Bücher mit dem Tag "danzig"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "danzig" gekennzeichnet haben.

47 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn wir wieder leben (ISBN: 9783426520307)
    Charlotte Roth

    Wenn wir wieder leben

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Alex_gedankenwelt

    1964: Die 19-jährige Wanda lebt mit ihren Schwestern, ihrer Mutter „Matti“ und Tante Lore in einer kleinen Wohnung in Berlin. Stets liebevoll umsorgt und gut behütet aufgewachsen, hat sie sich um die vergangenen Jahre nie viel Gedanken gemacht. Ihr Vater ist im Krieg geblieben und zu Hause wird nie darüber gesprochen. Was vorbei ist, das ist vorbei. 

    Kurz nach Beginn ihres Studiums an der Berlins Freier Universität lernt sie den Mitstudenten Andras Goldfarb kennen. Andras, getrieben von dem Wunsch nach Gerechtigkeit, bereitet sich auf einen große Sache vor. Er sammelt Beweise und Unterlagen zusammen für den im Dezember beginnenden Auschwitz-Prozess in Frankfurt. Völlig fasziniert von ihm fängt Wanda an, auch ihre eigene Herkunft zu hinterfragen. Als sie Matti mit der Frage „Was habt ihr von 1933-1945 gemacht?“ konfrontiert, hat sie noch keinen blassen Schimmer davon, welchen schmerzlichen Prozess sie damit in Gange setzt. Wird sie die Wahrheit aushalten können? 

    Mein persönliches Fazit:

     Charlotte Roth hat einen wunderbaren Roman geschrieben. Nach und nach verschmelzen die zwei Handlungsstränge miteinander, Vergangenheit und Gegenwart finden zueinander. Den geschichtlichen Teil dieses Buches finde ich großartig. Die Berichte über Zoppot und Danzig. Die Entwicklung in den Jahren 1933 – 1945. Die Informationen um die Wilhelm Gustloff. Die pommersche Mundart und die dargestellte Lebensfreude, großartig! Die geschichtliche Entwicklung in Zeiten des Krieges, so gut recherchiert. Ich habe dieses Buch wirklich so, so gerne gelesen. 

    Bemängeln muss ich allerdings, die Charakterzeichnung der Wanda. Ein 19 jähriges Mädchen, das 1964 in West-Berlin Geschichte studiert und anscheinend so gar nicht über geschichtliches Hintergrundwissen verfügt. Bis zur ihrer Begegnung mit dem Studenten Andras wusste sie nicht einmal, wo ihr Geburtsort liegt. Zoppot, bei Danzig in Polen. Naiv und unglaubwürdig. Auch andere Charaktere fand ich teilweise etwas unglaubwürdig. Hierfür habe ich einen Stern abgezogen. Trotzdem! 

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 / 5 Sterne. 

     

  2. Cover des Buches Die Blechtrommel (ISBN: 9783958291300)
    Günter Grass

    Die Blechtrommel

     (550)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Danke Herr Grass für diesen längeren Ausflug in die Welt von Oskar Matzerath. 

    Dieses Buch kann ich definitiv mit nichts vergleichen was ich bisher gelesen habe... 

    Jedem zu empfehlen der Lust auf etwas unkonventionelles hat! 

  3. Cover des Buches Viva Polonia (ISBN: 9783492306737)
    Steffen Möller

    Viva Polonia

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Forti
    Steffen Möller lebt seit 1994 in Polen und hat sein erstmals 2008 erschienenes Buch "Viva Polonia" nun überarbeitet und neu herausgegeben.

    Das Buch ist eine Mischung aus Autobiographie und Beobachtung. Steffen Möller schreibt von seinem Leben in und mit den Polen. Dabei sagt er selbst, dass seine Charakterisierung Polens subjektiv ist - es ist nun mal auch keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ein unterhaltendes Sachbuch, das aber dennoch Gehalt hat. Ich finde es ein interessantes Buch, das sowohl Polen-Kenner als auch Neulinge mit Gewinn lesen können.

    Geschrieben ist das ganze sehr kurzweilig, intelligent und sympathisch.
  4. Cover des Buches Werkausgabe in 18 Bänden / Beim Häuten der Zwiebel (ISBN: 9783865215888)
    Günter Grass

    Werkausgabe in 18 Bänden / Beim Häuten der Zwiebel

     (98)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    'Sobald das Abendbrot auf den Tisch sollte, rief der Vater: Vom Lesen ist noch niemand satt geworden!

