Bücher mit dem Tag "charakterstudien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "charakterstudien" gekennzeichnet haben.

15 Bücher

  1. Cover des Buches Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid (ISBN: 9783596197811)
    Fredrik Backman

    Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

     (360)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Für Elsa gibt es nur eine Superheldin und die heisst Oma. Sie ist pensionierte Ärztin, Chaotin und treibt ihre Mitmenschen mit Vorliebe in den Wahnsinn. Doch sie ist Elsas Verbündete und in Omas Märchenwelt erleben sie zusammen die wildesten Abenteuer. Doch eines Tages ist Oma nicht mehr da, aber sie schickt Elsa auf eine besondere Suche.

    Ich mag Frederik Backmans Schreibstil sehr. Auch in diesem Buch gibt es Situation zum Lachen, Weinen und Nachdenken. Die berühren oder schockieren. Er vermag es seinen Charakteren besondere Eigenheiten zu schenken, die man am Ende lieben lernt (Stichwort: Britt-Marie). In diesem Buch gibt es aber auch noch eine andere Seite. Da Elsa, als fast 8-jährige, ihre Geschichte erzählt, erscheint manches, besonders die fantastische Märchenwelt, als verwirrend. Auch auf die eine oder andere Wendung hätte ich verzichten können. Aber am Ende bleibt das Gefühl ein besonderes Buch gelesen zu haben.

    Mein Fazit: Eine eigenwillige Geschichte einer fast 8-jährigen, die sich dank Oma den Schrecken des Lebens auf märchenhafte Art stellen versucht. 4 Sterne.

  2. Cover des Buches Die Prinzessin von Arborio (ISBN: 9783709972397)
    Bettina Balàka

    Die Prinzessin von Arborio

     (41)
    Aktuelle Rezension von: AenHen

    Elisabetta Zorzi ist klein, hübsch und erfolgreich. Sie ist sehr intelligent, wünscht sich drei Kinder, besser vier, einen großen starken Mann als Erzeuger eben dieser – und ist gestört. Sie ist nichts anderes als eine Soziopathin. Passen die jeweiligen Gefährten nicht mehr in die Verwirklichung ihrer Lebensplanung aufgrund welcher Gründe auch immer (Charakter, Untreue, Anatomie, Zeugungskraft) ist die einzige Chance des jeweiligen Herren mit dem Leben davon zu kommen, die nicht mit ihr in ihrer Wohnung zusammen gewohnt zu haben. Ansonsten wird es zu einem Unglücksfall kommen, der in gewisser Weise oder bis zu einem gewissen Punkt auch gut durchdacht ist, aber eine gerissene Mörderin ist sie eben dann doch nicht. Nur nicht in der Lage, jemanden rauszuschmeißen, und eben auch sehr nachtragend.
    Fazit: Vielleicht erwartet man nach der Leseprobe etwas mehr (hintergründigen, schwarzen) Humor oder Spannung, beides ist jedoch nicht der Fall. Insgesamt ist der Roman in einem fast nüchternen Berichtsstil verfasst, was mir aber letztendlich noch am besten gefallen hat, das „wie“ war für mich in Ordnung, das „was“ hätte man deutlich ausbauen können. Wenn ich es in Bildern ausdrücke, ist für mich der Ausgangspunkt immer Elisabetta Zorzi in einem Vernehmungsraum der Polizei, im Gespräch mit Körber und Flimminger über ihr Leben und ihre Taten. So entstehen eine Art Rückblenden, die für mich aber sehr distanziert, beobachtend bleiben, geschildert vielleicht aus den Berichten und Erinnerungen Arnold Körbers – wie ein Film, in dem die Protagonisten nicht selbst sprechen, sondern nur agieren und ein Sprecher das Geschehe für den Zuschauer kommentiert. Insgesamt bleiben aber die Personen sehr sehr blass – auch die Zorzi. Körber habe ich mir ganz anders vorgestellt, ab der ersten Schilderung seiner äußeren Erscheinung, eher in der Mitte der Erzählung hatte ich dann nur noch „Doktor Made“ Mark Benecke vor Augen, was für mich dann gar nicht mehr übereinander kam.
    Die Prinzessin – tja, letztendlich fand ich die Leseprobe vielversprechender als es der gesamte Roman dann war. Rundum hat es mich nicht vom Hocker gehauen, aber es war auch nicht grundsätzlich langweilig oder schlecht.

