Bücher mit dem Tag "courage"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "courage" gekennzeichnet haben.

55 Bücher

  1. Cover des Buches Nightingale Way - Romantische Nächte (Edinburgh Love Stories 6) (ISBN: 9783548287515)
    Samantha Young

    Nightingale Way - Romantische Nächte (Edinburgh Love Stories 6)

     (305)
    Aktuelle Rezension von: JenBooklover

    Diese Bücherreihe habe ich damals regelrecht verschlungen und auch heute liebe ich noch die einzelnen Bücher. 

    Schade dass es keine weiteren Bücher zur Reihe geben wird

  2. Cover des Buches Die Nachtigall (ISBN: 9783746636337)
    Kristin Hannah

    Die Nachtigall

     (524)
    Aktuelle Rezension von: geBUCHt

    Die Schwestern Vianne und Isabelle könnten nicht unterschiedlicher sein. Als Frankreich von den Deutschen besetzt wird, versucht Vianne sich still zu fügen und ihre Ängste in Zaum zu halten, während Isabelle protestiert und Widerstand leistet. Beide Frauen kämpfen im Krieg ums Überleben. 

    Dieses Buch hat mich zutiefst erschüttert. So sehr, dass ich tagelang an nichts anderes denken konnte, auch als ich es bereits fertiggelesen habe. Ich denke, es wird eins der Bücher sein, dessen Handlung ich wahrscheinlich nie vergessen werde. Ich habe während des Lesens so viele Tränen vergossen. Es war nicht nur eine bestimmte Szene, die mich zu Tränen gerührt hat. Nein, ich habe tatsächlich fast das ganze Buch über weinen müssen. Es hat sich angefühlt, als würde man einen langen Marsch gehen müssen. Man hat als Leser die Anstrengung dieser Zeit richtig zu spüren bekommen und konnte das Kriegsende kaum abwarten. Es hat furchtbar lange gedauert. Nicht weil der Schreibstil langatmig war. Überhaupt nicht. Eher war es so, als hätte man selbst an eigener Haut die Qualen dieser Zeit durchleben müssen. 

    Die beiden Schwestern waren mir beide sehr sympathisch. Ihre Reise war durchweg spannend. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ich fühlte mit Vianne mit, die einzig versucht ihre Tochter zu schützen und alles dabei auf sich nimmt. Sie hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht und mich sehr überrascht. Dabei wird klar, was einfache Frauen durchmachen mussten, während der Feind ihr ganzes Leben beherrschte. Isabelle dagegen ist furchtlos und mutig. Sie bleibt nicht an einem Ort, wie Vianne. Isabelle tritt aktiv in eine Widerstandsgruppe und zeigt, was Frauen damals geleistet haben und wie unterschätzt sie wurden. 

    Ich fand es gut, dass auch die deutschen Soldaten nicht alle grausam dargestellt wurden. Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß. Auch fand ich die unterschiedlichen Darstellungen der Schwestern sehr gut. Was die eine mit Kampfgeist und Verbissenheit voran trieb, hat die andere mit Güte und Opferbereitschaft aufgewogen.  

    Es war sehr interessant die beiden Handlungsstränge zu verfolgen. Das hat mir vieles wieder aus der Schulzeit in Erinnerung gerufen und mir aber auch ganz Neue Kenntnisse beschert. Ich finde es immer noch sehr wichtig, solche Geschichten zu lesen, auch wenn es nicht leichtfällt.  

    Obwohl es sich hier um schwere Kost handelt, gab es immer wieder so hoffnungsvolle und aufbauende Momente. Kleine Lichtblicke, die das Herz ein wenig leichter gemacht haben. 

    Schließlich kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Ich muss erwähnen, dass ich auch andere Bücher von Kristin Hannah gelesen habe und diese ebenso eindrucksvoll waren. Lest Die Nachtigall, aber lest auch die anderen Bücher von dieser großartigen Autorin!

  3. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.301)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Handlungsstränge springen zwischen den Jahren 1957/1958 und 1985 hin und her. Teilweise werden Ausflüge in eine noch entferntere Vergangenheit unternommen. Alles bleibt jedoch sehr übersichtlich, es fällt nicht schwer zu folgen.
    Bleibt noch zu sagen was den Kern des Ganzen ausmacht. Eine Schar von Kindern stellt sich im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse einem namenlosen Grauen entgegen, das seit Ewigkeiten ihre Heimatstadt unsicher macht. Niemand scheint etwas zu unternehmen. Bis eine fremde Macht die grenzenlose Fantasie und Wagemut des kindlichen Geistes einzusetzen weiß und den Showdown einleitet...

  4. Cover des Buches Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1) (ISBN: 9783551320117)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)

     (19.162)
    Aktuelle Rezension von: hummmel

    finished: 12. Juni 2021

    Ein kurzer & angenehmere Read als Harry Potter-Frischling (Ja, ich habe noch keinen HP Film geschaut. Noch nie). Aber ein Detail, welches mich von einer 5/5 abhält: Harrys Charakter.

    Versteht mich nicht falsch, ich mag Harry. Aber ich finde es sehr ungewöhnlich, dass ein Kind, welches unter so grausamen Umständen in einer Familie aufwachsen musste, die ihm nie Liebe gezeigt hat, am Ende doch so offen, sympathisch & sorgenfrei ist? Wäre Harry am Ende der Buchreihe so & nicht direkt am Anfang wäre das ein perfekter character development.

    Hagrid wuchs mir direkt ans Herz :)

  5. Cover des Buches Tote Mädchen lügen nicht (ISBN: 9783570311950)
    Jay Asher

    Tote Mädchen lügen nicht

     (4.918)
    Aktuelle Rezension von: Lesefluss25

    Ein Roman über eine Schülerin, die durch Mobbing in den Suizid getrieben wurde? Klingt nach einem brisanten Thema. Dazu tonnenweise positive Besprechungen, ich habe mir also schon einiges davon versprochen.

    Bekommen habe ich eine pubertierende, restlos ich-bezogene Drama-Queen, die sich nicht entscheiden kann, ob sie nun zu viel oder zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, oder was sie überhaupt will.
    Ihr Charakter bleibt seltsam unspezifisch, mal tritt sie als wehrloses Opfer auf, dann gibt sie sich wieder als taffer Teenager, der genau weiß, was Sache ist. Man erfährt so gut wie nichts über ihren psychischen Hintergrund, zumindest spricht und handelt sie nicht wie jemand mit klinischer Depression. Warum veranstaltet sie dann das ganze Theater?

