Bücher mit dem Tag "brandon sanderson"

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27 Bücher

  1. Cover des Buches Der Rithmatist (ISBN: 9783453269866)
    Brandon Sanderson

    Der Rithmatist

     (141)
    Aktuelle Rezension von: KA01

    Was passiert: Joel wünscht sich dringend ein Rithmatist zu sein, doch seine Kreidefiguren erwachen nicht zum Leben. Er beherrscht die Theorie perfekt kann sie aber nicht anwenden, doch dann eines Tages als es drauf ankommt...

    Meine Meinung: Ein wirklich sehr gut und unterhaltsam geschriebenes Buch. Was mich aber am meisten fasziniert hat war die Idee dieser Magie. Das Malen von Motiven welche dann zum Leben erwachen. Auch die Chaktere waren sehr gut umgesetzt. Ich konnte mich richtig in die Welt hereinversetzen. Top Idee, Top Umsetzung, Fünf Sterne. Ich kann es einfach nur jedem weiterempfehlen.

  2. Cover des Buches Der Weg der Könige (ISBN: 9783453317109)
    Brandon Sanderson

    Der Weg der Könige

     (253)
    Aktuelle Rezension von: greenBear

    Ich habe lange Zeit nach den besten Fantasy-Serien gesucht, eine lange Liste erstellt und beschloss mit den Sturmlicht Chroniken anzufangen. 


    Ein großartiger Start in eine (wie ich später feststellen durfte) großartige Serie. Das Wechseln zwischen den vielen Charakteren fand ich manchmal etwas anstrengend. Das Magiesystem finde ich sehr spannend mit vielen Rätzeln und die Charaktere gefallen mir im Allgemeinen auch gut. Dabei muss ich Kaladin ganz als meinen Favoriten betiteln. Shallan fand ich ehrlich gesagt etwas nervig zu Weilen. Ich bin bereits bei Band 8 der Serie und habe es leider versäumt, meine Gedanken aufzuschreiben, weshalb ich keine ausführliche Rezension gebe.

  3. Cover des Buches Kinder des Nebels (ISBN: 9783492704793)
    Brandon Sanderson

    Kinder des Nebels

     (374)
    Aktuelle Rezension von: Geosmin

    Das neue Magiesystem finde ich unheimlich interessant und toll durchdacht. Allein deshalb würde ich das Buch schon empfehlen. Die Charaktere sind nahezu alle sympathisch und nachvollziehbar. Vor allem der Hauptcharakter. Hat wirklich viel Spaß gemacht es zu lesen.

  4. Cover des Buches Steelheart (ISBN: 9783453316959)
    Brandon Sanderson

    Steelheart

     (203)
    Aktuelle Rezension von: Ida_reading

    Was ich am liebsten an diesem Autoren mag? Er schreibt. Hier muss man nicht ewig auf Fortsetzungen oder neuen Reihe warten. Nein, denn er schreibt. 

    Ich glaube Brandon Sanderson und ich mögen die gleichen Sachen. Bücher, in dem sich die Schwachen gegen die Machtvollen erheben und einen Umsturz inszenieren. Der Weg dahin ist schwierig, Pläne werden geschmiedet, gehen schief und als Leser fiebert man stets von der ersten Seite an mit. Charaktere, unglaublich vielfältig und nicht immer unbedingt, dass was sie zu sein scheinen. Spannende Wendung und letzte Seiten, die jegliche Müdigkeit vertreiben.
    Auch dieser Auftakt zu einer neuen Reihe hat es mal wieder in sich. Sanderson hat eine düstere Welt erschaffen. Stellt euch mal die Frage, was Supermann gemacht hätte wenn er nicht zum Helden sondern zum Diktator geworden wäre. Habt ihr ein Bild vor Augen? Ja, dann habt ihr die Kulisse der neuen Reihe. Den Brandon Sanderson lässt eine Welt entstehen in der Menschen mit Fähigkeiten, die Epics, nicht zu Helden, sondern zu Tyrannen werden. Die Stumme der Vernunft ist mit Erhalt der Fähigkeiten verstummt und die Menschlichkeit verkümmert. Ich befürchte, dass dies wohl nicht gerade unrealistisch ist. 

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht David. Er ist ein Nerd – hasst es aber so genannt zu werden –, stets auf der Suche nach einer passenden Metapher und hat sein ganzes Leben der Erforschung der Epics gewidmet. Sein Ziel: Steelheart auslöschen. Um dies zu erreichen schließt er sich dem Widerstand an. Auch die anderen Charaktere, die Widerstandskämpfer, haben mich total überzeugt. Ich mochte sie alle…wobei mir Cody am besten gefallen hat. Er war der Clown der Gruppe und so Leute waren mir schon immer sympathisch. Wie bei jeder Geschichte von Sanderson ist auch hier eine Liebesgeschichte zu finden, wie immer gelingt es ihm diese dezent in die Geschichte einfließen zu lassen. Sie ist nicht der Mittelpunkt der Geschichte, aber sie ist da und mir gefällt sie gut.

    Fazit: Wie gesagt, wir mögen die gleichen Sachen: Eine Dystopie mit einem Hauch des Ungewöhnlichen, ob hier oder wo anders. Dezente, aber dennoch packende und nachvollziehbare Liebesgeschichten. Philosophische Ansätze. Charaktere mit Tiefe.


    Gut, für mich, denn so komme ich immer wieder in den Genuss seines großartigen Schreibstils. Denn ich kann es nicht anders sagen: Brandon Sanderson schreibt einfach großartig. Nach seinen Büchern bin ich immer total verwöhnt und oft brauch ich erst einmal eine stupide Serie um mich wieder auf etwas neues einlassen zu können.

  5. Cover des Buches Elantris (ISBN: 9783492281539)
    Brandon Sanderson

    Elantris

     (326)
    Aktuelle Rezension von: Natiibooks


    4 🌟🌟🌟🌟

    Inhalt:

    Einst war Elantris, die magische Stadt im Lande Arelon, ein Paradies, in dem die Götter wandelten. Aber dann wurde es von einem schrecklichen Fluch getroffen und die vormals blühende Stadt verwandelte sich in eine tödliche Falle für ihre Bewohner. Kronprinz Raoden, der in der gefallenen Stadt gefangen ist, muss gemeinsam mit der Königstochter Sarene das Geheimnis von Elantris ergründen ...


    Meinung:

    Da ich schon lange von Branden Sanderson lesen wollte komme ich jetzt endlich dazu und kann endlich das Buch lesen das in schon paar mal auf meine TBR Liste war aber immer wieder verschieben musste da ich es nicht geschafft habe. In dieser Geschichte folgen wir denn Prinzen der von einem auf denn anderen Tag nach Etlantirs gerissen wurde und Festellen muss das es da nicht ist wie es scheint. Da ich bisher noch nichts von dem Autor gelesen habe war das mein erstes Buch bei ihn und sein Schreibstil war ganz okay ich konnte es leicht lesen und auch wenn die Geschichte etwas Komplex war. Außerdem folgen wir mehrere Perspektiven oder besser gesagt 3 bestimmt Personen die jeweilig ein Zweck erfüllen in der dritten Perspektive. Wie bei Fantasy Büchern erwartet war der Anfang relativ langsam und etwas schwierig was das Aufbau der Welt und Charaktere auf sich hat. Deswegen habe ich etwas gebraucht um zu verstehen und wer was eine Rolle spielt aber es wurde im laufe des Buches besser. Denn ersten Charakter denn wir kennenlernen ist Raodon denn Prinzen der einfach in die Stadt gerissen wurde und uns somit nach Etlantris führt. Er war ein Interessanter Charakter da er während des Buches wirklich an stärke gewonnen hat besonders als er versteht das es darauf ankommt das er Kämpfen muss wenn er leben will. Sarene dagegen hat mich vom ersten momentan fasziniert ich mochte ihre Stärke und wie sie einfach in ein fremdes Land reißt und alles dafür tut um ihre Heimat zu retten und dabei vielen beweist das sie mehr kann als man von Frauen annimmt. Ich mochte ihre Sicht sehr das sie immer für eine Überraschung übrig hatte. Der Dritte Charaktere war für mich dagegen am schwierigsten eine Bindung aufzubauen da ich etwas schwer hatte seine Sicht zu verstehen auch wenn es dennoch Interessant war da er ganz andere Ansichten hatte als die beiden anderen Charaktere. Im ganzen war dieses Buch gut ich hab zwar eine weile gebraucht um mich in der Geschichte wohl zu fühlen dennoch mochte ich die Welten Aufbau und sowohl die Politischen intrigieren im laufe der Geschichte und wie alles am Ende zusammenhängt und auf das eine ganze hinausläuft. Für denn Anfang für ihn war es okay und ich bin gespannt was mich noch mit seinen Büchern erwartet.


