Bücher mit dem Tag "bulimie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "bulimie" gekennzeichnet haben.

116 Bücher

  1. Cover des Buches Die Liebe von Callie und Kayden (ISBN: 9783453534575)
    Jessica Sorensen

    Die Liebe von Callie und Kayden

     (425)
    Aktuelle Rezension von: Kaetherakte

    Die beiden können nicht ohne einander ihre Vergangenheit bewältige. Ich finde, dass es in diesem Buch primär um Kayden geht, da Callie für ihn versucht stark zu bleiben. 

    Man kann kritisieren, dass es anstrengend ist, das hin und her zwischen Callie und Kayden zu lesen. 

    Ich finde schön, dass man Ruhe in die Gedankenwelt von Kayden und Callie eintauchen kann. Dadurch wirkt es authentisch und nicht nur oberflächlich.

  2. Cover des Buches Splitterfasernackt (ISBN: 9783426784884)
    Lilly Lindner

    Splitterfasernackt

     (437)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    ,,Einmal in diesem Leben möchte ich morgens aufwachen und verstehen, warum ein Mann eine Frau vergewaltigt. Ich möchte begreifen, warum Männer kleine Kinder ficken.‘‘ - Seite 242, Splitterfasernackt; Lilly Lindner

    In diesem Buch geht es um Lilly Lindner selbst, die mit sechs Jahren regelmäßig von ihrem Nachbarn missbraucht wird. Als sie dann dreizehn Jahre alt wird, rutscht sie in die Magersucht und fängt an zu hungern. Außerdem entwickelt sie Depressionen und fängt an sich selbst zu verletzen. Doch all das, scheint nicht zu helfen. Also beschließt sie ihrem Körper zu verkaufen, der lange nicht mehr ihr gehört…

    Ich finde es unfassbar schwierig, eine Rezension zu einer Autobiografie zu verfassen. Letztendlich ist es ja immer noch die Geschichte der Autor*innen und ich glaube nicht, dass man darüber urteilen kann. Ich möchte dennoch versuchen, meine Worte zu diesem Buch zusammen zufassen, denn dies war ein Buch, das mich unglaublich oft zum Weinen gebracht hat. Und nicht nur das, in vielen Punkten (ohne darauf näher einzugehen), die sie beschreibt, kann ich mich wieder finden.

    Lilly Lindner hat mit so einer grandiosen Sprache ihre grausame Geschichte zu Wort gebracht, was oft dafür gesorgt hat, dass ich an vielen Menschen und auch an das Vertrauen in die Menschen gezweifelt habe. Ich werde niemals verstehen können, dass Menschen so etwas kleinen Kindern antun können und ihnen somit ihre Kindheit, nein, ihr ganzes Leben rauben. Diese Dinge passieren heutzutage leider viel zu oft hinter verschlossener Tür & meistens bekommen wir all das gar nicht mit.

    Das ist ein Grund dafür, warum ich Lilly Lindner so bewundere. Ich finde, dass es eine Menge Mut, Stärke und Vertrauen braucht, um diese Geschichte an die Öffentlichkeit zu tragen. Erst einmal muss es furchtbar sein, all die Dinge aufzuschreiben, die ihr passiert sind, da man ja immer wieder beim Schreiben an all die Grausame Dinge denken muss. Außerdem finde ich es sehr mutig von Lilly Lindner, dass sie auch die Folgen dieser schrecklichen Tat beschreibt. Denn ich hoffe sehr, dass es manche Menschen vielleicht die Augen öffnen kann.

    Ich finde es so faszinierend, mit welchen Worten Lilly Lindner ihre Geschichte niederschreibt. Ihre Worte haben dafür gesorgt, dass ich weinen musste und oftmals das Buch aus der Hand legen musste, um einmal kurz durchzuatmen, bevor ich mich weiter diesen grausamen Dingen widme. Lilly Lindner benutzt so viele emotionale und gefühlvolle Worte, die einen so sehr in ihre Geschichte reinziehen. Lilly Lindner benutzt in diesem Buch Worte, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe. Und doch weiß man ganz genau, was die Autorin uns damit sagen möchte.

    ,,Splitterfasernackt‘‘ war für mich ein Buch, dass mich sprachlos zurückgelassen hat. Ich möchte anmerken, dass dieses Buch keine leichte Kost ist und man es nicht mal ,,zwischendurch‘‘ lesen kann. Dieses Buch ist tiefgründig und zeigt uns eine Welt, die viele Menschen gar nicht sehen wollen. Dafür bin ich Lilly Lindner ebenfalls dankbar, dass sie über diese dunkle Seite der Welt spricht. Ich möchte gerne auch noch ,,Winterwassertief‘‘ lesen und hoffe darauf, dass Lilly Linder in diesem Band endlich die Möglichkeit findet, mit all den Dingen etwas besser zu Recht zu kommen.

  3. Cover des Buches Zerbrechlich (ISBN: 9783404166985)
    Jodi Picoult

    Zerbrechlich

     (390)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    >>Ständig brechen und zerbrechen irgendwelche Dinge. Wellen und Stimmen können brechen. Versprechen werden gebrochen. Und Herzen.<<
    …und nicht zuletzt hat Jodi Picoult mit „Zerbrechlich“ mein Leserherz nicht nur zerbrochen, nein regelrecht zertrümmert... Wir begleiten hier die an der Glasknochenkrankheit erkrankte Willow und ihre Familie, die ein ohnehin schon Hürden reiches Leben führen. Doch es kommt der Tag, da dreht Charlotte, Willows Mutter völlig am Rad... Sorry, aber anders kann ich das nicht formulieren. Von einer anfangs noch sympathischen Protagonistin entwickelte sich für mich persönlich immer mehr und mehr Unverständnis für ihre Entscheidungen, Denkweisen und Taten... Insbesondere am Ende habe ich mich ernsthaft gefragt, was Jodi Picoult mit diesem Buch bezwecken wollte... Für meinen Geschmack schafft sie hier weder Hoffnung für Betroffene, noch hinterlässt sie mir persönlich als Leser irgendetwas außer eine gehörige Portion strapazierte Nerven... Das Buch und seine ganze Thematik regen natürlich sehr zum Nachdenken an, es gibt viel zu diskutieren und die Moral wird hier auf vielfältige Weise infrage gestellt. Gerade solch ein Buch, mit dieser doch so so sensiblen Thematik hätte meiner Meinung nach eine Auflösung gebraucht, die etwas Hoffnungsvolles hinterlässt, die Betroffenen Mut macht und nicht ganz Hollywood-like emotionale Gräber schaufelt...
    An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich sagen, dass es sich hier um meine ganz persönliche Meinung und Empfindung im Bezug auf das Buch handelt! 

  4. Cover des Buches Never Too Late (ISBN: 9783736311671)
    Morgane Moncomble

    Never Too Late

     (192)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Die beiden Hauptcharakter Zoe und Jason kennt man ja schon aus dem ersten Band der Reihe "Never to close". Man bekommt nun tiefere Einblicke in Zoes Leben und Einsichten und vesteht allmählich wie sie tickt. Wo allerdings Teil 1 noch mit Humor und einer gewissen Leichtigkeit der Story daherkommt, empfand ich diesen Roman als teils sehr überfrachtet. Die Autorin hat es mit der Vielzahl an Themen, die auch als Triggerwarnung ausgewiesen sind, für meinen Geschmack übertrieben. Hier hätte sie sich auf ein, zwei Themen, aber dafür ausführlicher einlassen sollen. So ist die Geschichte etwas unrund, da leider zu oberflächlich. 