    Die Dinge, die ihr passieren, sind weder besonders bösartig noch besonders schlimm. Es sind die typischen Teenagerprobleme, mit denen sich so ziemlich jeder in diesem Alter herumschlagen muss. Von einem Mitschüler das Prädikat *hat den geilsten Arsch der Schule* zu bekommen und sich davon gemobbt zu fühlen, ja nee, is klar. Was sollen da die Mädchen sagen, die als *fettester Arsch der Schule* bezeichnet werden?

    Der Eindruck, dass sich Hannah auf sehr infantile Weise in etwas hineinsteigert, wird von Seite zu Seite größer. Zum Schluss gipfelt es in einem selbstmitleidigen so, das habt ihr jetzt davon, ich bringe mich um und es ist eure Schuld! Typisch Teenager halt, nur dass es Hannah tatsächlich durchzieht. Glaubwürdig ist es nicht.

    Hannah hatte nämlich immer wieder die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen und sich in die Schulgemeinschaft zu integrieren. Sie war ziemlich attraktiv und wurde auch gemocht, doch sie hat sich aktiv und bewusst gegen alles Positive entschieden und alle, die sich um sie bemüht haben, vor den Kopf gestoßen.
    Sie bauscht jedes Problemchen zu einem persönlichen Weltuntergang auf, suhlt sich im Selbstmitleid und schert sich nicht um andere. Selbst wirklich schlimme Sachen wie die Vergewaltigung einer Freundin, die Hannah beobachtet, betrachtet sie lediglich als weiteren Aufhänger für ihr persönliches Drama
    Zum Schluss noch dem Vertrauenslehrer die Schuld zu geben, der sie ja hätte retten können, wenn er ihr hinterhergelaufen wäre, als sie das Zimmer verlassen hat, ist der krönende Abschluss dieses unsäglichen Melodrams.

    Sämtliche Figuren sind hölzern und farblos gestaltet, der Schreibstil sehr einfach. Hannah wirkt völlig unausgegoren, infantil und kaum sympathisch. Ihre Gedankengänge sind schwer bis gar nicht nachvollziehbar.

    Stellt sich zum Schluss nur die Frage, was einem dieses Buch eigentlich sagen will.
    Mobbing kann schreckliche Folgen haben? Stimmt, aber dann sollte sich der Autor vorher informieren, wie echtes Mobbing aussieht. Was im Kopf eines sensiblen, depressiven Teenagers vor sich geht? Wäre eine Idee, allerdings ist Hannah keins von beidem. Ich bringe mich um, wenn ihr nicht nett zu mir seid und das habt ihr dann davon? Sowas in der Art hat sich im Alter von 10 bis 15 wohl jeder mal gedacht. Wirkliche Depressionen, die zum Suizid führen, laufen anders ab.
    Zu guter Letzt ist die auf diese haarsträubende Weise aufbereitete Thematik nicht ganz ungefährlich, denn labile und leicht beeinflussbare Teenager könnten daraus völlig falsche Schlüsse ziehen.

    Fazit: Ich verstehe den ganzen Hype mal wieder nicht und fand das Buch so richtig übel. Es endete in der Papiertonne.


  6. Cover des Buches Der kleine Hobbit (ISBN: 9783423715669)
    J. R. R. Tolkien

    Der kleine Hobbit

     (4.288)
    Aktuelle Rezension von: FictionGirl007

    Ich hasse es, Filme vor ihre Bücher zu stellen, aber in diesem Fall ist der Film einfach um Längen besser als die Vorlage.

    Zu aller erst: Es gibt keinen einzigen weiblichen Charater in diesem Buch. Keinen. Nicht einen.

    Die Story zieht sich nicht so sehr wie Herr der Ringe, ist aber trotzdem eher ein grausames Kinderbuch als ein spannender Fantasyroman. 

    Und ich hasse es, dass es als Klassiker bezeichnet wird. Wieso? 

    Bei Herr der Ringe verstehe ich es ja noch, aber der Hobbit?

    Ich liebe die Filme abgöttisch, aber das Buch kann mir leider gestohlen bleiben.

  7. Cover des Buches Der Herr der Ringe. Bd. 1 - Die Gefährten (ISBN: 9783608107135)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe. Bd. 1 - Die Gefährten

     (1.242)
    Aktuelle Rezension von: Marie_Louis

    Tolkien; der Begründer der Fantasy - wenn man es liest, sollte man nicht außer Acht lassen, dass dieses Buch 1954 erschienen ist, also in einer Zeit, wo noch ganz anders geschrieben und erzählt wurde. Gerade in Teil 1 muss man über das Auenland hinauskommen, doch dann legt das Buch so richtig los.

    Wer Fantasy liebt, sollte an diesem Buch nicht vorbei gehen. Ein Klassiker und so, wie es sich für gute alte Fantasy gehört. Der Anfang ist etwas holprig, aber sobald das Auenland verlassen wird, kann das Buch kaum noch aus der Hand gelegt werden. Toller Schriftsteller mit absolut bewundernswerter Gabe. Ein großes Vorbild für mich als Autorin 

  8. Cover des Buches Alice (Chronicles of Alice 1) (ISBN: 9781785653308)
    Christina Henry

    Alice (Chronicles of Alice 1)

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    >>A deeply unsettling vision that works...<<
    „Alice“ von Christina Henry ist ein Buch was die zuckrige Welt von Alice im Wunderland auf eine ganz andere Art und Weise zeigt. Es ist ein Buch voller Horror! Blut, Leid, Schmerz, Qualen und Angst werden hier ausgiebig zelebriert und jeder Horror-Fan kommt hier denke ich sehr sehr gut auf seine Kosten! Aber auch die speziellen Charakterzeichnungen haben mir hier sehr gut gefallen und eben diese bekannte Welt der „Alice aus dem Wunderland“ ordentlich auf den Kopf gestellt. Ich habe mir dieses Buch in der englischen Fassung zu Gemüte geführt (die deutsche Übersetzung erscheint soweit ich gesehen habe im März 2020) und war überrascht wie gut ich doch zurecht kam, obwohl es echt recht lang her ist, als ich das letzte Mal ein Buch auf Englisch gelesen habe!
    Insgesamt hat mich das Buch wirklich sehr begeistert, auch wenn das Ende mir irgendwie sehr gehetzt vorkam. Wer sich nicht scheut fremdsprachige Bücher zu lesen und blutrünstigen Horror mag, dem kann ich das Buch wirklich empfehlen! Es ist ein echter Pageturner und lässt sich auch mit eher mittelmäßigen Sprachkenntnissen gut lesen!

