Bücher mit dem Tag "cholera"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "cholera" gekennzeichnet haben.

63 Bücher

  1. Cover des Buches Die Welt, wie wir sie kannten (ISBN: 9783551312037)
    Susan Beth Pfeffer

    Die Welt, wie wir sie kannten

     (481)
    Aktuelle Rezension von: Haihappen_Uhaha

    Ich mag die schlichte Gestaltung der Cover sehr!

    *Handlung:* Ein Asteroid trifft den Mond und bringt diesen aus seiner Umlaufbahn, was sich auf das Leben auf der Erde gefährlich auswirkt. Gelingt es Miranda und ihrer Familie zu überleben?

    *Meinung:* Ich hab die Reihe schon sehr lange zuhause und hab mich sehr auf den Auftakt gefreut. Das erste Buch wird in Tagebuchform erzählt und dreht sich um das Überleben der 16-jähringen Miranda und iherer Familie.

    Leider merkt man, dass es aus der Sicht eines Teenagers erzählt wird. Alles wird sehr kindisch und oberflächlich erzählt. Man spürt die nackte Angst ums Überleben einfach nicht. Dafür macht sich der Teeanger ziemlich viele Gedanken um Blanglosigkeiten. Es hätte so spannend und düster sein können, doch hier wurde das Potenzial leider nicht ganz ausgeschöpft. Es war gegen Ende dann doch noch recht spannend und ich werde auf jeden Fall weiterlesen, aber umgehauen hat es mich nicht.

  2. Cover des Buches Die Hafenschwester - Als wir zu träumen wagten (ISBN: 9783453292338)
    Melanie Metzenthin

    Die Hafenschwester - Als wir zu träumen wagten

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Wiebke13

    Hamburg 1892

    Die Cholera wütet in der Stadt und fordert viele Kranke und noch mehr Todesopfer. 

    Auch Marthas kleine Schwester und ihre Mutter sind unter den Opfern. 

    Aufopferungsvoll stellt sich die 14jährige Martha von nun an ihrem Leben und nimmt eine Stelle als Krankenanwärterin im Krankenhaus an, um für ihren Bruder und mittlerweile Alkoholabhängigen Vater zu sorgen.

    Martha kommt zwar aus dem armen Gängeviertel, ist aber wissbegierig und entdeckt ihre Leidenschaft für die Medizin. Und schon bald bekommt sie eine Lehrstelle bei den Erika- Schwestern am Eppendorfer Krankenhaus. Sie arbeitet sich immer weiter hoch. Bald ist sie eine gewissenhafte OP- Schwester, schließt sich einer Frauenrechtsbewegung an und verliebt sich in den jungenhaften gut-aussehenden Paul. Doch die Regeln der Schwesternschaft sind sehr streng…..

    Schon die ersten Seiten vom Auftakt der Hafenschwester Reihe haben mich gepackt. 

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich fand es richtig spannend. Die Zeit in der die Cholera herrschte mit all ihren „Hygienevorschriften“ und die Medizinhistorischen Aspekte wurden fabelhaft in diese Geschichte integriert. Auch Millis Geschichte mit dem ältesten Gewerbe der Welt wurde von Melanie Metzenthin realistisch und auch bewegend erzählt. 

    Die Protagonistin Martha ist sehr kämpferisch, selbstbewusst und sehr sympathisch und ich konnte mit ihr  mitfiebern und mitfühlen.

    Das Hamburger Gängeviertel als Setting ist wahnsinnig spannend und beeindruckend. 

    Allerdings fand ich den politischen Teil, wie den Hafenarbeiterstreik etwas zu viel und an einigen Stellen wurde das Buch für mich zu langatmig.

    Jedoch alles in allem fand ich dieses Buch sehr unterhaltsam und ich bin gespannt, wie es im zweiten Teil weiter geht. 

    Auch hier kann ich eine Leseempfehlung und 4/5⭐️ geben für einen interessanten und unterhaltsamen aber auch recht politischen Auftakt dieser Reihe.

  3. Cover des Buches Bis zum letzten Tropfen (ISBN: 9783453268975)
    Mindy McGinnis

    Bis zum letzten Tropfen

     (90)
    Aktuelle Rezension von: GrauerVogel
    Lynn lebt allein mit ihrer Mutter in einem alten Farmhaus an einem Weiher. In ihrer Welt ist Wasser zu einem kostbaren Gut geworden - so kostbar, dass man es mit seinem Leben verteidigen muss.



     Doch schließlich kommt ihre Mutter ums Leben und Lynn ist auf sich gestellt.
    Hier begann eine Phase, die für mich zunächst schwierig und unbefriedigend war. Nicht, weil sie schlecht geschrieben gewesen wäre - überhaupt nicht! Sondern, weil der Klappentext davon spricht, Lynn würde die Farm verlassen und Hilfe holen oder einfach wegziehen. Und darauf habe ich gewartet, gewartet, gewarten ohne dass es kam. Weil das nämlich auch gar nicht der Plot dieses Buches ist! Ich habe schlichtweg das Falsche erwartet aufgrund eines falschen Klappentextes.


    Vielmehr geht es darum, wie Lynn aus dieser Situation heraus langsam und höchst skeptisch Kontakte zu anderen Menschen knüpft und wie dies ihr Leben verändert, wie Lynn sich selbst schließlich verändert. Als ich das verstanden hatte, war ich plötzlich wieder hoch zufrieden mit diesem Buch!


    Teilweise fand ich die Handlung sehr vorhersehbar, anderes wiederum nicht ganz glaubwürdig. Im Großen und Ganzen finde ich die Erzählung aber sehr stimmig, das Tempo genau richtig um alles zu entwickeln, ohne dass es gestellt wird. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm und passend. Manchmal sehr poetisch, an anderen Stellen wieder sehr geradeheraus und nüchtern, eben so wie Lynn.


    Unter'm Strich ist dieses Buch trotz einiger Abstriche sehr gelungen und für Genrefans auf jeden Fall empfehlenswert.