  3. Cover des Buches Die Worte, die das Leben schreibt (ISBN: 9783336547937)
    Adelia Saunders

    Die Worte, die das Leben schreibt

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Drei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Menschen, die sich einen kurzen Moment in ihrem Leben zur selben Zeit in Paris aufhalten. Drei Menschen, die untrennbar miteinander verbunden sind.
    Saunders erzählt in drei unterschiedlichen Perspektiven und Erzählweisen von drei Menschen, die ihr eigenes Rätsel zu lösen haben. Da wäre Richard, der pensionierte Englischlehrer aus den USA, der auf der Suche nach einem Zeichen seiner verstorbenen Mutter sucht, dass diese ihn trotz ihrer Abneigung geliebt hat.
    Neil, sein Sohn, der sich schwer tut, seinem Vater nahe zu sein und ohne festen Halt in seinem Leben auf eine Exkursion nach Paris fährt. Und Magdalena, das Mädchen aus Lithauen, das die Schicksale der Menschen auf deren Haut lesen kann, wo niemand sonst etwas erkennt.

    Viele mögen beim Klappentext ein romantisches Abenteuer erwarten, aber dem ist nicht so. Vielmehr ist Magdalena nüchterner Realist und die beiden Männer die Träumer, die sich eine Kindheit selbst auslegen oder eine fantasievolle Zukunft ausdenken. Saunders streut sehr viel Historisches ein, das Neil in seinem Studium lernt, zu Paris, zum Jakobsweg, zur Geschichte Lithauens. Für mich als Geistenswissenschaftler sehr interessant und aus dem Studium vertraut.
    Obwohl mich Magdalenas Geschichte stets mehr interessiert hat als die von Vater und Sohn, muss ich gestehen, dass selbst Richard, den ich zunächst ein wenig für verloren hielt, mich nochmal packen konnte für ein unerwartetes Ende und ich dann doch wollte, dass sich Vater und Sohn wiederfinden.

    "Die Worte, die das Leben schreibt" ist absolut lesenswert, mehr interessant und informativ als Romcom, ein schönes Buch zum Nachdenken.
  4. Cover des Buches Kleine Feuer überall (ISBN: 9783423148115)
    Celeste Ng

    Kleine Feuer überall

     (303)
    Aktuelle Rezension von: Gerhard_Pfeiffer

    Mit ihrem Nachfolgewerk “Kleine Feuer überall“ hat die Autorin Celeste Ng beweisen, dass sie keine Eintagsfliege ist. Ich habe es gehofft und umso mehr hat es mich gefreut. Der Roman ist noch eine Spur leiser und langsamer geschrieben als „Was ich euch nicht erzählte“. Was schön ist, denn ich liebe solche Bücher. Hier werden viele kleine Geschichten, kleine Brandherde, erzählt und perfekt miteinander verbunden., Familie, Herkunft, Toleranz, Rassismus und vor allem Mutterschaft sind die Themen. Die von allen Seiten beleuchtet werden. Wirklich toll haben mir wieder die hervorragend beschriebenen Charaktere gefallen. Es fiel mir am Ende schwer sie zu verlassen. Ein tolles Leseerlebnis.

  5. Cover des Buches The Garden Party and Other Stories (ISBN: B0027IFLA2)
    Katherine Mansfield

    The Garden Party and Other Stories

     (6)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    The Garden Party And Other Stories“ is a 1922 collection of fifteen short stories by author Katherine Mansfield. As with “In a German Pension”, the majority of the stories are loosely linked to each other and feature some of her major topics, such as death, childhood, feminism, loneliness,… - it does help to undergo some minor research into the author to be able to delve deeper into her storytelling. In general, the stories are easy to be understood even without further background, you will often find a slightly ironic undertone (again, as with “In a German Pension”) and often some inherent melancholy and sadness. The "link" is in the setting around Crescent Bay (as was the Pension for "In a German Pension"), so, again, yet another book of short stories that might be liked even by readers who normally rather prefer novels.

    I find Mansfield's style of melancholy best displayed in “The young girl“ where the first person narrator, of course a woman, is with Mrs Raddick, her 12-year-old son Hennie and the 17-year old daughter. The mother is in for gambling, so the narrator entertains the children. While Hennie is enthusiastic about eating pastries and ice cream, his sister is all ill at ease and undecided, in between. When after the return of the group from the café room, the mother is nowhere at the casino where she said she would be waiting, the girl feels noticeably humiliated and at odds. The story is all about atmosphere and hints, there really is no explicit saying that the girl disapproves of her mother’s behaviour – it is all in her reaction pos. 1321 “…her cheeks crimsoned, her eyes grew dark – for a moment I thought she was going to cry. … ‘I’m always waiting – in all kinds of places…‘ “
    You will hardly find any text which so brilliantly subtle depicts loneliness, unrequited love from daughter to mother, being torn in between childhood and adulthood, hurt.