  6. Cover des Buches Die Worte des Lichts (ISBN: 9783453318236)
    Brandon Sanderson

    Die Worte des Lichts

     (121)
    Aktuelle Rezension von: greenBear

    Schwächer als die ersten beiden Bänder.

  7. Cover des Buches Der Pfad der Winde (ISBN: 9783453317680)
    Brandon Sanderson

    Der Pfad der Winde

     (173)
    Aktuelle Rezension von: greenBear

    Die ersten beiden Bücher der Reihe stellen so etwas wie ein Intro dar. Mich hat es voll und ganz überzeugt. Vor allem das Ende ließ mich mehr als nur Hungrig auf das dritte Buch zurück.

  8. Cover des Buches Die Tänzerin am Abgrund (ISBN: 9783453317697)
    Brandon Sanderson

    Die Tänzerin am Abgrund

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Sharlence

    "Die Tänzerin am Abgrund" wird als Teil 7 der Sturmlich-Chroniken betitelt, ist aber eher eine Novelle, ein kleiner Zwischenteil, die einen Charakter der Chroniken näher beleuchtet und ihr eine eigene Geschichte gibt.

    Die Novelle spielt zwischen "Stürme des Zorns" und "Ruf der Klingen", kann aber auch unabhängig gelesen werden.


    In dem Buch geht es um ein Abenteuer, das Lift erlebt. Sie wird in den Büchern zuerst in einem Zwischenkapitel eingeführt und bekommt dann immer wieder keinere Auftritte. Ganz am Ende spielt sie eine bedeutende Rolle.

    Lift ist ein ganz anderer Charakter als die anderen Strahlenden Ritter. Sie ist eine Grattänzerin und kann sich "großartig" machen, benötigt dafür aber kein Sturmlicht, sondern nur Essen. Ihr Sprengsel Wyndel nennt sie immer einen Bringer der Leere. Lift nimmt kein Blatt vor den Mund, interessiert sich beinahe ausschließlich nur für Essen und dafür, dass sie keine Pflichten übernehmen muss. Sie hat ihren Freund Gawz dazu gefohlen, der neue Kaiser von Azir zu werden und wird deswegen in diesem Königreich verehrt. Um dieser Verehrung zu entkommen, reist sie nach Taschikk, einem Land, das bisher kaum Beachtung in den Chroniken fand. So hat der Leser die Möglichkeit, auch dieses kennenzulernen. In Taschikk findet Lift heraus, was sie eigentlich wirklich im Leben möchte - auch alte Freunde trifft man wieder wie Szeth-Sohn-Sohn-Vallano oder Nin, der Herold der Gerechtigkeit. 


    Lift ist einer von Brandon Sandersons Lieblingscharakteren und ich kann das verstehen. Sie zu schreiben muss eine Menge Spaß machen, denn Lift tut ihr eigenes Ding, macht nur Chaos und nimmt nur wenig wirklich ernst. Das bringt in der sonst so ernsten Alethi-Umgangsform einen gewissen Witz mit rein, den ich doch sehr genossen habe. Man kann Lift gerne haben, wenn man sich auf sie einlässt, ich kann mir aber auch vorstellen, dass viele sie nervig finden könnten.


    Schön fand ich die Beschreibungen von der Stadt Taschikk und auch im Storyverlauf hat Brandon Sanderson wieder einmal gezeigt, wie gut er einzelne Fäden am Ende zusammenführt und grandioses Foreshadowing betreibt. Ich mochte die Geschichte um Lift und Wyndel gerne, vor allem, weil sich hier eine essentielle Szene für ihren Weg als Strahlende am Ende herauskristallisiert. 


    Wyndel finde ich als Sprengsel richtig klasse! Er hat eine andere Art an sich, will seine Aufgabe erfüllen und eigentlich nur seine Ruhe haben, aber muss sich mit Lift begnügen. Er scheint es zu bedauern, gleichzeitig Lift aber auch zu respektieren und zu mögen, denn er tut alles, was sie von ihm verlangt. Die Beziehung von Lift zu Wyndel ist großartig und sehr dynamisch dargestellt und anders als die anderen Sprengsel-Mensch-Beziehungen, die man sonst kennt :3


    Die Novelle lohnt sich auf jeden Fall zu lesen. Sie ist witzig, hat eine tolle Geschichte und ein dynamisches Hauptcharakter-Paar :D Außerdem ist sie eine gute Ergänzung zu den Sturmlicht-Chroniken und von dieser Welt kann ich ja nie genug bekommen :3 



  9. Cover des Buches Firefight (ISBN: 9783453269002)
    Brandon Sanderson

    Firefight

     (92)
    Aktuelle Rezension von: ylvie_wolf

    Nachdem Steelheart besiegt ist, muss sich Dave umorientieren – denn seine Rache hat er bekommen. Seine Aufmerksamkeit richtet sich nun darauf, andere Epics zu ermorden. Gemeinsam mit dem Professor reist er in eine wundersame Stadt, die beinahe vollständig mit Wasser geflutet ist. Hier herrscht eine weitere High Epic, der sie den Garaus machen wollen. Doch was hat es mit den leuchtenden Früchten zu tun, die hier wachsen? Und wie zum Teufel kann Dave beweisen, dass Megan weiterhin auf ihrer Seite steht?

    Sanderson führt die Geschichte rund um die Rächer und den Professor weiter, indem er sie in eine neue Stadt mit neuen Gegnern setzt. Nicht nur von außen droht Gefahr, sondern auch von innen. Sandersons Schreibstil ist durchgehend gut und dieses Mal nicht wie in Band 1 mit Wiederholungen gespickt, die mich bei Steelheart etwas genervt haben und Infos von vor zwei Kapiteln rekapitulierten.

    Die Figuren entwickeln sich weiter und es kommen weitere Überraschungen hinzu. Auch die Geschichte hinter Calamity und den Schwächen der Epics wird näher beleuchtet. Mit vielen Wendungen rechnet man als Leser nicht, andere jedoch kann man recht gut vorausahnen. Insgesamt gesehen würde ich die Spannungskurve als mittelmäßig bezeichnen. Das Thema ist zwar dasselbe, es geht immer noch um die bösen Epics, aber sie wird vielschichtiger, was ich gut finde.

    Gegen Ende hin geschehen einige Dinge, die das gesamte bisherige Konstrukt ein wenig aus den Fugen geraten lässt, was ich persönlich jedoch gut finde. So bin ich gespannt auf den dritten Band.