    Die Mutter sah mich gerne 'schmöckern'. Da die bei Kunden und Handelsvertretern beliebte Geschäftsfrau bei aller Neigung zu träumerischen Wehmutstropfen von heiterer und mitunter spottlustiger Natur war, auch gerne einen kleinen Spass trieb, den sie 'Schabernack' nannte, bereitete es ihr Vergnügen dem einen oder anderen Besucher, so einer Freundin aus gemeinsamer Lehrzeit bei 'Kaisers Kaffee', die Abwesenheit des an bedruckte Seiten verlorenen Sohnes zu beweisen, indem sie ein Marmeladenbrot in dass ich während anhaltender Lektüre ab und zu biss gegen ein Stück Palmoliveseife austauschte.

    Mit verschränkten Armen und lächelnd, weil erfolgssicher, hat sie das Ergebnis der Tauschaktion abgewartet. Das erheiterte sie, wenn der Sohn in Seife biss und erst nach dem abgrasen einer dreiviertel Buchseite merkte, was er dem gleichfalls belustigten Besuch demonstriert hatte.

    Seitdem ist der Geschmack dieses Markenartikel meinem Gaumen bekannt.'

    In diesen Erzählungen beginnend aus seiner Jugendzeit in Danzig berichtet Grass von seiner Zeit in der Wehrmacht gegen Ende des 2. Weltkrieges, erzählt wie er als junger Mensch in die Welt der bildenden Kunst kam, von seinem Leben in Paris, seinen Reisen nach Italien, in die Schweiz.

    Äusserst glaubhaft geblieben sind mir seine erwähnten drei grossen Hunger die er nach Entlassung aus der Kriegsefangenschaft hatte.

    Hunger nach einem Essen welches satt macht.

    Hunger nach dem 'Weibe'.

    Und sein grösster Hunger damals: der Hunger nach Papier und Bleistift.

    Empfehlenswertes autobiografisches Werk.

  5. Cover des Buches Die Blechtrommel (ISBN: 9783958292307)
    Günter Grass

    Die Blechtrommel

     (52)
    Aktuelle Rezension von: PiaSol

    Hier geht es um die Lebensgeschichte einer kaschubischen Familie namens Mazerath, deren kleinwüchsiger Sohn Oskar dieselbe erzählt.

    Im Alter von drei Jahren ist Oskar geistig bereits gereift und stellt sein körperliches Wachstum ein.

    Er hat ein Verhältnis mit seiner Stiefmutter, mit der er auch einen Sohn hat und wird im Laufe der Geschichte fälschlich als Mörder verdächtigt und eingesperrt.

    Sprichwörter und Redewendungen der damaligen Zeit ziehen sich durch den Roman und ich stelle mir die Frage, ob der Knabe Oskar mit seiner Schuld Synonym der deutschen Kriegsschuld sein soll.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, doch ist es eines von zwei oder drei Büchern, bei welchen mir tatsächlich die Verfilmung besser gefallen hat.

  6. Cover des Buches Ambra (ISBN: 9783746627588)
    Sabrina Janesch

    Ambra

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Marjuvin
    Klappentext:
    Als ihr Vater stirbt, erbt Kinga eine Wohnung in einer fernen Stadt am Meer. Und einen Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist. Kein totes Insekt ist das, sondern eine leibhaftige Zeugin einer ungewöhnlichen Familiengeschichte. - Nach ihrem vielfach ausgezeichneten Debüt "Katzenberge" schreibt Sabrina Janesch die Chronik einer deutsch-polnischen Familie, die vom stetigen Wandel und einer dunklen Gabe geprägt ist. Fünf Jahrzehnte nach der "Blechtrommel" porträtiert sie eine Stadt, in die die rätselhafte Geschichte der Myszas eingeschlossen ist wie in einen Bernstein. "Denn in dieser Stadt hat jeder ein Geheimnis und jeder ein Schweigen, das er darüber legt." Es ist Herbst, als Kinga Mischa in der fernen Stadt am Meer eintrifft. Der Wind rast durch die Backsteinfluchten und kündet von einem turbulenten Jahr. Nur ein Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist, erinnert die junge Frau an ihren verstorbenen Vater. Noch ahnt sie nur, dass der Träger des Steins nicht bloß das Schmuckstück, sondern auch eine seherische Gabe geerbt hat: eine faszinierende wie dunkle Fähigkeit, die für Kinga zunehmend zur Qual wird. In der Stadt trifft sie auf ihre polnische Verwandtschaft. Die Familie Mysza arrangiert sich trotz aller Konflikte mit ihrem Zuwachs, bis plötzlich zwei Menschen verschwinden, die Kinga sehr nahe standen: die schöne Renia und der kriegsmüde Bartosz. Plötzlich steht Kinga im Verdacht, ihre Kräfte auf grausame Art angewandt zu haben.