    Inhalt zu „Alice von Christina Henry:
    Seit nunmehr 10 Jahren sitzt Alice in einer Psychatrie fest. Ihr einziger Kontakt besteht zu Hatcher, einem Massenmörder, mit dem sie durch ein Mauseloch, dass ihre beiden Zellen verbindet kommuniziert. Durch einen Brand der Anstalt gelingt es Hatcher und Alice zu fliehen, doch auch etwas noch grausameres kann fliehen. Etwas, was sich von der Angst ernährt und dabei ist Old City zu verschlingen. Old City steht hier im starken Kontrast zu New City. Old City ist ziemlich heruntergekommen, sowohl was die Stadt als auch seine Bewohner in diversen und den grausamsten Formen betrifft! Gemeinsam kämpfen sich Hatcher und Alice durch diesen furchtbaren Ort, immer mit dem alles verzehrenden Monster im Nacken, dass es zu vernichten gilt...

  9. Cover des Buches Sunset (ISBN: 9783453434677)
    Stephen King

    Sunset

     (181)
    Aktuelle Rezension von: FranGoldsmith

    Sunset war für mich die letzte Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, die ich noch auf meiner Leseliste hatte. Ich habe sie mir bis zum Schluss aufgehoben, da die Rezessionen hier eher gemischt waren und ich die Kurzgeschichtensammlungen vom Meister bisher immer geliebt habe.
    Da ich in letzter Zeit eher Pech mit meiner Bücherauswahl hatte und kein Buch mich richtig gepackt hat, hatte ich etwas Bammel, dass mir das nun auch noch mit einem King passieren könnte. Aber ich habe alle Kurzgeschichten gelesen uns muss sagen ich habe jede einzelne der 13 Geschichten genossen. 

    Natürlich war die ein oder andere Erzählung kein Meisterwerk, aber mich hat das Buch gut unterhalten und ich hatte endlich Mal wieder richtig Lust jeden Abend zu meinem Exemplar zu greifen. Und darauf kommt es doch schlussendlich an.
    Am absolut besten gefallen hat mir allerdings "Das Pfefferkuchen-Mädchen". Hier konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen und hab die Geschichte in einem Zug durchgelesen. 

    Für mich ist Sunset eine gelungene Kurzgeschichtensammlung von Stephen King, die ich vielleicht sogar in ein paar Jahren wieder zur Hand nehmen werde. 

    ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ /5

  10. Cover des Buches Solange du schläfst (ISBN: 9783570402115)
    Antje Szillat

    Solange du schläfst

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Sternschnuppe2702

    "Solange du schläfst" handelt von einem Mädchen namens Anna, die mit ihren Eltern aus der Stadt hinaus aufs Land zieht. Sie versucht sich in der neuen Umgebung und in der neuen Schule einzuleben und lernt den süßen Jérôme kennen, in den sie sich prompt verliebt. Die beiden werden ein Pärchen und sind nach kurzer Zeit unzertrennbar. Allerdings ist Jérôme in ihrem Dorf nicht sehr beliebt und nachdem er auch noch mit der hübschen Anna geht, bekommt er Drohbriefe von den Jugendlichen aus dem Dorf. Nach einem Fest wird Jérôme bewusstlos und übel zugerichtet aufgefunden und fällt ins Koma. Für Anna bricht eine Welt zusammen. Sie muss herausfinden, was an jenem Abend passiert ist...

    Ich habe das Buch verschlungen, es hat einen sehr lockeren Schreibstil und ist wirklich spannend bis zum Schluss!

  11. Cover des Buches Streetkid (ISBN: 9783453201514)
    Jimmy Kelly

    Streetkid

     (39)
    Aktuelle Rezension von: PeytonS

    Ich habe die Kelly Mania damals als sehr kleines Kind erlebt und war noch zu jung, um mir eine Meinung über deren Geld, Aussehen, etc. zu bilden. Ich bin nun nach dem Comeback Jimmy Fan, mir war aber über sein Leben, und das Leben seiner Geschwister wenig bekannt.

    Dieses Buch gibt Aufschluss darüber, wie es ihm ergangen ist. Trotz einiger Wiederholungen am Anfang ist das Buch einfach eins: ehrlich aus dem Bauch heraus.

    Ob die ein- oder andere Geschichte eventuell etwas ausgeschmückt wurde, mag ich gar nicht beurteilen. Fakt ist: es liest sich so, als ob man mit Jimmy abends bei einem Kaltgetränk über die alten Zeiten spricht. Spannend, humorvoll und mit Charme. Die kurzen Kapitel sind flüssig zu lesen und es sind schöne Erkenntnisse dabei.

  12. Cover des Buches Ein Kater für zwei Herzen (ISBN: 9783745700213)
    Liane Mars

    Ein Kater für zwei Herzen

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Lubig2

    Der Humor von Liane Mars ist schon legendär.
    Ihre Bücher sind immer etwas schräg und für Überraschungen gut.
    Die Protagonisten haben Ecken und Kanten und lassen sich nicht innerhalb drei Tagen umkrempeln. Sie sind also authentisch und liebenswert mit ihren Marotten.
    Auch in diesem Buch ist es nicht anders.
    Die Geschichte um Picasso/Karlo, Lina und Lukas hat mich sehr berührt.
    Obwohl die Geschichten von Liane immer sehr humorvoll sind, sind sie auch immer tiefgründig, manchmal mehr wie man zuerst denkt

  13. Cover des Buches Wintermärchen in Virgin River (ISBN: 9783745701036)
    Robyn Carr

    Wintermärchen in Virgin River

     (123)
    Aktuelle Rezension von: elvira

    Virgin River ist für mich ein richtiger Wohlfühlort. Ich liebe dieses Örtchen und ich liebe die Bewohner. Es ist alles so gemütlich und liebevoll. Diesmal geht es um Marcie und Ian. Mit Marcie hatte ich anfangs meine Probleme. Mir war sie zu aufdringlich. Klar, es war für einen guten Zweck trotzdem war es mir ein bisschen zu viel. Das bessert sich Gott sei Dank alles und ja, es wird dann so schön wie immer. Wieder einmal sind mir die Tränchen gekommen. Es ist so emotional. Die Autorin schafft es bis jetzt mit jedem Teil der Reihe mich abzuholen. Es ist märchenhaft, perfekt für den Winter. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Freunden und diesen Band kann man, meiner Meinung nach, auch lesen ohne Band 1-3 zu kennen. 

    Fazit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat es Robyn Carr wieder geschafft! Mein Herz ist geschmolzen vor lauter Emotionen. Ich kehre immer gerne nach Virgin River zurück.