    Insgesamt würde ich das Buch denjenigen empfehlen, die den ersten Band bereits gerne gelesen haben und sich erneut auf den Kampf gegen die Superhelden einlassen möchten. Allerdings würden einige Informationen fehlen, sollte man Band 1 noch nicht gelesen haben.

  10. Cover des Buches Jäger der Macht (ISBN: 9783453529427)
    Brandon Sanderson

    Jäger der Macht

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Cole_Brannighan

    Mittlerweile ist der vierte Teil der Reihe, je nach Auflage, eine Rarität. Glücklicherweise bin ich im Besitz eines dieses seltenen Exemplare.

    Nach dem die Reihe Kinder des Nebels mit der eigentlichen Reihe endet, ist der vierte Teil eher als eigenständiges Werk zu betrachten. Die Kräfte sind schwäche und die Story ein ganz anderer Handlungsstrang. Am Anfang kommt man etwas holprig in die Geschichte, aber Sanderson gelingt es schnell, einen mit seinem Stil einzufangen. 

    Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und durch die Pistolen bekommt das Buch ein wenige Wild-West-Style, was eigentlich ganz gut passt. Der Prota ist gut beschrieben und handelt für sich logisch und authentisch.

    Da ich nicht zu viel verraten will, kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen.

  11. Cover des Buches MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen (ISBN: 9783453320949)
    Brandon Sanderson

    MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

    Bereits seit einigen Jahren steht das Kartensammelspiel „Magic: The Gathering“ bei mir sehr hoch im Kurs, sodass ich es regelmäßig spiele. Dementsprechend gefreut habe ich mich, als ich entdeckt habe, dass Brandon Sanderson tatsächlich eine Geschichte aus dem Magic-Universum veröffentlicht hat. Hier wurde ich jedoch leider sehr enttäuscht, da die Geschichte mit „Magic: The Gathering“ nicht allzu viel zu tun hat.

    Normalerweise schätze ich Brandon Sanderson als Schriftsteller sehr und ich habe auch einige Bücher bereits gelesen, mit denen er mich gut unterhaltem konnte. „Die Kinder des Namenlosen“ konnte mich dagegen nicht überzeugen, da die Geschichte oftmals viel zu ausschweifend und belanglos erzählt wird. Der Charme des Magic-Universums ist hier leider überhaupt nicht spürbar und hat meiner Meinung nach auch nicht allzu viel mit „Magic: The Gathering“ zu tun, sondern entpuppt sich vielmehr als eine gewöhnliche Fantasy-Geschichte, wie man sie schon allzu oft gelesen hat.

    Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf Tacenda, die tagsüber blind ist und die Gabe besitzt, ihre Familie vor Monstern und Dämonen mit ihrem Gesang zu beschützen. Als eines Nachts ihre Gabe jedoch nicht ausreicht, um ihre Familie zu beschützen, wird diese getötet. Für Tacenda bricht dabei nicht nur eine Welt zusammen, sondern sie sinnt auch nach Rache. Ihrer Meinung nach ist Lord Davriel für Mord ihrer Familie verantwortlich, da dieser bekanntlich einige Dämonen kennt. Als sie jedoch erkennt, dass Lord Davriel zu Unrecht beschuldigt wurde, beginnt ihre Suche nach dem wahren Verursacher für die Angriffe auf ihre Familie.

    Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus der Sicht von Lord Davriel und Tacenda erzählt, was eigentlich interessant sein müsste, sich jedoch als ein ellenlanger Monolog entpuppt, der nicht nur sehr ausschweifend ist, sondern sich vor allem wie Kaugummi zieht. Man muss zwar zugeben, dass man die Figuren hier großteils gut kennen lernt, allerdings waren sie mir nicht so sehr sympathisch, sodass ich leider nicht mit ihnen mitfiebern konnte.

    Allgemein hätte man hier viel mehr aus dem Magic-Universum herausholen können: Mehr über die Gaben erzählen, sich mehr mit den einzelnen Ebenen beschäftigen können und vieles mehr. Doch so blieb die Geschichte leider bis zum Schluss durchweg oberflächlich, überschaubar und oftmals auch vorhersehbar, was mehr als schade ist.

    Wer gerne einfach nur Fantasy liest und Bücher von Brandon Sanderson mag, der wird hier sicherlich seinen Spaß an der Geschichte finden. Wer allerdings eingefleischter Fan von „Magic: The Gathering“ ist, sollte lieber die Finger von „Die Kinder des Namenlosen“ lassen. Ich kann dementsprechend leider keine Empfehlung aussprechen.

  12. Cover des Buches Schatten über Elantel (ISBN: 9783492704359)
    Brandon Sanderson

    Schatten über Elantel

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Reva

     Mit Jäger der Macht begann damals die zweite große Ära im Zeitalter der Mistborn-Reihe, die in einer Umgebung und Zeit angesetzt wurde, mit der wohl niemand gerechnet hatte. Und nachdem der Leser mit diesem interessanten Auftakt angefüttert worden war, geschah lange Zeit erst einmal nichts; zumindest auf Deutsch.


      2017 kehrten Wax und Wayne dann endlich auch in deutscher Sprache in die Buchhandlungen und somit sofort in mein Bücherregal zurück.

     Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Auch wenn die Grundidee des Magiesystems noch immer dieselbe ist, wie in der ursprünglichen Trilogie, hat sich doch einiges verändert. Wax und Wayne sind erfrischende Charaktere. Allen voran erobert Steris nach und nach wirklich mein Herz. Und auch durch das Hinzufügen neuer Charaktere wie MeLaan erhält das Buch seinen ganz eigenen Witz und Humor.

     Das Buch ist wieder voll mit unerwarteten Wendungen und gleichzeitig vielen lustigen, aber auch traurigen Passagen. Viele Fragen, die man sich als Leser stellt bleiben offen - das ist bei diesem Autor ja nichts Neues - und werden wohl erst im Laufe der weiteren Bände zufriedenstellend beantwortet.

     Brandon Sanderson ist es gelungen, das reizvolle an der ursprünglichen Trilogie in ein neues Zeitalter zu überführen und vollkommen neue Helden-Typen für diesen Teil der großen Mistborn-Geschichte zu erschaffen. Man kann Wax und Wayne einfach nur mögen, auch wenn man wie ich kein Western-Fan ist.

     Zum Ende möchte ich nicht viel verraten, nur so viel; ich war nicht darauf vorbereitet. Brandon Sanderson hat mich mal wieder kalt erwischt.

     

    Zwei Punkte sind es lediglich, die mich an diesem Buch stören (allerdings in verkraftbaren Maße):

     1. Der Einband ist gerade im Buchrücken leider sehr anfällig für Knicke, trotz sorgfältiger Behandlung.

    2. Leider wurde Bewahr nicht mehr mit diesen Namen übersetzt, sondern als Retter. Damit konnte ich mich leider nicht anfreunden.

     

  13. Cover des Buches Calamity (ISBN: 9783453269019)
    Brandon Sanderson

    Calamity

     (40)
    Aktuelle Rezension von: NicoleGozdek

    Inhalt:

    Ein Jahr ist der 19-jährige David nun bereits bei den Reckoners, der kleinen Widerstandsgruppe, die sich gegen die Epics - Schurken mit Superkräften, die die Welt unterworfen und unter sich aufgeteilt haben - auflehnen. Es war ein Jahr voller Siege und Niederlagen.
    Doch nun steht dem Team um David ihr größter Kampf bevor. Um ihren einstigen Anführer Prof zu retten, müssen sie sich dem böse gewordenen Epic in der wandernden Salzstadt Atlanta stellen. Aber David weiß auch, dass sie den Krieg gegen die Epics nie gewinnen können, wenn sie nicht den mächtigsten von ihnen besiegen: Calamity, der seit 13 Jahren am Himmel über ihnen allen schwebt und den Menschen verdorbene Superkräfte verleiht ...

