Bücher mit dem Tag "darwin"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "darwin" gekennzeichnet haben.

99 Bücher

  1. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (162)
    Aktuelle Rezension von: jiovilius

    Sarah Perry

    Verlag: Eichborn, Genre: historischer

    Roman


    London, 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt die nun frischgebackene Witwe Cora Seaborne die britische Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis und dem Kindermädchen Martha an die englische Ostküste nach Essex. Dort möchte die begeisterte Naturwissenschaftlerin nach Fossilien suchen. Vor Ort kommen der jungen Frau jedoch schnell Gerüchte über eine geflügelte Seeschlange zu Ohren, die in dem Küstenort Aldwinter ihr Unwesen treiben soll und deren Bewohner in Angst und Schrecken versetzt. Gepackt von Neugierde und der Hoffnung auf einen wissenschaftlich bedeutenden Fund begibt sie sich in das kleine, vom Unheil des mythischen Lindwurms verfolgte, Städtchen und lernt dort durch Bekannte den ortsansässigen Pfarrer William Ransome und seine Familie kennen. Während Cora als Anhängerin der Thesen Charles Darwin's die Situation aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet, beruft sich Will auf seinen Glauben an Gott. Glaube und Wissenschaft prallen unablässig aufeinander und erschaffen etwas für beide Unvorhergesehenes.


    Obwohl ich dieses Buch bereits seit Sommer 2021 zu meinen gelesenen Büchern zählen kann, habe ich bis jetzt mit mir gehadert, meine Leseeindrücke ansprechend in Worte zu fassen. Hat die Autorin doch ein literarisches Werk geschaffen, welches man entweder lieben lernt oder aber keinen Zugang dazu findet. Am Anfang fiel es mir schwer alle Charaktere der Geschichte auseinander zu halten, insbesondere dadurch, dass die Perspektive zwischen den Figuren immer wieder hin und her wechselt und man sich plötzlich an neuen, unbekannten Orten befindet. Die perspektivische Vielfalt reicht hier von den Hauptcharakteren Cora Seaborne und William Ransome bis hin zu Freunden beider Parteien, Nachbarn sowie deren Kindern. So bleibt man als Leser zwar ordentlich in Bewegung, aber es finden auch immer wieder kleine Brüche statt, die den Lesefluss gerade zu Beginn beeinträchtigen und einem das Gefühl geben, dass dem ganzen ein roter Faden fehlt. Hat man sich jedoch nach ein paar Hürden an den eigenwilligen Stil dieses Buches gewöhnt, ist es etwas ganz Besonderes und lässt sich nur schwer zur Seite legen. Das liegt unter anderem daran, dass die Geschichte sprachlich von der Autorin einfach ausgezeichnet umgesetzt wurde. Ich habe mich augenblicklich in Sarah Perrys altertümlich anmutenden Schreibstil verliebt, der wirklich nahezu jede Seite in ein kleines Gedicht verwandelt und der Geschichte so eine unantastbare Tiefgründigkeit verleiht. Sehr eindringlich, lebhaft und detailliert sind die Beschreibungen, teilweise sogar poetisch. Viele Zitate habe ich mir deshalb im Nachhinein aufgeschrieben, um mich ihrer immer wieder aufs neue zu erfreuen und zu erinnern. Dennoch spaltet dieses Buch wohl die Gemüter, wie bereits zu Anfang erwähnt. Entweder man mag es oder man mag es nicht. Mich jedoch hat es vollkommen eingenommen sowohl zum lachen als auch zum weinen gebracht und im allerletzten Kapitel, auf der allerletzten Seite sprachlos zurückgelassen. Mit Tränen in den Augen konnte ich nicht begreifen, was ich da gerade gelesen hatte und war gleichermaßen verwundert wie verwirrt, dass die Geschichte zuende und ich gerade an der letzte Zeile, dem letzen Satz angelangt war. "Die Schlange von Essex" ist ein ruhiges und tiefschürfendes Leseerlebnis, dass einen mit Haut und Haar erfasst. Mehr kann ich dazu einfach nicht sagen (...) Lesempfehlung, Lieblingsbuch und ein absolutes Jahreshighlight!


    5/5 ⭐

  2. Cover des Buches Die Seelen der Nacht (ISBN: 9783442377190)
    Deborah Harkness

    Die Seelen der Nacht

     (1.193)
    Aktuelle Rezension von: Katerle

    Erst etwa im 2. Drittel des Buches fand ich die Spannung. 

    Besonders haben mich die ausschweifenden Erklärungen zur Alchemie gestört - wenn ich ein Sachbuch lesen möchte, greife ich nicht zu einem Fantasieroman. Etwas "Weiterbildung" zu einem Thema ist ok, aber das war mir persönlich echt zuviel und verwirrte mich mehr, als dass es mich fesselte. Ich verlor dadurch  manchmal sogar den "roten Faden" zur Geschichte selbst, obwohl die Autorin damit sicher das Gegenteil erreichen wollte. 

    Aber trotzdem empfehle ich das Buch weiter, besonders weil es für mich ab ca. der Buchmitte spannend geschrieben war. 

  3. Cover des Buches Wallace (ISBN: 9783895611322)
    Anselm Oelze

    Wallace

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Emili

                                                                                         

    Das Thema des Romans von Anselm Oelze klang vielversprechend. Es sollte doch das Leben des Naturforschers Alfred Russel Wallace dem Leser näherbringen. Als Zeitgenosse von Charles Darwin arbeitete er an der Erforschung der Arten. Im Buch werden zahlreich seine Reisen und die Suche nach verschiedenen Tierarten beleuchtet. Hier sei gesagt, wer die Beschreibungen der Natur mag, würde vermutlich auf seine Kosten kommen.

    Auf Reisen verfasste Wallace seine Einsichten in Bezug auf die Entwicklung der Arten und sendete diesen Brief an Charles Darwin, der kurze Zeit darauf seine Erkenntnisse zu der Evolutionstheorie veröffentlichte.

    So weit, so gut: Der Roman hätte unglaublich spannend werden können. Doch ich empfand es nicht so, ich finde, dass der Roman misslungen ist. Der sperrige Erzählstil fern von Emotionen und nennenswerten Höhepunkten hat mir nicht zugesagt. Unheimlich gestört hat mich auch, dass die Charaktere des Romans eindeutig blass blieben. Der Autor nennt den Naturforscher Wallace nicht einmal beim Namen: Der bleibt im Laufe der Geschichte - "der bärtige Engländer". Kleinigkeit, doch es hat mir nicht gefallen und ließ auch die Hauptfigur des Romans mir nicht näher kommen. So schuf der Autor im Verlauf des Romans immer eine gewisse Distanz zu den Protagonisten und der Handlung. Den Grund dafür war für mich nicht ersichtlich.