  14. Cover des Buches Der Herr der Ringe. Bd. 3 - Die Rückkehr des Königs (ISBN: 9783608107159)
    J. R. R. Tolkien

    Der Herr der Ringe. Bd. 3 - Die Rückkehr des Königs

     (1.027)
    Aktuelle Rezension von: Marie_Louis

    Wer Fantasy liebt, sollte an diesem Buch nicht vorbei gehen. Ein Klassiker und so, wie es sich für gute alte Fantasy gehört. Der Anfang ist etwas holprig, aber sobald das Auenland verlassen wird, kann das Buch kaum noch aus der Hand gelegt werden. Toller Schriftsteller mit absolut bewundernswerter Gabe. Ein großes Vorbild für mich als Autorin

  15. Cover des Buches Big Mouth and Ugly Girl (ISBN: 9780007145737)
    Joyce Carol Oates

    Big Mouth and Ugly Girl

     (57)
    Aktuelle Rezension von: miss_mesmerized
    Ein blöder Spaß in der Mittagspause und Matts Leben ist nicht mehr dasselbe wie zuvor. Zwei Detectives holen ihn aus dem Unterricht und ein Verhörmarathon beginnt. Warum hat er einen Amoklauf geplant? – Doch, das hat Matt gar nicht, nur scheint das niemand glauben zu wollen. Er hat doch nur einen Witz gemacht. Doch den hat dieses Mal wohl jemand falsch verstanden. Seine Freunde wenden sich ab und auch seine Eltern sind irritiert. Doch dann erhält er unerwartete Hilfe von der Außenseiterin Ursula. Sie lässt sich nicht von Geschwätz beeindrucken und kann die Situation klären. Doch damit ist noch lange nicht wieder alles beim Alten.

    Ein Jugendbuch über 12 Woche, die alles in Frage stellen und zwei Teenager erwachsen werden lassen. Freundschaft und Vertrauen, Loyalität und Werte, die man im Leben verfolgen möchte stehen im Zentrum des Romans. Perspektivisch mal bei dem einen, mal bei dem anderen. Unzählige nicht gesagte Dinge, so wie sie in dieser Zeit nun mal vorkommen. Erschreckend realistisch, wie hier das Leben aus den Fugen gerät und beinahe zerstört wird.
  16. Cover des Buches Das Glück, von dem ich träume (ISBN: 9783868275599)
    Rosslyn Elliott

    Das Glück, von dem ich träume

     (11)
    Aktuelle Rezension von: leseratte69
    Klappentext
    Ohio 1826. Ann Miller träumt von einem Leben an der Seite von Eli, der Arzt werden will und Literatur und Poesie genauso liebt wie sie. Doch als er ihr einen Heiratsantrag macht, verspürt sie nichts als Panik. Sie weiß, dass ihr Vater gegen eine Eheschließung ist, zumal sie sich seit dem Tod ihrer Mutter um die zwei kleinen Schwestern kümmert.
    Eine Reise nach Pittsburgh soll Ann auf andere Gedanken bringen. Und tatsächlich stellt diese Reise ihr Leben auf den Kopf. Sie kommt hinter lange gehütete Geheimnisse ihres Vaters, lernt einen jungen Mann kennen, der tagtäglich ums Überleben kämpfen muss, und gerät in Lebensgefahr. Mit einem Mal stellt Ann alles infrage, was ihr bisher wichtig war. Worauf kommt es im Leben wirklich an?

    Die Autorin
    Rosslyn Elliott studierte Literatur- und Theaterwissenschaften an der Yale University. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt sie im Süden der USA.

    Meine Meinung

    Story
    Bevor ich anfange muss ich noch schnell loswerden, dass das Buch, überall wo ich geschaut habe, fünf Sterne bekommen hat. Auf diesen Zug kann ich aber nicht so ganz ohne Kritik aufspringen. Mich hat das Buch zwar gut unterhalten, aber dennoch gab es bei mir mehrere Kritikpunkte, die ich euch jetzt näher erläutern werde.

    Wir lernen im Enddefekt zwei Protagonisten kennen, die jeweils der Hauptcharaktere eines Handlungsstrangs sind, die nach und nach zusammenlaufen, was aber wie ich finde nicht immer ganz nachvollziehbar für mich war.

    Anne ist 15. Jahre jung als sie von ihrem Freund Eli einen Heiratsantrag bekommt, den sie aber zu Zeit nicht annehmen kann, oder will, weil sie sich um ihre kleinen Schwestern kümmern muss, da die Mutter verstorben ist. Annes Vater ist Sattler und nebenbei noch Wanderprediger. Durch Zufall entdeckt Ann in einer Lieferung ihres Vater Briefe einer sterbenden Mutter an ihren Sohn Will.

    Eben dieser Will ist der zweite Hauptcharakter. Dieser wird von seinem Meister körperlich und seelische gequält und gefoltert. Durch eine Anhäufung gewisser Umstände, ( was ich persönlich ein wenig weit hergeholt fand,) Treffen Anne und Will aufeinander. Und eine Odysse beginnt.

    Ich persönlich fand einiges etwas merkwürdig und nicht ganz logisch nachvollziehbar. Die ersten 3/4 des Buches wurde keine Liebesgeschichte aufgebaut. Es gab zwar drei Kandidaten für Anne, aber das Knistern und der Funke sprang nie über. Immer wieder dachte man der ist es jetzt und dann war es doch wieder nichts. Zum Schluss geht es wieder knall auf Fall und die Liebesgeschichte nahm erst in den letzten 30- 40 Seiten seichte Formen an. Als man sich gerade daran gewöhnt hat, ist das Buch zu Ende. Mehr möchte ich euch von der Handlung auch nicht vorweg nehmen.

    Rosslyn Elliott baut vieles in diese Geschichte mit ein. Sie spricht die Thematik der Versklavung, deren Misshandlungen und vor allem der Glaube an Gott und seine Güte an, was mir sehr gut gefallen hat. Im Nachhinein habe ich dann sogar im Nachwort entdeckt, dass viele Charaktere und deren Handlungen auf wahren Begebenheiten beruhen.

    Zum Ende hin wird das Buch wirklich spannend und als es beendet war hätte ich gerne noch weiter gelesen, wonach es ja nach der ersten Hälfte überhaupt nicht aussah.

    Schreibstil
    Rosslyn Elliott hat einen schönen, leicht zu lesenden Schreibstil. Sie schreibt sehr einfach ohne großes drumherum Gerede, dennoch sehr bildhaft, so das man sich die Schauplätze sehr gut vorstellen konnte. Das Buch wird zum größten Teil aus Anns und Wills Sicht geschrieben. Die beiden Handlungsstränge führen später zusammen. Leider kam dieses mir ein wenig zu spät. Aber wenn man weiß, dass es sich um einen Mehrteiler handelt, bekommt man eine andere Sichtweise darauf.

    Charaktere
    Anns Wankelmütigkeit in Punkto Männer hat mich ein wenig geärgert. Ich fand es schade, dass man als Leser nie so recht wusste für wen ihr Herz wirklich schlägt. Wie oben schon erwähnt kam dieses zu spät und dann auf einmal zu schnell. Dennoch mochte ich ihre Kraft und Stärke und ihren unerschütterten Glauben an Gott.