    You will also find third-person narrated stories such a „Miss Brill“ – this story is all about comparisons, that of Miss brill to the fur, and of her emotions to the orchestra’s performance. So, again, you have rejection, loneliness, young towards old.

    After “In a German Pension” in 1911 and “Bliss” in 1920, this is the third collection of her to be published. Although she is being often considered to be New Zealand’s most famous writer, she permanently lived in Europe after 1908 (information taken from the articles on her and the book in Wikipedia https://en.wikipedia.org/wiki/Katherine_Mansfield , the article on the book is rather a stub https://en.wikipedia.org/wiki/The_Garden_Party_(short_story_collection) ). She is considered to be a modernist author, in terms of belonging to those who after WW1 and industrialization believed in a need to go away from traditional forms.

    From the point of view of reading texts for analysis, the texts are rather straight - less hidden meanings and less to say about the author's background than in, say, Kafka. But of course, you DO get to feel which kind of issues and topics Mansfield has. I enjoy the style of hers, especially the often sarcastic undertone, but I simply liked "In a German Pension" better. I reckon it is because those early texts of hers still have her practicing - and that was way more fun to read in that well known German setting from her outsider's point of view.

  6. Cover des Buches Tagebuch (ISBN: 9783103971514)
    Anne Frank

    Tagebuch

     (2.402)
    Aktuelle Rezension von: marilovesbooks2020

    „Ich hingegen finde, dass noch bei jedem Kummer etwas Schönes übrig bleibt. Wenn man das betrachtet, entdeckt man immer mehr Freude, und man wird wieder ausgeglichen. Und wer glücklich ist, wird auch andere glücklich machen. Wer Mut und Vertrauen hat, wird im Unglück nicht untergehen“. (Anne Frank, S. 205)

     

    Am 12.06.2022 wäre Anne Frank 93 Jahre alt geworden. Vor 75 Jahren wurde ihr Tagebuch erstmals veröffentlich.

    Zu Ihrem 13. Geburtstag erhielt Anne ihr Tagebuch, dem sie ihren Tagesablauf, Gedanken, Erlebnisse, Gefühle anvertraute. Die Niederschrift des Versteckens vor den Nazi, im Hinterhaus der Firma ihres Vaters. Das Tagebuch endet am 01.08.1944, der letzte Eintrag, den die junge Anne Frank tätigte. Ihr Vater Otto Frank, der einzig Überlebende der Familie Frank, erhielt das Tagebuch nach seinem Freikommen von seinen Hinterhaus-Helfer*innen, die in der schweren Zeit des Versteckens halfen, zurück. Sie übergaben ihm das Vermächtnis seiner kleinen Tochter Anne.

     

    Diese Jubiläumsausgabe aus dem S. Fischer Verlag enthält die zweite Fassung des Tagesbuches von Anne Frank. Die Fassung, die von Anne selbst überarbeitet wurde, da ihr ihr persönlicher Stil nicht mehr zusagte.

    Beim Lesen des Buches verfolgt man die Entwicklung von Anne, wie sie mit dieser furchtbaren Gesamtsituation umgeht. Das Bildmaterial von ihr, der Familie oder auch aus der Schule oder von Ausflügen unterstreicht nochmals wie Anne’s Leben war, unabhängig davon, dass es viel zu kurz gewesen ist! Ein kluges und mutiges Mädchen, dass in so vielen Phasen schon erwachsen scheint und dennoch so viel Kind ist. Das sein Schicksal angenommen hat, obwohl es nicht von oben kam, sondern von furchtbaren Menschen entschieden wurde.

    Die Ausgabe schließt mit zwei Beiträgen von Mirjam Pressler, der Übersetzerin, über Anne selbst und über die Familie Frank. Mit einem zeitgeschichtlichen Kontext und einer Zeittafel. Ein Beitrag von Otto Frank und das Tagebuch sowie über die Hinterhaus-Bewohner*innen und die Helfer*innen.

