Bücher mit dem Tag "cheng"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "cheng" gekennzeichnet haben.

7 Bücher

  1. Cover des Buches Cheng (ISBN: 9783492248747)
    Heinrich Steinfest

    Cheng

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Bellami
     

    Markus Cheng ist Privatdetektiv in Wien. Er ist ein in Wien geborener Chinese, der nicht nur chinesich nicht kann, sondern auch ein Dilettant in beruflichen und privaten Sachen ist.

    Schon bei seinem letzten Fall brauchte er für die Entschlüsserung eines Hinweises auf einem am Zettel die Hilfe eines Sonderschülers, die laut Steinfest, das beste Allgemeinwissen haben.

    (Warum? - das muss man einfach selber lesen? )

    Die Zettelwirtschaft geht weiter, als dieser besagte Klient tot , ebenfalls mit einem Zettel im Einschussloch, aufgefunden wird. Cheng ist involviert ob er nun will oder nicht.

    Seine besondere Gabe hilft ihm. Er ist unter nicht wieder gut zu machenden Verlusten ein Überlebenskünstler ;-)

    ******

    Heinrich Steinfest`s "Cheng" ist eine Köstlichkeit, die phasenweise mit Thomas Bernhard genialer Schreibkunst zu vegleichen ist, nur das Steinfest noch direkter und damit verständlicher und unterhaltsamer schreibt. Nicht, dass man nicht ein bisschen um die Ecke denken muss.


    Nichts ist Steinfest heilig. Sein Schandmaul ;-) nimmt alle auf`s Korn. Als die Wiener ihr Fett abgekommen haben, begibt er sich in die Provinz und lästert über ehemalige Skiweltmeister oder teilt uns seine bizarren Gedanken über Flugzeugabstürze mit.

    Dieser rabenschwarze Humor, dazu dieser eher nebensächliche, aber doch interessante "Fall", dieser fett triefende Sarkasmus und alles wohl dosiert und in die passende Form gebracht, ist ein Leckerbissen.

    Fazit: Steinfest ist ein grandioser Wortkünstler, der mit dem sympathischen Loser Cheng niveauvolle Unterhaltung der besonderen Art bietet.

    Dazu hat mir das gottlose Mundwerk Heinrich Steinfest`s noch einen Heidenspaß bereitet.

    5 dicke fette tief dunkelrote Sterne !!!!



  2. Cover des Buches Ein dickes Fell (ISBN: 9783492250702)
    Heinrich Steinfest

    Ein dickes Fell

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Archer
    Zum ersten Mal in dem ein oder anderen Jahr, das ich jetzt Bücher lese, hat sich ein Klappentext rentiert. Jetzt weiß ich wenigstens, worum es ging in dem Buch. Die Intention hinter der Geschichte kann nämlich nach 600 verschwafelten Seiten schon mal verlorengehen. Das fängt gar nicht erst damit an, dass der eigentliche Held zum ersten Mal auf Seite 134 auftaucht, sondern - ich habe jetzt lange darüber nachgedacht - an vielen Gründen. Einer davon ist folgender:

    Steinfest hat irgendwann mal ein Buch geschrieben, und alle riefen: Ohhhhh, wie toll du schreiben kannst. (Was übrigens der Wahrheit entspricht.)
    Leider riefen sie auch: Du bist der tolllllllllste Schreiber der Welt, bittebittebitte schreib noch gaaaaaaaanz viel. (Sie meinten viele Bücher, doch Steinfest muss das falsch verstanden haben, er dachte, das solle alles in ein Buch.)
    Also tat er das. Lest jetzt bitte den Klappentext. Habt ihr? Gut. Denn ich hätte leider keine Zusammenfassung bringen können, weil ich völlig andere Dinge wahrgenommen habe, auch wenn 4711 öfter mal erwähnt wurde. Ein Beispiel für die Art von Steinfests Schreibe? Brace yourself - wir nehmen einen fiktiven Ausgangspunkt: Eine Frau überquert eine Straße, ganz banal.