    Rezension:
    Das Buch lässt sich insgesamt durchaus lesen, es hat ein paar sehr gute Ansätze - speziell die Rückblenden in der Familiengeschichte. Die Protagonistin Kinga bleibt aber bis zum Ende eher undurchsichtig und flach. Das Fehlen von Anführungszeichen bei direktere Rede stört mich normalerweise sehr, so auch hier. Es hat auch etwas Mystisches, dass aber trotzdem für meinen Geschmack zu wenig greifbar bleibt. Positiv merke ich immer etwas an, wenn ich explizit etwas gelernt habe oder mein Interesse für ein Thema geweckt wurde... so wie hier für Ambra bzw. Echten baltischen Bernstein mit Einschlüssen.
  7. Cover des Buches Die Serapionsbrüder (ISBN: B0046H9R70)
    E. T. A. Hoffmann

    Die Serapionsbrüder

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Diese Rezension bezieht sich NICHT auf die abgebildete Buchfassung sondern auf das im Hörbuchverlag erschienene Hörbuch, das auf einer Produktion des Bayerischen Rundfunks unter der Regie von Klaus Buhlert basiert.

    Diese wunderbare Hörspielinszenierung eignet sich sehr als Start in das E.T.A.-Hoffmann-Jubiliäumsjahr 2022. Hier werden auch die Texte zwischen den bekannten Erzählungen wie "Nussknacker und Mausekönig" oder "Das Fräulein von Scuderi" ernst genommen. Die Zwischentexte enthalten die Gespräche der Serapionsbrüder, meist eine Diskussion um die zuletzt gehörte Erzählung. Einen besonderen Mehrwert liefert die Begleitmusik, so sparsam sie auch eingesetzt ist. Sie bereichert die Erzählungen und Gespräche in ihrer Modernität ungemein. Hoffmann 2.0

  8. Cover des Buches Katz und Maus (ISBN: 9783869307183)
    Günter Grass

    Katz und Maus

     (298)
    Aktuelle Rezension von: Nosimi

    Katz und Maus war das erste Buch, das ich von Günter Grass gelesen habe und es ist immer noch eines meiner liebsten. Im Kern ist es eine tragische Coming of Age Story, die sich mit der Frage nach der Schuld an den großen Katastrophen, aber auch der am persönlichen Schicksal des anderen beschäftigt. Dabei ist Grass ein Meister der Formulierung durch seine wunderbare, bildhafte, bunte Sprache. Kaum ein Autor beherrscht es so durch Sprache ein Gefühl für die Protagonisten zu entwickeln und ihnen Tiefe zu geben. Und meinernMeinung nach hat es Grass auch in dieser Novelle perfektioniert. Mit viel Liebe zum Detail ohne überflüssige Worte auf nicht mal 300 Seiten. 

  9. Cover des Buches Die Kuckuckstochter (ISBN: 9781976705373)
    A van Groen

    Die Kuckuckstochter

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Streiflicht

    Dieses ganz besondere Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Es bietet Geschichte in ihrer besten Form an. Nie trocken oder langweilig, nicht fad oder langatmig, sondern kurzweilig und unterhaltsam und quasi nebenbei im Roman. Da ich bisher kaum etwas über die Geschichte Polens wusste, fand ich es unglaublich interessant, Näheres über die politische Situation in Polen-Litauen um 1600 zu erfahren. Sozusagen eine spannende Zeitreise.

    Die Geschichte der Gutstochter Juljana, die aufgrund des Todes ihres Vaters ein bewegtes Leben führt, hat mir sehr gut gefallen. Es ist interessant und spannend, sie auf den verschlungenen Pfaden, die sie in verschiedenste Regionen und Lebensumstände führen, zu begleiten. Als Leser fühlt man mit ihr, freut sich immer wieder sehr und hat auch das eine oder andere Tränchen im Auge.