    Ich bin von dem Roman enttäuscht, und blieb mit dem Gefühl zurück, dass man aus der Thematik viel mehr machen könnte.

    Für dieses mittelprächtiges Vergnügen gibt es von mir 3 Sterne.

                            

  4. Cover des Buches Eine kurze Geschichte der Menschheit (ISBN: 9783421048554)
    Yuval Noah Harari

    Eine kurze Geschichte der Menschheit

     (343)
    Aktuelle Rezension von: shizu_reads

    Ich habe das Buch etwas über der Hälfte abgebrochen. Der Anfang war durchaus noch spannend und gut aufgebaut, aber dann hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass es sich zu sehr verläuft in den Themen. 

    Es ist zudem sehr trocken, auch wenn ab und zu mal etwas Humor einfliesst. Nach dem Thema Religion hatte ich einfach keine Energie mehr weiter zu lesen. 

    Für Leute die sich für sämtliche Themen interessieren, bestimmt ein gutes Werk. Für mich war es leider zu lang. 

  5. Cover des Buches Vom anderen Ende der Welt (ISBN: 9783423214513)
    Liv Winterberg

    Vom anderen Ende der Welt

     (180)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Eine tolle Reise mit einer faszinierenden Frau fast um die ganze Welt: oft grausam, manchmal aber auch witzig und einfühlsam, jedoch immer interessant. Erstaunlich auch, was "Errungenschaften" aus Europa innerhalb einer Gemeinschaft auf einer Südseeinsel anrichten können.

  6. Cover des Buches Angst (ISBN: 9783453437135)
    Robert Harris

    Angst

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Alexander Hoffmann ist ein brillanter Physiker, ein von ihm entwickelter Algorithmus erwirtschaftet mit dem von ihm gegründeten Hedgefond überdurchschnittliche Renditen.

    Hoffmann hat alles und noch mehr, doch dann bekommt er ein Buch - und innerhalb eines Tages ändert sich alles.

    Robert Harris hat einen packenden Thriller geschaffen, Schritt für Schritt steigert sich die Spannung - und was auch passiert, immer wieder weisen die Spuren auf Hoffmann - hat er in einem schizophrenen Wahn selbst das Unheil losgetreten oder hat sein "Kind", ein selbstlernender Algorithmus die Zügel übernommen und steuert nicht nur Hoffmanns Leben sondern Teile der Weltwirtschaft ins Chaos und das alles nur, um seinem Zweck zu genügen - möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften.

    Die Geschichte lässt einen "KI Laien" wie mich grübelnd zurück - wie weit ist die Technik heute bereits? Sind diese Szenarien denkbar und wann sind sie Realität und kann man das Ganze noch aufhalten?

    Fazit - ein wirklich gutes Buch, welches zum Nachdenken anregt.

  7. Cover des Buches Orchis (ISBN: 9783218011044)
    Verena Stauffer

    Orchis

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Leselampe_

    Der junge Botaniker Anselm begibt sich auf die Suche nach dem schönsten Exemplar der Königin der Blumen in den Regenwald Madagaskars. Schnell wird er fündig, die weißen Blüten der Sternorchidee erscheinen ihm eines Nachts gleich der Sterne am Nachthimmel. Ehrfürchtig begibt sich Anselm mit seiner wertvollen Fracht im Bauch eines Frachtschiffs zurück nach Europa, doch unterwegs wird ein Großteil seiner Funde aufs Meer geschwemmt. Er verfällt in eine tiefe Depression, halluziniert in Wahn und Trauer eine Orchidee herbei, die sich in seine Schulter verwurzelt und tief mit seiner Psyche verwächst. Er richtet sein Leben auf das Wohlergehen der ihm verbliebenen Orchidee auf seiner Schulter aus, gießt sie regelmäßig und wird schließlich apathisch in eine Heilanstalt geschickt. Doch schon bald erfährt er von einer weiteren, kaum bekannten Orchideenart, die er finden und dokumentieren möchte. Und so begibt sich Anselm auf eine Odyssee Richtung China, um sein Glück zu suchen.

    Puh, ich hatte einen schwierigen Einstieg ins Buch. Die Sprache war extrem ausladend und verschnörkelt, aber je mehr ich im Buch vorangekommen bin, desto besser gefiel es mir. Die Geschichte des Orchideenforschers Anselm ist berührend, tiefgründig und psychologisch. Er verliert durch Wahn und Manie den Bezug zur Realität, findet in der Suche nach besonderen, unbekannten Orchideen seine Erfüllung sich begibt sich überstürzt auf eine Reise per Schiff um die halbe Welt. Zuweilen ist der Roman in einen historischen Kontext eingebettet. Darwin ist in aller Munde, und Anselm wird zum eingefleischten Gegner dessen Evolutionstheorie. Zwischendurch übernimmt er an der Universität eine kurzweilige Professur, reist mit seinen Studenten umher und versucht ihnen, seinen Enthusiasmus zu Orchideen zu vermitteln. Bei mir hat ers geschafft. Durch und durch ein ganz tolles, außergewöhnliches Buch. Leseempfehlung für alle, die gerne stimmungsvolle, lyrische Sprache lieben.

  8. Cover des Buches Anthologie: Gedichte, Gedanken, ein Plädoyer für die Erhaltung der Natur und der Menschen (ISBN: 9783961033249)
    Jürgen Zwilling

    Anthologie: Gedichte, Gedanken, ein Plädoyer für die Erhaltung der Natur und der Menschen

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Connyyyy

    Der Autor spricht mit seinem Werk viele verschiedene Themen an - Natur, Krieg, Frieden aber auch Geschichtliches. Er lädt zum Nachdenken ein, aber noch viel wichtiger, er animiert zum Handeln. Er zeigt auf, es ist 5 vor 12 und dass Handeln nun wichtiger ist als je zuvor. Dies zeigt er durch verschiedene Stilmittel,  Gedichte wie Gedanken und Gespräche sind in dem Buch gleichermaßen vertreten.