    Nach dem Vorgängerband hatte ich mir hier mehr versprochen. Es ist ein, dank des flüssigen Schreibstils, gut zu lesendes Buch keine Frage, aber wer den ersten Teil kennt, weiss was ich meine.

  5. Cover des Buches Tage mit Leuchtkäfern (ISBN: 9783548286945)
    Zoe Hagen

    Tage mit Leuchtkäfern

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Kreativer_traum

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wollte es unbedingt haben, nun bin ich ehrlich froh, ein gebrauchtes gekauft zu haben. Ich fand sowohl Klappentext als auch Cover sehr toll, leider konnte mich der Inhalt nicht vollends überzeugen. 

    In "Tage mit Leuchtkäfern" geht es um den Club der verhinderten Selbstmörder. Ich fand die Idee total interessant, leider kam ich unglaublich schwer in das Buch hinein. Im Verlauf wurde es zwar besser, aber mir fehlten Gefühle, Emotionen und Gründe. Die Idee wurde meiner Meinung nach sehr oberflächlich behandelt. Schade. Insgesamt wirkte alles sehr durcheinander. Auch wenn der Schwerpunkt auf der Sicht von Ghandis Gedanken lag, fand ich die Umsetzung oft nicht passend, mir fehlt ein Bezug und Gespräche tauchten plötzlich mittendrin auf. 

    Ich gebe dem Buch trotzdem drei Sterne, weil mir das, was es gab, gefallen hat. Es wäre nur deutlich ausbaufähig gewesen. Vielmehr kann ich leider nicht sagen, weil ich mir von der Idee mehr erhofft hatte. Zugleich bereue ich es aber nicht, zu Ende gelesen zu haben. Ich habe es in einem Rutsch beendet, das muss etwas sagen.

  6. Cover des Buches Wintermädchen (ISBN: 9783473584048)
    Laurie Halse Anderson

    Wintermädchen

     (431)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Lia und Cassie waren die besten Freundinnen. Beide schworen sich in einer Silvesternacht, dass sie die dünnsten der Schule werden. Doch dann stirbt Cassie im Gateway Motel. Für Lia bricht eine Welt zusammen und sie gibt sich die Schuld an ihrem Tod. Nicht den Menschen und dem Internet, die sich ständig über sie lustig gemacht haben. Auch ihr Schwur hat nichts damit zu tun. Nicht einmal Cassies Eltern gibt sie die Schuld. Nein, sie gibt sie sich selbst. Denn sie ist damals nicht ans Telefon gegangen…

    Meine beste Freundin hat damals so von diesem Buch geschwärmt, dass ich es mir auch direkt gekauft habe. Doch leider lag es Ewigkeiten auf meinem SuB und letztes Jahr habe ich es dann geschafft, endlich dieses Buch zu lesen. Und ich habe niemals mit so einer Geschichte gerechnet.

    Vorab möchte ich noch sagen, dass ihr dieses Buch mit Vorsicht lesen solltet. In diesem Buch steht leider keine Trigger Warnung, aber das hat es dringend nötig. Denn in diesem Buch werden sensible Themen unbeschönigt dargestellt. Also spreche ich hiermit jetzt eine dicke Trigger Warnung für dieses Buch aus. Bitte nehmt diese Ernst und achtet auf euch!

    Lia ist eine sehr starke Protagonistin, die gegen ihre Dämonen kämpft. Sie leidet unter Magersucht, Depressionen und selbstverletzendem Verhalten. Dies hat mit ihrer zerbrochenen Familie zutun und mit ihrem Vater, der ihr keine Aufmerksamkeit schenkt. In diesem Buch werden Lias Gedanken unbeschönigt dargestellt, was ich auf der einen Seit sehr gut finde, da man einen guten Einblick in die Welt eines psychisch kranken Person findet. Aber auf der anderen Seite ist es triggernd für diejenigen, die selbst betroffen sind. Lia hat in diesem Buch eine sehr starke Entwicklung hinter sich, die ich bewundere. Ich glaube, ich hätte nicht die Kraft dafür.

    Cassie, Lias ehemalige beste Freundin, ist ebenfalls an Magersucht erkrankt. Kurz bevor sie im Motel starb, hat sie Lia angerufen. Beide Mädchen hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr, daher ignorierte sie den Anruf. Die Autorin hat es geschafft, die Charaktere authentisch und lebhaft darzustellen. Sie hat recherchiert und macht somit die Geschichte lebendig. 

    Der Schreibstil von Laurie Halse Anderson hat mich tief bewegt. Sie schreibt brutal ehrlich und zeigt einem deutlich, was psychische Erkrankungen mit einem Menschen anrichten. Die Sprache der Autorin ist lebhaft und hat mich damit an die Seiten gefesselt. Das Buch habe ich sehr schnell durchgelesen, da ich immer wieder wissen wollte, wie es weitergehen wird...

    ,,Wintermädchen‘‘ ist eine Geschichte, die schonungslos ehrlich davon berichtet, dass psychische Erkrankungen kein Kinderspiel sind. Die Autorin hat die Erkrankungen sehr gut dargestellt und oft habe ich mich beim Lesen verstanden gefühlt, da ich manchmal ähnliche Gedanken habe. Das war mein erstes Buch der Autorin und bestimmt auch nicht das letzte!

  7. Cover des Buches Die Sünde der Engel (ISBN: 9783442372911)
    Charlotte Link

    Die Sünde der Engel

     (427)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    Ich habe mich wirklich unglaublich gequält beim Lesen dieses Buches. 

    Es war einfach so unglaublich SCHLECHT, dass ich gar nicht so richtig weiß, wo ich anfangen soll.

    Vielleicht damit, dass die Charaktere alle langweilig, flach, blass und völlig stereotyp sind. Die Storyline lebt alleine davon, dass alle immer "irgendwie so ein Gefühl" haben, das nervt einfach nur noch, weil sich die Autorin es damit echt supereinfach gemacht hat und gar nichts wirklich Sinn macht. Das hat mich beim Lesen sogar schon richtig aufgeregt.

    Die Geschichte dümpelt langweilig vor sich hin, bis sie in einem völlig abstrusen und sehr vorhersehbaren und fast schon lächerlichen Ende gipfelt. Die Charaktere, vor allem Janet, sind einfach nur unsympathisch und teilweise dumm wie Brot.

    Abgerundet wird das von einem absolut hölzernen und nur schwer zu ertragenen 0815 Schreibstil, den man vielleicht aus schlechten Fanfictions kennt. Der Funke springt einfach zu keinem Zeitpunkt über.

    Nie wieder werde ich ein Buch dieser Autorin anfassen, das war verschwendete Lebenszeit.

  8. Cover des Buches Was fehlt, wenn ich verschwunden bin (ISBN: 9783733500405)
    Lilly Lindner

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

     (507)
    Aktuelle Rezension von: PureBrassAndBooks

    Erwartungen:

    Ich habe schon lange kein gutes Jugendbuch mehr gelesen. Daher wurde es einfach Zeit. Ich war sehr gespannt auf die Umsetzung des sensiblen Themas "Magersucht".
     