    Meine Meinung:

    Der letzte Band der "Reckoners"-Trilogie - ich habe die Lektüre ein wenig aufgeschoben, weil ich nicht wollte, dass die Reihe endet, aber jetzt habe ich sie gestern Abend doch angefangen und wie erwartet die halbe Nacht gelesen, weil ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
    Mir gefällt die Idee der Reihe, dass es Menschen mit Superkräften gibt, einige von ihnen fast unbesiegbar und unsterblich. Ihre Kräfte korrumpieren jeden von ihnen, weshalb sie auch fast die Welt zerstört hätten. Doch eine Handvoll Menschen unter der Leitung eines Epics (= Mensch mit Superkräften), der seine Macht ablehnt, kämpft immer noch gegen die übermächtigen Gegner. Es ist ein Kampf wie David gegen Goliath - passenderweise heißt auch die Hauptfigur David. Aber jeder Epic hat eine Schwäche. Wer diese herausfindet, kann ihn besiegen.
    Als Leser fiebert man mit David und Co. mit, besonders weil es jetzt ihren sympathischen Anführer Prof erwischt hat. Nachdem er im einstigen New York eine Explosion verhindert und seine Kräfte zu sehr eingesetzt hat, ist auch er zum Superschurken geworden. Doch Prof kennt die Reckoners, er kennt ihre Stärken und Schwächen, ihre Unterschlüpfe - alles. David und die restlichen Überlebenden sind auf der Flucht - zum ersten Mal in der Reihe, nachdem sie sonst immer einen Stützpunkt und einen Plan hatten. Nun jedoch müssen sie herausfinden, wohin Prof verschwunden ist und was er Finsteres im Schilde führt und ihre Spur führt sie nach Atlanta.
    Und das ist eine weitere Stärke der Reihe: die ungewöhnlichen Schauplätze. War es im ersten Band noch Newcago, das zu Stahl gewordenen Chicago, und im zweiten Band das einstige New York, das eine Epic mit Wasserkräften geflutet hatte, so überrascht Brandon Sanderson im 3. Band jetzt mit einer ganz neuen Idee: einer Stadt aus Salz, die durch das Land zieht und sich einmal die Woche komplett erneuert.
    Auch bei den Superkräften hat Brandon Sanderson wieder einige neue Ideen auf Lager, sodass es nie langweilig wird. Zusammen mit den sympathischen Charakteren, mit denen man einfach mitfiebern muss, ergibt das Ganze wieder einen überaus gelungenen Fantasyroman, den ich nur empfehlen kann.
  14. Cover des Buches Die Stürme des Zorns (ISBN: 9783453318649)
    Brandon Sanderson

    Die Stürme des Zorns

     (97)
    Aktuelle Rezension von: greenBear

    Leider erinnere ich mich größtenteils an negative Aspekte, daher ist meine Rezension nicht wirklich für voll zu nehmen hahaha.

  15. Cover des Buches Die Seele des Königs (ISBN: 9783453315242)
    Brandon Sanderson

    Die Seele des Königs

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Paetzoldania

    Nachdem ich mit „Die Splitter der Macht“ (aus der Reihe der Sturmlicht-Chroniken) ein Buch von Sanderson gelesen hatte, das meiner Meinung nach viel zu langatmig geschrieben ist, hat der Autor mit diesem Buch bewiesen, dass er auch anders kann. (vermutlich hat er sich im vergangenen Buch einfach zu sehr in seiner Passion für seine Geschichte verloren ;) - es sei ihm hiermit verziehen)

    Die Seele des Königs besteht aus drei völlig neuen und voneinander unabhängigen, sogar in gänzlich anderen Welten spielenden Geschichten. Und sehr gern würde ich die Fortsetzungen eben jener lesen.

    In der ersten Geschichte geht es um eine Künstlerin, die durch das Erkennen der Seele eines Gegenstandes dazu in der Lage ist das Aussehen von Dingen zu verändern, tatsächlich sogar das Aussehen und Verhalten von Menschen - faszinierender Ansatz!

    Der zweite Teil führt uns in die Welt eines Menschen, der mit seinen über 40 verschiedenen, eingebildeten Persönlichkeiten gemeinsam in einem Haus lebt 😂 Jede dieser Personen ist einzigartig (es handelt sich nicht um Abbildet seiner selbst) und hat spezielle Fertigkeiten, die von der äußeren Welt ihm zugeschrieben werden: Er hält sich für einen recht durchschnittlichen Typen (der eindeutig nicht verrückt ist, da er sich ja über seine Eigenheit bewusst ist), während Experten ihn entweder als Genie und den intelligentesten Menschen auf der Welt halten oder ihn gern als Forschungsobjekt benutzen möchten.

    Die dritte Geschichte spielt in einer Welt, die Zukunft und Vergangenheit verschmilzen lässt. Während sich die Gottheiten dieser Welt moderner Technologie bedienen, lebt der Rest der Welt in altertümlicher Armut. Hier zieht ein Krieger, der sein ganzes Leben auf diesen Moment vorbereitet wurde, los und tötet wider Erwarten in einem Duell den Gottkönig.

    Sanderson beweist, dass er wirklich mehr Talent und Fantasie hat, als in ein Leben passen kann. Durch seine ausführlichen Anmerkungen, auch in den anderen Büchern, habe ich erst nach vielen, vielen Jahren verstanden, wie aufwendig es ist, von einer Idee zu einer ausgereiften Geschichte und darüber hinaus zu einem Buch zu gelangen. 

  16. Cover des Buches Der Ruf der Klingen (ISBN: 9783453320901)
    Brandon Sanderson

    Der Ruf der Klingen

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Sharlence

    Mit "Ruf der Klingen" wird der dritte Band der Sturmlich-Chroniken Brandon Sanderson eingeleitet. Ich habe dieses Buch endlich lesen können und schäme mich dafür, es ein halbes Jahr in meinem Regal liegen gelassen zu haben, ehe ich es zu Hand genommen habe - denn der, im Deutschen, fünfte Teil war einfach nur atemberaubend!

    Von der ersten Seite an war ich total gefesselt. Die Geschichte setzt direkt an die Geschehnisse von Band 4 an und wir verfolgen, wie sich die Alethi in dem Turm von Urithiru einleben, dich koordienieren und zusammenarbeiten müssen. 

    Wie immer gibt es verschiedene Sichten, aus denen geschildert wird - aber es kommen auch immer mehr dazu: Dalinar, Adolin, Kaladin und Schallan sind Pflicht. Aber auch Navani, Jasnah und Brücke Vier sowie Moasch kamen gerade im letzten Dritten zum Einsatz. Gerade die Kapitel mit Brücke Vier haben mir besonders gut gefallen, die Charaktere, die man in Band 1 und 2 zu lieben gelernt hat, haben hier ihre eigene Stimme bekommen! Man erfährt so viel über die Charaktere, die dadurch eine ganz neue Tiefe erhalten haben.

    Auch die Charakterentwicklung war wieder da - vor allem bei Schallan merkte ich es sehr deutlich, wie sehr sie sich im Gegensatz zu ihrem ersten Auftritt verändert hat. Aber auch die Charakterentwicklung von Renarin fand ich toll! Ich mochte den jüngeren der Kholin-Brüder schon immer und fand es schade, dass er oft nur am Rande drankam. Aber jetzt, in Teil 5 fäng Renarin an, sich seine eigene Rolle zu suchen und ich finde es sehr spannend, dabei sein zu dürfen und seinen Werdegang in Erfahrung zu bringen.