     

    „Ehrlich gesagt, ich kann mir nicht richtig vorstellen, wie jemand sagen kann „Ich bin schwach“ und dann auch schwach bleibt. Wenn man so etwas doch schon weiß, warum dann nicht dagegen angehen, warum den Charakter nicht trainieren? Die Antwort war: „Weil es so viel bequemer ist.“ Diese Antwort hat mich ein bisschen missmutig gemacht. Bequem? Bedeutet ein faules und betrügerisches Leben auch, dass es ein bequemes Leben ist?“ (S. 301)

     

    Ich denke jeder hat schon von Anne Frank, die sich mit ihrer Familie und weiteren Personen in einem Hinterhaus versteckt hat, um den Deutschen zu entkommen, gehört. Menschen, die die Juden in Konzentrationslager verfrachteten und töteten. Ihr Vater hat lange, bevor die Gräueltaten begannen, schon „vorgearbeitet“, um sie und seine Familie in Sicherheit bringen zu können. Letzten Endes hat der Abschaum „gewonnen“.

    Beim Lesen des Buches musste ich am Ende, als beschrieben wurde, wie Anne, ihre Mutter und ihre Schwester umkamen, unfassbar weinen. Mir ist unbegreiflich, warum Menschen sich gegenseitig solche Dinge antun. Aber jedes Mal fällt mir ein Spruch ein, den ich vor langem iwo gelesen habe: „Die Welt hat Platz für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

    Eine klassische Bewertung gebe ich hier nicht ab – nur so viel ist zu sagen: das Buch ist schön umgesetzt und geht ins Herz. Es ist ein Stück Geschichte, die von einer jungen Zeitzeugin ungeplant zurückblieb. Holt Euch diese schöne Ausgabe mit den Zeilen von Anne und den Bildern, die so fein eingearbeitet wurden.

    Empfehlen möchte ich Euch auch die Graphic Novel aus dem S. Fischer Verlag, die ich gleich im Anschluss gelesen habe.

  7. Cover des Buches Leo Tolstoi: Krieg und Frieden (Illustriert) (Vollständige deutsche Ausgabe) (ISBN: B007XZHA12)
    Leo Tolstoi

    Leo Tolstoi: Krieg und Frieden (Illustriert) (Vollständige deutsche Ausgabe)

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Niklas_M_Sebastian
    Eine schön bebilderte Ausgabe von Tolstois großem Roman Krieg und Frieden liegt mit diesem Band vor, der dabei helfen kann, sich die komplexe Handlung besser vorzustellen. In Tolstois Meisterwerk kommen etwa zweihundertfünfzig Personen in wichtigen Rollen vor; mir ist das vollständige Zählen nicht gelungen. Allein das zeigt, dass dieser Roman viele ineinander verschachtelte Handlungsebenen aufweist. Die Geschichte beginnt um Jahr 1805 mit einem von Russland gegen Frankreich geführten Krieg. Dann zieht sich die Handlung bis 1812, als der Feldzug Napoleons gegen Russland kläglich zum Scheitern verurteilt war. Zwei Protagonisten bestimmen den Fortgang des Romans, Fürst Andrej Nikolajewitsch Bolkónski und der Pierre genannte künftige Graf Peter Besúchow. Beide Hauptgestalten forschen nach der tieferen Sinn ihres Daseins und was sie damit anfangen sollen.
    Vielleicht wird es manchem heutigen Leser schwer fallen, in die komplexe Handlung hineinzufinden. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, die nicht einfache Lektüre zu beginnen und bis zum Ende zu führen.
  8. Cover des Buches Max und Moritz / Eine Bubengeschichte in sieben Streichen: Vollständige, kolorierte Fassung (ISBN: 9783943466201)
    Wilhelm Busch

    Max und Moritz / Eine Bubengeschichte in sieben Streichen: Vollständige, kolorierte Fassung

     (24)
    Aktuelle Rezension von: disadeli
    Was soll man zu diesem Klassiker noch sagen?!?

    Das ebook ist vernünftig unterteilt, die Illustrationen nicht (wie es in anderen Publikationen vorkommt) auseinander gerissen.