    Cover/Qualität Print: 

    Das Buch gibt es nur als Taschenbuch. Allein der Titel hätte wohl einen Preis verdient. Das Cover selbst ist sehr schlicht.

     Setting:

    Phoebe´s große Schwester April kämpft in einer Klinik gegen Magersucht.
    Phoebe hat so viele Fragen, doch die Erwachsenen gehen ihnen aus dem Weg. Alles ist anders ohne ihre Schwester.
    Sie schreibt ihr Briefe, versucht Antworten zu bekommen und erzählt von ihrem Alltag.

    Charaktere:

    Phoebe ist erst Acht, aber hat eine sehr gute Beobachtungsgabe und viele schöne Wörter und vergleiche. Ihre Eltern und ihre Schwester lernen wir hier aus ihrer Sicht kennen.

     

    Schreibstil: 

    Das macht wirklich sprachlos. Das Buch ist hauptsächlich in Briefform verfasst. Ich hätte mir vorher nicht vorstellen können, wie gut das der Autorin hier gelungen ist.
    Ich bin wirklich begeistert!

     

    Meinung/Fazit: 

    Es wundert mich wirklich, dass dieses Buch so wenig Aufmerksamkeit bekommen hat und eigentlich unzählige Literaturpreise hätte bekommen müssen. 

    Sprachlich und stilistisch ein absolutes Meisterwerk und definitiv literarisch einzigartig.
     Vielmehr gibt es auch gar nicht zu schreiben, man merkt mir meine Begeisterung an. Oder auch Sprachlosigkeit.


    Das Thema wurde wunderbar verpackt und verarbeitet und hat mich darüber hinaus auch dazu veranlasst, mich mit meiner eigenen Kindheit gedanklich auseinanderzusetzen.
     Leseempfehlung!

    https://purebrassbooks.de/rezensionen/was-fehlt-wenn-ich-verschwunden-bin-von-lilly-lindner/


  9. Cover des Buches Just Listen (ISBN: 9783423716307)
    Sarah Dessen

    Just Listen

     (331)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Funkstille kann unerträglich sein.

    Vorallem wenn dieser Funke Elend zwischen dir und einer besonderen Person steht. Ein Raum zwischeneinander voller ungesagter Wörter, verloren geglaubter Hoffnung, vergoldeten Chancen.

    Und zufällig hörst du genau diese eine CD. Du erwartest viele gute Lieder. Doch genau das, was du hörst, schafft dir Platz für viel mehr als gute Lieder. 

    Erkenntnis.

    Hoffnung.

    Das, was du niemals erwartet hättest.

    Also höre gut hin. Denn wie du hörst, hörst du nichts..."

    - Durch das Buch lernte ich mit der Stille Freundschaft zu schließen. Kein Haufen Elend. Nein, sondern Medizin!

    Eure Jecquella_Higgs :)


  10. Cover des Buches Acht Wochen verrückt (ISBN: 9783492274685)
    Eva Lohmann

    Acht Wochen verrückt

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Obst4

    Mila ist in ihrem Dasein „ver-rückt“ hat Depressionen und beginnender Burn-out - sie soll erst einmal 8 Wochen in eine Klinik die sich ihrer annimmt.
    Ihr begegnen dort unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichsten Diagnosen und auch mir als Leser gibt es Einblick in diese Art Klinik.
    Humorvoll, ergreifend und lehrreich erzählt Mila uns ihre Geschichte. Ein sehr gutes Buch 

  11. Cover des Buches Sommernachtstraum (ISBN: 9783737340182)
    Tanya Lieske

    Sommernachtstraum

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der Klappentext und das Cover hatten mich damals sehr angesprochen. Das Buch sieht wirklich gut aus. Ich mag die verschiedenen dunklen Farbtöne. In gebundenen Format kann es sich eindeutig sehen lassen. Wobei mein erster Gedanke beim aufschlagen war, warum ist die Schrift so riesig?!
    Sommernachtstraum von Shakespeare ist eine der wenigen Schullektüren, die wirklich gut fand. Aber die Zeit des Lesens liegt schon weit zurück und ich kann mich kaum noch an den Inhalt erinnern. Asche über mein Haupt – so geht’s mir leider mit den meisten Schullektüren. Daher habe ich mich gefreut als ich gesehen habe, dass sich Jemand dem Thema nähert und es in die heutige Zeit zu übersetzen. Irgendwie hatte ich durch den Klappentext einfach andere Vorstellungen vom Text. Die Umsetzung schwächelt aber leider an vielen Stellen.
    Der Anfang ist sehr verwirrend was vor allem an der Schwemme von Charakteren liegt, die auf einen einprasseln. Auch bei Sommernachtstraum ist das leider nicht anders. Dem Leser wird hier ein Register zur Seite gestellt, was ich sehr hilfreich fand. Ohne das Register wäre ich wohl völlig aufgeschmissen gewesen.

    Es ist interessant wie die Autorin die Geschichte gestaltet. Sie teilt die Geschichte in 5 Akte und lässt Shakespeare selbst Stellen kommentieren. Obwohl mir sowas neu war konnte es mich dennoch nicht richtig fesseln. Es gibt einfach zu viele Probleme in diesem Buch mit denen sich der Leser auseinander setzen muss. Denn die Schwemme an Charakteren bringt jeder sein eigenes Problem mit und für jeden ist Platz im Buch, wobei bei der Seitenanzahl kann man sich ja schon denken, wie viel. Es scheint mir so als wäre jedes „Problem“ in das Jugendliche geraten können in diesem Buch auftaucht. Trotz allem bleiben die Charaktere aber irgendwie schwach. Ich fand sie nicht unsympathisch, aber ich wurde auch irgendwie nicht besonders warm mit ihnen. Es fehlte ihnen irgendwie an Tiefe….


    Fazit: Mir hat das Buch nicht gefallen. Die Geschichte war mir einfach etwas zu wirr und die Charaktere blieben farblos. Vielleicht bin ich aber auch einfach zu alt für dieses Buch xD
  12. Cover des Buches Jägerin und Sammlerin (ISBN: 9783351037987)
    Lana Lux

    Jägerin und Sammlerin

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    In "Jägerin und Sammlerin" erzählt Lana Lux die infernale und zutiefst giftige Beziehung zwischen Alisa, der Tochter, und Tanya, der Mutter.

    Der Roman beginnt aus der Sichtweise von Alisa, ihren Kampf um Anerkennung, gesellschaftlichen und mütterlichen Druck, die schmerzliche Abwesenheit des Vaters, dem Alleinsein und die bulimischen Folgen, durch die der Körper und die Seele versuchen, allem gerecht zu werden. Erst nach und nach wird deutlich, wie groß die Auswirkungen der doch extrem toxischen Beziehung zur Mutter sind und Alisa in allen Entscheidungen vom eigenen Weg und der Selbstständigkeit ablenken. "Du bist nicht genug" schwebt wie eine dunkle Wolke über ihrem ganzen Leben. Zu einem späteren Zeitpunkt erfährt man auch die Geschichte von Tanya, die auch nicht so rosig ablief. Jedoch hat es Lux bis dahin schon geschafft, dass ich Tanya schütteln möchte und selbst mir als Leserin diese giftige Aura entgegenschlägt.