  9. Cover des Buches Leviathan - Die geheime Mission (ISBN: 9783453529151)
    Scott Westerfeld

    Leviathan - Die geheime Mission

     (69)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Prinz Aleksandar, der Sohn des in Sarajevo ermordeten Erzherzogs Franz Ferdinand, ist auf der Flucht. Seine eigenen Leute jagen ihn gnadenlos und plötzlich steht er zwischen allen Parteien. Alles, was ihm bleibt, ist ein Sturmläufer, eine der perfekten neuartigen Lauf- und Kriegs-Maschinen seines Landes. Doch auch in den Schweizer Alpen ist Alek nicht sicher, als dort das britische Luftschiff „Leviathan“ landet – eine Tierschöpfung und das Meisterstück der britischen Armee. Die „Leviathan“ befindet sich auf geheimer Mission ins Osmanische Reich. Mit an Bord: die als Junge getarnte Deryn, der nichts so wichtig ist wie das Fliegen ... Alek rettet sich an Bord der »Leviathan« und muss mit Deryn gemeinsame Sache machen. (Klappentext Band 1 - Leviathan)

    Das ist das erste mal, dass ich ein Buch aus dem Bereich „Steampunk“ (moderne und futuristische technische Funktionen mit Mitteln und Materialien des viktorianischen Zeitalters verknüpft) lese.

    Anfangs war ich noch skeptisch und ich habe wirklich fast die Hälfte des ersten Bandes gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt hatte, doch die Geschichte hat mich einfach mitgerissen und nicht mehr los gelassen. Die detailliert ausgearbeiteten und beschriebenen Maschinen, die unglaublichen Tierschöpfungen und dazu auch noch der teils reale, geschichtliche Hintergrund.

    Auch die vielen extrem detaillierten Illustrationen verschiedener Szenen haben mich restlos begeistern können.

    Die Charaktere sind wundervoll in Szene gesetzt und ich habe sowohl Alek, als auch Deryn schnell ins Herz schlißen können. Dadurch, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht der Beiden geschrieben sind, erhält man verschiedene Einblicke in ihre verschiedenen Leben und Lebensweisen. Auch die sich aufbauende freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden ist herrlich und ich habe mehr als einmal schmunzeln müssen.

    Die Handlung der drei Bände spielt eigentlich in einem relativ kurzen Zeitraum und so empfand ich manche Kapitel doch als etwas langatmig und andere dagegen barsten beinahe vor Action und Kämpfen.

    Allerdings irritierte mich, dass Alek irgendwann begann nur noch von Schicksal zu reden. Für jemanden, der sein ganzes bisheriges Leben verloren hat mag das vielleicht nachvollziehbar sein dadurch einen Sinn in alldem zu finden, da es jedoch erst erst am Ende des zweiten Bandes begann, wirkte es auf mich doch ziemlich unglaubwürdig und hat mich des öfteren aus dem Lesefluss gerissen.

    Alles in allem war es aber eine gute Reihe und ich kann sie auch Neueinsteigern des Genres empfehlen, da hier viel erklärt und beschrieben wird, außerdem helfen einem die Illustrationen wirklich sehr.

  10. Cover des Buches Darwin City (ISBN: 9783426519349)
    Jason M. Hough

    Darwin City

     (16)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Wir befinden uns im 23. Jahrhundert und vor einigen Jahren ist ein Raumschiff über der Erde eingeschwenkt, das dieser einen Weltraumlift geschenkt hat, etwas, von dem Generationen von Weltraumtechnikern und -ingenieuren geträumt haben. Innerhalb kürzester Zeit hat Park Industries diesen Lift mit in Besitz genommen und für die Menschheit nutzbar gemacht und so beginnt ernsthaft Konstruktionsarbeit im Weltall, da man nicht mehr auf die ressourcenintensiven Raketen angewiesen ist. Aber bald kommt es zu einer entscheidenden Veränderung auf der Welt, als sich eine Krankheit ausbreitet, die die Infizierten auf das Wahrnehmen und Ausleben nur einer einzigen Emotion fixiert, was eine etwas seltsame Variante der Zombie-Apokalypse darstellt. Nur ein klar umrissener Bereich um den Bodenanker des Weltraumlifts ist von der Ansteckung ausgenommen – und der gesamte Weltraum. Und so wird Darwin City in Australien zum Mittel- und Sammelpunkt der verbleibenden Menschheit, von wo aus Luft, Wasser und Personal die Gondeln hochgeschickt werden, während Nahrungsmittel und Medikamente zurückkommen. Soweit die Ausgangssituation, die sich durch einige Entdeckungen von "Beschaffern" im verwüsteten Tokio, eine Mutation der Seuche und die Annäherung eines neuen Schiffs der "Erbauer" bald grundlegend ändern soll.

    Die Idee den Weltraumlift in die Hand einer „Erbauer“-Zivilisation zu legen – deren Handlungen ein wenig an die testenden Halbgötter in Star Trek erinnern – und dann mit einer Art Zombie-Apokalypse zu verbinden ist relativ solide, genau, wie die Charakterezeichnungen und das Einhalten der Kontinuität.

  11. Cover des Buches Und Marx stand still in Darwins Garten (ISBN: 9783548290614)
    Ilona Jerger

    Und Marx stand still in Darwins Garten

     (137)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Karl Marx war ein deutscher Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker, politischer Journalist, Historiker, Protagonist der Arbeiterbewegung sowie Kritiker des Kapitalismus und der Religion. Bekannt geworden ist er vor allem als Verfasser von DAS KAPITAL. Im Laufe seines Lebens reiste Marx durch viele Teile Europas, bis er 1849 gezwungen war in London ins Exil zu gehen. Die britische Staatsbürgerschaft wurde ihm verweigert. Er starb 1883 in London.
    Charles Darwin war ein britischer Naturforscher. Er gilt wegen seiner wesentlichen Beiträge zur Evolutionstheorie als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler.
    Ob Marx tatsächlich still in Darwins Garten stand oder ob die beiden tatsächlich ein gemeinsames Abendessen verbracht haben, wie es Ilona Jerger in ihrem Roman beschreibt ist nicht. überliefert. In UND MARX STAND STILL IN DARWINS GARTEN treffen Fiktion und Realität aufeinander. Ilona Jerger beschreibt die letzten Jahre zweier alter Herren, die durch den Arzt Doktor Beckett (eine fiktive Person) verbunden werden. Darwin stellt dabei die Hauptperson dar, ihm sind die meisten Seiten gewidmet, aber natürlich kommt auch Marx nicht zu kurz.
    In einem angenehmen Schreibstil, mit dem einen oder anderen Augenzwinkern, der es dem Leser erleichtert sich im ausgehenden 19. Jahrhundert zurecht zu finden, schreibt Ilona Jerger über Evolution und Glauben, über den Kampf der Arbeiterklasse, über Rankenfüßer und Regenwürmer. Neben Marx und Darwin haben auch andere Zeitgenossen (Engels, Liebknecht …) kleine Auftritte und ehe man es sich versieht ist das kurzweilige Buch beendet, ohne großer Dramatik, aber doch sehr gefühlvoll (sofern man das bei solchen Originalen wie Marx und Darwin sagen kann).
    Ein Buch, das den Leser dazu verleitet mehr über Marx und Darwin zu erfahren.