    Eine noch ausführlichere Rezi ist auf meinem Blog zu finden.
    https://pieni-lepakko.blogspot.de/2017/09/bis-zum-letzten-tropfen-von-mindy.html
  4. Cover des Buches Die Charité: Hoffnung und Schicksal (ISBN: 9783499274527)
    Ulrike Schweikert

    Die Charité: Hoffnung und Schicksal

     (283)
    Aktuelle Rezension von: ReadAndTravel

    Die Charité - Geschichten von Leben und Tod, von Hoffnung und Schicksal im berühmtesten Krankenhaus Deutschlands. 1831 geht in Berlin die Angst um, die Cholera könnte Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, ein Heilmittel auszumachen. Währenddessen führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten. Und die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem Arzt.


    Was für ein spannendes und interessantes und auch lehrreiches Buch. Ich finde es super spannend und interessant über die Behandlungsmethoden und Zustände in Krankenhäuser zu dieser Zeit zu lesen. Es ist teilweise erschreckend wie wenig die Menschen im Gegensatz zu heute wissen, aber trotzdem faszinierend wie die Ärzte damals ihren Patienten und Patientinnen geholfen haben. 

    Ich mochte in diesem Buch vor allem Elisabeth und Dr. Dieffenbach. Ich habe mit ihm gelitten, wegen seiner verbotenen Liebe und mit Elisabeth den Wunsch geteilt mehr sein zu dürfen als eine Wärterin. Ich habe mich sehr über den Ausgang ihrer Geschichte gefreut. Teilweise waren mir die Zeitsprünge zu schnell und zu groß, sodass es mir ab und zu schwer viel etwas zu fühlen, da man so schnell wieder aus der Szene gerissen wurde. 

    Mir hat das Buch der gut gefallen. Ich werde auf jeden Fall weiter lesen. Das Buch bekommt 4/5 Sterne. 

  5. Cover des Buches Die geheime Liebe der Charlotte Brontë (ISBN: 9783784433875)
    Jolien Janzing

    Die geheime Liebe der Charlotte Brontë

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Buecherwurm1973

    Das Leben als Pfarrerstochter ist Charlotte Brontë zu wenig. Sie möchte ihr Französisch in Brüssel verbessern. Im Pensionat von Claire Heger hofft sie alles zu erlernen, um eine Schule gründen zu können. Zusammen mit ihrer Schwester Emily wird sie 6 Monat auf dem Festland verbringen. Während Charlotte die Stadt erkundet, schottet sich Emily ab. Charlotte begleitet Constantin Heger auf seinen Touren in die Armutsviertel. Ihre Bewunderung weicht bald Liebe. Obwohl Constantin auch Gefühle für sie hegt, bleiben nichts als ihre Liebesbriefe. Charlotte reist schweren Herzens mit ihrer Schwester nach Hause.

     

    Am Anfang der Geschichte gibt es eine Erzählerin, die den Leser quasi in die Geschichte einführt. Anfangs ist sie ziemlich präsent und kommt ab Mitte des Buches  schliesslich nicht mehr Wort. Mich hat sie ziemlich genervt. Sie hat so einen naiven und überschäumenden Unterton eines kleinen Mädchens.

    Eines vorweg, wer eine Biografie von Charlotte Brontë erwartet, wird enttäuscht sein. Denn das Buch handelt nur von diesem Aufenthalt in Brüssel. Nicht einmal dies hat sie meiner Meinung nach befriedigend hinbekommen. Zweifelsfrei hat Jolien Janzing die damalige Zeit und dessen Geschehnisse treffend beschrieben. So gibt es zum Beispiel einen unnötigen Handelsstrang eines jungen Mädchens, das die Mutter zur Mätresse des Königs machen will. Klar, es begegnet Charlotte immer wieder. Ich vermute, dass die Autorin damit das damalige Weltbild skizzieren wollte. Doch dieser Handelsstrang nimmt viel zu viel Platz ein.

    Die Beschreibung der Gefühle der Liebenden Charlotte Brontë und Constantin Heger waren für mich der Lichtblick. Aber leider sind sie nur wenig vorhanden. Denn die Autorin will so vieles erzählen. Somit kommt der eigentliche Kernpunkt des Buches zu kurz.

    Wer aber wissen will, auf wessen Tatsachen das Buch „Jane Eyre“ beruht, ist mit diesem Buch sicher gut bedient.

  6. Cover des Buches Teufelsgrinsen (ISBN: 9783462047592)
    Annelie Wendeberg

    Teufelsgrinsen

     (195)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: London, Ende 19. Jhd.: Nachts arbeitet Anna in Londons Elendsvierteln als Krankenschwester und versorgt Kinder, Bettler und Kriminelle. Doch am Tag verkleidet sie sich als Mann und arbeitet als Anton Kronberg, ein angesehener Epidemiologe. Bisher hat niemand ihr Geheimnis aufgedeckt, doch dann begegnet sie dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes, der sie mit einem Blick durchschaut. Gemeinsam untersuchen sie einen Fall von absichtlich mit Cholera infizierten Menschen. 

    Eindruck: Die Idee, dass Sherlock Holmes bei seinen Fällen nicht nur von Watson unterstützt wurde, sondern auch eine Frau beteiligt war, hat mich sofort interessiert. 

    Die Charaktere: Anna Kronberg ist eine sehr intelligente und stolze Frau. Sie wollte unbedingt Ärztin werden, doch Frauen war es damals nicht erlaubt Medizin zu studieren. Kurzerhand hat sie sich ein Doppelleben aufgebaut. Sie ist einerseits sehr emotional, hat aber aufgrund ihrer Rolle ein bisschen verlernt, sich wie eine Frau zu verhalten und deshalb auch viele männliche Eigenschaften. Ihre Vergangenheit ist wirklich brutal, weswegen sie ein gestörtes Verhältnis zu Männern hat. Zu Sherlock Holmes muss ich wohl nicht viel sagen. Er ist genial, wirkt meist emotionslos und ist sehr unbeholfen, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

    Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Es war sehr interessant wie Anna den medizinischen Wissensstand dieser Zeit erklärt. Obwohl ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne, konnte ich den Erklärungen gut folgen. Man merkt, dass die Autorin selbst eine Wissenschaftlerin ist. Aber insgeheim habe ich auf den Moment gewartet, in dem endlich Sherlock Holmes auftaucht. Das geschah dann auch recht schnell und die Dialoge zwischen ihm und Anna, zwei intelligenten, irgenwie aus der Zeit gefallenen Charakteren, haben mich sehr gut unterhalten. Der Fall bzw. die Verschwörung, die aufgeklärt werden muss, ist auch spannend. Mir hat besonders der wissenschaftliche Schwerpunkt der Geschichte begeisert, da es mal eine nette Abwechslung war. Außerdem werden die Lebensumstände der Menschen im 19. Jhd. schonungslos und realistisch beschrieben. Es war damals wirklich hart in London zu (über)leben. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte und den Schauplatz hinein denken. 