    Will war ein lieber Kerl. Aber ich konnte mir ihn nie so wirklich an Anns Seite vorstellen.
    Auch Anns Vater ist mir sehr sympathisch gewesen. Vor allem seine Taten, den Sklaven und den Armen zu helfen wo es nur geht, machten ihn zu meinem Favoriten.

    Alle anderen Charaktere hatte ich nie wirklich auf meinem Schirm. Sie blieben mir zu blass und ich habe sie auch schnell wieder vergessen.

    Mein Fazit

    Bei diesem Roman hatte ich zu Beginn einige Probleme. Rosslyn Elliott hat die ersten 3/4 des Buches eher so vor sich hindümpeln lassen, und dann im letzten 1/4 alles raus gehauen, was es an Spannung so gab. Mir kamen mache Handlungen etwas überzogen vor, andere konnte ich nicht logisch nachvollziehen. Dennoch hat das Buch eine gute Handlung, besonders wenn man im Anhang liest, dass vieles auf Tatsachen beruht und einige Protagonisten wirklich so existiert haben. Die Lovestory kam für mich zu spät in die Gänge, aber ich hoffe es geht im zweiten Band dort weiter. Ich freue mich auf die beiden Folgebände.
    Ich vergebe knappe vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für alle die solche Romane gerne lesen.
  17. Cover des Buches Das Gold der Mühle (ISBN: 9783442474875)
    Martha Sophie Marcus

    Das Gold der Mühle

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen ersten Blick auf die Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch erlaubt es einen guten Eindruck vom Leben im 14. Jahrhundert zu bekommen. Die Handlung als solche ist sehr vielfältig angelegt mit ständig wechselnden Schauplätzen und diversen Handlungssträngen. Das lässt den Leser manchmal leicht den Überblick verlieren. Die Spannungsmomente sind nur partiell eingestreut, dazwischen gibt es längere ruhige Passagen. Auch eine gewisse Menge an Längen sind zu bemängeln.

    Die Charaktere sind teilweise sehr detailliert und mit Tiefe gezeichnet, andere Figuren bleiben blass und nicht ohne Klischee.

    Die Schreibweise hat mir nicht so gut gefallen, sie ist sehr, sehr einfach und im Bemühen, der damaligen Zeit vermeintlich gerecht zu werden, ein wenig "kindlich-naiv" angehaucht. Das gilt auch für die Dialoge, die flach - gelegentlich derb - daher kommen.

    Ein Buch, das ganz gut unterhalten kann - nicht mehr und nicht weniger....!
  18. Cover des Buches Mutter Courage und ihre Kinder (ISBN: 9783518732601)
    Bertolt Brecht

    Mutter Courage und ihre Kinder

     (343)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Sophilius

    Berthold Brecht, ich bin entzückt.

    Mein erstes Drama diesbezüglich und die Geschichte hat mir weitenteils sehr gut gefallen. Mutter Courage verspielt sich zwar in ihrem Einsatz um den Profit ihres kleinen, rollenden Geschäfts und verliert nach und nach alle, die sie einst umgaben, allerdings scheint sie dies in ihrer Welt überhaupt gar nicht zu merken. Anfangs dachte ich, es handle sich um eine Komödie, doch im Laufe des Stücks stellt sich immer mehr die Dramatik des 30-jährigen Krieges in den Vordergrund. Die Sprache ist nicht immer leicht verständlich, doch könnte ich mir dieses Werk wunderbar auf einer jeden Theaterbühne vorstellen - hoffentlich lässt sich dieser Wunsch irgendwann realisieren! :)
  19. Cover des Buches Dark Sense Of Love (ISBN: B08SL8CZL7)
    Liv Keen

    Dark Sense Of Love

     (28)
    Aktuelle Rezension von: DianaE

    Liv Keen – Dark Sense of Love


    Gabe und Josh Wilkens, Brüder und beide Eishockey-Profis, haben ein großes Problem. Während Josh als Profisportler wegen seiner Sexualität unter Beschuss steht, beschließen sie einen aberwitzgen Plan. Josh soll sich eine Fake-Freundin nehmen, und da kommt gerade die Eisprinzessin Madeleine Turner recht, die ebenfalls einen Push bei den Medien gebrauchen könnte, da sie in einen Skandal rund um ihren Ex-Partner verwickelt ist.

    Doch als der Plan aufzufliegen droht, nimmt Gabe den Platz von Josh ein, um ihn zu schützen. Allerdings wäre der friedliche und sympathische Josh Maddie um einiges lieber, als der arrogante, distanzierte und machohafte Eishockey-Profi Gabe, der sie von der ersten Minute an bis aufs Blut reizt.

    Doch sowohl Maddie als auch Gabe müssen nun zusammenarbeiten und so tun, als wären sie ein sich liebendes und sich nacheinander verzehrendes Paar.

    Dumm nur, dass bald schon reale Gefühle mit im Spiel sind und das, wo beide sich auf ihre eigene Karriere fokussieren müssen.

    Werden die beiden als Freunde auseinander gehen oder sich endlich für einander entscheiden?


    Ich habe bereits die vorherigen Bücher der Reihe gelesen (Chicago Crush, Cold Side of Love, Wicked Game of Love) und ich kenne auch einige andere Bücher der Autorin, wie zum Beispiel die Carhill Sisters.

    Ich mag den außergewöhnlich angenehmen und lebendigen Erzählstil der Autorin, und so hat es nur wenige Seiten gebraucht, um wieder in die Geschichte rund um das Eishockey-Team der Wild Tigers einzutauchen.

    Ich muss gestehen, in den vorherigen Bänden habe ich Gabe und Josh nur wenig Beachtung geschenkt, bzw. sind mir eher nicht im Gedächtnis geblieben. Deswegen war ich besonders neugierig auf die beiden Geschwister.

    Josh, der wegen seiner Liebe zu einem Mann in den Medien aber auch in der Arena angefeindet wird, war mir auf Anhieb sympathisch. Eigentlich war er mir schon fast ein wenig zu zahm, wenn man bedenkt, dass er ein knallharter Eishockey-Profi sein soll, diesen Part übernimmt allerdings sein distanzierter, aber durchaus fürsorgliche Bruder Gabe.

    Es fiel mir anfangs etwas schwer, mich auf Gabe einzulassen, der distanziert und abweisend, fast schon bott und machohaft wirkt. Allerdings hat er durchaus auch sehr sympathische Seiten und die blitzen ab und an durch, aber wenn man hinter seine Fassade schaut, dann ist er ein richtig netter, liebevoller und fürsorglicher, etwas rebellischer Zeitgenosse, der mein Herz dann doch noch erobern konnte.