    Ein ganz anderes Buch als Kukolka, von dem ich so begeistert war, und doch ebenso sprachlich wie auch inhaltlich gut.

  13. Cover des Buches Die Schöne und der Tod (ISBN: 9783442713660)
    Bernhard Aichner

    Die Schöne und der Tod

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Bernhard Aichner hatte ich für mich nach einer Leserunde erst sehr spät entdeckt und fast alles was ich bisher vom Haymon Verlag in die Hand bekommen hatte, war sehr gut. Also habe ich mir den ersten Band seiner Krimiserie mit Max Broll besorgt ...

    Max Broll, der örtliche Totengräber, scheint mit seinem Leben eigentlich sehr zufrieden. Er organisiert Saunatreffen auf dem Friedhofsgelände und legt sich gerne mit dem Pfarrer an. Sein bester Freund ist Baroni, ein ehemaliger Fußballstar, der sowohl in Wien als auch im Dorf lebt und in Max einen Seelenverwandten gefunden hat.

     Als Max einen Anruf bekommt von seiner ehemaligen und größten Liebe, dass er ein Loch buddeln soll, weil Ihre Schwester beerdigt werden muß, bleibt ihm der Atem stehen und sein ganzes Leben zieht an ihm vorüber. Die einzigste Frau, die ihm jemals etwas bedeutet hat kommt zurück in das Dorf. Max beerdigt Ihre Schwester, ein ehemaliges Model und versucht seiner Ex soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen, doch als die Leiche aus dem Grab gestohlen wird, geht der Täter zu weit nach Ansicht von Max. Von seinem Friedhof wird keine Leiche geklaut, die bleiben alle da und Max legt los....

    Was schräg klingt, ist auch komplett schräg. Sehr viele direkte Dialoge und hitzige Wortgefechte beleben diese Geschichte und sorgen dafür, dass Sie zu keiner Zeit langweilig wird. Der Schreibstil ist ausgezeichnet und etwas besonderes. Welche Charaktere , mit wunderbar einfachen Überlegungen gezeichnet, unkompliziert, direkt auf die Mitte, ohne Umschweife und absolut liebenswert. Da fliegen schon mal die Fäuste , vielleicht auch zu Unrecht, aber das ganze macht unheimlich viel Spaß. Kann sich Max seiner ehemaligen Lebensliebe Emma etwas entgegensetzen. Hat die schon immer in Max verliebte Hanni überhaupt eine Chance ? 

    Ich freue mich, dass ich zwar erst 10 Jahre nach Erscheinen, das ganze entdeckt habe, aber die anderen Teile von Max Broll sind schon besorgt. Klare Empfehlung an alle die mit direkten Wörtern als auch leicht vulgärem Ausdruck leben können !

     



  14. Cover des Buches Panikherz (ISBN: 9783462050660)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Panikherz

     (110)
    Aktuelle Rezension von: ritafischer

    Ein überragendes Buch, anders als alle Bücher, die ich gelesen habe. Bin ab sofort Stuckrad-Barre-Fan und werde mir andere Bücher von ihm kaufen. Liebe Lesegemeinde, jetzt Luft holen: 

    Solltet ihr Udo u seine Texte mögen, nicht auf Sex and Crime stehen, Wegbegleiter unserer Medienvergangenheit und junger Jahre ( na ja : Jugendlichkeit der letzten 20 Jahre) treffen wollen und auf eine gute Schreibe, entgleisen, sich verlieren und wiederfinden, sich wieder neu erfinden und Situationskomik lieben und ertragen wollen: 

    Dann lest es!!

    BvS-B betrachtet als nun mehr 40-Jähriger, seit 10 Jahren ohne Alk und Drogen, die Zeit seines Erwachsenwerdens und begleitet sich noch einmal auf seiner Reise in die Vergangenheit als Junkie, Kokser, Säufer und glühender Verehrer literarischer und musikalischer Ausnahmekünstler.

    Benjamin, Sohn eines Öko- Pastors, letztes Kind von Vieren, Udo-verliebt und schon als 12-Jähriger Kenner sämtlicher Lindenberg-Texte, Abitur ohne Studium, aber Praktikant und Redakteur beim Magazin "Rolling Stone", verdient sich, vom Ehrgeiz getrieben, die Membership der Rock- and Drug -Szene. Er will mitmischen, ist kreativ, absolut begabt und voller Enthusiasmus allem Neuen gegenüber.

    BvS-B schreibt rücksichtslos ehrlich, schonungslos direkt und lässt keine Atempausen zu -weder beim Leser noch in seinem Leben. Man nimmt unmittelbar teil an seiner Einsamkeit, Verzweiflung und Melancholie sowie seinem Zwang zur Selbstaufgabe. 

    3x Entzug und 3x Rückfall- Udo nimmt ihn in seine Panikfamilie auf und wird sein Retter, nicht nur mental, sondern er mischt mit als Entscheider und Gönner.

    Nach dem 4. Entzug hat Benjamin mit 29 Jahren alles Materielle verloren, das er sich trotz der Drogensucht als erfolgreiches "enfant terrible" der Literaturwelt erarbeitet hat. Er fängt bei Null an.

    Auch jetzt ist Udo da und verordnet seinem Stuckiman eine „Licht“-Kur im Hotel Mormont in L A , die mehr als 12 Monate andauern wird.

    Benjamin lernt, seinen Hunger auf alles Neue zuzulassen, aber die Gier zu dosieren. Er kämpft gegen  die  Versuchungen und trickst die Sucht aus. 

    Hoffentlich für immer.

  15. Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783499291289)
    Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen

     (800)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Viele der Handlungen der beiden Hauptprotagonisten - Alice und Mattia - sind grenzwertig und verstörend. Beide sind seit der Kindheit traumatisiert. Das ist wohl der Grund, warum sie gegenseitig eine Nähe empfinden, die sonst mit keinem anderen Menschen eingegangen wird.

    Alice arbeitet später in einem Fotoladen und Mattia ist ein absolutes Rechengenie. Ihre Wege trennen sich und das Leben legt ihnen viele Hindernisse in den Weg

    Für mich als Leser war es eine unbekannte und verstörende Welt. Vieles konnte ich gar nicht nachvollziehen. Am Ende hatte ich mit den Beiden großes Mitgefühl, wegen eines Lebens, dass sie nicht genießen konnten und das doch so schön sein kann !!