  12. Cover des Buches Vom Anfang bis heute (ISBN: 9783328100065)
    Loel Zwecker

    Vom Anfang bis heute

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Loel Zwecker komprimiert uns hier die Weltgeschichte auf unter 500 Seiten. 

    Dabei schafft er es durch seinen Schreibstil, aber auch durch vereinzelt eingestreute unnütze Anekdoten, den manchmal doch recht trockenen Geschichtsaspekt aufzulockern. An einigen Stellen konnte ich mir ein Schmunzeln oder auch Lachen nicht verkneifen. 

    Die Themen sind gut aufgearbeitet und machen auch Spaß. So bekommt man einen schönen knackig kurzen Einblick in vielen Aspekte unserer Geschichte.

    Jedoch werden auch hier (unvermeidbare?!) Schwerpunkte wie z. b. die französische Revolution gesetzt und andere Bereiche werden nur angerissen. So werden Jahrhunderte der afrikanischen Geschichte nur wenige Seiten. 

    Auf der anderen Seite sind so schwierige Themen wie Rassismus und die Kolonialisierung meiner Meinung nach gut dargestellt und aufgearbeitet.

    Leider ist der lockere, moderne Stil des Buches auch auf einigen Strecken etwas anstrengend und die Coolness und der Humor wirken zu gewollt, was mir zum Ende hin den Lesespaß etwas verhagelt hat. Dennoch ist es ein absolut lesenswertes Buch, aus dem man einiges mitnehmen kann und das mein Wissen in einigen Belangen doch wieder sehr aufgefrischt hat

  13. Cover des Buches aWay (ISBN: 9783958893689)
    Nic Jordan

    aWay

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Kathi_Mo

    Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende total gefesselt und ich kann es nur jedem uneingeschränkt empfehlen! Gerade weil ich auch diese Art zu reisen vor vielen Jahren für mich entdeckt habe, konnte ich mich häufig in den Geschichten wiederfinden. Nic berichtet ehrlich und schonungslos von ihrer mutigen Reise zu sich selbst und mehr oder weniger allein um die Welt, von inspirierenden Begegnungen und fernen Orten. Der Schreibstil ist hervorragend, man ist mittendrin und mag das Buch gar nicht beiseite legen. Es sollte viel mehr Abenteuerinnen wie Nic Jordan auf der Welt geben!!! 

  14. Cover des Buches Der Gottesbeweis (ISBN: 9783932130403)
    Deepak Chopra

    Der Gottesbeweis

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Corinnabl
    Das Cover ist sehr schön und wirkt einladend. Auch von dem Titel und Untertitel habe ich mir viel versprochen. Aber es ist mühsam zu lesen, die Argumentation springt und Beispiele wiederholen sich. Ein interessantes Thema, dass aber kaum nachvollziehbar argumentiert wurde. Dann würde ich lieber eine Einführung in die Systematische Theologie empfehlen als dieses Buch. Es hat zwar ein umfangreiches Themenfeld und der Autor ein großes Wissen, aber man kann wesentlich mehr aus dem machen.
  15. Cover des Buches Mit Wittgenstein im Wartezimmer (ISBN: 9783499633621)
    Nicolas Dierks

    Mit Wittgenstein im Wartezimmer

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Caroas
    Mit Philosophen warten, eine interessante Idee und mit diesem Buch sehr gut durchgeführt.

    Am besten liest man diese Büchlein – passt theoretisch sogar in die Hosentasche – während man selber warten muss. Es verkürzt einen die Zeit, lässt einen das Warten aus einem anderen Blickwinkel sehen und regt zum Philosophieren an.

    Fazit, ein Buch gegen das Warten und man lernst manch einen guten Philosophen / gute Philosophin kennen von dem / der man bis dato – mir ging es so – nichts gehört hat.
  16. Cover des Buches Das Tagebuch des Teufels (ISBN: 9783821860664)
    Nicholas D. Satan

    Das Tagebuch des Teufels

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Hagicht

    Da ich so etwas wie ein Roman erwartet habe war ich doch sehr überrascht das es mehr, oder weniger, Anekdoten waren bzw. mehrzeilige Ansichten aus der Sicht des "Teufels". Wie der Titel des Buches auch  aussagt, Tagebuch halt. Auf witzige Art. Die Schriftart teilweise empfand ich ziemlich anstrengend.

  17. Cover des Buches Der Mann, der niemals schlief (ISBN: 9783404170081)
    Simon X. Rost

    Der Mann, der niemals schlief

     (20)
    Aktuelle Rezension von: U_Vollmer

    Erstens:

    Ich lese sehr gerne Krimis.

    Zweitens:

    Ich habe mit elf Jahren die ungekürzten Romane hintereinander verschlungen -- nachdem ich mit meinem Geburtstagsgeld aus Versehen Astrid Lindgrens "Das entschwundene Land" gekauft und nach kurzer Schockstarre dann doch gelesen hatte. Darin beschreibt Lindgren u.a. die Bücher, die sie selbst als Kind gelesen und in Erinnerung behalten hatte. Aus dem Gedächtnis zitiert: "Wir lasen (folgt Aufzählung verschiedener qualitativ und inhaltlich sehr gemischter Bücher) ... und Huckleberry Finns Abenteuer. Huck Finn, ja! Vielleicht bleibt mir am eindringlichsten die Erinnerung an meine lange Fahrt den Mississippi hinunter auf dem Floß, das Huckleberry Finn gehörte." Darauf ging ich schnurstracks wieder zur Buchhandlung und kaufte mit dem Rest des Geldes den dtv-Doppelband in der Übersetzung von Lore Krüger, mit Anmerkungen und Kommentar im Anhang. Irgendwann in der Nacht kriegten meine Eltern mit, daß ich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke las. Nach den üblichen Sprüchen ("Du verdirbst dir die Augen!" "Du schläfst morgen in der Schule ein!") kam dann die Frage: "Sag mal, was liest du da eigentlich?" Auf meine Antwort "Huckleberry Finn" war die erste Reaktion: "Sag bloß nicht "Nigger", das ist in Amerika ein ganz schlimmes Schimpfwort!", dann "Na, dann lernst du eben jetzt schon, daß Sachen, die alle Leute machen, noch lange nicht richtig sein müssen." Will sagen, mir wurde von vornherein klar, daß es nicht nur die üblichen Abenteuergeschichten waren, sondern daß es dabei auch um die Frage ging, wie sich anständige Menschen in einer ungerechten Welt verhalten sollten.