    Maddie hingegen wird ständig als Eisprinzessin betitelt, keine Ahnung warum, denn sie war mir von Anfang an sympathisch, wirkte teilweise schon zerbrechlich und änstlich. Aber sie liebt, wie ihre verstorbene Mutter, das Eiskunstlaufen und während sich ihre Tante um sie kümmert und ihr Talent fördert, gehört sie zur Elite. Ein kleiner Skandal zwingt sie aber umzudenken.

    Ich mochte die Dreierkonstellation sehr gerrn. Es stecken so viel Liebe, Fürsorge, Freundschaft und Zutrauen in dem Trio, was mir sehr gut gefiel.

    Allerdings wundert mich das auch kein bisschen, denn egal welches Buch ich von Liv Keen gelesen habe, die Storys sind immer gefühlvoll und können mich berühren.


    Einige bereits bekannten Gesichter der Wild Tigers treffen wir natürlich wieder, es ist ohnehin wie nach hause kommen, sobald ich ein Buch der Reihe in die Hand nehme.


    Ich habe mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt. Gefühlvoll, berührend, kurzweilig mit viel Knistern, einigen Überraschungen und schönen Wendungen, hatte ich ein paar schöne Lesestunden.

    Die Story kann eigenständig gelesen werden. Ich empfehle aber nicht nur "Dark Sense of Love" sondern die komplette Reihe.


    Das Cover ist genretypisch, spricht mich aber an.


    Fazit: sehr gefühlvolle aber auch turbulente Lovestory. 5 Sterne. 

  20. Cover des Buches Meat (ISBN: 9783453433724)
    Joseph D'Lacey

    Meat

     (58)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti
    Das war mal nicht der typische Thriller, wo ein Irres rumrennt und irgendwen abmetzelt. Dieses Buch war etwas tiefgründiger und ich denke einiges kann man auch auf die heutige Fleischproduktion anwenden, auch wenn die Kühe hier nicht das waren, was sie zu sein scheinen... Lesenswert!!!
  21. Cover des Buches Der Schüler Gerber (ISBN: 9783423195225)
    Friedrich Torberg

    Der Schüler Gerber

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Leselupe2go
    Heute nehme ich den Roman "Der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg unter meine Leselupe. Das Buch ist 1973 mit 290 Seiten im dtv-Verlag erschienen und wurde ursprünglich im Jahre 1930 unter dem Titel "Der Schüler Gerber hat absolviert" veröffentlicht.


    (Rezension auf Youtube)

    Anfang des 20. Jahrhunderts befindet sich der Schüler Kurt Gerber im letzten Schuljahr vor der Reifeprüfung, also der Matura. Als selbständig denkender junger Mensch empfindet er die Übermacht der Lehrer erdrückend und den verzweifelten Wunsch der Schüler, den Erwartungen zu entsprechen, als demütigend. Weil er sehr gescheit ist, hatte er bisher keine großen Probleme mit den Lehrern, einige schätzen ihn auch wegen seines freien Geistes. Doch in diesem Jahr wird seiner Klasse der Professor Kupfer als Klassenvorstand zugeteilt, der meistgefürchtetste Lehrer der Schule, der es darauf abgesehen hat, Kurt kleinzukriegen, ihn unterwürfig zu machen.
    Eine unerfüllte Liebe und die Last der Erwartungen seines kranken Vaters auf seinen Schultern, lassen dieses letzte Jahr für Kurt zum Albtraum werden.

    Der Roman wird aus dritter Person erzählt. Der Erzähler begleitet dabei die meiste Zeit hindurch Kurt Gerber, gewährt uns aber auch Einblick in die Sichtweisen und innersten Gedanken anderer wichtiger Personen wie Arthur Kupfer oder Lisa Berwald, deren Verhalten eine dramatische Auswirkung auf Kurts Gefühlsleben haben.

    Friedrich Torberg hat diesen Roman in Jahr 1930 im Alter von 22 Jahren veröffentlicht. Es ist sein erstes und zugleich berühmtestes Werk. Wir befinden uns in einer Zeit, in der Schüler wenig Rechte hatten und autoritärer Willkür mancher Lehrer wesentlich ungeschützter ausgesetzt waren, als heutzutage. Torberg hat seine eigene, schwierige Schulzeit damals eben erst hinter sich gebracht und verarbeitet in diesem Buch viele seiner Erfahrungen. Dadurch wirken das Verhalten der Schüler, Lehrer und Eltern sehr authentisch.
    Torberg hat das Buch mit der Absicht geschrieben, dadurch eine Reform des Schulwesens herbeizuführen und etwas gegen die Subjektivität bei der Notengebung zu unternehmen, was ihm damals, trotz der starken Gut-Böse Polarisierung um Aufmerksamkeit zu erreichen, leider nicht gelungen ist.
    Sein Werk wurde während der Zeit des Nationalsozialismus - wenig überraschend -  auf die Liste der verbotenen Schriften gesetzt. Er selbst konnte der Verfolgung knapp entkommen und kehrte 1951 nach Wien zurück.
    Schon in diesem ersten Werk befasst er sich mit der Frage, die ihn sein Leben lang beschäftigen sollte:
    Wie kann das Individuum seiner inneren Moral folgen, wenn alle um ihn herum sich gegen die Moral entschieden haben, und sich aus Angst oder gar Vorteilen daraus, dem Diktat anpassen? Es geht Torberg stark um die Auflehnung gegen Macht und diktatorische oder totalitäre Systeme.
    Diese Macht hält in Kurt Gerbers Fall der Lehrkörper in der Hand. Obwohl sich in Kurts Gymnasium bereits einige liberaler denkende Professoren finden, dominieren immer noch jene, die unbedingten Gehorsam fordern und sich an ihrer Macht über die Schüler ergötzen.

    In extremer Ausformung begegnen wir einen derartigen Lehrer in Arthur Kupfer, von den Schülern wegen seiner Selbstherrlichkeit treffend "Gott Kupfer" genannt. 
    Den ersten Schultag erlebt der Leser zunächst aus Kurts Sicht, anschließend führt uns Friedrich Torberg hinein in die Abgründe der Gefühls- und Gedankenwelt Kupfers.
    Dabei entpuppt sich dieser als in seinem Privatleben gescheiterte Person, die sich ausschließlich über seinen Erfolg als Lehrer definiert, denn als Lehrer genießt er Ansehen. Dieser Erfolg ist für ihn jedoch nicht darin begründet, seinen Schülern etwas beizubringen. Vielmehr definiert er sich dadurch, dass er die Schüler beherrscht. Dabei genießt er es nicht so sehr die fachlich schwächsten Schüler mit seinen sadistischen Methoden scheitern zu sehen, sondern die Aufmüpfigen die den Gehorsam verweigern zu zermürben.
    Er verlangt die totale Akzeptanz seiner Autorität.
    Dadurch entwickelt sich unter den Schülern eine interessante Gruppendynamik. Mangelnde Courage, Heucheleien und Verrat stehen an der Tagesordnung, jeder wird dadurch sich selbst der Nächste und freut sich sogar, wenn es einen anderen Mitschüler trifft.
    Kurt erkennt diesen Mechanismus und leidet darunter, kann es aufgrund seiner moralischen Werte nicht akzeptieren und wird dadurch zur perfekten Zielscheibe.