    Der Schreibstil von Annett van Groen ist detailreich, bunt und wunderbar zu lesen. Mir hat das Buch „Die Kuckuckstochter“ großen Spaß gemacht und mich herrlich unterhalten. Ich hoffe, bald wieder etwas von dieser Autorin lesen zu können.

  10. Cover des Buches Der Butt (ISBN: 9783423144803)
    Günter Grass

    Der Butt

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Marcus_Soike

    Das letzte Drittel habe ich nur noch überflogen. Wo sind die starken Bilder der "Blechtrommel", wo der Sprachwitz von "Katz und Maus", wo der satirische Pfiff von "Unkenrufe"?  Stattdessen Kochrezepte, Pilzvergiftungen, Schlachtplatte, Blähbäuche durch die Jahrhunderte. Die Sprache wirkt stellenweise so, als wäre Grass von sich selbst übermüdet. Hat mich sehr enttäuscht.

  11. Cover des Buches Der Verdacht (ISBN: 9783257601312)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht

     (338)
    Aktuelle Rezension von: malins_dagbok

    Darum gehts: Der Kommissär Bärlach liegt im Krankenhaus und liest einen Artikel über einen Nazi-Arzt, der ohne Narkose Menschen operierte. Ein Freund besucht den Kommissär, diesem kommt der Arzt sehr bekannt vor.

    Meinung: Das Buch ist mit 120 Seiten sehr kurz und trotzdem schafft der Autor es, die Personen zu skizzieren, den Verdacht aufzubauen und eine Spannungskurve zu kreieren. Entgegen anderer Werke des Autors hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Das Ende hatte nochmal einen ordentlichen Twist, den ich nicht habe kommen sehen. Wer Klassiker und/oder Kriminalromane mag, sollte sich dieses Buch mal anschauen! 

  12. Cover des Buches Die Rättin (ISBN: 9783423144810)
    Günter Grass

    Die Rättin

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Hipster
    Was für eine Arbeit! Aber fangen wir vorne an. Die Geschichte(n) in Kuirzform. Ein Junge wünscht sich zu Weihnachten eine Ratte. Bekommt diese auch und fängt an mit ihr (eine weibliche Ratte) zu reden. Die Welt wird durch Menschenhand unbewohnbar gemacht und er sitzt mit seiner Rättin in einer rettenden Raumkapsel und schaut sich die Welt von oben an wie sie von Ratten wiederbevölkert wird. Dabei unterhalten sie sich über verschiedene Ereignisse vor der Katastrophe. Mal gucken ob ich die noch alle zurecht bekomme. Sollte ich welche vergessen sei mir dies Verziehen. 1. Oskar Mazerath ist zurück. 1.1.Er ist Chef einer Videoproduktionsfirma. Zusammen mit dem Erzähler und der Ratte entwift er die Idee einer Geschichte in der Hänsel und Gretel die Kinder des Bundeskanzlers sind. Der Bundeskanzler soll eine Rede über den deutschen Wald halten. Da dieser vor dem die Rede stattfinden soll völlig zerstört ist wird er mit riesigen Vorhängen und mit Beschallung aus der Konserve aufgehübscht. Hänsel und Gretel zerstören diese Illusion und flüchten daraufhin inn den Wald. Dort treffen sie auf viele andere Märchengestalten. Die Märchengestalten möchten über die Missstände aufklären und dieses bei den Ministern Jakob und Willhelm Grimm zu Gehör bringen. Doch es läuft nicht so wie geplant. 1.2. Oskar möchte den einhundertundsiebten Geburtstag seiner Großmutter besuchen. Es kommnt zu einen freudigen aber abruptem Ende. 2. Ein Schiff mit erfahrenen Seefrauen (Sagt man das so?), darunter die heimliche Liebe des Erzählers Damroka, sind auf Forschungstour um die Population der Quallen zu erforschen. 3. Der Maler Maskath muss seine Größte Aufgabe bewältigen. Der komplette künnstlerische Gestaltung einer Kirche. 4. Die Neubesiedelung der Erde durch die Ratten 5. Die biblische Geschichte Noahs aus der Sicht der Ratten. Man sieht man bekommt auf 496 Seiten einiges zu lesen. Das ist am Anfang auch sehr verwirrend. Ich habe wirklich mehr als einmal mit mir gekämpft das Buch nicht weg zu legen. Denn man muss sich in den Lesefluss reinfinden. Wenn es geklappt hat geht das lesen von ganz alleine. Man muss sich einfach dessen bewusst sein das man immer nur stückenhafte Informationen bekommt. Die Geschichten in der Geschichte werdennur durch Absätze getrennt und man kann Günther Grass Willkür bei der Erstellung der kapitel unterstellen. Es wäre definitiv leichter gewesen jeder Geschichte ein Kapitel zu spendieren, aber nein. Trotzdem hat es für mich, als es denn ging, wieder einmal Spass gemacht ein Werk von Günther Grass zu lesen. Die Sparche die er an den Tag legt ist gewiss gewöhnungsbedürftig,aber es ist halt mal was anderes als die Popliteratur die nur mit wenigen Wörtern pro Satz auskommt. Harter Stoff, Schwer zu lesen, aber trotzdem ein schönes Buch. Einen Daumen nach oben!
  13. Cover des Buches Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund (ISBN: 9783453007758)
    Klaus Kinski

    Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Phistra

    Habe diese "Autobiografie" mal in unserem Müllraum im Altpapierbehälter gefunden - da gehört es auch hin. Trotzdem war ich neugierig. Ich hab nur ein paar Passagen gelesen. Wirr, übertrieben sexuell und hochgradig narzisstisch. Aber wenn es um seinen Sohn ging, den er mit einer Vietnamesin (?) hatte, da  hatte er doch die klassischen fürsorglichen Vatergefühle. 

    Kann mich nicht mehr an alles erinnern, aber ich fand es schon ziemlich "bescheuert", obgleich ich nicht leugnen kann, dass die erotischen Szenen schon ein kleiner Kick sind für pubertäre Jungs.

  14. Cover des Buches Ich bin ja heut so glücklich (ISBN: 9783426307526)
    Charlotte Roth

    Ich bin ja heut so glücklich

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Lorixx


    Ich freue mich immer, wenn es wieder einen neuen Roman der Autorin erscheint. Ihre aufregenden Reisen in die 1920er Jahre sind immer spannend, informativ und mitreißend.

    In diesem Roman schildert sie das kurze Leben, der zu ihrer Zeit sehr bekannten Schauspielerin, Renate Müller. Ich sehe gerne Dokumentationen über diese Zeit und daher war mit der Name auch bekannt. Dementsprechend neugierig war ich auf dieses Buch. Keine Biografie, eher eine Hommage.

    Renate Müller, eine junge Frau, der Shooting Star des Tonfilms der 1930er Jahre.  Verehrt, vergöttert und geliebt. Aber unter dem immer mehr um sich greifendem Nationalsozialismus gestaltete sich ihr Leben schwieriger. Glanz- und Schattenseiten der legendären UFA-Studios, die Liebe zu einem jüdischen Mann, der Alkohol, all das führte von einem kometenhaften Aufstieg zu einer Tragödie.

    Die Autorin hat es wieder geschafft mich in diese aufregende Zeit der Weimarer Republik zu versetzen. Das politische Klima, die Filmindustrie und das private Leben der Müller, dass alles wurde hier so authentisch wiedergegeben. Sehr eindrucksvoll schildert sie die Geschehnisse, die Gefühle, den Druck, der auf ihr lastete.

    Ein beeindruckendes Buch, dass Erinnerungen wachhält und zugleich Mahnmal

  15. Cover des Buches Eisiges Blut (ISBN: 9783596185191)
    Robert Masello

    Eisiges Blut

     (117)
    Aktuelle Rezension von: EurekaPalmer

    Die Geschichte besteht aus 55 Kapiteln plus Prolog und wird aus der Erzählperspektive erzählt. Der Leser erlebt die Vergangenheit mit Eleanor und Sinclair und die Gegenwart mit Michael Wilde. Die Handlungsstränge werden parallel erzählt. Da jedes Kapitel mit Datum und Uhrzeit versehen ist, lassen diese sich gut verfolgen. Der Bogen zwischen den Zeiten ist sehr gut gespannt. Reale und gut recherchierte Fakten wurden mit eingeflochten. Auch wissenschaftliche Vorgänge werden umfangreich erläutert.

    Der Autor jongliert mit unterschiedlichen Genres. Historisch, Wissenschaft, Forschung, Fantasy - alles ist in irgendeiner Form vertreten. Die Forschung zur Heilung von Vampirismus zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Geschichte.

    Der Schreibstil ist flüssig und sehr detailverliebt, was leider auch dazu führt, dass manches sich etwas zu sehr in die Länge zieht und die Spannung dadurch ein wenig verloren geht.

  16. Cover des Buches Hundejahre (ISBN: 9783869307190)
    Günter Grass

    Hundejahre

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Hipster
    Teil drei der Danzig-Trilogie. Grass erzählt die Geschichte dreier Jungs. Eddi Amsel, Harry Liebenau und Walter Matern. Opfer, Zeuge und Täter. Was bei Die Blechtrommel und Katz und Maus ein steter Lesefluss ist, ist leider bei Hundejahre am Anfang eine arge Anstrengung sich in den Stoff rein zu fuchsen. Denn Eddie Amsel ist noch sehr zurückhaltend mit den Informationen. Aber sobald man die Liebesbriefe Harry Liebenaus an seine Cousine Tulla ließt erschließt sich die ganze Bandbreite. Und wenn man mit den Materniaden abschließt ist man auch teilweise froh das man es geschafft hat, denn leider ist der Abschluß das langatmigste Buch im ganzen Buch. Zwar fügt sich hier alles zusammen das ist relativ belanglos erzählt. Wenn man sich natürlich damit auseinander setzt sind die Scheuchen als Bildnisse für den Menschen zu sehen aber die Moral ist zu direkt und zu sehr gewollt als das man einen Aha-Effekt bekommt. Aber doch hat mir das Buch gefallen. Und das wegen der Liebesbriefe. Grass schafft es jugendliche Sehnsucht aufkommen zu lassen. Sehnsucht nach der großen weiten Welt, sehnsucht nach Liebe, sehnsucht nach Anerkennung. Auch die Überleitungen zu den anderen Teilen der Danzig-Trilogie sind wunderbar in Szene gesetzt. Alles in allem ist Hundejahre ein solides aber nicht überwältigendes Werk. Aber es ist auch schwer in die Riesen Fußstapfen des Erstlings zu treten.
  17. Cover des Buches Der goldene Pelikan (ISBN: 9783423136327)
    Stefan Chwin

    Der goldene Pelikan

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Gelinde

    Der goldene Pelikan, von Stefan Chwin 

     

    Dieses Buch habe ich geschenkt bekommen und nach dem Klappentext zu urteilen habe ich mir eine spannende und emotionale Lektüre erwartet.

     

    Doch ich persönlich, für mich, wurde enttäuscht. Kein Buch für mich.

     

    Ein sehr blumiger, weit ausholender und zu weit abschweifender Schreibstil machte mir das lesen bis 50 Seiten vor Ende teilweise zur Qual.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dies für manche Leser „literaisch wertvoll“ ist. 

    Für mich ist es einfach nur anstrengend gewesen.

     

    Immer wieder dreht Jakub die Frage von „Schuld“ in seinem Kopf. Er bespricht sich mit vielen sehr klugen Menschen. Kommt dabei vom Stöckchen aufs Hölzchen. Und oft weiß ich dann seitenlang gar nicht mehr um was es eigentlich jetzt geht.

     

    Kurz vor Ende schließt sich der Kreis, hier wird es auch für mich dann interessanter beim Lesen.

    Der Professor meint sich die Schuld vergeben zu können. Ein neues Glück, ein neues Leben wartet auf ihn,

    Da schlägt das Schicksal wieder zu und eine Situation aus der Vergangenheit, holt ihn wieder ein.

     

    Hierdurch erkennen wir Leser, dass auf jede Situation etwas folgen kann, das wir gar nicht beeinflussen können und aber unglaubliche Auswirkungen auf andere Menschen haben kann

     

    Wie gesagt ich habe mich bis zu den letzen 50 Seiten gequält. Das Thema ist sehr gut, aber die Umsetzung war für mich nichts. Deshalb kann ich persönlich nur 2 Sterne vergeben.

     

  18. Cover des Buches 1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte (ISBN: 9783957682109)
    Gerd Schultze-Rhonhof

    1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein spannendes Geschichtsbuch das erklärt, wie es zu diesem Krieg gekommen ist. Nach Versailler Diktat und Wirtschaftskrise herrscht in Deutschland der Wunsch nach einer starken Hand und nach Anerkennung. Das Gros der Deutschen folgt Hiltler, der diesem Bedürfnis zu entsprechen scheint. Aber auch andere Staaten haben ein großes Interesse an diesem militärischen Konflikt. Dieser Krieg hatte viele Väter. Lesenswert. 

  19. Cover des Buches Das Mädchen aus dem Norden (ISBN: 9783453439269)
    Katarzyna Bonda

    Das Mädchen aus dem Norden

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Erdhaftig
    Die Geschichte beginnt anders als ein gewöhnlicher Kriminalroman. Man bekommt einen Einblick in eine Lebenswelt, die einige Seiten später erst Mal keine Rolle mehr zu spielen scheint. Aber das ist natürlich nicht so. Das ahnt man ohne es zu wissen. Nebenbei erfährt man etwas über die Hauptakteurin des Romans, ihren Werdegang und Privatleben plus den Einstieg in eine undurchsichtige Geschichte.

    Wer ist wer und womit haben es die Ermittler eigentlich zu tun? Das stellt sich erst am Ende so richtig heraus. Viele Personen sind nicht, wer sie zu sein scheinen. Ebenso gilt das für manche Tathergänge. Als Leserin fing ich ziemlich schnell an zu rätseln und die verzwickten Einzelheiten zu schätzen. Reich an Details ohne zu sehr ins Detail zu gehen – auch diese Romaneigenschaft macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Auf über 600 Seiten bietet Bonda einen hervorragenden Krimi, bei dem fast nichts so ist, wie es scheint.

    Weitere Zutaten bestehen aus einem lockeren Schreibstil, einem durchdachten Skelett samt gut gesetzter Spannungsbögen und Typen, die man sich gut vor dem inneren Auge vorstellen kann. Die letzten Seiten liefern ein kleines Glossar, unter anderem findet man auch die Aussprache der polnischen Namen.

  20. Cover des Buches Unkenrufe (ISBN: 9783882432923)
    Günter Grass

    Unkenrufe

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Izabelle_Jardin
    Nach den drei Werken der Danziger Trilogie, die sich in der und um die Zeit des 2. Weltkrieges abspielen, erschien mit „Unkenrufe“ 1992 ein neuer Roman, spielend in Grass‘ Heimatstadt. Ein Schulfreund spendet dem Literaten Aufzeichnungen, er möge was draus machen. Macht er!
    Es trifft ein bereits leicht ergrauter Bochumer Kunsthistoriker auf dem Danziger Marktplatz im Jahre '89 auf eine polnische Restauratorin. Ein wenig linkisch wirkt die Annäherungen. Sie drall und möchtegern-jugendlich flirtend, er leise vertrocknet. Beide verwitwet, beide von der Idee der Völkerverständigung auf ganz besondere Art beseelt. Ein Versöhnungsfriedhof soll her. Einer, auf dem die, die einst vertrieben wurden, doch noch zu guter Letzt in Heimaterde ruhen können.
    Die Idee wird vorangetrieben, eine deutsch-polnische Friedhofsgesellschaft entsteht, und stößt auf Begeisterung bei deutschen Vertriebenenverbänden, allerdings auf ein gewisses Grausen bei manchen Polen, die wenig entzückt sind, eine „Armee deutscher Leichen“ die Westprovinzen wiedererobern zu sehen.
    So sehr auch das Unternehmen ins Florieren kommt, so prächtigknorrig sich die Liebesgeschichte entwickelt: Anders, als in Grass‘ erinnernden Romanen bleibt hier die Stadt seiner Kindheit blass. Ob sie „ver“ blasst ist, weil die Zeit sie verändert hat? Weil Gras gewachsen ist? Vielleicht sogar, weil Grass erlaubt, dass Gras wächst über alte Erinnerungen, weil ein halbes Jahrhundert vergangen ist und die Akzeptanz der Tatsachen sich mischt mit einem dann doch nie begrabenen Wunsch des Wiederzusammenfügens, vielleicht nur WiederkehrenKÖNNENS, und seien es auch nur Gebeine, die ruhen können sollen, wo sie „hingehören“, schon immer hingehörten?
    Das Ende des Romans ist so pragmatisch wie erschütternd. „Sie liegen gut da. Laßt sie da liegen!“
    Natürlich! Es bezieht sich auf die beiden ältlichen Liebenden. Vordergründig. Aber es ist ein Grass-Roman!
  21. Cover des Buches Idylle mit Professor (ISBN: 9783462309478)
    Renate Feyl