    Dennoch ist es ein ganz anderes Leseerlebnis, einen solchen Klassiker als anfassbares Buch, Seite für Seite, mit den entsprechenden Illustrationen, zu genießen.
  9. Cover des Buches Das steinerne Bildnis (ISBN: 9783453154919)
    Julia Wallis Martin

    Das steinerne Bildnis

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Der Prophet (ISBN: 9783925352607)
    Frank E. Peretti

    Der Prophet

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Nürnberger Epilog (ISBN: B0000BT27N)
    Arkadij I. Poltorak

    Nürnberger Epilog

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches In schwerer Zeit (ISBN: B001GO0IR4)
    N.K.Popjel

    In schwerer Zeit

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Endstation Sehnsucht - Die Glasmenagerie. Zwei Theaterstücke (ISBN: B0026ZJKH6)
  14. Cover des Buches Der Abituriententag (ISBN: 9783947618170)
    Franz Werfel

    Der Abituriententag

     (27)
    Aktuelle Rezension von: PaulTemple
    Der Untertitel "Die Geschichte einer Jugendschuld" lässt schon erahnen, dass beim "Abituriententag" dem Thema Schuld eine große Rolle im Romanverlauf zukommen wird. Der Richter Sebastian nimmt am 25jährigen Abituriententreffen seiner ehemaligen Klasse teil und erinnert sich daraufhin an Begebenheiten seiner Schulzeit (um 1900), als er und mehrere Klassenkameraden einen Mitschüler psychisch quälten und an seinem vermeintlichen Niedergang große Schuld tragen. 
    Wie schon bei "Unterm Rad" von Hesse, zeichnet Franz Werfel ein düsteres, unmenschliches und wohl auch realistisches Portrait eines Gymnasiums um die Jahrhundertwende. Der stets vorhandene, mit Angst und nicht selten Selbstmordgedanken verbundene Leistungsdruck überdeckt den Alltag der Schüler, die sich dennoch bemühen, so etwas wie Spaß oder Abenteuer zu erleben - mit einschneidenden schulischen Konsequenzen. 

    Klare Leseempfehlung!
  15. Cover des Buches Die lustigsten Geschichten von Wilhelm Busch für Kinder (ISBN: 9783849902063)
    Wilhelm Busch

    Die lustigsten Geschichten von Wilhelm Busch für Kinder

     (2)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    "*Wilhelm Busch*" lebte von 15.4.1832 bis 9.1.1908. Anlässlich seines heutigen 108. Todestages schreibe ich eine Rezension des Buches "*Die lustigsten Geschichten von Wilhelm Busch für Kinder*".


    Bitte beachten:
    Altersempfehlung ist laut Verlag bei 4 - 6 Jahren. Aber ich empfehle unbedingt gemeinsam mit Kindern die Geschichten zu lesen, denn nicht immer verstehen Kinder die satirische Sprache oder es gibt Erklärungsbedarf z. B. bei der Prügelstrafe, die früher üblich war.

    Das Buch enthält einige der bekanntesten und schönsten Bildgeschichten von Wilhelm Busch.
    So wie die bekannten Geschichten von Max und Moritz, Plisch und Plum, Maler Klecksel, Hans Huckebein und Fipps dem Affen und einige andere. Es ist zum Vorlesen und Anschauen geeignet und man möge bedenken, dass diese Geschichten vor fast 150 Jahren entstanden sind.

    Wilhelm Busch hat mit Witz und teilweise satirischer Überzeichnung Geschichten geschaffen, die faszinieren. Er zeigt aber auch böse Charaktere und unsympathische Typen und echte Plagegeister, die manch harmlosen Bürger zum Opfer werden lassen.
    Dabei bedient er sich Binsenwahrheiten und Lautmalereien und hat einen wahren Wortwitz, der erstaunen lässt.

    Vielleicht kann man sogar so weit gehen und W. Busch als Vorfahr des Comics bezeichnen. Auf jeden Fall ist er ein unübertroffenes Genie der Zeichenkunst und seine Gedichte erstaunen immer wieder. Wie hier zielgenau formuliert wird, neue treffende Wortspiele und Reime in wucderbare Geschichten umgewandelt werden und dann auch noch die Bösartigkeit von Mensch und Tier in den Vordergrund stellen, das hat Wilhelm Busch noch niemand nachgemacht.

    Dieser Künstler ist ein Teil unserer Kultur und auch wenn er in einer vergangenen Epoche lebte und eine vergangene Gesellschaft beschreibt, so ist es doch interessant und sein Humor zeigt sich auf vielfältige Weise. Er ist grotesk, er karikiert und wirkt sogar makaber, aber er trifft immer genau den Punkt des Üblen und zeigt Gut und Böse auf.
     
    Ein wunderbares Buch mit bekannten und nicht so bekannten Geschichten, die begeistern und gut unterhalten und das große Zeichentalent Wilhelm Buschs zeigen.
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