    Schon jetzt wird dem Leser Kurts Dilemma bewusst: Er soll die Matura schaffen, um seinem herzkranken Vater einen vielleicht tödlichen Herzinfarkt zu ersparen, gleichzeitig ist er aber nicht dazu bereit, vor Kupfer zu buckeln, denn seine Selbstachtung ist für Kurt von enormer Wichtigkeit. Diese könnte er nicht aufrecht halten, wenn er seine moralischen Vorstellungen über Bord werfen würde, nur um von diesem Lehrer in Ruhe gelassen zu werden.

    Doch dies ist noch nicht Kurts größtes Problem. Am dramatischsten im Leben des Teenagers ist natürlich die Liebe.
    Seit einem Jahr schon liebt er die ausgetretene Schülerin Lisa Berwald. Mit großer Sorgfalt bezeichnet er seine Gefühle für sie immer als Liebe, niemals als Verliebtsein. Dabei kennt er sie kaum, aber er liebt das idealistische Bild, das er sich von ihr hat. Leider entspricht sie diesem Bild ganz und gar nicht. Kurts Versuche, ihr näher zu kommen, werden immer drängender, und immer noch verdrängt er das Offensichtliche: Dass Lisa nicht die Art von Mädchen ist, für die er sie hält. Mit einer romantischen, aufopfernden Liebe, wie Kurt sie ihr schenken möchte, kann sie nichts anfangen.

    Bei dem kurzen Exkurs, den der Erzähler mit uns Lesern in Lisas Gefühlswelt macht, wird schnell klar, dass sie gänzlich andere Ideale verfolgt. Um es genauer zu sagen, verfolgt sie gar keine Ideale. Torberg beschreibt sie als praktisch veranlagte Person, die nichts Nutzloses tut, gleichzeitig aber auch nicht berechnend ist. Sie lebt in den Tag hinein, sieht in der Liebe keinen Sinn und versucht einfach, ihr Leben mit so wenig Aufwand wie möglich angenehm zu gestalten ohne an die Zukunft zu denken. Lisa spürt zwar deutlich das Besondere an Kurts Zuneigung, die ganz anders ist als bei all den anderen Männern, mit denen sie sich bisher eingelassen hat, doch sie versteht ihn nicht. Einerseits mag sie Kurt, sie fühlt sich aber durch seine Gefühle in die Enge getrieben. Darum bleibt sie auf Distanz, was Kurt verzweifeln lässt.

    Er steckt ja schon wegen der Schule mitten in einer Lebenskrise.
    Die Matura zu machen bedeutet für ihn nur, den Maßstäben anderer zu entsprechen, er möchte die Schule nur beenden, um seinen kranken Vater nicht zu enttäuschen und es endlich hinter sich zu haben.
    Obwohl er es sich nicht eingestehen möchte, zermürben ihn die erniedrigenden Quälereien von Gott Kupfer langsam, aber beständig. Streckenweise war es für mich während des Lesens richtiggehend schmerzhaft, mitzuerleben, wie selbstzerstörerisch Kurt teilweise agiert, um seine Selbstachtung nicht gänzlich zu verlieren. In seiner inneren Zerrissenheit kommt Kurt bis zum Ende des Schuljahres zu der Überzeugung, dass ihn auch nach der Schule nichts weiter als Fremdbestimmung und Ungerechtigkeiten erwarten werden.
    Wie an einen Strohhalm klammert er sich an das einzig Gute in seinem Leben fest: Die besondere, reinen Art der Liebe, wie er sie für Lisa empfindet. Aber schließlich muss er sich eingestehen, dass er gar nicht Lisa als Person, sondern vielmehr seine bedingungslose Zuneigung zu ihr liebt.

    Wir erleben in Kurt Gerber einen jungen Menschen voller Tatendrang und Idealismus, voller Wünsche und Hoffnungen. Dabei will er sich nicht auf Kompromisse einlassen, die halbe Wahrheit oder ein bisschen Liebe, das hat für Kurt keinen Wert. Und sein tief verankertes Gerechtigkeitsgefühl möchte gegen alle Missstände aufbegehren. Am härtesten geht er mit sich selbst zu Gericht, wenn er doch einmal zu feige war, um einem Mitschüler in Bedrängnis zur Seite zu stehen, oder wenn er gar von der Not eines anderen profitiert hat.
    Mit dieser besonderen Gesinnung stößt er allerdings in seiner Umgebung, vor allem in der Schule auf taube Ohren. Und so sehr wir als Leser Kurts Bedürfnis nach Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Selbstverwirklichung und Liebe auch nachempfinden können, umso schmerzhafter wird für uns offensichtlich, dass er gegen die Härte und Kälte seiner Umwelt nicht ankommen kann und an ihr zerbrechen könnte.

    Das Buch liest sich leicht und flüssig, trotz der Sprache aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Durch die bildlichen Beschreibungen Torbergs war es sehr einfach für mich, mich in die Zeit zurück zu versetzen, in der dieses Werk entstanden ist. Mit manchen alten Ausdrücken und Bezeichnungen hatte ich zwar so meine Schwierigkeiten, aber durch den Zusammenhang ergab sich dann doch der Sinn dahinter.
    Die Geschichte von Kurt Gerber ist unglaublich mitreißend geschrieben, der Schreibstil Torbergs lässt den Leser tief eintauchen in Kurts Erlebniswelt, fast so, als würde man in Kurts Kopf oder Herz sitzen und seine Eindrücke teilen.

    Das Buch wurde 1981 verfilmt, es wurden auch zahlreiche Theaterstücke dazu inszeniert.
    Ich rate euch trotzdem, euch mit dem geschriebenen Werk zu beschäftigen. In dieser Geschichte geht es um verwirrende Liebesgefühle, verzweifelte Versuche, moralisch zu leben und um das Erleben von Unterdrückung aus allen Perspektiven der daran beteiligten. Ihr werdet das alles durch kein Medium derart tiefgründig verstehen können, wie durch diese 290 Seiten Papier.