    Idylle mit Professor

     (8)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Die Vertriebenen (ISBN: 9783548750835)
    K Erik Franzen

    Die Vertriebenen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Toll! Das bereits im Buchhandel erhaeltliche Werk von K. Erik Franzen erfuellt alle Merkmale eines guten Begleitbuches zu einer Fernseh-Dokumentation: viele Hintergrundinformationen, sehr gute Fotos und anschauliche Abbildungen, mutige und differenzierte Interpretationen und eine spannende Erzaehlsprache. Und das alles bei dem bis heute politisch brisanten und emotional aufgeladenen Thema der Vertriebenen. Mich stoert lediglich die Konzentration auf die ehemaligen deutschen Ostgebiete, Polen und die Tschechische Republik. Es gab noch mehr Vertriebene! Dennoch: einschließlich des gelungenen Vorworts von Hans Lemberg ein überaus anregendes Buch, das wie geschaffen scheint, die gegenwaertige Debatte um Erinnerungskulturen zu erweitern.
  23. Cover des Buches Beim Häuten der Zwiebel (ISBN: 9783958292291)
    Günter Grass

    Beim Häuten der Zwiebel

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Leider war beim Erscheinen dieses autobiographischen, nicht-fiktionalen Buches im Jahr 2006 die dort genannte Mitgliedschaft des Autors in der Waffen-SS das Hauptthema. Denn zwischen den vielen schwachen Büchern, die Grass leider geschrieben hat, ist dies eine sehr positive Ausnahme. In einigen Passagen erreicht das Werk sogar die Qualität der "Danziger Trilogie". Erfreulich ist, dass Grass immer wieder die Unsicherheit der Erinnerung und die Konstruiertheit des Aufgeschriebenen zum Thema macht. Außerdem schafft er es, seine jüngeren Ichs mit durchaus kritischem Verständnis oder sogar Unverständnis zu betrachten. Er konstruiert sich durchaus nicht als jemand, der immer Recht hatte. Und so kann man den Lebensweg von den ersten Schritten des kleinen "Jünterchen" in den Straßen von Danzig-Langfuhr bis zu den allerersten literarischen Erfolgen in den 50er Jahren anschaulich nachvollziehen. Ein Schwerpunkt ist dabei die Zeit des Krieges. Wenn man die Stimme des alten Grass mag, der aus dem schriftlichen "Harrys erster Tag im Krieg" vorgelesen "Hahries erster Tack im Krick" macht, sollte man auf jeden Fall die Audiofassung wählen.

  24. Cover des Buches Tod in Danzig (ISBN: 9783499226236)
    Stefan Chwin

    Tod in Danzig

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Thaila
    Stefan Chwin erzählt in seinem Roman "Tod in Danzig" die Geschichte der Stadt Danzig. Im Mittelpunkt steht der Arzt Hannemann, der nach dem Einmarsch der Russen in Danzig bleibt. Aus der Sicht des Erzählers Piotr, einem polischen Nachbarjungen wird sein Leben erzählt. Aber auch die Lebensgeschichten derer, die Hannemann umgeben, werden dargestellt, so dass eine Art Panorama entsteht. Liebevoll und fast nostalgisch anmutend beschreibt er Danzig, als es noch eine deutsche Stadt war. Und auch die Flucht der Deutschen und ihre Leiden zeichnet der polnische Autor mit erstaunlicher Objektivität und Einfühlsamkeit. Chwin versperrt sich der propagandistisch ausgeschlachteten Deutungen der Stadt, sowohl von deutscher als auch von polnischer Seite. In seinen Roman verflechtet er die Geschichten von zahlreichen Personen, Polen und Deutschen so dass sie ein komplexes und ambivalentes Ganzes ergeben, dass vor allem zeigt, wie wenig wir eigentlich über Geschichte wissen. Sprachlich ist Chwins Buch großartig, auch die Übersetzung scheint mir gelungen. Besonders gefallen hat mit die Detailgenauigkeit, mit denen der Autor Danzig, seine Bürger und ihre Wohnungen wieder aufleben lässt. Nicht zuletzt ist dieses Buch eine Sehschule, die einem lehren kann, die vertraute Umwelt genauer wahrzunehemen

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