    (Das ganze habe ich so ausführlich geschildert, um zu erklären, warum ich mich über einen 08/15-Krimi so geärgert habe, daß ich hier einen Kommentar hinterlasse, statt die Lektüre einfach unter "vergeudete Zeit" abzuhaken. )



    Zum eigentlichen Thema:

    Vor ein paar Tagen fand ich in der Stadtbibliothek zufällig "Der Mann, der niemals schlief", las den Klappentext, guckte dann noch ein paar (durchweg positive) Rezensionen an, freute mich auf gute Unterhaltung und bekam den Schock meines Lebens. Bei der Beschreibung der Stadt und Gesellschaft von St. Petersburg wimmelt es nur so vor Flüchtigkeitsfehlern, z.B. werden aus den sehr ironisch geschilderten frömmlerischen Presbyterianern in "Tom Sawyer" plötzlich Katholiken ("Tom Sawyers Abenteuer", Kap. 21: "Dieser Alpdruck füllte etwa zehn Manuskriptseiten und schloß mit einer „Moral“, die für Nichtpresbyterianer alle Hoffnung so gründlich vernichtete, daß er den ersten Preis davontrug." ). Tom und Sid sind Halbbrüder (Kap. 1: "Toms jüngerer Bruder (oder vielmehr Halbbruder) Sid (...)"). In einer seit den Ereignissen von "Tom Sawyer" stark gewachsenen Stadt gibt es anscheinend keinen Arzt (vgl. Kap. 9: "„Hier ist’s“, sagte die dritte Stimme; ihr Eigentümer hob die Laterne in die Höhe, so daß ihr Schein auf sein Gesicht fiel: es war der junge Doktor Robinson." Kapitel 30: "Alle Ärzte waren in der Höhle ..." -- Plural!) . Einerseits wird betont, daß es die Stadt von Kriminellen, Schlägern und anderem zwielichtigen Gesindel heimgesucht wird, andererseits gibt es immer noch nur das alte, unbewachte Gefängnis, das seltsamerweise immer noch genauso abgeschieden ist wie damals (Kap. 11: "Das Gefängnis war ein unscheinbarer kleiner Backsteinbau, der am Rande des Ortes inmitten eines Sumpfes stand; Wächter wurden keine gestellt, das Gefängnis war auch nur selten besetzt."). Die Chronologie paßt auch nicht. Kapitel 11: "Um die Mittagsstunde durchfuhr die grausige Nachricht die ganze Stadt wie ein elektrischer Schlag. Dazu bedurfte es nicht des Telegrafen, von dem sich damals noch niemand träumen ließ." Der elektrische Telegraph wurde 1833 erfunden, der leicht zu bedienende Morsetelegraph 1837. Da die Handlung des "Tom Sawyer" somit vor 1837 spielen muß und unter Berücksichtigung von Kapitel 17 des etwa ein Jahr später spielenden "Huckleberry Finn" ("Buck sah etwa so alt aus wie ich -- dreizehn oder vierzehn oder so ungefähr, (...)" ) müßten die damaligen Jugendlichen um die vierzig Jahre alt sein, die Erwachsenen wie Richter Thatcher, der Pfarrer oder der Lehrer im Greisenalter. Und wo kommen plötzlich die Indianer her, die übrigens für die Handlung gar nicht gebraucht werden?

    Dann die Bezugnahme auf die Mendelschen Regeln: Abgesehen von einem Vortrag Mendels in Österreich und einer kleinen Publikation sind die damals von der Wissenschaft völlig ignoriert worden. Das lernt man eigentlich schon in der Schule, auf jeden Fall muß der Autor aber bei seinen Recherchen zum Thema davon erfahren haben. "(...) Die M.schen Gesetze wurden zunächst kaum gewürdigt, bis um 1900 C. E. Correns, E. Tschermak u. H. de Vries unabhängig voneinander ihre Bedeutung erkannten u. sie neu entdeckten." ("Das Neue Taschen Lexikon", Bertelsmann, 1992).

    Ich könnte noch seitenweise weitere Fehler und Unstimmigkeiten auflisten, aber das Hauptproblem ist:

    Die Charaktere haben außer den Namen wirklich nicht das geringste mit Mark Twains Figuren zu tun.

    Das war's eigentlich schon. Offensichtlich hat der Autor den "Tom Sawyer" irgendwann mal mit der Einstellung: "Nettes Jugendbuch" durchgelesen, alle satirischen und gesellschaftskritischen Zwischentöne übersehen und sich dann daran erinnert, als er eine Mischung aus Western und echtem Kriminalfall (das Lincoln-Attentat) geschrieben hatte.

    Also wurden mal eben schnell die Charaktere mit Namen aus "Tom Sawyer" ausgestattet, zur besseren Vermarktung eine anachronistisch "emanzipierte" Zeitungsherausgeberin, die weltanschaulich ins 21. Jahrhundert gehört, Druckerpressen bedienen kann und stets zentnerschwere Fotoapparate mit sich herumträgt, hinzugefügt, eine ziemlich unwahrscheinliche Liebesgeschichte untergerührt und das ganze mit Sozialdarwinismus, Entführungen, Prügeleien, Lynchjustiz, illegalen Abtreibungen und Drogenmißbrauch abgeschmeckt.