    Mein Fazit:

    Torberg beschreibt in diesem Roman auf eindrucksvolle Weise, wie sehr die Menschen dazu bereit sind, sich aus Angst oder um weiterzukommen zu verbiegen und anzupassen, ihre Moral über Bord zu werfen und sich einer Tyrannei unterzuordnen.
    Der Schüler Gerber sollte öfter gelesen werden, um sich der Engstirnigkeit und Kaltherzigkeit in unserer Gesellschaft bewusst zu sein und rechtzeitig dagegen zu wirken.
    Es ist ein schönes Gefühl, dass dieses Buch bis heute zur Standardlektüre in deutschsprachigen Schulen gehört.

    Viel Spaß beim Selberlesen!


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    #Buchrezension #Klassiker
  22. Cover des Buches Halloweenfluch (Whitehill Mysteries 4) (ISBN: B07TRM12C6)
    Thalea Storm

    Halloweenfluch (Whitehill Mysteries 4)

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Chrissey22

    Schreibstil:

    Auch diese Episode ist wie die vorherigen in der „Ich“-Perspektive geschrieben. Dieses Mal begleiten wir die 16-jährige Jun, die mit ihrer Mom nach Little Ivy umgezogen ist. Für mich ist der Schreibstil wie immer fabelhaft. Von Episode zu Episode wird er besser und hier passt er sich dem jugendlichen Setting wirklich super an. Die Sätze sind kurz und prägnant und bestens geeignet für jüngere Leser, was diese „Reihe“ auch für jüngere Leser wirklich interessant macht.

    Inhalt:
    Inhaltlich war diese Episode für mich die bisher stärkste! Ich bin nur so durch die Story geflogen und war an manchen Stellen wirklich traurig, dass ich hier nur einen Kurzroman vorliegen hatte. Eigentlich hätte ich mir dieses Mal wirklich gerne 200 Seiten mehr gewünscht, denn diese Gruppe gefiel mir wirklich super. June und die beiden Schwestern aus dem Nachbarhaus fand ich von Anfang an sehr unterhaltsam und auch die typischen „Highschool-Idioten“ rundeten die Story wirklich gut ab. Halloweenfluch ist übrigens dir perfekte Lektüre für alle, die an Halloween lieber zuhause sitzen und lesen wollen – diese Episode wird euch wirklich einen schönen Abend bereiten (natürlich auch abseits von Halloween).

     

    Fazit:
    Auch diese Episode von den Whitehill-Mysteries überzeugt auf ganzer Linie. Das Konzept wird auch nach dem 4. Teil nicht langweilig, denn ein schauriges, altes Herrenhaus birgt einfach unglaublich viel Potential, dass das Autorenduo hoffentlich noch eine ganze Weile lang ausschöpfen wird.
    Für mich ist Teil 4 mein bisheriger Liebling!

  23. Cover des Buches Liliane Susewind – So springt man nicht mit Pferden um (ISBN: 9783596809127)
    Tanya Stewner

    Liliane Susewind – So springt man nicht mit Pferden um

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Vanillezimtzauber

    Cover: Das Cover ist wunderschön gestaltet mit dem schönen Schimmel und den vielen Pflanzen - Verweise auf die Gaben von Lilli. Auch das Wortspiel im Titel finde ich gut gelungen. Das Buch hat wunderschöne Illustrationen, die einzelne Szenen zeigen (Lieblingsbild Seite 135).

    Schreibstil: Tanya Stewner schreibt flüssig, was sich angenehm lesen lässt. Man kann sich den Reiterhof und die Pferde, sowie die Geschehnissen sehr gut vorstellen. Sehr empfehlen kann ich an dieser Stelle das Hörbuch, das aber einige Stellen (wichtige Szene zum Thema Mobbing) auslässt.

    Thematik: Band 5 ist für mich die dritte Geschichte mit Liliane. Diesmal dreht sich alles um Pferde und Reiten. Eigentlich überhaupt nicht meine Themen. Doch da ich mir Lilli gut als Pferdeflüsterin vorstellen konnte, gab ich der Geschichte natürlich eine Chance. So lernte ich Problematik kennen, die mir zuvor weniger bekannt waren, wie Salben, die Pferde zu Höchstleistungen im Springreiten antreiben, aber die Tiere sehr quälen. Es werden einige ernste Themen angesprochen: Finanzielle Nöte eines Reiterhofes, Tierquälerei im Pferdebusiness, Dürre auf Weiden und Mobbing. Der Autorin gelingt es junge LeserInnen für diese Themen zu sensibilisieren.

    Charaktere: Auch wenn ich bisher nur zwei Vorgängerbücher gelesen habe, kann ich bei Lilli eine tolle Charakterentwicklung feststellen. Kam sie mir im ersten Buch noch sehr schüchtern vor, setzt sie sich nun neben ihre Erzfeindin und setzt sich für die Wahrheit ein, obwohl ihr von Erwachsenen gedroht wird. Neben Liliane und Jesaja lernen wir zwei weitere Kinder kennen. Tom und Wolke leben auf dem Reiterhof und stellen sehr sympathische Charaktere dar. Bemerkenswert finde ich, dass die Eltern der beiden zwei Frauen sind. Da dies bisher noch selten in Kinderbüchern thematisiert wird, finde ich es schön, wie normal diese Begebenheit in der Geschichte erscheint.

    Frau Von Schmidt und Bonsai haben mich sehr zum Lachen gebracht. Dieses Mal kommen sie auf die Idee, mit in die Schule zu gehen. Wir lernen verschiedene Pferde kennen, die auch alle einen eigenen Charaktere und eine eigne Beziehung zu Menschen und Pferdesport haben. Daran merkt man: Tiere sind mindestens genauso einzigartig und verschieden wie wir Menschen.

    Fazit: Zwischendurch hat mit in der Geschichte der Spannungsbogen etwas gefehlt. Doch ich gebe  noch 5 Sterne, da mich die Geschichte vollkommen abholen konnte, obwohl ich mit Pferden überhaupt nichts am Hut habe. Und die Hörbuchfassung ist großartig.


  24. Cover des Buches bleiben (ISBN: 9783426304792)
    Judith W. Taschler

    bleiben

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra-H
    Eine aus der Perspektive der vier Beteiligten erzählte Geschichte. Wobei jeder der vier Erzähler sein Wort an einen  dem Leser nicht bekannten Gesprächspartner richtet, der als "Fragensteller" fungiert. Das wirkt künstlich und erzwungen. Auch die Geschichte selbst ist nicht unbedingt fesselnd und schleppt sich dahin. Die Sprache ist gut, was mich dazu bewegt, einen Stern zum Minimum hinzuzufügen

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