    Eine klare Empfehlung! Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

  7. Cover des Buches Das Tor zur Welt: Träume (ISBN: 9783499009211)
    Miriam Georg

    Das Tor zur Welt: Träume

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Woertergarten

    Die junge Ava und ihre Familie leben im Alten Land. Auf dem Moorhof sind die Lebensbedingungen sehr schwer. Als im Sommer 1892 die Tiere krank werden, entscheidet der Vater, mit seiner Familie über Hamburg nach Amerika auszuwandern. Gleichzeitig bricht die Cholera in Hamburg aus.
    Zwanzig Jahre später ist Ava wieder in Hamburg und träumt von einem neuen Versuch.

    Claire Conrad gehört zu einem ganz anderen Kreis: ihre Familie ist reich. In ihren Träumen steht Markus Godebrink, der Erbe einer reichen Reederei.

    Aus unterschiedlichen Gründen landen Ava und Claire in der Auswandererstadt. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkünfte freunden sie sich miteinander an.

    Das gelungene Cover hebt sehr gut hervor, dass in diesem Roman zwei Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten im Mittelpunkt stehen. Mit dem Auszug aus der Hamburger Stadtkarte ist die Hansestadt als Handlungsort klar erkennbar. Dieser Auszug verziert auch der ersten Seite jedes Teils des Buches.

    Von Anfang an wird dem Leser nahe gelegt, unter welchen schwierigen Bedingungen die Überfahrt stattfinden konnte. Jedoch spielt die Überfahrt nach Amerika in „Das Tor zur Welt - Träume“ nur eine untergeordnete Rolle: Der Schwerpunkt liegt auf Ava und Claire mit Hamburg und der Auswandererstadt als Kulisse. 

    Miriam Georg hat zwei starken Frauenfiguren ins Leben gerufen. Beide haben Träume genauso wie die Auswanderer, den sie in der Auswandererstadt begegnen. Es brauchte aber einen Ort wie die Ballinstadt, damit diese zwei Frauen sich anfreunden. Sei es der Charakter, die Herkunft, die Denkweise, die Erfahrungen… Ava und Claire sind so unterschiedlich, dass sie vermutlich auf vertrautem Terrain nie zusammengekommen wären, geschweige voneinander gelernt hätten.

    Mit einem lebhaften Schreibstil und wahrheitsgemäßen Beschreibungen der Umständen in Hamburg, auf dem Veddel und im Alten Land entführt Miriam Georg den Leser in die faszinierenden Zeiten des Cholera-Ausbruchs und der Auswanderung, die die Hansestadt geprägt haben. 

    Auch menschenrechtliche Themen werden angesprochen, wie die Völkerschauen im Hagenbeckschen Tierpark und die Unterdrückung und Bevormundung der Frauen in der Gesellschaft der Jahrhundertwende (mit der bei Frauen verbreiteten Diagnose Hysterie). Diese sind besonders interessant in der Geschichte eingearbeitet, da die Vielfalt an Charakteren ermöglicht, dass unterschiedliche, sogar moderne, Meinungen vertreten werden.

    Die eingebettete Erzählung einer früheren Überfahrt nach Amerika unterstützt das Aufbauen der Spannung im ganzen Roman. Als Leser versteht man schon früh, dass etwas mehr als Freundschaft Ava und Claire verbindet. Jedoch löst sich am Ende dieses ersten Band das Rätsel nicht komplett auf. Deswegen freue ich mich schon auf den zweiten Band „Das Tor zur Welt - Hoffnung“, um weitere besonderen Stunden mit Ava und Claire zu verbringen.

  8. Cover des Buches Die Charité: Hoffung und Schicksal (ISBN: B07FKMFS2T)
    Ulrike Schweikert

    Die Charité: Hoffung und Schicksal

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Claudia107

    Inhaltsangabe: "Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen - und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Hunderttausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Prof. Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Diakonisse Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt..."

    Das Hörbuch besteht aus 2 MP3-CD's, hat eine Laufzeit von 877 Minuten  (ungekürzte Lesung) und wird von Beate Rysopp wunderbar gelesen. 

    Diese Geschichte über die Berliner Charitè und ihrer damaligen Vorgehensweise bei gewissen Erkrankungen im 19. Jahrhundert fand ich unglaublich fesselnd, interessant und informativ. Auch die Protagonisten, die man hier eine Weile begleiten darf, fand ich richtig gut gewählt und ich war immerzu neugierig wie ihre Geschichte weitergeht. Da es noch eine Fortsetzung gibt bin ich jetzt wahnsinnig gespannt auf den 2. Teil und ich hoffe, den ein oder anderen Protagonisten auch dort wieder zu finden.

    Fazit: Für alle die sich für die frühere Vorgehensweisen in der Medizin aus dem 19. Jahrhundert interessieren ein absolutes Muss. Mich konnte dieses Hörbuch richtig begeistern und ich bin gespannt auf die Fortsetzung. 

  9. Cover des Buches Hotel Inselblick - Wolken über dem Meer (ISBN: 9783426522776)
    Anke Petersen

    Hotel Inselblick - Wolken über dem Meer

     (30)
    Aktuelle Rezension von: claudis_buecherwelt

    Bei diesem Buch handelt es sich wieder um einen historischen Roman. Es ist der Auftakt der Amrum-Trilogie und beginnt im Jahr 1892.

    Anfangs spielt die Geschichte noch in Hamburg. Es dauert eine Weile, bis sich die Familie Stockmann auf den Weg nach Amrum macht. 

    Die Familie Stockmann besteht aus dem Ehepaar Marta und Wilhelm, sowie den Töchtern Rieke, Ida und Marie.

