die beiden Brüder wohnen im Osten,also der DDR. Bernhard studiert an der Unsiversität Biologie.
    Jack kommt aus den USA.Er arbeitet in Berlin für einen amerikanischen Diplomaten.
    Georg wohnt ebenfalls in Westberlin und arbeitet als Steinmetz.
    Obwohl 2 der Freunde im Osten wohnen ,haben sie doch die gleichen ansichten wie die Jungs im Westen.

    Eines Tages wird der Vater der beiden Brüder tot aufgefunden. Sie wollen Nachforschungen anstellen, um zu wissen was mit ihren Vater passiert ist.
    Ab da an werden die Jungen von der Stasi beobachtet.
    Ihr Leben wird dann noch mehr aus den fugen geworfen, binnen einer Nacht verändert sich alles.
    Es wird eine Mauer mitten durch Berlin gezogen.


    Ein schönes Buch, welches ein sehr interessantes Thema beinhaltet.
    Man kann sich gut in das Geschehene hineinversetzten auch wenn man nicht zu dieser Zeit gelebt hat. Somit wird einen der geschichtliche Hintergrund nochmal spannend erzählt.
  23. Cover des Buches Hafenmord (ISBN: 9783746628158)
    Katharina Peters

    Hafenmord

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Ani

    Ein anonymer Anruf führt die Polizei zu einem alten Fabrikgelände am Sassnitzer Hafen. Dort wird die Leiche von Kai Richardt gefunden. Romy Beccare nimmt mit ihrem Team die Ermittlungen auf. Erste Befragungen ergeben, dass Kai Richardt nicht nur ein angesehener Geschäftsmann und Familienvater war, sondern außerdem begeisterter Triathlet. Zunächst lässt sich kein Motiv für den Mord an Kai Richardt erkennen. Bei der weiteren Untersuchung des Leichenfundorts wird sie skelettierte Leiche einer seit Jahren vermissten Frau gefunden. Romy Beccare beginnt hartnäckig in der Vergangenheit von Kai Richardt zu graben und schon bald bekommt die perfekte Fassade, die er allen präsentiert hat, erste Risse...

    "Hafenmord" ist der Auftaktband der Rügen-Krimis, in denen Romy Beccare ermittelt. Der Einstieg verläuft zunächst etwas gemächlich, da man die Ermittlerin und ihr Team kennenlernt. Dennoch wirken die Ermittlungen vom ersten Moment an authentisch und interessant.

    Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wobei die Nachforschungen der Polizei allerdings im Zentrum liegen. Schnell wird klar, dass Kai Richardts nicht der Saubermann war, für den ihn alle hielten. Nach und nach tragen Romy Beccare und ihr Team Hinweise zusammen, die ein erschreckendes Bild ergeben. Deshalb nimmt die Handlung auch schnell Fahrt auf. Schon bald kann man sich dem Sog der Ereignisse nicht mehr entziehen. Denn der Fall nimmt äußerst verzwickte Wendungen, die kaum vorhersehbar sind. Krimi-Fans dürften hier voll auf ihre Kosten kommen und zum Miträtseln angeregt werden. 

    Ein gelungener Reihenauftakt, bei dem die Spannung im Verlauf der Handlung stetig steigt!

  24. Cover des Buches Wir sehen uns unter den Linden (ISBN: 9783426522356)
    Charlotte Roth

    Wir sehen uns unter den Linden

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    3,5 Sterne

    Diese Rezension enthält möglicherweise Spoiler einer enttäuschten Leserin, die auf den Klappentext herein gefallen ist.

    Der Roman handelt von einer Familie in Berlin: in der glitzernden, leuchtenden Euphorie der goldenen 20er; in zitternder Angst der Nazizeit und der Unsicherheit in einer geteilten Stadt. Der angepriesene Mauerbau wird auf Seite 482 von 526 erstmals angedeutet und schließlich auf Seite 516 vollzogen.

    Von dieser dreisten Werbelüge abgesehen, für die die Autorin vermutlich nicht verantwortlich ist, handelt es sich um einen aufwühlenden Roman. Er erzählt eine Familiengeschichte in der Zeit zwischen 1928 und 1961, die sich so oder ähnlich zugetragen haben kann und möglicherweise hat. Dabei wird immer wieder zwischen den Jahren und Jahrzehnten hin und her gesprungen, Fragen beantwortet und neue aufgeworfen. Vieles klärt sich erst zum Ende hin, das sich vielleicht nicht als schön, wohl aber als passend für die Geschichte betrachten lässt.

    Inhaltlich fanden sich einige Längen, insbesondere politische Erklärungen, die sehr trocken erzählt wurden und mich beim Lesen eher anstrengten.

    Das Glossar im Anhang bemerkte ich leider erst, nachdem ich das Buch zur Hälfte gelesen hatte. Es enthält sehr informative und hilfreiche Anmerkungen und geschichtliche Hintergründe.

    Liebhaber historischer Romane, Liebes- und Familiengeschichten hätten vielleicht ihre Freude daran.

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