  16. Cover des Buches Gegessen (ISBN: 9783785725771)
    Sonja Vukovic

    Gegessen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Lobpreisfreak
    13 Jahre - mehr als ein Drittel ihres Lebens litt die heute 32-jährige Journalistin und Mitgründerin der F.-Foundation, Sonja Vukovic, an Anorexie und Bulimie. In ihrer Autobiographie "Gegessen" gibt die Autorin dem Leser einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben, die persönlichen Hintergründe der Krankheit, ihren Kampf mit ihr und schließlich denSieg über sie.
    Dabei schafft sie es, eine nahezu unmittelbare Nähe zwischen dem Leser und dem Geschilderten zu erzeugen, was eine unglaubliche Sogwirkung entwickelt. Oft entsteht kaum noch das Gefühl, ein Buch zu lesen, sondern viel mehr dabei gewesen zu sein. Die Tatsache, dass dies bewerkstelligt wird, ohne dass es gekünzelt literarisiert erscheint, ist ein Testament für Sonja Vukovics sprachliche Fertigkeit. Es ist spürbar, dass hier jemand hinter dem Werk steht, der mit Worten umzugehen weiß und es schafft, sprachliche Präzision und Authentizität zu vereinen. Obgleich dies nicht immer gelingt, möchte man doch die kleine Sunny nicht selten in den Arm nehmen, wenn sie nicht mehr weiter weiß, ihr helfen und ihr sagen, dass alles gut wird. Der Leser leidet mit der Protagonistin und es ist manchmal schwer vorstellbar, dass das Geschilderte tatsächlich passiert ist.  
    Umso beeindruckender ist es, zu sehen, was heute daraus geworden ist:
    Durch die biographische Arbeit, aus der Vukovics erster Bestseller "Christiane F. - Mein zweites Leben" entsprungen ist, entsteht die F.-Foundation, eine Organisation mit dem Ziel der Suchtprävention und - aufklärung, für die Sonja Vukovic bis heute als Rednerin aktiv ist.


    Es ist ein erstaunlicher Weg, den diese mutige Frau gegangen ist. Alleine, diesen Weg nachzuvollziehen, wäre es wert, ihre Biographie zu lesen. Doch durch die oft schonungslose Distanzlosigkeit, mit der die Autorin den Leser in ihre eigene Geschichte hinein nimmt, hat er nie das Gefühl, bloßer Beobachter zu sein, sondern viel mehr ihn mit ihr zu gehen.
  17. Cover des Buches Stalins Kühe (ISBN: 9783442743643)
    Sofi Oksanen

    Stalins Kühe

     (25)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Anna leidet unter anorektischen und bulimischen Schüben. Die Essstörung - der selbstbezeichnete Herr - bestimmt ihr Leben. Ihre Gedanken kreisen ständig ums Essen, um sichere und gefährliche Lebensmittel und ihre Bemühungen, ihre Essorgien zu verstecken. Sie ist unfähig, Beziehungen zu führen und Nähe zuzulassen. Auch eine Therapie hilft ihr nicht weiter. Sie greift zusätzlich noch zu Psychopharmaka und Speed um vorgeblich die Kontrolle zu behalten. Ihr Leben ist ein Versteckspiel, das vom Verhalten ihrer Mutter geprägt ist. Diese ist Estin, die in den 1970er-Jahren einen Finnen geheiratet hat und zu ihm nach Helsinki gezogen ist. Dort erlebt sie, wie Estinnen pauschal als Huren verunglimpft werden und möchte dieses Schicksal ihrer Tochter nicht zumuten. Anna ist deshalb gezwungen, ihre Herkunft zu verleugnen und die "typische Finnin" zu mimen. 

    Neben der Geschichte von Mutter und Tochter gibt es Rückblenden in die 1940er-Jahre und das Leben der Großmutter, das von Angst und Schrecken vor russischer Willkür geprägt war. 


    "Stalins Kühe" ist ein Roman über drei Generationen von Frauen, wobei Annas Schicksal im Vordergrund steht. Daneben erfährt man mehr über die Geschichte Estlands und insbesondere seine Beziehungen zu Finnland und Russland. 

    Die Geschichte wechselt zwischen den Erzählebenen der 1940er/ 1950er-Jahre, der 1970er-Jahre und der Gegenwart, dem Erwachsenwerden von Anna. Die Szenenwechsel erfolgen schon nach wenigen Seiten, so dass es schwerfällt, sich in die jeweilige Zeit hineinzufinden. Insbesondere die doch sehr komplexe Geschichte der Großeltern um das Versteckspiel der Waldbrüder nach dem Zweiten Weltkrieg und Verschleppungen nach Sibirien leidet unter der Kürze der Kapitel. Es sind einzelne Fragmentstücke eines Lebens und zahlreiche Protagonisten, die in einen Zusammenhang gebracht werden müssen. 

    Weit eindrücklicher sind die Szenen aus dem Leben von Anna, die sich von ihrem "Herr" bestimmen lässt und von Katariina, die als Estin unter dem Russenhass der Finnen leidet und niemandem über den Weg traut. Gerade der Haupterzählstrang um Anna ist sehr anschaulich dargestellt. Es fällt erschreckend leicht, sich in ihre Denkweise hineinzuversetzen und eine Erklärung dafür zu finden, warum sie ihre personifizierte Essstörung nicht aufgeben kann, lieber andere Menschen vor den Kopf stößt und in lockere Sexbekanntschaften flieht. Das Buch erschöpft sich dabei ein wenig zu sehr in Annas Gedankenwelt, ist dadurch revolvierend und lässt die Handlung, die keine Lichtblicke bietet, auf der Stelle treten. Kein Handlungsstrang führt zu einem befriedigenden Ende und bleibt unschlüssig offen.

  18. Cover des Buches Vor meinen Augen (ISBN: 9783841421210)
    Alice Kuipers

    Vor meinen Augen

     (74)
    Aktuelle Rezension von: MyBookLife

    Klappentext: 19 Minuten – und nichts ist mehr so, wie es war Das Haus kommt ihr zu groß vor, der Schultag zu lang, das Licht zu hell. Manchmal dreht sich alles und Sophies Hände werden schweißnass. Und was in aller Welt hat sie jemals mit Abigail verbunden? Ihre beste Freundin hat nur noch Partys und Jungs im Kopf und ist Sophie mit einem Mal furchtbar fremd. Verbunden fühlt sich Sophie dagegen mit der neuen Mitschülerin Rosa-Leigh. Sie schreibt Gedichte und genießt es, anders zu sein. Aber wie soll Sophie ihr näherkommen – ohne über den schrecklichen Tag zu reden? Den Tag, der alles veränderte ...

    Poetisch und mit großer Sensibilität hat Alice Kuipers, Autorin des Bestsellers ›Sehen wir uns morgen?‹, Sophies Geschichte umgesetzt. Fast wie in einem Krimi, erfährt der Leser durch Sophies Tagebuch nur Stück für Stück die furchtbare Wahrheit.

     

    Persönliche Meinung: Für mich gab es zu keinem Zeitpunkt Spannung oder etwas Unerwartetes. Die Geschichte startet schon ziemlich langweilig und wird mit der Zeit auch nicht besser. Der Schreibstil ist eigentlich ganz ok, aber inhaltlich passiert leider nichts. Das ist eigentlich schade, denn das Buch könnte sonst ziemlich gut die Message verbreiten, nach so einem Schicksalsschlag nicht den ganzen Kummer in sich selbst zu fressen, sondern sich anderen anzuvertrauen und mit jemandem zusammen den Kummer zu verarbeiten.

    Diese wichtige Message geht hier etwas unter, bei dem ganzen Teenie Kram.

    Sonst kann ich gar nicht viel mehr zu dem Buch sagen, da ja inhaltlich nicht gerade irgendetwas Spannendes vorkam.

     

    Fazit: Eigentlich eine toll versteckte Nachricht, die leider nicht wirklich zur Geltung kommt in diesem sonst ziemlich langweiligen Buch.