    Mir hat die Familiengeschichte gut gefallen. Man durfte miterleben was für Hürden sich ihnen in den Weg gestellt haben und vor allem, welche Schicksale sie ertragen mussten. Auch die Umgebung fand ich sehr gut beschrieben, sodass man direkt ein Bild vor Augen haben konnte.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm, allerdings fällt es anfangs etwas schwer in die Geschichte richtig hineinzufinden. Zwar gibt es zu Beginn eine kleine Auflistung der handelnden Personen, dennoch musste man sich erst ein wenig reinlesen, um alle richtig einordnen zu können. Der Blick zurück auf die Anfangsseite war daher öfter von Nöten.

    Das Buch hat über 500 Seiten, was mir persönlich etwas zu viele waren. Es passiert einiges in diesem Buch, aber zwischendrin wurde es etwas langatmig. Vielleicht hätten ein paar weniger Seiten der Geschichte gut getan.

    Alles in allem ist es aber ein gutes Buch mit Luft nach oben. Bin gespannt wie es in den Folgebänden weitergeht. Diese werde ich später sicher auch noch lesen.

    Ich werde für diesen 1. Band 3 von 5 Sternen vergeben.

  10. Cover des Buches Sehnsucht nach Sansibar (ISBN: 9783442476664)
    Micaela Jary

    Sehnsucht nach Sansibar

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Steffi_the_bookworm

    3.5


    1888 sind drei Frauen aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen an Bord eines Schiffes auf dem Weg nach Sansibar. Da ist zum einen Viktoria, eine Reederstochter, die nach einem Skandal Hamburg verlassen soll, um ein wenig Gras über die Sache wachsen zu lassen, zum anderen Antonia, die einen Forscher als seine Sekretärin auf einer Expedition begleitet und Juliane, ein verwöhnte junge Frau aus reichem Hause. An Bord freunden die sich drei Frauen und starten in ihr Abenteuer auf Sansibar.


    Mich konnte die Geschichte um die drei Frauen sehr gut unterhalten und ich fand ihre unterschiedlichen Lebensweise und Lebenshintergründe sehr interessant. Wir begleiten die drei Frauen auf ihrem Abenteuer in einem fremden Land, wie sie sich zurechtfinden müssen und neue Dinge auf sie warten.


    Auch die Umgebung und das Land werden mit vielen Details beschrieben und man hat das Gefühl alles genau vor Augen zu haben. Dennoch haben sich ab und an ein paar Längen eingeschlichen und mir fehlte manchmal ein wenig ein roter Faden. Die Geschichte konnte mich aber auch des öfteren überraschen.


    Insgesamt war das Buch für mich ein unterhaltsamer historischer Roman, der mit einem tollen Setting überzeugen kann.

  11. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: B006GSIDQI)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (177)
    Aktuelle Rezension von: lenih

    Als Daniel Sempere 1945 zehn Jahre alt wird, nimmt ihn sein Vater mit zum Friedhof der vergessenen Bücher, einer geheimnisvollen Bibliothek, in der alle Bücher aufbewahrt werden, die keinen Besitzer mehr haben. Dort darf Daniel sich ein Buch aussuchen und stößt dabei auf den Roman „Der Schatten des Windes“ von Julián Carax. Über Nacht verschlingt Daniel die Geschichte und möchte sogleich mehr über den Autor und seine weiteren Werke erfahren. Doch seltsamerweise scheinen alle Bücher und auch der Autor selbst auf mysteriöse Weise verschwunden zu sein. Daniels Interesse an der Lebensgeschichte Carax‘ ist geweckt. Er beginnt zu recherchieren, ehemalige Weggefährten des Autors ausfindig zu machen und hinter Carax‘ Geheimnis zu kommen. Dabei zieht er jedoch die Aufmerksamkeit eines Fremden auf sich, der ebenfalls Interesse an Daniels Buch hat, und auch der brutale Polizist Francisco Fumero will den Jungen davon abhalten, tiefer in das Rätsel um Carax einzutauchen. Doch Daniel lässt sich nicht beirren. Auf seiner Suche findet er neue Freunde und verliert alte, er trifft auf die Liebe und den Tod, er lernt viel über die Gräueltaten des Franco-Regimes und die Geheimnisse seiner Heimatstadt Barcelona und wird dabei erwachsen.

    Mit 16 Std. 15 Min. ist das Hörbuch „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón schon eine etwas längere Geschichte. Der Autor nimmt sich zu Beginn viel Zeit, die Hauptfigur Daniel vorzustellen. Die Leser*innen lernen den Jungen, der von einem Buch so sehr in den Bann gezogen wird, dass es von nun an fast sein ganzes Leben bestimmen wird, kennen und begleiten ihn auf seiner Suche nach dem nebulösen Carax. Manche Beschreibungen von Daniels Gedanken und Erlebnissen geraten dabei schon etwas langatmig. Der Autor hat jedoch eine wunderbare Art und Weise, Worte zu finden, um diese und auch die Stadt Barcelona zu beschreiben. Darum fiel es mir nicht schwer, trotz der Länge des Hörbuches bei der Geschichte zu bleiben. Der Schreibstil ist einfach wunderschön, bildhaft und anschaulich.

    Als Daniel auf den Landstreicher Fermín Romero de Torres trifft, der sich als weltgewandt und belesen herausstellt, gewinnt die Geschichte an Fahrt, denn Fermín ist ebenfalls neugierig auf Carax geworden und hilft Daniel, dessen Spur aufzunehmen. Dabei geraten die beiden immer wieder mit dem grausamen Fumero aneinander, mit dem Fermín eine ganz eigene Vergangenheit verbindet. Hier liegt übrigens auch einer der beiden Kritikpunkte, die ich an diesem Buch habe. Es gibt eine ganze Menge vermeintlicher Zufälle und Zusammenhänge in dieser Geschichte. Natürlich ist dies ein fiktiver Roman, aber wenn ich mir vorstelle, wie viele Einwohner Barcelona auch 1945 schon gehabt haben muss, sind manche Bekanntschaften und Verbindungen schon etwas arg auffällig gut passend konstruiert.

    Spannend bleibt die Suche nach dem verschwundenen Carax dennoch. Es tun sich immer mehr Verwicklungen auf und mehr und mehr Geheimnisse werden gelüftet. Nach und nach wird klar, warum keines der Bücher Carax' mehr in den Buchhandlungen und Sammlungen der Literaturliebhaber zu finden ist, außer jenem, das Daniel besitzt.