    "Als sie sich anschickte, ihren Fuß auf die Straße zu setzen, die von der Sonne schon aufgewärmt war wie eine alte Hühnersuppe, die seit drei Tagen einem Kranken vor die Nase geschoben wird (ganz wichtig, völlig absurde Vergleiche zu bringen), bemerkte sie, dass diese Straße dunkler war als die hinter ihrem Haus. Obgleich sie kein großes Beobachtungsvermögen besaß, was sicherlich ihrer Mutter zuzuschreiben war, die einen Mann geheiratet hatte, der aus Absurdistan stammte, und von daher immer der Meinung war, eine Frau bräuchte keine unterschiedlichen Farben auf Straßen zu bemerken und dies auch überzeugend darlegte, so ließ sie diese Tatsache einen Moment stutzen und darüber nachdenken. Sollte sie trotzdem die Straße überqueren oder nicht? Nicht, dass ihr irgendjemand einen Vorwurf gemacht hätte, täte sie das nicht, aber es war doch des Nachdenkens wert. Nein, entschied sie sich, sie konnte nicht an dieser Stelle über die Straße gehen, denn solange sie das Rätsel der unterschiedlichen Farben nicht gelöst hatte, gäbe es keine Sicherheit darüber, dass es sich wirklich um die Straße vor ihrem Haus handelte und nicht etwa um ein schwarzes Loch, das sie in eine andere Galaxie reißen würde, wo man sie zwingen würde, eine Frisur wie Trump zu tragen, aber immer die Wahrheit zu sagen."

    Ihr behauptet, das sei keine Rezension eines Buches? Warum macht ihr mir einen Vorwurf? Ich behaupte ja auch nicht, dass Steinfest keinen Krimi geschrieben hat. Auch, wenn es die Wahrheit ist. Was der Autor tat, war, in einer Tour brillante und überaus spritzige Sätze zu entwickeln, aber man kann nur so und so viel brillante und spritzige Sätze lesen, die an kein Ziel führen, bevor einem die Augen zufallen und man in einen tiefen Schlaf fällt. Einem Schlaf übrigens, in dem niemand davon träumt, eine Straße zu überqueren ...
  3. Cover des Buches Der schlaflose Cheng (ISBN: 9783492316866)
    Heinrich Steinfest

    Der schlaflose Cheng

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Krimi ist mein erster aus der Reihe um den einarmigen Detektiv Markus Cheng aus Wien.

     

    Markus Cheng macht während seines Urlaubs auf Mallorca die Bekanntschaft mit Peter Polnitz, der deutschen Synchronstimme eines britischen Schauspielers. Man spricht miteinander, doch dann trennen sich die Wege wieder – eine seichte Urlaubsbekanntschaft eben.

    Daher ist Cheng mehr als erstaunt als er ein Jahr später den Auftrag von Polnitz‘ Tochter erhält, ihren Vater aus dem Gefängnis zu holen. Polnitz hätte den Schauspieler ermordet.

     

    Widerwillig nimmt Markus Cheng den Auftrag an und beginnt zu recherchieren. Seine Nachforschungen führen ihn unter anderem bis nach Island, wo er weitere Geheimnisse in Polnitz‘ Leben aufdeckt.

     

    Meine Meinung:

     

    Heinrich Steinfest hat einen eigenwilligen Erzählstil, der – wie man an den höchst unterschiedlichen Bewertungen sieht - polarisiert. Stellenweise schreibt der Autor poetisch (oder wie einige sagen würden, langatmig) und dennoch kann der Leser tief in die Atmosphäre eintauchen. Philosophische Gedankengänge erhöhen die Spannung, denn es ist nicht immer klar, ob sich Chengs Gedanken mit der Wirklichkeit in Koinzidenz bringen lassen.

    Undurchsichtige Charaktere prägen diesen Krimi. Ein vielschichtiger Charakter ist auch Chengs Sekretärin, die – wie man am Ende sieht, das Heft fest in der Hand hält.

     

    Wer Lesestoff abseits der üblichen Kriminalgeschichten sucht, wird hier bestens bedient. Allerdings halte ich es für opportun, beim ersten Band zu beginnen, was ich demnächst nachholen werde.