    Da die Handlung von "Huckleberry Finns Abenteuer" nicht ins Konzept paßte, wurde das Buch bis auf den Namen "Jim" für eine zwei- oder dreimal am Rande auftauchende Nebenfigur ignoriert ("Huckleberry Finns Abenteuer", Kapitel 6: "Da haben sie mir doch glatt geantwortet, er könnte erst verkauft werden, wenn er sechs Monate lang im Staat wär (...) Das will 'ne Regierung sein und kann noch nicht maeinen freigelaßnen Nigger verkaufen, wenn er nicht schon sechs Monate lang im Staat ist.", Kapitel 10: "(...) ich möchte lieber von 'ner Schlange gebissen werden als von Papas Whisky.", Kapitel 16: "Jim (...) sagte, das erste, was er tun wollte, wenn er in 'nen freien Staat käme, wäre Geld sparen (...), und sowie er genug Geld hätte, wollte er seine Frau freikaufen, (...)." Kapitel 14: "Wir lagen den ganzen Nachmittag im Wald rum und schwatzten, ich las die Bücher (...)", Kapitel 19: "(...) »Des Pilgers Wanderschaft« (...) handelte von 'nem Mann, der seine Familie verlassen hatte; warum, stand nicht drin. Ich las eine Menge in dem Buch, ab und zu. Was da gesagt wurde, war intressant, aber hart. Ein andres Buch hieß »Gabe der Freundschaft«, und da waren schöne Sachen und Gedichte drin (...)" Letztes Kapitel: "Aber ich schätze, ich muß noch vor den andern zum Injanerterritorium abrücken, weil mich Tante Sally adoptieren und siwilisieren will, und das halt ich nicht aus."). Wie der Autor diese beiden Charaktere ohne logische Begründung in St. Petersburg ansiedeln und dazu noch zu einer "Onkel-Tom"-Parodie und einer Art "Muff Potter Nummer Zwei" (Zitat Kapitel 10) und quasi Analphabeten (Zitate Kapitel 14 u. 19) machen konnte, ist mir ein Rätsel. Aber auch ohne Berücksichtigung des "Huckleberry Finn" läßt sich die Entwicklung der Charaktere nicht nachvollziehen. Die Vorstellung, daß Tom Sawyer aus einem intelligenten, phantasievollen Jungen zu einem Mann wird, der zehn Jahre lang den Kontakt zu seiner Familie und seinen Freunden abbricht, sich trotz einer guten Arbeit nicht ein einziges mal erkundigt, wie es der Tante geht, die ihn immerhin aufgezogen hat, ständig Streit und Prügeleien anzettelt, sich mitten in einer Mordermittlung bis zur Besinnungslosigkeit betrinkt usw. usw. ist einfach absurd. 

    Vermutlich soll das die strukturellen Mängel des Krimiplots verdecken (denn das mickrige Rätsel wäre mit einigen wenigen Befragungen der Einwohner innerhalb kürzester Zeit zu lösen). Aber zum Legen falscher Fährten, der Erfindung verschiedener Mordmotive und der Einführung echter handfester Verdächtiger ist der Autor anscheinend nicht fähig.



    Fazit:

    Ohne den Etikettenschwindel: "Ein Tom-Sawyer-Roman" wäre das Buch vermutlich nicht schlimmer als der Durchschnitt der Historienkrimis. Aber so werden völlig falsche Erwartungen geweckt. Es kommt es mir vor, als sei der Krimi von "Herzog" und "König" verfaßt worden: "'s war so, daß man sich über die Menschheit hätte schämen mögen." (Huckleberry Finn, Kap. 24).


  18. Cover des Buches Eine kurze Geschichte von fast allem (ISBN: 9783641079246)
    Bill Bryson

    Eine kurze Geschichte von fast allem

     (403)
    Aktuelle Rezension von: Levus

    Ein Buch voller lehrreicher kleiner Geschichten mit vielen historischen Anekdoten und Wissenswertem (das man sich leider alles gar nicht merken kann).

  19. Cover des Buches Der Hals der Giraffe (ISBN: 9783518467909)
    Judith Schalansky

    Der Hals der Giraffe

     (255)
    Aktuelle Rezension von: Anna625

    Selten hat mich ein Buch so zwiegespalten zurückgelassen.
    Das Positive: Es enthält sehr viele biologische Informationen und auch der Schreibstil & die Gestaltung (es gibt einige Zeichnungen) haben mich sehr angesprochen.

    Was mir dagegen auf Dauer Probleme bereitet hat, sind die sozialdarwinistischen Ansichten der Protagonistin. Beim Start ins neue Schuljahr werden die wenigen verbliebenen Schüler der kleinen Klasse als erstes eingeteilt in die, die es mit ganz viel Glück zu etwas bringen könnten, und die, bei denen alle Versuche vergebene Liebesmüh sind - wobei die allermeisten zu letzterer Kategorie zugeordnet werden. Und das lässt Inge Lohmark die Jugendlichen auch spüren; sie ist eine derer, die von ihren Schülern gefürchtet werden, die unangekündigt umfangreiche Prüfungen schreiben lässt, Mobbing als nicht so schlimm abtut und unerbittlich über die Klasse herrscht. Kurz: Keine Lehrerin, deren Unterricht man als Schüler genießt.
    Mit der Zeit wird immer deutlicher, wie sehr die Protagonistin verbittert ist vom Leben und verdrossen von der in ihren Augen immer weiter zugrundegehenden Menschheit. Eigentlich hat sie längst mit allem abgeschlossen; ihre Ehe ist längst nur noch friedliche Koexistenz, ihre Tochter lebt weit weg und meldet sich ohnehin nicht mehr, das Gymnasium soll geschlossen werden. Schüler wie Lehrer lassen Disziplin vermissen, und überhaupt taugt dort doch niemand mehr irgendetwas.

    Ich weiß ehrlich nicht, wie ich den Roman bewerten soll. Mit vielem, was die Protagonistin denkt, sagt und tut bin ich alles andere als einverstanden; und dennoch hat das Buch eine merkwürdige Anziehung auf mich ausgewirkt. Vielleicht wegen der biologischen Aspekte, vielleicht aber auch, weil ich diese ausgebrannte Frau, die mich so sehr an manche meiner früheren Lehrer erinnert hat, verstehen wollte. Und vielleicht, weil ich an manchen, wenigen Stellen tatsächlich etwas Ähnliches wie Verständnis für sie verspürt habe.

    Ob ich das Buch empfehlen kann oder nicht, weiß ich nicht. Tatsächlich glaube ich aber, dass es mir noch eine ganze Weile im Gedächtnis bleiben wird. Und vielleicht ist es am Ende ja doch genau das, was ein gutes Buch ausmacht?