    Auch die Liebe ist ein zentrales Thema des Romans. Und hier kommt dann auch mein zweiter Kritikpunkt. Mir ist es nämlich etwas wahllos vorgekommen, wie die männlichen Hauptfiguren ihr Herz verschenken. Besonders bei Daniel hatte ich das Gefühl, dass seine Gefühle immer vom einen auf den nächsten Moment zu entflammen scheinen und er sich beinahe von jeder Frau angezogen fühlt.                    
    Achtung, Spoiler!!! Besonders bei Daniels großer Liebe hat mich dann gestört, dass er noch kaum ein Wort mit ihr gewechselt hat, sie aber gleich dazu bringt, ihre Verlobung zu lösen ohne überhaupt genau zu wissen, was er von ihr will.

    Dennoch ist „Der Schatten des Windes“ eine große Geschichte, spannend, berührend und manchmal sogar sehr komisch erzählt. Ein paar Längen und manch seltsamen Zufall muss man aushalten können, dann wird man aber auch belohnt mit einer wundervollen Erzählweise und einem Roman, in dem die Liebe zu Büchern und Geschichten eine ganz zentrale Rolle spielt. Hervorragend gelesen von Uve Teschner.

  12. Cover des Buches Der Tod in Venedig (ISBN: 9783596904075)
    Thomas Mann

    Der Tod in Venedig

     (450)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Buchbesprechung geht es hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-3wa9m-f72663

    Vorsicht, Spoiler!

  13. Cover des Buches Vom Himmel zum Meer (ISBN: 9783442488292)
    Lisa Marcks

    Vom Himmel zum Meer

     (29)
    Aktuelle Rezension von: dermoerderistimmerdergaertner
    Inhalt: 1892: Agnes Martin ist ein Findelkind und in einem Waisenhaus in Straßburg aufgewachsen. Als sie 21 Jahre alt und damit mündig ist, muss sie das Heim verlassen und wird Gesellschafterin bei der ruppigen Pfarrerswitwe Tilly Bevenkamp in Hamburg. Als sie sich gerade etwas eingelebt hat, bricht in Hamburg die Cholera aus und Agnes und Tilly fliehen zusammen mit elf Heimkindern an die Ostsee. Dort wohnen sie in einer kleinen Kate, die Tillys verstorbenen Eltern gehört hat. Um etwas Geld zu verdienen, verkauft Agnes selbst gebackene Backwaren an die reichen Strandgäste. Doch in der kleinen Küche der Kate wird es schnell zu eng. Die wunderschöne große Küche eines leerstehenden Herrenhauses würde sich für Agnes Zwecke perfekt eignen, doch leider verweigert der reiche Besitzer ihr seine Einwilligung. Aber so schnell lässt sich Agnes nicht von ihrem Plan abbringen…

    Meine Meinung: Das Buch lässt sich wunderbar leicht und flüssig lesen und während es am letzten Sonntag ohne Unterbrechung regnete, konnte ich völlig in der Geschichte abtauchen. Sie ist zwar relativ anspruchslos, aber sehr unterhaltsam und warmherzig. Es macht Spaß, die vielen, meist etwas skurrilen Charaktere, kennenzulernen. Auch die, die zunächst etwas abweisend und brummig erscheinen, haben doch ein gutes Herz. Bis auf ganz wenige Ausnahmen wachsen einem alle Charaktere, vor allem Agnes, schnell ans Herz, auch wenn es im Lauf der Geschichte immer mehr werden. 
    Lisa Marcks hat die Zeit gegen Ende des 19. Jahrhunderts sehr anschaulich beschrieben; z.B. das Leben der ärmeren Bevölkerung, die Anstrengungen der Reisen und auch die Rolle der Frau. Heute ist es unvorstellbar für uns, wie prüde man damals war (googelt mal den Begriff „Badekarren“!). Nach den tollen Beschreibungen von Agnes köstlichen Backwaren hätte ich mir ein paar Rezepte auf den letzten Seiten gewünscht.
    Gegen Ende fand ich die Geschichte etwas schwächer; alle Probleme lösen sich wie von allein und schließlich gibt es ein dickes Happy End.

    Fazit: Insgesamt ein schöner und unterhaltsamer historischer Roman mit viel Frauenpower. 4,5 ⭐

  14. Cover des Buches Die Krankenschwester von St. Pauli – Tage des Schicksals (ISBN: 9783492315616)
    Rebecca Maly

    Die Krankenschwester von St. Pauli – Tage des Schicksals

     (28)
    Aktuelle Rezension von: AnnaMarike

    Die Geschichte beginnt 1885 und von diesem Punkt an werden wir in Svantjes Leben mitgenommen. Vom Land zieht sie mit ihrer Familie nach Hamburg und lebt dort in ärmlichen Verhältnissen. Der Vater arbeitet auf als Hilfsarbeiter bei einer großen Firma und die Mutter ist Angestellte bei einem Haus der höheren Gesellschaft. Svantje hat einen Traum, sie möchte Krankenschwester werden, für welchen sie ohne Grenzen kämpft.

    Gleichzeitig können wir Einblick in die höhere Gesellschaft bekommen und erleben so zwei unterschiedliche Sichten auf die Welt.

    Bei Ausbruch der Cholerapandemie müssen sowohl die armen als auch die reichen leiden, wenn auch auf verschiedene Weisen und Svantje beweist ihre Berufung.

    Das Buch hat mich komplett gefesselt, ich habe mit den Protagonisten getrauert, mich gefreut und die Wut mitgenommen. Das Buch hat mich eingenommen und eingehüllt. Es war faszinierend in die Geschichte der Hansestadt Hamburg hinter die Kulissen zu schauen und ein Erlebnis, dass ich jederzeit wieder erleben möchte. 

  15. Cover des Buches Triptychon (ISBN: 9783992001583)
    Thomas Beckstedt

    Triptychon

     (22)
    Aktuelle Rezension von: brauneye29
    Zum Inhalt:
    In einem multinationalen Konzern wird ein unschuldiger Mann zur Schachfigur in einem mörderischen Spiel um Macht, Geld und Kontrolle. Er erlebt die Hölle auf Erden. John Gallagher, Informatiker aus London, steht massiv unter Druck. 
    Meine Meinung:
    Ich habe das Buch nicht zu Ende lesen können, da ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht klar kam. Allein schon dieser dauernde Sichtwechsel hat mich kirre gemacht. In die Story hab ich nicht rein gefunden. Und dies Buch ist für mich ein klassischer Fall von, wie unterschiedliche Menschen Bücher beurteilen. Man Mann fand das Buch toll, ich schrecklich. 
    Fazit:
    Geschmäcker sind halt verschieden.
  16. Cover des Buches Arzt der Hoffnung (ISBN: 9783499005602)
    Ralf Günther

    Arzt der Hoffnung

     (28)
    Aktuelle Rezension von: zauberblume

    Dies war mein erster Roman, den ich von dem Autorin Ralf Günther gelesen habe und ich war und bin noch immer total begeistert. Ein toller historischer Roman, in dem uns das Leben des berühmten Arztes Dr. Robert Koch, verpackt in eine packende Geschichte, nahe gebracht wird.

    Der Inhalt: Hamburg, im August 1982: Verdächtige Krankheitsfälle häufen sich. Der Erste Bürgermeister vermutet die Cholera – und schweigt. Also schickt die Reichsregierung den kompetentesten Seuchenfachmann nach Hamburg, den sie aufzubieten hat: Robert Koch. Natürlich ist der berühmte Arzt nicht willkommen. Als er die Erreger im Hamburger Trinkwasser nachweist, beginnt für ihn ein Kampf an mehreren Fronten. Da erreicht mit einem der letzten Dampfschiffe von Sylt Hedwig, Kochs Geliebte, die abgeriegelte Hansestadt. Er ist zornig und glücklich zugleich. Denn sie darf nicht offiziell bei ihm sein. Als ein junger Assistenzarzt auf Hedwig aufmerksam wird und Koch die Eifersucht befällt, muss er einen kühlen Kopf bewahren.

    Einfach klasse! Noch jetzt nach Beendigung des Buches habe ich ein Gänsehautfeeling. Der Autor hat die Atmosphäre, die zur Pandemiezeit in Hamburg herrschte, so wunderbar beschrieben. Die ganze Lektüre läuft wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Die Charaktere sind herausragend beschrieben. Auch werde ich beim Lesen von zahlreichen Emotionen übermannt. Die Panik, die in der Stadt ausbricht ist förmlich zu spüren. Ich lerne einen begnadeten Arzt, der alles tut, um den Albtraum zu beenden. Auch Hedwig, seine Geliebte, hat mich begeistert. Sie hat gezeugt, welche Kraft und welcher Mut in ihr stecken. Mit großer Spannung habe  ich die Einleitung jedes Kapitels gelesen, hier erfahren wir, wie ein Zeitzeuge der Choleraepidemie 1892 in Hamburg (dies ist Jakob Löwenberg) diese erlebt hat.

    Ein fesselnde und hochinteressante Lektüre, die mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse 5 Sterne.

  17. Cover des Buches Giganten (ISBN: 9783037630570)
    Claude Cueni

    Giganten

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Insider2199

    Der Roman hält nicht, was Titel, Cover und KT versprechen!

    Der 1956 in Basel geborene Autor schrieb neben historischen Romanen und Thrillern auch Theaterstücke, Hörspiele und über 50 Drehbücher für Film und Fernsehen. Außerdem designte er jahrelang Computer-Games. Bekannt wurde er durch seine monumentale 1500-seitige Trilogie über "Geld, Götter und Leidenschaft", die u. a. die Geschichte des Geldes in drei Epochen erzählt: "Cäsars Druide" (Geld aus Metall), "Das große Spiel" (Geld aus Papier), "Gehet hin und tötet" (virtuelles Geld). Der vorliegende Roman ist mein erster von ihm.

    Inhalt (Klappentext): Der Roman erzählt die Geschichte zweier Freunde, die im ewigen Wettstreit um das größte Bauwerk der Welt zu Rivalen werden; es ist das Drama zweier Rivalen, die im Wettstreit um eine Frau zu Feinden werden. Der eine ist der kühl berechnende Visionär und Ingenieur Gustave Eiffel, der geniale Eisenmagier, der den Eiffelturm erbaute; der andere der Bildhauer Frédéric Bartholdi, ein Künstler aus Leidenschaft, der von der Idee besessen ist, einen weiblichen Koloss von Rhodos zu erschaffen, und die Freiheitsstatue errichtete. Zwischen den beiden Männern steht eine junge Pariserin, die sich zwischen Vernunft und Herz, zwischen wirtschaftlicher Sicherheit und einem Leben als Bohemien, entscheiden muss.

    Meine Meinung: Zuerst einmal zu den positiven Aspekten des Romans: das Buch lässt sich leicht lesen und man erfährt zahlreiche historische Fakten zum Bau des Eiffelturms und der Freiheitsstatue. Das ist aufgrund des Covers, Titels und Klappentexts auch zu erwarten gewesen. Die gleichen Infos bekomme ich aber auch, wenn ich mir die Wikipedia-Beiträge zu den Events durchlese. Somit lag meine Erwartungshaltung bei so einem fiktiven Roman doch etwas höher, v.a. wenn die Rivalität der beiden Erbauer im Klappentext angedeutet wird: da erwarte ich logischerweise Konflikte und Dramatik – doch hier enttäuscht der Roman, was mich zu folgenden Kritikpunkten überleiten lässt …

    Erstens kocht die Rivalität bzw. Konflikte auf kleiner Flamme, denn es geht hpts. ständig um die Frau, in die sich Frédéric verliebt und die ihm Mr. Eiffel wegschnappt. Es ist ja nicht so als würde die Frau zu irgendwas gezwungen, sondern sie entscheidet sich freiwillig dazu, den Eiffelturm-Erbauer zu heiraten und Frédéric jammert ständig rum und kann dies nicht ertragen. Zu einem richtigen Fight zwischen den beiden kommt es leider nicht wirklich, es wird mit der Zeit einfach nur nervig, weil die Frau auch nicht richtig weiß, was sie will und das Gezeter auch noch in sehr banalen, gestelzten Dialogen verpackt wird.

    Zweitens fand ich es sehr schade, dass man hpts. nur mit der Perspektive von Frédéric konfrontiert wird und somit auch über den Bau der Freiheitsstatue viel mehr erfährt als über den des Eiffelturmes. Mich hätte aber auch diese Seite interessiert; es gibt z.B. viele interessante Facts, die ich im Internet nachlas, die sich leider nicht in diesem Roman wiederfinden. Schade.

    Und drittens gibt es auch in diesem Roman – was leider keine Seltenheit darstellt – sehr viele Lückenfüller, sprich ich hätte mir ein besseres Editing gewünscht. Da gibt es z.B. einen sehr ausschweifenden Sub-Plot über Frédérics Bruder Charles, den man meines Erachtens getrost hätte streichen können, denn der Fokus sollte doch auf der Rivalität der beiden „Giganten“ liegen, doch dieser kommt leider zu kurz oder ist zu trivial dargestellt. Ergo Thema verfehlt.

    Fazit: Der Roman hält nicht, was Titel, Cover und KT versprechen! Ja, der historische Roman liefert einige interessante Fakten, aber keine, die man im Internet nicht selbst gefunden hätte. Die Rivalität der „Giganten“ kam zu kurz und versumpfte in nervigen, trivialen, gestelzt klingenden Dialogen. Das Buch erreicht leider nicht ganz Durchschnittsniveau, somit vergebe ich 2,5 Sterne und sage: muss man nicht unbedingt gelesen haben.

  18. Cover des Buches Der Tod in Venedig und andere Erzählungen (ISBN: 9783596900275)
    Thomas Mann

    Der Tod in Venedig und andere Erzählungen

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Buchbesprechung geht es hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-3wa9m-f72663

    Vorsicht, Spoiler!

  19. Cover des Buches Ich rede von der Cholera (ISBN: 9783455010435)
    Heinrich Heine

    Ich rede von der Cholera

     (8)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    Im Mai 1831 machte sich Heinrich Heine auf den Weg nach Paris, und im Dezember des gleichen Jahres war Heine Korrespondent der bedeutendsten deutschsprachigen Tageszeitung der damaligen Zeit.

    Im Frühjahr 1832 wurde Paris von der Cholera heimgesucht, und Heine beschließt, die Stadt nicht fluchtartig zu verlassen, sondern über die Auswirkungen der Cholera auf das Leben in Paris zu berichten.

    Das Buch enthält neben Heines packendem Bericht auch das Faksimile des Originalartikels.

    Fast 200 Jahre liegt die von Heine beschriebene Cholera-Epidemie zurück, und dennoch lassen sich in Heines Bericht viele Parallelen zur Corona-Pandemie ziehen.

    Heine erzählt von weit verbreiteter Unterschätzung der Cholera, von der Verhöhnung der Gefahren, von Feiern in den Straßen, von der Auflehnung gegen Schutzmaßnahmen, von Hoffnung auf den Untergang der aktuellen Regierung, von Wut, Morden und Gewalt, von Verschwörungstheorien und Verharmlosung der Epidemie.

    Die Sprache Heines ist recht antiquiert, die Sätze sind oft lang und verschachtelt, die Wortwahl ungewöhnlich, was aufgrund der Tatsache, dass es sich um einen fast 200 Jahre alten Bericht handelt, nicht überrascht.

    Aufgrund der genauen Beobachtungsgabe Heines und nicht zuletzt aufgrund der faszinierenden Parallelen zu Covid-19 liest sich das Buch jedoch schnell und flüssig. Heine zeigt in seinem knappen Text das alltägliche Grauen, so wie er es in der Cholera-Epidemie erlebt hat.

    ‚Ich rede von der Cholera‘ ist ein wichtiges Zeitdokument und zeigt, wie sich Geschichte scheinbar immer aufs Neue wiederholt, wie Irrglaube, Vorurteile und Alternativerklärungen Menschenleben gefährden.

    ‚Ich rede von der Cholera, die seitdem hier herrscht, und zwar unumschränkt, und die, ohne Rücksicht auf Stand und Gesinnung, tausendweise ihre Opfer niederwirft.‘

  20. Cover des Buches Die Liebe in den Zeiten der Cholera (ISBN: 9783596907083)
    Gabriel García Márquez

    Die Liebe in den Zeiten der Cholera

     (482)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    51 Jahre, 9 Monate und 4 Tage wartet Florentino Ariza auf seine große Liebe Fermina Daza.

    Als Jugendliche verlieben sie sich ineinander, für Florentino ist es von Anfang an die große Liebe und auch Fermina scheint nicht abgeneigt. Doch vom Vater von Florentino abgeschottet, entwickelt sich zwischen dem Liebespaar ein zarter Briefwechsel, der nach einem zufälligen Treffen von Ferminas Seite abrupt beendet wird. Denn die jugendliche Schwärmerei hält der Realität nicht stand.

    Der Schreibstil des Autor ist überwältigend. Ausgeschmückt, blumig und mit einem ordentlichen Schuss Sarkasmus sowie Ironie beschreibt er die Leben der beiden Protagonisten. Humorvoll regen einzelne Stellen zum Schmunzeln, teilweise sogar zum Lachen an. 

    51 Jahre, 9 Monate, 4 Tage und 500 Seiten später bekommen sie sich dann doch noch - die Liebenden.

  21. Cover des Buches Sonntag in meinem Herzen (ISBN: 9783423215572)
    Asta Scheib

    Sonntag in meinem Herzen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Leben ist die Lust, zu Schaffen - Carl Spitzweg

    (05. Februar 1808 bis 23. September 1885)
    war ein Münchner durch und durch.

    Er hat viel geschaffen an gemalten Bildern. Obwohl er eine Ausbildung zum Apotheker absolviert hatte. Sein strenger Vater wollte, dass er und seine Brüder eine Ausbildung machen. Sein ältester Bruder sollte das Geschäft des Vaters übernehmen. Carl sollte Apotheker und Eduard, der Jüngste Arzt werden. Allerdings verstarb die Mutter sehr früh und der Vater heiratete deren Schwester, die sich sich fortan um die Kinder kümmerte. Er stammte aus wohlhabendem Hause und brauchte zeitlebens nicht an Geldmangel leiden.