     

    Fazit:

     

    Für Liebhaber von geschliffener Sprache und Krimis abseits des Mainstreams ein Lesegenuss. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

     

  4. Cover des Buches Batmans Schönheit (ISBN: 9783869520575)
    Heinrich Steinfest

    Batmans Schönheit

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Hörbuch Heinrich Steinfest, Batmans Schönheit, gelesen von
    Dietmar Mues

    Immer wieder entdecke ich Literatur aus Österreich. Sie hat es mir irgendwie angetan. Vielleicht liegt es am Humor, der immer unterschwellig hervor kriecht. Vielleicht sind die Bücher aber auch anders. Sie nehmen mich mit auf eine Reise. Wie auch der Autor Heinrich Steinfest, Jahrgang 1961, mich eingefangen hat. Der Titel ist auch schon recht ungewöhnlich. Batmans Schönheit lautet er. Wer das ist, erfährt der Hörer noch früh genug.  

    Es beginnt mit Ernest Hemingway. Allerdings nicht der berühmte Schriftsteller, sondern ein ganz gewöhnlicher Emigrant aus den Vereinigten Staaten, der sich Ernst nennt, damit man ihn nicht verwechselt. Später wird er zu "RED", als mittelmäßiger Maler. Eines Tages begegnet er dem zwielichtigen Palle Swedenborg, ein reicher Unternehmer, der ihn unter seine Fittiche nimmt. 

    Detektiv Markus Cheng hat sich in sein Privatleben zurück gezogen, um sich der Zucht kleiner Salzkrebse zu widmen. Nicht ahnend, dass ihn eines Tages seine Vergangenheit einholt. 

    5 Schauspieler werden in Wien nacheinander erschossen aufgefunden. Stark ausgeblutet und mit einer seltenen Briefmarke auf der Zunge. Die Wege von "Red" und Cheng kreuzen sich und sie stellen schnell fest, sie kennen beide Palle Swedenborg. Dieser hat die beiden zusammen geführt. 

    Der Hörer kann manchmal dieses Spiel schwer verstehen und einordnen. Dennoch kommt Steinfest wieder an den Punkt zurück, wo der Faden begann. Allerdings ermittelt Cheng nicht, wie der Titel es benennt, oder doch? Wenn ja, dann nur kurz.

    Am Ende fragt sich der Hörer unweigerlich, was war das jetzt? Krimi oder eine Erzählung? Egal, es hat mich gefesselt, begeistert und das ist die Hauptsache, es war unterhaltsam und spannend zugleich. Verstehen wird das ganze jeder auf seine Art und Weise. 

    Dietmar Mues seine Stimme passte einfach hervorragend zu diesem ungewöhnlichen Hörbuch, selbst das näseln im wienerischen hatte er drauf. Er war ein ganz Großer im Erzählen und ist einfach unersetzlich geblieben. Man wird schon sehr wehmütig, wenn man ihm zuhört und an das Schicksal denkt, was ihn und seiner Frau vor Jahren in Hamburg ereilte. 
  5. Cover des Buches Batmans Schönheit (ISBN: 9783492257640)
    Heinrich Steinfest

    Batmans Schönheit

     (15)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Wer ein Steinfest Buch in die Hand nimmt, weiß meistens schon, was ihn erwartet. Scheinbar unbeeindruckt von irgendwelchen Regeln, Spannungsbögen oder einem geraden Geschichtenverlauf, fängt er irgendwo an, biegt schlingernd um viele Ecken, fährt zurück, kommt auf den Punkt und lässt seine Leser links liegen, bzw. hinter sich.
    Markus Cheng, der einarmige Nicht-Chinese aus Wien, der seinen Detektivberuf an den Nagel gehängt hat und Privatier wurde, kommt hier auch vor, aber erst in der Mitte des Krimis.

    Krimi? Eher ein Buchschmankerl, ein surreales, was heißt hier Surreal:

    "Immerhin der surreale Einschlag paßte ganz gut zu dieser Angelegenheit (übrigens ergibt sich der Eindruck des Ungewöhnlichen immer nur aus einer großen Distanz zu etwas im Grunde Gewöhnlichem - wer in der Tiefsee lebt, der wird ein riesiges Maul und eine Laterne auf dem Schädel wohl eher durchschnittlich halten, das Tragen von H&M T-Shirts hingegen für ziemlich abgefahren)."