  20. Cover des Buches Das Mädchen, das die Welt veränderte (ISBN: 9783952490624)
    Alfonso Pecorelli

    Das Mädchen, das die Welt veränderte

     (26)
    Aktuelle Rezension von: julzpaperheart

    „Wenn das Leben sinnlos ist, warum suchen dann alle Menschen nach einem Sinn? Man sucht doch nichts, das man nicht zu finden hofft.“ (S. 108) 

    Die achtjährige Marie stirbt an Hunger und Krankheit in den Armen ihres Großvaters. Sie erwacht an einem ungewöhnlichen und doch sehr schönen Ort, wo sie einen alten Mann trifft. Dieser erklärt ihr, dass die Menschen ihn zutiefst enttäuscht haben und deshalb dem Untergang geweiht seien. Das Kind fleht um eine letzte Chance für die Menschheit, woraufhin der alte Mann einwilligt und sie auf eine unglaubliche und lehrreiche Reise schickt. Ihre Aufgabe: Jemanden finden, der die Antwort auf die Frage aller Fragen kennt, denn nur dann sei die Welt noch zu retten. 

    Das Buch „Das Mädchen, das die Welt veränderte“ ist philosophisch und tiefgründig. Es hinterfragt den Sinn des Lebens & Sterbens und regt zum Nachdenken an. Die Geschichte wird durch sehr schöne Illustrationen ergänzt.

    Der Schreibstil war leicht und flüssig. Das Buch ließ sich schnell lesen und war leicht verständlich geschrieben. Mich haben jedoch die häufigen Wiederholungen (Kapitel und Satzstrukturen, sowie einige Handlungsabläufe) auf Dauer gestört.

    Die Rolle der Marie hat mir gut gefallen. Ihre Handlungen und Gedanken waren nachvollziehbar und interessant zu verfolgen. Ihre letzte Begegnung war sehr seltsam und hat mir irgendwie überhaupt nicht gefallen…

    Trotz der vielen Wiederholungen und der fehlenden Spannung, hat mir das Buch gut gefallen. Es greift wichtige Themen, Personen und Gedanken auf. Es schafft einen neuen Blickwinkel und regt den Leser dazu an, über das Leben und Sterben nachzudenken. Besonders das oben aufgeführte Zitat ist mir in diesem Zusammenhang hängen geblieben.

  21. Cover des Buches Hinter dem Horizont (ISBN: 9783871341823)
    Ernst Peter Fischer

    Hinter dem Horizont

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

    „Hinter dem Horizont. Eine Geschichte der Weltbilder“ von Ernst Peter Fischer habe ich sehr gern gelesen. Gekonnt und unterhaltsam erzählt, wirkte es auf mich wie ein gehaltvolles Gespräch mit einem älteren Freund.

    Zum Autor: „Ernst Peter Fischer, geboren 1947 in Wuppertal, studierte Mathematik, Physik und Biologie und habilitierte sich 1987 im Fach Wissenschaftsgeschichte. In den Jahren darauf lehrte er als Professor an den Universitäten Konstanz und Heidelberg. Als Wissenschaftspublizist schreibt er unter anderem für die «Welt» und «Focus». Fischer ist Autor zahlreicher Bücher, darunter des Bestsellers «Die andere Bildung» (2001). 2015 erschien «Durch die Nacht. Eine Naturgeschichte der Dunkelheit»“.

    Klappentext beschreibt den Inhalt sehr treffend: „Was ist die Welt, und wie sieht sie aus? So lautet eine der ältesten Fragen der Menschheit, und noch heute begegnen wir ihr nicht anders als in Urzeiten: Wir entwerfen Weltbilder, die da anfangen, wo unsere Sinneswahrnehmung aufhört. Ernst Peter Fischer erzählt so spannend wie lehrreich die Geschichte jener Bilder, die den Menschen und seine Zeit spiegeln und zugleich fundamental prägen: von der babylonischen Vorstellung einer Scheibe unter dem Firmament, die sich auch im Alten Testament findet, über den Lebensbaum der Maya, der Himmel und Erde, Leben und Tod verbindet, bis hin zu den Aufnahmen, die den Erdball erstmals aus dem All zeigten. Fischer berichtet von Entdeckungsfahrten und Kartographie, von dem Blick durch das Teleskop wie durch sein Gegenstück, das Mikroskop – denn nicht nur im Größten, auch im Kleinsten, in Genen und Atomen, liegen Weltbilder begründet. Wie sich zeigt, hat die moderne Wissenschaft die Welt keinesfalls «entzaubert», sie hat nur unsere Horizonte verschoben. Doch wo liegen die Horizonte, die es heute noch zu überwinden gilt?
    Ernst Peter Fischer nimmt das große Ganze in den Blick. Er erkundet eine Grundlage des menschlichen Selbstverständnisses, die Welt in unseren Köpfen – so ist diese Geschichte der Weltbilder auch eine Geschichte der Menschheit.“

    Auf rund 333 Seiten in 9 Kapitel samt kurzer Einleitung plus Anmerkungen, Literaturhinweise, Register, Dank, Bildnachweis spricht Ernst Peter Fischer mit seinen Lesern über die Bilder, die Menschen von ihrer Welt (erzeugt) haben. Er erzählt u.a. davon, wie die Menschen ihre Welt früher sahen, zu den Zeiten von Pharaonen, später im alten Griechenland, usw. Er erzählt auch von der Vielfalt der Weltanschauungen im sehr aufschlussreichen Kap. 6 mit all den Mythen, Legenden und diversen Weltenentwürfen, und wie sich diese Weltbilder im Laufe der Zeit gewandelt haben, als die Menschen z.B.: in Weltall reisen und von dort aus auf die Erde schauen oder auch als sie in die feinsten Bestandteile der Zellen blicken konnten; oder auch, was heute aus der Weltwahrnehmung kaum wegzudenken ist: von der Welt durch die Bilder der Medien.

    Es sind im Wesentlichen kurze, aber griffige Zusammenfassungen der Sachverhalte, ein unterhaltsamer Mix aus Physik, Philosophie, Kulturgeschichte uvm, prima dazu geschaffen, das Interesse der Leser anzuregen, noch mehr zu den angesprochenen Themen erfahren zu wollen. Die Literaturhinweise sind praktischerweise nach Kapiteln aufgeteilt, sodass man gezielt nach weiterführenden Titeln suchen kann. Darwin, Kopernikus, Einstein &Co. sind da genauso präsent wie Neil Postman (und einige anderen), der den Begriff „Infotainment“ eingeführt hat und in seinem Buch „Wir amüsieren uns zu Tode“ schieb: „Fernsehen wurde nicht für Idioten erschaffen – es erzeugt sie.“ Es gibt noch einige tolle Sprüche, die mich auflachen ließen.

    Erst gewann ich den Eindruck, das Buch ist eher etwas für Jugendliche, aber je weiter ich las, desto besser gefiel mir das Werk.

    Schade, dass die Bilder im Buch schwarz-weiß sind. Gerade in einem Buch über die Bilder der Welt hätten die Fotos gern farbig sein können.

    Fazit: Sehr leserfreundlich und zugänglich aufbereitet, gibt das Buch genug Stoff zum Nachdenken und Auszudiskutieren im Freundes- und Familienkreis.

    Unterhaltsam, neues Wissen bringend und lesenswert, sowohl für die Jugend als auch für Erwachsene. Besonders hell leuchtende vier Sterne und eine Leseempfehlung!


  22. Cover des Buches Sonnenschein zum Frühstück (ISBN: 9783845841724)
    Michael Holland

    Sonnenschein zum Frühstück

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Alles über Pflanzen

    Hast du dich schon mal gefragt, woher dein Frühstücksmüsli kommt? Wusstest du, dass deine Schuhsohlen von einer Pflanze stammen? Dieses wunderschön illustrierte Buch gibt den Pflanzen der Welt endlich die Ehre, die ihren gebührt, und zeigt, wie sehr sie unser Leben durchdringen – von der Minze in der Zahnpasta bis zur Baumwolle im T-Shirt.

    Wofür brauchen wir Pflanzen? Kurz gesagt: für alles. In diesem Buch lernst du, was Pflanzen eigentlich sind und wie sie funktionieren, aber auch, wie du tagtäglich mit ihnen zu tun hast. Komm mit auf eine Entdeckungsreise zu diesen erstaunlichen Lebewesen!

     

    》EIGENE MEINUNG:

    Keine Frage, bei diesem Buch hat mich die farbenfrohe Umschlaggestaltung vom ersten Augenblick an fasziniert und gefesselt! Was für ein Cover! Was für eine Gestaltung! Es ist einfach traumhaft, dass sich diese schönen und so außergewöhnlichen Illustrationen über alle Seiten des Buches erstrecken und die vielfältigen Informationen zu unseren grünen Mitbewohnern transportieren und zu jeder Zeit bereichern! Die detailreichen Seiten laden zum Entdecken ein.

    Als Zielgruppe wird ein Lesealter von 8 bis 10 Jahren angegeben. Die Informationen im Buch sind sehr breit gefächert und lassen durchaus einen tiefergehenden Wissensgewinn zu. So war ich, als Dipl.-Ing. für Gartenbau, erstaunt, dass bei allen Pflanzennamen in Klammern auch die botanischen/wissenschaftlichen Namen dazu genannt werden. Ich stelle schon in Frage, ob ein 8jähriger Leser/eine Leserin alles im Buch erfassen und begreifen kann, aber ein gemeinsames Lesen und Entdecken macht hier auch den Erwachsenen große Freude!

    Die Texte sind knapp und doch informativ gehalten, meist als Kästchen oder kleinere Abschnitte formatiert. Die angesprochenen Themengebiete sind sehr umfassend:

    • Bestäubung, Keimung, Wachstum, Pflanzenorgane, Fossilien
    • Verwendung von Pflanzen als Nahrung, Kleidung, bei Sportgeräten, Musikinstrumenten,…
    • Evolution, Lebensräume von Pflanzen und ihre Anpassungen daran
    • Heilpflanzen, Giftpflanzen, Fallensteller, Düfte und Gerüche
    • Einblick in Pflanzenfamilien, Landwirtschaft, Umweltschutz
    • Pflanzentechnologie und Pflanzenrekorde
    • uvm.

     

    Hinzu kommen Aktionsseiten mit verschiedenen Pflanzenexperimenten zum Selber- und Nachmachen, wie einem Pflanzenlabyrinth, Schleim aus Maisstärke, Pflanzendruck etc. Am Ende des Buches befindet sich ein ausführliches Glossar mit vielen Fachbegriffen. Das Buch wandert auf jeden Fall auf meine Idee-Liste für Geschenke – da kommt Freude auf!

     

    》FAZIT:

    Dieses Buch lässt nicht nur Kinderaugen, sondern auch die Augen Erwachsener auf Entdeckungsreise gehen: Jede Seite besticht mit abwechslungsreichen und sehr außergewöhnlichen Illustrationen. Dazu kommt eine Menge an spannender Informationen und verschiedenen Pflanzenexperimenten! Toll!

  23. Cover des Buches Down Under (ISBN: 9780552997034)
    Bill Bryson

    Down Under

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dieses Buch stand schon mehrere Jahre in meinem Bücherregal und ich habe immer wieder damit geliebäugelt, weil mich Australien fasziniert wie kein anderes Land. Jedoch habe ich es wirklich erst gelesen, nachdem ich selbst dort war um festzustellen, dass Bill Bryson genau die selben Orte besucht hatte. Das Buch erschien mir daher ein wenig wie eine "Nacherzählung" meiner eigenen Reise und war daher sehr wertvoll zu lesen. Teilweise habe ich Tränen gelacht, dann war ich wieder völlig gefesselt und fasziniert. Bill Bryson hat wirklich ein unglaubliches Talent dafür, Dinge imposant und faszinierend darzustellen. Leider muss ich sagen, dass stellenweise einige Passagen sehr schleppend waren. Einige geschichtliche Erzählungen oder Anekdoten waren nach dem Lesen sofort aus dem Kopf verschwunden, weil es nach einer Weile einfach zu viel wurde. Dennoch: sehr empfehlenswert, wenn man ein Australien Fan ist und selbst dort war!
  24. Cover des Buches Aufstieg und Fall der Dinosaurier (ISBN: 9783492316255)
    Steve Brusatte

    Aufstieg und Fall der Dinosaurier

     (16)
    Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincess

    Inhalt: Der Paläontologe Steve Brusatte führt durch die Evolution der Dinosaurier, von ihren Vorfahren im Perm bis hin zu ihrem Aussterben am Ende der Kreidezeit und zu den einzigen Überlebenden der Gruppe: den Vögeln.

    Fazit: Es gelingt Brusatte gekonnt, wissenschaftliche Forschung mit persönlichen Erfahrungen sowie historischen Persönlichkeiten zu verknüpfen. Manchmal kam es mir eher so vor, als würde ich einen spannenden historischen Roman lesen, in dem es eben um wichtige paläontologische Entdeckungen ging.

    Empfehlung: Wer sich für Paläontologie, Dinosaurier und/oder Evolution interessiert, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt! 

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