    Schon früh begann Carl Spitzweg mit dem Malen. Seine Bilder spiegeln die Münchner Gesellschaft wieder. Mit viel Humor zeichnete er die Menschen und Figuren in ihrer kleinen Spießbürgerlichkeit. Im Jahre 1830 begann er allerdings zunächst mit dem Studium der Pharmazie, Botanik und Chemie an der Münchner Universität, das er 1832 mit Auszeichnung abschloss. Danach arbeitete er als Apotheker und begann mit seinen zahlreichen Reisen in aller Herren Länder. Bis er sich als Maler bekannte, vergingen so einige Jahre noch. Aber, was er geschaffen hatte, konnte sich sehen lassen.

    Asta Scheib hat hier eine solide Biografie über den Maler Carl Spitzweg geschrieben. Vor 12 Jahren hatte ich das Glück eine sehr schöne Ausstellung über den Maler und seine Werke in Oldenburg sehen zu können. Erst wenn man direkt vor seinen Gemälden steht, wird man die Feinheit dessen erst richtig bewusst. Man ist völlig fasziniert davon, was er auf die Leinwand gebracht hat. Jeden Sonnenstrahl spürt man förmlich auf der Haut. Die Autorin hat das versucht in ihrer Biografie wieder zu geben.Ist aber schriftlich nicht ganz gelungen. Ein paar Bilder in dem Buch wären ganz hilfreich gewesen. Dennoch hat das Buch mir recht gut gefallen, da sie eine gut erfundene Geschichte drumherum gebaut hat. Es las sich flüssig und war in keinster Weise langweilig. Wer sich für biografische Literatur interessiert, der sollte dieses Buch ruhig lesen.
  22. Cover des Buches Das Tagebuch des Teufels (ISBN: 9783821860664)
    Nicholas D. Satan

    Das Tagebuch des Teufels

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Hagicht

    Da ich so etwas wie ein Roman erwartet habe war ich doch sehr überrascht das es mehr, oder weniger, Anekdoten waren bzw. mehrzeilige Ansichten aus der Sicht des "Teufels". Wie der Titel des Buches auch  aussagt, Tagebuch halt. Auf witzige Art. Die Schriftart teilweise empfand ich ziemlich anstrengend.

  23. Cover des Buches Walzer in Zeiten der Cholera – Eine Seuche verändert die Welt (ISBN: 9783749902385)
    Alexander Bartl

    Walzer in Zeiten der Cholera – Eine Seuche verändert die Welt

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Karschtl

    Ich dachte eigentlich, es würde sich bei dem Buch um einen historischen Roman handeln, der die ganzen Ereignisse um Weltausstellung, Hochquellleitung und Cholera in hübsche Prosa verpackt. Da dem nicht ganz so ist, waren die ersten paar Kapitel erstmal gewöhnungsbedürftig. Noch dazu gab es ständig Wechsel in der Zeit und auch im Thema, was das Lesen etwas mühsam machte.


    Doch mit zunehmendem Verlauf kam ich besser in das Buch hinein, und fand es sehr interessant zu lesen, wie das Wien vor ca. 150 Jahren aussah und tickte. Im direkten Vergleich von Cholera und Corona muss man sagen, dass es nicht überall viel Veränderung gegeben hat. Auf eine Pandemie, die in Wellen immer wieder kommt, zu spät reagieren zum Beispiel. Oder die Leugner, die sagen es gäbe gar keine Cholera und wenn dann aber zumindest nicht hier in ihrer Stadt. All das kam mir erschreckend bekannt vor.


    Aufgrund der vielen Information und Namen, mit denen das Buch gespickt ist (und die ich dann oftmals näher googeln musste), hat es deutlich länger gedauert, bis ich das Buch durch hatte. Aber es lohnt sich durchaus, wenn man an Geschichte interessiert ist, oder an der Stadt Wien. Im besten Fall an beidem, dann sollte man dieses Buch unbedingt lesen!

  24. Cover des Buches Der Schauermann (ISBN: 9783741853142)
    Martin Barkawitz

    Der Schauermann

     (15)
    Aktuelle Rezension von: TanjaJahnke
    Wenn Thrill auf Geschichte trifft - Verbrecherjagd Ende des 19. Jahrhunderts.
    Erschreckenderweise kämpft Offiziant Boysen mit ähnlichen Problemen wie sie die heutige Polizei wohl auch kennt. Angefangen mit wichtigtuerischen Vorgesetzten, personelle Unterbesetzung bis hin zu lynchenden Mob.

    Martin Barkawitz kredenzt uns einen spannungsgeladen Krimi, der sowohl durch sein rasantes Tempo zu unterhalten weiß, aber zeitgleich auch eine geladene Portion Geschichtsunterricht liefert. Er stattet seine Figuren mit einem zeitgemäßen Vokabular aus, das mich mehr als einmal auf Google und Wikipedia zurückgreifen ließ (Schauerleute, Kedelklopper, Udel...) und liefert uns ein Ermittler-Duo, das unterschiedlicher nicht sein könnte.

    Da haben wir den eher derben Lukas Boysen, der auf seine lästerliche, direkte Art so bodenständig und ehrlich ist, dass man ihn einfach mögen muss.

    Und die eher weltfremde "Bet-Schwester" Anna Dierks, die mit ihrer Frömmigkeit und merkwürdigen Weltanschauung zu Anfang einen in den Wahnsinn treibt. Doch sie ist vielschichtiger als man meinen würde und ihrer Zeit durchaus etwas voraus.

    Gemeinsam begibt sich dieses eher ungleiche Paar eher widerstrebend auf die Suche nach dem Mörder und kämpfen dabei gegen die Macht des Geldes, den Mob und die Cholera-Epedemie.

    Ein wirklich spannendes Buch, das ich nahezug inhaliert habe, auch wenn das Ende etwas plötzlich und undurchsichtig wirkt. Wirklich spannend und rasant. Mich persönlich erinnert Boysen ein bisschen an Dirk Matthies aus "Das Großstadtrevier", der ja auch seine ganz eigene Art hat an Ermittlungen heran zugehen und sich oft eher in Grauzonen bewegt.

    Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Sternchen.

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