  19. Cover des Buches Regenroman (ISBN: 9783442469161)
    Karen Duve

    Regenroman

     (138)
    Aktuelle Rezension von: liyah40

    Ich entdeckte das Buch in einem hiesigen Secondhand-Buchladen und da ich Taxi sehr mochte, nahm ich es mit.

    Karen Duve erzählt die Geschichte eines jungen Ehepaars, dass kaum das sie sich kennengelernt haben, heirateten. Leon ist ein erfolgloser Schriftsteller der sich an Gedichten versucht, Martina ist Mitte zwanzig, eine bildschöne, unsichere Frau, die unter Bulimie leidet. Harry, Leons bester Freund, vermittelt ihm einen Auftrag: Er soll die Biografie des Zuhälters und Boxers Pfitzners schreiben. Pfitzner gibt ihm einen Vorschuss und seinen alten Mercedes, den Rest bekommt er nach Fertigstellung des Buches. Endlich besitzt Leon Geld und träumt von einem eigenen Haus im grünen und zieht mit seiner Frau gen Osten. Dort finden sie in einem kleinen Dorf ein Haus, umgeben von einem Moor, die Natur fasziniert Leon und er träumt von einer großen Schriftsteller Karriere.

    Es regnet, es regnet ununterbrochen, dass Haus ist klamm, feucht und voller Schimmel, vergeblich versucht das Ehepaar, beide mit zwei linken Händen ausgestattet, das Haus in Schuss zu kriegen, was ihnen nicht gelingen mag. Ihre nächsten Nachbarn sind zwei seltsame Schwestern, doch freundet Martina sich mit der burschikosen Kay an, die ihnen von da an zur Hand geht. Dem Ehepaar ist ein Hund zugelaufen und Martina macht es sich zur Aufgabe ihn zu retten, aber immer mehr bekommt man das Gefühl, dass er Martina rettet, in diesem zunehmend beklemmenden Leben, denn nicht nur der Regen schlägt aufs Gemüt, sondern auch Pfitzners Besuche, der nicht zufrieden mit Leons arbeiten ist und zunehmend Druck ausübt...

    Ein atmosphärisch dichter Roman, die Geschichte kriecht in den Leser, wie die Feuchtigkeit in das Haus. Ein Buch das einen an manchen Stellen ekelt, dass einen Schmunzeln lässt, dass einen von Anfang an in seinen Bann zieht. Schnappt euch eine Decke und eine schöne Tasse Tee und fangt an zu lesen- es lohnt sich!

     

  20. Cover des Buches Dünn (ISBN: 9783551582959)
    Do van Ranst

    Dünn

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Raven
    Das Buch "Dünn" von Do van Ranst ist 192 Seiten lang und beim Carlsen-Verlag als Hardcoverausgabe erschienen.

    Die Leseseiten sind schön dick und das Cover finde ich sehr interessant und individuell. Die Buchqualität ist gut.

    Im Buch geht es um Fee, die von zu Hause ausreißt um zuzunehmen, nachdem ihre Mutter verstorben ist und sie ihrem Vater dafür die Schuld gibt.

    Das Buch fängt mitten im Geschehen an. Fee ist abgehauen, weil sie ihren Vater hasst und seine neue Lebensgefährtin, nachdem die Mutter gestorben ist. Fee gibt die Schuld am Tod ihrer Mutter dem Vater und mit ihrem Partner und ihrer besten Freundin hat sie sich auch noch  gestritten. Also ist sie abgehauen. Sie will unbedingt zunehmen und isst unglaublich große Mengen für unheimlich viel Geld. Es erscheint als Befreiungsakt, Emanzipation und Auflehnung gegenüber dem Vater.  In der Stadt begegnet sie seltsamen Menschen und einer Katze. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Täuschung. Mit dem Charakter von Fee konnte ich mich leider gar nicht identifizieren. Sie ist sehr naiv, leichtgläubig und begibt sich in Gefahr. Sie ist auch absolut auf sich selbst bezogen, in manchen Situationen total empathielos zB was die ausländische Freundin des Vaters betrifft und auch gegenüber Tieren, was mir absolut nicht gefiel. Ansonsten fand ich die Story aber sehr spannend. Die Geschichte ist unterteilt in 3 Abschnitte. Abschnitt 1 erzählt von ihrer Flucht, in Abschnitt 2 wird sie gefunden und Abschnitt 3 deckt dann die kompletten Zusammenhänge auf. Besonders das Ende ist sehr spannend, aufwühlend und überraschend. Das Buch erhält von mir 3,5 Sterne für eine sehr interessante Story zwischen Fiktion und Realität und einer absolut überraschenden Wendung.

    Fazit: Individuelle Story mit sehr naiven Hauptcharakter, der mich nicht überzeugen konnte, aber mit einer absolut überraschenden Wendung. Eine Geschichte auf der Grenze der Realität und Täuschung! Sehr interessant!
  21. Cover des Buches The Group (ISBN: 9783747402825)
    Christie Tate

    The Group

     (11)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion

    Inhaltserzählung:
    Ich sehnte mich zwar passiv nach dem Tod, doch ich legte mir keinen Tablettenvorrat an und abonnierte auch nicht den Newsletter der Hemlock Society, die für das Recht auf assistierten Selbstmord kämpfte.
    Ich hatte keinen Plan im Kopf, keine Methode, kein Datum. Aber ich spürte dieses Unbehagen, es pulsierte ständig im Hintergrund wie ein schmerzender Zahn. Dieser passive Wunsch, dass mich der Tod holt, fühlte sich nicht normal an. Irgendetwas an meinem Leben sorgte dafür, dass ich mich nach seinem Ende sehnte.
    Damals wusste ich nicht, dass es ein Wort gab, das mein Leiden genau beschrieb:
    Ich war einsam.

    (Seite 15/16)


    "Sie glauben, dass ich Sie nicht sehe", sagte Dr. Rosen.
    "Verstehen Sie denn nicht, das sich wirklich leide?"
    "Christie, ich verstehe es."
    "Können Sie mir helfen?"
    "Ja."
    "Was muss ich tun?"
    "Sie tun es bereits."
    "Das ist nicht genug."
    "Doch, ist es."

    (Seite 77)


    Autorin:
    Christie Tate ist eine amerikanische Schriftstellerin und lebt in Chicago. Ihre Essays und Artikel erscheinen in der beliebten »Modern Love«-Kolumne der New York Times, in The Washington Post und Chicago Tribune.

    Übersetzerin:
    Monika Kempf


    Bewertung:
    Das Cover ist toll. Was mich wieder ärgert ist die deutsche Übersetzung des Titels bzw. dessen Übernahme: Der Originaltitel lautet "Group", wieso lässt man den nicht und hängt noch ein "The" an? Einfach nervig! Auch das Zitat am Klappentext ist falsch. Dort wird geduzt, im Buch wird gesiezt.

    Das Buch stand schon vor Verkauf auf meiner Wunschliste, da ich selbst in therapeutischer Behandlung war, auch in Gruppentherapie. Daher war ich interessiert an der Erfahrung einer Fremden in einem anderen Land. Ich hatte das Buch in zwei Tagen durch. Trotz großer Kritik meinerseits hat das Buch einen Sog für mich gehabt.

    Meine ganze Kritik ist viel zu lang, um sie hier reinzusetzen. Bitte schaut daher nach Interesse meine Hauptbeiträge zu den jeweiligen Abschnitten:

    Anfang bis Seite 135

    https://www.lovelybooks.de/autor/Christie-Tate/The-Group-2805546837-w/leserunde/2996975880/2996975888/?selektiert=3014102879#thread

    https://www.lovelybooks.de/autor/Christie-Tate/The-Group-2805546837-w/leserunde/2996975880/2996975888/?selektiert=3014101486#thread


    S. 136 - S. 209

    https://www.lovelybooks.de/autor/Christie-Tate/The-Group-2805546837-w/leserunde/2996975880/2996975889/?selektiert=3014105467#thread


    S. 210 - Ende

    https://www.lovelybooks.de/autor/Christie-Tate/The-Group-2805546837-w/leserunde/2996975880/2997016440/?selektiert=3014105520#thread


    "Der hungernde Mensch verspürt keinen Hunger, bis er den ersten Bissen genommen hat", sagte er.

    (Seite 35)


    Ein sehr amerikanisches Buch von dem ersten Satz an, das mich mal mehr, mal weniger fesseln konnte. Es gibt einige große Zeitsprünge und Fehler, aber auch berührende Passagen. Eine ethisch fragwürdige Therapieart, die nicht für Traumapatienten geeignet ist, eher für leichte Alltagsprobleme. Ebenso ein fragwürdiger Therapeut, der eher als Sextherapeut erscheint als alles andere. Auch das System an sich ist sehr schockierend, ich musste oft an mich halten (in den Beitragen habe ich alles genau ausgeführt), weil vieles einfach nicht bloß anders ist, sondern sehr verwerflich - egal wo es stattfindet und mit wem!


    "Wird es mich von meinen Apfelfressattacken heilen, Rory anzurufen?"

    "Sie brauchen kein Heilmittel. Sie brauchen einen Zeugen."

    (Seite 57)


    Christies Art, mit ihren Problemen und in der Gruppe umzugehen, erinnert sehr an Borderline-Persönlichkeiten. Sie sind sehr anstrengend zu therapieren. Ich habe ein Fachbuch dazu gelesen und die Therapeuten scheuen sich zuweilen, solche Patienten anzunehmen. Warum? Diese sind sehr ausfallend, laut und fordernd. Christie zeigt es sehr gut. Ich habe Erfahrungsberichte gelesen, wie Patienten die Ärzte an Wochenenden und Urlauben am Telefon zusammenbrüllen - ähnlich wie Christie. Und sie sind auch bekannt für ihre Abhängigkeit zu den Therapeuten. Die Abgrenzung fällt hier sehr schwer. Mich hat Christie unheimlich an die Borderline-Störung erinnert, und merkwürdigerweise wird das hier mit keinem Wort erwähnt. Dabei ist das viel besser zu diagnostizieren als einzelne Depressionen. Andererseits muss man auch schreiben, dass diese Patienten auch immer viel Aufmerksamkeit wegen ihres Verhalten bekommen. Das kennen wir selbst im Alltag: Derjenige, der am lautesten schreit und immer weint, der bekommt die meisten Blicke und Hilfen. Das zeigt sich auch bei Christie, wenn ich sie mit mir vergleiche, die eher still vor sich hinleidet und sich nicht traut, ihre Bedürfnisse laut kundzugeben. Wer aktiv einfordert, bekommt auch meistens. Und da stehen solche Verhaltensmuster hilfreich zur Seite.

    Ich finde das amerikanische Therapiesystem im Großen Ganzen, so wie das hier geschildert wurde, schlecht. Ich weiß ja nicht, ob das die Regel dort ist. Aber Christies Therapiegruppe und den Therapeuten finde ich in vielen unter aller Sau. Es ist nicht alles schlecht, die Flexibilität könnte Deutschland echt mal einführen. Das fehlt total. Hier passt das Bild mit dem Stock im Hintern gut. Da ist Amerika viel weiter. Aber ich bin mehr schockiert als neugierig von Christies Erzählung herausgegangen. Mich hat schon lange kein Buch mehr so geschockt, und das auf Dauerlauf!


    Niemals habe ich mit meiner Wut etwas anderes getan, als sie herunterzuschlucken oder auszuspeien.
    Und jetzt quoll sie aus mir heraus, schmutzig und laut.

    (Seite 176)


    Für mich bleibt auch einiges ungeklärt, nicht nur wegen der großen Zeitsprünge und dem flotten Ende. Sondern auch wegen des Therapiesystems, das Christie erzählt. Ist das in Amerika so die Regel? Oder ist Dr. Rosen eine von wenigen? Auch die Frage nach der Berufsdeklarierung ist offen: Christie beschriebt Dr. Rosen als Psychotherapeut und Psychiater. Das verwirrt mich nach wie vor, denn in Deutschland gibt es diese Kombination nicht. Psychiater therapieren nicht und haben mehr mit Medizin als mit Psychologie zu tun. Ist das also auch in Amerika üblich? Auch die Leserunde hat das nicht geklärt, leider. Falls jemand da mehr weiß, bitte ich um Erleuchtung. Ich suche mich ja im Internet doof.


    Fazit:
    Für mich keine empfehlenswerte Therapie und auch kein empfehlenswerter Therapeut. Er ist trotz allem sympathisch beschrieben und ich musste manchmal über sein Verhalten schmunzeln. Auch wenn er viel unethisches tut und einiges bescheuertes und unwahres sagt, Tut und sagt er manches Mal etwas richtiges und wahres. Als Partner und Freund ist er mit Sicherheit wunderbar, da wäre ich auch dabei, aber als Psychotherapeut nicht mein Fall.


    "Wenn Sie Teil einer meiner Gruppen werden, dann möchte ich, dass Sie dort absolut alles über mich erzählen, an was Sie sich aus den Treffen von damals noch erinnern."
    "Und was ist mit Ihrer Anonymität?"
    "Sie müssen mich nicht schützen. Das ist nicht Ihre Aufgabe. Ihre Aufgabe ist es zu erzählen."

    (Seite 35)


    Ich, wir alle, können das Buch auch nicht aus unserer Sicht bewerten wie wir andere Bücher bewerten können, da das hier eine ganz andere Gesellschaft ist. Ich kann ja nicht schreiben, das Buch gefällt mir nicht, wie das alles so stattfindet, deshalb vergebe ich nur 3 Sterne. Leider tun das viele Leser, nicht nur bei diesem Buch. Da hätte Christie ja lügen und extra für ausländische Leser die jeweiligen Sachlagen anpassen müssen. Das wäre ja keine Biografie, sondern ein fiktiver Roman geworden. Ich kann nur die ganze Form der angegeben Sachlagen beurteilen, gut oder schlecht finden. Daher vergebe ich auch 4 Sterne. 

    Das Buch ist wirklich nicht für Leser außerhalb Amerikas gemacht. Die Methoden sind einfach zu kontrovers und der Schreibstil zu amerikanisch. Und die Leserschaft schmeißt leider das alles in einem Topf mit einer Biografie, die eben amerikanisch ist. Das Buch wird meiner Meinung nach hier nicht die gerechte Bewertung erhalten, die sie verdient. Man muss klar trennen können zwischen dem staatlichen System und einer wahren Erzählung. Ersteres erhält von mir 2 Sterne. Zweiteres 4 Sterne. Nur um das mal klarer Aufzuführen.

    Preislich finde ich das Buch zu teuer. Für 16,99 € bekommt man fast ein Hardcover.


    "Eine letzte Frage. Was passiert mit mir, wenn ich anfange, die Gruppe zu treffen?"
    "Alle Ihre Geheimnisse werden ans Licht kommen."

    (Seite 37)


    COVER/TITEL/AUFMACHUNG/MATERIAL  ⭐⭐⭐⭐,🌠

    AUSGABEN-FORMAT (REIHEN-/EINZEL-/HÖR-/LESEFORMAT) ⭐⭐⭐⭐⭐

    GENRE (VOM VERLAG GESETZT) ⭐⭐⭐⭐⭐

    VERLAGSPREIS (ZU TEUER/ANGEMESSEN/GÜNSTIG) ⭐⭐,🌠

    GRUNDIDEE/THEMA ⭐⭐⭐⭐⭐

    BERICHTESTIL ⭐⭐⭐⭐

    HANDLUNG/VERLAUF ⭐⭐⭐


    Mein herzlichster Dank geht an den Verlag für das Buch! Ich habe mich sehr darüber gefreut!

    Anmerkung: Auf Seite 109, Zeile 9 ist das Apostroph zu viel.


    Gelesen am 25. Juli 2021


  22. Cover des Buches Diana (ISBN: 9783426301586)
    Tina Brown

    Diana

     (32)
    Aktuelle Rezension von: berybooks

    Das ist wirklich eine tolle Biografie! Tina Brown hat gefühlt mit jedem gesprochen, der Prinzessin Diana jemals gekannt hat und verflechtet gekonnt historische Fakten mit Anekdoten. Das Buch ist ein Wälzer, ja, aber ich abe es trotzdem schon mehrmals gelesen, weil es so unterhaltsam und zum Teil spitzzüngig geschrieben ist, ohne jemals (meiner Ansicht nach) den Respekt vor den Personen darin wirklich zu verlieren.

  23. Cover des Buches Irre! - Wir behandeln die Falschen (ISBN: 9783328102748)
    Manfred Lütz

    Irre! - Wir behandeln die Falschen

     (279)
    Aktuelle Rezension von: HubertM

    Ein sehr gutes Buch.

  24. Cover des Buches Deine kalten Hände (ISBN: 9783746637310)
    Han Kang

    Deine kalten Hände

     (76)
    Aktuelle Rezension von: sasa_moon

    „Das Leben ist eine Hülle, die sich über einen Abgrund wölbt, und wir leben darauf wie maskierte Akrobaten. Mal hassen wir, mal lieben wir und manchmal brüllen wir vor Wut […].“ (S. 299)

    Han Kang war mir bereits durch den Bestseller „Die Vegetarierin“ bekannt, den ich bisher jedoch noch nicht gelesen habe, da mich „Deine kalten Hände“ von der Grundthematik mehr ansprach. Nachdem ich den Roman beendete, konnte ich durchaus die sowohl sehr lobenden, wie auch die kritischen Stimmen nachvollziehen.

    Das Cover: Ein wunderschönes Gewand, das mit der warmen Farbpalette einen starken Kontrast zum Titel bildet. Die floralen Elemente, der geneigte Oberkörper und der angenehme Hintergrund ergeben ein gelungenes Gesamtkonstrukt, welches ich mir so auf Sicht ins Regal gestellt hätte. Leider blieb das Cover in meinen Augen das Beste am Roman.

    Die Handlung: Besondere Gipsabdrücke von Händen und Körpern – diese sind die einzigen Zeugnisse, die vom spurlos verschwundenen Künstler Jang Unhyong übrig geblieben sind. Nur sein ausführliches Tagebuch, welches zudem aufgefunden wird, gibt Einblicke in seine Gedanken, die einen beständigen Wunsch nach Nähe offenbaren…

    Meine Meinung: Die erste Hälfte des Buches überzeugte durch einen malerischen und überraschend intensiven Schreibstil. Situationen wurden eindringlich beschrieben und Jang Unhyongs Leben detailliert niedergelegt. Han Kangs Schreibstil konnte mich zumindest am Anfang einnehmen und ließ mich ein paar beeindruckende Zitate herausschreiben. Doch recht schnell, als ich nach der Hälfte des Romans der Handlung immer noch zwiegespalten gegenüberstand, wusste ich, dass der Roman mich nicht mehr von sich überzeugen würde. Ich las die Geschichte recht passiv und trotz des intensiven Schreibstils, wurde ich weder von Emotionen gepackt, noch berührte mich irgendetwas in der Geschichte, was ich mir zu Anfang sehr erhofft hatte. Zudem bin ich wirklich unzufrieden mit der Darstellung eines korpulenten Charakters. Ich hatte das Gefühl, dass die Frau L., die in meinen Augen einen Schlüsselcharakter darstellte, nur auf ihr Gewicht reduziert wurde und ihr keine nennenswerten Emotionen oder Charakterzüge beigemessen wurde. Sie diente schlichtweg dazu, den Künstler zu faszinieren. Ab einem gewissen Punkt ärgerte es mich regelrecht, wie oft auf ihren kräftigen Körper verwiesen wurde, wie oft sie beim Essen beschrieben wurde. Als würde sie nur aus ihrem Gewicht bestehen; der Mensch dahinter wurde in meinen Augen völlig vernachlässigt. Das machte die Geschichte leider irgendwann unsympathisch.

    Die Charaktere: Würde man mich jetzt, nachdem ich das Buch vor einer Woche ausgelesen habe, fragen, mit was ich die Charaktere verbinde, so könnte ich nur knapp antworten. Jang Unhyong wurde mir mit jeder weiteren Seite unheimlicher. Sein Bedürfnis und Sehnen nach Nähe war irgendwann so stark, dass ich mir da manchmal einen etwas kritischeren Blick darauf gewünscht hätte. Auch die Protagonistinnen L., die wie oben bereits erwähnt, hauptsächlich auf ihr Gewicht reduziert wurde, konnte mich wohl noch am ehesten von sich überzeugen. Anhand ihrer Entwicklung wurden die erschreckenden Folgen von unrealistischen Schönheitsidealen der Gesellschaft verdeutlicht. Diese Schilderungen waren teilweise wirklich intensiv und grausam, was jedoch auch den Ernst der Lage betonte. Den Schicksalen der Charaktere wurde viel Raum gegeben, doch der Mensch dahinter war mir zeitweilen nicht greifbar genug.

    Fazit: Eine eindringliche Geschichte, die für mich wahrscheinlich nicht das richtige Buch war. Die Geschichte verfügte über viele gelungene Ansätze, die mich nachvollziehen ließen, was diesen Roman so beliebt macht. Mich konnte es leider nicht genug berühren, weswegen ich hier leider nur 2/5 Sternen vergeben kann. Hierbei handelt es sich jedoch nur um mein Empfinden, ich bin mir sicher, dass das Buch nicht umsonst so beliebt ist.

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