    Dann die Geschichte - es gibt mehrere große Handlungsstränge und puh, ich hoffe, ich bekomme alle halbwegs auf die Reihe xD 

    Schallen, die versucht, die Geheimnisse des Turms zu lüften und dabei auf noch mehr Mysterien stößt, ihre Zusammenarbeit mit den Geisterblütern, um an Informtationen über ihren Bruder zu kommen, ihr Lichtweben ... Oh, und die Gespräche mit Muster waren wieder einmal herrlich. Ich sage nur: KEINE PAARUNG! XD 

    Kaladin, der versucht, die verwandelten Parscher zu erforschen, Brücke Vier beibring, Sturmlicht in sich aufzusaugen und abei Pläne schmiedet, Kholinar zu retten. Gerade der Part mit den Parschern war ebenfalls sehr, sehr spannend! Ich mochte es total, zu sehen, wie sie sich seit dem Ewigsturm entwickelt haben und bin an mehreren Stellen überrascht worden. Das ist ein Punkt, den ich in den Büchern so nicht erwartet habe und er hat mir dadurch irgendwie nur umso besser gefallen.

    Und Dalinar, der sich zu seiner Liebe zu Navani bekennt und herausfindet, was eigentlich die Wüstwerdungen bedeuten, die Bringer der Leere und was die Herolde getan haben. Da wurde sogar der Bogen zum Prolog von Band 1 geschlagen (!) und alles hat ein halbwegs logisches Bild ergeben - mit den ganzen Fragen und Geheimnissen, die noch nicht beantwortet und erforscht wurden. Dieser Teil der Gschichte war sehr spannend und ich war aufgeregt wie ein kleines Kind, als ich die einzelnen Teile endlich zu einem Puzzle zusammensetzen konnte. Sein Weg, die großen Herrscher für seine Koaltion zu gewinnen, war überdies auch spannend, und man hat auch einen alten Charakter wiedergetroffen, den ich sehr genossen habe: Lift. Über sie gibt es auch eine Novelle und auf die freue ich mich auch schon sehr!

    Und Adolin, der damit beauftragt wird, den Mörder von Sadeas zu finden ... ja, ja ... Dieser Strang verbindet sich mit dem von Schallen und war wirklich spannend gestaltet. DIe Auflösung war genial!

    Und dann - das war das absolute Highlight für mich! - wurde wieder eine weitere Vergangenheit beleuchtet: Dalinar! Oh, ich habe mich so gefreut, endlich von ihm zu lesen und noch aufgeregter war ich, als lange Geheimnisse (wie z.B die Erinnerungen an seine Frau) gelüftet wurden! Diese Passagen waren für mich am stärksten, denn sie haben Dalinar so gezeigt, wie er war und ihm dadurch noch einmal eine ganz neue Tiefe gegeben. Der Schwarzdorn war nicht nur eine Gestalt aus der Vergangenheit, sondern REAL - und ich muss sagen, dass der Schwarzdorn mir selbst auch echt Angst bereitet hat. Diese Veränderung - vom Schwarzdorn zum Politiker, der Dalinar versucht, zu sein, ist so unfassbar, so gut und vor allem aber auch so interessant! Wenn ich die Passagen über Dalinar früher gelesen hätte, hätte ich ihm sein politisches Gehabe niemals abgekaugt und genau das ist es ja auch, worauf sich auch die Herrscher der anderen Reiche stürzen. Die Politik, dass Dalinar versucht, die anderen für eine große Koalition gegen die Bringer der Leere zu gewinnen, war durch die Rückblenden viel verständlicher und nachvollziehbarer. Ich muss sagen, dass dieses Buch wegen den Rückblenden zu Dalinar mein absoluter Liebling in den Sturmlicht-Chroniken gewesen ist. 

    Das Buch ist mit über 900 Seiten wahrlich keine leichte Lektüre, aber ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Es war so flüssig geschrieben, so spannend und interessant und zog sich nie in die Länge. Der verschiedene Perspektivenwechsel sorgt dafür, dass man sich immer denkt: Ah, noch ein Kapitel. Oh, Dalinars Vergangeheit, das muss ich auch noch lesen ... und schon hatte ich 300 Seiten an einem Tag weg ^^'


    Für mich sind die Bücher von Brandon Sanderson die Besten, die ich je gelesen habe. Ich liebe alles an ihnen; die Geschichte, die Charaktere und diese beschriebene Epik. Ich freue mich schon darauf, weiterzulesen, denn Band 6, Die Splitter der Macht, befindet sich ebenalls schon in meinem Besitz *_* 

  17. Cover des Buches Die Splitter der Macht (ISBN: 9783453424883)
    Brandon Sanderson

    Die Splitter der Macht

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Paetzoldania

    ... dieses Buch benötigt für meinen Geschmack leider viel, viel zu lange um endlich Fahrt aufzunehmen.
    Ich fand es in den vorherigen Büchern schon oft recht ruckelig, wie oft ständig zwischen den unterschiedlichen Hauptcharakteren hin und her gesprungen wird, hinzu kommen die ganzen kleinen Storys der ebenso wichtigen Nebencharaktere. Man taucht in eine Geschichte ein - zack, nächste und wieder nächste und nochmal nächste... usw. Das hat dieses Buch eindeutig übertrieben, indem es zusätzlich extrem zwischen den unterschiedlichen Zeitverläufen hin und her springt. Ein zusammengefasster Prolog über die Vergangenheit von Dalinar (so wie es beispielsweise Hennen und Corvus in der Phileasson Saga machen) hätte mir das Lesen viel angenehmer gestaltet. Denn die Geschichte ist eindeutig fesselnd! So habe ich ständig etliche Handlungsstränge im Kopf - und wenn ich das Buch mal länger zur Seite gelegt habe, viel es mir recht schwer mich erneut einzulesen. Dass ich überhaupt ein Buch länger zur Seite lege...

    Die letzten 150 Seiten sind dann ganz nach meinem Geschmack (SPOILER): Alle Charaktere treffen sich an einem Ort des Geschehens, alles fließt ineinander über, die zuvor so mühselig gesammelten Puzzleteile schieben sich endlich zu einem Bild zusammen. ENDLICH.

    Ich hoffe sehr, dass die folgenden Bücher wieder mehr den zu Beginn ähneln. Kaladins Geschichte ist nach wie vor aus meiner Sicht die beste und am liebevoll gestalteste. Sein Charakter hat sich mehr in der Gegenwart entwickelt. Syl ist mir auch eindeutig sympathischer als der grummelnde Sturmvater :) Nichts desto trotz birgt die Geschichte rund um Dalinar einige heftige Details. Ich bin dennoch der Meinung dass sich diese auch hätte schneller erzählen lassen.

    Das Buch hat eigentlich mehr Sterne verdient. Ich hätte sicher mehr gegeben, wäre es nicht in so entsetzlich viele Kleinteile zerlegt worden nur um der Erzählhandlung und Folgelogik starr zu folgen. So verhungert der Leser auf dem Weg des Spannungsbogens nahezu jämmerlich um dann einen viel zu kurzen Höhepunkt der Dramatik zu erleben und nun völlig fertig auf dem Boden des nächsten Ausblicks zurückgelassen zu werden.

  18. Cover des Buches Sturmklänge (ISBN: 9783453321649)
    Brandon Sanderson

    Sturmklänge

     (147)
    Aktuelle Rezension von: EraThanatos

    "Sturmklänge" von Brandon Sanderson ist ein Einzelband und wurde mir freundlicherweise vom @bloggerportal und dem @heyne.verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dafür erstmal vielen Dank!

    Idris und Hallandren waren einst ein Königreich. Nach einem großen Konflikt spalteten sie sich jedoch auf und während die Menschen in Idris dem unsichtbaren Gott Austren treu blieben, verehren die Leute in Hallanderem die Zurückgekehrten. Zurückgekehrte sind Menschen die starben und als Götter mit immenser Macht ins Leben zurück fanden. An der Spitze steht der Gottkönig.

    Vivenna, eine Prinzessin aus Idris, wurde ihr Leben lang dazu ausgebildet das Opfer für ihre Heimat zu bringen und den Gottkönig zu heiraten - Sein Kind soll königliches Blut haben. In letzter Minute ändert jedoch ihr Vater seine Meinung und schickt stattdessen seine jüngste Tochter Siri, die als vierte und "unnütze" Tochter kaum auf die Situation vorbereitet ist, sich aber durch ihr robustes Gemüt durchschlägt.

    Vivenna, die "brave" Tochter, beschließt ihre Schwester zu befreien und geht heimlich nach T'Telir.

    Dies ist nur ein Teil der Geschichte, tatsächlich gibt es noch mehr Handlungsstränge und wichtige Charaktere. Dazu gehören noch Lichtgesang, der skeptische Gott, Vasher, der mysteriöse Fremde und Nachtblut, das denkende Schwert.

    Alle Charaktere, auch Nebencharakter sind unheimlich gut ausgearbeitet mit ihrer ganz eigenen Persönlichkeiten.

    Magie wird hier aus "Hauchen" gezogen, die gesammelt werden können, jeder Menschen hat erstmal nur einen. Um die Hauchen einzusetzen, werden Gegenständen die Farbe entzogen und der Einsatz benötigt etwas Fingerspitzegefühl. Grob zusammengefasst jedenfalls, es ist eigentlich deutlich komplexer.

    Der gesamte Schreibstil war ein großes Lesevergnügen und auch der Humor kam nicht zu kurz, ohne dabei die Geschichte zu verunglimpfen.

    Fazit: Meine wirklich hochen Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt und ich habe absolut nichts zu meckern. Ganz im Gegenteil, es ist eine absolute Leseempfehlung!Darum bekommt das Werk 5 von 5 Sternen 🌟

  19. Cover des Buches Alcatraz und die dunkle Bibliothek (ISBN: 9783570401491)
    Brandon Sanderson

    Alcatraz und die dunkle Bibliothek

     (84)
    Aktuelle Rezension von: NicoleGozdek

    Inhalt:

    Nicht nur dass seine Eltern ihn nach dem berühmtesten Gefängnis der USA benannt haben und er von einer Pflegefamilie zur anderen abgeschoben wird, Alcatraz Smedry passieren auch immerzu die haarsträubendsten Missgeschicke und Dinge werden zerstört.
    Als Alcatraz an seinem 13. Geburtstag ein merkwürdiges Päckchen mit einem Beutel Sand von seinen unbekannten Eltern zugeschickt bekommt, der kurz darauf von seiner Sachbearbeiterin von Jugendamt, Ms. Fletcher, gestohlen wird, und ein merkwürdiger, verrückter alter Kerl namens Leavenworth Smedry erklärt, sein Großvater zu sein, wird plötzlich sein ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt.
    Grandpa Smedry behauptet nämlich, dass die ganze bekannte Welt von mächtigen und fiesen Bibliothekaren beherrscht wird, die den ahnungslosen Menschen verheimlichen soll, dass es Magie wirklich gibt und dass Dinge zerstören und zu spät kommen mächtige Talente sind, die seit Jahrhunderten in der Blutlinie der Smedrys vererbt werden. Und dass der wertlose Beutel Sand, der ihm von der Bibliothekarin Ms. Fletcher gestohlen wurde, in Wirklichkeit eine mächtige Waffe ist, die sie um jeden Preis zurückholen müssen.
    Und so steht Alcatraz plötzlich zusammen mit der dreizehnjährigen, schlagwütigen Ritterin von Crystallia Bastille, seinem Großvater und seinen beiden Cousins Sing Sing und Quentin, zwei Gelehrten, vor der Basis ihrer Feinde, der örtlichen Zentralbibliothek, und soll es mit einer ganzen Bibliothek voll fieser Bibliothekare und einem mächtigen dunklen Okulator von ungeheurer Macht aufnehmen …

    Meine Meinung:

    Brandon Sanderson begeistert Fantasyfans immer wieder mit seiner großen Kreativität und einzigartigen und großartigen Ideen. Mit „Alcatraz und die dunkle Bibliothek“ legt er den Grundstein für eine ebenso geniale wie verrückte Contemporary Fantasy-Reihe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
    Held, oder besser gesagt Anti-Held, der „Alcatraz“-Reihe ist der dreizehnjährige Waisenjunge Alcatraz. Doch man darf sich sich Alcatraz keineswegs so wie einen zweiten Harry Potter vorstellen. Alcatraz ist sarkastisch, clever, eigennützig und nicht gerade mutig. Seine Gabe, Dinge zu zerstören, sieht er lange Zeit als einen Fluch an, den er jedoch verharmlost zu „beschädigen“. Und beschädigen oder zerstören tut er so einiges, einige normale Dinge wie Türgriffe und Brillen, andere eher ungewöhnlich wie Pistolen, Fußböden, ganze Wände, Papiermonster oder Hühner.
    Alcatraz besitzt damit eines der mächtigeren und angeseheneren Talente, die der Smedry-Familie vorbehalten sind. In „Alcatraz und die dunkle Bibliothek“ lernen wir noch weitere verrückte Smedry-Talente kennen. Grandpa Smedry besitzt die Gabe zu spät zu kommen, was nicht nur eine nervige Angelegenheit für die Wartenden ist, er kann auch zu Schmerzen oder seinem eigenen Tod zu spät kommen, was er zu seinem Vorteil nutzt. Auch Sing Sings Talent hört sich zunächst eher unspektakulär an – er kann stolpern – genauso wie Quentins – Unsinn reden –, doch ich finde es genial, was Brandon Sanderson aus diesen harmlos erscheinenden Fähigkeiten macht.
    Neben den vier Smedrys - Alcatraz, sein Großvater und seinen beiden Cousins - gehört noch die energische Bastille zum Team. Mit ihren 13 Jahren ist sie die jüngste Ritterin von Crystallia und die Beschützerin von Grandpa Smedry. Sie und Alcatraz kommen von Anfang an super miteinander aus, was man daran merkt, dass sie sich kontinuierlich streiten und Bastille Alcatraz ihre Handtasche um die Ohren haut. ;-P
    Neben den Smedry-Talenten und den bösen Bibliothekaren sorgen auch die Okulatoren und ihre magischen Linsen (Brillen oder Monokel), die aus einer magischen Sandart gewonnen werden, für Spannung. Neben Grandpa Smedry und Alcatraz gibt es noch andere Menschen, welche diese magischen Linsen nutzen können, zum Guten oder zum Schlechten. Habt ihr schon mal Angst vor Brillen gehabt? Vor der Sammlung des dunklen Okulators solltet ihr euch jedenfalls fürchten: Folterknecht-, Schockschlag-, Frostspender-, Boten-, Hetzjagdlinsen und viele mehr können jeden außer Gefecht setzen.
    Für viele wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig ist Brandon Sandersons Erzählweise in „Alcatraz und die dunkle Bibliothek“. Während ich zu denjenigen gehöre, welche die schräge, sarkastische und verrückte Erzählweise einfach nur genial finden, kommen andere Leser mit dem ungewohnten Stil weniger zurecht. Es werden Cliffhanger gemacht, um die Leser vor lauter Spannung kurz darauf mit langen Erläuterungen, philosophischen Exkursen und Inneneinsichten in den Wahnsinn zu treiben, Vorausdeutungen gemacht, die entweder gar nicht oder Kapitel später auf unvorhergesehene Weise aufgelöst werden, der Erzähler belügt uns schamlos – von wegen, die Feuerspenderlinse wird im ganzen Roman nicht eingesetzt! – und zudem beim Namen von Fantasyautoren geflucht. Ein großer Spaß, auch für erwachsene Fans von humorvoller Fantasy und Leser von Terry Pratchett!
  20. Cover des Buches A Memory of Light (ISBN: 9780356503950)
    Robert Jordan

    A Memory of Light

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Saralonde
    Achtung, Spoiler für alle, die Teil 1 – 13 nicht gelesen haben (sorry, die Aufteilung der deutschen Bände kenne ich leider nicht) Ich kann es noch nicht richtig fassen, dass es jetzt wirklich zu Ende ist, am Schluss musste ich auch ein bisschen weinen. Die letzte Schlacht steht an. An verschiedenen Schauplätzen kämpfen unsere Helden um das Schicksal der Menschheit. Allen voran The Dragon Reborn, Rand al’Thor, der sich nun dem Bösen persönlich stellen muss. Wie lange haben wir darauf gewartet, dass diese unglaublich komplexe Geschichte ihr Ende findet. Jetzt ist es tatsächlich so weit, nach über 20 Jahren. Das Buch beginnt kurz vor Beginn der letzten Schlacht. Zunächst muss Rand die Herrscher aller Länder und Städte, einschließlich der Seanchan, dazu bewegen, einen Vertrag zu schließen und gemeinsam zu kämpfen. Den größten Teil des Buches nimmt dann die eigentliche Schlacht ein, die an verschiedenen Fronten stattfindet. Und hier liegt auch das kleine Problem, das ich mit dem Buch hatte, die Handlung wird von Kampf- und Schlachtszenen dominiert, die normalerweise nicht so mein Ding sind. Das ist ein Grund, warum ich so lange für das Buch gebraucht habe. Andererseits war das auch gar nicht anders zu machen, denn es ist ja diese letzte, epochale Schlacht, auf die alle bisherigen Teile der Reihe letztendlich hinauslaufen. Von daher also keine wirklich Kritik meinerseits. Die Spannung ist dabei kaum zum Aushalten. Denn der Leser weiß ganz genau, dass nicht alle der liebgewonnenen Charaktere diese Schlacht überleben werden. Und das gilt für Hauptcharaktere ebenso wie für Nebencharaktere. Besonders der Tod einer Hauptfigur ist dann doch ein ziemlicher Schock. Sandersons Schreibstil ist wie gehabt gut lesbar, ich persönlich finde ihn fast besser als den von Jordan selbst. Für die gerade bei einem so kampflastigen Buch nötige Portion Humor sorgt auch im letzten Teil wieder der gute alte Mat, und das nicht nur mit seiner Ausdrucksweise (“the Dragon bloody Reborn”). Den Hut ziehe ich davor, wie Sanderson es schafft, die Geschichten der vielen Charaktere abzuschließen. Nur über eine Sache hätte ich gern doch mehr erfahren. Das Ende ist schließlich rundum gelungen, dem Gesamtwerk würdig und nicht ohne kleine Twists. Und dass meine Lieblingscharaktere die Schlacht überleben und Zeuge des Beginns des 4. Zeitalters werden, schadet auch nicht ;-)
  21. Cover des Buches Krieger des Feuers (ISBN: 9783641074777)
    Brandon Sanderson

    Krieger des Feuers

     (212)
    Aktuelle Rezension von: VoiPerkele
    Zum Inhalt möchte ich nicht viel verraten, da ich sonst wahrscheinlich spoilern müsste und das will ich um jeden Preis vermeiden, denn diese Fortsetzung von "Kinder des Nebels" ist einfach gigantisch.

    Brandon Sanderson hat die Geschichte an so einen beeindruckenden, unfassbaren Wendepunkt gebracht und die Probleme bzw. Herausforderungen von Vin, Weher, Hamm, und Co werden noch größer und gefährlicher.

    Es kommen auch neue Charaktere hinzu, welche man zum einen lieben lernt, zum anderen aber nur verprügeln möchte.

    Ich kann es jedem Fantasy-Fan nur empfehlen sich dieser Reihe zu widmen. Einfach atemberaubend.
  22. Cover des Buches Herrscher des Lichts (ISBN: B006281JEA)
    Brandon Sanderson

    Herrscher des Lichts

     (181)
    Aktuelle Rezension von: VoiPerkele
    "Herrscher des Lichts" ist der 3. Teil der Nebelreihe von Brandon Sanderson.


    Ich möchte hier nicht viel zu Handlung verraten, weil sie zu gigantisch ist, als dass man sie auf wenige Zeilen zusammenfassen könnte.

    Es sei aber auf jeden Fall folgendes gesagt:

    Nachdem ich die letzte Seite gelesen habe, musste ich mir Tränen verdrücken. Der Abschied von diesen wundervollen Charakteren fiel mir schwer und ich musste ein paar Minuten innehalten um das alles zu verarbeiten, was Brandon Sanderson erschaffen hat.

    Diese Reihe hält bis heute einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal
  23. Cover des Buches Snapshot (ISBN: 9781938570155)
    Brandon Sanderson

    Snapshot

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchdrache
    Eine Kurzgeschichte aus einer der vielen Welten, die Firefight aus den Reckoners-Romanen erschaffen kann. Sanderson legt hiermit eine Science-Fiction-Kriminalgeschichte mit mehreren Handlungsebenen vor. Gerade die Ebenen haben mich allerdings sehr verwirrt, weil ich den Plottwist und dann noch einmal den Plottwist im Plottwist am Ende überhaupt nicht mitbekommen habe, da ich so völlig auf die durchaus spannende Rahmenhandlung fixiert war. Das hatte es mir dann doch ein klein wenig kaputt gemacht, da ich vom Ende völlig überrumpelt wurde und mit den ganzen Plottwist so gar nicht gerechnet hatte. Insgesamt aber doch eine sehr spannende und lohnenswerte Geschichte. Insbesondere die Snapshot-Technologie, die hier eine zentrale Rolle spielte, wirft einige interessante Aspekte auf, die auch im Text vielseitig diskutiert werden.
  24. Cover des Buches Elantris (ISBN: 9780575097445)
    Brandon Sanderson

    Elantris

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchdrache
    »Elantris« mag vielleicht nicht Brandon Sandersons erster geschriebener Roman sein, aber der erste, der es 2005 in die Buchhandlungen schaffte. Auch nach über zehn Jahren verzaubert Elantris noch immer tausende Leser Sandersons und ist für viele einer seiner besten Romane. Mit der 10th Anniversary wird der stete Erfolg des Buches gewürdigt und wartet zur Feier mit einigen Neuheiten rund um Elantris auf.

    Elantris war einst die Stadt der Götter. Nun ist sie ein verfallenes Asylum für all die armen Seelen, die von der Shaod getroffen und zu Elantriern wurden. Es kann jeden treffen, egal ob armer Bauer oder wohlhabender Adeliger. Wo sie einst dank der Shaod zu Göttern wurden, sind sie seit dem Fall von Elantris nur mehr wandelnde Leichen, zu einem lebenden Tod verdammt. Für Prinz Raoden war die Shaod immer ein Ereignis, das immer nur »die anderen« betrifft – bis er selbst eines Morgens ahnungslos aufwacht und selbst ein Elantrier ist. Sarene, die Prinzessin des verbündeten Reiches Teod hätte ihn heiraten sollen, steht aber nun ob seines formalen »Todes« und durch den Verlobungsvertrag gebunden als Witwe da. Dennoch ist sie gewillt, weiter für Fortbestehen des Landes zu kämpfen. Denn König Iadon, ein einstiger Händler, der dank seines Reichtums nach dem Fall von Elantris an die Macht kam, ist ein miserabler Herrscher und das mächtige Kaiserreich Fjorden schickt seinen Abgesandten Hrathen, um die Bürger Arelons zu konvertieren und das Land zu erobern.

    Der Roman ist einfach großartig, mehr muss man im Prinzip nicht dazu sagen. Auch für alte Hasen, die den Roman bereits kennen, bietet die 10th Anniversary Edition noch einmal einige schöne Extras. Besonders hervorzuheben sind die Karten von Elantris und Umland sowie Opelon, die zur ursprünglichen Karte von Arelon hinzukamen. Der Text selbst ist der Alte geblieben, es gibt jedoch ein schönes neues Vorwort von Dan Wells sowie ein überarbeitetes Ars Acanum, das die Informationen zu den Aons zusammenfasst und ergänzt sowie diese selbst noch einmal abbildet. Außerdem schrieb Sanderson noch ein neues Nachwort mit einigen interessanten Details zur Verkaufsgeschichte des Romans. Außerdem gab er die Mad Prince Szenen im Anhang hinzu; Raoden hatte in einer der früheren Romanfassungen einen Bruder, welcher recht weit am Ende des Romans auftaucht und den Thron Arelons an sich reißen will. Sanderson hat schon Recht, wenn er sagt, dass der Roman ohne diese Szenen besser funktioniert. Dennoch war es spannend, auch einmal eine andere Version zu lesen, da Raodens Bruder nicht ganz so uninteressant wirkt. Vielleicht recycelt Sanderson diesen Charakter ja tatsächlich für einen anderen Roman? Das würde sicher nicht schaden. Ganz zum Schluss des Buches gibt es eine kleine Extraszene, die besonders für diejenigen Leser interessant ist, die sich bereits etwas tiefer mit dem Cosmere vertraut gemacht haben. An dieser Stelle sei nicht mehr dazu gesagt, da es sonst die schöne Überraschung vermiesen würde.

    Das Gesamtpacket, das die 10th Anniversary Edition liefert, ist klein aber fein. Nicht ganz so klein, aber ebenso fein ist auf jeden Fall der Inhalt des Romans selbst. Sanderson hat ein gutes Gespür für Dramatik und gewichtige Worte. Besonders das Ende des Romans und sein Anfang stechen da aus vielen tollen Szenen besonders hervor. Im Prolog, wenn man so will, wird beispielsweise über die Glorie der Elantrier gesprochen, wie sie als gnädige Götter über ganz Arelon herrschten und dem Land dank ihrer Magie Frieden und Wohlstand brachten. Das Kapitel endet mit den Worten: »Eternity ended ten years ago.«

    Auch der erste Satz des ersten Kapitels ist nicht weniger eine wahre Bombe: »Prince Raoden of Arelon awoke early that morning, completely unaware thad he had been damned for all eternity.« Und wenige Absätze später, als er nach Elantris geschickt wird: »The Elantris city gates boomed shut behind him with a shocking sound of finality.« Sätze, die einem die Gänsehaut den Rücken hinab jagt!

    Ganz, wie man es von Brandon Sanderson und besonders einem Cosmere-Roman aus seiner Feder erwartet, bietet er hier erneut ein kreatives und absolut faszinierendes Magiesystem, das der Leser gemeinsam mit Raoden entdeckt, denn dieser brennt darauf zu erfahren, warum die Shaod, die Verwandlung normaler Menschen zu Elantriern, nicht mehr richtig funktioniert. Er arbeitet sich dabei Stück für Stück durch die Mysterien der Dor, wie die Magie genannt wird, und der Aon, der Zeichen, durch die Dor wirken kann. Ganz wie der Leser wundert er sich, stellt Fragen und geht dem Mysterium auf die Spur, bis er schließlich das Geheimnis von Elantris entdeckt hat – auch wenn es da vielleicht schon zu spät ist.

    Man kann getrost von mustergültigen Charakteren sprechen. Ihre Ausarbeitung ist wunderbar gelungen, alle drei Hauptcharaktere, welche sich in steter Reihenfolge abwechseln, sprechen den Leser an. Besonders Hrathen, der bis kurz vor Schluss als Antagonist wirkt, wird spätestens da zu einem Sympathieträger, da es zu einem Wendepunkt in seiner Persönlichkeit kommt und er erkennt, wer vielleicht der wahre Feind ist. Dabei spielt sein, wenn man so will, Adjutant Dilaf eine wichtige Rolle, welcher bis dahin eher im Hintergrund blieb und für den Hrathen wenig Beachtung übrig hatte. Dass Dilaf gegen Ende eine so große Enthüllung bereithält, ist einfach großartig und liest sich unglaublich gut.

    Sanderson schafft es durch die Darstellung seiner Charaktere und die Art und Weise, wie sie die Welt sehen, selbst für sie überraschende Wendungen in ihrer Persönlichkeit herbeizuzaubern. Besonders Hrathen kann dabei begeistern, aber auch Raoden und Sarene sind dank der Art und Weise, wie sie denken und ihren Intellekt benutzen, Charaktere, denen man gern durch die Geschichte folgt. Es ist geradezu ein Hochgenuss, diese brillanten Geister arbeiten zu sehen.

    Ganz passend dazu bedeutet Raodens Name übrigens Geist beziehungsweise Essenz, und der ursprüngliche Titel des Romans, welcher sich noch im dritten Teil des Bandes erhielt, lautete »The Spirit of Elantris«. Das manifestiert sich in mehrfacher Hinsicht: Zum einen ist Raoden tatsächlich eine Art Geist, eine für die Außenwelt lange nicht genauer greifbare Instanz, da die Bevölkerung Elantris zu einem Tabuthema machte und Raoden vor Sarene verbirgt, wer er eigentlich ist. Er ist auch insofern der Geist von Elantris, als dass er den Elantriern wieder Hoffnung gibt und es ihnen ermöglicht, im Dreck der gefallenen Stadt eine wieder menschenwürdige Gesellschaft aufzubauen. Schlussendlich ist auch er es, der Elantris seine Seele wiedergibt.

    Liebhaber des Cosmere werden sich natürlich auch über Hoids klitzekleinen Gastauftritt freuen. (An dieser Stelle stellt sich die Frage, ob diese Rolle in irgendwann kommenden Fortsetzungen des Romans ausgebaut wird. Es wäre auf jeden Fall wünschenswert.)

    Der Roman funktioniert wunderbar als Einzelband, es ist jedoch bekannt, dass für die graue Zukunft Fortsetzungen geplant sind. Sanderson räumte am Ende der Handlung genug Platz dafür ein, indem er andeutete, dass es viele Wege zu geben scheint, Dor zu nutzen, nicht nur durch Aons. Das gilt es natürlich zu erkunden. Außerdem scheint Wyrn, der Herrscher Fjordens, noch nicht final besiegt, nur geschwächt. Auch hier kann noch viel erzählt werden. Es bleibt also spannend. Sicher ist auf jeden Fall: Ein Griff zu den Fortsetzungen ist ebenfalls ein Muss, da Sanderson einfach ein großartiger Autor ist.

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