    Es gibt 5 Tote zu bestaunen, die mit 5 Schüssen umgebracht wurden und denen eine Briefmarke auf die Zunge gelegt wurde. Eigentlich hat Cheng mit dem Fall nichts zu tun, doch seine Vergangenheit und unwahrscheinliche Zufälle führen ihn dorthin - direkt in die Höhle des Bösen.

    Am Schluss erinnert sich Steinfest seiner Worte, die ein alter Bibliothekar sagte:

    Der Krimi soll härter und grausamer sein als eine an sich schwer erträgliche Realität. Andererseits aber besitzen die wenigsten dieser Autoren die Konsequenz, die eigene Bösartigkeit durchzuhalten. Zum Ende hin überlegen sie es sich anders, werden vollkommen irreal und fantastisch, nur um irgendein Happy End zu ermöglichen. Sie sind wie die Gauner die im Augenblick des Todes in Demut verfallen und alles bereuen. Lächerlich!

    Und so besinnt er sich noch einmal auf ein anderes Ende. Oder war es doch das Erste?
    Eine köstliche und unvergleichliche Krimifarce mit dem ihm eigenen Humor., den nur Steinfest haben kann. Danach möchte man einfach keine anderen Krimis mehr lesen.

  6. Cover des Buches PHANTOM Bastei DIN A4-Comic, Nr. 232, Die Todesgondel (ISBN: B007C5DHA6)
    Lee Falk

    PHANTOM Bastei DIN A4-Comic, Nr. 232, Die Todesgondel

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Zwei fremde Kriegsmächte machen sich in Bangalla breit, dem vom legendären Phantom beschützten Landstrich. Söldner morden auf beiden Seiten wahllos, und v.a. die ZIvilbevölkerung hat zu leiden und gilt den Kriegsparteien als weniger wert. Phantom stellt fest, daß beide Seiten auf einen Diamantenschatz warten, mit dem die Söldner bezahlt werden sollen, und "ohne Moos nix los", auch bei gedungenen Mördern. Er tut alles, um einen Tarnsport der Ladung zu den Kriegsherren zu verhindern, und sein enormer Ruf macht sich bei der abergläubischen Bevölkerung gut. Ein toller Comic mit humanistischer Botschaft, was braucht man mehr?

  7. Cover des Buches Ein sturer Hund (ISBN: 9783492261630)
    Heinrich Steinfest

    Ein sturer Hund

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Bellami

    Stuttgart. Dort lebt  Herr Mortenson, der  ein erfolgloser Schriftsteller ist.
    Eine Trilogie hat er bisher veröffentlichen können. Er weiß , dass diese Bücher nicht gut geschrieben sind.
    Der eigenartige Herr Mortenson  verbringt viel Zeit in der Stadtbibliothek. Umsomehr wundert er sich, als er beobachtet, dass seine Bücher, alle drei !, in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden. 

    Warum dieser Mann diese Bücher ausgeliehen hat, erzählt uns Heinrich Steinfest auch, aber erst am Ende des Buches, wie "genial" !

    Was dazwischen passiert ist wieder " noch genialer "... auch wenn der eigentlich Star dieser Krimireihe erst nach etwa 1/3 des Buches seine Rolle in diesem Fall übernimmt.
    Der Star ist Cheng oder das was von ihm nach seinem 1. Fall noch übriggeblieben ist. ;-)
    Er ist  noch immer recht erfolglos und wird auch nach "seiner Flucht" nach Stuttgart seines Aussehens und Namens  wegen für einen Chinesen gehalten. Sein Wiener Dialekt führt dann eher noch mehr zur Verwirrungen.

    Wie schon im 1. Fall von Cheng ist auch dieser "Mordfall" für mich nur der Rahmen einer Unterhaltung auf sprachlich hohem Niveau.  Das Buch quillt nur so über vor hinterhältigem Humor, stichelnder Satire, Liebe zum Detail, philosophischer Sätze oder ganzer Seiten abstruser Gedanken, wie 44 Sekunden in einem Fahrstuhl und was da alles passieren kann , auf 2 Seiten erzählt.
    Und auch der Mordfall ist nicht ohne, zumal spektakulär gemordet wird und der Fall internationale Kreise zieht.

    Man muss die Lesefeste feiern wie sie fallen, aber Herrn Steinfest sollte man dazu einladen.
    Genial, spitze und wieder 5 fette Sterne.

     

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks