Bücher mit dem Tag "briefwechsel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "briefwechsel" gekennzeichnet haben.

141 Bücher

  1. Cover des Buches Alle sieben Wellen (ISBN: 9783442472444)
    Daniel Glattauer

    Alle sieben Wellen

     (2.201)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Also mir hat dieses Buch wahnsinnig gut gefallen! Man glaubt gar nicht, das e-mails soooooo viele Gefühle und sooo viel Liebe wecken können. Dem Autor ist hier ein Buch gelungen, das wirklich fasst alle Leser begeistern kann, da es so romantisch und toll geschrieben ist.

    Nur ein kleiner Stern abzug, da mir der erste Teil "Gut gegen Nordwind" noch einen Tick besser gefallen hat...

  2. Cover des Buches Die Seiten der Welt (ISBN: 9783596198528)
    Kai Meyer

    Die Seiten der Welt

     (1.494)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Der Hype um dieses Buch war ja schon wahnsinnig gross, zusätzlich hat mir das Cover sehr sehr gut gefallen, es lädt dazu ein, in eine andere Welt einzutauchen. Ausserdem hat mir der Klappentext sehr gefallen und ich musste es einfach lesen.
    Ausserdem habe ich schon einige andere Bücher des Autors gelesen die mir sehr gefallen haben! Der Schreibstil war auch fantasievoll, voller
    ganz eigener Ideen und es gab viel Action.
    Trotz allem muss ich sagen ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. Ich kam schon relativ schlecht ins Buch rein und es zog sich für mich wirklich sehr in die Länge bis das Ende mir wieder besser gefallen hat. Ich kann gar nicht sagen warum es mir zu zäh war den es war schon sehr viel Action dabei...vlt war es einfach der falsche Zeitpunkt für mich. Ich hab dann noch den 2. Band gelesen und dieser hat mir dann viel besser gefallen!

  3. Cover des Buches Der Ruf der Trommel (ISBN: 9783426518267)
    Diana Gabaldon

    Der Ruf der Trommel

     (890)
    Aktuelle Rezension von: geBUCHt

    Im 4. Band der Outlander-Reihe bauen sich Claire und Jamie ein neues Zuhause in Amerika auf. Um Land in Anspruch nehmen zu können, musste Jamie Bedingungen zustimmen, welche zukünftig Ärger versprechen. Der Aufbau der Ortschaft Fraser's Ridge beginnt. In der Zeit verfolgt der Leser auch das Schicksal von Brianna und Rodger. Denn die junge Frau hat zunehmend das Bedürfnis zu erfahren, wer sie eigentlich ist. Was sie mit ihrem echten Vater verbindet und die Sehnsucht nach ihren Wurzeln zu suchen, wird immer größer.

    Dieser Band unterscheidet sich von den Vorgängern. Der Fokus liegt nicht mehr allein auf Claire und Jamie, sondern auch auf deren Tochter. Dieser neue Erzählstrang gibt der Reihe einen neuen Reiz, verleiht ihr eine ebenso mitreißende und spannende, neue Liebesgeschichte. Dabei bleibt die Autorin sich treu und beschreibt weiterhin alles sehr detailliert, naturlieb und überzeugend. Und was ich am besten finde, es bleibt unvorhersehbar.

    In der ersten Hälfte des Buches ging es noch viel um Claire und Jamie. Und da die beiden in den ersten 3 Büchern so viele Hürden und Streitigkeiten überwinden mussten, hat meine schiere Begeisterung leider kurze Zeit langsam abgenommen, weil bestimmte Szenen oder Konzepte sich wiederholten oder ähnlich abliefen. Bei der Hälfte wurde die Geschichte rund um Brianna und Roger intensiver aufgenommen und ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Es kam frischer Wind rein. Neue Aspekte wurden aufgenommen, allein schon deswegen, weil man das ursprüngliche Paar Claire und Jamie, nunmehr aus einer anderen Perspektive gesehen hat. Nämlich als Eltern. Vor allem war es interessant zu sehen, was für Charaktereigenschaften Brianna von ihren Eltern geerbt hat. Wie gut diese beschrieben worden sind.

    Es waren lustige Momente vorhanden, insbesondere dann, wenn Jamie „altmodische“ Ansichten äußerte, doch der Leser nur zu gut wusste, dass die sture, freiheitsliebende Brianna damit überhaupt nicht einverstanden wäre.

    Mit Roger haben wir einen neuen Helden näher kennengelernt. Anders als Jamie, aber nicht weniger mutig und liebenswert. Ich habe genauso mitgefiebert mit seinem Handlungsstrang, wie schon damals bei Claire und Jamie.

    Indianer haben eine große Rolle in dieser Fortsetzung gespielt. Von ihnen lief eine schaurige, raue Atmosphäre aus. Man lernte neue Bräuche und Verhaltensweisen kennen. Besonders Jamies Neffe Ian trat in Zusammenhang mit den „Wilden“ ins Spiel. Es passierten skurrile und gefährliche Begebenheiten. Auch hier hat Diana Gabaldon es geschafft einen neuen Schauplatz zum Leben zu erwecken. Ich staune immer wieder, wie vielfältig sie schreiben kann. Nachdem wir im 2. Band glaubwürdig am französischen Hof waren, sind wir hier ebenso glaubwürdig mitten in der Wildnis bei Indianern.

    Ich freue mich auf den 5. Band! Und wenn es jemanden gibt, der zwischenzeitlich auch einen Abschnitt nicht mehr ganz so fesselnd findet, dann bleibt dran. Es lohnt sich.   

  4. Cover des Buches Der Himmel in deinen Worten (ISBN: 9783959671644)
    Brigid Kemmerer

    Der Himmel in deinen Worten

     (96)
    Aktuelle Rezension von: VeronikaE

    Eine sehr süße Geschichte. Habe das Buch an einem Tag durchgelesen. Wollte es kaum aus der Hand legen. Die Protagonisten sind auf Anhieb sympathisch und fast ein wenig zu reif für ihr Alter. Im Großen und Ganzen aber hat mir die Geschichte sehr gefallen. 

  5. Cover des Buches Was fehlt, wenn ich verschwunden bin (ISBN: 9783733500405)
    Lilly Lindner

    Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

     (507)
    Aktuelle Rezension von: PureBrassAndBooks

    Erwartungen:

    Ich habe schon lange kein gutes Jugendbuch mehr gelesen. Daher wurde es einfach Zeit. Ich war sehr gespannt auf die Umsetzung des sensiblen Themas "Magersucht".
     

    Cover/Qualität Print: 

    Das Buch gibt es nur als Taschenbuch. Allein der Titel hätte wohl einen Preis verdient. Das Cover selbst ist sehr schlicht.

     Setting:

    Phoebe´s große Schwester April kämpft in einer Klinik gegen Magersucht.
    Phoebe hat so viele Fragen, doch die Erwachsenen gehen ihnen aus dem Weg. Alles ist anders ohne ihre Schwester.
    Sie schreibt ihr Briefe, versucht Antworten zu bekommen und erzählt von ihrem Alltag.

    Charaktere:

    Phoebe ist erst Acht, aber hat eine sehr gute Beobachtungsgabe und viele schöne Wörter und vergleiche. Ihre Eltern und ihre Schwester lernen wir hier aus ihrer Sicht kennen.

     

    Schreibstil: 

    Das macht wirklich sprachlos. Das Buch ist hauptsächlich in Briefform verfasst. Ich hätte mir vorher nicht vorstellen können, wie gut das der Autorin hier gelungen ist.
    Ich bin wirklich begeistert!

     

    Meinung/Fazit: 

    Es wundert mich wirklich, dass dieses Buch so wenig Aufmerksamkeit bekommen hat und eigentlich unzählige Literaturpreise hätte bekommen müssen. 

    Sprachlich und stilistisch ein absolutes Meisterwerk und definitiv literarisch einzigartig.
     Vielmehr gibt es auch gar nicht zu schreiben, man merkt mir meine Begeisterung an. Oder auch Sprachlosigkeit.


    Das Thema wurde wunderbar verpackt und verarbeitet und hat mich darüber hinaus auch dazu veranlasst, mich mit meiner eigenen Kindheit gedanklich auseinanderzusetzen.
     Leseempfehlung!

    https://purebrassbooks.de/rezensionen/was-fehlt-wenn-ich-verschwunden-bin-von-lilly-lindner/


  6. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.553)
    Aktuelle Rezension von: Nicola89

    Eigentlich will Emmi Rothner nur ein Zeitschriften-Abo kündigen, aber aufgrund eines Tippfehlers landen die E-Mails nicht beim Verlag, sondern bei Leo Leike. Um den Irrtum aufzuklären, antwortet Leo trotzdem und so beginnt ein lustiger, immer persönlicher werdender Austausch. Um ihre digitale Freundschaft, die immer mehr zu einer Liebesgeschichte wird, nicht aufs Spiel zu setzen, wollen sie sich dennoch nicht treffen… 

    Die ganze Geschichte kommt nur mit den E-Mail-Verläufen zwischen Emmi und Leo aus und obwohl es auch keine genaue (äußerliche) Beschreibung der Charaktere gibt, hat man trotzdem das Gefühl sie bildlich vor Augen zu haben.

     Damit kann man als Leser noch mehr nachvollziehen, wie es Emmi und Leo geht, die ihr Gegenüber noch nie getroffen haben und sich nur durchs Schreiben ein Bild des jeweils anderen machen können. 

    Der Schreibstil ist sehr leicht und locker und das Buch ist die perfekte Lektüre für zwischendurch, um sich damit in seine Lieblingsleseecke zu verkrümeln. 

    „Gut gegen Nordwind“ hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert und da das Ende relativ offen bleibt, bin ich froh über die Fortsetzung der Geschichte („Alle sieben Wellen“), die ich sicher auch zeitnah lesen werde.

  7. Cover des Buches Das Leuchten meiner Welt (ISBN: 9783453358966)
    Sophia Khan

    Das Leuchten meiner Welt

     (60)
    Aktuelle Rezension von: MsChili

    „Das Leuchten meiner Welt“ von Sophia Khan handelt von Irenie, die bereits mit 10 Jahren ihre Mutter verliert. Ihr Vater meint nur, dass Yasmeen nicht mehr da ist und erst als sie 5 Jahre später eine Kiste mit Briefen findet, kommt sie dem Geheimnis ihrer Mutter näher.

     

    Dieses Buch lag länger auf dem SuB, da ich mal reingespitzt habe, mir der Schreibstil aber nicht sofort zugesagt hat. Das blieb auch leider ein bisschen so, da ich doch Probleme mit dem teils langen Schachtelsätzen über mehrere Zeilen hatte. Doch nach und nach habe ich mich daran gewöhnt und konnte es flüssig lesen. Die Geschichte startet direkt ohne wirkliche Einführung, was ungewohnt aber doch gut war. Erzählt wird alles in der Ich-Perspektive, die zwischen James, dem Vater, und Irenie, der Tochter wechselt. Eingeleitet werden die Kapitel immer mit kurzen Auszügen aus den Briefen zwischen Yasmeen und Ahmed, was es zu etwas ganz Besonderem macht. Jedoch hatte ich lange Probleme mit Irenie warm zu werden und auch James war mir mit seinen Entscheidungen nicht immer sympathisch. Irenie vergöttert ihre Mutter, ohne das ich nachvollziehen kann, warum sie das tut.  Sie ist auch anders als andere Kinder und wirkt doch manches Mal ein wenig „komisch“.

     

    Alles in allem ist das Buch und die Geschichte anders als erwartet, jedoch hat es mich nach einem schwierigen Anfang doch noch packen können.

  8. Cover des Buches Das Jahr des Rehs (ISBN: 9783548612867)
    Stephanie Jana

    Das Jahr des Rehs

     (72)
    Aktuelle Rezension von: nalas_books

    Diese Geschichte besteht aus dem E-Mail-Austausch von zwei Freundinnen, die seit dem Studium keinen Kontakt mehr hatten. Dann beginnt ein Jahr voller humorvoller, liebevoller, trauriger und weiser schriftlicher Kommunikation zwischen den beiden. Ich habe mich den beiden Protagonistinnen sehr nahe gefühlt und habe oft gelacht, Tränen in den Augen gehabt und ganz viele Stellen mit Post-It's markiert. Die beiden Frauen sind sehr unterschiedlich und auch ihre Leben sind es. Trotzdem sind die beiden verbunden durch ihre einzigartige Freundschaft. Dieses Buch tut der Seele gut und wirft Fragen in Bezug auf die Lebensgestaltung auf. Es gibt mehr als einen richtigen Weg und Rückschläge können überwunden werden und viele weitere Erkenntnisse. Lebensnah, liebevoll und einfach schön.

  9. Cover des Buches 84, Charing Cross Road (ISBN: 9783455650747)
    Helene Hanff

    84, Charing Cross Road

     (298)
    Aktuelle Rezension von: maedchenausberlinliest

    84, Charing Cross Road von Helene Hanff ist bereits 1970 erschienen, jedoch ins Deutsche erst 2002 übersetzt und erschienen.

     

    In dem Buch geht es um die New Yorkerin Helene Hanff, die auf der Suche nach seltenen Bücher ist und dabei auf die Adresse eines kleinen Londoner Antiquariats in einer Zeitungsannonce stößt.

    Als sie ihren ersten Brief mit einer Bestellung abschickt, weiß sie nicht, dass sich daraus eine Brieffreundschaft zwischen ihr und dem Antiquariat anfängt.

    Der rege Briefwechsel hält ganze 20 Jahre lang an. Sie schickt den Arbeiter:innen des Antiquariats oft auch Lebensmittel zu, da sie über die Lebensmittelrationierungen in England der Nachkriegszeit erfährt.

    Obwohl sie selber nicht viel Geld hat, macht sie dem Antiquariat damit immer eine sehr große Freude und diese Briefe und Geschenke sind für die Menschen ein Lichtblick in einer schwierigen Zeit.

     

  10. Cover des Buches Die Liebenden von Cabourg (ISBN: 9783596030293)
    Amélie Breton

    Die Liebenden von Cabourg

     (39)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Mal wieder so ein richtig schönes Wohlfühlbuch, ich kam fast ein wenig ins Schwelgen … 

    Ein nicht untypisches Setting für die Zeit vor hundert Jahren. Emma, eine junge Frau im Berlin der 20er Jahre, ist verlobt mit dem ehrgeizigen Alexander, der ihr die Welt zu Füßen legen will. Doch liebt sie ihn wirklich? Leider lässt seine Sensibilität – wie damals ja nicht unüblich – Emma gegenüber zu wünschen übrig. Ist es da ein Wunder, dass sie spontan an Paul ihr Herz verliert, obwohl sie ihn noch nie gesehen hat? Ein immer gefühlvoll werdender Briefwechsel zwischen den Beiden bringt Emmas Zukunftspläne gefährlich ins Wanken … wird sich die Geschichte ihrer Mutter, die leider unglücklich endete, jetzt wiederholen?

    Die Erzählungen Emmas als inzwischen alte Dame bringen dem Leser diese zauberhafte Liebesgeschichte näher, die abwechselnd in Berlin und in der Normandie spielt. Sie ist flüssig geschrieben und bestens dafür geeignet im Alltag mal ein wenig die Realität zu vergessen und sich wegtragen zu lassen in die Normandie mit ihren malerischen Dörfern und der ungestümen Natur, die schon den Impressionisten Claude Monet seinerzeit inspirierten. Das Buch entlässt seine Leser mit einem überraschenden Ende zurück in die Realität und bekommt von mir mit 4,5 von 5 Sternen eine absolute Leseempfehlung. Der perfekte Roman, wenn man es mal wieder ein bisschen gefühlvoller aber in keiner Weise kitschig mag.  

  11. Cover des Buches Bridgerton - In Liebe, Ihre Eloise (ISBN: 9783749904020)
    Julia Quinn

    Bridgerton - In Liebe, Ihre Eloise

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Die Brieffreundschaft, die sich zwischen Eloise Bridgerton und Sir Phillip Crane entwickelt hat, bedeutet ihm viel. Seit seine Gattin einer schweren Krankheit erlag, sehnt er sich nach Gesellschaft. Überraschend geht eines Nachts sein Wunsch in Erfüllung, als eine Kutsche vorfährt und die Briefschreiberin aussteigt. Eloise ist bereit, auf die Avancen einzugehen, die er ihr in seinen Zeilen gemacht hat. Aber kaum hat er ihr einen ersten Kuss geraubt, erhält Phillip erneut Besuch: Eloises vier Brüder verlangen erbost, dass er ihre Schwester heiratet, jetzt, da er ihren guten Ruf in Gefahr gebracht hat ...


    Eloise war ein weiterer Charakter auf deren eigene Geschichte ich mich sehr gefreut habe, ist sie doch bisher als - für ihre Zeit - ziemlich eigenwillige und unabhängige Persönlichkeit aufgetreten, die so gar nicht die Wünsche ihrer älteren Schwester Daphne (= Ehemann und eigene Familie) teilt.
    Ich war wirklich sehr gespannt darauf, was für Umstände Eloise dazu bewegen könnten, doch noch zu heiraten. Zu Beginn des Vorgängerbandes schien sie ja noch sehr zufrieden damit, zusammen mit Penelope zu den alten Jungfern zu zählen. Würde etwa die Tatsache, dass ihre beste Freundin und ihr Bruder heiraten schon ausreichen, um auch bei ihr ein Umdenken auszulösen?
    Ich war wirklich sehr gespannt.
    Leider war ich dann von der Geschichte alles andere als begeistert.

    Einen kleinen Dämpfer hat meine Vorfreude schon bekommen als ich festgestellt habe, dass das Buch tatsächlich vollkommen ohne Beiträge von Lady Whistledown auskommen würde, da Penny ja ihre Feder im Vorgängerband an den Nagel gehängt hat.
    Ich hatte allerdings nicht bedacht, wie sehr diese kleinen ironischen Beiträge fehlen würden und auch ein wenig gehofft, zumindest auf Auszüge aus älteren Artikeln zu stoßen. Aber leider Fehlanzeige.
    Dafür gibt es Auszüge aus Briefen, die Eloise an verschiedene Personen geschickt hat und die konnten mich leider bei Weitem nicht so amüsieren, wie die Artikel von Lady Whistledown.

    Aber nicht nur Whistledown hat mir gefehlt, sondern auch die restlichen Bridgertons, welche in diesem Buch größtenteils abwesend sind, da sich Eloise aus London fortgeschlichen hat.
    Die üblichen Wortgefechte der Geschwister kamen mir daher hier viel zu kurz, weil es einfach nicht viele Gelegenheiten dafür gibt.
    Der Auftritt ihrer vier Brüder, die sie schließlich finden und sich Sir Phillip vornehmen, hatte zwar einige gute Szenen, was die Wortgefechte angeht, doch war er auch etwas schnell abgehandelt.

    Allerdings erschien mir auch Eloise selber nicht mehr so recht die selbe Figur zu sein, wie noch in den Büchern zuvor. Zwar ist sie noch immer ziemlich starrköpfig und will die Dinge lieber direkt anpacken, als groß darüber nachzugrübeln, doch gleichzeitig hat sie bisher nie wie der wahnsinnig mütterliche Typ gewirkt, der sich sofort auf die Aufgabe stürzen würde, die Kinder eines - im Grunde - fremden Mannes zu erziehen und ihnen eine Mutter zu sein.
    So etwas hätte ich eher Daphne zugetraut, die von Anfang an nichts mehr wollte, als eine eigene Familie zu gründen. Eloise hätte ich da deutlich zögerlicher und nachdenklicher erwartet.
    Aber gut, das hätte ich noch übersehen können, wenn das mein einziger Kritikpunkt gewesen wäre.

    Der wesentlich größere Kritikpunkt liegt nämlich in der Figur des Sir Phillip. Dieser Mann wollte und wollte mir einfach nicht sympathisch werden. Er sollte zwar wahrscheinlich einfach nur als etwas unbeholfen und vielleicht als verschrobener Professortyp rüberkommen, der sich mehr mit Pflanzen als mit Menschen auskennt, aber bei mir sind nur seine (übertriebenen) Wutanfälle seinen Kindern gegenüber und sein ständiges: „Die Kinder brauchen eine Mutter, die sich um alles kümmert“ hängen geblieben.
    Er hat zwar ständig damit gerungen, was er doch für ein schlechter Vater sei, aber anstatt etwas zu ändern, war die Lösung dafür immer nur: Sobald eine Mutter da ist, kann sie alles regeln!
    Er wollte im Grunde nur heiraten, um eine Mutter für die Kinder zu haben und um endlich wieder selber Sex haben zu können, weil seine depressive Frau ja nicht mehr wollte und er sich - immerhin! - ihr nicht aufdrängen wollte.
    Wahnsinnig romantisch das Ganze!

    Es ist auch im Verlauf der Geschichte nicht wirklich besser geworden und bei mir wollten für dieses Paar leider keinerlei positiven Gefühle aufkommen, sodass ich schlussendlich eher enttäuscht das Buch beendet habe, denn das große Happy End des Paares konnte mich einfach nicht überzeugen und selbst die beiden Epiloge, konnten da dieses Mal nichts mehr retten.


    Fazit: Die Erwartungen in die Geschichte von Eloise waren ziemlich hoch und wurden von der Realität und einer - in meinen Augen - furchtbaren Figur des Sir Phillip leider eingeholt. Für mich der bisher deutlich schwächste Band der Reihe und der Grund, warum ich erst einmal eine Pause bei der Reihe einlegen werde. (Da jetzt sowieso die Geschichten der Geschwister anstehen, die bisher kaum in Erscheinung getreten sind, passt das sowieso ganz gut.)

  12. Cover des Buches 17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte (ISBN: 9783522504522)
    Karolin Kolbe

    17 Briefe oder der Tag, an dem ich verschwinden wollte

     (63)
    Aktuelle Rezension von: lion1381

    17 Briefe 

    oder der tag an dem ich verschwinden wollte


    Line wollte verschwinden. Weg von dem alten Leben, weg von Problemen mit ihrem Vater. Zum Abschied schreibt sie einen Brief und versteckt ihn an dem Flussufer. Ihr Brief wird gefunden und der Finder, welcher von ihren Worten berührt ist schreibt zurück. Es entwickelt sich eine Brieffreundschaft und sie hätte nie gedacht wer der Autor ihrer Briefe ist.

    Ich konnte mich gut in die Probleme der Protagonisten hineinversetzen und natürlich auch in die Personen selbst. Line ist etwas komisch und ich finde gerade das macht sie so interessant, natürlich und auch realitätsnah.

    4 Sterne von mir.

  13. Cover des Buches Deine Juliet (ISBN: 9783442717750)
    Mary Ann Shaffer

    Deine Juliet

     (309)
    Aktuelle Rezension von: Emili

                                                                                                                                      

    Was für eine schöne, sprachlich feine Lebensgeschichte über Freundschaft, 2. Weltkrieg und Liebe zu Literatur

    Da ich vor dem Lesen, nur auf den Titel und Bewertungen geachtet habe, war ich sehr überrascht beim Lesen, als es nach der Einführung sich in eine Richtung entwickelte, die ich unter so einem Cover und dem Titel nicht erwartet habe.

    Es geht um die Zeit der Besatzung Englands, und zwar Kanalinsel Guernsey, von deutschen Soldaten während des 2. Weltkrieges. Eine Schriftstellerin kommt durch einen Zufall, der mit einem Buch verbunden ist, in Kontakt zu den Bewohnern der Insel, und entwickelt ein großes Interesse an deren Erfahrungen während der Besatzung.

    So lieb, detailliert und lebendig gezeichnete Charaktere trifft man nur selten.  Außerdem ist die Sprache, in der der Brief-Roman verfasst worden ist, sehr angenehm, anspruchsvoll und doch von Leichtigkeit erfüllt. Gefällt mir sehr gut. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen liest sich das Buch fesselnd und spannend, man erwartet mit Ungeduld, was als nächstes passiert. Der amüsanter, leicht ironischer, aber sehr leichtfüßiger Erzählstil, der auch imstande ist solche schwierige Themen, wie Krieg, Konzentrationslager, und die Folgen zu behandeln, hat mir sehr zugesagt.

    Menschlich, warmherzig, klug und sehr wohltuend.
    Ein Buch, das man liebhaben kann. Hervorragend gelungen. 

    Man darf den Titel und das Cover ruhig ignorieren. Das Buch ist alles andere als seicht oder oberflächlich. 

                                                                                                                                  

  14. Cover des Buches Die Rosenzüchterin (ISBN: 9783734109003)
    Charlotte Link

    Die Rosenzüchterin

     (414)
    Aktuelle Rezension von: Erdbaerchen

    Franca reist einmal im Jahr nach Guernsey. Sie leidet unter Panikattacken. Um diese ein wenig zu mildern, checkt sie jedes Mal im selben Hotel ein. Bekanntes tut ihr gut. Doch bei ihrer letzten Reise geht etwas mit der Buchung schief. Es ist kein Zimmer für sie reserviert. Das Hotel ist ausgebucht. Als sie erfährt, dass auf der gesamten Insel kein einziges Zimmer für sie frei ist überkommt sie die altbekannte Panik. Wie der Zufall es so will, fällt sie dabei Alan in die Hände, dessen Mutter ein altes Cottage besitzt und so nett ist Franca einige Tage unterzubringen. 

    Die beiden Frauen schließen schon bald Freundschaft. Doch wie das bei einem Krimi so ist, geht es nicht immer bilderbuchmäßig zu und früher oder später (hier wohl eher später) muss der Leser mit einer Leiche rechnen.


    Charlotte Link ist wirklich eine super Autorin. Die Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe, waren immer super spannend. Ich freute mich also riesig darauf "Die Rosenzüchterin" zu lesen. 

    Leider tat ich mir schon anfangs schwer Sympathien für die jeweiligen Charaktere aufzubringen. Beatrice fand ich einfach nur gemein, weil sie zu ihrer Mitbewohnerin nicht ein einziges Mal freundlich sein kann. 

    Ihr Sohn Alan ist Alkoholiker und ertrinkt in Selbstmitleid, weil er seit Jahren in die falsche Frau verliebt ist, einem Flittchen. Ihre Lebenseinstellung allein reichte für mich schon, sie abzustempeln.

    Dann gibt es noch Franca, die an Panikattacken leider und sich von ihrem Mann runterziehen lässt.

    Und natürlich noch einige andere Charaktere, die zwar ebenso von Bedeutung sind, für mich hier von ihren Wesenszügen jedoch nicht weiter erwähnenswert.

    Im Laufe der Handlung änderte sich meine Sichtweise auf die Personen ein wenig. Besonders Franca gefiel mir extrem gut. Sie machte eine unglaubliche starke Entwicklung durch. 

    Die Story an sich plätscherte aber nur so vor sich hin. Meist liest man über Beatrices und Helenes Leben vor 50 Jahren. Mehr ein historisches Liebesdrama als ein Krimi. 

    Nach 500 Seiten kam endlich Spannung auf, die nach 200 Seiten wieder zu Ende war. Die gesamte Hintergrundgeschichte hätte es absolut nicht gebraucht. Ich war richtig, richtig enttäuscht.


    Fazit: Das bisher schwächste Buch in meiner Charlotte Link Sammlung. 

  15. Cover des Buches Dunkelspiel: Psychothriller (ISBN: B085NY6WPC)
    Leonie Haubrich

    Dunkelspiel: Psychothriller

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Aenna612

    Zu Beginn war ich ganz begeistert, weil mich das Buch von Anfang an gefesselt hat. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ich mag auch die eher  kurz gehaltenen Kapitel. Das trägt noch mit zur Geschwindigkeit der Handlung bei. Das hat sich auch bis zur letzten Seite nicht geändert.

    Ab der Hälfte, oder vielleicht auch schon etwas eher, haben die Charaktere aber angefangen, mich extrem zu nerven. Und zwar jede/r einzelne. Alle hatten sie irgendwas an sich, das mich hat denken lassen: "Das kann doch nicht dein Ernst sein!" In Richtung Schluss habe ich mich immer öfter gefragt, wann denn wohl die Wendung kommt, wann die Fäden anfangen, zusammen zu laufen. Es wurde dann - für meinen Geschmack - zum Ende hin noch extrem unrealistisch und hat sich für mich angefühlt, als hätte die Autorin einfach irgendwie zum Schluss kommen wollen.

    Also insgesamt eine eher ernüchternde Leseerfahrung für mich - schade.

  16. Cover des Buches Schlafen werden wir später (ISBN: 9783596522033)
    Zsuzsa Bánk

    Schlafen werden wir später

     (59)
    Aktuelle Rezension von: IreneMagus

    ….daran dachte ich wirklich jedes Mal, wenn ich das Buch in die Hand genommen habe.
    Das Buch ist in Briefform gehalten und die Texte gehen teilweise über mehrere Seiten. Dabei sind die Briefe, in diesem Fall E-Mails, in so einer verschwurbelten, pseudo philosophischen und mit Beschreibungen überladenen Sprache geschrieben, dass man schon nach dem ersten Satz Kopfschmerzen kriegt. Hinzu kommt, dass die beiden Frauen, die sich in diesem Roman gegenseitig Mails schreiben, keine individuelle Stimme haben. Sämtliche Mails sind in dem selben Ton gehalten, so dass es dem Leser noch zusätzlich erschwert wird.

  17. Cover des Buches Die Rose des Herzogs (ISBN: 9783426520222)
    Marita Spang

    Die Rose des Herzogs

     (40)
    Aktuelle Rezension von: TanjaJahnke

    1841. Wir treffen auf die Greisin Charlotte, die in Angesicht ihres baldigen Ablebens ihr Leben noch einmal Revue passieren lässt. So erleben wir an ihrer Seite den Zeitraum 1786 bis 1804; Jahre der Flucht, Angst, Krieges, Entbehrungen, Abschiede und Verlustes. Aber auch Jahre des Glücks, der Liebe und Hoffnung.
    Charlottes Leben war turbulent und geprägt von Hofart, der französischen Revolution und den daraus resultierenden Folgen für den einstmaligen französischen Adel.

    Marita Spang kredenzt eine Geschichte voller Bilder und Emotionen. Mehr als einmal standen mir die Haare zu Berge. Ich habe mehrfach mit Charlotte geweint, habe mit Louis-Antoine seinen Großvater und den Krieg verflucht, habe gelitten, getrauert, aber mich ebenso mit ihnen gefreut.
    Auch wenn mir bewusst war welche dramatisches Leben Louis-Antoine hatte, habe ich gefiebert und (auch gegen jede Vernunft) auf ein kleines Wunder gehofft.
    Eine wirklich eindrucksvolle Geschichte, die mich in ihren Bann zog und auch in meine Träume verfolgte.

    Man durchlebt an Charlottes Seite die wesentlichen Stationen ihres Lebens und blicken zuweilen auch anderen Figuren über die Schulter. Dabei vergehen zwischen den einzelnen Stationen auch mal einige Wochen, Monate oder sogar Jahre. Wobei die übersprungene Zeit adäquat in den Erinnerungen der Figuren zusammengefasst oder in Form von Briefen wiedergegeben wird und keinerlei Lücken entstehen und zugleich unnötige Längen vermieden werden.

    Kurz gesagt ein Buch, dass mich wirklich begeistert hat und ich jedem wärmstens ans Herz legen möchte.

    5 von 5 Rosen

  18. Cover des Buches Eine Liebe über dem Meer (ISBN: 9783453357631)
    Jessica Brockmole

    Eine Liebe über dem Meer

     (105)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Alles beginnt damit, dass der Student David kurz vor dem ersten Weltkrieg einen Brief an die Schriftstellerin Elspeth nach Skye in Schottland schreibt. Daraus entwickelt sich eine langjährige Freundschaft die schrittweise immer tiefer und schließlich mehr wird. Parallel dazu hat ihre Tochter Margaret im zweiten Weltkrieg einen Briefwechsel mit ihrem zukünftigen Ehemann Paul begonnen. Die Geschichten bewegen sich also zu zwei Zeiten und haben zunächst nur wenige Berührungspunkte. Als dann Bomber das Haus der Mutter bombardieren, öffnet sich ein Versteck, in dem hunderte Briefe der Mutter versteckt sind. Margaret erwischt einen dieser Briefe. Damit beginnt deren Spurensuche nach dem für sie unbekanntem Leben ihrer Mutter vor ihrer Kindheit. Die Mutter ihrerseits ist gewissermaßen erinnert und geschockt, sammelt alle Briefe ein und flüchtet aus der gemeinsamen Wohnung und beginnt ihrerseits eine Spurensuche nach der großen Liebe ihres Lebens.

    Durch den Zeitunterschied unterscheiden sich auch die Formen der Formulierungen, denn natürlich wurde vor dem ersten Weltkrieg alles etwas zurückhaltender beschrieben und weniger direkt als dann z.B. von ihrer Tochter fast 40 Jahre später. Ich finde die Charaktere insgesamt gut gelungen. Was ich selbst nicht verstehen kann ist, wie sich die Männer der Geschichte regelrecht darum reißen in den Krieg ziehen zu dürfen, aber dafür bin ich offensichtlich zu viel Pazifist. Durch den Briefstil entstehen keine direkten Dialoge, was die Geschichte in meinen Augen mehrdimensional macht. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr gelungen und lesenswert. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und musste die letzten 50 Seiten noch zu Ende lesen, sonst hätte ich vermutlich nicht schlafen können.

  19. Cover des Buches Mordzeitlose (ISBN: 9783839222362)
    Patricia Holland Moritz

    Mordzeitlose

     (19)
    Aktuelle Rezension von: wampy

    Buchmeinung zu Patricia Holland Moritz – Mordzeitlose

    „Mordzeitlose“ ist ein Kriminalroman von Patricia Holland Moritz, der 2018 im GMEINER Verlag erschienen ist.

    Zum Autor:
    Patricia Holland Moritz wurde im heutigen Chemnitz geboren, arbeitete in Leipzig als Buchhändlerin, verließ die DDR und heuerte in Paris als Speditionskauffrau an, studierte in Berlin Nordamerikanistik, wurde Bookerin für Bands und arbeitet heute in einem Verlagshaus. Sie ist Bloggerin und Ghostwriterin. Für ihre Romane erhielt sie Arbeitsstipendien des Berliner Senats und des Mörderische Schwestern e.V. Auf ihren Tourneen las sie bereits mit renommierten Autoren wie Håkan Nesser, Arne Dahl und Ulrich Wickert. Ihr Krimi »Kältetod« aus dem Crystal Meth-Milieu Berlins wurde vom »Tip« 2015 für die »ausgefallenste Mordmethode« geehrt. »Mordzeitlose« ist ihr dritter Roman im Gmeiner-Verlag.

    Klappentext:
    Margrit Kunkel wächst in einer brandenburgischen Gärtnerei auf, ihr Studium führt sie durch die Botanischen Gärten der Welt. Bald gilt sie als Koryphäe und übernimmt die Leitung der Holländischen Gartenakademie in Berlin. Ihr Modell des »Slow Gardenings« scheint auch ihren Mitarbeitern Harmonie zu verleihen. Diese wird jedoch jäh gestört, als Margrit im Kakteenhaus auf eine menschliche Hand stößt. Wären da nicht bereits die ungeklärten Todesumstände ihrer Mutter, das seltsame Verschwinden von Margrits erstem Freund und ein Ermittler, der beunruhigende Zusammenhänge herstellt, hätte sie den Fund der Polizei gemeldet. Doch so nimmt sie die Sache lieber selbst in die Hand.


    Meine Meinung:
    Dieses Buch hat einen ganz besonderen Reiz, der in der Hauptfigur Margrit Kunkel begründet ist. Sie hat ein grünes Händchen und jede Menge Geduld. Sie ist kein einfacher Charakter, aber man fiebert mit ihr mit. Sie wirkt eher bemitleidenswert als sympathisch. Auch der Ermittler verfügt über jede Menge Geduld und ist eine gelungene Ergänzung zur Protagonistin. Diese beiden Figuren sind sehr ausführlich mit vielen Facetten beschrieben. Das Erzähltempo ist niedrig und die Spannung baut sich oft auf Andeutungen auf. Dies ist eine zeit lang interessant, aber die Autorin überzieht es nach meinem Empfinden. Es entsteht der Eindruck, dass sich manche Vorgänge und Entwicklungen öfters wiederholen. Hier wäre weniger mehr gewesen.

    Fazit:
    Ein durchaus interessanter Kriminalroman mit einer außergewöhnlichen Hauptfigur, die eine unerwartete Entwicklung nimmt. Wiederkehrende Abläufe taten der Spannung nicht gut und so vergebe ich drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).

  20. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783328109181)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (4.148)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Einfach weil ich Lila so mag und die Verfilmung von 2010 schon oft gesehen habe, sollte meine nächste Schmuckausgabe „Stolz und Vorurteil“ sein. Ich sehe Keira Knightley wirklich gern, aber ich finde sie ist keine besonders gute Schauspielerin und ihre Darstellung der Elisabeth Bennet empfand ich nicht gerade als sympathisch. Aber das sind Stolz und Vorurteile ja auch nicht und vielleicht hat sie den Charakter einfach nur treffend gespielt. Das findet man am besten heraus, indem man das Buch liest.


    Der größte Wunsch von Mrs. Bennet ist es, ihre fünf Töchter möglichst bald möglichst gut verheiratet zu sehen. Der neue und reiche Nachbar Mr. Bingley entpuppt sich sogleich als hervorragende Partie für die älteste Tochter Jane. Wäre da nur nicht dessen bester Freund Mr. Darcy, mit dem Jane‘s Schwester Elisabeth von Anfang an auf Kriegsfuß steht und der offenbar gar nichts von den temperamentvollen Bennets hält. Ein wortkarger Unsympath mit keinerlei guten Eigenschaften, findet Elisabeth. Vorurteile, die auf beiden Seiten zu enttäuschten Hoffnungen und gebrochenen Herzen führen.


    Ich war überrascht, wie modern der Roman, immerhin von 1813, geschrieben war. Sehr leicht zu lesen und von einem geradezu vornehmen Humor. Ich könnte mir daher vorstellen, dass es sich hierbei um eine überarbeitete Version des Roman handelt, auch wenn darüber nichts vermerkt war.
    Trotz meines Lobes für den flüssigen Schreibstil, mit den Charakteren hatte ich so meine Probleme. Ganz wie im Film, waren die meisten nämlich nicht gerade sympathisch. Bei dem Titel macht das zwar auch Sinn, aber ich hätte mich permanent über Elisabeth und Co. aufregen können. Vor allem die Mutter und die jüngste Schwester sind fürchterliche Personen, auch wenn ich über deren Verhalten immer wieder schmunzeln musste. Natürlich ändert sich das im Verlauf der Geschichte, zumindest bei den Hauptpersonen. Dennoch kam mir der Wandel auf beiden Seiten zu plötzlich. Dieser wurde zwar aufgebaut, aber ich fand es einfach nicht harmonisch genug. Sogar den Personen im Roman fällt das auf! Das ist zwar meckern auf hohem Niveau, aber vor allem deswegen ziehe ich einen Stern ab.
    Womit ich noch sehr Freude hatte, war der Einblick in den Alltag einer gut situierten, wenn auch nicht reichen Familie zu jener Zeit. Lesen, spazieren gehen, musizieren, Briefe schreiben, Gäste empfangen oder für ein paar Wochen Verwandte besuchen. So könnte ich mein Leben auch gut verbringen. Ich habe einfach nicht o viele Ambitionen wie die meisten Frauen heutzutage. Vermutlich bin ich in der falschen Zeit geboren.
     Allein von der Aufmachung her, ist auch diese Schmuckausgabe mit all ihren schönen Beilagen wie z.b. einem ganzen Brief, Stammbaum oder Minibiografie über Jane Austen wieder ihr Geld wert.

    Gute 4 Sterne für diesen Klassiker, den man auf jeden Fall mal gelesen haben muss.

  21. Cover des Buches So etwas wie ein Leben (ISBN: 9783257242881)
    Amélie Nothomb

    So etwas wie ein Leben

     (36)
    Aktuelle Rezension von: xx_yy

    Inhalt
    Das Buch handelt von einem Briefwechsel zwischen Amélie Nothomb und einem im Irak stationierten amerikanischen Soldaten. Der Soldat, Melvin Mapple, offenbart der Autorin, dass er dem Essen aufgrund des Kriegsgeschehens wie einer Art Droge verfallen ist. Dadurch ist Melvin Mapple nun stark übergewichtig. Er ist jedoch stolz darauf, weil er es als eine Art Protest zum Militäreinsatz sieht.
    Nach einiger Zeit endet der Briefwechsel zwischen den beiden abrupt. Da sich Amélie Nothomb nach mehr Briefen des Soldaten sehnt, stellt sie verschiedene Nachforschungen an, um erneut in Kontakt mit Melvin Mapple treten zu können.

    Meinung
    Der „Hinterhalt“, wie es im Klappentext genannt wurde, lässt auf etwas spannendes und unter Umständen sogar gefährliches schließen, was sich im Buch letztendlich jedoch einfach nur als eine Lüge herausstellte, die nichts gefährliches oder großartig spannendes an sich hatte.
    Außerdem ist es für mich persönlich schwer zu sagen, ob die Autorin in ihrem Buch Fatshaming betreibt, sich selbst als die Überlegene sieht (da sie nicht fettleibig ist), nur mit sich selbst vor Gericht ziehen möchte, oder ob sie der Meinung ist, mit ihrem Buch korpulente Menschen zum Abnehmen motivieren zu können. Ihre Aussagen zum Thema „Fettleibigkeit“ widersprechen sich an manchen Stellen, und es ist schwer zu erkennen, was denn ihre Meinung nun eigentlich ist.
    Die Gedanken/Briefe Melvin Mapples hingegen waren durchaus spannend. Durch diese wurde den LeserInnen vermittelt, in welchem Teufelskreis sich fettleibige Personen oft befinden können, und wie schwer es für diese sein kann, mit sich selbst im Reinen zu sein.

  22. Cover des Buches Das Leuchten der Stille (ISBN: 9783641060060)
    Nicholas Sparks

    Das Leuchten der Stille

     (1.015)
    Aktuelle Rezension von: UlrikeBode

    Das Cover ist toll gestaltet und man beginnt gleich zu träumen.
    Die Protagonisten sind unglaublich bildhaft beschrieben und in ihren Charakteren sehr gut vorstellbar.
    In seinem unverkennbaren und wunderbaren Schreibstil hat mich der Autor wieder unglaublich berührt.
    Gibt es die große Liebe? John und Savannah haben sie offensichtlich gefunden, doch was ist wenn der Schein trügt? Es war eine unglaubliche Achterbahn der Gefühle und ich habe sehr mit John gelitten, dem einfach der Boden unter den Füßen weggerissen wurde. Aber ist es tatsächlich so wie es scheint?
    Lest selbst, denn ich möchte hier nicht spoilern, aber so viel sei gesagt, es ist tragisch, emotional und voller Liebe.
    Deshalb kann ich auch hier wieder nur eine absolute Leseempfehlung geben. Man taucht einfach ein in seine Geschichten ein, die immer in die Tiefe aber auch direkt ins Herz gehen.


  23. Cover des Buches Hanna und Sebastian (ISBN: 9783406659607)
    Thomas Klugkist

    Hanna und Sebastian

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Yagmur


    Inhalt

    Hanna und Sebastian verbringen einige wunderschöne Tage in Rom. Um der Hoffnung willen, zueinander zu finden, schreiben sie sich Briefe, Mails und SMS. Doch das Leben bringt sie nicht zueinander. Nur mit dem Schreiben entwickeln sie einen Raum, in dem sie ihre Liebe leben und genießen können.



    Meinung

    "Hanna und Sebastian" hat mich leider nicht fesseln können. Die Idee der Geschichte finde ich interessant, doch ihre Umsetzung hat mich nicht überzeugen können. Ich habe hohe Erwartungen an das Buch gesetzt, gerade weil die Kurzbeschreibung vielversprechend klingt. Doch ich bin enttäuscht worden. Die Geschichte ist eher verzweigt und komplex. Es hat mir an Tiefe und Bedeutung gefehlt. Spannende Momente sind fern und Überraschungen rar geblieben. Ebenso bin ich auch mit dem Buch nicht warm geworden. Mein Wunsch nach einer genüsslichen Unterhaltung ist nicht erfüllt worden.


    Die Geschichte ist literarisch geprägt. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, wodurch sich die Geschichte schwer lesen lässt. Ich konnte nicht flüssig lesen. Es ist eher anstrengend und mühsam gewesen, zu lesen, was gerade nicht viel Freude beim Lesen bereitet hat. Das Lesen ging einfach zäh voran. Nach der Hälfte (200 Seiten) habe ich das Buch leider abbrechen müssen.


    Die Charaktere Hanna und Sebastian sind mir fremd geblieben und nicht greifbar gewesen. Ich habe kaum Bezug zu ihnen gehabt. Der Zugang zu den Beiden fehlte mir lediglich, wodurch ich dann gegenüber ihnen eine gewisse Distanz aufgebaut habe. Ebenso lassen sich Intiminität und Persönlichkeit zum Wünschen übrig. Einen tiefgründigen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle habe ich leider nicht bekommen. Die beiden Charaktere hätten besser und tiefer beleuchtet werden sollen.


    Fazit

    Die Geschichte ist nicht packend. Die Sprache erschwert das Lesen. Ein schwieriges Buch, das nicht für jedermann gedacht ist.

  24. Cover des Buches Am Beispiel meines Bruders (ISBN: 9783462307603)
    Uwe Timm

    Am Beispiel meines Bruders

     (109)
    Aktuelle Rezension von: SunnyInge

    Timms Bruder starb in der Ukraine. Als Besatzer. Vor dem Hintergrund des gerade aktuellen Krieges dort habe ich Gänsehaut bekommen. Namen tauchen in dem Buch auf, die ich aus den aktuelle Nachrichten kenne.

    Die Art der Aufbereitung fand ich spannend. Durchlesen in einem Rutsch war mir nicht möglich. Ich brauchte Verarbeitungspausen.

    Ich empfehle das Buch, das unsere deutsche Geschichte an einem Familienschicksal fest macht, sehr.


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